Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterlie├čen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf├Ąngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. W├Ąhrend die Urv├Âlker auf Altbew├Ąhrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. Geheimb├╝nde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Der Neuanfang von Schattenschimmer

Die Vampire erheben sich. Ihr Ziel: Leben und Jagen, ohne sich vor ihrer Beute verstecken zu m├╝ssen. Die alte Zwergenstadt Schattenschimmer wurde ihr erstes Domizil, das zweite ist die Nachtburg in Trux.
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Milothir Auloren Daelwon
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Der Neuanfang von Schattenschimmer

#1

Beitrag von Milothir Auloren Daelwon » Mo 3. Sep 2018, 09:49

Milothir
 
bewunderte seine Stadt denn endlich war sie seine. ┬áDie freie Stadt der Vampire, dass was er sich immer gew├╝nscht hatte. Ein Leben ohne Sorgen und ohne Sonnenlicht. Sie hatten ungebetene Besucher gehabt. Die Zwerge waren in ihre Stadt eingedrungen. Wie die in die Stadt gekommen waren, hatten sie nicht rausgefunden. Aber sein kleiner Freund hatte eine gute Idee. Milothir hatte seine Schatten die W├Ąnde mit der Lava aus dem See streichen lassen. Schicht f├╝r Schicht wurden die W├Ąnde von den Schatten versiegelt. Sie waren fleissig die Kinder der Nacht. Denn keiner von ihnen wollte seine neue Heimat an die Zwerge verlieren. Milothir hatte Wachen rund um die Uhr eingeteilt, auch wenn Schattenschimmer verschlossen war. Die Zwerge war fort. Kasimir hatte f├╝r die kleinen Kuduppel gesprochen und sie durften abziehen. Sollten die Zwerge sich nochmal in die Stadt schleichen, w├╝rden die Vampire h├Âren wo der Zugang bricht.
Dann w├╝rden sie den Zwergen einen warmen Empfang bereiten. Daf├╝r wurde schon alles vorbereitet. Milothir war alt und schlau. Er hatte lange ├╝berlebt und er kannte die Schw├Ąchen von vielen V├Âlker. Seine Schatten war ein Mischvolk von vielen V├Âlkern. Genau wie Naridier nur besser, weil sie Vampire waren. Die Naridier akzeptieren auch Vampire. Aber die Schatten machten es umgekehrt. Jeder konnte den Schatten beitreten. Das machte die Schatten nicht bunter und zu einer Mischmasse. Wer den Schatten beitrat wurde einer von ihnen. Die Vampire waren einst Menschen oder Alben gewesen. Milothir sch├Ątzte die Vampire am meisten, da sie f├╝r ihn besondere Gesch├Âpfe waren. Sie waren unsterblich und seine Lieblingskinder. Die anderen Schatten konnten im Licht leben, aber die Vampire ben├Âtigten einen Ort der f├╝r sie genauso sicher war wie die anderen St├Ądte f├╝r die anderen V├Âlker. Und das war Schattenschimmer.
Milothir vertraute keinem und schon gar nicht dem Worten┬á von Zwergen. So hatte er sich in einen zweiten Ort eingerichtet, der nur f├╝r sich und seine engsten Vertrauten war. Ein Ort an dem er sich wohlf├╝hlte. Rakshaner wohnten in der N├Ąhe, aber bis jetzt war noch keiner vorbeigekommen. Und wenn, Milothir w├╝rde sie nicht vertreiben. Der alte Urvampir hoffte, dass die Zwerge in der W├╝ste den Rakshanern begegnet waren. Die W├╝stenkinder wussten wie sie mit Zwerge umgehen mussten. Ansonsten hatte sicher die Sonne die Arbeit f├╝r ihn erledigt. Sie konnte in der W├╝ste f├╝r jeden so t├Âdlich sein, wie f├╝r Vampire.
Milothir schaute ├╝ber seine Stadt. Dunkel und finster lag sie vor ihm. Der Lavasee gl├╝hte im roten Licht. Milothir hockte sich auf ein H├Ąuserdach und schaute von oben in die fl├╝ssige Glut. Das war ein Anblick der ihm gefiel. Wie ein Gemisch aus Blut und Feuer sah die Lava aus. Sie hatten die alten Bewohner verschlungen und die Stadt gereinigt. Der Glanz der Lava spiegelte sich in seine schwarzen Augen. Schon wieder vermisste er seinen kleinen Mann Zeph. Mit seinen Krallen k├Ąmmte sich Milothir die schwarzen Haare durch. Wie unterschiedlich die neue Heimat war zu der alten. Er kam aus dem ewigen Eis. Das wussten die wenigstens. Die meisten kannten nicht mal den Herrn der Schatten. Aber das war gut so.
Sie hatten ├╝berall Niederlassungen und Unterschl├╝pfe. Und sie hatten ├╝berall Mitglieder und Kontaktpersonen. Milothir beschloss die Rakshaner vor der T├╝r bald zu besuchen. Er wollte ihnen sagen, dass sie neue Nachbarn hatten. Und zwar solche, die Rakshaner genauso mochten wie die Rakshaner sie.
Vielleicht konnten beide Seiten daraus was machen. Er band seinen Zopf wieder fest zusammen und schaute nach seinen Mann wo der sich wieder rumtrieb. Milothir schmunzelte. Zeph war bestimmt damit besch├Ąftigt die Sicherung der Stadt zu ├╝berwachen, oder er ruhte sich Zuhause aus. Der alte Vampir schaute an die H├Âhlendecke, die er in der Dunkelheit nicht sehen konnte. Aber er wusste, dass dort immer eine grosse Zahl von Flederm├Ąuse hing. Ihre Ohren achteten auf verd├Ąchtige Ger├Ąusche.
Die ersten Vampire hatten ihre H├Ąuser bezogen. Die meisten hatten bei der Sicherung der Stadt geholfen. Jetzt konnten sich alle ein eigenes Tagewerk suchen. Etwas wie normaler Stadtalltag kehrte in Schattenschimmer ein und machte Milothir stolz. Schon bald mussten sie daf├╝r sorgen, dass die Clans ihre Aufgaben umsetzten. Besonders wichtig waren Blutspender, sie mussten in die Stadt geschafft werden. M├Âglicherweise konnten dabei die Rakshaner helfen. ┬áSo langsam aber sicher wurde es in Schattenschimmer gem├╝tlich. Der alte Vampir l├Ąchelte zufrieden. ┬á

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Re: Der Neuanfang von Schattenschimmer

#2

Beitrag von Kasimir » Fr 7. Sep 2018, 10:00

Eine wei├če Fledermaus landete auf dem Boden zu Milothirs F├╝├čen. Sie sch├╝ttelte ihren Pelz und das K├Âpfchen mit den langen Ohren. Sogleich war sie umgeben von einem H├Ąufchen Sand.

"Werter Herr", sprach Kasimir den Urvampir, der turmgro├č vor ihm stand, mit seinem Piepsstimmchen freundlich an. "Darf ich Euch kurz st├Âren? Drei Dinge liegen mir auf dem Herzen." Er hob den Fl├╝gel und zeigte drei lange d├╝rre Fledermausfinger, die mit einer Flughaut verbunden waren. "Als erstes darf ich Euch berichten, dass die Zwerge wie gew├╝nscht ein gutes St├╝ck hinaus in die W├╝ste eskortiert wurden. Dann wurden wir jedoch von einem Sandsturm ├╝berrascht und ich musste als Fledermaus in einer Gesteinsspalte Schutz suchen. Als der Sturm sich gelegt hatte, konnte ich die Zwerge nirgends sehen und der Sturm hatte alle Spuren verweht. So musste ich zur├╝ckkehren." Die Fledermaus klappte einen ihrer Finger ein, so dass nur noch zwei zu sehen waren.

" Zweitens. Mein Begleiter, M├╝ndel und Freund Archibald ist seit dem Sandsturm verschollen. Ich hoffe nicht, dass ihm etwas zugesto├čen ist. Leider muss ich jedoch sagen, w├╝rde es ebenso zu ihm passen, dass er die Gelegenheit nutzt, um wieder einmal eigener Wege zu gehen, ohne mir oder jemand anderem Bescheid zu geben. Sollte dies so sein, vermute ich, dass er vielleicht seinen kleinen und sehr liebensw├╝rdigen Freund Nathan in Souvagne besuchen geflogen ist. Drittens."

Nur noch ein Finger war ausgeklappt und dieser bildete den mahnenden Zeigefinger.

"Ich m├Âchte ein Kleiderdepot f├╝r Hinzugeflogene anregen. Momentan sind nahezu alle Vampire in Schattenschimmer unbekleidet, da sie als Flederm├Ąuse anreisten. Dies ist nicht sittsam. Darum spreche ich als Fledermaus zu euch, da ich alles andere als respektlos und unh├Âflich empf├Ąnde."

Aus schwarzen Äuglein blickte Kasimir zu Milothir hinauf.

"Dies f├Ąnde ich sehr hilfreich."
"Herr, wer euch dient f├╝r Gut und Geld und nur gehorcht zum Schein,
packt ein, sobald ein Regen f├Ąllt, l├Ą├čt euch im Sturm allein." - William Shakespeare

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Re: Der Neuanfang von Schattenschimmer

#3

Beitrag von Milothir Auloren Daelwon » Mo 1. Okt 2018, 09:04

Milothir
 
war in seine Gedanken versunken. Seine neue Stadt machte sich gut. Milothir war stolz auf seine Vampire und auf alle anderen Schatten. Vor ihm landete eine weisse Fledermaus. Sie sch├╝ttelte sich und Sand rieselte aus ihrem Fell und aus ihren Ohren. Sie wollte mit ihm reden und Milothir nahm sich Zeit f├╝r den kleinen Vampir. Er hockte sich vor ihn hin, damit er nicht die ganze Zeit nach oben starren musste. Die kleine Fledermaus erz├Ąhlte, dass die Zwerge endlich verschwunden waren. Das wurde auch Zeit. Die waren aus der Stadt raus, was schon gut war. Nun waren die endlich komplett verschwunden. Scheinbar hatte ein Sandsturm die Kuduppel dahingerafft. Milothir l├Ąchelte bei der guten Nachricht, dass die kleine Fledermaus seine langen Eckz├Ąhne sah.
Die Zwerge waren im Land der Rakshaner und von Rakshor. Der Chaosgott hatte sie unter W├╝stensand begraben und erstickt. Wer glaubte da nicht sofort an Rakshors Gerechtigkeit? Milothir war verz├╝ckt von der Vorstellung wie die Zwerge grimmig durch ein Land gestampft waren und der Gott ihrer Feinde hatte sie das F├╝rchten gelehrt. Die klugen, zivilisierten Zwerge waren schon wieder von den wilden Rakshanern geschlagen worden. So langsam sollten die daraus was lernen. Aber Milothir beschwerte sich nicht. Ihm war das Recht. Wenn die Zwerge weiter so machten, musste er f├╝r den Lebensraum seiner Kinder der Nacht nur warten, bis der letzte Zwerg einen Rakshaner ge├Ąrgert hatte und starb.
Milo packte die Fledermaus und sch├╝ttelte sie kr├Ąftig aus, damit die den Sand los wurde und stellte sie wieder auf die Beine. Das ein Kamerad verloren gegangen war beim Sturm war nicht lustig. Aber es konnte auch sein, dass der Vampir woanders hin geflogen war. So ging das nicht. Wenigstens musste der seinen Kameraden sagen wenn er sich davonmachte. Milothir w├╝rde Archibald dazu was sagen. Trotzdem hoffte er, dass dem Vampir nichts passiert war und der nur frech seine eigenen Wege ging.
Der kleine Vampir schlug eine Kleidersammlung vor, da fast alle nackt waren. So schlimm war das nicht. Gut bei manche musste er auch nicht alles sehen, daher waren Kleider schon gut. Milothir wartete ab, aber der kleine Vampir war mit seinen Nachrichten fertig.
 
ÔÇ×Das ist eine sehr gute Nachricht, dass die Zwerge verschwunden sind. Sie haben sich immer f├╝r was besseres gehalten als die anderen V├Âlker. Sie haben ihre dicken Nasen ger├╝mpft, ├╝ber Vampire und Rakshaner. Sie dachten sie sind das beste Volk auf Asamura. Sie w├Ąren so klug und m├Ąchtig, so zivilisiert und fortschrittlich. Andere waren f├╝r die Zwerge nur Dreck. Wenn die ├╝berhaupt mit wem Kontakt wollten, dann immer nur f├╝r ihren eigenen Vorteil. Die anderen V├Âlker waren f├╝r Zwerge immer nur Kunden. Die wollten sonst nie zu anderen Kontakt, nur um denen das Geld aus der Tasche zu ziehen.
Die Zwerge hatten nicht gedacht, dass den anderen V├Âlkern das auff├Ąllt. Stur, eingebildet und aufbrausend sind sie. Die Rakshaner sind f├╝r die nichts weiter als widerliche Wilde. Aber schon wieder wurden die Zwerge von den Rakshanern besiegt. Die scheinen nichts daraus zu lernen kleiner Vampir. Uns kann das nur recht sein. Wenn die weiter so machen, ist bald der letzte Zwerg gefallen. Dann haben wir genug Platz in den unterirdischen St├Ądten von denen um alle Vampire unterzubringen und ein Heim zu schenken. Was die Feinde Jahrhunderte nicht geschafft haben, schaffen die Zwerge selber. Die Rakshaner haben erneut ihren Wert bewiesen. Ich habe die W├╝stenkinder schon immer gemocht. Jetzt ist meine Zuneigung noch gr├Âsser. Vampirfreunde und Zwergenvernichter, ein stolzes und freies Volk.
Wegen deinen Kameraden Archibald. Ich hoffe ihm ist nicht passiert und der ist nur unterwegs mit seinem Kumpel. Trotzdem h├Ątte er dir sagen sollen, dass er abreisen will. Aber wir verurteilen ihn nicht vorschnell. Ist der wirklich nur unterwegs, werde ich nach seine R├╝ckkehr ein erstes Wort mit ihm reden. Vorher hoffen wir, dass er zu dir zur├╝ckkommt.
Die Kleidersammlung finde ich eine gute Idee. Dass machen wir so. Mich st├Ârt nicht, wenn die Vampire nackt sind. Gut einige Vampire will ich nicht nackt sehen, aber das kennt jeder. Die meisten Kinder der Nacht sehen normal aus. Aber das ist meine Meinung, die muss nicht f├╝r alle gelten. Drum werden wir Kleidung anschaffen und verwahren, f├╝r die Neuank├Âmmlinge. Einiges haben wir da. Die Zwerge die hier gelebt haben, haben ja auch Klamotten getragen. Ob euch das Zeug von denen passt, keine Ahnung. Aber dann lieber brauchfrei rumrennen und mit kurze Hose als ganz nackt. Lass die Kleidung aus den H├Ąusern holen und an eine Stelle sammeln. Wer Kleidung braucht, soll die ausgeh├Ąndigt bekommen. So geht das schnell und einfach.
Zeph wurde mit der Nahrungsbeschaffung beauftragt. Es geht voran. Schon bald werden wir hier eine richtige laufenden Stadt haben. H├Ąndler fehlen uns. Wir m├╝ssen Tauschen und handeln kleiner Vampir. Die Rakshaner vor der T├╝r sind hier willkommen. Das m├╝ssen wir ihnen sagen. Wir tauschen unsere Waren gegen ihre. Und wir brauchen Handwerker und vieles mehr, damit wir einen guten Tauschhandeln und Markt aufziehen k├Ânnen. So stelle ich mir das vor. Eine Zeit in der Vampire friedlich ihr eigenes Leben in ihre eigene Stadt leben k├Ânnen, ohne Angst vor Verfolgung und dem Sonnenlicht.ÔÇť
 
Milothir t├Ątschelte die kleine Fledermaus.
 
ÔÇ×Du hast gut gearbeitet Kasimir. Such dir ein Haus aus und guck, dass es f├╝r dich und dein Freund reicht. Er wird zur├╝ckkommen.ÔÇť

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Re: Der Neuanfang von Schattenschimmer

#4

Beitrag von Kasimir » Di 16. Okt 2018, 11:15

"Danke, Herr", sprach Kasimir freundlich. "├ťber die Kleidersammlung werde sicher nicht nur ich mich freuen. Ich werde f├╝r Archibald und mich ein einfaches und bescheidenes Haus am Randbezirk von Schattenschimmer suchen. Ich denke nicht, dass Herrn von Dornburg etwas geschehen ist. Er vermag besser als so manch anderer, auf seine Haut achtzugeben."

Kasimir verneigte sich so elegant, wie das als Fledermaus m├Âglich war und flatterte davon. Er schaute nach, welche H├Ąuser noch frei waren. Nach einigem Suchen fand er eine Villa mit Blick auf den Lavafall. Der Anblick der langsam flie├čenden, orange gl├╝henden Masse gefiel ihm und so w├Ąhlte er dieses Geb├Ąude als Wohnort f├╝r sich und Archibald, auch wenn er eine Villa etwas ├╝bertrieben fand. Zudem war es hier angenehm warm, was f├╝r jemanden, der seine K├Ârpertemperatur nicht mehr allein aufrecht erhalten konnte, sehr angenehm war. Er verwandelte sich zur├╝ck in seine albische Gestalt. Zu seiner Freude war das Haus voll m├Âbiliert von seinen Vorbesitzern hinterlassen worden, samt mit Kleidung bef├╝llter Schlafzimmerschr├Ąnke. Die Hosen reichten nur bis zu seinen Waden, aber er fand ein Oberteil, welches lang genug f├╝r ihn war, um nicht als bauchfrei zu gelten. Er drehte das Namensschild neben dem Eingang um und Beschriftete die R├╝ckseite: Archibald von Dornburg & Kasimir LaVaney.

Er steckte den Schl├╝ssel ein und ging zu Fu├č in die Stadt zur├╝ck, um zu schauen, was die anderen Vampire gerade so trieben. Nebenbei musste er zu seinem Leidwesen feststellen, dass er langsam Hunger bekam. Also kehrte er nach einer Weile des Flanierens zu Milothir zur├╝ck.

"Herr, mich plagt der Hunger", klagte Kasimir. "Zudem habe ich ein Haus f├╝r Archibald und mich bezogen. Gibt es ein Einwohnermeldeamt, wo ich die Anschrift hinterlegen muss? Mir geht es auch darum, dass Archibald herausfinden kann, wo er wohnt, sollte er hier eintreffen."
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Re: Der Neuanfang von Schattenschimmer

#5

Beitrag von Milothir Auloren Daelwon » Mi 17. Okt 2018, 12:35

Milothir
 
freute sich, dass er Kasimir helfen konnte. Die weisse Fledermaus flog weg und besorgte sich ein Haus. Die H├Ąuser waren von den Zwergen bewohnt gewesen. Die kleinen Kuduppel waren nicht geflohen, sondern von den Vampiren besiegt worden. Alles war noch vorhanden. Es war gut gewesen, dass sie diese Stadt ausgew├Ąhlt hatten. Schattenschimmer hatte ihnen Gl├╝ck gebracht. Die ganze Stadt war wie f├╝r Vampire gemacht und nicht f├╝r Zwerge. Milothir mochte es wie die Rakshaner. Warum sollte er Jahrhunderte im Felsen rumbohren, wenn die Zwerge das f├╝r ihn machen konnten. Er wartete bis sie fertig waren und nahm sich die Stadt. So machten die Rakshaner dass und er genauso.
Er ├╝berlegte gerade, wo sein Mann schon wieder war. St├Ąndig war der verschwunden. Milo┬á dachte nach, ob er Zeph eine Aufgabe gegeben hatte und er das selber vergessen hatte. Er dachte lange nach, aber ihm fiel nichts ein. Zeph schlich bestimmt auf eine Faust rum. Das tat er ├Âfter. Trotzdem wollte Milothir die neue Stadt mit ihm geniessen.
Kasimir kam zur├╝ck und schwatzte dass er ein Haus gefunden hatte. Das war nicht so schwer, bei einer leeren Stadt fand Milothir. Aber er versteckte sein Grinsen hinter vorgehaltene Hand. Er konnte den schr├Ągen Priester gut leiden. Der war witzig, obwohl der das gar nicht sein wollte. Das machte es noch viel witziger. Scheinbar war der vorher Beamter gewesen, denn er wollte zu einem Amt. Das Einwohnermeldeamt suchte Kasimir. Dar├╝ber lachte der alte Urvampir ohne es zu verstecken.
 
ÔÇ×Kasimir wieso sollen wir aufschreiben wer wo wohnt? Das macht keiner. Die Schatten Kasimir sind ein Geheimbund. Wir sind verschwiegen, wir sind lautlos und wir leben versteckt. Zeph mein Mann kann dir das noch besser erkl├Ąren. Er ist ein kleiner kluger Vampir. Wir unterwandern andere Kasimir, wir h├Âhlen sie aus und ├╝bernehmen sie. Nicht immer so offen wie hier. Manchmal dauert es Jahre und ohne offenen Kampf. Niemand soll wissen wer wir sind und wo wir sind. Schattenschimmer ist die erste Ausnahme. Die Schatten zeigen sich der Welt. Aber nicht jeden Kasimir, sondern nur den Kindern der Nacht. So ein Amt gibts hier nicht. F├╝r die Stadt k├Ânnte es aber n├╝tzlich sein. Nur sollten die Unterlagen so verwahrt sein, damit Fremde keinen Zugriff haben. Stell dir vor die widerlichen Zwerge kehren zur├╝ck und finden die Unterlagen. Sie wissen dann wer hier lebt. Oder wieviele Vampire in diese Stadt gelebt haben. Alles das geht die nichts an. Wir m├╝ssen es keinen Feinden leicht machen Kasimir. Sag Zeph wenn du ihn siehst, er soll sich darum k├╝mmern und so ein Amt schaffen. Die Kinder der Nacht haben Zugang, sonst niemand.
Sch├Âne Kleidung hast du gefunden. Ich denke dass dein Freund zur Jagd gegangen ist. Die ersten J├Ąger sind schon zur├╝ck. In der N├Ąhe vom Lavasee wurden die Verschl├Ąge aufgeschlagen. Geh und lass dir dort Beute aush├Ąndigen.ÔÇť

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Re: Der Neuanfang von Schattenschimmer

#6

Beitrag von Kasimir » Fr 19. Okt 2018, 11:29

"Die Kleidung lag ordentlich zusammengelegt in der Villa, die ich f├╝r Archibald und mich ausgesucht habe. Da der urspr├╝ngliche Besitzer wohl keinen Anspruch mehr darauf erheben wird, ist es, denke ich, nicht als Diebstahl zu werten. Ich werde meine Augen nach Zeph offenhalten", versprach Kasimir.

"Darf ich fragen, wo ihr beiden eure Wohnstatt gefunden habt? F├╝r den Fall, dass man Informationen austauschen oder einfach ein wenig plaudern m├Âchte, w├Ąre dies doch gut zu wissen, wenn schon kein Einwohnermeldeamt geplant ist. Sollten die Zwerge erneut nahen, w├Ąre eine M├Âglichkeit gewesen, die entstehenden Unterlagen dem Lavasee zu ├╝berantworten. Aber ich kann auch nachvollziehen, dass Ihr Euch gegenw├Ąrtig nicht mit der Verwaltungsarbeit auseinandersetzen wollt, dies ist schlie├člich keine Aufgabe, welche man gern erledigt, zumindest gilt dies wohl f├╝r die meisten von uns. Allerdings kenne ich mich mit Schreibtischarbeit recht gut aus. Solltet Ihr doch einmal Hilfe ben├Âtigen, scheut Euch nicht, mich anzusprechen."
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Re: Der Neuanfang von Schattenschimmer

#7

Beitrag von Zeph » Sa 20. Okt 2018, 20:12

Eine graue Fledermaus gesellte sich dazu, landetete auf Milothirs Schulter und h├Ârte sich Kasimirs Bericht an. Als der Albenbruder geendet hatte, h├╝pfte die Fledermaus leichtf├╝├čig von der Schulter des Urvampirs und verwandelte sich in Zeph.

"Du hast mich bereits gefunden Kasimir. Wie kann ich Dir helfen? Nein die Kleidung gilt nicht als gestohlen, sie wurde ordnungsgem├Ą├č erbeutet. Das Haus in dem Du wohnst, die gesamte Stadt, all dies ist nun das Eigentum der Schatten. Genauer genommen das Eigentum von Milothir, dem Meister der Schatten, Urvampir der Ersten Stunde.

Wo wir bei dem Thema Haus sind. Unser Haus befindet sich etwas au├čerhalb, in einem der hinteren Ringe. Gut gesch├╝tzt und weit abgelegen vom Eingang. Milothir hat es mit seiner Rune als sein Eigentum gekennzeichnet.

Mir pers├Ânlich gef├Ąllt die Idee des Einwohnermeldeamtes. Nat├╝rlich leben die Schatten im Verborgenen Milo, aber hier in Schattenschimmer haben wir den Schritt gewagt, aus den Schatten heraus in die Nacht zu treten. Wir k├Ânnen keine Stadt ohne die entsprechende Infrastruktur aufbauen. Dazu geh├Ârt auch zu wissen, wer in der Stadt wo lebt.

Das hat zwei Vorteile mein Lieber, erstens k├Ânnen wir so nachhalten, ob einer der Unseren fehlt. Und noch wichtiger ist, wir k├Ânnen nachhalten ob wir einen ├ťberschuss haben. Sprich lebt hier heimlich eine Person, die wir gar nicht aufgenommen haben? Sollte dem so sein, wer ist das und wieso ist er hier?

Ein Einwohnerregister ist der erste minimale Schritt um die Sicherheit zu erh├Âhen und zu gew├Ąhrleisten. Irgendwann wird Schattenschimmer hoffentlich eine Gr├Â├čer erreicht haben, wo nicht jeder Vampir jeden kennt. Wo nicht jeder Schatten den anderen mit Vornamen begr├╝├čen kann. Ab dato haben wir das Problem, was wir selbst anderen bringen - feindliche Unterwanderung.

Ergo ben├Âtigen wir das von Kasimir vorgeschlagene Register. Ich werde mich gemeinsam mit ihm um die Umsetzung k├╝mmern. Dazu ben├Âtige ich einen Stab Mitarbeiter, gut w├Ąren Ghule, die sich ganz in der N├Ąhe des Eingang mit kleinen Amtsstuben postieren. Dort hat sich jeder Neuank├Âmmling zu melden und dort wird er auch registriert. Mit Namen und so weiter und er erh├Ąlt eine Einwohnernummer.

Diese B├╝cher werden doppelt gef├╝hrt, einmal f├╝r die Amtsstuben zum Nachhalten, einmal f├╝r uns. Mindestens doppelt, Milothir. Denn es geht nicht darum, die B├╝cher vor den Feinden zu sch├╝tzen, damit diese erfahren wer hier wohnt. Das mein Lieber wird jeden Feind nur dann interessieren, wenn er uns abgeschlachtet hat. Sprich wie gro├č sein Sieg war, kann er dann schriftlich nachhalten.

Ich sage Dir Milo, die B├╝cher m├╝ssen mindestens zweimal existieren - MINDESTENS!
Denn die Gefahr f├╝r die B├╝cher ist nicht ihre Existenz, sondern ihre Vernichtung!

Wenn ich ein Volk, einen Clan oder eine Gruppe unterwandern m├Âchte, dann muss ich daf├╝r sorgen, dass sie keine Nachhaltem├Âglichkeit mehr haben, wer tats├Ąchlich zu ihnen geh├Ârt. Am schwierigstens wird so ein Unterfangen bei einer kleinen homogenen Gruppe, wo jeder den anderen kennt, oder sie Stammest├Ątowierungen haben. Da sieht man auf den ersten Blick Freund oder Feind.

Bei allen anderen Gruppen, wo es keine Einheitlichkeit mehr gibt, wo jedes Zusammengeh├Ârigkeitsgef├╝hl verloren gegangen ist, wo jeder nur noch nach dem Ich-Prinzip lebt, da schwimmt man einfach im Fluss der gesichtslosen Stromes der Masse mit und genau dort versteckt man sich. Und in diesem Egomanenvolk wird nie einer auf die Idee kommen zu hinterfragen wer Du bist, was Du dort tust und wer Dir das Recht gab.

Es interessiert sie nicht einmal, denn es interessiert sie nur noch eins, auf dass man sie zur perfekten Manipulation herabdegradiert hat im Namen der scheinbaren v├Âlligen Freiheit - sie interessieren sich nur noch f├╝r sich. F├╝rs ICH.

Eine Person die sich selbst als einen Teil von einer Familie, einer Sippe, einem Clan und einem Volk sieht kann man sehr schlecht manipulieren. Jedenfalls was die Gesamtheit anbelangt. Ein fremdes Gesicht und ein B├╝ttel in Souvagne oder Ledwick w├╝rde sofort misstrauisch gucken, was Du Dich dort in ihrer Gegend herumtreibst. Zu wem geh├Ârst Du? Wer bist Du? Wer ist Deine Familie? Zu welchem Haus geh├Ârst Du? All dass ist sofort zu kontrollieren und die oberen Anf├╝hrer wissen wer ihnen untersteht!

Untersch├Ątze niemals die Macht zu wissen, wer zu Dir geh├Ârt Milothir!
Du bist der Meister darin Dich zu verbergen und zu verstecken.

Eine hohe Kunst, die uns bis hierher gef├╝hrt hat mein Schatz, die uns diese Stadt und bald ein wundervolles neues Leben als Vampire schenken wird.

Aber vertraue auch Deiner rechten Hand, dem Meister der Unterwanderung, dem Vampir der tausend Gesichter. Wenn einer Person wei├č, wie man eine Gruppe infiltriert, dann bin ich das. Folglich wei├č niemand hier so gut wie ich, wie man genau das verhindert.

Wir halten es wie Almanen - wir halten alles nach",
grinste Zeph freundlich, dass man seine scharfen Eckz├Ąhne sah.

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