Todesengel -- 176 n.d.A.


Famlie von Hohenfelde
Diese alte Adelsfamilie hat zahlreiche Geistmagier und Nekromanten hervorgebracht. Das Familienleben ist geprägt von Intrigen. Morde, auch innerhalb der eigenen Reihen, und arrangierte Ehen zur Erweiterung der Macht sind an der Tagesordnung. Als Familienmitglied benötigt man starke Nerven und gleichermaßen ein Händchen für Bündnisse und Hinterhalte.
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Dunwins Geist
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Todesengel -- 176 n.d.A.

#1

Beitragvon Dunwins Geist » Sa 16. Dez 2017, 01:13

Todesengel -- 176 n.d.A.

Noch bevor Dunwin zur Seite springen konnte, zischen eine Klinge knapp an seinen Augen vorbei. Dun duckte sich unter dem Hieb weg um nicht geblendet zu werden.

Archibald bewegte sich minimal rückwärts, neigte die Klinge in einem anderen Grad und schon schnellte sie erneut vor. Fast wie eine Peitsche wurde sie über Dunwins Kreuz gezogen und hinterließen einen blutigen Cut auf Dunwins Rücken und ein Zähnefletschen in seinem Gesicht.

Bei der Aktion erkannte Dunwin erneut die Gefährlichkeit seines besten Freundes. Dunwin ließ blitzartig den Blick durch den Raum gleiten und setzte sich in Bewegung. Seine Schwerthand zuckte schützend nach vorn. Mit einem Satz war er über dem Tisch gesprungen und drehte sich blitzartig um.

Archibald setzte Dun sofort nach. Dunwin trat mit voller Wucht seine Seite des Tisches nach unten.

Die andere Kantenseite des Tisches knallte heftig krachend unter das Kinn von Archi und schickte ihn gefällt zu Boden. Arch schlug mit dem Schädel auf und blieb benommen liegen. Es dauerte einige Minuten, bis er sich gequält wieder aufrichtete.

Als er stand schlug er sofort mit dem Schwert nach Dunwin. Der Schlag war so brutal, dass die Waffe regelrecht durch die Luft zischte.

Dun zog eine Augenbraue hoch und sprang mit einer schraubenden Bewegung nach oben. Er schien kurz wie in der Luft zu stehen und trat mit unglaublicher Geschwindigkeit zu.

Archibald krachte in das Mobiliar, dass unter seinem Gewicht barst. Einen Moment lang schien die Zeit wie eingefroren, völlig reglos hielten die beiden inne, und Archibald starrte zu Dunwin hoch.

„Du sollst krepie…“, setzte er an, in dem Moment kassierte er einen Fausthieb mitten ins Gesicht.

Von Dornburg reagierte nicht. Keuchend starrte er nur Dunwin an, einen Atemzug lang… zwei, drei, dann bewegten sich beide gleichzeitig. Mit einem Satz war er wieder auf den Beinen und ging zum Angriff über.

Dunwin versuchte sein Schwert wieder in Position zu bringen um Arch die Waffe seitlich vor den Schädel zu schlagen. Arch zog sein Schwert schützend nach vorn um Dunwins Waffe abzuwehren. Er ging direkt daraus in eine Seitwärtsdrehung über und schlug aus der Abwehrhaltung direkt in einen Angriff übergehend zu.

Sein Schwert prallte gegen Dunwins Armschutz. Dunwin zuckte zur Seite und trat erneut zu. Vom Schwung des Treffers wurde Archibald rĂĽcklings ĂĽber die Ăśberreste der Einrichtung geschleudert und kam krachend in den Splittern auf.

Dabei wurde einer der Tanks, der an der Zimmerwand stand, ebenfalls mitgerissen und kippte mit lautem Krachen um. Entsetzt versuchte Arch noch den Tank abzufangen und sich herumzuwälzen – vergebens. Die Flüssigkeit die aus dem Tank schwappte, übergoss ihn.

Von Dornburg schrie gequält auf und stürzte komplett in das zertrümmerte Mobiliar. Geschwächt kroch er keuchend wie unter Zeitlupe aus der Flüssigkeit die sich als Pfütze ausbreitete.

Weit kam er nicht, ehe er zusammenklappte und liegen blieb. Er leckte sich über seine für einen Menschen viel zu scharfen Zähne, als Dunwin genau vor seinem Gesicht stehen blieb und ihm mit der flachen Seite des Schwertes gegen die Schläfe tippte.

"Du solltest lernen Deine Unberechenbarkeit zu pflegen Arch...
Kenne Deinen Feind... ich kenne Dich...
Du setzt sofort nach...

So bist Du mir in die Falle gelaufen...
Wärst Du zurückgewichen, anstatt nachzusetzen...
Dann hättest Du den Tisch nicht unterm Kinn gehabt...", grinste Dunwin und reichte Archibald eine Hand.

Erneut leckte sich Archibald ĂĽber die Lippen und ein Schmunzeln umspielte sie nun. Ein bisschen Spielen als Wiedergutmachung fĂĽr seine Niederlage konnte nachher nicht schaden. Arch ergriff die Hand von seinem besten Freund und lieĂź sich auf die Beine ziehen.

"Danke fĂĽr die Lehrstunde Papa!", murrte Arch.
„Das war kein Angriff, sondern eine Erläuterung Archi…“, warf Dunwin ein.

"Leck mich", zischte Archibald.
"Was?", hakte Dun schneidend nach.

Einige Sekunden starrte Archibald Dunwin an, sah nichts als reine Entschlossenheit in dessen steinharten und kalten Blick. Kein Spiel… schoss es ihm durch den Kopf, für Dunwin war das kein Witz…

Mit ergebener Geste neigte Arch den Kopf und zog sich ein StĂĽck zurĂĽck. Dunwin grabschte Archibald im gleichen Moment am Unterkiefer.

„Meinst Du vielleicht, dafür hätte ich Dich als meinen Vertrauten ausgesucht?“, schnauzte Dunwin Arch an und stieß ihn mit einer groben Geste demonstrativ von sich.

„Verzeih mir meine Worte. Das weißt Du doch. Ich folge Dir, das ist alles was ich mir wünsche. Zeig mir eine Möglichkeit, wie dass hier nicht mit meinem völlig bedeutungslosen Tod endet, und ich werde mich voller Freude daran machen, für Dich diese ganze gottverlassene Welt in Stücke zu reißen.

Wenn Du es wünscht... wenn Du es befiehlst, bin ich Dein ganz persönlicher Todesengel... wie immer“, erinnerte Archibald Dunwin und kratzte sich mit seinen Krallen gedankenverloren am Kopf.

Bei ihm wirkte diese Handlung grotesk, die nicht zu seinem Erscheinungsbild passte. Auf der einen Seite einfach zu bizarr und unheimlich, auf der anderen wiederum so fremdartig dass es lustig wirkte.

"Ich weiĂź noch etwas... mein Todesengel...", grinste Dunwin.
"Aha... was?", hakte Arch verunsichert nach.

"Du hast heute gegen mich sowas von verschissen", lachte Dunwin.
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