Seid gegr├╝├čt, Reisender!

Auf der Suche nach einem Abenteuer, was? Dann seid Ihr hier genau richtig, in einer Welt von edlen Rittern und dreckigen Halunken, m├Ąchtigen Magiern und fantastischen Wesen. Auch f├╝r Euch wird ein Pl├Ątzchen zu finden sein. Traut Euch und tretet ein in eines der aktivsten deutschsprachigen Forenrollenspiele der freien Fantasy! F├╝r Neulinge gibt es den Novizenbereich, wo Ihr alles Wissenswerte ├╝ber das Spiel erfahrt. In der Weltenbibliothek findet Ihr alle wichtigen Informationen zu unserer Welt. Und wenn ich Euch einen Rat geben darf - gesellt Euch doch einfach mal beim Stammtisch dazu, wo auch Neulinge ohne Ortskenntnis rasch Bekanntschaften schlie├čen.

In der Wachstube

Souvagne ist politisch neutral und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt.
Gro├čherzogtum Souvagnen
Das almanische Gro├čherzogtum Souvagne ist gepr├Ągt von sanfte H├╝geln, auf denen Weinbau betrieben wird, fruchtbaren Feldern und weiten Obstplantagen. Souvagne h├Ąlt sich aus Kriegen gr├Â├čtenteils heraus und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Stattdessen setzt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne auf politische Neutralit├Ąt. Von allen Herrschern ist er der Gem├Ą├čigtste. Die Grenzen Souvagnes wurden inzwischen gr├Â├čtenteils durch eine Wallanlage gesichert. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.
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Re: In der Wachstube

#11

Beitrag von Edoardo Lombardi » Mi 25. Apr 2018, 20:45

Es war Zeit f├╝r den Wachdienst, mit Verwunderung stellte Edoardo fest das Robere dort sa├č.
Auf dessen Frage verzog er kein St├╝ck die Mine.

ÔÇ×Und was sollten wir? Solange du dich von Nathan mit deinen Standard Praktiken fern h├Ąltst ist alles in Ordnung,ÔÇť sagte der Gardist in einem ruhigen fast gelangweilten Ton.
ÔÇ×Ich h├Ątte dann meine Ausr├╝stung gern. Wir sind beide im Dienst und haben bessere zu tuhen. Als Private Angelegenheiten.ÔÇť
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Re: In der Wachstube

#12

Beitrag von Robere » Do 26. Apr 2018, 09:17

Roberes Gesicht verfinsterte sich.

"Was wir sollten? Mir w├╝rde da Einiges einfallen. Du hast meinen rechten Arm ausgekugelt. Und dir damit einen Freifahrtsschein ins Verlies B verdient. Du kannst es dir aussuchen: Vergeltung oder Wiedergutmachung. So bleibt das nicht stehen. Such es dir aus.

Von dem pink gekleideten Milchbubi kann ich mich gern fernhalten, wenn das alles ist - er kommt von ganz allein zu mir."

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Rechenschaft

#13

Beitrag von Robere » Fr 4. Mai 2018, 03:50

Maximilien Rivenet de Souvagne
An der Wachstube hielt er an und ging hinein. Er ging schnurstracks zu Bellamy und beorderte die anderen mit einem Handzeig nach drau├čen. ┬╗Wir haben zu reden. Ciel Du wolltest zuerst - bitte┬ź, sagte Maximilien.

Bellamy
Bellamy schaute erstaunt Ciel und Maximilien an, erhob sich und verneigte sich vor beiden. ┬╗Wie kann ich Euch helfen Herr?┬ź, fragte er.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel lie├č sich nicht anmerken, dass es ihm ganz und gar nicht passte, dass er nun dem Palaisin sagen sollte, was Sache war. Ciel stellte sich mit todernstem Gesicht vor dem viel gr├Â├čeren und breiteren Bellamy hin. Die R├╝stung lie├č den Gr├Â├čeunterschied noch extremer wirken. ┬╗Man hat mir zugetragen, dass Sie und ein anderer Leibgardist meinen ehemaligen Leibdiener Nathan Garc├Ča sexuell missbraucht h├Ątten. Was k├Ânnen Sie mir dazu sagen?┬ź, fragte er so neutral wie er konnte.

Bellamy
Bellamy starrte Ciel wie vom Donner ger├╝hrt an. ┬╗Ich habe Euren Leibdiener nicht angefasst!┬ź, keuchte der Palaisin.

Maximilien Rivenet de Souvagne
┬╗Das stimmt┬ź, antwortete Maximilien. ┬╗Aber Du hast es zugelassen, dass sich Robere w├Ąhrend seiner Dienstzeit einfach an dem unschuldigen Mann vergehen konnte. Und zwar derart, dass Nathan danach einen Medicus aufsuchen musste. Er war verletzt, hatte geblutet und bedurfte einer ├Ąrztlichen Behandlung. Dies ist nicht das Vorgehen, dass wir eines Palaisin als w├╝rdig erachten Bellamy┬ź, warnte Maximilien.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel blickte kurz zu seinem Vater her├╝ber, der ihm die Information zugetragen hatte. Dann sah er wieder Bellamy an. Er war froh, dass es zumindest nicht Bellamy pers├Ânlich gewesen war. Wer wusste, in welchem Zustand Nathan sonst w├Ąre.

Bellamy
┬╗Was Robere getan hat, daf├╝r kann ich nichts┬ź, versuchte sich Bellamy zu rechtfertigen.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Wussten Sie davon?┬ź, wollte Ciel wissen.

Maximilien Rivenet de Souvagne
┬╗Eure Erkl├Ąrungsversuche sind erb├Ąrmlich Bellamy. Wenn Ihr derma├čen schlecht Eure Truppe im Griff habt, dann solltet Ihr keine Truppe leiten. Eine berechtigte Frage - wusstet Ihr davon?┬ź, hakte Max nach.

Bellamy
┬╗Ich wusste nur, dass Nathan ein Auge auf Robere geworfen hatte und st├Ąndig hier wie eine hei├če Katze herumschlawenzelte nach einem - entschuldigt Herr und Hoheit - Fick┬ź, erkl├Ąrte Bellamy.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel konnte kaum glauben, was er da h├Ârte. ┬╗Wo ist dieser Robere jetzt? Wir sollten ihn vielleicht auch anh├Âren┬ź, schlug er seinem Vater vor.

Maximilien Rivenet de Souvagne
┬╗Ruft ihn her, sofort!┬ź, befahl Max hart.

Bellamy
Bellamy nickte und rief nach Robere, in der Hoffnung dass dieser auch k├Ąme

Robere
Es dauerte nicht lange und der Ruf war von jenen, die ihn geh├Ârt hatten, bis zu Robere in die Waffenkammer weitergetragen worden. Er beeilte sich, zur Wachstube zu kommen. Zwei de Souvagnes standen da. Bellamy sah nicht aus, als waren sie gekommen, um ihm eine Auszeichnung zu ├╝berreichen. Mit einem sehr mulmigen Gef├╝hl trat er ein und schloss die T├╝r hinter sich. Er verneigte sich erst vor Maximilien, dann vor Ciel und dann gr├╝├čte er Bellamy mit milit├Ąrischem Gru├č.

Maximilien Rivenet de Souvagne
┬╗Uns wurde zugetragen, dass Ihr das pers├Ânliche Eigentum meines Sohnes, Nathan Garcia sexuell missbraucht habt. M├Âchtet Ihr hierzu Stellung nehmen, bevor Ihr Euer Urteil vernehmt?┬ź, fragte Maximilien.

Robere
Robere blickte einen Moment zu Bellamy, in der Annahme, dieser h├Ątte ihn verpfiffen. Dann versuchte er sich zu erkl├Ąren. ┬╗Der Kleine hat sich mir angeboten. Er hat regelrecht danach gebettelt. Ich habe ihm gesagt, dass ich die h├Ąrtere Spielart mag und er war damit einverstanden. Er hat sich allein ausgezogen und allein geb├╝ckt. Ich habe ihn weder grob angepackt noch ihn dazu gezwungen. Alles geschah im gegenseitigen Einvernehmen.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
┬╗Nun ein Einvernehmen w├Ąre es dann, wenn sich der Gegenpart der Konsequenzen bewusst ist. Dies war Nathan nicht und dies habt Ihr gewusst. Ihr habt seine Unwissenheit und seinen Wunsch nach N├Ąhe und Sexualit├Ąt auf sch├Ąrfste missbraucht. Da Ihr die h├Ąrtere Gangart m├Âgt, wie Ihr erkl├Ąrt habt, findet Ihr auch sicher Spa├č an Eurer Bestrafung. Sie werden ├Âffentlich an den Pranger gestellt und vor den Augen des Volkes mit einem entsprechenden Holzpr├╝gel ebenfalls so lange penetiert, bis ihnen die Puste ausgeht, oder dem Henker. Danach darf die ├ľffentlichkeit entscheiden ob dies ein Hintern oder ein Krapfen mit Loch ist. Bellamy wird ihnen dabei Gesellschaft leisten. Er erh├Ąlt die selbe vorz├╝gliche Behandlung von Dominic. Ob er dann immer noch schweigt, wird sich erweisen┬ź, erkl├Ąrte Maximilien.

Bellamy
Bellamy wurde wei├č wie eine Wand und starrte dann Robere giftig an. ┬╗Aber Herr, ich habe nicht Hand an Nathan gelegt┬ź, warf er ein.

Maximilien Rivenet de Souvagne
┬╗Richtig - das habt Ihr nicht. Aber Ihr habt dem Mann auch nicht geholfen, wie es Eure Aufgabe als Gardist gewesen w├Ąre. Ferner habt Ihr Euren Untergebenen nicht davon abgehalten. Ihr habt Euch, Euren Stand und vor allem uns entehrt. Ihr habt Euer Urteil vernommen. Findet Ihr Euch selbst umgehend im Kerker ein, oder m├╝ssen wir Euch durch die gesamte G├Ąsteschar abf├╝hren lassen? Bei letzterem werdet ihr nach der Trauung vor allen G├Ąsten bestraft. ├ťberlegt es Euch┬ź, warnte Max.

Robere
Robere wurde ebenfalls wei├č. ┬╗Herr, woher sollte ich denn wissen, dass der Kleine unerfahren ist? Ich kann Leute benennen, die es bezeugen, dass er sich mir aufdr├Ąngte! Ich hatte keine Ahnung, dass er neu im Gesch├Ąft ist, wir haben nicht viel miteinander gesprochen.┬ź Bellamy starrte ihn feindselig an und Robere kam daraufhin zu dem Schluss, dass er es nicht gewesen war, der ihn verpfiffen hatte. ┬╗Wir waren in einer Abstellkammer, Palaisin Bourgois konnte davon nichts wissen.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
┬╗Das ist bedauerlich, dass der Palaisin seine Leute und deren Neigungen so wenig kennt. Und es ist ├Ąu├čerst bedauerlich f├╝r Euer beider Rektum, dass Ihr nicht wenigstens ein Wort mit Nathan vor dem Akt gewechselt habt┬ź, sagte Max.

Robere
Robere wurde kotz├╝bel.

Bellamy
Bellamy versuchte aufzustehen, musste sich dabei aber am Tisch abst├╝tzen. ┬╗Ausgekugelter Arm! Von wegen ausgekugelter Arm┬ź, zischte er und wankte Robere hinterher.

Maximilien Rivenet de Souvagne
Max zog eine Augenbraue hoch. ┬╗Gehen die schon breitbeinig?┬ź, fl├╝sterte er Ciel zu.

Robere
┬╗Der ist wirklich ausgekugelt gewesen┬ź, murrte Robere leise. ┬╗Sie haben ihn doch selber wieder eingerenkt. Woher soll ich wissen, dass der Zwerg so empfindlich ist?┬ź

Bellamy
┬╗Was hast Du ihm denn alles reingestopft au├čer Deine Lunte?┬ź, knurrte Belly.

Robere
┬╗Nur die┬ź, maulte Robere zur├╝ck. ┬╗So schlimm war es gar nicht. Der hat nicht mal gequiekt. Keinen Mucks hat der von sich gegeben.┬ź

Bellamy
┬╗Ja scheinbar hast Du ihn derma├čen gesto├čen, dass er verletzt war und Dich noch erwischen lassen Du Trottel┬ź, fauchte Belly.

Robere
┬╗Das ist normal, dass es blutet┬ź, fand Robere. ┬╗Keine Ahnung, woher die das ├╝berhaupt wissen, das hat eigentlich keiner Gesehen au├čer Etienne, der da auch mit Dienst hatte, aber der plaudert nicht. Der Kleine muss gepetzt haben.┬ź

Bellamy
┬╗Wie? Der Duc war im Ausland bei den Ehverossern! Etienne die Sau hat uns verpfiffen┬ź, st├Âhnte Belly.

Robere
┬╗Nee, das glaub ich nicht┬ź, sinnierte Robere. ┬╗Aber mann kann`s rausfinden. Ich kann Boldi sagen, dass er mal deutlich nachfragt.┬ź Robere kramte nach seinem Pfeifenkraut und drehte sich nerv├Âs eine Rauchstange. Vermutlich die Letzte f├╝r lange Zeit. ┬╗Auch eine?┬ź

Bellamy
┬╗Ja bitte. Man! Meinte der Duc das ernst dass er uns in aller ├ľffentlichkeit durchdonnern l├Ąsst?┬ź

Robere
Robere reichte ihm die Rauchstange und drehte sich eine neue. ┬╗Ich hoffe nicht! Ich meine, mal ehrlich, der Kleine wollte es, der hat danach gebettelt. Muss man sich das jetzt immer schriftlich geben lassen?┬ź Mit zittrigen Fingern z├╝ndete er seine Rauchstange an.

Bellamy
┬╗Ja scheinbar und vorher vorher testen ob er gut ge├Âlt ist┬ź, grinste Belly.

Robere
Robere grinste zur├╝ck. ┬╗Vielleicht ist das ja nur eine leere Drohung gewesen, zur Abschreckung. Sie sind der Palaisin, das k├Ânnen die nicht machen.┬ź

Bellamy
┬╗Ja genau, ein b├Âser Scherz zur Hochzeit. Er w├╝rde uns doch nicht vor der Hochzeitsgesellschaft mit dem Dildo traktieren┬ź, gr├╝belte Belly laut und rauchte nerv├Âs

Robere
┬╗Nein, hinterher w├╝rden Sie sich ja nirgends mehr blicken lassen k├Ânnen. Damit w├╝rden die ja Ihr ganzes Ansehen zerst├Âren, das geht nicht. Da w├╝rde der Max sich selbst ins Bein schie├čen.┬ź

Bellamy
┬╗Aber was ist, wenn er es doch tun wird?┬ź, fragte Bellamy und es gelang ihm nicht ganz die Panik aus seiner Stimme herauszuhalten.

Robere
┬╗Dann wird`s schmerzhaft┬ź, antwortete Robere und stie├č Rauch aus seinen Nasenl├Âchern. ┬╗Schei├če, Mann. Schei├če! Kann man das irgendwie wieder gerade biegen? Mit `ner Entschuldigung oder so?┬ź

Bellamy
┬╗Wie biegen? Ich will nichts gebogen bekommen? Kann dieser kleine Bastard von Nathan nicht sagen, dass es freiwillig war? Das war es doch oder?┬ź, hakte Belly nach.

Robere
┬╗Ja klar war es das! Es war genau so, wie ich das gesagt hab! Er kam von allein angeschissen und lief mir hinterher wie Schleppschei├če. In `nem pinken Fummel. Was h├Ątte jeder normale Mensch da gemacht? Der hat mir sogar ein Geschenk gegeben.┬ź Robere zog das Springmesser raus und reichte es Bellamy, damit der es anschauen konnte. ┬╗Schei├če, wir m├╝ssen Boldi sagen, dass er den Giftzwerg davon ├╝berzeugen muss, zu sagen, dass es wirklich so war!┬ź

Bellamy
┬╗Ja aber sowas von! Sonst sind wir in den Arsch gefickt. Mit Holzkn├╝ppel. Vermutlich so dick wie... ich will nicht dr├╝ber nachdenken. Ich dachte Du h├Ąttest ihn tats├Ąchlich durchgesimst bis ihm die T├Âne schwanden┬ź, grinste Belly.

Robere
┬╗Das hab ich, aber das ├Ąndert nichts daran, dass er das genau so wollte. Der steht drauf. Die k├Ânnen es nicht ├╝bertreiben, an so was kann man auch krepieren. Ihr seid ja der Palaisin vom Ex-Duc, da wird das schon nicht so hart ausfallen.┬ź Er hielt beim Rauchen Ausschau, ob jemand vorbeikam, damit derjenige Boldisz├ár holte, bevor sie beide im Knast waren und nicht mehr an ihn herankamen.

Bellamy
┬╗Na toll - Tod durch Snu Snu┬ź, lachte Belly, als ihm einfiel dass er es war, fluchte er ungehindert mindestens f├╝nf Minuten lang.

Robere
Robere feixte beim Rauchen. Was sollte er auch sonst machen? Er wartete, bis einer vorbeikam, trug demjenigen auf, den Coutilier zu holen.

Boldiszàr
Kurz darauf stand Boldisz├ár vor den beiden. Er gr├╝├čte den Palaisin und Robere gr├╝├čte ihn. ┬╗Alles klar?┬ź, fragte er, als er sah, wie die beiden dreinblickten und dass sie mitten im Dienst ungeniert qualmten.

Bellamy
┬╗Nein nichts ist klar und soll die Rosette bis zu den Mundwinkeln gedehnt werden┬ź, kreischte Belly vor Wut.

Robere
┬╗Und auch noch ├Âffentlich! Wegen dem pinkten Giftzwerg, der hat rumgejammert, weil`s ein bisschen weh getan hat!┬ź, reihte Robere sich in die Wuttirade ein.

Boldiszàr
Boldisz├ár nickte. ┬╗Sch├Ân f├╝r euch. Aber was soll ich da jetzt machen?┬ź

Bellamy
┬╗Wie was sollst Du machen? Hol den Zwerg her, damit er unsere Unschuld best├Ątigt, vor allem meine!┬ź, donnerte Bellamy w├╝tend. ┬╗Ich habe damit nichts zu tun und Robere hat nur einen weggesteckt. Daf├╝r sollen wir auf Links gedreht werden┬ź, keuchte Bell.

Boldiszàr
Boldiszàr beeilte sich, davonzukommen, als Bellamy derart ausrastete. Die Lage war mehr als Ernst. Er fragte sich, wie er es anstellen sollte, den Leibdiener des Duc an so einem Tag von seinem Herrn wegzubekommen.

Robere
Roberes Kippe war zu Ende geraucht. ┬╗Was machen wir jetzt? Ich meine, sollen wir echt in den Knast gehen?┬ź

Bellamy
┬╗Wir m├╝ssen, sonst hetzt er uns die Garde oder das Milit├Ąr auf den Hals. Oder seine privaten drei Leibw├Ąchter, oder die HImmelsaugen oder die ganzen Hochzeitsg├Ąste!┬ź, st├Âhnte Bell.

Robere
┬╗Wir k├Ânnten aber langsam gehen oder auf Boldi warten┬ź, schlug Robere vor.

Bellamy
┬╗Ja besser ist das, sonst bekommen wir noch die Nudel abgehakt, wegen Befehlsverweigerung. Hast Du noch eine Kippe f├╝r mich?┬ź, bat Belly.

Boldiszàr
Robere drehte erst Belly und dann sich selbst eine neue Rauchstange, w├Ąhrend Boldi durch den Palast rannte und Dreaux samt Anhang suchte, bis er die beiden fand. ┬╗Hoheit, darf ich kurz Euren Leibdiener mitnehmen? Seine Anwesenheit wird vom Palaisin verlangt, es ist wichtig.┬ź

Dreaux
┬╗Nein, verschwindet┬ź, sagte Dreux und machte eine wegwerfende Handbewegung.

Boldiszàr
┬╗Es ist WIRKLICH wichtig┬ź, versuchte Boldisz├ár es ein weiteres Mal. ┬╗Sonst wird Bellamy umgekrempelt!┬ź

Linhard
Linhard musterte den Gardisten und Nathan.

Dreaux
┬╗Bitte was? Wie sollte man einen Menschen, von mir aus, Nathan wir folgen diesem Herrn zu dem Palaisin und wehe es ist nicht wichtig, an diesem Tag. Dann lass ich ihn an den Eiern an das Haupttor nageln!┬ź, knurrte Dreux.

Boldiszàr
In geb├╝hrendem Abstand folgte Boldisz├ár dem Duc samt Anhang. Was auch immer los war, er hoffte, das w├╝rde die Sache wieder ins Lot bringen. Robere war in seiner Einheit und der sollte nicht umgekrempelt werden. Vor allem aber hatte er keine Lust auf ├ärger mit Bellamy. Bellamy war in Ordnung, er lie├č ihnen viel durchgehen und sie dankten es ihm mit bedingungsloser Loyalit├Ąt.

Dreaux
Dreux kam in die Stube gefegt wie der Herrscher der er im Moment auch wahr. ┬╗Es wurde nach meinem Nathan verlangt. Meinem pers├Ânlichen Leibdiener. Weshalb?┬ź, fragte Dreux im scharfen Ton.

Bellamy
┬╗Herr, wir wurden beschuldigt Nathan missbraucht zu haben von Eurem Va... jemandem. Und Nathan kann unsere Unschuld bezeugen┬ź, sagte Bellamy untert├Ąnigst.

Nathan
┬╗Ich, ├Ąh, ├Ąh, also, Robere und ich, also, wir ha-haben mit-miteinander, also er hat mit mir, mit mir...┬ź Nathan bekam vor later Aufregung kaum einen Ton raus.

Dreaux
┬╗Hattest Du mit diesem Mann Sex Nathan?┬ź, fragte Dreux.

Nathan
┬╗Ja┬ź, piepste Nathan.

Dreaux
┬╗War der Sex freiwillig?┬ź, fragte Dreux weiter.

Nathan
┬╗Ja┬ź, antwortete Nathan, froh, dass sein Herr es ihm mit Ja-Nein-Fragen einfacher machte.

Robere
┬╗Seht ihr!┬ź, rief Robere triumphierend.

Dreaux
┬╗Hat er Dir wehgetan?┬ź, fragte Dreux.

Nathan
┬╗Ein, ein, ein bisschen┬ź, antwortete Nathan leise.

Bellamy
┬╗Er war freiwillig bei Robere, Herr. Schafft Euren Vater bitte her, damit er es mit eigenen Ohren h├Ârt┬ź, bat Belly.

Robere
┬╗Ich hatte ihm gesagt, dass es zwicken k├Ânnte┬ź, warf Robere ein.

Dreaux
┬╗Wie hat es geschmerzt┬ź, fragte Dreux und funkelte Robere und Belly an.

Nathan
┬╗Ich, ich war ein bisschen krank, weil, weil, weil ich geblutet hatte. Ich hatte Fieber und eine, eine Entz├╝n-z├╝ndung. Benito hat mir eine Sa-Salbe gegeben, danach ging es bald besser.┬ź

Dreaux
┬╗Ah in Ordnung vielen Dank Nathan┬ź, sagte Dreux freundlich und drehte sich zu Belly und Robere um. ┬╗Die beiden werden nackt ausgepeischt, 50 Hiebe pro Mann!┬ź, befahl Dreux w├╝tend. ┬╗Geht es Euch etwa nicht gut, so mit einem Diener umzugehen und dann noch mit meinem leibdiener? Ich werde Euch benehmen beibringen lassen! Ihr seid zu unserem Schutz da und nicht um die Leute zu misshandeln! Abf├╝hren! Sofort!┬ź

Robere
Robere ging ein St├╝ck in die Knie. ┬╗Herr, ICH war es┬ź, sagte er. Er war nicht gerade ein netter Zeitgenosse, aber seine Kameraden waren alles, was er hatte. ┬╗Gebt mir die 50 f├╝r den Palaisin mit.┬ź

Dreaux
Dreux schnaubte. ┬╗Du wagst es mein Urteil anzuzweifeln? Wo war der Palaisin - der Mann des Schutzes als Nathan ihn ben├Âtigte? Wo? Ihr teilt Euch die Hiebe!. Und danach werdet Ihr Euch bei Nathan auf angemessene Weise entschuldigen. Kommt mir so etwas noch einmal zu Ohren, Gnade Euch Ainuwar!┬ź, sagte Dreux ├Ąu├čerst erbost.

Robere
Robere verneigte sich. Er wagte weder, noch etwas zu entgegnen, noch Nathan einen hasserf├╝llten Blick zuzuwerfen.

Boldiszàr
Im Hintergrund stand Boldisz├ár stocksteif da und versuchte, m├Âglichst gelassen zu wirken. Es nagte an ihm, dass er nichts tun konnte, aber er wollte auch nicht selbst ins Kreuzfeuer des w├╝tenden Ducs geraten.

Bellamy
┬╗Herr Euer Vater hat uns bereits eine Strafe erteilt, d├╝rften wir bitten nur Eure Strafe erhalten?┬ź, flehte Bellamy, der keine Rosette wie einen Krapfen erleiden wollte.

Dreaux
┬╗Oh Vater ist wieder da, wie erquicklich. Hast Du geh├Ârt Nathan┬ź, freute sich Dreux. ┬╗Wie lautete die Strafe?┬ź, fragte er Robere.

Robere
Robere versuchte, sich den Wortlaut ins Ged├Ąchtnis zu rufen. ┬╗Wir sollen am Pranger vor den Augen des Volkes mit einem Holzpr├╝gel bearbeitet werden┬ź, antwortete er.

Dreaux
┬╗Verdroschen? Nun das werdet Ihr, aber mit der Peitsche┬ź, stellte Dreux klar.

Bellamy
┬╗Nein wir sollen innerlich gepr├╝gelt werden Herr┬ź, flehte Belly.

Robere
Robere nickte. ┬╗Bis wir nicht mehr k├Ânnen oder der Henker.┬ź

Dreaux
Dreux guckte die beiden verst├Ârt an. ┬╗Wenn das ein bl├Âder Scherz ist, Ihr zwei Clowns, lass ich Euch an den Kl├Âten aufh├Ąngen!┬ź, zischte Dreux stinksauer.

Robere
┬╗Es ist kein Scherz, Herr, so sagte es Euer Vater!┬ź

Linhard
Linhard hatte einfach dabeigestanden und zugeh├Ârt. Den zweien stand also bevor durchgebumst, ausgepeitscht und an den Eiern aufgehangen zu werden. Er nahm sich vor, zuk├╝nftig wesentlich freundlicher zu Ciel zu sein. Sein Schritt verlangte danach.

Dreaux
┬╗Nathan eile zu Vater und frage ihn ob das den Tatsachen entspricht. Wir bef├╝rchten wir werden hier aufs sch├Ąrfste belogen┬ź, warf Dreux ein.

Nathan
Nathan flitzte los und suchte Maximilien. ┬╗Herr, Euer Sohn Duc Dreaux w├╝nscht zu erfahren, ob das angegebene Strafma├č f├╝r den Palaisin und den Gardisten Robere den Tatsachen entspricht. Sie behaupten, dass man sie vor den Augen des Volkes innerlich durchpr├╝geln solle.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
┬╗Man soll sie mit einem Pr├╝gel durchbumsen so wie man Dich sch├Ąndete, ├Âffentlich am Pranger. Das ist korrekt. So lange bis sie die Kraft verl├Ąsst oder den guten Domi. Fabien schickt Dir diese Wiedergutmachung Nathan, ich hoffe Du wei├čt warum? Falls nicht, er liebt Dich┬ź, sagte Max freundlich und dr├╝ckte Nathan kurz. ┬╗Und nun geh und sage meinem Sohn, dass dies schon seine Richtigkeit so hat┬ź.

Nathan
┬╗Oh┬ź, piepste Nathan ger├╝rt. ┬╗Vielen Dank! Ich liebe ihn auch, glaub ich! Er ist so ein wunderbarer Mensch und ich habe ihn vermisst!┬ź Nathan g├Ânnte sich einen winzigen Moment Schadenfreude, weil Ciel daneben stand, ehe er wieder zu seinem neuen Herrn flitzte. ┬╗Das hat schon seine Richtigkeit so┬ź, erkl├Ąrte er beschwingt. ┬╗Ich zitiere: Man soll sie mit einem Pr├╝gel durchbumsen so wie man Dich sch├Ąndete, ├Âffentlich am Pranger.┬ź

Dreaux
Dreux schaute erstaunt und nickte dann knapp. ┬╗Meine Herren, sie haben es geh├Ârt, sie werden durchgebumst und ausgepeischt. Zuk├╝nftig ├╝berlegen Sie sich den Umgang mit Nathan noch einmal. Sonst sieht die Strafe weitaus schlimmer aus┬ź, sagte Dreux und marschierte davon.

Bellamy
Belly sa├č dort mit offenen Mund und schaute in Zeitlupe Robere an.

Robere
Robere rieb sich das Gesicht und wagte nicht, Bellamys Blick zu erwidern. Wenn sie das ├╝berlebten, w├╝rde Bellamy ihn hinterher umbringen, dessen war er sicher.

Bellamy
Bellamy stand auf und bef├╝hlte ganz unschicklich seinen Hintern, ehe er sich st├Âhnend wieder setzte. Domi war nicht gerade ein schwacher Kerl. Er dachte an die Bierhumpen die er gewuchtet hatte, so w├╝rde er ihnen den Pr├╝gel reinwuchten. Er bekam weiche Knie.

Boldiszàr
┬╗Kann ich noch irgendwas f├╝r euch tun?┬ź, erkundigte sich Boldisz├ár.

Bellamy
┬╗Versteck uns. Aber das macht es nur noch schlimmer. Bring uns zum Kerker. Ich hoffe Domi kennt etwas Gnade┬ź, st├Âhnte Bellamy und hakte Robere unter.

Boldiszàr
┬╗Wer soll den Laden schmei├čen, so lange Ihr weg seid?┬ź, fragte Boldisz├ár besorgt und begleitete die beiden zum Ort ihrer Bestimmung. ┬╗Soll ich irgendwas in die Wege leiten, irgendwas organisieren, von dem ├ťblichen abgesehen?┬ź

Bellamy
ja leite Du solange die Einheit und mach uns keine Schande. Damit wir die Strafe einmal hinter uns haben┬ź, bat Belly und dr├╝ckte von Boldi die Schulter.

Boldiszàr
┬╗Mach ich, seid unbesorgt┬ź, erwiderte Boldisz├ár und dr├╝ckte ebenfalls Bellamys Schulter und klopfte Rober einmal auf den R├╝cken. ┬╗Ist schei├če gelaufen, aber wird schon. Ich werd zusehen, dass ich die Sicherung des Richtplatzes mit ├╝bernehmen kann. Wenn nicht, steh ich irgendwo in der Menge. Wenn einer unangebracht das Maul aufmacht, stopf ich es ihm!┬ź

Bellamy
┬╗Danke Boldi, Du hast was gut. Bring Handt├╝cher mit und h├Ąng den Platz zu┬ź, grinste Belly schief.

Boldiszàr
Er grinste schief mit seinem zerschnittenen Mundwinkel zur├╝ck. Boldisz├ár steckte Bellamy und Robere noch seine komplette Ration an Pfeifenkraut zu. ┬╗Nervennahrung.┬ź Sie hatten das Gef├Ąngnis erreicht. W├Ąhrend die beiden eintraten, blieb er drau├čen zur├╝ck.

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Ciel Felicien de Souvagne
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Rote Laterne

Im Gef├Ąngnis

#14

Beitrag von Ciel Felicien de Souvagne » Sa 5. Mai 2018, 16:07

Ciel Felicien de Souvagne
Wenige Stunden nach der Inhaftierung des Palaisin und seines Gardisten begab sich Ciel zum Gef├Ąngnis. Er verlangte, zu dem Palaisin vorgelassen zu werden und so geschah es auch. Man f├╝hrte ihn zu Bellamy. Der Palaisin befand sich in Einzelhaft. Das ersparte Ciel, seinen scheu├člichen Untergebenen einmal mehr als n├Âtig zu Gesicht zu bekommen.

Bellamy Bourgeois
Bellamy trat erstaunt an die Gitterst├Ąbe und musterte Ciel. ┬╗Ich gr├╝├če Euch Hoheit┬ź, sagte er h├Âflich. Warum er inhaftiert worden war, hatte sich sicher wie ein Lauffeuer herumgesprochen.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ich gr├╝├če Sie auch. Gleich zuerst muss ich jede eventuelle Hoffnung im Keim ersticken, dass ich gekommen bin, um Ihre Begnadigung mitzuteilen oder eine Minderung des Strafma├č. Die Urteile meines Vaters und des Ducs sind rechtskr├Ąftig und ├╝ber jeden Zweifel erhaben. Ich m├Âchte Ihnen jedoch mitteilen, dass ich gegen Sie pers├Ânlich keinen Groll hege, sondern ausschlie├člich gegen Ihren Untergebenen. Nach Abschluss der Strafe werden Sie von mir keine andere Behandlung als die gewohnte zu bef├╝rchten haben. F├╝r mich ist die Sache damit erledigt.┬ź

Bellamy Bourgeois
Bellamy nickte verstehend. ┬╗Danke Herr. Das Euer Vater und der Duc Recht damit haben, dass ich meinen Mann nicht unter Kontrolle hatte, mag ja stimmen, aber man kann doch nun wirklich nicht die Augen ├╝berall haben. Man muss sich auf seine M├Ąnner doch verlassen k├Ânnen. Und es ist ja nicht so, dass Robere Nathan aufgelauert, ihn ins Geb├╝sch gezogen und vergewaltigt h├Ątte. Es war einvernehmlich, es war wohl nur nicht das, was Nathan glaubte┬ź.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciels Augen huschten zu Seite und starrten einen imagin├Ąren Punkt an, ehe er wieder Bellamy ansah. ┬╗Ich glaube nicht, dass es in Nathans Interesse war, derart behandelt zu werden, dass er hinterher sogar einen Medicus aufsuchen muss. Er ist eine empfindsame und sanftm├╝tige Person. Dennoch verstehe ich, dass Sie ├╝ber solche Dinge nicht immer vollumf├Ąnglich im Bilde sein k├Ânnen. Ich habe Ihnen etwas mitgebracht.┬ź Er reichte ein kleines P├Ąckchen mit Pulver durch das Gitter.

Bellamy Bourgeois
Bellamy nahm es entgegen. ┬╗Ihr meint ich solle mich selbst entleiben wegen der grauenvollen Schande? Nun ich Danke Euch f├╝r die M├Âglichkeit. Manche Leute haben absonderliche Geschm├Ącker. Dass kann ich Euch best├Ątigen. Wenn Nathan tats├Ąchlich so empfindlich ist, war er bei Robere so falsch wie er nur sein konnte┬ź.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Also bitte!┬ź, sprach Ciel streng. ┬╗Das ist ein medizinisches Beruhigungsmittel. Mancharol, eine gro├čz├╝gige Dosis f├╝r Sie. Die Menge sollte ausreichend sein, um am Tag der Bestrafung die Schmerzen auf ein ertr├Ągliches Ma├č zu mindern, sie zu beruhigen und ein wenig zu entspannen, ohne ihnen das Bewusstsein vollst├Ąndig zu nehmen. Sie m├╝ssen schlie├člich selbst zum Richtplatz gehen k├Ânnen. Sollten sie in eine Bewusstlosigkeit fallen oder zu offensichtlich berauscht sein, w├╝rde die Bestrafung nur verschoben werden und dann w├╝rden Sie ihr unvermindert ausgesetzt sein. Ich konnte Ihr Gewicht nur sch├Ątzen, aber im Groben d├╝rfte die Dosis stimmen. Nehmen Sie das Pulver unmittelbar bevor man sie von hier abf├╝hrt zu sich. Ihr Untergebener wird das unverf├Ąlschte Strafma├č zu sp├╝ren bekommen.┬ź

Bellamy Bourgeois
┬╗Ahhh...achso... nun ich dachte schon... verstehe. Ich Danke Euch Hoheit f├╝r die Sorge. Ich hoffe ich ├╝berlebe diese Tourtour. Ihr wisst welche Strafe Euer Vater verhing? Ich meine h├Ątte es nicht gereicht mich ├Âffentlich schlagen zu lassen? Ich war nicht mal anwesend, als Nathan dieses Ungl├╝ck wiederfuhr. Wie soll ich danach noch meinen Job erledigen? Aber das wird wohl mein geringstes Problem sein2.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Wie schon gesagt, das Urteil ist rechtskr├Ąftig und ├╝ber jeden Zweifel erhaben. Ich war dabei, als mein Vater das Strafma├č benannte, ich stand direkt daneben. So klein bin ich nun auch wieder nicht. Sie waren nicht anwesend, aber offenbar wissen Sie ja davon, wie Robere gewohnheitsm├Ą├čig mit seinen Mitmenschen verf├Ąhrt. Nathan wird also nicht mal ein Einzelfall sein. Oder habe ich hier etwas falsch verstanden? Sie werden nach der Bestrafung schwer verletzt sein, aber Dominique ist ein f├Ąhiger Mann. Wenn ihm aufgetragen wurde, dass Ihr ├╝berleben sollt, dann werdet ihr auch ├╝berleben. Wenngleich in grauenvollem Zustand. Ich werde der Bestrafung beiwohnen.┬ź

Bellamy Bourgeois
┬╗Sie verstehen es Ihre Untertanen aufzubauen und Ihnen Mut zuzusprechen Herr. Ich hoffe Ihr habt Recht. Ich kann nicht mehr sagen ob Ihr dabei wart, mir schwanden bei dem geh├Ârten die Sinne, ich konnte und wollte es nicht glauben, aber es ist grauenvolle Tatsache. Was hat Euer Vater oder der Duc danach mit uns vor?┬ź.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ich bin nicht hier, um sie aufzubauen, sondern um es Ihnen etwas leichter zu machen. Zudem wollte ich Ihnen meinen pers├Ânlichen Standpunkt dazu mitteilen. Was mein Vater oder mein Bruder hernach mit Ihnen im Sinne haben, kann ich nicht sagen. Ich habe noch nicht mit ihm dar├╝ber gesprochen. Aber er wird Ihnen alles Weitere vermutlich nach dem Strafvollzug mitteilen, ob f├╝r ihn die Unstimmigkeiten damit beigelegt sind oder er weitere Ma├čnahmen zur Gew├Ąhrleistung der Sicherheit f├╝r n├Âtig erachtet. Sie haben doch von Roberes Umtrieben gewusst?┬ź

Bellamy Bourgeois
Bellamy schaute Ciel nur an und nickte ganz langsam. Er sagte allerdings keinen Ton, damit niemand sonst etwas h├Âren konnte. Er hoffte er ritt sich damit nicht noch tiefer rein, aber wenn Ciel im B├Âses gewollt h├Ątte, w├Ąre er nicht vorbei gekommen um ihm ein Schmerzmittel zu geben.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel nickte zur├╝ck, sagte aber nichts weiter dazu. Die anderen Gefangenen w├╝rden das Gespr├Ąch h├Âren und breittragen. Wenn publik wurde, dass Bellamy seinen Untergebenen verpfiffen hatte, w├╝rde dies das Vertrauen seiner Gardisten in ihren Anf├╝hrer nachhaltig sch├Ądigen. F├╝r die Misshandlung von Nathan w├╝rden Bellamy und Robere bezahlen. Und sowohl Ciel als auch Bellamy wussten, dass Ciel selbst eine entsprechende Behandlung einer unliebsamen Person bereits befohlen hatte. Das Letzte, woran er Interesse hatte, war, dem Palaisin die Fangz├Ąhne zu ziehen. Ihm ging es nur um Nathan. Die Gardisten w├╝rden k├╝nftig einen riesigen Bogen um die Dienerschar machen und es sich dreifach ├╝berlegen, ob sie sich an Nathan f├╝r die Bestrafung von Bellamy und Robere r├Ąchen wollten. ┬╗Wir sehen uns auf dem Richtplatz. Wenn m├Âglich, trinken sie zu dem Pulver reichlich Wasser.┬ź

Bellamy Bourgeois
┬╗Danke Herr, ich werde mich daran halten. Falls Euer Vater widererwartend doch noch etwas anderes mit uns vorhat, sprich dass wir auch das andere Ende verlieren, es war erfreulich Euch dienen zu d├╝rfen┬ź, sagte Bellamy freundlich.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Auch mir war es eine Freude. Wollen wir hoffen, dass es dazu nicht kommen m├Âge┬ź, sagte Ciel. ┬╗Ich halte Sie f├╝r einen f├Ąhigen Mann und dass ein K├Ąmpfer Ihres Kalibers kein Heiliger sein kann, ist naheliegend. Ansonsten w├╝rde uns die Priesterschaft des Ainuwar bewachen und nicht die Garde. Sie haben mir mit der Bestrafung von Musette einen gro├čen Gefallen erwiesen und durch Ihr umsichtiges Vorgehen Zerbino das Leben gerettet. Sehen Sie k├╝nftig zu, dass Ihre Gardisten die Finger von meinen Domestiken lassen. Das andere ist f├╝r mich nicht relevant. Darum m├Âgen sich andere k├╝mmern, wenn sie es f├╝r erforderlich halten.┬ź

Bellamy Bourgeois
┬╗Ich Danke Euch f├╝r Eure Worte┬ź, sagte Belly aufrichtig.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel nickte. ┬╗Wir sehen uns.┬ź Damit drehte er sich um und verlie├č das Gef├Ąngnis.

Bellamy Bourgeois
Bellamy schaute Ciel hinterher. Er wusste nicht was er empfinden sollte. Einerseits Erleichterung, da ihm der Prince eine M├Âglichkeit geschenkt hatte, das Unertr├Ągliche zu ertragen. Auf der anderen Seite wusste er nicht, wie es danach aussah. Was geschah dann? Behielt er seinen Kopf auf den Schultern? Oder wurde er verbannt? Alles M├Âglichkeiten die im Raum standen und die ihm durch den Kopf schossen, wo er allein in der Zelle sa├č und Zeit hatte ├╝ber alles nachzudenken. Was immer folgen w├╝rde, leicht w├╝rde es nicht werden.
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Die Sicherung des Richtplatzes

#15

Beitrag von Robere » So 6. Mai 2018, 21:37

Boldiszàr Boucher
Boldiszàr wartete einige Stunden, bis sich die Gemüter hoffentlich etwas beruhigt hatten, dann suchte er Maximilien auf. Mit seinem Panzerhandschuh klopfte er an dessen Tür, dann trat er einen Schritt zurück und wartete. Er hatte sein übliches grimmig-neutrales Gesicht aufgesetzt. Er versuchte, sich nichts anmerken zu lassen von dem, was in ihm vorging.

Fabien Lacomb
Fabien ├Âffnete die T├╝r und schaute Boldiszar erstaunt an. ┬╗Was kann ich f├╝r Dich tun, Gardist?┬ź, hakte Fabien nach.

Boldiszàr Boucher
┬╗Ich erbitte ein Gespr├Ąch mit seiner Hoheit Maximilien Rivenet de Souvagne.┬ź

Fabien Lacomb
Fabien nickte knapp und schloss die T├╝r. Es dauerte einige Minuten, dann kam er zur├╝ck und ├Âffnete die T├╝r erneut. ┬╗Der Duc empf├Ąngt Euch Gardist┬ź, sagte Fabien und gab den Weg in die Privatgem├Ącher von Maximilien frei.

Boldiszàr Boucher
Boldisz├ár trat ein. Er war noch nie in den Privatgem├Ąchern des Ducs gewesen. Er verkniff es sich, sich neugierig umzuschauen und verneigte sich vor Maximilien. ┬╗Hoheit, meine ergebensten Gr├╝├če┬ź, sagte er so neutral, wie er konnte. ┬╗Ich komme, weil ich mit Euch bez├╝glich der Bestrafung des Palaisin und des Leibgardisten aus meiner Einheit sprechen m├Âchte. Ich m├Âchte Euch untert├Ąnigst darum bitten, die Sicherung des Richtplatzes an jenem Tag Unit├Ę B zuzuweisen.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
Maximilien machte eine einladende Geste, dass sich Boldiszar setzten sollte. ┬╗Wir gr├╝├čen Dich Gardist, nimm Platz. Du wei├čt um die Schwere der Schuld Robere und Bellamy auf sich geladen haben?┬ź, fragte Max.

Boldiszàr Boucher
Boldisz├ár setzte sich auf den ihm am n├Ąchsten stehenden Stuhl. Er nickte. ┬╗Ich habe beide Versionen vernommen, jene der Beschuldigten und jene der Gesch├Ądigten.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
┬╗Nun dann wei├čt Du weshalb diese Strafe unumg├Ąnglich ist und dennoch m├Âchtest Du durch Deine Anwesenheit den beiden beistehen, vermuten wir. Dies zeugt von einem gro├čen Zugeh├Ârigkeitsgef├╝hl, wir hoffen dass dies seine Grenzen kennt. Wir werden Dir die Sicherung des Richtplatzes erlauben. Wir erwarten eine Sicherung und nichts anderes Boldiszar. Eure Einheit kann es sich nicht erlauben, in Ungnade zu fallen. Nicht nach diesen Vorkommnissen bezogen auf den Palaisin. Dies rufen wir Dir ins Ged├Ąchtnis. Dennoch gehen wir von der Rechtschaffenheit Deiner Bitte aus┬ź, sagte Maximilien.

Boldiszàr Boucher
┬╗Herr, mir liegt nur daran, die Schande f├╝r die beiden nicht noch schwerer als n├Âtig ausfallen zu lassen. Von meiner eigenen Einheit wei├č ich, dass diese sich anst├Ąndig benehmen wird und es nicht noch zus├Ątzlichen Spott und Hohn hageln wird. Der Palaisin wird uns gegen├╝ber nicht sein Gesicht verlieren, daf├╝r sorge ich, bei den anderen Unit├Ęs wei├č ich nicht, wie sie dazu stehen. Und Robere ist einer unserer M├Ąnner. Seine Bestrafung w├╝rde in Gegenwart der anderen Unit├Ęs unweigerlich zu einer Schmach f├╝hren, die nie wieder reingewaschen werden kann. Besonders Unit├Ę D steht in einer gewissen Rivalit├Ąt zu unserer Einheit. Wie sollte er sich je wieder irgendwem zeigen k├Ânnen, ohne sofort Gel├Ąchter auszul├Âsen? Unit├Ę B h├Ąlt zu ihm, wie auch zum Palaisin.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
┬╗Wir erlauben Dir und der Unit├Ę B den Platz zu sichern. Aber vergesst nicht, weshalb die beiden M├Ąnner dort stehen. Eure Treue als Gardisten zu uns und dem Hof wiegt schwerer als zu diesen beiden M├Ąnnern. H├Ątten diese M├Ąnner es ebenso gesehen, w├Ąren sie ihrer Bestimmung nachgekommen Boldiszar, h├Ąttet Ihr alle aus der Unit├Ę B keinen Platz zu sichern. Behaltet dies im Hinterkopf. Mit der Strafe wird Ihre Schuld ges├╝hnt sein und wir hoffen, dass sie gedanklich kurriert wurden, wenn sie das Gleiche erleiden, was sie einem ihrer Schutzbefohlenen angetan haben. Verstehst Du?┬ź

Boldiszàr Boucher
┬╗Ich verstehe, Herr┬ź, sagte Boldisz├ár. ┬╗Es h├Ârte sich einen Moment lang so an, als w├╝rdet Ihr einen ├ťbergriff meiner M├Ąnner bef├╝rchten, um die beiden zu befreien? Wenn dem so ist, kann ich Euch versichern, dass dies nicht mein Gedanke war. Ich habe der Krone Treue geschworen, namentlich Euch, dem Duc. Damit die Leibgarde effektiv ihren Dienst verrichten kann, ist es wichtig, dass die M├Ąnner eine Einheit bilden, nicht nur auf dem Papier, sondern bei der t├Ąglichen Zusammenarbeit. Ich bin hier, um daf├╝r zu sorgen, dass wir eine Einheit bleiben und nicht interne Spannungen uns auseinanderbrechen.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
┬╗Da habt Ihr richtig geh├Ârt Boldiszar. Aber wir bef├╝rchten nichts, sondern wir kl├Ąren auf. Denn nicht nur Ihr auch die Himmelsaugen werden ├╝ber die Vollstreckung der Strafe und die Gedanken wachen. Eine gute Einstellung, dass man nicht nur auf dem Papier eine Einheit bilden sollte. Vertrauen wird mit Vertrauen beantwortet Boldiszar. Aber nicht nur Ihr alle als Einheit solltet ein Zusammengeh├Ârigkeitsgef├╝hl haben, sondern Ihr alle als Souvagner. Selbstredend ist es immer einfacher sich Personen nahe zu f├╝hlen, die man tagt├Ąglich sieht und mit denen man Umgang pflegt. Das ist uns bewusst. Dennoch d├╝rft Ihr alle nicht vergessen, weshalb es Eure Einheit gibt. Zum Schutz und Erhalt der Krone und des Souvagnischen Volkes, Boldiszar. Aller Souvagner im Endeffekt und das haben die beiden leider vergessen. Wir erinnern sie daran, auf die gleiche Weise, wie sie verga├čen.┬ź

Boldiszàr Boucher
┬╗Danke f├╝r Euer Vertrauen. Ich werde stets daran denken. Wir werden den Richtplatz zu Euer aller Zufriedenheit sichern. Was geschieht anschlie├čend mit den beiden, sie werden verletzt sein. Wer bringt sie von dort fort? Erhalten sie Versorgung durch einen Medicus oder einen Heilmagier?┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
┬╗Bitte Boldiszar, Deine Einstellung scheint eine der wenigen vern├╝nftigen zu sein. Wie kam Nathan fort zu einem Medicus oder Heilmagier? Den gleichen Weg werden sie beschreiten. Wir vermuten nicht, dass ihn jemand zum Heiler gebracht hat. Aber wir werden auch keinen Heiler daran hindern, sich der beiden anzunehmen. Es soll eine Strafe und keine Hinrichtung auf Raten sein. Sollte sich ein Heiler erbarmen, ist uns dies Recht┬ź, antwortete Max freundlich.

Boldiszàr Boucher
┬╗Verstehe. Mir Eurer Erlaubnis w├╝rden wir uns darum k├╝mmern, sie dort hin zu bringen.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
┬╗So besorgt um die Beiden, wir fragen uns ob diese ├╝berhaupt wissen, was sie an Dir haben. Heute ist ein zu sch├Âner Tag. um auf solche Kleinigkeiten herumzureiten Boldiszar. Geschenkt, Du darfst die beiden zu einem Heiler Deiner Wahl geleiten. Allerdings werden sie dies aus ihrer eigenen Tasche bezahlen. Weder wirst Du den Heiler entlohnen, noch werden wir dies tun. Sie werden selbst in die Tasche greifen m├╝ssen┬ź, schmunzelte der Duc.

Boldiszàr Boucher
┬╗Ich bin sicher, das wissen sie┬ź, sprach Boldisz├ár ├╝berzeugt. ┬╗Jeder meiner M├Ąnner w├╝rde es so handhaben und f├╝r jeden w├╝rde ich mit dieser Bitte an Euch herantreten. Palaisin Bourgeois ├Ąu├čerte Besorgnis, was anschlie├čend mit ihm geschehen soll. Robere ├Ąu├čerte diese Besorgnis nicht, aber ich habe mir auch so meine Gedanken gemacht. Habt Ihr diesbez├╝glich schon eine Entscheidung gef├Ąllt?┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
┬╗Das haben wir, der Palaisin wird seines Amtes enthoben. Wie und wem er dann dienen m├Âge - sei vorerst dahingestellt. Wie wir h├Ârten, versteht sich unser Sohn Ciel ausgezeichnet mit ihm. Eventuell hat dieser f├╝r ihn Verwendung. Wir hingegen werden einen neuen Palaisin benennen m├╝ssen. Einem dem vollumf├Ąngliches Vertrauen von uns wie auch vom Volke entgegengebracht werden kann. Das Schwert des Duc dient dem Schutz und nicht der Knechtung Souvagnes. Aus diesem Grund w├Ąre es unverantwortlich solche eine Person in diesem Amt zu belassen. Er hat seinen Posten verwirkt┬ź, erkl├Ąrte Maximilien geduldigt. Immerhin sprach der Mann f├╝r seine Kameraden und sorgte sich mehr, als die ganze Einheit vermutlich zusammen.

Boldiszàr Boucher
Boldisz├ár starrte einen Moment entgeistert, dann fing er sich wieder. ┬╗Er wird also nicht des Hofes oder des Landes verwiesen┬ź, fasste er zusammen, um sich selbst zu beruhigen und irgendwas Positives daran zu sehen. ┬╗Ich gehe davon aus, dass Ihr ihm dies zu gegebener Zeit selbst mitteilen m├Âchtet. Was wird mit Robere geschehen? Und habt Ihr schon einen neuen Palaisin ernannt?┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
┬╗Habt Ihr uns etwas ausrufen h├Âren?┬ź, schmunzelte der Duc. ┬╗Nein noch haben wir keinen neuen Palaisin ernannt, aber der Nachfolger steht bereits fest. Diesen werden wir zur gegebenen Zeit ausrufen und zwar nach der Amtsenthebung von Bellamy. Du bist schockiert, dies war auch nicht anders zu erwarten, Boldiszar - wir waren es auch, nachdem wir erfahren haben, was der Palaisin tat. Aber dieser Mann f├╝hrte auch unsere Kinder und unsere Frau aus der Fremde sicher heim, folglich darf er seinen Kopf auf den Schultern behalten, denn er selbst legte Ainuwar sei Dank nicht Hand an Nathan Garcia. H├Ątte er diese Schwelle ├╝berschritten, w├Ąre dies so als h├Ątte er stellvertretend f├╝r uns Nathan gesch├Ąndet. Er handelt in unserem Namen. Begreifst Du die Tragweite seiner Handlung? Seine Handlung, sind die unseren und umgekehrt. Er schaute weg, als ein Unrecht geschah - wir schauten weg durch ihn. Das k├Ânnen und werden wir nicht dulden. Das ist das mildeste Strafma├č dass wir ihm zubilligen aufgrund seiner jahrelangen treuen Dienste. Aber damit enden sie auch und unsere Gro├čz├╝gigkeit ihm gegen├╝ber. Er ist weder das Amt noch das Schwert des Palaisin l├Ąnger w├╝rdig. Entt├Ąuschenderweise┬ź, sagte Maximilien offen.

Boldiszàr Boucher
Boldisz├ár nickte knapp. ┬╗Manche aus der Leibgarde finden das Strafma├č ├╝berzogen┬ź, gestand er. ┬╗Ich f├╝r meinen Teil bin nicht hier, um Gnade zu ersuchen. Ich teile dies Euch nur mit. Manche glauben, dass Nathan beim Medicus absichtlich ├╝bertrieben hat, weil er Robere eins auswischen wollte. Vielleicht war er einfach unzufrieden, weil er sich noch mehr erhoffte als nur Beischlaf?┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
┬╗Nun wir sind niemandem Rechenschaft schuldig ├╝ber das Recht, dass wir in unserem Lande sprechen. Dies sollten jene Gardisten wissen. Dein Einwand w├Ąre eine M├Âglichkeit, w├Ąre nicht Benito der behandelnde Medicus gewesen. Er w├╝rde niemanden behandeln, w├Ąre dies nicht n├Âtig. Und Nathan ist keine Person die l├╝gt. Er mag Fehler haben, wie wir alle. L├╝gen verbreitet er so wenig wie wir. Er ist in dieser Hinsicht uns ganz ├Ąhnlich, er liebt die Wahrheit und er ist ein bequemer Mensch. Weshalb sollte er sich merken m├╝ssen, was er wann wem vorlog? Nein, Nathan mag sich vielleicht mehr als Beischlaf erhofft haben. Aber er ist keine rachs├╝chtige Person, die dann andere in Misskredit bringt um diesen derart zu schaden. Er h├Ątte es stillschweigend mit sich selbst ausgemacht und gelitten. Aber eine derart perfide Rache ist nicht Nathans Art. Und das er sich mehr als Beischlaf erhofft hat, ist nur verst├Ąndlich. Es ist nicht verwerflich sich nach mehr zu sehnen als nach reiner K├Ârperlichkeit. Leider hat er sie an der falschen Stelle gesucht und leider musste er daf├╝r teuer bezahlen. Nathan h├Ątte mit einer Bekanntmachung nichts gewonnen. Zudem trat nicht Nathan an uns heran, wir erfuhren es ├╝ber sehr unsch├Âne Umwege┬ź, sagte Maximilien ernst. Ihn schmerzte es, was er in den Briefen gelesen hatte. Nathan hatte nicht nur geschwiegen, er hatte sogar die Schuld bei sich selbst gesucht.

Boldiszàr Boucher
┬╗Rechenschaft seid Ihr selbstredend niemandem schuldig, aber manchmal hilft eine Erkl├Ąrung, um Eure Beweggr├╝nde zu verstehen. Ich werde Eure Begr├╝ndung im Hinterkopf behalten, sollte ein Gespr├Ąch wieder auf diese Zweifel hinauslaufen. Einstweilen Danke ich Euch f├╝r die M├Âglichkeit, mit Unit├Ę B den Richtplatz sichern und hernach die beiden zum Medicus schaffen zu d├╝rfen.┬ź Ihm fiel auf, dass der Duc noch immer nicht gesagt hatte, was er mit Robere vorhatte, obwohl Boldisz├ár zwei Mal nachgefragt hatte. Ihm schwante nichts Gutes, aber er w├╝rde sich h├╝ten, ein drittes Mal zu fragen.

Maximilien Rivenet de Souvagne
┬╗Darin stimmen wir Dir zu, eine Strafe ohne Erl├Ąuterung ist eine sinnlose Strafe. Warum sollte es sich mit anderen Entscheidungen nicht ebenso verhalten. Wer unsere Gedanken verfolgen kann, kann auch unsere Gesetze eindeutiger verfolgen. Ein guter Rat, den wir beizeiten beherzigen werden. Was bedr├╝ckt Dich? Der andere Gardist? Nun, sein Endschicksal ist noch offen. Wir werden diesbez├╝glich mit dem Opfer R├╝cksprache halten. Vorerst erwartet ihn seine Strafe. Danach werden wir sehen, wie gro├čm├╝tig Nathan ist.┬ź

Boldiszàr Boucher
Boldisz├ár sah einen Moment ├╝berrascht auf, ehe er wieder nach unten blickte, wie es sich geh├Ârte, wenn man mit seiner Hoheit sprach. ┬╗Ihr habt richtig gelegen. Robere ist mein bester Mann und wir kennen uns seit Kindertagen. Ich werde mich bis zur endg├╝ltigen Entscheidung gedulden.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
┬╗Vielleicht solltest Du Robere einmal ein anderes Verhalten nahelegen, Boldiszar, gerade als sein Freund. Wir kennen sein Schicksal nur im Groben, aber gleichg├╝ltig was ihm geschah, es gibt ihm nicht das Recht, andere auf diese Art zu misshandeln. Nathan ist verglichen mit Robere ein hilfloser Mann. Er ist kein B├╝ttel, kein Soldat, kein Krieger und kein Gardist. Was h├Ątte er denn Robere entgegenzusetzen? Nichts┬ź, erl├Ąuterte Max.

Boldiszàr Boucher
┬╗Damit habt Ihr recht. Wenn ich Robere richtig einsch├Ątze, ist es genau dieser Umstand, der ihn reizt. Alles in allem glaube ich nicht, dass es seine Absicht war, Nathan zu verletzen. H├Ątte er das gewollt, w├Ąre Nathan in einem ganz anderen Zustand gewesen. Dies war eher ein ... Nebeneffekt. Aber ich bin sicher, nach dieser Strafe wird Robere sein Verhalten ├╝berdenken und andere Wege einschlagen.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
┬╗Dann hoffen wir beide das Gleiche f├╝r Robere. Du bist ein wahrer Freund Boldiszar, siehe zu, dass Dich Robere nicht auf einen falschen Weg mitzieht, sondern hake Du ihn besser unter.┬ź

Boldiszàr Boucher
Boldisz├ár neigte den Kopf ein wenig. ┬╗Danke. Ich werde es beherzigen.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
┬╗Du gewiss, er hoffentlich ebenso. Trotz all der n├Âtigen H├Ąrte, sollt Ihr heute etwas entspannter an den Dienst gehen. Selbstredend habt Ihr heute mehr denn je zu tun, aber Euch wie auch den anderen Einheiten sei eine doppelte Mittagspause gestattet um ebenso an dem Fest teilzunehmen und sich etwas zu Essen zu holen. Genie├č trotz allem die heutige Feier.┬ź

Boldiszàr Boucher
┬╗Danke, Herr┬ź, sprach Boldisz├ár erfreut. Er hoffte, dies w├╝rde dazu beitragen, die angespannten Gem├╝ter seiner M├Ąnner zu beruhigen. Die Hochzeit war f├╝r die Leibgarde doppelt stressig, zum einen wegen der beiden Kameraden, die ihrer Strafe harrten, zum anderen wegen der enorm vielen Leute, die es zu h├Ąndeln galt.

Maximilien Rivenet de Souvagne
┬╗M├Âchtest Du sonst noch etwas besprechen? Falls nicht, verabschieden wir Dich, wir haben ebenfalls vor am Fest teilzunehmen und vorab etwas zu fr├╝hst├╝cken┬ź, schmunzelte der Duc.

Boldiszàr Boucher
┬╗Das war alles, weshalb ich hergekommen bin. Den Rest muss die Zeit zeigen.┬ź Er erhob sich und verneigte sich. ┬╗Noch einmal Danke f├╝r alles und eine entspannte Feier w├╝nsche ich Euch.┬ź Er ging r├╝ckw├Ąrts zur T├╝r hinaus, um sich wieder an seine Arbeit zu machen und seiner Einheit die gute Nachricht zu ├╝berbringen.

Fabien Lacomb
Fabien schloss hinter Boldiszar die T├╝r. ┬╗Ich Danke Euch ebenso und zwar daf├╝r wie Ihr ├╝ber Nathan gesprochen habt. Wollt Ihr gehen Eure Majest├Ąt?┬ź, fragte er freundlich.

Maximilien Rivenet de Souvagne
┬╗Es entspricht der Wahrheit, ebenso wie das was wir ├╝ber Boldiszar sagten. Ja Fabien, lass uns das Fest aufsuchen┬ź, sagte Maximilien.

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Re: In der Wachstube

#16

Beitrag von Robere » Do 17. Mai 2018, 23:53


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Re: In der Wachstube

#17

Beitrag von Bellamy Bourgeois » So 20. Mai 2018, 02:07

Die Trainingseinheit


Bellamy Bourgeois
Bellamy sa├č in der kleinen miefigen Zelle und fragte sich gef├╝hlt zum 1.000ten Mal wie er nur in diese Situation geraten konnte. Gut, er wusste wie. Er hatte oft genug weg oder sogar zugeschaut. Aber dass ihm der Umstand einmal derma├čen um die Ohren fliegen w├╝rde, damit hatte der Palaisin nicht gerechnet. Eigentlich war er davon ausgegangen, dass ihn sein Rang besch├╝tzen w├╝rde. Das ihn das Amt des Palaisins umgab wie eine R├╝stung, von der alles abprallte. Aber scheinbar war dies doch nicht der Fall. Tatsache war, man erwartete von ihm noch mehr als von jedem anderen Gardisten ein entsprechendes Verhalten. Und Tatsache war auch, dass er das oft aber nicht immer an den Tag legte. Ein Mann in seiner Position kam nicht dorthin, indem er andere mit Samthandschuhen anfasste. Da mussten Panzerhandschuhe her und die trug er doch f├╝r seinen Herrn. Trotz allem hatte er einen Eid geleistet. Seine Aufgabe war die Krone und den Duc zu sch├╝tzen. Die Schwachen zu sch├╝tzen und das Schwert gegen die Kriminellen zu erheben. Was er getan hatte war Machtmissbrauch. Und damit der Dreck siegte, war es nicht n├Âtig, selbst zum Dreck zu werden. Nein, man musste nur tatenlos zusehen. Es reichte v├Âllig aus, wenn man unt├Ątig blieb. Und genau daf├╝r hatte er nun die Quittung erhalten. Das was ihm bl├╝hte, war das was er anderen ebenfalls schon angetan hatte. Einmal auf der anderen Seite zu sitzen und seinem Gegen├╝ber auf Gedeih und Verderb ausgeliefert zu sein, verursachte einen Knoten in seinem Magen. Einen gewaltigen, eisigen Knoten der sich nicht l├Âsen lie├č

Wachen
Bellamy hatte viele Tage Zeit, um seinen finsteren Gedanken nachzuh├Ąngen. Nur selten gab es Abwechslung und heute war einer jener Tage. Jedoch war noch nicht absehbar, ob es zum Guten oder zum Schlechten sein w├╝rde. Die T├╝r ├Âffnete sich. Die beiden Gehilfen des Henkers standen davor und guckten Bellamy ziemlich seltsam an. ┬╗Dann kommen Sie mal mit┬ź, sagte der ├ältere von beiden. ┬╗Ist noch nicht Ihr gro├čer Tag, es steht was anderes an.┬ź

Bellamy Bourgeois
Bellamy musterte die beiden Kerle. F├╝r den Bruchteil einer Sekunde ├╝berlegte er, ob er sie niederstrecken und fliehen konnte. Aber sobald er das getan hatte, war klar was er war - ein Schwerverbrecher auf der Flucht, der sich vor dem Urteil dr├╝ckte. Auf den Angriff von B├╝tteln, Soldaten, Gardisten stand nur eine Strafe - Block. Man griff immerhin den Staat selbst an. Bellamy warf den Burschen einen vernichtenden Blick zu, ballte seine F├Ąuste hinter dem R├╝cken und richtete sich langsam auf. Sein Kiefer mahlte und knirschte, da er so fest die Z├Ąhne zusammenbiss. Er blinzelte einige Male um sich zu beruhigen, ehe er langsam den beiden entgegen schritt. Die erste Pflicht war immer noch, die Ruhe zu bewahren

Wachen
Den beiden war anzusehen, dass sie es gar nicht erfreulich fanden, sich um Bellamy k├╝mmern zu m├╝ssen. Der Mann war nicht Palaisin geworden, weil er f├╝r seinen Sanftmut bekanntwar. Sie f├╝hrten ihn etwas kleinlaut in den Gef├Ąngnishof. Dieser war f├╝r Freigang gedacht und entsprechend von sicheren, hohen Mauern umgeben, auf denen sich zwei Sch├╝tzen herumdr├╝ckten. Kampfmagier mit Repetierarmbr├╝sten, die Bellamy nun neugierig beobachteten. Auf dem Hof stand eine einfache, aber zweckdienliche Gardistenr├╝stung, wie sie f├╝r ├ťbungsk├Ąmpfe benutzt wurde. Sie sah auch schon reichlich zerbeult aus. Dazu gab es ein stumpfes ├ťbungsschwert, ein Einh├Ąnder und einen Schild. ┬╗Ziehen Sie das bitte an┬ź, wies einer der Gehilfen des Henkers Bellamy an.

Bellamy Bourgeois
Bellamy musterte den Hof, schaute sich die Sicherung an. Sein Blick folgte den Mauern und er schaute kurz zu den Sch├╝tzen. Ganz automatisch sondierte er die Lage auf Schwachstellen. Es gab keine. Bellamys Blick fiel auf die R├╝stung. Er stutzte und schaute den Sprecher der beiden Begleiter an. Nun mehr neugierig als beunruhigt. "In Ordnung, aber weshalb?", fragte Bellamy.

Wachen
Die Gehilfen zuckten synchron mit den Schultern. ┬╗Befehl.┬ź

Bellamy Bourgeois
Bellamy nickte knapp und begab sich zu der R├╝stung. Er legte die R├╝stung an, nahm das stumpfe ├ťbungsschwert zur Hand und hob ebenso den Schild auf. Auch wenn das Schwert stumpf war, es hatte sein Eigengewicht und damit konnte man immer noch jemanden nieder- oder sogar den Sch├Ądel einschlagen. Aber auch diese Option brachte nichts weiter als den Block. Denn er war immer noch ein Gefangener hinter sicheren Mauern. Wer sich ihm stellen w├╝rde, wusste Bellamy nicht. Aber gleichg├╝ltig wer es auch war, frei kam er nicht.

Wachen
Nachdem Bellamy sich ausger├╝stet hatte, verschwanden die Gehilfen kurz und brachten einen zweiten Mann herein, der ebenfalls die selbe ├ťbungsr├╝stung und stumpfe Bewaffnung trug. Sie verschlossen die T├╝r von au├čen, so dass die beiden allein blieben, nur mit den zwei Wachleuten auf der Mauer zur Gesellschaft, die das Treiben neugierig beobachteten. Der zweite Mann hob kampfbereit Schwert und Schild und ging entschlossen auf Bellamy zu.

Bellamy Bourgeois
Bellamy ging ebenfalls in Kampfpose und wartete einfach ab. Der beste Angriff war immer noch eine Verteidigung, so lachhaft sich dass anh├Ârte. Denn sobald jemand sich zu einer Form eines Angriffs entschieden hatte, konnte man genau darauf reagieren und bestenfalls die Sache umdrehen. Also wartete Bellamy ab, bereit zuzuschlagen. Sein K├Ârper wirkte ruhig, fast teilnahmslos in seiner Ruhe, aber sein Geist war bis auf die letzte Nervenfaser angespannt um keine noch so minimale Bewegung zu ├╝bersehen

Vermummter
Der andere Mann begann ohne zu z├Âgern mit dem Angriff. Er hieb in Richtung von Bellamys Helm.

Bellamy Bourgeois
Bellamy blockte den Schlag nicht, sondern fing ihn ab und lenkte ihn mit seinem Schwert um, so dass seine eigene Klinge an der des Feindes entlangschabte. Mit scharfen Schwertern konnte es so dem Gegner die Hand kosten, aber er stie├č seinen Feind nur ein St├╝ck zur├╝ck und wartete ab. Er wusste nicht wer sich dahinter verbarg, eventuell ein Mitgefangener. Vielleicht hatten die zwei Nasen oben auf den Zinnen auch Sinn f├╝r Humor und lie├čen Gefangene gegeneinander antreten und wetteten auf sie. F├╝r ihr Geld wollte er ihnen nichts bieten. Sie beteiligten ihn schlie├člich nicht. "Wer bist Du?", zischte Belly.

Vermummter
Der andere schnaubte nur und nachdem er zur├╝ckgesto├čen worden war, setzte er erneut zum Angriff an. Diesmal t├Ąuschte er einen Hieb mit dem Schild an, trat dann aber mit dem Fu├č nach Bellamys Knie.

Bellamy Bourgeois
Bellamy wich im letzten Moment aus und knurrte leise. Normalerweise war er es gew├Âhnt dass man ihm antwortete. Aber normalerweise sa├č er auch nicht hinter Gittern. Er zog sich ein St├╝ck zur├╝ck und brachte sein Schwert genau vor sich. Er wartete einen minimalen Augenblick, dann griff er selbst an und deckte seinen Gegner mit einigen Schwerthieben ein, die sich gegen dessen Hals und Oberk├Ârper richteten.

Vermummter
Der andere gab sich M├╝he, den Hagel an Hieben mit dem Schild zu blocken. Zum Gro├čteil gelang ihm das auch ganz gut, man sah nun, dass er nicht unge├╝bt war, was den Kampf mit Schwert und Schild anbelangte. Einige Hiebe jedoch konnten an der Deckung vorbei seine Schultern erwischen. Anstatt zur├╝ckzuweichen, st├╝rmte er auf Bellamy zu, den Schild erhoben und attackierte nun unter dem Schild hindurch Bellamys Bauch.

Bellamy Bourgeois
Bellamy drehte sich aus dem Angriff heraus und versuchte den Bursche am Hals zu erwischen um ihn so in den Schwitzkasten zu nehmen.

Vermummter
Das Man├Âver gelang, Bellamy konnte seinen Kontrahenten am Hals packen, woraufhin dieser schwungvoll sein Bein bei ihm einhakte und versuchte, ihn ├╝ber die H├╝fte zu werfen.

Bellamy Bourgeois
Bell wurde ├╝ber die H├╝fte des Kerl geworfen. Der ehemalige Palaisin lie├č den Wurf zu, nutze den Schwung aus um so wieder auf den F├╝├čen zu landen. Er trug nicht seine R├╝stung, so war der Sprung alles andere als elegant da er erst sein Gleichgewicht wieder suchen musst. Die Klinge z├╝ckte nach vorne und deutete auf den Feind. Belly musterte ihn erneut und legte minimal den Kopf schief. Er suchte eine L├╝cke in der Deckung die er ausnutzen konnte, eine falsche Bewegung, ein nicht sauber ausgef├╝hrtes Kampfmann├Âver

Vermummter
Sein Gegner ging kurz auf Abstand und rang nach Atem. Ein Kampf in R├╝stung war sehr kr├Ąftezehrend, besonders in solch einem Tempo. Mit heruntergeklapptem Visier bekam man obendrein schlecht Luft. Er g├Ânnte sich zwei Sekunden Pause, dann deckte er seinerseits Bellamy mit einem Regen von Hieb- und Stichfolgen ein. Er legte dabei ein sehr hohes Tempo vor, was ihn schnell ersch├Âpfen w├╝rde, aber bei Erfolg sehr effektiv sein konnte, um einen Kampf rasch f├╝r sich zu entscheiden. Nach wie vor zielte er vor allem auf Bellamys Helm. Die zwei Wachen auf der Mauer unterhielten sich, erfreut ob der Abwechslung, doch er beachtete sie nicht.

Bellamy Bourgeois
Bellamy w├Ąre nicht Palaisin geworden, w├╝rde er nicht den Zustand seines Gegners bemerken. Er verlegte sich darauf die Hiebe und Stiche mit absoluter Pr├Ąsizision zu parrieren, so lange bis seinem Gegner die Puste ausging und dann... dann w├╝rde er ihm eine Lektion erteilen die sich gewaschen hatte. Die Paraden standen der Geschwindigkeit seines Angreifers in nichts nach. Er war in guter Form, die Tage in der Zelle hatten zwar an ihm gezerrt, aber seinem jahrzehnte langem Training konnten sie nichts anhaben. Seine Muskeln wussten was sie taten, auch wenn sie noch nicht so aufgw├Ąrmt waren, wie er sich das gerne w├╝nschte. Allein sein Geist war noch nicht auf der H├Âhe. Er war w├╝tend und entt├Ąuscht. Aber die meiste Wut und Entt├Ąuschung galt ihm selbst. Belly musste aufpassen, sich nicht zu etwas hinrei├čen zu lassen und so wartete er im Kampf, w├Ąhrend er jeden Angriff hart parrierte

Vermummter
Sein Gegner k├Ąmpfte absolut r├╝cksichtslos, sowohl gegen├╝ber sich selbst als auch gegen├╝ber Bellamy. Er drosch auf ihn ein, als wolle er mit der Wucht seiner Hiebe Brennholz spalten. Sollte er irgendwo treffen, w├Ąre der Hieb ausgesprochen schmerzhaft. Entsprechend rasch war er auch au├čer Puste und seine Angriffe wurden wieder langsamer. Er musste ein weiteres Mal ein St├╝ck zur├╝ckweichen, um nach Luft zu ringen. Die Bel├╝ftung in diesen Helmen war nicht gerade gut.

Bellamy Bourgeois
Bellamy setzte sofort nach und g├Ânnte seinem Kontrahenten keinen einzigen Moment der Ruhe. Die Ermattung die er sich erstritten hatte, wolllte er ausbauen und nicht verschenken, indem er seinem Feind erlaubte wieder zu Atem zu kommen. Die Klinge des Palaisin z├╝ckte vor und beschrieb stets einen gro├čen Bogen, so dass sein Gegner zu weitaus mehr Bewegung gezwungen wurde. Ein Angriff auf den Kopf, gefolgt von einem gro├čen Bogen gef├╝hrt zu den Knien, hoch zur Schulter, es mutete fast an, als wollte Bellamy seinen Feind zur Gymnastik zwingen und so war es auch

Vermummter
Noch war sein Gegner nicht am Ende. Er lie├č sich f├╝r einige Zeit in die Defensive dr├Ąngen und versuchte, seine schwindenden Kr├Ąfte einzuteilen. Bellamy machte ihm das nicht leicht. Um den raumgreifenden Hieben zu entgehen, wich der andere nach hinten aus. Viel schneller als erwartet stie├č er mit dem R├╝cken gegen die Mauer. Er hatte sich in dem Raum, der ihm zur Verf├╝gung stand, versch├Ątzt. Er musste wieder nach vorn, wenn er nicht s├Ąmtlichen Bewegungsspielraum einb├╝├čen wollte. Seine Armmuskeln brannten und sein Schnaufen drang deutlich h├Ârbar aus dem Visier. Er steckte einen heftigen Hieb gegen den Helm ein, der ihn fast das Bewusstsein kostete. Jetzt musste er alles auf eine Karte setzen. Er lie├č Waffe und Schild fallen und sprang Bellamy an.

Bellamy Bourgeois
Bellamy setzte seinem Feind soweit nach, bis dieser keine Ausweichm├Âglichkeit mehr hatte. Er stand im wahrsten Sinne des Wortes mit dem R├╝cken an der Wand. Bellamy setzte nach und dann antwortete sein Gegner mit so einer verr├╝ckten Aktion, mit der nicht mal der Palasin im ersten Moment rechnete. Der Mann sprang ihn an! Verdutzt fing er ihn mit dem Schildarm auf, warum konnte er selbst nicht sagen und stie├č ihn dann brutal von sich. Sein Arm f├╝hlte sich nach der Aktion gewaltig taub an. Bellamy setzte nach und schlug nach dem R├╝cken seines Gegners.

Vermummter
Der andere machte eine Rolle, so dass das Schwert seinen R├╝cken nur streifte. Seine eigene Waffe lag nun hinter Bellamy. Er w├╝rde ihn nicht ohne weiteres dorthin lassen. Er ├╝berlegte rasch, wie er entweder dorthingelangen oder Bellamy attackieren konnte, ohne ein weiteres Mal derart von dem Schwert getroffen zu werden. Die Waffe war stumpf, aber damit geschlagen zu werden, verursachte trotz der R├╝stung heftige Beulen und Bluterg├╝sse und mit gen├╝gend Hieben auf den Helm wurde einem schwarz vor Augen. Also machte er eine weitere Rolle genau auf Bellamy zu, um ihm am Ende der Rolle mit Schwung die Fersen in den Leib zu hauen.

Bellamy Bourgeois
Bellamy sprang nach oben und trat zu, um seinen Angreifer in der Seite zu erwischen. Zeitgleich schlug er sein Schwert in den Boden um die Rolle des Angreifers auszubremsen. Er w├╝rde sich selbst den Kopf am Schwert sto├čen, sollte er weiterrollen. Bei der Vorstellung musste Bellamy leise lachen

Vermummter
Die Rolle erfolgte sehr schnell, doch die Beine, die den Palaisin hatten treffen sollen, traten ins Leere und die Rolle ging schwungvoll weiter. Es gab einen furchtbaren Knall, als genau das geschah. Bellamys Gegner donnerte mit dem Helm gegen das Heft. Ihm blieb nicht einmal Zeit, sich dar├╝ber zu wundern, wo das Schwert auf einmal hergekommen war. Der Mann fiel r├╝ckw├Ąrts in den Staub und blieb mit ausgestreckten Armen und Beinen liegen, w├Ąhrend er Sternchen sah.

Bellamy Bourgeois
W├Ąhrend sein Gegner mit ausgestreckten Armen und Beinen wie ein Maik├Ąfer liegen blieb, dr├╝ckte auf einmal ein Knie auf seinen Hals, als sich Bellamy ├╝ber ihn beugte und so fixierte. Das Schwert stacht neben dem Mann im Boden. "Du gibst auf?", h├Ârte er die Stimme des Palaisins fragen.

Vermummter
┬╗Ja┬ź, ├Ąchzte es schmerzvoll.

Bellamy Bourgeois
"Ein guter und schneller Kampf, dass muss man Dir lassen. Nimm den Helm ab, dann lass ich Dich frei", antwortete Bellamy.

Ciel Felicien de Souvagne
M├╝hsam hob sich eine Hand und schob das Visier nach oben. Ein ungew├Âhnlich gesund gef├Ąrbter Ciel grinste den Palaisin an. Aus seinen Haaren lief etwas Blut. ┬╗Danke, ebenso.┬ź

Bellamy Bourgeois
Der Palasin stand so schnell auf, als h├Ątte in eine Tarantel gestochen. Nerv├Âs blinzelte er den Prince an. "Eure Majest├Ąt, es tut mir leid... ", keuchte er.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel setzte sich auf und blieb sitzen. Ihm war schwindlig und er musste mit dem Aufstehen warten. ┬╗Es war doch ein sehr guter Kampf┬ź, fand er. ┬╗Oder? Ihre Analyse?┬ź

Bellamy Bourgeois
"Es war ein sehr guter Kampf, aber Ihr teilt Eure Kr├Ąfte falsch ein und Ihr f├╝hrt nicht jeden Hieb sauber aus. Zuerst Perfektion Herr, die Schnelligkeit folgt von allein. Irgendwann haben sich Eure Muskeln bereits jeden Hieb gemerkt, dass Ihr den Kopf daf├╝r nicht mehr ben├Âtigt. Wenn es soweit ist, sollten sie den Hieb exakt ausf├╝hren, denn dann ist die Korrektur einer Fehlhaltung oder Falschausf├╝hrung kaum noch m├Âglich. F├╝hrt ihr die Hiebe aber pr├Ązise aus und Eure Muskeln merken sich dies, seid Ihr schneller als jeder der dar├╝ber nachdenken muss - es wird zu einem Automatismus. Ihr beschlie├čt zu handeln und Euer K├Ârper handelt bereits. Das ist der Kern eines Schwertmeisters. Eins mit sich und der Waffe", erkl├Ąrte Bellamy freundlich und reichte Ciel die Hand zum Aufstehen.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel griff die Hand und zog sich auf die F├╝├če. Er zog sich den Helm ab und klemmte ihn unter seinen Arm, so dass seine Haare nach oben standen, die Zerbino ihm kurz zuvor noch so sorgsam gek├Ąmmt hatte. Er nickte auf Bellamys Analyse hin kurz. Die Tipps waren pr├Ązise und brauchbar. ┬╗Den Automatismus zu erlangen, braucht vermutlich an erster Stelle viel ├ťbung. Wie oft trainieren Sie?┬ź

Bellamy Bourgeois
"T├Ąglich um die 8 - 10 Stunden, mit allem was dazugeh├Ârt. Also nicht reines Waffentraining, sondern Aufw├Ąrmen, Ausdauer, Schnelligkeit, Waffenhandhabung verschiedener Waffengattungen, Wissen und so weiter. Ein Schwert muss sich jederzeit genauso vertraut anf├╝hlen wie ein S├Ąbel oder ein Florett. Falls es das nicht tut, habe ich eine Waffe nicht verinnerlicht und muss nachbessern. Sprich ihr vertrauter werden. Waffen die einem nicht vertraut werden, darf man zu keiner Zeit f├╝hren. Vergleicht es mit einem Paar, Ihr und die Waffe seid ein Paar. Falsch gew├Ąhlt, wird der eine den anderen verlassen oder betr├╝gen. Richtig gew├Ąhlt und man ist unschlagbar. So hat jeder Schwertmeister, auch Ihr wenn Ihr die Proffession anstrebt irgendwann eine Waffe die er t├Âdlicher als jede andere beherrscht. Da er all ihre Schw├Ąchen, St├Ąrken und auch Eigenarten kennt. Und ja, ich benannte die Schw├Ąche zuerst. Denn die Schw├Ąche des Partners und die eigenen zu kennen und zu seinem Vorteil umzum├╝nzen, dass ist gemeinsame St├Ąrke", erkl├Ąrte Belly.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Oh┬ź, sagte Ciel wenig begeistert ob des Vergleichs. Er blickte kurz in die Richtung, wo sich nun die Hochzeitsg├Ąste vergn├╝gten. Er hatte niemandem gesagt, wohin er nach der gescheiterten Hochzeitsnacht verschwunden war. Und hier im Gef├Ąngnis w├╝rde man ihn vermutlich als letztes suchen. Dann schmunzelte er etwas. ┬╗Daf├╝r hat man ja einen Palaisin, der sich mit derlei Dingen auskennt. Man kann nicht alles gleich gut k├Ânnen. Ich habe Ihnen etwas mitgebracht.┬ź Er ging zur T├╝r des Hofes, sprach kurz mit dem Personal und kurz darauf reichte man ihnen zwei gro├če Gl├Ąser Fr├╝chtebowle mit einem Strohhalm, von denen Ciel eins dem Palaisin gab.

Bellamy Bourgeois
"Kein entt├Ąuschtes Oh Herr. Eine Waffe verlangt fast keine Gegenleistung, nur Pflege. Habt Ihr Euch nie gefragt, warum ich niemals geheiratet habe? Nun warum solltet Ihr. Ich verrate es Euch trotzdem, weil es den ganzen ├ärger nicht wert ist. Meine Liebe gilt meinem Schwert und keiner Frau. Falls ich ein Bed├╝rfnis dieser Art versp├╝re, suche ich mir eine Frau f├╝r das Bed├╝rfnis. Aber ein gutes Schwert hat man immer an der Seite. Es n├Ârgelt nicht, es stellt keine Forderungen, es verlangt keinen Beischlaf wenn ich keine Lust habe, es liegt mir nicht in den Ohren was ich besser machen sollte, es n├Ârgelt nicht an meiner Person oder meiner Kleiderwahl herum, es verlangt nur eine gute Scheide und perfektes Waffen├Âl. Mehr nicht", sagte Bellamy und nahm mit dankbarem Nicken die Bowle entgegen. "Habt Dank f├╝r die Erfrischung.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel schl├╝rfte ebenso an seiner Bowle, w├Ąhrend er ├╝ber das Gesagte nachdachte. ┬╗Eine sehr interessante Sichtweise. Und im gewissen Sinne durchaus nachvollziehbar. Haben Sie es einmal mit einer festen Beziehung versucht, dass Sie zu dieser Erkenntnis gekommen sind oder war dies von Anfang an ihre Meinung?┬ź

Bellamy Bourgeois
"Es war von Anfang an meiner Meinung, dass eine feste Frau fester Balast ist. Wozu sollte ich mich mit den allt├Ąglichen Dingen einer Beziehung belasten? Ich habe und hatte stets ganz andere Sorgen Herr. Meine Sorgen waren v├Âllig ausreichend, als das ich noch die Pseudo-Sorgen eines Weibsbilds ben├Âtigt h├Ątte. W├Ąhrend sich unsereins um die Sicherheit eines Landes sorgt, fragt sich eine Frau ob das Rose der Vorh├Ąnge zu ihren Schuhen passt. Was schert mich das? Mich interessiert nur ein anderes Rosa und dann wenn ich darauf Lust habe. Das reicht v├Âllig", schmunzelte Belly.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciels Gesicht nahm einen ziemlich missmutigen Ausdruck an. ┬╗Das sah ich auch so, bis mir jemand sagte, dass es genau unsere Aufgabe ist - daf├╝r zu k├Ąmpfen, dass unsere Frauen keine anderen Sorgen als diese haben. Was ja auch richtig ist. Der Trick, um diese Problemchen zu ertragen, ist vermutlich, Gespr├Ąche mit ihnen einfach zu vermeiden und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Wobei wieder die Frage w├Ąre, was das Wesentliche ist, wenn man sich nicht mit ihnen unterhalten kann.┬ź Ciel vermutete, dass er die Antwort des Palaisins kannte. Er wurde das Gef├╝hl nicht los, einen riesengro├čen Fehler begangen zu haben. Andererseits war Olivie nun in Sicherheit. Und er hatte Ruhe vor dem Dr├Ąngen seines Vaters. Olivie hatte gesagt, dass sie sehr gl├╝cklich war mit ihm. Von der Sache her war alles gut, nur die Hochzeitsnacht hatte er verdorben. ┬╗Was geschieht, wenn eine Frau nicht den Beischlaf erh├Ąlt, den sie verlangt?┬ź, wollte er wissen. Wenn der Palaisin das Thema von sich aus schon einmal angeschnitten hatte, konnte es nicht schaden, ihn dazu zu befragen.

Bellamy Bourgeois
"Herr wir leben in einem Land das strikte Traditionen, Werte und eine Hirarchie hat. Das hei├čt, nicht jeder Mann ist daf├╝r geschaffen oder geboren eine Frau zu ehelichen und sich fortzupflanzen. Ich bin Krieger, ich werde mir keine Frau nehmen. Jeder andere Krieger sollte ├Ąhnlich denken. Lassen wir mal die pers├Ânlichen Gr├╝nde beiseite und denkt an Ameisen. Ameisen sind tolle Tiere, sie haben einen Staat so wie wir in ganz winzig. Dort gibt es einen Duc, allerdings ist der eine Frau. Das st├Ârt uns aber nicht. Dann gibt es die flei├čigen Arbeit, dass ist unser Volk. Und dann gibt es Krieger - das sind die, die daf├╝r sorgen dass der Ameisen-Duc seine Eier legt, Kinder schafft und die anderen arbeiten k├Ânnen, ohne dass ihnen was geschieht. Seht Ihr was ich meine? Krieger besch├╝tzen. Sie sorgen daf├╝r dass andere in Ruhe ohne Angst arbeiten k├Ânnen, sich Frauen und Kinder anschaffen k├Ânnen und haben ihren festen Platz als menschliche Mauer rund um unsere Gesellschaft. Das war meine Meinung, ist sie noch, auch wenn ich sie etwas weiter ausgelegt habe, als mir wohl zustand. Sagen wir einmal so, ich denke f├╝r diese aufopferungsvolle, selbstlose Arbeit steht den Kriegern ein Happen mehr zu als den anderen. Warum sollte ich mich nun mit einer Frau plagen? Sie lenkt mich von Dienst ab. Jeden anderen Krieger lenkt sie ebenfalls von Dienst ab. Er denkt in der Schlacht an sie und seine Kinder, sie denkt Zuhause an ihn und arbeitet auch nicht effektiv. Ist das n├╝tzlich? Wer einen zivilen Beruf hat und sagen wir einmal Bauer ist, der heiratet. Er ben├Âtigt sogar seine Frau oder Frauen. Jeder Adlige ben├Âtigt seine Frau und Frauen um die Linie zu erhalten. Jedenfalls die ersten S├Âhne. Aber die Nummer zwei oder Nummer drei schon nicht mehr. Viele wenden sich der Wissenschaft oder der Religion zu. M├╝ssen diese M├Ąnner heiraten? Meiner Meinung nach - nein. Sie k├Ânnen, sie m├╝ssen es aber nicht. Denn meiner Meinung nach lenkt eine Frau von den wesentlichen T├Ątigkeiten ab. Und wenn ein Mann ein Bed├╝rfnis versp├╝rt hat er eine Bedienstete, eine Professionelle oder eine gesunde Hand. Zumal ich die Professionellen Frauen niemals verurteilt habe. Sie sind es doch, die daf├╝r sorgen, dass frustierte M├Ąnner nicht auf Jagd gehen. Man sollte ihnen mehr Ehre erweisen. Auch wenn es in unserem Land kaum welche gibt. Aber was ist eine M├Ątresse eines Adligen anders, als eine Privatnutte f├╝r einen Mann? Sind wir da ehrlich. Zu Eurer Frage, was geschieht wenn eine Frau nicht zufrieden ist mit dem Beischlaf den sie erh├Ąlt. Meine Antwort. Schert Euch das? Die Frau ist dem Manne untergeordnet, die Frau hat dem Manne zu dienen. Das hei├čt, sie hat Euch zu befriedigen als Euer Weib. Tut sie dass nicht, k├Ânnt Ihr sie sanktionieren. Sie ist rechtlos, sie ist Eure Frau. Ihr kennt doch das Gesetz Herr. Eine Frau hat den gleichen rechtlichen Status wie ein Minderj├Ąhriger. Sie ist Euch untergeordnet und im Gegensatz zu einem Minderj├Ąhrigen wird sie niemals Rechtskr├Ąftig. Entweder untersteht sie ihrem Vater, ihrem Ehemann oder ihrem Bruder. Hat sie keines von dem - untersteht sie ihrem n├Ąchsten m├Ąnnlichen Verwandten. Fehlt dieser hat sie einen Vormund. Wenn Ihr Eure Frau liebt, dann fragt Ihr sie nach Ihren W├╝nschen. Das verstehe ich und w├╝rde ich jemals so f├╝r eine Frau empfinden, w├╝rde ich das sogar tun. Habe ich aber nie. Drum h├Ątte ich so wie ich bin heute eine Frau, w├╝rde ich mit ihr den Beischlaf vollziehen und als Mann erwarten dass sie MIR MEINE W├╝nsche erf├╝llt. Ist sie eine gute, gehorsame Ehefrau darf sie mir ihre W├╝nsche benennen. Ob ich sie erf├╝lle? Wer wei├č, wenn sie mir gefallen ja. Ansonsten nein. Das entscheide ich, sie hat nichts zu entscheiden. Sie ist nur eine Frau", erkl├Ąrte Bellamy grinsend.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel h├Ârte sich Bellamys Meinung ruhig an. ┬╗Auf Ihre Weise haben Sie sicher Recht┬ź, brummelte er und schl├╝rfte den Rest seiner Bowle aus. Ciel sah sich nicht als Krieger, auch wenn er als Feldherr Souvagnes gedient hatte. Es war nicht das, als was er sich in seinem Innersten f├╝hlte. Er f├╝hlte sich allerdings auch nicht als normaler Ehemann. Er wusste nicht, als was oder wer er war. Sein Innerstes war zutiefst ersch├╝ttert und alles war durcheinandergeraten. Er hoffte, wenn er m├Âglichst viele verschiedene Sichten auf die selbe Sache h├Ârte, w├╝rde er vielleicht herausfinden, was davon am meisten auf ihn zutraf. Das Problem daran war, dass jeder auf seine Weise recht zu haben schien und er nicht wusste, an wem er sich orientieren sollte. ┬╗F├╝r wen und was halten Sie mich┬ź, wollte Ciel wissen.

Bellamy Bourgeois
"Ich Euch? F├╝r einen Gelehrten mit einem sehr scharfen Verstand, einem ebenso scharfen Schwert und wenn es sein muss mit gleicher scharfer Zunge. Ihr seid so etwas wie ein Kampf-Gelehrter, wo andere Kampfmagier sind. Ihr seid ein Forscher, der sich sehr gut selbst seiner Haut erwehren kann. Aber Ihr seid auch ein Duc-Sohn, einer der Trinit├Ąt wie wir zu sagen Pflegen. Krone/Kopf, Schwert/Herz, Verstand/Hand. Ihr seid der Verstand der hand-elt, versteht Ihr?", schmunzelte Belly.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel ├╝berlegte. ┬╗Damit seid ihr der Erste, der mich der Hand zuordnet, bislang galt ich als Kopf. Aber bisweilen scheinen wir drei die Rollen zu tauschen┬ź, sinnierte er. Vielleicht lag Bellamy mit seiner Einsch├Ątzung gar nicht so falsch. Vielleicht war wirklich eher Dreaux der Kopf von ihnen dreien. Ciel hob sein im Dreck liegendes ├ťbungsschwert auf und schob es in die Scheide. ┬╗Ich bedanke mich f├╝r den Kampf und das Gespr├Ąch. Man wird auf dem Fest auf mich warten. Ich sollte meine eigene Hochzeit nicht auf dem Hof eines Gef├Ąngnisses verbringen.┬ź

Bellamy Bourgeois
"Darf ich fragen warum Ihr dieses Schwert gew├Ąhlt habt? Was hat Euch an dieser "Waffe" gereizt? Ihr scheint mit Euch zu hadern Herr. Denkt dar├╝ber nach. Ein Spruch aus den alten Schriften die fast jeder Schwertmeister kennt besagt - Eine Waffe muss mit dem Herzen und dem Verstand gew├Ąhlt werden. Gibt es auch nur den geringsten Zweifel, muss die Waffe verworfen werden. Ist es mit einer Frau nicht ├Ąhnlich? Ihr zweifelt, weshalb? Ihr k├Ânnt mir die Frage beanworten. Wichtiger ist jedoch sie Euch selbst zu beantworten. Fragt Euch f├╝r Euch selbst, warum habt Ihr diese Frau gew├Ąhlt. Was war Euer Grund, was wolltet Ihr erreichen. Dann fragt Euch, wie jene Frau sein m├╝sste, die Ihr wirklich heiraten wolltet. Was m├╝sste sie haben? Wer m├╝sste sie sein? Und letztendlich fragt Euch - ob es wirklich eine Frau sein m├╝sste. Manche finden auch Ihr Gl├╝ck in der Umarmung eines Mannes. Jedenfalls w├Ąrt Ihr Euch geistig von der H├Ąrte und St├Ąrke ebenb├╝rtig. Eine Frau ist nicht schlecht, dass m├Âchte ich nicht gesagt haben. Aber ihr Bereich ist das Miteinander, das Soziale, das Sanftm├╝tige - also das Gegenteil vom dem, was ich verk├Ârpere. Ich kann nur mit einem Mann befreundet sein, das Lager teile ich aber nicht aus Freundschaft, versteht Ihr? Fragt Euch das und Ihr beantwortet Euch selbst dass, was Ihr sucht. Ich danke Euch f├╝r den guten Kampf und das interessante Gespr├Ąch Herr. Nein Ihr seid eine Hand, ihr denkt und handelt. Ein Kopf schickt andere. Ihr geht selbst", erkl├Ąrte Belly und verneigte sich.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel blickte zur Seite. ┬╗Die Frage zu meiner Frau k├Ânnte ich Ihnen beantworten, wenn ich die Antwort kennen w├╝rde. Darum bin ich hierher gekommen. Um wieder klar im Kopf zu werden und die Anspannung loszuwerden.┬ź Ciel wusste einfach nicht, was schief gelaufen war. Er liebte Olivie und fand sie k├Ârperlich ausgesprochen reizvoll. Er liebte ihre weiche Gestalt, ihr sch├Ânes Gesicht, ihre zarten Br├╝ste und ihren s├╝├člichen Duft. Er hatte es genossen, ihren Leib zu erkunden. Und doch hatte irgendwas schlussendlich in ihm blockiert. Aber was? Er dachte an Ferrau, der ihm vor einiger Zeit wegen seiner Schmerzen mit der Hand geholfen hatte. Das hatte er zugelassen, nachdem er Ferrau die Richtung vorgegeben hatte, bis zum Ende. Wo lag der Unterschied? Ciel gr├╝belte. Er glaubte nicht, dass es daran liegen w├╝rde, dass er vielleicht nur auf M├Ąnner stand, sonst w├╝rde er Olivie nicht so anziehend finden und w├Ąre bei der Hochzeitsnacht nicht so erregt gewesen. Der Knackpunkt musste an einer anderen Stelle liegen. Aber wo? Wen konnte er fragen? Ferrau hatte keine Ahnung. Olivie auch nicht. Und Ciel am allerwenigsten. Er zog das ├ťbungsschwert nun doch wieder aus der Scheide und legte die Finger fest um den Griff. Er hielt sie so, dass Bellamy die Klinge sehen konnte. ┬╗Diese Waffe habe ich gew├Ąhlt, weil sie mir zweckdienlich erschien. An ihr ist kein Firlefanz zu finden, sondern sie tut, was sie tun muss. Sie liegt gut in der Hand, L├Ąnge und Gewicht sind perfekt f├╝r mich und sie macht einen robusten Eindruck. Was schlussfolgern Sie daraus?┬ź

Bellamy Bourgeois
"Ihr braucht beides, Effektivit├Ąt und Sch├Ânheit. Schlichte Sch├Ânheit und t├Âdliche Eleganz. Ihr ben├Âtigt einen Mann und eine Frau, das ben├Âtigt Ihr. Sucht Euch einen Mann der Euch die Sicherheit gibt, damit Ihr Eure Frau genie├čen k├Ânnt. Ihr seid kein Mensch f├╝r Pomp und Prunk. Ihr seid ein Prince in R├╝stung, Eure Krone ist Euer Helm oder ein Stirnreif. Euer Zepter ist Euer Schwert. Und in Eurer Hand ist es keine Waffe und kein Prunk, es ist ein Werkzeug. Ihr seid Eurem Vater sehr ├Ąhnlich und dennoch eine gewaltige Menge schlichter vom Gem├╝t. Ihr k├Ąmpft weil Ihr m├╝sst", erkl├Ąrte Belly freundlich.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel ├╝berlegte. Er ├╝berlegte lange und dachte sehr scharf nach, was man an seinen leicht zusammengekniffenen Augen sah. ┬╗Wissen Sie was? Das k├Ânnte hinkommen.┬ź Das Problem bei der Sache war, dass Olivie genau das verschm├Ąht hatte - die Hilfe eines zweiten Mannes. Die Stimmung im Bett war gekippt, als Olivie Zerbino als einen alten Knacker bezeichnet hatte und deutlich gemacht hatte, dass sie den Leibdiener keinesfalls im Bett w├╝nschte. Danach war Ciels ohnehin hohe Anspannung ins Unermessliche gestiegen und hatte alles ruiniert. Er musterte Bellamy intensiv. ┬╗Schon erstaunlich, dass ausgerechnet Sie mir den vielleicht wichtigsten Hinweis f├╝r meine Ehe mit auf den Weg geben. Sie, der wegen ├ťbergriffigkeit im Gef├Ąngnis seiner Strafe harrt. Sie haben auf den Punkt gebracht, woran etliche andere Leute mit ihren Beratungsk├╝nsten gescheitert sind. Das ist schon seltsam. Ihre Beschreibung meiner Person ehrt mich. Besonders der Vergleich mit meinem Vater. Er ist ein gro├čer Mann.┬ź Ciel bedauerte, dass Bellamy nicht ihm geh├Ârte. Er h├Ątte ihn gern behalten. Sein Vater hatte gut gew├Ąhlt. Aber er war froh, dass er sich den Palaisin gelegentlich ausborgen konnte. ┬╗Warum teilen sie das Lager nicht aus Freundschaft? Aus moralischen Gr├╝nden oder reizt sie das nicht?┬ź

Bellamy Bourgeois
"Ich teile das Lager nicht mit einer Frau aus Freundschaft, mit einem Mann schon", grinste Bellamy. "Zur v├Âlligen Entspannung ben├Âtigt man Vertrautheit und die entsteht nur mit Vertrauen. Wenn man reine Lust abreagiert, vertraut man doch nicht. Man tut es einfach, man sah etwas, eine Frau, m├Âchte sie, m├Âchte die Lust ausleben und das war es schon. Schl├Ąft man neben dieser Frau ein? Ich nicht. Ihr hattet was anderes im Sinn, Ihr hattet Vertrauen und N├Ąhe im Sinn. Also ben├Âtigt Ihr beides. Euer Vater ist ein gro├čer Mann und er sieht die Sache ganz ├Ąhnlich wie ich - nur auf seine eigene Weise. Oder hat er jemals den Umstand ge├Ąndert, dass Frauen die gleichen Rechte bek├Ąmen wie M├Ąnner? Nein, da er die gleiche Meinung hat wie ich. Oder besser gesagt, meine Meinung ├Ąhnelt seiner. Er sieht die Aufgabe der Frau im innerl├Ąndischen und innerfamili├Ąren. Nicht in der Politik, in der Schlacht oder sonstwo. Die Frau ist jene die die Kinder bekommt und im Nest bleibt. Das hei├čt nicht, dass man sie nicht achtet, im Gegenteil. Denn jeder der f├╝r sie und ihre Sicherheit k├Ąmpft, geht die Gefahr ein f├╝r sie zu sterben. Und wir als Gardisten tun dies stellvertretend, versteht Ihr? Euren Vater hingegen interessieren die Meinungen seiner Frauen - da er sie liebt und sie ihm wichtig sind. Es sind seine Gef├Ąhrtinnen vermute ich. Zumindest Eure Mutter, wenn man den Ger├╝chten und dem Tratsch glaubt. Dennoch hat Eure Mutter ihre Aufgabe und der Duc die seine. Sie k├Ąmen beide nie auf die Idee zu tauschen. Ben├Âtigt Ihr also beides - einen Bewahrer sprich eine Frau und einen Entdecker - sprich einen Mann, dann m├╝sst Ihr Euch beides anschaffen. Besser kann ich es Euch nicht erl├Ąutern Herr. Es freut mich sehr, dass Ihr zu Eurem besonderen Tag hergekommen seid. Ich hielt Euch zuerst f├╝r einen Kollegen der bestraft werden soll", schmunzelte Belly.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Sie vollziehen also auch den Beischlaf mit m├Ąnnlichen Personen oder meinen Sie, dass Sie mit diesen ohne Intimit├Ąt nebeneinander liegen zum Schlafen?┬ź, fragte Ciel in der ihm eigenen f├Ârmlichen Art und Weise. ┬╗Ich sehe die Position der Frau in unserer Gesellschaft exakt wie mein Vater und Sie. Dennoch m├Âchte ich, dass meine Frau sich bei mir wohlf├╝hlt. Das ist mir sehr wichtig. Irgendetwas hat dazu gefehlt, dass ich ihr das bieten konnte, ich wurde angespannt und stur und dank Ihnen wei├č ich nun, was das ist. Sie sind ein guter Palaisin und obendrein ein f├Ąhiger Beobachter und Berater. Wahren Sie Stillschweigen ├╝ber all das. Es war im ├ťbrigen durchaus meine Absicht, wie ein Mitgefangener zu wirken, da ich nicht wollte, dass Sie mich schonen. Das w├Ąre meinem Ziel abtr├Ąglich gewesen. Denn wie auf dem Schlachtfeld f├╝hlte ich mich. Ich wollte, dass sie mich als ebenb├╝rtigen Gegner betrachten, damit wir uns im fairen Kampf messen k├Ânnen.┬ź

Bellamy Bourgeois
"Beides. Wobei es mit einem Mann etwas ganz anderes ist, es ist ein Spiel von beiden Seiten. Mit einer Frau ist ein einseitiges Spiel. Dass Ihr Euch w├╝nscht, dass es Eurer Frau gut geht, zeigt, dass Ihr ihren Schutz und Ihr Wohlergehen ernst nehmt. Es muss nichts gefehlt haben, dass Ihr nicht geleistet habt. Es k├Ânnen auch ├╝berzogene W├╝nsche oder nicht offengelegte W├╝nsche Eurer Frau gewesen sein. Ihr sorgt f├╝r alles was sie ben├Âtigt. Angefangen vom Dach ├╝ber dem Kopf, bis zur Kleidung und Nahrung. ├ťber den Schutz und die Zuneigung. Also was sollte fehlen? Anpassen muss sich die Frau in Euer Leben nicht umgekehrt. Die Frau wird dem Manne ├╝berreicht vom Vater. Oder zieht Ihr etwa in die Burg Eurer Ehefrau? Nehmt Ihr ihren Namen an, w├Ąre er anders? Nein. Ich wahre immer Stillschweigen Herr und bis jetzt kamen wir beide immer sehr gut miteinander aus. Eure Frau soll Euch sagen woran es lag. Aber erwartet nicht zu viel, denn manchmal oder sogar sehr oft wissen es die Frauen selbst nicht. Es fehlt irgendwas um sich wohl zu f├╝hlen. Manchmal, gestattet mir die Aussage, ist es irgendwelcher Plunder um sich heimisch zu f├╝hlen. Ihr k├Ânnt tonnen von Kuscheldecken, Kissen und Kaminen anschleppen - nein genau dort musste noch eine Nackenrolle liegen, damit es rund ist. Wer es glaubt, damit sie das letzte Wort hat. Ihr habt zwei Br├╝der Herr, w├Ąhlt einen Verb├╝ndeten. Ich hoffe wir sehen uns nach meiner Verurteilung noch einmal wieder", sagte Belly.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Wir werden uns wiedersehen┬ź, versprach Ciel. ┬╗Ich werde auch auf dem Richtplatz anwesend sein. Dominique ist ein f├Ąhiger und professionell vorgehender Mann, er wird Ihnen nicht mehr antun, als das verordnete Strafma├č. Denken Sie an das P├Ąckchen, was ich Ihnen zusteckte.┬ź

Bellamy Bourgeois
"Ich denke an kaum was anderes und daran es hoffentlich zu ├╝berleben. Aber einerseits habe ich vor nichts mehr Angst als vor dem Danach. Was wird danach aus mir werden? Wisst Ihr das? Ich werde doch garantiert nicht zur├╝ck in den Dienst d├╝rfen...", ├╝berlegte Bellamy kleinlaut.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Sie werden ├╝berleben. Denn nichts anderes besagt das Strafma├č. Ich habe mit meinem Vater noch nicht dar├╝ber gesprochen, was danach mit Ihnen geschehen soll. Ich vermute aber, dass Ihre Schuld mit dem Verb├╝├čen der Strafe ges├╝hnt ist. Sie vergriffen sich nicht in Persona an dem Opfer. Ihr Vergehen war, dass sie wegsahen. Darum glaube ich, dass mein Vater es dabei bewenden lassen wird.┬ź

Bellamy Bourgeois
"Ich vermute er wird mich des Amtes entheben und an einen Posten setzen, der jedem klar macht, was mit einem wie mir geschieht. Euer Vater ist in solchen Dingen sehr gradlinig. Je kleiner und wehrloser das Opfer, je h├Ąrter seine Strafe. Das ist auch richtig so und ich sollte es ebenso sehen, aber... ich sah.... sah nichts", sagte Bellamy.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Mit was f├╝r einem Posten rechnen Sie denn?┬ź, fragte Ciel. ┬╗Und, wenn Sie gewillt sind, mir die Frage zu beantworten - was brachte Sie wirklich dazu, wegzusehen?┬ź

Bellamy Bourgeois
"Mit einem Posten in den unteren R├Ąngen oder noch tiefer bei den einfachen Bediensteten die schleppen m├╝ssen. Was mich dazu brachte, war die Loyalit├Ąt zu meiner Gruppe. Die manche Sachen ganz ├Ąhnlich sieht wie ich. Sie sahen bei mir ebenfalls weg, wenn ich mir das nahm, auf was ich Appetit hatte. Ich habe nicht nach einer Zustimmung gefragt, versteht Ihr? Diese Truppe ist f├╝r viele von uns die einzige Familie die wir haben. Und die meisten von uns sind nicht sehr sanftm├╝tig gestrickt. Aber wir sind trotz all unserer gro├čen und kleinen Fehler Euch absolut loyal gesinnt. Vielleicht ist die Loyalit├Ąt aber auch da gebrochen, wo wir zwar Euren Schutz gew├Ąhrleisten, aber nicht immer Euren willen. Sollte ich gehen m├╝ssen, sollte Boldi mein Nachfolger werden. Aber ich vermute dass wird er nicht, da er sehr nachsichtig ist oder?", fragte Belly.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ich wei├č, dass Boldisz├ár k├╝rzlich ein Gespr├Ąch mit meinem Vater hatte, aber mir sind die Inhalte nicht bekannt. Ich vermute aber nicht, dass er in die n├Ąhere Auswahl f├Ąllt, da er daf├╝r bislang zu wenig mit meinem Vater zu tun hatte. Zum Posten des Palaisin geh├Ârt neben au├čerordentlichen Kampff├Ąhigkeiten in erster Linie sehr viel Vertrauen. Mehr noch als bei jedem anderen legt man sein Leben in dessen H├Ąnde. Ich hatte hier und da Gespr├Ąche mit Boldisz├ár. Er ist ein guter Mann, aber ob er zum Palaisin taugt? Das Kommando ├╝ber die gesamte Leibgarde w├╝rde ihm obliegen. Halten Sie das f├╝r zweckdienlich?┬ź

Bellamy Bourgeois
"Nein, er m├╝sste noch mit seiner Aufgabe wachsen. Aber ich w├╝rde es ihm dennoch g├Ânnen. M├Âglicherweise w├╝nscht er es sich aber nicht einmal selbst, sondern ist lieber Befehlsempf├Ąnger. Das hat auch Vorteile, sehr gro├če sogar wie man sieht. Ich bin selbst hier, da ich als Vorgesetzter versagt habe Herr. Es ehrt mich, dass Ihr so ├╝ber mich denkt", antwortete Bell.

Ciel Felicien de Souvagne
Der Palaisin wirkte f├╝r seine Verh├Ąltnisse ziemlich geknickt. Aber das war auch Sinn einer Strafe. Und dass eine Strafe verdient war, dem stimmte Ciel zu. Bei Nathan h├Ątte von Seiten des Palaisins eine sehr deutliche Grenze f├╝r seine Gardisten gezogen werden m├╝ssen. Dennoch klopfte Ciel ihm kurz gegen den Oberarm. ┬╗Ich muss nun gehen. Denken Sie an mein Versprechen.┬ź

Bellamy Bourgeois
"Passen Sie auf sich auf, Sie sind wesentlich mehr als Sie selbst sehen. Es war eine Ehre Ihnen dienen zu d├╝rfen... in der K├╝che und ├╝berhaupt", sagte Bellamy absolut ehrlich und respektvoll.

Ciel Felicien de Souvagne
Diese freundlichen Worte aus dem Mund des grobschl├Ąchtigen Palaisin r├╝hrten Ciel zutiefst. Er musste sich M├╝he geben, das nicht nach au├čen dringen zu lassen und weiterhin w├╝rdevoll-distanziert zu erscheinen. Er nickte nur knapp und schob das Schwert nun endg├╝ltig wieder in die Scheide. ┬╗Wir sehen uns.┬ź Damit ging er. Fort war Ciel, zur├╝ck auf einer Feier. Die beiden Angestellten traten in den Hof. Sie baten Bellamy, seine R├╝stung und das Schwert wieder abzulegen und ihn zur├╝ck in seine Zelle zu begleiten.

Bellamy Bourgeois
Bellamy legte die R├╝stung ab und legte das Schwert wie auch das Schild ordentlich daneben. Diesmal folgte er ihnen freiwillig, ohne b├Âsartige Gedanken und ohne jede Aggression.

Ciel Felicien de Souvagne
In seiner Zelle fand er einen Teller mit einem Abendbrot, Fleisch, warmes Brot, s├╝├čes Geb├Ąck und Obst, alles zusammengestellt aus dem Buffet der Hochzeitsfeier und ein weiteres Glas Bowle, diesmal mit Alkohol.

Bellamy Bourgeois
Bellamy schaute auf den Teller und nickte den beiden W├Ąchtern dankbar zu. Als er sie nach dem Einschluss nicht mehr h├Âren konnte, hockte er sich auf den Boden und a├č die Leckereien des Hochzeitsmahls, dabei musste er sich schwer zusammenrei├čen, damit ihn niemand h├Ârte. Wer noch nie sein Brot mit Tr├Ąnen a├č...

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