Das verborgene Tal


Famlie von Hohenfelde
Diese alte Adelsfamilie hat zahlreiche Geistmagier und Nekromanten hervorgebracht. Das Familienleben ist gepr√§gt von Intrigen. Morde, auch innerhalb der eigenen Reihen, und arrangierte Ehen zur Erweiterung der Macht sind an der Tagesordnung. Als Familienmitglied ben√∂tigt man starke Nerven und gleicherma√üen ein H√§ndchen f√ľr B√ľndnisse und Hinterhalte.
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Brandur von Hohenfelde
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Re: Das verborgene Tal

#91

Beitragvon Brandur von Hohenfelde » Di 23. Jan 2018, 08:23

"Dass Archibald von jetzt auf gleich gel√§utert wurde, kann ich mir nur schwerlich vorstellen. Vielleicht glaubt er es tats√§chlich, ich jedoch tue das nicht. Menschen √§ndern sich nicht, Linhard. Unsere Familie ist der beste Beweis. Sie alle sind, was sie sind und erst der Tod bringt ihnen Frieden. Darum bin ich auch der Meinung, dass sowohl Ansgar als auch ich gehen m√ľssen, damit die Zukunft der von Hohenfeldes eine andere sein kann, als die Vergangenheit. Nein, Menschen √§ndern sich nicht, so lange sie leben. Kleine √Ąnderungen, ja, aber nicht ihr grundlegendes Sein. Und erst Recht nicht in diesem Alter."

Brandur stutzte kurz ob seiner eigenen Worte. So lange sie leben. Einen Moment zweifelte er an Kasimirs Loyalit√§t. Kasimir hatte ein Gel√ľbde abgelegt. Und er bekam so viel Instantblut, wie er wollte und langte reichlich zu in den letzten Tagen. Nein, Kasimir war sich selbst sogar als Vampir treu geblieben. Er w√ľrde nicht ... oder doch?
Linhard riss ihn aus seinen Gedanken.

"Deine Vorstellungen, wie das Kind gro√ügezogen zu werden hat, gefallen mir. Niemand braucht den Namen von Dornburg in den Familiendokumenten. Was Archibald davon hat? Nun, die Sicherung seiner Linie. Er hat offenbar nur diese eine Tochter, mit der er vielleicht nicht zufrieden ist oder er w√ľnscht sich einen Sohn. Vielleicht findet seine Tochter keinen Mann, der ihr ein Kind zeugt oder niemanden, den sie als w√ľrdig erachtet. Ich kenne sie nicht, das wird sich kl√§ren, sobald wir sie sehen und mit ihr gesprochen haben."

Linhards Worte bez√ľglich Brandurs nur bedingt vorhandenen Gef√ľhlen f√ľr seine Frau erwiderte er mit einem Nicken und steckte seinem Sohn beil√§ufig einen weiteren Keks zu. Er musste ihn die ganze Zeit ansehen, jetzt mit der neuen Frisur gefiel er ihm noch mehr als vorher. Er hatte nicht nur einen Sohn, er war obendrein wohlerzogen, das musste man Ansgar lassen, ausgesprochen f√§hig und obendrein gutaussehend. Das konnte nicht jeder in der Familie behaupten.

"Ich habe mir noch keine Gedanken gemacht, wo wir die Frau f√ľr dich auftreiben. Ich war ja lange fort. Ich wei√ü nicht, inwieweit sich die Zeiten und Sitten hier ge√§ndert haben, was so etwas anbelangt und welche Familien gerade welche Position im Gef√ľge einnehmen. Man m√ľsste sich informieren. Aber das muss bis nach der Machtsicherung warten. Vorher steht ein Gespr√§ch mit den noch lebenden Hohenfeldes in Shohiro an, sprich, Davard und jene, die bei ihm weilen. Auch m√∂chte ich, dass Alastair endlich in seine Gruft kommt und Dunwin bat mich um seinen eigenen K√∂rper. Wir haben viel zu erledigen. Es spricht jedoch nichts dagegen, dass du dich selbst schlau machst und umhorchst - aber nicht, indem du gewisse Etablissements aufsuchst! Ich werde deine Puppe so schnell wie m√∂glich fertigstellen; √ľberleg dir derweile einen Namen. Oh und vergiss nicht die Zeichnungen, sonst gef√§llt sie dir am Ende nicht. Nach der Hochzeit wirst du die Puppe wom√∂glich irgendwo verstecken m√ľssen; Ehefrauen m√∂gen diese oftmals nicht."

Er r√§usperte sich. Mit Magdalena hatte es einen m√∂rderischen Streit gegeben, als Brandur an einem Prototypen gebastelt hatte, der letztendlich dazu gef√ľhrt hatte, dass er das Projekt z√§hneknirschend einstellte und das halbfertige Fabrikat vor ihren Augen beseitigte. Anschlie√üend war sie zufrieden, aber Brandur hatte fast ein Jahr lang mit ihr geschmollt (sehr zur Freude seiner Geliebten) und sich erst zum n√§chsten Hochzeitstag wieder mit ihr vers√∂hnt.

"Ich werde ein Schreiben an Davard aufsetzen und eine Unterredung fordern. Ich will, dass er und seine Spie√ügesellen mir und damit dir Loyalit√§t schw√∂ren. Wom√∂glich sind Verhandlungen vonn√∂ten. Meine Uhr tickt unaufh√∂rlich. Ich m√∂chte alles f√ľr dich vorbereitet wissen, wenn sie damit aufh√∂rt. Du kannst in der Zwischenzeit schauen, dass die Neuank√∂mmlinge mit den Knochen gut umgehen. Sie sollten k√ľhl lagern, damit sie wegen des pl√∂tzlichen Temperaturwechsels nicht spr√∂de werden. Nat√ľrlich kannst du dich auch anders besch√§ftigen. Wolframs Haus ist gro√ü. Keks."

Damit stapfte Brandur von dannen, um den Brief zu verfassen.
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Re: Das verborgene Tal

#92

Beitragvon Archibald von Dornburg » Di 23. Jan 2018, 12:50

Jesper gesellte sich zu Archibald nachdem dieser sich wieder in die Vorratsh√∂hle verdr√ľckt hatte und wuschelte ihm kurz durch die Haare, ehe er sich neben ihn hockte.

"Na Du", grinste er gut gelaunt.
"Na Du zur√ľck. So gut gelaunt? Was ist los?", hakte Arch nach und knuffte Jesper.

"Nichts. Was hast Du mit Brandur besprochen, als Ihr allein wart?", fragte Jesper.
"Kein Grund zur Eifersucht. Also ich bat ihn darum, dass Linhard und Derya ein gemeinsames Kind zeugen. Meine Begr√ľndung war, dass seine Linie fast ausgestorben ist ebenso meine, bis auf meine Kinder. Gut ich erw√§hnte nur meine Tochter. Jedenfalls erl√§uterte ich ihm, dass er an die n√§chste Generation denken soll. Wer folgt nach Lin? Die Person sollte sich auf dem Familenthron halten k√∂nnen. Und was w√§re da besser als die Anlagen von Lin und meine eingebracht durch Derya zu kombinieren? Geantwortet hat er nicht. Ich ben√∂tige einen neuen Plan", antwortete Archibald.

"Der Gedanke ist doch gut. Aber erstens sollte Deine Tochter zustimmen und zweitens, worum geht es Dir? Deine Linie? Arch komm, Du hasst Deine Blutlinie, Derya trägt nicht Deinen Namen, er auch nicht oder?", fragte Jesper.

"Nein. Da schulde ich Dir noch eine Antwort. Er entstand nicht durch Untreue, falls Du das je dachtest. Er ist das Kind eines Sammelobjektes....

Zur√ľck zu Deryas Kind. Es ging mir um Dunwin, die Erf√ľllung meines Schwures. Linhard ist der Enkel von Dunwin. Dun ist sein Opa. Ansgar ist Dunwins Sohn, Linhard erbte die Anlagen von Dun. Ein St√ľck von Dunwin samt einem Gro√üteil seiner F√§higkeiten lebt in Linhard weiter.

Wenn sie mit Linhard fertig sind, dann wird nichts mehr von Dunwin in ihm verbleiben.
Sie werden ihn zu einer zahn- und krallenlosen Kreatur umformen.
Er wird unter ihrer Hand niemals sein volles Potential erreichen.
Sie werden ihn seelisch verst√ľmmeln und ich wei√ü nicht, ob ich ihn davor bewahren kann.

Vielleicht, ich hoffe es, aber ich glaube es nicht. Also dachte ich mir, rette eine Generation darauf. Rette Dunwins Urenkel, rette sein Blut, denn dadurch rette ich ihn. Wenn ihm meine F√§higkeiten am Tag seines Todes nichts n√ľtzten und wenn meine F√§higkeiten nicht ausreichen Linhard zu beh√ľten, nun dann versuche ich den N√§chsten zu retten.

Nicht mehr persönlich, ich lege nur den Grundstein. Meine Hilfe schlummert dann bei der Person selbst im Blut. Was sie dann daraus macht, obliegt ihr selbst. Sie muss allein um ihr Überleben kämpfen, mindestens 20 Jahre. Aber ich hätte sie mit allem ausgestattet, dass sie die bestmögliche Ausgangsposition hat. Danach kann ich ihr persönlich beistehen, als ihr Opa... vorher nicht.

Vorher kann ich ihr nur durch Planung und Taktik helfen. Sie wird in einem Haifischbecken leben. Aber so klein sie dann auch ist, dass ist keine Makrele, sondern ein Piranha. Und die mein lieber Jesper, können durchaus zubeissen und sich verteidigen. In der Gruppe sind sie eine tödliche Bedrohung. Hoffen wir also, dass es dazu kommt und Dunwins Erbe, wie auch Linhards weitergegeben wird, auch wenn beide selbst verloren sind. Der Weg ist erneut das Ziel, wie so oft in all den Jahrzehnten. Es ging mir nie um mich, es ging mir nur um die beiden",
erklärte Archibald freundlich.

Jesper musterte Archibald, sch√ľttelte den Kopf und k√ľsste Arch.

"Bei Dir weiss man nie, wo man dran ist Dornburg. Das ist ein richtig liebevoller Gedanke", sagte Jesper leise.
"Na √ľbertreibe mal nicht", schmunzelte Arch und lehnte sich an Jesper an.

"Was macht die Diät?", lachte Jesper.
"Die neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu, wenn ich nicht bald was esse. Nun ich werde mir etwas "Suppe" besorgen. Ich wei√ü wo ich mir ohne Probleme "Suppe" organisieren kann. Morgen oder √ľbermorgen mache ich mich auf den Weg. Hol die anderen her, dann k√∂nnen wir ein paar Hirnf√ľrze teilen und haben was zu lachen", bat Arch.
"Mache ich", stimmte Jesper zu.

Van Verling ging kurz nach draußen und holte die anderen beiden ihrer Truppe nach, bevor er sich mit Holzi und Damir wieder zu Arch gesellte.
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Re: Das verborgene Tal

#93

Beitragvon Linhard von Hohenfelde » Di 23. Jan 2018, 19:28

Linhard zuckte hilflos mit den Schultern.

"Ob sich Menschen √§ndern k√∂nnen oder nicht, kann man glaube ich generell gar nicht sagen. Ich beziehe dass nicht auf Archibald, sondern ich spreche allgemein Paps. Also generell gesehen, glaube ich schon fest daran, dass sich ein Mensch √§ndern kann, wenn er dies selbst aus tiefstem Herzen w√ľnscht.

Unsere Familie ist da wirklich ein gutes Beispiel, allerdings auch ein sehr Negatives. Ich selbst habe mir immer gew√ľnscht mein Leben √§ndern zu k√∂nnen. Zu einem selbst, geh√∂rt ja nicht nur eine √Ąnderung der Einstellung, sondern auch manchmal der Lebensumst√§nde Paps. Aber um diese √§ndern zu k√∂nnen, ben√∂tigst Du dazu erst mal eine Chance.

Ich hatte keine. Wie hätte ich mein Leben ändern sollen, wäre nicht geschehen, was auf Daves Hochzeit passiert ist?

Heute noch w√ľrde ich den Gro√üteil meines Tages mit trainieren oder allein in meinem Zimmer verbringen. Und ich w√ľrde trotz allem hoffen, dass sich eines Tages mein Leben √§ndern wird. Aber w√§re von au√üen durch Dich keine Zwangs√§nderung erfolgt, s√§√üe ich noch heute da - die Hoffnung stirbt bekanntlich zu letzt.

Vielleicht verwechselt man auch manche Hoffnungen die man insgeheim im Herzen tr√§gt, mit Illusion. Ich habe es jedenfalls getan. Ich habe mir Jahr f√ľr Jahr gew√ľnscht, dass mich Ansgar genauso sehen und m√∂gen w√ľrde wie Anwolf. Irgendwann w√ľrde er doch erkennen m√ľssen, das meine F√§higkeiten weder besser noch schlechter sind als die von Wolfi, sondern eben nur anders.

Das hat er nie erkannt, weil er es gar nicht sehen wollte. Es hat ihn nicht interessiert, ich habe ihn nicht interessiert. Ich glaube Ansgar sogar, dass er mich geliebt hat. Aber mit Abstand zu der ganzen Sache kann ich Dir auch sagen, dass er mich vermutlich gar nicht kennt. Er empfand einst Zuneigung zu einem Linhard, den es gar nicht gibt.

In Ansgars Weltbild bin ich ein Purie, eine nicht magiebegabte Person, folglich kann ich nicht empfinden was Magier empfinden. Mir fehlt ein Sinn, den welchen Ihr f√ľr Magie benutzt. Oder kurzum auf den Punkt gebracht, er hielt mich f√ľr geistig behindert, f√ľr einen zur√ľckgebliebenen Idioten, der aber clever genug war ein Schwert zu schwingen.

Aber daf√ľr ben√∂tigt man auch schlie√ülich keine Magie, folglich kann es jeder erlernen, gleichg√ľltig ob er mit Magie geboren wurde oder nicht.

Drum galt seine ganze Aufmerksamkeit und väterliche Liebe seinem wahren Sohn Anwolf. Er durfte alles, er bekam alles, er war sein Ein und Alles.

Scheinbar hat Ansgar aber nur eines in seiner Weltsicht √ľbersehen, es war ein nichtmagischer Bastard, ein "geistig zur√ľckgebliebener Idiot" der schwertschwingend daf√ľr gesorgt hat, dass seine Kindheit der Abgrund war. So leid mir das f√ľr Ansgar und Dave pers√∂nlich tut Paps. Und es war doch allem Anschein nach ein Magier, jemand wie er, jemand der denkt, f√ľhlt, begreift und versteht der all dies zulie√ü. Der keinen Finger f√ľr ihn oder Dave r√ľhrte, im Gegenteil er qu√§lte sie genauso wie Dich, Dunwin und Kunwolf.

Also wo liegt da die Wahrheit?
Ist ein Purie weniger wert oder d√ľmmer?
Ist ein Magier mehr wert oder kl√ľger?

Solche Sichtweisen sind beschr√§nkt und nicht Personen die ohne Gabe geboren werden und keiner der mit Gabe geboren wird, ist dadurch erh√∂ht. Er hat sie einfach, er musste doch nichts daf√ľr leisten.

Woran kann man dann eine Person bewerten? Doch nur nach der Person selbst. Nach ihrer Seele, danach was sie sagt, wie sie handelt, ob und wie sie zu ihrem Wort steht. Und ja, vielleicht kann man auch schon eine Person daran bewerten, ob sie bereit ist, ihr Leben zu ändern. Ob sie gewillt ist, einen anderen Weg einzuschlagen. Ob sie jemals dazu tatsächlich die Möglichkeit erhält, steht auf einem ganz anderen Blatt - wie Du an mir siehst.

Deshalb, Du selbst hast auch Dein Leben um 180 Grad √§ndern m√ľssen, weil Dunwin Dich dazu zwang. Und nun hast Du es erneut ge√§ndert, f√ľr mich und meines gleich mit. Es ist also m√∂glich und wenn wir beide es schaffen, f√ľr einander und miteinander, warum sollen wir es dann nicht f√ľr und mit unserer Familie schaffen Paps?

Das Menschen sich nicht √§ndern, kann ich deshalb nicht hinnehmen. Dann w√§re alles vorher bestimmt und das akzeptiere ich nicht. Wof√ľr das alles? Wof√ľr k√§mpfen wir denn dann √ľberhaupt? Du denkst genauso, ich wei√ü es, ich sp√ľre es. Du bist nur deprimiert, weil es vielleicht etwas anders lief als Du es Dir gew√ľnscht oder geplant hast. Aber hey, so ist das Leben Paps und solange wir beide nur zusammen sind, bekommen wir auch die Kuh √ľber den Zaun gewuppt. Wir sind doch nicht soweit gekommen, dass sich Ansgar am Ende √ľber uns kaputt lacht oder?

Niemand wird mehr gehen. Weder der Ansgar noch Du. Warum weißt Du. Ansgar, damit Wolfi einknickt und uns folgt.

Und Dir verbiete ich es ein f√ľr alle Male st√§ndig davon zu reden, dass Du bald stirbst. Und das Sterben verbiete ich Dir gleich mit. Wof√ľr bist Du Nekromant sage mal? Du hast doch sogar Opa Dunwin wieder an unsere Seite gezerrt und schau Dir selbst ihn an. Was sage ich, Euch beide! Vorher w√§re das doch wohl undenkbar gewesen, wie Ihr zwei nun miteinander umgeht. Aber es ist m√∂glich, alles ist m√∂glich, wenn man nur wirklich will. Das zu uns Paps. Keks.

Nun bevor wir Archibald zusagen, könnten wir ihn fragen, was er sich erhofft, nachdem wir ihm unsere Bedingungen diktiert haben. Das ist mein Vorschlag, er soll gleich wissen woran er ist. Die Ansagen machen wir, nicht er. Und sollte er tatsächlich sein widerwärtige Art an den Nagel gehangen haben ist mir das nur Recht. Trotzdem bleibt es bei den Sicherheitsmaßnahmen.

Eine Frage die nicht böse gemeint ist, bitte verstehe mich da nicht falsch.
Du warst doch mit Massimos Schwester verheiratet richtig? Wie steht es mit seinen Verwandtschaftsverhältnissen? Hat er eine Tochter, eine Cousine, eine was auch immer in meinem Alter? Das wäre doch was Schönes, eine erneute Verbindung unserer Familien in Harmonie. Was sagst Du dazu Papa?",
fragte Lin.

"Ja lass uns die Sache mit Dave und den anderen bereinigen, lass es uns im Guten aus der Welt schaffen. Bis sp√§ter Paps", sagte Lin und machte es sich gem√ľtlich.
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Re: Das verborgene Tal

#94

Beitragvon Davard von Hohenfelde » Do 1. Feb 2018, 12:15

Familien-Friedensverhandlungen der von Hohenfeldes -- Chat - RPG

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Re: Das verborgene Tal

#95

Beitragvon Varod » So 11. Feb 2018, 01:42

Eine kleine Fledermaus prallte gegen die T√ľr der Vorratskammer. Sie schlug durch den Schwung auf den Boden auf, berappelte sich aber sofort wieder. Varod nahm menschliche Gestalt an, √∂ffnete die T√ľr und schaute sich argw√∂hnisch um. Hier musste irgendwo sein Sohn sein. Mitten in der Bewegung hielt er inne.

Kasimir hockte weinend auf dem Boden, man sah dass er eine gro√üe Verletzung am Kopf hatte. Die Wunde sah allerdings versorgt aus. In der N√§he sa√ü ein H√ľne von einem Mann, an seine Seite lehnte ein weiterer Kerl dessen Mund blutverschmiert war. Dies konnte nur eines bedeuten, es handelte sich ebenfalls nur einen Vampir.

Varod war erleichtert, dass sein Sohn nicht völlig allein gewesen war, als er sich mit der Verletzung herumplagen musste.

"Kasimir! Hier bin ich, komm her! Kleiner, ich bin so schnell hergeflogen wie ich konnte! Wolf-Rahm so hie√ü der Magier glaube ich, hatte einen unserer Nekromanten gerufen. Crize so hei√üt dieser Bruder von mir hat mich dann gewarnt, dass Du in gro√üer Gefahr schweben w√ľrdest. Ich sollte mich sofort auf den Weg zu Dir machen. Du w√§rst in t√∂dlicher Gefahr.

Ich habe sogar Klecks meine Hy√§ne zur√ľckgelassen um sofort aufzubrechen. Ich bin geflogen, wie ich noch nie geflogen bin und dies alles nach der Wegbeschreibung eines verwirrten Magiers mit einem sehr schr√§gen Namen. Gleichg√ľltig Kasi, nun bin ich hier und so schnell lasse ich Dich nicht wieder allein. Wie konntest Du nur verloren gehen?

Ich hatte Dir noch soviel beizubringen. Aber Vergangenheit ist Vergangenheit w√ľrde Izirdeen sagen. Nun bin ich hier um Dir beizustehen, Dich anzuleiten und nat√ľrlich um Dich zu besch√ľtzen. Wie ich sehe geht es Dir besser und an Deiner Seite wandelt ein Bruder. Wer ist dieser Vampir?",
fragte Varod neugierig.

Er hockte sich neben Kasimir und legte ihm, wie f√ľr Rakshaner v√∂llig √ľblich, einen Arm um die Schulter um ihn zu tr√∂sten.
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Re: Das verborgene Tal

#96

Beitragvon Erz√§hler » So 11. Feb 2018, 08:06

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Re: Das verborgene Tal

#97

Beitragvon Ansgar von Hohenfelde » So 11. Feb 2018, 19:04

Ein Eilbote erschien vor dem Tal und teilte mit, dass er wichtige Kunde f√ľr Brandur Amand von Hohenfelde habe. Diese m√ľsse er ihm pers√∂nlich aush√§ndigen. Wolfram sah keine Veranlassung daran zu zweifeln, denn der Bote erledigte auch nur seinen Beruf. Er f√ľhrte den jungen Mann zur Brandur.

"Seid gegr√ľ√üt edler Herr. Ich habe eine Eilbotschaft f√ľr Euch h√∂chstpers√∂nlich Freiherr Brandur Amand von Hohenfelde", sagte der Mann respektvoll und √ľberreichte Brandur die zusammengerollte, wie auch versiegelte Botschaft, um sich dann schleunigst wieder auf den Weg zu machen.

Als Brandur die Botschaft öffnete, las er folgendes:

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Re: Das verborgene Tal

#98

Beitragvon Brandur von Hohenfelde » Di 13. Feb 2018, 21:32

Brandur wurde misstrauisch, als der Bote so schnell wieder verschwand. An Ort und Stelle √∂ffnete er den Brief. Am liebsten h√§tte Brandur den Wisch zerkn√ľllt. Sein Gesicht nahm einen Ausdruck an, als sei es aus Granit gehauen. Seine H√§nde wurden hart wie Klauen. Der Bote war nat√ľrlich schon in zu weiter Distanz, um ihn eigenh√§ndig zur√ľckzuholen. Doch wozu hatte er Dunwins Stab? Archibald und Jesper waren nicht zugegen, doch Damir, Undorich und Chirag waren hier und noch im allerbesten Zustand um ihren Job zu erledigen.

"Ich wurde um meine Rache betrogen! Wer von Ihnen ist hier der nächste Ansprechpartner, wenn der Kinderfresser nicht anwesend ist?", schnauzte Brandur. "Antwortet rasch!"

"Jes", erwiderte Damir mit einem unverholen misstrauischen Blick.
Brandur war das egal. "Jesper ist daf√ľr ungeeignet und ist auch nicht hier, Sie Blindfisch! Wer kommt danach!"
"Unser Trauerklößchen."
Brandur w√ľrde dem Rakshaner am liebsten mit dem Spazierstock auf die Kniescheibe hauen. "H√∂r auf mich zum Narren zu halten und dr√ľck dich deutlicher aus!" Er war gerade nicht in geduldiger Stimmung.
Damir versuchte es noch einmal. "Unser T-R-A-U-E-R-K-L-√Ė-√ü-C-H-E-N!"
Brandur ging fast der Hut hoch. "Sie Einfaltspinsel! Ich w√ľnsche den Klarnamen des n√§chsten Mannes in der Kommandofolge nach Herrn van Verling zu erfahren!"
Damir kratzte sich am Kinn. "Na, der Chiri ist das. Aber heißt du jetzt eigentlich de Dupont oder nur Dupon, Chirag?"
"Chevalier de Dupont", stellte Chirag unmissverständlich klar.

"Ah, ein Almane und noch dazu von edlem Blute! Endlich mal jemand, mit dem man vern√ľnftig reden kann. Chevalier de Dupont, ich lege die Verantwortung in Ihre H√§nde! Sorgen Sie daf√ľr, dass Sie drei diesen Boten zur√ľckholt. Lebendig! In welchem Zustand, ist mir egal, nur lebend soll er sein. Er wird f√ľr diese dunkle Botschaft seiner gerechten Strafe zugef√ľhrt. Sie d√ľrfen verschwinden.

LINHARD, wo bist du! Komm sofort hierher!"
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Re: Das verborgene Tal

#99

Beitragvon Undorich Holzapfel » Di 13. Feb 2018, 21:50

Undorich Holzapfel, f√ľr alle nur Holzi genannt die ihn als Freund bezeichnen durften, stellte sich sch√ľtzend vor Damir. Was erdreistete sich dieser Opa seinen Freund als Einfaltspinsel darzustellen? Wer Chirag kannte, der wusste dass Trauerklo√ü geschmeichelt war. Selbst Unwetterwolken wirkten geradezu wie ein fr√∂hliches Naturschauspiel gegen Chirags Miene. Wohlgemerkt an einem seiner guten Tage.

"Bekomm Dich was ein, wenn Du mit Damir sprichst. Du vergisst wohl vor wem Du stehst!
Das ist immer noch Herr Damir el Akir f√ľr Dich. Du legst ja soviel wert auf Benehmen, da w√§re ich mit Beleidigungen vorsichtig. So helle bist Du auch nicht. Was l√§sst Du den Boten erst wegflitzen, wenn Du den noch ben√∂tigst? Damir w√§re das nicht passiert.

Du willst was von uns, nicht umgekehrt. Und Chirag ist ein Trauerkloß. Was sage ich, der ist ein ganzes Pfund Trauerklöße, eine wohlportionierte Hauptmahlzeit. Und Jesper ist so alt wie Du. Du stellst den Burschen ja so hin als wäre er schon ein Tattergreis. Und Archibald der Kinder- und Menschenfresser ist doch hier irgendwo. Frag Damir, wir haben vorhin noch mit ihm gesprochen. So blöde sind wir nicht",
ereiferte sich Holzi.

Der ehemalige Metzger konnte es nicht ausstehen, wenn sich einer √ľber seinen besten Kumpel erhob. Er stellte sich mit Damir Schulter an Schulter, verschr√§nkte die Arme vor der gewaltigen Brust und musterte Brandur so finster er konnte. Und Holzi konnte sehr finster gucken.
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Linhard von Hohenfelde
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Re: Das verborgene Tal

#100

Beitragvon Linhard von Hohenfelde » Di 13. Feb 2018, 22:05

Linhard eilte sofort an Brandurs Seite, als dieser nach ihm rief. Zudem entstand ein Gepl√§nkel, wer nun den verfluchten Boten zur√ľckholen sollte.

"Das ist doch wohl momentan schei√üegal wer hier wie alt ist oder wer welchen Spitznamen tr√§gt! Der Bote soll zur√ľckgeholt werden aber z√ľgig. Muss die Order erst von Dunwin kommen? Ist nicht so, als k√∂nnte ich Euch keine Beine machen. Denn auch wenn es optisch vermutlich nicht sooo auff√§llt, ich bin doch das eine oder andere Jahr j√ľnger als Ihr. Also was nun? Holt Ihr den Boten zur√ľck oder m√∂chtet Ihr auf Hohenfelde-Art entlassen werden? Dann freut sich Euer Freund, der Menschenfresser. Wie sagtest Du? Eine wohlportionierte Hauptmahlzeit, wobei Ihr geht sicher als Festmahl durch. Mit oder ohne Apfel im Maul, kann ich es Euch stopfen. Mir ist es gleich.

Zur Erinnerung Ihr seid DUNWINS-Stab, nicht Damirs-Stab oder Archibalds Stab. Und wer Dunwin beschworen hat, steht wohl außer Frage! War dass das Spatzenhirn oder mein Vater?!?",
knurrte Linhard.

Linhard starrte zur√ľck und gesellte sich dann neben Brandur.

"Was möchtest Du mir sagen Paps?", fragte er freundlich und bezog mit Brandur Schulterschluss.
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