Wolfsblut

Nirgendwo sonst liegen Gl├╝ck und Verderben n├Ąher beieinander. Am Grund der H├Ąuserschluchten Obenzas vegetiert ein Morast von Armut und Verbrechen, w├Ąhrend reiche Bandenbosse durch die bl├╝henden Dachg├Ąrten flanieren.

Freie Stadt Obenza
Nirgendwo sonst liegen Gl├╝ck und Verderben n├Ąher beieinander. Am Grund der H├Ąuserschluchten Obenzas vegetiert ein Morast von Armut und Verbrechen, w├Ąhrend reiche Bandenbosse durch die bl├╝henden Dachg├Ąrten flanieren.
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Fallon
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Re: Wolfsblut

#21

Beitragvon Fallon » Mi 19. Jul 2017, 19:52

"Ahh, verdammt!", fluchte es, als sich Fallon pl├Âtzlich zur├╝ckgeworfen in seinem Bewusstsein f├╝hlte. Etwas hantierte an seinem Arm herum. Der Raum in den er sich befand, roch unangenehm nach scharfen Kr├Ąutern. Hin und wieder meinte er auch einen s├╝├člichen Duft eines Trankes zu erschnuppern. Doch seine Sinne waren getr├╝bt und Fallon konnte sich auch irren. Nur vage, im Moment versunken erinnerte sich an den Kampf, dann Tsacko ÔÇô schlie├člich Schw├Ąrze.

"Ruhig Blut, junger Mann."

Eine kratzige Stimme ert├Ânte irgendwo neben Fallon. Sie war nicht weit weg, vermutlich sogar direkt neben ihn. Seine Augen versuchten sich ├Âffnen. Dabei ├╝berflutete ihn ├ťbelkeit und Schwindel, welche er nur m├╝hseelig bek├Ąmpfen konnte.

Fallon blickten zwei fremde Augen an. Grau und von Falten umringt. Sie geh├Ârten zum Gesicht eines alten Mannes, der an seinem Arm rieb und etwas um diesen legte. Die Stelle an der die Wunde zuvor war, f├╝hlte sich schlichtweg kalt und taub an. Was hatte das zu bedeuten? Fallon drehte seinen Kopf und blickte seinem Arm hinab. Von zwei alten H├Ąnden wurde um seine Armverletzung ein Verband angelegt. Wesentlich professioneller, als er es gekonnt h├Ątte. "Wer seid Ihr?", fragte Fallon mit br├╝chiger Stimme. Dabei schaute er dem Mann entgegen, der gerade die Behandlung zu Ende brachte.

Vorsichtig legte er den Arm Fallons zur├╝ck auf das Bett. Erst jetzt merkte er, dass er seine Glie├čma├čen nicht wirklich bewegen konnte. Nur sein Kopf war einigerma├čen beweglich. "Mein Name ist Gwyn. Ich bin Heiler, um dich zu beruhigen." Ein sorgf├Ąltiger Blick Gwyns glitt ├╝ber den K├Ârper Fallons. "Keine Sorge, in circa f├╝nf Minuten wirst du dich wieder bewegen k├Ânnten. Ich rate dir trotzdem zu dringlicher Ruhe. Die Wunden sind gereinigt und vern├Ąht. Sie werden aber sicherlich unsch├Âne Narben hinterlassen. Ihr solltet es aber positiv sehen. Ihr lebt noch."

Ungl├Ąubig blickte Fallon den Menschen neben sich an. "Wie bin ich hierher gekommen?"

"Jemand hat Euch hergebracht. Sagen wir ein Rudel von Hunden und deren ... Meister. Er hat darauf bestanden, dass Ihr behandelt werdet und mir auch eine Bezahlung versprochen. Die habe ich schon bekommen. Keine Sorge."

Dieser verlauste K├Âter. Tsacko selbst hatte kein Geld, also kann die Bezahlung nur aus Fallons eigenem Geldbeutel stammen. So oder so h├Ątte Fallon es f├╝r die Behandlung ausgeben m├╝ssen. Im Nachgang musste er sagen, dass der Auftrag sich rein gar nicht rentiert hat. Zumindest hat Tsacko sein ├ťberleben gesichert.

"Vielen Dank Gwyn. Ich hoffe der ... Meister war keine zu gro├če Nervens├Ąge. Wo ist er eigentlich?"

Gwyn musste lachen, dabei erhob er sich. "Komisch ist er schon, aber was soll's. Ohne ihn w├Ąrt Ihr tot. Ich werde Euch jetzt noch einen st├Ąrkenden Tee bereiten. Bis dahin sollte die Bet├Ąubung auch aufh├Âren. Was Euren Freund betrifft: der wollte drau├čen mit seinen h├╝ndischen Genossen warten."

Der Heiler verschwand durch T├╝r des kleinen Raumes hinaus und ├╝berlie├č Fallon seiner Ruhe. Dieser hingegen lag nun da, atmete tief durch und ├╝berlegte, was er nun sein sollte. Dankbar, w├╝tend oder beides? Tsacko hatten sein Leben gerettet, nimmt aber jeglichen Ruhm zur Erschlagung Grizzlys an sich. Dem Flohpelz wusch er noch anst├Ąndig den Kopf.

Mit diesen Gedanken schloss Fallon f├╝r einen Moment die Augen. Langsam machte er sich seines geschw├Ąchten K├Ârpers bewusst. Zwang seinem K├Ârper wieder die geistige Kontrolle auf, um allm├Ąhlich seine Gliedma├čen wieder bewegen zu k├Ânnen.

Nach und nach gelang ihm dies auch. Sein K├Ârper wollte ihm wieder gehorchen. Als er sich aus seiner liegenden Position erhob, blickte er auf seinen nackten K├Ârper. Moment ... was?! Mit einem Schrecken stellte Fallon fest, dass er vollkommen entbl├Â├čt auf dem Bett lag. Nur sein Halsband trug er, seine Rute lag ruhig neben ihm. R├Âte schoss ihm in den Kopf. Sein Blick eilte neben sich, er suchte seine Kleidung, die zum Gl├╝ck direkt neben dem Bett abgelegt worden war. Ohne zu z├Âgern und die Schmerzen ignorierend schnappte er sich seine Hose und striff sie sich ├╝ber. Vorher band er nat├╝rlich seineHunderute an dem gesunden Bein an.

Gerade noch fertig geworden, ├Âffnete sich auch wieder die T├╝r des Zimmers. Der alte Mann stand mit einer Tasse Tee zur St├Ąrkung darin. "Mit frischen Kr├Ąutern und Wurzeln.", versprach Gwyn. Misstrauisch nippte Fallon am Tee. So wie es zu erwarten war, schmeckte das Gemisch f├╝rchterlich und Fallon verzog das Gesicht. "Es hilft, also muss es nicht gut schmecken." Mit einem Augenrollen nickte Fallon nur und w├╝rgte sich das Zeug weiter herunter.

"Wenn Ihr es w├╝nscht, w├╝rde ich Euren Freund hereinbitten. Er m├Âchte Euch sicherlich sehen."

Fallon war sich nicht ganz sicher, ob er es auch wollte. Doch eine andere Wahl hatte er kaum. "Na gut. Ich danke Euch.", entgegnete Fallon schlie├člich wieder. Abermals verschwand Gwyn zur T├╝r hinaus, dieses Mal jedoch, um Tsacko zu Fallon zu bringen.
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Re: Wolfsblut

#22

Beitragvon Tsacko » Do 20. Jul 2017, 08:14

Tsacko lag r├╝cklings auf der Wiese in der Sonne und schlief. Sein nassgeschwitztes Oberteil hatte er neben sich ausgebreitet, damit es trocken kann. Als Gwyn zu ihm traten, wachte er auf, blieb aber liegen. Erst, als der Mann ihn reinbat, stand er auf in ging zu Fallon hinein.

"Morgen, K├Ânig der W├Ąlder", verk├╝ndete er. "Gut geschlafen? Irgendwie siehst du immer noch ziemlich schei├če aus. Wir sollten dir was zu Essen organisieren. Essen macht dich sicher gleich wieder fit. Ich bin inzwischen um die halbe Welt gerannt, um den raffgierigen Sack da zu bezahlen." Er nickte in Richtung von Gwyn. "Hoffentlich hat er dich wenigstens ordentlich zusammengeflickt und keine Wackersteine eingen├Ąht oder das Operationsbesteck in dir vergessen. Immerhin wei├č ich jetzt, wem ich nicht helfen werde, wenn ich ihn mal abgestochen in der Gosse finde."
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Re: Wolfsblut

#23

Beitragvon Fallon » Fr 21. Jul 2017, 11:10

Die angenehme Ruhe des Raumes lie├č Fallon ein letztes Mal tief durchatmen. Gwyn war gerade zur T├╝r hinaus. Als Erstes galt es, dass Fallon versuchen musste, auf die Beine zu kommen. Oder doch lieber erst einmal den K├Ârper weitestgehend bedecken? Augenblicklich err├Âtete sein Gesicht. Seine Hand griff an seinen Hals. Gwyn hatte es gesehen. Auch noch dazu, dass er Gestaltwandler war. Sicherlich w├Ąre es besser, so schnell wie m├Âglich das Weite zu suchen.

Die Entscheidung fiel jedoch vorerst auf seine Kleidung, die er sich m├╝hevoll und beh├Ąbig ├╝berstreifte. Die R├╝stung sollte noch ein gutes St├╝ck anstrengender werden. Seine Nackenhaare stellten sich auf, als er dabei eines realisierte: Er war verwundbar. Extrem verwundbar.

Schnell versuchte er sich diesen l├Ąhmenden Gedanken wieder aus dem Kopf zu sch├╝tteln. Das Letzte was Fallon gebrauchen konnte, war eine emotionale ├ťberreaktion. Sein innerer Wolf knurrte. Das Tier in ihm wusste genau, dass er sich nun auf keinen Kampf einlassen konnte. Sein Instinkt warnte, dass Tsacko die Situation ausnutzen k├Ânnte.

Genau in dem Moment kam auch schon der Stra├čenk├Âter durch die T├╝r gewandert, sein Gebiss wei├č scheinend von dem Knochen. Doch das wei├če Grinsen konnte nicht die Worte Tsackos verstecken, die er in dem ihm typischen Ton anschlug.

"Ja, das hat er. Sehr gut sogar." Nebenbei nahm Fallon noch einen Schluck des bitteren Tees. "Zumindest ist alles gut vern├Ąht und verbunden. Ich sollte mich nur schonen.", erkl├Ąrte Fallon zu Tsacko. Dabei seufzte er. Fallon wusste, er w├╝rde es bereuen, wenn er den Gedanken aussprach, den er im Kopf hatte. "Ich kann vermutlich gehen und auch einigerma├čen beweglich sein, aber ich denke ich werde ... Hilfe brauchen."

Gwyn nickte nur im Hintergund zustimmend, er mischte sich aber auch nicht weiter ein. Allein schon wegen Tsackos bei├čendem K├Ârpergeruch, welcher von Fallon als angenehm empfunden wurde, konnte sich der Wolf vorstellen, dass die Menschen Abstand hielten. "Auf alle F├Ąlle bin ich dir dankbar, dass du mich nicht einfach hast verbluten lassen." Unauff├Ąllig pr├╝fte er nebenbei seinen Geldbeutel, in dem tats├Ąchlich noch immer der selbe Betrag enthalten war. "Und dass du mich nicht bestohlen hast." Ein unschuldiges Grinsen breitete sich in Fallons Gesicht aus. "Du wei├čt schon, weil du ein Stra├čenk├Âter bist und die Gelegenheit hattest."

Vorsichtig erhob sich Fallon vom Bett, stellte sich auf. Etwas wankte der Gestaltwandler, jedoch war er durchaus in der Lage zu stehen. Probeweise machte er einige Schritte. Sein Bein lie├č aber kaum mehr als ein Humpeln zu. "Auf jeden Fall werde ich wohl nicht so schnell aus der Stadt herauskommen. Wir sind aber soweit quitt, oder? Dein Auftrag ist erledigt und du hast mir als Bonus den Arsch gerettet." Fallon schritt zu seiner R├╝stung her├╝ber, von der er sich darauf St├╝ck f├╝r St├╝ck anzog.
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Re: Wolfsblut

#24

Beitragvon Tsacko » Fr 4. Aug 2017, 08:27

Tsacko war zu unh├Âflich, um sich beil├Ąufig im Raum umzublicken, w├Ąhrend Fallon sich anzog. N├Â, das machte er nicht. In ihrer Tiergestalt rannten sie sowieso nackt rum. Au├čerdem fand er, dass es Fallon es gut tun w├╝rde, wenn er sich jetzt in Grund und Boden sch├Ąmte. Immerhin hatte er seinen Alphastatus angezweifelt, also hatte er keine ├╝berm├Ą├čige R├╝cksichtnahme auf seine zarte Gef├╝hlswelt verdient.

"Wenn du dich b├╝ckst, schl├Ągt dein Bauch Falten", kommentierte er. "Und au├čerdem hast du da `nen Pickel."

Dass er selber aussah wie eine wandelnde Vogelscheuche tat seiner Auffassung keinen Abbruch. Und ob es von seiner Bemerkung herr├╝hrte oder ob der Verletzte sich seine Worte schon vorher zurecht gelegt hatte - Fallon r├Ąumte ein, Hilfe zu ben├Âtigen.

Tsacko zog die Augenbrauen hoch und betrachtete die schwarzen R├Ąnder unter seinen Fingern├Ągeln. Er tat, als w├╝rde er die indirekte Frage nicht als solche verstehen. Wenn Fallon Hilfe wollte, sollte er gef├Ąlligst ordentlich fragen. Mit Unterwerfungsbekundungen und allem drum und dran. Immerhin war Tsacko hier der Rudelf├╝hrer. Und er half nur jenen, die zum Rudel geh├Ârten. Wer sich nicht unterwarf, geh├Ârte nicht zum Rudel, so einfach war das.

"Ja, sieht ganz so aus", antwortete er darum nur und begann, seine Fingern├Ągel mit den Z├Ąhnen zu reinigen und sich das Resultat anzusehen. Dunkelbraune l├Ąngliche Kl├╝mpchen. Er schmeckte Wandlerblut und torfhaltige Erde und Salz, sowie einen leichten Ledergeschmack.

Wenigstens bedankte Fallon sich vern├╝nftig. "Bitte." Tsacko verspeiste ein weiteres Kl├╝mpchen.

Zu guter Letzt unterstellte der Wolfswandler ihm auch noch, dass er wie ein Dieb aussah. Tsacko senkte die Hand und betrachtete ihn. "Ich hatte tats├Ąchlich dr├╝ber nachgedacht, dich zu beklauen und dich dann nackt irgendwo in der Gosse liegen zu lassen. Deine R├╝stung sieht teuer aus und dein Schwert. Aber ich habe mich dann nach reiflicher ├ťberlegung dagegen entschieden. Und nein, wir sind nicht quitt!"

Er richtete den angeknabberten Fingernagel auf Fallon.

"Ich habe f├╝r dich den Wagen eines H├Ąndlers um halb Tasmeron gekutscht! Ich habe gearbeitet. H├Ârst du? Ich habe gearbeitet! Einen Beitrag f├╝r diese scheu├čliche Gesellschaft geleistet, damit sie noch scheu├člicher wird! Ich habe Dal Geld in den Rachen geschmissen, diese ausbeuterische Maschinerie, die sie Wirtschaft nennen, unterst├╝tzt! Ich habe meine eigenen Prinzipien verraten! Und du sagst, wir sind quitt, ja? Wir sind nicht quitt!"

Seine Augen funkelten. Er trat einen Schritt n├Ąher und der Zeigefinger war kurz davor, Fallons Nasenr├╝cken zu ber├╝hren.

"Du solltest mir besser ein Angebot machen, dass wirklich und damit meine ich wirklich gut ist, um das wieder gut zu machen!"
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Re: Wolfsblut

#25

Beitragvon Fallon » Fr 4. Aug 2017, 12:30

Nicht nur, dass Fallon sich von dem Stra├čenk├Âter auf diese Art und Weise anschauen lassen musste, nein, Tsacko stellte auch noch Forderungen. Dinge die ihm gar nicht zustanden, wenn man es genau bedachte. Bevor der Wolfswandler jedoch antwortete, zog er sich die letzte Armschiene an R├╝stung ├╝ber den K├Ârper. Diese T├Âle wagte es tats├Ąchlich, Anspr├╝che zu stellen. Nat├╝rlich hatte Tsacko ihn gerettet, aber daf├╝r hatte Fallon de Auftrag voll und ganz ausgef├╝hrt. Sogar die Verantwortung f├╝r die Tat trat er ab.

Nein, das konnte sich der Wolf nicht bieten lassen. Unbewusst knurrte Fallon, als er den Hundewandler mit einem funkelnden Blick bedachte. Es herrschte einige Sekunden Stille. Nichts geschah.

Und pl├Âtzlich warf sich Fallon wie aus dem Nichts auf Tsacko. Seinen Schmerzen und frischen Wunden zum Trotz. Gwyn fluchte. Mit seinem ├╝berlegenen Gewicht fixierte Fallon Tsacko an die Wand. Das Schwert bereits in der Hand und an die Kehle des K├Âters gedr├╝ckt.

"H├Âr mal zu, Freund." Die Stimme Fallons war bedrohlich, knurrend. "Ich wei├č, dass du mich gerettet hast. Das du daf├╝r arbeiten musstest, oh, wie schlimm. Doch vergiss eines nicht."

Sein Mund n├Ąherte sich dem zerbissenen Ohr Tsackos.

"Ich habe dich im Kampf besiegt. ├ťberlasse dir den Sieg ├╝ber Grizzly. Und jetzt verschone ich dein Leben."

Fallons scharfen Fangz├Ąhne blitzten auf.

"Drum sei dir ganz sicher, ob du einen wertvollen Verb├╝ndeten haben m├Âchtest - oder jemand der dir wie ein braver K├Âter folgt. Letzteres bin ich nicht. Zumindest hast du es dir nicht verdient, auch wenn du mich hierher gebracht hast. Da geh├Ârt mehr dazu."

Eine Hand legte sich auf die Waffenhand Fallons. Sie wirkte beruhigend, gar schlichtend, und machte dem Wolf die Schmerzen klar, die ihm eigentlich folgten. "Hier wird geheilt, nicht get├Âtet. Bitte verlagert Eure Konflikte au├čerhalb meine Stube.", sprach die ├Ąltere Stimme Gwyns. Fallon warf dem alten Mann einen Blick zu. Fallon antwortete mit einem Nicken.

Darauf l├Âste er sich von Tsacko, steckte sein Schwert zur├╝ck in die Scheide und trat ein paar Schritte zur├╝ck.

"Wie entscheidest du dich?" Fallon schaute Tsacko direkt in die Augen. "Hilfst du mir, oder nicht? Andernfalls gehe ich zum S├Âldnerlager. Dort habe ich Arbeit und Verpflegung."
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Re: Wolfsblut

#26

Beitragvon Tsacko » Sa 5. Aug 2017, 12:26

Tsacko erstarrte und hielt ganz still, w├Ąhrend Fallon ihn gegen die Wand presste. Selbst wenn er einen seiner frechen Spr├╝che auf den Lippen gehabt h├Ątte, h├Ątte er diesen nun nicht ├Ąu├čern k├Ânnen, denn die Hand des S├Âldners dr├╝ckte ihm die Luftr├Âhre ab und lie├č gerade ausreichend M├Âglichkeit zu atmen.

Fallon verschonte also soeben sein Leben. So, so. Eine charmant formulierte Todesdrohung war das. Tsackos Nasenfl├╝gel hoben sich ein St├╝ck, zogen die Oberlippe nach sich und f├╝r einen Moment blitzten seine Z├Ąhne, nicht minder spitz als die von Fallon. Doch Fallon hatte ein Schwert.

Tsacko tat also nichts. Es gab nichts, was er h├Ątte tun k├Ânnen. Alles, was ihm blieb, war zu warten.

Und endlich gab Fallon ihn wieder frei.

Tsacko schnappte nach Luft, aber verkniff es sich, an seine Kehle zu fassen, obwohl sein Kehlkopf schmerzte und die Hand noch immer darauf zu dr├╝cken schien. Das w├╝rde noch einige Tage weh tun, mindestens. Er atmete mehrmals tief ein und aus. Dann ver├Ąnderte sich sein Gesichtsausdruck und er l├Ąchelte freundlich.

"Wie ich mich entscheide? Du fragst - du sollst es erfahren. Nat├╝rlich helfe ich dir. Ich habe mich falsch verhalten. Aber ich mache es wieder gut. Verzeih mir bitte. Ich komme viel herum und habe ├╝berall Kontakte. Darunter auch einen Heiler. Einen richtigen Heiler." Er warf einen Seitenblick zu Gwyn und f├╝r einen Moment verlor sein Gesicht seine Freundlichkeit, nur um im n├Ąchsten Augenblick wieder so freundlich auszusehen wie vorher. "Auf meine Kosten, versteht sich. Kannst du laufen? Wenn ja, wie weit?"
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Re: Wolfsblut

#27

Beitragvon Fallon » Sa 5. Aug 2017, 15:08

Die Augenbraue Fallons wanderte nach oben. Keine Widerrede? Keinen frechen Spruch? Das kostenfreie Angebot nach Hilfe? Trotz der k├╝rzlichen Drohung und den durchaus einsch├╝chternden Worten? Etwas kann mit Tsacko nicht stimmen. Entweder hatte er sich direkt eingeschissen und kuscht nun vor Fallon, oder aber er heckt etwas aus, was Fallon vermutlich g├Ąnzlich in Bedr├Ąngnis bringt. In seinem verletzten Zustand ist er erst Recht anf├Ąllig f├╝r einen Hinterhalt.

Einige Sekunden des Schweigens gingen durch den Raum, als Fallon dem L├Ącheln Tsackos entgegenblickte. Schlie├člich wandte er aber seinen Blick zu Gwyn, l├Ąchelte diesen entschuldigend an und zuckte nur mit den Schultern. "Eure Behandlung war gut, dass wei├č ich. Wie oft muss ich meine Verb├Ąnde wechseln?"

Die Hand des Heilers fuhr an sein Kinn. Er schien kurz nachzudenken, ehe er antwortete: "T├Ąglich m├Âglichst. Das beugte Entz├╝ndungen vor, die bei den Wunden vermutlich mit dem Verlust der Gliedma├čen enden k├Ânnten. Daher ist Vorsicht geboten."

Zufrieden mit der Antwort nickte Fallon Gwyn zu. "Ich danke Euch. W├╝rdet Ihr mir einige Verb├Ąnde zurechtlegen? Ich w├╝rde sie entsprechend kaufen und mitnehmen."

"Nat├╝rlich, ich mache es sofort fertig. Bitte gebt mir einen Moment." Damit verschwand der alte Mann aus der T├╝r.

Fallons Blick fiel schlie├člich wieder auf Tsacko. "Ich bin dankbar f├╝r dein Angebot, jedoch hat Gwyn sehr gute Arbeit geleistet. Der Rest d├╝rfte bei guter Wundheilung kein Problem darstellen." F├╝r einen Moment hielt Fallon inne, betrachtete Tsacko genaustens.

Hatte er dem Streuner Unrecht angetan? Nein, gewiss nicht. Tsacko brauchte nur einen Verweis, dass er sich st├Ąrker gab, als er wirklich war. In dem Sinne war er dennoch ein angenehmer Kerl. Wenn auch mit ein paar Schw├Ąchen.

So schritt Fallon zu Tsacko her├╝ber, klopfte ihn auf die Schulter. "Du bist ein guter Kerl. Was denkst du, warum ich dich auserw├Ąhlt habe? Ich mag nicht Teil deines Rudels sein, bitte dich in meinen Verletzungen aber, auf mich aufzupassen. Noch immer kenne ich den Ort nicht gut. Daher bitte ich dich, als Alpha dieser Stra├čen auf mich aufzupassen."

Ein Zwinkern folgte, wobei Fallon dem Streuner mit der flachen Hand unverbl├╝hmt auf den Hintern schlug. Er wusste nicht warum, dennoch ├╝bte Tsacko eine gewisse Anziehungskraft auf ihn aus. Nun gut, er hatte ihn gerettet und war durchaus ein ansehnlicher Mann. Zumindest f├╝r ihn als Wolf. Dennoch eine komische Aktion, wenn er dar├╝ber nachdachte. Seine Wangen err├Âteten.

Fallon kaschierte das jedoch, als er sofort an Tsacko vorbeihumpelte und in den vorderen Bereich der Heilerstube angelangte. Er bezahlte die Verb├Ąnde und gab obendrein noch ein kleines Trinkgeld. Zum Schluss verabschiete er sich vom H├Ąndler und trat hinaus an die frische Luft. Der Streuner folgte ihm sicherlich. "Hast du eine Ahnung, wo ich unterkommen kann?"
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Re: Wolfsblut

#28

Beitragvon Tsacko » Sa 12. Aug 2017, 09:21

Argw├Âhnisch betrachtete Tsacko die Hand, die sich da in kumpelhafter Manier auf seine Schulter gelegt hatte. Die Hand war f├╝r sein Empfinden eine gute Nummer zu gro├č, sie umschloss die Schulter des eher kleingeratenen Waldalben wie eine Halbkugel. Tsacko beschloss, Fallon nie wieder im offenen Zweikampf entgegenzutreten. Er musste sich z├Ąhneknirschend eingestehen, dass er einem ausgebildeten S├Âldner einfach nicht gewachsen war. Aber nat├╝rlich w├╝rde er einen Dreck tun, das auszusprechen!

Fallon erkl├Ąrte freundlich, dass er ihn nicht umsonst auserw├Ąhlt hatte. Auserw├Ąhlt.

"Auserw├Ąhlt?", fragte Tsacko spitz und reckte das Kinn. "F├╝r was auserw├Ąhlt?"

Dann nannte der S├Âldner ihn Alpha dieser Stra├čen. Na also. Endlich kapierte er, welche Rolle Tsacko hier in Obenza spielte, und dass es besser war, vor ihm zu kriechen! Tsackos R├╝cken streckte sich ein wenig. Im n├Ąchsten Moment sauste eine Hand mit lautem Klatschen auf seinen Hintern nieder und er ging wieder ein St├╝ck in die Knie.

"Du Rotzl├Âffel, wie kannst du dich erdreisten!", keifte Tsacko mit rotem Kopf.

Fallon jedoch humpelte an ihm vorbei, kaufte, was er noch kaufen wollte und schleppte sich dann hinaus ins Freie. Er sah nicht aus, als ob er noch Streit wollte. Warum dann diese unversch├Ąmte Provokation? Tsacko rieb sich seinen Hintern, auf dem nun sicher ein perfekter roter Handabdruck zu sehen war, folgte ihm auf dem Fu├če, ohne den bl├Âden Heiler weiter zu beachten. Er konnte Gwyn nicht leiden, warum, wusste er selbst nicht so genau, aber das war auch egal. Er war niemandem Rechenschaft schuldig, er konnte verabscheuen, wen er wollte und brauchte daf├╝r keine Begr├╝ndung!

"Hast du eine Ahnung, wo ich unterkommen kann?", fragte Fallon, als sie drau├čen waren. Tsacko kniff die Augen zusammen, kaute auf der Innenseite seiner Wange herum und ├╝berlegte. Auf jeden Fall wollte er den Wolf nicht in der N├Ąhe von Molly und dem Welpen haben. Er w├╝rde ihn irgendwo anders unterbringen und das Rudel w├╝rde derweile auf seine Familie aufpassen.

"Nun, das kommt drauf an, ob du daf├╝r bezahlen willst und wenn ja, wie viel und welche Anspr├╝che du stellst. Reicht es dir, wenn du vor Regen gesch├╝tzt bist oder braucht es ein Bett? Mit oder ohne Wanzen? Wie auch immer du es haben willst - ich wei├č alles. Nat├╝rlich wei├č ich auch, wo du unterkommen kannst. Mir ist kein Geheimnis dieser Stadt ein Geheimnis, ich habe alles schon herausgefunden. Ich bin ein wandelnder Almanach! Ich kenne hier jede Stra├če, jede Gasse, jeden vollgepissten Winkel und habe ├╝berall Freunde."

Dass er auch ├╝berall Feinde hatte, verschwieg er.
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Re: Wolfsblut

#29

Beitragvon Fallon » Mi 16. Aug 2017, 21:47

"Das war ja klar, dass ich so eine Antwort bekomme.", erwiderte Fallon grinsend, als er seinen Begleiter anblickte. Zugegeben, Tsacko war f├╝r die meisten vielleicht ein ├ärgernis. Doch irgendwo hatte der K├Âter etwas. Zumindest etwas, dass Fallon dazu brachte, dem gewitzten Hund einen gefallen zu tun. Sei es der Knochen am Anfang oder aber auch Grizzly. Daf├╝r w├╝rde sich der K├Âter sicherlich noch erkenntlich zeigen.

Kurz dachte der Wolf ├╝ber den Rest des Tages nach und was er nun tun sollte. Immer noch war er m├╝de und seine verletzten Glieder brannten f├╝rchterlich. Doch neben seinem Humpeln lie├č er sich die Schmerzen jedoch kein St├╝ck anmerken.

Einige Momente lie├č Fallon seinen Blick ├╝ber den Horizont und die H├Ąuserschluchten vor sich wandern. Trotz der guten Behandlung Gwyns war er ersch├Âpft. Also blieb ihm nur eine einzige M├Âglichkeit. "Ich denke ich gehe einfach in die Taverne, in der ich schon zuvor ├╝bernachtet habe. Gutes Essen und ein warmes Bett." Sein Monolog war eher an sich gerichtet, als an Tsacko.

"M├Âchtest du mich begleiten?", fragte Fallon seinen h├╝ndischen Verb├╝ndeten. Zumindest hoffte er, Tsacko w├╝rde dies sein. Grund ihn auszunehmen und irgendwo liegen zu lassen hatte Tsacko allemal.

Daarauf vertrauend, dass Tsacko folgen w├╝rde, schlenderte Fallon voran. Sein Blick war auf die Leute der Stadt gerichtet. Verschiedenste Formen und Farben fand man an diesem Ort. Dennoch war er als Gestaltwandler ein Ausgesto├čener. Er verstand es einfach nicht. Ein tiefes Seufzen entglitt seiner Kehle.

F├╝r einen Moment blickte Fallon Tsacko an. Pl├Âtzlich tat ihm leid, was er bei Gwyn mit ihm getan hatte. Sein Blick schien etwas dem├╝tig. Der K├Âter hatte ihm das Leben gerettet. Nat├╝rlich nachdem er es leichtfertig auf's Spiel gesetzt hatte. Doch sein Leben hatte er verschont und sich entsprechend nicht an seinem Tod bereichert. "Es tut mir leid.", merkte Fallon kleinlaut an. Der Blcik war etwas gesenkt.

"F├╝r vorhin meine ich. Ich bin wohl etwas aus der Haut gefahren. Du musst wissen, dass ich dir wirklich dankbar daf├╝r bin. Du hast mir das Leben gerettet und ich behandelte dich darauf unfair. Diese Klinge h├Ątte nicht deinen Hals ber├╝hren d├╝rfen. Wie w├Ąre es, wenn ich das wieder gut machen kann?"

Fallons Blick richtet sich auf und ein zierliches L├Ącheln schlich sich auf dessen Lippen. "Darf ich dir diese Nacht ein warmes Zimmer und eine Mahlzeit spendieren. Ich b├╝rge f├╝r dich." Zuversichtlich nickte der Wolf noch sein Gesagtes ab. Das Angebot war vollkommen ernst gemeint.

"Doch ich m├Âchte dich um eins bitten." Unbewusst fuhr seine Hand an den von der R├╝stung gesch├╝tzen Hals. "Du bist nicht mein Alpha. Du hast es dir nicht verdient, von mir so genannt zu werden. Ich habe dich in Wolfsgestalt besiegt. Und k├Ânnte es auch in menschlicher Form. Mit deiner Kampfkunst kannst du mich nicht ├╝berzeugen. Doch bin ich dir zutiefst verbunden, dass du mich gerette hast. Daf├╝r auch noch diese B├╝rden auf dich genommen hast."

Ein breites Grinsen erschien in Fallons Gesicht. "Daf├╝r kannst du es dir aber immernoch verdienen!" Mit einem kecken Zwinkern schlug Fallon dem Stra├čenk├Âter freundschaftlich auf den R├╝cken, nur um dann seinen Schmerzen wieder bewusst zu werden.

"Ich sollte solche Bewegungen echt vermeiden.", fluchte Fallon leise vor sich her.
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Re: Wolfsblut

#30

Beitragvon Tsacko » Do 24. Aug 2017, 20:01

Tsacko zwinkerte sehr langsam. In seinem mickrigen Verstand arbeitete es, als er versuchte, herauszufinden, ob Fallon ihn mit der Entschuldigung verschei├čerte oder es tats├Ąchlich Ernst meinte. Das Schauspiel schien perfekt. Der Wolfswandler wirkte ├╝berzeugend reum├╝tig. Umso ├╝berzeugter war Tsacko, dass der Kerl ihn verarschte und sich ├╝ber ihn lustig machte. Das wurde sp├Ątestens dann klar, als er ihm ins Gesicht sagte, dass er ihn gar nicht als Alpha ansah und das Tsacko sich diese Position verdienen m├╝sste.

Tsacko zwinkerte ein zweites Mal sehr langsam und neigte seinen Kopf ein wenig zur Seite. Er stand da mit locker hinter dem R├╝cken verschr├Ąnkten H├Ąnden und einem etwas angewinkelten Bein. Seine ganze K├Ârperhaltung signaliserte Lockerheit, doch im Inneren war er ganz und gar nicht locker. Seine Gedanken zogen immer weitere Kreise und verdichteten sich dann wieder an einem Punkt, der ihm gar nicht gefiel.

Dass er erst jetzt darauf kam! Dabei war es doch offensichtlich!

Fallon war der Agent eines feindlichen Rudels! Man hatte ihm diesen R├╝den auf den Hals gehetzt und all die Sache mit Grizzly war Kalk├╝l! Fallons Auftrag war, Tsackos Schwachstellen zu ermitteln und ihn durch Hinterlist zu beseitigen. Keinesfalls durfte Tsacko sich jetzt anmerken lassen, dass er den Plan durchschaut hatte! Sonst w├Ąre er sofort des Todes. Nein, er musste das Spiel vorerst mitspielen und herausfinden, was Fallons Auftrag war und wer dahintersteckte. Und er musste diesen gef├Ąhrlichen Kerl von seinem Rudel weglocken.

Tsacko l├Ąchelte freundlich. "Nat├╝rlich begleite ich dich. Du bist noch schwach und die Stra├čen sind gef├Ąhrlich. Und danke f├╝r die Einladung im Schluckspecht, selbstredend nehme ich dein Angebot, mir ein Zimmer mit Vollpension zur Entsch├Ądigung zu finanzieren, gern an!"

Fallon schlug ihm zur Antwort freundschaftlich mit der Hand auf die Schulter und obwohl es nur eine beil├Ąufige Geste war, stolperte Tsacko einen Schritt vorw├Ąrts. Auch der Wolfswandler ├Ąchzte, da er seine Verletzungen dadurch wieder beansprucht hatte.

"Ich sag nur kurz Terry und den anderen Bescheid", erkl├Ąrte Tsacko und verschwand einen Moment beim Wagen. Er ├╝bertrug dem als Mensch so grobschl├Ąchtigen Fu├čhupenwandler das Kommando ├╝ber ihr Rudel, so lange er weg sein w├╝rde und ordnete an, sich einen anderen Unterschlupf zu suchen, bis er herausgefunden hatte, wer hinter dem Spion steckte. Er k├╝sste Molly und den Welpen und nahm Abschied. Dann trabte er zu Fallon, als w├Ąre nichts gewesen und gesellte sich auf seinem Weg zum S├╝ndentempel zu ihm.

"├ťbrigens, ich muss dich entt├Ąuschen." Tsacko zog beide Augenbrauen hoch, w├Ąhrend sie nebeneinander her durch die Stadt gingen. "Zum Alpha wird man geboren. Hei├čt, entweder man hat es, oder man hat es nicht. Da du ├╝ber keinerlei F├╝hrungsqualit├Ąten verf├╝gst, muss ich wohl oder ├╝bel auf unser Zweimannrudel Acht geben, sonst haben wir sehr bald schon ernsthafte Probleme. Du kennst das ja, die Handelsallianz und ihr Traum von Demokratie - am Ende zanken alle und nichts geschieht oder es kommt nur Mumpitz raus."
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ÔÇ×He who makes a beast of himself gets rid of the pain of being a man.ÔÇť
Samuel Johnson