Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterlie├čen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf├Ąngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. W├Ąhrend die Urv├Âlker auf Altbew├Ąhrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. Geheimb├╝nde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Bran-Dun-Lin - Der neue Weg

Famlie von Hohenfelde
Diese alte Adelsfamilie hat zahlreiche Geistmagier und Nekromanten hervorgebracht. Das Familienleben ist gepr├Ągt von Intrigen. Morde, auch innerhalb der eigenen Reihen, und arrangierte Ehen zur Erweiterung der Macht sind an der Tagesordnung. Als Familienmitglied ben├Âtigt man starke Nerven und gleicherma├čen ein H├Ąndchen f├╝r B├╝ndnisse und Hinterhalte. Unter der F├╝hrung des neuen Oberhauptes Linhard verlie├č die Familie Naridien und versucht nun in Souvagne ein neues Leben zu beginnen, fernab des dunklen Pfades.
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Linhard von Hohenfelde
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Bran-Dun-Lin - Der neue Weg

#1

Beitrag von Linhard von Hohenfelde » Sa 10. M├Ąr 2018, 18:28

Bran-Dun-Lin - Der neue Weg

Linhard hatte die Trauerfeier freigegeben, damit die G├Ąste nach Lust und Laune auch noch in stiller Andacht von Brandur Abschied nehmen konnten. Wie es sich geh├Ârte, wurden dazu Getr├Ąnke und Speisen serviert.

Sicher hatten auch noch einige Familienmitglieder miteinander zu reden. Allen voran Dave, Fingard und Ansgar. Aber dies mussten die drei momentan in aller Ruhe unter sich aus machen, den Linhard hatte soeben von seinem Vater eine Aufgabe von immenser Wichtigkeit erhalten.

Diese Aufgabe duldete keinen Aufschub.

Linhard wartete ab, bis sich seine Leute um ihn gescharrt hatten. Zwar nannte sich die Truppe immer noch Dunwins Stab, aber nun war es seine Truppe und er ben├Âtigte sie dringend. Einem nach den anderen schaute er sie eindringlich an. Sein Blick wanderte weiter zu Osmund, Kasimir, Aimeric und Archibald. Am Letzteren blieb Linhards Blick haften.

"Brandur hat mir unten im Kellergew├Âlbe ein Geheimnis von gewaltigem Ausma├č anvertraut. Heute ist unsere Feuertaufe. Heute kannst wirst Du mir beweisen, ob Deine Wort ehrlich gemeint waren. Ob Du mich loyal besch├╝tzt und anleitest, oder ob Deine Worte Hohn waren Archibald", sagte Linhard.

"Sie waren absolut ernst gemeint, es waren keine reinen Worte, ich erweiterte den Schwur den ich einst Dunwin gab um Dich. Der Mord an den beiden Geistern, beruhte zwar auf einem Missverst├Ąndnis... geschah aber nur um Dich letztendlich zu besch├╝tzen. Ich bin an Deiner Seite. Was soll ich oder der Stab f├╝r Dich tun Lin?", hakte Arch nach.

"Ich erhielt ein Buch. Der Codo Sanguia. Der Kodex des Blutes. Der Quellcode des Lebens!
Brandur erl├Ąuterte mir, dass Blut Leben ist. Vampire sind fast unsterblich durch dieses Blut.
Durch die Macht dieses Buches ist es tats├Ąchlich m├Âglich Tote wiederzuerwecken und zwar nicht als Untote Ghule, sondern aus die Personen die sie ein waren. Sie kehren als Lebende zur├╝ck. Sie werden den Klauen des Todes entrissen.

Um genau dies zu bewerkstelligen, ben├Âtigen wir einen Blutnekromanten.
Nur diese Nekromanten k├Ânnen dieses Buch lesen.
Und nur diese Nekromanten sind in der Lage eine Person ins Leben zur├╝ckzurufen.

Der Kult der Blutnekromanten geht von Souvagne aus. Sie halten sich versteckt. Blutnekros sind jung und blass und man erkennt sie an ihren Schnittwunden an den Armen und Beinen.

Und hier nun Dein Treuetest Archibald...
Du wirst mir einen Blutnekromanten besorgen. Und Du wirst diesen Nekromanten mit allen Mitteln dazu bringen, dass er Brandur zur├╝ck ins Leben ruft",
erkl├Ąrte Linhard seinem ersten Stabler.

Archibald grinste von einem Ohr zum anderen.
"Zu Befehl, ganz wie Du w├╝nscht Lin", grinste Arch.

"Das freut mich Arch. Um die Aufgabe zu bew├Ąltigen nimm Chirag mit. Er soll mit falschen Papieren in die Souvagne einreisen. Er kann Dir dort vor Ort behilflich sein.

Kasimir, Du wirst ins Herrenhaus reisen und dort Alastairs und Dunwins K├Ârper abholen. Beide werden hier in einen K├╝hlraum neben Brandur gebettet. Sorge daf├╝r, dass sie schnellstm├Âglich hergeschafft werden. Nimm Dir einen Stabler Deines Vertrauens mit.

Damir und Holzi, Ihr k├╝mmert Euch darum, dass einer der R├Ąume im Kellergew├Âlbe zu einem K├╝hlkeller umfunktioniert wird. Je k├Ąlter, je besser. Stattet den Raum mit gen├╝gend Stangeneis aus. Gleichg├╝ltig was es kostet, Hauptsache es ist dort so kalt, dass Alastair, Dunwin und Brandur sicher ruhen k├Ânnen.

Osmund, Deine Hilfe ben├Âtige ich ebenfalls. Nun nicht ich pers├Ânlich, aber Aimeric. Bitte untersuche ihn in einem abgeschiedenen Raum, wo er Dir sein Problem schildern kann. Er glaubt er hat einen magischen Zaungast in seinem Geist, Du k├Ânntest ihn m├Âglicherweise davon befreien. Falls Du das hinbekommst, bitte verwahre den "Gast". Eventuell k├Ânnen wir ihn noch verwenden.

Ferner m├Âchte ich Dich bitten, Dir einmal das Buch anzuschauen und vielleicht vorab einige Schl├╝sse daraus zu ziehen, solange wir noch keinen Blutnekromanten haben.

Dann an alle, wie ich oben bereits vor der versammelten Familie mitgeteilt habe - die Nachtburg wird mein Hauptquartier. Wir ziehen gemeinsam hier ein, kurzum wir lassen uns hier h├Ąuslich nieder. Hier hat sich mein Vater wohl gef├╝hlt, hier hat sich Dunwin wohlgef├╝hlt und ich mich ebenso. Ich sehe keine Veranlassung dazu, in das Herrenhaus zur├╝ck zu ziehen, dass f├╝r mich mehr ein Gef├Ąngnis als ein Zuhause war.

Die oberen Zimmer geh├Âren mir. Dort d├╝rfen sich meine direkten Vertrauten ebenfalls ein Zimmer aussuchen, allen voran Kasimir. Der Rest kann sich frei bei den Zimmern bedienen, ab einer Etage darunter. Sucht Euch ein Zimmer aus und richtet Euch gem├╝tlich ein. Ob Ihr alleine wohnen m├Âchtet, oder mit jemandem zusammen, spielt f├╝r mich keine Rolle. Hauptsache ist, Ihr f├╝hlt Euch wohl.

Jeder kennt seine Aufgabe, abr├╝cken. Aimeric und Osmund Ihr folgt mir bitte",
sagte Linhard freundlich.
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Re: Bran-Dun-Lin - Der neue Weg

#2

Beitrag von Chirag de Dupont » Sa 10. M├Ąr 2018, 22:23

Chirag a├č nichts. Er sprach auch mit niemanden. Er sa├č allein im Abseits und trank etwas Wei├čwein. Nicht so viel, dass er ihn im Kopf merkte, er wollte sich nicht betrinken. Nur ein oder zwei Gl├Ąser, um des Toten zu gedenken, der eine Schw├Ąche f├╝r lieblichen Wei├čwein gehabt hatte.

"Bran-Dun-Lin ... kein schlechter Gedanke", murmelte er vor sich hin. Chirag f├╝hlte sich unsagbar m├╝de, doch ihm graute es davor, sich nun allein in eines der finsteren und eisigen Zimmer der Nachtburg zur├╝ckzuziehen. Keiner der Kamine war angeheizt, da es keine Diener gab, die das tun w├╝rden. Keine Kerzen brannten in den vielen einsamen Hallen. Das Gem├Ąuer war wie ein leerstehendes Spukschloss. Er fragte sich, wo die anderen ├╝bernachten w├╝rden. Er f├╝r seinen Teil w├╝rde wach bleiben. Weder wollte er sich der Einsamkeit stellen noch seinen Alptr├Ąumen, sofern er ├╝berhaupt Schlaf fand.
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Re: Bran-Dun-Lin - Der neue Weg

#3

Beitrag von Erz├Ąhler » So 11. M├Ąr 2018, 08:39

Besprechung der Reise nach Souvagne

Archibald von Dornburg
Du hast den Boss geh├Ârt! Wir m├╝ssen nach Souvagne einen dieser Blutnekros einsacken und zur Nachtburg bringen. Ich dachte wir nehmen Aimeric mit, er k├Ânnte unterwegs was essen. Was meinst Du Kl├Â├čchen?

Chirag de Dupont
Deine Manieren lassen wie gewohnt zu w├╝nschen ├╝brig. Aimeric kann genauso gut `ier etwas essen, oder nicht? Jemand muss auf Lin`ard aufpassen w├Ąhrend unserer Abwesenheit. Warum willst du ihn unbedingt mitnehmen?

Archibald von Dornburg
Er ben├Âtigt spezielle Nahrung wie ich festgestellt habe

Chirag de Dupont
Spesielle Nahrung? In welcher Form? Ich dachte, er sei kein Vampir!

Archibald von Dornburg
Erstens wird der Meister auf ihn aufpassen, Kasimir und Varod ist auch noch dort. Genauso Wolfram und Jesper. Ja aber er hat da so eine Lactoseintolleranz oder sowas

Chirag de Dupont
WAS soll er essen, Archibald?

Archibald von Dornburg
Alles ohne Blut nat├╝rlich! Kurzum dass was ich ├╝brig lasse, Du verstehst? Andere k├Ânnte es verwirren. Er ben├Âtigt Fleisch. Er ben├Âtigt es tats├Ąchlich sonst stirbt er

Chirag de Dupont
Leichenfleisch? Oh, nein, das ist nicht dein Ernst! Brandur `at den armen Mann in einen Ghul verwandelt? Und ich war der ├ťberzeugung, dass er Ghule `assen w├╝rde!

Archibald von Dornburg
Pschhhhhhhhhht! ja er ist ein Ghul. Er ben├Âtigt Fleisch und fit und sch├Ân zu bleiben. Wenn er keines ist, verfault er binnen Stunden. So sagte es Brandur Aimeric

Chirag de Dupont
Ach du meine G├╝te! Aber warum willst du ihn daf├╝r nach Souvagne schleifen? Soll er etwa Souvagner essen?!

Archibald von Dornburg
Langsam. Also ich habe den Auftrag einen dieser Blutnekros zu fangen. Dazu muss ich mit Dir nach Souvagne reisen. Dort werde ich logischerweise auch etwas trinken m├╝ssen. Damit es keine Vampire werden, werde die ich Personen austrinken. Ich bin ja kein Unmensch LOL. Jedenfalls diese Leute w├Ąren dann doch perfekt f├╝r Aimeric. So gibt es keine doppelten Opfer :)

Chirag de Dupont
*f├Ąhrt sich ├╝ber das Gesicht* Wunderbar ... nicht nur, dass meine Sicher`eit gef├Ąhrdet wird dadurch, dass ich nur das Land betrete, nein, ich werde obendrein von einem M├Ârder begleitet. Damit `at es sich dann endg├╝ltig erledigt mit meiner Begnadigung.

Archibald von Dornburg
*Arm um Chirag leg* mache Dir keine Sorgen, niemandem wird auffallen dass Aimeric ein M├Ârder ist. *unterm Kinn kraul* h├Âr zu, Du kannst mir vertrauen. Ich habe Jahrzehnte lange Erfahrung in der Beseitigung von Abf├Ąllen. Zudem hat Merna dort ein Haus... wir k├Ânnten dort mal vorbeigehen ja?

Chirag de Dupont
Es ist mir immer un`eimlich, wenn du dich freundlich ver`├Ąltst. Sudem mag ich es nicht, wenn du meinen Bart anf├Ąsst. Ein toter Mensch ist alles M├Âgliche, aber kein Abfall. Wie gedenkt ihr, mich ├╝ber die Grenze zu bringen?

Archibald von Dornburg
Gut dann fasse ich Dich nicht mehr an. Werfen, wie ein Geschoss, wie sonst? R├╝ber katapultieren per Schleuder. Man wir schleichen uns ├╝ber die gr├╝ne Grenze, wie sonst?

Chirag de Dupont
Du kannst mich normal anfassen, aber nicht gerade im Gesicht! Die Grenze von Souvagne ist momentan gut gesichert, ich wei├č nicht, wie gut man noch ├╝ber die Grenze kommt und wie man be`andelt wird, wenn man offensichtlich ein Fremdl├Ąnder ist. Sobald du den Mund aufmachst werden sie `├Âren, dass du kein Souvagner bist.

Archibald von Dornburg
hm gut da ist was dran. Wie genau nehmen es Souvagner mit der Sicherheit Chirag?

Chirag de Dupont
Sehr genau ... besonders in Zeiten wie diesen.

Archibald von Dornburg
Das erschwert die Sache erheblich. Gut denken wir scharf nach, unter welchen Voraussetzungen... vergiss es. Unser Schl├╝ssel ist Aimeric! Er ist Souvagner so wie Du und wir sind seine Angestellten :) ginge das?

Chirag de Dupont
Ich denke, das w├Ąre die beste L├Âsung. Wir brauchen jedoch souvagnische Kleidung, du siehst aus wie ein Naridier.

Archibald von Dornburg
Vermutlich weil ich einer bin. Kleide mich neu ein, was tragen Souvagner so? Wie ist ihr Kleidungsstil und ihre Art? Wie ist sie so? Ich meine ich kannte Merna, aber sie lebte wie Du lange nicht mehr in der Souvagne

Chirag de Dupont
Sehr viel stilsicherer als es in Naridien ├╝blich ist vor allem! Verbreitet sind Kleider mit Schlitzung im Stoff und kontrastierender F├╝tterung. Oft Pourpoints, `ierzulande als Schecke bekannt und dar├╝ber eine Schaube als Mantel.

Archibald von Dornburg
Kurzum auf die Optik wird wirklich wert gelegt. Dass muss dann wirklich stimmig sein. So wie Aimeric gekleidet ist? Also so als er ankam. So musst Du uns einkleiden Chirag. Komm auf gehts

Chirag de Dupont
Ja, Aimeric ist ausgesprochen vorbildlich angezogen, so kann man sich auf der Stra├če auch au├čerhalb Naridiens sehen lassen.

Archibald von Dornburg
Warte hier, ich hole ihn ab. Er muss mit. *Macht sich davon und kommt einige Minuten sp├Ąter im Schlepptau mit Aimeric zur├╝ck*

Aim
Hallo Chirag :)

Chirag de Dupont
`allo, Aimeric!

Aim
Hallo Chirag. Archi hat mich aufgekl├Ąrt, wir m├╝ssen zur├╝ck in die Souvagne und

Archibald von Dornburg
Richtig. Vorher brauchen wir so lustige Kleidung

Chirag de Dupont
Die ist nicht lustig, sondern entspricht der aktuellen Mode in dem Land, in dem du bald su gast sein wirst!

Archibald von Dornburg
*H├Ąnde heb* ja doch! Wir sehen f├╝r Euch doch genauso witzig aus. Muss ich irgendwas wissen?

Aim
ja manchmal bekomme ich Anf├Ąlle, dann musst Du mich fixieren. Es k├Ânnte sein, dass mein zweites Ich die Oberhand gewinnt. Manchmal kann ich ihn nicht richtig unterdr├╝cken. Dann musst Du mich festhalten. Nicht dass er stiften geht und sonst wo mit mir landet. Zur Not... halte mich auf... Bruder

Archibald von Dornburg
Ich werde Dich sichern... keine Sorge... notfalls schalte ich Dich aus. Lieber ohnm├Ąchtig, als eine abgebissene Zunge oder schlimmeres. Du wei├čt dass Du mir vertrauen kannst *grins

Chirag de Dupont
Ìhr seht nicht witzig, sondern aus wie in Souvagne die Obdachlosen oder die Mitarbeiter bestimmter Etablissements. Du musst vor allem wissen, dass in Souvagne der Adel das sagen `at, was bedeutet, dass du einem Edelmann oder einer Edelfrau entsprechenden Respekt entgegensubringen `ast. Auch sind Frauen keineswegs dem Manne gleichgestellt, wie es in Naridien üblich ist. Die Etiquette ist entsprechend eine andere.

Archibald von Dornburg
Gut dass kann ich kein Problem, Aim und ich haben eine entsprechende Ausbildung genossen. Kurzum ich muss mich verhalten wie in Adelskreisen und zu h├Âher Gestellten h├Âflich und respektvoll sein. Frauen haben einen anderen Stellenwert? In Ordnung, merke ich mir

Chirag de Dupont
Sie sind nicht weniger wert, aber `aben andere Aufgaben inne, die nicht mit denen des Mannes identisch sind. `attest du bereits einen Anfall, Aimeric?! Das `├Ârt sich nicht gut an!

Aim
Nicht richtig, aber musste um meine geistige Vorherrschaft k├Ąmpfen. Danach war er einige Zeit still. Aber man wei├č ja nie, wann es wieder soweit ist. Drum dachte ich, ich warne Euch vor. Es f├╝hlte sich so an wie ein Anfall. Sprich als ob mir die Kontrolle ├╝ber meinen K├Ârper entglitt

Chirag de Dupont
Sp├╝rst du das vor`er oder kommt das pl├Âtzlich? Das ist gef├Ąhrlich f├╝r uns alle!

Aim
Ich sp├╝re es vorher, weil er sich wie nach oben k├Ąmpft. H├Ątte ich das nicht gef├╝hlt, h├Ątte er es vielleicht geschafft. Meist schmollt oder kreischt er

Chirag de Dupont
Wir ben├Âtigen ein Zeichen oder ein Codewort, damit wir wissen, was mit dir passiert, ohne dass du es aussprechen musst, falls es in der ├ľffentlichkeit geschieht!

Archibald von Dornburg
Wie w├Ąre es mit Migr├Ąne? Jeder von uns wei├č wie es mir dabei ging, also wissen wir auch, was ihm bevorsteht

Aim
Ja und dass kann man auch unverf├Ąnglich sagen... ich bekomme Migr├Ąne... ist was anderes als ich glaube mein Zweiter kommt mir hoch...

Chirag de Dupont
Gut, dann ist es beschlossen. Weiter in der Planung. Wie gedenkt ihr an einen Blutnekromanten `eranzukommen?

Archibald von Dornburg
Das ist ein Problem. Bekannt ist die Akademie in Drakestein, aber die wird darin nicht ausbilden, wenn es eine souvagnische Magieart ist. Wir wissen nur woran man diese Personen erkennt, aber wir k├Ânnen ja nicht jeden untersuchen. Wir m├╝ssen nach blassen Leuten in Beaufort Ausschau halten. Die Hauptstadt w├Ąre mein erster Anlaufpunkt

Aim
Das Problem ist, bei den Adligen die richtig Wert drauf legen, ist jeder blass wie eine Leiche!

Chirag de Dupont
Ein durchaus berechtigter Einwand. Aber Beaufort als `auptstadt ist sicher ein guter Anlaufpunkt. Es ist nicht gesagt, dass sie sich ausgerechnet dort auf`alten aber wom├Âglich kommt man dort an weiterf├╝hrende Informationen.

Archibald von Dornburg
Dann ist es beschlossene Sache, wir reisen zuerst Beaufort an

Aim
ich bin dabei

Chirag de Dupont
Gut. Noch etwas. Wenn wir schon einmal im Lande sind, m├Âchte ich gern einen Abstecher zu den ├ťberresten meiner alten Burg machen. Es wird mir das `erz brechen, aber ich muss mit eigenen Augen sehen, was dort geschah.

Archibald von Dornburg
Verst├Ąndlich, wir werden Deine L├Ąndereien Besuchen. Vielleicht ist nicht wirklich alles weg. Vielleicht findest Du noch irgendwas in den Tr├╝mmern, was Du mitnehmen m├Âchtest Chirag

Chirag de Dupont
Und wenn es nur ein Steinchen ist, dass ich mir aufbewahren und sur `and nehmen kann. Es tut weh, su wissen, dass nichts, aber auch nichts geblieben sein soll ... ich will es sehen, bevor ich das glauben kann.

Aim
nur zu verst├Ąndlich. Aber ein Stein ist immer noch besser als nichts. Wir werden nehmen was wir bekommen k├Ânnen Chirag

Chirag de Dupont
Weiter im Text. Wo gedenkt ihr, souvagnische Kleidung auzutreiben? In Aimerics Anwesen?

Archibald von Dornburg
Ich w├╝rde vorschlagen wir decken uns dort ein und behaupten einfach, dass wir vorher nach Naridien mussten. Und keine Zeit hatten uns wieder umzuziehen. Sprich mit passender Kleidung einzudecken. Bleiben wir bei der Wahrheit - auf seiner Scholle starb ein Verwandter den er ├╝berf├╝hren musste

Chirag de Dupont
Das `├Ârt sich brauchbar an. Also Aimeric bringt uns ├╝ber die Grenze, er ist ja dort bekannt, dann zieht ihr euch in seinem Anwesen um und wir reisen weiter nach Beaufort.

Aim
das klingt nach einem guten Plan. Wir m├╝ssen nur aufpassen, dass ich nicht zu vielen Verwandtn begegne

Chirag de Dupont
Werden wir Pferde nehmen? Die Kutsche? Oder zu Fu├č gehen?

Aim
Ich w├Ąre f├╝r eine Kutsche. Zu Fu├č dauert zu lang und zu Pferd haben wir mit Arch ein Problem, es sei denn er reitet bei mir mit wie immer

Archibald von Dornburg
Ich reite bei Dir mit, nur m├╝ssen wir nachts reisen Ihr wisst warum

Chirag de Dupont
Eine Kutsche `├Ątte zudem den Vorteil, dass wir besser inkognito bleiben k├Ânnen.

Aim
gut dann ist es entschieden, wir nehmen die Kutsche. Wir kommen ja damit immer noch schnell voran und Du k├Ânntest die ganze Zeit irgendwo in der Dunkelheit versteckt liegen :)

Archibald von Dornburg
ja irgendwo wo ich nicht in Rauch aufgehe

Jesper
Wir m├╝ssen uns auch verabschieden, wenn wir uns so lange nicht sehen

Chirag de Dupont
Macht nur. Bei mir ist das ja alles einfacher. Es gibt niemanden, von dem ich mich verabschieden m├╝sste.

Archibald von Dornburg
Na doch Lin :)

Chirag de Dupont
Ja, aber das ist weniger ... zeitintensiv.

Archibald von Dornburg
Er sieht Dich als Freund

Chirag de Dupont
Mich? Nun, ich versuche, ihm ein guter Berater su sein ... aber Freundschaften zu `aben war nie meine St├Ąrke. Man sieht ja, was dabei raus kommt.

Archibald von Dornburg
Das war Deine Familie oder? Wir haben immer zu Dir gehalten

Chirag de Dupont
Das `abt ihr. Aber ich war doch stets weniger involviert in das sosiale Gef├╝ge, als ihr anderen. Eine N├Ąhe wie zwischen dir und Jesper oder Damir und Undorich gab es nie. Und vielleicht ist das gut so, sonst w├Ąrt ihr am Ende dort, wo Brandur `eute liegt.

Archibald von Dornburg
Nun man kann sich in einer Gruppe einsamer f├╝hlen, als wenn man allein ist. Aber von unserer Seite aus hast Du immer voll dazu geh├Ârt. Auch wenn wir Dich ├Âfter vergessen haben. Aber das war nicht beabsichtigt Chirag. F├╝r mich geh├Ârst Du voll dazu

Chirag de Dupont
Wird man vergessen `ei├čt das doch, dass man gleichg├╝ltig ist. Vor allem, wenn dies so oft geschieht. Aber ich kann damit leben. Es gibt wahrlich Schlimmeres als Freunde, die einen vergessen und sich ├╝ber ein amputiertes Gliedma├č lustig machen.

Archibald von Dornburg
Nein dass hei├čt nicht dass Du gleichg├╝ltig bist, sondern dass man entweder denkt Du bist da, oder Deine Abwesenheit nicht fehlt. Nicht weil Du gleichg├╝ltig bist, sondern zu still. Das ist das Problem. Und Dein Ungl├╝ck unterstreicht das noch. Aber letztendlich haben wir Dich geholt. Besser sp├Ąt als nie

Chirag de Dupont
Ja, so kann man das wohl auch sehen. Wie auch immer. Ich w├╝nsche euch beiden eine angenehme Nachtruhe. Ich werde bei dem Toten wachen.

Archibald von Dornburg
Ich werde mich von meinem... also von Jesper verabschieden :D Wirst Du uns bescheid geben zum Aufbruch?

Chirag de Dupont
Ja, werde ich. Ich werde euch wecken. Falls ich wider Erwarten einschlafe, wird Kasimir dies f├╝r mich ├╝bernehmen. Gute Nacht. *sich noch ein Glas Wei├čwein einschenk und es mit zu Brandur nehmen.

Jesper
Lass es Dir gut gehen und beh├╝te ihn gut. Er war ein gro├čer Mann :/

Chirag de Dupont
Oh ja. Wem sagst du das. *├╝ber die Augen wisch*

Jesper
*traurig guck* ich habe ihn sehr gemocht, er war ein anst├Ąndiger Kerl. Sowas merkt man leider immer zu sp├Ąt

Chirag de Dupont
Und es ist meine Schuld ... ich muss gehen. Ich bin leider nicht so schnell darin, den Verlust su verkraften wie andere `ier.

Archibald von Dornburg
Andere Chirag zeigen es anders. Die einen mit Tr├Ąnen, die anderen mit Taten. Vergiss das nicht...

Chirag de Dupont
Schon gut, ich m├Âchte niemandes Trauer in Abrede stellen. Ich bin der Letzte, der das t├Ąte und der f├╝r eine miserable Gem├╝tslage kein Verst├Ąndnis `├Ątte. Aber was rede ich. Gute Nacht euch beiden, `abt viel Freude, genie├čt eure gemeinsame Zeit. Ich `abe ein Glas Wein und einen Toten zur Gesellschaft, das geht auch in Ordnung.

Archibald von Dornburg
Trauer ja, aber vor allem Scham. Ich jedenfalls. Nimm was mehr mit, Lin wird auch dort sein

Chirag de Dupont
Dann nehme ich die ganze Flasche mit.

Jesper
Sagt dem Kleinen was nettes bevor Ihr aufbrecht

Chirag de Dupont
Ich versuche es. Ge`abt euch wohl. *geht zu dem Scheiterhaufen, wo noch immer der Tote aufgebahrt liegt*

Archibald von Dornburg
Wir werden ihm dem Blutnekro liefern und Brandur zur├╝ckholen. Das schulde ich ihm, das schulde ich beiden

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Re: Bran-Dun-Lin - Der neue Weg

#4

Beitrag von Linhard von Hohenfelde » Di 13. M├Ąr 2018, 08:56

Nach dem Gespr├Ąch mit Aimeric und Osmund ├╝berlegte Linhard kurz einen Moment, ehe er seinem Gro├čvater in Gestalt des souvagnischem Verwandten hinterher eilte.

ÔÇ×Warte Aim!ÔÇť, bat Lin.
ÔÇ×SicherÔÇŽÔÇť, schmunzelte Aimeric.

ÔÇ×Mir ist gerade etwas Wichtiges eingefallen. Du bist doch der Bruder von Magdalena de la Cantillion. Mein Wunsch war es unsere Familien erneut zu verbinden, kurzum ich hatte vor Deine Schwester kennenzulernen. Gemeinsam mit Brandur hatte ich ├╝berlegt, welche Ehefrau zu mir passen k├Ânnte. Und diese Verbindung hielt ich f├╝r eine gute Idee. Nun mehr denn je, bezogen auf die neuen Wege und auf Dich.

Also habe ich mir folgendes ├╝berlegt. Ich werde Euch in die Souvagne begleiten und Du wirst mir Deine Schwester vorstellen. Sollten wir uns sympathisch sein, k├Ânntest Du positiv f├╝r mich vermitteln.

Zudem m├Âchte ich, dass Dave uns dabei begleitet. Erstens da er mir immer beigestanden hat, gleichg├╝ltig was geschah. Zweitens um Dir Deine Chance mit ihm zu geben, da ich Deinen Wunsch kenne. Drittens ist dies eine gute Gelegenheit den Familienzusammenhalt direkt umzusetzen und damit zu st├Ąrken. Seine F├Ąhigkeiten sind m├Ąchtig und er k├Ânnte uns mit Kariakin in die Souvagne fliegen. Ganz so, wie er Brandur und uns abgeholt hat. Er hat Brandur mit mir auch hierher zur Nachtburg ├╝berf├╝hrt.

Ich denke f├╝r unsere Aufgabe in Souvagne kann ein Geistmagier nicht schaden und ich vertraue ihm. Ansgars Macht ├╝ber ihn ist gebrochen.

Nun Ansgar selbst ist gebrochen, wobei seine letzte Handlung die Rettung von Paps gewesen w├Ąre. Dass d├╝rfen wir nicht vergessen. Du ÔÇ×AimericÔÇť darfst dies nie vergessen. Bem├╝he Dich um die beiden, wie sich Paps um Dich bem├╝hte und Ansgar um Brandur.

Du bist unsere Eintrittskarte in die Souvagne und mein Joker f├╝r die Ehe mit Magdalena.
Ich werde Dave um Hilfe bitten, kommÔÇť,
sagte Linhard gut gelaunt.

Gemeinsam mit Aimeric suchte Linhard Dave auf. Lin zog seinen Onkel ein St├╝ck beiseite und grinste ihn freundlich an.

ÔÇ×Dave ich ben├Âtige erneut Deine Hilfe, diesmal pers├Ânlich ÔÇô f├╝r mich. W├Ąrst Du so lieb und w├╝rdest mich und einige andere mit Kariakin nach Souvagne fliegen? Ich muss auf dem schnellsten Weg zu den CantillionsÔÇť, erkl├Ąrte Lin aufgekratzt, w├Ąhrend Aimeric Dave gr├╝├čend zunickte.
ÔÇ×Sicher. Weshalb?ÔÇť, fragte Dave schmunzelnd und gr├╝├čte ebenfalls mit knappem Nicken.

ÔÇ×Nun Du wei├čt sicher dass Brandur mit einer der Cantillions verheiratet war. Ich m├Âchte es ebenso halten, ich m├Âchte Magdalena de la Cantillion kennenlernen. Sie ist Aimerics Schwester und er k├Ânnte ein gutes Wort f├╝r mich einlegen. Ferner suchen wir jemanden in Souvagne, einen Magier. Du k├Ânntest uns bei der Suche helfen oder uns die Suche zumindest erleichtern. Bist Du dabei?ÔÇť, fragte Lin.
ÔÇ×Eigentlich habe ich es eilig nach Hause zu kommen, wen suchst Du denn genau? Vielleicht kann ich ihn von hier aus ausfindig machen. Wer ist der Kollege?ÔÇť, fragte Dave seinen Neffen Retour.

ÔÇ×Dave ehrlich, das geht nicht von hier aus, Du kommst noch fr├╝h genug zur├╝ck zu Deinem Kassenbuch Onkel. Zur Not kaufe ich Dir unterwegs eines, in das Du zur Entspannung irgendwelche Bilanzen kritzeln kannst.

H├Âr zu Davy, ich brauche Dich vor Ort, an meiner Seite als meinen Vertrauten.

Ich suche keinen Magier der mir bekannt ist, sondern ich suche einen Magier der eine bestimmte F├Ąhigkeit hat. Nun Du bist ein Hohenfelde ÔÇô Du hast bereits gelernt zu schweigen, wo andere gerade das Sprechen lernen DaveÔÇŽ

Ich suche einen Blutnekromanten um Brandur zur├╝ck ins Leben zu holen. Daf├╝r ben├Âtige ich Dich, Deine F├Ąhigkeiten, Deinen Rat und Deinen Beistand. Und es w├╝rde mich auch sehr freuen, wenn Du Dich dieser wichtigen Aufgabe anschlie├čtÔÇť,
grinste Lin entwaffnend.
ÔÇ×Kassenbuch hm? Nein also wegen dem Kassenbuch habe ich es nicht eilig. Meine Eile betrifft mein W├╝rmli. Varmikan wird sich darum k├╝mmern, es k├Ânnte also sein, dass ich spontan abreisen muss. Trotzdem bin ich dabei. Du kannst Dich auf mich verlassen.

Tats├Ąchlich der neue Weg nicht wahr? Es ist das erste Mal in der Geschichte der Hohenfelde, dass sich zwei verb├╝ndeten um auszuziehen, einem Toten das Leben zur├╝ck zu geben, anstatt es einem zu nehmen. PremiereÔÇť,
schmunzelte Dave.

ÔÇ×Aimeric wird uns begleiten. Aim ist der Sohn von Melville de la Cantillion, der Neffe von Maurice und Massimo de la Cantillion. Jenen die Ansgar aufgenommen haben und Massimo hatte ja auch Dir seine Hilfe angebotenÔÇŽ und Dir beigestanden auf Deiner Hochzeit. Drum w├Ąre eine erneute Verbindung, oder Festigung dieser Verbindung unserer Familien doch sch├Ân. Zudem begleiten uns Chirag und ArchibaldÔÇŽ wir ben├Âtigen seine F├Ąhigkeiten, geht das f├╝r Dich in Ordnung?ÔÇť, fl├╝sterte Linhard.

Dave starrte Linhard einen Moment an und nickte dann ganz langsam. Zuerst wollte er rundheraus ablehnen, aber mit Chirag an seiner Seite gab es sicher die eine oder andere M├Âglichkeit sich bei Archibald zu bedanken. Vielleicht geschah auch ein Ungl├╝ck und der Mann rutschte vom R├╝cken von Kariakin?

Unf├Ąlle passierten schlie├člichÔÇŽ
Und wie sagte Archibald fr├╝her so oft?
Man sollte sich doch nicht aufregen, wer eventuell wen get├Âtet haben k├ÂnnteÔÇŽ
Da warf Dave ganz Archibalds Meinung, solange es Archibald betraf.

ÔÇ×Solange er sich von mir fernh├Ąlt, geht das in Ordnung. Allerdings m├Âchte ich unter dieser Voraussetzung meinen besten Freund und Kollegen mitnehmen. Urako wird uns begleiten. In seinem Beisein werde ich die Bestie ertragen LinÔÇť, antwortete Dave.

ÔÇ×In Ordnung, wir holen ihn ab. Du wirst es nicht bereuen, ich passe auf Dich auf, versprochenÔÇť, versicherte Linhard.
ÔÇ×Wir alle passen auf, dass er friedlich bleibtÔÇť, best├Ątigte auch Aimeric.
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"Niemand wendet sich gegen die Familie, sonst wendet sich die Familie gegen Dich" - Linhard von Hohenfelde

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Marcella
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Re: Bran-Dun-Lin - Der neue Weg

#5

Beitrag von Marcella » Di 20. M├Ąr 2018, 13:24

Marcella
 
schaute misstrauisch als Linhard ihren Meister zur Seite zog. Sie schwatzten lang. Linhard quatschte auf Dave ein, wie auf ein altes Pferd. Beide sahen dabei aber nicht w├╝tend oder angriffslustig aus. Das war schon mal gut. Marcella wischte ihre schwitzigen H├Ąnde an ihre Robe ab. Sie war immer noch nerv├Âs in Linhards N├Ąhe. Sie glaubte ihm, aber sie hatte nicht vergessen das er sie t├Âten wollte. Wobei gesagt hatte er das nie, fiel ihr ein. Sie und Wolfi hatten es vermutet. Marcella schaute sich um und ging dann r├╝ber zu Ansgar. Er hatte wie alle anderen Abschied von Brandur genommen. Marcella schaute Ansgar lange an, dann dr├╝ckte sie ihn einfach. Er sah so d├╝nn und krank aus. Und alles nur wegen dem Familienstreit. Sie hoffte sehr, dass Linhard seine Meinung behielt und die Familie vers├Âhnen wollte.
 
ÔÇ×Ansgar ich freue mich das du noch lebst. Wolfi war sehr traurig. Er war mit den Nerven total runter als du weg warst. Zuerst wollten wir Maghilia im Streit um Hilfe bitten, damit wir die Feinde besiegen k├Ânnen. Aber dann kam per Post die Aufforderung alles abzuliefern. Wolfi hat mir erkl├Ąrt was das bedeutet, aber ich habs wieder vergessen. Jedenfalls war er da mit den Nerven ganz unten. Er wollte nicht mehr zu Maghilia reisen und er wollte nicht mehr den alten Weg bestreiten. Er wollte nur noch zu Dave zur├╝ckkehren und seine Ruhe haben von der ganzen Scheisse.
Dann war die Verhandlung. Da haben sich alle getroffen um sich auszusprechen. Wir haben nach dir gefragt, aber Brandur hat stocksteif und fest behauptet, er w├╝sste nicht wo du bist. Er hat gesagt, er h├Ątte aus dir was gebastelt. Das habe ich ihm geglaubt, aber ich wusste dass du nicht tot bist. Obwohl du mich nicht gut kennst, hast du mich freundlich in die Familie aufgenommen und sogar besch├╝tzt. Dass wollte ich vergelten Ansgar. Nach der Verhandlung waren alle in ihren Buden und da habe ich in der K├╝che Kuchen gebacken. Um die Nerven zu beruhigen. S├╝sses beruhigt immer die Nerven, dass sagt meine Mama immer. So dacht ich, dass kann nicht schaden wenn wir alle Kuchen essen.
In der K├╝che musste ich dann weinen, wegen dir. Ich hatte Angst dass wir dich nie wieder sehen und Wolfi dich verloren hat. Niemand wusste wo du bist. Nicht mal Dave konnte dich mit Magie finden. Da hab ich beschlossen dich zu suchen. Mir war egal ob die anderen alle aufgeben. Ich h├Ątte dich gesucht. F├╝r Wolfi und f├╝r dich Ansgar. Ich hab nur nicht gewusst wie ich das anstellen soll. Mit Suchen von Leuten die verschollen sind hab ich keine Erfahrung. Ich hatte genauso kein Erfahrung wen aufzulauern. Aber keine Angst, ich wollte dir nicht auflauern sondern Brandur und Linhard. Der Plan war eh f├╝r die Tonne, weil ich nicht gewusst h├Ątte, was ich dann tun soll. Vermutlich h├Ątten die mich dann umgelegt. Sch├Âner Plan.
Davon wollte ich dir gar nichts erz├Ąhlen. Ansgar sei nicht b├Âse aber du siehst total schlecht aus. Total d├╝nn und krank und ├╝berhaupt nicht gut. Am besten du bleibst bei uns, dass sich jemand um dich k├╝mmern kann. Du bist im Kampf schwer verletzt worden. Ich hoffe du meinst genauso was du sagst wie Lin. Ich hab es euch schon mal erkl├Ąrt, eine Familie soll zusammenhalten. Wenn du dir selber nichts wert bist, denk mal nach wie Wolfi f├╝hlt. Er hatte solche Angst um dich.
Du wirst das nicht glauben, aber Brandur hat seine Worte ernst gemeint. Bevor er gestorben ist hat er uns noch Tipps gegeben. Wir wurden von einen Vampir bedroht. Er hat zuerst Rinelda get├Âtet und dann Tsounai. Er war irgendwo im Haus versteckt. Wir waren alle mit den Nerven runter, sogar die Chefin von Dave. Wir sind dann ein Haus weiter gezogen zu Osmund und Maghilia. Dahin hat sich der Vampir nicht getraut. Oder der hatte nicht ihre Adresse, auch m├Âglich. Warum uns der Vampir angegriffen hat, wissen wir nicht. Aber Dave hat gewusst wer das war. Archibald der uns auf der Verhandlung so komisch angegrinst hat. Der Meister hat Brandur um Hilfe gebeten und Brandur hat uns mit guten Tipps geholfen. Und jetzt ist der Widerling schon wieder hier. Ich hab den gerade hier rumschleichen sehen. Das ist doch nicht mehr normal. Er hat Rinelda in der Mitte durchgeschnitten wie einen alten Braten vom Vortag. Und Tsounai hat er bis auf den letzten Blutstropfen aufgesaugt.
Wir m├╝ssen den im Auge behalten. Lin sollte ihn besser aus der Familie werfen, mit einen richtigen Arschtritt. Keiner braucht so ein Blutsauger am Bein. Stell dir vor du wachst nachts auf und der saugt an dir. Dann ist alles zu sp├Ąt, du wirst ein Vampir. Falls er dich nicht wie die arme Rinelda in zwei Teile schneidet wie Krustenbraten. Ich hab Angst vor ihm. K├Ânnen Nekromanten Vampire verbannen Ansgar?
Vielleicht sollte ich beides lernen, damit ich zur Not meine Leute besch├╝tzen kann. Der Tapferste in unsere Familie war Urako. Das ist ein gro├čer w├╝rstchenfarbener Tiefling. Er hat sich um Tsounai und Rinelda gek├╝mmert. Damit die keine Vampire werden. Das hat er ganz allein getan. Das musst du dir mal vorstellen. Er hat uns alle besch├╝tzt. Ich bin sehr stolz auf ihn. Der Meister mag ihn sehr. Aber ich verstehe warum. Ich w├Ąre nicht so mutig gewesen. Ich h├Ątte die ganze Zeit Angst gehabt, dass der k├Ąseweisse Tsounai aufwacht und blutr├╝nstig rumspringt um mich zu beissen. Ich glaube Urako hat gesagt sie m├╝ssen enthauptet werden die Vampire. Urako soll Archibald enthaupten. Das w├Ąre was. Ich w├╝rde ihm jeden Tag einen Kuchen daf├╝r backen.ÔÇť
 
Marcella lachte leise hinter vorgehaltene Hand und dr├╝ckte Ansgar nochmal feste.
 
ÔÇ×Ich bin froh, dass du wieder da bist. Komm wir gehen zu Wolfi. Du kannst dich einhaken wenn du willst Ansgar.ÔÇť
 
Marci bot Ansgar ihren Arm an.

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Re: Bran-Dun-Lin - Der neue Weg

#6

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Mi 21. M├Ąr 2018, 23:00

Dave musterte Aimeric kurz und nickte diesem knapp zu. Er kannte den jungen Mann nicht. Dave wusste nur, dass Aimeric der Sohn von Melville de la Cantillion war und der Neffe Massimos. Aber die meisten de la Cantillions hatte er ewig nicht gesehen, oder noch gar nicht. An Aimeric konnte sich Dave nicht bewusst erinnern. Aber Aimeric war seit der ersten Begegnung freundlich und zuvorkommend zu ihm, also hielt es Dave ebenso. Scheinbar lag der Comte auf einer Wellenl├Ąnge mit Lin, was Dave freute.

Er wartete einen Moment ab, bis sich Aimeric und Lin ├╝ber die beste Reiseroute unterhielten, ehe er sich in den Nexus fallen lie├č und per Telepathie nach Puschel rief.

`Puschel, ich bin es Davy! Ich ben├Âtige Deine Hilfe, da Lin meine ben├Âtigt. Klingt kompliziert und ist es auch. Also Lin muss auf der Suche nach einem bestimmten Magier in die Souvagne reisen. Er bat mich, ihn mit Kariakin zu fliegen. Soweit noch kein Problem. Das Problem sind die anderen Begleiter. Neben Lin, Aimeric, Kasimir, Chirag und mir, soll ebenfalls noch Archibald die Bestie mit.

Lin hat mir versichert, dass er mich besch├╝tzen wird. Ich m├Âchte ihn nicht direkt bei der ersten Bitte um Hilfe vor den Kopf sto├čen. Und ich habe auch keine Lust vor der verdammten Bestie den Schwanz einzuziehen. Soll er doch hierbleiben und nicht ich. Lin ist mein Neffe, das ist meine Familie und ich habe wei├č Ainuwar auch mal ein Anrecht darauf, etwas Gutes mit meiner Familie zu erleben. Ich habe lange genug darauf gewartet und wieso sollte nicht einmal jemand gut zu mir sein?

Nein, da muss diese Arschkrampe von Dornburg mit! Ich fass es nicht. Aber ich werde nicht weichen, beim Abgrund nicht. Zudem habe ich schon zugesagt, allerdings nur unter der Bedingung, wenn Du mitkommst Puschel. Ich meine ich h├Ątte Dich vorher fragen m├╝ssen, aber w├╝rdest Du uns bitte nach Souvagne begleiten?

Ah und noch etwas, w├╝rdest Du Archibald dabei helfen, dass er vielleicht nur die Hinreise ertragen muss? Den Stress der R├╝ckreise w├╝rde ich ihm gerne ersparen Puschel┬┤,
├╝bermittelte Dave Urako freundlich. Zeitgleich ├╝bermittelte er ihm seine Gef├╝hle und wie sehr er ihn und die anderen Geister vermisste.

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Re: Bran-Dun-Lin - Der neue Weg

#7

Beitrag von Urako » Do 22. M├Ąr 2018, 11:49

Urako schob gerade eine Schubkarre voll frischem Torf ├╝ber den Hof, als Davard ihn mental kontaktierte. Er stellte die Schubkarre ab, mit der er zu seinem angehenden Moorbeet unterwegs war, und wartete, was der Magier ihm sagen wollte. Das Thema war ernst, todernst.

'Ich werde mich sofort auf den Weg machen. Er wird keinen Unfall erleiden, ich bringe ihn eigenh├Ąndig um. Ich ziehe mich nur noch um und sage Bescheid, danach mache ich mich umgehend auf den Weg. Wo die Nachtburg steht, hast du mir ja schon erkl├Ąrt, ich denke, ich werde sie finden. Halt so lange durch und mach keinen Mist. Ich bin in zwei Tagen da, wenn der Wind mitspielt. Sonst sind es drei bis f├╝nf. Pada, Davy. Wenn was ist, kannst du mich jederzeit mental kontaktieren.'

Er schob den Karren an eine Stelle, wo er nicht st├Ârte und betrachtete w├╝tend sein halbes Moorbeet. Anstatt gem├╝tlich weiter daran arbeiten zu k├Ânnen, musste er Dave vor seinem einstigen Peiniger besch├╝tzen. Es wurde Zeit, dass dieser Widerling von Dornburg das Antlitz von Asamura ein f├╝r alle Mal verlie├č. Urako packte einen Rucksack, zog sich dick an und verabschiedete sich liebevoll von Gasmi.

"Davy braucht mich. Archibald qu├Ąlt ihn wieder. Bitte sei mir nicht b├Âse, ich muss sofort los. Ich nehme das Herzchen mit, das du mir gestrickt hast und du hast die rosa Kuschelsocke. Du musst derweil auf Varmi aufpassen, ja? Du wei├čt ja, wie er manchmal ist." Er k├╝sste seinen D├╝sterling und strich ihm z├Ąrtlich ├╝ber die schwarzen Ohren. "Ich bring dir ein Andenken mit, vielleicht den Schrumpfkopf vom Arschloch oder einen Tabakbeutel, den ich aus seinem Sack gemacht habe. Irgendwas Sch├Ânes, ├╝ber das du dich freust, als kleine Entsch├Ądigung, dass du auf meine Anwesenheit verzichten musst." Er grinste, k├╝sste ihn noch einmal und verabschiedete sich von Varmikan.

"Flocke, du hast es geh├Ârt. Ich muss Davy von dieser Pest in Menschengestalt befreien. Du hast hier derweil die Verantwortung, du bist jetzt hier der Mann im Haus, so lange ich weg bin. Wenn Gasmi weg ist, liegt er in irgendeinem W├Ąschekorb, da brauchst du dir keine Sorgen zu machen, aber pass mir auf, dass er nicht wieder die Kr├Âtendekoration wegfrisst." Er k├╝sste auch den Frostalben und vergrub dabei die H├Ąnde in dessen dichtem wei├čen Haar. "Ich versuche, so schnell wie m├Âglich zur├╝ck zu sein, mit Davy im Schlepptau. War ja klar, dass es nur ├ärger gibt, wenn er allein aus dem Haus geht. Ohne uns ist der so was von aufgeschmissen, aber er versucht es immer wieder. Den Hintern sollte man ihm versohlen. Sag Aino und den anderen Bescheid und sie sollen sich nicht aufregen, dass ich meine Werkzeuge drau├čen liegen gelassen habe, aber ich hab`s eilig. Bis sp├Ąter, ihr zwei."

Urako breitete die Fl├╝gel aus und machte sich auf den Flug zur Nachtburg.
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"Wenn Kaiser, K├Ânige und Diktatoren ruhig schlafen,
warum soll`s nicht auch der Henker k├Ânnen?"
Charles Henry Samson, Scharfrichter

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Re: Bran-Dun-Lin - Der neue Weg

#8

Beitrag von Gasmi » Fr 23. M├Ąr 2018, 21:53

Gasmi wunderte sich, warum Puschel mitten in der Arbeit an seinem geliebten Moorbeet alles stehen und liegen lie├č. Einen Augenblick sp├Ąter, lieferte Puschel schon ungefragt die Erl├Ąuterung - Dave ben├Âtigte seine Hilfe. Und ausgerechnet Archibald qu├Ąlte ihn wieder. Gasmi kratzte sich mit seinem Greifschwanz am Kopf.

Dieser Kerl hatte nicht nur Dave fast auf dem Gewissen, er hatte sogar Rinelda und Tsounai ermordet. Aber wenn Gas an das Gespr├Ąch zur├╝ck dachte, dass Varmi Dave einst aus Liebe aufgezwungen hatte, dann war die Begegnung f├╝r Rin und Tsou mit dieser Bestie wohl noch glimpflich ausgegangen. Jedenfalls im Vergleich dazu, was diese Kreatur sonst ihren Opfern antat.

Gasmi musterte Puschel.

Man h├Ątte den kleinen D├╝sterling fragen k├Ânnen, was er sich ├╝ber Archibald ein Urteil anma├čte. Er, Puschel, Dave oder ├╝berhaupt einer der Geister. Puschel war ein Henker, sein Beruf war es, solchen Kreaturen wie Archibald den Kopf abzuschlagen, damit unschuldige Personen nachts ruhig schlafen konnten.

Der Rest der Geister war im Grunde nichts anderes, als eine Truppe von Privathenkern. Jeder hatte hier sein eigenes P├Ąckchen zu tragen, jeder hatte hier seine Geschichte, sein Leid, seine ├ängste und ureigenen D├Ąmonen die ihn verfolgten und solche Kreaturen verfolgen lie├č.

Da wo die B├╝ttel versagten, wo es den naridischen Rat nicht mehr interessierte, da wo Geld Westen wei├č wusch, da kamen die Geister ins Spiel. Oft genug waren sie die Rache des kleinen Mannes, das Messer in der Dunkelheit, wenn das Richtbeil im morgendlichen Glanze nicht erreichbar war.

Sie verlangten daf├╝r Geld, harte Taler. Aber niemand konnte von einer ├ťberzeugung leben, davon wurde keiner satt - auch kein Geist. Aber sie konnten sich gr├Â├čtenteils ihre Auftr├Ąge aussuchen. Und bei manchen Auftr├Ągen gab es auch keine Gut und B├Âse, kein Schwarz oder Wei├č - manchmal war es einfach ein verwaschenes Grau wo alle Parteien zeitgleich Opfer und T├Ąter waren.

So war es auch einst in der Familie von Dave gewesen, oder in der von Aino wie Gasmi wusste. Sie alle standen im Grunde daf├╝r ein, dass das, was man ihn einst angetan hatte, niemandem mehr wiederfuhr.

Und dennoch waren sie M├Ârder, Assassinen.
Den die Person die der eine verabscheute, konnte die Unwissende Person schon wieder lieben.

Sollte Puschel Archibald den Kopf abschlagen, so w├Ąre er f├╝r Dave ein Held, ein Retter, ein Besch├╝tzer. Sie alle, jeder einzelne Geist, w├╝rde ihn als Retter und R├Ącher feiern. Aber dort drau├čen gab es bestimmt auch eine Person, die Archibald liebte. Wenigstens eine Person w├╝rde es geben, der er selbst freundlich gesonnen war und jene Person w├╝rde es vergelten. W├╝rde man dieser Person erz├Ąhlen, dass Puschel Archibald den Kopf abgeschlagen h├Ątte, dann w├Ąre Puschel der M├Ârder.

Nun meist waren sie keine Richter, sondern sie f├╝hrten Auftr├Ąge aus. Manche Auftr├Ąge wurden einfach ├╝bernommen, manche wurden mit Kusshand ├╝bernommen und manche wurden sogar abgelehnt.

Und manchmal, so wie heute gab es einen Ruf. Die Ruf war ihr Beruf. Und das Wort Beruf stammte von Berufung. Heute hatte die gro├če Dunkelheit Puschel auserkoren, die Klinge der Gerechtigkeit zu sein. Gasmi war sehr stolz auf seinen Mann.

Es gab nichts, was er ihm noch h├Ątte gro├č sagen k├Ânnen, oder sagen m├╝ssen. Wie sie zueinander standen, wussten sie. Gasmi packte Puschel an den Ohren, stellte sich auf die Zehenspitzen und dr├╝ckte ihm fest seine Lippen auf den Mund um ihn zum Abschied zu k├╝ssen. Leider lie├č Puschel seine Tasche nicht aus den Augen, sonst h├Ątte Gasmi versucht als blinder Passagier mitzureisen.

So blieb ihm nichts anders ├╝brig, als tats├Ąchlich zu gehorchen und f├╝r seinen Mann und Dave Varmikan zu h├╝ten. Gasmi strich Puschel traurig, ergriffen und voller Stolz durch seine weichen, wei├čen geradezu flauschigen Haare.

"T├Âte ihn langsam und qualvoll. Sehr langsam und qualvoll Puschel. Dreh zur Not das Messer mehrfach um. R├Ąche das Rudel und r├Ąche unseren Davy. Du musst ihn besch├╝tzen, er hat gegen so einen keine Chance. Er kann nicht so k├Ąmpfen wie wir, er k├Ąmpft mit dem Kopf. Also mit dem Geist meine ich. Falls Du meinst es geht nicht mehr, falls Du aufgeben willst - erinnere Dich daran, was Du bist - ein D├Ąmon!

Und Dein Mann ist ein D├Ąmon! Niemand vergreift sich an unserem Rudel. Wir alle sind bei Dir. Ich sowieso, ich bin immer mit dem Herzen bei Dir. Nur w├Ąre ich auch gerne mit den Krallen an Deiner Seite um der Bestie zu beweisen, dass sie gar keine ist!

Wir haben schon ganz andere Gegner in den Staub geschickt! Durch uns sind schon ganz andere Feinde zum Abgrund gefahren! Erinnere Dich immer daran. Aber erinnere Dich auch daran, dass Du immer vorgehst. Sei vorsichtig, pass gut auf Dich und Davy auf und kommt in einem St├╝ck wieder"
, erkl├Ąrte Gasmi und band Puschel sein geh├Ąkeltes Herzchen an seines seiner H├Ârner.

"Flieg wie der Wind Puschel", fl├╝sterte Gasmi ihm ins Ohr, dr├╝ckte ihn liebevoll an sich und gab ihn dann mehr als widerwillig frei.
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Re: Bran-Dun-Lin - Der neue Weg

#9

Beitrag von Varmikan Eisseher » Fr 23. M├Ąr 2018, 23:55

Varmikan umarmte Puschel fest und nickte zur Best├Ątigung.

`Ich wusste gar nicht, dass man die Trocken-Kr├Âten essen kann, wieder etwas dazugelernt┬┤, dachte sich Varmi.

"Man kann ihn keine f├╝nf Minuten aus den Augen lassen, ohne das er den ├ärger magisch anzieht. Das mit der Magie scheint er falsch verstanden zu haben. Es w├Ąre meine Pflicht, die Bestie zur Strecke zu bringen Puschel. Ich danke Dir, dass Du uns beistehst. Du kannst Dich auf mich verlassen, w├Ąhrend Du Dave besch├╝tzt, werde ich Gasmi besch├╝tzen und alle anderen. Seid bitte vorsichtig, Du wei├čt dass mit diesem Archibald nicht zu spa├čen ist.

Notfalls schleif Dave einfach her. Ich werde meinen Onkel Mejdineel kontaktieren, er soll uns beistehen. Man k├Ânnte ihn mit einem Kampfmagier vergleichen. Aber leider hast Du ihn noch nie k├Ąmpfen sehen, jedenfalls w├Ąre er uns eine gro├če Hilfe... wenn er nicht stinksauer auf mich w├Ąre.

Du wei├čt ja, wegen meinem kleinen Missgeschick. Wo ich zuerst etwas einsteckte, dann mein Volk verriet, meinen Vater versehentlich bestahl, meine ganze Familie gegen mich aufbrachte und dann schnell das Land verlassen musste. Und dann habe ich noch einige B├╝cher von meinem Vater verkauft die ich mir dauerhaft ausgeborgt hatte, weil ich etwas Geld ben├Âtigte f├╝r Nahrung.

Als wir uns das letzte Mal begegnet sind, hat mein Onkel mir und Dave den Hintern vor so einer seltsamen Gruppe gerettet. Die griffen uns scheinbar grundlos an, aber Dave schien sie zu kennen. Mein Onkel tauchte wie aus dem Nichts auf, t├Âtete unsere Feinde und verschwand so schnell wie er gekommen war mit dem Hinweis, dass w├Ąre mein Hochzeitsgeschenk.

Ich vermute so w├╝tend wird er dann nicht mehr auf mich sein oder?
Mein Wunsch w├Ąre es, er und meine Eltern w├╝rden Euch mal kennenlernen. Aber das muss warten, wichtiger als alles andere auf der Welt sind mir Davy und Du. Sieh zu dass Du ihn da raus holst Puschel. Ich werde hier die Stellung halten wie versprochen und weiter an Deinem Moorbeet arbeiten",
verabschiedete Varmikan Urako und k├╝sste ihn ebenfalls liebevoll.

Gasmi und Varmikan schaute Puschel noch eine ganze Weile nach, selbst als er schon au├čer Sichtweite war.

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Re: Bran-Dun-Lin - Der neue Weg

#10

Beitrag von Ansgar von Hohenfelde » Sa 24. M├Ąr 2018, 15:16

Ansgar schmunzelte Marci an, er hatte die Kleine von Anwolf eine gef├╝hlte Ewigkeit nicht gesehen. In ihrer ├╝blichen Art und Weise erstattete sie ihm Bericht, was in der ganzen Zeit seiner Abwesenheit vorgefallen war. Und sie lie├č es sich nicht nehmen, ihn darauf hinzuweisen wie schlecht er aussah. Nun so wie er aussah, so f├╝hlte er sich auch, folglich war dies nun kein so gro├čes Geheimnis mehr. Er war dem Tod noch einmal von der Sch├╝ppe gesprungen. Beabsichtigt hatte er es nicht, er hatte Frieden mit den G├Âttern, der Welt, seiner Familie und vor allem mit sich selbst geschlossen.

"Marcella ich bin nicht gegangen um Wolfi zu qu├Ąlen, sondern um ihn zu besch├╝tzen. Das Du mich derma├čen vermisst, freut mich. Ebenso dass Du mich gesucht h├Ąttest. So sehr ich Dein Angebot auch sch├Ątze, ich kann nicht bei Euch bleiben. Jedenfalls nicht dauerhaft, f├╝r einen Tag oder zwei sollte es schon m├Âglich sein. Zudem bin ich nicht allein, mein Leibdiener Janko k├╝mmert sich um mich.

Ich sehe so aus wie ich mich f├╝hle Marci. Nach dem Kampf mit Brandur war ich dem Tod n├Ąher als dem Leben und erst da haben wir uns vers├Âhnt. Manchmal geht das Leben eigenartige Wege. Sehr eigenartige, wenn Du mich fragst Kurze.

Archibald... war von jeher eine Bedrohung. Du solltest Dich von ihm fernhalten, Du passt noch in sein Beuteschema. Zwar w├╝rde er Dich nicht mehr bei lebendigem Leib auffressen, aber vermutlich aussaugen wie eine Blutorange. Also um Deiner selbst Willen, halt Dich von der Bestie fern.

Marci, ich kann Euch weder besch├╝tzen noch beistehen - im Moment bin ich einfach froh dass ich ohne gro├če Schmerzen lebe. Ich kann Dir h├Âchstens mit einem Rat zur Seite stehen. Auch Brandur wird Euch alles gesagt haben, was er ├╝ber Vampire wei├č. Er war genauso ein Nekromant wie ich, allerdings interessierte er sich mehr f├╝r Knochen. Nun was spielt das noch f├╝r eine Rolle. Sein Ratschlag wird kein anderer sein als meiner.

Zum Thema Archibald - mal ein Spruch von der Bestie selbst - sei vorsichtig mit dem was Du Dir w├╝nscht, es k├Ânnte sein, es geht in Erf├╝llung.

Wenn Du Dir w├╝nscht, dass Urako Archibald den Kopf abschl├Ągt, dann solltest wissen zu was die Bestie im Stande ist. Er war fr├╝her keine ├╝bernat├╝rliche Kreatur, er war und ist einfach nur extrem gerissen und grausam. Eine ungl├╝ckliche Kombination f├╝r seine Opfer. Und als ob die Natur selbst Spa├č an solchen verdrehten Widerlingen hat ist er noch wieselflink. Urako w├╝rde seine liebe Not mit dem Spinner haben und es k├Ânnte t├Âdlich f├╝r ihn enden. M├Âchtest Du dass Dein "w├╝rstchenfarbener" Freund auf diese Art und Weise stirbt wie Rinelda oder Tsounai?

Nein Marcella, f├╝r so jemanden wie Archibald ben├Âtigt man Spezialisten und Zeit. Zeit die seine Opfer meist nicht haben, aber so ohne weiteres kommt man ihnen nicht bei. Und damals hielt unser Vater noch die sch├╝tzende Hand ├╝ber ihn. Mehr noch, er besch├╝tzte ihn nicht nur, sondern wenn der Kerl drau├čen nicht jagen gehen konnte, erlaubte er ihm... uns zu jagen. Nicht bis zum Schluss, wir leben ja noch. Aber das ist nicht der Verdienst von Dunwin, er h├Ątte uns gnadenlos fressen lassen.

Der Schutz das wir die Tortur ├╝berlebt haben, verdanken wir Alastair. Er war die graue Eminenz im Hintergrund, vor der sich sogar Dunwin f├╝rchtete. Und seine Eminenz erlaubte vieles, aber unseren Tod nicht. Die Erbfolge - Du verstehst schon. Daf├╝r muss man nur leben, wie... das war Alastair v├Âllig gleichg├╝ltig. Hauptsache Du lebst und hast die Gabe. Rest war f├╝r ihn irrelevant.

Ich m├Âchte Urako nicht in den F├Ąngen von der Bestie sehen. Aber die Bestie in den F├Ąngen von Urako, nun dass w├╝rde ich mir auf alle F├Ąlle anschauen, dass schw├Âre ich Dir. Das Schauspiel w├╝rde ich mir nicht entgehen lassen. Er war doch Henker, er h├Ątte mir die Frage beantworten k├Ânnen, wie Archibald geh├Ąutet aussieht. Und wir w├╝rden Aufschluss dar├╝ber erlangen, ob Vampire sowas schmerzt.

Ich habe Euch auch vermisst, sogar Dave obwohl ich eigentlich noch w├╝tend auf ihn sein sollte. Was ich aber nicht mehr bin. Brandur sagte etwas Weises bevor er starb, also in unserem Gespr├Ąch davor. Sie haben nichts verbrochen, sie wollten nur meinen Krieg nicht mitk├Ąmpfen.

Dies sagte er bezogen auf Fingard und Dave. Nun damit hatte er wohl Recht.
Ich habe auch so einiges gewollt und nicht gewollt, funktioniert hat letztendlich nichts davon. Aber das hei├čt ja nicht, dass es immer so bleiben muss nicht wahr? Ein neues Leben bedeutet auch eine neue Chance es besser zu machen und einen neuen Versuch zu wagen",
erkl├Ąrte Ansgar.

Ansgar hakte sich bei Janko und Marcella ein, da er weder seinen Liebdiener noch seine Schwiegertochter in Spee vor den Kopf sto├čen wollte. Zudem war es so sehr angenehm zu laufen und er f├╝hlte sich besser.

Bei Wolfi angekommen l├Âste er sich vorsichtig von Marcella und Janko und dr├╝ckte seinen Sohn an sich.

"Sch├Ân Dich zu sehen Wolfi. Ich habe einen Brief f├╝r Dich. Was drin steht, ist Schnee von gestern, ich lebe ja noch. Aber der Rest ist Fakt mein Kleiner. Du wirst ein Geschwisterchen bekommen und Du hast einen zweiten Titel, da ich umgezogen bin. Freiherr von Hohenfelde, Chevalier de Chouinard ist Dein zweiter Titel. Aber lie├č den Brief in Ruhe selbst. Nicht jetzt, sp├Ąter Wolfi.

Ich hatte vor Dir einen neuen Brief zu schreiben, aber der Brief ├Ąnderte nach dem Kampf alles und deshalb habe ich ihn nicht vernichtet. Er einte uns im Angesicht des Todes und daran soll auch er Dich erinnern. Halte Frieden mit Deinen Leuten. Manche Dinge begreift man erst, wenn es fast zu sp├Ąt ist. Daran soll Dich der Brief ebenfalls erinnern und nat├╝rlich daran, was ich f├╝r Dich empfinde Kurzer",
erkl├Ąrte Ansgar leise und steckte Anwolf den Brief zu.

Wolfi nahm den Brief entgegen, steckte ihn sofort weg und umarmte seinen Vater fest und innig. Dabei stellte er fest wie d├╝nn Ansgar geworden war.

"Das wei├č ich Paps und Du kannst sicher sein, dass ich das Gleiche f├╝r Dich empfinde. Ich ├╝bermittele es Dir im Moment lieber nicht, nachher regt Dich das auf. Gutes wie Schlechtes kann einen schlie├člich aufregen. Komm lass uns was essen gehen, Du kannst es vertragen.

Janko sei so lieb und bring uns was von dem Kuchen. Wir setzen uns und reden ein bisschen in Ruhe. Du solltest auch mit Dave reden Paps. Und falls Du magst auch mit Mama",
wagte Anwolf anzuf├╝gen und wappnete sich innerlich schon gegen die Explosion die vermutlich gleich erfolgen w├╝rde.

Die Explosion blieb aus, daf├╝r bekam er einen Kuss auf den Kopf gedr├╝ckt.

"Abgemacht, dass machen wir, dass ist ├╝berf├Ąllig Wolfi", stimmte Ansgar freundlich zu.

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