Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterlie├čen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf├Ąngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. W├Ąhrend die Urv├Âlker auf Altbew├Ąhrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. Geheimb├╝nde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Monsterjagd

Das Geisterhaus
Die Geister waren bis zum Jahr 202 eine erfolgreiche Gilde von Auftragsm├Ârdern. Jedoch bot das Leben im Geisterhaus mehr als nur ein gesichertes Einkommen, sondern auch ein zu Hause f├╝r Verlorene. Wichtigste Aufnahmebedingungen waren absolute Loyalit├Ąt und Verschwiegenheit - sonst endete man rasch selbst auf der Todesliste. Die ehemaligen Geister verdienen ihren Lebensunterhalt heute auf ehrbare Weise als "Fantomes" in Souvagne.
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Davard von Hohenfelde
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Re: Monsterjagd

#21

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Do 21. Dez 2017, 18:18

Dave lehnte sich an Varmikan an, da er dessen N├Ąhe ben├Âtigte. Urako und Gasmi hatten mit einigen Punkten Recht, aber nicht mit allen. Varmikan legte ihm einen Arm um die H├╝fte und stupste ihn mental an, als Zeichen dass er bei ihm war.

"Zu allererst, nat├╝rlich werde ich Euch beide verbinden. Das ist kein Problem f├╝r mich und ich mache das gerne f├╝r Euch. Zum Thema l├╝gen, tja ich m├╝sste erneut l├╝gen, w├╝rde ich behaupten wir haben es nicht getan. Gedacht habe ich nicht gerade viel, bezogen auf unser Verh├Ąltnis. Wir hatten mehrfach unseren Spa├č miteinander und dabei habe ich mich in Deinen Mann verliebt. Das ist die Wahrheit. Nur hatte ich den Vorteil, dass mein Mann davon wusste und es erlaubte. Er war Teil dieser Dreiecksbeziehung.

Wie zu Anfang schon gesagt, war es nie unsere Absicht Dir zu schaden. Es war unsere Absicht, Spa├č zu haben. Meine pers├Ânliche Absicht war, weder Varmikan noch Urako zu verlieren. Fr├╝her hatte ich niemanden und nun hatte ich zwei Personen an meiner Seite. Ich meine das muss Dich selbstverst├Ąndlich nicht interessieren, aber meine Probleme was die Partnersuche anbelangt, hast Du ja mitbekommen und mir auch Tipps gegeben. Das ich auf dem falschen Feld nach falschen Fr├╝chten suchte, wusstest damals weder Du noch ich.

Zuk├╝nftig werde ich die Wahrheit sagen und sprechen sobald ich mir etwas w├╝nsche oder mir etwas nicht passt. Versprochen.

Geht es nach mir, dann m├Âchte ich Euch ebenso wenig verlieren. Ihr bedeutet mir beide viel, sonst w├╝rde ich hier nicht mit Euch zusammen wohnen. Du Gas nat├╝rlich aus einem anderen Grund als Urako. Mehr wei├č ich dazu nicht zu sagen",
erkl├Ąrte Dave leise.

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Re: Monsterjagd

#22

Beitrag von Varmikan Eisseher » Do 21. Dez 2017, 18:34

Varmikan h├Ârte sich beruhigt alles an. Sie alle blieben ruhig, so konnte er auch ruhig bleiben. Das was Gasmi ├╝ber Puschel und Dave gesagt hatte, konnte er nur unterschreiben. Sie sollten sprechen, anstatt weg zu laufen. Aber beide hatten schon eingelenkt, also gab es keinen Grund, dazu noch seinen Senf dazu zu geben.

"Eigentlich tragen weder Dave noch Puschel die Schuld, sondern alleine ich. Es fing in der Schreibstube an. Dort habe ich es mit Dave krachen lassen. Urako kam zuf├Ąllig dazu und ich habe daf├╝r gesorgt, dass Dave ihm einen Freundschaftsdienst erweist.

Das habe ich mehrfach getan. Gut die beiden h├Ątten sich meinen Spielchen verweigern k├Ânnen. Das haben sie nicht getan, sie haben auch ihren Spa├č dran gefunden. Dennoch ist das Ganze auf meinem Mist gewachsen.

Damit wollte ich Dave nicht schaden, oder ihn weiterreichen wie ein St├╝ck Fleisch, sondern ich wollte, dass er auch andere Spielarten kennenlernt, damit er es sich nicht woanders holt, ohne meine Erlaubnis. Ich dachte so k├Ânnte ich ihm den Geschmack auf andere nehmen, den er vorher gar nicht hatte.

Das sich Dave in Puschel verliebt, konnte weder ich vorher sehen noch Dave oder Urako. Wie gesagt, den Stein von all dem Ganzen brachte ich ins Rollen. Und nat├╝rlich habe auch ich genossen zwei M├Ąnner im Bett zu haben. Am Ende war es eine Vereinbarung, die uns Dreien gefallen hat.

Und so habe ich Urako gebeten, sollte es mich erwischen, sich um Dave zu k├╝mmern. Bei uns Zuhause bittet man daf├╝r seinen besten Freund oder seinen Bruder. Aber ohne Sondervereinbarung, die ich mir f├╝r uns Drei heraus genommen habe.

Das wir in Ruhe miteinander reden k├Ânnen ohne uns an die Gurgel zu gehen beruhigt mich. Ich h├Ątte nicht gewusst, wie ich Dave oder mich selbst gegen Dich besch├╝tzen soll, au├čer mit Magie. Aber keiner von uns m├Âchte, dass dieser Streit eskaliert. Und Ihr m├Âchtet auch dass unsere Familie bestehen bleibt, genau wie ich. Ich m├Âchte dass auch sehr gerne. Zwar habe ich die Geister als Gilde, aber privat habe ich niemanden au├čer Euch. Das sind meine Worte dazu. Falls wer bestraft wird, dann ich",
erkl├Ąrte Varmikan.

Der Frostalb wollte nicht, dass Dave oder Urako f├╝r ihn bestraft wurden.

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Re: Monsterjagd

#23

Beitrag von Urako » Di 26. Dez 2017, 10:05

Urako blickte auf seine Knie, als Dave sagte, er w├╝rde ihn lieben. Er sprach in der Gegenwartsform. Es war fr├╝her kein Geheimnis zwischen ihnen gewesen, beide waren mehrfach geistig miteinander verbunden gewesen und wussten, was sie verband. Doch dass es immr noch war, ber├╝hrte Urako wegen der Mauer, die sie beide momentan trennte. Urako hatte sie errichtet, um Dave daf├╝r zu bestrafen, dass er mit einer Frau geschlafen hatte und ihn seine ganzen Abscheu und seinen Ekel sp├╝ren zu lassen. Und doch hatte auch das nicht vermocht, das Band zu durchtrennen, wie hoch, kalt und abweisend die Mauer auch war. Das Band lief einfach dar├╝ber hinweg oder darunter hindurch oder suchte sich eine Spalte.

Und der gute Varmikan nahm s├Ąmtliche Schuld auf sich.

"Das ist Bl├Âdsinn, Varmi", knurrte Urako. "Wie du selber sagst: Ich h├Ątte Nein sagen k├Ânnen, egal wie verlockend die Situation war. Ich hab`s nicht getan, sondern mitgemacht. Die gr├Â├čte Schuld trage ich, da ich Gasmi hintergangen habe. Nicht, weil der sich irgendwas zu Schulden kommen lassen hat, um ihn zu bestrafen, wie es ja auch richtig w├Ąre, sondern eiskalt aus Egoismus. Ich bin nicht gern allein, Gas ... ich will, dass du wei├čt, was ich f├╝r dich empfinde, auch oder gerade weil wir uns einen Dreier geg├Ânnt haben. Ich habs versucht zu zeigen mit meinem Blut und noch mehr kann man jemanden kaum bewachen, aber ich glaub, du verstehst es nicht.

Ich freu mich, dass du mich nicht mehr bel├╝gst. Ich mach`s auch nicht mehr. Ich war ein Schisser ... bin ich immer noch. Ich brauch dich, Gas. Du hast Recht, du bist lebensnotwendig f├╝r mich. Ich hab immer so das gro├če Maul, aber ich bin erb├Ąrmlich abh├Ąngig von Zuwendung. Drum mussten Dave und Varmi als Rettungsgringe herhalten, falls du mich nicht mehr brauchst. Und als Notbehelf, wenn du keine Zeit hast. Ich kann es nicht ertragen, keine Gesellschaft zu haben. Mir geht`s da wie Dave. Fr├╝her hatte ich niemanden. Jetzt k├Ąmpft man wie ein Vieh darum, nicht mehr allein sein zu m├╝ssen, auch mit unlauteren Mitteln. Klar ist auch das letztendlich schon wieder Egoismus. Aber dahinter stecken sehr tiefe und ehrliche Gef├╝hle f├╝r dich. Dave wird es dir zeigen.

Das Schneiden ist meine Angelegenheit. Ich habe dich und sogar Pavo oft genug gebeten, mir zu helfen, wenn es mir schei├če geht, aber ihr beide habt viel zu gro├če Hemmungen, mich zu versohlen. Vielleicht bin ich es einfach noch von fr├╝her gewohnt, f├╝r jeden Schei├č bestraft zu werden und jetzt brauch ich es. Keine Ahnung. Aber der Schmerz reinigt meinen Geist. Ich k├Ânnt mich alternativ nat├╝rlich bewusstlos saufen, wenn dir das lieber ist. Oder mir mit Drogen das Hirn wegballern. Aber ob das wirklich besser ist, als ein paar bl├Âde Narben ... der einzige Unterschied ist doch, dass man es von au├čen nicht sieht. Ich hab die Lebern von Trunkenbolden angeschaut und ihren Darm. Ehrlich, da sind die paar vernarbten Arme gar nix dagegen.

Jetzt red ich schon wieder nur von mir ... die ganz ehrliche Antwort ist wohl einfach, dass es mir egal ist, wie du dich bei all dem f├╝hlst. Weil deine Gef├╝hle sich mir unterzuordnen haben, so wie alles andere. Ich will nur, dass du mich liebst. Der Rest deiner Gef├╝hlswelt ist mir nicht so wichtig, wenn ich tief in mich reinhorche. Schei├če, bin ich ein Haufen Dreck."


Er rieb sich das Gesicht.

"Bitte, Dave. Mir wird das zu viel. Verbinde uns. Er soll es sehen. Ich glaub, ich reit uns alle sonst noch tiefer in die Schei├če."
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"Wenn Kaiser, K├Ânige und Diktatoren ruhig schlafen,
warum soll`s nicht auch der Henker k├Ânnen?"
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Re: Monsterjagd

#24

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Di 26. Dez 2017, 13:26

Dave h├Ârte zuerst Varmikan und dann Urako schweigend zu. Viel h├Ątte er auch nicht dazu sagen k├Ânnen. Varmikan nahm die Schuld auf sich. Nat├╝rlich war Varmikan nicht alleine an allem Schuld. Wie Urako sagte, sie beide h├Ątten nein sagen k├Ânnen. Dennoch war die Idee von Varmikan ausgegangen. Schuld waren sie letztendlich alle Drei. Zu einem Dreier geh├Ârten nun mal Drei - einer der ihn vorschlug und zwei die mitmachten. Da gab es nichts zu besch├Ânigen oder weg zu diskutieren. Und wehrlos war schlie├člich keiner von ihnen.

Bei den Worten ...Ich hab immer so das gro├če Maul, aber ich bin erb├Ąrmlich abh├Ąngig von Zuwendung. Drum mussten Dave und Varmi als Rettungsgringe herhalten, falls du mich nicht mehr brauchst. Und als Notbehelf, wenn du keine Zeit hast... verkniff sich Dave eine Augenbraue hochzuziehen. Sein Gesicht blieb ausdruckslos.

Sie hatten immerhin vor f├╝nf Minuten gesagt, dass sie ab nun schonungslos ehrlich miteinander umgehen w├╝rden. Dazu geh├Ârten auch solche Offenbarungen. Und letztendlich war jeder austauschbar, nicht nur er selbst, sondern auch Urako. Nichts anderes bedeuteten die Worte. Trotzdem war es nicht gerade ein prickelndes Gef├╝hl, als Notnagel bezeichnet zu werden. Allerdings war dies besser, als wenn man etwas ins Gesicht gelogen bekam, dass noch weniger den Tatsachen entsprach.

Als Urako auf seine Selbstverletzung zu sprechen kam, schwieg Dave erst Recht. Urako w├Ąhlte dort den offensiven Weg, er selbst hatte den stillen Weg gew├Ąhlt. Dave wusste nicht, ob die Bemerkung ├╝ber Alkohol und Drogen genereller Natur war, oder ob es eine Spitze in seine Richtung war.

Nach einem Moment des Nachdenkens, schloss er dann doch die Spitze aus. So weit w├╝rde Urakos Interesse f├╝r ihn wohl kaum reichen. Es ging ihm hier allein um sich und eventuell noch etwas um Gasmi um diesen nicht zu verlieren. Legitim, Gasmi war sein Mann, ansonsten h├Ątte er ihn nicht heiraten brauchen.

Trotzdem dachte er noch einen Augenblick ├╝ber die Worte nach...Ich k├Ânnt mich alternativ nat├╝rlich bewusstlos saufen, wenn dir das lieber ist. Oder mir mit Drogen das Hirn wegballern. Aber ob das wirklich besser ist, als ein paar bl├Âde Narben ... der einzige Unterschied ist doch, dass man es von au├čen nicht sieht. Ich hab die Lebern von Trunkenbolden angeschaut und ihren Darm. Ehrlich, da sind die paar vernarbten Arme gar nix dagegen...

Tja und wie sahen sie aus? Wie sah eine Leber von einem S├Ąufer aus oder dessen Darm? Wie war die Innenansicht von so einer Person? Das h├Ątte Dave schon gerne gewusst, aber vermutlich konnte er sich dann an einer Hand abz├Ąhlen, wie viel Zeit ihm noch blieb. Unwissenheit war manchmal ein Segen, dennoch musste er f├╝r Varmikan, Wolfi, Marcella und das Kleine vorsorgen. Er w├╝rde sich nachher darum k├╝mmern. Besser haben und nicht ben├Âtigen, als ben├Âtigen und nicht haben - viel ihm ein.

"Sicher verbinde ich Euch, ich gebe nur das Medium kurz die Verbindung zwischen Euren beiden Bewusstseinen", antwortete Dave ruhig.

Der Magier hockte sich auf den Boden und lie├č sich in Trance, wie auch zeitgleich in den Nexus fallen. Dave verkn├╝pfte seine Seelenf├Ąden mit denen von Urako. Dem Tiefling waren die dabei entstehenden, positiven und sehr tiefen Gef├╝hle bekannt. Er f├╝hlte sich schlagartig geborgen und umarmt. Allerdings f├╝hlte er auch, wie er in diesem Zustand etwas zur Seite geschoben wurde.

Das war n├Âtig, da Dave kurz darauf einen Teil seiner Seelenf├Ąden um Gasmis Bewusstsein schlang. F├╝r den kleinen D├╝sterling war es eine v├Âllig neue Erfahrung. Er f├╝hlte sich wohl und gl├╝cklich, zeitgleich hatte er etwas Angst vor dem Gef├╝hl. Dave ├╝bermittelte ihm beruhigende Gedanken, ehe er sich komplett aus Verbindung soweit zur├╝ckzog, dass Urako und Gasmi miteinander sprechen konnten.

"Puschel?", fragte Gasmi vorsichtig.

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Re: Monsterjagd

#25

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Mo 26. M├Ąr 2018, 17:02

Weiter gehts es im Thread: Der neue Weg f├╝hrt nach Souvagne

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http://asamura.de/viewtopic.php?f=60&t=1378

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