Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den AnfĂ€ngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. WĂ€hrend die Urvölker auf AltbewĂ€hrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. GeheimbĂŒnde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Das Leben in Daijan

An der mediterranen KĂŒste des Dhunischen Ozeans gedeiht Naridien, das reiche und multikulturelle Imperium der Handelsallianz. Doch die wuchernde Wirtschaft hat ihren Preis. Wer den Fortschritt mehr schĂ€tzt als die Tradition, ist hier willkommen.
Naridien
An der mediterranen KĂŒste des Dhunischen Ozeans gedeiht Naridien, das reiche und multikulturelle Imperium der Handelsallianz. Doch die wuchernde Wirtschaft hat ihren Preis. Wer den Fortschritt mehr schĂ€tzt als die Tradition, ist hier willkommen.
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Gregorius Marcus Catortz
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Die Handelsallianz

Das Leben in Daijan

#1

Beitrag von Gregorius Marcus Catortz » Do 29. Sep 2016, 22:10

Diese Schilderung passiert zwei Tage nach den beschriebenen Ereignissen in "Der Riese und die Fee"

* * * * *

Ein langer Tag lag hinter ihm. Gregorius hatte heute wieder ein paar Kupferlinge verdient, die er zu seinen Ersparnissen hinzulegen konnte. Ersparnisse fĂŒr ein neues Leben. Denn dieses Leben war schon lange nicht mehr so lebenswert. Der gelernte Kammerdiener wollte weg von diesem ganzen Gossentreiben, weg von der harten, undankbaren Arbeit, die er jeden Tag aufs Neue ausfĂŒhren musste. Er sehnte sich nach einer guten Mahlzeit und einem guten Wein!
Ach, was wĂŒrde er jetzt nur fĂŒr einen Schluck Waidenhainschen Tafelwein geben!
Doch guten Wein konnte er sich schon lange nicht mehr leisten. Seine lumpige Kleidung und sein, in Vergleich zu frĂŒher, ungepflegtes Äußeres stimmten ihn auch missmutig.

Einst war das Leben noch lebenswert, dache er sich. Doch er war ehrgeizig und willensstark wieder so schnell wie möglich gesellschaftlich aufzusteigen. Jeden Tag schickte er Bewerbungen in alle Lande. An die Stadtadligen, den Landadel und selbst an den Hochadel. FĂŒr so einen Adligen zu arbeiten, wĂ€re wieder ein Traum!

Sein ganzer Hass galt Herzog Leopold von Ghena, der seinen alten Herrn, den ehrwĂŒrdigen Herzog Wilhelm von Hovenhain entmachtet hatte. Wilhelms ganzer Besitz wurde beschlagnahmt, das Personal wurde gekĂŒndigt, und die Familie Hovenhain fĂŒr immer gedemĂŒtigt. Aufgrund seiner jahrelangen TĂ€tigkeit fĂŒhlte er sich der Familie sehr verbunden und so war sein großes Interesse Rache an den Herzog Leopold zu verĂŒben .

Heute musste Gregorius noch ein paar Besorgungen, vorrangig medizinischer Natur erledigen. Denn Gregorius Onkel war erkrankt. So ganz wusste er nicht, welche KrÀuter und Arzneien helfen konnte. Gregorius kannte sich damit nicht aus, aber er hoffte, dass einer der KrÀuterhÀndler oder ein Medicus ihm Auskunft geben konnte. Doch die Beratung war sicherlich kostspielig.

Heute war der Dalis (der Freitag), also der Tag des letzten Gewinns. Gewiss wĂŒrden die HĂ€ndler noch versuchen ihre Waren zu verkaufen, um den letzten Profit fĂŒr die Woche zu generieren.
"Dal zum Gruße," begrĂŒĂŸte er den HĂ€ndler und nickte freundlich.
Man sah Gregorius deutlich an, dass er geschafft vom Tag war, doch sein LĂ€cheln hinterließ dennoch ein positiven Eindruck beim HĂ€ndler.
"Ich suche..., er stockte, "...ja so recht weiß ich das nicht. Unser Onkel ist krank. Ich brauche Medizin," sprach er.

Direkt neben ihm schwirrte eine Fee umher und verkaufte gerade an dem HĂ€ndler nebenan vermutlich KrĂ€uter und andere medizinischen GĂŒter.
"Welches Leiden hat er denn?," sprach der braun gebrannte HĂ€ndler, der einen gepflegten Schnurrbart besaß und irgendwie seltsam grinste.
"Ja Àh,, es war offensichtlich, dass Gregorius keine Ahnung hatte.
"Er hat Fieber und starken Husten. Rote Flecken am Hals und kalte Gliedmaßen."
Der HĂ€ndler nickte wissend, obwohl er keine Ahnung hatte, worauf diese Symptome hindeuteten.
"Scharlachiartis, ganz eindeutig. Ihr braucht 2 Pfund Kalzenöl, 250 mg Lorbeerextrakt und etwas Hornsirup. WĂŒrde heute nur 50 Handelstaler kosten. Ein Sonderangebot, weil heute der Dalis ist."
Gregorius staunte nicht schlecht und meinte dann:
"Oh, das ist ganz und gar nicht gut. Soviel kann ich mir nicht leisten."

Der HĂ€ndler und Gregorius unterhielten sich weiter. Doch nur ein Fachkundiger hĂ€tte sehen können, dass ihn der HĂ€ndler eindeutig ĂŒbers Tisch ziehen wollte. WĂŒrde jemand eingreifen?
Many thanks to sharandula for the admittance to use her picture.


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achte darauf, dass du die richtige Mode trÀgst. ~

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Sanara
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Re: Das Leben in Daijan

#2

Beitrag von Sanara » So 2. Okt 2016, 16:19

Sanara hatte zwei anstrengende Tage hinter sich. Sie war erst vor wenigen Stunden in Daijan eingetroffen. Eigentlich hatte sie vorgehabt, mit ihren ReisegefĂ€hrten Josef durch Asamura zu ziehen, aber Josef hatte sich entschieden, in einer Schenke in Stellung zu gehen. Da die kleine Fee keine Lust verspĂŒrte, in der Schenke zu versauern, hatten sie sich freundschaftlich getrennt, und Sanara hatte sich alleine auf die Reise begeben.

Die kleine Fee war eine ausgebildete Heilerin und KrÀuterkundige, die auch mit HeilkrÀutern handelte.

So war sie auch jetzt in GeschĂ€ftsverhandlungen mit einem HĂ€ndler begriffen, als sie nebenan Stimmen hörte: "Er hat Fieber und starken Husten. Rote Flecken am Hals und kalte Gliedmaßen."
Der HĂ€ndler nickte wissend, obwohl er keine Ahnung hatte, worauf diese Symptome hindeuteten.
"Scharlachiartis, ganz eindeutig. Ihr braucht 2 Pfund Kalzenöl, 250 mg Lorbeerextrakt und etwas Hornsirup. WĂŒrde heute nur 50 Handelstaler kosten. Ein Sonderangebot, weil heute der Dalis ist."
Verstohlen sah Sanara sich um, und erblickte einen jungen gut ausehenden Mann im GesprÀch mit einem HÀndler. Es war offensichtlich, dass der Bursche nicht merkte, wie der HÀndler ihn abzuzocken versuchte. Seiner etwas heruntergekommenen Kleidung nach zu urteilen, hatte der Mann auch nicht viel Geld.

So viel Skrupellosigkeit von Seiten des HĂ€ndlers empörte Sanara. Sie beendete ihr GesprĂ€ch mit ihrem GeschĂ€ftspartner und sprach den Unbekannten an: "Entschuldigt, dass ich mich einmische, es ist eigentlich nicht meine Art. Ich hörte Euer GesprĂ€ch mit. Merkt Ihr denn nicht, dass ihr ĂŒber den Tisch gezogen werdet? Die Symptome lassen eher auf eine sehr starke ErkĂ€ltung schließen, möglicherweise mit einer LungenentzĂŒndung einherhergehend ,verursacht durch einen Virus, daher auch die Flecken. Ich mĂŒsste mir den Patienten mal ansehen, wenn ihr wollt , begleite ich Euch zu euren Onkel und schaue ihm mir mal an. Macht Euch keine Sorgen wegen des Geldes, die Behandlung gibt's von mir gratis."

Die Fee wandte sich zu dem HĂ€ndler um: "Ihr solltet Euch schĂ€men , aus der Not anderer Profit schlagen zu wollen! Wenn ich Euch noch einmal dabei erwische, sorge ich dafĂŒr, dass ihr fĂŒr den Rest eures Lebens die furchtbarsten AlbtrĂ€ume habt. Glaubt mir, Ihr wollt keinen Ärger mit mir! "

Mit einen freundlichen Blick wandte sie sich an den Unbekannten: "Nun wie stehts, soll ich Euch zu euren Onkel begleiten?"

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