Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Der Vampir und die Bestie

Famlie von Hohenfelde
Diese alte Adelsfamilie hat zahlreiche Geistmagier und Nekromanten hervorgebracht. Das Familienleben ist geprägt von Intrigen. Morde, auch innerhalb der eigenen Reihen, und arrangierte Ehen zur Erweiterung der Macht sind an der Tagesordnung. Als Familienmitglied benötigt man starke Nerven und gleichermaßen ein Händchen für Bündnisse und Hinterhalte. Unter der Führung des neuen Oberhauptes Linhard verließ die Familie Naridien und versucht nun in Souvagne ein neues Leben zu beginnen, fernab des dunklen Pfades.
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Archibald von Dornburg

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Re: Der Vampir und die Bestie

#21

Beitrag von Archibald von Dornburg » Di 26. Dez 2017, 14:29

Jesper knuffte Arch und hielt ihm Schokolade hin.

”Nimm", sagte er gut gelaunt.
"Nein Danke, ich glaube daher hatte ich oft Migräne. Ist ein Auslöser, ich verzichte mal eine Zeit lang drauf", antwortete Archibald.

"Von mir aus, ein Versuch kann nicht schaden. Du siehst ein bisschen besser aus. Wie geht es Dir? Hunger gehabt in letzter Zeit?", hakte Jesper nach und ass selbst die Schokolade.
"Geht mir auch wieder besser. Nein ich habe keinen Hunger gehabt, sondern Migräne. Hunger... manchmal muss ich dann an Derya denken. Komisch", erklärte Arch leise.

"Inwieweit denkst Du an sie?", fragte Jesper freundlich.
"Dass ich mir jedes Objekt gegriffen hätte, nur nicht sie. Im Rausch erkenne ich niemanden, aber ich erkenne Zeichen. Darum befahl ich damals Merna der Kleinen so früh wie möglich die Tätowierung stechen zu lassen.

Sie bekam sie mit 3 Jahren. Für den extremen Wenn-Fall das ich meine eigene Tochter greifen würde. Ich hätte sie im Rausch nicht erkannt Jesper. Ich hätte sie gefressen. Aber ich hätte im Rausch das Zeichen erkannt, ich hätte vielleicht keinen Zusammenhang herstellen können, wer sie ist, aber ich hätte sie niemals verletzt.

Denn sie trägt ein Zeichen der Ältesten. Ich wollte nicht irgendwann aus einem Rausch aufwachen und die Reste von Derya in Händen halten. Das hätte ich nicht ertragen. Also musste ich sie als unantastbar brandmarken und zwar so, dass ich es im Rausch noch begreife. Das ist die einzige Möglichkeit die ich hatte.

Als Vater sorgt man sich eben immer, auch wenn meine Art der Sorge wohl sehr speziell ist. Anders konnte ich ihr meine Fürsorge nicht gefahrlos zu teil werden lassen",
sagte Arch.

Jesper musterte Arch.

"Arch, andere möchten ihre Kinder auch nicht halb zerfressen im Arm halten. Wenn Du das begreifst, dann lass Dir endlich helfen! Ich verstehe Dich nicht", stöhnte Jesper.
"Tun die wenigsten Jesper und ist nicht weiter schlimm", gab Arch zurück.

"Doch es ist schlimm! Mein Problem mit Dir ist, ich weiß was Du für ein hochanständiger und lieber Kerl Du sein kannst. Ich weiß wie hilfsbereit Du sein kannst und man kann sich keinen besseren Kumpel als Dich wünschen. Du bist absolut loyal, Du sagst einem auch unbequeme Wahrheiten und Du lässt einen nie hängen.

Ich mag Dich sehr Arch, Deine Freundschaft bedeutet mir viel. Aber Du hast auch eine andere Seite, die unbeschreiblich grausam ist. Mörderisch grausam und sadistisch. Kampf ist das eine, aber das was Du im "Rausch" tust ist Wahnsinn.

Du bist krank im Kopf. Das meine ich nicht als Beleidigung, sondern Du bist da tatsächlich krank.

Würde ich nur die dunkle Seite kennen, sprich die Bestie, würde ich sagen Du musst gehen. Aber ich kann nicht zulassen, dass Dich wer in den Abgrund schickt und Dich gehen lässt, denn Deine andere helle Seite hat das nicht verdient.
Mich kotzt es allerdings an, dass Du kein bisschen bereit bist, der Bestie Einhalt zu gebieten. Hättest Du Dich für Derya behandeln lassen? Bestimmt. Aber für alle anderen nicht.

All jene die Du holst und in Deinen Abgrund reißt Archibald von Dornburg sind für irgendwen da draußen eine Derya.

Du bist zwar jünger als ich, aber nicht mehr der Jüngste. Denk wenigstens nun drüber nach, ob Du Dich nicht wenigstens auf Deine alten Tage behandeln lässt. Hänge den Job an den Nagel, nimm hin dass Du fett wirst und gestehe den anderen wie auch Dir Frieden zu.
Du hattest es mit Merna versucht und bist gescheitert, aber Du warst ehrlich zu Dir. Sei es jetzt auch",
bat Jesper.

"Merna ist leider vor ein paar Jahren gestorben. Ich habe unserer Kurzen da etwas Geld geschickt. Naja so kurz ist sie nicht mehr. Und nein, ich lasse mir nichts abschneiden. Derya ist 37 Jahre alt, von mir geht für sie keine Gefahr mehr aus Jesper.

Die Kurze hatte vor einigen Monaten gewaltige Scheiße gebaut Jes.
Das war so... lass mich nicht lügen... am Jahresanfang...
Dunwin lebte noch... ja... genau...
Ich glaube sie hat... mein Problem...
Sie wurde verurteilt und sollte hingerichtet werden... 46facher Mord...
Wie bei den Ältesten kann man sich 46 mal erwischen lassen?",
keuchte Archibald.

"Derya?", hakte Jesper total baff nach.
"Ja!", bestätigte Arch erschüttert.

"46... die Zahl muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen", stöhnte Jesper.
"Wenn ich es doch sage! Keine Ahnung wie viele Baby wirklich ausgeknipst hat, aber eigentlich sollte man sich überhaupt nicht erwischen lassen! Das hat mich total entsetzt. Was ist nur mit ihr los", erklärte Archibald mit Grabesstimme.

"Du hast sie sehr geliebt oder?", flüsterte Jesper.
"Ich liebe sie immer noch, unabhängig von ihren Fehlern", grinste Arch.

"Du hast sie da rausgehauen?", fragte Jesper baff.
"Sicher, sie ist mein Kind. Wenn sie mich braucht bin ich da", erklärte Arch freundlich.

"Dann tue es für sie, lass Dir helfen. Oder mach es für uns, der alten Freundschaft Willen, oder für uns alle. Ja?", fragte Jesper und knuffte Arch.
"Ich habe schon damit angefangen, ob Du es glaubst oder nicht, ich bekam Hilfe von einer anderen Seite und bis jetzt klappt es gut. Aber mehr wird noch nicht verraten. Ich muss einen Probelauf unternehmen. Mich quasi in Versuchung führen und widerstehen. Und ich werde widerstehen - ich schwöre es Dir", erklärte Arch vehement.
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Kasimir
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Re: Der Vampir und die Bestie

#22

Beitrag von Kasimir » Mi 24. Jan 2018, 13:44

Nachdem Kasimir die Knochen ausgeladen hatte, wollte er Brandur rasieren. Dieser musterte ihn mit eisigem Blick. "Du warst geradezu rakshanisch Faul in den letzten Tagen! In seiner Not hat mein lieber Sohn sich selbst rasiert. Es kam, wie es kommen musste er hat sich dabei in die Haut geschnitten! Sein Kopf, sein Hals, sein Gesicht, er wird den Rest seines Lebens von ungezählten Narben entstellt sein, während du dich andauernd unverdient regenerierst, so oft es dir beliebt!"

Kasimir machte ein entgeistertes Gesicht. "Mein Herr, das tut mir schrecklich leid! Ich werde umgehend -"

"Nichts wirst du! Ich kann deine Entschuldigungen nicht mehr hören!" Brandur war nun laut geworden. "Ich stehe kurz davor, dich aus meinem Dienst zu entlassen und zwar auf eine Weise, die in meiner Familie üblich ist!"

"Herr, ich -"

"Ruhe!", brüllte Brandur und knallte ihm den Gehstock mit beiden Händen senkrecht auf den Schädel, als wolle er mit einem Beil einen Holzklotz spalten. Kasimir ging zu Boden. "Ich habe dir dein Unleben geschenkt! Ich habe dich mit meinem eigenen Blut gefüttert, um dich am Leben zu erhalten, zu einer Zeit, in der du hättest sterben sollen! Ich habe die Viper im eigenen Nest geduldet, die mir vorzischelte, dass sie sich beherrschen könne und ich habe ihr geglaubt! Jener Viper, die heuchelte, dass sie ihr ganzes Leben damit verbracht hätte, nichts anderes zu tun, als den Geist zu stählen und nichts als ein bedauernswertes Opfer schrecklicher Umstände sei! Ja, ich habe meine wertvolle verbleibende und absehbar kurze Lebenszeit damit verbracht, Nahrung für dich zu organisieren und an einer Rezeptur zu arbeiten, um dir dein Unleben zu retten! Des endgültigen Todes sterben wirst du durch meine Hand, wenn du dich dafür entscheidest, dich zu benehmen wie das, was du bist! Wieso bist du nicht bei dem geblieben, der dich verdorben hat, und nuckelst das Blut dieser Halbmenschen aus der Steppe, wenn du so gern als Vampir leben willst?! Wir haben einen Pakt, Kasimir LaVaney!"

Er rollte Kasimir wütend auf den Rücken. Kasimir half ihm unbemerkt dabei, damit Brandur sich nicht auch noch das Kreuz verrenkte und ließ ohne Gegenwehr zu, dass Brandur ihm mit seinem spitzen harten Schnallenschuh in die Leber trat. Er zuckte zusammen. Dann spürte Kasimir das Stilett über seinem Herzen. Der Vampir schloss die Augen, versenkte sich in ein Gebet an Oril, legte sein Schicksal in die Hände des Lichtgottes und wurde ganz ruhig.

"Eine Chance, Kasimir", sagte Brandur leise, "eine letzte Chance gebe ich dir, um deiner Dienste Willen, da ich leider noch keinen Ersatz für dich gefunden habe. Glaube nicht, dass es aus Gutmütigkeit geschah. Diesen Fehler werde ich nicht begehen."

Er schob das Stilett wieder in den Gehstock und ging steifbeinig von dannen.

Kasimir blieb liegen, schwer atmend. Simon fand ihn nach einiger Zeit und kroch näher. Er gab verstörte Geräusche von sich und zupfte mit ausgestrecktem Arm an Kasimirs Kleidung. Als der sich bewegte und den Kopf hob, erschrak das Geschöpf und rannte auf allen vieren in ein Gebüsch. Kasmir fasste auf die Platzwunde, die er mitten auf dem Kopf hatte. Seine Fingerspitzen waren voll von seinem eigenen kalten Blut. Er bat Margot um eine Kompresse, damit er nicht alles volltropfte und endlich erlaubte Brandur ihm, ihn zu rasieren und ihm ein Bad vorzubereiten. Dabei wechselten sie kein einziges Wort.

Anschließend suchte Kasimir nach Wolfram.

"Bitte verzeiht meine Abwesenheit, mein Herr benötigte meine Dienste. Wir waren stehen geblieben, als Ihr mich darüber informiertet, dass meine Bissnarbe allein nicht ausreichen würde, um meinen Verderber Varod zu rufen. Doch ich habe diese Knochenkette. Er schenkte sie mir einst und meinte, es handele sich um einen alten rakshanischen Brauch. Zuvor soll sie einem rakshanischen Nekromanten gehört haben, mit dem er bekannt ist. Gegebenenfalls kann dieser Mann Herrn Varod darüber informieren, dass ich seinen Rat wünsche und momentan hier weile. Ich kann jedoch nicht zu ihm gelangen, da ich mich um meinen Herrn kümmern muss und Rakshanistan obendrein allzu malgorisch ist für meinen Geschmack. Es wäre freundlich von ihm, wenn er etwas von seiner Zeit erübrigen und mich besuchen könnte. Für eine dunkle Höhle und Getränke ist gesorgt."

Man sah Kasimir deutlich an, dass er noch ziemlich durch den Wind war, aber sein Gesicht hatte nichts von seinem freundlichen Ausdruck verloren. Nur seine Lippen zitterten, während er lächelte.
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Wolfram von Wigberg

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Re: Der Vampir und die Bestie

#23

Beitrag von Wolfram von Wigberg » Mi 24. Jan 2018, 15:42

Wolfram starrt Kasimir für einen Augenblick wie vom Donner gerührt an, ehe er ihn vorsichtig untersuchte. Umsichtig schaute er unter die Kompresse und legte sie dann wieder auf Kasimirs Wunde.

"Wer war das? Das ist eine ziemlich tiefe Platzwunde, ich würde sie nähen lassen. Marlo oder Archibald könnten Dir als Schwertmeister helfen, Wundversorgung müssen sie beherrschen. Oder auch der Rakshaner, die wissen sicher auch wie sowas funktioniert. Sie haben angeblich keine Heiler, folglich müsste dort jeder selbst sein eigener Heiler sein.

Ich könnte auch mein Glück versuchen, aber ob ich das so gut hinbekomme ist fraglich. Nützen Dir Heilkräuter, damit Deine Wunde besser heilt? Damit könnte ich dienen",
sagte Wolfram.

Der Magier hörte genau zu, was Kasimir über Varod zu erzählen hatte. Die Knochenkette war ein Medium - ein Bindeglied dass ihn vielleicht nicht mit Varod selbst, aber dem vorherigen Besitzer in Kontakt bringen konnte.

Wolfram nahm die Knochenkette an sich, setzte sich im Schneidersitz auf den Boden und ließ sich in den Nexus fallen. Er suchte nicht nach einer bestimmten Person, sondern trieb im Nexus dahin, der Spur der Knochenkette folgend. Sie war durch einige Hände gewandert, aber Wolfram suchte nach magischen Händen. Er fand Nekromantenhände, die einst diese Knochenkette gehalten hatten, ebenso wie Untote Hände.

Wolfram konzentrierte sich mit seiner ganzen Kraft auf den anderen Magier.

`Grüße werter Kollege. Mein Name ist Wolfram von Wigberg und ich rufe Dich aus Naridien. Ein Freund von mir lieh mir eine Knochenkette die einst Dir gehörte. Dieser Freund benötigt ganz dringend Kontakt zu seinem Vampir-Meister Varod. Wer immer Du bist, bitte richte Varod diese Nachricht von Kasimir aus.

Kasimir muss ganz dringend mit seinem Meister sprechen. Er lebt im Verborgenen Tal in Daijan. Zu Fuß wird Varod das Tal nicht finden, es ist verborgen in einem Gebirge. Aber da er vermutlich fliegen kann als alter Vampir, soll er von Daijan aus kommend einfach auf das Gebirge zuhalten dass er vor sich sieht. Dort wird er das Tal umgeben von Felsen entdecken´,
übermittelte Wolfram.

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Re: Der Vampir und die Bestie

#24

Beitrag von Crize » Mi 24. Jan 2018, 20:22

"Ä-häää?", kam die geistige Antwort. "Kannst du nicht vorher anstupsen? Ich bin hier gerade bei einer Invasion! Ehrlich, das kommt grad total ungünstig! Jetzt musst du warten, ich muss das erstmal hier ... eh!

Aksoy, nicht so schnell! Warte mal, ich hab hier eine Stimme im Kopf. Flieg mal rechts ran. Also, wer ist da? Wolfram? Das ist ja ein komischer Name, klingt wie Wolf-Rahm. So Quark aus Wolfsmilch. Nur Naridier können so eigenartige Namen haben, du solltest dich umbenennen, du machst dich damit total lächerlich.

Oh, scheiße, das sieht grad GAR nicht gut aus, der Grenzstein da vorn macht Ärger! Aksi, da kommen gleich Trümmer geflogen, wenn die Sandmagier erstmal loslegen! Geh mal besser in Deckung. Also wen willst du? Varod? Also der war vorhin noch da drüben. Ach, du kannst ja gar nicht gucken, wohin ich zeige. Warte, ich ruf den mal. Varodi, VAROD ZUM GEIER! Pft, der hört nicht zu! Aksi, du musst näher ran. Diskutier nicht, vergiss die Deckung, da gibt es halt mal eine Beule, jetzt hab dich mal nicht so!

Varod, Varoood! Ich hab hier jemanden im Kopf, der will dich sprechen, aber kann`s nicht, weil du tot bist! Also dich ruft einer für einen Kasimir an! Der mit der Knochenkette! Der ist in einem Tal, was im Gebirge ist, was bei Daijian ist, also wenn du da genau drauf zuhälst, auf das Tal, vom Gebirge aus, von Daijian aus. Alles klar so weit? Er will dich sehen! Sofort! Es scheint ein dringender Notfall zu sein! Ich glaube, er stirbt oder so!"

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Re: Der Vampir und die Bestie

#25

Beitrag von Aksoy » Do 25. Jan 2018, 11:51

Aksoy guckte etwas verdattert über die Schulter, als Crize auf einmal zu sprechen anfing. Alles klang total verwirrt, da er einerseits mit ihm und andererseits mit irgendeinem imaginären Kontaktmann sprach. Bis Aksoy einfiel, dass sein Kumpel vermutlich magisch redete.

Aksoy flog wie gewünscht langsamer und einen Moment später klärte Crize genau den seltsamen Umstand auf, er hatte eine Stimme im Kopf. Gut beruhigender als das vorherige Gespräch klang das für Aksoy irgendwie auch nicht. Der große Tiefling flog weiter nach rechts, was immer Crize dass im Gespräch bringen sollte, er zuckte die gewaltigen Schultern.

Bei der Erläuterung des Namens seines Gesprächspartners musste Aksoy brummend loslachen, wer trug so einen Namen? Und was für Leute kannte Crize?

Die Warnung hingegen war alles andere als witzig. Aksoy ging im Sturzflug runter und versuchte dann den angesprochenen Varod auf seiner Hyäne abzufangen. Warum auch immer, es schien wichtiger zu sein, als einen Stein vor die Rübe zu bekommen. Laut Crize ging es um Leben und Tod und scheinbar war Kasimir Varods Sohn.

Aksoy fing Varod ab, indem er den Rakshaner mit seiner Hyäne überholte und sich genau vor ihr zu Boden plumpsen ließ. Crize wurde dabei ganz schön durchgeschüttelt, Aksoy ebenso, aber Varod war abgefangen. Seine Hyäne legte mit lautem Gemeckere eine Vollbremsung hin und fletschte ihr eindrucksvolles Gebiss.

Der Rakshaner musterte sie vom Rücken seines stattlichen Tieres aus mit einem extrem besorgten Gesichtsausdruck.

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Re: Der Vampir und die Bestie

#26

Beitrag von Crize » Do 25. Jan 2018, 13:03

Crize rückte seinen Turban zurecht, da er ihm über die Augen gerutscht war bei Aksoys Flugkünsten.

"Astrein und ohne Beule! Da bist du ja endlich, Varodischnodi! Kannst du mal kurz Pause machen mit deinem Ansturm? Ich glaub, ich hab grad mit der Luft geredet, so wie du guckst. Also noch mal von vorn.

Ich hab hier jemanden im Kopf, der dich ruft einer für einen Kasimir an! Dem du mal deine Knochenkette geborgt hast! ich möchte dazu anmerken, dass ich das total bescheuert finde, endweder man ist veheiratet oder man lässt es bleiben, aber Eheleute zu verborgen ist echt schräg. Das ist echt unmoralisch, nimmst du dafür auch Geld und was sagt deine Frau dazu, dass dauernd der Ehemann wechselt? Moment, das ist ja auch meine Frau, also meine Ex! Kenn ich diesen Kasimir? Mann, so hätte ich dich echt nicht eingeschätzt und ich denk nicht, dass es im Chaoticum eine Stelle gibt, die sagt, dass man das soll. Du sollst jedenfalls mal eben fix als Fledermaus nach Daijian in Naridien fliegen und von dort aus auf das Gebirge zu. Dann findest du ein verstecktes Tal, in dem Kasimir auf dich wartet.

Der Anrufer war üüübelst aufgeregt und nervös, Kasimir muss kurz vorm Abkratzen sein. Ach ja, und nen blöden Namen hatte er auch noch, Wolfram hieß der, so wie Wolf-Rahm. Verstehst du? Wolf-Rahm! Haha! Der hieß wirklich so, ohne Scheiß."


Crize pulte beim Sprechen an Aksoys Kopfhaut rum und schnippte irgendwelche Krümel weg.

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Re: Der Vampir und die Bestie

#27

Beitrag von Varod » Do 25. Jan 2018, 14:27

Varod musterte Crize, zog fragend eine Augenbraue hoch und hörte sich genau an was er zu sagen hatte.

"Langsam, langsam ich habe meinem Bisssohn diese Kette geschenkt, damit er stets ein Andenken an mich hat. Nunja und zeitgleich war ich damit meine Frau los. Gibt es nicht ein schöneres Geschenk von seinem Bissvater als eine bleibende Erinnerung und eine gute Ehefrau? Unmoralisch ist sowas nicht. Bücher? Bücher sind eine Erfindung der Sesshaften. Echte Rakshaner lesen keine Bücher.

Das Chaoticum ist nur eine grobe Richtlinie und wahre Brüder teilen alles Crize.
Du hast mir ja auch Deine Frau überlassen und da ich nicht geizig bin, habe ich ebenfalls geteilt.
Zudem habe ich meine Frau doch gar nicht verliehen, ich habe sie samt Kette verschenkt. Das spielt jetzt alles keine Rolle Crize, wer eventuell wen verliehen haben könnte oder wer nun mit wem verheiratet ist. Du sagst Kasimir ist in Gefahr?",
fragte Varod nervös und sprang von Klecks seiner Hyäne.

Varod trat ganz nah an Crize heran, schüttelte den Nekromanten eindringlich und drückte ihm dann die Zügel von Klecks in die Hand.

"Naridien, Daijan, Gebirge, Tal, bei Wolf-Rahm. Dort ist Kasimir. Ich eile sofort meinem Sohn zur Hilfe. Du passt auf meine Hyäne auf. Sie bedeutet mir viel, hüte sie wie Deine eigene.

Über die Ehefrau können wir immer noch sprechen, es geht um das Leben meines Bisssohnes. Ich fliege sofort. Wir sehen uns, wünsche mir Glück, dass ich nicht zu spät komme. Sage diesem Wolf-Rahm ich bin unterwegs",
erklärte Varod ernst.

Der Vampir ließ Crize los, nickte knapp, griff auf seine Gabe zu und verwandelte sich in eine Fledermaus. Varod schoss wie ein kleiner Pelzball in die Nacht davon.

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Re: Der Vampir und die Bestie

#28

Beitrag von Wolfram von Wigberg » Do 1. Feb 2018, 12:12

Wolfram kämpfte sich zurück in die Physis und schaute sich einen Moment desorientiert um. Er befand sich in der Vorratshöhle und saß Kasimir gegenüber. Der Kampfmagier reichte Kasimir die Knochenkette zurück.

"Über die Knochenkette war es mir möglich Verbindung zu einem Nekromanten aufzunehmen Kasimir. Dieser Nekromant befand sich ganz in der Nähe Deines Meisters. Noch während wir verbunden waren, hat er mit ihm gesprochen, so dass ich das Gespräch mental verfolgen konnte. Natürlich nur einseitig, da ich die Antwort nicht gehört habe.

Aber wie ich den Gedanken des Nekromanten entnehmen konnte, hatte er Deinem Meister mitgeteilt, dass Du in großer Not bist und dieser schien darüber sehr schockiert zu sein. Soweit ich es richtig vermute, ist Dein Meister auf direktem Wege hierher. Dieser Nekromant befand sich gerade bei irgendeiner Invasion und sein Kollege der ihn begleitete hieß Aksoy.

Jedenfalls hat dieser Nekro Deinem Meister den Weg beschrieben, wie er zu uns gelangen kann. Deshalb gehe ich fest davon aus, dass Du schon bald mit dem Erscheinen Deines Meisters rechnen kannst Kasimir. Sollte er widererwartend doch nicht in der nächsten Zeit hier ankommen, dann kann ich gerne noch einmal über die Kette mit dem freundlichen und leicht schussligen Nekromanten Kontakt aufnehmen. Er fand meinen Namen witzig, ich kann mich gar nicht erinnern ob er mir seinen genannt hat. Ich glaube nicht, jedenfalls kann ich mich nicht daran erinnern. Naja mein Namensgedächtnis ist eh nicht sonderlich gut.

Es freut mich, dass ich Dir helfen konnte Kasimir, hoffentlich ist Dein Meister bald hier. Jetzt solltest Du Dich aber verarzten lassen. Soll ich Marlo oder Archibald bitten Dir zu helfen? Oder soll ich Dich verbinden? Ich meine Du verstehst Dich ja hier mit allen Recht gut, ich würde die Platzwunde lieber nähen lassen",
sagte Wolfram freundlich.

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Re: Der Vampir und die Bestie

#29

Beitrag von Kasimir » Do 1. Feb 2018, 17:16

"Vielen Dank, Herr", sagte Kasimir. "Rakshaner haben eine seltsame Art von Humor, den ich nicht teile, sie sind ein durchweg albernes Volk. Der Nekromant wird Crize gewesen sein. Er ist ein guter bekannter meines Verderbers. Eine Invasion? Nicht schon wieder! Sie haben doch erst Dunkelbruch überfallen!" Kasimir stöhnte. Er konnte das kriegslüsterne Treiben dieses Volkes nicht gut heißen, wie oft Varod auch versucht hatte, ihn von den Vorzügen dessen zu überzeugen.

"Die Platzwunde tut nicht weiter weh, mach dir bitte keine Umstände deswegen. Ich habe mir lediglich den Kopf gestoßen. Es ist nicht nötig, sie zu nähen, da ich mit einer außerordentlichen Regenerationsfähigkeit gesegnet bin. Es wäre sehr freundlich, wenn du Archibald und Simon zu mir bitten könntest oder mir sagen könntest, wo ich sie finde. Simon ist Archibalds Begleiter, der dünne, gelbliche Mann.

Oh, und wenn mir der Hinweis gestattet ist, der rakshanische Freund von Archibald schaut deiner Dienstmagt auf ungebührliche Weise auf Körperregionen, auf die man nicht schauen sollte, es sei denn, man ist Arzt und hegt ein medizinisches Interesse oder ist mit der betreffenden Person verheiratet. Du solltest ihn ermahnen."
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Re: Der Vampir und die Bestie

#30

Beitrag von Wolfram von Wigberg » Fr 2. Feb 2018, 08:59

Wolfram nickte knapp.

"Nicht dafür, ich hatte Dir meine Hilfe zugesagt und ich stehe zu meinem Wort. Zudem bist Du mein Gast und plaudere sehr gerne mit Dir. Also wenn Du schon Deine Zeit mit mir verbringst und mir Ratschläge erteilst um mir zu helfen, dann ist es wohl das Mindeste, dass ich Dir ebenso helfe", antwortete Wolfram freundlich.

"Ob Rakshaner besonders albern sind, kann ich nicht beantworten. Aber kriegslüstern sind sie, dass ist richtig. Sie nutzen jede Gelegenheit um Krieg zu führen. Auf der anderen Seite gilt dies garantiert nicht für jeden Rakshaner Kasimir. Unserer Sippe sagt man allen samt auch Brutalität nach. Auch wenn es bei uns nicht viele Ausnahmen gibt, aber es gibt sie.

Und nicht jeder Wigberg ist ein arroganter Kotzbrocken, jedenfalls halte ich mich persönlich für keinen. Allerdings gingen die mir jene aus meiner eigenen Familie gewaltig auf die Nerven und das ist schon eine Leistung die erst einmal jemand hinbekommen muss.

Gut, wenn Du meinst die Wunde heilt so, lass sie ohne Nähen abheilen. Ich bin da zwar völlig anderer Meinung, aber dass musst Du selbst wissen. Solltest Du doch noch Deine Meinung ändern, melde Dich einfach kurz bei mir. Von Archibald der gelbe Diener spielt draußen im Garten. Er sucht irgendwas im Gras oder tobt einfach aus purer Lebensfreude. Er sieht verdammt krank aus, Archibald sollte ihn zu einem Heiler bringen.

Ich werde Archibald und seinen Diener zu Dir schicken. Bleib hier und erhole Dich von Deiner Verletzung. Sieh die Höhle als Deinen Unterschlupf an. Du kannst ihn Dir ja mit Archibald teilen, er scheint die Dunkelheit genauso zu benötigen bei seiner Migräne. Ihr beiden versteht Euch ja ziemlich gut, da dürfte es keine Schwierigkeiten geben.

Sag mir Bescheid, wenn Dein Meister angekommen ist, ich würde ihn gerne kennenlernen. So ich mache mich mal wieder auf den Weg ins Haus, sonst vermisst mich Marlo noch und ich kann mir eine Standpauke von ihm anhören. Oder ich bekomme Tannenverbot, wer weiß.

Keine Ahnung was Du mit dem Hinweis meinst Kasimir, aber der Rakshaner sieht nicht wie ein Arzt aus. Und ich glaube nicht, dass er irgendwie medizinische Interessen hat. Ich schicke Dir Archibald und Simon"
, antwortete Wolfram freundlich.

Der Magier verließ die Vorratshöhle und sah Jesper und Archibald direkt hinter dem Haus sitzen. Die beiden hatten es sich auf der Mauer hinter dem Haus gemütlich gemacht. Wolfram gesellte sich kurz dazu.

"Hallo, Archibald Du sollst bitte einmal zu Kasimir kommen. Und nebenbei erwähnt, schau Dir seine Verletzung an. Er hat eine gewaltige Platzwunde auf dem Schädel und behauptet, diese würde von alleine heilen. Ich vermute, er möchte nur niemanden Umstände machen, aber Du könntest ihn vielleicht überzeugen Hilfe anzunehmen. Oder ihm sogar selbst die Wunde nähen. Vor mir tat er so, dass er keine Hilfe benötigte. Aber ich sah ihm eindeutig an, wie es ihm geht. Ach und Du sollst bitte Simon mitbringen. Simon sollte vielleicht auch mal einen Heiler sehen. Das nur mal so am Rande. Bis später", erklärte Wolfram und machte sich zurück auf den Weg ins Haus.

Dort gesellte er sich wieder zu Marlo.

"Nun habe ich so viel Zeit für Dich wie Du möchtest, alle Aufgaben erledigt. Hast Du was bestimmtes vor?", fragte Wolfram freundlich und machte es sich neben Marlo gemütlich.

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