Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Ein königlicher Morgen

Souvagne ist politisch neutral und hat sich als einziges Großherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Die Souvagner sind bekannt für ihre Sturheit, vor allem aber für die Mauer, die ihr Land umschließt.
Großherzogtum Souvagne
Das almanische Großherzogtum Souvagne ist geprägt von sanfte Hügeln, auf denen Weinbau betrieben wird, fruchtbaren Feldern und weiten Obstplantagen. Souvagne hält sich aus Kriegen größtenteils heraus und hat sich als einziges Großherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Stattdessen setzt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne auf politische Neutralität. Von allen Herrschern ist er der Gemäßigtste. Die Grenzen Souvagnes wurden inzwischen größtenteils durch eine Wallanlage gesichert. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.
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Maximilien Rivenet de Souvagne

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Ein königlicher Morgen

#1

Beitrag von Maximilien Rivenet de Souvagne » Do 11. Jan 2018, 15:40

Ein königlicher Morgen

Die Sonne war bereits aufgegangen und tauchte den Hof des Duc de Souvagne in strahlendes Licht. Fabien der treue Leibdiener des Duc stand auf und zog die schweren Samtvorhänge beiseite um die ersten Lichtstrahlen in das Schlafzimmer des Großherzogs einzulassen.

Maximilien Rivenet de Souvagne wurde langsam wach und rieb sich müde die Augen. Verschlafen schaute er sich um.

Fabien setzte sich neben seinen Herrn aufs Bett. Allerdings war dies keine Ungebührlichkeit. Er legte ihm einen Arm um die Schultern und hob ihn so in die sitzende Position. Der Duc war von Natur aus ein Langschläfer, aber seine Dienstzeiten verlangten etwas anderes. Fabien wartete einen Moment, bis sein Herr richtig wach war, dann schob er ihm die Puschen zurecht, so dass Maximilien aufstehen konnte. Sogar während sein Herr aufstand, ergriff ihn Fabien am Oberarm um ihn zu stützen. So hielt er es, wenn sein Herr in oder aus dem Zuber stieg, so hielt es der Diener ebenso am Morgen.

"Folgt mir bitte", sagte er leise und führte den Duc zum Waschtisch.

Gähnend trottete der Großherzog von Souvagne seinem Diener hinterher und blieb folgsam vor dem Waschtisch stehen. Fabien entkleidete den Duc komplett, wrang den Badeschwamm in der Schüssel aus und schloss dem Duc die Augen. Zuerst wusch er dessen Gesicht und danach den restlichen Körper entlang nach unten.

Maximilien ließ es stillschweigend über sich ergehen, er kannte es nicht anders und Fabien war ein äußerst angenehmer und umgänglicher Leibdiener. Als Fabien mit seinem Werk zufrieden war, trocknete er den Duc ab und rieb seinen Körper mit Körperpuder ein. Danach schlang er seinen Herrn in einen Morgenmantel und setzte ihn vor den Frisiertisch.

"Ihr habt heute Tag der offenen Audienz Herr", erklärte Fabien freundlich.
"Ich weiß Fabien", gähnte der Duc müde.
"Selbstverständlich wisst Ihr dass, ich wollte Euch nur höflich erinnern", schmunzelte Fabien.

Der Leibdiener schäumte die Rasierseife mit dem Pinsel auf und zog das Rasiermesser am Leder ab, bis es so scharf war, dass es seinen Namen verdiente. Er legte dem Duc einen Zeigefinger unter das Kinn und hob dessen Kopf so, dass dieser ihn ansehen musste. Der Duc schmunzelte ihn kurz an, hielt aber ansonsten still. Fabien betrachtete seinen Herrn äußerst gründlich, ehe er ihm den Rasierschaum im Gesicht verteilte und sich daran machte, den Duc zu rasieren.

Nachdem Fabien auch dies erledigt und den Duc vom restlichen Rasierschaum gereinigt hatte, putze er ihm die Zähne und säuberte danach erneut dessen Gesicht. Er tupfte ihn trocken und puderte ihn nur etwas ein, da der Duc es hasste eingecremt zu werden.

"Steht bitte auf Herr", bat Fabien freundlich.

Der Duc kam der Bitte nach und stand auf. Fabien ergriff kurz die Hände seines Herrn und überprüfte dessen Fingernägel. Er war zufrieden mit dem was er sah, so machte er sich daran den Duc einzukleiden. Zum Schluss legte er ihm ein Kette um, bürstete dessen Haare und fasste diese mit einem Band zusammen. Fabien verließ für einen Moment den Raum, kehrte mit einer Tasse Tee zurück und reichte diese dem Großherzog.

"Euer Frühstück steht bereit Herr", erklärte Fabien und machte eine einladende Geste.
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"Der Edle verlangt alles von sich selbst. Der Primitive stellt nur Forderungen an andere."
"Eine Entscheidung für etwas ist auch immer eine Entscheidung gegen vieles andere."

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