Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den AnfĂ€ngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. WĂ€hrend die Urvölker auf AltbewĂ€hrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. GeheimbĂŒnde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Canan – Erinnerungen einer Dienerin

Dunwins Stab
Dunwin von Hohenfelde verfĂŒgte ĂŒber einen Stab von effektiven KĂ€mpfern, um seine Macht zu sichern. Doch auch sie konnten seine Ermordung nicht verhindern. Dunwin ist nurmehr ein beschworener Geist, aber einige seiner frĂŒheren WeggefĂ€hrten weilen noch unter den Lebenden. Dass Dunwin tot ist, verhindert nicht, dass er sie erneut zusammenruft. Doch die Zeiten haben sich geĂ€ndert.
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Canan – Erinnerungen einer Dienerin

#1

Beitrag von Dunwins Geist » Sa 26. Aug 2017, 17:36

http://fs5.directupload.net/images/170826/qctjs8kw.jpg


Canan – Erinnerungen einer Dienerin


In diesem Tagebuch schreibt Canan die Dienerin ihre Erinnerungen an Dunwin und dessen Familie nieder.


****

...Mein Leben war das Leben einer Dienerin, ein Leben dass das meines Herren sicherer und angenehmer machte


Ich war seine Dienerin
Ich war seine Augen
Ich war seine Ohren
Ich war seine Waffe
Ich war seine Vertraute


Das meiste von dem was die Bevölkerung fĂŒr Tatsachen hĂ€lt, ist frei erfunden. Die wahren KĂ€mpfe der Geschichte finden unter der OberflĂ€che statt. Sie werden von einzelnen GrĂŒppchen, meist sogar von Einzelpersonen geschlagen.

Das ist der Unterschied zwischen uns - dem Volk und den Adligen, die uns lenken und leiten.

Das unterscheidet uns, jene die nur damit beschĂ€ftigt sind, zu ĂŒberleben und deshalb nichts anderes wahrnehmen, als das was sich in ihrem tĂ€glichen Leben ereignet und jene die tatsĂ€chlich ĂŒber Macht verfĂŒgen.

Viele Menschen gehen nur ihrem tĂ€glichen Kampf nach, was wirklich vor ihrer Nase geschieht, interessiert sie nicht – es könnte unbequem werden.

Jene die die FĂ€den der Macht in den HĂ€nden halten, sehen hinter die Fassade.
Sie kÀmpfen ihre eigenen Graben- und MachtkÀmpfe.
So auch mein Herr.

Mein Herr hieß Dunwin von Hohenfelde, er pflegte stets zu sagen „unsere BĂŒrger wie auch der Leibeigene ignoriert aus Bequemlichkeit die Wahrheit. Uns kann es nur Recht sein“.

Recht hatte er, er war ein Ă€ußerst kluger Mann.

Freiherr Dunwin von Hohenfelde war stolz, mutig, manchmal charmant und sogar großzĂŒgig aber vor allem war er eines - grausam. Sechs MordanschlĂ€ge hatte er ĂŒberlebt

die Zahl sieben brachte ihm kein GlĂŒck.


****

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Re: Canan – Erinnerungen einer Dienerin

#2

Beitrag von Dunwins Geist » Sa 26. Aug 2017, 18:22

Eintrag - Melisande:

...Du hast keine Vorstellung von davon wie es ist unter diesen Freaks zu leben. Du sitzt am Tisch und alle reden miteinander, aber Du hörst keinen Ton.

„Vater“ hat Freude daran mir zu zeigen, dass ich außen vor bin, dass ich keiner von ihnen bin. Ich... die Niedergeburt, wie er mich nennt - kein Gesegneter.

Wir werden sehen, wie weit ihm seine Segnung nĂŒtzt meine Liebe, wenn ich ihm meinen Degen ins Herz stoße. Und als wĂ€re der Alte samt seiner Brut die sich meine BrĂŒder schimpfen nicht unertrĂ€glich genug, muss er mir noch so einen Kadaver als Ehefrau anschleppen.

Er ist der Nekromant, soll er sich doch mit dem Weibsbild verlustieren.
Dieses Weibsbild ist dermaßen abgestumpft und in ihrer wahnhaften Segnung gefangen, dass jeder Kadaver mehr Leben zeigt.

Und sollte das Weibsbild einmal geistig zugegen sein, was selten genug vorkommt, reicht schon ein Satz aus ihrem Mund um mich in Rage zu bringen.

Letztens erst, war sie wach. Anstatt der Form halber Frieden zu halten und mich mit ihrer puren Existenz nicht zu behelligen, sprach sie mich an. Sollte ihr nach einem GesprÀch sein, soll sie meinetwegen die Dienerschaft behelligen, aber meine Person verschonen.

Aber scheinbar hat sie die Begriffe "mein Mann" zu wörtlich genommen. Ich kann Dir nicht mal wiedergeben was diese tumbe Nuss von sich gegeben hat.

Sie redete irgendeinen Schwachsinn daher und ich befahl ihr, zu schweigen. Dem kam sie nicht nach, sondern sie wagte es Wiederworte zu geben und stammelte mich an. Sie mĂŒsse mit mir sprechen


So?
Muss sie das?
Ich bin da völlig anderer Meinung.
Ich könnte sie mein ganzes Leben lang ignorieren.
Glaube mir meine Liebe, ich musste noch nie mit diesem Weibsbild reden.

Den Drang verspĂŒrte ich noch nie. Sie ist genau wie Vaters Ghule, ein StĂŒck belebtes Fleisch, dass man nach GutdĂŒnken verwenden kann und selbst ihre Verwendung langweilt mich dermaßen, dass ich dafĂŒr keine passenden Worte zu finden vermag.

Nun wo war ich, die tumbe Nuss wollte sich mir mitteilen. Sie stammelte etwas vor sich hin und bat mich ihr zuzuhören. Allein schon ihre leise Stimme


Jedenfalls forderte ich sie auf umgehend zu schweigen, oder mir ihr Begehr unverzĂŒglich zu nennen, da ich nicht gewillt war lĂ€nger als nötig ihre Gesellschaft zu ertragen.

Wie ĂŒblich musterte sie mich dann wie eine Kuh auf der Weide und glotzte mich an. Kurzum Licht war wie ĂŒblich an, aber in ihrem SchĂ€del war wieder niemand Zuhause.

Ich beschloss ihr zu helfen. Das Weibbild hockt stets vor dem Kamin in ihren Sessel und streichelt ihren kleinen Punzenlecker. Ich schnappte mir die Dreckstöle und schleuderte ihn in den Kamin.

Du hÀttest mal sehen sollen, wie schnell Leben in den vermeintlich so toten Kadaver kam. Sie schrie und heulte wie eine angeschossene Wölfin und hat versucht das kleine Mistvieh aus dem Feuer zu angeln.

Ich habe ihr bei dem Versuch belustigt zugesehen, nicht dass mich das Ergebnis groß interessiert hĂ€tte. Ich hatte nur gehofft ihre Haare fangen Feuer und ich wĂ€re sie los.

Ein trauernder Witwer darf immerhin nach passender Karrenzzeit liebend heiraten. Meine Schuldigkeit die Nachfolge betreffend habe ich abgeleistet. Aber leider hat sich die tumbe Nuss nur die HĂ€nde verbrannt fĂŒr diese Töle.

Ich mag diese Kreatur nicht einmal Hund nennen. Jede Ratte die mir ĂŒber den Weg lief war grĂ¶ĂŸer als dieses absonderliche Etwas.

Wie dem auch sei, muntere mich auf, vielleicht kommt mir dann eine Idee wie ich Vater entsorgen könnte. Leider scheint er irgendwie ein GespĂŒr dafĂŒr zu haben, wann ich ihm Gutes tun möchte“, grinste Dunwin diabolisch und streichelte mich...

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Re: Canan – Erinnerungen einer Dienerin

#3

Beitrag von Dunwins Geist » Sa 26. Aug 2017, 20:37

Eintrag - die Sadika-Höhle:

...Dave betrat das Arbeitszimmer von seinem Vater, trat bis an den Schreibtisch heran, blieb aber dennoch im gebĂŒhrenden Abstand stehen.

"Ihr habt nach mir schicken lassen Vater...", sagte Dave höflich.
"Korrekt. Reise zur Sadika-Höhle, dort befindet sich ein Wegelagerer-Lager... seltsames Wort, bedeutungslos.

Meine Person hatte mit diesen Subjekten eine eindeutige Vereinbarung. Die letzte Schutzgeldzahlung samt Beteiligung wurde verwehrt. Erinnere sie daran, was mit Schuldnern geschieht. Meine Person erlÀsst den Pöbel sÀmtliche Taler, wir fordern unseren Tribut in Blut.

Kurzum töte sie alle. Geh, ich erwarte Erfolgsmeldung spÀtestens heute Abend", sagte Dunwin tonlos, ohne dabei von seinen Papieren aufzuschauen in denen er schrieb.

"Vater um wieviele Feinde handelt es sich und darf ich einige MĂ€nner mitnehmen?", fragte Dave ergeben.

Dunwin schaute auf und schmunzelte.

"Der kluge Mann fragt vorab, Bitte gewĂ€hrt Davard und nun geh", gab Dunwin zurĂŒck.
"Noch etwas Vater, darf ich Ansgar um Begleitung bitten? Er wÀre mir eine Hilfe", hakte Dave nach.

Dunwin starrte Dave zuerst eiskalt an und öffnete den Mund zu einer schneidenden Erwiderung, ehe sich schlagartig seine Miene aufhellte und er von einem Ohr zum anderen grinste.

"Verstehe... Hilfe zur Selbsthilfe... Nur zu. Möge der Bessere gewinnen Davard. UnfÀllen passieren nunmal, nicht wahr? Darum sei schön vorsichtig in der Höhle...", grinste Dunwin und schrieb gut gelaunt weiter...

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Re: Canan – Erinnerungen einer Dienerin

#4

Beitrag von Dunwins Geist » Sa 26. Aug 2017, 21:23

Eintrag - Dunwins Dinner:

...Dunwin hÀtte sich niemandem freiwillig untergeordnet. Er war ein anderes Kaliber, als man sich einen gewöhnlichen Adligen vorstellt. Mein Herr war schwer zu beschreiben.

FĂŒr seine Leute hĂ€tte er alles getan, aber genau aus dem Grund hatte man ihm bedingungslos zu gehorchen und Achtung zu zollen. Seine Leute, dass waren fĂŒr ihn seine direkten Untergebenen und nicht seine Familie.

Wobei Achtung das falsche Wort ist.

Man musste meinem Herren gegenĂŒber die Form wahren, damit er sich nicht persönlich angegriffen fĂŒhlte. Jeder hatte seinen Status als Familienoberhaupt anzuerkennen, daran durfte niemand deuteln.

Ansonsten konnten seine Leute mit meinem Herren - mit Verlaub - Scheiße labern oder herum frotzeln. Aber auch fĂŒr seine Freunde und Vertrauten gab es Themen, die standen außer Frage.

Eine Ausnahme neben mir war Archibald, auch er durfte wirklich alles. Also falls jemand sich einen Gefallen von Dunwin erhoffte, fragte dieser Archibald und dieser bat fĂŒr den Bittsteller Dunwin.

Ebenso verhielt es sich mit Dunwins Söhnen.

Wenn Davard selbst keine HintertĂŒr fand, so fand er jemanden der die TĂŒr bereits kannte. Im Gegensatz zu seinem Bruder Ansgar war Davard still, aber diese Stille nutzte er um zu planen.

Wie bereits erwĂ€hnt, war Dunwin schwer zu beschreiben. Er war ein Mensch fĂŒr sich. In einer Minute wĂŒrdigte er einen keines Blickes, und in der nĂ€chsten schnitt er einem ohne das geringste Zögern die Kehle durch, wenn er sich in seinen GefĂŒhlen verletzt fĂŒhlte.

Sehr wenigen Vertrauten gewÀhrte er einen Blick hinter seine Fassade aus Hochmut und Hass.

Ich war eine dieser wenigen Vertrauten, eine jener Personen die auch seine freundliche, humorvolle und liebevolle Seite kennengelernt hatten.

Wir hatten gemeinsam mit einigen anderen Leuten einen Jagdausflug hinter uns gebracht und saßen bei einem beachtlichen Festmahl. Dabei durfte ich ebenfalls am Tisch speisen und so ließ ich es mir wie alle anderen schmecken.

Dunwin hatte gerade auf die Gesundheit und langes Leben fĂŒr alle seine Kameraden getrunken und hielt noch sein Bier erhoben, als sich ganz plötzlich sein Gesicht verĂ€nderte und er einen der "GĂ€ste" anfunkelte.

"Und Du hast fĂŒr das was Du leistest ein verdammt großes Maul", zischte Dunwin.

Diese Aussage hatte ich so gerade noch mitbekommen.
Der Mann war sprachlos und alle anderen starrten ihn nur an.

"Dunwin hör zu, ich hab keine Ahnung was Du...", setzte der Bursche an.
"Erstaunlich...", antwortete Dunwin tonlos.

Binnen Sekunden hatte mein Herr seinen SĂ€bel gezogen und der Kopf des Kerls flog durch den Speisesaal. Einfach so! Selbst seine Söhne schauten perplex, vermutlich hatten sie nicht einmal eine Bedrohung gespĂŒrt.

Der Körper des Mannes sank zusammen. Ein letzter Blick und Dunwin widmete sich wieder seinem Teller, als wÀre nichts geschehen. Alle Anwesenden taten es ihm gleich, nahmen die GesprÀche und das Essen wieder auf.

"Gedenkt Ihr nicht den Kerl entsorgen zu lassen Vater?", fragte Ansgar.
"Iss", befahl ihm Dunwin in einem Ton, der keinen Widerspruch duldete.
"Nun meine Person ist der Auffassung, dass er stinkt und das Ungeziefer anlockt", verteidigte sich sein Àltester Sohn.

Dunwin stand auf und starrte auf ihn herab. Ansgar tat es ihm gleich und starrte ihm in die Augen.

"Was nun? Ich habe Dich freundlich etwas gefragt?", gab Ansgar zurĂŒck.

Im gleichen Moment schob sein jĂŒngster Sohn Davard seinen Finger in Ansgars GĂŒrtelschlaufe um ihn zurĂŒck auf den Stuhl zu zerren.

"Setz Dich Ansgar, ER rastet gleich aus. Hör bitte auf", flĂŒsterte der junge Mann.

Mein Herr war wĂŒtend, gewaltig wĂŒtend, jeder im Raum spĂŒrte die greifbare Bedrohung die in der Luft lag. Selbst ich musste schlucken, da ich nicht wusste was er als nĂ€chstes tun wĂŒrde.

"Verdammt Ans! Setz Dich sofort auf Deinen Arsch, schau auf den Teller und iss! Du hast zweimal widersprochen, Du hast ihn geduzt! GEDUZT! Du bist respektlos! Soll er Dich einnorden oder umbringen? Hör auf ihn zu provozieren", zischte keine zwei Sekunden spÀter Davard warnend und so leise wie möglich.

"Hast Du gelesen dass er den Kerl töten wĂŒrde...", setzte Ansgar an und wurde natĂŒrlich prompt von Dave unterbrochen.

"Ans halte einfach mal fĂŒr einen Moment den Mund und setzt Dich. Mach es fĂŒr mich! Er wird Dir hier vor allen dermaßen eine verpassen, wenn Du nicht mit dem Unfug nicht aufhörst! Entschuldige Dich, setz Dich als Erster und starr ihn nicht mehr an! Starr auf Deinen Teller und fang an zu essen ehe Du Dir wirklich noch eine fĂ€ngst die sich gewaschen hat! Mach jetzt!", knurrte Davard leise.

"Verzeiht mir Vater, mein Betragen war falsch ich bitte es zu entschuldigen", sagte Ansgar einlenkend und senkte den Blick.
"Angenommen, setz Dich", stimmte mein Herr zu.

Ansgar setzte sich wieder hin und fing an zu essen. Erst da setzte sich Dunwin. Er beobachtete seinen Ă€ltesten Sohn noch eine Weile, schĂŒttelte kurz den Kopf und fing selbst wieder an zu essen.

Was es heißen wĂŒrde, wenn Dunwin beschließen sollte, jemanden wirklich die Hölle heiß zu machen kann sich niemand vorstellen, der ihn nicht kannte.

"Vater darf ich es bitte wenigstens erklĂ€ren?", fragte Ansgar höflich, was Dave neben Ansgar aufstöhnen ließ.
"ErklÀre dich", stimmte Dunwin tonlos zu.

"Ich wollte Euch gegenĂŒber nicht respektlos sein aber wir haben Sommer und die Viecher...", erklĂ€rte Ansgar sein Verhalten, wurde aber von seinem Vater unterbrochen.

"Ob das Essen kalt wird, der Bastard oder Du, was glaubst Du interessiert mich Ansgar? Sollte der Bastard Viecher anlocken, haben wir halt mehr als zwei davon am Tisch herumschwirren, nicht wahr? Zudem verbleiben sie an ihm und gehen nicht an unser Essen", sagte Dunwin leichthin und aß weiter.

"Sagt es ruhig, ich muss ihn entsorgen", grinste Ansgar seinen Vater kalt an.
"Grins mich noch einmal an Bursche und Du entsorgst ihn auf andere Art... guten Appetit...", grinste Dunwin absolut humorlos zurĂŒck...

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Re: Canan – Erinnerungen einer Dienerin

#5

Beitrag von Dunwins Geist » Mo 28. Aug 2017, 20:03

Eintrag Nirani:


Alastair fing Dunwin ab, als dieser von seinem Ausflug heimkehrte. Er musterte seinen Sohn mit ausdrucksloser Miene.

„Das Problem Nirani wurde von mir beseitigt, wie Dir aufgefallen sein dĂŒrfte
“, erklĂ€rte Alastair freundlich.
„Bitte? Mir entzieht sich die Kenntnis was Ihr meint Vater“, sagte Dunwin höflich.

„Nirani... Dein Spielzeug. Ich habe Deinen Fehler beseitigt Dunwin. Sie wird uns keinen unehelichen Bastard unterschieben um uns damit zu schröpfen“, gab Alastair kalt zurĂŒck.

„Verzeiht, mir war der Name nicht sofort gelĂ€ufig. Ihr habt gut daran getan, habt Dank fĂŒr Eure MĂŒhe Vater. Meine Person schert das Leben einer unbedeutenden Hure nicht. Ich weiß Eure Anstrengung und Sorgen um meine Person zu schĂ€tzen. Ich werde mich bei passender Gelegenheit revanchieren, seid dessen versichert“, antwortete Dunwin formgewandt und deutete eine Verbeugung an, ehe er seinen Vater stehen ließ.

Er warf mir seinen Reiseumhang ĂŒber den Arm und marschierte davon. Stolz, hochmĂŒtig, bar jeden MitgefĂŒhls und erhobenen Hauptes schritt er die kalten Flure entlang.

Ich folgte ihm auf leisen Sohlen, so wie ich es immer tat. Mit herrischer Geste befahl er mir die ZimmertĂŒr zu öffnen. Selbstredend gehorchte ich sofort, öffnete die ZimmertĂŒr und wartete auf ihn.

Dunwin trat ein und schloss hinter sich die TĂŒr. Als die TĂŒr ins Schloss fiel, verließ ihn seine Kraft samt Selbstbeherrschung. Er stĂŒrzte auf die Knie und weinte lautlos um seine Geliebte und sein ungeborenes Kind


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Re: Canan – Erinnerungen einer Dienerin

#6

Beitrag von Dunwins Geist » Mo 28. Aug 2017, 20:50

Eintrag Dunwins KaffeekrÀnzchen:

...Dunwin saß gut gelaunt im Speisesaal, als sein Ă€ltester Bruder Kunwolf eintrat. Dun musterte ihn und schmunzelte Kun höflich an, wĂ€hrend er aus einem Glas Kompott löffelte. Vorsorglich reichte ich meinem Herrn eine Serviette, die er mit freundlichem Nicken annahm.

"Möchtest Du probieren? Eine neue Kreation von Jorgen. Er fragte ob man herausschmeckt, was er fĂŒr FrĂŒchte verwandt hat, ich schmecke nur Waldbeeren... lecker ist das Kompott trotzdem", erklĂ€rte Dunwin und ließ es sich schmecken.
"Von Jorgen? Ich probiere... von Deinem Becher und Deinem Löffel Dun... sicherer ist das", antwortete Kunwolf.

"Du und Deine Superparanoia...", antwortete Dunwin und trank einen Schluck Kaffee.

Kunwolf nahm den Löffel von Dunwin entgegen und leckte ihn ab. Der Àlteste Sohn von Alastair von Hohenfelde schmeckte Waldbeeren, Erdbeeren und Himbeeren.

"Wirklich sehr köstlich, zu Quarkspeise mĂŒsste es noch besser schmecken", antwortete Kunwolf freundlich.
"Stimmt oder als Aufstrich auf sĂŒĂŸem Brot", fĂŒgte Dunwin an.

"Vater hatte vorhin nach Dir gesucht, wo warst Du Dun?", fragte Kunwolf und gönnte sich noch einen Löffel vom Kompott.
"Mit meinen Hunden draußen", erklĂ€rte Dunwin und legte den Kopf leicht schief.

Kunwolf stockte. Keine zwei Sekunden spĂ€ter spĂŒrte er wie sich ihm die Kehle zuschnĂŒrte. Verzweifelt japste er nach Luft, wĂ€hrend seine Beine ihren Dienst versagten. Sein SchĂ€del dröhnte, als hĂ€tte ihm sein Bruder mit einem Hammer davor geschlagen, seine Sicht verschwamm durch das Blut, dass sich in seinen Augen sammelte. Er spĂŒrte wie sein Herzschlag anfing unregelmĂ€ĂŸig vor sich hin zu stolpern.

"Dun...", zischte Kunwolf und stĂŒrzte zu Boden. Dunwin hob seine Kaffeetasse vom Tisch, da Kunwolf die Tischdecke samt Geschirr mit zu Boden riss. Der jĂŒngere Hohenfelde folgte Kunwolfs Sturz mit dem Blick und trank weiter seinen geretteten Kaffee.

"Ist Dir nicht gut, lieber Bruder?", sÀuselte Dunwin mit diabolischem Grinsen.

Kunwolf schloss die blutenden Augen und versuchte seine Atmung und seinen Herzschlag wieder unter Kontrolle zu bekommen. Zeitgleich versuchte er am Geschmack herauszufinden, mit was ihn sein jĂŒngster Bruder vergiftet hatte. Seine HĂ€nde wurden taub, viel Zeit blieb ihm nicht mehr. Zeitgleich breitete sich in seinem Körper ein unertrĂ€glicher Schmerz aus.

"Richte Vater doch meinen Dank fĂŒr seine FĂŒrsorge aus... er weiß schon wofĂŒr...
Ich an Deiner Stelle wĂŒrde versuchen an einen Schluck Kaffee zu kommen Kuni...
und damit habe ich mehr gesagt, als Dir Versager ĂŒberhaupt zusteht...", schnurrte Dunwin und goss seinem Bruder den Kaffee ĂŒber den SchĂ€del, ehe er den Speisesaal verließ.

Als Kunwolf wieder zu sich kam, lag er im Krankenzimmer des Leibarztes seines Vaters. Er war in weiche Daunendecken gehĂŒllt und in einiger Entfernung saß Alastair und musterte ihn eisig...

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Re: Canan – Erinnerungen einer Dienerin

#7

Beitrag von Dunwins Geist » Sa 2. Sep 2017, 13:43

Eintrag - Monster durch Motivation:

Kunwolf stand an den Destillier-Apparaturen und widmete sich seiner Arbeit, als sein Bruder Dunwin das Labor betrat und sich mit verÀchtlicher Miene umschaute.

"Oh unsere KĂŒchenfee zaubert...", sĂ€uselte Dunwin spöttisch.
"So könnte man es nennen... gewiss", lÀchelte Kunwolf und widmete sich wieder seiner Arbeit.

Er nahm das FlĂ€schchen von der Flamme und schaute dabei zu, wie sich die FlĂŒssigkeit darin dunkel einfĂ€rbte. Kunwolf wartete ab, bis sich die FlĂŒssigkeit verdickte und eintrĂŒbte, dann verkorkte er die kleine Flasche und schĂŒttelte sie kurz. Nach einem weiteren Moment öffnete er die Flasche wieder und gab aus einer anderen Phiole einige Tropfen dazu.

Er schwenkte die Flasche und hielt sie dann Dunwin hin.
"Hier BrĂŒderchen, versuch doch mal meine neuste Kreation...", schmunzelte Kunwolf.

Dunwin zog fragend eine Augenbraue hoch.
"Wie gewöhnlich, geradezu banal um nicht zu sagen plump Kuni. Glaubst Du dass ich Dein Gift wirklich freiwillig probiere?", hakte Dun nach und nahm die Flasche entgegen.

"Das liegt bei Dir", schmunzelte Kunwolf.
"Ich glaube eher weniger, aber ich sage Dir gerne was es ist, ganz ohne Dein Gift zu kosten", schmunzelte Dunwin zurĂŒck.

Er tauchte einen Finger minimal hinein. Ein winziger Tropfen blieb an seinem Finger hÀngen. Er verrieb ihn zwischen zwei Fingern und roch daran.

"Das ist...", weiter kam Dunwin nicht.
Er glotzte seinen Bruder mit riesigen Augen an, wĂ€hrend die Adern an seinem Hals und seiner Stirn anschwollen und er wie von Sinnen vor Schmerzen loskreischte. Er brach zusammen und krĂŒmmte sie wie ein Embryo zusammen, wĂ€hrend er darum kĂ€mpfte Luft zu bekommen.

"Du kannst das Gift auch einfach ĂŒber die Haut absorbieren, genial oder?", fragte Kunwolf leichthin.
Dunwins Antwort bestand in einem unverstÀndlichen Fluch gegen seinen Bruder.

Dun lag verkrampft und unkontrolliert zuckend auf dem Boden, wÀhrend ihm blutiger Schleim und Schaum aus den Mundwinkeln lief. Schreien war ihm durch den verkrampften Kiefer nicht mehr möglich. Er war vollauf damit beschÀftigt, genug Luft zum Atmen zu bekommen.

Kunwolf musterte seinen Bruder emotionslos. Einerseits wollte er jede Sekunde genießen, die Dunwin auf dem Boden lag und vor Schmerzen fast umkam. Auf der anderen Seite fĂŒhlte Kun hinter all der befriedigenden Genugtuung Dunwin leiden zu sehen, so etwas wie Mitleid fĂŒr seinen kleinsten Bruder. Etwas das Dun garantiert nicht verdient hatte. Aber obwohl er wusste, dass Dunwin sein Ableben verdient hatte, warum fĂŒhlte er sich dabei so schuldig?

Vermutlich weil sein Hass nicht Dunwin galt, sondern seinem Vater. Er verabscheute ihn dafĂŒr, sie gegenseitig auszuspielen und jeden einzelnen darin zu bestĂ€rken dass es nur einen einzigen Erben geben konnte. GleichgĂŒltig wer von ihnen drei beschließen sollte mit seinen BrĂŒdern in Frieden zu leben, mindestens einer wĂ€re der vergiftete Dorn in ihrem Fleisch.

Kun hasste Alastair dafĂŒr Dunwin so perfekt zu seinem Werkzeug geformt zu haben. Und er hasste Dunwin fĂŒr seine Blindheit. FĂŒr sein Aufbegehren Vater gegenĂŒber, dass in Wahrheit nichts als Kadavergehorsam war. Kunwolf hasste sie beide, dafĂŒr dass sie alle seine Hoffnungen auf ein anderes Leben zerstört hatten.

Und er hasste sich selbst fĂŒr seine SchwĂ€che, nicht einfach seine Familie hinter sich zu lassen und mit allem abzuschließen.

Was waren sie eigentlich? Das was ihnen Alastair als Macht und StÀrke verkaufte, als HÀrte um die Familie zu retten, war nichts weiter als reine ErbÀrmlichkeit. Und sein kleiner Bruder Dunwin war die erbÀrmlichste Kreatur seiner Familie, da er mit Freude hasste und mordete.

Und weshalb? Nur um Alastair zu beweisen, dass er doch etwas wert war. Die Behauptungen nichts auf die Meinung seines Vaters zu geben, waren nichts als eigensĂŒchtige Meineide - er buhlte mit Grausamkeit jenseits eines gesundes Verstandes um die Zuneigung von einem Mann der nichts liebte - nicht mal sich selbst.

Kunwolf starrte auf Dunwin herab. Er konnte nicht zusehen, wie diese Etwas das sein Bruder war, so elendig verreckte. Trotz allem, trotz all seiner Angriff und MordanschlĂ€ge war dieser Wahnsinnige immer noch sein Bruder. Kun wusste, dass er bereuen wĂŒrde, was er als nĂ€chstes tun wĂŒrde.

Er kramte das Gegengift aus der Schublade, dass er fĂŒr sich selbst bereitgelegt hatte, wĂ€hrend seiner Experimente. Er beugte sich ĂŒber Dunwin, ergriff seinen Bruder brutal am Kinn und presste ihm den verkrampften Kiefer auseinander. Er goss ihm die komplette Phiole in den Hals und zog sich dann schnell von Dun zurĂŒck.

Dunwins KrĂ€mpfe ließen nach und er lag GrĂ€tenbreit auf dem Boden, alle viere von sich gestreckt. Er japste mit jedem Atemzug nach Luft und musterte Kunwolf nicht verstehend.

"Du hast mich gerettet...", zischte Dun leise.
"Bilde Dir nichts drauf ein", gab Kun zurĂŒck.
"Du hÀttest mich verrecken lassen können...", keuchte Dunwin und richtete sich etwas auf.
"Ja und es hĂ€tte Dich den Verstand vor Deinem Leben gekostet. Nicht dass Du sonderlich viel Verstand zu verlieren hĂ€ttest...", gab Kunwolf zurĂŒck.

"Ich glaube eher, Du hast den Verstand verloren. Ich werde mich noch fĂŒr Deine Kostprobe bedanken, dass schwöre ich Dir", schnaufte Dunwin und legte sich erschöpft wieder zurĂŒck auf den Boden.

"Ich weiß Dunwin, ich erwarte von so einer Kreatur wie Dir nichts anderes. Du wĂŒrdest meinen Grund eh nicht verstehen, dafĂŒr bist Du zu beschrĂ€nkt. Ich habe Dich nicht verrecken lassen, weil ich nicht so ein Monster bin wie Du", knurrte Kunwolf.
"Korrekt Kuni, aber Du bist nÀher dran, als je zuvor und dass Dank mir und meiner Motivation", antwortete Dunwin und fletschte die blutigen Lippen zu einen diabolischen Grinsen.

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Re: Canan – Erinnerungen einer Dienerin

#8

Beitrag von Dunwins Geist » Sa 9. Sep 2017, 00:16

Eintrag - Dunwins Verlobung:


Es war sein 17 Geburtstag gewesen, als ihm sein Vater Alastair eröffnete, dass er das Aufgebot fĂŒr ihn bestellt hatte. Seine zukĂŒnftige Frau Melisande von Wigberg wĂŒrde ihm keine Schwierigkeiten bereiten.

Die einzige Forderung die sein Vater stellte war, Dunwin hatte mindestens zwei Söhne mit der Frau zu zeugen. Danach hatte er seine Schuldigkeit fĂŒr die Familie, fĂŒr das Blut der von Hohenfelde geleistet.

Mehr verlangte Alastair von Dunwin nicht.
Mehr erwartete er von seinem jĂŒngsten Sohn nicht.
FĂŒr mehr taugte er in Alastairs Augen nicht.

Dunwin nahm die Mitteilung mit nicht zu deutender Miene zur Kenntnis. 14 Tage spÀter heiratete er im Alter von 17 Jahren eine Frau die er zuvor noch nie im Leben gesehen hatte, mit gleicher regungsloser, toter Miene...

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Re: Canan – Erinnerungen einer Dienerin

#9

Beitrag von Dunwins Geist » So 1. Okt 2017, 18:37

Überfall -- Mail-RPG


Als der fremde Kerl wie aus dem Nichts auftauchte, hatten sich Dunwins MĂ€nner schĂŒtzend um ihn gescharrt. Die meisten waren nach außen hin ruhig, aber er bemerkte wie nervös seine Leute waren, da sie den Burschen nicht einschĂ€tzen konnten.

Nur Archibald und Jesper die links neben ihm standen, sowie Canan an seiner rechten Seite waren nicht nervös.

In ihren Augen stand Hass.

Auf alle seine Leute war Verlass, aber die drei waren fanatische AnhĂ€nger. Allen voran Canan. Sie wĂŒrde sich fĂŒr ihn in StĂŒcke reißen lassen.

Dunwin gab seinen Leuten mit Fingerzeig zu verstehen, dass sie sich hinter ihm postieren sollten.

„Ihr haltet die Stellung, ich regele das“, sagte er ruhig und schritt nach vorne. Canan setzte an ihm zu folgen und blieb an seiner Seite.
„Canan Du wartest ebenfalls. Du kannst nicht kĂ€mpfen. Keine Diskussion“, sagte Dunwin freundlich und ging alleine dem Fremden entgegen.

In einigem Abstand zu dem fremden Wesen blieb Dunwin stehen und musterte es kurz. Was immer es war, er kannte dieses Volk nicht.

„Wer oder was bist Du? Wem gehörst Du an? Antworte!“, sagte er kalt.

Panther Inaki war stehen geblieben und hatte den Kriegern stoisch zugeschaut wie diese sich erst formieren wollten, dann aber wie dressierte Hunde winselnd zurĂŒckblieben, als eine bestimmte Person der Gruppe sie zurecht gewiesen hatte um anschließend allein auf ihn zuzukommen.

Inaki hatte mit vielem gerechnet, auch damit, dass man ihm den Konfrontationswillen ansah.

Jedoch bot sich ihm eine gewisse Komik, da sein GegenĂŒber es wohl nicht fĂŒr nötig hielt ihm mit seinen Handlangern entgegenzutreten.

Interessiert und ĂŒberheblich zugleich schritt der Panther in seinem gebeugten Gang um Dunwin herum um diesen von allen Seiten abschĂ€tzend zu inspizieren, wĂ€hrend er die restlichen MĂ€nner im Augenwinkel behielt.

Das er Dunwin so einige Minuten eine Antwort schuldig blieb lag durchaus in seiner Absicht.

Als der Panther schließlich Dunwin umrundet hatte, positionierte er sich wieder vor diesem, lehnte sich so weit herunter, dass er Dunwins Kopf beinah mit seiner Schnauze berĂŒhrte und keuchte ihn an.

„Ich bin Inaki, das muss Dirrr rrreichen Mensch!“, antwortete er zischend.

Herrisch bĂ€umte sich der Assassine auf und trat einen Schritt zurĂŒck. Blitzartig schnellte eins von InakiÂŽ Beinen hoch und er versuchte Dunwin mit seiner Fußkralle zu packen um ihn zur Seite zu schleudern. Nebenbei zog der Panther ein Schwert und einen Dolch.

Den Dolch schleuderte er auf die Mannen in einiger Entfernung, wÀhrend das Schwert ihm als Abwehr gegen mögliche Gegenangriffe nutzen sollte. Ein zweiter Dolch flog einige Sekunden spÀter hinterher.

Dunwin war einen Moment irritiert, dass es jemand wagte ihn anzugreifen. Nur noch selten wagte ihn jemand persönlich, körperlich anzugreifen einmal abgesehen von den ĂŒblichen Attentaten und MordanschlĂ€gen seiner lieben Verwandten auf seine Person.

Und dieses Vieh war schnell.

Seine Reflexe kreischten warnend auf. Durch das Adrenalin sah die Kralle des Wesens wie in Zeitlupe auf sich zurasen, ein Effekt seines jahrelangen Trainings um entsprechend agieren zu können.

Angst vor Verzögerungen musste er nicht haben. Sein Körper reagierte binnen Sekundenbruchteilen.

Dunwin wartete bis zum letzten Augenblick. Dann katapultierte er sich aus der Gefahrenzone und sprang einfach ĂŒber den Feind hinweg. Er schlug in der Luft eine Rolle und kam krachend auf den Knien auf. Zeitgleich hatte er seinen Dolch gezogen und warf mit absoluter PrĂ€zision um die Kreatur in den RĂŒcken zu treffen.

Ein kurzer RĂŒckversichernder Schulterblick. Dabei sah er, dass seine MĂ€nner ebenfalls in Kampfstellung gegangen waren.

Die DolchwĂŒrfe des selbsternannten Inaki hatte zwei seiner MĂ€nner getroffen. Dunwin hasste Situationen die er nicht einschĂ€tzen oder per Logik direkt lösen konnte.

`Nr. 10 – Neeteesh, tot. Nr. 4 - Brijesh beschĂ€digt, Schnitt Wange – irrelevantÂŽ, ging es ihm durch den SchĂ€del.

„10. Mann tot am Boden! Kampfformation einnehmen um den Gegner eventuell manuell auszuschalten.

Feuern auf den Feind, sobald Schusslinie frei. 7., 8., 9., Mann nach vorne ausfÀchern auf Abfang. 2. Mann an meine Seite!

Canan Ihr Befehl war eindeutig, abrĂŒcken - SOFORT!
Halten Sie sich aus den Kampfhandlungen raus!

Damir, sichern sie den Abzug von Canan! Los!“, brĂŒllte der erste Mann Archibald seine Befehle.

Die MĂ€nner kamen umgehend seinem Befehl nach, und nahmen die gewĂŒnschte Formation ein. Sie warteten kurz bis Dunwin aus der Schusslinie verschwunden war, dann eröffneten sie das Feuer mit ihren RepetierarmbrĂŒsten auf den Fremden.

Canan schaute kurz hasserfĂŒllt Archibald an, und war wirklich versucht ihren Kollegen anzugreifen. Dieser verlangte von ihr abzurĂŒcken, obwohl Dunwin in Gefahr war. Aber dann siegte Gehorsam ĂŒber Hass.

Immerhin hatte Dunwin vorab den gleichen Befehl ausgesprochen.

Knurrend rĂŒckte die LeibwĂ€chterin ab, geschĂŒtzt durch Manndeckung des 12. Manns Damir.

Dadurch, dass Dunwin gewiefter auswich als erwartet, hatte Panther Inaki einen Satz nach vorne gemacht um wieder festen Stand zu haben. FĂŒr ihn tat es nichts zur Sache wie er Dunwin aus dem Weg gerĂ€umt hatte. In seinen Augen hatte er dies nĂ€mlich.

Zwar nicht durch seine Krallenaktion, sondern Dunwin hatte sich selbst aus dem Weg gerÀumt. Jedoch war das berechnete Ergebnis dasselbe, Dunwin befand sich nicht lÀnger vor ihm und so hatte Inaki freie Bahn.

Nun riss der Feind seinerseits seine Armbrust vom RĂŒcken. Anfangs wollte der Panther noch hinter sich feuern um seinen RĂŒcken zu sichern, aber als die MĂ€nner das Feuer auf ihn eröffneten wusste Inaki, dass dies nicht mehr nötig sein wĂŒrde.

Die MĂ€nner wĂŒrden derartiges nur tun, wenn sich ihr AnfĂŒhrer schon ganz woanders befand und nicht lĂ€nger in direkter Schusslinie zum Panther stand.

Inaki Taktik Chaos zu stiften in dem Haufen und die Gruppe auseinander zu nehmen, sie nach und nach zu minimieren, ging bisher also auf.

Zwei der Personen flĂŒchtenden sogar, welchen er aber erst mal keine Beachtung schenkte. Stattdessen schoss er einige Bolzen, nun im Schnellfeuer-Modus, auf die ĂŒbrigen Truppenmitglieder und versuchte ein paar tödlich zu treffen.

"Eurre Überrzahl hin oderr herr, Euch muss klarr sein, dass Ihrr verrlorren seid!", raunte er ihnen sĂŒffisant entgegen.

Postwendend stĂŒrzte sich der Panther richtig ins formierte GetĂŒmmel. Der Panther begann damit seine schwerttragende Hand wirbelnd zu kreisen.

"Seht eurrem Schicksal ins Auge, Ihrr seid dem Unterrgang geweiht", zischte der Panther.

Redeschwingend wollte Panther Inaki die MĂ€nner einschĂŒchtern, wie er es bei so vielen seiner Opfer zuvor getan hatte.
Mit der Klinge versuchte er unterdessen die SchĂŒsse auf ihn abzuwehren und zugleich seine Gegner mit plötzlichen Hieben niederzustrecken.

Der 8. und 9. Mann fielen tödlich getroffen durch den Bolzenbeschuss von Inaki. Da Mihir und Orjit die Vorhut gebildet hatten, bekamen sie das meiste ab. Ihr Kollege Eknath, der 7. Mann musste einen Treffer in die Seite einstecken.

Einige BolzenschĂŒsse trafen den Panther, hinterließen aber keine bleibenden SchĂ€den dank seiner Panzerung.

Als er in die Mitte der formierten MĂ€nner stĂŒrzte, wichen diese so gut es ging nach außen hin aus, um sich nicht gegenseitig auf die FĂŒĂŸe zu treten oder in die Quere zu kommen. Der 7. Mann Eknath stand zu nah an Inaki, durch seine Wunde war er zudem eingeschrĂ€nkt um rechtzeitig ausweichen zu können. Zwar entkam er den weiteren SchĂŒssen, aber dem Schwert nicht.

Er versuchte noch, durch einen Sprung nach hinten auszuweichen, aber zu spĂ€t. Eknath bekam die Klinge quer ĂŒber die Brust gezogen und sie fraß sich tief in seinen Brustkorb hinein. FĂŒr einen winzigen Moment starrte er noch unglĂ€ubig auf die riesige klaffende Wunde, dann brach er tot zusammen.

„Verdammt! Weiter zurĂŒck“, brĂŒllte Archibald.

Alarmiert wichen die MĂ€nner langsam zurĂŒck um genug Raum zwischen sich und ihren Gegner zu bringen. Dabei behielten sie ihn genau im Auge. Wie HyĂ€nen, warteten sie dabei auf einen winzigen Augenblick der SchwĂ€che oder eine LĂŒcke in der Deckung, dabei feuerten sie weiter auf den Fremden.

Dunwin nÀherte sich Inaki von der anderen Seite um ihn gemeinsam mit seinen MÀnnern in die Zange zu nehmen.

Dunwin zĂŒckte seine eigene Armbrust und feuerte auf den RĂŒcken des fremden Feindes. Der Schuss traf den Panther genau ins Kreuz, prallte aber von dessen Panzerung ab. Dennoch wurde er durch die Wucht ein StĂŒck nach vorne geworfen.

Nachdem ihn von hinterrĂŒcks ein Schuss getroffen hatte preschte der Panther vor, kam dabei den zurĂŒckweichenden MĂ€nner wieder etwas nĂ€her, und sondierte die Lage.

Vor ihm befanden sich noch immer einige Feinde. Der Rest war tot oder auf der Flucht. Es konnte also nur der Truppenkommandant gewesen, von welchem eine unehrbare Attacke ausgegangen war und Inaki konnte sich nicht einmal umdrehen, da er sonst eine ganze Gruppe im RĂŒcken hĂ€tte.

„Nichts was Ihrr unterrnehmt kann mich stoppen. Ihrr zieht das Unausweichliche nurr hinaus. Sterrbt mit einem FĂŒnkchen WĂŒrrde", provozierte er sie.

Inaki genoss es seit jeher seine AuftrĂ€ge mit seiner ĂŒberheblichen Art aufzuziehen. Es war etwas, dass ihn mental nur noch mehr stĂ€rkte und sein Umfeld oder seine Kontrahenten im Gegenzug schwĂ€chlich erscheinen ließ.

`Sie beschießen mich von beiden Seiten. Keine ausgeklĂŒgelte Aktion. Es gilt sie gegen sie selbst zu nutzenÂŽ, dachte Inaki.

Der Panther versuchte sÀmtlichen Bolzensalven zu entgehen und tÀnzelte herum. So konnte er vielleicht bewirken, dass Dunwin und die MÀnner sich selbst beschossen und trafen, statt ihn.

Sein Schwert schwang er trotzdem schĂŒtzend vor seinem Torso, um SchĂŒsse abzuwehren.

Dann begann der Panther Sperrfeuer auf die MĂ€nner abzulassen. Beginnend beim Sprachrohr Archibald, versuchte er sie nacheinander zu treffen. Um auf Nummer sicher zu gehen, falls diese einem Schuss entkamen, fĂŒhrte er mit dem Schwert noch Hiebe und Streiche aus um sie damit zu treffen.

Einen der MĂ€nner nahm er jedoch nicht unter Beschuss, sondern versuchte diesen mit einem Fuß am Kopf zu packen, um ihn auf Dunwin hinter sich zu katapultieren.

Die restlichen MĂ€nner wichen ebenso geschickt den SchĂŒssen aus. Waren sie vorher ĂŒberrumpelt worden und noch etwas in sorgloser Urlaubsstimmung, war es nun nach dem Tod von zig Kollegen damit vorbei. Schlagartig hatten sie ihre alte Form wieder.

Archibald wich mit einem Sprung und einer halben Drehung zur Seite dem Beschuss aus. Zeitgleich hatte er seine Klinge gezogen.

Zwar war diesem Ding nicht viel anzuhaben, aber irgendwo musste man hineinstechen können grĂŒbelte der 1. Mann.

Jesper kannte seinen besten Freund zu gut und er ahnte böses was Archibald nun wieder vorhatte.

Archibald warf sich nach vorne auf den Boden, rollte ĂŒber den Boden ein StĂŒck ab und kam genau vor Inaki unter seiner Deckung wieder hoch. Blitzartig stach er mit seiner Klinge nach dem Gesicht des Wesens.

Die Aktion hÀtte Inaki beinahe ein Auge gekostet, aber die Klinge fand nicht ihr Ziel.

Jesper hatte Archibald ins Haar gegrabscht und ihn gewaltsam zurĂŒckgerissen. Rechtzeitig noch bevor dieser von dem Schwert aufgeschlitzt wurde wie ein alter Fisch.

FĂŒr diesen Wagemut kassierte Archibald einen Schnitt im Gesicht und Jesper einen schmerzhaften langen Schnitt an der eigenen Schulter. Seine Antwort darauf war ein blitzschneller Handkantenschlag gegen die schwertfĂŒhrende Hand des Angreifers um diese abzulenken.

Mit einem gewaltigen Satz nach hinten brachten sich beide MÀnner wieder in Sicherheit und nahmen erneut ihre Ausweichmanöver auf. Lauernd warteten sie erneut ab.

Da wurde auch schon Shreyas von Inaki mit den Krallen ins Gesicht gepackt und Richtung Dunwin geschleudert.

Dunwin machte nur einen Ausfallschritt zur Seite um nicht vom seinem 11. Mann getroffen zu werden, und versuchte dabei gleichzeitig seitlich an Inaki heranzukommen.

Sobald sich der Feind wieder seinen MÀnnern nÀherte, tat Dunwin das gleiche bei Inaki.

Einerseits um nĂ€her an ihn heranzukommen, zeitgleich blieb er aber auch auf genĂŒgend Abstand um nicht in die Feuerlinie zu geraten. Inaki konnte immerhin nicht sehen was hinter ihm geschah.

Die Gruppe war schon kleiner und ĂŒberschaubarer als zuvor, was Panther Inaki zu Gunsten kam, konnte er sich so immerhin besser umsehen und die Feinde abgeklĂ€rter beobachten um Gegenangriffe eventuell frĂŒh zu erkennen.

`Noch sechs Feinde zu dezimierren. Die zwei FlĂŒchtenden nicht mitgezĂ€hlt. In vielerrlei Hinsicht merrkwĂŒrrdig, dass nicht alle fliehen oder in diesem Fall, kĂ€mpfen!
Das Oberrhaupt befindet sich in derr Schlacht. Das anderre Sprrachrohr ebenfalls, doch die beiden Soldaten nicht, obwohl einer von ihnen seltsam aussah.

Ein Krieger scheut den Kampf nicht, Befehl hin oder herr, wenn es den Kamerraden an den Krragen geht.

Derr Jungspund und sein Kollege schon. Entwederr sind diese Mannen einfĂ€ltigerr als geglaubt, oder mit dem einen stimmt was nicht. Da dieserr auch zurrĂŒck gesandt wurrde. Wohin und warrum genau wĂ€rre de facto interressant. Ebenso, wie derr Rrest darrauf rreagierren wĂŒrrde, wenn ich den Zweien zu nahe kommeÂŽ, sinnierte der Panther und richtete vorsichtshalber einen Arm nach hinten um blind Dunwin unter Sperrfeuer zu nehmen.

Inaki glaubte zwar nicht, ihn so erwischen zu können, aber auf Distanz konnte er Dunwin womöglich halten, wÀhrend er sich eine neue Strategie zu Recht legte.

Falls es ihm nicht gelĂ€nge jeden auszuschalten, musste er sie irgendwie anderweitig ĂŒberrumpeln. Etwa sie entwaffnen, auseinander treiben oder ihre Order zunichtemachen, ohne all das wĂ€ren sie aufgeschmissen.

Inaki stieß ein keuchendes, angriffslustiges Lachen aus und versuchte erst mit einem Satz zwischen die lauernde Gruppe zu gelangen um ihre Reihen aufzubrechen. Zudem erhoffte er sich, dass sie ihm weniger zusetzen konnten, weil sie sonst Gefahr liefen sich einander doch noch etwas anzutun.

Dort wollte Inaki im Vorbeigehen versuchen die Waffen der verletzten MĂ€nner zu treffen und mit rotierendem Schwert die ĂŒbrigen Feinde zu erwischen, und dann zu den beiden FlĂŒchtenden zu springen um sie als Deckung zu benutzen.

Als der Panther direkt zwischen die MĂ€nner sprang, nutzten diese die nicht gerade glanzvolle Taktik eines HĂŒhnerhaufens.

Jeder sprang in eine andere Richtung weg. Erstens um dem Feind zu entkommen und zweitens um sich selbst Bewegungsfreiheit zu verschaffen.

Außer Archibald der erneut zum Gegenschlag gegen Inaki ansetzte.
Er riess seinen Dolch hoch um in dessen Gesicht aufzuschlitzen, verlor die Waffe allerdings gleich durch das Schwert.

Einem weiteren Schwerthieb entging er nur um Haaresbreite weil er den RĂŒcken durchbog und den Bauch einzog. WĂŒtend knurrend und mit Hass in den Augen zog er sich mit einem Satz zurĂŒck zu Jesper. Gemeinsam wichen sie noch weiter zurĂŒck um den Sicherheitsabstand zu vergrĂ¶ĂŸern.

Der 6. Mann Chirag hatte die Richtung gewĂ€hlt in welcher Canan sich zurĂŒckgezogen hatte. Dass der Panther ausgerechnet die Richtung einschlug war nun sein Pech.

Er feuerte mit der Armbrust direkt auf den Feind. Wurde aber von dem rotierenden Schwert getroffen. Inaki trennte Chirag den Arm dicht unter der Schulter ab.

Der Mann brach keuchend in die Knie, zog mit der anderen Hand aber zittrig seinen Dolch um wenigstens wieder bewaffnet zu sein, auch wenn diese ihm nichts nĂŒtzen wĂŒrde.

Dann stand der Panther vor Canan.
Diese schaute zu dem fremden Feind hoch, wÀhrend Damir sich so dicht wie möglich neben Canan stellte.

Der Panther blieb wachsam, da die Situation weiterhin angespannt war.
Was sein Auftauchen bei Canan und Damir bewirkte, wĂŒrde sich noch zeigen und er nun herausfinden.

Inaki hatte den MĂ€nnern gut zugesetzt und wenn diese GrĂŒnde gehabt hatten, die beiden vor ihm wegzuschicken, so konnte er darauf einen Vorteil erhaschen.

WĂ€hrend der Assassine die MĂ€nner und Dunwin von weitem ab und an beĂ€ugte, musterte er seine GegenĂŒber. Erst Damir, dann Canan.

"Ein lĂ€cherrlicherr Verrsuch Ferrsengeld zu geben jungspĂŒndigerr Krieger.
Du und Dein hasenfĂŒssischerr Kamerrad seid eine Schande fĂŒrr jede Arrmee!

Errstaunlich welch Aufrrurr derr rrestliche Trrupp fĂŒrr euerr blamables Verrhalten tĂ€tigt, anstatt Eurrren Herrrn zu beschĂŒtzen. Dessen ungeachtet noch stupenderr und verblĂŒffenderr, dass man Euch zu schĂŒtzen schien.

Zweifellos konnte dies nurr misslingen. Nichtsdestotrrotz seid Ihrr werrtvoll, denn noch lebt Ihrr", knurrte der Assassine.

Inaki versuchte die Zwei zu packen und sie vor sich zu halten. Dann feuerte er einige WarnschĂŒsse auf die MĂ€nner und sprach lauter.

"Legt Eurre Waffen niederr Menschen, wenn Duch dieses Gesindel etwas bedeutet!
Ihrr könnt jedoch auch weiterre zum scheiterrn verrurrteilte Angrriffe starrten. Dann zerrmalme ich errst sie und schließlich Euch. Ich habe nichts dagegen, dass derr Kampf forrtgesetzt wirrd und Ihrrr alle sterbt. Aberrr es geht nurrr um Euch Adligerrr. Wie steht es hingegen mit Euch?", höhnte der Panther.

Der Panther hatte Canan und Damir in den Klauen.

Archibald schaute hilfesuchend zu Dunwin rĂŒber.
Als dieser knapp nickte, steckten die MĂ€nner ihre Waffen weg.

"Wir sind nicht getĂŒrmt, sondern wir hatten unsere Befehle", sagte Canan knurrig.

Dabei sah der Panther ihr an, dass sie Schmerzen zu leiden schien. Damir schaute Inaki nur total nervös an. Dunwin sah wie sich Inaki seine GefÀhrtin Canan packte. Der Feind war clever, dass musste er ihm zugestehen.

`Oh nein, nicht sie. Das wirst Du nicht tunÂŽ, dachte er kalt.

„Such Dir jemanden in Deiner Gewichtsklasse! Ich fordere Dich zum Zweikampf! Nimm an!“, zischte Dunwin.

Bevor er sich Dunwin widmete, ließ Inaki es sich nicht nehmen auf Canans Geblaffe einzugehen.

"Rredet Euch ein, womit Ihrr leben könnt. Es ist Euerr Gewissen. Ihrr verrsteckt bloß Eurre duckmĂ€userrische Arrt und Eurre Qual hinterr derr fauchenden Fassade.
Derr Mensch neben Euch steht zu seinerr Furrcht. VerrnĂŒnftig von ihm", zischte der Panther.

Panther Inaki richtete sich höher auf und machte ein paar Schritte zurĂŒck.

"Ihrr wĂŒnscht ein Duell HĂ€uptling? Gegen mich? Dann habt Ihrr schon verrlorren und mich ohne es zu intendieren, zum Siegerr bestimmt", erwiderte der Panther apathisch, zu Dunwin blickend.

Schweigend wog er alle Parabeln und möglich resultierende SchachzĂŒge seitens Dunwins oder der MĂ€nner ab.

Die Aufforderung zum Zweikampf, war ein sittsamer Ansatz. Dennoch galt es mit einem hinterlistigen Akt zu rechnen.

"Ihrr habt einen gewissen Schneid. Wenn es bei unserrem prrivaten Duell bleibt, so dĂŒrrft Ihrr Eurre Herrausforrderrung als angenommen - ich akzeptierre!

Entsendet Eurre Unterrgebenen mit allen Waffen forrt von hierr. Die beiden in meinerr Gewalt können bleiben", knurrte Inaki.

Panther Inaki war sein lebenslang schon Krieger. Man hatte ihn an der Ehre gepackt und Inaki, stolz wie er war, dem ScharmĂŒtzel zugestimmt. Nun lag es an Dunwin zuzustimmen, sofern er dem Assassinen etwas Ă€hnelte.

Dunwin steckte demonstrativ seinen Dolch weg und verschrÀnkte die Arme vor der Brust.

"Erster Mann rĂŒcken Sie ab", befahl Dunwin ruhig ohne Inaki dabei aus den Augen zu lassen.

Archibald starrte Dunwin an und musterte dann rĂŒckversichernd Jesper der nur mit den Schultern zuckte.

"Aber Eure Hochge...", wandte sich Archibald an Dunwin, stockte aber sofort als dieser ihn kurz fixierte.
"Ja Herr", sagte er bedrĂŒckt.

"AbrĂŒcken", befahl Archibald und die Gruppe setzte den Befehl umgehend um. Auf den Weg nahmen sie Mann Chirag mit.

Dunwin wandte sich wieder Inaki zu und fixierte diesen.

"Die Untergebenen sind abgerĂŒckt. Warum sollte ich meine Herausforderung zurĂŒckziehen? Vielleicht ist es bei Deinem Volk ĂŒblich, haltlose Drohungen heraus zu posaunen. Bei meinem nicht.

Die Kampfansage bleibt bestehen. Also was ist nun? KĂ€mpfen oder Schwafeln?", fragte Dunwin.

„Mein Volk besitzt mehrr EhrrgefĂŒhl als das Eurre je haben könnte. Von zurrĂŒckziehen warr nie die Rrede. Ihrr wĂŒrrdet euerr Gesicht verrlierren, tĂ€tet Ihrr dies. Nein, mirr ging es um Eurre rrĂŒckgratlosen Handlangerr und diese sind nun von dannen gezogen. Ich schĂ€tzte Euch von Anfang an rrichtig ein, so auch nun nachdem Ihrr die Bedingungen errfĂŒllt habt", gab Inaki zurĂŒck.

Panther Inaki schleuderte Canan und Damir von sich zur Seite, machte einen großen Schritt ĂŒber die BlutpfĂŒtze und trat stampfend auf Dunwin zu.

„Die Zeit ist gekommen. Grreift an, Mensch!“

Inaki steckte seine Waffen weg. Mit ausgestreckten Armen und sich bewegenden Fingern lauerte er auf Dunwins ersten Kampfakt.

Dunwin sprang auf Inaki zu und trat hart nach der Brust seines Feindes.
Direkt danach kickte er nach dessen Kniekehle damit dieser stĂŒrzte oder vornĂŒber kippte. Sollte der Gegner stĂŒrzen, wĂŒrde er ihm sofort das Genick brechen.

Der Assassine fĂŒhlte sich an alte Zeiten erinnert. Es war eine ganze andere Herangehensweise sich mit einem Feind statt mit Waffen, nur mit bloßer Kraft zu messen.

Als Dunwin ihn attackierte versuchte der Panther ihm einen Tritt an den Körper zu gewĂ€hren um ihn beim nĂ€chsten Tritt zu ĂŒberraschen. Dort versuchte Inaki das herannahende Bein sofort zu blocken und unter einem Arm einzuklemmen, um Dunwin erst einen Hieb in die Seite mit einem anderen Arm mitzugeben und den Menschen danach weg zu wirbeln.

Der Panther bekam den Tritt von Dunwin vor die Brust ab, konnte aber zeitgleich dessen Bein einklemmen und sein Tritt ansetzen. Der Schlag ging ins Leere da sich sein Feind mit dem Oberkörper wegdrehte.

Dunwin zog mit Kraft das Bein an um Inaki zwangslÀufig damit nÀher an sich heranzubringen. Er boxte mit einer Faust nach dem Gesicht des Feindes einmal und schickte gleich einen zweiten Hieb hinterher.

E setzte sofort mit schnellen, brutalen SchlĂ€gen nach und versuchte zusĂ€tzlich Inaki mit dem Ellenbogen zu rammen um diesen abzuschĂŒtteln.

Panther Inaki versuchte den SchlÀgen auf sein Gesicht zu entgehen indem er sich ganz gerade aufrichtete und mit dem Kopf nach hinten auswich. Mit den drei freien Armen versuchte er Dunwins Hiebe zu kontern und selbst den einen oder anderen Treffer zu erzielen.

Da sich sein Gegner aber auch mit aller Gewalt freikĂ€mpfen wollte, versuchte Inaki ihm diesen Versuch zu erleichtern. Er richtete eine Fußkralle auf Dunwins Brustkorb und versuchte Dunwin mit Wucht wegzustoßen. Dessen Bein ließ er dabei los.

Die ersten prĂŒfenden SchlĂ€ge konnten beide Kontrahenten gekonnt abblocken und ausweichen.

Dunwin gelang der Ellenbogenhieb. Er verpasste Inaki einen knallharten Stoß, der dem Panther kurz den Atem raubte. Dieser verpasste Dunwin zeitgleichen einen gewaltigen Tritt und ließ dessen Bein los.

Dunwin flog durch den Schwung ein ganzes StĂŒck nach hinten und war somit schneller freigekommen als ihm lieb war.

Die Überraschung lag auf der Seite des Gegners. Er konnte sich nicht abfangen und verlor das Gleichgewicht. Im Sturz warf er sich zur Seite, falls der Feind nachtreten sollte.

Als er auf dem Boden aufschlug rollte ab und sprang wieder auf die Beine. Sofort ging er zum Gegenangriff ĂŒber und deckte den Feind mit harten Tritten und HandkantenschlĂ€gen ein.

Dunwin gab sich unermĂŒdlich, aber wie Inaki wusste, waren Menschen nicht so ausdauernd wie andere Rassen. Je lĂ€nger der Kampf andauern wĂŒrde, desto mehr wĂŒrde es dem Panther zugutekommen.

Irgendwann wĂ€re der Mensch erschöpft oder wĂŒrde weniger Kraft in den Armen besitzen.

Nicht so Inaki, Farisin waren hart und zÀh.

"Genug derr kindlichen Hiebe. Mich dĂŒnkt es wirrd Zeit dieses Gefecht auf die nĂ€chste Stufe zu hieven!", knurrte der Assassine.
Panther Inaki beschleunigte seine Attacken. Die HĂ€nde zirkulierten wirr und versuchten Dunwins Arme, den Kopf und den Torso zu treffen. Jeder Arm zielte woanders hin und Inaki versuchte Dunwin so auch weiter zurĂŒck an eine Wand zu zwĂ€ngen, wo er nicht mehr entkommen könnte.

Wie es seine Art war, wartete er mit dem Ausweichen bis zum letzten Moment. Dunwin drehte sich Richtung Schlag weg und zuckte mit dem Oberkörper und dem Kopf zur Seite um dem Hieb zu entgehen.

Kaum war der Feind auf wirklich gefĂ€hrliche NĂ€he herangerĂŒckt beugte er sich blitzartig vor und trat nach hinten blitzschnell mehrfach aus. Zuerst Brusthöhe, dann so hoch, dass sein Stiefel in das Gesicht des Gegners krachen wĂŒrde.

Die Krallen des Panthers verfehlten Dunwins Gesicht knapp, da dieser rechtzeitig zurĂŒckgezuckt war.

Eine Kralle schrammte ĂŒber seine Schulter, riss sie auf und hinterließ einen langen blutigen Striemen. Vor den Torso musste er einen harten Hieb einstecken. Zwar hielt die Panzerung das meiste ab, aber Inaki schlug wie er mit ĂŒbermenschlicher Kraft zu.

Und so einen Schlag spĂŒrte auch Dunwin schmerzhaft unter seiner Panzerung.

Der Panther wurde mehrfach vor die Brust getroffen und ein Tritt traf ihn sogar hart vor den Hals. Dass er ihn nicht ins Gesicht bekam, lag allein an seiner GrĂ¶ĂŸe. Der Panther flog mehrere Meter weit zurĂŒck und schlug mit Wucht gegen die Wand.

Der Panther schĂ€umte vor Wut und schĂŒttelte Steinbröckchen von sich. So ging man nicht mit ihm um, keiner durfte das.

Inaki sinnte auf Rache fĂŒr diesen Treffer und schĂŒrte all seine Kraft zusammen.
Er machte zwei Rollen vorwĂ€rts direkt auf Dunwin zu, so dass dieser schon denken musste, der Panther wolle ihn ĂŒber den Haufen rollen.

Kurz vor dem Adligen wollte Inaki sich plötzlich aufrichten und mit schwunghaften Bewegungen auf Dunwin einprĂŒgeln. Mit den Fußkrallen versuchte er im voranschreiten abwechselnd eine in den Boden als Halt zu bohren, mit der anderen Dunwins Beine zu treten.

Inaki war ihm eindeutig zu nah auf die Pelle gerĂŒckt, dass gefiel ihm ganz und gar nicht.

Der Feind war wesentlich gerissener als er gedacht hatte. Er hatte schnell aus seinen Fehlern gelernt und nutzte seine Fußkrallen als Spikes. Ein Wegkicken war somit unmöglich.

Sein Gegner schlug erneut mit den Krallen nach ihm. Auf halben Weg versuchte er so gut es ging die Arme des Feindes zu blocken.

Dunwin trat zusĂ€tzlich in Inaki Tritte hinein um diese abzulenken und abzublocken. Da er sich allerdings mit den FĂŒĂŸen nicht festhalten konnte musste er bei jedem Tritt den sie austauschten weiter zurĂŒckweichen.
Dabei sah er, dass Inaki ihn zu der anderen Wand abdrÀngte. Er macht einen Ausfallschritt und versuchte sich direkt an dem Feind vorbei zu drÀngen um dann aus dessen Wirkungsbereich zu sprinten.

Panther Inaki versuchte trotz Dunwins Blockversuchen, diesen weiterhin zu treffen und an der Abwehr Dunwins vorbei zu schlagen um ihn richtig zu erwischen.

Dunwin gefiel das dicht umkÀmpfte Duell nicht. Der Adlige wollte nicht eingekesselt werden wie Inaki bemerkte und er konnte es dem Menschen kaum verdenken.

Als Dunwin am Panthern vorbei huschen wollte, versuchte Inaki ihm zum Anschein erst durchkommen zu lassen. Das aber nur um Dunwins Drall und seine Geschwindigkeit gegen ihn zu wenden um sie auszunutzen.

Der Panther versuchte Dunwin an Arm und RĂŒcken zu packen um ihn dann gegen die Wand zu schleudern, von der er zuvor gekostet hatte.

Da sein Gegner ihm an Geschwindigkeit in nichts nachstand hatte er eine ganze Portion SchlÀge von diesem einzustecken. Zudem bekam er einen zweiten, tiefen Cut an der Schulter direkt neben den ersten.

ZusĂ€tzlich zu den SchlĂ€gen hatte er nun seinerseits Tritte einstecken mĂŒssen. Seine Aktion sich an den fremden Feind vorbeizudrĂŒcken misslang.

Der Panther hatte ihn gepackt und mit Wucht gegen die andere Wand geschmissen. Dunwin schlug dagegen und schlug dann auf dem Boden auf.

Dunwin knallte mit dem RĂŒcken hart gegen die Wand. Er versuchte noch sich abzufangen, schrammte und kratzte mit zu Klauen geformten Fingern ĂŒber das Mauerwerk.
Seine Finger gruben sich ein StĂŒck in die marode Wand hinein wĂ€hrend er stĂŒrzte, so dass StĂŒcke wegflogen.

Vergebens.

Er hinterließ vier tiefe Kratzfurchen, konnte sich aber nicht abfangen oder festkrallen. Die Wucht des Schlags war zu groß und schickte ihn nach dem Aufprall auf den Boden.

Einige Sekunden blieb er liegen, wĂ€hrend Canan ihn aus sicherer Entfernung panisch anbrĂŒllte sofort aufzustehen.

Dunwin warf sich herum, rollte ab und sprang wieder auf die Beine.
Er duckte sich tief in Kampfstellung und zog seinen Dolch.
Dann sprintete er los, geradewegs auf seinen Feind zu.

Diesmal wĂ€hlte er eine andere Taktik. Er ging auf direkte Konfrontation und rĂŒckte auf KörpernĂ€he zum Panther an. Er tĂ€uschte kurz mit dem Dolch einen Schlag vor, und schlug dann mit brachialer Gewalt eine gerade linke nach Inaki Stirn.

Zeitgleich schrammte DunwinÂŽs Dolch ĂŒber des Feindes Brustpanzerung auf der Suche nach einer Stelle wo er zum Zustechen ansetzen konnte.

Der Panther hatte sich nicht vom Fleck gerĂŒhrt und stattdessen zugeschaut, wie Dunwin gegen die Wand und zu Boden ging.

HĂ€tte Dunwin sich nicht geregt, hĂ€tte er ihm nach einer ÜberprĂŒfung ob dieser eine Finte vortĂ€uschte oder tatsĂ€chlich fertig war, den Rest gegeben.

Doch Dunwin kam wieder auf ihn zu, allerdings mit einem Dolch in der Hand, weshalb Inaki den Feind erbost mit seinen goldenen Augen fixierte.

"Sehe ich da in Eurrerr Hand eine Waffe?", zischte der Farisin.

Dunwin wĂŒrde die Rhetorik in der Frage heraushören.
Inaki machte ein Messer wie dieses nichts aus, doch sprach es gegen die Statuten des Duellierens.

"Unlauterre Mittel, die nicht rrĂŒhmenswerrt sind und euch verrsagen lassen.
Ihrr wolltet einen alterrtĂŒmlichen Kampf, Ihrr bekamt einen. Ohne Waffen.
Seid frroh, dass ich noch kein Schwerrt gezogen habe. Das wĂ€rre wie Euerr Akt, gegen die ehrrbarren Rregeln unserres ScharrmĂŒtzels und unterr meinerr WĂŒrrde", knurrte der Assassine.

Der Panther versuchte Dunwins Hieben auszuweichen. Mit einer Hand versuchte er Dunwins Waffenhand zu treffen, um diesem den Dolch aus selbiger zu schlagen.

Zudem versuchte er mit einer Klaue Dunwin zu greifen.

Der Panther musste einen Faustschlag vor den SchĂ€del einstecken, der ihn kurz schwarz vor Augen werden ließ. Nach einigem Blinzeln war seine Sicht wieder klar, aber sein SchĂ€del dröhnte ganz schön. Den Dolch konnte er Dunwin nicht entwinden, dafĂŒr gelang ihm ein viel effektiverer Treffer.

Er bekam Dunwin an der Kehle zu packen.
Dunwin wurde regelrecht von einem Schmerzschlag getroffen.

Dunwin grunzte vor Schmerz auf und schmeckte plötzlich sein eigenes Blut im Mund. Der verdammte Farisin zerschrammte ihm die Kehle durch das hin und her Gezerre. Er hustete Blut und schaffte es gerade so selbst nicht dran zu ersticken.

Dunwin versuchte vergeblich an Inaki heranzukommen, und verdrehte sich nach allen Regeln der Kunst wie ein Schlangenmensch. Aber es gelang ihm nicht, denn der andere drehte sich einfach mit und zog dabei noch fester an seiner Kehle, so dass er automatisch auf Abstand gehalten wurde.

Was den Schmerz in seiner Kehle noch verschlimmerte.
ZusĂ€tzlich fĂŒhlte sich nun sein SchĂ€del an als wĂŒrde er bersten.

Inaki hatte einen knallharten Griff. Dunin spukte das Blut aus, das sich in seinem Mund gesammelt hatte, so dass es seine Mundwinkel hinunterlief, sich am Kinn sammelte und auf den Boden tropfte.

Alle Konter die ihm einfielen konnte er nicht ansetzen, da Inaki ihn festhielt. Er konnte den Panther weder wegtreten, noch schleudern oder nur zu Boden schicken. Selbst sich einfach nur aus Inaki HĂ€nden freireißen war nicht drin, ohne Gefahr zu laufen sich die die Kehle aufzureißen.

Er musste sich aus dessen Umklammerung lösen. Dunwin rammte Inaki ein StĂŒck mit der Schulter und versuchte sich dann gleichzeitig aus dessen Griff zu winden.

Panther InakiÂŽ Kopf schmerzte, was der Assassine versuchte zu ignorieren und abzuschĂŒtteln. Normal sehen konnte er bereits wieder, was schon mal ein gutes Zeichen war, aber dennoch pochte es wie wild in seinem Haupte.

Noch konnte er jedoch nicht verschnaufen, oder sich an den SchĂ€del fassen. Sein Gegner vor ihm zappelte dafĂŒr zu unkoordiniert, wie Inaki in seinen Armen spĂŒrte.
Scheinbar hatte er Dunwin wirklich genau da wo er ihn haben wollte und musste nur krÀftig zerren.

Dunwin war wohl hilflos in seinem Griff, da er so energisch freikommen wollte, wie eine Fliege, die sich in einem Netz verfangen hatte.

"Macht Frrieden mit Eurren Götterrn, solltet Ihrr welche haben. Das Ende des Tunnels ist nah fĂŒrr Euch."

Panther Inaki versuchte die Aktionen Dunwins zu unterbinden indem er sich ganz aufbÀumte und seine Arme von sich streckte, damit Dunwin nicht lÀnger an ihn rankam.

Panther Inaki hatte Dunwin fixiert. Egal wie sich dieser bewegen wĂŒrde, er schadete sich nur selbst. Zudem drĂŒckte er ihm langsam aber sicher die Luft ab.
Befreien konnte er sich somit nicht mehr.

Dunwin blieb so stehen und rĂŒhrte sich kein StĂŒck mehr. Seine einzige BeschĂ€ftigung war so gut es ging qualvoll nach Luft zu schnappen, wĂ€hrend sein Herz raste und gegen seinen Brustkorb hĂ€mmerte.

Sein ganzer Körper schrie vor Schmerzen.

Demonstrativ ließ er den Dolch fallen und trat ihn rĂŒber zu Canan. Dunwin zeigte Inaki beide leeren HandflĂ€chen. Er war extrem erschöpft und todmĂŒde. Seine Muskeln zitterten und er hatte zu dem Blutgeschmack nun auch noch einen salzigen Geschmack im Mund.

„Canan... bring mich nach Alessa, wenn es vorbei ist.
„Ich kapituliere Inaki, Du hast gewonnen“, krĂ€chzte Dunwin durch seine geschundene Kehle.

Panther Inaki starrte unglÀubig auf seinen ermatteten Gegner herab, ohne den Griff an dessen Kehle zu lockern.

"Wirr haben gut gekÀmpft. Jetzt werrft Ihrr also rresignierrenderrweise einfach so das Handtuch?", fragte der Panther.

Inaki musterte seinen Gegner nachdenklich.

Dunwin hatte gut gekĂ€mpft und ihm einiges abverlangt. Durch den hautnahen Körperkontakt, den Inaki momentan mit dem Dunwin besaß, weil er ihn umklammert festhielt, spĂŒrte er dessen Erschöpfung.

"Ihrr seid wehrrlos in Eurrem jetzigem Dasein. Ihrr seid keine Gefahrr. Euerr Leben gehörrt mirr. Solltet Ihrr es zurrĂŒckwĂŒnschen, habt Ihrr mehrr zu tun als aufzugeben, damit ich Euch verrschone. WĂ€rrt Ihrr dazu berreit?", fragte der Panther.

"Ich bin dazu bereit und ich fĂŒge mich Dir. Lass mich bitte los. Durch die Dolchaktion wĂ€re ich der Letzte der etwas erbitten dĂŒrfte. Trotzdem hast Du Gnade gezeigt, also zeig sie ganz. Ich bin wehrlos. Wehrloser als meine beiden Kollegen. Einverstanden?", fragte Dunwin höflich.

Panther InakiÂŽ Blick wanderte zu den einzigen Zuschauern, die ihren Zweikampf verfolgt hatten. Lange abwĂ€gen ob er Dunwin diesen einen weiteren Gefallen erfĂŒllen sollte, musste er nicht.

Die beiden KĂ€mpfer wĂŒrden ihm nichts anhaben können. Sie hatten weder im ersten Kampf, noch beim Duell eingegriffen oder waren kampffĂ€hig.

Darum und weil jemand Dunwins Untergang mitansehen sollte, hatte Inaki sie hier behalten.

FĂŒr ihn ging es also in Ordnung, dass Canan sich zu ihnen begeben sollte. Selbst wenn sie Dunwin wieder aufpĂ€ppeln wĂŒrde können, Dunwin dĂŒrfte genug fĂŒr heute haben.

Er hatte zu spĂŒren bekommen, dass der Panther ihm ĂŒberlegen war, wĂŒrde sich also keine weitere Offensive leisten und stand sowieso in der Lebensschuld.

"Derr Welpe möge vorrtrreten um Euch zu behandeln. Ich sehe zu", sagte der Panther und gab den Menschen frei.

Dunwin nickte knapp, in der gleichen Sekunde ließ er sich in den Spagat fallen, wĂ€hrend sich einen Sekundenbruchteil spĂ€ter Canans Dolch in die Kehle des Panthers grub.

Inaki tastete mit zitternden Fingern nach der Waffe die in seiner Kehle steckte, ehe er vornĂŒber stĂŒrzte.

Einen Augenblick spÀter war Dunwin wieder auf den Beinen und schlug dem Farisin mit seinem Degen den Kopf ab.

Dun grinste ĂŒber beide Ohren und zwinkerte Canan zu.
Sie zwinkerte zurĂŒck.


***


Mit Dank und Widmung an Mo, der Inaki miemte :) :tiptop: :klasse:

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