Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterlie├čen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf├Ąngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. W├Ąhrend die Urv├Âlker auf Altbew├Ąhrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. Geheimb├╝nde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Die Beschw├Ârung von Alastair

Die einstige naridische Adelsfamilie von Hohenfelde beschloss, die blutige Vergangenheit hinter sich zu lassen und in Souvagne einen Neuanfang zu wagen. Mit von der Partie sind die verb├╝ndeten und verwandten Familien von Wigberg und von Eibenberg.
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Brandur von Hohenfelde
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Die Beschw├Ârung von Alastair

#1

Beitrag von Brandur von Hohenfelde » Mi 18. Apr 2018, 01:42

<< Der neue Weg f├╝hrt nach Souvagne - BranDunLin

Die Beschw├Ârung von Alastair

Linhard von Hohenfelde
Linhard hatte es sich gemeinsam mit Greg in dessen Leseecke bequem gemacht, w├Ąhrend Brandur im wahrsten Sinne des Wortes durch die Bibliothek geisterte. Linhard beschloss in seinem Herrenhaus ebenfalls eine Bibliothek einzurichten f├╝r die beiden. Gl├╝cklicher hatte er Brandur selten gesehen und Gregoire hatte es trefflich formuliert, dies war sein Zuhause des Herzens. Wenn beide daf├╝r B├╝cher ben├Âtigten, sollten sie sie haben. Er selbst hatte einige B├╝cher, aber dabei handelte es sich um Fachb├╝cher des Schwertfechtens und einiges an Unterhaltung. Lin schaute sich nach seinem Vater um.

Brandur von Hohenfelde
Der Diener hatte es nicht leicht und w├╝rde wohl Muskelkater davon haben, Brandur all die B├╝cher hinabzureichen, kurz das Inhaltsverzeichnis aufzuschlagen und sie dann wieder einzur├Ąumen, sowie eine Liste der B├╝cher anzulegen, die Brandur durchzuarbeiten gedachte. Brandur bemerkte, dass sein Sohn ihn suchte und schwebte w├╝rdevoll zu ihm her├╝ber. ┬╗Diese Bibliothek ist eine wahre Wunderkammer. Doch ├╝ber besagte Kunst ist nichts zu finden. Nicht einmal in Randnotizen oder den Appendizes.┬ź

Linhard von Hohenfelde
Linhard grinste seinen Vater gl├╝cklich an. ┬╗Welche Kunst? Die der Wiederbelebung? Ich vermute solches Wissen werden wir hier nicht finden oder?┬ź, hakte Lin nach.

Gregoire
Greg sch├╝ttelte den Kopf, w├Ąhrend er weiterlas. ┬╗├ťber Blutnekromantie an sich - schon. Aber ├╝ber Zauber nicht. Ich besitze kein Zauberbuch ├╝ber Blutnekromantie und mir sind die Lehren der Magie nicht bekannt. Dazu muss ich sagen, dass mir keine Lehren der Magie bekannt sind, obwohl ich einige Zauberb├╝cher habe. Allerdings nur, da ich die Schrift mag und die Zeichnungen darin. Aber lesen kann ich sie nicht┬ź, erl├Ąuterte Greg freundlich.

Linhard von Hohenfelde
┬╗Paps k├Ânnte sie ├╝bersetzen, falls es Dich interessiert, nicht wahr Paps? Nun wo findet man denn ansonsten solches Wissen? Ich meine wer bildet bei Euch Magier aus?┬ź, hakte Lin nach.

Gregoire
┬╗Fr├╝her war es die Akademie in Drakestein - gr├Â├čtenteils. Ansonsten Privatlehrer und die neue Akademie - Flamme des Wissens. Dort w├╝rdest Du gut hinpassen Brandur┬ź, antwortete Greg schmunzelnd.

Linhard von Hohenfelde
┬╗Nun dazu m├╝sste er leben, nur lebend erh├Ąlt man einen Lohn┬ź, wandte Lin grinsend ein.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Eine Akademie! Ja, man hat bereits fr├╝her versucht, mich als Dozent anzuwerben, jedoch haben die Umst├Ąnde damals nicht gut gepasst. An sich h├Ątte ich diesen Beruf gern ausge├╝bt. Was ich hier an Werken ├╝ber die Blutnekromantie fand, ist alles nur Sekund├Ąrliteratur, es sind keine Originale dabei. Ich vermute, es gibt eine Art Verbotene Abteilung, aber wenn sie verboten ist, werden wir dar├╝ber nat├╝rlich nichts h├Âren, was ich allerdings bedaure. - Linhard, du siehst sehr zufrieden aus. Es freut mich, dich so zu sehen, nachdem unser letztes Zusammentreffen ausgerechnet meine Beisetzung war. Wo ruhen die Leichname von mir, meinem Vater und meinem Bruder momentan? Wurden sie bereits ├╝berf├╝hrt?┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Sie ruhen in der Nachtburg, Ossi hat Dich beschworen. Warum Paps? Wozu ben├Âtigst Du Deinen K├Ârper? Dave wird Dich also Deinen K├Ârper nachholen. Wir m├╝ssen das vorher gut und umsichtig planen, damit Du nicht... ehm... nun verwest. Dunwin und Alastair wollte ich ebenfalls nachholen lassen. Ich m├Âchte nicht das Dave Dunwin vernichtet. Ich verstehe seinen Gedanken, aber er muss da auch meinen Wunsch respektieren, zumal es mein Herrenhaus ist. Ich werde beide auf unserer Scholle beisetzen lassen. Ihre K├Ârper sollen dort finden was sie in Naridien niemals gefunden haben... Frieden. Ich m├Âchte sie nicht entsorgt wissen. Gleichg├╝ltig was Alastair war, er war dennoch einer von uns. Also was m├Âchtest Du denn mit ihnen?┬ź, fragte Lin neugierig.

Gregoire
Greg musterte seinen Verlobten bei f├╝r ihn im Kontext sehr seltsamen Ton. Er blinzelte kurz, sch├╝ttelte minimal den Kopf und las weiter.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Es w├Ąre auch mein Wunsch, dass die Familie vereint ruhen kann. Davard hat kein Anrecht darauf, den K├Ârper meines Bruders oder unseres Vaters zu vernichten! Was ich von Alastair noch will? Ja, was will ich von ihm ... ich m├Âchte ihm am liebsten den Mittelfinger zeigen. Ihm zeigen, was du geschafft hast, du, ein Purie - nach deinem Weg und nicht nach seinem. Das w├Ąre etwas ganz nach meinem Geschmack.┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Dann soll Ossi ihn beschw├Âren. Dann kannst Du ihm sagen was Du ihm schon immer sagen wolltest und er k├Ânnte Dir vielleicht ein paar Fragen beantworten. Oder mir. Ich kenne ihn nur aus Erz├Ąhlungen, ich habe keine direkte Erinnerung an ihn. Von der Optik kenne ich ihn nur von den Gem├Ąlden. Er war gro├č, schlank, ├Ąhnelte von der Art und Figur her Dunwin und Dave. Aber er hatte extrem dunkle Haare und dunkle Augen so wie Kunwolf nicht wahr? Oder wie Wolfram. Gut bei Wolfram ist das was anderes, wenn er einen anschaut f├╝hlt man sich dabei gut, seine Augen strahlen W├Ąrme aus, so wie Deine Paps. Aber die Augen von Alastair sehen auf den Bildern nicht gerade warm aus, er wie schwarze Murmeln die einen in den Abgrund schicken. Darf Greg mitkommen?┬ź, fragte Lin.

Gregoire
┬╗Kann uns diese Person gef├Ąhrlich werden? Ansonsten muss ich eines der Himmelsaugen mitnehmen. Ich kann nicht zulassen dass dieser Alastair Dich oder mich verletzt Linhard┬ź, warf Greg vorsorglich ein. Ihm war die Sache zwar nicht geheuer, aber neugierig war er trotzdem.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Ein Geistmagier w├╝rde nichts n├╝tzen gegen einen Totengeist┬ź, erkl├Ąrte Brandur milde. ┬╗Daf├╝r bedarf es eines Nekromanten. Ein Geist selbst ist nahezu machtlos - seine Macht richtet sich nach dem, was sein Beschw├Ârer mit ihm anstellt. Nun, Gregoire geh├Ârt nun zu unserer Familie, nicht wahr? Warum sollten wir ihn also ausschlie├čen von den Interna? Von meiner Seite aus spricht nichts gegen seine Anwesenheit.┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Von meiner Seite auch nicht, zumal ich mich ihm schon anvertraut habe. Und vielleicht sieht er dann, dass nicht alle Nekros zum F├╝rchten sind. Begleite uns Greg, Osmund wird Alastair nichts erlauben, was Dir schaden k├Ânnte. Alastair war mein Uropa - der Vater von meinem Opa Dunwin. Er ist sozusagen die Graue Eminenz im Hintergrund wie er immer genannt wurde. Das Namenlose Grauen, dabei hatte er einen - komisch. Osmund ist eines unserer ├Ąltesten Familienmitglieder, vielleicht sogar das ├Ąlteste. Nicht wahr Paps? Er ist alt, m├Ąchtig und f├╝r unsere Verh├Ąltnisse ausgesprochen freundlich. Wobei ich glaube fast jeden Magier aus unserer Sippe bekommst Du rum, wenn Du ihn einmal in die Bibliothek einl├Ądst┬ź, grinste Linhard.

Gregoire
┬╗Das l├Ąsst sich einrichten, es ist ja meine Privatbiblio - hier treibt sich niemand ohne meine Erlaubnis herum. Nun gut, gehen wir. Ich verlasse mich auf Euer Wort und gew├Ąhre Euch meines. Gleichg├╝ltig was ich h├Âre, ich schweige┬ź, versprach Greg freundlich.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Man nannte ihn das Namenlose Grauen, weil jenes Grauen sich durch die Generationen zog. Es war nicht nur Alastair zu eigen, sondern auch Dunwin, Kunwolf und mir selbst. Das Erbe, das B├Âse, das in jedem von uns schlummert, mit Ausnahme von Wolfram vielleicht, aber der ist generell etwas verdreht. Manche sprechen von einem Familienfluch, doch das ist l├Ącherlich in anbetracht der geballten magischen Macht unserer Sippe. Wem sollte es gelingen, uns zu verfluchen?┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Einem anderen von uns, sonst niemanden. Nur ein Hohenfelde kann einen Hohenfelde t├Âten, so sagt man. Aber wir sind hier, damit genau das nie wieder passiert. Und ich zog gemeinsam mit Dave und den anderen aus, verb├╝ndet um Dich zu retten. Wie sagte er? Premiere, zwei schlie├čen sich zusammen um ein Familienmitglied zur├╝ck ins Leben zu holen, anstatt es zu beenden. Damit hat er Recht. Das Schlimme ist doch, dass viele Opfer und T├Ąter sind. Ich liebe Dave, aber ich liebe auch Dunwin. Das eine schlie├čt das andere doch nicht aus oder? Dave war immer gut zu mir, auch wenn ich ihn einige male angezickt habe in meiner Wut. Er hat versucht, was Ansgar nur ein zwei mal versuchte. Er hat sich immer bem├╝ht, auf seine Art. Du kennst ihn, er ist ziemlich still, aber er kann auch ganz anders, wenn man ihm dumm kommt. Aber so ist er zu mir immer lieb und umg├Ąnglich gewesen, wie Wolfram. Nun Wolfram ist ein Fall f├╝r sich nicht wahr? Er hat schon genug als P├Ąckchen zu tragen, als das er sich noch den Mist seiner Familie anh├Âren muss. Und Dunwin, so schrecklich wie er zu anderen war, so lieb war er zu mir. Selbst zu Lebzeiten, wo ich ihn nur aus der Entfernung sehen durfte, es ging nie was aggressives von ihm gegen mich aus. Er war eher interressiert und neugierig so wie ich. Keine Ahnung, ich habe immer zu ihm eine Verbindung gesp├╝rt. Vielleicht erging es Ansgar ebenso und er hat mich deshalb auf Abstand gehalten. Ja das Grauen wurde weitergereicht wie eine Krone - man k├Ânnte es so bezeichnen. Kommt wir gehen┬ź, sagte Linhard und ging vor.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Wahre Worte┬ź, sprach Brandur d├╝ster. ┬╗Wir selbst sind jene, die uns verfluchten und den Fluch am Leben hielten. Das hat nun ein Ende, wie so vieles. Davard war schon immer ein anst├Ąndiger Mann, von seinem kleinen Nebenerwerb abgesehen. Er kann zicken, wie du es nennst, aber b├Âse? Nein, b├Âse ist er nicht. Er tut, was er tun muss. Nicht mehr. Womit er sich von seinem Bruder unterschied wie von vielen von uns. Ich w├╝sste nicht, was Wolfram schlimmes auszustehen h├Ątte. Er schien mir sehr gl├╝cklich zu sein in seinem verborgenen Tal - bis wir kamen und ihn heimsuchten.┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Keine Ahnung wie es sich ├╝blicherweise mit Fl├╝chen verh├Ąlt, aber ich vermute Ursache und Wirkung. Wer verflucht, kann den Fluch den er loslie├č auch brechen. Es ist ja kein Furz, den man nicht zur├╝ckholen kann weil der stinkend im Raum schwebt. Also wenn wir uns selbst verfluchen, m├╝ssen wir uns selbst davon befreien. Es war nicht nur die einzige Chance, es war auch unsere Pflicht. Denk nur an Irmina Brenda. Sie wird bald geboren werden und sie sollte in Souvagne geboren werden. Ich habe vielleicht niemals viel mit meiner Cousine zu tun, aber ich dachte sie soll ihr Leben v├Âllig ohne Altlasten beginnen, wenn sie schon Dir zu ehren Deinen Namen tr├Ągt. Allerdings soll sie das auch so, sie ist ein unbeschriebenes Blatt und ich m├Âchte nicht, dass nur eine Seite ihres Buches so etwas enth├Ąlt wie das von Dave, Ansgar, Dir oder Dunwin... oder auch von mir. Die meisten verstehen nicht, dass Einsamkeit schmerzt. Du hast es verstanden und Greg ebenso. Du aus der Warte der gleichen Erfahrung, er einfach weil... ja keine Ahnung warum, er tat es. Diese Heimsuchung hat Wolfram au├čerordentlich gut gefallen, ich sprach von seinem Leben davor. Er wohnte nicht umsonst in dem Tal und hier wird er mit Marlo leben. Ich h├Ątte zwar nicht gedacht, dass er mal jemanden findet, aber ich h├Ątte auch nie gedacht dass ich jemanden per Zufall finde┬ź, lachte Lin gut gelaunt. Er f├╝hrte sie in sein eigenes Gastquartier, wo es sich Osmund so lange gem├╝tlich gemacht hatte. ┬╗Wir sind wieder da┬ź, verk├╝ndete Linhard unn├Âtiger Weise.

Osmund
┬╗Sch├Ân, willkommen zur├╝ck┬ź, gr├╝├čte er gut gelaunt und stellte seinen Kaffee beiseite.

Linhard von Hohenfelde
┬╗Osmund das ist mein Verlobter von dem ich Dir erz├Ąhlte - Greg, dass ist Osmund von Wigberg┬ź, grinste Linhard.

Osmund
Osmund deutete trotz seines Alters eine Verbeugung an. ┬╗Eure Hoheit, es freut mich Eure Bekanntschaft zu machen┬ź, gr├╝├čte er freundlich.

Gregoire
┬╗Mich freut es ebenso Eure Bekanntschaft zu machen, zudem bin ich gespannt auf Euer K├Ânnen┬ź, schmunzelte Greg.

Osmund
┬╗Nun wozu immer Ihr einen Nekromanten ben├Âtigt - ich bin einer┬ź, schmunzelte Osmund zur├╝ck.

Linhard von Hohenfelde
┬╗Brandur m├Âchte mit Alastair sprechen. K├Ânntest Du ihn bitte beschw├Âren?┬ź, hakte Linhard nach.

Osmund
Osmund musterte Brandur. ┬╗M├Âchtest Du das?┬ź, fragte Osmund nach.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Irmina Brenda?┬ź Brandur lie├č es eine Weile auf sich wirken. ┬╗Ein sch├Âner Name! Woher wisst ihr, dass es ein M├Ądchen wird? Oder ist sie inzwischen gar schon geboren?┬ź Er wandte seine Aufmerksamkeit Osmund zu. ┬╗Ja, das m├Âchte ich. Ich m├Âchte ihm gern den Mittelfinger zeigen. Verbal selbstredend, obsz├Âne Gesten sind meiner unw├╝rdig.┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Weil es Dir Dave auf Deiner Bestattung sagte Paps, daher┬ź, grinste Linhard.

Osmund
Osmund nickte zustimmend. Er setzte sich gem├╝tlich auf das Sofa und lie├č sich in den Nexus fallen. Es dauerte eine Weile, als Greg schon bef├╝rchtete es w├╝rde ganz nichts geschehen, au├čer das Osmund gleich schnarchte - materialisierte sich eine Art schwarzes Leuchten in mitten des Raumes. Es war vergleichbar mit einer dunklen Sonne, die das Licht des Raumes zu absorbieren schien. Einen Augenblick sp├Ąter formte sie sich zu einem schwarzen Schatten der die Gestalt von Alastair von Hohenfelde annahm. Die Augen des Geistes gl├╝hten in einem unheilvolleren, wesentlich dunkleren Ton und der Blick mit dem er sie bedachte sprach B├Ąnde. Greg trat unbewusst einen Schritt vor Linhard und griff nach einer Waffe, die er privat gar nicht trug. ┬╗Schick es wieder weg┬ź, fl├╝sterte Greg Linhard zu. Linhard zog Greg zur├╝ck und sch├╝ttelte kaum merklich den Kopf. ┬╗Er kann nichts tun, au├čer giften und b├Âsartig gucken. Und K├Ąlte verbreiten┬ź, fl├╝sterte Linhard zur├╝ck.

Alastair
┬╗Schau an... welch missrate Brut wagt es hier mich zu rufen? Der Nichtsnutz eines Nekromanten, der zweimal starb? Die Nachgeburt eines Puries samt seinem Spielzeug und ... Osmund ... Du widerw├Ąrtiger Verr├Ąter ...┬ź, zischte Alastair grollend.

Osmund
┬╗Ich gr├╝├če Dich auch Alastair...┬ź, gab der Nekromant unger├╝hrt zur├╝ck.

Brandur von Hohenfelde
Brandur sp├╝rte die altbekannte Angst zur├╝ckehren. Alastair war eine Macht, die alle von Hohenfeldes, die sie hatten erleben m├╝ssen, f├╝rchteten. Seine S├Âhne machten da keine Ausnahme - diese besonders nicht. Er war froh, dass die Erscheiung Linhard vorerst ignorierte, von der unfreundlcihen Begr├╝├čung abgesehen. ┬╗Wie sch├Ân, dass du dich zu diesem Anlass von deiner besten Seite zeigst, Vater┬ź, sprach Brandur. W├╝rde er noch leben, h├Ątte er es nicht gewagt - und auch nicht im Tode, w├Ąre das letzte Jahr nicht geschehen. Es hatte ihn ver├Ąndert, so wie sie alle. Brandur sah nun einen Grund, dem Manne, der ihn gezeugt hatte, gegen├╝ber zu stehen ohne zu weichen. ┬╗Ich habe dich aus zweierlei Gr├╝nden rufen lassen. Erstens, um dich zu dem├╝tigen. Du bist nun hier, Osmunds Spielzeug und hast keine Macht mehr, ├╝ber keinen von uns. Zweitens, um dir etwas mitzuteilen, was dich noch mehr dem├╝tigen wird.┬ź Brandur hatte das Gef├╝hl, dass die Bosheit in der Erscheinung mit jedem seiner Worte gr├Â├čer wurde. Er w├╝rde l├╝gen, w├╝rde er behaupten, nur, weil er gestorben war, diesen Mann nicht mehr zu f├╝rchten. Er versuchte seine Substanz so gut es ging unter Kontrolle zu halten doch er konnte nicht verhindern, dass sein blaues Leuchten zu einem h├Ąsslichen Dunkelgr├╝n verwelkte.

Alastair
Der Geist des alten Nekromanten nahm eine fast l├Ąssige K├Ârperhaltung ein. ┬╗Mein lieber Sohn... ich kann vielleicht einem Lebenden nichts anhaben, aber wir beide... Du und ich... wir teilen die selbe Sph├Ąre. Du m├Âchtest mich dem├╝tigen? Nun da bin ich doch tats├Ąchlich gespannt... was hast Du getan um mich dem├╝tigen zu k├Ânnen? Und bitte verschone mich mit Deinen Pseudeograusamkeiten... nun ich bin... ganz Ohr wie man so sch├Ân sagt┬ź, erkl├Ąrte Alastair. Sein Gestalte verwehte und nahm genau vor Brandur wieder Form an. ┬╗SPRICH WURM!┬ź befahl der Geist und Linhard wie auch Greg zuckten synchron zusammen.

Osmund
Osmund sch├╝ttelte kaum merklich den Kopf. ┬╗Ganz ruhig Ihr beiden, er ist sowas wie ein Gewitter - nur ohne Blitz - reines Donnern. Das ist ebenfalls harmlos. Und Du Alastair, rei├č Dich zusammen oder ich rei├če Dich auseinander┬ź, knurrte Osmund. Die Aussage schien Greg nicht sonderlich zu beruhigen, denn er bildete optisch nun den genauen Kontrast zu Alastair, er war schneewei├č

Brandur von Hohenfelde
Brandur musste sich extrem zusammenrei├čen, ruhig zu bleiben. Er rief sich ins Ged├Ąchtnis, dass Osmund ein ├Ąu├čerst f├Ąhiger Nekromant war und selbst einen machtvollen Geist wie diesen w├╝rde b├Ąndigen k├Ânnen. ┬╗Es ist nicht meine Absicht, grausam zu sein. Ich habe dir lediglich die Fakten dargelegt und werde damit nun fortfahren. Ich habe nichts getan, au├čer zu sterben. Linhard war es, der dir durch seine Taten auf das Grab spucken w├╝rde, wenn du eins h├Ąttest. Ich habe dich rufen lassen, um dir mitzuteilen, dass du gescheitert bist. Dunwin und ich haben uns ausges├Âhnt. Wir sind wieder Br├╝der. Meine ausgel├Âschte Familie, sie lebt fort - in Linhard, der mein Sohn geworden ist. Die Familie, sie hat sich unter ihm als Oberhaupt vereint. Ihm, dem Nichtmagischen - und sie sind ihm freiwillig gefolgt. Die Familie hat dem Alten Weg, dem Dunklen Pfad kollektiv abgeschworen. Kein Tropfen unseres Blutes wird mehr vergossen werden durch eigene Hand.┬ź Brandur zwang sich, etwas zu l├Ącheln. Seine Substanz flackerte leicht.

Alastair
┬╗Die Familie... woher willst Du wissen, was meine Beweggr├╝nde waren? Kannten wir uns...? Du sprichst als w├Ąre etwas Schlechtes daran gewesen Euch zum Sieg, zur H├Ąrte, zur Entschlossenheit zu f├╝hren. Nur weil Du gescheiert bist Tr├Ąumer, hei├čt das nicht dass wir alle gescheitert sind. Der Same der Hoffnung lebt in all meinen S├Âhnen weiter... es sei denn sie sind tot. Sind sie alle tot? Alle einschlie├člich Dir?┬ź, fragte Alastair auf einmal etwas umg├Ąnglicher.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Wir alle sind gefallen und jeder Einzelne durch die Hand eines der unseren. Vielleicht erf├╝llt dich das mit Genugtuung, mich erf├╝llt es mit Schmerz. Das ist nicht das, was ich mir f├╝r meinen letzten verbliebenen Sohn w├╝nsche. Wir kannten uns nicht. Doch was ich von dir habe kennenlernen m├╝ssen, lernte ich nicht zu lieben. Von daher hielt sich mein Interesse daran, dich n├Ąher als n├Âtig kennenzulernen, in Grenzen.┬ź

Linhard von Hohenfelde
Linhard strich Greg einmal ├╝ber den Arm als Zeichen, dass er bleiben sollte wo er war und um ihm etwas die Angst zu nehmen. Dann bezog er neben Brandur Stellung und musterte Alastair. Bis auf die Farbe sah er genauso aus wie die Gestalt auf den Gem├Ąlden. Die Gestik und Mimik hatte enorme ├ähnlichkeit mit der von Dunwin - so als wollte er sie parodieren. Oder wollte Dunwin einst Alastair kopieren und hatte die Gesten f├Ârmlich einstudiert? Bewusst oder unbewusst? In Gleichheit sah man oft einen Verb├╝ndeten. Aber Dunwin h├Ątte eines wissen m├╝ssen, ein Hohenfelde betrachtete sein eigenes Blut selten als Verb├╝ndeten, viel mehr ging er stets von einem Hinterhalt aus. Und je ├Ąhnlicher er selbst Alastair wurde, je gef├Ąhrlicher w├╝rde Alastair ihn einstufen und auf Abstand halten. Aber die K├Ârperhaltung fand Linhard erinnerte an Dave. Irgendwie stolz, gerade aufgerichtet und dennoch lauernd. Lin stand nahe neben Brandur, da er ihm anders keinen Beistand leisten konnte.

Alastair
Alastair schwieg f├╝r seine Verh├Ąltnisse ungew├Âhnlich betreten. ┬╗Ihr Vier seid alle tot? Ich hatte gehofft dass wenigstens mein Purie ├╝berleben wird... aber auch er starb... durch wessen Hand? Ich habe niemals gewollt dass Ihr alle sterbt, nur drei von Euch - nur war dieses unheilige B├╝ndnis zwischen manchen von Euch unertr├Ąglich┬ź, zischte Alastair und musterte Linhard stechend.

Linhard von Hohenfelde
Lins Augen wanderten f├╝r einige Sekunden zu Brandur und seine Augenbraue zuckte minimal nach oben. `Vier?┬┤, zeigte er kurz mit den Finger und legte minimal den Kopf schief.

Brandur von Hohenfelde
Auch Brandurs Augenbrauen zuckten nach oben, nicht nur eine, wie bei Linhard, sondern alle beide. ┬╗Vier? Gibt es noch einen Bastard, von dem ich nichts wei├č? Mein Bruder Dunwin fiel durch die Hand Ansgars, durch den auch ich den Tod fand. Wir standen kurz davor uns gegenseitig auszul├Âschen. Das war es, was der Alte Weg uns brachte - den eigenen Untergang.┬ź

Alastair
┬╗Blind und beschr├Ąnkt wie eh und je... wo versteckt man am besten etwas vor Euch drei Pappnasen? Vor Eurer Nase... wo w├╝rde jeder gute Nekromant das kostbarste bewahren was er hat? Ein Kind der Liebe? Bei sich in der Gruft... Du hattest doch ebenso eine Liebste nicht wahr?... Nun ich verwehrte es Dir nicht, da Du kein Tier w├Ąhltest wie der uns├Ągliche Dunwin... eine Albe... widerw├Ąrtig.... absto├čend.... ekelerregend... Er lebte unter Euch, geduldet, gew├╝nscht, mit besten Veranlagungen ganz nach meinen Vorgaben gro├čgezogen. So wie er h├Ąttet Ihr ebenso werden sollen... aber Du mein lieber Brandur... Du wolltest keinerlei H├Ąrte annehmen.... wobei in Deinem angenommenen Sohn sehe ich seine Veranlagung... durch mein Blut weitergegeben an Dunwin und er gab es weiter an ihn... Nun dann h├Âre zu, da Du so tot bist wie ich und er ebenfalls gefallen ist, werde ich Dir etwas von mir erz├Ąhlen, was Du vermutlich nicht glaubst. Einst habe ich mich verliebt... tja... kaum vorstellbar nicht wahr? Es war einer dieser belanglosen B├Ąlle mit belanglosen Menschen die bestenfalls als Bastelmaterial gedient h├Ątten... und dann sah ich sie. Eine steinerne Miene, pure Verachtung im Gesicht, blass wie eines meiner Gesch├Âpfe, kohlrabenschwarze Haare und ebensolche Augen. Sie war atemberaubend sch├Ân und eiskalt. Wir lernten uns kennen und wir lernten uns lieben. Sie hatte ihre kleine Schw├Ąche, sie hatte mein Arbeitsmaterial zum Fressen gerne... nun jede Frau hat so ihr kleines ├Ąu├čerst intimes Geheimnis nicht wahr? Sie schenkte mir einen Sohn Brandur - der vierte von Euch im Bunde. Ihr Ehemann war nicht sehr am├╝siert ├╝ber diesen Zustand. Nun was scherte es mich, wir hatten einander... Als er geboren wurde, war ich anwesend. Es war ein ├Ąu├čerst erhabenes Gef├╝hl ihn im Arm zu halten. So winzig, so blass mit den gleichen schwarzen Haaren wie seine Mutter, winziger Flaum bedeckte seinen Kopf. Und ich wusste was ich zu tun hatte, sie wusste es ebenso - wir gaben ihn am selben Tag fort zu seiner Amme. Erchan - echt, rein - so wie meine Liebe zu ihr. ├ťbersetzt Archibald. Mit vollem Namen nach seiner Mutter benannt - Archibald von Dornburg. Und genau jener Sohn, dieser Sohn den wir in Liebe zeugten, t├Âtete die Frau die ich liebte! Unverst├Ąndnis, Rache, krankes Schicksal? Oh nein! Diese widerw├Ąrtige Brut von Dunwin hatte ihn angestiftet, meine Rigmor zu t├Âten. Und als w├Ąre dies nicht schon ein Schlag ins Gesicht, wagte es diese l├Ącherliche Kreatur, genau jene Kette zu tragen, die ich meiner Liebsten schenkte zur Geburt unseres Sohnes! Du kannst Dir nicht vorstellen, wie ich daf├╝r verabscheute und hasste... und wie ich ihn immer noch verabscheue... aber nungut... Mein lieber Brandur... Seelen die zusammengeh├Âren finden auch danach wieder zueinander.... ich war immer noch auf der Suche nach Rigmor.... nun werde ich Erchan suchen... Trotz allem h├Ątte ich auch Dir oder jedem anderen den Sieg geg├Ânnt, aber nicht Dunwin, ihm niemals, nicht f├╝r seinen Frevel┬ź, erz├Ąhlte Alastair.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Erchan ist tot┬ź, sagte Brandur. ┬╗Mein Leibdiener hat ihn get├Âtet, dein Kind der Liebe, deinen Archibald. Mein Leibdiener Kasimir ist ein Vampir, der den Menschenfresser zum, nun ja, zum Fressen gern hatte!┬ź Brandur lachte ein trockenes, kurzes Lachen. ┬╗Er hat ihn ausgesaugt bis auf den letzten Tropfen und ich habe mir anschlie├čend eine Puppe aus seinen Knochen gebaut, die ich mit seinem Geist bef├╝llte um mich damit zu vergn├╝gen!┬ź In seinem Inneren ging es v├Âllig anders zu, als er nach au├čen zur Schau trug. Archibald sollte mit ihm verwandt sein? Sein Halbbruder sein? Das konnte nur ein widerlicher schlechter Scherz sein, so wie der, den er sich gerade erlaubte! Andererseits ... je l├Ąnger er dar├╝ber nachdachte, umso wahrscheinlicher erschien ihm diese M├Âglichkeit. Und die Erkenntnis erf├╝llte ihn mit Ekel und tiefem Hass.

Linhard von Hohenfelde
Linhard starrte Alastair an. Wie Dunwin und Archibald miteinander umgingen, hatte auf einmal eine ganz andere Bedeutung. Wie hatten sie sich genannt? Wahlgeschwister! Sie wussten es selbst nicht. Jedenfalls wussten sie es nicht bewusst, sie hatten es gesp├╝rt und hatten sich verb├╝ndet. Schlagartig sah das Verhalten zwischen seinem Paps und Arch auch anders aus. Wenn Lin so dr├╝ber nachdachte, h├Ątte Arch Brandur vermutlich t├Âten k├Ânnen. Aber er tat es nicht. Was hielt ihn eigentlich davon ab? Die Zuneigung zu Dunwin? Diesem war er ja scheinbar b├Âse und die Zuneigung zu ihm, war sicher nicht derma├čen gro├č, dass er Brandur einfach akzeptierte. Auf Dunwins Gehei├č hin hatte er damals versucht Brandur zu t├Âten. Aber blendete man das aus, dann hatten sich die beiden bei Wolfram gezofft - ja wie er und Wolfi, wenn sie sich mal wieder nicht gr├╝n waren! Linhard rieb sich die Stirn. Das war kein d├Ąmlicher Witz von diesem Geist, es war eine Tatsache. Alles was seltsam erschienen war, alles was man nicht erkl├Ąren konnte war auf einmal erkl├Ąrt - und auch dass Arch Dave anging. Er war sein Onkel und er war sein Gro├čonkel. Dann w├Ąre Derya seine Tante! ┬╗Derya ist meine Tante... ┬╗,fl├╝sterte Linhard seinem Paps zu und versuchte ihn zu greifen um ihm trotz allem k├Ârperlichen Halt zu geben.

Alastair
Alastair musterte mit einem Gesicht, dass Brandur zu Lebzeiten niemals gesehen hatte, purer Schmerz. Seine Gestalt verblich und verging wie Nebel in der Sonne. Es dauerte eine Weile, bis Osmund ihn zur├╝ckgezwungen hatte. Alastair starrte sie nicht l├Ąnger feindseelig an, sondern wie einer Person die rein aus Zwang vor ihnen stand und jede Sekunde z├Ąhlte gehen zu d├╝rfen.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Bei der Nachricht vom Tod von uns Dreien sah deine Reaktion etwas anders aus.┬ź Brandur sagte dies ohne Vorwurf. Es war eine Feststellung, die ihm sehr weh tat. Sein Blick wurde anders. ┬╗Sei dankbar, dass nicht ich dein Beschw├Ârer bin┬ź, zischte er. ┬╗Sonst h├Ątte ich dich nun in die Gebeine deines eigenen Sohnes gebannt, deines einzigen wahren Sohnes, wie es scheint! Darin h├Ąttest du dich in alle Ewigkeit mit dem Zustand seines Ablebens auseinandersetzen d├╝rfen! Er starb und seine Brut wird ebenfalls sterben! Ich bin nicht gefallen, damit es weitergeht, damit DU weitergehst!┬ź

Alastair
┬╗Es gab nur einen der sich abwandte, aber was spielt das f├╝r eine Rolle, wenn alle fielen. Du warst schon immer ein Tr├Ąumer Brandur. W├╝rdest Du noch leben, dann h├Ąttest Du dazu so wenig Mumm wie fr├╝her. Und h├Ąttest Du den Mumm... nun dann h├Ątte ich alles richtig gemacht. Du hattest so gro├čes Potential und dennoch war alles verschenkt. Du h├Ąttest genau wie Kunwolf meine Nachfolge antreten k├Ânnen. Erchan au├čen vor, er war was er war. Er war mit anderen Ma├čst├Ąben gemessen und dennoch zeigte er unser Blut und den Biss seiner Mutter. Es mag sein dass alles zu Grunde ging, aber nicht alle Hohenfelde sind tot oder verweichlicht. Einer von uns wird sich erinnern. Vielleicht nicht heute Brandur, m├Âglicherweise auch nicht diese Generation... aber eines Tages wird Dein Unrecht ges├╝hnt werden. Es wird ein Kind geboren mit der Macht die stets in uns wohnte und der passenden Seele. Ich war diese Seele nicht, ich habe ebenso versagt. Get├Âtet von einem Mann, der seine Kinder vor uns abschirmte. Ein Mann der eine Purie heiratete - nun vielleicht ist genau ihr Blut frisches Blut. Wer wei├č... vielleicht macht es Dein Purie besser als ich es je konnte... mich hat nie gest├Ârt das Dunwin ein Purie war. Mich hat gest├Ârt, dass er mir meine Liebste raubte. Und wo wir schon bei ehrlichen Gest├Ąndnissen sind, seine Hure scherte mich nicht. Ich h├Ątte sie ihm gelassen, wie Dir oder Kunwolf. Aber er t├Âtete meine Liebe und so nahm ich ihm seine samt Kind. Hat er wirklich gedacht, ich lie├če ihn damit durchkommen? Hielt er mich f├╝r so weich, nachgiebig und schwach? Nun ich habe ihn eines besseren belehrt. Man mag mir Versagen und Schw├Ąche vorwerfen, aber eines nicht - ich lie├č keine Rechnung offen. Nun bis auf die letzte vielleicht. Was denkst Du wie ich an den Familienthron kam Brandur? Du eine Tasse Matetee und eine Diskussion? Ich musste mir den Weg dahin freimorden. Meinst Du nicht ich w├Ąre nie einsam gewesen oder h├Ątte meine Br├╝der nicht vermisst? Ich wei├č was Brudermord bedeutet - und er... er wird es auch bald wissen. Jeder von uns wei├č es. Es ist nicht so, dass ich Euch nicht liebte... ich liebte Euch und wollte Euch das Beste mitgeben. Jeder von Euch hatte die gleiche faire Chance Brandur... ich habe nicht eingegriffen oder die Waffen f├╝r Euch gew├Ąhlt. Ich war ein guter Vater...┬ź.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Du warst ├╝berhaupt kein Vater┬ź, sagte Brandur und es klang nicht ganz so eisig, wie er es sich gew├╝nscht hatte. Er sp├╝rte, dass es ihn alle Kraft kostete, nicht vor ihm erneut zu dem ver├Ąngstigten jungen Mann zu werden, der er einst gewesen war. ┬╗Und ich schw├Âre dir, dass du in allem, was du je von uns wolltest, scheitern wirst. Ich werde erneut unter den Lebenden wandeln. Dunwin und Kunwolf werden es auch. Wir alle Drei. Und wir werden gemeinsam st├Ąrker sein, als wir es allein je h├Ątten sein k├Ânnen! Mein Sohn wird nicht dein Werkzeug. Niemand wird es mehr sein. Kein einziger. Was du von mir h├Ąlst ist irrelevant. Du w├╝test, weil du leidest. W├Ąre ich der Mann von vor einem Jahr, h├Ątte ich das genossen. Jetzt widert es mich nur noch an.┬ź

Linhard von Hohenfelde
Linhard sch├╝ttelte langsam und bed├Ąchtigt den Kopf. ┬╗Labere keinen Stuss Ala, Deine Zeit war schon um bevor sie begann und gef├Ąllt hast Du Dich ganz alleine. Durch Deine pure Ignoranz und Arroganz. Du warst nicht mal ein Monster Alastair. Du warst ein Trottel, dass einem falschen Bild nacheiferte wie Dunwin. Er erkannte im Tode die Wahrheit. Und ich werde meinen Bruder nicht zu Leide tun, finde Dich damit ab. Was in zig Generationen sein wird? Zig Hohenfelde werden geboren, geliebt und werden lieben und der alte Weg der vermeintlichen St├Ąrke wird vergessen sein. Wie sagte einmal wer? Schw├Ąche zugeben ist eine St├Ąrke. Wer sagt denn, dass eine Einzelperson permanent stark sein muss. Vor allem gegen selbsterschaffene Feinde. Unser neues Motto lautet - man wendet sich nicht gegen die Familie, sonst wendet sich die Familie gegen Dich. Denn genau das werden wir hier - eine Familie. Wir wachsen zusammen. Und Erchan - Du sprichst von Liebe? Hast Du Dir den Mann jemals zu Lebzeiten angeguckt? Wir haben ihn gesehen, beide Seiten. Eine bis auf den Grund seiner Seele gest├Ârte und pervertierte Person. Eine Person die derma├čen einsam ist, dass sie verr├╝ckt wurde. Anders kann man es nicht erkl├Ąren. Denn er erkl├Ąrte mir einst, was mit jenen passiert die so einsam sind, dass sie sich innen hohl und leer f├╝hlen. Sie f├╝llen die Einsamkeit mit anderen Dingen. Die meisten Menschen mit Essen - er f├╝llte sie damit, was er vermisste. Andere Personen. Das er sie anders in seiner N├Ąhe haben kann, begreift er nicht. Begriff er nie und er hatte tausendfach die Chance. Du hast das Beinhaus geschaffen das wir ger├Ąumt haben und nicht dieses Ding, dass ihr am ersten Tag seiner Geburt derma├čen deformiert habt, dass es selbst nicht wei├č was es ist. Wenn dieses Ding je geliebt wurde, dann von Jesper und Kasimir. Er selbst hat sich nie geliebt. Wenn das Dein Sieg ist - bitte. Du hast es geschafft, dass vier Deiner eigenen Kinder bereits einen Tag nach ihrer Geburt zu Grunde gingen. Und weshalb? Weil Du zu Grunde gegangen bist. Du bist kein Vater, Du bist ein verblendeter Idiot. Er hier - er ist ein Vater! Er hat mich besch├╝tzt, angeleitet und geliebt. Was hast Du je getan, woran sich einer in Liebe erinnert? Wer? Kunwolf? Was h├Ątte er zu sagen? Brandur oder Dunwin? Sogar Dein Erchan, an was k├Ânnte er sich erinnern, wo er sagt - sch├Ân dass es Papa gab und wenn es nur eine Situation ist! Nichts! Du hast gar nichts. Sie kannten Dich nicht, keines Deiner Kinder. Wie kann man sein eigenes Kind abgeben. Und Du wagst es von Liebe zu sprechen? H├Ąttest Du geliebt, dann h├Ąttest Du mit Deiner Macht den Weg beendet. Und nebenbei, Erchan fand seine Familie und die werte Mama derma├čen ekelerregend dass er ihr aus freien St├╝cken den Sch├Ądel spaltete wie Kantholz und die R├╝be abschlug. Dunwin hatte damit gar nichts zu tun. Er ist ihm nur die ganze Zeit atemlos hinterher geflitzt und als Dankesch├Ân bekam er den Schei├č Klunker. Nur so nebenbei┬ź, grollte Linhard und bezog mit Brandur Schulterschluss.

Brandur von Hohenfelde
Brandur wehte einen Substanzfaden durch Linhard, damit er sp├╝rte, dass sie beisammen waren, auch wenn eine ganze Dimension zwischen ihnen lag. Die magischen Ebenen ├╝berlagerten sich und doch waren sie in zwei Welten. Noch. ÔÇ║Danke, LinhardÔÇ╣ ├╝bermittelte Brandur ihm mit dem Substanzfaden. ÔÇ║Lass dich nicht von ihm zu einem Werkzeug des Hasses machen. Es ist leicht, ihn zu hassen und sich von ihm provozieren zu lassen. Aber man ├Ąrgert ihn viel mehr, wenn man G├╝te zeigt, sogenannte Weichheit. Eigentlich sollte man ihn nicht einmal damit noch ├Ąrgern wollen, sondern ihm zeigen, dass er und sein Erbe vergessen sind.ÔÇ╣ Brandur wandte sich an den schwarzen Geist. ┬╗Wie war eigentlich deine Kindheit, Alastair? Genau so gl├╝cklich wie die unsere?┬ź

Gregoire
Greg gesellte sich zu Brandur und Lin, dabei hakte er sich bei Linhard ein. Die Gruppe auf diese Art zu erleben, war verst├Ârend, be├Ąngstigend aber auch extrem selbsterkl├Ąrend. Warum Linhard sich einsam f├╝hlte war Gregoire nun mehr als begreiflich und warum Brandur wieder leben musste auch. Er dr├╝ckte seinem Verlobten einen Kuss auf die Wange. ┬╗Wir holen sie zur├╝ck - alle vier. Wir packen dass, macht Euch keine Sorgen┬ź, sagte Greg vehement und starrte den Geist an. ┬╗Ich kenne Dich nicht und ich lege auch keinen Wert drauf. Ich habe Br├╝der und ich kann Dir nur eines sagen - Du wei├čt nicht, was Du verpasst hast. Du hast keine Vorstellung davon wieviel Macht in br├╝derlicher Liebe und eisernem Zusammenhalt steckt. Deine Macht war v├Âllig wertlos┬ź.

Brandur von Hohenfelde
Ein weiterer Substanzfaden l├Âste sich und stupste Gregoire an. ÔÇ║H├Ąttest du nicht schon meinen Segen gehabt - nun h├Ąttest du ihn. Du bist ein guter Junge. So wie mein Sohn.ÔÇ╣

Alastair
Alastair h├Ârte ihnen kommentarlos zu. ┬╗Meine Kindheit war wie Eure, dank meines Vaters Kylion. Und ihm erging es nicht anders, jeder wahrte die Tradition... Ihr k├Ânnt nicht begreifen was Verantwortung f├╝r die Blutlinie bedeutet┬ź, warf der Geist ein.

Linhard von Hohenfelde
Linhard versuchte sich so gut es ging darauf zu konzentrieren wie sehr er seinen Paps liebte und hoffte die Botschaft kam durch den Faden an. Greg schmunzelte Brandur dankbar an und nickte knapp. ┬╗Nein mir v├Âllig unbekannt, wir haben mit Blutlinien und so auch nichts am Hut, wir regieren nur ein ganzes Land und keine so wundervolle Holzh├╝tte wie Du im holden Naridien┬ź, warf Greg ein.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Dein Gerede bereitet mir Kopfschmerzen┬ź, behauptete Brandur, obwohl er keinen Kopf mehr besa├č. ┬╗Verantwortung - f├╝r was? F├╝r den Erhalt der Linie? Indem neun von zehn durch eigene Hand sterben? Macht das irgendeien Sinn? Von welcher Verantwortung sprichst du, Mann, der sich mein Vater schimpft?┬ź

Alastair
┬╗Von der die man mich lehrte und die Du scheinbar vergessen hast!┬ź, zischte Alastair w├╝tend, da er sp├╝rte wie ein seltsam komisches Gef├╝hl sich in ihm breit machte, als er ├╝ber seine eigenen Br├╝der nachdachte.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Ein sehr inhaltsarmer Satz f├╝r einen so intelligenten Mann. F├╝r was ├╝bernahmst du Verantwortung, Alastair? Denke nach und antworte mir.┬ź

Linhard von Hohenfelde
Linhard musterte Alastair. ┬╗Pocken zum Beispiel? Wolltest Du sicher gehen, dass auch jeder den Spa├č mal mitmachen darf? Dann hast Du Dich vergessen, oder hast Du Dich auch infiziert, um Kollektiv-Spa├č zu erleben? Ich meine Dave hat nichts davon erz├Ąhlt, dass ihr alle lustig vor Euch hin gestunken h├Ąttet. H├Ąttest Du Verantwortung ├╝bernommen, dann h├Ątte die Familie wahre Macht. Denk mal an die Wigbergs - jeder ihrer Magier ist noch da. Und nun stell Dir vor, Du w├╝rdest mit Deinen Br├╝dern und S├Âhnen k├Ąmpfen - anstatt allein. Das w├Ąre schon eine andere Hausnummer oder. Wie hie├čen die ├╝berhaupt?┬ź, fragte Linhard wie nebenbei.

Alastair
┬╗Bin ich hier bei der Inqisition? F├╝r Euch ├╝bernahm ich als Vater die Verantwortung, f├╝r Eure Ausbildung und Erziehung. Ich habe Euch aufs Leben vorbereitet. Die Namen meiner Br├╝der sind unwichtig, genauso wie die meiner S├Âhne - sie sind tot┬ź, sagte Alastair mit einem Str├Ąuben in der Stimme.

Gregoire
┬╗Du hast sie aufs Sterben vorbereitet und nicht aufs Leben. Rede Dir ein was Du willst, den G├Âttern sei Dank, dass Du nicht mehr Kinder versaut hast┬ź, st├Âhnte Greg.

Linhard von Hohenfelde
┬╗Er hat hunderte Kinder versaut, dank Erchan. Kinder die Eltern hatten, die sie wirklich liebten. Die sich gefragt haben warum die nicht heim kommen. Oder Kinder die gar nichts mehr hatten, nur das nackte Leben. All jene hat er geholt, um ihnen Deine ┬╗Reinheit┬ź zu schenken, um ihnen die Einsamkeit zu nehmen und sich. Er hat sie sich einverleibt. Man kann wen umarmen, aber das ist nicht genug. Er muss eins werden, sie missbrauchen und fressen und dann ist alles gut. Wundervolle Liebe nicht wahr? Schade das Du ohne K├Ârper bist - er h├Ątte Dich mal lieben sollen, so wie Dave oder Ansgar. Ich h├Ątte sehen wollen, ob er dann immer noch so hie├č... oder ob Du vielleicht begriffen h├Ąttest, WAS Du da geschaffen hast. Wie abgrundtief verbohrt muss man sein um einen Menschen so zu zerst├Âren? Wie pervers muss man selbst sein oder verletzt um sein Kind daf├╝r zu misshandelt, weil es wagt Tr├Ąume zu haben. Und was f├╝r Tr├Ąume der Tr├Ąumer hatte - verbotene Tr├Ąume. Familie, Freude, Gl├╝ck, Gemeinsamkeit - ja das musste ihm Keim erstickt werden. Und warum? Warum?┬ź, zischte Lin.

Gregoire
┬╗Weil er es selbst niemals haben durfte - der Neid des Besitzlosen┬ź, antwortete Greg. Alastair antwortete nicht, aber seine Gestalt flackerte f├╝r einen winzigen Augenblick auf.

Brandur von Hohenfelde
Brandur waren die Worte genommen worden. Er starrte den Geist an. Das Gr├╝n, zu dem er geworden war, nahm einen giftigen Farbton an, wie alchemistischer Dampf. Die Worte hatten ihn so tief getroffen, wie Worte nur treffen konnten. ┬╗Er kann es dir nicht beantworten, Linhard. Denn er wei├č es nicht. Er plappert nach wie ein Papagei. Ich kann ihn nicht mehr h├Âren ... ich oder er, einer von uns muss gehen. Wenn ihr noch reden wollt, bitte. Ich kann in der Bibliothek warten.┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Das ist keine Frage - er geht┬ź, antwortete Linhard.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Nicht in den Nexus! Er soll in einen Gegenstand gebannt werden. Einen, der seiner w├╝rdig ist.┬ź

Alastair
Alastair sch├╝ttelte den Kopf. ┬╗Ihr werdet es nie verstehen... ┬╗, sagte der Geist w├Ąhrend er sich aufl├Âste und verschwandt.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Zu sp├Ąt┬ź, seufzte Brandur. ┬╗Nun gut. Es w├Ąre eine nette Spielerei gewesen, ihn in einem Nachttopf zu sehen.┬ź

Osmund
Osmund schaute Brandur an. ┬╗Soll ich ihn zur├╝ckholen? Ich hatte den Kerl gerade losgelassen┬ź, erkl├Ąrte der alte Nekromant. Was er von dem Gespr├Ąch und Alastair hielt, sah man ihm deutlich an. Er verbarg keines seiner Gef├╝hle, die Maske war nicht notwendig.

Gregoire
┬╗Am Ende h├Ątte es ihm noch gefallen┬ź, lachte Greg, was auch Linhard losprusten lie├č.

Osmund
┬╗Man steckt nicht drin┬ź, grinste Osmund.

Gregoire
┬╗Er in dem Falle schon, aber ich glaube wo immer dieser Geist hingegangen ist, er hat viel nachzudenken so wie er aussah. Die Ausreden galten ihm selbst, nicht Euch. Sonst h├Ątte er Euch zusammengestaucht, er hat sich gerechtfertigt auch wenn er das abstreitet. Und die Namen seiner Br├╝der konnte er nicht nennen - es tat ihm weh. Glaubt mir das┬ź, sagte Greg.

Brandur von Hohenfelde
Brandur winkte ab. ┬╗Es w├Ąre nur eine weiterer Schritt auf dem Weg gewesen, von dem er sich w├╝nscht, dass wir ihn gehen. Es ist besser, dass er fort ist. Mag er dort nach dem Sohn suchen, den er nicht finden wird.┬ź Sehr langsam und gebeugt schwebte Brandur ein wenig umher.

Osmund
┬╗Seine Br├╝der hie├čen Heilwig, Bodwolf und Dansard - sie waren zu viert. Dans war der j├╝ngste und sein Lieblingsbruder, bis nunja Ihr kennt die Geschichten. Kurzum Heilwig, Alastair, Bodwolf und Dansard - Kylions S├Âhne┬ź, antwortete Osmund.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Meine Onkel┬ź, erg├Ąnzte Brandur.

Osmund
┬╗Deine Onkel, nicht minder harmlos aber als Jungs genauso zueinander wie Ihr drei einst. Bis Kylion die Bande l├Âste und sie sich ausl├Âschten┬ź, best├Ątigte Osmund.

Linhard von Hohenfelde
Linhard schaute Brandur ernst an. ┬╗Wirst Du es Dunwin sagen Paps? Wirst Du ihn ├╝ber Archibald aufkl├Ąren? Was machen wir mit ihm jetzt? Er ist mein Gro├čonkel┬ź, warf Linhard ein.

Gregoire
┬╗Und Ihr wollt sie alle wiederholen? Oder nur Kunwolf, Dunwin und Erchan?┬ź, hakte Greg nach.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Dunwin und Kunwolf werden wieder leben. Ich will es nicht nur besser machen, ich will umkehren, was geschehen ist. Es muss einen Weg geben! Es muss einfach!┬ź Brandur war am Ende nach dieser Begegnung. ┬╗Und vielleicht ... vielleicht ...┬ź Linhard unterbrach seine Gedanken. ┬╗Damit er ihn noch mehr mag, den Widerling? Ich werde es ihm nicht sagen, keinem von ihnen! Und du wirst nicht mit der Brut Alastairs ein Kind zeugen! Soll das Grauen sich potenzieren? Junge! Denk doch mal nach!┬ź Er wandte sich Gregoire zu. ┬╗Alle? Wir k├Ânnen sie nicht alle ... wir haben Magier in der Familie. Unwahrscheinlich m├Ąchtige Magier wie Oswald, aber er ist nicht der Einzige. Diese Blutnekromantie ... warum haltet ihr sie derma├čen unter Verschluss! Solche Taten k├Ânnten ungeschehen gemacht werden! Nicht nur in unserer Familie. Jeder Mord ist ein Mord zu viel. Man k├Ânnte all die Taten, man k├Ânnte die Zeit umkehren! Es muss doch eine M├Âglichkeit geben, Euch dazu zu bewegen, uns zu helfen!┬ź

Gregoire
┬╗Weil alles aus einem bestimmten Grund geschieht, deshalb Brandur. Aber es geschah auch aus einem bestimmten Grund warum ich Linhard traf und wir uns. Und warum ich dies erfuhr oder wir von einander. Ich werde mein m├Âglichstes tun um Euch zu helfen. In wie weit Euch geholfen wird, wei├č ich nicht. Ob Dreux da sehr zug├Ąnglich w├Ąre, wei├č ich nicht. Er w├╝rde eine Erl├Ąuterung verlangen und in solchen Dingen w├Ąre Vater weitsichtiger als Dreux. Wobei ich das nicht mit Bestimmtheit sagen kann. Vielleicht w├Ąre auch Vater konservativ und Dreux offen Euch zu helfen. Ich rede mit beiden. Ich versuche es, ich verspreche es Dir┬ź, antwortete Greg freundlich.

Linhard von Hohenfelde
┬╗Wenn sie es nicht sofort erlauben, kann einer von unseren Magier die Magie erlernen? Das w├Ąre auch eine L├Âsung┬ź, bot Lin an.

Brandur von Hohenfelde
Brandur nickte steif. Mehr konnte er nicht tun. Jetzt weiter zu dr├Ąngen, w├╝rde nur das Gegenteil bewirken. ┬╗Die B├╝cher ... ihr solltet nicht alles unter Verschluss halten. Es ist gegenw├Ąrtig unm├Âglich, sich die Blutnekromantie autodidaktisch anzueignen, selbst die einfachsten Anf├Ąngerverfahren. Bedenkt, wie viel Elend und Leid gemindert werden k├Ânnte. Ich rede nicht von Menschen, die durch Altersschw├Ąche gingen. Sondern jenen, die um ihr Leben betrogen wurden. Kinder, die durch Krankheiten starben oder weil ihre eigenen Eltern sie verhungern lie├čen. Ermordete T├Âchter, im Krieg gefallene S├Âhne. Diese Magieform ist ein Geschenk Ainuwars und h├Ątte ich eher davon gewusst ...┬ź Der Geist musste sich abwenden.

Gregoire
┬╗Ich verstehe es Brandur... es ist wohl die freundlichste Form der Magie neben der Heilmagie. Die erhabenste Art. Du hast mich auf Deiner Seite. F├╝r die Anwendung muss ich mit meinem Bruder sprechen, er ist der Magier in der Familie. Habe ein paar Tage Geduld┬ź, bat Greg.

Brandur von Hohenfelde
Brandur gab sich f├╝gsam. Er nickte ein weiteres mal mit betretenem Gesicht. Doch innerlich horchte er auf. Nach Linhards Schilderungen hatte er schon geahnt, dass der dritte Bruder ein Magier sein musste. Ob er nun selbst Blutnekromantie beherrschte oder nicht - er war derjenige, ├╝ber den man an die Blutnekromanten herankam. Vielleicht lie├č sich durch geschickte Gespr├Ąchsf├╝hrung herausfinden, welche Magierichtung er beherrschte, um zu schauen, inwieweit man auf ihn Einfluss nehmen konnte. Oder vielleicht konnte Davard es mit seiner Geistmagie ersp├╝ren? So oder so hatten sie nun eine unverfehlbare F├Ąhrte. ┬╗Danke, Gregoire┬ź, sagte Brandur und l├Ąchelte. Das L├Ącheln war ehrlich.

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