Dunwins Ende -- 12.03.202 n.d.A


Famlie von Hohenfelde
Diese alte Adelsfamilie hat zahlreiche Geistmagier und Nekromanten hervorgebracht. Das Familienleben ist geprĂ€gt von Intrigen. Morde, auch innerhalb der eigenen Reihen, und arrangierte Ehen zur Erweiterung der Macht sind an der Tagesordnung. Als Familienmitglied benötigt man starke Nerven und gleichermaßen ein HĂ€ndchen fĂŒr BĂŒndnisse und Hinterhalte.
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Davard von Hohenfelde
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Dunwins Ende -- 12.03.202 n.d.A

#1

Beitragvon Davard von Hohenfelde » Do 19. Okt 2017, 20:26

Dunwins Ende -- 12.03.202 n.d.A


Dave ging vor, wÀhrend ihm Dunwin folgte.

"Wir sind fast da, das sind Alastairs GemÀcher. Was immer Du hier möchtest Davard, Du gehst vor... ich folge Dir...", sagte Dunwin misstrauisch.

"Eure Sorge ist unbegrĂŒndet. Ich gehe alleine, Ihr bleibt hier... Vater...", antwortete Dave freundlich.
"Was? Wieso?", fragte Dunwin verdutzt.

Dave drehte sich blitzartig um und rammte seinem Vater seinen Dolch in den Schulter. Er zog die Waffe sofort wieder mit einem brutalen Ruck heraus.

"Weil Du tot bist "Papa"...", zischte Dave und schlitzte erneut nach seinem Vater.

Dunwin zuckte gerade noch rechtzeitig zurĂŒck. In der Sekunde, die Dunwin brauchte um sich schĂŒtzend wegzudrehen und einen Ausfallschritt zu machen, wurde er noch dreimal in den RĂŒcken gestochen, aber seine Panzerung fing einen Teil der Stiche ab.

Allerdings breitete sich von der ersten Schulterwunde ein starkes TaubheitsgefĂŒhl aus, nicht wirklich KĂ€lte, aber grau und dicht wie Nebel fĂŒhlte sich die Vergiftung an.

„Du weißt nicht mit wem Du Dich angelegt hast
“, zischte Dunwin.
„Dito..“, antwortete Dave knapp.

Dave glitt hin und her, auf den Fußballen balancierend, und ließ sich von seinem Instinkt leiten, um eine Möglichkeit fĂŒr einen nĂ€chsten Angriff zu finden.

Die Zeit verlangsamte sich, wie sie es oft tat, wenn nur das Handeln wichtig wurde, und wurde dabei von Dunwins Instinkt unterstĂŒtzt. Er wollte schon mit bloßen FĂ€usten den ersten Schlag setzen, aber da sein Angreifer genauso wie ein Schlange hin und her zuckte, nahm Dunwin sich die Zeit eine Stilett artige, kurze Klinge zu ziehen. Er taxierte seinen Sohn und lauerte ebenso auf eine Schwachstelle und eine LĂŒcke in dessen Deckung.

Warme FlĂŒssigkeit lief seine Schulter und seinen RĂŒcken herunter, und er musste das Messer in die rechte Hand nehmen, weil sein linker Arm langsam taub wurde.

Dave gab nur einen verÀchtlichen Schnaub-Laut von sich.

Dunwin schlug eine Finte, aber sein Sohn wich zurĂŒck und wartete einfach darauf, dass sein Gift Wirkung zeigte. Dunwin nahm sich einen Moment, um sich zu beruhigen und so den Giftfluss in seiner Blutbahn zu verlangsamen und sich Zeit zu verschaffen. Er versuchte zu erschmecken mit welcher Form von Gift sein Sohn ihn attackiert hatte, vermutlich Schlangengift.

Von Daves Dolch in seiner linken Hand tropfte Blut, Dunwins Blut. Der Nebel breitete sich langsamer in Dunwins Körper aus, wÀhrend sein Körper langsam aber sicher den Gehorsam verweigerte. Dunwin blieb auf den Beinen und hatte einen klaren Blick auf seinen Sohn - seinen Gegner.

Er verzog den Mund zu einem hÀmischen Grinsen, das eher einem ZÀhnefletschen gleichkam.

"Was Du so drauf hast, sobald Du musst Davard...", zischte Dunwin.

Überzeugt davon, dass sein Angriff Dunwin gelĂ€hmt hatte, duckte sich Dave und griff seinen Vater erneut an. Dunwin bewegte seinen Oberkörper zur Seite, Davards Klinge, die Hand und der Arm seines Sohnes zischten an Dunwin Millimeter breit vorbei.

Im gleichen Augenblick grabschte Dunwin zu und wie eine Schraubzwinge schloss sich seine Hand um den Arm von Dave.

Der ĂŒberraschte Dave krachte gegen seinen Vater, seine Schulter gegen dessen Brust und plötzlich standen sie sich Auge in Auge gegenĂŒber.

Dunwin starrte seinen Sohn noch eine Sekunde an, dann stieß er mit einer schnellen Bewegung seinen Kopf vor, so dass seine Stirn hart gegen den SchĂ€del von Dave krachte. Mit der freien Hand brachte Dunwin das Messer nach vorne und presste die Spitze in das weiche Fleisch knapp unterhalb eines Auges von Dave.

"Gut, aber nicht gut genug... Davard... ", zischte Dunwin und starrte seinem Sohn in die Augen.

Dave starrte zurĂŒck. Der seltsame Blick nahm Dunwin gefangen. Tief in den dunklen AbgrĂŒnden wo eine Pupille sein mĂŒsste, war nichts als ein merkwĂŒrdiger Nebel. Dunkel, langsam und wunderschön.

FĂŒr einen Augenblick verlor Dunwin das GefĂŒhl dafĂŒr wo er sich befand. Dave schlug mit der freien Hand nach Dunwins Kopf und seine Faust traf den SchĂ€del seines Vaters wie ein Vorschlaghammer. Nur durch sein Jahrzehnte langes Training, löste sich Dunwins Griff nicht, als sein Kopf zur Seite ruckte und ein scharfer Schmerz durch seinen SchĂ€del schoss.

"Das kann ich auch wie Du weißt... ich prĂŒgele Dir auch in dem Alter Respekt ein Davard....", knurrte Dunwin und fing an, Dave mit SchlĂ€gen zu bombardieren.

Dave riss den Kopf schĂŒtzend nach hinten und trat wirkungslos gegen die gepanzerten Beine von Dunwin. Dun fĂŒhlte sich als wĂŒrde er durch Schlamm waten, aber sein Griff war so stark, dass sich Dave trotz aller Zappelei nicht befreien konnte.

Dave wich dem nĂ€chsten Schlag mit einer Halbdrehung aus und trieb seinen Dolch in den Hals von Dunwin. Es war mehr ein GlĂŒckstreffer, denn ein geplanter Hieb. Dave erwischte Dunwin schrĂ€g unter dem Kiefer, und riss die Waffe dann zur Seite weg, um grĂ¶ĂŸtmöglichen Schaden anzurichten.

Eine Wolke schwarzen Blutes, schoss dem Magier entgegen.

Dave trat mit aller Wucht zu und riss sich zeitgleich los. Dunwin prallte einige Meter weiter entfernt auf den Boden. Er keuchte, röchelte und spuckte Blut wÀhrend er sich beide HÀnde auf den aufgeschlitzten Hals presste.

Mit jedem Atemzug traten blutige Blasen aus seiner Kehle. Kaum dass er auf dem Boden aufschlug, war Dave ĂŒber ihm. Dunwin spĂŒrte im gleichen Moment wie sich Daves Dolch erneut in seinen Körper bohrte...

...in seine Schulter, in seinen Bauch, in seine Brust... unzÀhlige Male stach Dave wie besessen auf seinen Vater ein. Solange, bis Ansgar ihn von dem zerschundenen Leichnam ihres Vaters wegzerrte.

"Er ist tot Davy, er wird Dir nie wieder etwas antun. Du bist frei", flĂŒsterte Ansgar und drĂŒckte seinen kleinen Bruder schĂŒtzend an sich.
"Wir sind frei Ansgar, wir sind endlich frei...", flĂŒsterte Dave zurĂŒck.
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