Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Kapitel 18 - Die Beißer in Souvagne - Zu kurz geraten

Ein kleiner Trupp vom Ring der Menschenfresser hat Naridien verlassen, um nun in Souvagne zu jagen. Angeführt werden die Beißer von dem als Bestie bekannte Archibald von Dornburg. Ihr Ziel: nach der Niederlage nun einen neuen Fleischtempel für den Ältesten zu finden.
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Bellamy Bourgeois
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Kapitel 18 - Die Beißer in Souvagne - Zu kurz geraten

#1

Beitrag von Bellamy Bourgeois » So 7. Apr 2019, 00:20

Zu kurz geraten


Bellamy schaute sich nach Silvano um. Sein Schwager saß ganz in der Nähe vom Kamin und rauchte in aller Seelenruhe eine Rauchstange. Belly hockte sich dazu und machte es sich neben Vano gemütlich.

"Auf Deine Frage habe ich die Antwort gefunden", sagte Bellamy und schenkte Vano ein schiefes Grinsen.
"Auf welche Frage denn?", hakte Vano nach und trank einen Schluck Kaffee aus einem großen Becher.

"Auf die Frage, weshalb Boldi sich von Dir keinen wegstecken lässt", gab Bell leise zurück.
"Aha und warum?", fragte Vano und musterte Bellamy mit schräg gelegtem Kopf.

"Das hat nichts damit zu tun, dass Du ihm jemals weh getan hast, oder dass Du grob zu ihm gewesen wärst. Die Frage könntest Du Dir sogar selbst beantworten Vano. Es ist schon Jahre her, da hatte Boldi mit Jendro Sex.

Er hat es sich von Jendro besorgen lassen und war dabei mehr als glücklich, ihm ging richtig einer ab. Der Streit der danach folgte, ist eine andere Geschichte. Aber der Sex mit Jendro hat ihm gefallen und das obwohl Jendro ihn beglückte. Mit Davet war es ganz genauso, Boldi lässt ihn ran und ist dabei ziemlich glücklich.

Du selbst hast Dich ebenfalls von Jendro verwöhnen lassen. Was hat Dir an dem Mann gefallen? Was hat Dich wirklich erregt? Was macht Dich an Tekuro oder Davet so geil, was Jendro ebenfalls bietet? Genau das machte auch Boldi geil, Jendros dicker, praller Schwanz. Er hat einiges in der Hose zu bieten. Davet ebenfalls, der Mann ist scharf bestückt.

Du nicht Vano, Du bist für richtigen Spaß was Boldi angeht zu kurz geraten.
Deine Bettschlange ist für Boldi eine Blindschleiche, die von Jendro ist eine Anakonda.

Aus dem Grund möchte er nicht von Dir verwöhnt werden. Er schwieg um Dich nicht zu verletzten. Lass es doch einfach gut sein und hol Dir den Spaß von Davet. Dafür fasst Dich Boldi doch ziemlich gerne an. Gibt keinen den er lieber besteigt als Dich. Davet verwöhnt Dich auch unheimlich gerne, dass sieht man. Und sogar Tekuro genießt jede noch so zärtliche Nummer mit Dir und das heißt was. Ein großes Kompliment. Dafür hast Du genau die richtigen Maße, klein und knuddelig.

Hör auf Boldi damit zu ärgern, lass einfach gut sein Vano. Er liebt Dich, aber das heißt nicht, dass er alles mitmachen muss. Das machst Du ja auch nicht", sagte Bellamy und knuffte Silvano.

Mancini starrte Bellamy einen Augenblick lang an.

"Aye - verstanden", gab Vano knapp zurück, stand auf, verließ den Rübenhof und machte es sich draußen im Garten gemütlich.

Bellamy schaute ihm glücklich hinterher und war froh, dass er seinem Bruder hatte helfen können.


****

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Silvano de Mancini

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Die Vorratskammer

#2

Beitrag von Silvano de Mancini » So 7. Apr 2019, 00:22

Die Vorratskammer


Silvano rauchte seine Rauchstange zu Ende und goss den Rest des Kaffees ins Blumenbeet. Er warf einen Blick zurück auf den Rübenhof, aber er wusste nicht mit wem er dort sein Problem besprechen sollte.

Boldi und Davet waren einer Meinung und unnötigen Streit wollte er nicht lostreten. Mit seinen Freunden von einst, hatte er nichts mehr zu tun. Mit dem Verlust seiner Mündigkeit, hatte er auch alle Freunde verloren. Sie hatten sich in alle Winde verstreut. Seine Unabhängigkeit hatte er zurückerhalten, die Freunde nicht.

Vano überlegte mit wem er sich anvertrauen konnte.
Seinen Eltern.

Silvano schwang sich auf seinen Sturmvogel und flog Richtung Mancini davon. Eine halbe Stunde später landete der große Vogel im Garten des Anwesens seiner Eltern. Wo seine Mutter zu finden war, war klar. Vano lief schnurstracks in die Küche und drückte Leala zur Begrüßung.

"Was machst Du denn hier?", fragte sie gut gelaunt, stockte aber, als sie ihren Sohn ins Gesicht sah.
"Ich brauche Deine Hilfe", antwortete Vano.

"Was hast Du angestellt Silvano?", hakte Leala nach und knetete nervös Ihre Schürze.
"Nichts, ich benötige Deinen Rat und ich möchte nicht, das Paps was davon erfährt. Es ist mir peinlich", gestand Mancini ein.

"Folge mir", bat Leala und gab den Weg vor.

Sie führte Vano in die Speisekammer und schob ihren Sohn vor sich hinein. Auf der rechten Seite waren hohe Regale angebracht, die mit eingelegten Früchten und Gemüsesorten gefüllt waren. Auf der linken Seite gab es kleinere Schränke die mit Mehl, Getreide, Wurstwaren und Käsesorten beladen waren. Am Ende der Speisekammer stand ein Weinfass und daneben zwei Stühle. Leala zündete die Öllampe an, schob den Riegel vor die Tür und machte es sich mit Vano gemütlich.

"Dein kleines Reich", schmunzelte Vano.
"Jeder braucht einen Rückzugsort. Hier komme ich her, wenn ich ganz in Ruhe über etwas nachdenken möchte. Meist nehme ich mir etwas zum stricken mit oder ein gutes Buch. Hier sitze ich auch, wenn ich mich mit Deinem Vater gestritten habe, meine Ruhe aus anderem Grund benötige, oder wirklich in der Speisekammer zu tun habe. Du siehst fertig aus Schätzchen, was ist los?", fragte Leala.

Vano stand auf und ging die Regale entlang.

"Du bist die Einzige, die milchsaure Gurken irgendwie so hinkriegt, dass man die Milch raus schmeckt. Darf ich ein Glas aufmachen?", fragte er seine Mutter.
"Bediene Dich, hier musst Du keine Zeit schinden", sagte Leala freundlich.

Vano nahm sich ein Glas saurer Gurken, öffnete es und setzte sich zurück zu seiner Mutter. Er aß zwei Gurken und dachte dabei angestrengt nach. Leala nahm sich ebenfalls einige Gurken und wartete ab.

"Ich weiß nicht wie ich anfangen soll, die Frage ist mir peinlich, aber ich habe niemanden mit dem ich darüber reden kann. Sonst hätte ich jemand anderes gefragt und nicht Dich Ma. Versprochen. Du hast mich schon nackt gesehen, ich meine als erwachsenen Mann. Wie sehe ich aus?", fragte Vano nervös.

Leala tätschelte Vanos Wange und schüttelte den Kopf.

"Sowas muss Dir nicht peinlich sein, zudem habe ich schon ganz andere Dinge mitbekommen. Vor allem in Ledwick. Wie Du nackt aussiehst? Da fällt mir nur eines ein, zu dünn Schätzchen", sagte sie liebevoll.

"Super, Danke Ma. Ich muss die Frage anders stellen. Wie sehe ich als Mann aus? Ich meine, im Vergleich zu anderen? Scheiße. Ich meine bin ich zu klein? Ist er zu klein? Also mein Schwanz?", flüsterte Vano kaum hörbar.

"Wie bitte? Was redest Du denn da für einen Unfug! Du bist völlig normal gebaut. Nicht zu klein und nicht zu riesig. Wer hat Dir denn diesen Unsinn eingeredet? Vano Schätzchen, zudem lass Dir eines gesagt sein, es kommt auch darauf an ob man damit umzugehen weiß. Und ich glaube Boldi und Davet sind glücklich mit Dir", sagte Leala aufmunternd.

"Nein sind sie nicht Ma. Boldi sagte, mein Schwanz wäre zu kurz geraten. Jedenfalls dafür, dass er mich ranlassen würde. Ich meine keiner hat sich selbst gemacht und ich weiß wie ich aussehe. Boldi wusste das aber auch vor unserer Ehe. Es war kein Geheimnis, wir kannten uns einige Minuten und hatten Sex miteinander. Ich hatte Ewigkeiten keinen, sah ihn an dem Tag und irgendwie dachte ich mir ihn oder keinen.

Keine Ahnung wie ich damit umgehen soll. Ich werde jedenfalls Boldi und Davet nicht mehr drauf ansprechen. Ich muss mich zu allem Überfluss ja nicht noch lächerlich machen", erklärte Vano bedrückt und aß noch eine Gurke.

Leala musterte ihren Sohn, sein Gesicht sprach Bände.

"Mögen sich die beiden sehr? Haben die beiden sich allein zusammengetan Schätzchen?", fragte sie vorsichtig und strich ihm über den Rücken.
"Kann gut sein, Boldi und Davet passen gut zusammen Ma. Beide sind unkompliziert, beide essen gerne, beide sind gemütliche und ruhige Typen. Ich werde mich jedenfalls nicht trennen, ich habe Boldi nicht grundlos geheiratet. Das heißt, wenn einer einen Schlussstrich unter unsere Ehe zieht, dann er. Ich bleibe und finde eine andere Lösung", sagte Vano und ließ sich im Stuhl runtersinken.

"Bleiben wir noch ein bisschen hier", bat er.
"Solange Du magst Mäuschen", antwortete Leala und machte ein Glas mit eingelegten Früchten auf.


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Silvano de Mancini

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Vater und Sohn

#3

Beitrag von Silvano de Mancini » So 7. Apr 2019, 00:42

Vater und Sohn


Vano saß erneut in der Speisekammer und las, als es klopfte.

"Es ist offen", rief er und Santo trat ein.
"Was machst Du denn hier?", fragte sein Vater und schaute sich um.

Vano hatte es sich an dem zum Tisch umfunktionierten Weinfass gemütlich gemacht und las. Mehrere Öllampen spendeten sanftes Licht und es wirkte behaglich.

"Lesen, nachdenken, mich verkriechen", antwortete Vano.
"Das ginge auch im Wohnzimmer, aber wie Du möchtest. Deine Mutter ist auch gerne hier", sagte Santo und setzte sich dazu.

"So kam ich auf das Fleckchen. Wir haben geredet und ich fühle mich hier wohl. Eng, dunkel, viel Holz, erinnert etwas an ein Schiff", erklärte Vano.
"Das stimmt. Worüber denkst Du nach?", fragte Santo.

"Über meine Ehe, über mich", gab Vano zurück.
"Was ist denn los? Erzähl es mir doch, vielleicht kann ich helfen", schlug Santo vor.

"Das ist mir peinlich, aber gut. Boldi möchte keinen Sex mehr mit mir. Also er besteigt mich schon, aber mich lässt er nicht ran. Der Grund ist, ich bin... zu klein....", flüsterte Vano.

Santo schüttelte den Kopf.
"Du bist nicht zu klein, Du bist ganz normal gebaut. Und Dir muss nichts peinlich sein. Was soll ich denn sagen? Ich kann keine Kinder zeugen, ist das etwa ein leichtes Thema? Aber ich habe Dich und ich liebe Dich Vano. Wie oft habe ich Dich schon gewaschen oder versucht zu füttern? Ich weiß wie Du aussiehst. Du bist nicht zu klein bestückt. Alles was Du bist ist oft zu dürre, weil Du nichts isst. Aber in letzter Zeit siehst Du gut aus. Du kannst ruhig an die Vorräte gehen", bot Santo an.

"Danke das ist lieb von Dir. Ich bemühe mich, aber irgendwie habe ich die Lust verloren. An allem, alles ist kaputt gegangen und ich muss es neu aufbauen. Das mit Boldi macht es nicht einfacher, aber ich hab eine Lösung. Ich nehme einfach Dämpfer ein, so was wie Appetitzügler für den Sex. Dann passt das schon. Viele Eheleute sind nach einiger Zeit nur noch Vertraute und Freunde, aber dass wir so schnell dahin kommen, hätte ich nicht gedacht.
Mit Davet war das früher anders, aber wir waren auch nicht verheiratet. Möglicherweise liegt es daran, oder dass ich ihn einmal betrogen habe. Dabei wollte ich ihn rächen. Blödsinnig", sagte Vano.

"Wenn Du Hängolin schluckst wirst Du gar keine Lust mehr verspüren. Nicht nur einseitige Lustlosigkeit. Und wieso war es mit Davet anders? Er ist doch wieder da", gab Santo zu bedenken.

"Das ist mir mittlerweile ehrlich gesagt egal. Ich weiß nicht worum es ihm ging. Ich habe meine Zeit für nichts verschwendet. Meine Zeit und meine Gesundheit Paps. Ich habe 14 Jahre damit verbracht den Tod eines Mannes zu rächen, der nicht tot war und meine Rache nicht wollte. Niemand will das, weder wollte er es noch Boldi. Und dafür sehe ich aus wie eine Vogelscheuche und mir fehlt ein Auge.

Sollen sie ihre Probleme zukünftig selbst klären und bei Rachebedarf sich rächen. Das mit dem Sex ist kein Problem, sollte Boldi welchen wollen, wird er ihn bekommen. Aber ich gehe ihm nicht mehr auf den Keks damit.

Ich nimm es von meiner Seite raus und ich sage auch nichts mehr dazu. Ich spreche es vor den beiden nicht mehr an. Die können ihr Ding unter sich ausmachen.
Ganz am Anfang, da war alles anders.
Da hatte er gerne Sex mit mir und er hat auch gerne mit mir geredet. Er hatte mich sogar vor anderen beschützt oder gezeigt dass er zu mir gehört und das ich ihm gehöre. Das ist vorbei.
Heute ist ihm das gleich, sogar Davet ist es gleich geworden.

Dann kann es mir auch gleich sein.

Ich kam her um mit Mama zu reden. Ich hab keine Leute mehr, mit denen ich mal so quatschen kann und Foufou hört zwar super zu nur seine Tipps verstehe ich nicht.

Die Leute habe ich verloren, als man mich für irre erklärte. Und wieso? Wegen Davet und meinem Blödsinn ihn zu rächen. Ich hätte privat trauern und dann weiter leben sollen. Nur war ich zu blöde dazu.

Diesmal mache ich es besser. Ich gehe keinem auf den Sack, ich halt mich raus.

Ich werde die Tage zur Admiralität gehen und mir eine Fahrt geben lassen.
Bisschen Abstand wirkt oft Wunder und falls nicht, hatte ich meinen Spaß.

Ich bin schon ein paar Tage hier, kratzt auch niemanden. Da werden ein paar Wochen nur wie Tage vorkommen und ich habe den Kopf mal frei. Sag denen nichts, falls sie widererwartend doch fragen sollten. Ich will nicht, dass die wissen wo ich bin", erklärte Vano.

"Deine Gedanken stimmen teilweise Vano. Guck mal, Dich zwang niemand Davet zu rächen, aber es wurde zum Zwang von Dir selbst aus. Du hast ihn dermaßen geliebt, dass Du so gehandelt hast.

Ob er das erwidert, ist gleich. Dass kannst Du nicht beeinflussen, aber Deine Gefühle waren echt. Also war es für Dich die richtige Entscheidung. Hinterher weiß man immer mehr. Dass er sich nicht meldete und Dich im Unklaren ließ, tut mir leid für Dich, ich weiß das Du gelitten hast wie ein Hund. Keiner weiß das so wie Deine Mutter und ich.

Aber auch darauf hättest Du keinen Einfluss. Manche Dinge passieren einfach und Du musst sie akzeptieren.

Du weißt was Du magst, dann handele danach. Und nicht gleich jeden zu meucheln ist ein guter Anfang. Deine Männer können ihre Angelegenheiten selbst klären.

Was ist mit der Hochzeitsreise? Findet sie noch statt?", hakte Santo nach.

"Die findet statt, keine Sorge. Auf die Reise freue ich mich, gleich was sonst ist. Das Meer, das Schiff, Alessio ist der Kapitän, also ist das für mich wie Urlaub. Ich werde Jendro fragen ob er uns begleitet.

Also mach Dir da keine Gedanken, Du und Mama geht mit uns auf große Tour. Wir wollten ja auch schauen, wo wir Handelswaren für unser Geschäft herbekommen. Ich wollte die Tage auch mal zu unserer Insel fahren, dort wollte ich einen kleinen Laden eröffnen mit Taverne. Für die Kollegen die dort rasten. Und ich wollte mir mal die Hütte meiner Eltern anschauen, falls das Haus noch steht", erklärte Vano tonlos.

Santo öffnete ein Glas mit eingelegten Zimtpfirsichen und stellte es in die Mitte.

"Das Haus steht noch, niemand war all die Zeit über da. Es ist versiegelt, es gehört Dir Vano. Geh mit Deiner Mutter dahin und nicht allein, falls Du nicht mit mir gehen möchtest", sagte Santo und reichte Vano einen der Pfirsiche.

"Die sind eigentlich fürs Neujahrsfest", lachte Vano.
"Die schmecken aber auch jetzt. Ich verrate Dich nicht, wenn Du mich nicht verrätst", grinste Santo.

"Essen wir sie auf, dann sind die Beweismittel weg. Ich würde das Haus gerne sehen, vielleicht erinnere ich mich an etwas. Aber besitzen möchte ich es nicht, ich möchte da auch nicht wohnen. Ich möchte es nur einmal von innen sehen, die alte Zeit einmal besuchen", erklärte Vano.

"Dann machen wir das", sagte Santo.


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Boldiszàr

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Re: Zu kurz geraten

#4

Beitrag von Boldiszàr » So 7. Apr 2019, 16:19

Daheim im Rübenhof flüchtete Boldiszàr von einem Einkauf zum nächsten. Doch egal, wie viel Zeit er in der Stadt verbrachte, um Essen heranzuschaffen, jedes Mal, wenn er wiederkehrte, waren noch immer die Sklavenmengen im Haus, die jedes Zimmer verstopften, seine Schlafecke eingeschlossen, wo er es sich mit Davet und Silvano sonst immer gemütlich gemacht hatte. Nun lümmelten mindestens fünfzehn Sklaven auf dem Fell vor dem Kamin und drückten es mit ihren naridischen oder sonstwoher stammenden Ärschen platt. Der Einzige, der sich darüber zu freuen schien, dass der komplette Rübenhof voller fremder Menschen war, war Tekuro.

Mürrisch räumte Boldiszàr auch diesen Einkauf in die Speisekammer. Anstatt danach in den Rübenhof zu gehen, setzte er sich draußen auf die bemooste Gartenbank und drehte sich ein paar Rauchstangen auf Vorrat. Er rauchte, danach räumte er die Gerätschaften im Schuppen auf. Mit einer Schwuppe fegte er das Laub vom Herbst auf einen Haufen. Was konnte er noch alles tun, um die Zeit herumzukriegen, bis wieder Normalität einkehrte? Er fragte sich, wie Davet und Silvano das da drin nur aushielten, als er sich erneut auf die Bank fallen ließ und die x-te Rauchstange qualmte. Gesehen hatte er alle beide schon eine ganze Weile nicht mehr.

Als es dunkel wurde, gesellte sich Tekuro zu ihm und bekam seine Rauchstange gereicht, die er an der von Boldiszàr anzündete. Einen Moment lang waren ihre Gesichter ganz nah, als Tekuro das Ende der Rauchstange in seine Glut drückte und zog. Boldiszàr sah den schnurrigen Ausdruck in seinem Gesicht, anders konnte man es nicht nennen. Woran das lag war klar in Anbetracht dessen, was sich im Rübenhof abspielte.

"Hast du Vano und Davet gesehen?", erkundigte Boldiszàr sich, als Tekuro wieder normal saß und genüsslich vor sich hinrauchte.
"Nee", war die Antwort. "Hab jetzt aber auch nicht auf sie geachtet, ehrlich gesagt." Er pustete eine Rauchfahne hinauf zu den beiden Monden.
Boldiszàr murrte. "Toll. Und was ist mit Vanos Mittagsübungen?"
"Scheint keinen Bedarf zu haben, sonst würde er sich melden", schnurrte Tekuro, der gedanklich ganz woanders war.

Boldiszàr schnaufte unglücklich und auch ein wenig sauer. Aber er sagte nichts dazu, sondern schnippte nur seine heruntergerauchte Rauchstange weg. Tekuro war sonst sehr zuverlässig, wenn er ihm eine Aufgabe anvertraute, aber Bellamy und Patrice hielten ihn zusammen ziemlich auf Trab. Boldiszàr musste akzeptieren lernen, dass er nicht mehr die Nummer eins in Tekuros Leben war, die gleiche Lektion, die umgekehrt auch Tekuro hatte lernen müssen, als Boldiszàr geheiratet hatte. Es gab andere Prioritäten und sie waren ein wenig schmerzhaft.

Tekuro bemerkte den Stimmungswechsel jedoch sofort. Er strich die Glut der Rauchstange an seiner Schuhsole ab und steckte das verbliebene Stück in seinen Tabaksbeutel zurück, um sich ganz seinem geknickten Wahlbruder widmen zu können. "Kommst du mit in den Schuppen? Da ist ein gemütlicher Heuhaufen", schlug er vor und stand schon auf.

Boldiszàr überlegte einen Moment und blickte zurück zum überfüllten Rübenhof. Irgendwo da drin mussten Silvano und Davet stecken. Dann stand er auf und ging den von Unkraut zugewucherten Weg zum Schuppen voran. Den Heuhaufen hatte er auch schon gesehen und die Form verriet, dass es sich hier öfters jemand gemütlich machte. Tekuro schloss hinter ihnen die Brettertür, wühlte das Heu zurecht, so dass der frische Duft den Schuppen erfüllte, legte sich hinein und drehte sich auf die Seite. Neben ihm blieb einladend ein ausreichend großes Stückchen frei. Boldiszàr kuschelte sich ihm gegenüber ins Heu, in nichteinmal einer Armlänge Entfernung, so dass sie sich ansehen konnten. Das taten sie, lange, in denen sie nur in den Blicken des anderen lasen und seine Stimmung und seine Gefühle abtasteten. Es war schon lange her, dass sie sich Zeit für sich zu zweit genommen hatten. Und doch war zwischen ihnen noch alles beim Alten, das war es, was Boldiszàr in Tekuros Gesicht las. Es gab kein Schmollen und keine Vorwürfe. So kompliziert das Zusammenleben mit Silvano war, so einfach gestaltete es sich mit Tekuro. Boldiszàr gönnte ihm ein klein wenig mehr Nähe, indem er heranrutschte, bis sie sich an der Stirn berührten. Glücklich rieb Tekuro seinen Kopf an Boldiszàrs borstigem Haar. So blieben sie liegen, jeder in seiner eigenen Gedankenwelt versunken und doch nicht allein.

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Re: Zu kurz geraten

#5

Beitrag von Davet la Caille » Mi 10. Apr 2019, 23:10

Davet konnte nicht schlafen, er konnte nicht dösen, er konnte nicht einmal mehr seine eigenen Gedanken bei dem Trubel hören, den die Horde Sklaven in dem kleinen Rübenhof veranstaltete. Dafür hörte er ab und an Gedankenfetzen der Sklaven, was sich bei einer so dicht geballten Masse an Menschen nicht vermeiden ließ.

Er besaß zwar die Gabe und manchmal sah er Dinge voraus, aber das hier war etwas anderes. Wobei er sah nicht wirklich etwas voraus, er schnappte einen fremden Gedanken auf und wusste was ein anderer plante oder hatte eine Information, die er nicht hätte haben dürfen. Das jedoch war einfach zu viel und Davet schmerzte der Schädel. Heringe in der Tonne oder Sardinen im Fass fielen ihm als Beispiel zu der Fülle im Haus ein.

War es zu seiner Kindheit hier zu still gewesen, mit den Ausnahmen wenn sein Vater hier zu seinem Leid zu Besuch kam, war es jetzt dermaßen überfüllt, dass er befürchtete nicht einmal mehr atmen zu können. Davet zog sich in der Enge an, schnappte sich seine Pfeife und seinen Tabak und floh nach draußen.

Dunkelheit, Kälte und Stille empfing ihn.

Davet atmete erleichert auf und schaute sich nach Vano um. Im Haus hatte er ihn nicht gesehen. Möglicherweise war Vano in dem Trubel untergegangen, aber Davet wusste dass Vano nicht im Haus war. Er spürte es förmlich, dass sein kleiner Blondschopf fehlte. Tekuro war auch nicht da und Boldi fehlte ebenso.

Hatten die drei sich möglicherweise abgesetzt und übernachteten irgendwo in einer ruhigen Taverne?
Aßen Boldi und Vano irgendwo saftigen Schweinsbraten mit Kräutersoße und tranken dazu ein dunkeles Bier, während er hier die Sklaven ertrug? Daran wollte Davet gar nicht denken.

Die Scheune. Er wusste nicht wieso, aber ging darauf zu und lauschte. Irgendwer oder irgendwas befand sich im Inneren. Davet öffnete die Tür und spähte hinein. Boldi und Tekuro, aber von Vano fehlte weiter jede Spur.

"Hier seid Ihr! Ich habe Euch schon überall gesucht, da drinnen ist es kaum auszuhalten, so eng ist es. Habt Ihr beiden Vano gesehen? Er ist schon eine geraume Zeit verschwunden und ich frage mich, wo unser Blondschopf abgeblieben ist. Weiß einer von Euch wo er ist?", fragte Davet und schloss die Tür hinter sich.

Das die beiden vielleicht allein sein wollten ignorierte Davet gepflegt, er wäre auch gerne etwas allein gewesen um zu schlafen. Er hockte sich hinter Boldi ins Heu und streckte sich der Länge nach aus, so dass er an die Decke starrte, dabei benutzte er seine Mähne als Kopfkissen.

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Re: Zu kurz geraten

#6

Beitrag von Boldiszàr » Fr 12. Apr 2019, 01:45

Boldiszàr guckte ertappt. Beschämt packte er seinen Schwanz ein, während Tekuro sich ebenfalls wieder vernünftig anzog. Der Vampir räkelte sich hernach im Heu, kratzte seinen Bauch und war nach wie vor in unverkennbar schnurriger Stimmung. Boldiszàr kannte ihn gut genug, um zu wissen, dass er nur darauf wartete, dass Davet wieder verschwand. Boldiszàr drehte sich etwas nach hinten.

"Ich dachte, Vano wäre bei dir und den tausend Sklaven im Rübenhof." Er verkniff es sich, nachzufragen, ob Davet wirklich genau nachgesehen hatte. Wäre dies nicht so, wäre er nicht hier. "Wenn ich genau darüber nachdenke, habe ich ihn nicht mehr gesehen, seit wir von Ehveros hierher zurückgekehrt sind. Wann war das, vor drei Tagen? Aber er würde doch nicht für länger als ein paar Stunden verschwinden, ohne Bescheid zu sagen." Er überlegte, dann verfinsterte sich sein Gesichtsausdruck. "Warst du schon in Baracke A nachsehen?"

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Re: Zu kurz geraten

#7

Beitrag von Davet la Caille » Fr 12. Apr 2019, 21:23

Davet schüttelte den Kopf, als der Boldis beschämten Blick sah. Er war nicht hier, um ihm zu überwachen oder Vorhaltungen zu machen. Ihre Beziehung war offen und locker, anders konnte man es nicht beschreiben. Boldiszar hatte ihn als Nebengefährten geduldet und er teilte Vano mit ihm und Tekuro oder auch mit Patrice.

Im Grunde war es eine Beziehung zwischen einer ganzen Gruppe, anstatt zwischen zwei oder drei Personen, falls man ihn dazurechnete. Boldi, Vano und die Beißer. Von daher störte es Davet nicht, mit wem sich Boldi nebenbei heimlich traf, dass war seine Privatsache und ging ihn nichts an.

Zudem war die Beziehung zwischen Tekuro und ihm älter als ihre eigene Beziehung und vermutlich auch wesentlich tiefer. Niemand konnte es den beiden verdenken.

"Mach Dir keine Gedanken über Euer Schäferstündchen hier, mich geht es nichts an und ich gönne Euch den Spaß. Du bist mit Vano verheiratet und nicht mit mir Bold. Die Sache ist ein Ding zwischen Dir, Vano und Teku, wenn überhaupt.

Vano würde nicht verschwinden ohne Bescheid zu sagen? Doch, das würde er. Und das hat er auch schon bei Dir getan, denk daran wie er sich seinen Ledwick Urlaub gegönnt hat. Entweder benötigt er einen freien Kopf oder hat Lust zu stromern, dann zieht er los. Wandervogel wäre da ein falscher Ausdruck, Weltenbummler, auch wenn er die ganze Welt nie bereist hat. Oder noch nicht. Falls er keine Aufgabe hat, zieht er gerne umher, wie sein Lieblingstier der Walhai. Dieser gemütliche Riese schwimmt auch durch die Weltmeere, immer unterwegs, nie lang an einem Ort.

Wie sagt Vano immer? Wo Salzwasser ist, da sind auch Haie.
Was immer er damit meint.

Jedenfalls ist er nicht hier und seit der Ankunft vor drei Tagen habe ich ihn nicht mehr gesehen. Er wäre mir aufgefallen, glaub mir das. Ihn erkennt man sofort an seinem Blondschopf, zudem spüre ich ihn nicht auf dem Hof. Er muss den Hof also verlassen haben.

Bei Jendro habe ich natürlich nicht nachgesehen, aber ich kann es nachholen. Ich werde nachschauen gehen ob er dort ist, ansonsten weiß ich auch nicht, wohin er sich verdrückt haben könnte. Natürlich bis auf die Choucas, dort würde er vermutlich zuerst aufschlagen",
antwortete Davet.

La Caille stand auf, klopfte sich das Stroh von der Kleidung und machte sich auf den Weg zu Jendro.

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Re: Zu kurz geraten

#8

Beitrag von Silvano de Mancini » Sa 13. Apr 2019, 12:54

Vano ist weg!


Boldiszàr
Boldiszàr erhob sich und machte sich nicht die Mühe, sich das Stroh von der Kleidung zu klopfen, als er an Davet vorbei aus der Scheune polterte. Tekuro folgte ihm auf dem Fuße. Da Boldiszàr nicht wusste, ob Davet den Ernst der Lage begriff, packte er ihn an der Kleidung und zog ihn mit. »Jetzt reicht es endgültig«, knurrte er. »Hoffentlich hat die Sau nicht gerade Dienst, damit ich ihm die Fresse dahin prügeln kann, wo sie hingehört.« Er marschierte zur Baracke A. Dabei war er für Leute, die den untersetzten und um die Hüften etwas mollig gewordenen Coutilier nicht kannten, erstaunlich flink zu Fuß. Er hatte Glück. Jendro saß draußen in der Raucherecke und qualmte. Leider war er nicht allein.

Davet la Caille
Davet wollte gerade zu einer Erwiderung ansetzen, da wurde er schon geschnappt und mitgezerrt. Boldi war gut zu Fuß, aber Davet störte das nicht, er war nicht fußlahm. Zudem war er etwas größer, was die Sache wieder wett machte. Als sie Jendro erreicht hatten, war dieser nicht allein, allerdings war Vano nicht bei ihm. Was nichts heißen musste, falls dieser noch in Jendros Koje lag. "Jendro hast Du Vano gesehen? Er ist seit mindestens drei Tagen verschwunden. Also hast Du ihn gesehen und bitte keine Spielchen, danach steht uns echt nicht der Sinn", sagte Davet ruhig.

Jendro Girad
Jendro blieb äußerlich ganz ruhig und klopfte die Asche von seiner Rauchstange mit einem Tippen seines Fingers ab. Ihm entging nicht die angespannte Haltung von Boldiszàr und dessen Bluthund. Oder Schoßhund, wie auch immer man es nennen mochte. Allerdings konnte dieser Schoßhund verdammt brutal zupacken, wie Jendro sehr gut wusste. Er war froh, dass sie ihn nicht abgepasst hatten, als er allein war, das hätte eine Klopperei gegeben, die sich gewaschen hätte. Davet wirkte ruhiger, er hatte auch beim letzten Treffen keinen aggressiven Eindruck gemacht, dennoch würde er nicht umsonst mitgekommen sein. Doch im Kreis seiner eigenen Leute fühlte er sich sicher. »Ist Silvano euch ausgebüchst?«, fragte er und grinste schadenfroh.

Davet la Caille
Davet zog eine Augenbraue hoch und biss kurz den Kiefer fest aufeinander. "Das habe ich nicht behauptet, er könnte auch überfallen tot im Gebüsch liegen und seit drei Tagen schimmeln, also hast Du ihn gesehen? Das ist kein Witz", warnte Davet. Das Jendro dabei so schadenfroh grinste, empfand Davet schon als Frechheit, aber klar war auch warum er das machte - er gönnte es ihnen. Vielleicht hatte er Vano sogar versteckt, wer wusste das schon? Fakt war allerdings auch, dass Vano genauso gut etwas passiert sein konnte, dass das Leben schneller zuschlug, als er oder andere dachten hatte er selbst erleben müssen. Sie mussten mit allem rechnen, der verdammte Hof war entweder zu voll oder zu leer. Die Hütte brachte ihm kein Glück.

Jendro Girad
»Wenn ihr ihn vermisst, dann geht zu den Bütteln. Von mir erfahrt ihr gar nichts.« Es war gut möglich, dass Silvano schlichtweg nicht gefunden werden wollte, wie damals bei ihrem gemeinsamen Urlaub in Ledwick. Dann würde Jendro ihm keinen Strich durch die Rechnung machen. Und wenn ihm tatsächlich etwas geschehen sein sollte, würde die Information, dass er ihn nicht gesehen hatte, auch keinen Mehrwert darstellen. Sehr zufrieden mit sich sog er an seiner Rauchstange.

Davet la Caille
"Ist es das was Du unter Freundschaft verstehst? Da können wir ja stolz sein, dass wir dem Scheiß zugestimmt haben. Sollten wir herausfinden, dass er doch bei Dir... war...", sagte Davet und stockte. "Du bist doch Leibgardist oder? Du verweigerst einem Princen der Krone die Antwort? Sag mal Boldi, kann man dafür wen auf den Block schicken oder wie das so schön heißt?", fragte Davet.

Boldiszàr
"Du kannst ihn auch auf den Block schicken, weil die der Sack juckt. Im Prinzip kannst du alles mit dem machen und brauchst dazu nicht mal einen Grund. So ist das Gesetz", stellte Boldiszàr fest, während seine eisblauen Augen Jendro voller Hass musterten.

Davet la Caille
"Ohne Kopf antwortet er aber schlecht. Allerdings wenn er eh nicht antwortet, braucht er auch den Kopf nicht. Einfache aber bestechende Logik oder? Also? Möchtest Du Deinen Kopf behalten mein geschmackvoller Freund Jendro?", fragte Davet lauernd.

Jendro Girad
Jendro hob beschwichtigend die Hände. »Ich bitte um Verzeihung, ich nahm an, dass wir privat sprechen. Nein, ich habe Silvano nicht mehr gesehen und auch keine Ahnung, wo er sich aufhalten könnte, Hoheit.«

Davet la Caille
"Wir haben privat gesprochen, bis Du beschlossen hast uns ans Bein zu pissen. Gut und hast Du eine Ahnung wo er sein könnte? Schließ die Choucas aus, also wo könnte er sein, wenn ihm nichts geschehen ist? Hat er bei Dir mal irgendwas erzählt, wo er vielleicht einmal hin möchte?", hakte Davet nach.

Jendro Girad
Jendro überlegte. »Ledwick gefällt ihm gut und jetzt langsam beginnt ja auch wieder die warme Saison. Vielleicht schaut er nach der Tordalk, wenn die Choucas ausgeschlossen werden kann. Ansonsten, vielleicht ist er seine Eltern besuchen?«

Davet la Caille
"Guter Gedanke, Danke", sagte Davet und wandte sich an Boldi. "Wo möchtest Du zuerst nachsehen? Wir sollten mit den Vögel reisen, das geht schneller. Warte, hast Du seinen Vogel gesehen? Seinen Strumvogel?", hakte Davet nach. "Wenn er unterwegs verloren ging, dann hätte er kaum den Vogel geholt. Ich meine ich habe den Sturmvogel nicht mehr gesehen. Er hat ja einen unverkennbaren Schnabel", grübelte Davet.

Boldiszàr
Boldiszàr guckte verstimmt. »Keine Ahnung, ich hab auf die Riesenbroiler nicht geachtet. Ich darf sie ja doch nicht braten. Lass uns erstmal zu seinen Eltern reisen, vielleicht wissen die was. Und du«, sprach er drohend an Jendro gewandt, »gnade dir Ainuwar, solltest du gelogen haben und etwas mit seinem Verschwinden zu tun haben. Dann kannst du dir einen neuen Job suchen, wo sie für Krüppel eine Verwendung haben. Ich brech dir jeden Knochen.«

Davet la Caille
"Nun dafür wären sie doch auch zu schade, sind doch schöne Tiere. Du hast den Mann gehört Jendro, schön Deine Nudel bei Dir behalten", sagte Davet und gab die Führung zurück zu den Prachtadlern. "Also auf zum Mancinianwesen. Die werden auch fragen, was wir mitten in der Nacht wollen. Ich hoffe Vano ist dort. Ich möchte Leala nicht sagen, dass wir ihn verloren haben und es uns gar nicht auffiel. Die reißt mir den Kopf ab, garantiert. Teku reitet bei Dir mit, dann könnt Ihr das Kuscheln unterwegs nachholen", grinste Davet und schwang sich auf seinen großen Vogel.

Boldiszàr
»Wir haben nicht gekuschelt«, stellte Boldiszàr klar. »Wir haben nur geschaut. Was Leala oder Santos denken, ist zweitrangig. Wichtig ist, dass wir unseren Schatz wiederfinden.« Nervös tastete Boldiszàr nach der Schnöselmuschel um seinen Hals, die Silvano ihm geschenkt hatte.

Davet la Caille
"Hey das war doch keine Anklage, ich weiß wie lange Ihr Euch kennt und was da zwischen Euch ist, ist Eure Sache. Gleichgültig was dort ist. Ja die Muschel, die bedeutet Vano etwas, sehr viel sogar. Er hat sie Dir extra gemopst. Du hast Recht, gleich was sie denken, wir sind unterwegs um ihn zu finden und wir werden ihn auch finden. Wir könnten bei seinen Eltern fragen, falls er nicht dort ist, ob er Foufou abgeholt hat. Er würde Fou abholen, wenn er plant länger unterwegs zu sein, also Wochen oder Monate. Ich hoffe mal, das hat er nicht geplant und umgesetzt. Dann müsste ich bei der Admiralität nachfragen, ob er eine Fahrt angenommen hat. Denn einen Befehl hat er nicht erhalten und Patrouille-Fahrt hat er ja auch nicht wieder aufgenommen. Das wollte er nach Eurer Hochzeitsreise und darauf hat er sich gefreut. Lass uns nachsehen fliegen. Teku hast Du was mitbekommen? Wobei Du wohl als Letzter, Du warst mit den Gedanken woanders", sagte Davet und hob mit seinem Prachtadler ab und flog Richtung Mancinianwesen. Die großen Tiere von Boldi und Davet benötigten genau wie Tampete nur circa eine halbe Stunde, dann waren sie ebenfalls dort. Sie landeten im Garten und Davet stiegt von seinem großen Tier. "Hier wären wir, kommt", sagte er freundlich und gab den Weg vor.

Tekuro Chud
»Was zwischen uns ist, dafür gibt es gar kein Wort. Ich hab nicht auf Vano geachtet oder auf den Pudel. Ich hab mich um Belly gekümmert, Ezi betreut und Kaz endlich mal dazu gebracht, sich zwei Sklaven auszusuchen. Johann findet das sicher nicht so lustig, er endet jetzt wie Abfall, weil Kaz was Besseres hat.« Tekuro hielt sich hinter Boldiszàr fest und schnurrte während des halben Fluges, bis er von seinem Kumpel einen gewaltigen Anraunzer kassierte, weil den das nervte. Boldiszàr war extrem nervös, weil Silvano weg war, während Tekuro immer noch auf Wolke sieben schwebte. Kaum waren sie abgestiegen, verwandelte der Vampir sich in eine Fledermaus und setzte sich auf Davets Hut, da Boldiszàr ihm gerade zu unwirsch war.

Davet la Caille
Davet schüttelte den Kopf über Teku. Das Boldi nicht die ganze Zeit zugebrummt werden wollte, wie von einem wilden Schwarm Hummeln war klar. Aber auch lustig, auch wenn ihre Situation nicht lustig war. Einige Gardisten eilten herbei, aber als sie Boldi und Davet erkannten, grüßten sie nur und verzogen sich wieder. Davet führte Boldi und Teku ins Wohnzimmer, wo zur späten Stunde Santo und Leala vor dem Kamin saßen. "Hallo Ihr zwei", grüßte Davet und drückte zuerst Leala und dann Santo. "Boldi und ich suchen ganz dringend Vano. Boldi sag was", bat Davet.

Boldiszàr
"Er ist weg", platzte Boldiszàr heraus. "Wir haben Jendro, die Sau, im Verdacht. Wisst ihr was, hat Vano euch was gesagt?"

Leala:
Leala und Santo schauten die drei ernst an, dann schauten sie sich an und grübelten, ehe Leala das Wort ergriff. "Vano hat mir gesagt worum es geht und das ist ein sehr trauriges Thema. Vielleicht sollten wir vorher darüber reden, bevor Du ihn suchst?", fragte sie freundlich.

Boldiszàr
"Ein trauriges? Ist jemand gestorben?", ächzte Boldiszàr.

Leala:
Leala schüttelte den Kopf. "Es geht um Eure Eheprobleme die ihm sehr nahe gegangen sind. Er hatte sich zuerst mir und dann seinem Vater anvertraut. Vermutlich hätte er mit einem Freund gesprochen, aber er sagte, dass er niemanden habe dem er dies anvertrauen möchte. Also kam er her und wir hörten ihm selbstverständlich zu. Hier kam er etwas zur Ruhe und hat sich entspannt. Du weißt worum es geht? Um Deine Kritik an seinem Körper", sagte Leala diplomatisch.

Boldiszàr
"Wie bitte? Ich wusste nicht, dass wir Eheprobleme haben", antwortete Boldiszàr entsetzt. "Was für eine Kritik? Dass er zu dünn ist? Ja, aber er hat doch schon zugenommen, seid Robby für ihn kocht! Mir geht es da um seine Gesundheit, nicht um irgendwas wegen dem Aussehen!"

Leala:
Leala schaute etwas verzweifelt zu ihrem Mann rüber, da sie nicht über Männerkörper in der Art sprechen wollte. Sie redete privat mit ihrem Sohn über alles, aber da stand ein fremder Kerl dabei und da wollte sie so etwas nicht sagen.

Santo:
"Deine Eheprobleme kann ich Dir gerne benennen Freundchen. Du hast doch Vano ins Gesicht gesagt, dass Du mit ihm keinen Sex haben möchtest, weil er zu kurz geraten ist. Weil er zu kurz bestückt ist, was soll das sonst sein als ein Eheproblem? Sex ist nicht alles in einer Ehe, aber er gehört zu den Zärtlichkeiten dazu. Und dass jemand enttäuscht, ja sogar verletzt ist, wenn man ihm um die Ohren schlägt, dass man ihn nicht ranlässt, weil sein bestes Stück zu winzig ist, was erwartest Du da? Jubelorgien? Boldi Du bist vielleicht dienstlich ein direkter Typ, aber privat in einer Ehe muss man manche Dinge schon mal sanfter verpacken. Sicher bei der Garde und bei der Marine packen sich die Leute nicht mit Samthandschuhen an. Aber Du bist hier weder bei der Garde, noch Vano bei der Marine, das ist Euer Hafen, Eure Ehe. Da kannst Du ihm sowas nicht sagen. Und selbst das dickste Fell hält nicht alles ab, auch ihn verletzt so etwas. Darum ist er abgehauen", erklärte Santo wütend.

Boldiszàr
Boldiszàr starrte Santo fassungslos an. »Was soll ich gesagt haben?« Hilfesuchend blickte er zu Davet. »War ich irgendwann besoffen in letzter Zeit? Hab ich das in Ehveros gesagt? Meine Güte, wenn mir das wirklich rausgerutscht ist ... das kann ich im Leben nicht wieder gut machen!«

Davet la Caille
Davet starrte Leala und Santo an, ehe er sich zu Boldi umdrehte. "Kann sein, dass Du mal besoffen warst. Wir hatten doch alle einen im Tee, während wir in der Taverne geschlafen haben und Belly sich die Klöten knetete. Aber das Du Vano jemals sowas gesagt hättest, daran kann ich mich nicht erinnern. Ich hoffe mal nicht, dass Du sowas zu ihm gesagt hast. Er ist zwar dienstlich hart im nehmen, aber privat zieht er sich so einen Schuh sofort an. Auch wenn Du besoffen warst. Du musst selbst mit ihm reden und er hätte doch mit mir reden können!", stöhnte Davet.

Leala:
"Nein das hätte er nicht, Du und Boldi Ihr habt einen Schulterschluss vollzogen. Wie sagte er? Ihr seid beide ruhig, beide gemütlich, Ihr esst gerne, Ihr habt Euch gefunden. Also warum sollte er da mit Dir reden? Du sagst es Boldi und schon hat er mit ihm Streit, wo er gar keinen Streit wollte, sondern nur seine Ehe retten. Warum sollte er da mit Dir reden Davet? Oder hast Du mit ihm vor 14 Jahren geredet? Ihr wisst ja wo es raus geht, da wo Ihr reingekommen seid", sagte Leala grimmig.

Boldiszàr
Boldiszàr rieb sich verzweifelt das Kinn und pulte an seinen Bartstoppeln herum. »Ist er hier? Schmeißt du uns jetzt echt raus, Leala? Ich würd gern mit ihm reden. Das tut mir leid, wenn ich das echt gesagt habe. Ich wollte ihn doch nicht verletzen. Klar, Davet und ich mögen uns. Davet und ich sind halt beide unkompliziert. Und Vano ist ... kompliziert. vielleicht ist er eifersüchtig? Ansonsten kann vielleicht Tekuro mit ihm reden? Mit dem hat er keinen Streit, den mag er. Und auch keinen Ehekrach.«

Leala und Santo:
Leala schaute ihren Mann Hilfe suchend an, immerhin wollte sie ihr Baby verteidigen und wusste nun nicht weiter. Santo nickte knapp. "Er ist hier und wir schmeißen Euch nicht raus. So kompliziert ist er gar nicht. Nun das aus meinem Mund. Aber es stimmt, im Grunde möchte er nur das, was jeder möchte, gemocht oder geliebt werden. Er kann es nicht zeigen und das kann auch verletzend sein. Niemand weiß das so gut wie meine Frau und ich. Wir haben es all die Jahre miterlebt und bei einem kleinen Kind ist das noch schmerzhafter, als bei einem erwachsenen Mann. Wer sieht schon gerne das eigene Kind vor sich zurückweichen, wenn man es drücken will. Vor allem dann, wenn man in seinem Gesicht sieht, dass er es auch gerne möchte - aber nicht zulassen wird, weil er es nicht zulassen kann. Das was er damals nicht konnte, holt er nun nach. Er versucht es, er bemüht sich, er vertraut sich uns an. Sollen wir das zerschlagen? Seltsamerweise fing er an sich zu öffnen, als ihm fast der Tod drohte, als er mich um Hilfe bat und ich mir keinen Rat wusste. Also wenn ich Dich mit ihm reden lasse, versau es nicht und sag ihm nicht wie übermüdet, ungewaschen, oder struppig er aussieht. Komm mit", forderte Santo und ging schnurstracks vorneweg und führte Boldi zu der Vorratskammer. Es verwunderte Boldi vielleicht was sie hier wollten, aber Santo öffnete tatsächlich die Tür leise und deutete hinein. Vano hatte es sich dort gemütlichgemacht und beide Sessel so zusammengeschoben, dass er darin schlafen konnte. "Da ist er", sagte Santo und deutete hinein.

Boldiszàr
Boldiszàr nickte Santo dankbar zu und vermied es, die zornige Mutter anzuschauen. Mit Müttern kannte er sich nicht gut aus, noch weniger als mit Vätern, wo er wenigstens mit Kazrar ein wenig Langzeiterfahrung hatte Sammeln können. Tekuro zählte wohl momentan nicht als Vater, auch wenn er einer war, aber er benahm sich nur rudimentär wie einer. Boldiszàr ging auf die Sessel zu und hockte sich davor. »Hey«, brummte er leise und streichelte seine Schulter.

Davet la Caille
Santo: Santo schloss hinter beiden die Tür und scheute die anderen zurück ins Wohnzimmer, dass ging nur die beiden etwas an und sie mussten es in Ruhe klären.

Silvano de Mancini
Vano blinzelte verschlafen, strich sich über das Gesicht und schaute Boldiszar verwundert an. "Was machst Du hier?", fragte er leise und streckte sich. "Ich dachte Du bist im Rübenhof, wer hat Dich herbestellt? Und wieso haben sie Dich reingelassen?", hakte Vano nach und setzte sich auf.

Boldiszàr
»Niemand hat mich herbestellt, wir haben dich gesucht. Wieso bist du einfach gegangen, ohne wem Bescheid zu sagen? Es hätte sonst was passieren können. Fast hätte ich Jendro die Kauleiste nachgerichtet. Ich wollt dir nur sagen, falls mir im Suff irgendein Blödsinn rausgerutscht ist, tut es mir sehr leid. Es stimmt nicht, keine Ahnung, was da mit mir los war, ich mag deinen Schwanz, mehr noch, ich find ihn scharf, besonders in Aktion. Das glaubst du mir jetzt bestimmt nicht mehr ... ich hab alles vermasselt.«

Silvano de Mancini
Vano schaute Boldi einen Augenblick lang mit schräg gelegtem Kopf an, ehe er ihn in die Arme nahm und streichelte. "Ich habe doch gar nichts gesagt, weder was Du gesagt hast, noch habe ich gestritten. Lass es einfach gut sein und so stehen. Du hast mir das ausrichten lassen, nicht selbst gesagt. Das soll nicht zwischen uns stehen und wenn Du lieber mit Davet mitgehst, ist das auch in Ordnung. Ich bin gegangen, weil ich überlegen musste, aber ich habe überlegt und nun ist alles klar. Ich wollte noch ein paar Tage ausspannen, vielleicht auch ein paar Tage mehr. Jendro hat damit nichts zu tun Boldi, lass Jendro aus dem Spiel. Und ob Du mich scharf findest, darüber müssen wir auch nicht mehr reden. Deine Lügerei ist zwar lieb gemeint, aber trotzdem eine Lüge. Immerhin sagt Dein Verhalten ja die Wahrheit, also kann es Dein Mund auch, oder lass ihn zu", sagte Vano liebevoll und küsste Boldi.

Boldiszàr
»Oh Mann, wie besoffen muss ich gewesen sein.« Boldiszàr fühlte sich so schäbig wie lange nicht mehr. »Wann hab ich das denn gesagt? Und wen hab ich damit beauftragt?« Er streichelte todunglücklich Silvanos zierlichen Körper mit seiner Gardistenpranke. »Ist unsere Ehe jetzt im Arsch?«, fragte er leise.

Silvano de Mancini
Vano drückte sich an Boldi und nahm seine Hand. "Nein wieso sollte unsere Ehe im Arsch sein? Wir hatten ein Problem, ich habe es gelöst. Wir mögen uns, wir lieben uns, ich wüsste nicht wieso wir unsere Ehe für gescheitert erklären sollten. Ich werde es jedenfalls nicht tun, unter keinen Umständen. Kommt es jemals so, ist das Dein Part Boldi. Ich werde unsere Ehe weder aufgeben noch beenden, dass habe ich Dir damals gesagt und dazu stehe ich. Ich liebe Dich nach wie vor, was hat das damit zu tun ob Du mich gekränkt hast? Das kann mir genauso mit Dir passieren und ich hoffe nicht, dass Du mich dann gleich verdammst. Wann Du das gesagt hast, weiß ich nicht. Bellamy hat es mir ausgerichtet. Folgendes teilte er mir mit. Das hat nichts damit zu tun, dass Du ihm jemals weh getan hast, oder dass Du grob zu ihm gewesen wärst. Die Frage könntest Du Dir sogar selbst beantworten Vano. Es ist schon Jahre her, da hatte Boldi mit Jendro Sex. Er hat es sich von Jendro besorgen lassen und war dabei mehr als glücklich, ihm ging richtig einer ab. Der Streit der danach folgte, ist eine andere Geschichte. Aber der Sex mit Jendro hat ihm gefallen und das obwohl Jendro ihn beglückte. Mit Davet war es ganz genauso, Boldi lässt ihn ran und ist dabei ziemlich glücklich. Du selbst hast Dich ebenfalls von Jendro verwöhnen lassen. Was hat Dir an dem Mann gefallen? Was hat Dich wirklich erregt? Was macht Dich an Tekuro oder Davet so geil, was Jendro ebenfalls bietet? Genau das machte auch Boldi geil, Jendros dicker, praller Schwanz. Er hat einiges in der Hose zu bieten. Davet ebenfalls, der Mann ist scharf bestückt. Du nicht Vano, Du bist für richtigen Spaß was Boldi angeht zu kurz geraten. Deine Bettschlange ist für Boldi eine Blindschleiche, die von Jendro ist eine Anakonda. Aus dem Grund möchte er nicht von Dir verwöhnt werden. Er schwieg um Dich nicht zu verletzten. Lass es doch einfach gut sein und hol Dir den Spaß von Davet. Dafür fasst Dich Boldi doch ziemlich gerne an. Gibt keinen den er lieber besteigt als Dich. Davet verwöhnt Dich auch unheimlich gerne, dass sieht man. Und sogar Tekuro genießt jede noch so zärtliche Nummer mit Dir und das heißt was. Ein großes Kompliment. Dafür hast Du genau die richtigen Maße, klein und knuddelig. Hör auf Boldi damit zu ärgern, lass einfach gut sein Vano. Er liebt Dich, aber das heißt nicht, dass er alles mitmachen muss. Das machst Du ja auch nicht. Das waren Bellys Worte und da bin ich gegangen um einen klaren Kopf zu bekommen und unser Problem zu lösen. Aber um es zu lösen, musste ich vorher mit jemandem darüber sprechen. Zwar hat das nicht bei der Lösung geholfen, aber mir hat es geholfen. Du hättest aber den Arsch in der Hose haben können, mir das selbst zu sagen, anstatt Deinen Bruder zu schicken. Das hat mich wütend gemacht, das gebe ich zu. Passiert ist passiert, versöhnen wir uns wieder", bat Vano.

Boldiszàr
»Aber warum sollte ich dir so was sagen, das ist ja gar nicht meine Meinung! Vielleicht war ich im Suff sauer und wollte sinnlos rumfluchen. Wobei das sonst nicht meine Art ist, ich werd mit steigender Promillezahl eigentlich immer ruhiger und irgendwann penne ich einfach ein. Ich muss mit Belly sprechen, was genau ich da gesagt habe und was das für eine Situation war. Aber das stimmt alles nicht, ich schwöre es bei meinem Leben! Ich find dich rattenscharf und dein Schwanz ist doch genau richtig. Jendro ist fast einen Kopf größer als du, klar hat der da auch mehr in der Hose. Wenn es mir darum gegangen wäre, hätt ich mir einen Hünen nehmen müssen und keinen Silvano. Ich wollt aber keinen Hünen. Ich wollt dich und ich will dich noch immer.«

Silvano de Mancini
Vano rutschte ein Stück, so dass Boldi bequemer sitzen konnte. "Wann Du das Belly gesagt hast, musst Du Deinen Bruder fragen. Er hat es mir nicht auf die Nase gebunden. Da ist was Wahres dran, Jendro ist größer und schwerer als ich. Allerdings ist auch etwas Wahres daran, dass Du zwar mit mir Sex hast, mich aber nicht ranlässt. Also was stimmt jetzt?", fragte Vano verwirrt und stellte das angebrochene Gurkenglas zwischen sie beide.

Boldiszàr
Boldiszàr starrte auf das Gurkenglas, griff danach, trank die Brühe bis zur Hälfte aus, damit er an die Gurken rankam, indem er seine Pranke reinstopfte und sich eine Handvoll rausangelte, die er in seinen Mund warf. Er zermatschte sie indem er zwei Mal drauf biss, dann schluckte er sie herunter und griff ein weiteres Mal rein. »Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun. Ich wollte einfach nicht. Weil mich die Sache mit Jendro sauer gemacht hat. Ich find dich aber trotzdem scharf.«

Silvano de Mancini
Vano lehnte sich zurück und betrachtete seinen Mann. "Erzähl es mir doch einfach, oder möchtest Du nicht mit mir reden? Du musst ja nicht Davet in seinem Redeschwall schlagen, aber etwas sollten wir schon miteinander reden. Ich weiß dass es nach Jendro anders war. Du hast mich nicht mehr verteidigt, oder für Dich allein in Anspruch genommen. Und wir haben nicht mehr miteinander geredet wie früher. Mit früher meine ich in unserer kurzen Ehe die Anfangszeit. Da haben wir oft miteinander geredet. Natürlich um uns kennenzulernen und das war die Zeit wo die Rache bevorstand, wo Du mir mit meinem Auge beigestanden hast, als es wieder Zicken machte obwohl es gar nicht mehr da ist. Aber da waren wir uns näher, heute sind wir das nicht mehr. Wir leben nebeneinander wie Kameraden, die den Bonus vom Sex genießen und trotzdem woanders gucken gehen. Ich fing damit an, mit Jendro. Das erste mal war nicht geplant, das war ein Versehen, weil ich Dich rächen wollte. Die Geschichte kennst Du. Das zweite Mal war geplant, weil ich jemanden im Bett wollte, der mich wollte, der mich begehrte. Und das tat er. Also warum wolltest Du mich nicht mehr, wegen Jendro oder spielt noch was anderes rein?", fragte Vano und nahm sich eine der Gurken.

Boldiszàr
»Ja, wegen Jendro. Da war ich gewaltig pissig, sehr viel mehr, als ich gezeigt habe. Würde ich diese Gefühle rauslassen, wäre Jendro nur noch ein wimmernder Haufen verdrehter Gliedmaßen. Aber dir hat es verdammt noch mal gefallen und ich wollte unsere junge Ehe nicht kaputtmachen mit meiner Eifersucht. Warum ich nicht geredet habe? Wir haben geredet.« Er fraß den Rest der Gurken auch noch auf, indem er sich das ganze Glas in den Rachen schüttete und mit einer Mischung aus Trinken und Essen verzehrte.

Silvano de Mancini
Vano stand auf, holte ein neues Glas und stelle es geöffnet zwischen sie beide. "Das wäre auch unfair gewesen Boldi, Jendro hat niemanden betrogen, ich schon. Das heißt Du hättest mir auf die Schnauze hauen müssen, für das Fremdgehen. Warum hast Du mir verziehen, wo Du dermaßen sauer warst? Das Du unsere Ehe nicht kaputt machen wolltest, rechne ich Dir hoch an. Aus dem selben Grund habe ich mich hier vergraben. Wir haben über vieles geredet Boldi, aber wir haben uns nicht ausgesprochen. Ich weiß Du bist kein redseliger Typ, aber manches muss man klären. Du siehst doch wohin es führt, sobald man es nicht macht. Und ich möchte nicht das es kaputt geht, ich möchte Dich nicht verlieren, weil ich Dich liebe", sagte Vano schlicht.

Boldiszàr
»Alle sagen immer, dass man reden muss ... aber was hätte das besser gemacht? Ich glaube, ich hätte mich nur in Rage geredet. Ich habe dir verziehen, weil die Alternative etwas wäre, das weder ich noch du wollen. Ich will dich, Vano, ich lieb dich auch über alles. Aber das mit Jendro, das war so was von daneben. Ich bin nun echt kein Jammerlappen wegen meiner Narbe, aber schau dir ihn an und schau dir mich an. Vielleicht verstehst du es jetzt besser.«

Silvano de Mancini
Vano strich Boldi mit einem Finger ganz sanft und zärtlich über seine Narbe. "Die hat mich nie gestört und meine Hackfresse ist auch nicht besser. Besser gemacht hätte das Reden nichts Boldi, aber ich hätte gewusst woran ich bin. Ich wollte Dich nicht verletzten, alles was ich an dem Tag wollte war Dich rächen und es ging gewaltig nach hinten los. Ich sollte das mit den Racheaktionen lassen, die haben mir und meinen Leuten immer nur Unglück gebracht. Du hast die Rache nicht mal gewollt und am Ende hattest Du erneut einen Grund zur Rache, weil ich so dämlich war. Davet hat seine Rache nicht gewollt und ich verlor bei den Versuchen mehr als nur ein Auge. Gut letztendlich sind die Farisin tot und uns beiden gehören die Inseln, dass hat auch was. Aber war es das alles wert? Keine Ahnung Boldi. Hätte ich nicht auf die Rache gewartet, wären wir nicht zusammen. Aber so darf man auch nicht denken, dann wären wir uns woanders begegnet. Wer weiß das schon. Es nützt nichts über verschütteten Rum zu klagen. Es ist wie es ist und ich kann nichts ungeschehen machen, nur zukünftig besser. Es tut mir leid, dass ich Dich dermaßen mit Jendro verletzt habe. Ich habe alles für Dich gegeben Boldi, damit Du ein gutes und schönes Leben haben wirst. Wir gemeinsam, aber da habe ich Dich auch nicht gefragt, ob Du überhaupt ein Schiff haben möchtest, oder ein Geschäft. Da habe ich auch nicht geredet Boldi. Du bist es also nicht allein, das mit Jendro war allein meine Schuld. Die Rache, genau wie der Sex", sagte Vano und legte einen Arm um seinen Mann.

Boldiszàr
»Ich hasse Jendro«, erklärte Boldiszàr unnötigerweise, während er Silvano auf seinen Schoß zog. »Der Kerl wirkt auf den ersten Blick ganz nett, aber er kann außer ficken vor allem eines gut: Kaputtmachen! Daran hat er Spaß. Er hätte fast meine Karriere ruiniert und jetzt auch noch meine Ehe. Was auch immer er dir erzählt hat und vorgibt, es ging ihm nie um dich - es geht um Robby. Er kann nicht verwinden, dass Robby und ich uns so gut verstehen. Hab dir ja schon erzählt, dass er spitz auf den war. Oder hab ich das nur Davet erzählt? Jedenfalls war es so! Da hab ich gestört. Auch, dass Robby in die Leibgarde aufgenommen wurde ohne irgendwelche Referenzen, nur auf meine Empfehlung hin, geht ihm gegen den Strich. Neid, Vano! Ebenso wenig kann er verwinden, dass ich den Platz als Coutilier eingenommen habe, in seinen Augen völlig ungerechtfertigt. Drum haut er dazwischen, wo er nur kann! Er ist eine falsche Schlange, die vorne lächelt und einem von hinten in den Arsch beißt.«

Silvano de Mancini
Vano musste bei Boldis Erklärung lachen und schlang ihm die Arme um den Hals. "Boldi hör zu", gackerte Vano, "Schlangen haben nur an einem Ende Zähne". Silvano benötigte einen Moment um wieder ernst zu werden. "Spaß beiseite Schatz, das hattest Du zuerst Davet erzählt und mir später ebenfalls. Darum wollte ich Dich doch rächen. Ich glaube Dir Boldi, aber Du schätzt Jendro falsch ein. Oder ich. Jedenfalls hat er mir den Eindruck gemacht, als hätte er das von damals bereut. Ob das die Wahrheit ist, kann ich Dir nicht sagen. Und ob er seine Freundschaft nur geheuchelt hat, weiß ich ebenfalls nicht, sie fühlte sich aber stets echt an. Letztendlich bist Du sogar geadelt worden, das darfst Du nicht vergessen in Deiner Aufzählung. Ob Jendro wirklich bereut oder nicht, ist bedeutungslos für unsere Ehe Boldi. Ich verstehe Deinen Hass, er hat etwas von mir bekommen, dass nur Dir zusteht. Sag mir was Du möchtest Boldi, dass ich mich nicht wieder mit ihm treffe? Möchtest Du das? Das musst Du mir sagen. Ich hab Dich vermisst, während ich Honig-Pfirsiche aß, dass muss ich Dir jetzt sagen", sagte Vano und rutschte auf Boldis Schoß zurecht.

Boldiszàr
»Du verschätzt dich, ich kenn den schon viel länger. Ich würde mir wünschen, dass du ihm ins Gesicht sagst, was für ein neidzerfressener Scheißkerl er ist. Was er sich anmaßt, dich auch nur anzusehen und dass seine Eier schlaff hängen wie der Sack von einem Greis. Lauter solche Nettigkeiten, um den arroganten Fatzken mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen.«

Silvano de Mancini
"Die Situation in der ich ihm das sagen würde, sparen wir uns lieber. Du bist gerade voll auf Brass Boldi. Aber er hat mir auch Kleidung geschenkt, als ich keine mehr hatte. Ich möchte ihn nicht gegen Dich verteidigen, aber Dein Unmut sollte sich da nicht so sehr gegen ihn richten, ich habe die Scheiße gebaut. Du warst gewaltig sauer auf mich, nicht wahr? Du wolltest mich nicht, um mir keinen vor Wut reinzudrücken oder?", fragte Vano ehrlich.

Boldiszàr
Boldiszàr schüttelte den Kopf. »Nein, so bin ich nicht. Ich hab bloß geschmollt. Weil ich nicht so richtig weiß, wie ich mit dieser Wut umgehen soll. Weder will ich sie an dir auslassen noch darf ich das an Jendro. Wohin also damit? Ich glaub, in meinem ganzen Leben war ich noch nie so wütend!« Er musterte Silvanos Auge. »Wann, bitte, musste dir Jendro Klamotten geben?«

Silvano de Mancini
Vano nahm Boldis Gesicht in beide Hände. "Du wirst gleich noch wesentlich wütender auf mich sein, gewaltig wütend, aber ich mache jetzt einen klaren Schnitt. Schrei mich an, beleidige mich, klatsch mir eine, ich sage Dir jetzt trotzdem die Wahrheit. Als ich loszog Dich zu rächen war die erste Nummer ein Versehen, die zweite war gewollt. Schlimm genug. Du weißt das ich in Ledwick im Urlaub war, wegen dem Abstand zur der Entmündigungsache? Ich war nicht allein. Ich bin gemeinsam mit Jendro in den Urlaub geflogen. Er hat mir Kleidung für den Flug gegeben, da ich nur noch ein paar dünne Klamotten von Santo hatte. Wir waren eine Woche zusammen in Ledwick, wir waren eine Woche zusammen wie losgelöst aus der Zeit. Wir waren dort überall und wir... wir waren auch im Bett. Es stand für sich, es ist danach nie wieder passiert. Ich habe Dich auch niemals mit jemand anderem betrogen. Das ist die volle Wahrheit", gestand Vano leise.

Boldiszàr
»Und da fliegst du hierher, ohne Bescheid zu sagen, weil ich vielleicht sturzbesoffen mal was über deinen Schwanz gesagt hab?« Boldiszàr war nun bitterlich enttäuscht und dermaßen wütend, dass er ganz still wurde. Eine Weile sagte er nichts. Er hatte nicht mal Hunger. »Ich muss mit Davet sprechen«, sagte er dann und erhob sich.

Silvano de Mancini
"Nun es war frisch und ich war gekränkt, darum ging ich. Und meine Verfehlung bezüglich Ledwick habe ich Dir gesagt, damit nichts mehr zwischen uns steht. Ich wollte reinen Tisch zwischen uns machen. Ich hätte schweigen können, damit wäre es erledigt gewesen. Ich habe auch nicht gesprochen, damit mein Gewissen erleichtert ist. Und ich habe es Dir nicht gesagt um Dir weh zu tun. Ich wollte Dir schlicht die Wahrheit sagen. Geh zu ihm, rede mit ihm", sagte Vano und gab Boldi frei, so das er aufstehen konnte. "Was wirst Du danach tun?", fragte Silvano.

Boldiszàr
»Du weißt, dass ich nichts tun werde«, blaffte Boldiszàr. »Du weißt, dass ich dich verdammt noch mal viel zu sehr liebe, um irgendwelche Konsequenzen zu ziehen! Das gibt dir natürlich einen Freifahrtsschein, den du volle Kanne ausnutzt. Was du mir versprochen hast, alles für die Katz. Du lügst, sobald du den Mund aufmachst! Warte hier. Lass es dir nicht einfallen, zu verschwinden, ich warne dich!« Damit stapfte Boldiszàr nach draußen zu Davet. Tekuro auf dessen Kopf reckte die Ohren. Er sah sofort, dass etwas ganz und gar nicht stimmte. »Wir müssen reden«, raunzte Boldiszàr. »Ohne Silvanos Eltern.«

Silvano de Mancini
Vano legte den Kopf schief, wie er es immer tat, wenn er jemanden ganz im Blick behalten wollte. "Ich habe es getan, aber ich tue es nicht mehr. Ja ich habe gelogen, obwohl ich meine Versprechen ernst gemeint habe. Was ist mit Tekuro? Was sollte ich dazu sagen? Das ist kein Aufrechnen, das ist kein Streit. Das ist ein Hinweis. Ich bleibe hier, keine Sorge ich mache Dir keinen erneuten Ärger und das ist die Wahrheit", sagte Vano kleinlaut.

Davet la Caille
"Dann lass uns nach draußen in den Garten gehen, Du siehst gerade so aus, als hätte Vano Dir in die Eier getreten", flüsterte Davet und gab den Weg vor in den Garten. Er verschloss hinter ihnen die Tür und ging noch ein Stückchen hinaus, so dass sie mitten im nächtlichen Garten standen. "Also gut, was ist los? Du hast das doch nicht wirklich gesagt oder?", hakte Davet nach.

Boldiszàr
Boldiszàr stapfte nach draußen. Die kalte Nachtluft tat ihm gut. Tekuro sprang im Garten von Davets Kopf und nahm menschliche Gestalt an, damit er gegebenenfalls mitdiskutieren konnte, ohne mit seiner Piepsstimme lächerlich zu klingen. »In die Eier getreten trifft es gut«, knurrte Boldiszàr. »Er war mit Jendro im Urlaub, in Ledwick, und hat dort wieder mit ihm rumgefickt. Drauf geschissen auf seine ganzen Versprechen! Ich bin in meinem ganzen Leben noch nie dermaßen von ein und der selben Person so oft belogen worden! Ich hab keine Ahnung, wann ich das mit seinem Schwanz gesagt haben soll, vermutlich in Ehveros, als ich besoffen war, aber ich kann mich beim besten Willen nicht daran erinnern!«

Davet la Caille
"Was heißt denn gesagt haben soll? Also hat er das gar nicht von Dir? Sondern von wem? Nun eigentlich lügt Vano nicht und eigentlich betrügt er einen nicht. Eigentlich... das nützt uns jetzt wenig. Wieso war er mit Jendro und nicht mit Dir oder uns in Ledwick? Oder ist das jetzt eine Lüge um Dich zu bestrafen? Falls es wahr ist, wirst Du ihm verzeihen, oder trennt Ihr Euch? Man da standen wir wegen Jendro schon mal! Kann das sein, dass immer wenn wir von Jendro sprechen, Sekunden später darüber reden, ob wir alle noch eine Beziehung haben? Der Kerl ist pures Gift!", knurrte Davet.

Boldiszàr
»Vano weiß genau, wie sehr ich ihn liebe. Er nutzt es volle Kanne aus. Warum er mit Jendro im Urlaub war und nicht mit mir? Vielleicht, weil ihm drei Mal einen weggesteckt kriegen am Tag immer noch nicht reichte! Weil er Jendro geil findet! Weil unsere Ehe im Arsch ist! Was weiß ich! Nein, er hat das nicht von mir, sondern von Belly. Aber Belly würde so was nicht erzählen, wenn es nicht der Wahrheit entspräche, das macht er nicht. Also wird es stimmen!«

Davet la Caille
"Also dreimal am Tag sollte schon reichen, was bin ich dann eigentlich? Gleichgültig, wieso sollen wir akzeptieren, dass Deine Ehe am Arsch ist? Wir hatten es endlich gemütlich und schön zusammen. Wollen wir das wegen dieser Woche aufgeben? Wieso geben wir nicht Jendro auf, statt dass Du Deine Ehe aufgibst? Ich möchte nicht dass wir uns trennen, das gebe ich zu. Ich liebe Euch und wieso sollten wir uns jetzt trennen? Bellamy kann da auch was völlig falsch verstanden haben, er war ja auch nicht nüchtern und hatte ständig seinen Schwanz in der Hand. Würde mir so wer etwas erzählen, würde ich es auch erstmal nicht für voll nehmen. Teku was sagst Du?", fragte Davet.

Tekuro Chud
»Ich sag, dass Vano eine kleine Drecksau ist, mit der ihr viel zu nachsichtig seid. Seit ihr den habt, sag ich euch, nehmt ihn an die Kette. Er gehört als Sklave gehalten, aber nö. Bitte, das habt ihr nun davon. Ich hab`s euch von Anfang an gesagt.«

Davet la Caille
Davet starrte Tekuro an. "Rede nicht so von ihm klar? Dafür das er eine Drecksau ist, hast Du ihn ziemlich oft und gerne gefickt! Und wo wärst Du heute und Deine Sippschaft, wenn es ihn nicht gegeben hätte? Er hat Dir doch Schutz auf seinem Schiff geboten, wo Ihr noch gejagt wurdet, wie räudige Hunde. Ohne ihn hättet Ihr über mich auch nicht den Rübenhof. Also denk nach bevor Du sprichst, oder verwandele das Hirn mit zurück auf Menschengröße", knurrte Davet.

Tekuro Chud
Tekuro musterte Davet. »Du wolltest meine Meinung, da hast du sie. Frag nicht, wenn du willst, dass dir wer nach dem Mund redet. Dafür bin ich nicht gemacht. Ich fick gerne Leute, die ich als kleine Schlampen erachte. Das ist kein Geheimnis und auch nix Neues. Manche brauche das. Und andere Verdienen das. Der Optimalfall ist, wenn beides zusammenkommt. Das ist der perfekte Sklave. Wie soll es deiner Meinung nach denn weitergehen, Großmaul, hm?«

Davet la Caille
"Na dann frage ich besser nicht was Du von mir oder so manch anderem hältst, dass die Menschen in Deinem Leben nur Huren, Sklaven oder Statisten sind, hast Du ja jetzt deutlich genug gemacht. Wie es weitergehen soll? Nun entweder einigen wir uns oder wir trennen uns. Es gibt nur zwei Wege. Keiner ist ein bisschen schwanger oder etwas verheiratet", gab Davet zurück.

Boldiszàr
»Ich beginne, Tekuros Vorschlag gut zu finden«, brummelte Boldiszàr. Er drehte allen Dreien eine Rauchstange, um die Gemüter zu beruhigen, und zündete sie ihnen an, bei Davet angefangen. »Ehrlich, wir haben ihn das letzte Mal dermaßen durchgenudelt, um ihn zur Vernunft zu bringen, noch mehr schaff ich auch nicht, ohne dass mein Schwanz aussieht wie ein geplatztes Würstchen. Ich glaub, dem hat das auch noch gefallen, was eigentlich hatte Strafe sein sollen. Also hab ich ihn gesperrt - und es hat auch nichts gebracht. Nichts bringt irgendwas! Reden nicht, heiraten nicht, bestrafen nicht, ignorieren nicht. Ich bin mit meinem Demonai am Ende.«

Davet la Caille
Davet nahm mit dankbarem Nicken die Rauchstange entgegen und hörte sich an was Boldi zu sagen hatte. "Mehr als er schon bekommt benötigt er nicht. Was er benötigt ist, dass er auch mal zum Zug kommt. Er wusste ja nicht einmal dass er gesperrt ist, ich wusste es auch nicht. Hätte ich wissen müssen, denn ich habe mich so nicht dran gehalten. Dann hast Du Dir die Antwort schon gegeben, dann bleibt Euch nur eines, die Trennung. Was ich allerdings schade finde, denn Ihr liebt Euch und trennt Euch, weil Ihr keinen gemeinsamen Nenner findet. Sicher?", hakte Davet nach.

Boldiszàr
»Ich will mich doch gar nicht trennen«, wurde nun auch Davet angeraunzt. »Wenn er bei dir einen wegstecken durfte, so oft er wollte, kann ihm ja auch nichts gefehlt haben, oder?«

Davet la Caille
"Das hat er aber nicht, es ging ihm schließlich um Dich. Du hast ihm in der Sache gefehlt, ich habe da keine Rolle gespielt. Nimm mich mal da raus und ich habe es ihm auch nicht so oft besorgt, oder mir besorgen lassen. Ich bin kein Hochleistungssportler auf dem Gebiet, für mich ist es Spaß und Genuss. Darauf kommt es für mich an. Aber ich weiß, dass Du ihm gefehlt hast im Bett, dass er Dich nicht haben durfte. Das hat ihn geärgert und verstört", antwortete Davet ruhig.

Boldiszàr
»Toll, und dafür betrügt er mich mit Jendro. Und als ich ihm meinen Arsch treudoof hingehalten habe - hat er es auch gemacht.« Boldiszàr ließ sich im Schneidersitz auf die Wiese plumpsen. »Was ist, wenn ich mal nen kranken Arsch hab oder einfach keinen Bock? Das ist doch keine Ausrede. So wenig kann sich einer doch gar nicht im Griff haben! Dein Rat? Einfach alles ignorieren?« Der Vorschlag wurde von Tekuro mit einem entsprechenden Blick quittiert, doch Boldiszàr wollte Davets Meinung hören.

Davet la Caille
Davet setzte sich neben Boldi und schüttelte den Kopf. "Nein, das geht nicht. Ignorieren kann man sowas nicht, aber man kann Vereinbarungen treffen. Zum Thema Lust und Sex, wenn Du keine Lust hast, kannst Du das offen sagen. Darauf hat er klar zu kommen. Wenn Du Dich ihm grundlos verweigerst, fängt er an darüber nachzudenken. Das würdest Du auch. Stell Dir vor von heute auf morgen würde er keinen Sex mehr von Dir wollen. Wärst Du auch irritiert. Er hat Dich schlichtweg körperlich vermisst, das Gefühl dass Du bereit bist auch ihn anzunehmen. Du besorgst es ihm auch jeden Morgen, aber da liegt auch ein Missverständnis vor. Vano lässt Dich jeden Morgen ran, weil er meint Du brauchst das. Du besteigst ihn jeden Morgen, weil Du denkst er braucht das. Merkt Ihr zwei was? Sprecht sowas mal ab. Ich würde mit Vano darüber reden, ich würde ihm sagen, dass ich mich nicht trennen möchte aber das ich Bedingungen habe, an die er sich zu halten hat, damit es funktioniert", erklärte Davet.

Boldiszàr
»Die er dann eh nicht einhält.« Boldiszàr warf den Rest seiner Kippe ins Gras, wo sie von Tekuro aufgesammelt und auf den naheliegenden Kompost gebracht wurde. Boldiszàr lehnte sich an Davet an. »Ich will Jendro tot sehen.«

Davet la Caille
Davet musterte Boldi ernst, so ernst wie man ihn selten sah. "Sicher?", hakte er tonlos nach, um Boldi nicht zu beeinflussen.

Boldiszàr
»Wenn ich ruhig darüber nachdenke - nein! Wenn ich dran denke, dass der Kerl seinen Schwanz in Silvano versenkt und der Blödmann auch noch dauernd zu Jendro zurückrennt und ich dagegen vollkommen machtlos bin - ja!«

Davet la Caille
"Gut. Dann zäumen wir das Pferd hinten rum auf, Jendro bekommt die Ansage. Sollte sein Schwanz nochmal den Weg in Vano finden, ist er ab. Schwanz rein, Schwanz ab. Das wird er verstehen und dann wird er seine Finger von Vano lassen. Trotzdem würde ich Vano auch sagen, er soll seine Körperteile bei sich behalten. Du musst Dich auch auf Deinen Mann verlassen können. Und sein Wort sollte genauso gelten wie Deines Boldi", sagte Davet freundlich.

Boldiszàr
»Wann hab ich ihn je belogen, hm? Die Ansage hat Jendro bereits bekommen. Auch Vano hat seine bereits bekommen. Es hat nichts geholfen und die zweite wird es auch nicht. Mich kotzt das alles an. Wie realistisch ist es, dass er sich diesmal dran hält? Ehrliche Einschätzung jetzt?«

Davet la Caille
"Ich meinte damit, er sollte so handeln wie Du. Das Du ihn nicht belogen hast, weiß ich. Nun Jendro sagen wir das ja nicht nur einfach so, ich werde es ihm sagen", erklärte Davet und dachte über Boldis Frage nach. "Eine realistische Einschätzung ist, er war mir in unserer Beziehung fünf Jahre treu. Dir war er bis zu Jendro auch treu, was hat der Kerl was weder Du noch ich haben? Oder wofür steht er? Es ist realistisch, dass Vano sich daran hält, wenn er sich auf seinen Schwur besinnt. Nimm ihn nicht beim Wort, nimm ihn bei seinem Schwur. Schwüre sind für ihn bindend, dass weißt Du, darum starben die Farisin. Er hat Dir was versprochen, er soll es Dir schwören, dass er Dir treu bleibt und Jendro nie wieder anfasst. Das er Dich liebt, steht außer Zweifel Boldi, dass kann ich Dir versichern", antwortete Davet.

Boldiszàr
»Was Jendro hat? Er sieht gut aus, im Gegensatz zu uns zwei heruntergewirtschafteten alten Knackern. Nein, ich werde Silvano fragen. Er soll es mir beantworten. Und dann wird er schwören. Du machst die Ansage bei Jendro, einverstanden. Das ist ein Plan.« Er stand auf und stapfte zurück zu Silvano.

Davet la Caille
Davet schaute Boldi hinterher. "Sicher mache ich dass, darauf kannst Du Dich verlassen", sagte er leise.

Silvano de Mancini
Silvano hatte sich wieder in die Sessel geschmiegt und schaute zu Boldi auf, als dieser die Speisekammer betrat. "Und zu welchem Ergebnis seit Ihr gekommen?", fragte er vorsichtig.

Boldiszàr
"Erst mal will ich wissen, was deine Frage bezüglich Tekuro sollte. Was soll mit dem sein?" Boldiszàr setzte sich auf einen der beiden Sessel.

Silvano de Mancini
"Damals im Bugraum, hast Du ihn in seine Schranken gewiesen, im Rübenhof nicht mehr. Du hast mich mit ihm geteilt Boldi. Das ist mit ihm, das hatte ich so hinzunehmen", gab Vano zurück und aß noch eine Gurke.

Boldiszàr
»Hat dir doch gefallen«, murrte Boldiszàr. »Bist sogar mit ihm allein abgezischt, ein weiteres gebrochenes Wort in der langen Liste.«

Silvano de Mancini
"Hat es das ja? Das Du doch erwartet, also hat es mir "gefallen". Das einzige was ich beim ersten Mal mit dem Schlitzauge empfand war Angst, ich hatte Schiss vor ihm, dass hatte ich schon immer. Das er doch vernünftig mit mir umgehen wird, das habe ich nicht gewusst. Vermutet habe ich es auch nicht, aber so ging er ja später mit mir um. Er war gut zu mir, er war zärtlich und er hat es so von mir gelernt. Wenn es Dir nicht gefällt, hättest Du mich nich verleihen sollen Boldi. Oder stammt die Idee von mir, dass er mich beglücken soll mittags? Wollen wir uns jetzt gegenseitig alles vorhalten und aufrechnen? Das habe ich mit dem Hinweis nicht bewirken wollen, ich wollte dass Du siehst, dass nicht immer alles glatt läuft. Ich hatte nie vor Dich zu betrügen und so bin ich sonst auch nicht, aber das im Rübenhof war doch eine Nummer wo jeder einverstanden war. Du hast es Teku erlaubt, Davet hat es zugelassen, Teku wollte es - sollte ich da als Einziger nein sagen? Wenn das der Test war, dann habe ich versagt".

Boldiszàr
»Nö, das mit Teku war völlig in Ordnung - so lange ich dabei war. Dein gebrochenes Versprechen war es nicht! Du hattest Schiss, er auch. Aber am Ende hat es euch beiden gefallen. Ich kenn euch beide ein bisschen, ich hab das so eingeschätzt und lag wohl auch richtig.«

Silvano de Mancini
"Du warst doch dabei, ich hatte schließlich Deinen Schwanz dabei im Mund. Ja danach hat es mir gefallen. Aber mir hat nicht gefallen, dass dies vorher einfach so entschieden wurde. Also nicht entschieden wurde, da kein Einspruch von Dir erfolgte. Ist auch jetzt gleich, vergiss meinen Einwand, wenn wir uns deshalb streiten", bat Vano.

Boldiszàr
Boldiszàr guckte eine Weile auf seine Hände. »Gut, ich gebe es zu. Ich wollte Tekuro einen Gefallen tun. Und ich hatte den Eindruck, dass er dir auch gut tun würde. Ich habe dich nicht gefragt, weil ich es so wollte, korrekt. Und nun? Ändert das irgendwas daran, dass ich richtig lag? Dass es dir dermaßen gut gefallen hat, dass du immer mehr wolltest?«

Silvano de Mancini
"Nein es ändert nichts daran, wir alle hatten dabei unseren Spaß, Du, Davet, ich, Tekuro. Daran gibt es nichts zu leugnen. Wieso wolltest Du Tekuro den Gefallen erweisen? Oder wolltest Du ihm nur beweisen, dass Du über mich die gleiche Macht hast, wie er über seine Spielzeuge? Die hast Du, das ist kein Geheimnis. Ich nahm ihn für Dich an Bord und rettete ihn und seine Familie. Mir persönlich war er damals gleich, ich kannte ihn ja nicht einmal. Bis Du mir sagtest, dass Sacha ihm so ähnlich sieht. Das sich meine Sicht auf ihn änderte, weißt Du. Aber nicht das er mein Mann wäre, sondern dass ich ihn als dazugehörig ansah, jemanden dem man vertrauen kann wie Bellamy. Beides wohl ein Trugschluss. Genug von Tekuro, Jendro oder Bellamy. Was ist mit uns beiden?", fragte Vano offen.

Boldiszàr
»Vergiss Patti nicht, Vano. Tekuro hat an dir gelernt - lernen müssen - sich absolut zu beherrschen. Das musste er vorher nie. Du aber bist aus seiner Sicht mein Eigentum. Er hat sich extrem zusammengerissen, war ganz langsam und vorsichtig und du hast ihm gezeigt, wie er mit Patti umgehen muss, ohne dass er den armen Kerl verschleißt. Letztlich habt aber nicht nur ihr drei davon profitiert, sondern auch Belly. Tekuro, mein Robby, und Belly, ich weiß nicht, ob du gesehen hast, wie die zwei miteinander umgegangen sind. Ich hab fast geheult vor Freude, bis Kazrar die Decke über sie drüberlegte. Die zwei kennen sich seit elf Jahren. Elf Jahre haben sie nicht mitgekriegt, dass sie anders zusammengehören! Erst nachdem Robby an Patti übte unter Kazrars Aufsicht und er schlussendlich bei dir randurfte und du ihm in Sachen Zärtlichkeit unterrichtet hast. Es war doch ein gutes Werk. Und ja ... ein bisschen Stolz war auch dabei, dass du mir so weit vertraut hast.«

Silvano de Mancini
"Auch darüber hätten wir vorher reden können, ich meine nicht stundenlang davor, sondern das Du in die Richtung denkst. Aber das musst Du nicht. Allerdings verstehe ich dann nicht, weshalb Du wütend auf mich bist. Du verleihst mich und bist wütend, dass ich genau das getan habe, was Du Dir von mir erhofft hast. Dann warst Du stolz, es war ein gutes Werk, aber auf mich bist Du sauer. Belly und Tekuro haben sich gefunden und sie werden auch Patrice zurückbekommen, daran besteht kein Zweifel. Ich weiß nicht wie lange sie sich kannten und was die beiden verbindet. Ich spreche selten mit Bellamy oder Tekuro privat. Wir haben uns so nichts zu sagen, außer normale Informationen wie dass das Essen fertig wäre. Beschreibe ich es mal so, sie sind mir bekannt und ich weiß das über sie, was Du mir gesagt hast. Mehr weiß ich nicht. Als ich ein einziges Mal mit ihm ein persönliches Gespräch hatte, da ging es darum, was man aus seinem Leben machen sollte. Ich schenkte ihm meinen Kompass darauf hin. Er kann ihn gebrauchen, ich wusste nicht ob ich ihn jemals wieder benötigen würde. Ansonsten verbindet uns nichts. Mich verbindet auch nichts mit Bellamy. Der einzige Verbindungspunkt zu Tekuro und Bellamy bist Du Boldi. Was bekommen wir wo die beiden sich nun haben? Oder wo stehen wir?", fragte Vano und knotete seine Haare zusammen.

Boldiszàr
»Hätten wir, ja. Aber ich rede nicht gern über so Gefühlskram, nur, wenn ich es muss, so wie jetzt. Dich verbindet nichts mit Tekuro? Da scheint er anderer Meinung zu sein. Ist das deine ehrliche Einschätzung? Dann sag sie ihm ins Gesicht. Er ist draußen. Was uns beide betrifft, bin ich unschlüssig. Sicher bin ich darin, dass ich meinen Ehemann behalten will. Der Gedanke, dass wir uns wegen diesem Wichser Jendro trennen, macht mich so wütend. Er hätte das, was er will. Und der Gedanke, ohne dich aufzuwachen, ist unerträglich. Aber ich lasse auch nicht gern mit mir spielen. Mach du doch einen Vorschlag.«

Silvano de Mancini
Vano guckte verdutzt. "Aber das weiß Tekuro doch, er sieht es vermutlich ganz ähnlich. Ich bin Dein Anhängsel und wärst Du nicht mehr mit mir zusammen, dann hätten wir schlagartig Null Kontakt. Völlig in Ordnung so, das nehme ich ihm doch gar nicht übel, oder er mir. Hätte Bellamy einen Mann angeschleppt, hättest Du mit ihm doch auch nichts zu tun. Oder was verbindet Dich mit Sherkal? Das Gleiche verbindet Teku mit mir. Aber ich kann ihm das gerne sagen, wenn Du das möchtest. Nunja am Anfang haben wir darüber schon geredet, nicht in der Tiefe, aber wir haben es getan. Auf der anderen Seite, wer redet zu Anfang über sowas, sprich diese Art von Zusammenleben ergibt sich von selbst oder nicht. Planbar ist das nicht, sprich der Rübenhof als Konstellation. Und plant man sowas, kann das ziemlich abschreckend sein. Gut. Belasse ich es dabei. Der Gedanke mich zu trennen, macht mich ebenso wütend und ich bin enttäuscht, allerdings von mir. Damit hast Du nichts zu tun. Ich habe Dich nicht geheiratet um mich von Dir zu trennen. Wir gehören zusammen, schon von Angebinn unseres Leben war es so. Ich denke als Paar, als Freunde garantiert. Ich spiele nicht mit Dir, sonst hätte ich nicht meine komplette Existenz für Dich aufgegeben, um Dich abzusichern. Einen Vorschlag? Puh ich kann nur einen Vorschlag machen, den ich selbst nicht möchte. Er könnte hilfreich sein, aber ich finde den Vorschlag Scheiße. Trennung auf Zeit, bis es sich wieder eingerenkt hat", gab Vano zurück.

Boldiszàr
»Du schenkst Tekuro einen Kompass - weil er dir egal ist? In Ordnung, das muss ich wohl so akzeptieren als eine weitere Merkwürdigkeit von dir. Eine letzte Frage, bevor ich deinen Vorschlag kommentiere: Was hat Jendro, was dir bei Davet und mir fehlt?«

Silvano de Mancini
"Unsinn Boldi, ich schenkte Tekuro den Kompass aus Dankbarkeit für seinen Rat und damit er selbst seinen neu gewählten Weg stets beibehält. Ja ich denke kompliziert, aber ich denke auf meine Art logisch. Was Jendro hat? Hobbys, eine Berufung, eine Passion, wie ich für Schiffe und das Meer", antwortete Vano.

Boldiszàr
"Oh", murrte Boldiszàr und fühlte sich schlagartig uralt und langweilig. "Ich hab dir am Anfang gesagt - ich bin ein Langweiler! Es ist echt zum Mäusemelken."

Silvano de Mancini
"Und ich habe Dir gesagt, dass mich das nicht stört und das ist auch so. Aber mich stört, wenn Du Dich selbst hängen lässt. Da ich es von mir kenne, möchte ich nicht, dass Du genauso endest. Du wirst nicht ewig in der Leibgarde bleiben, eines Tages wirst Du gehen, weil Du zu alt bist. Was dann? Wirst Du warten, dass man Dich doch noch einmal braucht? Jeden Tag ein kleines bisschen insgeheim hoffen, vielleicht kommt einer vorbei, benötigt meine Erfahrung als Ausbilder, als Helfer, irgendwas? Ist es das, was Du Dir für Dich wünscht? Ich wünsche mir das nicht für Dich. Ich wünsche mir für Dich, dass Du abends nach Hause kommst und nicht weißt was Du zuerst machen sollst. Lese ich zuerst mein Lieblingsbuch weiter, oder schreibe ich ein neues Rezept? Weil Dich das gerade beides interessiert. Oder gehe ich mit meinem Mann angeln? Und wenn Du alte Glasflaschen sammelst, sie Dir anguckst und mir sagst, was Du daran schön findest - super. Du hast was gefunden, was allein Dich ausmacht, was Dich glücklich macht. Was nichts mit Deinem Beruf zu tun hat. Bei mir ist es umgekehrt. Das Meer gehört zu mir. Ich wählte einen Beruf, den ich auf dem Meer ausübe. Wäre ich nie in den Adelsstand erhoben worden, wäre ich trotzdem auf einem Schiff gelandet. Vielleicht nie beim Militär, möglicherweise als Fischer oder bei der zivilen Schifffahrt. Keine Ahnung oder ich hätte Muscheln von den Felsen geerntet und verkauft, Hauptsache Meer um mich herum. Was bist Du Boldi? Was möchtest Du sein? Woran möchtest Du Freude haben? Was soll Dich erfreuen? Ich wollte Dich anlernen, damit Du meine Welt kennenlernst und vielleicht Spaß daran hast. Falls nicht, gut, Du hast reingeschnuppert. Aber lass Dich nicht hängen und Deine Gedanken nur um den Beruf und das Futter kreisen. Das meine ich nicht abwertend, ich weiß genauso gut wie Du, was es heißt um Nahrung zu kämpfen und wie wichtig sie ist. Aber heute musst Du keine Angst mehr haben. Bei Dir ist es zu tief drin, ich verstehe das, trotzdem versuch nicht immer nur daran zu denken, Du bist mehr als die Garde und die nächste Mahlzeit Boldi. Du hast mehr zu bieten als Du denkst, Du reduzierst Dich selbst, warum? Zähl Dir doch selbst alles auf was Du kannst, Du bist kein Langweiler, Du weißt nur nichts mit Dir anzufangen, dass ist Dein Problem. Kann aber unser Problem sein und ich löse es hm? Und deshalb stieg ich auch nicht mit ihm ins Bett, deshalb hörte ich ihm nur gerne zu. Aber Du hast mich gefragt, ich habe geantwortet und ich habe Dir auch auf Dich bezogen geantwortet. Kommentiere meinen blöden Vorschlag", bat Vano.

Boldiszàr
»Wenn es das nicht ist, warum bist du dann zu ihm ins Bett gestiegen? Vano, ich bin in meinem Leben durch eine harte Schule gegangen, da erzähle ich dir nichts Neues. Mich hat niemand adoptiert. Alles, was ich heute bin, habe ich mir selbst erarbeitet, mit ein klein wenig Wohlwollen seitens von Prince Ciel. Ich denke und fühle minimalistisch. Weil ich nie irgendwas im Überfluss hatte. Und wenn doch, dann habe ich das entweder gespart, oder wenn es essbar war, vertilgt. Finde dich damit ab, dass ich bis zu meinem Lebensende arschlangweilig bleiben werde. Ich komme gern mit an Bord und ich lerne alles, was du versprochen hast, mir beizubringen. Aber erwarte von mir keine Begeisterungsstürme. Ich freue mich trotzdem. Aber meine Passion heißt und hieß schon immer, ertragen, weitergehen und überleben. Dein Vorschlag ist Scheiße. Absolut großer Kack.«

Silvano de Mancini
"Weil ich mich von ihm verstanden gefühlt habe in dem Moment, darum bin ich mit ihm ins Bett gestiegen. Nun dass Du Dich freust, ist doch schon mal ein Anfang. Du fühlst minimal, ich vertraue minimal. Jeder hat da sein Päckchen mitbekommen Boldi. Aber man kann es ändern, auch wenn es lange dauert. Ertragen, weitergehen und überleben? Nun das habe ich auch, ich bin auch noch hier. Das Glück an der Adoption war, dass ich dadurch meinen Beruf ergreifen konnte. Das Schlechte war, dass ich mich selbst aufgeben musste, um eine Rolle zu spielen, damit es passt. Es ist ein Theaterstück dass man draußen in der Öffentlichkeit permanent aufführt, der Adelige Mancini - tata. Der hatte aber nichts mit Namenlos zu tun, auch Eliot Lyon genannt. Zig Namen, für einen der doch keinen Namen hat. Und was nicht benannt werden kann, existiert auch nicht wirklich. Und so war es auch, wer ist denn Mancini? Eine Rolle, sonst nichts. Ich bin ich - und ich war namenlos. Wenn Du verstehst was ich damit ausdrücken möchte. Wir beide hatten unsere Probleme, jeder in seiner Welt in die er hineingeworfen wurde, nach dem Tod unserer Eltern. Aber davon wussten wir ja nichts. Ich sagte doch mein Vorschlag ist Scheiße. Neuer Vorschlag, den ich auch meiner Mutter mitteilte, vielleicht solltest Du Dich mit Davet zusammentun, Ihr passt von Gemüt her zusammen", schlug Vano vor.

Boldiszàr
»All deine Vorschläge sind scheiße«, ärgerte sich Boldiszàr. »Wie wäre es damit, dass du Jendro eine Ansage machst und anfängst, mir gegenüber die Wahrheit zu sprechen? Ich mag Davet und wenn ich nicht muss, geb ich den auch nicht wieder her. Aber mein Mann bist du!«

Silvano de Mancini
"Ich möchte doch auch Dein Ehemann bleiben, dass weißt Du doch. Aber ich weiß nicht, wie ich Dir das beweisen soll. Gut ich mache Jendro eine Ansage. Und ich habe vorhin angefangen, Dir die Wahrheit zu sagen. Sonst wüsstest Du nichts von Jendro im Ledwickurlaub Boldi. Neuer Vorschlag, wir besiegeln unsere Ehe erneut? Symbolisch als Zeichen für uns beide. Wie gesagt, ich habe Dich nicht umsonst geheiratet, ich war nicht einmal mit Davet verheiratet. Wir beide sind es, ich habe Dich im Meer geheiratet und offiziell, dass war mir wichtig".

Boldiszàr
»Einverstanden.« Er nahm seinen Mann in den Arm und zog ihn auf seinen Schoß, wo er ihn mit einem Kuss willkommen hieß. »Ich möchte außerdem, dass du mir die Treue schwörst. Deinen Schwur drauf, Vano. Du hast nur noch Sex mit einem anderen, wenn ich es dir erlaube.«

Silvano de Mancini
Vano küsste Boldi glücklich mit, machte es sich auf Boldiszars Schoß gemütlich und lehnte sich an dessen breiter Brust an. "Ich schwöre Dir die Treue Boldiszar, ich werde mit keinem anderen Mann mehr Sex haben. Es sei denn Du erlaubst es und bist dabei. Geschworen. Ich liebe Dich Boldi", sagte Vano und strich über die Schnöselmuschel, "ich liebe Dich wirklich von ganzem Herzen, auch wenn ich Dich dafür viele Nerven koste".

Boldiszàr
Boldiszàr streichelte zärtlich Silvanos Narbe. »Schwur angenommen.Ich lieb dich doch auch, Schatz, auch wenn du nur einen grässlichen Langweiler abbekommen hast. Komm, sag noch Tekuro, was du zu sagen hast und dann fliegen wir gemeinsam zurück nach Hause.«

Silvano de Mancini
"Danke fürs Annehmen", gurrte Vano und küsste Boldi lange und fest mit Zunge. "Langsam, Langweiler hast Du gesagt. Das war nicht ich, ich finde Dich ja gar nicht langweilig. Wie soll ich das erklären? Ich möchte Dir doch nur ein schönes Leben verpassen, mit ein bisschen mehr. Sozusagen die Sahne auf der Torte. Verstehst Du es?", fragte Vano und ließ sich von Boldis Schoß rutschen. Er ging gemeinsam mit seinem Ehemann nach draußen und schaute Tekuro an. "Boldi möchte, dass ich Dir sage, was ich für Dich empfinde. Es ist das Gleiche was Du empfindest - nichts. Wäre Boldi nicht, hätten wir keinen Kontakt mehr. Jeder von uns ginge seiner Wege ohne den anderen jemals wieder zu sehen. Ich bin für Dich das Ehemann-Anhängsel von Boldi und Du bist für mich das Bruder-Anhängsel von ihm. So Versprechen eingelöst", sagte Vano mit schiefem Grinsen.

Tekuro Chud
Tekuro, der schon wieder rauchte, hörte damit auf und starrte Silvano an. »Falsch. Ich empfinde dich als ein mieses kleines Dreckstück, das Boldi überhaupt nicht verdient hat. Wäre Boldi nicht, würden wir nicht getrennter Wege gehen. Ich würde dich fangen, eine Weile mit dir spielen und dich büßen lassen und dann an die Beißer verfüttern.« Damit verwandelte er sich in eine Fledermaus zurück und schoss wie ein schwarzer Pfeil unter Boldiszàrs Pullover. Auf dem Boden blieb eine dampfende Rauchstange zurück.

Silvano de Mancini
"Ah dass wusste ich nicht. Den Fehdehandschuh hebe ich auf. Möge der Bessere gewinnen. Ab heute werden wir wohl beide etwas leichter schlafen. Du solltest tagsüber vorsichtig sein, das Dich der Tod nicht holt und ich werde nachts auf mein Leben achten. Ja, bald bricht der Tag an Tekuro, sehr bald", sagte Vano mit einem freundlichen Lächeln und reinigte sich mit seinem Haken die Fingernägel.

Boldiszàr
Boldiszàr starrte Silvano an, dann seinen Haken, dann seinen Pullover, unter dem Tekuro ganz still hing. »Fliegen wir nach Hause«, murrte er müde und stapfte in Richtung der Vögel, wo er Tekuros herumliegende Kleider einsammelte.

Silvano de Mancini
"Zur Choucas? Von mir aus gerne", stimmte Vano zu. "Aber setzt das widerliche, stinkende Schlitzauge vorher am Rübenhof ab. Oder lass ihn selbst fliegen, was haben wir mit ihm zu tun? Ich muss eh nochmal zur Choucas, ich benötige die eine oder andere Harpune", warf Vano ein.

Boldiszàr
»Zum Rübenhof«, blaffte Boldiszàr.

Silvano de Mancini
"In Ordnung, schon gut", sagte Vano liebevoll. Keine zwei Sekunden später sprang er wie eine Viper vor. Er grabschte Boldis Pullover und zerrte daran um Tekuro zu zermalmen.

Boldiszàr
Als die Fledermaus zwischen Silvanos Fingern aufquiekte und irgendetwas in ihr knirschte, musste Boldiszàr etwas tun, was er nie hatte tun wollen. Mit einem Tritt in den Bauch, wobei er gegen den Hüftknochen trat, brachte er Silvano wieder auf Abstand. »Geht`s noch? Ihr spinnt doch alle! Reißt euch zusammen!« Unter seinem Pulover regte sich Tekuro schwach und zittrig. Da er sich nicht anders zu helfen wusste, rannte er zu seinem Vogel und stieg darauf. »Durchhalten«, sagte er leise.

Silvano de Mancini
Vano musste einige Ausfallschritte machen um nicht zu Boden zu gehen, da hinter Boldis Tritt nicht nur wesentlich mehr Kraft, sondern auch Gewicht lag. Er rieb sich den schmerzenden Hüftknochen und atmte flach und den Schmerz loszuwerden. "Er hat den Fehdehandschuh geworfen, nicht ich", knurrte Vano. Aber das Knurren galt Tekuro und nicht seinem Mann.

Boldiszàr
»Das wird er anders gesehen haben, jetzt steig auf deinen Vogel! Davet, steh da nicht rum!«

Davet la Caille
"Ja oder es war gar keiner, sondern Teku war nur angepisst, weil wir Dich suchen mussten. Die Möglichkeit gibt es auch noch", sagte Davet grantig, packte Silvano am Oberarm und zerrte ihn mit sich mit. "Ich mache doch schon. Vano fliegt bei mir mit. Nicht dass Ihr Euch noch auf dem Vogel kloppt, Teku und Du. Dann Vano, würde auch Boldi abstürzen und sterben", erinnerte Davet, warf Vano über den Vogel und schwang sich selbst in den Sattel. "Beeilen wir uns, zu Benito am Besten", erklärte Davet und ließ seinen Vogel abheben.

Silvano de Mancini
Vano starrte giftig zu Boldi herüber, den Pulli fest im Blick. "Eins zu Null für Team Silvano. Ja fliegen wir zu Benito, Du weißt ja wie gut ich mich da auskenne Teku. Das wird ein Spaß. Dein Krankenbett wird Dein Totenbett, ich schwöre es Dir. Ich spiecke Dich mit Harpunen, dass Du aussiehst wie ein Metall-Mettigel", drohte Vano grollend und Davet rollte mit den Augen.

Boldiszàr
»Benito kann da nicht helfen.« Boldiszàr ließ seinen Vogel starten und fragte sich, warum sein Leben nicht wenigstens mal für einen Monat in den langweiligen Bahnen verlaufen konnte, die seinem Gemüt zur Erholung verhelfen würden. Mit Silvano und Tekuro jedenfalls würde er nie die ersehnte Monotonie erlangen. Er flog voran, so schnell sein Vogel konnte, wobei er keinerlei Rücksicht auf den Gesundheitszustand des Tieres nahm. Im Rübenhof suchte er nach seinem Bruder. »Belly! Rasch!« Einmal mehr verfluchte er das Sammelsurium an Sklaven, dass den kompletten Hof verstopfte.

Bellamy Bourgeois
Bellamy eilte herbei, während Boldiszar in den Rübenhof gestürzt kam, dicht gefolgt von Davet und Vano. Nur warum Davet Vano am Oberarm festhielt wie in einer Schraubzwinge erschloss sich Bellamy nicht. "Was ist los?", fragte er seinen kleinen Bruder besorgt.

Boldiszàr
Boldiszàr nahm Bellamy im Laufschritt in einige hundert Meter Entfernung, bis er sicher war, dass Silvano sich nicht unbemerkt nähern konnte. Dann holte er ganz vorsichtig mit beiden Händen Tekuro hervor. Die schwarze Fledermaus lag in einer schmerzerfüllten Verrenkung auf seinen Handflächen und zitterte bei jedem Atemzug. Der Anblick fuhr ihm durch Mark und Bein. »Oh Nein!« Er wusste nicht, was er mit einem verletzten Vampir tun sollte und hielt ihn Bellamy hin. »Silvano hat ihn zerquetscht. Braucht er Blut? Was kann ich tun?«

Bellamy Bourgeois
Bellamy starrte von Tekuro zu Vano. "Zu Dir komme ich gleich", schnauzte er seinen Schwager an. Vano zog sich als Antwort nur einen Finger über die Kehle und bekam keine Sekunde später eins mit der flachen Hand von Davet vor den Hinterkopf. Bellamys Augen wurden zu schmalen Schlitzen und wer ihn kannte wusste, dass er jetzt besser mit dem Unfug aufhörte, sonst bekam er eine Spezialbehandlung. Belly biss sich ins Handgelenk und hielt seinem Mann die blutende Wunde hin. Was man mit einem verletzten Vampir machte, wusste er nicht. Und sie hatten keinen alten Vampir dabei, der ihnen hätte helfen können. "Trink Schatz, trink so viel wie Du brauchst", bat Belly und versuchte Teku etwas aufzurichten und zu helfen.

Boldiszàr
Tekuro öffnete das Mäulchen und schleckerte das Blut mit halb geschlossenen Augen, doch es fehlte der Genuss, den er sonst zur Schau trug. »Du bist selber untot, Belly, das bringt nichts! Vano, hau ab«, brüllte er außer sich. »Davet, kannst du nicht mal 5 Minuten auf ihn aufpassen! Ich will ihn jetzt nicht sehen!« Er zog sein Einsatzmesser hervor und schnitt sich selbst in den Arm. Als es ordentlich lief hielt er Tekuro die Wunde vor das Mäulchen und hoffte, der würde nicht beißen. Kurz darauf spürte er das winzige Schlecken, aber keine Zähne. »Belly, die zwei sind gewaltig aneinandergeraten. Irgendwie müssen wir sie räumlich trennen, sonst bringen sie sich gegenseitig um.«

Bellamy Bourgeois
"Bring ihn raus, ehe er doppelt aufs Maul bekommt und zwar so richtig. Was hat er sich dabei gedacht? Ich dachte die verstehen sich!", knurrte Bellamy und schnappte kurzerhand einen der Sklaven, dem er die Kehle durchschnitt. "Wir trennen die beiden und dann werden sie sich versöhnen, so geht das nicht! Wir sind eine Familie, was denkt Ihr? Davet bring den Giftzwerg raus!", blaffte Belly.

Davet la Caille
"Ruhig, ich gehe mit Vano raus, zudem halte ich ihn die ganze Zeit fest. Von ungefähr kam der Angriff nicht, lass das mal nicht unerwähnt Boldi. Die Provokation musste auch nicht sein, das macht alles nur schlimmer und das jetzt hier? Leute", stöhnte Davet und zog Vano mit sich nach draußen in den Garten. Hinter sich verschloss er die Tür, damit Vano nicht sofort reinsprinten konnte, falls er ausbüchsen sollte. Aber Vano setzte sich auf einen Baumstumpf, zündete sich eine Rauchstange an und reichte Davet auch eine. "Beruhige Dich jetzt bitte Vano. Bei allen liegen die Nerven blank. Eine Provokation gibt hier die andere. Du liebst Deinen Mann, Du liebst mich, Belly liebt seinen Mann ebenso", sagte Davet und legte ihm einen Arm um die Schultern. "Wenn ich das ruhen lasse, werde ich sterben. Er sprach mir die Fehde aus. Eine Fehde überlebt man nur, indem man zuerst alle tötet. Die Regeln habe ich nicht gemacht. Ich habe auch keine Lust darauf, ich habe ihm nichts getan. Ich habe ihn nur gesagt, dass wir neutrale Personen sind. Du hast es ja selbst gehört, was soll ich das nochmal durchkauen. Vielleicht hätte Teku Boldi heiraten sollen, ist besser so. Dann hat Teku sein Original und den blöden Bellamy-Abklatsch. Danke für Deinen Beistand Wuschel", sagte Vano leise beim Rauchen. "Vano ich stehe uns allen als Familie bei, nicht nur Dir. Hört endlich auf Ihr beiden, es kaputt zu machen", bat Davet.

Boldiszàr
Boldiszàr hielt den sterbenden Sklaven so, dass Tekuro von dessen Blutschwall regelrecht geduscht wurde. Das schien dem Vampir gut zu tun. »Ich würd sagen, er sollte sic in dem Zustand besser nicht verwandeln. Passt du auf ihn auf? Ich weiß gerade wieder mal nicht, was ich tun soll, um alles unter einen Hut zu bringen.« Vorsichtig untersuchte er die Fledermaus, die so nass noch erbärmlicher aussah. »Der Arm ist auf jeden Fall durch. Auch noch der Rechte. Das gibt schlechte Laune. Ein paar Rippen wird er auch geprellt haben. Hoffentlich nur das.«

Bellamy Bourgeois
"Natürlich, ich kümmere mich um ihn. Wo ist nur dieser Archibald? Er müsste mehr wissen und uns helfen können. Wo ist der Kerl abgeblieben? Scheiße. Er wird wieder heilen, ganz gewiss. Man sagt doch Vampire können alles überstehen. Ob das wirklich so stimmt, ich hoffe es. Trink Schatz und halte durch. Egal was durch ist, ich pflege Dich und kümmere mich um Dich, keine Angst. Geh zu Deinem Mann und rede ihm ins Gewissen, bevor ich es tun muss. Dann bekommt er eine Lektion, die er nicht vergisst Boldi. Ich weiß wie Teku sein kann, er aber auch! Geh nur ich kümmere mich um Teku", sagte Belly und hielt Tekuro beschützend fest, dabei streichelte er ihn ganz behutsam.

Boldiszàr
»Was auch immer geschieht, schütze ihn«, sagte Boldiszàr sehr ernst. »Egal was, egal wer ihn angreift. Egal wer, verstanden? Und was Archibald betrifft ...« Er dachte nach. »Du hast zwei seiner Kinder und zwei seiner Enkel hier. Vielleicht wissen sie oder im Falle der Enkel ihre Mutter es. Und wenn du es irgendwie noch schaffst, denk an Patti. Ich denke, es würde Tekuro gut tun, zu wissen, dass Patrice wieder gesund ist. Und Ezio solltest du auch im Auge behalten.« Er warf noch einmal einen Blick auf den zerknickten Tekuro. Er war unverkennbar verletzt, aber sein Kreislauf wirkte stabil, so weit man das bei einem Vampir sagen konnte. Zumindest wirkte er nicht, als würde er gleich zu Staub zerfallen. Er sah, wie Bellamy sich liebevoll um seinen Mann kümmerte und drückte seinen Bruder dankbar. »Ich bin im Gelände, Robby. Ich komme in ein paar Stunden wieder nach dir sehen. Ich muss erstmal den Kopf auslüften.« Dann stapfte er nach draußen. Er marschierte an Silvano und Davet vorbei und begab sich zur Baracke B. Dort machte er sich bettfertig und schlief seit langer Zeit wieder in seinem alten Bett zwischen den Kameraden, die all die Zeit ihren Dienst ohne ihn verrichtet hatten. Etienne war ein guter Kerl. Hier war die Welt noch in Ordnung.

Bellamy Bourgeois
"Ich passe auf alle auf und ich werde zusehen, sobald Teku stabil ist, was ich in Bezug auf Archi machen kann. Geh, mach Dir keinen Kopf, niemand kommt an Tekuro heran, dass schwöre ich", versicherte Belly seinem kleinen Bruder.

Silvano de Mancini
Als Boldi aus dem Rübenhof kam und kommentarlos an ihnen vorbei ging, schauten Vano und Davet ihm hinterher. Vano stand auf, wuschelte Davet durch die Haare und drückte ihn. "Die Würfel sind gefallen. Er wird sich immer für Tekuro entscheiden. Geschenkt, denn so ist wenigstens eine Entscheidung gefallen. Überleg Dir ob Du hierbleiben möchtest oder mit mir auf die Choucas kommst. Hier sind meine Möglichkeiten begrenzt, aber er hat Verbündete. Ich stehe hier allein gegen ein Rudel Beißer. Auf der Choucas sieht das anders aus, jedenfalls ist es mein Terrain auf dem wir dann kämpfen. Falls sie kommen bin ich bereit. Ein Hai jagt nicht an Land", sagte Vano. "Falls es sich Boldi doch noch anders überlegt, weiß er wo er mich findet", erklärte Mancini, knuffte Davet und machte sich auf den Weg. Davet schaute ihm hinterher und schüttelte ergeben mit dem Kopf. "Warte ich komme mit", sagte la Caille und schloss zu Vano auf. Er wollte Vano nicht alleine gehen lassen, aber er wollte Boldi auch nicht zurücklassen. Boldi hatte hier seine Kameraden, Vano hatte niemanden und so beschloss Davet gemeinsam mit Vano auf der Choucas den Streit "abzuwettern". Morgen sah alles schon ganz anders aus, hoffte Davet. Vielleicht nach einem beruhigenden heißen Rum mit Gewürzen.
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Boldiszàr

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Re: Zu kurz geraten

#9

Beitrag von Boldiszàr » So 14. Apr 2019, 16:40

Boldiszàr
Etienne weckte Boldiszàr kurz vor Dienstbeginn der Unitè B, um mit ihm ein paar Minuten zu plaudern. Sie tauschten die wichtigsten Informationen aus, wünschten sich gegenseitig einen ruhigen Dienst, was Boldiszàr gequält die Stirn in Falten legen ließ, und Etienne trat mit den anderen Leibgardisten die Arbeit an. Zurück im Bett blieb Boldiszàr, der sich gewaltig quälte. Das Bett neben ihm, in das Tekuro gehörte, war leer. Er hatte erst zwei Stunden geschlafen, doch seine Gedanken ließen ihn nicht zur Ruhe kommen. Er liebte seinen Mann abgöttisch, aber Silvano schaffte es auch, ihn zur Weißglut zu bringen, was außer ihm, Antoine und Jendro bisher noch kaum einer geschafft hatte. Boldiszàr verstand ihn einfach nicht, egal, wie sehr er sich darum bemühte. Vielleicht lag es wirklich daran, dass Silvano ein Seemann war und er eine Landratte. Wenn Silvano ihn liebte, warum verletzte er Tekuro, wohlwissend, dass Boldiszàr sich nicht teilen konnte, wenn die beiden getrennte Wege gingen? Er fand einfach keinen Schlaf mehr. Er würde nach den beiden sehen. Er folgte den gewohnten Abläufen hier in der Leibgarde, als er sich wusch, rasierte und ankleidete. Auch eine Frühstücksportion stand für ihn bereit. Er aß sie allein, was ihn traurig machte, als er die ganzen leeren Stühle am Tisch sah. Noch schneller als sonst verzehrte er seine Mahlzeit, brachte den Teller weg, putzte seine Zähne und begab sich nach draußen. Im Gehen rauchte er seine Morgenrauchstange, die zu Ende geraucht war, als er den Rübenhof erreichte. Er trat ein. Die meisten Sklaven schliefen noch und er musste über sie hinweg steigen. »Belly? Vano?« Er schaute sich um. »Robby?«

Bellamy Bourgeois
Bellamy hatte die ganze Nacht über Tekuro gewacht, ihn gestreichelt und mit Blut versorgt, während es schlagartig still im Rübenhof geworden war, als er dem Sklaven die Kehle durchgeschnitten hatte. Verängstigt drückten sie sich in die Ecken des Hauses und schauten mit riesigen Augen auf den Leichnam ihres Mitsklaven. Es war Tag geworden, Belly spürte es. Eine seltsame innere Unruhe ergriff dann von ihm Besitz, als wollte ihn seine neue Natur warnen. Tekuro sah in seinen Augen etwas besser aus, vielleicht war es auch nur die Hoffnung die ihn sehen ließ, was er sehen wollte. Zärtlich fuhren seine dicken Finger über das Fell von Teku, so dass sie ihn kaum berührten um ihn nicht unnötige Schmerzen zu bereiten. Was in Vano gefahren war, dass dieser Teku dermaßen hart anging konnte Belly sich nicht erklären. Gut er wusste, dass Tekuro genau wie er selbst oft eine Schnauze am Kopf hatten, die sich gewaschen hatte. Aber nach allem was man von der Marine hörte, war Vano wohl auch einiges gewöhnt. Und falls nicht, kannte er Tekuro lange genug um zu wissen, wie er sprach, redete, reagierte oder handelte. Belly küsste Teku und streichelte ihn. Gerade als er fragen wollte, was denn nur vorgefallen war, Rief von außen Boldi nach ihm. »Komm rein! Ich kann nicht raus! Dein Mann ist nicht hier!«, brüllte Belly, damit Boldi ihn auch hörte.

Boldiszàr
Boldiszàr bahnte sich einen Weg durch die verängstigten Sklaven. Um Bellamy herum war eine große Lücke, sie fürchteten ihn und das zu Recht. »Hey«, sagte er ruhig und hockte sich zu ihm. Er schaute nach Tekuro, der nach seinem Dafürhalten recht zufrieden wirkte. Er thronte mit kugelrundem Bauch in Bellamys Hand und ließ sich streicheln. »Ihr solltet den Flügel richten«, meinte Boldiszàr. »Wo ist Silvano?«

Bellamy Bourgeois
Bellamy nickte und schaute sich ganz behutsam Tekuros Flügel an. »Ich weiß nicht ob man den Flügel richten sollte. Ich hatte gehofft, dass Tekuro sich zurückverwandelt und ich richte seinen Arm. Davon hätte ich Ahnung, aber von einem Flügel? Keinen Schimmer Boldi. Dein Mann hat gesehen wie Du gegangen bist und er ist kurze Zeit später mit Davet ebenfalls aufgebrochen. Ich glaube sie wollten zur Choucas, irgendwas wegen seinem Terrain hat er gesagt, aber ich hatte echt andere sorgen als meinen lieblichen Schwager. Keine Ahnung wieso, aber irgendwie hat er echt was von einem gestrandeten Hai. Schieb so ein Vieh zurück ins Wasser und er beißt Dir auch alles ab. Was war denn gestern nur los mit den beiden?«, fragte Belly besorgt. »Ach nebenbei, ich habe Dein Rammelproblem gelöst. Ich habe erkannt worum es ging und verstehe Dich. Drum habe ich Vano gesagt, er soll Dich bitte nicht mehr damit nerven, dass er Dich durchnehmen darf. Du nimmst ihn, er gehört Dir und sind wir ehrlich, er ist wirklich was klein. Er hat es sehr gut aufgefasst und verstanden. Ich habe ihm aber auch wirklich gut erklärt wieso. Und dass nicht jeder den gleichen Geschmack hat. Er war zwar was verdattert, verstanden hat er es aber. Also sei unbesorgt, eine Sorge weniger auf Deiner langen Liste«, sagte Belly aufmunternd.

Boldiszàr
»Sag mal, wann hab ich das überhaupt gesagt, dass mir sein Schwanz zu klein wäre? In Ehveros? Er hat mir eine schöne Breitseite verpasst zum Dank. Er war mit Jendro im Urlaub, wo sie zwei Wochen lang nur rumgevögelt haben. Als ich ihn fragte, warum, meinte er, weil Jendro im Gegensatz zu mir Hobbys und eine Passion hätte und er sich bei ihm geborgen fühlen würde. Danke, kann ich da nur sagen. Das Beste: Er hat geschworen, nicht mehr abzuhauen und nicht mehr ohne mich rumzuvögeln. Keinen halben Tag später ist er schon wieder am anderen Ende von Souvagne.« Boldiszàr schnaufte gestresst. »Robby, du hast deinen Mann gehört. Mach dich doch mal groß.«

Tekuro Chud
Robby wuchs, sein Fell wurde dünner und die Haut schimmerte dazwischen hindurch. Er knurrte vor Schmerzen, aber da musste er durch. Die Verwandlung war heute eine einzige Qual. Es dauerte mehrere Minuten, ehe er in Menschengestalt in Bellamys Arm saß. Er gab seinem Mann einen nach Blut und Eisen schmeckenden Kuss. »Der Arm ist durch. Ich hab von Anfang an gesagt, dass Vano als Sklave gehalten werden sollte. Auf Augenhöhe tut dem nicht gut.«

Bellamy Bourgeois
»Du? Gar nicht Boldi, ich bin Dein Bruder! Ich habe das so erkannt, Du musst mir sowas nicht sagen und Du musst Dich nicht bedanken. Vano hat was? Na warte, wenn ich den erwische, dann kann er sich warm anziehen. Ich habe ihm damals erklärt als ich eine Rosine war, was geschieht, wenn er wegläuft und so einen Mist baut! Eine Woche lang mit Jendro? Eine ganze beschissene Woche lang, macht der Sexurlaub in Ledwick? Brennt Deinem Kerl der Helm? Ein Hobby? Er meint sicher persönliche Interessen. Gut denken wir nach, erzähl mir was Du gerne tust, ich versuche drüber nachzudenken. Teku man macht doch jetzt mal hier!«, sagte Bell.

Bellamy Bourgeois
Bellamy war froh, als Tekuro endlich wieder als Mann bei ihm lag. Der Arm war gebrochen, dass sah er sofort. Bell kramte alles zusammen was er benötigte und fing ganz vorsichtig an die Knochen zu richten und Tekuros Arm zu schienen. »Das würde ich so nicht unterschreiben, denn er kann kämpfen wie eine kleine Wildsau, aber er ist störrisch und widerspenstig. Dabei ordnet er sich Boldi sonst unter, gehorcht und lässt sich gerne führen. Dienstlich der Boss, privat gemütlich. Aber in letzter Zeit dreht er total durch. Zuerst das mit der Entmündigung, da war er schon auf 180 und meinte jeder wollte ihm was. Wäre das so gewesen, wäre er tot! Was begreift er da nicht? Die Entmündigung und der ganze Kram, war eine Chance! Nein der gute Vano meinte, alle wollten ihn quälen. Ciel hat ihm eine zweite Chance gegeben, so wie der Duc damals uns. Bis er das mal begriffen hatte! Man könnte meinen zwischen seinen Ohren und seinem Hirn ist ein gewaltiger Abstand oder die Übertragungswege dauern was lang. Verstehen und verstehen wollen, kommt noch dazu. Ciel hat es wirklich versucht, mit allen Mitteln. Er hat ihm zig mal die Hand gereicht. Und Vano? Schaut die Hand an, schnüffelt dran, geht einen Schritt auf Ciel zu, schaut sich die Hand nochmal an und geht stiften. War ihm doch nicht genehm. So macht Dein Mann das immer Boldi, immer! Irgendwann hat er sich die Hand lange genug angeschaut, die ihm gereicht wird und er nimmt sie. Aber er sollte sich das gut überlegen, manche halten sie nicht so lange hin wie Ciel, der Duc, oder seine Eltern. Aber ich kenne auch Dich Tekuro. Ich weiß wie Du bist und ich weiß wie er ist - Feuer und Wasser, dass trifft bei Euch genau zu. Also was war los? Was hast Du gesagt, was hat er gesagt?«, fragte Bellamy während er den Arm von seinem Mann versorgte.

Tekuro Chud
»Pass auf, die kleine Sackratte kam aus heiterem Himmel auf mich zu und sagt mir, wie egal ich ihm bin. Was soll die Scheiße? Was hab ich ihm getan, außer, dass ich viel zu nett mit ihm war? Das hab ich nun davon!« Er musste kurz aufhören zu reden, weil Bellamy an seinem Arm herumzog. Die Schmerzen waren der Abgrund. Tekuro vergrub sein Gesicht an Bellamys Hals, damit man nicht sah, wie verzerrt es war, aber er sagte keinen Mucks. Dafür zuckten seine Muskeln gelegentlich und er atmete sehr schnell. Als es vorüber war, war ihm schlecht. Er setzte sich mit bleichem Gesicht wieder auf. »Jedenfalls«, fuhr er fort, »hab ich ihm gesagt, dass er mir nicht egal ist. Sondern dass ich ihn als ein mieses kleines Dreckstück empfinde, das Boldi überhaupt nicht verdient hat. Wäre Boldi nicht, würden wir nicht getrennter Wege gehen. Ich würde ihn fangen, eine Weile mit ihm spielen und ihn büßen lassen und dann an die Beißer verfüttern. Das hab ich gesagt.«

Bellamy Bourgeois
Bellamy streichelte Tekuro beruhigend über den Kopf und stopfte die Decken und Kissen etwas zurecht, die er sich hingelegt hatte um Teku besser halten zu können. »Kurzum, er knallt Dir was um die Ohren um Dich zu verletzten. Und Du antwortest mit gleicher Münze und schon flogen die Fetzen. Wieso hat er Dir sowas gesagt? Ich dachte Ihr mögt Euch? In letzter Zeit wart Ihr Euch doch nahe. Verstehe ich nicht, ehrlich nicht«, sagte Belly und zog Teku etwas höher in seine Arme. »Boldi weißt Du worum es dabei wirklich ging?«, fragte Bell seinen Bruder.

Boldiszàr
Boldiszàr drückte kurz aufmunternd Tekuros Fuß. »Es ging darum, dass er beleidigt war, weil ich ihn ohne ihn zu fragen an Robby verliehen habe. Ich wandte ein, es hätte ihm doch gefallen. Er meinte aber, dass ihn nichts mit dem Schlitzauge verbindet. So hat er das gesagt, Schlitzauge! Daraufhin meinte ich, er soll das Robby bitte ins Gesicht sagen. Das hat er getan und Robby hat seine Antwort gegeben. Aber wie kommst du darauf, dass mir sein Schwanz zu kurz ist? Ich hatte ihn gesperrt, weil ich sauer war wegen Jendro, das war alles!«

Bellamy Bourgeois
Bellamy starrte seinen Bruder an und schüttelte ganz langsam den Kopf. »Tekuro durfte ran und war ganz zärtlich zu ihm. Er hat auf ihm gelegen und gewimmert. Tschuldige Teku, war so. Dann hat er es Vano nach Strich und Faden besorgt, dass der ihn um mehr angebettelt hat und zwar so, dass ich vom Zuhören schon so ein harten Prügel hatte, mit dem man einen gefrorenen Acker hätte pflügen können! Und dann ist Teku nur noch das Schlitzauge? Er schläft hier vor dem Kamin, er fühlte sich wohl, er aß hier und dann ist Teku das Schlitzauge? Was ist mit Deinem Mann eigentlich los? Also entweder hat er echt nicht mehr alle Tassen im Schrank und ist irgendwie gestört. Oder er hat gelogen und wollte Tekuro bewusst verletzen. Ich denke mal letzteres, sonst hätte er hier nicht geschlafen und um eine neue Runde gebettelt. Und er hätte seine Mittagsficks die Teku ihm servierte abgelehnt oder nicht? Zudem Schwanzproblem, nun ich dachte irgendeinen Grund muss es haben, dass Du Dich von ihm nicht ficken lassen willst. Jendros Nudel hatte Dir damals gefallen. Davets Nudel hatte Dir gefallen. Mit beiden hast Du gerne Sex gehabt. Wieso mit Vano nicht? Also habe ich mir meine Gedanken gemacht. Jendro, dicke Hose. Davet, dicke Hose. Vano nicht. Problem erkannt, Du magst schöne, dicke, pralle Schwänze, verstehe ich. Vano hat keinen. Da dachte ich eins und eins zusammenzählend, darum geht es Dir«, sagte Bell.

Boldiszàr
»Also mal langsam. Erstens, Jendro kann wirklich hervorragend mit seinem Ding umgehen. Aber bevor er es einem reinschiebt, ist er ein richtig netter Kumpel. Das, was ich nicht kann, Balzen, beherrscht er scheinbar in Perfektion. Er gab Silvano das Gefühl, gut aufgehoben bei ihm zu sein. Das hat mich, glaube ich, mehr getroffen als alles andere. Er hat sich bei ihm zu Hause gefühlt. Das ist noch eine Stufe mehr als nur ein leidenschaftlicher Fick. Meinen Silvano liebe ich, wie er ist, Belly! Ich hatte nie den Gedanken, dass sein Schwanz klein wäre oder sogar zu klein! Ich meine, der ganze Mann ist nicht gerade ein Hüne, natürlich ist er da insgesamt auch kleiner. Ich hab auch keinen Totschläger in der Hose, und? Bisher hat keiner gejammert, außer Jendro. Deine Gedanken habe ich geteilt, was Silvano und Tekuro betrifft. Die zwei waren ... fast schon süß miteinander. Und dann soll sie nichts verbinden, wirklich gar nichts? Das fand ich heftig.«

Bellamy Bourgeois
Belly strich sich über das Kinn. »Jendro mag Vano entweder wirklich, oder er hat ihn richtig gut um den Finger gewickelt. Sind wir ehrlich, wir alle mit dem gleichen Hintergrund wünschen uns eine Person der wir vertrauen können. Jemanden wo wir uns Zuhause fühlen, weil wir weder ein Zuhause noch so eine Person hatten. Wenn Jendro das weiß und ihn betüddelt, dann wird Vano den Köder irgendwann schlucken. Ich frage mich nur, warum schluckt er Jendros Köder und nicht den seiner Eltern, die es ernst meinten? Was hat Jendro getan, damit Vano ihm vertraut? Den Fick mal beiseite, es geht um Vertrauen. Einen Fick bekommt man fast überall, wenn man sich nicht dumm anstellt. Vertrauen? Nein. Das Vertrauen von Vano? Schwer, das sah man doch an Ciel. Im Grunde hat der Mann nie was anderes als gesagt, bitte überlege was Du tust, für Dich und Deine Leute. Kehre um, lass Dir helfen. Ich helfe Dir. Das sagte Ciel tausend mal zu Vano, immer in anderen Worten. Wann verstand er es? Als Mama es für ihn übersetzte und für ihn sprach, damit Ciel ihn versteht. Also wie kam Jendro an all den Mauern von Vano vorbei? Wie? Was hat er getan oder gesagt? Nun zu Dir Boldi. Bei Dir fühlt er sich sicher und Zuhause, sonst würde er nicht neben Dir schlafen. Überlege wer er ist, woher er kommt, was er gelernt hat. Das Gleiche wie Du. Er teilt alles mit Dir, er gibt Dir alles. Er liebt Dich, dass weiß ich. Ich habe es gesehen, wenn ich Euch beobachte. Ich habe es gehört, wenn er über Dich spricht. Und er hat es sogar mir gegenüber gesagt. Er liebt Dich wirklich und das Du ihn liebst, dass weiß ich. Also ich würde Jendro eine klare Ansage machen, wem Vano gehört. Das kannst Du und Davet kann Dir dabei helfen. Und Vano? Vano würde ich sagen, pack die Krallen ein und sag was los ist. Weder ist Dir Teku gleichgültig, noch ist Jendro Dein Zuhause. Ich bin Dein Zuhause, ich bin Dein Ehemann und wenn ich Dich etwas frage, dann antwortest Du mir und zwar ehrlich. Das würde ich ihm sagen. Es kann aber auch gut sein, dass er gar nicht antworten kann. Das es nur ein Gefühl ist. Dann musst Du die Klappe halten, kein unnützen blöden Worte, die alles versauen könnten und nur schlimmer machen. Manchmal muss man einfach handeln, statt zu labern. Dann zeig ihm, wie sehr Du ihn liebst und wie sehr Du ihn vermisst. Das zieht mehr, als alles andere. Weißt Du Boldi, es gibt Dinge über die muss man einfach reden. Das ist klar. Aber es gibt auch Sachen, da muss man einfach mal den Mund halten und zeigen was einem wichtig ist. Denn Worte reichen da gar nicht aus. Beispiel. Tut mir leid, dass Du jetzt so einen Ärger hast Boldi. Wie fühlt sich das an? Ich meine es wirklich ernst. Oder das«, sagte Bellamy stand auf und nahm seinen Bruder ganz fest in die Arme und drückte ihn tröstend.

Boldiszàr
Boldiszàr drückte seinen Bruder fest. »Ich bin froh, dass ich dich habe. Aber langsam glaube ich, dass Silvano mit Jendro besser dran wäre. Ich habe wirklich alles gegeben, alles versucht. Ich wollte ihm ja entgegenkommen, das will ich immer noch. Aber ich möchte für ihn auch nicht den Hanswurst spielen. Ich bin absolut nicht gewohnt, mich für irgendwen verbiegen zu müssen, von der notwendigen Disziplin im Beruf abgesehen. Aber Silvano hätte gern einen völlig anderen Menschen an seiner Seite, scheint mir. Nun wollte er auch noch Robby umbringen und ist beleidigt, dass mich das wütend macht. Ich bin ratlos, Belly.«

Bellamy Bourgeois
»Das stimmt doch gar nicht, denn sonst hätte er sich von Dir getrennt und wäre nun mit Jendro zusammen. Er hat Dich geheiratet und hat Abstand zwischen Euch gebracht. Er hat sich aber nicht getrennt. Du hast Dich auch nicht getrennt, oder Jendro kampflos das Feld überlassen. Manche passen ineinander, aber nicht zueinander. Ihr beiden gehört zueinander, ob Ihr das nun begreift oder nicht. Denk daran, was wir in der alten Erinnerung gesehen haben. Was hast Du gefühlt, als Du Vano das erste Mal gesehen hast? Was er? Es hat sofort gepasst. Ihr war wie schnell verheiratet? Warum wohl, weil er mit Jendro besser dran wäre und mit was weiß ich wem? Boldi niemand hat gesagt, dass das leicht wird. Jeder muss ein bisschen was aufgeben und man trifft sich in der Mitte. Dazu gehört, dass man zeigt was man aufgeben würde aber auch wo die eigenen Grenzen sind. Wenn Du Deine Grenzen nicht achtest, wie soll sie ein anderer achten? Warum zeigst Du Vano nicht, seine Grenzen? Bis hierher und nicht weiter. Du kannst es ihm auch sagen. Vano ich bin nicht Dein Hanswurst. Du musst keine Angst haben, er wird zuhören, weil er Dich liebt. Ihr wollt Euch behalten, dann kämpft auch dafür. Du musst Dich nicht verbiegen und Vano braucht keinen anderen Menschen. Das was er jetzt braucht, ist genau den Boldi den er geheiratet hat, seinen Mann. Mal überlegt, was Du früher getan hast? Eine Ansage gemacht. Jetzt diskutierst Du rum. Teku hat Recht, dass er eine Ansage braucht, aber er ist nicht Dein Sklave. Er ist Dein Mann den Du beschützt und anleitest. Wollte er Robby töten, wäre er wohl tot, hätte er ihn zerquetscht. Aber dann hätte ich ihn jagen müssen Boldi. So geht das nicht, wir sind eine Familie. Tekuro ist mein Mann und Dein bester Kumpel. Die beiden müssen klarkommen und das können sie auch. Das tun sie sonst auch, das haben wir gesehen«, sagte Bell freundlich und klopfte Boldi auf den Rücken.

Boldiszàr
»Und wenn ich zur Zeit absolut keine Lust habe, ihm eine Ansage zu machen? Wir haben hier so viel andere Probleme momentan. Und kaum kann ich mich nicht mal um ihn kümmern, wie gewohnt, fährt er zum Sex-Urlaub nach Ledwick. Wo ist da der Schritt, den er mir entgegenkommt? Als ich ihn in der Erinnerung sah, war zwischen uns sofort eine tiefe Vertrautheit. Wir kannten uns, wir mochten uns und wir verstanden einander. Aber die Jahre haben dafür gesorgt, dass uns das Verständnis abhandengekommen ist. Er versteht mich nicht und ich ihn nicht.«

Tekuro Chud
»Wo ist überhaupt Ezi?«, wollte Tekuro wissen und schaute sich um.

Bellamy Bourgeois
»Das ist Dein gutes Recht, auch mal keine Lust zu haben. Das Verständnis ist Euch nicht abhanden gekommen. Es ist immer noch da, nur Euer Wille ist im Moment nicht da. Das ist was anderes. Stell Dir vor, Ihr beiden trefft Euch und Ihr dürft Euch nur etwas Nettes sagen. Das was Ihr am anderen mögt, gerne habt, toll findet. Was fällt Dir dazu ein? Schau ihn an und denk an alles, was Du an diesen Kerl liebst und das Verständnis ist wieder da. Klingt komisch, wenn ich sowas sage ich weiß. Normal denkt man sowas nicht von mir und ich sage nicht jedem so etwas. Aber hier geht es um Dich als meinen Bruder, meinen Mann und meinen Schwager. Ihr seid meine Familie und auch wenn ich sowas sonst nicht sage, denke ich mir meinen Teil. Ihr beiden versteht Euch absolut. Du bist verletzt wegen Jendro und er ist verletzt wegen? Und deshalb seid Ihr beide nur eines, bockig. Hört auf damit und schließt Euch wieder in die Arme. Der Rest ergibt sich dann. Siehe Teku und mich, als ich mich traute ihm zu gestehen was ich fühle«, sagte Bell und deutete auf Ezi der auf der Küchenbank schlief mit einem Kanten Brot in der Hand. »Dort liegt er, ihm geht es gut und er ist glücklich. Aber er verwahrt immer einen Kanten Brot, wir wissen wieso«, sagte Bell und küsste Teku.

Tekuro Chud
»Er hat sich bestimmt erschreckt. Als du Blut geerntet hast. Wenn er aufwacht, soll er herkommen. Bis dahin soll er schlafen, sonst wird er maulig. Silvano hat doch gesagt, dass er pissig war, weil du ihn verborgt hast. Er versteht nicht, dass das dein gutes Recht ist. Besonders nach der Aktion Jendro. Jendro ist ein elender Schleimbatzen, damit er einen wegstecken kann. Du musst jetzt auch einer werden, sonst rennt dir Vano dauernd weg.« Tekuro grinste und griff Bellamy an die Eier. »Passiert uns nicht. Wir wissen, wie scharf wir aufeinander sind. Und wir laufen auch nicht voreinander weg, erst recht nicht heimlich.«

Boldiszàr
Boldiszàr murrte. »Schön wäre, wenn er mal anfangen würde mit der Wahrheit. Und zwar gleich beim ersten Mal und nicht, nachdem zwischendurch die halbe Familie umgebracht wurde. Du meinst also, ich soll ihn noch mal fragen? Was genau?«

Bellamy Bourgeois
Bellamy küsste Tekuro erneut und drückte ihn vorsichtig an sich. »Hör auf damit, Du siehst doch, dass Boldi leidet und er liebt seinen Vano. Er muss nicht zu einem Jendro werden, damit Vano bei ihm bleibt. Die beiden müssen sich abregen und sich wieder lieb haben. Ihren Streit begraben Teku, dass weißt Du also rede nicht so. Die können doch gar nicht ohne einander. Wir trennen uns nicht, wir haben uns gleich von anfang an gesagt, dass wir das beide nicht wollen. Also rede Du nicht mehr so über ihn und Vano redet gefälligst auch anständig über Dich. Ihr gehört zusammen, wir sind eine Familie. Vano ist mein Schwager. Du bist der Schwager von Boldi, sein bester Kumpel und Wahlbruder. Geht das nicht in Eure Köpfe? Lass Ezi ein wenig schlafen, wer weiß, wann er je so friedlich schlafen konnte wie hier. Und wir sollten zusehen, dass er immer ausreichend essen hat. Boldi bevor Du ihn irgendwas fragst, sag ihm doch einfach mal wie sehr Du ihn liebst und was Du an ihm magst und was Du Dir wünscht. Dann soll er es ebenso. So ist das leichter. Nicht fragen was einem nicht passt, sondern was der andere sich wünscht. Und warte, sag Vano, dass ich das mit seinem Schwanz gesagt habe. Ich habe da Scheiße erzählt, ich habe da Unsinn kombiniert. Es tut mir leid, ich sage es ihm auch noch einmal selbst, wenn er wieder hier ist - Zuhause«, schmunzelte Bellamy.

Tekuro Chud
»Ich bin das Schlitzauge, das ihm scheißegal ist und das er umbringen wollte«, erinnerte Tekuro. »Silvano wird von mir bestenfalls noch ignoriert, dir und Boldi zu Liebe. Da ist nichts mehr zu kitten von meiner Seite aus. Ezi soll schlafen, ich wecke ihn nicht, keine Sorge. Süß sieht er aus im Schlaf mit seinem Brot.«

Boldiszàr
»In Ordnung, Belly. Einmal versuche ich es noch. Wenn es dann wieder nicht klappt, überlasse ich Jendro das Feld.«

Bellamy Bourgeois
»Teku und bei Dir war er die Drecksau, also gebt Ihr Euch beide da nichts. Wenn Ihr Euch nur ignoriert, wird das hier ein Schlachtfeld, weil jeder einen Eiertanz aufführen muss. Und es liegt nicht nur an Dir Boldi, auch er muss etwas dafür tun, dass ist klar. Aber nur noch einmal? Ihr werdet vermutlich in all den Jahren die noch vor Euch liegen, genug Probleme bekommen. Persönliche, Alltägliche, vielleicht gesundheitliche. Genauso Tekuro und ich, davon kann sich doch niemand freisprechen. Sicher ist es schöner, die Zeit gemeinsam genießen zu können. Aber manchmal steht davor so ein Scheiß, den man zur Seite räumen muss. Keiner von uns ist eine leichte Persönlichkeit, gerade mit dem Hintergrund. Du bist offen und direkt, geradeheraus. Kommt nicht jeder drauf klar Boldi. Vano denkt um viele Ecken, macht es kompliziert. Kommt nicht jeder drauf klar. Teku spielt immer den starken Mann und tut als wäre er gefährlich damit ist er eine Kuschelmaus, kommt nicht jeder drauf klar. Kann nicht jeder ein Belly sein«, grinste Bell.

Boldiszàr
»Und wie kriegen wir Vano jetzt wieder nach Hause? Oh, ich weiß was. Ich schicke Jendro. Mal sehen, wie er darauf reagiert. Jendro ist Schuld an der ganzen Scheiße, er soll es kitten.« Boldiszàr stand auf.

Bellamy Bourgeois
»Glaubst Du, dass würde er tun? Er würde Eure Beziehung einäschern. Entweder um Dir eins zu verpassen oder um Deinen Mann abzugreifen. Boldi, mal ernsthaft, was ist los mit Dir, dass Du so weich reagierst? Hast Du Angst Vano zu verlieren? Hast Du die Schnauze einfach voll? Was ist, sag doch. Rede nicht so, als würdest Du Jendro noch in die Hände spielen wollen. Sonst besuche ich ihn und dann ist es aus. Und Du bitte keine fiesen Kommentare Teku, lass es gut sein«, warnte Belly.

Boldiszàr
Tekuro hielt den Mund, er setzte auch keine trotzige Miene auf. Bellamy war über Jahre sein Vorgesetzter gewesen und er vertraute seinem Kommando. Stattdessen streichelte er ihn mit der gesunden Hand. Boldiszàr fand, dass Tekuro wieder sehr viel besser aussah. Die Rippen schienen weder gebrochen noch geprellt zu sein, sonst würde er nicht so zufrieden aussehen, es hatte wohl nur den Arm erwischt. »Ich habe die Schnauze voll«, sagte Boldiszàr. »Nicht von Silvano. Wie könnte ich? Aber davon, dass ich bei ihm das Gefühl habe, mit einem Zahnstocher gegen einen Korgox zu kämpfen. Ich verstehe seine Eltern besser, als sie es vermutlich ahnen. Man steht vor ihm, brüllt ihm ins Gesicht, dass man ihn liebt, tut alles, was man kann - wobei ich zugebe, dass ich nicht sonderlich gut in Sachen Beziehung bin - aber das, was ich kann, habe ich ihm gegeben. Und dann fickt er trotzdem mit Jendro und will Robby umbringen!«

Bellamy Bourgeois
Belly streichelte Tekuro, während er ihn fest und schützend im Arm hielt. »Eine klare Ansage Boldi. Das würde ich ihm genau so sagen. Bei Dir kämpft man gegen Windmühlen. Du machst es denen die Dich lieben nicht leicht und Dir selbst auch nicht. Seine Eltern sind wirklich ein gutes Beispiel und man bekommt eine Ahnung davon, wie sich eine Mama fühlen muss, wenn das Kind sich so abweisend verhält. Vermutlich zum heulen, so fühlt man sich dann. Er will ja, dass siehst Du ja Boldi. Aber Jendro ist ab sofort Tabu, ein großes Tabu. Niemand wird Teku umbringen, weder Vano noch sonst wer. Beziehung ist für uns alle Neuland. Und jede Beziehung würde ich auch als neu werten. Na komm gib Dir einen Ruck und geh zu Deinem Sturkopf. Hey wie oft haben wir anderen Euch beobachtet zu zweit, sogar zu dritt und waren darauf sogar ein klein wenig neidisch und eifersüchtig, wenn Ihr vor dem Kamin geschlummert habt. Oder wenn Ihr Euch geliebt habt Boldi. Wirf das nicht weg«, sagte Bell und kraulte Tekus Kopf.

Boldiszàr
Boldiszàr schnaufte und rieb sich sein Haar. Dann nickte er. »Einverstanden. Ich fliege zu ihm, falls er überhaupt noch da ist. Und was ist mit Jendro? Kontaktverbot, Zähne nach richten oder Davet vielleicht einfach mal fragen, ob man den Typen nicht irgendwo hin versetzen kann, wo er mit großer Wahrscheinlichkeit krepiert oder zumindest richtig weit weg ist.«

Bellamy Bourgeois
»Letzteres klingt doch richtig verlockend. Wie gut ist er als Gardist? Sonst bekommen wir das nicht durch. Wobei Teku könnte Max bitten, nicht wahr Teku? Das bekommst Du doch hin«, grinste Belly.

Tekuro Chud
»Könnte ich, aber warum sollte ich? Damit spiele ich Silvano ja noch in die Hände, auch wenn es ihn im ersten Moment ankotzt. Seh ich gar nicht ein. Wenn ihr das wollt, macht das selber. Ich brauch Silvano nicht in meinem Leben und Boldi findet einen Besseren. Dafür könnt ihr mich jetzt ausmeckern, aber so seh ich das.«

Boldiszàr
Boldiszàr starrte Tekuro einen Moment an, doch er antwortete nicht auf ihn. Er ließ ihn vor sich hinmeckern, da er verstand, warum er so zornig war. Er stupste nur kurz seinen Fuß mit dem Stiefel an. »Jendro macht seinen Job sehr gut. Das muss man ihm lassen, man kann ihm nichts ankreiden. Zumindest nichts, von dem ich wüsste. Nein, ich werfe nichts weg, Belly. Ich fliege jetzt los und versuch es noch einmal, zu ihm durchzudringen, zu dem Kompliziertelchen. Kümmer du dich mir gut um unseren Robby.«

Bellamy Bourgeois
»Dann wäre es für den Duc besser Jendro bliebe. Vielleicht warten wir etwas ab und reden über Jendro später noch einmal. Möglich, dass sich das anders klärt. Ich passe gut auf unser kleine Giftspritze mit den Mandelaugen und dem Stupsnäschen auf, versprochen«, grinste Belly und knuffte seinen Bruder liebevoll. »Viel Glück Boldi, ich bin gedanklich bei Dir«, sagte Belly.

Boldiszàr
»Danke. Bis später.« Er knuffte Bellamy zurück und Tekuro wurde ausnahmsweise kurz getätschelt, da eine Erschütterung durch einen Knuff ihm momentan Schmerzen verursachen würde. Tekuro grinste zufrieden und kuschelte sich an seinen Mann, dem er sofort die Hand unter das Oberteil schob, um ihm die Bauchhaare zu streicheln. Boldiszàr ging zu dem Vogel, der ihm geschenkt worden war. Schwarzes Gefieder mit blauem Muster, passend zu seiner Familie. Er schwang sich auf den Sattel und nach nicht allzu langer Zeit landete er bei dem Trockendock der Werft. Er stieg ab und schaute, ob die Choucas noch hier zu finden war, oder ob man sie inzwischen wieder zu Wasser gelassen hatte. Dann wäre der nächste Weg der Hafen und je nachdem, ob er sie dort fand, das Schiff selbst oder die Hafenmeisterei.

Silvano de Mancini
Die Choucas lag wieder im Hafen, sie hatte das Trockendoc bereits verlassen und wurde nun von einem Rammsporn geziert. Boldi musste nicht zur Hafenmeisterei, er kannte das Schiff seines Mannes schon aus der Entfernung an der Galionsfigur, die große, hölzerne Dohle. Er war lange genug an Bord gewesen um zu erkennen, dass sich einige neue Gesichter an Bord herumtrieben. Es war zwar noch früh, aber auf dem Schiff wurde trotzdem immer gearbeitet. Es gab stets etwas zu tun.

Boldiszàr
Boldiszàr kreiste mit seinem Vogel über der Choucas. Irgendeiner der Offiziere würde ihn sicher erkennen. »Hier Boldi, Mann vom Silvano«, brüllte er über das Rauschen hinweg. »Erbitte Landeerlaubnis.«

Lilian Bastien de la Vergne
Ein junger Kerl schaute nach oben und deutete auf das Achterdeck ganz hinten. »Landet auf dem Achterdeck mit dem Vogel. Setzt mittig auf und seht zu, dass er nicht aufs Deck scheißt«, brüllte der Bursche in einer Lautstärke nach oben, so dass ihn Boldi sehr gut verstehen konnte.

Boldiszàr
Boldiszàr ließ den Vogel landen. Ihm fiel ein, dass er ihm vermutlich als einziger keinen Namen gegeben hatte. Für ihn war das Tier ein nützlicher Riesenbroiler. Er sprang ab. »Und wer seid Ihr?« Er musterte den Mann in der lila Kleidung. »Ich kann den Vogel nicht am Scheißen hindern, ich hab keinen Korken dabei. Aber er hat grad erst geschissen. Ist Vano hier?«

Lilian Bastien de la Vergne
»Nun das gäbe vermutlich auch einen schönen großen Haufen Scheiße. Der erste Offizier der Choucas - Lilian Bastien de la Vergne. Euer Mann Kapitän de Mancini befindet sich noch in seiner Kajüte. Ihr wisst wo dies ist? Folgt mir«, bat der Erste und führte Boldiszar zur Kajütentür. Er klopfte kurz an eine der beiden Flügeltüren. »Käptn Euer Mann bittet um Einlass«, rief er. »Gewährt«, klang es müde von innen. »Ihr dürft eintreten, wie Ihr gehört habt«, sagte der Erste höflich und ließ Boldi alleine vor der Tür stehen.

Boldiszàr
Boldiszàr beobachtete den neuen Offizier. Es machte ihm Bauchschmerzen, wenn er an Jaques dachte. Eine Ecke in ihm allerdings fand die Vorstellung auch heiß, was die Beißer mit ihm angestellt hatten. Seine moralischere Seite schob die aufsteigende Erregung beiseite und er trat in die Kajüte.

Silvano de Mancini
Vano lag in seiner Hängematte und schaute Boldi an. »Na Du«, sagte er freundlich. »Sehnsucht oder Abriss? Warum bist Du hier?«, fragte Vano und setzte sich auf. »Bei mir wäre es Sehnsucht. Davet ist frühstücken, wir sind alleine wie Du siehst«, erklärte Mancini und stieg aus der Hängematte. Er trabte nackt zum Schreibtisch und goss zwei Becher Rum ein. Einen davon hielt er Boldi hin.

Boldiszàr
Boldiszàr kippte den Rum runter, stellte den Becher weg und nahm seinen nackten Mann fest in die Arme. Er umarmte ihn lange und genoss es sehr, ihn wieder so nahe zu spüren. »Tiefe Sehnsucht. Das letzte Gespräch war scheiße verlaufen, ich möchte es noch einmal versuchen mit einem anderen Beginn. Ich liebe dich, mein Schatz. Und ich verstehe, was du meinst mit der Passion, weil ich auch an die liebe, wie du und das Meer eins seid. So etwas kann ich nicht vorweisen, aber ich nasche ein wenig an dir. Ich habe außerdem mit Belly geredet. Ich habe überhaupt nie gesagt, dass ich an dir was zu klein finde, auch nicht im Suff, er hatte sich das nur so zusammengereimt und wollte uns helfen. Er wollte vermitteln und uns Stress ersparen. Ich liebe dich und find dich geil, ohne irgendwelche Obwohls. Ich find dich scharf so wie du bist.« Er griff nach Silvanos Hand und führte sie in seinen Schritt, wo er spüren konnte, dass er von der kurzen Umarmung bereits hart werden wollte.

Silvano de Mancini
Vano stellte den Becher weg und umarmte Boldi so fest er konnte. »Ich liebe Dich auch über alles mein Boldi. Wir beide sind eins und gehören zusammen.Mehr als das Meer liebe ich Dich, also bist Du meine erste Passion. Ich war gestern wütend und auf Krawall aus, ich wollte Dir gar nicht so blöde kommen. Eigentlich wollte ich Dir nur um den Hals fallen und mich mit Dir vertragen. Mit Dir wieder nach Hause gehen und wieder gut mit Dir sein. Immerhin hast Du erfüllt, was ich insgeheim erwartet habe - Du bist gekommen, Du hast mich also gesucht. Belly ist doch verrückt, sowas zu behaupten. Was hat er sich dabei gedacht? Was hätte er nach so einer Info gedacht? Ich war... verletzt weißt Du? Das hat reingezogen. Aber es hat sich ja aufgeklärt und ich fühle gerade eindeutig, dass Du die Wahrheit sagst. Frieden?«, bot Vano an und küsste Boldi.

Boldiszàr
»Frieden«, antwortete Boldiszàr und küsste seinen Mann leidenschaftlich mit. Der spürte in seinem Schritt deutlich Boldiszàrs härter werdende Beule, da sie beide fast gleich groß waren. »Belly wollte, dass du mich nicht mehr unter Druck setzt. Er wusste so wenig wie du oder irgendwer anderes, dass ich dich gesperrt hatte. Drum hat er, wie er meinte, hart, aber ehrlich mit dir geredet, damit das Rumgeeier ein Ende hat. Dabei hat er voll ins Klo gegriffen. Vermutlich steht er selbst auf riesige Schwänze und hat von sich auf mich geschlossen. Müsste ich ihn glatt mal fragen.« Boldiszàr goss ihnen beiden Rum nach und gönnte sich noch einen Schluck. »Dann mal raus mit der Sprache. Warum warst du gestern so wütend? Und diesmal eine offene Antwort.« Er setzte sich mit dem Hintern auf den Kartentisch und zog Silvano zwischen seine Beine. »Du könntest öfter mal nackt rumrennen«, fand er.

Silvano de Mancini
Vano setzte sich auf Boldis Schoß und grinste. »Der Kartentisch, unser Glückstisch. Er hat uns zusammengebracht, vorher musstest Du ihn zur Seite räumen. Ich war wütend, weil es für mich so klang, als wäre ich an allem Schuld. Jendro, eindeutig meine Schuld. Aber Tekuro? Das fand ich ungerecht. Sicher hat es mir Spaß gemacht, aber es war nicht meine Idee oder? Lass uns nicht erneut darüber streiten. Wir beide waren wütend und ich habe meine Wut danach noch an Teku ausgelassen. Nicht meine Art sonst, aber er hat die Packung kassiert, weil ich wusste das zieht bei Dir. Er hatte damit eigentlich nichts zu tun, ich hab ihn als Druckmittel benutzt. Keine feine Art, aber ich war eben stinkig, verletzt, fühlte mich angegriffen und naja... zu klein. Es tut mir leid, ich war mies und unfair zu Dir. Und ich hätte Bellamy auch fragen können, wann Du das gesagt hast. Ich habe es ihm einfach geglaubt. Ich denke weil mich das in dem Moment so getroffen hat, habe ich es nicht mehr hinterfragt. Soweit habe ich nicht gedacht Boldi. Ich soll öfter nackt rumrennen? Hier bin ich jeden Abend bis zum Morgen nackt. Ich schlafe hier immer nackt. Hier an Bord sind ein paar neue Gesichter, ein neuer Erster, ein neuer Medicus und ein neuer Achter. Nachersatz, ich suche noch einen Schiffsjungen und einen Burschen. Wer weiß, ob die anderen zurück in den Dienst kommen und falls ja wann. Darauf kann ich nicht warten. Also hatte ich einen Brief geschrieben und hier sind sie. Ich bin ganz zufrieden«, sagte Vano und kuschelte sich an Boldi. »Schön dass Du hergekommen bist, Du hast einmal bei mir gut Boldi. Du hast zweimal den Anfang gemacht. Was möchtest Du wissen? Und nebenbei wir haben an Bord der Tordalk eine Spielwiese. Die siehst Du bald«, grinste Vano.

Boldiszàr
»Du hast behauptet, Tekuro sei dir egal und ein Schlitzauge, um mir wehzutun? Ist dir gelungen, weil ich wusste, dass ihm das wehgetan hätte.« Er rückte Silvano auf seinem Schoß zurecht, griff ihm zwischen die Beine und kraulte ihm das gestutzte blonde Schamhaar, ehe er sein bestes Stück durch seine Finger gleiten ließ. »Was ich wissen möchte, ist die Wahrheit. Was fühlst du wirklich?«

Silvano de Mancini
Vano zog Boldiszar langsam aus, dabei dachte er nach. »Was ich für Dich fühle ist klar, ich liebe Dich. Ich würde mein Leben für Dich geben. Du bedeutest mir alles, auch wenn ich mich manchmal nicht so verhalte. Weißt Du eigentlich war es früher schwer mit mir zu streiten, ich habe immer für Dich gedacht. Alles was Du tust, tust Du für uns. Und wenn ich mir etwas erklären musste, dann erklärte ich es so, dass Du gut dabei weggekommen bist. Du hast mir in vielen schweren Stunden beigestanden. Bei meinem Auge, bei meiner Verurteilung, dort hast Du für mich gesprochen und mir das Leben gerettet. Du hast es schon vorher gerettet, denn ohne Dich hätte ich keine Rückfahrt von Farisin geplant. Ich hätte sie getötet und alles geopfert. Mich selbst als letztes Opfer, damit sie fallen. Aber dann kamst Du. So wie ich gestern mit Dir gestritten habe, so möchte ich nicht mit Dir streiten. Ehrlich gesagt, möchte ich gar nicht mit Dir streiten, sondern mit Dir reden falls etwas ist. In der Sache war ich ziemlich dünnhäutig, weil ich dachte, Du hast mich vor unserer Hochzeit schon nackt gesehen. Und ich dachte, was ist, wenn Dir mein Verzicht nicht ausreicht? Falls ich nie wieder nach Sex frage, Dich nie wieder besteigen wollen würde, was wenn Dir das nicht reicht? Wärst Du weg? Ich hatte mich gefragt ob der zu kurze Schwanz vielleicht nur eine Ausrede ist, weil Du mit Davet lieber alleine wärst und ich vielleicht nur noch störe. Ich war eifersüchtig, gekränkt. Das alles spielte da hinein und darum habe ich so überreagiert. So möchte ich nicht mit Dir umgehen, aber ich habe es getan aus Verzweiflung. Nur hält man niemanden, wenn man ihn vors Schienbein tritt, beleidigt und verletzt. Aber Du bist trotzdem noch hier und das heißt was«, sagte Vano und küsste seinen Mann liebevoll.

Boldiszàr
Boldiszàr ließ sich nur zu gern ausziehen, bis er genau so nackt war und Silvano auf ihm saß, sein harter Schwanz ragte vor dem seines Mannes nach oben. »Du meinst ... falls mir dein Zurückweichen nicht ausreicht? Falls ich mir wünschen würde, dass du noch weiter weg bist? Vano, manchmal denkst du in ziemlich merkwürdigen Bahnen. Du hättest deinen Kompass vielleicht doch behalten sollen. Ja, ich mag Davet sehr und der Mann ist dermaßen warmherzig, kuschlig gebaut und dann noch so flauschig mit seinem Bauchfell. Ich war nicht umsonst anfangs in Sorge, ob ich da mithalten kann. Davet ist ein klasse Kerl, klug und kuschlig, wie ein wandelnder Wärmeofen in seiner Art. Eine Sturmlaterne. Und er hat Ehre und Anstand. Ich habe dir versprochen, dass wir es gemeinsam versuchen, anfangs nur, um dir einen Gefallen zu erweisen, doch Davet war es mehr als würdig. Ich bin froh, dass er dabei ist. Aber an erster Stelle standest und stehst immer du. Du bist der Mann, den ich mein Leben lang an meiner Seite wünschte, ohne dass ich wusste, dass es so ist. Ich habe den Platz an meiner Seite stets freigehalten, ohne zu wissen, für wen. Als wir zusammenkamen, wusste ich es sofort. Wir gehören zusammen, Silvano. Und wir beide müssen dafür an uns arbeiten, damit das so bleibt, jeder ein bisschen. Warum warst du also wirklich mit Jendro im Urlaub, sollte er dein Notnagel sein, falls ich dich nicht mehr will? Oder wolltest du mir mit gleicher Münze heimzahlen, was ich dir mit Davet vermeintlich antat?«

Silvano de Mancini
»Ein erstklassiges Kompliment an mich und an Davet. Dankeschön und dito. Du bist ebenso meine Nummer eins. Mit Davet tust Du mir nichts an. Das heißt solange wir zu dritt sind. Ihr könnt Euch auch allein vergnügen. Aber ab dato, wo ich gesperrt war, dachte ich Ihr habt mich ausgeschlossen. Das mit Jendro war von allem ein bisschen und er ist ein netter Kerl. Ich musste nach der überstandenen Entmündigungsache etwas Abstand gewinnen. Zu der Sache selbst, zum Hof, zu Souvagne. Darum war ich in Ledwick. Ich hätte mit Dir reden sollen und ich hätte mit Euch nach Ledwick fliegen sollen. Ich hätte Dich schließlich einfach fragen können, was ist los, warum möchtest Du mich nicht mehr. Möchtest Du mit Davet allein eine Beziehung führen. Das hätte ich Dich fragen sollen, aber ich habe es mich nicht getraut aus Schiss vor der Antwort. Was falls Du ja so ist es antwortest? Aber so bist Du nicht, wäre es so, hättest Du es mir vorher schon gesagt. Ich denke zu kompliziert, ich rede davon reden zu müssen und bekomme selbst das Maul nicht auf. Du hast Recht damit, dass wir beide an uns arbeiten müssen. Nicht nur damit es so bleibt, damit es besser wird. Ich bemühe mich auf alle Fälle und werde solche Gedanken nicht mehr für mich behalten. Vielleicht entschuldigt es ein klein wenig die Angst Dich zu verlieren. Warum hast Du mich wirklich an Teku verliehen? Sag«, bat Vano und streichelte Boldi über den Bauch. »Ich fasse nicht zu tief, Du sollst ja noch denken können«, grinste er frech.

Boldiszàr
Boldiszàr lächelte breit mit seinem gesunden Mundwinkel. Der narbige blieb, wie er war. »Wenn du mir den Bauch streichelst, erinnert mich das an eine sehr glückliche Zeit, auch wenn sie etwas anstrengend war, weil Davet genau da aufkreuzte. Aber alles in allem war ich rundum glücklich. Du hast recht, wir beide sollten das Maul zeitiger aufkriegen. Normalerweise nehme ich kein Blatt vor den Mund, aber bezüglich Jendro meinte ich, dass es besser ist, wenn ich schweige und vielleicht kommst du von selber drauf, wenn ich stur genug schmolle. War ein blöder Versuch, das sehe ich jetzt. Was Jendro betrifft, habe ich nicht das Gefühl, dass du mir alles verrätst. Denn Abstand hättest du auch ohne Sex haben können. Verrate mir deine Gedanken bezüglich Robby. Was glaubst du, warum ich dich an ihn verliehen habe?«

Silvano de Mancini
»Das ist es aber tatsächlich Boldi, das ist alles. Ich hatte sonst niemanden, den ich mitnehmen konnte. Jendro war da aus den genannten Gründen passend und so kam eines zum anderen. Es gibt kein großes Geheimnis dahinter. Es sei denn, Du meinst die Freundschaft. Die ist kein Geheimnis, ich mag ihn. Warum Du mich an Tekuro verliehen hast? Um mich für meinen Ehebruch zu bestrafen, darum hast Du mich an Teku verliehen. Als Teku das erste Mal mittendrin fragte, hast Du nichts gesagt, Davet hat ihn verscheucht. Und als er nichts sagte, wurde ich verliehen. Du hast vielleicht gehofft, dass er mich so bestraft, wie Du es nicht tun möchtest. Dass er mich dabei schlägt, oder mich hart oder brutal behandelt. Sowas in der Art habe ich vermutet«, gestand Vano.

Boldiszàr
Boldiszàr hörte auf zu lächeln und sah seinen Mann ernst an. »Nein, Silvano. Das wollte ich nicht. Wenn du das vermutest, weißt du nicht, wozu er fähig ist, wenn ihn der Übermut packt. Aber du weißt, was er mir bedeutet. Er wollte es so gern versuchen, hat sich nach Kräften bemüht, lieb zu sein und erst dann seine alten Gewohnheiten durchkommen lassen, als du ihn darum gebeten hast. Ich wollte sehen, ob er es schafft, lieb zu bleiben, ich und Davet waren ja dabei, und ja, er schaffte es. Er kann auch anders, er hat es sogar genossen. Er steht sich nur manchmal selbst im Weg. Bei Bellamy scheint er diese Hemmungen nicht zu haben. Was ich wiederum etwas merkwürdig finde. Ist dir Tekuro wirklich vollkommen egal oder hast du das auch nur gesagt, um mir eins reinzuwürgen? Und Jendro hätte dich auch begleiten können, ohne dass ihr miteinander schlaft. Mein Güte, ich hab so eine Wut auf den Kerl, dass ich ihn am liebsten tot sehen will, wenn ich mir vorstelle, wie du dich unter ihm windest!«

Silvano de Mancini
»Nein ich weiß nicht wozu er fähig ist. Das es nicht Gutes ist, das da unterschwellig viel mehr steckt, das spüre ich und das macht mir Angst. Er kann nett sein ja und er war in letzter Zeit nett zu mir, freundlich, umgänglich, er hat mich sogar mit Essen versorgt. Gutem Essen. Ich mochte ihn, als einen Teil von unserer Familie, auch wenn er mir manchmal auf den Keks geht. Ich anderen schließlich auch. Er war mir nicht gleichgültig Bold. Aber letztendlich bin ich für ihn nur eine Nutte, die Du dummerweise auch noch geheiratet hast. Und er sprach mir die Blutfehde aus, dass kann ich leider nicht ignorieren, da ich nicht sterben möchte. Das ist Thema Teku. Zu Jendro. Hör auf Dir sowas vorzustellen, bitte. Ich kann es nicht ungeschehen machen, aber ich schwöre Dir, so etwas wird nie wieder vorkommen. Ich kann Dich nur um Verzeihung bitten und Dir zugestehen, gleichzuziehen. Oder mich auf andere Art zu bestrafen, nur sperr mich nicht wieder«, bat Vano.

Boldiszàr
»Und du glaubst Tekuro den Käse, den er da in seiner Wut rumposaunt hat? Er ist sensibel, was das betrifft. Er hat dir seine weiche Seite gezeigt, seine schwache Seite, wenn man seinen eigenen Worten folgt. Und in diese weiche Seite hast du einen Dolch gestoßen mit deinen Worten. Reaktion: Den Panzer vollständig schließen, Scheren drohend spreizen, Stachel ankündigen. So reagieren Skorpione, wenn sie sich bedroht fühlen. Andere würden sich in dem Moment in ihr Bett legen und heulen oder sich betrinken, er reagiert eben so. Und dass er sich anschließend bei mir im Pullover versteckt hat, zeigt doch alles. Und du deinerseits hast ihm gesagt, dass er dir gleichgültig ist - weil du fürchtest, dass dies so sein könnte, oder? Dass du ihn zusammen mit mir verlierst?«

Silvano de Mancini
»Das stimmt und wir werden ihn verlieren müssen, denn ich werde nicht freiwillig abtreten. Ich verkaufe ihm meine Haut so teuer wie möglich. Mag sein, dass er der Bessere ist, aber ich muss ihn auch nicht im Armdrücken bezwingen. Ich kann ja nicht abwarten und hoffen, dass es wirklich nur Verletzung war. Denn dann bin ich irgendwann tot. Er wird mir nicht umsonst gedroht haben oder?«, antwortete Vano verunsichert.

Boldiszàr
»Tekuro ist jemand, der gern auf die Kacke haut, um das Schlimmste zu verhindern. Er plustert sich auf, stellt klar, wie wenig du wert bist und was er dir antun wird - damit du Schiss kriegst, damit du dort bleibst, wo du bist. Auf Arbeit hat das meist hervorragend gezogen, oder um die Truppe in ihre Schranken zu verweisen. Du machst es genau andersrum, du schweigst, täuschst eine Flucht vor und packst aus heiterem Himmel zu. Er droht, wenn er gar nicht zupacken will. Denn wenn er es wirklich wöllte, würde er dich genau so wenig warnen wie du ihn. Er ist ein Beißer - aber vor allem ein Angstbeißer. Er kann aus Übermut sehr über die Stränge schlagen, aber wirklich gefährlich ist er dann, wenn ihn die Verzweiflung packt. Er wollte dir nichts tun, Vano. Er wollte nur, dass du aufhörst, ihm weh zu tun.«

Silvano de Mancini
»Und am Ende wird einer von uns beiden dabei sterben, oder sogar Du. Denke an meine Worte. Er wird es nicht gut sein lassen, er wird erst zufrieden sein, wenn ich gehe. Gleich auf welche Art Boldi. Er beansprucht Dich für sich, Du gehörst ihm allein. Mich sieht er dabei als Bedrohung und Du zeigst da leider auch keine klare Kante. Er kann sich herausnehmen was er möchte, Du schweigst. Was glaubst Du, denkt er dann? Zwei Möglichkeiten hat er, entweder denkt er Dir ist es gleich oder Du stimmst zu. Was wäre Dein Lösungsvorschlag bezogen auf Tekuro?«, fragte Vano ernst.

Boldiszàr
Boldiszàr schüttelte sacht den Kopf. »Du verschätzt dich in ihm. Du denkst, mir ist egal, wie er mit dir umspringt oder was er tut. Es ist jedoch so, dass ich ihn machen lasse, weil ich ihm vertraue. Vano, ich würde ihm blind mein Leben anvertrauen. Das musste ich bereits und wie du siehst, bin ich noch hier. Da rede ich noch nicht einmal von der täglichen Verletzungsgefahr im Dienst, wo man sich auf seine Kameraden verlassen muss oder beim Training, wo man verantwortlich ist, das Verletzungsrisiko so gering wie vertretbar zu halten. Ich vertraue ihm und darum schweige ich. Und er weiß, dass ich ihm vertraue - und er wird dieses Vertrauen nicht enttäuschen. Mein Lösungsvorschlag wäre, dass du ihn akzeptierst, wie er ist und wenn er den Skorpion raushängen lässt, auf Abstand gehst oder ihn beschwichtigst, aber keinesfalls Kontra gibst. Ihr habt euch über Wochen gut verstanden und dass es jetzt eskalierte, das lag daran, was du ihm an den Kopf geworfen hast.«

Silvano de Mancini
Vano schüttelte grinsend den Kopf. »Du wolltest doch, dass ich ihm das ins Gesicht sage Boldi. Das hast Du selbst gesagt. Gut von mir aus, versuchen wir es so, allerdings glaube ich nicht das es funktionieren wird. Musst Du ihn in Deinem Leben haben? Reicht es nicht, wenn er mal auf Besuch kommt? Am besten dann, wenn ich nicht da bin?«, schlug Vano vor.

Boldiszàr
»Ich wollte, dass du es ihm sagst, weil ich es für die Wahrheit hielt - auf die Wahrheit hat er ein Recht, wenn er dich mag und er dir scheißegal ist, oder? Ja, ich muss ihn in meinem Leben haben und er mich. Du siehst doch, wie er an mir hängt. Er ist mein kleiner Bruder und der war er schon immer.«

Silvano de Mancini
»Gut verstehe, dass ergibt Sinn. Dann liegt es nur an Tekuro und mir, ergo wir müssen uns irgendwie voneinander fern halten. Denk mit nach, er wohnt auf dem Rübenhof, ich an Land bei meinen Eltern oder mal in einer Taverne. Aber in letzter Zeit sind wir gut miteinander ausgekommen, ziemlich gut sogar. Das heißt ich würde an Land bei meinen Eltern wohnen, ansonsten auf der Choucas. In Ledwick würde ich auf unserem Hausboot wohnen. Wo bist Du? Bei ihm oder bei mir? Falls Du bei ihm wohnen möchtest, ist das in Ordnung, nur sag es ehrlich. Dann komme ich zu Dir, das ist kein Problem. Santo hatte wegen der Hochzeitsreise gefragt, ich habe gesagt daran hat sich nicht geändert. Das ist doch noch so oder?«, fragte Vano.

Boldiszàr
Boldiszàr guckte verdutzt. »Ich hatte nicht vor, die Hochzeitsreise abzublasen ... Vano, wo denkst du hin! Aber die Tordalk ist groß genug für euch beide, genau wie der Rübenhof. Musst du es denn unnötig kompliziert machen? Ihr habt über Wochen zusammengewohnt und mehr. Du warst auch mit ihm allein unterwegs. Das ging alles. Und nun soll es auf einmal nicht mehr gehen? Willst du mir wirklich meinen Robby nehmen?«

Silvano de Mancini
»Nein das möchte ich nicht, aber ich möchte auch nicht sterben. Also überlege ich, wie wir beides unter einen Hut bekommen. Damals waren wir noch keine Feinde Boldi. Ich versuche eine gute und leichte Lösung zu finden und nichts kompliziert zu machen. Was ist daran denn kompliziert? Ich wollte die Hochzeitsreise auch nicht abblasen, dann habe ich Santo keinen Mist erzählt. Er und Leala freuen sich auf die Reise, sie sind zwar adelig, aber viel haben sie nicht im Gegensatz zu anderen. Das meiste ist Land also der Besitz. Vielleicht kommt gut was rum, wenn wir das Geschäft haben, dass wäre schon schön«, antwortete Vano und kraulte Boldi.

Boldiszàr
»Vano!« Boldiszàr packte seinen Mann fest an den Schultern. »Ihr! Seid! Keine! Feinde! Wie oft denn noch?! Er hat bloß die große Klappe gehabt, weil du ihn verletzt hast. Du hast ihm einen guten Freund vorgespielt, ihm ein wertvolles Geschenk gemacht und ihm dann in den Arsch getreten! Er trat zurück! Damit ist gut, ja?«

Silvano de Mancini
»Gut, aber wenn ich morgens aufwache und tot bin, ist das Deine Schuld«, schmollte Vano.

Boldiszàr
»Du wirst nicht tot sein, kapier das endlich! So lange ich dich liebe, krümmt Robby dir kein Haar und wenn er noch so viel Prass auf dich hat. Ich kann mich auf ihn verlassen! Ich mach mir eher Sorgen, was du mit ihm anstellst? Vano, es gibt nicht viel, was uns entzweien könnte. Aber wenn Robby was passiert und ich den Verdacht habe, dass das mit dir zusammenhängt, war es das.«

Silvano de Mancini
»Mit mir zusammenhängt? Was heißt das, wenn er auf meiner Perrücke stirbt, bin ich abgeschrieben? Ich wollte ihn nicht töten und ich werde ihn nicht töten, es sei denn zu meiner Verteidigung. Und ich habe ihm keine Freundschaft vorgespielt, ich meinte es ernst. Du sagst was Nettes und dann drohst Du mir, echt super »Schatz«, murrte Vano.

Boldiszàr
»Ein Vampir stirbt nicht einfach so. Wieso sagst du auf einmal, du hättest ihm keine Freundschaft vorgespielt? Gerade eben war er dir noch egal? Vano, hör auf mich zu bescheißen! Das mag ich gar nicht. Sag mir einfach, was Sache ist!«

Silvano de Mancini
»Boldi, jetzt machst Du es kompliziert. So mal in aller Ruhe für Dich Schatz, hör zu. Ich habe gestern behauptet, dass Tekuro mir gleichgültig ist um Dich zu verletzten. In Wahrheit ist er mir nicht gleichgültig. Vorhin habe ich Dir zudem erklärt, dass ich ihn mochte und das wir uns gut verstanden haben, bis gestern. Und ich hatte ihm keine Freundschaft vorgespielt, sondern ich meinte es ernst. Zudem ging ich davon aus, dass er es auch ernst meint. Kurzum ich habe Scheiße gelabert gestern um Dir weh zu tun. Er hat vermutlich Scheiße gelabert um mir weh zu tun, wenn ich Dir glauben kann«, erklärte Vano.

Boldiszàr
»Ja, verdammt«, rief Boldiszàr am Rande der Verzweiflung. »Er hat dich gemocht und du sagst so einen Scheiß! Hast du eine Ahnung, wie sehr du ihm wehgetan hast, nur um mich zu verletzen? Er hatte doch gar nichts damit zu tun! Mann, Vano! Nur weil ich einmal geschmollt habe, ist die gesamte Familie auseinandergebrochen.«

Silvano de Mancini
»Dann ist das alles Deine Schuld Boldi. Schöne Scheiße«, antwortete Vano und schaute ihn ernst an, aber seine Mundwinkel zucken verdächtig.

Boldiszàr Heute, 03:30
Boldiszàr ließ Silvanos Schwanz los und sein eigener hing herunter wie eine frisch gekochte Nudel. Er rieb sich durch die Bartstoppeln und schüttelte den Kopf. Er sah unwahrscheinlich zerknautscht aus. »Ich fliege jetzt jedenfalls zurück zum Rübenhof. Du auch. Du wirst dich bei Robby entschuldigen und ihm die Wahrheit sagen! Und dann werdet ihr euch gefälligst vertragen!«

Silvano de Mancini
»Hey, das war gerade ein Witz... Boldi! Komm wir hatten uns versöhnt, sei nicht mehr wütend. Du hast Recht, das war unfair von mir, Tekuro in unsere Probleme mit reinzuziehen. Ich werde mich bei ihm entschuldigen. Wir werden uns vertragen, wir haben doch nur uns hm?«, sagte Vano und umarmte seinen Mann fest und liebevoll. »Wir haben uns doch versprochen es zu versuchen«, sagte Vano aufmunternd.

Boldiszàr
»Und das werden wir auch tun! Eine letzte Bitte, bevor wir abfliegen. Schwöre mir, dass du Robby nichts tust oder dafür sorgst, dass ihm etwas geschieht. Wenn Robby etwas zustößt ...« Boldiszàr musste wegschauen, als er sich daran erinnerte, wie Tekuro tot in Kazrars Armen gelegen hatte, bevor er als Vampir erwachte.

Silvano de Mancini
Vano nahm das Gesicht seines Mannes in beide Hände und schaute ihn mit schräg gelegtem Kopf an. »Ich schwöre Dir, dass ich Tekuro nichts antun werde und ihm auch nichts antun wollte. Alles was ich wollte, war ihn erschrecken. Ich weiß was er Dir bedeutet, auch wenn ich niemanden auf diese Art habe Boldi. Trotzdem verstehe ich Dich, vielleicht bin ich manchmal sogar ungerecht, weil ich eifersüchtig bin. Aber ich tue ihm nichts, weil ich Dich liebe. Ich habe ihm aus dem gleichen Grund damals den Arsch gerettet, erinnere Dich«, sagte Vano und küsste Boldi auf den Mund.

Boldiszàr
Boldiszàr schaute seinen Mann ebenfalls an. »Es besteht kein Grund zur Eifersucht. Robby und ich teilen so viele Jahre schon ein gemeinsames Leben und den Großteil davon waren wir beide solo. Es bestand lange genug die Möglichkeit, mehr aus der Freundschaft zu machen. Wobei mehr das falsche Wort ist. Mehr kann man seelisch nicht verbunden sein. Im Gegenteil, es bestünde das Risiko, dass man durch Sex irgendwas kaputtmacht. Wir hatten nie welchen miteinander und wir werden keinen haben. Du kannst unbesorgt sein.« Er streichelte Silvano und stand auf, so dass Silvano von seinen Beinen rutschte. »Hol bitte Davet. Wir fliegen ab.«

Silvano de Mancini
»Eifersucht auf die Art von Freundschaft, so ein Ticken Wehmut. Nicht dass Du mit ihm durchbrennst, darum geht es nicht. Auf der anderen Seite gönne ich es Dir von Herzen und freue mich für Dich. Ich gehe Davet holen, bis gleich«, antwortete Vano, küsste seinen Mann und zog sich einen Morgenmantel über, ehe er nach draußen stapfte um Davet aus der Kombüse zu holen. Boldi hatte einen Moment für sich allein in der Kajüte, wo er sich mit Vano das erste Mal geliebt hatte. Einige Minuten später kam Vano mit Davet zurück. »Da sind wir«, sagte Vano unnötigerweise und zog sich an. Davet drückte Boldi zur Begrüßung. »Alles gut bei Euch beiden? Vano sagt Ihr habt Euch ausgesöhnt«, fragte Davet freundlich und drückte Boldi zur Begrüßung.

Boldiszàr
»Aber du hast doch Fran, Jaques und Conni. Oder ist das nichts?« Boldiszàr zog sich ebenfalls an. Als Davet und Silvano zurückkehrten, war er längst damit fertig, trank Rum und ließ die Eindrücke der leeren Kajüte noch einmal auf sich wirken. Beim Eintreffen der beiden erhob er sich, um Davet mit einer Umarmung und einem Kuss willkommen zu heißen. »Haben wir. Es geht ab nach Hause. Kommt meine zwei.« Er nahm sie an die Hand und führte sie zu seinem Vogel. »Wo ist dein Broiler, Davet? Oder wie seid ihr hergekommen?«

Silvano de Mancini
»Keine Ahnung Boldi, es ist nicht das Gleiche. Ich hatte mit Prince einmal ein Gespräch darüber und ich fragte ihn, wenn sie wirklich meine Freunde wären, wo sind, wo es mir schlecht ging. Prince Ciel sagte, ich hätte schließlich keinem gesagt wo ich wäre, wie soll mich da jemand besuchen kommen. Was allerdings ebenso gestimmt hat. Conni hatte mich gesucht und Fran hat andere Sorgen. Jaques... keine Ahnung was mit ihm ist. Aber das zwischen Dir und Teku, kannst Du nicht mit mir und Conni vergleichen. Das ist schon was anderes. Zudem kann man ja auch neue Freunde finden, wenn die alten gehen. Es ist zwar nicht leicht, aber möglich. Fliegen wir Heim«, sagte Vano.

Davet
Davet erwiderte den Kuss von Boldi. »Er steht hinter der Hafenmeisterei, nicht weit von hier. Schau dort, hinter dem Gebäude, damit er etwas geschützt ist. Schön dass Ihr Euch wieder versöhnt habt, bleibt dabei. Wir sind ein gutes Trio und eine gute Familie. Denkt immer daran, wir wollten anbauen und nichts abreißen. Ich hole den Vogel und folge Euch«, erklärte Davet, drückte die beiden an sich und verließ dann die Kajüte um sein Tier zu holen.

Boldiszàr
Boldoszàr nahm Silvano hinter sich. »Rutsch ran«, lud er ihn ein. »Du hältst Freunde für ersetzbar? Ich nicht. Wäre Robby fort, gäbe es keinen Ersatz. Die Hoffnung, dass ich irgendwann schon darüber hinweg wäre und jemand anderes an seiner Stelle wäre, muss ich dir nehmen. So wie es nur einen freien Platz für dich je gab, so gibt es exakt einen freien Platz für ihn. Ist er fort, ist dieser Platz für immer leer. Ist für dich denn jeder ersetzbar? Auch ich?« Er trieb sein Tier an, kreiste einen Moment, bis Davet zu ihnen aufschloss und ließ es dann in Richtung Süden fliegen.

Silvano de Mancini
»Och Boldi, jetzt gibst Du es mir richtig Retour oder? Nein. Dazu sagte ich Dir auch mal etwas bezogen auf Davet. Niemand ist ersetzbar, keine einzige Person. Du musst ihm auch nicht gerecht werden, Du bist Du und Davet ist Davet. Erinnere Dich daran. Dass heißt, weder Davet war ersetzbar, noch Du wirst das je sein. Er hat seinen Platz in meinem Herzen und Du Deinen eigenen. Niemand auf der Welt kann Dich ersetzen. Ich meinte, wenn Freunde gehen, wenn der Kontakt abbricht oder es sich aus anderen Gründen verläuft. Dann ist das schade und es macht mich traurig. In dem Fall möchte ich mir dann neue Freunde suchen, oder hoffe einen zu finden. Ohne Freunde ist es schwer, aber wir sind ja nicht nur Ehepartner, sondern auch Freunde«, sagte Vano. Er rutscht auf dem Vogel ganz nah zu Boldi auf und umarmte ihn um den Bauch. Einige Minuten später schloss sich ihnen Davet oben in der Luft an und gemeinsam flogen sie zurück zum Rübenhof.

Boldiszàr
»Ehepartner sind nicht ersetzbar, Freunde schon. Gut ... die Meinung müssen deine Freunde wohl so hinnehmen. Bei manchen mag das stimmen, lockere Bekanntschaften, Kumpels, aber richtige Freundschaften halte ich für unersetzlich. Aber dazu hat jeder seine eigene Meinung.« Als sie den Rübenhof erreichten, sprang er ab und half Silvano ebenfalls beim Absteigen. Er wartete auf Davet. Er hoffte nicht, dass irgendetwas geschah, aber wenn doch, würde Davet ihm helfen müssen. Dann klopfte er an der Tür und ging als Erster rein. »Wieder da«, grüßte er.

Silvano de Mancini
»Du verstehst mich bewusst falsch Boldi. Aber auf eine Art hast Du Recht, es waren ehr Kameraden«, antwortete Vano und folgte Boldiszar in den Rübenhof. »Und zurück im Heringsfass«, schmunzelte Vano.

Davet
Davet schloss zu den beiden auf und knuffte beide. »Hört jetzt auf mit den Stichelleien, es ist gut. Keiner den man liebt, ist ersetzbar. Es kommen zwar neue Menschen hinzu, aber die haben ihren neuen Platz, deshalb ist der alte Freund nicht weniger wert oder vergessen. Und Du sei friedlich Vano, bitte. Es geht um alles, Du möchtest Boldi behalten, er möchte Dich behalten und ich möchte Euch behalten«, bat Davet.

Boldiszàr
Boldiszàr blieb stehen. »Ich habe dich nicht bewusst falsch verstanden, sondern scheinbar gar nicht. Du sagst das eine und meinst das andere. Das macht es nicht einfach. Jetzt sei so gut und erfülle dein Versprechen.« Tekuro lag noch immer in Bellamys Armen, scheinbar entspannt, doch das war er ganz und gar nicht. Sein Fuß war so aufgestellt, dass er mit einer einzigen Bewegung wieder auf den Beinen war und er ließ Silvano nicht aus den Augen.

Silvano de Mancini
»Sofort. Ich habe gesagt, dass Davet nicht ersetzbar war, Du nicht ersetzbar bist und ein Freund auch nicht. Niemand ist austauschbar. Aber man kann trotzdem neue Leute kennenlernen und mit ihnen Freunschaft schließen. Das sagte ich«, erklärte Vano und ging rüber zu Tekuro. Er blieb in einem ausreichenden Sicherheitsabstand zu Tekuro und Bellamy stehen. »Boldi und ich haben uns ausgesprochen und versöhnt. Er sagte Dir steht die Wahrheit zu und damit hat er Recht. Was ich gestern zu Dir gesagt habe, tut mir leid. Entschuldige. Ich habe das gesagt um Boldiszar in unserem Streit zu verletzen. Es ging nicht um Dich, ich habe Dich nur damit hineingezogen«, erklärte Silvano.

Boldiszàr
Boldiszàr gab Silvano einen Stupser von hinten, um ihm zu bedeuten, dass er noch nicht fertig war.

Silvano de Mancini
»Ich werde Dir nichts antun oder Dir Boldi wegnehmen, also wirst Du nicht als Harpunenmettigel enden. Nimmst Du meine Entschuldigung an?«, fragte Vano.

Tekuro Chud
»Mir Boldi wegnehmen, wie willst du das anstellen? Ihm die Gurgel umdrehen? Und für was entschuldigst du dich überhaupt, dafür dass du mir die Wahrheit gesagt hast? Das ist nicht nötig. Für die Lügen davor wäre sie angebrachter oder vielleicht dafür, dass du mir den Arm gebrochen hast. Wie dem auch sei. Ich sichere dir zu, dass ich dir ebenfalls nichts antue, so lange du unter Boldis Schutz stehst.«

Silvano de Mancini
Vano musterte Tekuro mit nicht zu deutendem Blick. »Da hast Du Spaß dran, was? Ich habe Dir gestern nicht die Wahrheit gesagt, sondern ich habe Dich bewusst verletzt um Boldi zu verletzten. Du warst mir nicht gleichgütig. Dafür habe ich mich entschuldigt. Aber lassen wir es so stehen. Du musst meine Entschuldigung nicht annehmen, ein Waffenstillstand bis auf weiteres ist ausreichend«, sagte Vano und schaute Boldi abwartend an.

Tekuro Chud
»Hier spielt die Musik, wir sind noch nicht fertig! Ich bin dir also nicht egal? Sondern was? Wieso sagst du Boldi irgendwas über mich, das nicht stimmt, um ihn zu verletzen? Das raff ich nicht. Kann ihm doch egal sein, ob du mich nicht ausstehen kannst.«

Silvano de Mancini
»Es ist ihm aber nicht egal, sondern ihm ist es wichtig, dass wir uns vertragen und verstehen. Da wir eine Familie sind, in seinen Augen. Wir waren befreundet und Du warst mir nicht gleichgültig, ich hatte wie gesagt gelogen um Boldi in unserem Streit zu verletzten. Dafür habe ich mich gerade entschuldigt«, erklärte Vano.

Tekuro Chud
Tekuro stand auf. Sein Arm war inzwischen gerichtet und mit einer Bandage fixiert. Dabei fiel ihm auf, dass Bellamy schon einmal seinen rechten Arm gerichtet hatte, als Edoardo ihm den ausgekugelt hatte. Wie es aussah, war schon damals vorherbestimmt gewesen, dass Bellamy den rechten Arm künftig oft ersetzen oder ihn um noch sehr viel schönere Dinge ergänzen würde. Tekuro ging langsam ein paar Schritte näher, blieb stehen und musterte erst Silvano, dann Boldiszàr und dann wieder Silvano. »Du bist eine elende Schreckschraube«, erklärte er und nahm Silvano in den gesunden Arm.

Silvano de Mancini
Vano musterte Tekuro ebenso misstrauisch und wollte ansetzen, etwas zu sagen als er einfach von Tekuro umarmt wurde. Für einige Sekunden versteifte er sich, Silvano fühlte sich überrumpelt. Was sollte er jetzt noch groß sagen? Wobei er wollte sich doch versöhnen! Er entspannte sich, erwiderte die Umarmung vorsichtig und drückte Tekuro an sich. »Ich weiß, Du ebenso«, grinste er gab Teku einen Kuss auf die Wange. »War wirklich nicht so gemeint, hörst Du? Das mit dem Arm tut mir leid. Ein Skorpion ist ja fast sowas wie eine Krabbe«, grinste Vano.

Tekuro Chud
Tekuro rieb seinen Kopf an ihm. »Ich hab auch nur Scheiße gelabert, weil ich wütend war. Skorpion und Krabbe, beide haben einen Panzer und Scheren. Aber die Krabbe hat keinen Stachel und gräbt sich keine Höhle. Sie latscht als Vagabund rum und kneift wahllos überall rein.« Er küsste Silvano auf die Schläfe. »Normalerweise müsstest du das wieder gut machen. Mir zeigen, wie lieb du mich hast und nicht nur labern. Aber da mein Arm eh Matsch ist, können wir das verschieben.« Vor allem wollte er Boldiszàr nicht seinen wohlverdienten Versöhnungsfick vor der Nase wegschnappen.

Silvano de Mancini
»Es kommt auf die Krabbe an, einige ziehen umher und kneifen alles und jeden. Dafür wird es schon einen Grund geben und es gibt welche, deren Hinterleib ist weich, den verstecken sie in Schneckenhäusern. Krebse und Krabben ist von den Landratten eine falsche Beschreibung. Alles sind Krabben, auch Krebse. Die Krabben die Du als Krebs kennst, haben nur den Hinterleib unter den Panzer geklappt um besser laufen zu können. Was Landratten als Krabben bezeichnen sind Garnelen. Aber gleich. Es gibt gewaltig große unter ihnen, ganz witzige Burschen und auch ohne Stachel nicht wehrlos. Wieder gut machen? Später beweise ich es Dir, aber nicht auf die Art, auf andere Art. Wieder gut miteinander«, sagte Vano und drückte Teku erneut, ehe er ihn freigab und zu Boldi zurückkehrte. »Gut?«, fragte er freundlich.

Boldiszàr
Zur Antwort erhielt er einen Kuss, der nun eindeutig zeigte, wonach ihm der Sinn stand. Aber nicht hier, inmitten der verängstigten Menge an Sklaven, in der scheinbar nur die Beißer mit ihren Neuzugängen Ezio und Schielender Johann hervorragend schlafen konnten, wobei von Johann nichts zu sehen war. Aber Tekuro würde schon dafür gesorgt haben, dass dem kein Haar gekrümmt wurde. »Ich habe ein Zimmer im Gesindeflügel des Palasts«, raunte er, ihn unentwegt küssend. »Man müsste es nur anheizen lassen und ein zweites Bettzeug organisieren.«

Silvano de Mancini
Vano kraulte Boldiszar die Brust, wanderte mit der Hand tiefer, bis er in dessen Schritt angekommen war. »Ich brauche es nicht warm und Dir wird gleich eh warm von der Bewegung. Bettzeug können wir unterwegs organisieren«, antwortete Vano und küsste Boldi innig mit Zunge.

Boldiszàr
Boldiszàr hieß Silvanos Zunge in seinem Mund willkommen und seine eigene dicke, fleischige Zunge wand sich um die viel schlankere von seinem Mann. »Machen wir. Lass uns gehen. Robby, wir sind in meiner Bude, wenn irgendwas ist. Wir kommen morgen im Laufe des Tages nach euch schauen. Davet ... Vano und ich brauchen den Rest des Tages für uns. Nicht krumm nehmen. Aber ich hab ihn ziemlich vermisst und will mich ganz auf meinen Mann konzentrieren.«

Davet
»Absolut verständlich, viel Spaß Ihr beiden. Ich mache es mir in der Scheune gemütlich. Schön dass wir wieder eine Rotte sind«, grinste Davet, knuffte Teku, Boldi und Vano und verzog sich gut gelaunt nach draußen.

Silvano de Mancini
Vano legte Boldi einen Arm um die Hüfte und zog ihn an sich. »Feiern wir unser Wiedersehen Knubbel«, freute sich Vano und streichelte ihm das Kreuz.

Boldiszàr
Boldiszàr drückte seinen Mann im Gehen fest an sich und küsste ihn erneut. »Das machen wir. Ich kann Davet nur zustimmen. Willkommen zurück zu Hause. Mach nie wieder so einen Blödsinn und ich verspreche, nie wieder zu schmollen. Es war eine selten dämliche Idee von mir.« Unterwegs scheuchte er trotzdem einen Dienstboten los, den Ofen anzufeuern und ein zweites Bettzeug zu bringen. Außerdem sollte er ihnen einen heißen Zuber vorbereiten. Langsam schlendernd, damit es genügend Vorbereitungszeit gab, führte er Silvano, zum ersten Mal überhaupt, in seine eigene winzige private Wohnung.

Silvano de Mancini
Vano wusste die Geste von Boldi zu schätzen. »Das erste mal in Deinem kleinen, privaten Nest. Ich bin gespannt. Du schmollst nicht mehr und ich lauf nicht mehr davon. Wir beide haben uns da nichts gegeben, ich war genauso dämlich. Ich hätte Teku den Unsinn gar nicht ins Gesicht sagen sollen. Ich hätte Dir sagen sollen, das habe ich eben nur gesagt um Dich zu ärgern. Aber ich habe mich nicht getraut. Du wärst im Dreieck gesprungen. Erneut eine Lüge, was für ein Weichei. Ich mache so ein Mist nicht mehr, nachfragen nicht mehr zanken. Ich liebe Dich Boldi und ich freue mich auf die Nummer im Zuber«, grinste Vano.

Boldiszàr
»Ich wäre nicht im Dreieck gesprungen, sondern das hätte uns viel Ärger erspart. Aber Schwamm drüber. Wir haben uns alle wieder und niemand wird harpuniert, zumindest nicht mit einer Harpune aus Eisen. Komm rein.« Silvano sah ein Zimmer, wie sie im Gesindeflügel üblich waren, aber es war größer als der Durchschnitt. Immerhin war Boldiszàr Coutilier, also war ihm auch ein entsprechendes Quartier aufgezwungen worden. Er selbst legte keinerlei Wert auf Luxus. Die Farben waren sehr dunkel gehalten, es dominierten dunkelbraunes Holz und schwarze Stoffe. Das Bett hatte anderthalbfache Breite. Es war schmaler als ein richtiges Doppelbett und an dem Bettzeug sah man, dass hier normalerweise auch nur eine Person schlief. Ein riesiges schwarzes Bärenfell bildete die Unterlage, weitere Felle - vermutlich Rind - bildeten einen Teppich. Völlig unpassend lag ein braun-schwarzes rakshanisches Flickwerk dazwischen, das wohl auch einen Teppich darstellen sollte. Es gab ein Bücherregal, das nur dünn bestückt war und ausschließlich Fachliteratur, Nachschlagewerke zum Militärwesen und vor allem Papierstapel enthielt, die von diversen Gegenständen am Davonflattern gehindert wurden. Aber es war weit davon entfernt, wirklich gefüllt zu sein. Lesen gehörte nicht zu Boldiszàrs Lieblingsbeschäftigungen. Dafür waren die freien Plätze mit Helmen und Rüstungsteilen aus unterschiedlichen Epochen und Kulturkreisen befüllt und was dort nicht hinpasste, hing an den Wänden. Doch auch Alltagsgegenstände waren zu sehen, eine armlange rakshanische Rauchkrautpfeife genau so wie das verzierte Trinkhorn eines Norkara. Aschenbecher und Pfeifen schienen überhaupt das häufigste Objekt zu sein. Hier und da hingen Zeichnungen, die jedoch nicht von Boldiszàr selbst gefertigt sein konnten, da er nur krakeln konnte. Sie stellten Landschaften, Krieger, Städte oder Erfindungen dar. Eine kam Silvano bekannt vor - sie zeigte einen Drachenflieger. Direkt über dem Bett hing eine Postkartensammlung. Die unmittelbare Umgebung des Bettes war frei von Gegenständen des Krieges, von einem Dolch unter dem Kopfkissen abgesehen, den Boldiszàr jetzt wegräumte. »Ich hoffe, es gefällt dir hier halbwegs.« Er zog die schweren, schwarzen Vorhänge zu. »Schön finster«, meinte er und entzündete einige dicke Kerzen. Er prüfte mit der Hand, ob der Kachelofen schon angefeuert worden war. Das war der Fall und auch der Zuber stand schon dampfend im kleinen Nebenraum bereit, der als Bad diente. Ein weiteres Mal zogen sie sich aus und dann sanken sie gemeinsam ins heiße Wasser.

Silvano de Mancini
Silvano war Boldi in dessen Quartier gefolgt. Er hatte keine Ahnung davon, wie er sich das Quartier vorgestellt hatte. Eigentlich fast Tempelartig, sprich ein kleiner weißgetünchter Raum, in die Habseligkeiten von Boldi untergebracht waren. Schlicht und hell, fast spartanisch. Aber das Quartier dass ihn empfing, war nicht hell, sondern dunkel, Holz herrschte vor und so etwas liebte Vano. Er strich über eine Wand und schaute sie sich an. Vermutlich Eiche, dachte er, gebeizt oder lackiert, matt. Das Bett sah gemütlich aus, aber daran blieb sein Blick nicht haften. Er schaute sich kurz das Bärenfell an und die Felle wie den seltsamen Teppich auf dem Boden. Rakshanerartig sah er aus, aber das störte Vano nicht. Er hatte mit dem Wüstenvolk persönlich nur gute Erfahrungen gemacht. Überall im Zimmer waren Helme, Rüstungsteile und Waffen verteilt. Und Pfeifen. Vano schaute sich viele der Ausstellungsstücke ganz genau an, berührte aber nichts, da sich das nicht gehörte. Die wenigen Bücher die Boldi besaß, spiegelten seine Arbeit wieder. Zeichnungen zierten die Wände und eine davon erinnerte an Jendros Projekt. Um Boldi nicht unnötig zu provozieren, schaute er das Bild nicht länger an und fragte auch nicht nach. Die Postkartensammlung schaute sich Vano genau an, ehe sein Mann ihn aus seinen Gedanken riss. Der Ofen war angeheizt, die Vorhänge hatte Boldi geschlossen. Sie zogen sich aus und stiegen gemeinsam in das heiße Wasser. Vano ließ sich einmal herunterrutschen, so dass er ganz untertauchte. Danach setzte er sich aufrecht hin und schaute Boldi ins Gesicht. »Keine Passion und kein Hobby, wie nennst Du dann Deine Sammlung da drin?«, fragte Vano. Er ließ Boldi allerdings keine Zeit wirklich darauf zu antworten, sondern versiegelte dessen Mund mit einem Kuss und erneut versank er im heißen Wasser, diesmal mit seinem Mann.

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Re: Zu kurz geraten

#10

Beitrag von Bellamy Bourgeois » Do 18. Apr 2019, 16:30

Der lahme rechte Flügel


Bellamy Bourgeois
Bellamy hatte erleichtert aufgeatmet, als Tekuro und Silvano sich wieder versöhnt hatten. Nichts war ihm mehr zuwider, als wenn es in seiner kleinen, neuen Familie Streit gab. Lief es einmal glatt für sie alle, dann musste so ein Mist dazwischen kommen. Jeder Einzelne von ihnen wusste wie wertvoll eine Familie war und dann musste ausgerechnet bei ihnen der Streit losbrechen. Bellamy konnte es nicht fassen. Er hätte alles dafür getan, um seine Familie zu schützen. Er gab alles dafür, dass es ihnen gut ging, aber nein, irgendwer musste dazwischengrätschen. Und dieser jemand war er diesmal selbst gewesen. Hätte er seine Vermutung für sich behalten, wäre das alles gar nicht geschehen. Und Tekuros rechter Arm wäre noch intakt. Er hatte eine Kettenreaktion sondergleichen losgetreten. Zu allem Überfluss waren Teku und Silvano noch auf Krawall gebürstet gewesen. Nun verständlich bei dem, was man ihnen an den Kopf geworfen hatte. Er hatte nur seinem Bruder helfen wollen und hatte fast dessen Ehe ruiniert. Vorher hatte er ihm noch gesagt, dass er seine eigene verteidigen würde. Super. Besser ging es echt nicht. Aber es war alles gut gelaufen und sie hatten sich wieder vertragen. Belly war Teku dankbar, dass er Vano einfach gedrückt hatte und nicht mit dem Nachtreten begann. Liebevoll streichelte er seinen Mann über den Kopf. "Du wolltest ihn auch nicht gehen lassen stimmts? Ich dachte es wäre alles vorbei. Aber Du hast gut reagiert und ihn einfach umarmt, ich bin stolz auf Dich. Früher hättest Du ihn windelweich geprügelt und in seine Ecke geworfen. Und dann wäre hier der Abgrund losgebrochen", flüsterte Bellamy und fragte sich ob Davet auch brav in der Scheune schlief.

Tekuro Chud
»Wo Vano und ich allein unterwegs waren ... da wollten wir jagen«, erklärte er. »Er weiß, was ich in den Reis mische - und er isst es gern. Er ist eine seltsame Mischung aus einem heimlichen Beißer und jemandem, der ein Sklave sein sollte. Ich denke immer noch, ein Halsband würde ihm gut stehen. Und eine entsprechende Behandlung. Du hast ja erlebt, wie er nach mehr winselte. Er war ganz lieb da und hat mir die Eier geleckt. Und beim Jagen, da wurden wir unterbrochen, weil er lieber reden wollte und da haben wir auch geküsst. Ich durfte ihn einmal mehr stacheln und er schenkte mir einen Kompass. Ich knutsch nicht jeden, Belly. Ficken, da bin ich gern dabei, aber küssen? Das tu ich nur bei den wenigsten. Und dann sagte er mir, ich wäre ihm egal. Da musste ich ihn kaputtmachen. Aber ich hab mich zurückgehalten und mich in Boldis Pulli versteckt. Gehen lassen wollte ich ihn nicht, nein. Ich wollte ihm ein Halsband umlegen, um ihm Vernunft beizubringen.«

Bellamy Bourgeois
"Woher weiß er, was im Reis ist? Ich hatte vor ihn für seinen Ungehorsam zu beringen, aber wo ich gesehen habe wie froh Boldi war ihn wiederzuhaben, da habe ich meine Meinung geändert. Vano war genauso glücklich und wenn ich ihm jetzt auf die Art Gehorsam beibringe, ist er vielleicht für immer weg und das obwohl er freiwillig zurückkam. Nein Du küsst nicht jeden, wieso auch? Man küsst nur die Personen, die einem wirklich etwas bedeuten. Ich denke nicht, dass er ein Sklave sein sollte, er sollte sich nur wieder einbekommen. Er ist manchmal ein kopfloses Huhn, wobei ehr ein Hahn und die Sporen benutzt er trotzdem. Warum er gewinselt hat war klar, die Nummer mit Dir, Boldi und Davet war geil. Wir wurden vom Zuschauen schon geil und Du hast es ihm so gegeben, wie er es wollte. Du hast Dich beherrscht, warst gut zu ihm und er hatte richtig Spaß. So wie sonst mit Boldi vor dem Kamin, darum warst Du auch hinter ihm her. Du wolltest doch genauso Spaß mit Vano, wie Vano mit Dir. Ihr wart neugierig aufeinander, hört mir auf. Würdest Du ihn noch wollen, wenn er nur stumpf gehorcht, oder sich so verhält wie Jaques? Wo ist der überhaupt? Und nebenbei wo ist Sherkal? Du hast Dich doch nicht nur zum Schein vertragen oder? Wie wolltest Du ihm ein Halsband umlegen? Was er Dir da an den Kopf geworfen hat, hätte er nicht tun dürfen. Aber ich glaube ihm, dass er Dir nicht wehtun wollte. Die Adresse war Boldi und es ging nach hinten los", sagte Belly und zupfte an Tekus Ohr.

Tekuro Chud
»Sherkal ist meilenweit weg, vermutlich nur noch ein Gerippe in der Steppe.« Tekuro schnurrte, als er sein Ohr liebkost bekam. »Klar war ich neugierig auf Vano, Boldi hatte viel Spaß mit ihm, das wollte ich auch mal testen. Boldi fickt sonst nie, aber den fickt er, hat ihm sogar den Arsch hingehalten. Also musste er ja was Besonderes sein. Keiner meiner Sklaven gehorcht stumpf. Wobei ... ich hab ja nur noch einen. Ezi ist ganz lieb, sehr süß, aber nicht stumpf, ganz und gar nicht. Und Patti hat seine Spinnereien, die aber ziemlich nerven. Jedenfalls gehorcht keiner von denen stumpf und Vano würde es auch nicht. Nicht mal Jaques macht das. Noch nicht.« Er grinste breit. »Ich hab mich nicht nur zum Schein vertragen, sondern richtig. Ich freu mich, dass er wieder da ist, aber ich halt künftig mehr Abstand. Nicht mit dem Stachel, aber mit dem Rest, verstehst du? Im Reis war Menschenfett. Gutes, gesundes und aromatisches Menschenfett. Mit Fleischstückchen.«

Bellamy Bourgeois
"Unsinn, Du hältst keinen Abstand, fang nicht wieder diesen Scheiß an. Denn diesen Scheiß macht auch Vano! Du wirst Dich so nah wie möglich an ihn kleben, damit er sieht, alles ist gut. Dann wird er es auch tun, garantiert. Nicht heute oder morgen, aber irgendwann. Du hast doch gesehen wie er reagiert hat, als Du ihn umarmt hast. Erst gestockt und dann kam er doch aus seinem Schneckenhaus. Ich finde es gut, dass Du Dich nicht zum Schein vertragen hast. Wir sind eine Familie und das ist mir wichtig. Damals als Boldi geheiratet hat, als ich nur noch eine Rosine war, hatte ich Vano darum gebeten. Ich lag beim Heiler und bat ihn darum. Und Boldi sagte, gleich was je kommt, ich hätte bei ihnen immer einen Platz. Vano stimmte dem zu, gleich wann ich vorbei käme, für mich wäre immer ein Platz. Und das versprachen sie mir. Mal ehrlich, wer hat mich schon gerne um sich, außer Du und Ciel? Die beiden scheinbar und das hat mir viel bedeutet. Du bist doch sonst nicht so, Du passt doch auf, das jedes Schäfchen in der Herde bleibt, dann mach das auch mit dem sturen Bock. Wobei so stur war er ja nicht, er hatte nur Angst. Und mich hat es gefreut, wie Ihr beiden Euch versöhnt habt, da ging mir das Herz auf. Alles war wieder gut, die Familie war gerettet. Fangt nicht so eine Scheiße an. Keine Ahnung, aber ich finde Jaques war nicht gerade aktiv an unserer Lust beteiligt, er hat es ertragen. Aber das ist ja nicht das Ziel der Übung. Er soll es nicht nur ertragen, er soll uns bedienen. Ob das Patti und Ezi tun, weiß ich nicht so Recht. Patti hat auch meist Deine Launen ertragen Teku. Menschenfett? Woher hast Du dass denn? Woher weißt Du das Sherkal in der Wüste ist? Sag jetzt wo er ist Teku!", forderte Belly.

Tekuro Chud
»Sherkal ist im Keller«, gab Tekuro mit sichtlichem Widerwillen zu. »Als wir nach Ehveros sind, musste der Älteste hier bleiben und er brauchte Proviant. Drum hab ich Sherkal runtergeschickt und die Tür zugemacht.« Er kraulte Bellamys Brust. »Du meinst ... Patti hat mich gar nicht lieb? Nur stillgehalten, weil er musste? Das ... hör ich nicht gern, Belly. Echt nicht. Und zu Ezi war ich bislang lieb, hab ihn zu nix gezwungen, er durfte ein wenig kuscheln, wenn er wollte. Musste aber nicht. Belly, Vano ist nicht Mitglied meiner Herde! Der ist wie Mako, die sind dauernd weg und man kann nichts dagegen tun! Das ist eure verweichlichte Memmensicht, dass man sie nicht zwingen darf und bitte, das habt ihr nun davon.«

Bellamy Bourgeois
"Unsinn, Patti hat Dich lieb, darum ist er geblieben und hat es erduldet. Aber wieviel Spaß könntest Du mit ihm haben, wenn er freiwillig so richtig mitmacht? Das hast Du doch bei Vano, Patti und Dir gesehen. Wenn Du Liebe möchtest, nimm dazu keinen Sklaven. Wenn Du nur Sex möchtest, dann schon. Für Sex, den Du nicht mit Deinem Mann machen würdest zum Beispiel. Vano gehört zu Deiner Herde, er ist der Mann Deines Bruders. Also Dein Schwager. Und Mako gehört ebenso dazu, er ist Dein Sohn! Man kann sehr wohl etwas dagegen tun. Zuerst sollte man ihnen keinen Grund geben wegzulaufen. Daran war ich diesmal schuld, weil ich dummes Zeug gelabert habe zu Vano. Und sind sie da, muss man sie wie Familienmitglieder behandeln. Freunde Teku und mehr. Meinst Du er hat Dir umsonst den Kompass geschenkt? Garantiert nicht, so wie Du Nori versorgst mit dieser Art musst Du auch zu Mako stehen. Du hast ihn verschreckt Teku. Aber das bekommen wir irgendwie mit Kazrars Hilfe wieder hin. Ansonsten kann vielleicht Davet helfen? Er hat bei solchen Dingen einiges drauf und er ist genauso ruhig wie Boldi. Mein Wunsch wäre es, dass wir alle zusammen wohnen und gleich ob Du mit Boldi, Vano, Kaz oder Mako auf dem Sofa hockst, dass Ihr Euch alle wohl fühlt. Stell Dir vor Du kommst Heim und gleich wer Dich empfängt, da weißt Du er mag Dich. Du bist dann Zuhause", erklärte Belly. Er dachte nach und schaute Richtung Keller. "Meinst Du Sherkal ist tot?", fragte er leise.

Tekuro Chud
»Welchen Sex sollte ich nicht mit dir machen? Ich mach mit dir alles, was du willst, Bellymaus. Alles, wo wir beide so richtig abgehen. Die Sklaven, also bislang Patti ... der war zum Üben da. Falls ... na ja. Und zum Träumen. Sie laufen nicht weg, wenn man einen Fehler macht, weißt du. Und Fehler mache ich viele, so verdammt viele.« Er rieb seinen Kopf an Bellamy. »Du bist der Erste, dem ich glaube. Dass er nicht wegläuft. Und Boldi, natürlich, also der Zweite bist du. Und Papa, der Liebe. Alle anderen sind unstet. Wechselhaft. Wegen Sherkal ... wieso?« Er guckte misstrauisch, doch in sein Misstrauen mischte sich Angst.

Bellamy Bourgeois
Bellamy streichelte behutsam Tekuros Rücken. "Ich bin in meinem ganzen Leben noch nie vor irgendwem oder was davongelaufen. Aber tausenden Dingen und Personen hinterher. Den meisten Personen weil ich sie gejagt und zur Strecke gebracht habe. Und manche laufen nur weg, damit man sie zurück nach Hause holt. Heißt, es knallt und sie haben Angst. Holst Du sie zurück, ist es noch ihr Zuhause verstehst Du? Du willst sie ja wiederhaben. Oder gerne bei Dir haben, drum muss ein Zuhause heimelig sein. Wir sitzen hier in einem verlotterten Hof, der dringend überholt werden muss. Und dennoch haben sich hier alle wohler gefühlt als in irgendeiner Taverne oder sogar im Palast. Wieso? Liegt das am Dach oder an den Möbeln? Nein es liegt an den Leuten die hier wohnen und wie sie miteinander umgegangen sind. So soll es bleiben und es soll vertieft werden. Du hast Vano gestern gezeigt, dass er bleiben soll. Das er dazu gehört und dass Du ihn gerne hast. Und er hat vorher zugegeben, dass er Dich sehr gerne hat und gar nicht so einen Unsinn reden wollte. Hört doch auf Euch bewusst weh zu tun, seid gut zueinander. Und sei gut zu Mako Tekuro. Kaz wird Dich nicht verlassen und alle anderen aus der Familie wollen Dich nicht verlassen. Manche haben nur ab und an Angst, genau wie Du. Ist doch nicht schlimm, aber dann zankt nicht, sondern spuckt es einfach aus. Nicht nur Du jetzt, auch Vano, oder Boldi. Und ich werde zukünftig meine zusammengereimten Dinge lieber direkt auf den Tisch packen. Ich hätte es Boldi fragen sollen, nicht Vano als Fakt erzählen dürfen. Ich hätte fast unsere Familie erledigt mit dem Mist. Weil ich Sherkal mag Tekuro. Er ist zwar nicht mein Mann, aber er tat mir einige Zeit ziemlich gut, auch wenn er frech wie Dreck war. Ich möchte nicht das er stirbt", antwortete Belly ehrlich.

Tekuro Chud
»Ich weiß nicht ... ob er tot ist. Wenn ja, was dann? Du müsstest mal schauen gehen. Beim Ältesten. Belly, manches kann man nicht einfach sagen! Dir, ja, aber das ist was anderes! Du verstehst mich. Wir ticken so was von gleich. Aber Vano rafft es nicht, die Dumpfbacke. Man sagt es ihm und er rafft es nicht! Klar bin ich froh, dass er zurück ist. Aber ich kann Boldi auch ohne ihn haben. Weißt du, ich finde, Jendro und Boldi sollten es noch mal versuchen. Du hast ja recht wegen der Heimeligkeit. Das wünsche ich mir auch, drum bruzel ich für alle, bau das Nest und jeder wird immer mal gestreichelt oder gerieben, so mit dem Kopf. Und wer dazu da ist, der wird auch fein gefickt. Belly, ich vermiss meinen Patti ... er war so lieb, letztens. Und wir zwei ... wir sollten ihn zusammen begrüßen. Allein trau ich mich nicht.«

Bellamy Bourgeois
"Denkst Du das wirklich? Denkst Du wirklich, dass Boldi und Jendro zusammenpassen? Warum hast Du Boldi denn dann damals gerächt? Teku denk mal scharf nach. Vano ist kein Idiot, sonst wäre er nicht was er wäre. Er ist so etwas wie Boldi, er leitet seine Truppe wie Boldi seine. Natürlich wird er begreifen, was Du ihm sagst. Du begreifst ja auch was ich Dir sage. Warum machst Du es dann nicht? Weil Du Angst hast. Angst dass Dich wer für ein Weichei hält, oder Dich verlässt oder hundert andere Gründe. Was wäre wenn Boldi nun sagen würde, versuchs lieber nochmal mit Sherkal? Tut weh oder? Das wollten wir gerade lassen. Ich vermute folgendes. Vano versteht was Du ihm sagst, er möchte Dir sogar glauben, kann er aber nicht da er zu misstrauisch ist. Und da ist er genauso wie Du. Ihr beide habt ungeheuere Angst davor verletzt und zurückgewiesen zu werden. Er bleibt gleich auf Abstand, Du wirst brutal. Dabei wollt Ihr beide eigentlich genau dass, was Euch angeboten wurde - Nähe. Also überleg Dir nochmal was Du gerade gesagt hast. Und ob Du das wirklich so meinst. Mir kannst Du alles sagen, dass weißt Du. Patti werden wir zusammen empfangen und wir werden den Hof schön für ihn herrichten. Was gutes kochen, was schönes backen, ihm eine schöne Kuschelecke bereitstellen. Er soll sich gleich wohlfühlen und merken, er kommt in einen anderen Hof, das ist nicht der Ort den er als Sklave verließ. Und Du wirst weder meckern, noch ihn züchtigen, sonst bekommst Du von mir paar aufs Dach. Du wirst Dich freuen", befahl Bellamy.

Tekuro Chud
»Ich werd mich freuen«, versprach Tekuro ernst. »Ich freu mich ja jetzt schon. Und wenn du mir Schützenhilfe leistest, ist es nicht so gruslig. Ja, manchmal hab ich Angst. Ich vertrag es nicht gut, wenn einer wegläuft. Eigentlich vertrag ich das überhaupt nicht. Ja, das würde weh tun, wenn einer das sagen würde wegen Sherkal. Ich hab das gesagt ... weil mir nicht schmeckt, wie Vano mit meinem Boldi umgeht. Dass Vano wegläuft. Wegläuft, verstehst du? Vano fickt hier und fickt da und kriegt überall Schmusi, Boldi ist treudoof. Jendro hab ich damals geärgert, weil er grausam zu Boldi war. Boldi hat sogar geweint, Boldi! Hast du das je bei ihm gesehen? Aber Vano fährt auf Jendro ab. Wenn Boldi nun mit Jendro kuschelt ... dann merkt Vano, dass Boldi das auch kann. Ich will Vano nicht weh tun. Das heißt, doch, aber das ist nicht der Grund. Er soll lernen und lieb sein. Einfach nur lieb sein!«

Bellamy Bourgeois
"Das verstehe ich Tekuro, aber Du musst Deine Gründe auch immer umdrehen. Spiegeln. Das ist ähnlich wie wenn Du jemanden jagst. Wo würde ich mich verstecken, mit seinen Fähigkeiten? So musst Du Dich hier fragen, würde ich selbst was lernen, wenn mich nun mein Mann betrügt? Ich habe ihn betrogen und das war Scheiße. Jetzt betrügt er mich, mit dem gleichen Kerl. Lerne ich nun, mach es nie wieder? Lasse ich das zukünftig? Ehr nicht oder? Ich wäre verletzt, sicher und das sogar obwohl ich vorher Scheiße gebaut habe. Und ich würde mir vielleicht denken, mir macht er Vorhaltungen, selbst ist er keinen Deut besser. Boldi ist nicht treudoof Tekuro, glaub das mal nicht. Sobald ihm das zu dumm wäre und die Sache zu hoch kocht, würde er Jendro ohne zu zögern kalt machen. Er ist mein Bruder, wir ticken da gleich. Das taten wir auch vorher schon, bevor wir wussten, was uns verbindet. Glaub mir, er würde Jendro erwürgen, mit einem Hammer erschlagen, ihm auflauern. Was er auch tun müsste, er würde es tun. Vano blieb bei seiner Untreue bei dem gleichen Kerl. Sie verbindet eine Freundschaft. So weit ist er gar nicht weggelaufen, sonst hätte er sich das mit einem völlig Fremden getraut. Hat er aber nicht. Und Jendro ist ein schlauer Kopf. Soll nicht heißen, dass Vano nicht nein sagen kann. Was er getan hat, dafür hat er gerade zu stehen. Aber er ist auch kein mieses Arschloch, sondern er liebt Boldi wirklich. Glaub es mir. Der Mann muss sich mal beruhigen. Boldi sagte mal was sehr Wahres, wieviel kann ein Mann ertragen? Ich glaube die letzte Zeit war ein bisschen viel für Vano um da noch auf Spur zu bleiben. Drum werde ich ihm nicht blöde kommen, sondern ihn hier willkommen heißen. Er soll sich gut und geborgen fühlen. Er soll gerne hier bei seinem Boldi sein. Die beiden gehören zusammen Tekuro, akzeptiere das. Genauso muss Vano akzeptieren, dass Du ganz genauso zu Boldi gehörst. Auf seinem Schiff ist er anders drauf, an Land hatten sie viel zu kämpfen, als die Agentensöhne die sich zusammenschlossen. Dann das mit den Farisin, es war ein langer Weg Teku und das in sehr kurzer Zeit. Die beiden waren von Anfang an Kampfgefährten und Eheleute. Sie müssen lernen auch mal ruhig klarzukommen. Da hoffe ich ja auch auf den großen Eimer, die Tordalk. Quasi der Rübenhof auf dem Wasser mit vielen schönen Zimmern. Die beiden lieben sich wirklich und so ein Schiff hat doch einen Vorteil, weglaufen ist nicht", lachte Belly und küsste Tekuro liebevoll. "Ich verstehe es nur zu gut, ich mag auch nicht, wenn einer einfach stiften geht. Er wird nicht wieder weglaufen Teku, sonst holen wir ihn zurück", grinste Belly.

Tekuro Chud
»Zwei Mal ... zwei Mal schon hat er Boldi mit Jendro betrogen. Ich finde das gefährlich. Aber schön, halte ich eben die Füße still. Alle sagen, ich darf nicht mehr beißern, dann mache ich es eben nicht mehr. Aber einen Fehler darfst du nicht machen. Alle Menschen gleich einschätzen. Es gibt Jäger und Gejagte und einiges dazwischen, wie die Sklaven, aber es gibt diese Rollen nicht ohne Grund. Das kann der Älteste dir erklären oder Kaz. Aber so ist das. Nicht jeder ist zum Beißer geboren. Und bei Vano ... ist es so eine komische Kippe. Er ist genau auf der Grenze. Wenn er noch mal wegläuft, lenke ich Boldi ab. Mit Jendro. So hab ich mir das überlegt. Vano tut ihm schließlich auch weh.«

Bellamy Bourgeois
"Er ist ein Beißer der ins Wasser gehört Tekuro und was das Wehtun anbelangt, der Trottel tut sich am meisten selbst weh. Nein ich schere garantiert nicht alle Menschen über einen Kamm, dass kannst Du mir glauben. Ich weiß dass es Herren und Diener gibt, Jäger und Gejagte. Warst Du dabei, als sie die Farisin gejagt haben? Ich war auf der Insel, Du hättest keine Sekunde gezweifelt, das Vano ein Jäger ist. Ich denke er unterscheidet zu krass Land und Wasser. Dabei war die Insel auch "Land". Als Feind würde ich mir den Kerl nicht wünschen, er ist sehr hartnäckig in seiner Jagd. Welcher Gejagte wäre das? Ihr seid Euch sehr ähnlich, aber Du bist meiner Tekuro und das bleibt auch so. Und Vano ist der Mann von meinem Bruder und das bleibt auch so. Also hüte Dich Unsinn mit Jendro zu treiben mein Hübscher", sagte Belly und küsste ihn fest, fast schmerzhaft. "Meiner, nicht Jendros, sonst tätowiere ich es Dir auf die Stirn".

Tekuro Chud
Tekuro grinste breit, es war ein glückliches Grinsen, keins von der Sorte, die er sonst gezielt zur Schau trug, um seine Zähne zu zeigen. »Ich wollt nicht mit Jendro kuscheln, Belly. Ich wollt ihn nur auf Boldi ansetzen, mal einen Tipp geben, weißt du? Ich bin deiner, wir jagen zusammen, das haben wir uns geschworen und ich bin kein Vano. Wenn Vano an Land nur scheiße baut, muss er wieder ins Wasser geschoben werden wie so ein gestrandeter Wal. Aber wenn er auf der Tordalk immer noch Mist verzapft ... willst du das echt ignorieren?«

Bellamy Bourgeois
"Das ist ehr ein gestrandeter Hai und er bleibt hier. Er soll lernen, dass es in unserem Tümpel auch sehr schön ist. Wenn er rausschwimmt, dann mit uns. Oder seinem Mann. Du weißt was ich davon halte und Boldi wird Jendro auch nicht wollen. Also lass den Unfug. Und wenn Du versucht, ihn über Dich anzulocken, wirst Du Dein blaues Wunder erleben. Ich schwöre es Dir, da mache ich keinen Spaß. Du kennst mich, ich bin großzügig, was Sex angeht, aber Jendro hat Boldi eins übergebraten und das nun schon dreimal. Du hältst Dich von ihm fern. Du bist viel schlimmer als Vano, weil Du noch weniger aufgibst. Seid wieder Freunde, das wart Ihr die ganze Zeit. Geht mal zusammen jagen und füttere ihn mit gutem Reis. Kocht zusammen, was weiß ich, zeigt Euch dass Ihr Euch mögt. Streicht diese Scheiße endlich aus Euren Köpfen. Wer kann den anderen tiefer und besser verletzten, ist kein Wettbewerb, sondern gewaltige Scheiße. Hat der Älteste Sherkal gegessen?", fragte Belly.

Tekuro Chud
»Ich weiß es nicht. Ob er ihn gegessen hat. Da müsstest du mal nachgucken, wie gesagt. Und ehrlich ... ich hoffe, das hat er. Ich lieb dich, ich will dich. Und Sherkal wurde nicht umsonst als Proviant auserkoren. Nicht nur du hasst es, wenn ich Blödsinn verzapfe. Wir waren kein Paar, ich konnte das nicht sagen. Drum hab ich ihn leise verschwinden lassen. Mach dir wegen Jendro keine Sorgen. Ich hab dir mein Wort gegeben! Und wegen Vano werd ich versuchen, ein bisschen lieber zu sein. Aber nicht zu lieb, denn das ist dir vorbehalten und Patti.«

Bellamy Bourgeois
"Du bist süß mein kleiner Rabauke. Dann lass uns mal nachgucken, was von Sherkal der Wüstenblume noch übrig ist, die Zwiebel, die Pelle oder ein paar Blütenblätter? Ich bin zwar der Meinung, dass man nicht alles bereden sollte, aber manches muss doch gesagt werden. Stellen wir immer wieder fest. Aber wir haben trotzdem zueinander gefunden und das ist was letztendlich zählt. Mir hat es jedenfalls total gefallen, dass wir uns alle so gut verstehen. Ich mich mit meinem Bruder und unsere Männer sich auch. Und Du verstehst Dich doch sogar mit Davet, Arbo und Nori. Das müssen wir einfach hinbekommen. Wir wollten doch zusammen renovieren, dass sollten wir in Angriff nehmen. Auch falls Du mal wieder höchsten Besuch bekommst", grinste Bellamy und stand auf. Er zog Tekuro auf die Beine und schob ihn vor. "Du guckst zuerst", bat er.

Tekuro Chud •
»Oh Mann, ich mag keine Mumien. Das ist wie Menschensalami.« Er schaute, ob es auch dunkel war, dann ging er nach draußen zur Tür des Kohlekellers. Er klopfte, als wäre dies eine Wohnung. Er zog die Tür auf und sofort schlug ihm ein penetranter Geruch von Kohlestaub, Schimmel und irgendetwas Ekelhaftem entgegen. »Hallo? Ältester, seid Ihr da drin? Ich wollt mal schauen. Wie es Euch geht. Habt Ihr alles oder braucht Ihr was?«

Der Älteste:
Die Finsternis um die Tür herum verdichtete sich so, dass man es für schwarzen Nebel halten konnte. Tekuros Hände verschwanden wie im nachtschwarzen Nichts, wo er die Tür hielt. Zwei noch dunklere Löcher erschienen in der Dunkelheit. Nicht einmal mehr Schwärze, sondern das Fehlen von allem, zwei Löcher nichts, Gruben in eine andere Dimension. Fadengleich zog sich die Finsternis zusammen und bildete das Antlitz das Tekuro als den Ältesten kannte. "Was ich brauche ist Anwolf von Hohenfelde, oder Ciel de Souvagne. Ich könnte einen Bissen zu essen vertragen, einige Blutopfer, Gebete, es ist verdammt still geworden. Es wird Zeit, dass wir uns ein wenig in der Welt umschauen. Deine Sklavenarmee ist ja geradezu niedlich... das Blut sickerte durch die Ritzen gestern. Ein gebrochener Arm?", fragte der Älteste und fasste zu, so dass Teku der Schweiß auf die Stirn trat.

Tekuro Chud
Tekuro zwang sich, stehen zu bleiben, senkte aber den Blick, so wie er es vor dem Duc oder einem Adligen tun würde. »Herr, wir haben viele Sklaven. Wir werden Euch jeden Tag einen schlachten, dann habt Ihr lange was davon. Anwolf, wir werden Anwolf suchen! Es ist viel dazwischengekommen, einer der unseren ist weg. Patti! Wir müssen ... ihn retten. Könnt Ihr helfen? Ja, der Arm ist durch. Aber schon geschient. Leider der Rechte, meine Schwanzhand. Jetzt bin ich ein Krüppel.«

Dunwolf:
Der Älteste machte eine wegwerfende Handbewegung, so dass die Dunkelheit Tekuro umwirbelte. "Ich weiß, dass Patrice verschwunden ist und ich weiß wo er sich befindet. In einem widerwärtigen Tempel der Schwäche. Eingepfercht zwischen Wahnsinnigen, Irren und anderen Straftätern... Recht interessant. Aber einige sind vom Weg abgefallen und buddeln Blümchen ein, singen Gebete zum Gott der Nutzlosigkeit... Ainuwar. Du hast einen Haufen Sklaven, warum reibt Dir von denen keiner die Gurke?", fragte der Älteste.

Tekuro Chud
»Weil ...« Tekuro überlegte. Dann blickte er kurz nach hinten zu Bellamy. »Ich hab jetzt einen Mann!«, antwortete er stolz. »Belly. Er ist jetzt dafür da, dass es meinem Stachel gut geht. Aber ein Sklave, ja ... ich vermiss das, ein wenig. Danke für die Erinnerung.«

Ältester:
"Warum Du wohl einen Mann hast, nicht wahr? Als ob ich das nicht wüsste. Was genau wolltest Du denn nun von mir Tekuro? Ein kleines Schwätzchen halten? Ich bin nicht abgeneigt... Eure Gebete mit der Wasserassel Jaques waren erheiternd... Oh und mein rakshanerischer Freund verblasste. Er ist dahin geschieden, aber er starb für ein höheres Wohl... für mich. Der Hof macht sich, ich bin zufrieden, aber ich spüre Unruhe aufsteigen am Firnament. Archibald sollte hier sein, schon bald wird die große Jagd beginnen und dann ist es erneut an ihm ob seine Tochter überlebt oder nicht. Von seiner Wahl wird dies abhängen. Sie ist eine treue Anhängerin unserer Sache... es wäre schade sie zu verlieren. Aber kein Verlust wenn sie versagt...", erklärte der Älteste freundlich und strich Tekuro über den Kopf, so dass sich in seinen Stoppelhaaren Raureif bildete.

Tekuro Chud
Tekuro stellten sich die Nackenhaare auf. Er erinnerte sich an den einzigen Zeitpunkt, da je seine Haare gefroren gewesen waren, das war an der Front. Keine Zeit, an die er gern zurückdachte, von einigen wenigen Momenten abgesehen, die wie Perlen im blutigen Moder leuchteten. »Ich wollte ... nach Sherkal sehen. Er ist fort, ich hoffe, er hat Euch geschmeckt!« Er konnte die Freude in seiner Stimme nicht verbergen. »Und Jaques hatten wir extra Euch gewidmet, es ist ein Langzeitgebet, er ist noch nicht fertig. Er soll dauernd immer Leid für Euch verströmen, Euch zu Ehren. Mit Patti, da könnt Ihr nix machen, oder? Ich wollt noch was anderes fragen. Berzan Bovier und Mercer Desnoyer. Könntet Ihr ... eventuell ... sie werden vermisst und es sind gute Jäger.«

Ältester:
"Patti? Sicher kann ich etwas tun, die Frage ist nur was? Was wünscht Du? Zwei Personen, zwei Körper Tekuro, Du kennst doch die Prozedur. Ansonsten schau Dir Deinen Vater an... und erinnere Dich an Arkan... wolltest Du ihm nicht ebenso einen Körper schenken? Da drinnen wimmelt es von Körpern... Zu Deiner Erinnerung... Lass sie ihren Versuch mit Patti unternehmen. Sollten sie scheitern, weißt Du wo Du einen Gott findest. Oh ja, Sherkal ist tot. Er war amüsant und wehrhaft, kratzbürstig und widerspenstig, wie es sich für ein Opfer gehört. Aber letztendlich erlag er auch der Schwärze und ruht in Stille... Möchtest Du nach ihm sehen?", fragte der Älteste und Tekuro spürte die Freude des Ältesten.

Tekuro Chud
»Ja, will ich. Mal kurz. Danke, Ältester, wegen Patti. Er ist wichtig für uns alle. Einen schönen Körper hab ich ihm schon rausgesucht, da soll er einziehen, da alle finden, dass der Körper, in dem er gerade steckt, dem Moritz von Wigberg gehört. Ich lieb meinen Patti und er wird ein guter Jäger sein und tut meinem Vater gut, manchmal. Wegen Berzan und Mercer, da könnt ihr ja noch mal nachdenken. Ich brauch sie nicht ... aber Belly, Boldi und Vano. Brauchen sie, vielleicht. Darf ich?« Tekuro trat ein, um sich zu vergewissern, was von Sherkal übrig war.

Ältester:
"Mache Dir keine Sorgen mein kleiner Beißer, suche drei Körper und ich werde helfen. Der Preis ist bekannt, Blut und Gebete. Was Patrice angeht, ich werde abwarten und das Experiment voller Neugier verfolgen... aber ich bin da... wie immer... all die Zeit", sagte der Älteste und folgte Tekuro hinab in die Dunkelheit. Eine vertrocknete, schneeweiße, verrenkte Gestalt lag mit weit aufgerissenen Augen auf dem Boden. Was sie gesehen und gespürt haben musste, musste das Entsetzen sein. "Er war außergewöhnlich... man schmeckte förmlich die Sonne in seiner Seele...", lachte der Älteste finster. "Vielleicht solltet Ihr die Wasserassel herschaffen... das wäre ein schöner Zeitvertreib... Der Morgen dämmert in wenigen Minuten Scharfzahn. Sieh zu das Du Deine Haut vor Sonnenaufgang zurück in Sicherheit schaffst", erklärte der Älteste und die Schwärze sickerte in die Wand. Tekuro stand allein in dem Keller, allein mit einer schneeweißen Leiche.

Tekuro Chud
Tekuro reichte der kurze Blick, Leichen mochte er nicht, wenn sie nicht gerade frisch getötet, noch warm und vor allem ansehnlich und anschmiegsam waren. Nichts davon traf auf Sherkal noch zu. Tekuro strich über die eiskalte Wand. »Danke, Ältester ... Ihr werdet bald wieder Gebete erhalten. Sehr bald. Blut haben wir reichlich da oben und Fleisch, zum Leiden bereit.« Zufrieden, aber auch nervös verließ er rasch den Keller und schloss hinter sich die Tür. Das war doch etwas unheimlich. »Belly. Mein Plan, der hat funktioniert. Der Älteste ist gesättigt und es schmeckte nach Sonne.«

Bellamy Bourgeois
Bellamy zog Tekuro schnell in den Hof, da sich am Himmel die ersten roten Streifen abzeichneten. "Er hat Sherkal also tatsächlich verspeist. Bedauerlich, er war ein echt schöner Mann, aber es ist auch eine unvergleichliche Ehre von wem er geholt wurde. Er nährte einen Gott. Komm zurück auf die Kissen, lass uns gemeinsam den Tag verschlafen. Nach Sonne geschmeckt? Wie an einem schönen Sommertag, wenn man frei hatte und draußen irgendwo im Biergarten saß? Ja das passt zu ihm", sagte Belly und zog Tekuro mit sich. Gemeinsam ließ er sich mit seinem Mann in die Kissen sinken und bettete Tekuro an seine Brust. "Schlaf schön, ich wache über Dich Teku. Erhol Dich Schatz", raunte Belly ihm ins Ohr und deckte ihn gut zu.

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