Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterlie├čen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf├Ąngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. W├Ąhrend die Urv├Âlker auf Altbew├Ąhrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. Geheimb├╝nde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Archibalds Tagebuch

Dunwins Stab
Dunwin von Hohenfelde verf├╝gte ├╝ber einen Stab von effektiven K├Ąmpfern, um seine Macht zu sichern. Doch auch sie konnten seine Ermordung nicht verhindern. Dunwin ist nurmehr ein beschworener Geist, aber einige seiner fr├╝heren Weggef├Ąhrten weilen noch unter den Lebenden. Dass Dunwin tot ist, verhindert nicht, dass er sie erneut zusammenruft. Doch die Zeiten haben sich ge├Ąndert.
Benutzeravatar
Archibald von Dornburg
Zweitcharakter
Beitr├Ąge: 90
Registriert: Sa 25. Nov 2017, 22:34
Auszeichnungen: 2
Guthaben: Gesperrt
Steckbrief: [ externes Bild ]

Die Handelsallianz Rote Laterne

Jespers R├╝ckkehr -- 22.11.202 n.d.A.

#21

Beitrag von Archibald von Dornburg » Fr 19. Jan 2018, 23:10

Jespers R├╝ckkehr -- 22.11.202 n.d.A.

Im Auflodern des M├╝ndungsblitzes der Repetierarmbrust sah Tulzar, wie sein rechtes Bein in einem Spr├╝hregen aus Blut und Knorpel explodierte, um direkt unterhalb des Knies einen zerfetzten Stumpf freiliegender, gl├Ąnzender Knochen zur├╝ckzulassen.

Tulzar kreischte gepeinigt auf.

Er st├╝rzte nach hinten und versuchte verzweifelt davonzukriechen. Sein J├Ąger war schneller und binnen eines Augenblicks nagelte ihn ein schwerer Stiefel am Boden fest. Gleichzeitig hing sich der J├Ąger die Armbrust ├╝ber den R├╝cken und z├╝ckte seine Klinge.

Ein Ger├Ąusch hinter ihm alarmierte den J├Ąger. Er vollf├╝hrte eine blitzartige Drehung um sich selbst, riss seine Klinge herum, dorthin wo er den Feind vermutete. Der Naridier irrte sich nicht.

Als sein Verfolger ihn anschaute, hatte er die Schwertspitze von Archibalds Waffe genau vor dem Auge. Ein kurzes Zusto├čen und die Sache w├Ąre beendet.

"Die Bande der Liebe und der Freundschaft werden mit dem Tod nicht durchschnitten.
Senk die Klinge Archi", bat Jesper.

Der alte Mann hatte vor die Klinge behutsam mit einem Finger beiseite zu schieben. Aber bevor sein Finger sie ber├╝hrte, hatte Archibald sie weggesteckt.

"Du?!?", war das einzige Wort was Archibald sagte, bevor er sich ungl├Ąubig ans Kinn griff.

Es war eine seltsame Geste, die durch die Krallen verst├Ąrkt wurde. Archibald war schnell, er war wesentlich schneller als Jesper ihn in Erinnerung hatte und das obwohl er ebenso ├Ąlter geworden war. Wie schnell war er zu seinen besten Zeiten gewesen?

Dar├╝ber gr├╝belte Jesper nach.

Jesper zwang sich Archibald in die Augen zu sehen. Er hatte den jungen Kerl verst├╝mmelt, hatte vermutlich vor ihn zu ermorden. Aber selbst in diesem Moment wo er hier vor ihm stand, blieb er ruhig. Er wirkte v├Âllig gelassen. Vermutlich sah er in Jesper keinerlei Bedrohung. Jesper selbst wusste dass seine Glanzzeiten vor├╝ber waren.

Der verst├╝mmelte Kerl auf dem Boden hatte Todesangst im Gesicht stehen. Jesper f├╝hlte sich pl├Âtzlich ganz ├Ąhnlich. Er hatte das unterschwellige Bed├╝rfnis seine eigene Klinge zu ziehen um sich jederzeit verteidigen zu k├Ânnen.

Jesper wusste nicht warum, aber er hatte das Gef├╝hl, Archibald k├Ânne sich jederzeit auf ihn st├╝rzen und w├╝rde danach nie wieder einen Gedanken an ihn vergeuden.

Vor so einer Person wie Arch oder Dunwin Angst zu zeigen, war das Letzte was man durfte. Er w├╝rde einen nur schneller umbringen.

Arch war wie Dunwin, beide hatten keine Verwendung Schwache. Der Blick von Dornburg wandelte sich und er schenkte Jesper ein freundliches L├Ącheln. Jesper kannte es noch aus seiner Jugend, eine schwarze Witwe w├╝rde nicht anders l├Ącheln. Dennoch entspannte sich Jesper etwas, obwohl er das nicht beabsichtigte.

"Ich habe Deine Spuren in meinem Stadtbezirk erkannt Arch, die Vereinbarung war Du jagst nicht wo einer von uns wohnt. Aus diesem Grund habe ich Dich aufgesucht. Wir m├╝ssen reden", sagte Jesper.

"Aha", war die Antwort von Archi.

Wieder schenkte der Naridier ihm sein freundliches L├Ącheln. Das Wissen, dass Archis L├Ącheln nicht f├╝r ihn bestimmt war und der Mann es sonst als K├Âder - sogar als Waffe einsetzte, machte es kein bisschen weniger einnehmend.

Jesper nickte nur knapp, wandte sich schwerf├Ąllig um und gab dem Weg vor.

Ein kurzes Zischen, Metall das sich durch die Knochen der Halswirbels├Ąule fra├č wie ein hei├čes Messer durch Butter und es war still. So still wie es die Bestie liebte.

Sie folgte dem alten Weggef├Ąhrten, ohne Tulzar eines letzten Blickes zu w├╝rdigen.
[ externes Bild ]

"Damaged people are dangerous. They know they can survive." - Josephine Hart

Benutzeravatar
Archibald von Dornburg
Zweitcharakter
Beitr├Ąge: 90
Registriert: Sa 25. Nov 2017, 22:34
Auszeichnungen: 2
Guthaben: Gesperrt
Steckbrief: [ externes Bild ]

Die Handelsallianz Rote Laterne

Zu Dritt --163 n.d.A.

#22

Beitrag von Archibald von Dornburg » Fr 19. Jan 2018, 23:14

Zu Dritt --163 n.d.A.

Jesper, Merna und Archibald lagen gemeinsam im Bett ihres Quartiers. W├Ąhrend Archibald schlief, las Jesper ein Buch und Merna las mit, da sie in der Mitte lag. Meist lag sie in der Mitte ihrer beiden Jungs. Merna kuschelte sich bei Jesper an und strich Arch durch die Haare.

"R├╝ttele ihn mal wach, der liegt mehr auf der Decke als das er sich zudeckt. Sonst hat er am Morgen wieder Kreuzschmerzen", fl├╝sterte Jesper Merna zu.
"Hast Du doch was von", gibbelte sie grinsend und r├╝ttelte Archi sanft wach.

"Wasn?", murrte Arch total verschlafen.
"Du hast Dich freigestrampelt, deck Dich richtig zu. Nimm den Hintern hoch, dann zieh ich Dir die Decke weg, damit Du Dich wieder zudecken kannst", erkl├Ąrte Jesper freundlich.
"Ja", stimmte Arch zu und schlief wieder ein.

"Pl├Ątze tauschen und Du nimmst ihn mit unter die Decke?", bot Merna gro├čz├╝gig an.
"Quetsch ihn zwischen uns", lachte Jesper leise.

Merna kletterte ├╝ber Arch und Jesper zog ihn in die Mitte. Beide klemmten ihn zwischen sich ein lasen weiter in ihrem Buch. Archibald schreckte hoch, drehte sich mit Schwung um und prallte genau vor Jespers Brust. Verdattert und verschlafen schaute er zu Jesper auf, w├Ąhrend Merna losprustete.

"Was ist mit Dir heute los Archi?", lachte Jesper.
Archibald gab einen nicht zu definierenden Laut von sich und mummelte sich bei Jesper an der Brust ein und war wieder im Land der Tr├Ąume.

"Er ist nicht wach", fl├╝sterte Merna und streichelte Arch ├╝ber den R├╝cken, "pass mal auf."
"Was machst Du?", fl├╝sterte Jesper zur├╝ck.
"Archi ├Ąrgern. Ich mops ihm die Tarnung, er antwortet", grinste Merna gut gelaunt und kraulte Arch den Sch├Ądel und streichelte ihm dann den R├╝cken runter.

"Archi h├Âr zu. Arch Sch├Ątzchen?", fl├╝sterte sie in sein Ohr.
"Wasn?", nuschelte von Dornburg kaum verst├Ąndlich als Antwort.
"Du w├╝hlst rum, ganz ruhig hm? Schlaf sch├Ân. Oder hast Du Hunger?", fl├╝sterte Merna im Singsang.

"Bastellust... bastle was", schmunzelte Arch im D├Ąmmerzustand, w├Ąhrend Jesper breit grinste.
"Was bastelst Du denn Sch├Ânes Archi hm?", raunte Merna ihm ins Ohr und kraulte ihn fester.
"Wei├č nich...", murmelte Arch kaum h├Ârbar.

"Schau doch mal genau hin und sag es mir Archi", wisperte Merna und massierte ihm den Nacken.
"Holz..figur... Pferd", nuschelte Arch als Antwort.
"Das schnitzt Du? Bringst Du es Jesper bei?", fl├╝sterte Merna.
"Hm hm...", kam nur schwach als Antwort.
"Sag nochmal Archi, los M├Ąuschen wiederhole es", gurrte Merna ihm ins Ohr und strich ihm durch die Haare.

"Mopsi beibringen... gern. M├╝ssens leimen...", murmelte Arch und dr├╝ckte sein Gesicht in die Decke.
"Mopsi? Er macht es gerne? Schau mal einer an. Redet er sonst im Schlaf?", fl├╝sterte Jesper.
"Von sich aus nicht, aber er reagiert, wenn man ihn anspricht und ganz ruhig mit ihm redet. Er pennt, er bekommt das nicht mit. Er reagiert so auch nicht auf uns. Archi nicht wahr, Du bist ein Lieber. Du magst mich doch oder? Hast Du mich lieb M├Ąuschen?", s├Ąuselte Merna ihm ins Ohr.

"Merna... Mopsi... ja", hauchte Arch schmatzend.
"Ich liebe Euch beiden auch", fl├╝sterte Jesper ihm ins Ohr.
"Hm hm...", stimmte Arch zu.
[ externes Bild ]

"Damaged people are dangerous. They know they can survive." - Josephine Hart

Benutzeravatar
Archibald von Dornburg
Zweitcharakter
Beitr├Ąge: 90
Registriert: Sa 25. Nov 2017, 22:34
Auszeichnungen: 2
Guthaben: Gesperrt
Steckbrief: [ externes Bild ]

Die Handelsallianz Rote Laterne

Schwierige Schlafm├╝tze -- 177 n.d.A.

#23

Beitrag von Archibald von Dornburg » Sa 20. Jan 2018, 00:39

Schwierige Schlafm├╝tze -- 177 n.d.A.

├ť18-Link:
http://asamura.de/viewtopic.php?f=41&t=1285
[ externes Bild ]

"Damaged people are dangerous. They know they can survive." - Josephine Hart

Benutzeravatar
Archibald von Dornburg
Zweitcharakter
Beitr├Ąge: 90
Registriert: Sa 25. Nov 2017, 22:34
Auszeichnungen: 2
Guthaben: Gesperrt
Steckbrief: [ externes Bild ]

Die Handelsallianz Rote Laterne

Das Treffen der Bestien -- Chat-RPG 25.01.203 n.d.A.

#24

Beitrag von Archibald von Dornburg » Do 25. Jan 2018, 15:31

Das Treffen der Bestien -- Chat-RPG 25.01.203 n.d.A.


Jozo: ich kenne Dich!

Arch: Nicht m├Âglich, wobei doch, keine Ahnung, woher?

Jozo: *gr├╝bel* provoziert mich das jetzt? Was hast Du gesagt? Ja oder nein?

Arch: Vielleicht

Jozo: *misstrauisch guck* So redet niemand mit der Bestie aus Obenza!

Arch: Ich bin in Obenza?

Jozo: nein ich!

Arch: schlecht m├Âglich wenn ich nicht in Obenza bin und Du vor mir stehst oder?

Jozo: *umguck* wie geht das?

Arch: Vermutlich bist Du von O... wie Obenza nach Sch... wie Schohiro gelaufen gg

Jozo: Das w├╝sste ich aber! ich fahre immer nur mit Fuhrwerke, dass lohnt sich mehr *breit grins*

Arch: Du bist ziemlich klein...

Jozo: und niedlich gib es zu *grins

Arch: *grins

Jozo: irgendwie gef├Ąllt mir Dein L├Ącheln dabei nicht....

Arch: wieso? *umschuldig guck*

Jozo: MARD ich habe einen meiner Art gefunden! *an Arch schn├╝ffel* Du riechst nach Blut *l├Ąchel

Arch: ich glaube kaum dass ich einer Deiner Art bin

Mard: Ach ja? *klickt mit der Zunge* Und?

Jozo: wenn ich das sage ich das so. Also unter welchen Namen kennt man Dich? Ich bin der Gelbe Golbin, genannt die Bestie aus Obenza. Das ist Mard, er sucht st├Ąndig neue Herausforderungen und Henkel, dann haben wir noch Mo, er ist bogens├╝chtig *breit grins

Mard: Mo ist keiner von uns, er spinnt!

Mard: Der ist voll irre!

Arch: mich nennen die meisten nur Bestie, Menschenfresser oder wesentlich unschmeichelhaft XXX-Fixxxer gg

Mard: Er macht Fickificki, das ist ja wirderlich!

Jozo: er hat mir einen B├╝ttel geopfert mit Blut ├╝bergossen und ihm die Arm- und Beinsehen durchgeschnitten. Er ist ein gutes Werkzeug, treu und loyal.

Arch: was ist daran widerlich?

Jozo: er ist noch jung und hat noch nie gefickifickit

Mard: Was? Er frag WAS! Was! *Glatze rauf*

Arch: so jung sieht er gar nicht mehr aus, ehr uralt ├╝ 18 garantiert gg

Jozo: ├╝18 - alt???? ich bin 23!

Arch: steinalt, asbach uralt

Mard: Mard kennt Fickificki und hat es f├╝r widerlich befunden!

Jozo: ich f├╝hle mich auch alt auf einmal

Arch: dann hat es Mard falsch gemacht gg

Mard: Jozo! Er widerspricht mir!

Jozo: ich habe es immer richtig gemacht und ich fand es gut. Alle meine Bekanntschaften auch, hat sich nie wer danach beschwert *breit grins

Mard: Hast du einen Enkel, Menschling?
HENKEL!

Arch: bei mir auch nie... *breit grins

Arch: keine Ahnung, m├Âglich. Ich zeuge nur Kinder, ich k├╝mmere mich nicht drum gg

Jozo: LOL

Mard: ich will wissen, ob du einen vermaledeiten vermurksten Henkel hast!

Arch: Nein soll ich Dir einen besorgen?

Mard: Nein, du machst das falsch! Das passt dann nicht! Zeig mal deinen her!

Jozo: so erging es mir auch nicht wahr Mard? Ich gehe nichts ahnend ├╝ber die Stra├če, so wie immer, super geschmeidigt und umwerfend aussehend, als pl├Âtzlich eine Stimme zu mir sprach.... und da wusste ich nach dem ich ihn beschn├╝ffelt hatte, das ist mein Sohn

Arch: ich zeige Dir gar nichts, halt den Sicherheitsabstand ein D├╝sterling gg

Mard: Was wei├č ich! Ich war nicht dabei!

Jozo: Hallo? Ich erz├Ąhle Euch gerade was total wichtiges, was ├╝ber MICH!

Mard: *br├╝llt* Aber ich war nicht dabei, zum Henkel noch mal!

Arch: gut fahr fort, Du bist ├╝ber die Stra├če gelaufen und einer roch wie ein Verwandter

Jozo: richtig, Mard hier war nicht dabei, aber er bezeugt es

Arch: *misstrauisch guck

Mard: *schleicht um den Menschling herum und betrachtet seinen R├╝cken* Ja, ich bezeuge es! Ich schw├Âre es, bei allem, was dir heilig ist, Mensch!

Jozo: jedenfalls ist es mir dann wie Schuppen aus den Haaren gefallen, dass ich mal mit einer Frau zusammen war. Sie fing an mich zu langweilen, ich sagte ich komme gleich wieder und habs vergessen. F├╝r hm so ungef├Ąhr 20 Jahre vermute ich

Arch: LOL.... versuch es nicht D├╝sterling....

Mard: Ha! Er droht mir! MIR!

Jozo: Mard h├Âr jetzt auf mit dem Menschen zu schmusen, w├Ąhrend ich hier was erz├Ąhle! Der macht mich ganz verr├╝ckt

Arch: ich drohe niemanden, ich warne nur...

Mard: Ich suche seinen Henkel!

Jozo: Mard ben├Âtigt st├Ąndig neue Henkel, wo er die alten l├Ąsst ist mir ein R├Ątsel. Gut Mensch meiner Art, wir ben├Âtigen einen Henkel und eine Per├╝cke. Ideen Bestie aus ├ťberall? gg

Mard: *springt auf Archibalds R├╝cken und beginnt ihn zu w├╝rgen*

Arch: was meinst Du mit Henkel? Einen abgeschnittenen Schwanz? Davon fliegen noch 46 bei meiner Tochter in der Bude rum, greift zu gg

Jozo: *misstrauisch guck

Arch: *Mard abpfl├╝ck und fest umarm* na Du *breit grins

Jozo: was macht Ihr da?

Mard: Gah! *bei├čt ihm in den ├ärmel*

Arch: *bei├čt zur├╝ck*

Mard: *kreischt wie am Spie├č* Er bei├čt mich! Er ist ├╝bergeschnappt!

Jozo: ich glaub das nicht, h├Ârt auf zu flirten! Das habe ich nicht erlaubt!
Menschenbisse tun nicht weh, die haben rundz├Ąhne

Arch: LOL

Mard: *wickelt den Greifschwanz um Archibalds hals* Doch, es kneift!

Jozo: oh.... oder auch nicht...

Arch: Lass oder ich bei├č rein

Jozo: so ein Ferkel gg

Mard: Ich dr├╝ck dir die Augen raus!

Arch: Versuchs und ich sauge Dich aus wie eine Orange

Mard: Gib mir deinen Henkel und ich lass dich gehen!

Jozo: zum Gl├╝ck hat er nicht Zitrone gesagt, dass h├Ątte mich provoziert!
Warum erz├Ąhle ich Euch ├╝berhaupt was aus meiner Familie, wenn Ihr nicht zuh├Ârt?
Und wieso fing ich damit an?

Arch: weil dieser D├╝sterling nach meinem Enkel fragte

Mard: Weil dein dummes, unn├╝tzes, gr├╝nes Werkzeug schon wieder nicht da ist und nicht hilft!

Jozo: ehrlich Mard, Du schaffst einen. Sohn, Enkel, ehe der einen killt will der das Stammbuch sehen

Arch: welches gr├╝ne Werkzeug?

Jozo: Fickarri meinen Freund gg

Mard: Wieso hilft die W├╝rge nicht! Er sollte umfallen!
Sein Hals ist kaputt!

Arch: Ich habe mir vor einiger Zeit das Atmen abgew├Âhnt gg

Jozo: wie atmen abgew├Âhnt? *misstrauisch guck

Mard: *h├Ârt auf ihn zu w├╝rgen und guckt ihn mit zusammengekniffenen Augen an*

Arch: fand ich unn├╝tz, atmen, essen und so, ich dachte komm lass sein. Besch├Ąftige Dich mit was anderem. Objekte greifen gg

Jozo: Mard atmet er?

Mard: Nur beim Reden!

Arch: Mard sag Jozo der 2. Bestie, dass Vampire nicht atmen

Mard: Jetzt auch wieder. Aber nicht beim W├╝rgen. Das ist komisch.

Jozo: Mard sag ihm dass ich die Nummer 1 bin und Vampire nicht kenne. Woher soll ich das wissen?

Arch: nur weil man es dann muss, ohne Luft kein Ton. Egal.

Mard: *schiebt Arch zwei Finger in den Mund und zieht die Lippen auseinander, um die Z├Ąhne azusehen*

Jozo: Mard sag ihm er soll uns bei├čen, damit wir auch Vampire werden!

Mard: Spitz!

Arch: *angrins*

Jozo: Und die Z├Ąhne, was ist mit denen?

Arch: LOL

Jozo: gg

Mard: *nimmt die Finger wieder raus: Bei├č uns! Wir wollen das auch!

Arch: echt jetzt?

Jozo: ja sicher, hau rein, wir essen zeitig

Mard: Da wachsen meine Eckz├Ąhne wieder nach!

Arch: wieso sind die ausgefallen?

Jozo: Baby Bestie, dass kannst Du nachher mit Mard ausdiskutieren ja, bei├č uns erstmal gg

Mard: Die haben die vermaledeiten W├╝stenaffen mir rausgerissen!

Arch: Gut wer zuerst? und wohin?

Mard: Aber eines Tages sind die Rakshaner es, die kriechen und buckeln werden!

Jozo: mich. Tja wohin wird man denn gebissen? in den Arm am besten

Arch: in den Hals

Jozo: da bin ich sehr empfindlich gg

Mard: Mich darfst du in den Nacken bei├čen! Aber ich will sch├Âne neue Eckz├Ąhne daf├╝r!

Arch: gut dann bei├če ich den D├╝sterling zuerst. Komm her *l├Ąchel

Mard: Du hast mich schon im Arm!

Arch: Jetzt wo Du es sagst gg

Jozo: irgendwie sind alle meiner Art etwas verpeilt, nur ich nicht. Seltsam

Mard: Nee, nee, der ist anders! Der spinnt! Merkst du das nicht?

Arch: ja ├Ąu├čerst seltsam... *Mards Kopf zur Seite neig und seinen Hals entbl├Â├č. Genau guck wo die Halsschlagader verl├Ąuft und fest zubei├č*

Mard: QUIIIIEEEEK!!!

Jozo: uhhhhhaaaaaaa, ei ei ei er hat zugebissen

Mard: Das war nicht der Nacken!!!

Arch: *Augen gen├╝sslich schlie├č von Mard das Blut trink*

Mard: Igitt, er nuckelt an mir!

Jozo: *ganz nah ran geh, schnupper und zuguck* herjeeeeeeee

Mard: Ah! Ohhhh!

Mard: *wird ganz lieb*

Arch: *fester zupack und die N├Ągel in Mard grab* Verzeihung *nuschel und wieder lockerer lass*

Mard: *kreisch*

Jozo: Mard? Hallo? *Mard streichel* Mard? Huhu?

Mard: Er hat mich unterbrochen!

Jozo: wobei denn?

Mard: Grad hat es mir angefangen zu gefallen!

Arch: *knurr und weitertrink*

Jozo: schon gut ich sag nichts mehr, gleich bin ich dran muahahaha

Mard: *Blick verkl├Ąrt sich*

Jozo: ohhhh er sieht so gl├╝cklich aus hups *Hand vor den Mund schlag*

Arch: *genussvoll grunz und Mard loslass* bitte

Mard: *zeigt Jozo seine Z├Ąhne* Und? Wachsen sie schon nach?

Jozo: *in Mard Mund starr* nein noch nicht, ich glaube das hat eine Infusionszeit bis es wirkt

Arch: lol

Jozo: ist doch so

Mard: Ich bin jetzt ganz sch├Ân m├╝de ... *f├Ąllt um, rollt sich fest ein und schl├Ąft auf der Stelle ein*

Arch: Inkubationszeit

Jozo: sagte ich doch

Jozo: Mard? Du solltest meinen Biss bezeugen, wieso dr├╝ckt der sich immer, wenn ich was bezeugt haben muss? Bei Bankekin hat er sich vorher nicht kennenlernen lassen und nun das!

Arch: gleichg├╝ltig komm her *breit grins

Mard: *dreht sich im Schlaf weg*

Jozo: von mir aus, aber mach es anst├Ąndig und pass auf meinen Hals auf. *Auf Archs Scho├č h├╝pf* so hier bin ich und ich bin bereit *Kopf zur Seite nehm und auf seinen Hals tipp* da bitte hin und ordentlich bei├čen. Nicht dass ich nachher nicht gut aussehe

Arch: ja alles klar, hat mein Meister auch drauf geachtet

Jozo: gut dann leg los

Arch: *Jozo umarm und findet dass er sich gut an f├╝hlt, klein und anschmiegsam gg. Kopf fester zur Seite neig und in die Halsschlagader bei├č*

Jozo: *erstaunt guck und Panik bekomm* ARGH *KREISCH*

Mard: *aufspring* WAS!

Arch: *Jozo fest umarm, nachbei├č und noch fester zubei├č*

Jozo: das... zwiebelt... omg mir wird schwindelich... der... dass... tut total weh!

Arch: Memme *nuschel und weitertrink*

Mard: *springt auf Archibalds Kopf und rei├čt ihm Haare raus*

Jozo: *Kreisch* H├Âr auf an ihm zu rei├čen, das rei├čt an mir *keuch

Mard: Ich mach dir deine Per├╝cke kaputt!

Arch: sfg sos dasss nisch anners *weitertrink*

Jozo: was?

Mard: *zupft an Archibalds Ohren* Er h├Ârt nicht auf! Dieses Monster!

Jozo: Mard ich glaub Du hast ihn irgendwie verst├Ârt, dr├╝ck ihm den Mund auf bei den Pfoten

Mard: Bei den Pfoten???

Arch: Pforten... neun... *weitertrink* sos dass beim Abgrund

Jozo: zerbei├čt mir meinen wundervollen Hals und korrigiert mich, ich wei├č nicht was schlimmer ist *br├╝ll

Mard: *schiebt Archibald einen Zeigefinger ins Nasenloch*

Jozo: Mard halt ihn fest *versuch Arch Mund auzustemmen* Macht der Hanteltraining mit dem Kiefer oder was? *keuch

Mard: *klammert sich auf Archibalds R├╝cken und bei├čt kraftvoll in dessen Hals* Harrgh!

Arch: *Kopf sch├╝ttel und Jozo dabei rumschleuder*

Mard: *quiekt und bei├čt weiter*

Jozo: womit hab ich das verdient? *heul* ich der immer allen nur geholfen hat?

Arch: sos genuch *Loslass und Jozo ausspuck* Mirs ganz anners *├╝ber die Augen wisch

Jozo: ach Dir ist ganz anders??? DIR???? *rumeiere* von mir redet keiner! *torkel* MARD

Mard: *springt schnell weg von ihm*

Arch: *Nach Mard grabsch* Kommher

Mard: Du siehst ganz ... vanillegelb aus!

Jozo: Mard ARGH, lass den wehrlosen Mard in Ruhe

Mard: Ich???

Jozo: nach Mard die Hand ausstreck*

Mard: *rumh├╝pf*

Arch: *Jozo Hand nehm und ihn ├╝ber die Schulter werf* LOL

Jozo: Dankeeeee

Mard: Nur Ärger! Das wollt ich grad machen!

Jozo: *wieder aufrappel* uiuiuiuiuiuiiii mir ist ganz schwach auf den Beinen...

Arch: eina von eusch war nich jut *hicks und sch├╝ttel*

Jozo: *sich aufrecht hinstell und seine Z├Ąhne bef├╝hl*

Mard: Mir auch, aber ich bin ein D├Ąmon! Ich bin euch grunds├Ątzlich ├╝berlegen! *mit wackligen Beinen Jozo aufhelf* Wir wollten doch noch so viele Henkel ernten!

Arch: *auch aufsteh und seine Z├Ąhne bef├╝hl* Moment *├╝ber ein Geb├╝sch beug und ger├Ąuschvoll ├╝bergeb* so wieda da

Jozo: *baff guck

Mard: Er hat unser Blut ausgekotzt!!!

Jozo: mein Kopf! Mein Kopf f├╝hlt sich so... so klar an. So rein... so ich brauch was Denga

Jozo: Hafari? Neuro Stym? Bl├╝ten Bl├Ątter? eine Rauchstange? Hat keiner was f├╝r mich?

Arch: *Jozo anstarr*

Jozo: ich sp├╝re wie ich klar zu denken beginne, MARD

Mard: mard sagte, man kann dem menschling nicht trauen!

Mard: Er hat dich vergiftet!

Mard: Mit seiner Spucke!

Mard: H├Ârte Jozo auf Mard? *b├Âse guck

Jozo: :/

Mard: Und guck, was er mit unserem edlen Blut macht! Er kotzt es aus!

Arch: diese Quitte war verseucht *r├╝lps* so isch muss au losch. Winke un viel Spasssss mittem Jeschnk wa? *in eine Fledermaus verwandel und in Schlangenlinien davonflieg*

Jozo: ARGH er ist weg!

Mard: Mard f├╝hlt sich provoziert!

Jozo: f├╝hlt sich so hohl und leer :/

Jozo: *an Mard klammere* f├╝hlst Du Dich schon vampirig?

Mard: Nein! Er hat uns betrogen! UNS!

Jozo: Verarscht hat er uns und meinen Hals personifiziert! Guck nur! *auf die L├Âcher deut

Mard: Und meinen erst! *eigene L├Âcher zeig*

Mard: So darf er mit uns nicht umgehen!

Jozo: *genau anguck* ehrlich nicht. Menschen sind wirklich eine b├Âsartige Brut

Nicht mal seinen Henkel hat er Dir gezeigt oder seinen Enkel genannt

Mard: Ich hasse Menschen! *vor Wut aufheul*

Jozo: *mitheul* von einem Menschen missbrauch und das ich.

Mard: Der n├Ąchste Henkel wird ein Mensch! Kein Alblin!

Jozo: es h├Ątte mir auffallen m├╝ssen, als er sagte er hei├čt Bestie :/

Jozo: daf├╝r wird ein Mensch b├╝├čen, ein menschlicher Mensch, ein richtiger Mensch, ein frecher Mensch!

Mard: Wir bei├čen ihn auch in seinen Hals und rauben ihm alle Henkel, die er hat!

Jozo: richtig, wir bei├čen ├╝berall hin, bis nichts mehr von ihm ├╝brig ist. Sowas auch, wie kam der Kerl auf die Idee uns zu bei├čen?

Mard: Weil er spinnt! Mard sagte, er spinnt, und spinnt er?!

Jozo: der spinnt nicht nur, der bei├čt auch. Dich hat er zweimal gebissen, weil Du so lecker aussiehst

Mard: Aber das Bei├čen war kurz mal richtig entspannend, aber dann hat er wieder anders gebissen und mich unterbrochen!

Mard: Jetzt ist Mard nur noch schlecht.

Jozo: entspannend? Mich hat er bestimmt absichtlich so fest gebissen dass sich nichts entspannt hat

Jozo: mir auch ich f├╝hle mich so ausgelutscht, er hat mich ausgelutscht! ARGH

Mard: Ja, weil er dich nicht nah genug am Nacken gebissen hat! Nur Nackenbisse entspannen! Aber der Bl├Âdmann hat dich in den Hals gebissen!

Jozo: warum hast Du ihm nicht gesagt, dass er in meinen Nacken bei├čen soll? Der Volltrottel wusste das sicher nicht! Der hat mich vorne in die Seite gebissen

Jozo: bei├čen konnte der nicht, fliegen konnte der auch nicht :/

Mard: Es war ein Betr├╝ger!

Mard: Wir sollten ihn den B├╝tteln melden!

Jozo: die B├╝ttel tun nie was, aber gut, komm. Wir gehen zur B├╝ttelei *Mard an der Hand nehm und losmarschier bis zur Wache

Mard: *mitmarschier*

Jozo: *vor einen der B├╝ttel hinsetz* wir wurden ├╝berfallen und gebissen. Schreib das auf
[ externes Bild ]

"Damaged people are dangerous. They know they can survive." - Josephine Hart

Benutzeravatar
Jesper van Verling
Zweitcharakter
Beitr├Ąge: 6
Registriert: Mi 24. Jan 2018, 19:49
Auszeichnungen: 1
Guthaben: Gesperrt
Volk: Naridier
Steckbrief: [ externes Bild ]

Die Handelsallianz

Jesper und die Bestie

#25

Beitrag von Jesper van Verling » Sa 27. Jan 2018, 14:03

Jesper und die Bestie

Jesper hatte nicht viel zu der Friedensverhandlung beigetragen. Die Verhandlung war eine Angelegenheit der Familienangeh├Ârigen, solange ihn niemand um seine Meinung bat, hielt er sich damit zur├╝ck. Aber als er Dave gegen├╝ber sa├č, erinnerte er sich, wie schwer seine eigene Schuld und sein ureigenes Versagen wog.

Er trug die gleiche Schuld wie seinerzeit Alastair, Kunwolf und Brandur - er wusste von Archibalds Taten und hatte geschwiegen.

Nein, war er ehrlich zu sich selbst, wog seine Schuld viel schwerer als die der drei. Wo die anderen drei nur die Ohren verschlossen hatten vor dem Grauen dass sie h├Ârten, hatte er nicht nur weggeh├Ârt, sondern weggesehen und das Grauen bewusst aus seinem Verstand ausgeschlossen.

Und im Gegensatz zu Brandur der daf├╝r k├Ąmpfte die Reste der Familie und die ├ťberreste der einzelnen Personen wieder zu einen, h├Ątte er die Chance gehabt einzuschreiten ohne selbst dabei zu Schaden zu kommen.

Er wusste aus erster Hand zu was Archibald umschlagen konnte.

Wo Brandur vor Jahrzehnten aus Angst die Ohren verschloss und sich die schrecklichsten Bilder ausmalte, wusste Jesper was tats├Ąchlich mit denen geschah, die Arch in seinen Klauen hielt wenn der Wahnsinn ihn ├╝bermannte.

Brandur einen Vorwurf zu machen, dass er nicht eingeschritten war, war ein grenzenloser Hohn. Der Mann hatte eine eigene Familie, er hatte ein eigenes Leben und er hatte selbst genug zu leiden. Er trug wie alle aus seiner Familie sein eigenes aus Grausamkeiten geschn├╝rtes P├Ąckchen.

Und keine Person bei klarem Verstand, h├Ątte sich einem Wesen wie der Bestie in den Weg gestellt. Niemand der mit eigenen Augen einst sah, was Jesper sah. Unten in tiefster Nacht im tiefsten Keller, als die Bestie voller wahnsinniger Wonne eines ihrer Objekte fra├č.

Wer h├Ątte von all jenen die Brandur der Unt├Ątigkeit beschuldigten sich selbst in jenem Moment gewagt der Bestie ihr Opfer zu entrei├čen? Er selbst hatte nicht den Mut dazu gehabt, er versp├╝rte in dem Moment nur Angst jenseits seiner Vorstellungskraft.

Dabei h├Ątte er die M├Âglichkeit gehabt es zu beenden. Hunderte, Tausende, unz├Ąhlige Gelegenheiten hatte er gehabt Archibald gefahrlos zu beseitigen. Er hatte sie verstreichen lassen. Die Bestie schlief fast vier Jahrzehnte an seiner Seite. Sie schenkte ihm ihre Gunst, sie besch├╝tzte ihn, sie flickte ihn bei Verletzungen zusammen, sie k├╝mmerte sich um ihn.

Wie oft hatte er seine Pranke schon um die Kehle der Bestie geschlossen, w├Ąhrend sie unter ihm lag?
Wie oft hatte er sie im Genick gepackt, w├Ąhrend er sie liebte?
Er h├Ątte nur ein einziges Mal die Hand mit aller Gewalt schlie├čen m├╝ssen.
Die Bestie w├Ąre gestorben, er h├Ątte sie get├Âtet und damit hunderte andere Leben gerettet.

Aber er hatte es nicht getan, denn die Bestie war nur eine Seite des Mannes, den er abg├Âttisch liebte.

Ein zerbrochener und gebrochener Mann. Bewusst von seinen Eltern zerst├Ârt an Geist und Seele, damit er ihren Anforderungen entsprach. Sie hatten ihm vom ersten Tag seines Lebens an keine Chance gegeben. Und damit unz├Ąhligen unschuldigen Seelen ebenfalls jede Chance auf Leben geraubt.

Letztendlich fanden sie so selbst den Tod. Denn ihr eigener Sohn tat genau dass, wof├╝r sie seine Seele derma├čen deformiert hatten.

Und in ihrer verdrehten, krankhaften Logik rettete die Bestie dass was sie selbst nie besitzen durfte - die Kindheit.

Manchmal in sonderbaren ganz nahen und sehr seltenen Momenten erz├Ąhlte die Bestie davon was sie sich w├╝nschte, wovon sie tr├Ąumte. Jesper sa├č ihr gegen├╝ber und begriff, wie das Leben, jede einzelne Entscheidung die einst andere f├╝r diesen Mann getroffen hatten, ihn dorthin gef├╝hrt hatten wo er nun war.

An diesen seelischen grausamen Ort, in diesen Abgrund aus dem es kein Entkommen f├╝r ihn gab, obwohl er verzweifelt nach einem Ausweg suchte.

Als w├╝rde ein Schleier gehoben, sah Jesper in diesen geheimnisvollen Augenblicken wer der Mann jenseits der Bestie war. Er sah wie und was f├╝r ein Mann Archibald h├Ątte werden k├Ânnen. Es war die Ahnung von etwas so Gewaltigem, Ungeheurem, dass er scharf einatme, den Kopf sch├╝ttele und sich fragte, wer wohl beim letzten Poker-Spiel in der Truppe gewonnen hat, nur um den gewaltigen Klo├č in seiner Kehle loszuwerden.

Die L├Âsung war nicht Brandur daf├╝r zu beschuldigen, was Alastair aus Dunwin und ihnen allen geformt hatte. Die L├Âsung war auch nicht Brandur anzukreiden, wozu Archibalds Eltern ihren Sohn verunstaltet hatten.

Die L├Âsung durfte nicht sein diesen Mann, den sie Bestie nannten zu t├Âten, dass hatten seine Eltern direkt nach seiner Geburt getan. Die L├Âsung war ihm ein Leben zu schenken.
Ihnen allen, die nie eines besessen hatten.
Jesper musterte Brandur.

Ein Nekromant, ein Magier des Todes hatte den richtigen Weg gew├Ąhlt, den Weg des Lebens.

Benutzeravatar
Archibald von Dornburg
Zweitcharakter
Beitr├Ąge: 90
Registriert: Sa 25. Nov 2017, 22:34
Auszeichnungen: 2
Guthaben: Gesperrt
Steckbrief: [ externes Bild ]

Die Handelsallianz Rote Laterne

Linhards Leibw├Ąchter --203 n.d.A.

#26

Beitrag von Archibald von Dornburg » Sa 10. Feb 2018, 14:59

Linhards Leibw├Ąchter--203 n.d.A.


Dunwin gesellte sich zu Archibald und musterte seinen alten Kumpel eingehend.

"Du warst stets mein Vertrauter... Archibald...
Du warst mein W├Ąchter... und dennoch starb ich...
Ich wei├č um Deine F├Ąhigkeiten... und ich erwarte, dass Du sie f├╝r Linhard einsetzt...
Diene ihm, wie Du mir einst dientest... nur effektiver...", erkl├Ąrte Dunwin.

Archibald taxierte Dunwin und lie├č sich mit seiner Antwort etwas mehr Zeit, als es geb├╝hrlich war.

"Deinen Tod habe ich weder gewollt, noch verursacht. Im Gegenteil, er hat mich getroffen, ob Du es glaubst oder nicht. Aber auch ich schlafe und wann, war Dir bekannt", hielt Arch dagegen.

"Scheinbar war es aber auch meinen M├Ârdern bekannt Arch...
Ich riet Dir bereits einst... pflege Deine Unberechenbarkeit...
Wenn man nach Deinen Gewohnheiten die Uhr stellen kann... bist Du nicht effektiv...", hielt Dun dagegen.

"F├╝r Deine Rachegel├╝ste bin ich der falsche Adressat... wie w├Ąre es mit Deinen M├Ârdern? Und meiner Meinung nach, warst Du nicht so wehrlos, wie Du Dich nun gerne darstellst. Aber Du bist sicher wie Dein Bruder ein alter, kranken, toter Mann", zischte Archibald.
"Spar Dir Deine kratzb├╝rstige Art mir gegen├╝ber. Ich kann Dir immer noch zeigen, wo Dein Platz ist. Zudem geht es mir nicht um Schuldzuweisung Dornburg, sondern darum Dir Deinen neuen Platz zu zeigen... auf friedliche Art. Allerdings mit einer Ermahnung, es diesmal besser zu machen...

Wie ich zu Anfang sagte... ich erwarte... nein ich verlange, dass Du Linhards Lehrmeister wirst...
Dass Du ihn ausbildest... dass Du ihn besch├╝tzt.... dass Du ihm beistehst...
Was gibt es daran nicht zu verstehen?... Eine klare Weisung...
Ihr kennt Euch noch nicht... kein Grund abzulehnen Arch...", erkl├Ąrte Duwin und ging auf Archibald zu, der seinerseits den R├╝ckw├Ąrtsgang einlegte.

"Darauf legt weder Linhard, Brandur noch ich Wert und h├Âr auf mir nachzusetzen", gab Archibald zur├╝ck.
"Auch dass wei├čt Du nicht... ich muss Dir nicht nachsetzen, wenn Du stehen bleiben w├╝rdest...
Du wirst mir zu Linhard folgen... Du hattest zugesagt ihn zu unterrichten Arch...
Du hast Dein Wort gegeben... Worte sind bindend...", hielt Dunwin grinsend dagegen.

"Ach ja ich erinnere mich... so wie Du Dein Wort gehalten hast... Bruder?", murrte Arch.
"Wo brach ich mein Wort?", fragte Dun erstaunt.

"Wo Du Dein Wort gebrochen hast? Du hast Brandur in mein Haus gef├╝hrt und ich meine mich grob zu erinnern, dass dieses fette... das der Kerl mich beklaut hat! Ich kann mich nat├╝rlich auch t├Ąuschen und ich habe mir das alles nur eingebildet. Ebenso muss ich mir eingebildet haben, dass Du ├╝berhaupt nichts dagegen unternommen hast. Vielleicht ist das ja bei Euch so ├╝blich, die Gastgeber schamlos auszurauben, aber bei mir nicht. H├Ątte ich sonst vorher wissen m├╝ssen, dann h├Ątte ich s├Ąmtlichen Plunder aus Deiner Bude weggeschleppt", knurrte Arch, was Dunwin schallend loslachen lie├č.

"Du bist total verr├╝ckt Archibald... Dein Sarkasmus ist erheiternd, Du alte Giftspritze", lachte sich Dunwin schlapp.
"Oh was witzig... Ich kann ja verhungern...", schmollte Arch.
"Du musst nicht verhungern Archi, Du musst nur Deine Nahrungswahl nur etwas weiter streuen...
Zudem wolltest Du ja eh drauf verzichten, mein Lieber. Das war aber nicht Thema unseres Gespr├Ąchs...", grinste Dunwin.
"Thema unseres Gespr├Ąchs war, dass Du mir Dein Verrecken in die Schuhe schieben willst. Aber das lasse ich mir nicht ankreiden. Ich kann nicht rund um die Uhr auf Dich aufpassen Dunwin und die Frage w├Ąre dann auch wo war Canan? Du kannst nach jedem Deiner M├Ąnner oder Frauen fragen, wo die zu dem Zeitpunkt waren. Sicher standen wir uns anders nahe, aber Canan war stets an Deiner Seite... permanent! Gut der Wahrheit geschuldet... ich habe es mich selbst oft genug gefragt, wieso ich nicht dort war um Dir beistehen zu k├Ânnen. Meinst Du ich wollte, dass Du abgeschlachtet wirst? Glaubst Du das tats├Ąchlich? Dann hat sich jedes weitere Gespr├Ąch er├╝brigt und wir gehen besser getrennter Wege", antwortete Archibald.

"Nein Arch, wir gehen ganz sicher nicht getrennter Wege...
Wohin Du gehst bestimme immer noch ich...
Arch... zum dritten Mal...
Was ich von Dir m├Âchte, habe ich Dir erkl├Ąrt...
Du wirst Linhard genauso zur Seite stehen... wie einst mir...
Um unserer alten Freundschaft Willen... na komm Archi", schmunzelte Dunwin.

"Von mir aus... ich werde tun was Du verlangst und dann lass mich in Ruhe", zischte Archibald.

Dunwin musterte Archibald, verschr├Ąnkte die Arme vor der Brust und zog fragend eine Augenbraue hoch.

"Ich k├Ânnte Dich auch einfach besetzen und benutzen... was ich nicht werde Archi...
Wir kennen uns eine Ewigkeit...
Ich kenne Dich l├Ąnger und wesentlich besser als meine eigene Familie...
Also m├Âchtest Du mir nun sagen, was los ist...
Zu Jesper warst Du genauso... zu Deinem Jes...
Und wir beide wissen... wann Du so reagierst... also?
Reden oder schmollen Arch? Ich frage Dich kein zweites Mal...", erkl├Ąrte Dunwin.

"Reden...", lenkte Archibald ein.

"Na dann... was ist los?", fragte Dunwin freundlich.
"Ich hasse Dich...", antwortete Archibald.

Dunwin glotzte Archibald wie von Donner ger├╝hrt an.

"Wie bitte?!?", fragte Dun total verdattert.
"Ich hasse Dich. Daf├╝r dass Du so d├Ąmlich warst, Dich umbringen zu lassen. Daf├╝r dass Du mich allein gelassen hast. Daf├╝r dass unsere ganze Gruppe zerfiel, nur weil Du einmal nicht aufgepasst hast. Daf├╝r dass Du alles zerst├Ârt hast!

Und ich hasse Dich daf├╝r, dass Du zur├╝ckgekommen bist und zu diesem... ETWAS hier wurdest. Dieses Etwas, dass auf einmal eine v├Âllig andere Person, ist. ├ťber Dinge sprich als w├Ąre es mehrfach auf den Kopf gefallen, von denen es fr├╝her aber Ahnung hatte. Das auf einmal liebevoll ├╝ber seine Familie spricht. Seine tats├Ąchliche bucklige Blutsverwandtschaft und nicht ├╝ber uns! Dabei waren wir fr├╝her Deine Familie!

Das schlagartig das Liebenswerte in seiner Brut entdeckt, der es fr├╝her die Pest an den Hals w├╝nschte. Das Gnade f├╝r den d├Ąmlichen Hexer verlangt, der ihn t├Âtete.
Von Davard, das kleine, dumme St├╝ck Schei├če, dass ich fast jeden Abend auf die eine oder andere Weise fertig gemacht habe. Von so einem l├Ąsst Du Dich umbringen!!!

Und dann besitzt Du noch die Dreistigkeit mit "Deinem Bruder", der eigentlich tot sein sollte, in mein Haus zu latschen und mir auch noch den Rest meines Lebens wegzunehmen. Ich habe Dich nicht verraten... Der Verr├Ąter an uns allen, dass bist Du Dunwin von Hohenfelde!
Ich hasse Dich, abgrundtief", ereiferte sich Archibald.

Dunwin rieb sich mit einer Hand ├╝bers Gesicht, eine Geste die er aus uralten Zeiten immer noch beibehalten hatte, obwohl er eigentlich nichts mehr weiter war als astrale Energie.

"Archi... komm her...", fl├╝sterte Dun.
"Vergiss es. Gut, ich hasse Dich nicht... ich bin stinksauer auf Dich...", gab Arch zur├╝ck.

"Arch... Du hasst mich nicht... Du bist auch nicht stinksauer...
Du trauerst um mich...
Um die alten Zeiten... dass kannst Du mir doch sagen...
Au├čerdem hast Du auch noch Jesper, der mag Dich wei├čt Du?...
Gut ich habe unser Thema auch bl├Âde angefangen...
Du warst in letzter Zeit aber nicht gerade umg├Ąnglich...
Wieder gut und von vorne?", hakte Dun leise nach.

"Ich wollte Euch nicht verlieren... nicht so. Ja wieder gut, von vorne muss nicht sein, ich werde Deiner Bitte entsprechen und mich um Linhard k├╝mmern. Ich habe Jesper genauso angeranzt, dass hat er nicht verdient. Ich habe mich ziemlich unfair zu ihm verhalten. Einerseits habe ich mich gefreut ihn wieder zu haben und auf der anderen Seite ist er nun DAS", st├Âhnte Arch.

"Arch... mag er Dich deshalb weniger? Oder Du ihn? Wie ich sagte, es ist Dein Jesper", sagte Dunwin.
"Keine... hm keine Ahnung? Ja? Nein? Wei├č nicht, m├Âglich. Ich vermute nein?", gr├╝belte Archibald.

"Eine sehr pr├Ązise Antwort Arch", grinste Dun, "er mag Dich genauso wie immer."
"Aha", sagte Arch und schmunzelte kaum merklich.

"Ich Dich ├╝brigens auch und genau aus dem Grund versuche ich Dir klar zu machen, was ich durch den Verlust des Fleisches, sprich meines K├Ârpers erfahren habe. Ich versuche Dir beizustehen. Jesper und ich versuchen Dich zu retten.

Das verstehst Du nur nicht, da Du lieber bockig bist Arch. Bis zu einem gewissen Grad, kann ich Dir entgegenkommen. Aber ich kann Dich nur retten, wenn Du Dich retten lassen willst. Kommt es zum schlimmsten Fall und das Ganze w├╝rde zur falschen Seite kippen, k├Ânnen wir Dir irgendwann nicht mehr beistehen. Jesper noch weniger als ich, er hat ein Leben zu verlieren. Wenn Du uns derma├čen vermisst hast, m├Âchtest Du es dann nicht f├╝r uns versuchen? Nur mal auf Probe hm?", fragte Dunwin gutm├╝tig.

"Dunwin... von mir aus... in Ordnung. Sag mir einfach was ich probieren soll", st├Âhnte Arch ergeben.

"Das ├╝berrascht mich jetzt... ehrlich... gut! Sehr gut sogar. Versuche den Hunger zu unterdr├╝cken. Versuche ihm einige Zeit nicht nachzugeben. Jeder Tag z├Ąhlt. Und halte Dir immer die Tage vor Augen, die Du schon geschafft hast. Dann kannst Du vielleicht leichter wiederstehen, sobald Du sonst sagen wir mal 20 Tage verlierst und bei null anf├Ąngst. Versuchst Du es Archi?", freute sich Dun.

"Ja ich versuche es doch schon! Bekomme ich daf├╝r auch etwas? Wenn es funktioniert?", fragte Archibald.

"Was m├Âchtest Du daf├╝r denn haben, dass wir Dein Leben retten?", hakte Dunwin kopfsch├╝ttelnd nach, was Arch grinsen lie├č.
"Da musst Du selbst drauf kommen, aber die Belohnung wird nur f├Ąllig wenn ich bestehe", erkl├Ąrte Arch freundlich.
"Abgemacht... Du bist mir manchmal ├Ąhnlicher als mir lieb ist... ", erinnerte Dun.



****


Dunwin f├╝hrte Archibald zu Linhard und schmunzelte beide aufmunternd an.

"Beschnuppert Euch ein bisschen, Ihr solltet Euch gut verstehen, denn Ihr habt die gleichen Interessen. Arch Du wirst Linhard alles beibringen, was er wissen muss. Du Linhard, wirst Dein Bestes geben um alles zu lernen. Ich lass Euch beide alleine", erkl├Ąrte Dunwin freundlich und lie├č die zwei allein, so wie er es angek├╝ndigt hatte.

Linhard wie auch Archibald schauten Dunwin noch einen Moment nach, ehe sie sich taxierten.

"Wann beginnen wir mit dem Unterricht?", fragte Linhard freundlich um das Gespr├Ąch zu er├Âffnen.
"Gleich. Darf ich Dich etwas Privates fragen?", hakte Arch nach.
"Von mir aus", gab Linhard vorsichtig zur├╝ck.
"Eine Frage die eine Warnung beinhaltet. Ich fange mal von vorne an. Duwin bat mich nicht grundlos Dich auszubilden, ebenso bat er mich nicht grundlos Dich zu besch├╝tzen und Dir beizustehen, bis Du auf eigenen Beinen stehen kannst. Sein Vater Alastair nutze ihn als Waffe, so wie Du Deinen Degen. Was glaubst Du bist Du f├╝r Brandur?", fragte Archibald.

"Du wagst Dich auf sehr unsicheren Boden. Ich bin Brandurs Sohn, sein Adoptivsohn. Im Gegensatz zu meinem Erzeuger, wollte er mich haben. Das d├╝rfte Deine Frage wohl beantworten", knurrte Lin.

"Nein, dass beantwortet nichts. Beruhige Dich, ich beabsichtige nicht Dich zu provozieren, sondern ich m├Âchte nur dass Du Dir Deine Situation vor Augen f├╝hrst. Falls Du danach immer noch der Meinung bist, dass Brandur Dein Vater ist, freut mich das f├╝r Dich. Falls nicht... werde ich Dir beibringen, wie man aus unliebsamen Verwandte - entfernte Verwandte macht. Zur rechten Zeit verstehst sich. Frage - woher wei├čt Du, dass Du Brandurs Adoptivsohn bist? Hast Du die Urkunde gesehen?", hakte Archibald nach.

Lin musterte Archibald grantig, aber da er um das K├Ânnen von ihm wusste und er von ihm lernen wollte, musste er sich wohl oder ├╝bel etwas mit ihm arrangieren. Und ihn in seine Schranken weisen konnte er nicht, daf├╝r reichten seine F├Ąhigkeiten nicht aus. Verglich man sie mit Raubtieren, dann waren sie beides Panther - aber sein Gegen├╝ber war ein uralter Kater mit messerscharfen Klauen und er war ein junges K├Ątzchen. Zudem musste er auch lernen, sich solchen Situationen zu stellen.

"Gut Du bekommst Deine Antworten, daf├╝r bekomme ich auch ein paar. Ja ich wei├č mit absoluter Sicherheit, dass Brandur mein Adoptivvater ist, ich war dabei als wir im Rathaus alles unterschrieben haben, ich habe sogar die Urkunde gesehen. Kurzum ich war bei der Ausfertigung dabei.
Frage von mir - stimmt es das Du Menschen frisst?", fragte Lin grinsend.

"Ja das stimmt, beziehungsweise entsprach den Tatsachen. Nun nicht mehr, ich habe dem entsagt nach einem langen und ausf├╝hrlichen Gespr├Ąch mit Kasimir. Er hat mir sozusagen den Weg zur├╝ck gezeigt.

Gut Du wei├čt also dass Du Brandurs Adoptivsohn bist. Das ist allerdings bedeutungslos, da er Dich jederzeit, wenn er Dich nicht mehr ben├Âtigt, genauso aus der Familie versto├čen kann, wie Dich einst Ansgar verstie├č. So wie ich das verstanden habe, zieht Brandur doch hier das ganze Schauspiel nur auf, um Dich auf den Familiethron zu erheben.

Ehrlich, Dein Erzeuger hat Dich daf├╝r verachtet, dass Du bist was Du bist.

Dunwins Erzeuger hat ihn ebenso daf├╝r verachtet. Glaubst Du Brandur ist da anders? Er h├Ątte Dich doch umgehend auf den Thorn setzen k├Ânnen und h├Ątte einfach Deinen Berater gegeben. Warum sitzt er dort, anstatt Du?

Mal dar├╝ber nachgedacht, dass Du f├╝r ihn nichts weiter bist, als eine scharfe und ├Ąu├čerst praktische Waffe? Ein paar warme Worte k├Ânnen so manche Seele einlullen, lass Dich von Worten nicht blenden.

Einzig und allein Taten z├Ąhlen und bis jetzt habe ich keine einzige Tat gesehen, die ausschlie├člich Dir zu Gute k├Ąme. Er hat Dich Deiner Familie entrissen, er hat Deine Familie zerst├Ârt, er schnitt Dir jeden R├╝ckweg ab.

Und er hat Dich gek├Âdert, angef├╝ttert - das habe ich auch mit meinen Objekten getan. Hier ein Leckerchen, dort ein liebes Wort, jeder Mensch sehnt sich danach, gewollt, gemocht oder vielleicht sogar geliebt zu werden. Und dann, wenn das Objekt handzahm ist und jede Scheu verloren hat, greift man zu. Wann greift er zu? Denk einfach mal dar├╝ber nach", schmunzelte Archibald.
[ externes Bild ]

"Damaged people are dangerous. They know they can survive." - Josephine Hart

Benutzeravatar
Archibald von Dornburg
Zweitcharakter
Beitr├Ąge: 90
Registriert: Sa 25. Nov 2017, 22:34
Auszeichnungen: 2
Guthaben: Gesperrt
Steckbrief: [ externes Bild ]

Die Handelsallianz Rote Laterne

Die letzte Beobachtung -- 203 n.d.A.

#27

Beitrag von Archibald von Dornburg » Sa 17. Feb 2018, 15:58

Die letzte Beobachtung -- 203 n.d.A.

Sie seufzte, strich sich mit einer Hand durch die langen, braunen Haare und sp├╝rte den Wind auf ihrer Haut. Sie vermisste das Meer, den stetigen Wind der den Geruch des Salzes und der Freiheit mit sich trug.

Ein Ger├Ąusch, vielmehr fast eine Wahrnehmung lie├čen sie innehalten. In einiger Entfernung ersp├Ąhte sie eine schlanke, komplett vermummte Gestalt.

Ein Schatten der wie einer der steinernen Wasserspeier aus Almanien auf dem Dach ihres Geb├Ąudes hockte. W├Ąhrend sie den Schatten musterte, kletterte dieser geschickt die Fassade des Hauses hinunter.

Auf dem Fenstersims darunter lie├č er sich nieder. Der Wind frischte auf. Sie f├╝hlte die K├Ąlte unangenehm auf ihrer Haut. Sie war hart, taff, eine ausgezeichnete K├Ąmpferin und dennoch lag eine Verletzlichkeit in ihren Augen, die niemand verstand. Sie blickte zum Himmel hinauf.

Es war fast Zeit, dass sie heimkehrte und ihr Zimmer aufsuchte.

Im Gegensatz zu dem Schatten, konnte sie nicht wie eine Wanze die Fassade entlang klettern. Der Sprung bis zum Fenster musste m├Âglich sein, sie war gut in Form, trainierte mehrere Stunden t├Ąglich. Aber lautlos wie der Schatten w├╝rde ihr Erscheinen nicht ablaufen.

Allerdings gab es noch eine andere M├Âglichkeit.

Sie konnte zum n├Ąchsten Geb├Ąude eilen und jeden Bewohner vor den Hauseingang abfangen, bevor sie ├╝berhaupt einen Fu├č drau├čen setzen.

Damit w├Ąre sie der gesamten Gefahr aus dem Weg gegangen.
Ein guter Plan, lobte sie sich in Gedanken selbst.

Dann wurde Licht entfacht. Licht im Fenster vor dem der Schatten sa├č. Sie biss vor Wut die Z├Ąhne fest zusammen und zischte einen Fluch. Sie nahm einige Schritte Anlauf, rannte los und sprang.

Sie landete wie eine ├╝berdimensionale Katze auf dem Fenstersims. Aber sie hatte zu viel Schwung, st├╝rzte nach vorne und konnte gerade noch die Arme sch├╝tzend vor ihr Gesicht rei├čen, als der Schatten seitw├Ąrts nach ihr austrat und sie damit zur├╝ck auf die Stra├če schleuderte.

Der Tritt wie auch der Aufschlag waren hart genug um ihr f├╝r einen Moment fast das Bewusstsein zu rauben. Der Schatten landete leichtf├╝├čig neben ihr und z├╝ckte sein Schwert.

Sie sprang auf die Beine, hechtete seitlich an dem dunklen Schatten vorbei, z├╝ckte ihr Schwert und wandte sich mit einem Sprung dem Schatten zu.

Nebenbei bemerkte sie, dass ihre H├Ąnde blutverschmiert waren.
Ein Wurfmesser bohrte sich neben ihr in den Boden, w├Ąhrend sie mit einer seitlichen Halbdrehung auswich. Ihr Herzschlag beschleunigte sich, und einen kurzen Moment schien sich die Zeit zu verlangsamen. Sie zog sich wie z├Ąhfl├╝ssiger Sirup dahin.

Sie bewegte sich bereits, bevor sie es bewusst wahrnahm. Das N├Ąchste was sie bewusst sp├╝rte war, wie sie gegen die Wand prallte und ihr K├Ârper vor Schmerz aufkeuchen wollte.

Ihre Lippen blieben dennoch versiegelt.

Der vermummte Angreifer hatte blitzartig zugetreten und sie damit vor die Wand geschleudert. Er hatte ein weiteres mattschwarzes Messer zwischen den Fingern. Etwas Verschwommenes zischte in diesem Moment auf den Schatten zu.

Sekunden sp├Ąter kickte sie als Antwort die Beine des Schattens weg und er st├╝rzte, leider nicht mit dem Gesicht voran auf die Stra├če, sondern er fing sich mit einem schon an Akrobatik grenzenden Drehsprung ab, kam in der Hocke auf und schlug aus der gleichen Bewegung heraus mit seinem Schwert zu. Seltsame Runen flammten auf der Klinge auf.

Ihre Augen verengten sich zu schmalen Schlitzen, ihre Klinge zuckte gerade noch rechtzeitig sch├╝tzend nach vorne um die des Angreifers abzublocken.

Der Vermummte wich mit einer Seitw├Ąrtsbewegung aus, sprang mit einem Satz wieder auf die Beine und schleuderte sein Schwert ├╝ber seine Feindin hinweg. Meterweit entfernt grub sich das Jianschwert mit der Klinge voran in den Boden.

Der Kerl hatte sich selbst entwaffnet!

Sie konnte ihr Gl├╝ck nicht fassen. Arroganz kam vor dem Fall, dass wusste sie. Ihre Klinge stie├č zu, sofort die Dummheit des Gegners ausnutzend. In der gleichen Sekunde fiel die Kleidung des Feindes leer in sich zusammen.

Erschrocken keuchte sie auf.

Sie stie├č ihr Schwert ungl├Ąubig in den leere Kleidung. Wo war der Kerl hin?

Die Frage beantwortete sich einen Augenblick sp├Ąter, als mit brachialer Gewalt die Klinge des Jians durch ihren Brustkorb stie├č. Sie wurde mehrfach umgedreht und zur Seite aus ihren Oberk├Ârper gerissen.

Die Kleidung war nicht leer ins sich zusammen gefallen, wie sie geglaubt hatte, sondern eine kleine Fledermaus war aus dem Sehschlitz der Kapuze nach oben geschossen, hatte einen Senkrechtstart hingelegt und neben dem Jian sofort wieder menschliche Gestalt und das Schwert an sich genommen.

Rassiermesserscharf und unerbittlich durchtrennte die Artefakt-Klinge Fleisch, Sehnen, Knochen und Blutgef├Ą├če.
Ihr Blickfeld verrutschte, als ihr Oberk├Ârper neben ihren Unterk├Ârper im Dreck der Stra├če aufschlug. F├╝r einen Augenblick sah sie in die eiskalten blau-gr├╝nen Augen ihres nackten Feindes, der mit runenverziertem K├Ârper und ebenso geschm├╝ckter Klinge in der Hand ├╝ber ihr stand.

Ihr Blick verschwamm, verkl├Ąrte sich.
Die Lippen des ├╝ber und ├╝ber t├Ątowierten Feindes teilten sich zu einem freundlichen, fast einnehmenden L├Ącheln.

Er l├Ąchelte breiter. Aus dem L├Ącheln wurde ein breites, unmenschliches Grinsen gespickt mit rasiermesserscharfen Z├Ąhnen. Die d├Ąmonische Fratze l├Ąchelte noch eine Spur breiter...

Bevor sie mit rasender Geschwindigkeit unglaublich weit den Kiefer aufsperrte. Ihr mit den rasiermesserscharfen Z├Ąhnen die Kehle herausriss. Schw├Ąrze umfing sie, als die Bestie sie vom Boden hochriss und anfing zu trinken.

Ein Schlag grauenvoller Schmerzen schleuderte den Rest von Rineldas Seele von dieser Welt, als die Bestie ihre ├ťberreste achtlos fallen lie├č und als kleiner schwarz-grauer Pelzball davonflog...
[ externes Bild ]

"Damaged people are dangerous. They know they can survive." - Josephine Hart

Benutzeravatar
Archibald von Dornburg
Zweitcharakter
Beitr├Ąge: 90
Registriert: Sa 25. Nov 2017, 22:34
Auszeichnungen: 2
Guthaben: Gesperrt
Steckbrief: [ externes Bild ]

Die Handelsallianz Rote Laterne

Archibalds Tauchgang - Chat-RPG 21.02.203 n.d.A.

#28

Beitrag von Archibald von Dornburg » Do 22. Feb 2018, 00:10

Archibalds Tauchgang - Chat-RPG 21.02.203 n.d.A.


Dave hatte alle ben├Âtigten Utensilien zusammengetragen. Gemeinsam mit Kariakin machte er sich auf den Weg zum verborgenen Tal, dorthin wo Wolfram von Wigberg eigentlich in aller Abgescheidenheit lebte. Die beiden planten den Flug so, dass sie in aller Fr├╝he ankamen, so dass es gerade Tag wurde. Vor dem Tal, genau genommen vor dem Zugang landete Kariakin und Dave schickte Chirag mental eine Botschaft, dass er vor Ort sei und alle bestellten "Leckereien" f├╝r ihren Freund dabei h├Ątte. Er solle kurz nach drau├čen kommen, vor das Tal. Dort w├╝rde er ihm alles N├Âtige in die Hand dr├╝cken.

Chirag de Dupont:
Es dauerte nicht lange, bis Chirag den Platz erreichte. Er hatte seine Sachen stehts griffbereit liegen, so dass er rasch angezogen war und war zu Fu├č recht flink unterwegs. Nur seine Haare musste er offen tragen, da er allein nicht in der Lage war, sich einen Zopf zu machen. "Bonjour monsieur. Gut, dass du es noch vor der Abreise einrichten konntest, `ierher zu kommen. `ast du alles dabei?"

Dave:
"Nat├╝rlich, alles wie versprochen. Badesalz zum wabbligen Wohlf├╝hlen, Rohypnol um das Vergessen zu f├Ârdern, falls es n├Âtig sein sollte. Und noch etwas das Kr├Ąmpfe und h├Âllische Kopfschmerzen verursacht, falls Dir die Ideen ausgehen. Ich w├╝nsche Dir gutes Gelingen. Falls es gelingt, lass mich danach bitte Deine Erinnerung auslesen. Ich werde behutsam sein. Aber ich m├Âchte sehen wie er stirbt. Hier", sagte Dave und reichte Chirag den Beutel.

Chirag de Dupont:
"Das l├Ąsst sich einrichten. Ich kann diesen Wunsch verstehen. Sind die Flaschen beschriftet?" Chirag sah in den Beutel hinein.

Dave:
"Ja keine Sorge, es steht alles drauf. Du musst keine Bedenken haben, wobei gleichg├╝ltig was Du ihm verabreichst, alles wird ihm nicht gut tun. Tags├╝ber schl├Ąft oder badet er. Jedenfalls rennt er nie drau├čen herum. Es ist Deine Chance", fl├╝stere Dave und fragte sich wieso er fl├╝sterte

Chirag de Dupont:
"Unsere Chance", korrigerte Chirag. "Ich respektiere seine F├Ą`igkeiten als Schwertmeister, doch ich verachte die Person. Er verdient, was er bekommt und er bekommt, was er verdient. Bleibst du mit mir in Verbindung oder l├Ąsst du dich ├╝berraschen?"

Dave:
"Ich w├╝rde gerne mit Dir in Verbindung bleiben, aber ich habe Angst Dich abzulenken. Was geschieht, wenn ich verursache das Du versagst und er Dich holt? Kann ich einfach so Deine Gedanken mitlesen? Ohne das es Dich st├Ârt? Nein, lass es gut sein, besser ich lese sie im Nachhinein. Keine fremde Pr├Ąsenz in Deinem Kopf. Nun seine F├Ąhigkeiten seinen Beruf betreffend sind au├čergew├Âhnlich. Aber ich denke er hat sie auch nur perfektioniert, da er nichts anderes hat. Dies und die Jagd und daf├╝r ben├Âtigt er sie. Das geht Hand in Hand, wie bei meinem Vater. Nun ich kann Dir nur das Beste und viel Gl├╝ck w├╝nschen, ich w├Ąre Dir keine Hilfe", erkl├Ąrte Dave.

Chirag de Dupont:
Chirag zog ein geq├Ąltes Gesicht. "Mir viel Gl├╝ck zu w├╝nschen, ist keine gute Idee." Er zeigte auf den Wappenrock, den er trug, die schwarze Wolke mit dem Blitz. "Es w├Ąre besser gewesen, du `├Ąttest mir Erfolg gew├╝nscht. `offen wir, dass du das Ungl├╝ck nicht `eraufbeschworen `ast. F├╝r den Fall, dass wir uns nicht wider sehen, w├╝nsche ich dir, dass du den Rest deines Lebens mehr genie├čen kannst als den traurigen Beginn. Ich bin in wehm├╝tiger Stimmung. Ich sollte gehen." Damit drehte er sich um und ging, den Beutel mit den Flaschen in seiner einzigen Hand.

Dave:
Der Magier schaute Chirag hinterher. "Nun dann viel Erfolg, irgendwann muss das Gl├╝ck Dich doch auch mal finden. Danke f├╝r die W├╝nsche... dito", fl├╝sterte Dave. Kariakin schaute Dave und dann Chirag an. "Aufbruch?", fragte der m├Ąchtige Greif. "Ja Aufbruch", best├Ątigte Dave mit einem Klo├č in der Kehle.

Chirag de Dupont:
Chirag begab sich derweil in seinem gewohnt z├╝gigen Tempo zur├╝ck zum Haus. Damit keine Fragen aufkommen w├╝rden, packte er den Beutel in einen Korb und legte ein paar Kr├Ąuter oben drauf, so als ob er sie in der fr├╝h f├╝r Margot in der K├╝che gesammelt h├Ątte. Er verschaffte sich einen ├ťberblick dar├╝ber, wo die Stabler gerade alle waren und was sie taten, insbesondere nat├╝rlich Archibald und jene, die ihm am n├Ąchsten Standen - Jesper und Kasimir.

Arch:
Archibald sa├č im Keller bei den anderen, wie ├╝blich hockte er neben Jesper und schien zu d├Âsen. Als Chirag den Raum betrat musterte er ihn kurz und nickte ihm knapp zu, ehe er sich wieder an Jesper anlehnte

Chirag de Dupont:
Chirag nickte zur├╝ck. "Ich m├Âchte dann sp├Ąter baden. Wenn einer von euch baden will, sollte er sich bitte nicht mehr allsu viel Zeit damit lassen, damit wir uns nicht ins Gehege kommen."

Jesper:
"Diplomatisch ausgedr├╝ckt um nicht mit Dir zu zoffen Archi", lachte Jesper.

Arch:
"Alles klar, wann ist sp├Ąter? Sonst gehe ich jetzt", antwortete Arch.

Chirag de Dupont:
"Das w├Ąre wohl am besten. Dann kannst du dir Zeit lassen und musst nicht hetzen wegen mir."

Arch:
"Lieb von Dir... als ob ich das getan h├Ątte...Ich leihe mir mal die Haussklavin", grinste Arch gut gelaunt und machte sich auf den Weg.

Chirag de Dupont:
"Margot schl├Ąft noch und sie schl├Ąft nicht allein", rief Chirag ihm hinterher. "Au├čerdem solltest du vorher Damir fragen, findest du nicht?"

Jesper:
"Vielleicht h├Ąttest Du ihm nicht den Vortritt lassen sollen Chirag, Du kennst die Wasserratte doch. Nun wirst Du warten k├Ânnen ohne Ende. Aber mach Dir nichts draus, Du kennst ihn ja", warf Jesper g├Ąhnend ein und machte es sich gem├╝tlich.

Arch:
"Stimmt, der mit seiner Rumn├Âlerei st├Ąndig. Gut verzichte ich auf den Sklaven. Sklave! Genau. Wobei nein, b├Âser Archi, ich wollte ihn ja nicht mehr als Fu├čabtreter missbrauchen. Wer k├Ânnte mein Wasser schleppen? Jesper?", lachte Arch. Jesper musterte Archibald und sch├╝ttelte den Kopf. "Hau ab", lachte Jesper. "Na dann gehe ich und arbeite alleine. Ich ben├Âtige neue Sklaven", lachte Arch und machte sich auf den Weg.

Jesper:
"Ganz sicher nicht", rief Jesper ihm nach.

Chirag de Dupont:
Chirag sch├╝ttelte den Kopf. "Ah je ... der Mann wird nie vernunftig werden." Chirag verfolgte ihn noch nicht, sondern wollte warten, bis Archibald sich alles vorbereitet hatte. Er blieb jedoch in der N├Ąhe.

Archi:
Schleppte den Zuber in den Kr├Ąuterraum oder was immer das f├╝r ein seltsamer Verzeuchtenkeller war. Dort lie├č schleppte er das Wasser hin und f├╝llte sich den Zuber. Die seltsamen Pflanzen und Gef├Ą├če st├Ârten ihn nicht. Manche der Zeichnungen waren interessant, andere ehr unspektakulier. Arch zog sich aus und lie├č sich in hei├če Wasser gleiten. Er tauchte kurz unter und hing dann wie ├╝blich seinen Kopf ├╝ber den Zuberrand um zu d├Âsen.

Chirag de Dupont:
Als er so weit zu sein schien, klopfte Chirag.

Arch:
Archibald nahm die Hand aus seinem Schritt und schlug die Augen auf. Er starrte nach hinten. "Was?!?", zischte er w├╝tend.

Chirag de Dupont:
"Ich `abe vergessen, dir etwas zu geben. Als Dankesch├Ân daf├╝r, dass du mich aus dem Gef├Ąngnis ge`olt hast. Es ist ein alchimistischer Badezusatz, soll sehr gut f├╝r die Muskulatur sein und sie leistungs├Ąhiger machen." Er schloss die T├╝r hinter sich und kam mit der Flasche zur Wanne.

Arch:
"Aha, solange es keine Salzs├Ąure ist. Lass mich vorher dran riechen", antwortete Archibald.

Chirag de Dupont:
"Das ist doch keine Salzs├Ąure!", emp├Ârte sich Chirag. "Es ist ein alchemistisches Heilmittel zur F├Ârderung des Muskeltonus!" Mit einer Hand w├╝rde er die Flasche nicht ├Âffnen k├Ânnen, also reichte er sie Archibald. "Ich `abe selber noch nicht daran gerochen. Mir kam es auf die Wirkung an und der `├Ąndler pries diese ├╝ber alle Ma├čen."

Arch:
"Ganz ruhig, dass war nur einer meiner ├╝blichen Kommentare", schmunzelte Arch und nahm ihm die Flasche ab. Arch entkorkte sie und roch dran. "Riecht sogar gut. Irgendwie nach keine Ahnung... wie Holz, herbe, ich mag den Geruch. Danke Chirag", antwortete Arch freundlich und go├č die Flasche ins Wasser.

Chirag de Dupont:
Chirag beobachtete gebannt, was geschah. "Und? Wie f├╝hlt es sich an?"

Arch:
"Gut, sehr gut sogar", s├Ąuselte Arch tiefentspannt.

Chirag de Dupont:
Chirag schloss von innen die T├╝r ab. Probehalber streichelte er Archibalds Kopf. "Entspannt?"

Arch:
"Nicht streicheln Chirag, meine Gunst geh├Ârt allein Jesper. Trotzdem Danke", grinste Arch Z├Ąhnefletschend.

Chirag de Dupont:
Chirag h├Ârte auf, Archibalds Kopf zu streicheln und umfasste seinen Unterarm. Pr├╝fend hob er ihn hoch. "Irgendwelche sp├╝rbare Ver├Ąnderung des Muskeltonus?"

Arch:
"Ich habe gesagt Du sollst aufh├Âren mich zu befummeln. H├Âr mal, wie Du die Sache mit der Treue siehst wei├č ich nicht, aber meine Gunst geh├Ârte nur Merna und Jesper. Fressattacken ausgenommen. Such Dir einen eigenen Stecher Chirag. Ich bin die falsche Adresse. Dankbarkeit in allen Ehren, aber das habe ich nie verlangt. Verlange ich auch nicht. Ich bin entspannt wie oft denn noch. Kurzum Dein Zeug war jeden Kupferling wert. Ich f├╝hle mich gut, so als ob ich etwas geraucht h├Ątte", grinste Arch.

Chirag de Dupont:
Chirag ├╝berlegte, ob das Geschimpfe ein Zeichen daf├╝r war, dass Archibald sich k├Ârperlich nicht mehr zur Wehr setzen konnte. Er wollte ganz sicher gehen. Er machte sich nicht die Illusion, einarmig etwas gegen ihn ausrichten zu k├Ânnen, wenn er im vollen Besitz seiner Kr├Ąfte war. "Ich bin an deiner Gunst nicht interessiert, Archibald. Wie arrogant bist du, das anzunehmen? Ich m├Âchte lediglich wissen, wie gut das Mittel wirkt, denn es war teuer genug!" Er warf Archibalds Arm im hohen Bogen in die Wanne und beobachtete die Flugbahn.

Arch:
"Ist klar Chirag, ich verstehe. Ich bin kein Kameradenschwein, ich halt gegen├╝ber Jesper den Mund. Solange Du nichts sagst, wird er Dich nicht einnorden", antwortete Arch m├╝de. Er fing seinen Arm nicht ab, sondern schaute selbst etwas verdutzt und versuchte dann probehalber die Finger zu bewegen. Sie zuckten minimal, aber er konnte weder die Hand schlie├čen, noch zur Faust ballen. Arch schloss f├╝r Sekunden die Augen und leckte von innen ├╝ber seine Z├Ąhne und bewegte lockernd seinen Nacken. Er begriff schlagartig was Chirag getan hatte. Aber so lange er noch seinen Hals bewegen konnte, konnte er auch noch zubei├čen.

Chirag de Dupont:
Zufrieden beobachtete Chirag, wie Archibald sich vergebens abm├╝hte, seine Finger zu gebrauchen. Er stellte sich hinter sein Kopfende, strich ihm noch einmal ├╝ber den Kopf. Dann packte er unvermittelt kraftvoll in seinen Haarschopf und dr├╝ckte Archibald unter Wasser. Blasen stiegen auf. Chirag versuchte, alle Erinnerungen und Gef├╝hle auszublenden und nur noch zu funktionieren. Archibald war ein Kamerad, aber er war vor allem die Bestie gewesen, der Babybei├čer, der Kinderfresser. Heute war der Tag gekommen, an dem all das sein Ende fand. Er atmete lange aus, um sich zu innerlich entspannen und dr├╝ckte Archibald noch tiefer unter Wasser.

Arch:
Archibald versuchte so gut es ging seinen Kopf loszurei├čen um Chirags Hand zwischen die Z├Ąhne zu bekommen. Allerdings hatte das verdammte Wasser mit dem t├╝ckischen Badezusatz, den er d├Ąmlicherweise noch selbst hineingesch├╝ttet hatte, eine fatale Wirkung. Alles was darin gebadet wurde, wurde scheinbar gel├Ąhmt und er sp├╝rte dass es seinem Nacken nicht besser ergehen w├╝rde als der Rest. Seine Muskeln fingen an zu kribbeln und gehorchten ihm so langsam aber sicher nicht mehr. Wenn er nicht zusah, dass er sich befreite w├╝rder er ersaufen! Wenigstens die letzte Hand w├╝rde er Chirag abbei├čen und wenn es das Letzte w├Ąre was er tat. Arch versuchte verbissen sie zu befreien, ob er sich die Haare ausriss war ihm gleichg├╝ltig. Bis zum Hinter lang und schon Glatze hatte er getragen. Sie bedeuteten ihm nichts. Arch wunderte sich, eigentlich musste ihm l├Ąngst schwarz vor Augen werden. Wie vor einiger Zeit in der H├Âhle, als Jesper ihn gew├╝rgt hatte... Dornburg traf die Erkenntnis wie ein Hammerschlag. Er atmete nicht mehr. Wenn er dar├╝ber nachdachte, wann hatte er nach dem Biss noch einmal geatmet? Untot... ein Vampir... er ben├Âtigte weder Nahrung, noch Luft zum Leben. Denn er lebte gar nicht mehr. Er war etwas weitaus bedeutsameres als dieses lebende W├╝rstchen hinter ihm. Er war ein D├Ąmon. Wieso hatte er das vorher nie bedacht? Arch wehrte sich noch etwas, dann lie├č er sich scheinbar einfach ers├Ąufen... Die Rache w├Ąre seine... so wie immer...

Chirag de Dupont:
Als Chirag merkte, dass Archibalds Widerstand nachlie├č, zerrte er ihn wieder heraus. "Du wirst noch nicht ertrinken, mein Freund. Du `ast es deinen Opfern nicht einfach gemacht und auch du wirst es nicht einfach `aben. Der Kreis schlie├čt sich, so wie er begann." Er wartete darauf, dass Archibald wieder Luft holte. Dann fiel ihm ein, dass das Mittel auch seine Lungen l├Ąhmen w├╝rde, wenn er es eingeatmet hatte ... er beobachtete besorgt Archibalds Gesicht.

Arch:
Arch spuckte Wasser aus und starrte Chirag giftig an. "Was... has... Du dam...it... zu tun?", presste er aus seinem fast gel├Ąhmten Kiefer hervor.

Chirag de Dupont:
Chirag war erleichtert, dass Archibald noch einmal zu sich gekommen war. Er hatte schon bef├╝rchtet, dass er sein Versprechen nicht einhalten konnte und es versehentlich schnell und schmerzlos ablaufen w├╝rde. "Was ich damit zu tun `abe ...", wiederholte er langsam. "Genau genommen nichts. Aber ich finde deine Taten dennoch abscheulich, Archibald. Dich finde ich abscheulich! Und wei├čt du, warum? Nicht unbedingt daf├╝r, dass du so Grausames tatest. Sondern vor allem daf├╝r, dass man dich trotz allem liebt!" Zorn erf├╝llte Chirag. Er verdrehte die Faust, so dass mehrere gro├če Haarb├╝schel gewaltsam aus der Kopfhaut gel├Âst wurden. Dann dr├╝ckte er ihn erneut unter Wasser, ehe er ihn ein weiteres Mal heraus riss. "Jesper liebt dich! Merna liebte dich! Und der vermaledeite Dunwin liebte dich! Wof├╝r? Warum dich? Was macht dich liebenswert, Bestie?"

Arch:
Archibald musterte Chirag. Er sp├╝rte wie brutal der Kerl mit ihm umging, aber zeitgleich bekam er nur die H├Ąlfte davon mit, da er sich wie von seinem K├Ârper losgel├Âst, ja bet├Ąubt f├╝hlte. Schlaf ohne jede K├Ârperspannung, aber auch mit kaum noch einem Scherzempfinden. Der Kerl t├Âtete ihn aus Eifersucht? Eifersucht heraus das er geliebt wurde und Chirag nicht? Und um das zu untermauern f├╝hrte er die drei Personen auf, die alle waren die ihn je gemocht hatten. "Du... Spinner... hatt...est.... .... Eltern.... hatte..st... eine.... Mutter.... Lie...be?.... War...um... Dich kei...ner liebt? Is.... offen...sicht....lich... .... jed...er .... wei├č...es", zischte Archibald

Chirag de Dupont:
"Trau dich und sag es mir ins Gesicht", knurrte Chirag und drehte Archibalds Kopf so, dass er ihn ansehen musste.

Arch:
Von Dornburg schmunzelte so gut es ging. "Ich... fl├╝st...ere... es..Dir... in..s ... Ohr... wenn.... Du... es dan...ach beendest...", anwortete Arch.

Chirag de Dupont:
"Das `├Ąttest du gern. Wie w├Ąre es, wenn ich dir stattdessen was ins Ohr fl├╝stere?" Er verdrehte ihm den Kopf und biss ihm so kraftvoll er konnte in die Ohrmuschel. Er biss, bis er Blut schmeckte und der Knorpel sich zu l├Âsen begann. Er riss und hatte das St├╝ck im Mund angewidert schob er es mit der Zunge wieder heraus, nahm es und stopfte es mit dem Stiel einer Badeb├╝rste in Archibalds Mund. "Das kannst du selber essen, wenn dir so nach Menschenohr zumute ist. Oh und noch etwas." Er zog die zweite Flasche aus dem Beutel und entkorkte sie mit den Z├Ąhnen. "Einen sch├Ânen Gru├č von Davard." Er gab das Mittel nun ebenfalls in das Badewasser.

Arch:
Sein eigenes Ohr im Mund zu schmecken war eine andere Hausnummer. Aber er war noch glimpflich davon gekommen. Er selbst hatte vor Chirag die Halsschlagader aufzurei├čen und ihm die Kehle zu zerfleischen. "Gru.. Dav...rd... Ver...r├Ąter", keuchte er und versuchte sein eigenes Ohr auszuspucken. Aber Sekunden sp├Ąter traf ihn etwas wie ein magischer Schock oder ein Schlag wie von einem Zitteraal und seine Muskeln hatten schneller ihr vermeintliches Leben wieder als ihm lieb war. Sie verkrampften sich so, wie er es von all den Jahren zuvor gew├Âhnt war. Panisch versuchte er nach dem Zuberrand zu grabschen, aber selbst seine Finger waren zu Klauen geformt. Vorher lie├čen sie sich nicht schlie├čen, jetzt konnte er die verdammten Dinger nicht ├Âffnen, w├Ąhrend sich sein R├╝ckgrat soweit nach hinten verkrampfte dass er sich selbst unter Wasser zog. Das er unter Wasser war, war ihm im Moment gleichg├╝ltig, er hatte nur Panik, dass mit dem was auch immer Chirag ins Wasser gekippt hatte seine Migr├Ąne schlagartig zur├╝ckgekehrt war und das trotz Kasimirs Heilung

Chirag de Dupont:
Chirag beobachtete das Martyrium. Was ihm Sorgen bereitete, war, dass jemand das Geplansche h├Âren k├Ânnte. Aber zumindest schrie Archibald nicht. Chirag lie├č ihn in Ruhe vor sich hinkrampfen. Sich ihm in diesem Zustand zu n├Ąhern, war gef├Ąhrlich, wegen der Z├Ąhne aber auch, wegen der enormen Kr├Ąfte, die beim krampfhaften Um-sich-Schlagen freigesetzt werden konnte. Chirag w├╝rde sich selbst bel├╝gen, w├╝rde er sich gegen├╝ber behaupten, dass es ihn v├Âllig kalt lie├č, Archibald so zu sehen. Er hatte Jahrzehnte mit ihm zusammen gelebt und gek├Ąmpft. Und obwohl er ihn verabscheute, war er f├╝r ihn ein Kamerad. Er musste zur Seite blicken, w├Ąhrend Archibald ein gar j├Ąmmerliches Bild abgab in seiner Qual. Wenn das vorbei war, w├╝rde er es beenden. Genug war genug.

Arch:
Archibald konnte f├╝r einige Augenblicke noch Chirag erkennen. Wie dieser vor dem Zuber stand und auf ihn herab starrte. Vertrauen endet t├Âdlich... die Worte seiner Mutter, hatten mehr Wahrheitsgehalt als ihm lieb war. Aber er verstand nicht, warum Chirag ihm das antat, er hatte niemals wen aus dessen Familie erledigt, oder angegangen und befreit hatte er auch keines von deren Kindern. Was scherte ihn der dusslige Davard? Selbst seinen Vater scherte er nicht, sonst h├Ątte er ihn befreien d├╝rfen, oder sollen. Er sah Chirag durch das Wasser nur verschwommen. Aufrichten war unter Kr├Ąmpfen nicht m├Âglich, er f├╝hlte sich schwach und elendig, aber wenigst wurde ihm die Gnade zu Teil, dass es ihn v├Âllig umlegte und sich seine Augen nach hinten verdrehten. So musste er den Verr├Ąter nicht l├Ąnger als n├Âtig ertragen. Er h├Ątte am liebsten vor Wut aufgeheult, dass dieses Mistst├╝ck nachher mit Jesper rumscherzte w├Ąhrend er vielleicht wirklich in dem Zuber verreckte. vielleicht hattte er ihm den Segen des Meisters gestohlen. Er hoffte irgendwer w├╝rde ihm das rechte Bein rausrei├čen bevor er von Asamura gefegt wurde. Er betete inst├Ąndig zu den ├ältesten dass Chirag das Schicksal ereilte, wenn er hier einging wie eine ertr├Ąnkte Ratte... dabei war dieser Kerl einst ein Teil seiner Familie gewesen... das sagte alles ├╝ber Familien aus... nicht nur Dunwin... auch Chirag war ein Verr├Ąter... und wer wusste wer noch... er war so ein Idiot gewesen...

Chirag de Dupont:
Als die Bewegungen ruhiger wurden, zog Chirag Archibald ein drittes Mal an den Haaren aus dem Wasser. Die Augen der Bestie waren verdreht. Chirag sch├╝ttelte ihn. "Archibald. Archibald!"

Arch:
Archibald h├Ârte von weit weg dass irgendwer nach ihm rief. Es war ihm v├Âllig gleichg├╝ltig. War er der Laufbursche f├╝r jeden? Er wollte nicht gehorchen, er wollte nicht zur├╝ck in seinen ihn st├Ąndig verarschenden K├Ârper und er wollte nicht zur├╝ck in diese Schlangengrube. Sein Verstand ignorierte den Ruf. Schlaff hing er in Chirags Arm ohne sich zu atmen, ohne auch nur die geringste Muskelzuckung oder auch Spannung

Chirag de Dupont:
"So ein Mist", zischte Chirag. "Der Sauhund ist mir vor der Zeit verreckt." Er legte ihm den Kopf auf dem Wannenrand ab und betrachtete ihn eine Weile. "Nix mehr su machen ..." Hilflos patschte er ihm gegen die Wange. Einen Moment sah er Archibald durch Jespers Augen. Der arme Kerl w├╝rde am Boden zerst├Ârt sein. "Tue, was du zu Lebzeiten nicht konntest und ruhe in Frieden, Archibald." Er schloss ihm die Augen. Er wollte schon gehen, da besann er sich und goss ihm sicherheitshalber noch die dritte Flasche in den Rachen. Es war unn├Âtig, aber es beruhigte ihn, das getan zu haben. Er dr├╝ckte Archibald komplett unter Wasser und lie├č ihn so liegen. Er r├Ąumte die Flaschen in den Beutel und den Beutel in den Korb. Oben drauf legte er wieder die Kr├Ąuter. Dann verlie├č er den Raum, um die Flaschen im Fluss zu entsorgen. Ihm war ├╝bel. Er war froh, als er drau├čen war und wieder die frische Morgenluft atmen konnte, die Archibald nie wieder auf der Haut sp├╝ren w├╝rde.
Er ging auf dem R├╝ckweg scheinbar zuf├Ąllig am d├Âsenden Jesper vorbei. "Der badet aber lange, ich `atte doch gesagt, dass ich auch noch will", motzte er. Er klopfte an die Badt├╝r. "Archi, es reicht langsam! Andere wollen auch baden!" Nat├╝rlich antwortete niemand und so trat Chirag ein. "Archi? ARCHI! Oh nein!" Er rannte ins Bad, panschte mit der Leiche im Wasser herum und rannte wieder heraus. "Archibald ist tot!", rief er v├Âllig aufgel├Âst. "Er liegt tot in der Wanne! Es sieht aus, als `├Ątte er wieder einen Anfall ge`abt!"

Jesper:
Van Verling erstarrte mitten in der Bewegung und drehte sich wie in Zeitlupe zu Chirag um. Der H├╝ne war schlagartig wei├č wie eine Wand, er wollte aufstehen, musste sich aber sofort wieder setzen, da seine Beine unter ihm nachgaben. Jesper hatte mit so einigem gerechnet, aber irgendwie war er immer davon ausgegangen, dass Arch sie irgendwie alle ├╝berleben w├╝rde. Er hatte so etwas an sich wie eine Katze, 9 Leben und waren die aufgebraucht, verhielt er sich wie eine K├╝chenschabe, die brachte nichts um... und nun sagte Chirag sein kleiner Bei├čer w├Ąre tot. Gestorben an einem Anfall. Gut Jesper wusste zu was Archibald werden konnte, wenn ihn dieser Hunger trieb und was er tat, wenn er allein unterwegs war. Das war die eine Seite von dem Mann den er liebte. Die andere war verschroben liebevoll, besorgt und meinst ein ziemlich f├╝rsorglicher Besch├╝tzer der eine gewaltig gro├če Klappe hatte, hinter der er seine Gef├╝hle verbarg. Und nun sollte genau der Mann tot sein mit dem er fast 46 Jahre sein Leben geteilt hatte. Mal mehr oder minder nah, je nachdem wie es Arch gerade geistig ging oder f├╝r was er andere, einschlie├člich ihn gerade hielt, ob Freund, Vertrauter oder Verr├Ąter. Jesper versuchte etwas zu fragen, aber seine Stimme versagte und er vergrub sein Gesicht in seinen H├Ąnden.

Dunwin:
Falls man selbst noch als Geist blass werden konnte, Dunwin tat es. Er drehte sich zu Chirag um und starrte diesen fassungslos an. "Archibald ist... tot?", fragte Dun geradezu schockiert und seine Gestalt flackerte kurz auf, so als w├╝rde er wie ein Kerzenlicht verl├Âschen.

Linhard:
"Einer muss ihn aus dem Zuber holen. Holt ihn hierher, Paps kann vielleicht nachschauen was mit ihm geschehen ist. Gleichg├╝ltig was einige von uns von ihm hielten, er hat anderen etwas bedeutet. Holt ihn her", sagte Lin bedr├╝ckt und schaute Brandur hilflos an.

Chirag:
Er f├╝hlte sich trotz seines Sieges mit einem Mal grauenvoll. Er hatte zwar die Bestie erledigt, doch er hatte die Menschen verletzt, die sie geliebt hatten. Andererseits ... Archibald hatte nie verdient, geliebt zu werden. Sein Mitleid mit Jesper wurde beiseitegewischt von aufwallendem Zorn. "Ja, er ist tot. Und wenn ihr mich fragt, es geschieht ihm ganz Recht." Von irgendwo her kam auch noch Damir angerannt, dr├Ąngelte alle zur Seite und rannte ins Bad. "Archiiiiiiiiiiiiiiiiiii" heulte er wie ein weidwundes Tier.

Dunwin:
"Wenn Ihr meinen K├Ârper geborgen habt und bestattet.... legt ihn dazu... Legt ihn nicht in seine Familiengruft... das w├Ąre seiner nicht w├╝rdig... er geh├Ârte bis zum Schluss an meine Seite... sogar als er meinte ich habe ihn verraten... war er mir treu...", sagte Dunwin tonlos.

Lin:
Linhard musterte Chirag und nickte kaum merklich. Er konnte den Mann gut verstehen. Jede M├╝nze hatte zwei Seiten, aber manche M├╝nzen waren Geld des Abgrunds

Brandur:
Brandur legte Linhard einen Arm um die Schultern. Seine einzige Sorge war, wo sie nun einen neuen Lehrmeister f├╝r Lin herbekamen. Aber das sprach er nicht aus. Schlimm genug, dass Chirag solche piet├Ątlosen ├äu├čerungen von sich gab, auch wenn er einer Meinung mit ihm war.

Holzi:
Holzi folgte Damir auf dem Fu├če, nat├╝rlich mit zig Metern Entfernung da er zu Fu├č nicht ann├Ąhernd so schnell war. Er starrte ebenso fassungslos auf ihren ersten Mann, den Anf├╝hrer direkt nach Dunwin. Er dr├╝ckte Damir felsenfest an sich. "Das hat er nicht verdient. Er hat uns selbstlos aus dem Gef├Ąngnis geholt. Aber sein eigenes konnte er nie verlassen und ist drin gestorben", sagte Holzi mit Tr├Ąnen in den Augen. Er lie├č Damir los und hob Archibald aus dem Zuber. F├╝r Holzi war der Mann ein Leichtgewicht, er hatte schwerere Schweineh├Ąlften getragen, als das was Archibald wog. "Wir bringen ihn zu Dun und Jesper, komm Damir", sagte Holzi und schniefte, w├Ąhrend er den nackten und aufgeweichten Arch in den Keller zu seinen anderen Kameraden schleppte. Dort legte er ihn auf eine Decke die Jesper unter ihm ausbreitete.

Damir:
Damir heulte, als g├Ąbe es kein Morgen und kaum hatte Holzi den Toten im Keller niedergelegt umarmte er Holzi und heulte ihm die Schulter voll. "Archiiiiiiiiii", sagte er nur immer wieder, "Archiiiiiiiiii!" Dann fiel ihm etwas auf. "D...da! Das Ohr! Das muss dieser Kasimir gewesen sein!"

Dunwin:
Dunwin kniete sich als geisterhafte Pr├Ąsenz neben seinen toten Wahlbruder. "Omnias Haere Archibald - Treue ├╝ber den Tod hinaus. Ich hoffe Du bist im Abgrund, in der ewigen Finsternis und wandelst an den Seiten der D├Ąmonen und ├ältestens, so wie Du es Dir gew├╝nscht hast...", sagte Dunwin leise.

Jesper:
"Sein Ohr? Vielleicht hat er es sich abgerissen bei seinem Krampf im Zuber. Er hat sich auch schon mal die Schnau... den Mund aufgerissen als er sich verkrampft hat, oder mit den eigenen N├Ągeln verletzt. Kasimir w├╝rde Arch nichts antun. Er sah ihn wie einen Sohn. Er wollte ihn wegf├╝hren von dem Grauen. Er hatte es sogar ein bisschen geschafft", erkl├Ąrte Jesper und streichelte Archibald der sich unheimlich klamm und eisig anf├╝hlte. Jesper wickelte ihn in die Decke ein. "Wo immer Du hinwolltest Arch...", stimmte er Dunwin zu.

Holzi:
"Damir so tue doch was!", fehlte er seinen Freund an und r├╝ttelte ihn durch.

Damir:
"Du hast Recht", rief Damir aufgel├Âst. "Wir m├╝ssen ihn wiederbeleben! Das hat schon einmal geklappt! Wir m├╝ssen es wenigstens versuchen!" Er deckte den Toten wieder auf und hob ihn kurzerhand an den F├╝├čen hoch. Ein Schwall Wasser lief aus Archibalds Mund. "Hilf mal mit, Holzi", ├Ąchzte er. "Der Kerl ist vollgesogen wie ein Schwamm, der ist schwer!"

Jesper:
Jesper musste w├╝rgen, er wollte Damir gerade zusammenstauchen wie noch nie zuvor im Leben als Archibald die Augen aufschlug. Mit einem Kreischen dass einem vierj├Ąhrigen M├Ądchen w├╝rdig war, sprang Jesper geschockt auf die Beine

Holzi:
Undorich packte sofort mit an und wuchtete Archibald auf die Seite, damit dass Wasser aus seiner Lunge laufen konnte. Kein Wunder, dass der Mann bis vor kurzem noch tot war, soviel Wasser wie er in sich hatte. Holzi fasste ihm mutig in das Maul und sperrte es auf, damit das Wasser besser ablaufen konnte.

Chirag de Dupont:
Chirag stolperte entsetzt einen Schritt r├╝ckw├Ąrts. Das war nicht m├Âglich, das konnte nicht sein! Niemand ├╝berlebte so lange im Wasser!

Arch:
Nach einigen Minuten hustete Arch das Wasser aus, rollte sich auf alle Viere und kotzte ein Gemisch aus Blut und Wasser, dass es nicht mehr heilig war, ehe er sich auf die Fersen setzte. "Ich hab Kopfweh", st├Âhnte er qualvoll.

Damir:
Damir dr├╝ckte Archibald ├╝bergl├╝cklich. "Du lebst", jauchzte er.

Chirag de Dupont:
Chirag jedoch war im R├╝ckw├Ąrtsgehen an der Wand angekommen. Er starrte fassungslos auf das Schauspiel, dass sich ihm bot und war nicht in der Lage, Freude zu heucheln.

Jesper:
Umarmte Arch so feste, dass man dessen Gelenke knacken h├Ârte und deckte ihn mit K├╝ssen ein. "Kopfweh Du Bl├Âdmann, Kopfweh. Sch├Ân dass Du Kopfweh hast", freute sich Jesper wie ein Schneek├Ânig, w├Ąhrend Archibald ihn musterte als w├Ąre Jesper total schwachsinnig.

Holzi:
"Damir Du hast Archibald jetzt das zweite mal zur├╝ck ins Leben geholt. Einmal als sein Herz versagte mit dieser Ohrenmassage und nun wieder. Du bist sein Mojo, Du bringst uns allen Gl├╝ck und leben. Die Katze hat zwar jetzt eines weniger auf der Strichliste, aber er ist wieder unter uns, alte Kratzb├╝rste", grinste Holzi ├╝ber beide Ohren und verpasste Arch einen Knuff der ihn fast mit Jesper umschmiss

Arch:
"Was?", nuschelte Arch total durch den Wind. "Ich habe was?", fragte er verwirrt.

Dunwin:
"Bruder.... Du warst.... tot. Damir hat Dir das Leben gerettet, er hat Dich von der Schwelle des Todes zur├╝ckgeholt... erneut... Du warst dahingeschieden Arch. Ich habe die letzten Worte gesprochen... ich wollte Dich neben mir bestatten lassen... so wie es sich f├╝r Br├╝der geh├Ârt... Aber zum Gl├╝ck bist Du wieder da...", freute sich Dunwin und er strahlte heller denn je.

Lin:
"Ja welch ein Gl├╝ck", l├Ąchelte Linhard gequ├Ąlt und musterte Brandur. Der Blick sprach B├Ąnde, dass konnte doch nicht wahr sein.

Damir:
Damir ├╝berlie├č Archibald Jesper. Er lebte wieder und alles war in bester Ordnung. Stattdessen wandte er sich wieder Holzi zu. "Hoffentlich haben wir Margot nicht geweckt mit dem Geschrei", sinnierte er. F├╝r ihn waren die Sorgen so schnell vorbei, wie sie gekommen waren.

Brandur:
Er erwiderte Linhards Blick mit einem Seufzen. Er hatte so was schon bef├╝rchtet, denn ein toter Vampir h├Ątte anders ausgesehen.

Arch:
Archibald musterte Damir mit gro├čen Augen. "Ich stehe in Deiner Lebensschuld. Ein Leben f├╝r ein Leben, falls Dich wer bedroht, nun bedroht er Dich nicht lange. Wieso war ich tot und wo war ich? Und warum ist ├╝berall Wasser und wieso bei allen neun Abgr├╝nden hocke ich hier nackt? Und wo ist mein rechtes Ohr!?", fragte Arch verwirrt.

Damir:
"Du musst mir auch so das Leben retten bei Ärger", fand Damir. "Wir sind doch Freunde." Er knuffte Archibald gut gelaunt. "Du bist nackt, weil du in der Wanne einen Anfall hattest und hast dir dabei das Ohr abgebissen."

Jesper:
"Du warst Baden und hast dort einen Krampf erlitten Arch", fl├╝sterte Jesper und streichelte ihn wie einen lieben Hund ├╝ber den Kopf.

Arch:
Archibald kratzte sich an der Nasenwurzel. Er verwandelte sich kurz in eine Fledermaus, kratzte sich erneut die Nase mit dem Daumen und verwandelte sich wieder zur├╝ck. "Entschuldigt, das ist so passiert. Ich f├╝hle mich ganz wummerig. Ich rette Dir jederzeit das Leben Bruder, ich hab mir das Ohr abgebissen? Meine Fresse...", st├Âhnte Arch. "Brandur.... ich bettele Dich nicht gerne an... aber ich muss es. W├╝rdest Du mir ein einziges Mal Instanzblut aush├Ąndigen? Ich mach es wieder gut, ich ben├Âtige Blut... bitte", bettelte Arch.

Jesper:
Nickte zu Archs Worten eifrig. "Ja gib ihm bitte etwas. Er hat noch nie jemanden gebissen und seit Kasimir sich um ihn k├╝mmert, ist er den Hunger los. Er hat auch nie wieder jemanden gefressen. Wie auch, als Vampir ben├Âtigt er keine feste Nahrung mehr. Gew├Ąhre ihm einmal eine T├╝te Blut, ich bitte Dich", bat van Verling.

Brandur:
"Wir haben etwas Besseres f├╝r dich", erwiderte Brandur. "Es war zwar f├╝r Kasimir gedacht, aber ich bin sicher, er teilt gern. Ich hoffe, Sie werden sich an meinen Gro├čmut erinnern. Bringen Sie ihm diesen Boten herbei, Chirag." Chirag nickte. Der Mann war kreidewei├č. Er ging und kehrte kurz darauf mit dem ver├Ąngstigten Mann zur├╝ck, den er mit einem Sicherungsgriff vor sich hier schob. Brandur nickte zum Dank. "Lassen Sie es sich schmecken, Archibald."

Arch:
Archibald musterte Brandur einen Moment, ehe er knapp nickte. "Ich werde mich daran erinnern. Ich erinnere mich an jede Freundlichkeit, also auch an diese. Ich zahle es zur├╝ck, versprochen", sagte Arch leise. Er starrte den Boten an, entriss ihm Chirags Griff und hatte ihn im einem Bruchteil einer Sekunde an der Kehle und hinter den Ohren gepackt. Sie sahen nun, was vorher meist nur die Opfer sahen. Eine Bewegung so einge├╝bt, so flie├čend, dass er sie selbst noch in dem geschw├Ąchten Zustand fast in Perfektion ausf├╝hren konnte. Einge├╝bt, einstudiert, eingebrannt in ein krankes Gehirn um so an Nahrung zu kommen, selbst wenn es sonst an nichts anderes vor Gier mehr denken konnte. Nur dass er diesmal nicht fra├č - er w├╝rde trinken. Er riss den Boten mit sich zu Boden. Arch hockte sich auf die Fersen, umarmte den ohnm├Ąchtigen Boten in einer felsenfesten Umklammerung mit seinen Krallen und grub ihm die Fangz├Ąhnte mit Gewalt in den Hals. Die scharfen Z├Ąhne im Unterkiefer taten ihr ├╝briges um Blut flie├čen zu lassen. Und so wie er trank, war jedem klar, was er dabei gerade empfand. Jesper nahm die Decke und legte sie Archibald ├╝ber die Schultern. Besser war das, als das ihm wer in den Schritt schauen konnte.

Lin:
Linhard musste bewusst den Kiefer wieder zuklappen und den Drang unterdr├╝cken vor Arch zur├╝ck zu weichen. Er wusste nicht wer schlimmer war. Arch der in wolll├╝stiger Gier den Boten aussaugte, oder Jesper und alle drum herum, die diesem Schauspiel ohne jede Regung beiwohnten, als w├╝rde Archibald ein K├Ąsebrot m├╝mmeln.

Chirag de Dupont:
Chirag verlie├č in diesem Moment den Raum. Damir blieb, er tat einfach, als w├Ąre nichts, und redete weiter irgendwelchen belanglosen Quatsch mit Holzi. Brandur hingegen beobachtete Archibald sehr genau mit einem akribischen wissenschaftlichem Interesse, das wenig Skrupel kannte. Er war Nekromant, ein trinkender Vampir war nichts, das ihn in irgendeiner Form beunruhigte oder auch nur aufregte.

Dunwin:
Dunwin erhob sich und stellte sich wieder neben seinen Bruder Brandur. "Danke Bruder... Du hast ebenso bei mir was gut. Das hast Du eh... aber Du wei├čt was er mir bedeutet und hast ihm geholfen. Er soll Dir gegen Ansgar helfen... das wird er... Du hast mehr Herz als Du zugibst Brand...", grinste Dunwin gut gelaunt und gl├╝cklich.

Holzi:
Undorich Holzapfel war unheimlich stolz auf Damir. Er wusste zwar nicht genau wie es sein Freund geschafft hatte Archibald zur├╝ck zu holen, vermutlich mit einer Fu├čzonenreflexmassage, aber er hatte es geschafft. Und da war er wieder, der schm├Ąchtige Arch und lie├č es sich schmecken. Undorich legte einen Arm um Damir. "Man ich bin so stolz auf Dich. Wo w├Ąren die nur alle ohne Dich. Du h├Ąttest Heiler werden sollen, Du h├Ąttest Geld verdient ohne Ende. Du bist der beste Freund den man nur haben kann Damir, und der cleverste dazu", freute sich Holzi.

Brandur:
"Reines Kalk├╝l, Bruder", entgegnete Brandur. "Ich tat es weder f├╝r Archibald noch f├╝r dich, sondern einzig f├╝r Linhard." Er beobachtete, wie Archibald woll├╝stig fra├č, w├Ąhrend er gedanklich die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu Kasimirs Fressverhalten notierte.

Damir:
Damir freute sich ebenfalls, weil Holzi sich freute. "Wie immer hast du Recht! Mann, ohne uns w├Ąre der Stab l├Ąngst zerschlagen worden und die H├Ąlfte der Mitglieder w├Ąre tot und die andere im Gef├Ąngnis! Die k├Ânnen froh sein, dass die uns haben."

Dunwin:
Dun musterte seinen Bruder. "Verstehe, trotzdem bin ich Dir dankbar...", erkl├Ąrte Dun. So leise fl├╝sternd das nur Brandur ihn h├Ârte f├╝gte er an. "Sag sowas nicht Brand... mittlerweile bedeutest Du mir das Gleiche... es war nicht immer so... ich habe es mir nicht erlaubt.... aber nun sind andere Zeiten angebrochen... wir geh├Âren zusammen. Und was ich Dir einst versprach... das werde ich genauso halten... wir alle tun es f├╝r Lin... sei nicht so stur... ein guter Kern ist nichts Schlechtes Hohenfelde Senior...", schmunzelte Dunwin.

Holzi:
"Da sagst Du was, zur Feier des Tages solltest Du Dich auch mal richtig aussaugen lassen, aber von Margot - nicht von Archi", warf Holzi ein, was die anderen loswiehern lie├č.

Damir:
"Wo du recht hast..." Damir, der immer noch Holzis Arm ├╝ber den Schultern liegen hatte, nahm seinen besten Kumpel so mit sich, um nachzusehen, ob Margot nicht doch inzwischen aufgewacht war. Dabei kamen sie an dem sehr blassen Chirag vorbei. "Mensch, Chiri", rief Damir. "Dass du so an Archi h├Ąngst ... wer h├Ątte das gedacht, dass dich sein Tod so mitnimmt. Aber jetzt geht es dem alten Kn├Ąrzlich wieder gut!" Er verschwand mit Holzi in Margots Zimmer und verriegelte von innen die T├╝r.

Brandur:
Brandurs Mundwinkel zuckten einmal kurz, die winzige Andeutung eines L├Ąchelns, das nur f├╝r Dunwin bestimmt war.

Holzi:
"Chirag ist wie Jesper oder Arch selbst, harte Schale und weicher Kern. H├Ątte er ihn nicht gefunden, wer wei├č was mit ihm geschehen w├Ąre. Zum Gl├╝ck war Chirag da", sagte Holzi und dr├╝ckte Damir.
[ externes Bild ]

"Damaged people are dangerous. They know they can survive." - Josephine Hart

Benutzeravatar
Archibald von Dornburg
Zweitcharakter
Beitr├Ąge: 90
Registriert: Sa 25. Nov 2017, 22:34
Auszeichnungen: 2
Guthaben: Gesperrt
Steckbrief: [ externes Bild ]

Die Handelsallianz Rote Laterne

Wei├čer Kaffee -- 203 n.d.A.

#29

Beitrag von Archibald von Dornburg » Do 22. Feb 2018, 13:46

Wei├čer Kaffee -- 203 n.d.A.

Er wusste nicht was er denken sollte, eine Clanschwester gefallen, dabei geh├Ârte er eigentlich nur zu Dave. Aber das spielte momentan keine Rolle. Sie war eine liebe und anst├Ąndige Frau gewesen, mit der man abends auch mal bei einem Bier lachen konnte.

Oder nat├╝rlich auch bei einem Kaffee.

Sie hatten nach dem ├ťbelt├Ąter suchen wollen, aber Dave hielt so davon ab. Ob er tats├Ąchlich mit seiner Vermutung richtig lag? Warum sollte dieser Mann ausgerechnet jetzt zuschlagen?

Das w├╝rde die Verb├╝ndeten des Mannes, also Daves Verwandte, nicht dulden. Damit riss dieser Kerl die zarte Pflanze des gerade vereinbarten Friedens mit Stumpf und Stiel aus. Nein er konnte sich nicht vorstellen, dass einer der Hohenfelde ihm dies durchgehen lassen w├╝rde.

Und nach dem was Dave erz├Ąhlt hatte, war der Verd├Ąchtige auch kein Mann, der sich versteckte oder eine Herausforderung scheute.

Er h├Ątte sich in der Stra├če gezeigt, vermutlich nur um Dave zu dem├╝tigen und zu verh├Âhnen. Es gab sicher mehr Schwertmeister als diesen einen, der dazu in der Lage war eine Frau in der Mitte durchzuschlagen.

Der Hass sa├č bei Dave zu tief um noch objektiv urteilen zu k├Ânnen.

Und bei einer Familienangelegenheit, h├Ątte man Wolfi, Varmikan oder Dave selbst angegriffen. Wozu eine wehrhafte Kriegerin wie es Rinelda war stellen und t├Âten, wenn man sich einen der Magier aus Daves Familie wesentlich leichter vorkn├Âpfen konnte?

Das ergab alles keinen Sinn.

G├Ąhnend ging er zu seiner Quartiert├╝r und schloss ab. M├╝de rieb er sich die Augen. Morgen fr├╝h w├╝rde die Welt anders aussehen.

Er zog sich aus, legte sich ins Bett und mummelte sich gem├╝tlich in die Decke. In Nardien war es dauerkalt, nicht nur in den N├Ąchten.

Etwas fiel von der Zimmerdecke auf seine Bettdecke. Der Rakshaner schaute verdutzt, dort sa├č eine kleine schwarz-grau melierte Maus. Oder etwas das einer Maus sehr ├Ąhnelte. Tsounai streckte ganz vorsichtig einen Finger nach dem Wesen aus. Das kleine Gesch├Âpf blieb sitzen und lie├č sich von Tsounai mit einem Finger streicheln.

"Dein Fell ist aber weich und flauschig", fl├╝sterte er dem kleinen Wesen zu und kraulte es zwischen den Ohren.

Ganz so als ob es ihn verstehen w├╝rde, schloss es halb die Augen und ├Âffnete das kleine Maul, mit den rasiermesserscharfen Z├Ąhnen. Die Maus kroch etwas n├Ąher und blieb erneut hocken.

Tsounai lachte leise.

"Jetzt wei├č ich wer Du bist!", lachte der Rakshaner.

Die Augen der Maus verengten sich zu schmalen Schlitzen, fixierten ihn und das kleine Tier richtete sich etwas auf.

"Pulga! Du bist Pulga! Jeelens zahme Ratte, die er immer mit sich herumschleppt. Ich habe Dich noch nie gesehen, Du musst schon entschuldigen. Hallo Pulga, sch├Ân Deine Bekanntschaft zu machen. Verrat keinem dass ich mit einer Maus quatsche", grinste er sie gut gelaunt an.

Urpl├Âtzlich war aus der Maus ein Mann geworden. Ein schwarzhaariger, drahtiger, nackter Kerl, dessen K├Ârper mit zahlreichen T├Ątowierungen geschm├╝ckt war. Bevor Tsounai nur einen Ton von sich geben konnte, hatte der Kerl ihn an der Kehle gepackt. Der Griff war unglaublich hart, so dass er noch gerade genug Luft bekam um zu atmen. F├╝r einen Schrei reichte es nicht mehr aus. Der nackte Mann beugte sich ganz nah an Tsounais Ohr.

"Versprochen... ich verrate es keinem...", s├Ąuselte er.

Tsounai packte die H├Ąnde des Feindes und versuchte sie aufzubiegen, aber die H├Ąnde mit den messerscharfen Krallen, packten fester zu.

Das Gesicht seines Angreifers sch├Ąlte sich aus der Dunkelheit, als er ihm ins Gesicht blickte. Der Mann l├Ąchelte. Das L├Ącheln wurde ein wenig breiter.

"Angst?!?... Du bist so blass... mein rakshanischer Freund... Irgendwie siehst Du aus wie wei├čer Kaffee... falls es sowas ├╝berhaupt gibt...", kicherte der Fremde leise und entbl├Â├čte dabei gewaltige Fangz├Ąhne.

"Bi..t...te...", gelangt es Tsounai hervor zu pressen.
"Gerne", grinste der Mann.

Archibald rollte sich auf den Rakshaner, umklammerte ihn noch fester und rammte ihm die m├Ąchtigen Fangz├Ąhne in den Hals. Arch trank in ma├čloser Gier.

Tsounai wehrte sich, strampelte, versuchte sich zu befreien, als ihn auf einmal eine Welle der Lust ├╝berrollte. Tonlos st├Âhnend legte er den Kopf zur Seite und streichelte Archibald ├╝ber den R├╝cken. Archibald l├Âste seinen Klammergriff und erwiderte die Geste. Fast liebevoll nahm er Tsounai in die Arme und biss fester zu. Archibald trank ohne jede R├╝cksicht auf Verluste.

Die Augenlider des Rakshaners wurde schwer, er w├╝rde m├╝de, er blinzelte.
Schw├Ąrze um fing ihn.

Als Jeelen Tsounai am Morgen wecken wollte, muss er die von innen verschlossene T├╝r aufbrechen. Der Mann der einst dunkel wie Kaffee gewesen war, lag schneewei├č und blutleer tot in seinem Bett.
[ externes Bild ]

"Damaged people are dangerous. They know they can survive." - Josephine Hart

Benutzeravatar
Archibald von Dornburg
Zweitcharakter
Beitr├Ąge: 90
Registriert: Sa 25. Nov 2017, 22:34
Auszeichnungen: 2
Guthaben: Gesperrt
Steckbrief: [ externes Bild ]

Die Handelsallianz Rote Laterne

Aimeric versus Archibald

#30

Beitrag von Archibald von Dornburg » Sa 3. M├Ąr 2018, 20:11

Aimeric versus Archibald


Mitten in der Nacht machte es sich Archibald auf der h├Âlzernen Terrasse des kleinen Hauses im verborgenen Tal gem├╝tlich. Entspannt l├╝mmelte er sich in seinem Stuhl und betrachtete den n├Ąchtlichen Sternenhimmel.

"Na Du", gr├╝├čte ihn eine unbekannte Person und hockte sich zu ihm.
"Kennen wir uns?", fragte Arch lauernd.

"Ja... Bruder...", grinste Aimeric und z├╝ndete sich gen├╝sslich eine Rauchstange an.
"Bruder?!?" Du lehnst Dich verdammt weit aus dem Fenster... wer immer Du bist...", zischte Archi.

"Wer werde ich wohl sein?", lachte Aimeric leise.
"Ein lebensm├╝der, geistesgest├Ârter Irrer?", schlug Archibald vor.

"Dunwin!", schnauzte Aimeric.
"Was ist mit Dunwin? Und woher kennst Du ihn?", hakte Arch misstrauisch nach.

"Ich muss in ganzen S├Ątzen mit Dir reden... Einst kannte dieser K├Ârper Dunwin tats├Ąchlich. Dies war einst Aimeric de la Cantillion. Sohn von Melville de la Cantillion. Und Melville war der Bruder von Magdalena. Magdalena die Ehefrau von Brandur, meinem Bruder. W├Ąhrend des Duells auf der Scholle der Cantillions war Aimeric Schiedsrichter. Als Brandur gegen Ansgar k├Ąmpfte und fiel, befahl er mir in diesen K├Ârper zu fahren. Was ich tat. Und somit weile ich wieder unter den Lebenden, obwohl mein Bruder starb... sein letztes Geschenk an mich Archi", erkl├Ąrte Aimeric.
"Aber ja... dann kannst Du auch beweisen wer Du bist, korrekt?", fragte Archibald.

Aimeric musterte Archibald wehm├╝tig und nickte.
"Frag nur, frag was immer Du fragen magst Archi...", sagte Aimeric leise.

"Wann bin ich geboren?", fragte Arch.
"Am 25.11.141 bist Du geboren Arch", grinste Aim.

"Gl├╝ckstreffer, gut geraten. Wo?", bohrte Archibald weiter.
"Gl├╝ckstreffer?... In Shohiro", gab Aim zur├╝ck.

"War ja nicht sonderlich schwer, korrekt. Erh├Âhen wir mal die Schwierigkeit. Ich habe ein Hobby, welches?", fragte Arch.
"Du sammelst Spielzeug, Stofftiere, mechanisches, organisches Spielzeug...", antwortete Aimeric.

"Stimmt. Was geschah am 09.12.157? Was f├╝r ein Datum ist das?", fragte Arch, nahm sich eine von Aimerics Rauchstangen und z├╝ndete sie sich an.
"Du hast Deine Familie ausgel├Âscht, da Dein Vater herausgefunden hat, dass Du Spielzeug sammelst. Ich war dabei, Du hast mir Deine Sammlung gezeigt... das erste Mal in unserer Freundschaft...", fl├╝sterte Aimeric.

"Was habe ich Dir dort geschenkt?", wollte Archibald wissen.
"Eine Kette aus Rotgold, mit einem Taubenei gro├čen Rubin. Der Stein tr├Ągt den Namen, das Herz der Grausamkeit. Es war die Kette Deiner Mutter. Du hast ihr das Schmuckst├╝ck vom Halsstumpf gezogen, als Du sie enthauptet hast", wisperte Aimeric.

Archibald musterte seinen Gespr├Ąchspartner mit Argusaugen.

"Wie hie├č meine erste Sklavin? Und welchem Volk geh├Ârte sie an?", hakte Archibald nach.
"Tarul, es war eine kleine Arashi", beantwortete Aimeric die Frage.

"Wie hie├č mein pers├Ânlicher Hiwi aus Dunwins Stab? Wie hie├č der Fu├čsoldat? Und wie war sein Spitzname?", f├╝hrte Archibald sein Verh├Âr weiter.
"Dein Hiwi hie├č Kazar, aka die Narbenfresse. Das dusslige Schwein war oft Millimeter davor, von mir abgestochen zu werden. Wenn ich Dir was erlaubt habe, galt das f├╝r Dich von Dornburg. Du kannst Zugest├Ąndnisse nicht weiterreichen...", knurrte Aimeric.

"Richtig... absolut... richtig. Was esse ich am liebsten?", fragte Arch und blies Aimeric den Rauch ins Gesicht.
"Vierj├Ąhrige Kinder....", gab Aim grantig zur├╝ck, was Archibald schallend loslachen lie├č.

"Touche┬┤... Aimeric, Du bist gut informiert. Was geschah am 17.08.165?", fragte Arch lauernd.
"Am 17.08.165? Puh da muss ich ├╝berlegen...", gestand Aim.

"├ťberleg... ├╝berleg ganz genau... Aimeric", schnurrte Arch und l├Ąchelte.
"Droh mir nicht Archibald, ich wei├č was Dein L├Ącheln bedeutet... Ich komme nicht drauf... tut mir leid... Also was war dort?", seufzte Aimeric nach einigen Minuten des ├ťberlegens.

"Nichts...", lachte Archibald, w├Ąhrend Aimeric ihn giftig anfunkelte.
"Bei Dir wei├č man nie wo man dran ist von Dornburg!", murrte Aim.

"Wenn Du mein Bruder bist... sag mir unseren Satz ins Gesicht... ich glaube Dir, aber ich muss die Worte h├Âren... sag es!", befahl Arch schneidend.
"Die Bande der Liebe und der Freundschaft werden mit dem Tod nicht durchschnitten... Frau von Jesper", grinste Aimeric.

"Frau von Jesper... Du bist bekloppt... wobei... nein", antwortete Arch und schlug sich schlagartig ergriffen eine Hand vor den Mund, "er war es... ER! Du wurdest ja nur beschenkt, Du hast daf├╝r ja nichts getan. Das kannst Du ja nicht. Du wurdest durch ihn gesegnet, zur├╝ckgebracht... zu mir...".

"Ja Bruder... aber nenne mich bei meinen neuen Namen... und wir m├╝ssen uns kennenlernen... Du verstehst schon...", fl├╝sterte Aimeric.

"Ich verstehe gar nichts mehr...", gestand Arch und starrte mit Tr├Ąnen in den Augen erneut zu den Sternen auf, "Danke...".

Aimeric setzte sich mit seinem Stuhl ganz dicht neben Archibald und legte ihm einen Arm um die Schulter. Rauchend, schweigend und lautlos weinend starrten beide in den Nachthimmel.

Nach einer gef├╝hlten Ewigkeit brach Archibald das Schweigen.
"Wie? Warum?", fragte er kaum h├Ârbar.

Aimeric kam dem Wunsch seines besten Freundes nach und erz├Ąhlte davon, wie sie die Versto├čung von Ansgar per Brief erhalten hatten. Wie sie nach Souvagne aufgebrochen waren und dass dort niemand anderes anwesend war auf der Scholle der Cantillions, als besagter Aimeric de la Cantillion.
Begleitet wurde Brandur nat├╝rlich von Linhard, ihm - Dunwin und Chirag.

Chirag erhielt an der Grenze Souvagnes erst einmal den Schock seines Lebens - wenn man von dem seiner Geburt absah.

Der Grenzposten teilte ihm mit, dass er kein de Dupont mehr sei, sondern dass seine Familie aufgrund Majest├Ątsbeleidigung aus Souvagne verbannt worden war. Das Wappen war gebrochen und aus der Heraldik entfernt worden. Die Burg der de Duponts war sogar geschliffen worden und die Familie wurde aus Souvagne gejagt wie Schwerverbrecher.

Der Grund hierf├╝r war das Geschenk dass, wie k├Ânnte es anders sein, Chirag dem Duc de Souvagne ├╝berreicht hatte. Es handelte sich um einen Barden der grauenvoller wohl nicht singen konnte. Der Gro├čherzog f├╝hlte sich aufs tiefste gekr├Ąnkt und beleidigt. Aus diesem Grund wurde die komplette Familie verbannt - und Chirag erfuhr davon erst an der Grenze.

Die erste H├╝rde war also damit, erst einmal Einlass in das Land zu bekommen. Brandur verlangte eine Amtsperson zu sprechen und hier erschien nun Comte Aimeric de la Cantillion. Nach einem l├Ąngeren Gespr├Ąch gelang es Brandur, diesen davon zu ├╝berzeugen sie erst einmal in seinem Haus anzuh├Âren.

Wie sich herausstellte, waren zwar alle anderen m├Ąnnlichen ├Ąlteren Verwandten von Aimeric nicht im Haus - daf├╝r aber Ansgar!

Brandur erkl├Ąrte Aimeric die Situation, aber leider wurde sie vor Ort nicht besser, sondern verwirrender. Ansgar war mittlerweile eingeb├╝rgerter Souvagner. Dies bedeutete, Verbrechen die er au├čerhalb Souvagnes beging, interessierten in Souvagne niemanden. Dort galt er als unbescholtener B├╝rger, auch wenn er dreimal t├Ąglich ├╝ber die Grenze lief und im Ausland Leute meuchelte. Ferner teilte Aimeric ihnen mit, w├╝rde die Souvagne Landsleute niemals an andere L├Ąnder ausliefern.

Der junge Comte forderte die Gruppe dazu auf mit Ansgar pers├Ânlich zu sprechen. Brandur stimmte dem zu, aber nicht ohne gleichzeitig einige Wachen zu ihrer Sicherheit zu verlangen. Aimeric kam dem Wunsch nach.

Und so kam es nach langer Zeit zu einem erneuten Treffen zwischen Brandur, Linhard, Chirag, ihm selbst und Ansgar.

Das Gespr├Ąch begann Feindseelig, wie sich jeder vorstellen konnte. Wechselte von der einen Seite auf die andere Seite, mal beschuldigte Ansgar und Brandur blieb die Ruhe in Person, dann wandte sich das Blatt und Ansgar lenkte ein, w├Ąhrend Brandur w├╝tend wurde und misstrauisch blieb.

Er selbst hatte sich mit Chirag dazu hinrei├čen lassen, Ansgar genau damit zu qu├Ąlen, was ihm einst angetan wurde, bis ihn Brandur, wohlberechtigt, zur Ruhe rief.

Brandur verlangte eine Antwort auf seine Frage, was Ansgar nun zu tun gedenke. Er wollte ganz sicher gehen, dass dieser seinem Linhard nicht mehr zu schaden gedachte.

Am Ende des Gespr├Ąchs hatte Ansgar sogar zugegeben nur noch seine Frau Fingard und Dave t├Âten zu wollen, da er sich von ihnen verraten f├╝hlte. Brandur erkl├Ąrte ihm in aller Ruhe, dass die beiden sich nur nicht an Ansgars Krieg beteiligt h├Ątten. So wie man Ansgar kannte, sah er die Sache f├╝r einen winzigen Moment ein, um einen weiteren Augenblick sp├Ąter erneut zu explodieren.

Letztendlich verlangte Brandur ein Duell um die Sache ein f├╝r alle male zu kl├Ąren. Das Duell wurde auf Mitternacht festgesetzt.

"Es war Mitternacht, wir warteten im stockdunklen Hof auf unseren Kontrahenten, aber er lie├č sich nicht blicken. Zuerst hatte ich die vage Hoffnung, dass er sich vielleicht wieder dr├╝cken w├╝rde. Das man am Morgen darauf doch noch einmal miteinander reden k├Ânnte.

Aber die Zeit des Redens war f├╝r Brandur schon lange vorbei...
Sie war nach dem Gespr├Ąch im Amtszimmer vorbei, nachdem er das Duell gefordert hatte. Ich denke er war genau wie ich des Redens einfach m├╝de geworden. Und das Misstrauen sa├č genauso tief bei ihm, wie bei mir. Er hatte wesentlich mehr zu verlieren als ich, aus dem Grund konnte ich gut zu weiteren Gespr├Ąchen aufrufen. F├╝r ihn stand das Leben von Linhard und sein eigenes auf dem Spiel. Niemand wei├č besser als wir wie es sich anf├╝hlt, in st├Ąndiger Bedrohung zu leben...

Das wusste Brandur, das wusste Ansgar, dass wusste ich... Linhard wusste es zum Gl├╝ck nicht. Jedenfalls wuchs er nicht unter permanenter Todesangst auf. Er kennt eine weitaus genauso schlimme Form der Grausamkeit, Isolation. Aber bis zum Eklat auf der Hochzeit kannte er seine eigene Familie nicht als t├Âdliche Bedrohung.

Und Brandur hatte wie immer Recht. Hatten wir nicht geschworen den alten Wegen zu entsagen?
Wie sollte er dann eine t├Âdliche Gefahr f├╝r sein Kind in der Welt belassen? Auch wenn diese Gefahr mein Kind war. Ich habe es letztendlich zerst├Ârt und zu dem gemacht was es ist - Linhards Peiniger.

Nie wieder soll einer der Unseren in permanenter Angst aufwachsen.
Nie wieder soll einer der Unseren sein eigenes Blut f├╝rchten m├╝ssen.

Also k├Ąmpften wir, so wie wir von Anfang an h├Ątten k├Ąmpfen m├╝ssen, Seite an Seite als Br├╝der!

Aber wir k├Ąmpften nicht nur Seite an Seite, sondern als eine Person. Als es im Kampf n├Âtig wurde, ergriff ich die Kontrolle ├╝ber Brandurs K├Ârper auf seinen Befehl hin. Zwei Seelen... ein K├Ârper... ein Ziel... Eins-Sein...

Nie waren wir uns n├Ąher als in diesem Moment...
Was wir mit diesem Zusammenhalt fr├╝her h├Ątten erreichen k├Ânnen wurde mir da erst in voller Tragweite bewusst. So h├Ątte es sein sollen, so h├Ątte es sein m├╝ssen und so w├╝rde es nach diesem Kampf f├╝r immer sein.

Ansgar griff uns mit Messern an und ich wich so gut es ging mit Brandurs geschundenen K├Ârper aus. Es sah nicht gut f├╝r uns aus, so befahl Brandur den Knochendrachen zu benutzen. Ich rammte Ansgar den Fl├╝gelbug des Knochendrachen mit brachialer Gewalt vor die Brust. Ausgef├╝hrt wie ein Handkantenschlag, nur mit dem Unterschied des Gewichtes dass dahinter steckte und dem Dorn, der auf dem Fl├╝gelbug prangt. Ich riss ihn von den Beinen und schleuderte ihn mehrere Meter zur├╝ck. Er hatte keinen Schutzzauber oder ├Ąhnliches auf sich gelegt...

Er blieb einfach liegen und r├╝hrte sich nicht mehr. Brandur lag ebenfalls auf dem Boden, f├╝r seinen K├Ârper waren die Strapazen des Kampfes zu viel. Zuerst vermutete ich eine List von Ansgar, aber es war keine.

Und auf einmal, urpl├Âtzlich, war es vorbei.

Brandur befahl mir, Ansgar neben sich abzulegen, was ich umgehend tat. Ansgar bat Brandur es zu beenden und danach den Brief an Wolfi abzuschicken den er bei sich trug. Vorher riss er sich eine Kette vom Hals, eine Kette aus Messing... er konnte keine Magie w├Ąhrend des Kampfes anwenden.
Er wollte sich bewusst von Brandur t├Âten lassen...

Brandur verlangte den Brief...
Der Brief...", erkl├Ąrte Aimeric und stockte.

"Was stand in dem Brief?", fragte Arch leise.

"In dem Brief stand:

Lieber Wolfi,

sobald Du diesen Brief in H├Ąnden h├Ąltst, verweile ich bereits im Nexus.
Sie wollten mir kein Leben schenken, sie wollten es mir nehmen.
Seit meiner Geburt trachteten sie mir stets nach dem Leben.
Heute haben sie es erhalten.

Ich bin m├╝de Wolfi, verzeih mir. Weine nicht um mich, ich habe diesen Weg freiwillig gew├Ąhlt.
Man kann nichts t├Âten, was nie lebte. Ich war Ihre Totgeburt.
Es h├Ątte mich nicht geben sollen, aber meine Existenz brachte etwas Gutes hervor - Dich.
Du bedeutest mir alles Wolfi.

Das Chevalier-Lehen de Chouinard in Souvagne, Lehen Nummer 4, unterstellt dem Comte de la Cantillion vererbe ich Dir, ebenso den Titel Chevalier Anwolf de Chouinard. Eine Bitte Wolfi, k├╝mmere Dich um Anna und Dein zu erwartendes Geschwisterchen.

In Liebe

Dein Papa


Vor dem Lesen bat Brandur um Licht, so verlie├č ich den Knochendrachen und beleuchtete mit meinem astralen K├Ârper den Brief, folglich las ich die Zeilen ebenso.

Ich wei├č nicht was wir erwartet hatten, Brandur vermutlich genauso wie ich einige letzte Zeilen des Hasses? Ein letzter Aufruf Linhard anzugehen oder seine H├Ąscher zu t├Âten?

Aber nichts davon stand in dem Brief, es war ein Brief von einem Vater an seinen geliebten Sohn. Ein Brief wie ich ihn selbst nie geschrieben hatte, weil ich mein ganzes Leben ├╝ber blind gewesen war. Blind vor Hass und vor Angst auf Alastair, aus Wut und aus Neid auf meine Br├╝der und ich lie├č es an jenen aus, die am wenigsten daf├╝r konnten. An jenen die ├╝berhaupt nichts f├╝r mein Leid konnten und ich benutzte Dich dazu Arch...

Brandur las die Zeilen und er verstand, dass Ansgar nur das war, was ich der Welt hinterlassen hatte. Er schenkte ihm das Leben.

Aber nicht nur ihm sondern auch mir...
Erneut...
Wieder einmal...

Niemand hat den Tod mehr verdient als ich...
Aber er schenkte mir das Leben...
Bot mir den K├Ârper Aimerics an...
Weshalb? Wieso? Warum? Ich wei├č es nicht...

In erster Linie um Linhard zu besch├╝tzen?
Um meine Schuld abzutragen?
Um etwas von meinen Verbrechen revidieren zu k├Ânnen?
Oder einfach nur weil Brandur mich ebenfalls liebte?

Warum auch immer, er tat es...
Er rettete mein Leben, w├Ąhrend er selbst starb...
Ich fuhr in diesen K├Ârper und er band mich daran...
Der m├Ąchtigste Ghul, so sagte er. Ich wei├č nicht was das bedeutet, ich wei├č nur, dass dieser Aimeric irgendwo noch in den Tiefen dieses K├Ârpers steckt. Es ist so... als m├╝sste ich ihn in einer Kammer gefangen halten... aber wenn ich mich auf ihn konzentriere, dann h├Âre ich ihn schreien...

Was scherte es Brandur?
Was schert es mich?

Nun er ist kein Hohenfelde...
Und er ist keiner von meiner Wahlfamilie...

Ich werde das Geschenk meines Bruders annehmen, achten und ich werde meine zweite Chance nutzen Archibald... Meine zweite Chance wird auch Deine sein... Du wirst an meiner Seite sein... im Guten diesmal.

Als Brandur und Ansgar nebeneinander lagen, flehte Lin Ansgar an Brandur zu retten...
Papa rette Paps...
Linhards Worte schn├╝rten mir die Kehle zu.

Und er tat es. Ansgar versuchte tats├Ąchlich Brandur zu retten...
Er reicht ihm die Hand und tat irgendwas magisches...
Brandur nahm die Hand.

Ich rief in dieser Gestalt nach dem Heiler, aber als er kam, war es bereits zu sp├Ąt.
Brandur war tot.

Brand hielt die Hand von seinem Enkel Ansgar und starb umgeben von Leuten die ihn liebten.
Seine letzte Order war, Ansgar soll leben und dies wird er auch...

Wir baten eines der Himmelsaugen um Hilfe, das sind Geistmagier, der Mann sollte Davard kontaktieren. Dave holte uns mit einem Greif ab.

Als Dave vor Brandur stand und versuchte zu verstehen, was er sah - sah ich in seine Augen.
Ich sah einen Abgrund aus Verzweiflung...
Ich sah ihn, so wie er eigentlich ist oder w├Ąre, wenn ich ihn nur gelassen h├Ątte...
Er sieht mir ├Ąhnlich... so verdammt ├Ąhnlich...
Und er hat um Brandur geweint...

Er darf nie erfahren, wer ich wirklich bin Archibald, denn ich werde es als Aimeric wieder gut machen. Jedenfalls ein klein wenig und dann wenn die Zeit reif ist, werde ich es ihm selbst sagen. Dann werde ich ihm verraten wer ich bin und was es mit diesem K├Ârper und meiner Maskerade auf sich hatte.

Vor langer Zeit sagte Dave einmal einen weisen Spruch - manchmal muss jemand sterben, damit ein anderer leben kann.

Wir h├Âren jetzt auf mit dem sterben und beginnen zu leben.
DAS ist meine Order, im Namen meines Bruders und Du wirst Lin und mir folgen", sagte Aim.

"Niemals zuvor habe ich mich so in einer Person get├Ąuscht wie in Brandur, er verdient meinen h├Âchsten Respekt und meinen Dank. Niemand aus Deiner Familie wird mehr sterben, ich folge Dir wie immer und ich weite meinen Schwur auf Linhard aus, Ominas Haere - Treue ├╝ber den Tod hinaus.

Ansgar schrieb weise Worte... es h├Ątte uns alle wohl nicht geben sollen. Wir sind alles Totgeburten Aim, unsere Eltern haben uns schon get├Âtet, bevor wir den ersten Atemzug nahmen. Und dies ├Ąndert sich auch nicht, wenn wir lebendes Fleisch fressen, wir bilden es uns nur f├╝r einige winzige Augenblicke ein, w├Ąhrend wir fressen. F├╝r den winzigen Moment des Gl├╝cks.

Aber wer w├Ąren wir, wenn wir so leicht aufgeben w├╝rden hm? Wir haben es bis hierher geschafft, dann schaffen wir auch noch den Rest des Weges. Gemeinsam, Seite an Seite, so wie es sich Dein Bruder w├╝nschte. Ich habe ihm Unrecht getan, denn wir beide k├Ąmpften f├╝r die gleiche Sache.

Noch ein Punkt, ich werde Dich versorgen, Du wei├čt was ein Ghul isst?", fragte Arch.
"Was isst ein Ghul?", hakte Aimeric nach und lehnte seinen Kopf gegen den von Archibald.
"Leichen... Menschenfleisch...", schmunzelte Arch, wischte Aimeric die Tr├Ąnen weg und k├╝sste ihn auf die Stirn.

"Menschenfleisch?", fragte Aimeric perplex.
"Menschenfleisch", best├Ątigte Archibald.
[ externes Bild ]

"Damaged people are dangerous. They know they can survive." - Josephine Hart

Antworten