Das verborgene Tal


Famlie von Hohenfelde
Diese alte Adelsfamilie hat zahlreiche Geistmagier und Nekromanten hervorgebracht. Das Familienleben ist gepr├Ągt von Intrigen. Morde, auch innerhalb der eigenen Reihen, und arrangierte Ehen zur Erweiterung der Macht sind an der Tagesordnung. Als Familienmitglied ben├Âtigt man starke Nerven und gleicherma├čen ein H├Ąndchen f├╝r B├╝ndnisse und Hinterhalte.
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Re: Das verborgene Tal

#1

Beitragvon Wolfram von Wigberg » Mo 23. Okt 2017, 19:37

Das verborgene Tal - Wolframs Zuflucht

...Mein Haus liegt in einem verborgenen Tal und es ist f├╝r mich eine wunderbare Behausung, falls nicht das sch├Ânste Haus auf ganz Asamura.

Das abgelegenen Tal ist ein Ort der Ruhe und Entspannung. Man findet dort Wasserf├Ąlle, B├Ąche und eine vielf├Ąltige Blumenpracht f├╝r die ich verantwortlich bin. Ebenso findet man Dank der Blumen wo Schmetterlinge und Insekten. Und dank letzteren jede Menge kleine Singv├Âgel.

Eingebettet in diesem idyllischen Tal steht mein kleines Haus.

Auf manche mag es zwar beengend wirken, jedoch ist es daf├╝r umso gem├╝tlicher. Und es ist liebevoll eingerichtet. Zudem ist alles vorhanden, was ich ben├Âtige.

Das Tal befindet sich s├╝dlich des von Daijan. Wenn wir dort angekommen sind, wirst Du im Gebirge eine Art H├Âhle entdecken. Es handelt sich dabei aber nicht um eine H├Âhle sondern es ist der Eingang zu meinem abgeschlossenen Tal.

Die H├Âhle ist der Durchgang zum verborgenen Tal. Einfach absteigen, die Pferde durchf├╝hren und so kann es betreten werden. Mein Haus ist also nur durch diese H├Âhle zu erreichen, oder per Luftweg. Den hat allerdings bis zum heutigen Tage nur eine Person eingeschlagen. Vermutlich w├Ąre anderen Familienmitgliedern diese Art zu leben zu beengt, ich genie├če den massiven, steilen Felsen um mein Haus samt Garten.

Kurzum ich sehe den Felsen als Schutz meines Zuhauses, wir leben quasi eingebettet im Felsen mitten im Gr├╝nen...

***
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Re: Das verborgene Tal

#2

Beitragvon Wolfram von Wigberg » Mo 23. Okt 2017, 20:00

Wolfram von Wigberg

Wolfram schaute Kasimir streng an und warf dann Marlo einen ebenso strengen Blick zu. Der Bursche hatte ihn fast umgerannt und dann hinter sich gerissen, aber allem Anschein nach um ihn zu besch├╝tzen.

Das sich Marlo ├╝ber die Situation am├╝sierte war f├╝r Wolfram nichts ungew├Âhnliches. Er war von seiner Sippe so ein Verhalten gew├Âhnt. Eine Leiche im Keller zu haben, meinten die meisten von Wigberg, Eibenbergs oder Hohenfelde wortw├Ârtlich und nicht im ├╝bertragenen Sinne.

Marlo bildete keine Ausnahme, er hatte den gleichen d├╝steren, schwarzen und makaberen Humor wie Wolframs Familie. Allerdings konnte sich Wolf ebenfalls ein Schmunzeln nicht verkneifen, als Marlo Kasimirs Gier ansprach.

Der Junker bat ihn auf ein Gespr├Ąch nach drau├čen und ging vor. Wolfram wartete noch einen Augenblick ab und wandte sich noch einmal an Kasimir.

"Was immer Dich dazu veranlasst hat Kasimir, schaff die Leiche aus dem Haus und vergrab sie im Garten bevor die gute Margot aufwacht und den Schreck ihres Lebens bekommt. Zudem wisch Dir das Blut aus dem Gesicht und schaue nach, ob Du hier irgendwo Blut verschmiert hast. Wir beide sprechen uns noch.

Und bei Ardemia zieh Dir was ├╝ber! Du kannst doch nicht splitterfasernackt durch die Gegend rennen, wo hier eine Dame anwesend ist. Hast Du kein Benimm? Stell Dir vor Margot sieht Dich hier so herum laufen! Sie mag zwar eine Dienerin sein, aber dennoch ist sie eine Frau.

Und eines stelle ich gleich klar, Du wirst sie nicht anr├╝hren!
Ich werde Dich ebenso wenig anr├╝hren, denn ich habe Deinem Herrn versprochen, dass Du hier bei mir in Sicherheit bist Kasimir! Brandur verl├Ąsst sich auf mich und ich dachte wir h├Ątten eine Vereinbarung. Ich h├Ątte Dir doch von meinem Blut abgegeben. Sieh zu, dass Du hier aufr├Ąumst und nimm Dir etwas von meinen Sachen Kasimir.

├ťber den Vorfall schweigen wir...
Du bist ohne jeden Zweifel ein tats├Ąchlicher Diener eines Hohenfelde!
Das Dich Brandur vermisst, verstehe ich nun besser denn je Kasimir, Du glaubst mir nicht wie gut ich ihn verstehe. Wie dem auch sei, nach der Aufr├Ąumaktion wirst Du mir Kaffee aufsetzen, Du hast ja auch daf├╝r gesorgt, dass ihn mir niemand mehr kocht. Bis sp├Ąter, Marlo erwartet mich im Garten", erkl├Ąrte Wolfram und folgte Marlo nach drau├čen.

Der Kampfmagier setzte sich Marlo gegen├╝ber und musterte ihn einen Augenblick lang, ehe er sich im Sitz herunter rutschen lie├č.

"Hier bin ich Marlo. Wor├╝ber m├Âchtest Du mit mir reden?
Warum hast Du Dich zu mir ins Bett gequetscht?
Wie ich die Sache sehe, habe ich Dir doch erl├Ąutert.
Also warum?

Ich habe ├╝ber Deine Worte nachgedacht, aber ich bleibe bei meiner Meinung, ich werde nicht das Spielzeug oder den Pausenclown f├╝r Dich geben Marlo. Und in meiner ├ťberlegung kam ich erneut zu dem Schluss, Du hast jede erdenkliche Wahl Marlo, w├Ąhrend ich keine habe. Falls Du mich tats├Ąchlich auf diese Art gerne hast, dann erbitte nicht solch einen Gefallen der mich derma├čen verletzen w├╝rde Marlo.

Ich mag unwissend und unbedarft sein in solchen Dingen. Das ist doch wohl selbstverst├Ąndlich in meiner Situation, wer m├Âchte schon einen kaputten Kerl?
Aus dem Grund verzichte ich ganz.

W├╝rde ich diesem zeitweiligen Vergn├╝gen zustimmen, m├╝sste ich mit der Sehnsucht leben, die sich danach nie wieder erf├╝llt. Wie hei├čt es so sch├Ân? Unerwiderte Liebe ist die m├Ąchtigste - denn sie vergeht nie.

Falls ich mich mit meiner Antwort zu weit aus dem Fenster gelehnt habe und Du gar nicht aus diesem Grund in meinem Bett geschlafen hast, dann vergiss meine Erl├Ąuterung. Ich m├Âchte Dir nicht zu nahe treten und ich bin gewiss nicht derma├čen von mir selbst eingenommen, dass ich mich f├╝r unwiderstehlich halte - im Gegenteil, mir k├Ânnen sehr gut alle widerstehen.

Wor├╝ber m├Âchtest Du nun reden?", sagte Wolfram freundlich.
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Re: Das verborgene Tal

#3

Beitragvon JEELEN » Mo 23. Okt 2017, 20:01

Marlo von Falkenberg

rutsche ganz nah zu Wolfram auf und lehnte sich zu ihm nach vorne.

"Tritt mir zu nahe, wenn du willst. Es gef├Ąllt mir, dass du ├╝ber meine Worte nachgedacht hast und es geht genau um das Thema. Ich hab ebenso nachgedacht. Nicht nur ├╝ber deine Worte Wolf, sondern genauso ├╝ber die von Kasimir. Wobei mir deine Worte wehtaten, f├╝r dich. Ich gebs zu, ich hab nicht so weit gedacht. Ich dachte wir k├Ânnten uns ein bisschen vergn├╝gen wo wir hier zusammenleben. Aber Kasimir und du, ihr beide habt Recht. Und mich versteckt zu vergn├╝gen hatte ich lange genug. Ich hatte vor sp├Ąter eine Frau zu heiraten, Kinder zu bekommen und meine Linie fortzuf├╝hren. Vergn├╝gt h├Ątte ich mich nebenbei, mit dem der mir was bedeutet. Aber geh├Ârt das nicht in die Ehe, so wie Kasi sagt? Und wenn Dave dass darf, darf ich das nicht? Oder du?
Kaputt bist du nicht Wolf, du bist krank. Wenn jemand ein Ohr fehlt, w├╝rdest du nicht sagen er ist kaputt. Bl├Âder Vergleich, aber du verstehst was ich meine. Ich hab mich zu dir ins Bett gelegt, weil ich will dass du mich in deine N├Ąhe duldest. Dass du deine Angst verlierst und dass du mir eine Chance gibst. Das w├Ąre eine f├╝r uns beide, kapierst du das? Ich hab dir was versprochen, als du gepennt hast W├Âlfchen. Ich hab dir versprochen, dass ich dir beweisen werde, dass es f├╝r immer halten kann. Ich w├╝rde mich nicht mit dir vergn├╝gen wollen, wenn du mir nicht gef├Ąllst. Die Frau w├Ąre das Alibi, nicht du. Ich will keins mehr, lass es uns versuchen. Ich denke du hast nie eine Person so in dein Leben gelassen. Empfindest du ├╝berhaupt so, ich meine kannst du Zuneigung auf diese Art empfinden? Oder besser gefragt, hast du jemals f├╝r jemanden so empfunden, dich aber ferngehalten aus Angst?
Vor dem k├Ârperlichen musst du keine Angst haben. Es ist sch├Ân, es ist angenehm, es heiss, befriedigend und es wird dir gefallen. Wenn du es m├Âchtest. Das hier ist deine Welt Wolf. Keiner kann uns hier st├Âren, dir bl├Âde kommen oder uns verurteilen. Wenn es hier mit uns klappt, dann klappt es genauso draussen Wolf. Ich kann k├Ąmpfen, ich bin da um dich oder deine Sippe zu besch├╝tzen. Bist du mein Kerl, besch├╝tze ich dich aus anderen Gr├╝nden und mit einen anderen Gef├╝hl. Ich wollte dir nicht wieder mit dem Thema kommen, aber das hat mir keine Ruhe gelassen. W├Ąrst du bereit es mit mir zu versuchen?."

Marlo knetete nerv├Âs seine Finger.
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Re: Das verborgene Tal

#4

Beitragvon Wolfram von Wigberg » Mo 23. Okt 2017, 20:01

Wolfram von Wigberg

Wolfram zog mit Marlo gleich und beugte sich zu ihm nach vorne, dabei st├╝tzte er sich mit den Unterarmen auf seinen Oberschenkeln ab. So war er Marlo zwar sehr nah zugewandt, f├╝hlte sich dennoch nicht v├Âllig ausgeliefert.

Marlo sprach unverbl├╝mt aus, was er sich w├╝nschte und was er sich vorher erhofft hatte. Eigentlich waren Beziehungen und alles was damit zusammenhing nichts was Wolfram gerne besprach. Er hatte nie eine Beziehung gef├╝hrt, f├╝r ihn waren Beziehungen etwas das andere f├╝hrten und er bestenfalls durch Beobachtung oder H├Ârensagen miterlebte.

Inwieweit es Marlo mit seinem Angebot ernst meinte, entzog sich Wolframs Kenntnis. Allerdings war er ein Geistmagier und nichts war leichter als mental den Wahrheitsgehalt von Marlos Worten zu ├╝berpr├╝fen. Allein schon die Bitte darum, sich mit ihm verbinden zu d├╝rfen, w├╝rde ihm Gewissheit schenken. Sollte Marlo ablehnen, war die Sache sofort klar. Mental war eine L├╝ge nicht m├Âglich, es gab folglich nur einen Grund diese Bitte abzuschlagen ÔÇô er log.

Wolfram beschloss vorerst offen und ehrlich mit Marlo zu reden. Nach der Unterhaltung w├╝rde er die Worte von Marlo ├╝berpr├╝fen. Wolfram dachte lange ├╝ber die Antwort nach.

ÔÇ×Wie ich empfindeÔÇŽ nun ich war nie im Leben mit einer Person zusammen. Ich hatte nie eine Beziehung. Ich sehne mich nach Zuneigung und N├ĄheÔÇŽ alsoÔÇŽ das mir jemand nahesteht, dass vermisse ich h├Ąufig, sobald ich andere sehe die sich nahe sind. Ich freue mich f├╝r sie, aber ich vermisse es selbst. Ich h├Ątte gerne eine oder einen Vertrauten.

In meinem ganzen Leben war ich nie in eine Person verliebt und ich habe niemals eine Person begehrt, ich wei├č nicht wie sich beides anf├╝hlt. Mir ist das Gef├╝hl unbekannt, f├╝r jemanden so leidenschaftlich zu empfinden oder eine k├Ârperliche Vereinigung anzustreben. Ich begehre weder Frauen noch M├Ąnner, ich war niemals auf irgendwen hei├č ÔÇô wenn Du es so ausdr├╝cken m├Âchtest.
Ich wei├č nur wie es sich anf├╝hlt, jemanden sehr zu m├Âgen, jemandem nahe zu stehen und diese Person dann zu vermissen.

Optisch gesehen fehlt mir kein K├Ârperteil, es ist alles da, es funktioniert nur nicht. Es hat auch nie eine Zeit gegeben, wo es funktioniert h├Ątte. Als Kind war ich oft krank und die Krankheiten schlugen sich darauf nieder, ich kann weder den Akt vollziehen noch kann ich Kinder zeugen. Folglich ist in dem Bereich kaputt schon der korrekte Ausdruck. Intim war ich mit niemanden in meinem ganzen Leben. Ich habe weder jemals eine Person gek├╝sst, noch gestreichelt oder mich ihr hingegeben.

Nat├╝rlich kann ich eine Person lieben Marlo, aber das ist eine andere Form von Liebe. Es ist reine Zuneigung um Deiner selbst Willen, es ist keine Sinnlichkeit, keine Leidenschaft und keine Lust. Reicht Dir das aus?

Deine N├Ąhe ist angenehm, ich w├╝rde es sehr gerne mit Dir versuchen. Ich stelle es mir sehr sch├Ân vor, einen Gef├Ąhrten an meiner Seite zu haben. Das hei├čt, falls es Dir ausreicht was ich Dir geben kann. Falls nicht, sei einfach ehrlich. Und noch eine Bitte ÔÇô antworte mir mentalÔÇŽÔÇť, antwortete Wolfram fl├╝sternd.

Schweigend wartete Wolfram ab, wie Marlo auf seine letzte Bitte reagieren w├╝rde.
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Re: Das verborgene Tal

#5

Beitragvon JEELEN » Mo 23. Okt 2017, 20:02

Marlo von Falkenberg

umarmte Wolfram und k├╝sste ihn. Er k├╝sste ihn nicht verlangend, sondern lange und liebevoll.

`Dein erster Kuss W├Âlfchen. Es reicht mir nicht und dir reicht es genauso wenig. Wir fangen klein an und du lernst alles was du noch nicht kennst von mir. Wir werden uns so lange nah sein, bis du dich mehr traust. Ich werde dich k├╝ssen, streicheln und dich umarmen, ich zeige dir wie sch├Ân das ist. Den n├Ąchsten Schritt musst du wollen, denn du musst mich in dich einladen. Es kann sein, dass du dabei doch was empfindest, denn dazu brauchst du nicht deinen Schwanz Wolf. Aber das ist noch weit weg, mach dir jetzt keine Gedanken drum. Wenn du es willst, wirst du es wissen und mir sagen.
Gut dann bist du ab jetzt meiner.┬┤

Marlo war gl├╝cklich. Trotzdem empfand er Mitleid f├╝r Wolfram. Besonders weil er sein Zustand so sachlich und neutral beschrieben hatte. Er hatte sich mit sein Schicksal abgefunden und jetzt traute er sich doch ein Versuch mit Marlo zu wagen.

ÔÇ×Ich sollte Kasimir f├╝r sein Geschw├Ątz danken und f├╝r seinen Durst. Der Blutsauger hat was gut bei mir f├╝r seine Fressorgie. Folg mir in die K├╝che W├Âlfchen, ich mach uns Kaffee. Wie trinkst du deinen Kaffee? Und stimmt es dass du nur Gem├╝se isst? Oder haben die Verwandten Unsinn geschwatzt? Ich glaub damit haben die recht, weil du hier keine Schlachttiere wie H├╝hner oder Kaninchen hast. Das muss ich wissen, oder haben wir H├╝hner?
Wegen Kasimirs H├╝ngerchen, falls der das nicht gebacken bekommt mit der Entsorgung, ich kann das machen, du kennst meine Aufgabe in der Familie. Kasi sieht nicht so aus, als hat der darin Erfahrung. Wir sollten deiner Dienerin nichts erz├Ąhlen. Benoise ist einfach verschwunden und nie wieder aufgetaucht. Wir wissen von nichts. Komm ich mach uns Fr├╝hst├╝ck.ÔÇť

Marlo hievte Wolfram auf die F├╝sse und lief mit ihn zur├╝ck ins Haus, dabei legt er einen Arm um ihn.
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Re: Das verborgene Tal

#6

Beitragvon JEELEN » Mo 23. Okt 2017, 20:02

Kasimir

Als die T├╝r so brutal aufgerissen wurde, fuhr Kasimir im Bett hoch. Es splitterte und krachte, denn er hatte die T├╝r zugeschlossen gehabt und der Herr riss sie trotzdem auf, so dass Zarge, T├╝rblatt und Schloss zersplitterten. Der Vampir riss entsetzt die Augen auf und gleichzeitig die Bettdecke hoch bis unters Kinn, so dass nur noch sein Kopf zu sehen war. Ihm war etwas schwummrig und ihm spannte der Bauch. Als der Herr Wolfram ihn r├╝gte, zwinkerte Kasmimir mehrmals und sein Verstand wurde wieder klar. Ihm wurde bewusst, was er angerichtet hatte und ihm stiegen die Tr├Ąnen in die Augen, als er den Diener leblos auf dem Boden liegen sah. Beaunois hie├č er, erinnerte er sich.

"Es tut mir so leid Herr, mich qu├Ąlte solcher Hunger und ich habe meinen Verstand und meine Manieren verloren!"

Er sch├Ąmte sich f├╝r das, was er getan hatte. Nun sprach ihn auch noch Marlo auf seine Gier an und schien das Ganze lustig zu finden. Kasimir hingegen war v├Âllig verzweifelt.

"Ja, ihr habt Recht, Herr von Falkenberg! Ich selbst bin das beste Beispiel daf├╝r, was geschieht, wenn das Fleisch Herr ├╝ber den Geist ist und nicht umgekehrt. Seht anhand des armen Beaunois, was geschieht, wenn man sich seinen niederen Trieben hingibt. Seht und lernt! Oril sei seiner Seele gn├Ądig! Es tut mir so leid!" Er weinte.

Herr Wolfram war jedoch ├Ąu├čerst milde zu ihm, er bot ihm Kleidung und obendrein schien er von einer Bestrafung abzusehen. Er ermahnte ihn lediglich, sich nicht auch noch an der Dienerin zu vergehen und wies ihn an, Beaunois zu beerdigen und ihm selbst einen Kaffee zu machen. Obendrein lobte er ihn auch noch, wobei Kasimir die Art des Lobes nicht verstand. Er hatte aus lauter Gier seinen Diener umgebracht! Wie konnte Wolfram davon sprechen, wie sehr er Brandur verstehen konnte, dass er Kasimir als Diener sch├Ątzte? Selbst Brandur sperrte ihn manchmal weg.

Kasmimir verneigte sich im Bett samt Bettdecke und als er wieder aufblickte, waren die beiden verschwunden. Kasmir blinzelte in Richtung Fenster. Noch war es dunkel. Oder schon wieder? Wie lange hatte er geschlafen? Er machte sich eine Waschsch├╝ssel zurecht, reinigte sich von Kopf bis Fu├č und putzte seine Z├Ąhne, rasierte sich Gesicht und Haupt, wusch sich noch einmal, benutzte den Nachttopf und brachte ihn sogleich fort und wusch sich anschlie├čend ein drittes Mal. Auch die Fingern├Ągel b├╝rstete er sauber und schnitt sie so kurz es ging, damit kein Blut mehr darunter kleben konnte. Eingeh├╝llt in die Decke besorgte er sich Kleidung von Herrn Wolfram. Er nahm jene, die ganz unten im Schrank war und schon etwas abgetragen wirkte.

Jetzt konnte er sich an die Aufgaben machen. Er wickelte den Leichnahm in ein wei├čes Tuch und sprach dabei das erste Gebet. Dann machte er Herrn Wolfram und seinem Gast einen Kaffee, brachte ihnen beides nach drau├čen und hub ein Grab f├╝r den Verstorbenen aus. Er ben├Âtigte daf├╝r lange. Als es geschafft war, bettete er den Toten hinein und beerdigte ihn. Am Ende erinnerte nur noch ein H├╝gel lockerer Erde, auf die Kasimir lauter Blumen gepflanzt hatte, die er von verschiedenen Stellen dem Garten entnommen hatte, an den ungl├╝cklichen Beaunois.

Er stellte sich an das Grab und hielt allein eine kleine Rede.

"Wir sind unsagbar traurig. Nichts wird sein wie fr├╝her, immer wird eine L├╝cke bleiben, die Beaunois bisher ausf├╝llte. Wir weinen um ihn und werden unsere Wege weitergehen. Er ist nicht mehr da und ist doch ganz nah bei uns. In unseren Herzen hat er auf ewig einen Platz. Nie werden wir ihn vergessen, f├╝r immer sind wir dankbar, dass wir ihn bei uns hatten. Zwischen dieser und der anderen Welt ist eine Br├╝cke, die Liebe hei├čt. Ruhe in Frieden, Beaunois. M├Âge Oril deinen Geist zu sich nehmen an den Ort ewigen Lichtes und m├Âgest du dort gen├╝gend Gl├╝ck finden, um deinem M├Ârder vergeben zu k├Ânnen."

Erneut weinte Kasimir. Dann wandte er sich an Oril selbst, indem er zum Mond sprach.

"Ich habe ges├╝ndigt und Unrecht getan! Du, Herr, bist gerecht, ich aber muss mich heute sch├Ąmen!"

Er zog sein Oberteil aus und wickelte es sich um Kopf, Hals und Gesicht. Dann nahm er die Gei├čel zur Hand, die er sich notd├╝rftig gebaut hatte. Er schritt betend im Kreis um das Grab und gei├čelte seinen R├╝cken, um Bu├če zu tun und sich von seiner schweren S├╝nde zu reinigen und Orils Vergebung zu erlangen.

"Sieh in meinen Geist, Herr! Sieh, dass ich aufrichtig bereue!"

Er gei├čelte sich und betete, bis sein R├╝cken rot war von Blut.
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Re: Das verborgene Tal

#7

Beitragvon Wolfram von Wigberg » Mo 23. Okt 2017, 20:03

Wolfram von Wigberg

Wolfram genoss den Kaffee von Kasimir und nickte diesem dankbar zu. Er sah wie sich der Vampir damit abm├╝hte Beaunois unter die Erde zu bekommen. Normalerweise w├Ąre Wolfram dem armen Kasimir zur Hand gegangen. Aber etwas Strafe f├╝r dieses Fehlverhalten musste sein. Gleichg├╝ltig wie grausam oder stark der Hunger von ihm als Vampir war.

Nur so konnte er lernen in Gesellschaft zu leben. Wie sollten sie sonst mit ihm umgehen, wenn sie sich nicht sicher sein konnten, ob er sie nachts anfallen und aussaugen w├╝rde?

Dass Kasimir Beaunois nicht bewusst ermordet hatte, war Wolfram klar. Daf├╝r kannte dieser Beaunois viel zu wenig um ein Motiv f├╝r einen Mord zu besitzen. Dennoch oder gerade deshalb, durfte er Kasimir nicht so ohne weiteres davon kommen lassen. Etwas Bu├če tat Not.

Aber Kasimir selbst derma├čen zu bestrafen oder zu ermorden, brachte ihnen Beaunois nicht wieder zur├╝ck. So sah es jedenfalls Wolfram. Weder hatte Kasimir aus B├Âsartigkeit noch aus Mordlust gehandelt.

Der ehemalige Alb haderte mit sich und seinem Schicksal und beweinte sogar sein Opfer. Das war mehr, als man den meisten nekromantischen Mitgliedern seiner Familie nachsagen konnte.

Wolf folgte Marlo ins Haus und lie├č sich nur zu bereitwillig von ihm mit Fr├╝hst├╝ck und Kaffee versorgen. Er fr├╝hst├╝ckte in Ruhe, zog sich danach an und machte sich f├╝r den Tag fertig.

"Dein Fr├╝hst├╝ck hat mir gut geschmeckt, Danke Marlo. Ich gehe mal drau├čen nach Kasimir schauen. Ich glaube er ist mit sich selbst gestraft genug. Einerseits verfolgt er so strenge Prinzipien, auf der anderen Seite kann er sie aufgrund seiner Raubtiernatur die in ihm als Vampir schlummert selbst nicht mehr einhalten. Ich werde versuchen mit ihm zu reden, bis gleich", erkl├Ąrte Wolf und dr├╝ckte Marlo etwas unbeholfen einen Kuss auf die Wange, ehe er das Haus verlie├č.

Wolfram gesellte sich zu Kasimir und nahm ihm die Gei├čel ab. Mahnend schaute er Kasimir an und sch├╝ttelte ganz langsam den Kopf.

"Kasimir Du hast getan was ich verlangt habe und damit ist Deine Strafe beendet. Du hast einen gewaltigen Fehler begangen, aber indem Du Dich selbst verletzt, holst Du Beaunois nicht zur├╝ck ins Leben.

Ich wei├č welche hohen Anforderungen Du an Dich selbst stellst. Aber kannst Du Deine eigenen Anforderungen ├╝berhaupt noch erf├╝llen? Vielleicht musst Du Dir einfach eingestehen, dass Du nun ein Vampir bist und kein Priester mehr.

Der Zwiespalt st├╝rzt Dich und andere ins Verderben.
Sobald Du Hunger hast Kasimir, stehe dazu und sage mir Bescheid!
Schw├Ąche eingestehen, bedeutet St├Ąrke, dass solltest Du wissen!
Ich kann Dir nur helfen, indem Du mich informierst.

Beaunois war ein guter Mann, so einen Tod hat er nicht verdient.
Allerdings hast Du den Tod auch nicht verdient, denn Du bist kein M├Ârder, sondern ein Opfer Deiner Umst├Ąnde. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Du Dir Deine Vampirwerdung gew├╝nscht hast.

Du bist in meinen Augen ein Raubtier, dass seiner Natur gefolgt ist. Nur musst Du lernen, mir Deine Natur oder Deine Bed├╝rfnisse mitzuteilen, bevor Du unschuldige Beute rei├čt! Ich werde einen Weg finden, Dich zu f├╝ttern. Nun gehe Dich bitte erneut waschen und komm ins Haus, ehe der Tag anbricht. Ich m├Âchte nicht zwei Leute an einem Tag verlieren, die mir wichtig sind", erkl├Ąrte Wolf und dr├╝ckte Kasimir kurz.

"Ab ins Haus mit Dir und zwar z├╝gig", befahl Wolfram freundlich, ehe er sich selbst wieder ins Haus begab und zu Marlo gesellte.

"Wir beide m├╝ssen ein Auge auf Kasimir haben, bis er gelernt hat mit sich selbst umzugehen und mit seinem Zustand klar zu kommen Marlo. Eine Idee wie wir das ohne weitere Opfer hinbekommen?", fragte Wolfram leise.
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Re: Das verborgene Tal

#8

Beitragvon JEELEN » Mo 23. Okt 2017, 20:04

Marlo von Falkenberg

freute es, dass es Wolf schmeckte. Als er ihn einen Kuss auf die Wange dr├╝ckte, war er platt. Auf die Wange? Was dachte sich Wolf? Vermutlich gar nichts, er musste beim allerersten Schritt mit ihm anfangen. Das musste sich Marlo merken. Er wollte Wolfram schnappen und ihn auf den Mund k├╝ssen, aber da war er schon aus dem Haus.
Stutzig schaute Marlo ihm nach, dann musste er bl├Âde grinsen, weil er sich so freute. Marlo trank seinen Kaffee und wartete geduldig. Wolfram wollte mit Kasimir sprechen. Das war v├Âllig unn├Âtig, denn er war ein Blutsauger und das blieb er. Wolfram hatte da eine falsche Vorstellung, er sah nicht ein, das Kasimir gef├Ąhrlich war.
Als er sp├Ąter zur├╝ck kehrte schwatzte er davon, dass er Kasimir helfen musste. Marlo nahm die Hand von Wolfram und hielt sie fest. Er spielte mit den Fingern von ihm.

"Er ist ein Vampir Wolfram, das kann er nicht ablegen. Du sagst es, es ist seine Natur. Wie die vom Skorpion oder deine Verwandten. Er kann das nicht unterdr├╝cken, er ist ein Blutsauger. Er braucht Blut, sonst stirbt er. Oder stirbt ganz, Vampire sind schon tot oder halbtot. Er kann nicht ab morgen Pflanzensaft nuckeln W├Âlfchen. Der Kasimir braucht Opfer, er braucht Blut sonst gibt er den L├Âffel ab. Das was er sich abgew├Âhnen muss ist die Flennerei und die Doppelmoral. Er hat doch gut und gekonnt get├Âtet. Er sollte stolz sein. Andere w├Ąren froh, wenn die seine F├Ąhigkeiten h├Ątten.
Genug von Kasimir, jetzt zu uns. Wenn du mich zum Abschied k├╝sst, dann auf den Mund und nicht auf die Wange Wolf. Und wenn du gehst, wartest du, bis ich mich verabschiedet hab. Wollen wir in den Garten, oder wollen wir heute faul sein? Wir k├Ânnen uns vor dem Kamin entspannen. Das wird gut."
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Re: Das verborgene Tal

#9

Beitragvon Wolfram von Wigberg » Di 24. Okt 2017, 10:26

Als Wolfram zur├╝ckkehrte nahm er sich seine Kaffeetasse und setzte sich Marlo gegen├╝ber. Kaum waren sie zusammen, bekam er schon einige Minuten nach seinem ersten Kuss im Leben prompt gleich die erste Ansage serviert. Auf der anderen Seite st├Ârte Wolfram die Ansage nicht, da es eine nette Botschaft war.
Wolf musterte Marlo ├╝ber den Rand seiner Kaffeetasse, ehe er antwortete.

"Das war keine b├Âse Absicht Marlo, zuk├╝nftig k├╝sse ich Dich auf den Mund und warte bis Du Dich ausreichend verabschiedet hast. Es sei denn, das dauert mir zu lange, dann kannst Du mich ja spektakul├Ąr begr├╝├čen", grinste Wolfram.

"Einen Tag die Seele baumeln lassen, klingt sehr gut. Wir sind lange gereist und haben uns die Pause redlich verdient. Mein Garten kann auch bis morgen warten. Einverstanden, legen wir einen gem├╝tlichen Kuscheltag vor dem Kamin ein.
Wir k├Ânnen uns aber auch nachher nach drau├čen in den Garten setzen. Eingewickelt in einer Decke mit ausreichend Kaffee oder Tee ist das auch ziemlich gem├╝tlich"
, entgegnete Wolfram.

Der Magier nahm seinen Stuhl, setzte sich vor den K├╝chenkamin und machte es sich dort gem├╝tlich. Wolf machte eine einladende Geste um Marlo neben sich zu bitten.

"Keine Ahnung ob man Kasimir einfach so auf seine Instinkte als Vampir reduzieren kann. Jedes Lebewesen hat sie, aber wir sind ja nicht nur Fleisch und Instinkte, wir sind alle wesentlich mehr. Und man kann auch gegen eigene Gel├╝ste ank├Ąmpfen. Jeder von uns wird in einem Kampf oder einer Schlacht schon mal Hunger gelitten haben. Jeder hat seine eigenen, besonderen oder speziellen Bed├╝rfnisse und unterdr├╝ckt diese mehr oder minder.

Das gleiche k├Ânnen wir doch auch von Kasimir verlangen. Besonders hier, wo er doch unter uns lebt. Sollte er weiterhin bei uns leben wollen, dann w├Ąre es sehr unlogisch, uns alle auszusaugen.

Zudem ist er ein vernunftbegabter und gebildeter Mann. Irgendwas muss mit ihm los gewesen sein, dass er derma├čen die Beherrschung verlor und es ihn so aus der Bahn geworfen hat. Was anderes m├Âchte und kann ich nicht glauben Marlo",
erkl├Ąrte Wolfram und trank einen Schluck Kaffee.
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Re: Das verborgene Tal

#10

Beitragvon Marlo von Falkenberg » Mi 25. Okt 2017, 08:36

Marlo

schnappte sich seinen Stuhl und setzte sich ganz dicht neben Wolfram. Er rutschte vorsichtig auf um Wolf nicht die Finger zu klemmen und nahm ihn in den Arm. Der Kamin in der K├╝che war klein und der Gang schmal wo sie sassen. Aber das st├Ârte Marlo nicht. Links neben ihnen war das Schlafzimmer, hinter ihnen die kleine Essecke und die Treppe. Das Haus war f├╝r eine Person gebaut und zeigte wie alleine er war. Wolfram hatte nicht mal daran gedacht, dass er hier jemals mit einem anderen leben w├╝rde. Ein Tisch f├╝r eine Person, ein Bett genauso und eine winzige K├╝che mit einen kleinen Kamin. Das Haus war wundersch├Ân, aber wenn Marlo genau hinguckte sah er ├╝berall das Wolfram sonst einsam war. Das musste er irgendwie ├Ąndern in diesem Zwergenhaus. Marlo begrabbelte Wolfram die Seite mit den Fingerspitzen. Er strich Wolf ├╝bers Stoppelkinn und fasste sich dann selber ans Kinn.

"Wir m├╝ssen uns rasieren, wir sind voll die Stachelbeeren. Kannst du das selber oder soll ich es tun? Oder hat dich sonst Bordelaise rasiert? Kasimir w├╝rde ich nicht fragen, der macht aus uns sonst einen Springbrunnen. Wir sollten Margot im Auge behalten, nicht dass er sie sich als Nachtisch reinpfeift. Wo ist die ├╝berhaupt?."

Marlo stand nochmal auf, dr├╝ckte Wolf einen Kuss auf den Hals und auf die Schulter und nahm f├╝r jeden ein Kuchen aus dem Regal. Einen Kuchen gab er Wolfram. Er hockte sich wieder ganz dicht neben ihn und mampfte den Kuchen schmatzend.

"S├╝sskram f├╝r die Nerven. Wolf du willst nicht begreifen, dass Kasimir gef├Ąhrlich ist. Entweder der Blutsauger bekommt was zu futtern oder er wird gef├Ąhrlich. Das ist so, versuch das nicht wegzudiskutieren. Ich mag deine friedliche Einstellung Wolf, aber beim Blutsauger ist die gef├Ąhrlich. Solange er satt ist, ist er ein guter Diener. Gef├Ąhrlich wirds, wenn ihn der Hunger treibt. Das hat Bordelaise ja zu sp├╝ren bekommen. Wobei der sonst scheinbar schmerzlos war. Der hat nicht mal geschrien. Ein absolut sauberer Job von Kasimir. Kann er Tierblut trinken? Dann kaufen wir ein paar H├╝hner und er trinkt jeden Tag ein frisches Huhn. Keine Ahnung wieviel Blut in so einen Huhn drin ist, ich hab nie eins ausgequetscht. Das Pferd, dass du geklaut hast, w├╝rde ich nicht zur├╝ck geben, dass Tier ist viel zu sch├Ân. Die alte Stute die du im Garten stehen hast, kann mit dem Tier nicht mithalten. Muss sie nicht, aber du brauchst ein ordentliches Pferd Wolf. Und mit deinen M├Ądel w├Ąren wir immer noch unterwegs. Behalt das Pferd.
Kuschel dich an mich an, wenn du magst, dann kraul ich dich. Wir m├╝ssen mal zusammen ├╝berlegen, wie wir dein Haus ein bisschen umstellen. Wenn Brandur noch nachkommt, braucht der Platz. Wobei er kann das freie Bett von Bordelaise haben. H├Ârmal vielleicht war das gar kein Unfall, sondern Kasimir hat seinem Herrchen nur das Bett gemacht. Brandur kann nicht auf dem Boden pennen und da hat er ein Bett ger├Ąumt."

Marlo versteckte sein Grinsen hinter einer Hand.
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