Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterlie├čen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf├Ąngen liegt. Die ├╝berlebenden V├Âlker beginnen zu ahnen, dass der Schl├╝ssel zur Herrschaft ├╝ber Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. W├Ąhrend die Almanen auf Altbew├Ąhrtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimb├╝nde der Schatten sehen in der Magie die m├Ąchtigste Waffe und f├╝r die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Kapitel 1 - Die Heimkehr des Duca

Ledwick wurde vom Krieg am st├Ąrksten gebeutelt. Gebrochene D├Ąmme haben das im Tal liegende Gro├čherzogtum ├╝berschwemmt. Der Gro├čherzog ist im Krieg verschollen und Ledwick wird nun provisorisch von den f├╝nf Counts regiert.
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Tazio Ferdinando di Ledvicco
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Kapitel 1 - Die Heimkehr des Duca

#1

Beitrag von Tazio Ferdinando di Ledvicco » Mo 19. Nov 2018, 01:46

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Die Heimkehr des Duca

Tazio Ferdinando di Ledvicco betrat in vollem Ornat den Thronsaal des Palastes. Die Leibgarde nahm Haltung an und salutierte, indem die M├Ąnner sich die freie Faust an die Brust h├Ąmmerten. In der anderen hielten sie die Hellebarde. In Wei├č und T├╝rkis rauschten beim Gehen Unmengen von Stoff um Tazios K├Ârper, der um die H├╝fte von einer Sch├Ąrpe zusammengerafft wurde. Kein St├╝ck Haut war von Tazio zu sehen. Seine H├Ąnde steckten in feinen Handschuhen, das Gesicht verbarg eine beinerne Maske, eine enge Kapuze umschloss Haar und Hals. Die Person Tazio lag unter dem Ornat vergraben. Er war die Personifizierung des Amtes geworden, in dem Moment, als man ihm das Insignien seiner W├╝rde angelegt hatte. Z├╝gig durchschritt er die Reihen der Gardisten, noch das Marschieren im Feldeinsatz gewohnt. Fast lautlos waren seine Schritte auf dem dicken Stoff. Fremd f├╝hlten sich die leichten und bequemen Schuhe an, ganz anders als seine Kampfstiefel. Der Wiedereintritt ins zivile Leben erschien Tazio unwirklich. Ein Teppich aus t├╝rkisfarbenem Samt teilte den Saal vor ihm in zwei H├Ąlften und er folgte ihm ans andere Ende des Saals, wo der leere Thron auf ihn wartete. Wei├čes Walbein, mit t├╝rkisfarbenem Samt gepolstert, harrte darauf, dass sein rechtm├Ą├čiger Herr sich auf ihm niederlie├č. Nach einigen weiteren Schritten hatte er den Ort seiner Bestimmung erreicht. Er stieg die Stufen hinauf, die zum Thron f├╝hrten, der erhaben auf einem Podest stand. Bevor Tazio sich niederlie├č, drehte er sich noch stehend zu den Anwesenden um. Hinter den Leibgardisten warteten Vertreter der nach dem Krieg noch verbliebenen Adelsh├Ąuser, namhafte Milit├Ąrs, geistliche und weltliche W├╝rdentr├Ąger. Er sah seine Hochw├╝rden Cosimo di Casteziana in der schwarzen Robe der Ainuwarpriester und seine Exzellenz Giuliano Antomasco als Vertreter der Magier. N├Ąher am Thron standen sein General Samuele di Devolone und Paladino Ezio Rizzoglia. Die Br├╝der Alessio und Agostino Vendivolone waren weder adlig noch Inhaber einer W├╝rde, sondern als Ehreng├Ąste geladen. Diese und viele andere sahen aufmerksam in seine Richtung, ohne den Blick bis auf Augenh├Âhe zu ihm zu heben.

┬╗Auf jede Ebbe folgt die Flut┬ź, sprach Tazio mit fester Stimme zu den Anwesenden. In der Stille des Thronsaals hallte sie wieder. ┬╗Klar und einfach liegt die Wahrheit vor uns. Ainuwar gab uns dieses Gesetz und der wei├če Seel├Âwe wacht zu allen Zeiten ├╝ber Ledvicco. Wie weit die Wanderung ihn auch fortgef├╝hrt haben und wie viel Zeit verstrichen sein mag, der Leone di Marino kehrt stets an den Ort seiner Geburt zur├╝ck. Wer daran zweifelt, zweifelt an Ainuwars g├Âttlichem Willen selbst und sein Leben ist verwirkt. Der Leone di Marino steht heute vor Euch als ein weiterer Beweis f├╝r die Wahrheit dieses Gesetzes. Unser g├╝tiger Vater, Ernesto Sirio di Ledvicco, ist gefallen. Ainuwar habe ihn selig. Sein K├Ârper ruht in einem Bett aus Sand in der rakshanischen Steppe, wo er im Kampf fiel. Erinnern wir uns seiner in der selben Liebe, in der er auch uns stets gedachte. Der Krieg ist nun vorbei und der wei├če Thron steht nicht l├Ąnger leer. Leer war er, doch nie verlassen. Die Zweifler an dieser Tatsache werden in diesem Augenblick von unseren Soldaten ├╝ber die Grenze gejagt. Habt Hoffnung, Ledvigiani! Der Duca die Ledvicco ist heimgekehrt!┬ź

Tazio nahm die schwarze Korrallenkrone von einem Priester entgegen, der sie ihm auf einem Kissen reichte. Er hob sie ├╝ber sich und senkte sie auf sein Haupt. Fest schloss sich der gepolsterte Reif um Stirn, Schl├Ąfen und Hinterkopf. Ihr Gewicht dr├╝ckte ihn trotz der perfekten Passform und er stemmte seinen Kopf bewusst dagegen. Er nahm das Zepter und das Schwert in die H├Ąnde, die Insignien seiner weltlichen Macht. Dann nahm er auf dem Thron als neuer Gro├čherzog von Ledwick platz. Der junge Duca blickte das erste Mal in seinem Leben von diesem Thron aus in die Runde. Mit dem Tod von Ernesto Sirio di Ledvicco war das Amt des Duca auf seinen ├Ąltesten Sohn ├╝bergegangen und nun war es kraft der Zeremonie auch formell besiegelt. Tazio erhob erneut das Wort, das erste Mal als Duca.

┬╗Habt Hoffnung, Ledvigiani┬ź, sprach er noch einmal laut, nicht ahnend, dass dieser schlichte Ausruf enorme Wirkung unter seinem Volk entfaltete und sp├Ąter zu einem gefl├╝gelten Wort werden sollte, das einstmals sogar seine Grabinschrift zieren w├╝rde. Dies nicht wissend, fuhr er unbeirrt fort.

┬╗Das Kaisho-Abkommen ist zerbrochen und unsere Verpflichtungen, Evalon im Kampf gegen die Naridier zu unterst├╝tzen, haben damit ein Ende gefunden. Almanien ist wieder unabh├Ąngig und somit auch Ledvicco. Es ist ein teuer erkaufter Frieden und er stellt uns vor neue Herausforderungen. Niemand von uns wei├č, wie es ist, in Friedenszeiten zu leben, denn wir alle sind w├Ąhrend des Krieges geboren. Seit 82 Jahren sind unsere Wirtschaft und unsere Politik auf Krieg ausgerichtet. Werden wir dem Frieden gewachsen sein? Glauben wir gemeinsam daran, dass wir Ledvigiani das k├Ânnen! Unsere Altvorderen haben es gekonnt und wir werden es erneut lernen. Wir haben schon ganz andere Probleme ├╝berstanden. Wir sind z├Ąh, wir haben flei├čige und kluge Menschen in unserem Volk und Ainuwar ist mit uns. Wir halten zusammen und wenn die Welt auch gegen uns ist, haben wir doch stets einander gehabt. Jene, die Zwist in unsere Reihen brachten, wurden des Landes verwiesen und nichts soll unser Volk mehr trennen. Gemeinsam bauen wir unser geliebtes Land wieder auf. Und in nur wenigen Jahren wird Ledvicco bereits in altem Glanz erstrahlen. Die Erinnerung an den Krieg wird nichts weiter mehr als ein fl├╝chtiger Schatten sein und Ledvicco erneut erbl├╝hen.┬ź

Es geschah etwas, das nicht oft geschah - Beifall brach im Thronsaal aus. Damit hatte Tazio nicht gerechnet. Hinter der ausdruckslosen, wei├čen Maske lief eine Tr├Ąne seine Wange hinab, als sich fragte, was sein Vater wohl zu seinen Worten gesagt h├Ątte, der sonst an dieser Stelle sa├č. W├Ąre er stolz auf seinen Sohn gewesen oder h├Ątte er ihn der Feigheit bezichtigt, da Tazio die Truppen heimgef├╝hrt hatte, anstatt sein Werk an der Front zu vollenden? Kalt und gefroren ruhte Ernesto in der windgepeitschten Steppe, zusammen mit vielen anderen Ledvigiani, Kriegern aus der Hohen Mark und aus Ehveros. Tazio schluckte den Klo├č in seinem Hals herunter. Sein Vater war tot, doch der Duca war nicht gestorben, denn er lebte in seinem Sohn weiter. Der Duca war ewig und so lange es den Duca gab, so lange w├╝rde es Ledvicco geben.

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Die Ernennung des ersten Marchese

#2

Beitrag von Tazio Ferdinando di Ledvicco » Mo 19. Nov 2018, 23:04

Mauro di Georgo
┬╗Ich bin bereit, meinen Platz einzunehmen, Majest├Ąt.┬ź

Tazio Ferdinando di Ledvicco
Der Duca betrachtete den Mann vor sich. Er sah aus wie ein typischer adliger Ledvigiano, mit braunem Haar. Er trug eine aus Kupfer gefertigte und im Laufe der Jahre gr├╝nlich angelaufene Halbmaske. Diese Maske, die von einer Krone aus Kupfermuscheln geziert wurde, hatte in seiner Familie eine lange Tradition, das sah man ihr an. Seine Kleidung mutete f├╝r einen Adligen hingegen bescheiden und zur├╝ckhaltend an, was in gedeckten Farben gehalten und schlicht und sparsam geschnitten. Tazio merkte, dass seine Nervosit├Ąt es ihm schwer machte, sich zu konzentrieren.
┬╗Vianello, was muss ich korrekt antworten?┬ź, fragte er seinen alten Leibdiener ganz leise, der bei ihm schr├Ąg hinter dem Thron stand.

Vianello Leonardo
┬╗Wir sind erfreut, dass Ihr Eure Aufgabe derart ernst nehmt┬ź, tuschelte er zur├╝ck. ┬╗Das reicht schon und klingt gut und freundlich.┬ź

Tazio Ferdinando di Ledvicco
Der Duca wiederholte die Worte laut. ┬╗Wir sind erfreut, dass Ihr Eure Aufgabe derart ernst nehmt.┬ź W├╝rdevoll und wohlwollend blickte er auf seinen Untertan, ehe er erneut von Unsicherheit ├╝bermannt wurde. ┬╗Wieso muss ich ihn ihrzen?┬ź, zischte er seinem Leibdiener hilfesuchend zu.

Vianello Leonardo
┬╗Weil das sehr h├Âflich ist und er ist auch ein Adeliger. Dann macht man das aus Respekt so. Nur Gemeine duzt Ihr und nur H├Âhergestellte Freie siezt Ihr. Das ist ein Zeichen daf├╝r, dass dieser Adlige direkt einer der Euch Unterstehenden ist, darum ist er von Adel Herr.┬ź

Tazio Ferdinando di Ledvicco
Es h├Ârte sich an, als w├╝rde Vianello es einem kleinen Jungen erkl├Ąren, doch Tazio f├╝hlte sich kaum anders. Er war allein auf diesem Thron. Sein Vater war gefallen, seine Familie hatte w├Ąhrend des Krieges das Land verlassen. Jene, die ihn sonst noch h├Ątten unterst├╝tzen sollen, die rangh├Âchsten Adelsh├Ąuser, hatten ihn verraten. Alle, die im Verdacht standen, mit ihnen zu paktieren, waren so wie sie gewaltsam des Landes verweisen worden. Die Spitze von Ledwick war leer - bis auf ihn. Er war froh, dass Vianello ihm geblieben war, der weitaus mehr war als ein einfacher Diener - der Mann war ein erfahrener Krieger, ein Veteran mit unendlich viel Weisheit und noch mehr Geduld. Aber wenn es n├Âtig war, konnte er auch sehr deutlich werden. ┬╗Danke┬ź fl├╝sterte Tazio. ┬╗Was w├╝rde ich nur ohne dich tun. Welchen Stand hat deine Familie ├╝berhaupt?┬ź

Vianello Leonardo
┬╗Leibeigene Herr, ich bin doch Euer Leibdiener, ich geh├Âre Euch┬ź, fl├╝sterte Vianello.

Tazio Ferdinando di Ledvicco
┬╗Oh┬ź, sagte Tazio mit peinlich ber├╝hrtem Tonfall.

Vianello Leonardo
┬╗Das ist nicht schlimm Herr, was Ihr Euch alles merken m├╝sst. Seid nicht verlegen. Wir geh├Âren zusammen und was Ihr nicht wisst, wei├čt ich f├╝r Euch. Und selbstverst├Ąndlich erinnere ich Euch. Es war Euch doch nur entfallen, das wissen wir beide.┬ź

Tazio Ferdinando di Ledvicco
┬╗Im Krieg waren andere Dinge wichtiger zu lernen ... und ich bin ein Kind des Krieges. Nun muss ich all jene nachholen, die in Friedenszeiten von Bedeutung sind. Zum Beispiel den Namen des Mannes da vor mir. Ich wei├č nur, dass er mir sehr positiv aufgefallen ist in all den Jahren. Ihn zu fragen w├Ąre peinlich.┬ź

Vianello Leonardo
┬╗Das ist Mauro di Georgo, einer Eurer treuen Untertanen Herr.┬ź

Tazio Ferdinando di Ledvicco
┬╗Ah, ich erinnere mich! Ich wei├č, dass er gut ist, aber wie kann man seine Verdienste offiziell gut umschreiben? Loyalit├Ąt und so weiter geh├Âren zu den Tugenden eines jeden der Marchesi, die ich ernennen werde. Ich m├Âchte gern zu jedem ein paar pers├Ânliche Worte verlieren. Was sollte bei ihm besonders hervorgehoben werden?┬ź

Vianello Leonardo
┬╗Seine treue zu Eurer Krone, zu den Traditionen und zu unserem Land. Er war keiner der schmutzigen F├╝nfe, die danach trachteten Euren Platz einzunehmen. Er unterst├╝tzte sie nicht, sondern verhielt sich unkooperativ. Zumal ihm auffiel, dass diese Herren doch alle fremdl├Ąndische Namen trugen. Aber allein war er zu schwach um dieser Bedrohung Herr zu werden. Da unser Land schon auf den Knien hockte, wollte er keinen B├╝rgerkrieg riskieren, indem er diese Mannen zur Rechenschaft zog. Es w├Ąre weiteres unschuldiges Blut vergossen worden. So nahm er sich derer an, die Zuflucht zu seiner Scholle suchten um sich dort der Ledvigiani anzunehmen, Herr. Vor allem jenen Waisen, Witwen und Greisen. Der Winter wird hart werden und sie alle bekamen Unterschlupf in seinem Hause. Es war das Mindeste aber leider auch das Einzige, was er tun konnte. Er mag kein gro├čer K├Ąmpfer sein Herr, aber er ist sehr barmherzig.┬ź

Tazio Ferdinando di Ledvicco
Er erinnerte sich tats├Ąchlich sehr gut an den Mann, der vor ihn kniete, auch wenn ihm dessen Namen entfallen war, da er ihn nicht in den Krieg begleitet hatte. Er hatte ihn das letzte Mal vor ungez├Ąhlten Monden gesehen, kurz bevor er an der Seite seines Vaters nach Norden geritten war, in einen Krieg, der ihnen so wenig gebracht hatte wie das jahrzehntelange Abkommen. All dies war nun vorbei. Heute war der Beginn einer neuen ├ära. ┬╗Tretet vor Euren Duca, Mauro di Georgo┬ź, sprach Tazio laut und deutlich. Er wartete, bis Mauro der Aufforderung gefolgt war. ┬╗Auch im Krieg ist nicht allein die Waffe, die ├╝ber Sieg oder Niederlage entscheidet, ├╝ber Gl├╝ck oder Verderben eines Menschen. Auch jene Dinge, die sich fernab in der Heimat abspielen, tragen dazu bei, dass es unserem Land und seinem Volk an nichts mangelt. Eure selbstlosen Gesten der Menschlichkeit haben vielen Ledvigiani das Leben gerettet oder leichter gemacht. In finsteren Zeiten habt Ihr ├╝ber unser Volk gewacht und es beh├╝tet, als jene, die daf├╝r zust├Ąndig gewesen w├Ąren, Ledvicco und seine Bewohner verrieten. Ihr seid jemand, dem Euer Duca ebenso vertrauen kann wie auch das Volk. Wir vertrauen Euch daher die Aufgabe an, als Marchese ├╝ber eine der freigewordenen Schollen zu wachen. Legt Eure H├Ąnde in die unseren und leistet den Eid, wenn Ihr dazu bereit seid┬ź, verk├╝ndete Tazio. Er musste sich einen r├╝ckversichernden Blick zu seinem Leibdiener verkneifen, dankbar f├╝r die beinerne Maske, die seine Nervosit├Ąt verbarg.

Mauro di Georgo
Der Visconte trat sichtlich ger├╝hrt n├Ąher und legte seine wie zum Gebet gefalteten H├Ąnde in die seines Duca. ┬╗Habt Dank f├╝r diese edlen Worte Herr. Ich Mauro di Georgo legte mein Leib und Leben in Eure H├Ąnde. Ich schw├Âre Euch Treue, Loyalit├Ąt und ewige Folgschaft auf dass unser Land wieder erstarken und erbl├╝hen m├Âge unter Eurer weisen F├╝hrung Majest├Ąt┬ź.

Tazio Ferdinando di Ledvicco
Tazio umschloss die H├Ąnde des neuen Marchese mit der sp├╝rbaren Kraft, die das monatelange Leben an der Front in seine Finger gebracht hatte. Durch die Handschuhe konnte Mauro die W├Ąrme sp├╝ren. ┬╗Wir gew├Ąhren Euch Schutz und Schirm, Marchese Mauro de Georgo.┬ź Er griff nach dem Reichsschwert mit dem Griff aus Narwalhorn und hielt es mit beiden H├Ąnden vor sich, die flache Seite nach oben gekehrt.

Mauro di Georgo
Mauro verneigte sich nach diesen Worten des Schwures huldvoll vor seinem Duca und k├╝sste die Klinge des Reichsschwertes, um den Handgang zu besiegeln. Der Schwur sollte nicht nur die Bindung der Partnerschaft herstellen, sondern betonen, dass der Lehnsmann seinen Status als Freier nicht verliert, denn nur Freie k├Ânnen sich durch Eid binden. Der Kuss des Schwertes war die Huldigung an seinen Duca und zeitgleich Mauros Willenserkl├Ąrung, diesem treu nach seinem geleisteten Schwur auf ewig zu dienen. ┬╗Ich Danke Euch Eure Majest├Ąt┬ź, erkl├Ąrte Mauro di Georgo gl├╝cklich.

Tazio Ferdinando di Ledvicco
┬╗Ihr d├╝rft Euch erheben und Eure Urkunde beim Maresciallo di corte abholen┬ź, sprach Tazio, dem in diesem Moment einfiel, dass er eben jene noch gar nicht in Auftrag gegeben hatte. Es gab so unwahrscheinlich viel zu beachten und er hatte das Gef├╝hl, an alles gleichzeitig denken zu m├╝ssen. Er hoffte, der frischgebackene Marchese bemerkte den Patzer nicht. ┬╗Am besten, Ihr geht vorher noch einmal in der K├╝che vorbei, der Maresciallo wird noch ein wenig Zeit ben├Âtigen, da er heute viel besch├Ąftigt ist.┬ź

Mauro
Der frisch ernannte Marchese verneigte sich tief und verlie├č r├╝ckw├Ąrts den Thronsaal seines jungen Duca. Drau├čen erst erhob er sich, seine Maske verbarg seine R├╝hrung. Wie ihm der Duca geraten hatte, lie├č er sich in der K├╝che einen Tee aush├Ąndigen, den er in aller Ruhe trank, da er den Maresciallo di corte nicht ├╝ber Geb├╝hr strapazieren wollte. Tazio Ferdinando di Ledvicco hatte am heutigen Amtstag mehr zu leisten, als auf so jungen Schultern lasten sollte. Und ebenso erging es dem Maresciallo di corte, der all dies in Wort und Schrift festhalten musste. Di Georgo hoffte, dass sich bald alles im Lande stabilisieren w├╝rde unter der Hand seiner Majest├Ąt. Die f├╝nf Vertreter hatten viel zu sehr mit Fremdlingen gelieb├Ąugelt. Sie hatten mit den Zwergen paktiert, diese ins Land regelrecht eingeladen. Selbstverst├Ąndlich legte auch er Wert auf gute Beziehungen. Dies war wichtig f├╝r den Im- und Export ihrer G├╝ter. Auch wenn sie nicht viel zu verkaufen hatten im Moment, war das doch eine ihrer M├Âglichkeiten, wieder an Taler zu kommen und das Land aufzubauen. Aber wie er geh├Ârt hatte, hatte sich einer dieser Counts den Besuchern f├Ârmlich angebiedert. Das ging zu weit. Besucher waren willkommen und wurden G├Ąste. Aber jene Zwerge waren doch letztendlich mit einer der Gr├╝nde warum es in Ledvicco jetzt aussah wie es aussah. Diesen M├Ąnnern T├╝r und Tor mit einer Verbeugung zu ├Âffnen, war purer Hohn f├╝r Mauro den Gefallenen gegen├╝ber. Diese w├╝rden sich nicht nur in den trockenen W├╝stengr├Ąbern umdrehen, sie w├╝rden darin rotieren! Dessen war er sich sicher. Ein Ledvicco geh├Ârte in die ewige Umarmung des Sumpfes, niemand sollte im W├╝stensand mumifizieren m├╝ssen. Das war sch├Ąndlich. Und wieviele gute M├Ąnner hatte dieses Schicksal ereilt? M├Ąnner, die nun an allen Ecken und Enden fehlten. Frauen, Alte ja sogar Kinder arbeiteten hart, um das Land mit ihren eigenen H├Ąnden wieder aufzubauen. Und dann beugten diese Counts das Knie vor den Verursachern? Mauro verstand urpl├Âtzlich diese seltsame Sitte der Souvagner, denn ihm war auch nach Ausspucken zu Mute. Den faden Geschmack, den die Counts hinterlassen hatten, sp├╝lte er mit einem weiteren Schluck guten Sumpfgrastees hinunter, bedankte sich bei dem K├╝chenpersonal f├╝r die freundliche Bewirtung und machte sich auf den Weg zum Maresciallo di corte. Er klopfte und wartete auf eine Eintrittsaufforderung.

Simone Cosmogadri
Der Maresciallo die corte wischte sich mit einem Taschentuch den Schwei├č von der Stirn. ┬╗Bitte tretet ein┬ź, rief er. Simone hatte sich sehr beeilt, aber nur so weit, wie es seine Sorgfalt zulie├č. Aus diesem Grunde hatte der neue Marchese eine ganze Weile ausharren m├╝ssen, doch nun war es so weit. ┬╗Es wurde bereits alles in die Wege geleitet. Ich hoffe, die Wartezeit war ertr├Ąglich. Bittesehr, Marchese┬ź, sagte er freundlich und ├╝berreichte seinem Gast seine Urkunde:
https://s2.imagebanana.com/file/181118/GtqSThaY.jpg

Mauro
Der Marchese nahm die Urkunde entgegen, rollte sie auf und schaute sie sich lange an. ┬╗Vielen Dank f├╝r diese wundervolle, kunstvolle Ausfertigung. Das Wort Urkunde wird Ihrer Optik bei weitem nicht gerecht, Signor Cosmogadri. Ich bedanke mich bei Ihnen f├╝r dieses Kleinod┬ź, antwortete Marchese di Georgo. Er rollte die Urkunde wieder vorsichtig zusammen, deutete eine leichte Verbeugung an und verlie├č beschwingten Schrittes wohlgemut die Amtsstube.

Tazio Ferdinando di Ledvicco
Tazio derweil musste erst einmal durchatmen. Er war bei diesem Ereignis nerv├Âser gewesen als w├Ąhrend der letzten Kriegstage. Er lehnte sich in dem Thron zur├╝ck und rollten den Kopf etwas zu Seite, um seinen Leibdiener anzusehen. ┬╗War alles richtig?┬ź, fragte er ihn leise.

Vianello Leonardo
Vianello legte seinem Duca beruhigend die Hand auf die Schulter. Da niemand vor dem Thron stand, erlaubte er sich die v├Ąterliche Geste. ┬╗Ihr habt v├Âllig richtig gehandelt Herr. Und nicht nur dass, Ihr wart edel und huldvoll, so wie man sich seine Erhebung w├╝nscht. Ihr habt einen besonderen Moment f├╝r den neuen Marchese geschaffen und das adelt nicht nur ihn, sondern auch Euch Eure Majest├Ąt. Euer Vater w├Ąre mit Recht sehr stolz auf Euch. Geht es Euch gut Herr?┬ź, fragte Vianello f├╝rsorglich.

Tazio Ferdinando di Ledvicco
┬╗Mir geht es gut, ich muss mich nur an die neue Situation gew├Âhnen. Den Amtsantritt damit zu beginnen, den alten Hochadel des Landes zu verweisen, h├Ątte ich mir gern erspart. Aber M├Ąnner wie Mauro machen dies wieder wett. Erfahren zu haben, wie er sich um alles gek├╝mmert hat, w├Ąhrend andere uns verrieten, ist ein sch├Ânes und beruhigendes Gef├╝hl. Seine Nobilitierung ist mehr als verdient.┬ź Er setzte sich wieder auf. ┬╗Stehen noch weitere Amtshandlungen an?┬ź

Vianello Leonardo
Vianello schaute in seine Unterlagen und sch├╝ttelte den Kopf. ┬╗Nein Herr, das w├Ąre es was die Amtshandlungen im Thronsaal anbelangt. Alles weitere ist Papierkram den Ihr in Eurer Amtsstube erledigen solltet. Aber vorher solltet Ihr Euch einen Moment der Ruhe g├Ânnen, um Kraft zu sch├Âpfen. M├Âchtet Ihr vielleicht die Sitzung beenden und Euch zur├╝ckziehen Herr? Dann k├Ânntet Ihr das Ornat ablegen, ich w├╝rde Euch etwas frisch machen und Euch eine Kleinigkeit zu Speisen servieren lassen, falls es Euch Recht ist. Eure Entscheidung war weise und voraussichtig Herr. Menschen wie der Marchese sind jene, die unser Land zusammenhalten und ihm die Werte geben, auf denen wir alle stehen. M├Ąnner, Frauen, Alte und Junge wie er. Vielleicht sollten wir einmal ├╝ber eine Ehrung all jener nachdenken, die mit ihrer pure H├Ąnde Arbeit so flei├čig daran werken, dass unser Land neu erbl├╝ht. Ein Feiertag zu ihren Ehren vielleicht Herr?┬ź, schlug der Leibdiener vor.

Tazio Ferdinando di Ledvicco
Tazio war erleichtert, dass heute nichts weiter anstand. Das Wenige war schon sehr viel, wenn man es nicht gewohnt war. ┬╗Ja, eine kurze Pause w├Ąre f├╝r die Konzentration f├Ârderlich. Ich erwarte dich in der Amtsstube. Die Sitzung ist beendet, ich ziehe mich zur├╝ck┬ź, verk├╝ndete er und erhob sich. Seine Berge von Stoff raschelten. Er verlie├č den Thronsaal, w├Ąhrend Vianello noch die Staatsinsignien verwahrte. Wie angek├╝ndigt erwartete er ihn in der Amtsstube, wo er die Maske ablegte, um einen hei├čen Tee trinken zu k├Ânnen. Die Maske lag mit ausdruckslosem Gesicht auf dem Schreibtisch. Es war nicht die Maske seines Vaters, da sie ans Gesicht angepasst wurde, aber sie war in der selben Machart gehalten und die Krone aus schwarzer Koralle war jene, welche der Duca seit Anbeginn trug. Er vermisste seinen Vater und musste sich jeden Tag aufs Neue zwingen, nicht an ihn zu denken. Er fehlte nicht nur als Mensch, sondern auch als Berater. Sehnsuchtsvoll blickte Tazio auf die T├╝r, hinter der Vianellos Schritte nahten.

Vianello Leonardo
Vianello betrat die Amtsstube. Auf einem gro├čen Tablett balancierte er einen Tee, leichtes Geb├Ąck, ein gut belegtes Brot und eine Sch├╝ssel mit warmen Wasser, das angenehm nach pflegenden ├ľlen duftete. ┬╗Herr hier bin ich schon┬ź, sagte Vianello freundlich und plazierte die Mahlzeit vor seinem Herrn. Vorher allerdings wusch er ihm das Gesicht und die H├Ąnde. Tazio sp├╝rte, wie er sich auch innerlich entspannte, als der Leibdiener sein Gesicht mit dem warmen Wasser reinigte. Der Duft war beruhigend udn wohltuend. ┬╗Hat Euch der Aufenthalt in Souvagne geholfen Herr? Ihr solltet Euch eine ├Ąhnliche Bibliothek einrichten. Euer Gespr├Ąchspartner, Prince Gregoire de Souvagne war von Euch angetan. M├Âglicherweise k├Ânntet Ihr mit ihm in Kontakt bleiben und er k├Ânnte Euch zur Hand gehen. Er machte einen sehr kompetenten Eindruck. Ihr k├Ânntet nat├╝rlich auch mit dem Duc selbst oder dem Archi-Duc in schriftlichen oder magischen Kontakt treten. Das k├Ânnte eine gro├če Last von Euren Schultern nehmen. Ich habe selbstredend nicht im Thronsaal gesagt. In der ├ľffentlichkeit geziemt es sich nicht, ├╝ber die Schw├Ąche seines Herrn zu sprechen. Aber Ihr wirkt sehr abgespannt, Ihr ben├Âtigt etwas Unterst├╝tzung. Auch wenn diese nur seelischer Beistand ist. Zu wissen, dass jemand Eure Meinung teilt, kann schon sehr heilsam sein Herr┬ź, sagte Vianello und rieb Tazio die H├Ąnde mit dem Wasser sauber, so dass er essen konnte. ┬╗Ihr ben├Âtigt mehr Leute auf die Ihr Euch blind verlassen k├Ânnt Herr. Bestenfalls sind alle Adligen so. Aber vergesst nicht, was hier f├╝nf M├Ąnner versucht haben. Manchmal muss eine Hand auch H├Ąrte vermitteln, reine G├╝te wird oft leider f├╝r Schw├Ąche gehalten┬ź, erkl├Ąrte Nello und reichte seinem Herrn den Tee.

Tazio Ferdinando di Ledvicco
Tazio genoss die Minuten der Entspannung, als ihm das Gesicht gewaschen wurde. Nach dem Tragen der Vollmaske war es eine Wohltat. ┬╗Gregoire ist freundlich, klug und von sanftem Gem├╝t. Ich w├Ąre gern l├Ąnger bei seiner Familie zu Gast geblieben. Es war sch├Ân zu sehen, wie sie alle zusammenhielten und einander erg├Ąnzten.┬ź Als er fertig gewaschen war, nahm er das Brot und biss davon ab. Ein Schluck Tee half beim Runtersp├╝len. ┬╗Die Idee von dem Feiertag hat mir ├╝brigens sehr gut gefallen. Das setzen wir um. Er braucht nur einen sch├Ânen Namen und ein gutes Datum. Ich hoffe, doch sehr, dass ich mich auf die f├╝nf neuen Marchesi blind verlassen kann. Ich habe sie sehr sorgf├Ąltig ausgew├Ąhlt, auch wenn mir der eine oder andere Name entfallen ist. Danke f├╝r deinen Beistand im Thronsaal. Wenn man das noch nie gemacht hat, erscheinen diese Abl├Ąufe, die sonst Routine waren, pl├Âtzlich so unsagbar kompliziert.┬ź Er blickte seinen Leibdiener m├╝de an. ┬╗Der Palast ist so leer ... ich habe alle, die im Verdacht standen, mit diesen Counts zu paktieren, herausgeworfen. Meine Familie ist noch immer irgendwo untergetaucht. Wie viel Leben herrschte dagegen in Beaufort. Ich sollte erfragen, ob ich einen der Drachenh├Ąhne erwerben kann, dann k├Ânnte ich die Familie Souvagne ab und zu besuchen┬ź; ├╝berlegte er. ┬╗Nicht nur zwecks Austausch, sondern auch, weil sie eine nette Gesellschaft waren.┬ź

Vianello Leonardo
┬╗Ich verstehe Euch nur zu gut Herr. Jeder Mensch ben├Âtigt R├╝ckhalt, auch Ihr oder gerade Ihr in Eurer Position. Die Luft oben wird stets d├╝nner so sagt man. Und Ihr seid ganz oben auf der Spitze des Berges. Ihr k├Ânnt Euch nur auf Euer Gesp├╝r verlassen ob Ihr einer Person traut oder nicht. Im ersten Moment jedenfalls. Ansonsten w├Ąhlt einfach nach den Taten, ein aufrichtiger Charakter zeichent sich durch aufrichtige Taten aus Herr. Ich wei├č es ist nicht viel, aber Ihr habt mich stets an Eurer Seite, wenn Euch dies etwas Trost sein mag in dieser finsteren Zeit. Beaufort war nicht nur bev├Âlkerter, es war auch bunter als Ledvicco Herr. Manchmal erscheint es mir, als h├Ątte der Krieg uns nicht nur die guten Menschen geraubt und Unrat zur├╝ckgelassen, sondern als h├Ątte er unserem Land auch all die pr├Ąchtigen Farben gestohlen und sie mit einer Schicht grauen Schlammes ertr├Ąnkt. Aber wir beide wissen werter Herr, dass tief unter all diesem Morast die wahren Farben Ledviccos noch vorhanden sind. Wir m├╝ssen sie nur wieder ausgraben und zur├╝ck ans Tageslicht bef├Ârdern. Was Euren Wunsch nach Kontakt zum Souvagnischen Hofe angeht, da kann ich Euch nur zustimmen. Fragt doch Gregoire ob er Euch ein Drachenhuhn zur Verf├╝gung stellt. Ich denke so wie wir den jungen Mann kennenlernen durften, wir er Euch keinen Taler daf├╝r abkn├Âpfen. Es ist eine Staatshilfe, von einem Hof an den anderen. Eine Wiederaufbauhilfe, versteht Ihr? Macht Euch da keine Sorgen. Man mag den Souvagnern Sturheit nachsagen und eine scharfe Zunge, aber Geiz Herr - geizig waren sie nie. Ihr solltet auch einen Magier Eures Vertrauens mit dem Kontakt beauftragen. Eventuell k├Ânntet Ihr eines Ihrer Himmelsaugen anfordern? So k├Ânntet Ihr im Notfall auch sehr schnell dar├╝ber kommunizieren. Und wie wir aus den Berichten wissen, bot der souvagnische Hof Unterst├╝tzung in Richtung Ehveros an. Diese blieb ungeh├Ârt. Seid nicht so stolz und schlagt so ein Angebot aus Herr. Man mag einiges durch Fehler lernen k├Ânnen, aber wir haben schon zu viele Fehler hinter uns und der Winter steht vor der T├╝r. Es k├Ânnte unser letzter Fehler sein, deshalb w├Ąre ich daf├╝r die gereichte Hand Souvagnes zu ergreifen, auch wenn sie nach Ehveros ausgestreckt war. Ihr habt doch gelesen, was sie sogar Alkena anboten und umsetzten. Eine Frau auf dem Thron muss sich doppelt beweisen, dass wird das Problem in Ehveros sein Herr. Die junge Gro├čherzogin m├Âchte nicht nur der Welt, sondern vor allem sich beweisen, dass sie wunderbar ohne jede Hilfe auskommt. Ich sage Euch dies unter der Hand - ich glaube nicht daran, dass sie es schafft. Eine Frau auf dem Thron, welche unsinnige, neudmodische, fast naridisch klingende Narretei ist dies Herr? Niemand sprich den Frauen ihre F├Ąhgikeiten ab, aber sie haben die ihren und wir die unseren. Felipe hat Ehveros damit keinen Gefallen erwiesen, seine Tochter auf den Thron zu setzen. Er h├Ątte dann lieber nach einem guten Manne aus zweiter oder dritter Nebenlinie schauen sollen. Es wird genug geeignete Kanidaten gegeben haben, glaubt Ihr nicht auch? Eine Frau, die sich in Bogenschie├čen ├╝bt, M├Ąnnerkleidung tr├Ągt und ein Land regiert. Wie klingt das f├╝r Euch? F├╝r mich nach einem M├Ąrchen an einem Lagerfeuer, tief in einer lauen Sommernacht nach einer guten Sumpfwanderung bei gebratenen Knusperfr├Âschen, Fischspie├čen und drei oder vier Starkbier zu viel Herr┬ź, sagte Nello und massierte seinem Herrn ganz leicht die verspannten Schultern, dass er dabei ohne Probleme noch essen und trinken konnte.

Tazio Ferdinando di Ledvicco
Tazio trank seinen Tee und a├č dann ganz langsam mit halb geschlossenen Augen sein Brot. ┬╗Nicht viel? Nello, keine falsche Bescheidenheit. Du wei├čt, dass du momentan einer der ganz wenigen bist, denen mein uneingeschr├Ąnktes Vertrauen gilt. Ohne deinen Rat und deinen Beistand w├Âge die Last noch mehr, die mein Vater mir vererbt hat. Er war ein guter Mann, auch wenn ich nicht in allen Dingen einer Meinung mit ihm war, aber sein Erbe wiegt schwer wie eine Tonne. Im Norden hat die Cholera ganze Landstriche entv├Âlkert und der Krieg hat uns die besten M├Ąnner genommen. Ricarda von Ehveros ├╝bt Bogenschie├čen? Wozu, m├Âchte sie in den Krieg ziehen oder ├╝bt sie f├╝r die Jagd? Ersteres w├Ąre f├╝r eine Frau, welche die Linie der Krone erhalten soll, ein nicht zu Ende gedachter Gedanke. Bei zweiterem m├Âchte ich neidisch sein, dass sie Zeit f├╝r M├╝├čiggang findet so kurz nach dem Amtsantritt.┬ź Er schloss die Augen ganz und genoss eine Weile die Massage. ┬╗Ich werde Souvagne um Hilfe bitten┬ź, sagte er dann. ┬╗Sicher w├╝rden wir es auch allein schaffen ├╝ber kurz oder lang. Aber du hast Recht, wir hatten heute die erste Frostnacht und Ledvicco ist noch vom Krieg gezeichnet. Um welchen Preis w├╝rden wir uns erholen, w├╝rden wir es ganz allein versuchen, wie viele Menschen sollen noch sterben, nachdem der Krieg bereits beendet wurde? Vielleicht schlagen sie die Bitte aus, aber dann k├Ânnen wir vielleicht immer noch einen Tausch gegen Hilfe anbieten. Nat├╝rlich w├╝rden wir uns auch erkenntlich zeigen, wenn sie keine Gegenleistung verlangen w├╝rden.┬ź

Vianello Leonardo
Vianello setzte sich seinem Gebieter gegen├╝ber. ┬╗Herr, nat├╝rlich kann jeder eine an ihn herangetragene Bitte ausschlagen. Wer fragt, der muss auch mit einer Ablehnung leben k├Ânnen, sonst d├╝rfte er nicht fragen. Aber Herr, falscher Stolz hat schon so manchen zu Grabe getragen. Echter Stolz erlaubt es einem auch Schw├Ąche zuzugeben, sie zu zeigen, um Hilfe zu bitten. Das ist wahre Gr├Â├če Herr. Zu sagen, dies schaffe ich nicht allein, ich ben├Âtige Deine Hilfe. Gew├Ąhrst Du sie mir? Wer w├╝rde da ablehnen? Nein ich denke nicht das Souvagne ablehnen wird. Sie haben uns aufgenommen wie G├Ąste, sie haben uns verpflegt, versorgt und haben uns sogar durch ihr Land reisen lassen. Ihr habt mit Prince Gregoire gesprochen. Er verstand Euren Standpunkt und Ihr den seinen. Dieser Mann m├Âchte Euch nicht schaden, er wollte Euch beraten. Ja der erste Frost dieses Jahr, reichlich fr├╝h Herr. Meist l├Ąsst er sich noch einen guten Monat Zeit. Wir ben├Âtigen neben Winterhilfe ganz dringend Leute die mit anpacken und etwas aufbauen. So dass wir genug Winterquartiere haben. Und Herr erbittet Heiler! Falls Souvagne so gro├čz├╝gig ist, erbittet einige Heilmagier, damit das Sterben ein Ende hat. Die Cholera muss aufgehalten werden. Wir m├╝ssen sauberes Trinkwasser erhalten. Wir m├╝ssen die Leute aus der klammen Feuchtigkeit herausbekommen, damit sie sich erholen und genesen k├Ânnen. All dies m├╝sst Ihr leisten und glaubt mir Herr, der Duc wird noch mehr wissen denn ich bin kein Staatsmann. Er wird wissen was ein Volk ben├Âtigt, dass dem Hungertod ins Auge blickt. Denn sind wir ehrlich, dass tun wir. Und bald, wenn wir den Winter ├╝berleben sollten wird der Fr├╝hling ins Land ziehen Herr. S├╝mpfe und die kleinen Felder die wir haben, werden unbestellt bleiben oder aber erneut werden unsere Frauen, Kinder und Alten den beschwerlichen Weg gehen m├╝ssen. Und um ihn zu gehen fehlt uns Saatgut! Eine Handvoll kann schon viel bewirken. Eventuell w├Ąre Souvagne bereit Saatgut aus Alkena zur Verf├╝gung zu stellen? Sumpfpflanzen die uns ebenfalls helfen k├Ânnten und hier gedeihen Herr. Es fehlt an M├Ąnnern. Habt Ihr dar├╝ber nachgedacht, ein B├╝ndnis mit Souvagne zu schlie├čen? M├Âglicherweise w├Ąre der Duc sogar bereit einige M├Ąnner abzutreten. Dann k├Ânntet Ihr daf├╝r werben, welcher Mann sich hier niederlassen mag. Das mag am Anfang hart sein, aber jener der bereit ist als Freier Mann hart zu arbeiten, dem w├╝rde ich eine kleine Scholle zuteilen, ein Ritterstand. Das k├Ânnte so manchen locken, der gerne bereit ist hart zu arbeiten und eine Familie zu gr├╝nden. Denn unser Land ist zwar arm, gebeutelt und am Boden, aber es ist dennoch ein wundersch├Ânes Land und mit Hilfe wird es das auch wieder. Ein Mann der dabei mitgewirkt hat, wird der Scholle doppelt und dreifach die Treue halten, also Euch Herr. Was die Gro├čherzogin in Ehveros angeht, ich vermute sie ist eine verzogene Tochter die der Vater gerne als Sohn gesehen h├Ątte. Bogenschie├čen, Lederkleidung, was einem so zugetragen wird. Ihr wisst ja, der Hof hat Ohren gleich wo. Und wie man mir ├╝ber zig Ecken am Hofe Souvagnes zutrug - Ihr versteht von Leibdiener zu Leibdiener ein Plausch, h├Ârte ich dass die Gro├čherzogin nicht an einer Hochzeit mit einem der Princen interessiert war. Sie hatte ├╝berhaupt kein Interesse an einer Hochzeit. Sie wollte weder werben lassen durch einen Hochzeiter, noch umworben werden. Aber sie schien daf├╝r ein reges Interesse an der Tochter des Duc zu haben, eine kleine Sch├Ânheit wie ich h├Ârte. Damit steht sie ihren Br├╝dern wohl in nichts nach oder ihrem Vater. Aber nichts destotrotz, sollte die erste Wahl einer Gro├čherzogin der Erhalt der Blutlinie sein. Auch wenn es in Souvagne ├╝blich ist heiraten zu d├╝rfen wen man m├Âchte, was ich guthei├če Herr, wird sie wohl kaum mit einer Frau Kinder zeugen k├Ânnen. Ich vermute das die Gro├čherzogin von Ehveros ihre Linie ins Leere f├╝hren wird. Sie wird eine verh├Ąrmte, alleinstehende Frau auf dem Throne ohne jedweden Nachkommen. Ein vertrockneter Scho├č wie man so sagt. Mag es sein, dass Felipe aufgrund dessen an Gram erkrankte und dem Wahnsinn anheim fiel wie viele vermuten. Aber dies sind Hofger├╝chte Hoheit┬ź, sagte Vianello und musterte seinen Herr freundlich.

Tazio Ferdinando di Ledvicco
┬╗Ricarda h├Ątte eine Frau ehelichen k├Ânnen - an zweiter Stelle. Und an erster st├╝nde ein Mann, den sie zum Erhalt der Linie erw├Ąhlt hat. Sie m├╝sste nicht einmal mit ihm verkehren, eine Heilerin k├Ânnte den Samen in ihren Leib verbringen┬ź, antwortete Tazio etwas verwundert. ┬╗Wenn die Ger├╝chte stimmen, dann ist verst├Ąndlich, dass Felipe in Gram versinkt. Der Hochadel von Ehveros wartete vermutlich schon h├Ąndereibend, um die eigene Linie auf den Thron zu bringen. Da sollte man als Vater ein Machtwort sprechen, aber vielleicht ist er m├╝de. Ich selbst muss da wohl ganz leise sein, ich habe selbst noch niemanden im Blick. Deine Vorschl├Ąge gefallen mir, Nello. Wir haben nur wenige M├Ąnner im zeugungsf├Ąhigen und arbeitsf├Ąhigen Alter. Ich werde das Angebot an Souvagne bis ins Detail durchdenken und mir die Lehen noch einmal anschauen, um zu sehen, wie viele M├Ąnner wir aufnehmen sollten. Vielleicht m├Âchten auch die Ehveroser einige M├Ąnner loswerden, wenn ihre F├╝hrung neuerdings weiblich strukturiert werden soll. Und frisches Blut kann nicht schaden. Wir waren nie sehr viele.┬ź Tazio a├č noch einige Kekse, stand auf und streckte sich. ┬╗G├Ânn dir drei Stunden Pause, Nello. Ich werde mir die Bev├Âlkerungstatistik der Lehen zu Gem├╝te f├╝hren und eine Aufstellung machen, wie viele M├Ąnner ben├Âtigt werden. Vielleicht auch schon einen Entwurf f├╝r das Schreiben. Danach treffen wir uns in meinen Gem├Ąchern. Danke f├╝r alles.┬ź Er setzte sich an seinen Schreibtisch und nahm die Unterlagen aus dem Regal.

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Die Ernennung des zweiten Marchese

#3

Beitrag von Tazio Ferdinando di Ledvicco » Do 22. Nov 2018, 15:37

Tazio war noch nicht fertig geworden mit seinem Brief, da klopfte es. Sein Leibdiener ging zur T├╝r und sprach leise mit jemandem. Der Duca legte seine Schreibfeder beiseite und betrachtete Vianello aufmerksam, zum Zeichen, dass dieser ihn ansprechen durfte. So wurde Tazio sanft daran erinnert, dass ein zweiter Marchese in spe soeben eingetroffen sei. Also erhob er sich und erneut legte Vianello ihm die Maske an, arrangierte seine Robe und hielt ihm die T├╝r auf, so dass er voranschreiten und in den Thronsaal treten konnte. Zum zweiten Mal sa├č er auf dem Thron, als der Mann in den Saal gebeten wurde, der zweite von jenen, die er zu den obersten H├╝tern des Landes auserkoren hatte. Diesmal h├Ątte man Tazio nicht zu erinnern brauchen, wen er vor sich hatte, denn Momarlino de Marletti war jemand, der im Krieg gefochten hatte. Solche Leute konnte er sich am leichtesten merken. Er sch├Ąmte sich, dass er bei der ersten Nobilitierung den Namen des stillen und bescheidenen Mauro di Georgi vergessen hatte, doch er hoffte, dieser w├╝rde es ihm nachsehen.

┬╗Tretet vor Euren Duca, Momarlino de Marletti┬ź, bat Tazio seinen jetzigen Gast. Er wartete, bis der Mann vor ihm kniete, dann fuhr er fort. ┬╗Zwischen Sumpf und W├╝ste liegt das Lehen Eurer Familie. Gebeutelt von der Cholera und der Flut zum Trotz, die Eure Burg besch├Ądigte, bliebet ihr standhaft. Selbst der schmerzliche Verlust Eurer Kinder vermochte nicht, Euren Lebenswillen und Euren Kampfgeist ins Wanken zu bringen. Selten erlebt man Menschen von so gro├čer Z├Ąhigkeit, Ausdauer und Widerstandskraft. Der Fels in der Brandung ist das passende Sinnbild f├╝r Euch und Eure Familie, Momarlino. M├Ąnner wie Euch braucht Ledvicco heute mehr denn je. Daher wird Euch am heutigen Tage die Aufgabe anvertraut, als Marchese unser Volk und Land zu beh├╝ten. Euer Lehen soll dem traditionellen Schema nach Nummer Zwei sein, wiederum zwischen Sumpf und W├╝ste gelegen, denn dieses St├╝ck Land kennt und liebt Ihr bereits und ein Umzug bleibt Euch erspart. Die gro├če Festung Arx Sirio, die unser Vater errichten lie├č, liegt gleichsam in Eurer Obhut und damit die Obhut ├╝ber den Aufenthaltsort der meisten unserer Landstreitkr├Ąfte. Ansprechpartner, um Euch dabei zu unterst├╝tzen, sind Generale Samuele di Devolone und Paladino Ezio Rizzoglia. Legt Eure H├Ąnde in die unseren und leistet den Eid, wenn Ihr dazu bereit seid┬ź, verk├╝ndete Tazio.

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Re: Kapitel 1 - Die Heimkehr des Duca

#4

Beitrag von Morasa » Fr 23. Nov 2018, 11:31

Momarlino de Marletti

legte seine H├Ąnde in die von seinen Duca. Er war bereit zu schw├Âren. Der Duca war jung und war wie er in der Schlacht gewesen. Sie wollten den Zwergen helfen und wurden daf├╝r elendig verraten. Zwerge hatten keine Ehre in den Knochen.
Ihr Land war am Boden und von seine Familie waren fast alle tot, bis auf seine kleine Tochter Julietta. Aber sie war krank und d├╝nn und ganz blass. Momarlino konnte kaum die Rechnungen f├╝r Saliami den Heiler bezahlen.┬á Seine Tochter wurde nicht gesund. Momarlino gelaubte, dass es das Sumpffieber war oder die Kolera. Sein Land brauchte einen Heiler. Nicht so einen Dorfpfuscher. Aber es gab keine. Sie waren mit in den Krieg gezogen und genauso tot wie die Krieger. De Marletti h├Ârte seinen Duca zu. Er war jung aber hart. Die Zwerge hatten sie um Hilfe gerufen und dann sterben lassen. Momar wusste nicht ob sie so verr├Ąterisch waren oder ob das sogar eine Falle war. Die Zwerge waren gierig und wollten sie ausnutzen. Kaum war der Krieg aus und der Duca noch nicht zuhause, kamen die Zwerge schon angeschissen. Die Counts wollten mit denen kl├╝ngeln. Aber der Duca kehrte heim und schmiss die raus.
Momarlino de Marletti kl├Ąrte seine Gedanken. Mit der R├╝ckkehr vom Duca w├╝rde alles gut werden.

"Ich Momarlino de Marletti schw├Âre euch Treue mein Duca."

Momarlino wartete auf die Antwort von seinen Herrn.

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Re: Kapitel 1 - Die Heimkehr des Duca

#5

Beitrag von Tazio Ferdinando di Ledvicco » So 25. Nov 2018, 16:49

Tazio freute sich, dass auch der zweite Marchese die Ehre annahm. Es war mehr als nur eine Ehre, es war auch eine Herausforderung. Nach dem Duca waren die Marchesi die h├Âchsten Adligen und ihnen oblag eine gro├če Verantwortung. Er war froh, dass ihm nach der Katastrophe eine handvoll verl├Ąsslicher und f├Ąhiger Familien verblieben waren.

┬╗Wir gew├Ąhren Euch Schutz und Schirm, Marchese Momarlino di Marletti.┬ź

Er griff nach dem Reichsschwert mit dem Griff und hielt es mit beiden H├Ąnden vor sich, die flache Seite nach oben gekehrt.

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Re: Kapitel 1 - Die Heimkehr des Duca

#6

Beitrag von Morasa » Fr 30. Nov 2018, 14:01

Momarlino

nahm das Schwert vom Duca und k├╝sste es. Seine Tochter w├Ąre stolz gewesen. Aber sie war zu krank, so konnte sie nicht mitkommen und zu gucken. Momar wollte ihr alles ganz genau erz├Ąhlen. Wie der Thronsaal aussah und der Duca selber auch. Was f├╝r eine sch├Âne Maske er hatte und wie wertvoll seine Kleider waren.
Momarlino dachte das alles besser werden wird, mit dem neuen Duca. Der Titel klang so gut und nach Hoffnung f├╝r alle. Momar wollte gleich in seine Katze gucken.
Reichten seine Taler, dann kaufte er seine Tochter ein neues Kleid.
Er blieb auf die Knie und wartete was der Duca befahl.

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Re: Kapitel 1 - Die Heimkehr des Duca

#7

Beitrag von Tazio Ferdinando di Ledvicco » So 9. Dez 2018, 19:32

┬╗Ihr d├╝rft Euch erheben┬ź, sprach Tazio freundlich. ┬╗Maresciallo die corte Simone Cosmogadri hat Eure Urkunde bereits vorbereitet.┬ź Er gab Vianello einen Wink, damit der neue Marchese seine Urkunde erhielt.

Nobilitierungsurkunde von Momarlino

Trotz der freudigen Umst├Ąnde hatte Tazio das Gef├╝hl, dass stets ein Schatten der Sorge Momarlinos Gesicht verdunkelte. ┬╗Ihr wirkt besorgt┬ź, stellte der Duca fest. ┬╗M├Âchtet Ihr noch etwas loswerden?┬ź

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Re: Kapitel 1 - Die Heimkehr des Duca

#8

Beitrag von Morasa » Mo 10. Dez 2018, 06:54

Momarlino

nahm die Urkunde vom Duca. Er war gl├╝cklich und stolz. Der Duca fragte nach seinen Sorgen.

"Herr meine Tochter ist krank. Sie w├Ąre stolz gewesen hier zu sein. Aber sie ist zu schwach. Jeden Tag wird sie weniger und ich kann nichts tun. Die Heiler sind teuer und helfen nichts. Zuerst die Kolera. Was sie hat kann kein Heiler sagen. Sie ist alles was ich noch habe Herr. Wir brauchen neue Heiler. Solche die mit Magie heilen und nicht nur mit Pflanzenmedizin. Das hilft alles nichts. Ich habe Angst um meine Tochter Herr. Meine ganze Familie starb im Krieg. Ich werde ihr ein neues Kleid kaufen. Ich schaue was meine Geld Katze sagt. Ein kleines Andenken an heute. Kennt ihr einen Heiler der meine Tochter helfen kann?".

Momar hoffte sehr, dass der Duca einen Rat wusste.

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