Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterlie√üen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf√§ngen liegt. Die √ľberlebenden V√∂lker beginnen zu ahnen, dass der Schl√ľssel zur Herrschaft √ľber Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. W√§hrend die Almanen auf Altbew√§hrtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimb√ľnde der Schatten sehen in der Magie die m√§chtigste Waffe und f√ľr die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Der Tross nach Ehveros

Souvagne ist politisch neutral und hat sich als einziges Großherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt.
Großherzogtum Souvagne
Das almanische Gro√üherzogtum Souvagne ist gepr√§gt von sanfte H√ľgeln, auf denen Weinbau betrieben wird, fruchtbaren Feldern und weiten Obstplantagen. Souvagne h√§lt sich aus Kriegen gr√∂√ütenteils heraus und hat sich als einziges Gro√üherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Stattdessen setzt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne auf politische Neutralit√§t. Von allen Herrschern ist er der Gem√§√üigtste. Die Grenzen Souvagnes wurden inzwischen gr√∂√ütenteils durch eine Wallanlage gesichert. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.
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Dominique Dubois
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Re: Der Tross nach Ehveros

#31

Beitrag von Dominique Dubois » So 11. Feb 2018, 08:13

Dominique freute sich auf das peinliche Verhör. Ein kleines Jauchzen drang aus der mächtigen Brust. Er hatte noch nie jemanden während einer Reise verhört.

"Ganz wie Ihr w√ľnscht, Eure Durchlaucht. Palaisin?"

Er wartete darauf, dass Bellamy den Delinquenten in den Wagen bringen wollte. Dominique w√ľrde ihm den Weg zeigen.

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Comte Massimo de la Cantillion
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Re: Der Tross nach Ehveros

#32

Beitrag von Comte Massimo de la Cantillion » So 11. Feb 2018, 14:08

Massimo

fand die Entscheidung vom Duc gerecht. Der Verbrecher hatte seine Freiheit verloren. Aber der Comte glaubte nicht, dass diesem Drecksvieh was peinlich war. Was sollte der Henker fragen, was dieser Kuduppel nicht beantworten konnte. Der pisste in der √Ėffentlichkeit unschuldige Leute an. Den Opfern war das peinlich, aber nicht dem abgebrochenen Hutzelzwerg. Es sei denn er bekam von seiner eigenen Kost, dachte Massimo und musste grinsen.

"Ich danke euch f√ľr eure Entscheidung Hoheit. Ich m√∂chte einen Vorschlag machen. Ihr habt ein peinliches Verh√∂r befohlen. Dem Gossenzwerg wird nichts peinlich sein. Daran glaube ich nicht. Ihr denkt zu gut, sogar von von dem Vieh. Aber wir k√∂nnen daf√ľr sorgen dass er sich genauso f√ľhlt wie meine Frau Hoheit. Der Henker hat erkl√§rt, dass der Gefangenenwagen ein Klo hat. Sch√∂n wird nur nicht ben√∂tigt. Wir lassen den Kuduppel bis zum Hals weiter im Sack stecken und bei der n√§chsten Burg lassen wir uns Glaubersalz aush√§ndigen. Das ist ein Hilfsmittelchen, wenn einer nicht auf den Topf kann. Das Salz kann sehr gut f√ľr Verh√∂re genutzt werden. Wir fl√∂ssen dem Verbrecher davon einen Liter ein und lassen ihn im Sack. Ergebnis er steckt bis zum Hals in der eigenen Scheisse. Von der Dosis wird der nicht nur den flotten Heinrich kassieren, sondern Kr√§mpfe. Das Salz hat durchschlagende Wirkung. Solange er im Sack ist, kann er sich erleichtern. F√ľrs Verh√∂r w√ľrde ich ihn aus den Sack nehmen und seinen Bauch mit einer d√ľnnen Schnur oder einem G√ľrtel abbinden. Glaubt mir, je schlimmer die Kr√§mpfe werden umso gespr√§chiger wird der Verbrecher. Das lockert seine Zunge. Und vielleicht genauso seine festgefressenen Hirnstreben, die ihn auf die Idee gebracht haben meine Frau anzugehen. Falls der Henker meinen Tip annehmen mag."

Massimo musterte den widerw√§rtigen Tiefling hasserf√ľllt. √úber sein Leid war noch nicht das letzte Wort gesprochen. Massimo kannte so viele Arten Verbrecher zum sprechen zu bringen und sie qualvoll zu bestrafen, dass er B√ľcher f√ľllen konnte. Nur hatte er keine Lust zum Aufschreiben. Aber vielleicht sollte er damit doch langsam anfangen.
Sein Sohn musste alles von ihm lernen. Der Junge musste nicht mit nichts anfangen, wenn er ihm Jahrzehnte an Erfahrung lehren konnte. Bei dem Gedanke an Erfahrung dachte Massimo an seinen Bruder Melville. Er musste mit seinen Bruder sprechen. Melville hatte viel Erfahrung mit Frauen. Massimo wollte von ihm Tips f√ľr Moni. Bis jetzt war alles gut gegangen, obwohl er keine Ahnung von Beziehungen hatte. Er besch√ľtzte seine Frau und behandelte sie wie einen Kameraden. Massimo dachte sich, dass es gut w√§re Moni beizubringen mit dem Dolch umzugehen. Er hatte ihr den Dolch zum Schutz gegeben, aber die sie hatte sich fast selber geschnitten. So ging das nicht. Zur Not musste sie ihr Leben und ihre Ehre selber verteidigen k√∂nnen. Vielleicht musste sie irgendwann sogar das Leben von ihrem Kind und sich verteidigen. Wie schnell was passieren konnte hatte der Kuduppel gezeigt. Er war nicht ewig da und er musste Komavan sagen, dass er gut auf seine Frau aufpassen sollte. Da fiel Massimo ein, dass er Komvan Zuhause vergessen hatte. Sobald es Nacht war w√ľrde er ihn gedanklich rufen.

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Skaldor Dunkelerz
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Re: Der Tross nach Ehveros

#33

Beitrag von Skaldor Dunkelerz » Di 13. Feb 2018, 16:28

Der Zwergenk√∂nig ritt still neben dem Mann her der ihm alles berichte was er wusste, das waren Informationen die sich noch als n√ľtzlich herausstellen sollten, gar keine Frage doch dieser Filipe erweckte seine Aufmerksamkeit wieso sollte er seine Tochter kr√∂nen lassen und er selbst verzichtete auf die Macht? Das ergab in Skaldors Augen wenig Sinn doch die Aufl√∂sung dieses R√§tsels w√ľrde schon bald einen passenden Augenblick finden. Der Tross war wirklich gro√ü viele Gardisten waren dabei ebenso der ganze Hofstaat, es war unglaublich dennoch auch leider bitter n√∂tig doch genau das wollten sie alle ja √§ndern, eben aus diesem Grund waren sie alle auf den Weg nach Ehveros.

Gleich darauf geschah genau das was nicht passieren durfte, sie wurden angegriffen? Nein eher angepinkelt, er sah wie der √úbelt√§ter gefangen genommen wurde und sah auch, das er definitiv nicht zu Tarkan geh√∂rte, die Art wie er ihm gegen√ľber stand sah nicht gerade friedlich aus. Gleich darauf war der Tumult auch wieder vorbei und der √úbelt√§ter wurde abgef√ľhrt, doch der Blick des Zwergenk√∂nigs war weiterhin auf Tarkan gerichtet. Dieser war es der gegen die Eisenhand gek√§mpft hatte und nur wegen ihm, standen die Zwerge nun da wie sie es noch nie zuvor taten, sie verhandelten mit fremden V√∂lkern um den Frieden Willen. Ihm standen die Folgen des Krieges noch im Gesicht geschrieben, er war mitgenommen und sichtlich ersch√∂pft dennoch war er ein gro√üer Krieger und Heerf√ľhrer, alles in dem Kopf des K√∂nigs str√§ubte sich dagegen, doch in gewisser Weise hatte er den Respekt des Zwergenk√∂nigs geweckt, man hasste den Feind ja doch auch Feinde konnten Achtung voreinander haben.

Das Tarkan nun hier war, war ein sichtliches Zeichen daf√ľr das auch er einen Frieden haben wollte und es ihm sehr am Herzen lag diesen durch zu bringen. Er wandte den Kopf ab und schaute weiter nach vorn man sah merklich das das Land, sich ver√§nderte. Man blickte nach S√ľden und nach S√ľdosten und wenn man sich sehr genau anstrengte sahen sie, die weiten S√ľmpfe und dichten W√§lder die Ledwick darstellen mussten. Weit konnten sie es nicht mehr haben, schon bald w√ľrden sie ihr Ziel erreichen.

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Ricarda von Ehveros
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Re: Der Tross nach Ehveros

#34

Beitrag von Ricarda von Ehveros » Di 13. Feb 2018, 17:03

Eine Scharr aus zwanzig Reitern kamen den H√ľgel hinauf geritten, das Banner flackerte im Wind es war das Banner von Filipe der Herscher von Ehveros. Die Reiter waren in voller R√ľstung eingekleidet und trugen ebenso Schild und Schwert bei sich. Sie hielten auf die Spitze des Trosses an, verlangsamten ihr Tempo jedoch f√ľnfzehn Meter vor ihnen sodass man sie auch aus der Ferne gut h√∂ren konnte. Einer der Reiter schob sein Visier hoch, ein Zeichen des Respekts unter Edelleuten, er sprach "der F√ľrst Filipe ehrt es das der Duc zugesagt hat diesem Schicksalhaften Ereignis beizuwohnen" er nickte dem Zwergenk√∂nig zu und f√ľgte hinzu "ebenso ehrt es ihn nat√ľrlich auch, die anderen Herscher der Nachbarl√§nder begr√ľ√üen zu d√ľrfen" die Situation war im Angesicht der M√§nner die so viele Waffen trugen auf beiden Seiten am Anfang etwas, angespannt doch es wurde schnell klar das diese Reiter eine Geste der H√∂flichkeit war, man wollte nicht das die G√§ste sich unwohl f√ľhlten.

Als das gekl√§rt war schw√§rmten die Reiter aus und bildeten mit den Reitern die Vorhut, doch man erkannte auch weibliche Ritter unter ihnen doch waren alle bis auf, der Redner und auch der Anf√ľhrer der Reiter niemand dazu bereit sein Gesicht zu zeigen. Besonders gespr√§chig waren sie ebenso nicht, hier und da mal ein Wort doch nicht mehr es war so als wollten sie nicht zu viel verraten. Eine Reiterin lie√ü sich auf die H√∂he der Kutsche zur√ľck fallen indem der Duc sa√ü, ihr Pferd trappte locker neben der Kutsche her und sie versuchte einen Blick hinein zu erhaschen doch es gelang ihr nicht. Gleich darauf gab sie dem Pferd ein lockeres Kommando und es trappte etwas schneller wieder nach vorn am Zwergenk√∂nig vorbei.

Diesen musterte sie nur fl√ľchtig und schloss wieder nach vorne auf. Wer das wohl war?

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Maximilien Rivenet de Souvagne
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Re: Der Tross nach Ehveros

#35

Beitrag von Maximilien Rivenet de Souvagne » Di 13. Feb 2018, 23:05

Während der Palaisin mit freundlichem Nicken dem Scharfrichter folgte und den Gefangenen in den Zellenwagen beförderte wandte sich der Duc an den Comte Massimo de la Cantillion.

"Comte Euer Vorschlag in Ehren, die Befragung wird jedoch durch Scharfrichter Dubois erfolgen. Wir verstehen Euren Unmut, aber wir werden keine weitere Unterbrechung unserer Reise hinnehmen. Wir sind der festen √úberzeugung, dass Dominique auch ohne weitere Hilfsmittel den Verbrecher zum Sprechen bringen wird. Ferner werden wir keine willk√ľrliche Rache dulden.

Staatsgewalt ist nicht willk√ľrlich, sie dient der Ahndung von Verbrechen und zur Verbrechensaufkl√§rung. Und wir denken, dass die Faust des Palaisin, die Befragung des Scharfrichters, sowie der Verlust der Freiheit Anlass genug f√ľr die Kreatur sein wird, √ľber ihr sch√§ndliches Verhalten nachzudenken. Wir r√ľcken ab",
befahl der Duc.

Der Tross setzte sich erneut in Bewegung. Diesmal wurden sie nicht aufgehalten. Je nach Scholle und Lehen dass sie passierten, gesellten sich die entsprechenden Abgesandten der jeweiligen Adelshäuser samt ihren Begleitungen hinzu.

Auch eine Delegation der Zwerge hatte sich dem Tross angeschlossen. König Dunkelerz hatte während der Verhandlungen darum gebeten und dies sollte dem König nicht verwehrt werden.

Der Tross zog durch Souvagne und bildete ein kleines Heer, welches sich gen Ledwick einen Weg durch das Land bahnte. Die gut ausgebauten Stra√üen der gro√üen D√∂rfer und St√§dte standen den kleinen Wald-, Wiesen- und Feldwegen gegen√ľber.

Hier hatten es die Reiter leichter als die drei Kutschen die dem Tross als Nachhut folgten. Wohlbehalten sa√üen in den Kutschen die Prinzen Dreux und Ciel de Souvagne, gefolgt in der zweiten Kutsche von der zweiten Ehefrau des Duc, Minette de Thibodeau sowie dem j√ľngsten Spross des Duc, seiner Tochter Olivie Solaine de Souvagne. In der letzten Kutsche sa√ü der Leibmedicus und Heilmagier des Duc, Florismart Provencher.

Während ihrer nächtlichen Reise, schlossen sich dem Tross auch einige Gargoyle an, darunter Komavan des Hauses de la Cantillion. Er war seinem Herrn Massimo gefolgt.

Nachdem der Tross einen Gro√üteil des Weges hinter sich gebracht hatte, kamen in der Ferne die ersten Ausl√§ufer der S√ľmpfe in Sicht. Maximilien schaute in die Ferne, w√§hrend Alcanterra ruhigen Schrittes weiterlief. Fabien schaute kurz zu seinem Herrn auf und folgte dann dessen Blick.

"Reiter unter Felipes Banner", fl√ľsterte Maximilien so leise, dass nur Fabien ihn h√∂ren konnte.

Das Bellamy die Reiter ebenfalls gesehen und das Banner erkannt hatte, erkannte der Duc an dessen K√∂rperhaltung. Etwas entspannt, aber immer noch wachsam genug. Einer der Reiter l√ľftete das Visier und hie√ü sie willkommen.

Unter jenen, die sie in Empfang nahmen und willkommen hießen, waren auch weibliche Chevalier. Das Gesicht des Duc, wie aller anderen blieb ausdruckslos. Auch in ihrem Land gab es weibliche Ritter, aber sie waren selten. Man konnte sie vermutlich an einer Hand abzählen. Und jene die diese Laufbahn wirklich einschlugen, hatten sich mehr zu beweisen, als jeder Mann.

Souvagne war in vielen Dingen so fortschrittlich wie es in anderen Bereich stur traditionell eingestellt war. Es war eine M√§nner dominierte und regierte Welt, mit einem Mann an oberster Spitze. So war es seit Anbeginn des Landes und dessen Zeit und so w√ľrde es f√ľr immer bleiben.

Die Ehrengarde wurde zuerst vom Tross etwas kritisch beäugt, wie es normal war, wenn zwei fremde Mächte aufeinander stießen, aber danach reiste man wie es sich gehörte Seite an Seite weiter. Gesprächig war die Ehrengarde nicht, die Felipe zu ihrem Empfang ausgesandt hatte. Aber die Garde aus Souvagne hielt es ähnlich. Es wurde nur gesprochen, wenn es notwendig war.

Eine Reiterin wurde langsamer und ritt dann auf H√∂he der Kutsche. Sie versuchte hineinzusp√§hen, was ihr aber nicht gelang. Fabien schmunzelte den Duc kaum merklich an, der neben ihm ritt. In seinen Reiseumhang geh√ľllt dessen Kapuze er gegen die K√§lte tief ins Gesicht gezogen hatte, erkannte man ihn nicht.

Vermutlich hatte die Frau einen Blick auf den Großherzog werfen wollen. Oder sie war einfach neugierig, wer sich in den Kutschen befand, während die anderen auf Pferden ritten. Sie schloss wieder zu den anderen auf und musterte im Vorbeireiten den Zwergenkönig.

Fabien hatte auch geschaut, als er den Zwerg das erste Mal gesehen hatte. Vorher hatte er noch nie einen echten, lebenden Zwerg gesehen. Gut es gab auch keine Zwerge am Souvagnischen Hof, wann sollte er also einen gesehen haben?

Der Tross folgte der Ehrengarde und passierte die Grenze von Ledwick. Damit hatten sie ihr Heimatland die Souvagne hinter sich gelassen. Nie zuvor hatte der Duc de Souvagne sein Land verlassen. Fabien konnte im Gesicht von Maximilien nicht lesen, was in ihm dabei vorging.
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Re: Der Tross nach Ehveros

#36

Beitrag von Ciel Felicien de Souvagne » Mi 14. Feb 2018, 20:02

Endlich war wieder Ruhe eingekehrt. Die Pferde, die kurzzeitig ganz schön angezogen hatten, liefen wieder ruhig. Die Gefahr schien gebannt. Er schob die Gardine etwas beisete und schaute aus dem Fenster. Einer der Gardisten hatte Stellung neben der Kutsche bezogen, was Ciel lobenswert fand. Leider konnte er sich dessen Gesicht nicht merken, da er einen Helm trug. Fast hatte er den Eindruck es wäre der selbe Gardist, welcher dereinst ein Aber in sein Angesicht gesprochen hatte. Wenn dem so war, hatte er es durch seinen Eifer soeben wieder gut gemacht.

Als die Eskorte kam, zog Ciel die Gardine des Kutschenfensters auf, damit sie die fremden Reiter betrachten konnten.

"Unsere haben eindeutig mehr Schneid, was meinst du, Dreaux? Aber schau mal, dort, die Edelfrau. Ob das Ricarda ist?"
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Re: Der Tross nach Ehveros

#37

Beitrag von Edoardo Lombardi » Mi 14. Feb 2018, 20:18

Nach dem der Strolch der sie angriff sicher verwahrt war und der Duc Befehl gab weiter zu ziehen, setzte sich Edoardo mit dem Rest des Tross in Bewegung. Eine gute weile blickte er noch angespannt die Umgebung ab und ritt neben der Kutsche von Ciel. Als er merkte das es wohl keine unmittelbare Gefahr mehr geben d√ľrfte entspannte er sich und lies sich wieder nach hinten fallen.

Die weitere Reise verlief ohne weitere Zwischenf√§lle was der Gardist sehr begr√ľ√üte. Der Tross wuchs an und auch die Anzahl ihrer kleineren Begleitern den Zwergen wurde gr√∂√üer. Edoardo musterte interessiert die dazu gekommenen Personen des Zwergenvolkes. Auch sie hatte wie Ihr K√∂nig ungew√∂hnliche Reittiere, Ziegen so gro√ü wie Ponnys. Sie schienen auch nicht alle Krieger zu sein. Einge trugen keine schwere R√ľstung, aber jeder von ihnen hatte wie es sich f√ľr einen Zwerg geh√∂rte Bart.

Kurz vor √ľberqueren der Grenze zu Ledwick bekamen sie weitere Gesellschaft. Edoardo griff instinktiv in Richtung seines Bastardschwertes. Anders als von ihm bef√ľrchtet war es kein √úberfallkommando oder Raubritter. Es war eine f√ľr den Tross ausgeschickte Escorte. Der Griff um den Schwertknauf lockerte sich bei Edoardo. Dennoch sp√ľrte er weiterhin ein Gewisses Gef√ľhl des Misstrauens.
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Re: Der Tross nach Ehveros

#38

Beitrag von Archid Ceallach » Mi 14. Feb 2018, 21:10

Golir Greifenfeder:

Golir riet auf seiner Bergziege gem√§chlich dahin. Der gro√üe Schild der an der Seite der Ziege hing wackelte hin und her. Auf der anderen Seite war ein gro√üer Beutel. Golir war einer der Zwerge die keine schwere R√ľstung trugen. Er hatte lediglich ein Kettenhemd und Panzerhandschuhe an. Zusammen mit den anderen Zwergen hielt er sich am hinteren Mittelteil des Trosses auf. Dem Zwerg entging bei Ihrem zusammenschluss mit dem Tross der Menschen kurz zuvor nicht das sie von vielen beugt wurden.

Golir seinerseits beobachtete auch die Menschen mit einigem Interesse. Als Mitglied des Zwergenrates und auch als Artefaktmagier kam er nicht oft aus der Hauptstadt heraus und schon gar nicht aus dem Reich der Zwerge. Deswegen ergriff er auch die Möglichkeit die sich ihm bot als sein König Vertreter ihres Volkes mitnehmen wollte nach Ehveros. Mit einem zufrieden Gesichtsausdruck bahnte er sich gemeinsam mit seiner Bergziege und den anderen Zwergen einen Weg zu ihrem Ziel.

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Re: Der Tross nach Ehveros

#39

Beitrag von Dreux Gifford de Souvagne » Mi 14. Feb 2018, 21:28

Dreux war froh, dass die restliche Reise ohne weitere Komplikationen verlaufen war. Immerhin war er gegen den Willen seines Vater hier. Zuhause sa√ü zur Zeit Gregoire auf dem Thron, hielt die Macht √ľber Souvagne in der Hand und erledigte s√§mtliche Amtsgesch√§fte. Dies w√§re eigentlich seine Aufgabe gewesen, aber Dreux wollte es sich nicht nehmen lassen, einen Blick auf Ricarada, die zuk√ľnftige Gro√üherzogin von Ehveros zu werfen.

Zudem freute er sich √ľber die gemeinsame Reise mit Ciel. Das Verbotene gab der Reise einen besonderen Reiz. Nur wollte Dreux nicht auf Souvagnischem Boden von seinem Vater erwischt werden. Die Reaktion war klar, sein Vater w√ľrde ihn postwendend nach Hause schicken.

Also hatte er sich w√§hrend der Reise so still wie m√∂glich zu verhalten. Der Angreifer hatte zum Gl√ľck seine Tarnung nicht auffliegen lassen. Als die fremde Eskorte auftauchte, schaute Dreux ebenfalls kurz aus dem Kutschenfenster. Er staunte nicht schlecht, weibliche Chevalier.

"Weibliche Chevalier Ciel, eine Frau auf dem Thron, was kommt als n√§chstes in Ehveros? Weibliche Schmiede? Oh warte noch besser, weibliche Gesch√§ftsleute. Frauen die eigene L√§den f√ľhren oder Banken. Auf der anderen Seite sehen sie ganz sch√∂n wehrhaft aus, dass muss man ihnen lassen. Aber ich stimme Dir zu, unsere haben mehr Schneid", grinste Dreux.

Als eine der Reiterinnen neben ihre Kutsche ritt, ließ er die Gardine wieder vors Fenster fallen, damit sie keinen Blick hinein werfen konnte.

"Ob die Frau Ricarda ist wei√ü ich nicht Ciel, aber warum sollte sie uns pers√∂nlich empfangen? Nun vielleicht aus reiner Neugier? Wir sind ja auch dem gleichen Grund unterwegs zu ihr. Ich muss gestehen, nun ich bin neugieriger als vorher", schmunzelte Dreux und lie√ü sich gem√ľtlich in die Polsterung herab sinken.

"Mir stellt sich gerade die Frage, weshalb Vater lieber reitet als wie wir in einer Kutsche zu reisen. Hast Du ihn das einmal gefragt? Er muss sich da draußen doch sonst was abfrieren. Er könnte sich ebenso eine wohlige Kutsche einrichten lassen und dort mit Fabien die Zeit totschlagen. Wenn die Kutsche groß genug wäre, könnte er dort lesen und seinen Tee trinken oder sogar schlafen", warf Dreux ein.

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Comte Massimo de la Cantillion
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Re: Der Tross nach Ehveros

#40

Beitrag von Comte Massimo de la Cantillion » Sa 17. Feb 2018, 00:19

Massimo

schaute auf die S√ľmpfe. Zuhause schaute er auf das Meer. Als die Fremden unter Waffen sich n√§herten, schloss er seine Hand um sein Schwert. Aber es waren Ritter aus Ehveros um zu sie zu begr√ľssen. Einer begr√ľsste sie. Der Rest zeigte nicht seine Gesichter und √∂ffnete das Visier. Das war unh√∂flich. Massimo blieb vorsichtig. Nur wer was zu verbergen hatte, l√ľftete nicht das Visier. Die Banner konntem gestohlen sein und die echte Garde lag schon tot im stinkenden Sumpf und faulte vor sich hin. Ehrenm√§nner begegneten sich mit offenen Visier. Massimo warnte seine Br√ľder und Jules gedanklich.

'Ehrenleute zeigen ihr Gesicht. Mit der Garde stimmt was nicht. Falls das √ľberhaupt die Garde von Ehveros ist. Wer weiss wer dahinter steckt. Die Banner k√∂nnen gestohlen sein und die Garde ermordet. Ich vermute ein Hinterhalt. Sagt es weiter.'

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