Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Unter der schwarzen Wolke

Das subtropische Großherzogtum Ledwick wurde vom Krieg am stärksten gebeutelt und durch Verrat von innen geschwächt. Der totgeglaubte Duca kehrte überraschend aus dem Krieg zurück. Er setzt alles daran, sein Land wieder aufzubauen. Doch er ist jung und unerfahren und steht nahezu allein.
Das subtropische Ledwick wurde vom Krieg am stärksten gebeutelt und durch Verrat von innen geschwächt. Der totgeglaubte Duca Tazio Ferdinando di Ledvicco kehrte überraschend aus dem Krieg zurück. Er setzt nun alles daran, sein Land wieder aufzubauen. Doch er ist jung und unerfahren und steht nahezu allein. Vor ihm liegt eine große Aufgabe.
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Chirag de Dupont
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Re: Unter der schwarzen Wolke

#11

Beitrag von Chirag de Dupont » Fr 27. Apr 2018, 19:20

Plötzlich wurden zwei Ketten auf Halshöhe der Pferde hochgerissen, eine vor den Pferden und eine dahinter. Die Pferde konnten nun nicht so ohne weiteres lospreschen, es sei denn, sie konnten aus dem Stand extrem hoch springen. Der Weg war zu nach vorn und nach hinten versperrt und die Pferde könnten nun bestenfalls ins Moor springen. Mehrere Bogen waren, aus den Baumkronen heraus, auf die Reiter gerichtet. Auf der Straße erschien, jenseits der Kette ein zerlumpter Raubritter von Mitte 50, unrasiert und ärmlich gekleidet, aber eindeutig ein Ritter und noch eindeutiger ein Dupont: Schwarzäugig und dunkelhaarig, mit den typischen Gesichtszügen.

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"Duc Maximilien Rivenet de Souvagne", begrüßte ihn der Mann.

Kaum hatte er den Satz beendet, landete ein blauer Moorfrosch neben ihm und quakte den Duc an, als wolle er den Ritter unterstützen. Er fegte ihn mit dem Fuß beiseite und der Frosch flog mit einem langgezogenen "Quaaaaaaaaaaak" im hohen Bogen ins Moor, wo er mit einem unanständigen Geräusch im Schlamm versank. Der Raubritter beließ sein Schwert in der Scheide und trug auch ansonsten keine Waffe in der Hand.

"Mein Name ist Chetan Dupont und ich bin der Sohn von Calvin Dupont! Jener, unter dessen 'errschaft unsere Familie durch Euch entadelt und verbannt wurde. Ich bin sicher, Ihr kennt mich noch! Ich darf Euch 'iermit mitteilen, dass Ihr und Eure Gefolgschaft unsere Gefangenen seid! In diesem Augenblick sind mehrere gespannte Bögen auf Eure 'erzen gerichtet. Einige sichtbar, andere unsichtbar. Ich möchte Euch bitten, mir anstandslos in meine Burg zu folgen, dann wird niemandem etwas gesche`en."
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Re: Unter der schwarzen Wolke

#12

Beitrag von Maximilien Rivenet de Souvagne » Fr 27. Apr 2018, 19:44

Als die Kette vor und hinter den Pferden hochgezogen wurde, stieg Alcanterra um nach den vermeindlichen Feind auszutreten. Maximilien brachte sein Streitross direkt unter Kontrolle und bezog schräg vor seinen Leuten Stellung. Auch wenn es nicht viel war im Angesicht der Bögen, aber etwas Schutz bot der Pferdeleib seinen Begleitern schon.

Der Mann sprach ihn an und gab sich als ein Dupont zu erkennen. Maximilien hätte auch so unter tausenden Gesichtern, dass eines der verräterischen Duponts erkannt. Um die Ansprache des Mannes zu unterstreichen, sprang einer der blauen Frösche neben ihn und quakte. Diese kleinen blauhäutigen Verräter, hatten ihn erst auf den Weg geführt!

Als Chetan Dupont, unglücksseliger Sohn von Calvin Dupont, den Frosch zurück in den Sumpf kickte, empfand Maximilien so etwas wie Genugtuung. Andersherum war dies ja leider nicht möglich.

"Genau jener. Sicher wissen wir wer oder besser gesagt was Ihr seid", antwortete Maximilien kalt.

Er stieg ganz langsam von seinem Pferd und deutete seinen Begleitern an es gleich zu tun.

"Natürlich kennen wir Euch noch. Wir konnten Euch zwar des Landes, aber nicht unserer Erinnerung verweisen. Ihr seid uns durchaus bekannt. Wir folgen Euch friedfertig, es besteht folglich kein Grund gewalttätig gegen meine Mitreisenden zu werden. Ferner bitten wir um Schonung der Frau. Geht vorran - wir folgen", sagte Maximilien und zeigte seine offenen Handflächen.
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Re: Unter der schwarzen Wolke

#13

Beitrag von Comte Massimo de la Cantillion » Sa 28. Apr 2018, 19:33

Massimo

bremste sofort mit seinen Perd und drängte Moni und Fabien ab um sie zu beschützen. Sein Schwert flog in seine Hand und die Spitze richtete sich auf den verfluchten Dupont. Aber bevor er den Verräter aufspiessen konnte, war sein Herr von sein Pferd gestiegen. Normalerweise hätte Massimo sein Pferd angetrieben und hätte den Dupont über den Haufen geritten. Dabei hätte er ihm vom Pferd aus den Schädel eingeschlagen. Die Scheisskette hinderte ihn daran. Und sein Herr. Der war abgestiegen und hob die Hände. Er wollte Monique und seine Begleiter beschützen.
Massimos Hand umschloss den Schwertknauf. Langsam steckte er es zurück in die Scheide. Seine Augen bohrten sich in die von dem Verräter. Er griff auf seine Gabe zu und rief seine Brüder um Hilfe.

`Melville, Maurice wir wurden in gestellt und eingesackt. Schickt Hilfe, wir sind in Ledwick in diesem Dreckloch von einem Scheisssumpf. Uns hat eine Bande von Duponts eingesackt. Bei mir sind unser Herr Maximilien, meine Frau, Dominic der Henker und der Leibdiener vom Duc. Ich werde versuchen uns rauszuhauen. Ob es gelingt, keine Ahnung. Wenn die uns wegschleifen übermittelte ich euch wohin, solange ich kann. Versucht wenigstens Moni und Maximilien rauszuhauen. Sie ist schwanger´.

Als er den Hilferuf abgesetzt hatte mit Magie nutzte er den Zauber ich trete die Tür ein gegen den Dupont vor ihm. Seine Hand schloss sich um den Sattelknauf. Massimo nutzte danach den Zauber Sinne täuschen und gaukelte dem Verräter Dupont vor, dass hinter ihnen eine Einheit der Leibgarde folgte. Er würzte den Zauber mit dem Zauber Stimmung erzeugen. Er schickte dem Dupont die Angst vor eine Übermacht. Die anderen konnte er nicht täuschen, aber den Mann vor ihnen. Sie konnten ebenso eine Geisel nehmen. Dann war hatten sie ein Patt.

"Was versprichst du dir von der Geiselnahme? Ich schwöre dir, wenn einem von ein Leid geschieht, dann bist du der letzte Dupont den unsere Leute holen werden. Überleg dir gut, was ihr mit uns vorhabt. Einer von uns heisst alle von euch. Meine Verwandten werden nicht ehr ruhen, bis sie den letzten von euch Verrätern hingerichtet haben. Und bete auf Knie Dupont, dass es Maurice ist, der dich erschlägt. Wenn es mein ältester Bruder ist, wird er deine brut das Fleisch von den Knochen schmelzen während du zugucken musst wie deine bucklige Sippschaft in Flammen aufgeht. Von euch wird nichts übrig bleiben. Nichts als Asche und die Erinnerung dass ihr wie immer völlig versagt habt. Letzte Warnung Verräter".

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Re: Unter der schwarzen Wolke

#14

Beitrag von Monique de la Cantillion » Sa 28. Apr 2018, 20:33

Einen Augenblick später als Maximilien zügelte ihr Mann sein Pferd und hatte kaum einen Sekundenbruchteil später sein Schwert gezückt. Die Schwertspitze deutete genau auf ihren Häscher und hätte Massimo sein Pferd noch antreiben können, hätte er vermutlich ohne zu zögern den Mann vor ihnen aufgeschlitzt.

Moni war wie immer erstaunt wie schnell ihr Mann mit der Waffe war und wie präszise er sie trotzdem führen konnte. Das er dies gerade tat um sie zu beschützen rührte sie, aber zeitgleich hatte sie auch Angst. Wenn die Bogenschützen genauso dachte wie Massimo, was dann?

Dann würden sie gleich mit Pfeilen gespickt. Ihr Mann hatte scheinbar ein Einsehen, denn er steckte sein Schwert weg. Aber der Blick mit dem er den Dupont bedachte sprach Bände.

Moni stieg von ihrem Pferd, so wie es Maximilien getan hatte. Er hatte die Hände erhoben und versuchte mit dem Mann vor ihnen der sie gefangen genommen hatte vernünftig zu reden. Auch wenn man seiner Tonlage eindeutig anhörte, wie wütend er war. Jedenfalls hörten dies all jene die Maximilien kannten. Die Duponts waren einst seine Untertanen gewesen, folglich wusste der Mann vor ihnen sicher ebenso bescheid.

Moni folgte seinem Beispiel und hob ebenfalls die Hände. Sie hoffte dass die Duponts ein Einsehen hatten.

"Ich bitte Euch, nehmt Vernunft Monsieur Dupont. Redet mit unserem Herrn in Ruhe, es gibt keinen Grund uns zu bedrohen", appelierte Monique an die Vernunft Ihres Häschers.

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Re: Unter der schwarzen Wolke

#15

Beitrag von Fabien Lacomb » Sa 28. Apr 2018, 20:43

Fabien zügelte ebenso sein Pferd und stieg wie Max und Monique de la Cantillion vom Pferd. Er warf dem Comte einen Blick zu, aber dieser war voll und ganz auf den Feind konzentriert. Fabien hätte Maximilien am liebsten hinter sich gezogen, um ihn abzuschirmen. Aber Max war schon erhobenen Hauptes mit erhobenen Händen dem Dupont gefolgt. Fabien versuchte seine Panik herunter zu kämpfen und stellte sich an die Seite von Monique. Er warf ihr kurz einen aufmunternden Blick zu, ehe er wieder Ihren Geiselnehmer ins Auge fasste.

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Re: Unter der schwarzen Wolke

#16

Beitrag von Chirag de Dupont » Sa 28. Apr 2018, 20:50

Gerade als Chetan dachte, dass dies ja wohl einfacher werden würde, als gedacht, spürte er eine extreme Panik in sich aufsteigen. Er blickte auf die Truppe vor sich: schwer bewaffnet, zu Pferd. Und er stand direkt davon, nur von einer dünnen Kette gegen die Schlachtrösser abgeschirmt, einer Kette, die von Menschenhand gehalten wurde! Wie hatte er nur so idiotisch sein können, sich so einen dämlichen Plan auszudenken, wieso hatte ihm keiner gesagt, dass das Irrsinn war! Die Frau redete irgendwas, aber er hörte überhaupt nicht mehr zu. Er wollte nur noch hier weg!

Chetan schlug einen Haken, in dem Versuch, irgendwo hinzugelangen, wo ihm die Schlachtrösser nicht folgen konnten, und rannte ins Moor. Nach zwei Schritten versank er bis zur Hüfte im Morast und steckte fest. Im Gleichen Moment ließ einer der Duponts in den Baumkronen seine Sehne los.

Dominique heulte auf. In seinem Oberschenkel steckte ein schwarz gefiederter Pfeil.

"Letzte Warnung auch von unserer Seite!", rief Cedric, der bereits den nächsten Pfeil einlegte. "Wir wünschen kein unnötiges Blutvergießen! Wir wünschen uns mit dem Duc zu unter`alten! Folgt uns in die Burg oder ihr werdet dieses Land nicht mehr lebend verlassen. Wir `aben nichts mehr zu verlieren, wir ste`en mit dem Rücken zur Wand. Wir werden nicht zögern, von den uns zur Verfügung ste`enden Waffen noch deutlicheren Gebrauch zu machen! Wenn wir es müssen, werden wir jeden Mann von euch töten und die Frau für uns selbst be`alten!"
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Re: Unter der schwarzen Wolke

#17

Beitrag von Comte Massimo de la Cantillion » So 29. Apr 2018, 05:51

Massimo

beendete seinen Angriff auf den verfluchten Dupont. Sie hatten auf Dominic geschossen. Und die drohten damit sie alle zu töten. Noch schlimmer war, sie wollten seine Frau einsacken für sich. Massimo hätte sich am liebsten übergeben. Er stieg ganz langsam vom Pferd ab und zeigte ebenso seine Handflächen.

"Ihr braucht nicht deutlicher werden, wir haben es kapiert. Ihr habt auf ein Mann geschossen, der nichts für meine Worte konnte. Ich lenke ein".

Massimo folgte seinen Herrn und den anderen Zähne knirschend.

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Chirag de Dupont
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Re: Unter der schwarzen Wolke

#18

Beitrag von Chirag de Dupont » So 29. Apr 2018, 12:40

"Der `enker ist der am wenigsten wertvolle Gast", erklärte Cedric und sprang vom Baum. "Bhajan und Benjamin, sieht unserem Onkel aus dem Morast." Zwei Duponts halfen dem feststeckenden Chetan und stellten ihn auf der Straße wieder auf die Füße. Dort, wo er gesteckt hatte, war ein Loch im Moor, das sich gluckernd mit braunem Wasser zu füllen begann. Cedric war war ca. 40 und schien das Kommando innezuhaben, wenn sein Onkel Chetan verhindert war:

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Die restlichen Männer der Familie kamen hervor. Insgesamt handelte es sich um fünf Männer, vom Alter her durchgemischt von Anfang 20 bis Mitte 50. Sie alle trugen über ihren heruntergekommenen Kleidern und Kettenhemden den Wappenrock ihrer Familie, die schwarze Gewitterwolke auf hellem Grund. Sie alle hatten schwarzes oder graues Haar. Nach einer Weile des Marschierens kamen noch zwei Kinder hinzu, welche die Gefangenen neugierig beäugten. Die Duponts führten die Gefangenen in ihr viel zu großes und entsprechend verwildertes Anwesen. Sie hatten keine Bediensteten, sondern kümmerten sich um Nahrungserwerb und den Haushalt selbst und das sah man der Burg an, die von weitem wie eine leerstehende Ruine aus längst vergessenen Zeiten anmutete.

Die Pferde und den Ochsen nahm man ihnen ab und brachte sie weg. Fabien und Dominique wurden von der Gruppe getrennt und in das Burgverlies gesperrt. Damit ihnen nicht langweilig wurde, schob eine ganz besondere Person Wache: Nicolas Garcìa, der Vater von Nathan. Er zückte seine Laute und klimperte aus Rache für die Verbannung die fröhlichsten und zur Situation unpassendsten Lieder, die ihm nur einfielen. Monique wurde von einem weiblichen Dupont mitgenommen. Sie hatte es am besten - sie wurde wie wirklicher Besuch behandelt und bekam Kuchen und Tee angeboten, während sich einige der Frauen und die Kinder neugierig um sie scharten und ehrfürchtig ihr schönes Kleid und ihre Haare berührten.

Die beiden übrigen Gefangenen wurden ins Innere der Burg geführt.

"Duc und Comte, wir möchten gern mit Euch beiden sprechen, da Ihnen die Befehlsgewalt obliegt", erklärte Chetan, der sich von der mentalen Attacke inzwischen wieder halbwegs erholt hatte. "Bitte fügt Euch und macht keinen Ärger. Weder Euch noch Euren Begleitern soll etwas geschehen. Wir möchten einfach nur reden. Worüber, könnt Ihr Euch sicher denken. Je nach Einigung könnt Ihr `eute Abend schon wieder auf freiem Fuß sein. Die Alternative wäre, ihr vermodert im Sumpf."

"Was die bedauerlichste Lösung wäre", fügte Cedric an.

Sie führten die Gefangenen in den Rittersaal, wo Kalenian, der älteste lebende Dupont, mit dem behinderten Maxime saß und gefangenen Fröschen die blaue Haut abzog. Wie sie da zu zweit an der langen Tafel saßen, wirkten sie verloren. Über ihnen hingen trostlos die grauen Banner der Familie. Als er die Neuankömmlinge sah stand er entsetzt auf.

"Ist das ...", rief er fassungslos.

"Geht", befahl Chetan. "Cedric und ich, wir bleiben `ier, die anderen Familienmitglieder gehen und ver`alten sich wie besprochen. Setzt Euch", sagte er nun auch zu den Gästen. "Wir werden in gleicher Zahl zu Euch sprechen, zwei zu zweien. Ihr durftet Eure Waffen be`alten und werden Euch anständig be`andeln, wenn Ihr uns lasst. Wir möchten damit dazu beitragen, dass es zu einem vernünftigen Gespräch kommt. Eure Begleiter sind in unserer `and, das sollte genügen. Es ist in unser aller Interese, dass es bei einvernehmlichen Worten bleibt. Ihr möchtet nicht sterben und wir möchten nicht auch noch des Mordes bezichtigt werden und uns um die Entsorgung Eurer Leichen kümmern müssen."

"Möchtet Ihr einen Tee?", frage Cedric. Irgendwo quakte ein Frosch, der offenbar noch lebte.
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Re: Unter der schwarzen Wolke

#19

Beitrag von Maximilien Rivenet de Souvagne » So 29. Apr 2018, 18:58

Maximilien beobachtete jeden Schritt des Mannes vor ihm. Er beorderte zwei weitere Männer herbei, die den Unglücksseeligen aus dem Sumpf zogen. Nachdem der Chetan aus dem Sumpf befreit war, traten die anderen Geiselnehmer an sie heran.

"Es mag sein, dass für Euch der Henker wertlos ist, wir nennen ihn Freund. Dementsprechend solltet Ihr mit dem Mann umgehen", antwortete der Duc.

Nach dem kurzen Wortwechsel führte man sie ins Anwesen der Duponts. Es sah genauso erbärmlich und heruntergekommen aus wie ihre Besitzer, stellte Maximilien fest. Kalt, grau, zugig und verwittert. Als wäre das Gemäuer selbst zu einem Dupont verkommen.

Dass sie als Gruppe getrennt wurden, passte Max überhaupt nicht. Weder wollte er auf Fabien, noch auf Dominique noch auf Monique verzichten. Für Massimo war es vermutlich am schlimmsten von seiner Frau getrennt zu sein. Die Sorge hatte man bereits draußen gesehen. Maximilien hoffte, dass sie mit Monique anständig umgingen und nichts taten, was sie bereuen mussten.

Das man Monique in ein Zimmer gebracht hatte und sie dort wie Zuhause behandelt wurde, konnten weder Maximilien noch einer der anderen Begleiter wissen.

Gemeinsam mit Massimo führte man ihn tiefer in das Gemäuer. Chetan erläuterte ihm, dass sie beabsichtigten mit ihnen zu sprechen und zwar auf friedfertige Art und Weise. Ihnen wurde sogar in Aussicht gestellt, am Abend wieder abreisen zu dürfen. Natürlich bei entsprechender Einigung. Ein verlockendes Angebot, die Alternative sah weniger rosig aus, ehr sumpfbraun Denn genau dort würden Ihre Leichen dann verrotten.

Gemeinsam mit Cedric und Chetan Dupont betraten sie den Rittersaal des Anwesens. Ein alter Mann musterte Massimo und ihn entsetzt, wurde aber umgehend des Raumes verwiesen. Zu Maximiliens Erstaunen durften sie ihre Waffen behalten. Der Bitte entsprechend nahm Maximilien Platz.

"Ein Tee wäre nicht schlecht. Unsere Person verhandelt in unser aller Namen. Setzt Euch neben mich Massimo. Wir sind ebenso an einer friedlichen Lösung interessiert. Selbstredend können wir uns denken, weshalb Ihr mit uns das Gespräch sucht. Auch wenn eine andere Wahl der Mittel angemessen gewesen wäre. Auf der anderen Seite erkennen wir Eure Notlage an. Bei uns am Hofe konntet Ihr nicht vorstellig werden. Aber gerne geben wir Euch den Hinweis des Briefes - Ihr hättet schreiben können.

Wie dem auch sei, Ihr habt es nicht, wir für unseren Teil befinden uns hier, also lasst uns die Sache einvernehmlich klären, ohne das jemand zu Schaden kommen muss. Ihr geht Recht in der Annahme, dass von uns keiner sterben möchte. Und wir gehen Recht in der Annahme, dass es Euch ebenso ergeht.

Sprecht, trag vor was Ihr vortragen möchtet. Wir hören Euch zu",
sagte der Duc umgänglich.
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Re: Unter der schwarzen Wolke

#20

Beitrag von Maurice de la Cantillion » Mo 30. Apr 2018, 10:20

Maurice de la Cantillion erhielt die mentale Botschaft seines kleinen Bruders. Gut so klein war dieser nicht mehr und eigentlich äußerst wehrhaft, aber das bedeutete nichts. Er benötigte dringend ihre Hilfe und zwar nicht nur Massimo allein, sondern auch der Duc, dessen Begleiter und Massimos Frau.

`Wir haben Deinen Hilferuf erhalten! Halte Deine Augen und Deinen Geist offen Mas. Claire ist auf dem Weg zu Dir und wird die Lage sondieren. Sie ist äußerst schnell, ein zuverlässiger Falke. Was genau ist los? Wo befindet Ihr Euch? Warte´, bat Maurice.

Er tat das, was er sonst mit seinem Falken tat, er verband seinen Geist fester mit dem seines Bruders und schaute durch dessen Augen. Massimo saß gemeinsam mit dem Duc in einem Saal. Einem Rittersaal. Anwesend waren zwei Duponts. Um welche beiden es sich handelte, konnte Maurice nicht auf Anhieb sagen, aber die Erinnerung seines Bruder informierte ihn.

Chetan und Cedric Dupont. Aber die Erinnerung seines Bruder gab noch etwas mehr preis, die Duponts waren nicht darauf aus, sie zu töten. Sie wollten verhandeln. Das Sie dies absolut ernst meinten zeigte, dass sie Massimo und Maximilien ihre Waffen gelassen hatten.

Da Massimo saß, konnte Maurice keinen Rundumblick erhaschen, aber was er sah, sprach Bände. Die Duponts waren sicherlich mehr verzweifelt als bösartig. Zudem waren sie seinerzeit, stets loyale und treue Untertanen gewesen, soweit er sich erinnern konnte. Bis zu dem Tag ihres äußerst fragwürdigen Scherzes gegenüber dem Duc.

`Sie wollen verhandeln? Dann verhandele! Du kannst aus der Sache ohne Blutvergießen und einer Schramme herauskommen Mas, wenn Du den Duponts die Möglichkeit einräumst mit Euch zu sprechen. Folge dem Beispiel des Duc. Bleibe ruhig und umgänglich. Diese Leute stehen am Abgrund ihrer Existenz. Im schlimmsten Fall haben sie nichts zu verlieren. Du hingegen könntest Dein ungeborenes Kind, Deine Frau und Dein Leben verlieren!

Denk nach, wärst Du in so einer Situation, würdest Du vielleicht genauso nach dem letzten Strohhalm greifen, um Deine Familie vor dem Tod zu bewahren.

Ich sah in Deiner Erinnerung zwei Kinder und einen alten Mann. Sie alle sahen stark abgemagert und verhärmt aus. Massimo, sie waren einst unsere Leute. Sie wurden zwar verbannt, aber in einem Sumpf zu verhungern, haben sie sicher nicht verdient. Jedenfalls nicht die Kinder unter ihnen.

Ihr könntet sie zwar niederringen, schau Dir ihre körperliche Verfassung an und Eure, aber vergiss niemals die Kraft die aus Verzweiflung erwächst. Die Leute sind meines Erachtens nach nicht bösartig, sondern verzweifelt. Bewahre die Ruhe, höre Dir an was sie zu sagen haben und versuche gemeinsam mit dem Duc eine Lösung für beide Seiten zu finden. Für Deine Familie und Dich, für Deine Begleiter und auch für die Duponts´,
übermittelte Maurice seinem Bruder beruhigend.

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