Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Das Land Ehveros

Ehveros war das wohlhabendste Großherzogtum, hat aber im Krieg gegen das Chaos viele Truppen verloren. Nach dem Tod der einzigen Kronerbin Ricarda von Ehveros steht dem Land eine unruhige Zeit bevor. Ihr greiser Vater, Großherzog Felipe, wird den Thron nicht mehr lange halten können.
Ehveros war das wohlhabendste Großherzogtum, hat aber im Krieg gegen das Chaos viele Truppen verloren. Nach dem Tod der einzigen Kronerbin Ricarda von Ehveros steht dem Land eine unruhige Zeit bevor. Ihr greiser Vater, Großherzog Felipe, wird den Thron nicht mehr lange halten können.
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Dominique Dubois
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Re: Das Land Ehveros

#81

Beitrag von Dominique Dubois » Mo 5. Mär 2018, 08:35

Ferrau rannte, als sei der Henker hinter ihm her - was daran lag, dass er es tatsächlich war. Während der Tross sich abreisefertig machte, jagte Dominique den faulen Ferrau durch das Schloss. Der Leibdiener nahm die Beine in die Hand, während der Henker ihm wie ein wütender Stier auf den Fersen war. Ferrau jedoch war schneller. Schlank und wendig wie er nun einmal war und darin geschult, sich vor jeder anfallenden Pflicht gekonnt zu drücken, schlug er Haken, bog in schmale Seitengänge ein, versteckte sich in einem ziemlich verstaubten Alkoven und ließ den Henker an sich vorbeirennen.

"Auch du entkommst deiner Strafe nicht, Ferrau", heulte Dominiques Stimme durch den steinernen Gang wie das Heulen eines entfesselten Burggeists aus dem schaurigsten Verlies. Die Stimme wurde lauter, Dominique trampelte an ihm vorbei und dann wurde sie wieder leiser. Zufrieden mit seiner Finte streckte Ferrau den Kopf aus dem Alkoven und sah dem entschwindenden Henker nach, während er selber in die andere Richtung davoneilen wollte. Da prallte er gegen eine Rüstung.

"Monsieur Du Trieux?", fragte der Gardist und blickte auf ihn herab.

Wie vom Korgox gebissen wendete der Henker, der schon ziemlich weit entfernt war, als er Ferraus Namen hörte und eilte zurück. Ferrau war nun zwischen zwei Männern mit der Statur von Kleiderschränken eingekesselt. Es gab kein Entkommen. Er ergab sich seinem unausweichlichen Schicksal und ließ betrübt die Schultern hängen.

"Danke, Monsieur Gardist", brummte Dominique höchst zufrieden, packte den besiegten Ferrau am Schlafittchen und schliff ihn zurück zum Thronsaal. Ferrau durfte nicht laufen, er musste in aller Schande der Länge nach von Dominiques Faust herunterhängen, während die Beine hinter ihm herschliffen, so dass er von oben bis unten mit Dreck gepudert war.

"Bedaure", erklärte einer der Ehveroser, der die Tür zum Thronsaal bewachte. "Souvagne macht sich gerade zum Aufbruch bereit. Das gesamte Gefolge befindet sich bereits in der untersten Etage oder den Außenanlagen."

"Aber ich bin des Ducs persönlicher Henker!", brüllte Dominique, bis ihm auffiel, dass er Ferrau ja gar nicht zu diesem, sondern zum Prince schaffen musste und ihn gar nicht vor den Augen seines Herrn hinrichten durfte. Er murrte. "Na schön. Hast noch mal Glück gehabt." Er schüttelte Ferrau etwas.

Er schliff ihn weiter durch das Schloss wie ein zu groß geratenes Kätzchen, dass man im Genick herumtrug, bis er Ciel fand. Zwar trug das Princelein wie immer eine nahezu gleichmütige Miene zur Schau, doch Dominique war ein Meister darin, Körpersprache zu lesen und zu deuten. Ciels Körper war gespannt wie eine Bogensehne. Als er Ferrau entdeckte, der von Dominiques Faust herabbaumelte, erhellte sich sein Gesicht. Dominique warf ihm den Faulpelz vor die Füße.

"Erwischt beim untätigen Nichtstun und dem Ausüben unsouvagnischer Trägheit, Durchlaucht", berichtete er Ferraus Missetaten. "Betrachtete vor Faulheit nur Strotzend die Wandgemälde, zwang mich zu einem Dauerlauf, versteckte sich in einem Alkoven und rempelte einen unschuldigen Gardisten an!"

Dominique überließ den in Staub gepuderten Faulpelz dem Gericht seines Herrn und eilte zurück zum Thronsaal.

"Bedaure", erklärte der Wachmann das zweite Mal. "Souvagne macht ... waren Sie nicht gerade eben schon mal hier?"

"Ich muss zu Maxl!", polterte Domi und öffnete die Tür. Die Wächter sahen sich an und zuckten die Schultern. Sie hatten keinen Befehl erhalten, irgendwem den Zutritt zu verwehren, also ließen sie den Mann eintreten. Dominique erblickte einen im Vergleich zu vorher nahezu leergefegten Thronsaal.

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Re: Das Land Ehveros

#82

Beitrag von Edoardo Lombardi » Mo 5. Mär 2018, 21:14

Edoardo erschrak als ihn Khawa unsanft anpackte. Er hatte es wohl verdient bei dem was er sich zuletzt geleistet hatte bei Nathan. Der Gardist nickt zustimmend Khawa zu. Als dieser ihn los lies begab sich Edoardo mit dem Rest nach draußen.
Dort suchte er ihm Gewühl nach Nathan. Es dauerte etwas bis er ihn erblicken konnte. Aber mit der Farbwahl die Nathan auszeichnete war dem Gardist eine lange suche erspart geblieben. Edoardo näherte sich langsam und tippt Nathan sanft auf die Schulter.
„Khawa meinte ich solle ein Auge auf dich werfen, da er verhindert ist,“ ein leichtes lächeln deutete sich im Gesicht von Edoardo ab.
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Re: Das Land Ehveros

#83

Beitrag von Monique de la Cantillion » Fr 9. Mär 2018, 09:23

Monique musterte ihren Mann. Sie kannte Massimo noch nicht lange, aber sie kannte mittlerweile seinen Gesichtsausdruck, wenn er kurz davor stand zu explodieren. In diesem Moment machte gab es kein Federlesen, ihr Mann machte kurzen Prozess mit dem Übeltäter.

Sie sah wie schnell seine Hand auf dem Schwertknauf gelegen hatte. Der Heerführer des Chaos hatte es wohl nur der Selbstbeherrschung ihres Ehemannes zu verdanken, dass sein Kopf auf seinen Schultern verblieben war. Der Blick mit dem Massimo den Tarrik bedachte hätte tödlicher nicht sein können. Monique sah wie Massimo seine Finger in Zeitlupe vom Schwertknauf löste. Es schien ihn alles an Selbstbeherrschung abzuverlangen.

Monique ergriff genau jene Hand, die Schwertführende Hand ihres Mannes und verschränkte liebevoll ihre Finger in seinen. Er sollte sich etwas beruhigen.

Was Massimos Erläuterung bezüglich seiner Tätigkeit anbelangte, bekam für sie auf einmal eine ganz andere Dimension. Was der Henker Dominique so gelobt hatte, war eine Selbstverständlichkeit für Massimo, er tat im Grunde nichts anderes als Henker Dubois, Massimo schlug seit über 30 Jahren Köpfe ab. Von beiden Männern war die Zielsicherheit ein Ergebnis ihres Jahrzehnte lang ausgeübten Berufs.

Auch wenn ihr Mann behauptet hatte, dass er seinen Beruf an den Nagel hängen wollte, die unbewusste Geste hatte Monique gezeigt, dass niemand alte Gewohnheiten so schnell ablegen konnte. Auch Massimo konnte dies nicht, denn die Geste war eine unbewusste, reflexartige Handlung gewesen. Bewusst hingegen hatte er das Schwert losgelassen.

Monique hörte wie Massimo den Duc bat, dass sie an seiner Seite bleiben durfte. Es wurden alle nach Hause geschickt, bis auf einige Ausnahmen und dazu gehörten der Leibdiener des Duc, Khawa der Rakshaner, Jules das persönliche Himmelsauge des Duc und ihr Mann Massimo. Nun mit zwei kampffähigen Magiern an seiner Seite standen ihre Chancen nicht all zu schlecht. Zudem wusste Monique, dass auch Maximilien selbst des Kämpfens durchaus mächtig war. Sie waren entfernt verwandt, seine Großmutter war eine Neufville gewesen. Blutsbande verband sie somit mit dem Duc.

Sie hörte die Warnung, die ihr Ehemann dem Duc zuflüsterte. Monique hatte Angst, sie wusste nicht, was sie von diesem Ghulproblem halten sollte. Sie würde an der Seite ihres Mannes bleiben. Sie wusste, dass er sie mit allen Mitteln verteidigen würde. Aber was sollte ihr Mann gegen Ghule tun? Sie hatte noch nie einen Ghul gesehen und allein die Vorstellung von einer herumspringenden Leiche die irgendwie alle anderen Menschen infizierte, dass sie auch Ghule wurden erschütterte sie zutiefst. Ihre Hand die jene von Massimo hielt, zitterte bei der Vorstellung, dass solche Wesenheiten unerkannt einen Weg in ihre geliebte Heimat finden konnten.

"Massimo Liebling, wie kann man solche Wesen wie Ghule aufhalten? Entschuldige meine unwissende Frage, aber die Leute reden über diese Wesen als Untote. Wie kann man eine Leiche töten? Sie ist schon tot. Und wie infizieren sie die unschuldigen Leute? Kratzen oder beißen sie einen und man wird dann auch zum Ghul?

Du musst mental Zuhause über die Lage berichten Massimo. Unsere Familie weiß nichts von der drohenden Gefahr. Vielleicht hat Dein Bruder schon Zuhause Bescheid gesagt, aber falls nicht, informiere die Familie. Cantillion liegt doch direkt an der Grenze. Dort wo die Zwerge stationiert sind. Falls die Ghule kommen, kommen sie doch aus dieser Richtung oder nicht?

Und woran erkennt man einen Ghul? Man kann doch nicht jedem fremden Menschen am Herzen horchen, ob es noch schlägt! Ich bin froh wenn Melville und Maurice wieder Zuhause sind. Oh ich habe eine Idee wie wir diese Ghule loswerden können Schatz! Melville muss sich drum kümmern. Du hast mir doch erzählt, dass er ein Pyro ist, also ein Magier der Feuer beherrscht. Man kann Untote vielleicht nicht töten, aber Tote kann man verbrennen. Und ein Haufen Asche kann niemanden mehr angreifen. Übermittele ihm das Massimo. Falls meine Idee Unfug ist, ignoriere sie einfach Schatz.

Es war Wahnsinn von den Rakshanern diese Wesen zu erschaffen. Ich frage mich ob sie unbedacht oder dermaßen verzweifelt waren. Du hast gut daran getan, nicht das Schwert zu ziehen. Ich glaube dem Tarrik, ihre Waffe hat sich gegen sie gewandt. So sagt man doch nicht wahr? Es wird dort auch viele unschuldige Menschen geben, die bestimmt auch diesen Ghulen zum Opfer gefallen sind.

Es ist sehr traurig, dass die Zwerge so über diesen Mann herziehen. Sie erwarten doch selbst auch Hilfe und Mitleid für ihre Situation. Warum sehen sie dann die Verzweiflung des Tarriks nicht? Verstehst Du das?

Vermutlich würden die Anwesenden meine Gedanken als lächerlich abtun, die Gedanken einer Frau die keine Ahnung von Kriegsführung hat. Das habe ich auch nicht, aber Ahnung von Mitleid, Nächstenliebe, Großmut und Hilfsbereitschaft habe ich schon. Sie verstehen leider die Güte und die Barmherzigkeit nicht, die der Duc den Rakshanern entgegenbringt. Sie sind Verlorene, die sich selbst auf dem Weg in diesem Krieg verloren haben und zwar an ihre Waffen. So sehe ich das.

Wir alle sollten doch gerade jetzt zusammenhalten. Die Ghule müssen gar niemanden mehr infizieren, wenn sich alle wegen diesen Wesen verstreiten. Dann wird der Krieg weitergehen Massimo und die Ghule haben weiterhin etwas zu essen. Sie haben gewonnen, ohne dass sie anwesend waren. Wie nennst Du diese Wesen immer? Abscheulichkeiten.

Dafür glaube ich habe ich eine gute Neuigkeit für Dich, aber das sage ich Dir nachher privat",
flüsterte Monique ihrem Mann zu.

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Comte Massimo de la Cantillion

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Re: Das Land Ehveros

#84

Beitrag von Comte Massimo de la Cantillion » Fr 9. Mär 2018, 13:35

Massimo

fragte sich was seine Frau da schwatzte. Moni meinte das gut. Aber sie hatte keine Ahnung. Er musste sie aufklären.

'Moni was ich denke, willst du sicher nicht hören. Ich sag es dir trotzdem. Du hast echt keine Ahnung. Aber dafür kannst du nichts. Deine Meinung und die vom Duc ist nicht meine. Gnade mit den Rakshanern Moni ist Wahnsinn. Pass auf ich erklär dir das. Rakshaner sind Dreck. Ich mein das so wie ich das sag. Die braunen Bastarde waren Kriminelle. Diese Kriminelle wurden vor lange Zeit in die Wüste geschickt zum Verrecken. Mörder, Vergewaltiger, Räuber, Erpresser das sind sie gewesen. Dieser Dreck wurde immer mehr in der Wüste. Dann haben die sich da vermehrt wie die Karnickel, weil keiner die Bastarde ordentlich erschlagen hat. Das was raus kam kennen alle. Einer von den Dreckspack sitzt hier am Tisch. Er bekam Hilfe angeboten. Er hat trotzdem gelogen. Barmherzigkeit für so eine Schlange, kann nicht dein Ernst sein. Meine Barmherzigkeit ist mein Schwert, dass ihn tötet. Sie sind die gleiche Pest wie ihre Gule. Lasst du die Ratten im Keller am Leben werden das mehr. Wenn du die fütterst und den hilfst, werden die dir nicht danken. Ob die blöd waren oder verzweifelt, da scheisse ich drauf. Sie töten unsere Leute, rauben die aus, verstümmeln die. Unsere Opfer bekommen mein Mitleid. Wegen denen verhungern gute Leute. Ehrliche Leute die hart arbeiten. Denen helfe ich, dass sie überleben. Du fütterst die Ratte im Keller Moni. Meinst du die würde dich so behandeln? Siegen sie, schlagen sie die Männer tot für Gule. Frauen haben sie wenig. Sie würden dich schänden und du würdest ihr Kind austragen. Die tun es aus Wahnsinn mit jedem sogar Ziegen.
Von denen haben manche Hörner wie Ziegen und Zähne wie Esel. Scheint zu klappen. Die sind eine Seuche mit Gule oder ohne. So alle müssen weg. Erst dann herrscht Frieden. So nie. Die labern nur, die halten uns hin und erholen sich für die nächste Schlacht. Wir sollten die direkt auslöschen, wo sie geschwächt sind.'

Massimo dachte nach. Moni hatte das bestimmt nicht böse gemeint, aber sie war naiv zu denken die Rakshaner würden sie nicht schänden oder umbringen. Nochmal sprach er gedanklich zu seine Frau. Dabei guckte er sie ganz genau an.
Während Massimo seine Frau auf den Busen schaute, meldete sich sein Schritt. Er sah grosser aus. Er schaute weg und atmete durch. Solche Gedanken konnte er jetzt nicht gebrauchen.

'Es klang anders als es gemeint war Moni. Ich bin nicht wütend auf dich. Ich hab Angst um dich. Du darfst so von denen nicht denken. Ohne Zögern töten die dich. Und du willst denen die Hand reichen. Ein toter Rakshaner ist ein guter Rakshaner. Glaub mir das.
Zu deine Frage wegen den Gulen. Das sind Untote. Hier hast du Recht und gut über legt Moni. Verbrennen ist am besten. Du kannst sie genauso gut zerhacken. Wichtig ist, dass du ihre Körper zerstörst.
Ein Gül ist ein Zombie ohne Herr. Der infiziert niemand. Er frisst Leichen. Wenn du noch lebst, legt der dich um. Dann bist du eine Leiche. Und dann frisst der dich auf. Gule werden von abscheulichen Nekromanten hergestellt. Die erwecken Tote wieder.
Du wirst kein Gul wenn der dich beisst. Du stirbst aber an Blutvergiftung. Wie gesagt die fressen Leichen Moni. Ihr Biss ist gefährlich.
Aber das sind keine Vampire. Abfackeln hilft. Und nochmal hast du Recht, dass ich unsere Familie warnen muss. Das mache ich direkt.
Was privates wolltest du mir sagen? Ich kanns mir denken, wenn ich dich anguck.'

Massimo schickte gedanklich eine Botschaft an Maurice und warnte ihn vor den Gulen. Er packte die Hand von Moni fester als er fühlte das sie zitterte.

"Du musst keine Angst haben Moni. Ich pass auf dich auf."

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Re: Das Land Ehveros

#85

Beitrag von Khawa » Fr 9. Mär 2018, 15:13

Khawa war nervös und gereizt. Dass auch noch die junge Frau hier bleiben sollte, gefiel ihm gar nicht. Nicht nur, dass sie als ein wandelndes Hindernis störte, sie blockierte obendrein Massimos Effektivität als Soldat, da er im Ernstfall eher auf sie aufpassen würde, anstatt sich auf den Duc zu konzentrieren. Nicht gut, ein großer taktischer Fehler, ganz abgesehen von der Gefahr, die für die Frau unnötig ausging. Obendrein war sie im besten Alter, um ein Kind unter dem Herzen zu tragen, ohne dass irgendwer es merkte. Khawa selbst würde nicht den edlen Ritter spielen, ganz abgesehen davon, dass er keiner war. Am liebsten hätte er Massimo, den er aufgrund ihrer gemeinsamen Vergangenheit sowieso nicht leiden konnte, dafür zusammengebrüllt, dass er seine Frau hierbehalten wollte. Dieser Wunsch war in seinen Augen der Gipfel der Unvernunft und gefährdete nicht nur Monique, sondern sie alle! Aber leider war er nicht Massimos Befehlshaber

Khawa beobachtete, wie Massimo seine Frau anstarrte, nachdem diese ihm etwas zugeflüstert hatte. Er vermutete, dass er ihr auf mentalem Wege etwas sagte, so wie er selbst das von Jules schon mehrfach erlebt hatte. Jules konnte alles mithören, was ein anderer der anwesenden Geistmagier hier von sich gab, doch Khawa war leider kein Geistmagier. Er verstand nur das, was man gezielt an ihn adressierte. Massimo schien gerade ziemlich wütend zu sein. Khawa versuchte, aus Jules` Mimik herauszulesen, was Massimo mental von sich gab, um sich zu beschäftigen, während die Ehveroser noch überlegten, was sie dem Duc antworten sollten. Das Schweigen währte ziemlich lange und wurde langsam unheimlich.
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Re: Das Land Ehveros

#86

Beitrag von Jules de Mireault » Fr 9. Mär 2018, 21:06

Jules musterte Massimo und schüttelte kaum merklich in Zeitlupe den Kopf.

`Beruhig Dich Kollege, ich hoffe mit Deiner Ausführung war nur Tarkan gemeint. Du solltest überlegen, wer uns hier begleitet und vor allem wer mich begleitet. Khawa wurde nicht umsonst die Freiheit geschenkt. Ich beleidige Deine Frau nicht, also beleidige Du nicht Khawa, denn er ist mein Partner! Ich denke darauf können wir uns einigen Massimo.

Nicht jeder Rakshaner ist ein Krimineller. Sonst Massimo würde Sippenhaft gelten. Das hieße, die Familie eines Verbrechers wäre mit dem Schuldigen zu läutern. Wir läutern aber nur den Schuldigen, nicht die gesamte Familie, nicht die Sippe, nicht das ganze Volk. Sonst wären wir vermutlich auch längst an der Reihe geläutert zu werden, denn es gibt auch kriminelle Souvagner. Also reiß Dich zusammen!

Was die Vernichtung der Ghule angeht, da kann ich zustimmen. Wir sollten umgehend handeln, solange die Ghule noch handlungsunfähig sind. Jedenfalls der Großteil von ihnen, jeden Ghul werden wir nicht erledigen oder vernichten können. Dafür ist das Land viel zu groß und ehrlich gesagt, ist dies auch nicht unsere Aufgabe. Hilfe zur Selbsthilfe sollten wir den Rakshanern leisten. Quasi Begleitung auf bei den ersten Schritten´,
übermittelte Jules Massimo mental.

Er hatte keine Lust sich mit dem anderen Kampfmagier zu streiten, aber er wollte es auch nicht wortlos stehen lassen, was dieser über Rakshaner verallgemeinerte. Man konnte immer an einer Person etwas aussetzen, wenn man nur lange genug suchte. Ebenso hätte Jules über Monique einfach schlecht sprechen können, da sie eine Frau war. Was hatte sie bei einer Verhandlung zu suchen? Aber diese Bemerkung wäre genauso unfair gewesen, wie die von Massimo. Monique hatte ihm nichts getan und hatte einfach nur ihren Mann begleitet. Auch wenn es Jules nicht passte und er darin eine Gefahr für die Frau sah, Massimo würde seine Aufgabe dann doppelt sorgfältig erledigen müssen.

Jules wandte sich mental an Khawa.

`Massimo war etwas ungehalten über Dein ehemaliges Volk, die Rakshaner. Ich habe ihn gebeten die Füße still zu halten, da ich Dich nicht beleidigt haben möchte. Ich beleidige seine Frau nicht, ergo er nicht meinen Mann. Was die Verhandlungen angeht Khawa, da bin ich momentan so nervös wie Du. Meiner Meinung nach wurde bewiesen, dass man gerade in der heutigen Zeit ein Bündnis benötigt. Aber leider schweigt sich Ehveros dazu aus. Darf, kann oder möchte Ricarda dazu nichts sagen?´, fragte Jules und musterte seinen Partner.

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Re: Das Land Ehveros

#87

Beitrag von Comte Massimo de la Cantillion » Sa 10. Mär 2018, 08:32

Massimo

antwortete Jules gedanklich.

'Das gebe ich zurück. Häng dich nicht in Gespräche mit meine Frau. Mich interessiert dein dressierter Schossrakshaner nicht. Der hatte nie was zu melden und daran wird sich nie was andern. Mein Kommentar bezog sich auf Tarkan die verlogene Schlange. Und die Herkunft der Rakshaner ist bekannt. Das ist kein grosses Geheimnis. Nur weil du dir einen an lachen musstest, werden das keine Souvagner. Wenn dir dein holder Khawa ein Messer in den Rücken rammt, sag nicht keiner hätte dich gewarnt. Als Himmelsauge so blind. Der kann uns viel vorspielen. Der Ausgestossene Khawa. Der arme Verfolgte. Wie wäre es mit dem Spitzel oder Schläfer? Der ist für mein Geschmack was zu nah am Duc durch Ciel. Aber er wollte den Wilden behalten. Du warst mal ganz andere Meinung Jules. Bis was eigentlich? Denk mal scharf darüber nach. Khawa bekam die Freiheit. Die hätte er von mir genauso bekommen. Ich hätte ihn sogar von seinen Körper befreit. Aber Ciel wollte den Wilden behalten. Dir hat das nicht gepasst und mir auch nicht. Und jetzt darf ich nicht mehr die Wahrheit sagen?
Geschenkt mach was du willst. Aber ich warne dich, lass meine Frau da raus, sonst haben wir ein Problem. Meine Frau ist wo ich bin. Fertig.'

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Re: Das Land Ehveros

#88

Beitrag von Khawa » Sa 10. Mär 2018, 14:11

Jules hatte Khawas Blick richtig gedeutet. Der Chevalier erklärte ihm in Kurzform, worum es bei der Diskussion im Nexus gerade ging. Khawa nickte leicht. Massimo zog ein derart grimmiges Gesicht, dass es nur den Schluss zuließ, dass er noch immer mental weiter wetterte. Der Mann würde nicht alt werden, irgendwann würde er während eines Wutanfalls einfach tot umfallen, wenn er so weiter machte. Khawa wäre der Letzte, der das bedauern würde.

'Macht Euch keine Gedanken wegen dem muffligen Comte. Massimo soll mich ruhig beleidigen, so lange und so oft er will. An unserem Verhältnis zueinander ist ohnehin nichts mehr zu versauen. Und zu verbessern auch nicht. Ich ignoriere ihn, so als ob er schon lange tot wäre. Möge der Tag nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen.'

Dann fiel ihm auf, was Jules gerade gesagt hatte, als was er Khawa bezeichnet hatte. Der sauertöpfische Massimo war vergessen. Khawa gab sich größte Mühe, seine momentanen Gedanken nicht ungefiltert in den Nexus hinauszuplärren. Seine Wut auf den Comte wich bester Frühlingslaune.

'Ich freue mich schon auf den Heimritt', dachte er so neutral wie möglich. Er musste sich konzentrieren. Noch war nicht eindeutig, ob die Situation gefährlich werden würde oder nicht. Er beobachtete die Gesichter der Ehveroser, des Zwerges und der Counts von Ledwick. Aber er vermied es, Tarkan anzusehen. Ein paar Sandschlieren kamen von draußen unter den Türspalten hineingekrochen. Ganz flach und dünn, wie feinste Schleier, nicht zu sehen, wenn man nicht darauf achtete. Sie sammelten sich um Khawas und Jules` Füße und blieben dann still liegen.

'Hier müsste mal wieder sauber gemacht werden. Vielleicht denkt Ricarda noch nach und zögert darum. Die Verhandlungen sind an einem Punkt, wo ein falsches Wort zur Eskalation führen könnte. Die Counts scheinen abzuwarten, genau zu beobachten. Und Großherzog Felipe ... ja, Felipe lauert, glaube ich. Doch worauf?'
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Re: Das Land Ehveros

#89

Beitrag von Golir Greifenfeder » Sa 10. Mär 2018, 15:45

Golir kam wieder an seinen Platz zurück. Es herrschte eine trügerische Stille. Der alte Zwerg fragte sich was geschehen war während er draußen die Nachricht auf den Weg brachte. Er nutzte aber die Chance um mit dem Zwergenkönig zu reden. Zwar hatte auch er nun einen Groll gegen den Chaosvertreter. Allerdings musste er auch seinem Freund etwas sagen welches der König in seinem Wutausspruch kaum wahrgenommen hätte. Der Artefaktmagier beugte sich hinüber und flüsterte:

„Mein König wir dürfen die Almanen nicht drängen. Es ist wichtig das sie die Dinge zwischen Ihren Reichen klären. Ein überstürztes Bündnis unter Druck entstanden führt nur zur Reibereien in der Zukunft. Und diese wird auch nicht an unserem Volk vorbei gehen. Im schlimmsten Fall haben wir sogar einen Zweifrontenkrieg. Einem mit dem Chaos und einen mit den Almanen. Ich bitte euch deswegen inständig eure Worte noch einmal zu überdenken. Und etwas weißer zu formulieren ohne die Wut die ihr ohne Zweifle in dem Moment wie ich auch verspürt habt.“

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Re: Das Land Ehveros

#90

Beitrag von Comte Massimo de la Cantillion » So 11. Mär 2018, 07:53

Massimo

drehte sich von dem widerwärtigen Rakshaner weg. Die hatten die ganze Scheisse verzapft. Sie wollten die Welt überrennen und zwei sassen sogar in der Verhandlung. Stinksauer schnappte sich Massimo ein Getränk. Er kippte es auf ex runter um sich zu beruhigen. Er nahm sich direkt noch eins und spülte sein Frust runter. Massimo trank noch einige Getränke. Als er sein geschätztes siebstes Getränk nahm trank er das Gesöff langsamer. Sein Schädel schmerzte und er war immer noch stinkig. Keiner sagte was und alle warteten auf Felipies Tochter. Aber die bekam den Schnabel nicht auf oder hatte keinen Bock was zu sagen. Oder war schon eingeschlafen. Toll Kinder. Sein Kind würde er anständig erziehen. Erziehung konnte Khawa genauso gebrauchen. Wieso sollte er sich von dem Wüstenwürstchen verarschen lassen. Dem würde er eine verbraten.
Massimo tat als würde er trinken. In Wahrheit sammelte er seine Macht und seine Konzentration um Khawa anzugreifen. Massimo fragte sich was er da machte. Er schnaufte durch. Damit würde er den Duc blossstellen. Er gab seine Macht auf und nahm sich was zu essen. Moni gab er auch was.

"Es kann sich nur noch um Stunden handeln."

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