Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterlie├čen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf├Ąngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. W├Ąhrend die Urv├Âlker auf Altbew├Ąhrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. Geheimb├╝nde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Heimkehr

Die Meuchlergilde aus Naridien hat hier ihr neues Hauptquartier aufgeschlagen.
Antworten
Benutzeravatar
Anwolf
Marquis
Beitr├Ąge: 73
Registriert: Sa 11. M├Ąr 2017, 09:00
Steckbrief: [ externes Bild ]

Heimkehr

#1

Beitrag von Anwolf » Sa 6. Okt 2018, 16:28

Heimkehr

Anwolf war wider Willen zum Tr├Ąger von Dunwolf geworden. Wie es sich anf├╝hlte, v├Âllig fremd gesteuert zu werden und in seinem eigenen K├Ârper nur noch Zuschauer zu sein, konnte er niemandem beschreiben. Zudem war er nicht nur der neue "Tempel" von Dunwolf gewesen, sondern der uralte Lich hatte sich auch stets an seiner Energie bedient.

Die Macht die Anwolf in dieser uralten Kreatur die sich seiner bem├Ąchtigt hatte, seinerzeit f├╝hlte war enorm gewesen. Sie war mit nichts zu vergleichen, was er sonst an Machtmanifestation kannte. Sie ├╝berstieg sogar jene Macht bei weitem ├╝ber die Maghilia oder Osmund geboten.

Der Umstand hatte Wolfi bis in die Grundfeste seiner Seele ersch├╝ttert. Er war der Wesenheit v├Âllig ausgeliefert gewesen, ohne dass ihm irgendjemand hatte helfen k├Ânnen. Niemand gebot ├╝ber gen├╝gend Macht um ihn von diesem mentalen Parasiten zu befreien.

Dennoch war er frei gekommen und er konnte sein Gl├╝ck kaum fassen. Nun waren auch die letzten k├Ârperlichen Beschwerden abgeklungen, jedenfalls soweit, dass sie ihn nicht mehr einschr├Ąnkten. Wolfi machte sich auf den Heimweg nach Irminabourg.

Aber ein winziger Teil von ihm, hatte Gefallen an dieser Macht gefunden. Dieser Teil sehnte sich danach erneut ├╝ber diese Macht zu gebieten, sie zu formen, sie seinem Willen zu unterwerfen. Nat├╝rlich all dies, ohne den Preis des Parasiten. Und dieser Wunsch ├Ąngstigte Wolfi mehr als er zugeben wollte.

Vermutlich war es das alte Blut dann in ihm sang, denn zeitgleich w├╝nschte er sich, seine Magie eine v├Âllig andere Richtung zu geben. Er wollte gerne einen Wandel vollziehen und seine F├Ąhigkeiten f├╝r etwas Positives einsetzen, als f├╝r einen rei├čenden Mahlstrom der Nekromantie.

Wolfi schaute in seine Geldkatze, aber viel Geld war nicht ├╝brig. Nun als er entf├╝hrt worden war, hatte er vor der T├╝r gesessen und sich sein Feierabendbier geg├Ânnt, nach einem langen Tag ├╝ber den B├╝chern in der Fantome-Feste. Das er entf├╝hrt werden w├╝rde, damit hatte er nicht gerechnet. Und f├╝r den Fall h├Ątte er auch keine prall gef├╝llte Geldkatze eingesteckt, sondern eine Waffe.

Von Beaufort bis nach Irminabourg war es ein ganzes St├╝ck zu reisen. Wolfi ├╝berlegte ob er sich im Palast ein Pferd leihen konnte, oder ob es eine andere M├Âglichkeit gab. Andernfalls musste er auf Schusters Rappen bis nach Irminabourg reisen. Keine angenehme Aussicht, denn er f├╝hlte sich immer noch schwach wie ein neugeborenes K├Ątzchen.

Anwolf begab sich in Richtung der St├Ąlle und hoffte dort auf einen passenden Ansprechpartner zu treffen. Falls dies nichts nutzte, wollte er nachfragen ob sein Onkel am Hof zugegen war, oder ob er erwartet wurde. Selbstverst├Ąndlich h├Ątte er auch Dave mental rufen k├Ânnen, aber irgendwie f├╝rchtete sich Wolfi, dass er damit den Lich anlocken w├╝rde.

M├╝de band er sich seine struppigen Haare zusammen und strich sich ├╝ber sein stoppeliges Kinn.

Antworten