Is'emi "Die Temperamentvolle"

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Is'emi "Die Temperamentvolle" - Elementar der Luft

Beschreibung

Is’emi ist vom Wesen her ein Kind geblieben, und so ist auch dies das Erscheinungsbild, welches sie wählt, wenn sie sich zu einer Gestalt verdichtet. Die Herrin der Lüfte besitzt eine ausgesprochen verspielte Natur, die sich zum Leide der Erdbewohner auch schon einmal durch heftige Winde äussern kann. Sie geniesst das Leben in vollen Zügen und beschäftigt sich meist nur solange mit den Dingen, wie sie ihr auch Spass bereiten. Erhält sie einmal nicht ihren Willen oder wird sie erzürnt, reagiert sie trotzig und impulsiv, was bisweilen mächtige Unwetter zur Folge hat.

Es ist nie gewiss, wo sich die Herrin der Lüfte gerade aufhält, denn wie der Wind ist auch sie ständig in Bewegung und wird von manchen Völkern auch die „Rastlose“ genannt. Oft wird sie getrieben von Neugier und einem Tatendrang, der sie dazu bewegt, sich nur allzu gerne in fremde Angelegenheiten einzumischen. Dabei fragt sie ihrem Gegenüber gerne Löcher in den Bauch oder gibt ihm gut gemeinte Ratschläge. Mit ihrer Meinung hält sie nicht hinterm Zaun und verteilt sie ehrlich und direkt auch an diejenigen, welche sie nicht hören wollen.

Bei der Auswahl ihrer Freundschaften geht sie nicht wählerisch vor. Mit ihrer kontaktfreudigen und neugierigen Art und Weise erringt sie schnell das Wohlwollen ihres Gegenübers, welches jedoch meist auch schnell wieder verfliegt, sobald der Freigeist ein neues und spannenderes Projekt für sich entdeckt und sich aus dem Staub gemacht hat. Im Allgemeinen sind ihre Launen wechselhaft. Ihre gute Laune ist genauso leicht zu erschüttern, wie auch ihre Wut, ähnlich einem kleinen Kind, dem ein Stück Schoggi weggenommen und dafür dann ein Bonbon zur Besänftigung geschenkt wird.

Erscheinungsbild

Is’emi nimmt die Gestalt eines Kindes an, wenn sie in Erscheinung tritt. Ansonsten erinnert sie an einen Windhauch, der jeder Zeit und überall aufkommen und wieder abflauen kann.

Religion

Um Is’emi zu besänftigen und zu erfreuen hängen ihre Anhänger Windspiele an den Bäumen oder um ihre Häuser herum auf. Der Luftelementar wird vor Allem bei den Venthros verehrt, jedoch kommt es auch bei anderen Völkern vor, dass sie sich darum bemühen die Elemente bei Laune zu halten.

Die Venthros sind im Gegensatz zu manch anderem Volk nicht der Meinung, dass es nur eine Gottheit gäbe sondern glauben an das gesamte asameische Pantheon. Von ihren Magiern ist die Veränderung der astralen Machtgefüge nicht unbemerkt geblieben, als man den Elementargöttern ihre Macht raubte und jeder venthrische Gelehrte hat seine eigene Erklärung dafür, was eigentlich geschehen ist. Tatsächlich sind sie das einzige Elementarvolk, welches ahnt und zu wissen glaubt, dass sein einstiger Gott nurmehr ein Elementar ist.

Harpyien

Die dekadenten Harpyien, von denen es zahlreiche gibt, sehen in Is'emis kindlichem Gemüt eine Bestätigung ihres eigenen Verhaltens und betrachten sie als eine Art "Noldil der Lüfte", da sie die Verspieltheit Is'emis mit Zügellosigkeit gleichsetzen. Für sie ist Is'emi die Herrin der Freuden und der Genüsse, die sie lehrt, den Augenblick zu genießen und Vergangenheit und Zukunft zu vergessen. Sie glauben, inmitten des astralen Krieges hätte Is'emi erkannt, dass der Kampf nicht der richtige Weg ist, sondern stattdessen die Verdrängung aller irdischen Probleme und manifestiere sich seither als Kind und habe ihre Macht freiwillig abgegeben.

Die wenigen kriegerischen unter den Harpyien sehen in Is'emi eine "Herrin des Sturms", die niedergeworfen und von ihrem Feind gewaltsam in diese kindliche Gestalt gezwungen wurde, der ihr auch ihre Macht raubte. Wer dieser Feind überhaupt ist, dazu kursieren unterschiedliche Meinungen, meist wird Rakshor genannt, da er der Schutzherr des verfeindeten Chaos ist. Dass es Ainuwar gewesen sein könnte, ist eine ebenfalls verbreitete Theorie, schließlich ist dies der mächtigste unter den Göttern. Es gibt zahlreiche religiöse und philosophische Essays zum Thema, wie und durch wen die sogenannte Gestaltbeugung ablief und etliche Klagegesänge.

Greifen

Die Greifen sind jene, welche aufgrund ihrer tierähnlichen Natur Is'emi am besten verstehen. Ihre Interpretation des Elementars kommt der Realität am nächsten. Sie begreifen sie als eine Manifestation des Windes, ja, als den Wind selbst, dessen Handeln keinerlei Gut oder Böse kennt und völlig willkürlich ist. Darum glauben sie auch nicht, dass es richtig ist, den Wind durch Magie zähmen zu wollen, da man ihm so seine Seele rauben würde und schütteln die edlen Köpfe über die Versuche der Harpyien, Is'emi rational zu erklären. Doch finden ihre Worte bei ihren Reitern nur wenig Gehör und so behalten die Greifen ihre Ansichten meist für sich. In Hymaya ist aufgrund ihrer gesellschaftlichen Dominanz eher die Interpretation der Harpyien von Is'emi präsent.

Stand zu anderen Göttern

Da Is’emi oftmals kindlich erscheint, wird sie von den Göttern nicht wirklich ernst genommen und eher belächelt. Manche versuchen sie bewusst für ihre Zwecke zu nutzen, doch der Luftelementar ist genauso fassbar wie der Wind– nämlich gar nicht. Obwohl sie leicht zu beeinflussen ist, hält ihre Begeisterung für ein und dieselbe Sache meist nicht lange an und mit den richtigen Argumenten wird ein Feind schnell wieder zum Freund.

Für Is’emi stellen sich die Götter und Elementare wie eine riesige Familie dar, die sie zwar nicht alle gleich priorisiert, die aber doch irgendwie alle dazugehören. Deshalb gilt es sie zu ehren, zu respektieren, sie zu unterstützen und gelegentlich gar zu gehorchen. Natürlich ist es in einer Familie auch nicht unüblich untereinander Schabernack zu treiben oder sich gar zu streiten.

Clawis und Ardemia sieht die Luftelementar als Elternfiguren an, da sie beide einen engen Bezug zur Erschaffung der Materie und zur Natur haben. So sind es auch diese beiden, welchen sie vorrangig gehorcht.

Die anderen Elementare hingegen sieht sie als ihre älteren Brüder an, welche sie wiederum oft als kleinen Plagegeist wahrnehmen.

Noldil ist vergleichbar mit einer grossen Schwester, welche Is’emi bewundert und gerne als Vorbild nimmt. Wie auch der Luftelementar geniesst sie ihr Sein in vollen Zügen, was die beiden scheinbar verbindet.

Xerzai kann wohl am ehesten mit einer Grossmutter verglichen werden, denn ihr Wissen und ihre Weisheit reichen weit über die der anderen Gottheiten hinweg. Für jeden, der Interesse an ihren Erkenntnissen bekundet, hat sie ein offenes Ohr und etwas Zeit übrig. Gerne würde die neugierige Is’emi sie öfters tief unter dem Meeresspiegel besuchen, um ihr Löcher in den Bauch zu fragen.

Infiniatus hingegen spiegelt genau das Gegenteil von der grossmütterlichen Chronistin wieder. Seinem Ordnungssinn geht die kindliche Elementar lieber aus dem Weg und meidet belehrenden Begegnungen mit ihm.

Hingegen versteht sich der kleine Freigeist meistens gut mit Malgorion-Oril. Seine scheinbare Launenhaftigkeit erkennt sie bei sich selbst wieder und wird er ihr einmal zu suspekt, sucht sie ihn einfach später wieder auf.

Zu Rakshor hat Is’emi ein eher minderes Verhältnis. Auch wenn sie sie das Chaos weit mehr bevorzugt als die Ordnung, so kann sie ihm doch nicht verzeihen, dass seine Truppen die Venthros angreifen, und diese die Luftelementar deshalb immer wieder mit ihren Bitten in Kriegsangelegenheiten behelligen.

Zwischendurch gibt sich Is’emi gerne mit Dal ab, denn von der Listigen gibt es viel zu lernen. Zumindest wenn man lange genug in der Lage ist, ihre abstrakten Äusserungen zu ergründen. Obwohl die Göttin einen freiheitlichen Grundgedanken vertritt, langweilt sich Is’emi spätestens zu dem Zeitpunkt, wo die Goblin beginnt sich über Politik und Wirtschaft zu äussern.

Is’emi bezeichnet Segira gerne als Gouvernante, denn genau wie eine solche ist sie darum bemüht, dem kindlichen Freigeist Pflicht- und Ehrgefühl einzutrichtern. Dabei verhält sie sich ständig kühl und distanziert. Zwischendurch macht sich die Luftelementar eifrig daran, die Spassbremse mit Schabernack aus der Reserve zu locken. Dafür erntet sie meist jedoch bloss einen tadelnden Blick.

Ainuwar ist für das kindliche Wesen allzu unbegreiflich und rätselhaft. Sie empfindet ihn als unheimlich und beängstigend.

Geschichte des Elementars

Noch als Is'emi eine Göttin war, weigerte sie sich jegliche Verantwortung in der Geschichte Tasmerons einzunehmen und handelte nur aus ihren Launen heraus. Als Nyel und Kalmos darauf den Farisin und Shezem die Elementarmagie beibrachten, wurde Is'emi neidisch. Wie ein Kind, wollte sie plötzlich auch das haben, was die Anderen hatten. Sie verschwendete nicht viel Zeit mit der Suche ein geeignetes Volk zu finden, sondern entschied sich für das erstbeste Volk, was ihr in der Luft begegnete. Es handelte sich dabei um die Venthros.

Aufgrund dieses Verrats wurde Is'emi letztendlich auch von Clawis entmachtet. Im Gegensatz zu Kalmos und Garaxymo, welche die Entmachtung als Schande sahen, fand Is'emi sogar Gefallen dran. Denn nun als einfacher Elementar hatte sie weniger Pflichten und konnte ganz ihrem Wesen entsprechen. Nur die lästigen Venthros hingen ihr nun an der Backe und nervten sie mit Gebeten. "Lasst mich doch alle in Ruhe!", schrie sie einst einem Sturmkommandanten entgegen, der ihre Hilfe im Kampf gegen Rakshor erflehte.

Im Jahre 202 n.d.A. zerstörte sie die Zeltstadt Cheron aus einer spielerischen Laune heraus. Sehr zum Ärger Rakshors, jedoch zum Amusement von Malgorion.



Author: Zeexmix Fizzlegrinder