Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den AnfĂ€ngen liegt. Die ĂŒberlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der SchlĂŒssel zur Herrschaft ĂŒber Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. WĂ€hrend die Almanen auf AltbewĂ€hrtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die GeheimbĂŒnde der Schatten sehen in der Magie die mĂ€chtigste Waffe und fĂŒr die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Unter der schwarzen Wolke

Ledwick wurde vom Krieg am stĂ€rksten gebeutelt. Gebrochene DĂ€mme haben das im Tal liegende Großherzogtum ĂŒberschwemmt. Der Großherzog ist im Krieg verschollen und Ledwick wird nun provisorisch von den fĂŒnf Counts regiert.
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Chirag de Dupont
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Re: Unter der schwarzen Wolke

#11

Beitrag von Chirag de Dupont » Fr 27. Apr 2018, 19:20

Plötzlich wurden zwei Ketten auf Halshöhe der Pferde hochgerissen, eine vor den Pferden und eine dahinter. Die Pferde konnten nun nicht so ohne weiteres lospreschen, es sei denn, sie konnten aus dem Stand extrem hoch springen. Der Weg war zu nach vorn und nach hinten versperrt und die Pferde könnten nun bestenfalls ins Moor springen. Mehrere Bogen waren, aus den Baumkronen heraus, auf die Reiter gerichtet. Auf der Straße erschien, jenseits der Kette ein zerlumpter Raubritter von Mitte 50, unrasiert und Ă€rmlich gekleidet, aber eindeutig ein Ritter und noch eindeutiger ein Dupont: SchwarzĂ€ugig und dunkelhaarig, mit den typischen GesichtszĂŒgen.

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"Duc Maximilien Rivenet de Souvagne", begrĂŒĂŸte ihn der Mann.

Kaum hatte er den Satz beendet, landete ein blauer Moorfrosch neben ihm und quakte den Duc an, als wolle er den Ritter unterstĂŒtzen. Er fegte ihn mit dem Fuß beiseite und der Frosch flog mit einem langgezogenen "Quaaaaaaaaaaak" im hohen Bogen ins Moor, wo er mit einem unanstĂ€ndigen GerĂ€usch im Schlamm versank. Der Raubritter beließ sein Schwert in der Scheide und trug auch ansonsten keine Waffe in der Hand.

"Mein Name ist Chetan Dupont und ich bin der Sohn von Calvin Dupont! Jener, unter dessen 'errschaft unsere Familie durch Euch entadelt und verbannt wurde. Ich bin sicher, Ihr kennt mich noch! Ich darf Euch 'iermit mitteilen, dass Ihr und Eure Gefolgschaft unsere Gefangenen seid! In diesem Augenblick sind mehrere gespannte Bögen auf Eure 'erzen gerichtet. Einige sichtbar, andere unsichtbar. Ich möchte Euch bitten, mir anstandslos in meine Burg zu folgen, dann wird niemandem etwas gesche`en."
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Maximilien Rivenet de Souvagne
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Re: Unter der schwarzen Wolke

#12

Beitrag von Maximilien Rivenet de Souvagne » Fr 27. Apr 2018, 19:44

Als die Kette vor und hinter den Pferden hochgezogen wurde, stieg Alcanterra um nach den vermeindlichen Feind auszutreten. Maximilien brachte sein Streitross direkt unter Kontrolle und bezog schrÀg vor seinen Leuten Stellung. Auch wenn es nicht viel war im Angesicht der Bögen, aber etwas Schutz bot der Pferdeleib seinen Begleitern schon.

Der Mann sprach ihn an und gab sich als ein Dupont zu erkennen. Maximilien hĂ€tte auch so unter tausenden Gesichtern, dass eines der verrĂ€terischen Duponts erkannt. Um die Ansprache des Mannes zu unterstreichen, sprang einer der blauen Frösche neben ihn und quakte. Diese kleinen blauhĂ€utigen VerrĂ€ter, hatten ihn erst auf den Weg gefĂŒhrt!

Als Chetan Dupont, unglĂŒcksseliger Sohn von Calvin Dupont, den Frosch zurĂŒck in den Sumpf kickte, empfand Maximilien so etwas wie Genugtuung. Andersherum war dies ja leider nicht möglich.

"Genau jener. Sicher wissen wir wer oder besser gesagt was Ihr seid", antwortete Maximilien kalt.

Er stieg ganz langsam von seinem Pferd und deutete seinen Begleitern an es gleich zu tun.

"NatĂŒrlich kennen wir Euch noch. Wir konnten Euch zwar des Landes, aber nicht unserer Erinnerung verweisen. Ihr seid uns durchaus bekannt. Wir folgen Euch friedfertig, es besteht folglich kein Grund gewalttĂ€tig gegen meine Mitreisenden zu werden. Ferner bitten wir um Schonung der Frau. Geht vorran - wir folgen", sagte Maximilien und zeigte seine offenen HandflĂ€chen.
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Comte Massimo de la Cantillion
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Re: Unter der schwarzen Wolke

#13

Beitrag von Comte Massimo de la Cantillion » Sa 28. Apr 2018, 19:33

Massimo

bremste sofort mit seinen Perd und drĂ€ngte Moni und Fabien ab um sie zu beschĂŒtzen. Sein Schwert flog in seine Hand und die Spitze richtete sich auf den verfluchten Dupont. Aber bevor er den VerrĂ€ter aufspiessen konnte, war sein Herr von sein Pferd gestiegen. Normalerweise hĂ€tte Massimo sein Pferd angetrieben und hĂ€tte den Dupont ĂŒber den Haufen geritten. Dabei hĂ€tte er ihm vom Pferd aus den SchĂ€del eingeschlagen. Die Scheisskette hinderte ihn daran. Und sein Herr. Der war abgestiegen und hob die HĂ€nde. Er wollte Monique und seine Begleiter beschĂŒtzen.
Massimos Hand umschloss den Schwertknauf. Langsam steckte er es zurĂŒck in die Scheide. Seine Augen bohrten sich in die von dem VerrĂ€ter. Er griff auf seine Gabe zu und rief seine BrĂŒder um Hilfe.

`Melville, Maurice wir wurden in gestellt und eingesackt. Schickt Hilfe, wir sind in Ledwick in diesem Dreckloch von einem Scheisssumpf. Uns hat eine Bande von Duponts eingesackt. Bei mir sind unser Herr Maximilien, meine Frau, Dominic der Henker und der Leibdiener vom Duc. Ich werde versuchen uns rauszuhauen. Ob es gelingt, keine Ahnung. Wenn die uns wegschleifen ĂŒbermittelte ich euch wohin, solange ich kann. Versucht wenigstens Moni und Maximilien rauszuhauen. Sie ist schwangerÂŽ.

Als er den Hilferuf abgesetzt hatte mit Magie nutzte er den Zauber ich trete die TĂŒr ein gegen den Dupont vor ihm. Seine Hand schloss sich um den Sattelknauf. Massimo nutzte danach den Zauber Sinne tĂ€uschen und gaukelte dem VerrĂ€ter Dupont vor, dass hinter ihnen eine Einheit der Leibgarde folgte. Er wĂŒrzte den Zauber mit dem Zauber Stimmung erzeugen. Er schickte dem Dupont die Angst vor eine Übermacht. Die anderen konnte er nicht tĂ€uschen, aber den Mann vor ihnen. Sie konnten ebenso eine Geisel nehmen. Dann war hatten sie ein Patt.

"Was versprichst du dir von der Geiselnahme? Ich schwöre dir, wenn einem von ein Leid geschieht, dann bist du der letzte Dupont den unsere Leute holen werden. Überleg dir gut, was ihr mit uns vorhabt. Einer von uns heisst alle von euch. Meine Verwandten werden nicht ehr ruhen, bis sie den letzten von euch VerrĂ€tern hingerichtet haben. Und bete auf Knie Dupont, dass es Maurice ist, der dich erschlĂ€gt. Wenn es mein Ă€ltester Bruder ist, wird er deine brut das Fleisch von den Knochen schmelzen wĂ€hrend du zugucken musst wie deine bucklige Sippschaft in Flammen aufgeht. Von euch wird nichts ĂŒbrig bleiben. Nichts als Asche und die Erinnerung dass ihr wie immer völlig versagt habt. Letzte Warnung VerrĂ€ter".

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Re: Unter der schwarzen Wolke

#14

Beitrag von Monique de la Cantillion » Sa 28. Apr 2018, 20:33

Einen Augenblick spĂ€ter als Maximilien zĂŒgelte ihr Mann sein Pferd und hatte kaum einen Sekundenbruchteil spĂ€ter sein Schwert gezĂŒckt. Die Schwertspitze deutete genau auf ihren HĂ€scher und hĂ€tte Massimo sein Pferd noch antreiben können, hĂ€tte er vermutlich ohne zu zögern den Mann vor ihnen aufgeschlitzt.

Moni war wie immer erstaunt wie schnell ihr Mann mit der Waffe war und wie prĂ€szise er sie trotzdem fĂŒhren konnte. Das er dies gerade tat um sie zu beschĂŒtzen rĂŒhrte sie, aber zeitgleich hatte sie auch Angst. Wenn die BogenschĂŒtzen genauso dachte wie Massimo, was dann?

Dann wĂŒrden sie gleich mit Pfeilen gespickt. Ihr Mann hatte scheinbar ein Einsehen, denn er steckte sein Schwert weg. Aber der Blick mit dem er den Dupont bedachte sprach BĂ€nde.

Moni stieg von ihrem Pferd, so wie es Maximilien getan hatte. Er hatte die HĂ€nde erhoben und versuchte mit dem Mann vor ihnen der sie gefangen genommen hatte vernĂŒnftig zu reden. Auch wenn man seiner Tonlage eindeutig anhörte, wie wĂŒtend er war. Jedenfalls hörten dies all jene die Maximilien kannten. Die Duponts waren einst seine Untertanen gewesen, folglich wusste der Mann vor ihnen sicher ebenso bescheid.

Moni folgte seinem Beispiel und hob ebenfalls die HĂ€nde. Sie hoffte dass die Duponts ein Einsehen hatten.

"Ich bitte Euch, nehmt Vernunft Monsieur Dupont. Redet mit unserem Herrn in Ruhe, es gibt keinen Grund uns zu bedrohen", appelierte Monique an die Vernunft Ihres HĂ€schers.

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Re: Unter der schwarzen Wolke

#15

Beitrag von Fabien Lacomb » Sa 28. Apr 2018, 20:43

Fabien zĂŒgelte ebenso sein Pferd und stieg wie Max und Monique de la Cantillion vom Pferd. Er warf dem Comte einen Blick zu, aber dieser war voll und ganz auf den Feind konzentriert. Fabien hĂ€tte Maximilien am liebsten hinter sich gezogen, um ihn abzuschirmen. Aber Max war schon erhobenen Hauptes mit erhobenen HĂ€nden dem Dupont gefolgt. Fabien versuchte seine Panik herunter zu kĂ€mpfen und stellte sich an die Seite von Monique. Er warf ihr kurz einen aufmunternden Blick zu, ehe er wieder Ihren Geiselnehmer ins Auge fasste.

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Chirag de Dupont
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Re: Unter der schwarzen Wolke

#16

Beitrag von Chirag de Dupont » Sa 28. Apr 2018, 20:50

Gerade als Chetan dachte, dass dies ja wohl einfacher werden wĂŒrde, als gedacht, spĂŒrte er eine extreme Panik in sich aufsteigen. Er blickte auf die Truppe vor sich: schwer bewaffnet, zu Pferd. Und er stand direkt davon, nur von einer dĂŒnnen Kette gegen die Schlachtrösser abgeschirmt, einer Kette, die von Menschenhand gehalten wurde! Wie hatte er nur so idiotisch sein können, sich so einen dĂ€mlichen Plan auszudenken, wieso hatte ihm keiner gesagt, dass das Irrsinn war! Die Frau redete irgendwas, aber er hörte ĂŒberhaupt nicht mehr zu. Er wollte nur noch hier weg!

Chetan schlug einen Haken, in dem Versuch, irgendwo hinzugelangen, wo ihm die Schlachtrösser nicht folgen konnten, und rannte ins Moor. Nach zwei Schritten versank er bis zur HĂŒfte im Morast und steckte fest. Im Gleichen Moment ließ einer der Duponts in den Baumkronen seine Sehne los.

Dominique heulte auf. In seinem Oberschenkel steckte ein schwarz gefiederter Pfeil.

"Letzte Warnung auch von unserer Seite!", rief Cedric, der bereits den nĂ€chsten Pfeil einlegte. "Wir wĂŒnschen kein unnötiges Blutvergießen! Wir wĂŒnschen uns mit dem Duc zu unter`alten! Folgt uns in die Burg oder ihr werdet dieses Land nicht mehr lebend verlassen. Wir `aben nichts mehr zu verlieren, wir ste`en mit dem RĂŒcken zur Wand. Wir werden nicht zögern, von den uns zur VerfĂŒgung ste`enden Waffen noch deutlicheren Gebrauch zu machen! Wenn wir es mĂŒssen, werden wir jeden Mann von euch töten und die Frau fĂŒr uns selbst be`alten!"
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Comte Massimo de la Cantillion
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Re: Unter der schwarzen Wolke

#17

Beitrag von Comte Massimo de la Cantillion » So 29. Apr 2018, 05:51

Massimo

beendete seinen Angriff auf den verfluchten Dupont. Sie hatten auf Dominic geschossen. Und die drohten damit sie alle zu töten. Noch schlimmer war, sie wollten seine Frau einsacken fĂŒr sich. Massimo hĂ€tte sich am liebsten ĂŒbergeben. Er stieg ganz langsam vom Pferd ab und zeigte ebenso seine HandflĂ€chen.

"Ihr braucht nicht deutlicher werden, wir haben es kapiert. Ihr habt auf ein Mann geschossen, der nichts fĂŒr meine Worte konnte. Ich lenke ein".

Massimo folgte seinen Herrn und den anderen ZĂ€hne knirschend.

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Chirag de Dupont
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Re: Unter der schwarzen Wolke

#18

Beitrag von Chirag de Dupont » So 29. Apr 2018, 12:40

"Der `enker ist der am wenigsten wertvolle Gast", erklĂ€rte Cedric und sprang vom Baum. "Bhajan und Benjamin, sieht unserem Onkel aus dem Morast." Zwei Duponts halfen dem feststeckenden Chetan und stellten ihn auf der Straße wieder auf die FĂŒĂŸe. Dort, wo er gesteckt hatte, war ein Loch im Moor, das sich gluckernd mit braunem Wasser zu fĂŒllen begann. Cedric war war ca. 40 und schien das Kommando innezuhaben, wenn sein Onkel Chetan verhindert war:

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Die restlichen MĂ€nner der Familie kamen hervor. Insgesamt handelte es sich um fĂŒnf MĂ€nner, vom Alter her durchgemischt von Anfang 20 bis Mitte 50. Sie alle trugen ĂŒber ihren heruntergekommenen Kleidern und Kettenhemden den Wappenrock ihrer Familie, die schwarze Gewitterwolke auf hellem Grund. Sie alle hatten schwarzes oder graues Haar. Nach einer Weile des Marschierens kamen noch zwei Kinder hinzu, welche die Gefangenen neugierig beĂ€ugten. Die Duponts fĂŒhrten die Gefangenen in ihr viel zu großes und entsprechend verwildertes Anwesen. Sie hatten keine Bediensteten, sondern kĂŒmmerten sich um Nahrungserwerb und den Haushalt selbst und das sah man der Burg an, die von weitem wie eine leerstehende Ruine aus lĂ€ngst vergessenen Zeiten anmutete.

Die Pferde und den Ochsen nahm man ihnen ab und brachte sie weg. Fabien und Dominique wurden von der Gruppe getrennt und in das Burgverlies gesperrt. Damit ihnen nicht langweilig wurde, schob eine ganz besondere Person Wache: Nicolas GarcĂŹa, der Vater von Nathan. Er zĂŒckte seine Laute und klimperte aus Rache fĂŒr die Verbannung die fröhlichsten und zur Situation unpassendsten Lieder, die ihm nur einfielen. Monique wurde von einem weiblichen Dupont mitgenommen. Sie hatte es am besten - sie wurde wie wirklicher Besuch behandelt und bekam Kuchen und Tee angeboten, wĂ€hrend sich einige der Frauen und die Kinder neugierig um sie scharten und ehrfĂŒrchtig ihr schönes Kleid und ihre Haare berĂŒhrten.

Die beiden ĂŒbrigen Gefangenen wurden ins Innere der Burg gefĂŒhrt.

"Duc und Comte, wir möchten gern mit Euch beiden sprechen, da Ihnen die Befehlsgewalt obliegt", erklĂ€rte Chetan, der sich von der mentalen Attacke inzwischen wieder halbwegs erholt hatte. "Bitte fĂŒgt Euch und macht keinen Ärger. Weder Euch noch Euren Begleitern soll etwas geschehen. Wir möchten einfach nur reden. WorĂŒber, könnt Ihr Euch sicher denken. Je nach Einigung könnt Ihr `eute Abend schon wieder auf freiem Fuß sein. Die Alternative wĂ€re, ihr vermodert im Sumpf."

"Was die bedauerlichste Lösung wĂ€re", fĂŒgte Cedric an.

Sie fĂŒhrten die Gefangenen in den Rittersaal, wo Kalenian, der Ă€lteste lebende Dupont, mit dem behinderten Maxime saß und gefangenen Fröschen die blaue Haut abzog. Wie sie da zu zweit an der langen Tafel saßen, wirkten sie verloren. Über ihnen hingen trostlos die grauen Banner der Familie. Als er die Neuankömmlinge sah stand er entsetzt auf.

"Ist das ...", rief er fassungslos.

"Geht", befahl Chetan. "Cedric und ich, wir bleiben `ier, die anderen Familienmitglieder gehen und ver`alten sich wie besprochen. Setzt Euch", sagte er nun auch zu den GĂ€sten. "Wir werden in gleicher Zahl zu Euch sprechen, zwei zu zweien. Ihr durftet Eure Waffen be`alten und werden Euch anstĂ€ndig be`andeln, wenn Ihr uns lasst. Wir möchten damit dazu beitragen, dass es zu einem vernĂŒnftigen GesprĂ€ch kommt. Eure Begleiter sind in unserer `and, das sollte genĂŒgen. Es ist in unser aller Interese, dass es bei einvernehmlichen Worten bleibt. Ihr möchtet nicht sterben und wir möchten nicht auch noch des Mordes bezichtigt werden und uns um die Entsorgung Eurer Leichen kĂŒmmern mĂŒssen."

"Möchtet Ihr einen Tee?", frage Cedric. Irgendwo quakte ein Frosch, der offenbar noch lebte.
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Re: Unter der schwarzen Wolke

#19

Beitrag von Maximilien Rivenet de Souvagne » So 29. Apr 2018, 18:58

Maximilien beobachtete jeden Schritt des Mannes vor ihm. Er beorderte zwei weitere MĂ€nner herbei, die den UnglĂŒcksseeligen aus dem Sumpf zogen. Nachdem der Chetan aus dem Sumpf befreit war, traten die anderen Geiselnehmer an sie heran.

"Es mag sein, dass fĂŒr Euch der Henker wertlos ist, wir nennen ihn Freund. Dementsprechend solltet Ihr mit dem Mann umgehen", antwortete der Duc.

Nach dem kurzen Wortwechsel fĂŒhrte man sie ins Anwesen der Duponts. Es sah genauso erbĂ€rmlich und heruntergekommen aus wie ihre Besitzer, stellte Maximilien fest. Kalt, grau, zugig und verwittert. Als wĂ€re das GemĂ€uer selbst zu einem Dupont verkommen.

Dass sie als Gruppe getrennt wurden, passte Max ĂŒberhaupt nicht. Weder wollte er auf Fabien, noch auf Dominique noch auf Monique verzichten. FĂŒr Massimo war es vermutlich am schlimmsten von seiner Frau getrennt zu sein. Die Sorge hatte man bereits draußen gesehen. Maximilien hoffte, dass sie mit Monique anstĂ€ndig umgingen und nichts taten, was sie bereuen mussten.

Das man Monique in ein Zimmer gebracht hatte und sie dort wie Zuhause behandelt wurde, konnten weder Maximilien noch einer der anderen Begleiter wissen.

Gemeinsam mit Massimo fĂŒhrte man ihn tiefer in das GemĂ€uer. Chetan erlĂ€uterte ihm, dass sie beabsichtigten mit ihnen zu sprechen und zwar auf friedfertige Art und Weise. Ihnen wurde sogar in Aussicht gestellt, am Abend wieder abreisen zu dĂŒrfen. NatĂŒrlich bei entsprechender Einigung. Ein verlockendes Angebot, die Alternative sah weniger rosig aus, ehr sumpfbraun Denn genau dort wĂŒrden Ihre Leichen dann verrotten.

Gemeinsam mit Cedric und Chetan Dupont betraten sie den Rittersaal des Anwesens. Ein alter Mann musterte Massimo und ihn entsetzt, wurde aber umgehend des Raumes verwiesen. Zu Maximiliens Erstaunen durften sie ihre Waffen behalten. Der Bitte entsprechend nahm Maximilien Platz.

"Ein Tee wÀre nicht schlecht. Unsere Person verhandelt in unser aller Namen. Setzt Euch neben mich Massimo. Wir sind ebenso an einer friedlichen Lösung interessiert. Selbstredend können wir uns denken, weshalb Ihr mit uns das GesprÀch sucht. Auch wenn eine andere Wahl der Mittel angemessen gewesen wÀre. Auf der anderen Seite erkennen wir Eure Notlage an. Bei uns am Hofe konntet Ihr nicht vorstellig werden. Aber gerne geben wir Euch den Hinweis des Briefes - Ihr hÀttet schreiben können.

Wie dem auch sei, Ihr habt es nicht, wir fĂŒr unseren Teil befinden uns hier, also lasst uns die Sache einvernehmlich klĂ€ren, ohne das jemand zu Schaden kommen muss. Ihr geht Recht in der Annahme, dass von uns keiner sterben möchte. Und wir gehen Recht in der Annahme, dass es Euch ebenso ergeht.

Sprecht, trag vor was Ihr vortragen möchtet. Wir hören Euch zu",
sagte der Duc umgÀnglich.
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Re: Unter der schwarzen Wolke

#20

Beitrag von Maurice de la Cantillion » Mo 30. Apr 2018, 10:20

Maurice de la Cantillion erhielt die mentale Botschaft seines kleinen Bruders. Gut so klein war dieser nicht mehr und eigentlich Ă€ußerst wehrhaft, aber das bedeutete nichts. Er benötigte dringend ihre Hilfe und zwar nicht nur Massimo allein, sondern auch der Duc, dessen Begleiter und Massimos Frau.

`Wir haben Deinen Hilferuf erhalten! Halte Deine Augen und Deinen Geist offen Mas. Claire ist auf dem Weg zu Dir und wird die Lage sondieren. Sie ist Ă€ußerst schnell, ein zuverlĂ€ssiger Falke. Was genau ist los? Wo befindet Ihr Euch? WarteÂŽ, bat Maurice.

Er tat das, was er sonst mit seinem Falken tat, er verband seinen Geist fester mit dem seines Bruders und schaute durch dessen Augen. Massimo saß gemeinsam mit dem Duc in einem Saal. Einem Rittersaal. Anwesend waren zwei Duponts. Um welche beiden es sich handelte, konnte Maurice nicht auf Anhieb sagen, aber die Erinnerung seines Bruder informierte ihn.

Chetan und Cedric Dupont. Aber die Erinnerung seines Bruder gab noch etwas mehr preis, die Duponts waren nicht darauf aus, sie zu töten. Sie wollten verhandeln. Das Sie dies absolut ernst meinten zeigte, dass sie Massimo und Maximilien ihre Waffen gelassen hatten.

Da Massimo saß, konnte Maurice keinen Rundumblick erhaschen, aber was er sah, sprach BĂ€nde. Die Duponts waren sicherlich mehr verzweifelt als bösartig. Zudem waren sie seinerzeit, stets loyale und treue Untertanen gewesen, soweit er sich erinnern konnte. Bis zu dem Tag ihres Ă€ußerst fragwĂŒrdigen Scherzes gegenĂŒber dem Duc.

`Sie wollen verhandeln? Dann verhandele! Du kannst aus der Sache ohne Blutvergießen und einer Schramme herauskommen Mas, wenn Du den Duponts die Möglichkeit einrĂ€umst mit Euch zu sprechen. Folge dem Beispiel des Duc. Bleibe ruhig und umgĂ€nglich. Diese Leute stehen am Abgrund ihrer Existenz. Im schlimmsten Fall haben sie nichts zu verlieren. Du hingegen könntest Dein ungeborenes Kind, Deine Frau und Dein Leben verlieren!

Denk nach, wĂ€rst Du in so einer Situation, wĂŒrdest Du vielleicht genauso nach dem letzten Strohhalm greifen, um Deine Familie vor dem Tod zu bewahren.

Ich sah in Deiner Erinnerung zwei Kinder und einen alten Mann. Sie alle sahen stark abgemagert und verhÀrmt aus. Massimo, sie waren einst unsere Leute. Sie wurden zwar verbannt, aber in einem Sumpf zu verhungern, haben sie sicher nicht verdient. Jedenfalls nicht die Kinder unter ihnen.

Ihr könntet sie zwar niederringen, schau Dir ihre körperliche Verfassung an und Eure, aber vergiss niemals die Kraft die aus Verzweiflung erwĂ€chst. Die Leute sind meines Erachtens nach nicht bösartig, sondern verzweifelt. Bewahre die Ruhe, höre Dir an was sie zu sagen haben und versuche gemeinsam mit dem Duc eine Lösung fĂŒr beide Seiten zu finden. FĂŒr Deine Familie und Dich, fĂŒr Deine Begleiter und auch fĂŒr die DupontsÂŽ,
ĂŒbermittelte Maurice seinem Bruder beruhigend.

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