Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Der Krieg, der alles ändern wird

Tarrik Tarkan entfesselte die Hauptstreitmacht des Chaos, um Zwergenfestung Dunkelbruch zu erobern. Nach Jahren des Kampfes waren alle Seiten erschöpft und man verhandelte über Frieden. Dunkelbruch gelangte in die Hände des Chaos und die Hohe Mark fiel an Souvagne.
Die Hauptstreitmacht des Chaos wurde entfesselt, um die Zwergenfestung Dunkelbruch zu erobern. Das Kaisho-Abkommen und Avinar kamen den Zwergen zur Unterstützung. Nach Jahren des Kampfes waren die Truppen aller Seiten erschöpft und man verhandelte in Ehveros über Frieden. Das Kaisho-Abkommen zerbrach an dieser Schlacht, Dunkelbruch gelangte in die Hände des Chaos und die Hohe Mark fiel an Souvagne.
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Oberst Nassik
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Re: Der Krieg, der alles ändern wird

#71

Beitrag von Oberst Nassik » Do 19. Okt 2017, 22:08

Der Streitwagen des Oberst raste über das Schlachtfeld. Die Gorbix-Schweine grunzten fast schon fröhlich, als der Wagenlenker ihnen das Kommando gab. Dieser musste sich stark konzentrieren, um den vielen Hindernissen auf dem Weg auszuweichen. Die Ebene von Dunkelfels war steinig und nicht eben. Mehrmals wurde der Oberst fast aus dem Wagen geschleudert und die Insassen im Wagen mussten sich am Wagen festkrallen, um nicht hinauszufallen. Steinkugeln, Bolzen und andere Geschosse hatte man aus der Festung geschossen, um den feindlichen Vormarsch zu verhindern. Es war soviel Kriegsmaterial, dass der Oberst sich wunderte, warum man nur so wenige Leichen finden konnte. Die verhältnismäßig wenigen Leichen, die man fand, waren grauenvoll verstümmelt. Ihnen hingen die Gedärme heraus, es fehlten Einzelteile und Gliedmaßen oder die Köpfe hatte man ihnen abgeschlagen.

Vereinzelt kauerten noch einige mutige und hungrige Ghule am Boden und nährten sich an diesen Leichen. Der Oberst war von diesem Schauspiel zutiefst entsetzt und forderte den Wagen sofort auf anzuhalten. Er hatte noch nie Ghule gesehen. Nekromanten gab es zwar in der Handelsallianz, aber sie wurden noch nie als Kampfmagier in der Schlacht eingesetzt.
"Anhalten!", befahl der Oberst und wandte sich damit auch an die anderen beiden Streitwagen, die ihn als Begleitschutz folgten.
Der immer grinsene Major Vanox lachte: "Die haben wohl nix zu essen im Chaos-Land."
Nassik hingegen sprang vom Wagen ab, um sich diese perverse Kreatur vom Näheren anzusehen. Sein Kurzschwert hielt der Oberst in der Hand, während ein Schildträger mit einem Speer ihn begleitete.
"Was ist das für eine elende Kreatur?"
Er sprach zu dem Wesen und halb zu seinem Mann neben ihn. Der Oberst beobachtete den Ghul aus sicherer Entfernung. Der Untote beachtete ihn nicht mal, sondern war so mit seiner Mahlzeit beschäftigt, dass er die Umgebung ganz vergaß.
"Gib das her!", maulte Nassik, als er genug gesehen hatte. Dem Schildträger riss er den Speer aus der Hand. Schleichend näherte er sich dem Ghul, während er den Speer schützend vor sich hielt. Doch der Ghul wurde sichtlich überrascht, als die Speerspitze plötzlich seinen Leib durchbohrte. Verächtlich schnäubte der Oberst bloß und meinte dann an die anwesenden Goblins gewandt: "Solche hässlichen Ungetümer sind Soldaten in den Reihen des Chaos. Sie haben den Tod verdient."
Seine Worte wirkten aber wie eine Parodie, als sich der Ghul hinter ihm plötzlich erhab. "Oberst!", schrie einer der Soldaten aufgebracht. Der Schildträger Muffezz reagierte sofort und stieß den Ghul mit dem Schild auf den Boden. Das Viech startete einen erneuten Angriff und versuchte über das Schild zu springen. Diese Attacke konnte der Schildträger aber mit Leichtigkeit abwehren. Er rammte dem Gegner das scharfe Schildende in den Nacken, dessen Fleisch sofort nachgab und zur Folge hatte, dass der Kopf des Ghuls zu Füßen des Oberst rollte.
"Was beim allmächtigen Ainuwar?", raunte Nassik.
Selbst Major Vanox schien ausnahmsweise keinen lockeren Spruch auf den Lippen zu haben und staunte nicht schlecht.

Nach diesem kurzen Zwischenhalt gab der Oberst wieder den Befehl zum Weiterfahren. Er erkannte bereits den Anführer der Lichtalben aus der Ferne und wies dem Wagenlenker an ihn zu der Person hinzubringen.
"Oberst Nassik aus dem Königreich," salutierte der Oberst, als er aus dem Wagen stieg. Er musste weit nach oben blicken, um den hochgewachsenen Lichtalben in die Augen zu sehen. "Ich entsende Grüße von meiner Königin Ixie I. Das Kaisho Abkommen wird nicht tatenlos zusehen, wie die niederträchtige Brut Rakshors wieder über die Lande ziehen wird. Zweihundert Jahre leben wir wieder in unserer alten Heimat Evalon und werden diese nicht wieder aufgeben. Weder für die Handelsallianz noch für das Chaos! Erst seit kurzem sind wir den Zwergen im Bunde. Eine gemeinsame Expedition mit einer zwergischen Delegation hat unsere Zusammenarbeit entfacht. Wir vom Kaisho Abkommen haben Interesse an einem Bündnis mit der Ordnung und haben als Beweis ein gewaltiges Heer aufgestellt. Seht!"
Der Oberst zeigte gerade auf die Schar von Reitern, die dem Großherzog Roderich II. zujubelten, als er seine Rede hielt. Die Banner der einzelnen Rittertümer flatterten im Wind. "Die goblinischen Streitkräfte stecken noch in Tazlogg fest. Auch die Gargoyles sind unserem Aufruf gefolgt. Sie zu sehen benötigt aber Nacht und Dunkelheit," sprach der Oberst.

"Nun, Oberst Blitzsohn. Wie lautet die Strategie?", fragte der alte Goblin. Er kam direkt zum Geschäftlichen, sowie es üblich war für Goblins. Keine Zeit für Höflichkeiten und unnötige Details.
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„Wer darauf besteht, alle Faktoren zu überblicken, bevor er sich entscheidet, wird sich nie entscheiden.“

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Re: Der Krieg, der alles ändern wird

#72

Beitrag von Tarkan » Sa 21. Okt 2017, 19:10

Tarkan war nun doch auf den Wehrgang gestiegen, um mit eigenen Augen zu sehen, was ihnen entgegenwalzte. Er war als Feldherr ein harter Hund, doch der Anblick der vereinigten Heere von Lichtalben, Goblins und Almanen ließ ihm Angst und Bange werden. Die vom Blut rot gefärbte Steppe war zum Leben erwacht.

Er setzte sich hinter der Wermauer auf einen Stein und dachte nach. Trotz aller Eile durfte er jetzt keine falsche Entscheidung treffen. Aksoy wartete auf seine Befehle, genau wie die Zebras, die den fliehenden Zwergen bis ins Innere der Gebäude Pfeile und Wurfspeere hinterherschickten, aber den Rückzug nicht vollständig verhindern konnten.

Nach einigen Minuten erhob Tarkan sich wieder und sprach in einer Lautstärke, die nur Aksoy und Crize sowie den Zebras das Verstehen seiner Worte möglich machten.

"Aksoy. Falls ich es noch nicht getan habe, befördere ich dich hiermit zum Kommandant der Fliegerstaffel. Es tut mir leid, aber ich hatte wenig Schlaf und noch weniger Kaffee in den letzten Tagen und andere Sorgen, als mich um derlei zu kümmern, darum hab ich es vergessen. Nimm Crize mit und Lexi. Moment, wieso ist Crize als Rakshaner in der Fliegerstaffel der Tieflinge?! Egal. Nimm ihn mit. Die Aufgabe deiner Truppe sieht wie folgt aus.

Erstens: Rüstet euch mit Reiter und Waffen aus!

Jeder von euch, der körperlich dazu in der Lage ist, nimmt einen leichten Fernkämpfer, ob magisch oder nichtmagisch, auf seinem Rücken mit. Ihr selbst tragt ebenso eure Fernwaffen, wenn erforderlich, rüstet euch hier bei den ganzen Leichen aus. Es liegen ja genug Repetierarmbrüste, Bogen und so weiter herum.

Zweitens: Vermeidet den Luftkampf und entfernt euch aus diesem Luftraum!

Ihr umfliegt die vermaledeiten Greifenreiter großzügig. Lasst es wie einen Rückzug aussehen. Sie werden euch nur eine gewisse Zeit verfolgen, da sie sich ansonsten zu weit vom Hauptheer entfernen. Irgendwann drehen sie ab oder ihr habt sie abgehängt. Das Sumpfgebiet von Alkena eignet sich vortrefflich, um Verfolger loszuwerden, wenn ihr tief fliegt. Die Sichtweite beträgt wegen des Urwaldes nur wenige Meter.

Drittens: Aufspaltung in zwei Gruppen.

Teilt euch unter dem Schutz der Bäume in zwei unterschiedlich große Gruppen, die große unter Lexis Führung, die kleinere unter deiner. Du hälst dich nördlich, Lexi südlich. Du holst dir Verstärkung aus Nordrakshanistan, so dass deine Gruppe wieder vollständig ist und deine neuen Krieger sind zudem ausgeruht. Hier, nimm diesen Zebraschal mit als Zeichen meiner Autorisierung dieses Befehls.

Viertens: Deine Truppe überfällt Avinar und Lexis die Hohe Mark!

Euer ausdrückliches Ziel ist die Zivilbevölkerung! Das Hauptheer oder vielleicht alle Streitkräfte sind hier vor Ort versammelt, ihr dürftet somit in Avinar leichtes Spiel haben. Das Ziel ist größtmögliche Zerstörung, ohne Rücksicht auf Zivilisten oder zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen der Region. Eure primären Ziele sollen die Gehöfte sein, nicht die Städte. Zerstört die Nahrungsmittelerzeugung. Brennt ihre Felder nieder, sofern sie noch nicht abgeerntet worden, setzt ihre Scheunen und Silos in Brand, tötet das Vieh, schmeißt Leichen in die Flüsse und Brunnen, um sie zu vergiften! Wenn die Bauern in die Städte fliehen wollen, bringt sie um. Verschont niemanden, auch keine Kinder, Alte und Kranke!

So Rakshor will, wird dieses verdammte Heer umdrehen, um seine Heimat zu verteidigen und wir halten Dunkelbruch. Möge das Chaos dich leiten, Aksoy."


Er packte den riesigen Tiefling am Genick und zog seinen Kopf zu sich runter, so dass sie sich kurz an der Stirn berührten. Tarkan lief der Schweiß vom Gesicht, sein Turban war durchgeweicht.

"Ich selbst werde nun für die nötige Ablenkung sorgen. Ach ja, ähm, und jemand muss Cara'Cor warnen."

Er ging mit seinem Berater von den Zebras in eines der Gebäude und kam nach einigen Minuten wieder hervor. Er stellte sich auf die Zinnen über dem Tor mit ausgebreiteten Armen und sein Windmagier verstärkte seine Stimme.

"Werte Angreifer, deren Namen ich nicht kenne! Ich, Tarkan Ali al-Kuwari, Tarrik Cara'Cors, weltlicher Vertreter Rakshors, kapituliere vor eurer Übermacht!"

In den Händen hielt er ein riesiges weißes Bettlaken, das im Wind flatterte.

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Seweryn

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Re: Der Krieg, der alles ändern wird

#73

Beitrag von Seweryn » Sa 21. Okt 2017, 19:12

<Wie ist das alles überhaupt passiert?!>. Seweryn konnte es immer noch nicht so ganz glauben. Die Ereignisse hatten sich in den letzten Tagen überschlagen. Tatsächlich hatte diese abgeranzte Söldnertruppe es fertig gebracht ihn...gerade IHN...zu ihrem Anführer zu machen. Seweryn war vermutlich einer der jüngsten in dem Söldnerhaufen aber nunja, die Mehrheit hatte gesprochen... So ganz überzeugt war der Almane von dem Namen "Die schartigen Schwerter" auch noch nicht, aber er hatte trotz allem beschlossen dieses Amt anzutreten.
Krieg war aufgezogen, momentan passierte viel. Warum sollte man nicht versuchen ein Stück dieses Kuchens abzubekommen? Seweryn hatte seine dreckigen Haudegen schließlich bis nach Tazlogg geführt, dort waren sie alle irgendwie mit ihrem kleinen Heerlager untergekommen.
Gerade stand Seweryn allein an eine Hauswand gelehnt. Er beobachtete das geschäftliche Treiben. Karren rumpelten an dem nicht mehr ganz so frisch gebackenem Söldnerhauptmann vorbei, hier und da waren die Geräusche von Arbeit und Fortschritt zu hören. Stahl traf auf Stahl, Arbeiter riefen sich Anweisungen und Flüche zu...
<Dann wollen wir mal.>, dachte Seweryn und ging sicheren und festen Schrittes in Richtung der Goblins. Haufenweise dieser Kreaturen wuselten hier überall umher, warum sollte man nicht dort eine Anstellung anbieten? Seweryn erinnerte sich noch an die eher skeptischen Sprüche von seinen Kameraden. Gerade Armibold und Kralle waren gegen eine solche Geschäftsbeziehung bei den Goblins gewesen, aber Seweryn hatte sie dann doch überzeugen können zuzustimmen. Außerdem war er der Hauptmann! Des Weiteren könnte man jederzeit bei dem nächsten Höchstbietenden anheuern? Wer konnte schon genau sagen, wie sich die ganze Sache hier entwickeln würde?
Seweryn kam schließlich in einer Art Lager an. Er hatte von einem Informanten einen Namen übermittelt bekommen und hoffte, dass man ihm hier weiterhelfen konnte...und er hoffte für den Informanten, dass dieser seine Arbeit gut gemacht hatte. Ein Goblin kam auf den Almanen zugelaufen. Er trug eine Rüstung, die ihm nicht so recht passen wollte, der Helm saß schief auf seinem Kopf, aus dem zwei etwas zu große Augen Seweryn schier anglotzten. "Halt! Wer seid ihr, was wollt ihr?", schnatterte der Goblin und beäugte Seweryn misstrauisch. Seweryn hob beruhigend die Hände. "Man sagte mir, dass ich hier einen gewissen Major Rodizz treffen kann?", sagte Seweryn schließlich und wartete auf eine Reaktion des Goblins, die allerdings erst einmal ausblieb. "Ich spreche für die "Schartigen Schwerter", ich bin ihr Hauptmann. Wir würden uns gegen entsprechende Bezahlung dieser Sache hier anschließen.". Der Goblin kniff die Augen etwas zusammen. "Nicht? Gut, dann wollen wir uns doch mal nach anderen Angeboten umhören.". Seweryn machte Anstalten zu gehen, der Goblin hielt ihn auf. "Wartet.", meinte er und griff nach Seweryns Wams. "Folgt mir, möglicherweise hat der Major tatsächlich Zeit für Euch. Was habt ihr anzubieten?". Seweryn stellte sich selbstsicher vor dem Goblin auf. "Wir sind, wie gesagt, die "Schartigen Schwerter". Ein Söldnerhaufen, der für Geld genau DIE Messerarbeit macht, die für feine Herrschaften zu weit am Boden ist. Wir sind nicht sonderlich viele, 47 um genau zu sein, aber glaubt mir, meine Leute haben es faustdick hinter den Ohren und wir sind uns momentan für keine Arbeit zu schade. Falls es gewünscht ist werde ich meine Männer zusammentrommeln, sodass sich der Major selbst ein Bild machen kann?". Es schien vorerst nicht weiter von Bedeutung zu sein. Seweryn wurde zu einer Unterkunft gebracht, in der sich sein Ansprechpartner aufzuhalten schien. So wartete der Söldner, ging irgendwann etwas unruhig auf und ab. "Wenns noch eine halbe Ewigkeit dauert, bis hier endlich mal was passiert, dann sagt mir bescheid...denn dann haue ich wieder ab.", brummte er schließlich einem der Wachtposten zu, die weiterhin ihren Posten hielten. Was mochte der Major für eine Person sein? War er überhaupt darauf aus einen dreckigen Söldnerhaufen anzuheuern? Seweryn dachte weiter darüber nach und kam zu dem Schluss, dass es immer Arbeit für Leute seines Schlages geben würde...in gewisser Weise machte ihn das sogar einen kurzen Moment lang traurig, doch dann dachte er an den wahrscheinlich herausspringenden Gewinn.
Kurze Zeit später wurde der Almane aus seinen Gedanken gerissen. Bewegung kam in die herumstehenden Goblins...

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Baldur Ferin Ballivòr

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Re: Der Krieg, der alles ändern wird

#74

Beitrag von Baldur Ferin Ballivòr » So 22. Okt 2017, 15:15

Der Oberst der Goblins sprach bei Blitzsohn vor. Baldur hatte noch nie zuvor einen Goblin gesehen. Er war nicht groß gewachsen, doch er trug eine Aura von Stärke, Intellekt und Erfahrung um sich, die ihm Respekt einflößte.
Blitzsohn hörte Oberst Nassik an. Sein Gesicht war unleserlich, seine Stimme ernst, aber nicht unhöflich, als er antwortete:
„Es ehrt uns, dass das Kaisho-Abkommen ein Bündnis mit uns erwägt. Ich denke, beide Seiten können aus solch einer Verbindung nur gewinnen. Ein Sieg in diesem Krieg wäre ein gelungener Start für eine Kooperation. Was unsere Strategie angeht, so hatte ich gehofft, eine Belagerung umgehen zu können“, er nickte in Richtung Dunkelbruch. „Ich dachte, die Zwerge könnten die Feste länger halten. Nun gilt meine oberste Priorität den Tieflingen. Meine Späher berichteten mir, dass Tarkan eine gut organisierte Luftwaffe hat und ich werde meine Leute nicht in die Nähe der Mauern schicken, solange diese Gefahr nicht ausgeschaltet ist. Lasst das unsere Sorge sein.
Für die anschließende Belagerung wird jeder verfügbare Kämpfer von Nutzen sein. Die Lichtreiter werden sich der Wehrgänge annehmen und wir sollten unsere gesamte Kraft auf das ohnehin schon geschwächte Tor fixieren. Ich habe viele Schildträger in meinen Reihen, die einen begrenzten Bereich vor Angriffen von oben schützen können. Ohne euch an unsere Seite wird es unmöglich sein, Dunkelbruch zurück zu gewinnen. Über welche Mittel verfügt Ihr, werter Oberst?“

Die beiden Herren entfernten sich etwas von Baldur, sodass er nicht viel von dem verstehen konnte, was sie besprachen.

Und Plötzlich, mitten in ihrer Unterredung schwebte eine Stimme gespenstig laut aus der Richtung Dunkelbruchs zu ihnen hinüber. Es war der Anführer und er verkündete seine Kapitulation. Baldur sah, wie Blitzsohn die Augen zusammen kniff.
„Da stimmt etwas nicht“, murmelte er und sah zu Oberst Nassik, der soweit Baldur das deuten konnte, dasselbe dachte. Schemenhaft konnte er große Wesen erkennen, die sich über der Festung in die Luft erhoben.

Blitzsohn besprach sich erneut mit Oberst Nassik und Baldur spürte Unruhe in sich aufkommen. Was würde als nächstes geschehen? Er blickte sich um, erwartete auch bei den Soldaten fragende Blicke und vereinzeltes Gemurmel zu entdecken, doch sie standen weiterhin geordnet und ruhig wie Statuen, den Blick starr nach vorn gerichtet, bereit bei der kleinsten Geste ihres Anführers zu handeln.
„Wir sollten ihn auffordern, aus Dunkelbruch abzuziehen“, hörte er Oberst Blitzsohn sagen. „Ich glaube ihm kein Wort, bevor er seinem Versprechen nicht Taten folgen lässt.“

Behände landete der Greif des Oberfeldwebels der Lichtreiter neben ihnen.
„Sie fliegen in Richtung Alkena. Es ist uns nicht gelungen einen der ihren gefangen zu nehmen, nicht einmal abschießen konnten wir sie, so sehr sind sie in Eile. Wenn ich eine Vermutung aussprechen darf, so denke ich, dass sie fliehen. Die Tieflinge scheinen heimzukehren.“
Baldur konnte sehen, dass Blitzsohn zweifelte. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser Hund so schnell aufgibt. Er will diese Festung unbedingt und wieso sollten seine Tieflinge fliehen, wenn ihr Herr noch vor Ort bleibt? Ich muss wissen, was sie planen. Fliegt mit ein paar Boten ins Hymaya. Kontaktiert Dolan Felsenseele, lasst ihn alle Harpyien mit ihren Greifen zusammentrommeln, die nicht betrunken oder vögelnd in der Gosse liegen! Es gibt noch immer gute Späher dort. Lasst euch alles berichten.“
Der Oberfeldwebel nickte.
„Dann kehrt umgehend zu mir zurück. Eure Begleiter aber werden bei den Venthros bleiben. Sie sollen soweit möglich Alkena und die besser einsehbaren Bereiche des südlichen Zentralrakshanistans kontrollieren. Ich traue der Sache nicht. Wir brauchen Augen wo immer möglich.“

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Re: Der Krieg, der alles ändern wird

#75

Beitrag von Aksoy » So 22. Okt 2017, 18:43

Der riesige Tiefling hörte seinem Herrn aufmerksam zu. Er merkte sich jedes einzelne Wort so gut er konnte. Sich mit Waffen ausrüsten, sich einen Mitstreiter auf den Rücken laden, jeden Luftkampf vermeiden, sich mit Lexis zusammen schließen und gemeinsam fliehen, dann Aufspaltung der Kampftruppe, er hatte sich nördlich zu halten und sich um Avinar zu kümmern, während Lexis sich südlich die Hohe Mark vorknöpfen sollte.

Der Plan von Tarkan klang gut, es klang nach Tod, Chaos und Verderben. Sie würden den Lichtalben die Nahrung und vor allem das Wasser stehlen. Und sie würden grausame Rache an den Zivilisten üben. Das sollte die Moral der Alben schwächen, sie würde vielleicht sogar komplett einbrechen.

Als Tarkan ihn im Nacken packte und seine Stirn gegen die von Aksoy lehnte fühlte sich der große Tiefling sehr geehrt. Die Beförderung war nur noch zweitrangig. Er würde seinen Meister nicht enttäuschen, ebenso wenig wie Crize dies zulassen würde.

"Tarkan Ihr könnt Euch auf uns verlassen, wir werden unser Bestes geben, so wie immer. Nur wieso habt Ihr vor Euch in Feindeshand zu begeben? Boss steckt ein Zebra nach Eurer Ansprache in Eure Kutte oder wie man das Wickelding auf Eurem Kopf nennt.

Sie werden den Unterschied nicht bemerken. Und dann flieht mit uns! Ihr habt Verbündete in fernen Ländern, zur Not flieht dort hin oder sucht Schutz in der Wüste bei den Trollen! Ich flehe Euch an, die Feinde werden keine Gnade kennen. Rakshor sei mit Euch Tarkan",
sagte Aksoy und drückte den für ihn kleinen Rakshaner kurz vorsichtig, ehe er sich Crize auf den Rücken warf.

"Komm mein Freund, wir haben eine Aufgabe zu erledigen", erklärte Aksoy seinem besten Kumpel.

Mit großen Schritten trabte der Tiefling zu der Fliegerstaffel und räusperte sich, um sich Gehör zu verschaffen.

"Tarkan hat uns eine wichtige Aufgabe übertragen!
Wir werden uns mit Waffen ausrüsten, jeder Tiefling der Fliegerstaffel wird sich einen Mitstreiter auf den Rücken laden und dann fliehen wir und verlassen Dunkelbruch! Wir haben jeden Luftkampf zu vermeiden! Dies ist ein ausdrücklicher Befehl Tarkans!

Lexis wir müssen uns zusammen schließen und gemeinsam fliehen. Wir fliehen bis zum Sumpf von Alkena. Dort werden wir uns aufteilen. Ich selbst werden meine Einsatztruppe nördlich führen und wir werden Avinar angreifen.

Du Lexis wirst Dich südlich halten und Dir die Hohe Mark vorknöpfen.
Unsere Aufgabe ist die Vernichtung der Nahrung, sprich wir sollen die Ernte vernichten und brandschatzen. Wir sollen die Brunnen vergiften und den feindlichen Menschen und Alben ihre Nahrungsgrundlage zu entziehen. Wir töten ausschließlich Bauern und vor allem Zivilisten. Kinder, Frauen, Greise.

Tarkan gab hier keinen weiteren ausdrücklichen Befehl, aber da wir dem Feind enorm schaden müssen, muss unsere oberste Aufgabe sein, die Kinder und vor allem die gebärfähigen Frauen auszumerzen. Dies könnte uns im Nachhinein noch den Sieg bringen!

Denkt daran meine Brüder, Tarkan steht dort auf den Zinnen und gibt für unsere Sache sein Leben!
Einer von uns, heißt mindestens hundert von ihnen! Rüstet Euch, schnappt Euch einen Partner und Aufbruch!",
befahl Aksoy.

Keine Viertelstunde später hatten die Tieflinge die Leichen geplündert und sich einen Verbündeten geschnappt, den sie sich auf den Rücken setzten.

Aksoy rannte gemeinsam mit Lexis an der Seite und mit Crize auf dem Rücken auf die Zinnen zu, wo vorab noch Tarkan gestanden hatte. Der Tiefling sprang ohne zu zögern in die Tiefe und riss dann seine gewaltigen Schwingen auf. Er fing seinen Sturz ab und schlug hart mit den Flügeln um sofort an Höhe zu gewinnen.

Die anderen Tieflinge folgten seinem Beispiel. Gemeinsam drehten sie ab und flogen davon. Jeder von ihnen hielt eine der Armbrüste kampfbereit in den Händen.

`Rakshor stehe Dir bei Tarkan´, dachte Aksoy betrübt, ehe er sich erneut mit kräftigen Flügelschlägen an die Spitze ihrer Luftstaffel setzte und die Führung gab.

"Haltet die Augen nach Verfolgern auf! Was immer sich Euch in der Luft nähert und kein Tiefling ist, durchsiebt es!", befahl der große Tiefling seinen Leuten.

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Re: Der Krieg, der alles ändern wird

#76

Beitrag von Is'emi » So 22. Okt 2017, 20:34

Was zuvor geschah...

Is’emis graue Schäfchenwolken waren mit lautem Blöken und Donnern inzwischen weitergezuckelt. Sie konnte sie knapp an Tazlogg vorbeischleusen, trotzdem bekam die Stadt einige starke Windböen und Regenergüsse zu spüren. Schlimmer erwischte es jedoch die Schiffe, welche vor Tazlogg vor Anker lagen. Die wenigsten kamen unbeschadet davon, und einige versanken gar samt ihrer kriegstauglichen Ladung vor der Küste.

Is’emi hatte unterdessen ein neues Ziel ins Auge gefasst!
Das Getümmel war ja auch nicht zu übersehen. Eindeutig musste dies der Schauplatz sein, von dem die Götter sie fernhalten wollten… der nichts für Elementare geschweige denn Kinder sei.
Mit einigen fröhlichen Luftsprüngen trieb Is’emi die Sturmfront mit kräftigen Winden voran, direkt auf das Gebiet der Festung Dunkelbruch zu…
Eine Schlacht ohne peitschenden Regen, ohne Blitz, Donner und Sturmböen? Sowas gab es nur in den Geschichten von schlechten Barden zu hören, soviel war sich Is’emi sicher.

Umso enthusiastischer türmte sie die grauen Wolkenberge auf, bald schon dunkelte der Himmel ein und tiefes Grollen liess die Wankelmütigen erzittern. Wen die Front erreichte, war innerhalb weniger Minuten bis auf die Haut durchnässt. Die Pferde schnaubten unruhig und warfen ihre Köpfe in die Luft, wenn ein greller Blitz die Festung in ein unheimliches Licht rückte, während die Korbixschweine beinahe fröhlich grunzten und davon abgehalten werden mussten, sich in dem zunehmend schlammigen Grund zu wälzen. Selbst die Greifen kreischten warnend und verweigerten zuweilen den Gehorsam, wenn ihre Reiter sie in den Sturm zu treiben gedachten.

Is’emi beobachtete aus der Höhe aufgeregt das Schauspiel. Endlich war die Atmosphäre für eine richtige Schlacht geschaffen!
Flügelschlagen lenkte sie ab und sie erkannte nicht weit entfernt eine Gruppe von Kreaturen. Zuerst dachte sie an Venthros, doch die ledrigen Flügel entpuppten sie als Tieflinge.
Ob sie wohl auch so fähige Flieger waren wie ihr eigenes kleines Volk?
Mit einem schelmischen Grinsen pustete sie kräftig mitten in das Geschwader hinein, wodurch die Wesen für einen Moment die Orientierung verloren. Einer wurde beinahe seinen Reiter los, dessen erschrockener Schrei gut hörbar erklang.
Belustigt piesackte Is’emi die Truppe, lies von allen Seiten Sturmböen auf sie eindringen und drängte die Tieflinge immer weiter auseinander.
Tatsächlich hatten sie schliesslich einige Verluste zu beklagen. Erst als der Windelementar bemerkte, wie die Flieger ermüdeten und das Spiel mit ihnen sie zu langweiligen begann, drehte sie schliesslich ab und liess die zerstreute Gruppe in Frieden.

Was sich wohl auf dem Schlachtfeld gerade zutrug?
Dieses hatte sich in ein Schlammfeld verwandelt und wer nicht wasserfest war, hatte sich vor dem Unwetter in Sicherheit gebracht.
Is’emi begriff nicht, warum die Götter sie ausschliessen wollten – ausgerechnet vom spannendsten Ereignis seit Langem!
Doch sie konnte bereits das wütende Geraune erahnen… es wurde Zeit, sich aus dem Staub zu machen, oder sich zumindest bedeckt zu halten.
In einem letzten Anflug von Übermut liess sie einige Blitze über das Himmelszelt zucken…
Was für ein imposantes Spektakel!
Plötzlich war jedoch ein Bersten zu hören und Schreie erklangen. Oh weia!
Nicht nur Is’emis Blick huschte zur Festung Dunkelbruch, als der Blitz in einen der Wehrtürme krachte.

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Re: Der Krieg, der alles ändern wird

#77

Beitrag von Oberst Nassik » Fr 10. Nov 2017, 22:56

Major Rodizz (Sturm ist noch nicht ausgebrochen)

Das Heerlager der Goblins war im hellen Aufruhr. Wüste Befehle wurden von den Ingenieuren an die Soldaten verteilt, damit die Clavos fachgerecht montiert wurden. Doch die Zeit drängte. Die Schlacht hatte bereits begonnen und jede Stunde, die die Goblins durch die Montage verloren, konnte bereits verheerende Folgen für den Ausgang der Schlacht bedeuten.

Major Rodizz wuselte wild herum und packte überall mit an, sowie er es immer tat. Er war ein Goblin voller Tatendrang. Der Major war für seinen Enthusiasmus und seine Motivation bekannt. Er investierte immer 200 % Energie in alles was er tat und selbst für goblinische Verhältnisse besonders fleißig. „Die Erwartungen doppelt so gut erfüllen, wie geplant“, war seine Devise. Seine Schwäche lag darin, dass er manchmal seine Entscheidungen zu hastig und unbedacht fällte. 200% Energie investieren, konnte auf Dauer auch nicht gesund sein. So war es auch in dem Fall des Majors. Seine hohen Leistungsansprüche konnte er nur durch Drogenzufuhr erfüllen. Seit Jahren wurde er von Khan Knozzy mit Kokain beliefert. So hohe Ansprüche wie an sich selbst, hatte der Major auch gegenüber seinem Batallion. Unter den Soldaten genoss der Major dennoch großen Respekt, da er auch die einfachste Arbeit miterledigte, um die Soldaten zu motivieren. Diese Wirkung hatte er auch meist auf seine Untergebenen: Sein Enthusiasmus war ansteckend. Und mit ihm als Offizier war es möglich Produktivitätssteigerungen in jeglicher Hinsicht zu erreichen. An der Front war der Major zudem stets in der vordersten Linie und führte seine Soldaten persönlich in den Kampf. Folglich war Major Rodizz ein Offizier, der viel forderte, aber auch viel leistete.

Dadurch, dass er in die Arbeit so vertieft war, bekam Rodizz nicht mit, wie sich mehrere Söldner dem Heerlager näherten. Erst als ein Soldat angerannt kam und ihn über diesen Umstand informierte. „Schartige Schwerter sagst du?“, fragte Rodizz. Er kratzte sich am Hinterkopf.
„Nie gehört. Schartige Schwerter brauchen wir nicht“, meinte er bloß trocken. Doch als sich der Soldat abwandte, um zu den Söldnern zurückzukehren, erhob er nochmal seine Stimme.
„Warte ich komme mit. Vielleicht können wir sie doch gebrauchen…“, er legte das Werkzeug ab und wies einen Soldaten an, seine Arbeit weiterzumachen. Der Major klopfte sich den Staub von den Kleidern. Gegenwärtig hatte er eine Latzhose an, wie sie Ingenieure trugen. Für gewöhnlich trug der Major seine Uniform, um sich von den Soldaten besser abzuheben. Rodizz hatte ein sonderbar faltiges Gesicht und tief liegende Augen, die durch dunkle Augenringe noch unnatürlicher wirkten. Seine Haut war trocken. Er sah insgesamt nicht gesund aus: Eine Folge seines drogenreichen Lebensstils zugunsten einer schnellen, effizienten Karriere. Denn der Major war gerade mal 19 Jahre alt. Seine Haare trug Rodizz trug der Major kurz geschoren.

Auf dem Weg zum Zelt ging er die nächsten Schritte durch, die die Soldaten noch machen mussten. „Major“, sprach ihn der Feldwebel Skipix vom Fumok Clan an. „Die Soldaten sind müde. Sie wollen eine Pause einlegen und was essen. Wäre es möglich…“, Rodizz unterbrach den Feldwebel, wie er häufig tat. Eine Unart von ihm.
„Wir sind hier nicht zum Fressen. Die Königin bezahlt euch nicht fürs Herumlungern! An die Arbeit!“, befahl der Major.
„Aber Major die Soldaten brauchen ihre Energie noch für die anstehende…“
„Ich kürze das Ganze ab: Ich werde auf meiner Position verharren. Du auf deiner. Ich bin der ranghöhere Offizier. Ich gestatte, dass die Montagetrupps nach erledigter Arbeit etwas essen und ruhen können. Vorher nicht! Ist das eindeutig, Feldwebel?“
„Eindeutig, Major,“ salutierte Skipix und zog ab.

Um die Gruppe von Söldnern hatte sich inzwischen eine Gruppe neugieriger Goblins gebildet, die sie beäugten und deswegen in ihrer Arbeit ausharrten. „Was ist hier los? Ist Mittagspause? Zurück an die Arbeit!“, schrie Rodizz, als er dort ankam. Die Goblins kehrten sofort zurück zur Arbeit. Rodizz erreichte schließlich das Zelt, wo die Almanen warteten. Die beiden Soldaten, die die Söldner bewacht hatten, schickte der Major darauf raus.

„Schartige Schwerter“, sprach Rodizz, als er in die Runde blickte.‘
„Habt ihr sowas wie einen Anführer?“ Zwischen den Sätzen ließ er nicht viel Pause, sondern er reihte die hektisch direkt hintereinander.
„Wer seid ihr und was wollt ihr?“

Mit seiner Latzhose sah Rodizz nicht gerade einem Major würdig. Doch seine Ausstrahlung und der Befehlsgehorsam der Soldaten ließen keinen Zweifel an der Position des Majors aufkommen.
Zuletzt geändert von Oberst Nassik am Sa 11. Nov 2017, 00:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Der Krieg, der alles ändern wird

#78

Beitrag von Roderich II. von der Hohen Mark » Sa 11. Nov 2017, 00:07

Während Oberst Nassik samt Gefährt hinunter zu den verbündeten Lichtalben gefahren war, bildete sich eine Schneise in der Mitte des Almanenheeres, als der Großherzog auf seinem Bär und die Bärenreiter im Gefolge in das Blickfeld traten. Der Formationswechsel dauerte einige Minuten, doch schließlich war genug Abstand zwischen den Bären und den Pferden, sodass der Großherzog und die Bärenreiter die Schneise passieren konnten.

Der Bär, das Wappentier der hohen Mark. Keinen schöneren Anblick konnte es für einen Herrscher geben. Es war Roderich gelungen die Bärenreiter zu mobilisieren. Die einstige Schar von aufständischen Bauern, gegen die er vor 10 Jahren mit der Unterstützung aus Ledwick noch selbst gekämpft hatte, standen nun auf seiner Seite. Stolzer konnte der Großherzog nicht aussehen, als er auf seinem Bär nach vorne trabte. Endlich war die ganze ekelhafte Chaosbrut vereint. Schon seit langer Zeit gab es den Angriffsplan namens "Operation Stich". Eine Taktik, die schon etwa seit Beginn des Krieges von General von Schwartz entworfen wurde. Doch die Taktik wurde von der Kaisho Heeresleitung verworfen, da das Risiko eines Angriffs durch Orks in die Rückendeckung der Armee zu groß gewesen war. Und so kam es, dass die im Osten von Naridien und um den Militärstützpunkt Tazlogg nie weiter ausgebaut wurde.
Doch jetzt bot sich eine einmalige Gelegenheit: Jetzt wo sie dort alle waren. Orks, Trolle, Tieflinge, Düsterlinge, Rakshaner. Diese ganzen verabscheuenswürdigen Existenzen war der Angriffsplan wieder für die Heeresleitung interessant geworden. Würde es gelingen die Chaostruppen im Feld zu schlagen, hätte man offene Türen zu der ungeschützten Flanke in Ostnaridien. Ein Angriff den die elende Handelsallianz nicht erwarten wird!

Hinter Roderich folgte der Gefreite Bernhard Zwelfsrett. Er war inzwischen ein guter Freund des Großherzogs geworden und hatte ihn persönlich das Bärenreiten beigebracht. Dieser trug das Wimpel des Königs von der Hohen Mark. Die Bären wurden durch ihre Herren nach vorne getrieben. Sie waren den Kampfeinsatz gewohnt. Vereinzelt knurrten sie die Pferde an, und scherten aus, sodass ihre Herren ihnen klare Tritte und Befehle geben mussten, geradeaus zu laufen. Die Ritter von Almanien hatten sich an diesen Tag versammelt und waren bereit in den Krieg zu ziehen. Der Großherzog selbst ritt bis ganz nach vorne. Dort drehte er sich zur Armee hin, um seine Rede zu halten.

"Ritter und Schildmaide aus Evheros, Ledwick und der Hohen Mark. Brüder!" Der Großherzog ließ seinen Bären auf und abbewegen und lief somit immer wieder von links nach rechts. "Fern der Heimat kämpfen wir hier für den Erhalt der alten Ordnung. Eine Ordnung, die nicht nur durch die Handelsallianz bedroht wird. Auch das Chaos will in unsere Lande einbrechen! Sie wollen unsere Frauen und Kinder töten. Greise und Kranke. Sie kennen keine Ehre. Segiras Werte sind für sie nicht von Bedeutung. Rakshor trachtet es nach unserem Land. Wir müssen ihm die Stirn bieten. Wollt ihr, dass die Palianer erneut erstarken?", Roderich machte eine theatralische Pause. Er blickte mehreren Soldaten herausfordernd in die Augen. Seine Entschlossenheit stand ihm in das Gesicht geschrieben. Roderich war sich sicher zu siegen und die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

"NEIN! Wir wollen frei sein. Frei von den Fesseln der Handelsallianz oder der Sklaverei durch Rakshaner. Wir sind selbstbestimmt. Wir sind Kaishos. Wir sind Almanen und darum werden wir siegen. Ich sage euch: Holt sie euch! Für Kaisho und Vaterland! Tötet sie alle!"

Die Menge jubelte und ein tosender Kampfschrei ertönte aus den Mündern der Almanen.
"Herr," sprach Oberfeldwebel Kaeylin von Chadwick. Sie kehrte gerade vom Spähtrupp zurück, der vorausgeeilt war. "Die Rakshaner haben sich in der Festung verschanzt. Ohne die Belagerungswaffen der Goblins kommen wir hier nicht weiter."
"Wir werden auf den Oberst warten," sagte Roderich.

Plötzlich, über ihre Köpfe hinweg, flogen mehrere Tieflinge. Roderich lachte: "Feiglinge! Sie fliehen aus der Feste!" Als dann die Stimme des Tarrik bis zum Großherzog durchdrang, machte er ein fragendes Gesicht. "Was hat das zu bedeuten?"

Am Horizont derweil zog sich plötzlich ein Sturm herauf. Er kam wie aus dem Nichts. Schien wie Magie. Des Feindes Luftmagier?, fragte sich Roderich. Die Sicht auf Dunkelbruch eben noch aus der Entfernung zu sehen, wurde durch die Wolkenfront verhindert. Ein dunkles Donnern ertönte am Himmel. Es schien, als seien die Götter selbst erzürnt von der Schlacht. "Segira sei uns gnädig," japste Roderich. Dann folgte der prasselnde Regen. Er kam wie aus Eimern auf die Ritter hinab. Schon wurde die Formation aufgescheucht, die Pferde brachen zu allen Seiten aus, als die Blitze am Himmel sichtbar wurden. Es dauerte mehrere Minuten ehe sich wieder eine Formation bildete. Doch dem nicht genug. Die Krieger waren völlig durchnässt. Roderich schaute grimmig auf die in Düsternis eingehüllte Festung. Heute machte sie ihrem Namen alle Ehre.
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Vielen Dank an Nikeeta von der Avatarschmiede für die Bereitstellung des Bildes!

"Die Technik lernst du im Training. Kämpfen nur in der Schlacht."

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Re: Der Krieg, der alles ändern wird

#79

Beitrag von Oberst Nassik » Sa 11. Nov 2017, 11:36

Oberst Nassik

Der Oberst hörte dem verbündeten Offizier aufmerksam zu. Er schaute streng auf die Festung. Die Chaostruppen hatten sich inzwischen in der Festung verschanzt und verbarrikadiert.
" Auf eine Belagerung sind wir nicht vorbereitet. Zu wenig Kriegsmaterial. Wir haben mit einer Feldschlacht gerechnet. Darauf basiert unsere Planung," sprach Nassik. Doch er sah es ein, auch ein weiteres Mal von seiner Strategie abweichen zu müssen.
"Dann müssen wir sie eben aus der Festung verscheuchen. Schicken wir ihnen altete vermoderte Socken herüber," grinste Major Vanox.

Nassik ignorierte diesen Kommentar und beobachtete das Treiben in der Festung aufmerksam und versuchte das Gelände von hier aus zu überblicken. Darauf begann er mit seiner Analyse:
"Wenn wir bis zur Nacht durchhalten, könnten die Gargoyles von den Hängen der Berge hinuntergleiten und die feinlichen Reihen von hinten lichten." Nassik pausierte kurz.

"Das goblinische Batallion ist noch im Heerlager und baut die Clavos auf. Gegen Mittag werden sie fertig montiert sein, und gegen Abend sollen sie hier eintreffen. Es handelt sich dabei um mobile Kampfstationen auf drei Rädern. Vorangetrieben durch eigene Muskelkraft, in dem man in die Pedale tritt. Wir Goblins sind keine großen Krieger. Aber im Umgang mit der Armbrust sind wir meisterlich. Keine Armbrust kann präziser abfeuern, als die Unseren. Eine neueste Erfindung unserer Ingenieure soll uns den Sieg in diesem Krieg bringen: Schwere Armbrüste. Das Spannen erfordert wegen des Flaschenzugmechanismus etwa 40 Sekunden. Problmatisch ist dabei aber, dass der Rückstoß sehr stark ist, sodass zwar der Bolzen abgefeuert werden kann, aber das Zielen gar unmöglich ist, wenn man sie in der Hand hält. Darum kann man sie im Normalfall nur in festen Stellungen aufbauen.

Kriegsingenieur Meister Dozzy entwarf aber nun ein mobile Fahrstation. Zwei Goblins befinden sich auf diesem Fahrgestellt und treten zu zweit in die Pedale. Im hinteren Heck kann man ein Abschirmschild kreisförmig ausfahren lassen, wobei man das Abschirmschild drehen und den Neigungswinkel anpassen kann. Es gibt eine Schießscharte und zwei Augenschlitze . Unsere Armbrustschützen könnten uns also der Festung nähern und die feindlichen Truppen mit der gewaltigen Durchschlagskraft unserer präzisen Armbrüste von den Zinnen wegfegen"
, der Oberst drehte sich um und blickte auf die entfernte Streitmacht der Almanen.

"Gewiss habt Ihr die Almanen schon bemerkt. Nunja...wenn einmal das Tor aufgebrochen ist, sollten sie die Bärenreiter des Großherzogs als erstes hineingehen, um die härtesten Widerstände direkt am Tor zu brechen. Wenn dann der Weg frei ist, sollten die Ritter mit ihren Pferden durch die Festung eilen. Dann erst würdet ihr mit euren Kriegern hineingehen und zum Schluss ich mit meinem Batallion. Es ist richtig, unser Ziel sollte das Tor sein. Wir verfügen aber über keinerlei Rammen. "

"Womöglich können wir das Tor aber auch ohne Ramme und mit geballter Muskelkraft brechen. Denn die Verriegelung dürfte schon im ersten Ansturm zerstört worden sein. Wir sollten sofort angreifen", empfahl der Major.

Der Oberst wollte darauf antworten, da er das Risiko für unbedacht und zu groß hielt. Man wusste nicht, was hinter dem Tor war. Wie stark die Rakshaner es inzwischen befestigt hatten, und ob die Verriegelung tatsächlich im ersten Ansturm kaputt gegangen war. Plötzlich ertönte die Stimme des Tarrik, der in Angesicht der Übermacht kapitulierte.

Major Vanox fiel in lautes Gelächter ein.
"Kaum sind wir hier gibt er schon auf."

Nassik hingegen sah das Ganze nicht so humorvoll.
"Ein Trick um Zeit zu schinden. Er hat wohl einen Ass im Ärmel." In seinen Kopf spielten sich mehrere Szenarien ab und keines gefiel dem Oberst. Wo er vor der Kapitulation des Tarrik noch unsicher gewesen war, ob sie auf Goblins warten sollten, schien Nassik nun umso sicherer zu sein. Sein Entschluss war getroffen.
"Wir müssen jetzt angreifen. Er will das wir abwarten und die Situation beobachten. Wir haben keine Zeit auf mein goblinisches Batallion zu warten. Die Almanen müssen Stellung beziehen und von ihren Pferden absatteln. Jeder Ritter hat ein Schild in seinen Satteltaschen. Das gehört zur Standardausrüstung. Zwei Trupps steigen von ihren Pferden ab und nähern sich dem Tor. Ein Reservetrupp bleibt hinten zusammen mit den Bärenreitern, um beim Aufbrechen des Tores sofort einzudringen."

"Hol mir den Großherzog und seine Offiziere," sagte er zu seinem Wagenlenker, der sich daraufhin in Bewegung setzte. Einen zweiten Boten schickte er samt Gefolge ins Heerlager der Goblins, um sie von der Taktik und der Lage zu informieren. Der dritte Wagenlenker blieb mit Major Vanox bei Oberst Nassik. Wenig später fing es an zu stürmen.
Many thanks to shinypants for the admittance to use his picture.

„Wer darauf besteht, alle Faktoren zu überblicken, bevor er sich entscheidet, wird sich nie entscheiden.“

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Re: Der Krieg, der alles ändern wird

#80

Beitrag von Baxeda » Fr 17. Nov 2017, 08:45

Lexi, Tiefling mit Krätze.
Stellvertretender Kommandant der Luftstreitkräfte, Südgeschwader

[ externes Bild ]

An der nordwestlichen Grenze der Souvagne meldete man die Sichtung eines großen Geschwaders von Tieflingen. Der junge Feldherr Ciel de Souvagne, welcher genau diese Region zu schützen beauftragt war, durchlebte einige sehr angstvolle Stunden, denn auf einen Luftangriff dieser Größe war man bis dato noch nicht vorbereitet. Die nordwestliche Grenze lang nahezu nackt, die Plünderer einladend wie ein offenes Scheunentor. Zu aller Erleichterung drehte das Geschwader jedoch ab, anstatt in der Souvagne einzufallen. Zwischen Grenze und Gebirge hielt es sich in gebührender Distanz. Bedrohlich, eine finstere Wolke.

Auf ihrem Weg nach Süden zur Hohen Mark trieb Lexi seine Truppe zu einem Gewaltflug an, der sie weitaus schneller als jeden berittenen Boten machen würde. Sie machten eine letzte Rast in der Wildnis, wo sie die Nächte verschliefen und letztenendlich den Tag abwarteten.

"Liebe Tieflinge und Rakshaner", begann Lexi eine Motivationsrede. "Und Tieflingsfrauen und Rakshanerinnen", ergänzte er tolerant, obwohl er nur Männer sah. "Tarrik Tarkan hat uns die Aufgabe erteilt, das Blutrecht in der Hohen Mark einzuführen. Das heißt: Wer besser Blut vergießen kann, hat gewonnen. Quasi. Wir werden nun also morden und brandschatzen und all die anderen schönen Dinge erleben, die eine Invasion mit sich bringt."

Er fühlte sich unsagbar motiviert von seiner eigenen Rede. Jemand meldete sich und wartete brav, bis Lexi ihn drannahm.

"Ja, bitte, Toto?"
"Rächen wir irgendwen?"

Lexi musste tief in seinem Gedächtnis wühlen. Ein oder zwei Minuten wirkte er sehr nachdenklich, dann erhellte sich sein Gesicht.
"Wir rächen die Vernichtung von Katamaris! Unserer stolzen Hauptstadt! Durch die vermaledeiten, verflixten und zugenähten Zwerge!"
"Aber wir überfallen die Almanen", gab Toto zu bedenken.
"Herrje", rief Lexi. "Wie kann man nur so kleinkariert sein! Bin ich mit Lichtalben in die Schlacht gezogen? Es sind doch alles Bleichhäute und sie haben Bärte! Außerdem sind sie miteinander verbündet. Mitgefangen, mitgehangen. So!"

Er klatschte in die krallenbewehrten Hände.

"Auf in die Schlacht, meine Lieben! Es ist Tag! Die Gargoyles schlafen und die Hohe Mark ist unvorbereitet. Sie liegt wie eine schlafende Prinzessin vor uns, die nur darauf wartet, von uns wachgeküsst zu werden."

Er bemerkte einige sehr schiefe Blicke und Toto meldete sich erneut. "Der Vergleich hinkt!"
Der Reiter von Toto meldete sich, ein Rakshaner in Knochenrüstung. "Das ist eine Metapher und kein Vergleich."
"Es ist ein Vergleich!", brüllte Toto über seine Schulter.
"Also für mich hört es sich eher wie eine Parabel an", meinte ein vierter. "Könnte aber auch eine Allegorie sein."
"Ich verpass dir gleich eine Allegorie aufs Auge", drohte Toto.

"Schluss jetzt!" Lexi stampfte mit dem Fuß auf, um sich durchzusetzen. "Jedenfalls überfallen wir jetzt die Hohe Mark!"

Damit erhoben sich mehrere hundert Tieflinge und ihre Reiter in die Lüfte. Die Formation zog sich in die Breite. Wie ein unerbittliches Mähwerk (es ist eine Metapher) zogen sie über das Land. Vom Rücken der Tieflinge aus schossen die geübten Reiterbogenschützen die fliehende Bevölkerung ab. Zuerst musste die Landbevölkerung dran glauben, die Bauern, ehe die entfesselten Chaosmächte sich den Städten zuwenden würden, denn so war es von Tarkan befohlen worden. Gehöfte und volle Scheunen wurden niedergebrannt, Felder den Flammen überantwortet. Es starben bei weitem nicht alle und selbstredend war es nicht möglich, keines der Gehöfte zu übersehen, wenn es um die größtmögliche Vernichtung in kurzer Zeit ging, aber der Landwirtschaft wurde nachhaltiger Schaden zugefügt. Wer floh, starb durch die Pfeile mit den knöchernen Spitzen. Von Westen aus begannen sie und waren nicht so dumm, sich in die Reichweite von mit Schützen besetzten Türmen zu begeben oder in die von mit Fernwaffen besetzten Lufteinheiten.

Doch der Tod durch Waffengewalt war nur ein Teil dessen, was sie den Almanen der Hohen Mark brachten.

Die Tieflinge gehörten zu den effektivsten Magiern. Die Elementarmagier verwandelten das Land in eine Halde. Erdmagier wühlten alles um und verschütteten Flussbetten. Einige Areale trockneten aus, andere wurden überflutet. Mit vereinten Kräften leiteten sie den Draken um, den größten und wichtigsten Versorgungsfluss. Der Draken, der in den Bärenbergen entsprang und in zwei Richtungen floss – in die Hohe Mark und in Richtung Kaltensumpf - wurde so umgelenkt, dass er ausschließlich nach Süden walzte. Das einstmals stolze Goldfels lag nun an einem schlammigen Rinnsal. Das Großherzogtum Ledwick versank wortwörtlich im eigenen Sumpf.

Als die Sonne unterging, zogen das Südgeschwader sich wieder zurück. Sie nächtigten im Wychtlgebirge auf einem abgelegenen Berghang, um die Zeit bis zum nächsten Sonnenaufgang abzuwarten, denn noch immer hatten die Almanen ihre Gargoyles. Städte und Burgen waren noch unangetastet. Die Krieger waren erschöpft, aber glücklich.

Und sogar der Streit über Lexis unangebrachte Metapher war vergessen.
"Die Menschen bauen zu viele Brücken und zu wenige Mauern."
Avatar mit freundlicher Genehmigung von: http://direwrath.deviantart.com/

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