Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den AnfĂ€ngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. WĂ€hrend die Urvölker auf AltbewĂ€hrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. GeheimbĂŒnde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Das verborgene Tal

Famlie von Hohenfelde
Diese alte Adelsfamilie hat zahlreiche Geistmagier und Nekromanten hervorgebracht. Das Familienleben ist geprĂ€gt von Intrigen. Morde, auch innerhalb der eigenen Reihen, und arrangierte Ehen zur Erweiterung der Macht sind an der Tagesordnung. Als Familienmitglied benötigt man starke Nerven und gleichermaßen ein HĂ€ndchen fĂŒr BĂŒndnisse und Hinterhalte. Unter der FĂŒhrung des neuen Oberhauptes Linhard verließ die Familie Naridien und versucht nun in Souvagne ein neues Leben zu beginnen, fernab des dunklen Pfades.
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Wolfram von Wigberg
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Re: Das verborgene Tal

#61

Beitrag von Wolfram von Wigberg » So 10. Dez 2017, 19:05

Wolfram zuckte mit den Schultern.

"Es kann gut sein, dass ich aus dem Grund wĂŒtend war oder mich angegriffen fĂŒhlte. Marlo, nichts liegt mir ferner als zu streiten. Sobald Brandur zurĂŒck kommt, werde ich mich entschuldigen. Dass Du Dich um mich sorgst, freut mich. Aber ich denke schon, dass ich merken wĂŒrde ob Kasimir mich aussaugt oder nicht. Also schmerzfrei stelle ich mir das nicht vor", grinste Wolfram.

Wolfram fĂŒhrte Marlo zwischen die großen NadelbĂ€ume und scharrte kurz mit dem Stiefel im Boden, ehe er wieder aufblickte und Marlo kurz sanft kĂŒsste.

"Mit den NadelbĂ€umen hast Du Recht Marlo, ich liebe ihren Duft auch, darum habe ich sie hier angepflanzt. Viele NadelbĂ€ume verströmen einen angenehmen Duft und dass, obwohl sie keine BlĂŒten besitzen. Das Geheimnis des Duftes liegt im Harz. NadelbĂ€ume wie Fichten, Kiefern und Tannen stellen Harz her.

Seine bekannteste Aufgabe ist der Verschluss von Wunden am Baum. Wird eine Tanne verletzt, können sich die Zellen der HarzkanĂ€le mit Wasser fĂŒllen und das Harz an die beschĂ€digte Stelle bringen.

Hier tritt das Harz nun aus und hĂ€rtet aus um die Wunde des Baumes zu verschließen. Du kannst Dir das Harz wie das Blut des Baumes vorstellen Marlo. Mit unserem Blut verhĂ€lt es sich Ă€hnlich, hast Du eine Wunde, tritt es aus und verkrustet.

Bei der Herstellung des Harzes stellt der Nadelbaum viele Ă€therische Öle her. Teilweise entsteht auch ein Überschuss der duftenden Öle und so werden diese ĂŒber DrĂŒsen an den Nadeln ausgeschieden. So entsteht der Duft den Du kennst.

Zudem kann man die frischen Triebe von NadelbÀumen als Nahrung wie auch als Medizin verwenden.

Eine Ausnahme ist da die Eibe, sie ist giftig - wie sie unsere Verwandten schon im Namen tragen - Eibenberg.
Bei der Eibe sind Nadeln und die Samenkörner giftig. Schon der Verzehr von einigen Nadeln oder Samen reicht aus, um Vergiftungserscheinungen hervorzurufen. Zudem bevorzugt sie im Gegensatz zu anderen BÀumen den Schatten. Eine Eibe kann um die 2.000 Jahre alt werden. Ein stattliches Alter.

Kochen oder Trocknen zerstören nicht die Giftstoffe der Eibe. Der Giftgehalt ist im Winter am grĂ¶ĂŸten. Im Herbst leuchten die roten FrĂŒchte von weitem, der sĂŒĂŸe Fruchtfleisch-Samenmantel ist der einzige Teil der Pflanze, der ungiftig ist. Aber das Samenkorn im Fruchtfleisch, dies ist giftig.

Die Eibe gilt nicht umsonst als Baum des Todes.

Jedenfalls waren wir bei den ungiftigen NadelbĂ€umen. Um die Tannen nicht in ihrem Wachstum zu stören, sollten nur im Mai Spitzen gepflĂŒckt werden. Zum Essen eignen sich nur die frischen, weichen, hellgrĂŒnen Spitzen am Ende der Zweige. Also die Knospen, die noch nicht aufgegangen sind. Sie sind sehr lecker und gesund.

Knospen von NadelbĂ€ume schmecken sĂ€uerlich bis herb. Und je spĂ€ter man sie im Jahr erntet, umso wĂŒrziger ist ihr Aroma. Du kannst sie gebraten, eingelegt oder sogar roh verwenden. Ich benutze sie zum Verfeinerung von Hauptgerichten oder fĂŒr Desserts.

Ich glaube das interessiert Dich im Moment nicht besonders oder? Nun frag mich was ĂŒber Pflanzen und ich bin in meinem Element",
erklÀrte Wolfram wieder gut gelaunt und hockte sich auf den trockenen Nadelboden.

Er lehnte sich mit dem RĂŒcken an den Baum und schaute zu Marlo auf.

"Danke fĂŒr Deine Geduld und fĂŒrs Kopf zu Recht rĂŒcken Marlo. Setz Dich zu mir und... naja Du weißt schon", grinste Wolfram breit.

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Marlo von Falkenberg
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Re: Das verborgene Tal

#62

Beitrag von Marlo von Falkenberg » Di 12. Dez 2017, 16:07

Marlo
 
setzte sich neben Wolfram unter den Baum und kuschelte sich an.  Marlo hörte Wolf zu und streichelte ihn dabei. Er war ganz schön nervös. Aber Marlo unterbrach ihn nicht, sollte Wolfram schwatzen wozu er Lust hatte. Wenn er danach weniger unsicher war, war das gut. Und was er schwatzte war gar nicht so uninteressant wie er sagte.
Marlo hatte nicht gewusst, dass man TannenbĂ€ume essen konnte. Er kannte keinen, der es getan oder versucht hatte. Marlo stellte sich das lustig vor, Tannennadeln in seinen Essen zu haben. Wobei die sicher weich wurden beim Kochen. Wölfchen war schon total schrĂ€g. Marlo grinste und kĂŒsste ihn auf den Hals.
 
„Doch das interessiert mich. Ich hab nicht gewusst, dass TannenbĂ€ume essbar sind. Aber auf so eine Idee kannst nur du kommen Wölfchen. Wenn du magst, kannst du ja mal ein Gericht aus Tannennadeln kochen. Das wĂŒrde ich gerne probieren, weil das verrĂŒckt klingt und von dir ist. Aber jetzt wollten wir was anderes machen als ĂŒber essbare TannenbĂ€ume reden.
Trotzdem hör ich dir zu, wenn dich das beruhigt. Dass Eiben giftig sind hab ich gewusst. Drum dĂŒrfen die nicht auf Weiden stehen und ihr Holz ist begehrt fĂŒr Waffen.
Entschuldige dich nachher bei Brandur, den Rest vergessen wir.
Wegen deine Aufgeregtheit, du hast mich schon in dich reingelassen. Also weisst du, dass es schön ist. Du musst keine Angst haben, dass es anders wird. Es wird anders, aber besser. Wenn wir uns lÀnger kennen und es öfter machen, wird es immer besser werden. Das liegt daran, dass wir dann wissen was wir beide mögen. Wir finden raus, was du gerne magst. Und ich geh drauf ein und mach genau das mit dir. Und du mit mir.
Du hast gesagt, dass du keine Ahnung von Begehren gehabt hast. Das hat mich traurig gemacht, fĂŒr dich. Und jetzt wo du den Spass dran kennengelernt hast, wolltest du es direkt wieder. Also kennst du nun den Spass und das Begehren. Das ist was schönes und nichts zum fĂŒrchten. Du kannst mich alles fragen und um alles bitten. Ich beantworte dir alles was ich weiss und ich mach alles fĂŒr dich. Du musst keine Angst haben.
DafĂŒr wirst du Sachen machen, die ich mir wĂŒnsche. Wenn ich dir das sage, wirst du das machen. Davor musst du genausowenig Angst haben. Die Spielstunde macht mehr Spass, wenn beide mitmachen. Drum musst du einiges von mir lernen. Und du lernst gleich was neues. Oder willst du noch was schwatzen? Ich schulde dir immer noch eine Rasur, erinnere mich dran.“
 
Marlo hockte sich vor Wolfram und drĂŒckte ihn gegen die Baum. Dabei knutschte und streichelte er ihn.
 

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Brandur von Hohenfelde
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Re: Das verborgene Tal

#63

Beitrag von Brandur von Hohenfelde » So 17. Dez 2017, 18:24

Als Brandur aufwachte, war es Tag. Er wusste nicht, ob es der nachfolgende war oder schon der ĂŒbernĂ€chste. Er war hungrig und fĂŒhlte sich ungepflegt. Als er durch die Rippen blickte, sah er die Nachtburg, den dunklen Stein glĂ€nzend vom Morgentau. Einen Moment lang war er versucht, sich dort einfach wieder zu verkriechen, um nie wieder hervorzukommen und die Familie samt und sonders ihrem Schicksal zu ĂŒberlassen. MĂŒde war er, auch nach seinem langen Schlaf. Er strich sich ĂŒber das zerknitterte Gesicht und die inzwischen einen Zentimeter langen Bartstoppeln.

"Bring uns zurĂŒck ins Tal von Wolfram, unterwegs lege einen Halt ein beim Rathaus von Shohiro. Ich möchte sehen, ob sich inzwischen familienpolitisch etwas getan hat."

Und tatsĂ€chlich - dort war der ersehnte Aushang! Alles gehörte ihm. Anwolf hatte ohne Murren und Knurren herausgegeben, was ihm zustand. Es war amtlich. Brandur von Hohenfelde war Familienoberhaupt der von Hohenfeldes. Ihm gehörte alles, einschließlich des unheilvollen Herrenhauses. Sehr zufrieden steckte Brandur den Aushang ein, organisierte eine Flasche Wein (Sekt wĂŒrde wĂ€hrend der Reise aufschĂ€umen) und stieg wieder in den Wyvern.

"Bruder, dies ist ein guter Tag. Ein wichtiger Meilenstein auf unserem Weg, Linhard an die Spitze zu bringen und den Alten Weg auszulöschen." Er klopfte dem Wyvern seine Knochen. "Nun kann es zurĂŒck nach Daijian gehen."

ZurĂŒck in Daijian suchte Brandur nach seinem Leibdiener. Er wollte sich nach so vielen Tagen endlich waschen und rasieren lassen, aber der Vampir war verschwunden. Brandur suchte ihn ĂŒberall, ehe Kasimir ihm aus dem Garten entgegengehastet kam.

"Ah, Kasimir, mein Guter", begrĂŒĂŸte Brandur ihn in einem Anfall von guter Laune.
Kasimir stutzte kurz ob der Freundlichkeit seines Herrn, der sogar lĂ€chelte. Er verneigte sich vorsichtshalber besonders tief. "Willkommen zurĂŒck, mein Herr! Wie darf ich Ihnen zu Diensten sein?"
"Ein Bad, eine Rasur und frische Kleidung." Brandur beÀugte Kasimir misstrauisch. "Du siehst verÀndert aus. Hast du gespeist?"
"Oh, ich wollte Sie gerade um eine Portion Instantblut bitten! Der Wyvern war fort und das Instantblut lag noch bei dem ĂŒbrigen GepĂ€ck im Inneren."
"Dein tagelanger Hunger ist die rechte Strafe fĂŒr dein VersĂ€umnis, dich um das GepĂ€ck zu kĂŒmmern. Du kannst dir eine Mahlzeit holen und anmixen." Brandur betrachtete Kasmirs Gestalt. Der Vampir wirkte nicht mehr so schlank und elegant wie sonst. Irgendwie sah er gröber aus, muskulöser. Vielleicht tĂ€uschte es, vielleicht auch nicht. "Wo ist Archibald?"
"Er hat sich aufgrund seiner MigrĂ€ne zurĂŒckgezogen und um Ruhe gebeten."
"Und Sklave?"
"Simon spielt im Garten."
Brandur musterte ihn. "Simon. So, so. Archibald hat mich also belogen, als er sagte, er wĂŒsste seinen Namen nicht mehr. Zu dir war er aufrichtig. Ich sollte dir eine RĂŒge erteilen, du warst zu freundlich zu ihm. Danke meinem Großneffen, dass ich in gnĂ€diger Stimmung bin. Nimm dir das Instantblut, nach der Mahlzeit kehre zu mir zurĂŒck und bereite das Bad und die Rasur vor. Ich suche in der Zwischenzeit nach meinem Sohn."

Kasimir verneigte sich und ging, Brandur suchte Linhard.

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Re: Das verborgene Tal

#64

Beitrag von Dunwins Geist » So 17. Dez 2017, 21:22

Dunwin tat worum ihn Brandur bat und flog ihn zurĂŒck zu Wolfram. Vorher legten sie einen Zwischenstopp in Shohiro ein, der nicht besser hĂ€tte verlaufen können. Ohne die ĂŒblichen, familiĂ€ren Machtspielchen hatte Anwolf Brandur sein Erbe ausgehĂ€ndigt.

"Das Dir ohne die ĂŒblichen familiĂ€ren Querelen Dein Erbe ausgehĂ€ndigt wurde, freut mich sehr Brand. Du kannst Dir gar nicht vorstellen wie sehr.
FĂŒhl Dich gedrĂŒckt... Bruder.
Anwolf hat entweder sehr viel Verstand oder sehr viel Angst... vielleicht auch beides.
Aber das soll Deine Feierstimmung nicht trĂŒben...
Du hÀltst endlich in HÀnden was Dir gehört...

Nun ich glaube es ist mehr als einfach nur ein Meilenstein, es ist ein Zeichen...
Solange wir so zusammenhalten, wird uns der Rest auch noch gelingen, glaube mir.

Miteinander ist doch wesentlich besser, als gegeneinander... schade dass wir so lange dafĂŒr benötigt haben, um dies zu begreifen. Aber das soll den Tag und Deine Freude nicht schmĂ€lern...

Ich hoffe Du leerst die Flasche gemeinsam mit Linhard und nicht allein... nur Spaß.
Sei ihm nicht nur ein Vater... sei ihm auch ein Freund Brand, dass braucht er wie eine verdurstende Pflanze Wasser...

Wir werden es schaffen Lin an die Spitze zu bringen und die alten Wege auszulöschen",
freute sich Dunwin aufrichtig fĂŒr Brandur.

Erneut starteten sie durch und Dunwin flog von Shohiro bis nach Daijan und landete im Tal von Wolfram. Kaum dort gelandet, verließ er den Körper des knöchernen Drachen und folgte Brandur. Gemeinsam suchten sie Kasimir, aber der Leibdiener Brandurs war nicht aufzufinden. Dunwin vermutete, dass ihm immer noch die Tracht PrĂŒgel in den Knochen saß. Plötzlich und unerwartet kam Kasimir aus dem Garten angerannt. Dunwin musterte den Leibdiener Brandurs streng.

Da sich Kasimir aber ĂŒberaus freundlich gab, war Dunwin auch geneigt ihm zu verzeihen. Zumal es Brandurs Diener war und er seinem Bruder nicht die Laune verhageln wollte. DafĂŒr war der Tag zu schön.

"Heute ist ein zu schöner Tag Kasimir, als dass Du Deinen Herrn verĂ€rgern solltest. Die letzten Tage waren Ă€ußerst anstrengend fĂŒr meinen Bruder. Und als Leibdiener ist es Deine Pflicht, dass Du Dich um sein Wohl kĂŒmmerst. Du hast ihn in letzter Zeit strĂ€flich vernachlĂ€ssigt. Ich möchte Dir heute keine Vorhaltungen machen, aber Du solltest Deine Aufgaben gewissenhafter ausfĂŒhren. Mein Bruder bringt Dir sehr großes Vertrauen entgegen", erklĂ€rte Dunwin.

Als Brandur Kasimir fragte, ob dieser gegessen hatte, schaute Dunwin ebenfalls genauer hin. Kasimir wirkte nicht mehr so schlank und schlaksig, im Gegenteil, er wirkte gut genĂ€hrt und gestĂ€rkt. Er sah fĂŒr Dun tatsĂ€chlich verĂ€ndert aus, aber darĂŒber wĂŒrde er spĂ€ter allein mit seinem Bruder sprechen.

Als sich Brandur nach Archibald erkundigte und Kasimir davon sprach, dass sich dieser aufgrund seiner MigrĂ€ne zurĂŒckgezogen hatte, nickte Dunwin beipflichtend.

"Die ErlĂ€uterung von Kasimir ist korrekt. Arch leidet unter MigrĂ€ne. Vermutlich war er einfach zu lange bei Tag draußen. Er lebt normalerweise im umgekehrten Rythmus. Des Nachts ist er wach und tagsĂŒber schlĂ€ft er. Helligkeit vertrĂ€gt er nicht.

Schau an, ich glaube Archi nahm uns ĂŒbel, dass wir ihm seine Sammlung weggenommen haben. Dass wird ihm zusĂ€tzlich auf die Nerven geschlagen haben. Er erholt sich wieder, Arch ist zĂ€h. Dennoch erstaunlich, welches Vertrauen er Dir entgegenbringt Kasimir. Nur vergesst eines nicht, Ihr dient beide meinem Bruder",
erinnerte Dunwin.

Als Brandur loszog um Linhard zu suchen, heftete Dunwin sich wieder gut gelaunt an ihn.

"Zeig uns gleich mal die Bekanntmachung. Lin wird auch aus dem HÀuschen sein, ich wette drum", freute sich Dun und knuffte Brandur. Auch wenn sein Bruder dies nur als kurze KÀlte wahrnahm, wusste er hoffentlich die Geste zu schÀtzen.

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Re: Das verborgene Tal

#65

Beitrag von Linhard von Hohenfelde » So 17. Dez 2017, 21:27

Kaum dass Linhard die Stimmen von Brandur und Dunwin hörte, lief er ihnen entgegen.
Mit den Worten, "Ich weiß ich sollte nicht, ich tue es trotzdem", sprang Linhard Brandur förmlich an und drĂŒckte ihn felsenfest an sich.

"Man was habe ich Dich vermisst. Was war los? Geht es Dir besser? Du siehst besser aus. Unrasiert, genauso bescheiden wie ich vermutlich - aber Du siehst besser aus. GlĂŒcklich. ErzĂ€hl wo warst Du Paps und was gibt es zu berichten?", fragte Lin aufgekratzt.

"Ach nebenbei, Marlo und Wolfram haben sich irgendwohin verdrĂŒckt, Arch ist nicht wieder aufgetaucht, Kasimir hat sich auch nicht bei mir blicken lassen und Margot haben wir auch nicht gesehen, vermutlich hielt sie es nicht fĂŒr nötig uns was zu essen anzubieten. Jesper und ich haben uns aus der kleinen KĂŒche selbst versorgt. Ohne Dich geht alles den Bach runter, ich freue mich so, dass Du wieder da bist", grinste Linhard von einem Ohr zum anderen.
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"Niemand wendet sich gegen die Familie, sonst wendet sich die Familie gegen Dich" - Linhard von Hohenfelde

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Re: Das verborgene Tal

#66

Beitrag von Wolfram von Wigberg » Mo 18. Dez 2017, 14:23

Antwort von Wolfram von Wigberg zu finden im Ü18-Bereich:

Tannenduft
Link:
http://asamura.de/viewtopic.php?f=41&t=1228

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Re: Das verborgene Tal

#67

Beitrag von Marlo von Falkenberg » Mi 20. Dez 2017, 01:11

Marlo

ging mit Wolf im Arm ins Haus. Das sie sich in so kurze Zeit so nah gekommen waren freute ihn sehr. Viel war sicher auch Wolfs Angst, dass er ihn wieder verlieren konnte. Deshalb hatte er sich bei Brandur so aufgefĂŒhrt, dass Marlo total platt war. Und Wolfram schien ihm zu vertrauen. Das freute Marlo besonders. Er hatte zwar Angst bekommen in der zweiten Spielstunde, aber er hatte ihm vertraut. Sogar als er ihn fester angepackt hatte. Wölfchen schien ein bisschen gierig zu sein, was ZĂ€rtlichkeit und Spass anging.
Aber das war fĂŒr Marlo total in Ordnung. Er hatte sich sehr gewĂŒnscht, dass Wolf den Spass an einer Spielstunde kennenlernte. Er wollte ihm beweisen, dass man keine Nudel fĂŒr gute Pasta brauchte. Und er hatte es ihm scheinbar so gut bewiesen, dass Wolf zweimal am Tag Pasta essen wollte. DafĂŒr hatte er vorher sein ganzes Leben keine Pasta essen können. Marlo schaute zu Wolf rĂŒber und gab ihm einen Kuss. Wolf hatte viel nachzuholen. Marlo grabbelte ihm zĂ€rtlich die Seite und ging mit ihm in den Keller, wo die anderen untergebracht waren.

Brandur, Dunwin, Jesper und Linhard waren da. Archibald, Kasimir und Margot fehlten. Marlo dachte nach, ob Kasimir vielleicht auch Margot und Archibald umgebracht und aufgesaugt hatte. Er hoffte instÀndig nicht. Wobei jeder KÀmpfer in der Familie den Name von Dornburg kannte. Der einstige Schwertmeister von Dunwin von Hohenfelde, so wie sein Vater einst der Schwertmeister von den Wigbergs war und nun war er es. Wenn Kasimir also Hunger gehabt hatte, konnte Archibald sich besser verteidigen als alle anderen hier.
Marlo hatte noch kein Wort mit den Mann gewechselt, aber er war neugierig auf ihn. Er wollte gerne mit ihm die Klingen kreuzen und mit ihm ĂŒben. Sobald der Schwertmeister wieder aufgeschlagen war, wollte Marlo mit ihm ein bisschen schwatzen. Über ihn wurde auch viel erzĂ€hlt. Wenn nur die HĂ€lfte stimmte, war er ein ganz schön gefĂ€hrlicher Finger. Aber vielleicht war das genauso nur dummes GeschwĂ€tz wie ĂŒber Wolfram und ihn. Und falls nicht war das nicht schlimm, er war auf ihre Seite und sie konnten jede gute Klinge in ihren Team gebrauchen.

Marlo grĂŒsste ihn die Runde.

"Hallo, ich wollte fĂŒr uns beide Entschuldigung sagen Brandur. Unser Start war nicht gut und wir haben es nicht böse gemeint. Wolf war total durch den Wind und ich wollte nur den Streit schlichten. Ich hoffe wir können den Streit begraben und wieder wie Kameraden miteinander umgehen. Wir sind doch alle auf der selben Seite. Ihr seid hier alle willkommen von Wolf aus. Und falls es zur Hochzeit kommt, niemand wird von Woflram ausgeladen. Eine Hochzeit feiern zwei Leute und das war von ihm nicht so gemeint. Er hatte was falsch verstanden. Wolf dachte du machst dich ĂŒber ihn lustig. Ich denke nicht, dass du das getan hast. Wollen wir uns versöhnen?".

Marlo wartete ab und drĂŒckte Wolfs Hand. Er betete still, dass Wolfram ruhig bleiben wĂŒrde und nicht wieder von Kasimir seine Harmlosigkeit anfing. Dann wĂŒrden sie wieder streiten, wobei Brandur sah ganz glĂŒcklich aus.

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Wolfram von Wigberg
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Re: Das verborgene Tal

#68

Beitrag von Wolfram von Wigberg » Mi 20. Dez 2017, 09:57

Die Worte wie die Blicke von Marlo nahm sich Wolfram zu Herzen. Er hatte versprochen, dass er sich bei Brandur fĂŒr seine Art entschuldigen wĂŒrde, also wĂŒrde er dies auch tun. Mit Marlo schlenderte er zurĂŒck zum Haus und ließ sich mehr als bereitwillig von ihm streicheln. Den Kuss erwiderte er mit einem Schmunzeln.

Im Keller schaute er sich ebenfalls um. Nicht alle waren anwesend. Irgendwie verursachte es ein beklemmendes GefĂŒhl, sobald Kasimir fehlte zuzĂŒglich einiger Bewohner. Wolfram ließ zuerst Marlo reden und nickte zustimmend, bezĂŒglich der Infos ĂŒber ihn.

Zeitgleich tastete Wolfram die Gegend nach den fehlenden Seelen ab. Er fand Margot und Sklave, Kasimir konnte er nicht aufspĂŒren, da seine Macht nicht ĂŒber Untote gebot. Die Geistmagie beschrĂ€nkte sich auf den lebenden Geist einer Seele. Allerdings fand er auch nicht Archibald. Wolfram stutzte, sagte aber nichts weiter dazu. Wer wusste schon, wo sich der Mann herumtrieb? Nochmal wollte und wĂŒrde er Kasimir nicht in Misskredit bringen.

Zudem hatte Wolfram dem Vampir noch etwas ganz anderes versprochen. Er hatte ihm zugesichert, dessen Meister zu rufen. Und dieses Versprechen wĂŒrde er gleich einlösen. Die Information verschwieg Wolfram aber geflissentlich.

Das Kasimir nichts Böses im Schilde fĂŒhrte, spĂŒrte Wolfram instinktiv. Der ehemalige Lichtalb sehnte sich nur nach einer vertrauten Gestalt, jemand der ihn anleiten und das Leben als Vampir lehren konnte. Woher sollte er dies auch wissen? Vielleicht gab es sogar ganz andere Möglichkeiten, als die Opfer zu töten.

Immerhin hatte Kasimir seine Blutspende gut verkraftet. Falls jeder aus der Gruppe nur ein bisschen fĂŒr ihn spendete, durfte es eigentlich kein Problem sein, Kasimir satt zu bekommen. Sein Meister verfĂŒgte sicher ĂŒber noch ganz anderes Wissen. Und ein Vampir, der sich Kasimir fĂŒr die Vampirwerdung ausgesucht hatte, konnte kein SchlĂ€chter sein.

Dann hÀtte dieser Mann eine ganz andere Person gewÀhlt. Eine mit passender Einstellung und bereits passenden FÀhigkeiten und nicht den friedliebenden und freundlichen wie auch hilfsbereiten Kasimir.

Wolfram taten die SchlĂ€ge die Kasimir einstecken musste, immer noch sehr leid. Vor allem, da er es gewesen war, der ihm diese Strafe aufgebĂŒrdet hatte. HĂ€tte er nur seinen Mund gehalten und kein Wort ĂŒber seinen Leibdiener verloren. Tot war der Mann eh, wurde er durch Brandurs PrĂŒgelattacke etwa wieder lebendig?

So fokussiert und selbstreflektiert wie Kasimir war, hatte er selten eine Person erlebt. Der ehemalige Mönch ruhte stets in sich selbst. Gut dass er sich einen kleinen Schluck vom ohnmÀchtigen Janko gegönnt hatte, konnte Wolfram nachvollziehen. Aber er hatte den Mann weder verletzt, noch gebissen. Er hatte einfach die Blutquelle genutzt, die sich vor Ort ergeben hatte. Ganz ohne sein eigenes Zutun.

Aus dem Grund hatte Wolfram vor, Kasimir so gut es ging zu unterstĂŒtzen. Was die anderen von dem Vampir hielten, war ihm gleichgĂŒltig. Nochmal wollte er den guten Mann nicht verraten. Die anderen durften ruhig ihre Meinung behalten.

Wolfram lÀchelte zu Marlos Worte und nickte bestÀtigend.

„Mir liegt ebenfalls nichts daran mich mit Dir zu streiten Brandur. Meine Worte wie auch mein Tonfall von vorhin bitte ich zu verzeihen. Wir waren alle aufgebracht und wĂŒtend. Und wie Marlo schon richtig anfĂŒhrt, ich habe Deinen Kommentar bezĂŒglich der Hochzeit in den falschen Hals bekommen. Ob es je eine Hochzeit geben wird, wird sich zeigen. Aber ausladen wĂŒrde ich Dich nicht. Das war eine unnötige und bösartige Spitze von mir, die nicht hĂ€tte sein mĂŒssen. Ich hĂ€tte Dich auch einfach fragen können, ob Du Deine Bemerkung sarkastisch oder aufrichtig gemeint hast. Aber dafĂŒr waren unsere GemĂŒter wohl zu erhitzt.

Da Euch Margot scheinbar vergessen hat, werde ich nach oben gehen und sie bitten Euch etwas zu essen zuzubereiten. Falls Ihr sonst noch etwas benötigt, lasst es mich wissen.

Ich kann es nur noch einmal wiederholen, meine Worte tun mir aufrichtig leid und waren ganz sicher nicht so gemeint. Ihr seid hier jederzeit willkommen“,
erklÀrte Wolfram freundlich.

Von Wigberg löste sich von Marlo, drĂŒckte Brandur kurz und verschwand dann nach oben. Er suchte Margot auf und bat sie, fĂŒr die GĂ€ste eine ĂŒppige Mahlzeit zuzubereiten, damit sich diese endlich von ihrer Reise erholen konnten. Eine Zurechtweisung bezĂŒglich der versĂ€umten Arbeit verkniff sich Wolfram. Margot war die gute Seele des Hauses, sie hatte die GĂ€ste bestimmt nicht mit Absicht vergessen.

Nachdem er Margot angehalten hatte, sich um das leibliche Wohl der GĂ€ste zu kĂŒmmern, machte er sich direkt auf den Weg in die Vorratskammer. Da diese von innen mit dem Querholz verriegelt war, klopfte Wolfam an.

„Mach auf Kasimir, ich bin es, keine Sorge. Lass mich rein, ich habe Dir doch versprochen mir Deine Narbe anzuschauen. Du erinnerst Dich? Leider kann ich nicht mental mit Dir reden. Mach auf, ich helfe Dir, Du weißt schon wobei“, erklĂ€rte der Magier freundlich vor der TĂŒr und klopfte erneut leise.

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Re: Das verborgene Tal

#69

Beitrag von Brandur von Hohenfelde » Fr 22. Dez 2017, 20:43

Brandur wurde von Linhard fast umgerannt und hatte MĂŒhe, auf den FĂŒĂŸen zu bleiben. Der Junge drĂŒckte ihn und freute sich, was Brandur verstörte. Er war es nicht gewohnt, dass man ihn vermisste und noch weniger, dass man sich freute, ihn zu sehen. Dunwins Hinweis, dass er nicht nur ein Vater, sondern auch ein Freund sein solle, wĂŒrde wahrscheinlich fĂŒr Brandur ein Ding der Unmöglichkeit sein, auch wenn er sich grĂ¶ĂŸte MĂŒhe gab. Er tĂ€tschelte ungeschickt den RĂŒcken seines Sohnes, wusste aber nicht, was er sagen sollte. Nachdem das BegrĂŒĂŸungszeremon abgeschlossen war, rĂŒckte Brandur seinen verrutschten Dreispitz zurecht und rĂ€usperte sich vornehm, obwohl er gerade ganz und gar nich vornehm aussah mit seinem unrasierten Gesicht und seinen ungewaschenen Kleidern.

PĂŒnktlich kamen auch Marlo und Wolfram hinzu und entschuldigten sich. Brandur machte eine wegwerfende Handbewegung.

"In Anbetracht von unserer aller Vorgeschichte ist es nicht verwunderlich, dass es hier und da zu MissverstĂ€ndnissen kommt. TatsĂ€chlich meinte ich die Bemerkung freundlich und versuchte, zum Ausdruck zu bringen, dass ich sie billige, obwohl ich nicht gerade fĂŒr meine Toleranz bekannt bin. Vergessen wir die Sache und freuen uns gemeinsam an diesem Tage. Ich habe hervorragende Neuigkeiten und das passende GetrĂ€nk, um darauf anzustoßen. Das machen wir dann, wenn alle anwesend sind. Werte Verwandte, liebe Gespenster, Freunde und sonstige Anwesende, Anwolf hat das Erbe offiziell an mich abgetreten!"

Er zog den Zettel aus dem Mantel und zeigte ihn herum.

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Re: Das verborgene Tal

#70

Beitrag von Marlo von Falkenberg » Sa 23. Dez 2017, 07:54

Marlo

war froh dass Wolf wieder gelassen war.  So wie er ihn sonst kannte. Er schwieg die ganze Zeit als Marlo erzĂ€hlte. Danach entschuldigte er sich bei Brandur und sagte, dass der Streit ein MissverstĂ€ndnis war. Falls es eine Hochzeit geben sollte, wollte er Brandur doch einladen. Und Margot sollte ihnen endlich was zu essen machen. Scheinbar hatte die das vergessen, oder die Dienerin hatte Angst gehabt. Sie war allein und hier waren nur fremde MĂ€nner. Da hatte keiner drĂŒber nachgedacht. Dann verabschiedete sich Wolfram und ging. Marlo starrte hinterher und wusste nicht was er sagen sollte. Das Wolf ihm nicht weglaufen wollte war klar, aber ihn einfach stehen lassen, ging gar nicht.

"Er muss noch an seinem Benehmen feilen. LÀsst mich der mich einfach stehen. Vermutlich geht er Margot bescheid sagen. Die Dienerin wird euch nicht absichtlich vergessen haben. Sie hat bestimmt Angst. Wir sind alles nur MÀnner hier und sie ist die einzige Frau. Dann noch der Tod von dem anderen Diener, da wird sie Angst haben. Jetzt wo Wolfram wieder da ist, wird sie uns bestimmt was zu essen machen. Ich könnte genauso was zu essen vertragen, ich hab ganz schön Hunger."

Marlo setzte sich hin und machte es sich gemĂŒtlich. So wartete er auf das Essen von Margot. Wovon er so hungrig war, sagte er den anderen nicht. Aber er musste grinsen, als er an die Tannen dachte.

Brandur zeigte das Schreiben von Anwolf herum.

"Das ist wirklich ein Tag zum feiern. RĂŒckte er es so heraus? Das ist erstaunlich. Es könnte Friede geben, wenn er weiter so bleibt. Sein Vater hĂ€tte dir das Schreiben nie gegeben. Da war es doch gut, dass er sein Sohn das Erbe gab. Der hat dir ungewollt einen Gefallen getan. Herzlichen GlĂŒckwunsch Patron Brandur."

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