• Arashi

    Die Arashi sind ein Volk, welches in der Küstenregion im hohen Norden lebt. Sie leben unter der Besatzungsherrschaft der Frostalben, doch ihr Kampfgeist ist noch nicht gebrochen. Geografisch aufgeteilt ist das Land der Arashi in das Kaiserreich Arashima im Westen, und dem Rebellenstaat Hanran im Osten. Die Arashi leben streng nach einem Ehrenkodex.arashi1.png


    • Fraktion: frei
    • Land: Arashima
    • Sprache: Asameisch


    Volkslied - Für Kazrar:
    https://asamura.de/asamura_musik/fuer_kazrar.mp3
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    Aussehen


    Die Haut dieses Menschenvolkes ist hell bis bronzen, ihr Haar glatt und schwarz, die Augen dunkel. Sie werden 160cm-180cm groß, wobei die Männer einen eher dünnen Bartwuchs haben. Die schrägstehenden Augen sind dunkel, das Haar schwarz und glatt.



    Mentalität


    Ehre ist den Arashi sehr wichtig in ihrem Leben. Das Ehrgefühl der Arashi geht so weit, dass manche von ihnen Selbstmord begehen, wenn sie glauben, besonders unehrenhaft gehandelt zu haben. Wer besonders unehrenhaft war und sich nicht selbst umbringt, wird von der Familie und seiner Partei verstoßen und gilt als „vogelfrei“, was bedeutet, dass jeder auf die entsprechende Person Jagd machen darf um ihn zu töten und seine Ehre wiederherzustellen. Natürlich erhalten die Kopfgeldjäger dann eine entsprechende Entlohnung vom jeweiligen Adligen des Herrschaftsgebietes. Zu betonen ist, dass aufgrund der Tatsache, dass ein Arashi nicht lügen oder betrügen darf, bei den Arashi wenig Diebe, Betrüger, Schmuggler, Einbrecher u. Ä., da sie von allen verfolgt werden. Lediglich der in vielen Teilen von Asamura verrufene Beruf des Meuchelmörders/Auftragsmörders ist anerkannt, was aber zum Gedanken der Wiederherstellung von Ehre passt und daher ein ganz normaler Beruf für die Arashi ist.



    Kultur


    Die Kultur der Arashi baut ähnlich wie bei den Lichtalben stark auf Ästhetik auf. Die Arashi legen bei der Arbeit bewusst Pausen ein, oder nehmen sich bei ihrer Arbeit etwas mehr Zeit, damit die handwerklichen Erzeugnisse nachher schöner aussehen. Die Farbenfreude der Wohnungen, der Kleidung und Einrichtungsgegenstände bildet einen Kontrast zur Trostlosigkeit ihrer kalten und kargen Heimat. Schach ist ein weit verbreitetes Gesellschaftsspiel bei den Arashi.


    Alkohol, Tabak, Kaffee und Drogen wird man in Arashima nur selten finden. Nichts dergleichen wird hier produziert oder von anderen Völkern erworben. Dementsprechend gibt es auch keine Tavernen in Arashima. Wohl aber Gaststätten, wo Reisende übernachten können und Teehäuser.



    Gesellschaft


    Durch die Invasion der Frostalben ist die Gesellschaft zutiefst gespalten worden. Aber auch schon davor wurde ihre Geselschaft auseinandergerissen, da einige Arashi gegen die Besatzer kämpfen, andere Familien nach Nardien flohen, während wieder andere lieber in Frieden und politische Neutralität leben wollten und sich daher den kargen Norden als Besiedlungsgebiet aussuchten.


    Der Großteil des Adels und der Priesterschaft im Westen des Arashi-Gebietes sind überzeugte Unterstützer der Frostalben. Als der Krieg begann waren zwar einstmals noch alle Arashi geschlossen gegen die Frostalben in die Schlacht gezogen. Doch schon bei den ersten Niederlagen erkannten viele Adlige und Priester, dass der Krieg nicht gewonnen werden konnte.


    Die Rebellen befinden sich größtenteils im Südosten, wo sie noch weite Teile ihres Heimatlandes unter Kontrolle haben. Auch einige Adlige aus dem Westen sind zum Widerstand gegangen. Versorgungstechnisch, organisatorisch und militärisch sind die Rebellen den Frostalben unterlegen. Die letzte Niederlage (vor 10 Jahren) zeigte, dass die Arashi sich auf offenen Feld nicht mehr gegen die Besatzer zu Wehr setzen können. Die Rebellen nutzen daher ihre Ortskenntnisse und greifen in schnellen Offensiven an (Guerilla-Taktik). Dabei zerstören sie wichtige Versorgungsstraßen der Frostalben, schalten deren Befehlshaber aus, oder greifen aus dem Hinterhalt an und erledigen dabei eine ganze Division.



    Politik


    Arashima ist ein Kaiserreich an der Küstenregion im hohen Norden von Asamura. Rechtlich gesehen („de jure“) ist das Oberhaupt von Arashima immer noch der Kaiser. Faktisch („de facto“) ist Arashima jedoch ein Vasallenstaat des Frostkönigsreichs und wird von den Frostalben fremdbeherrscht. Trotz der gewaltsamen Übernahme durch die Frostalben, haben die Frostalben das politische System nicht zerschlagen. Im Rebellenstaat im Osten herrscht eine Militärregierung zusammengesetzt aus der Partei der gelben Blüte und der Widerstandspartei, die immer noch Widerstand gegen die Besatzer leisten.


    Politisch gesehen war der Kaiser von Arashima schon seit vielen Jahren nur eine repräsentative Figur.Der Kaiser und seine Familie waren sind aktuell nur Kultfiguren, Vorbilder für die Moral und die Werte der Arashi. Die politische Macht lag schon immer bei den Adligen, die sich in einem Adelsrat, in so genannten Parteien zusammenfanden. Diese Parteien dienen dazu, dass sich die die Adligen mit ihren vielen Einzelinteressen nicht endlos um ihre eigenen persönlichen Interessen streiten, sondern die Ideale und Ziele der Partei vorantreiben. Man soll ganzheitlicher denken zum Wohle des Volkes und des Kaiserreichs.


    Jeder Adliger kann frei seine Parteizugehörigkeit wählen. Die Familien, die im Herrschaftsgebiet des jeweiligen Adligen leben, sind ihm untergeordnet. Dabei müssen sie aber keinerlei harte Fronabgaben leisten, sondern sind lediglich Steuerzahler und dazu verpflichtet derselben Partei, wie der Adlige beizutreten.


    Eine Auflistung aller sechs Parteien in Arashima befindet sich ganz unten in der Beschreibung beim Unterpunkt "Sonstiges".



    Wirtschaft


    Die Arashi sind aufgrund ihrer hohen Arbeitsmoral ein wirtschaftlich und technologisch hoch entwickeltes Volk. Den Arashi ist durch jahrelange Züchtung gelungen eine Reisart zu schaffen, die für das kalte Klima im Norden geeignet ist. Die meisten Bauern bauen daher nur diese neue Reissorte an. Doch die Arashi ernähren sich auch von der Viehhaltung Schneehühner und Yaks sind ihre hauptsächlichen Viehtiere) und betreiben sehr exzessiv Fischerei, wobei sie auch auf Meeressäuger, wie Robben, Vielfraße, Wale, Robben, Seebären, See-Elefanten und Walrosse Jagd machen. Die Jagd auf Landtiere ist nicht sonderlich effektiv für die Nahrungsmittelbeschaffung, wohl aber für die Beschaffung von Fellen und Pelzen, weswegen auch hier ein Markt existiert.


    Im handwerklichen Sektor bringen sie hervorragende Schmiede hervor, die den zwergischen Schmieden in nichts nachstehen. Insbesondere die Schwerter der Arashi sind die qualitativ hochwertigsten Schwerter in ganz Asamura und zudem dabei noch recht günstig, da die Nachfrage auch bei der einfachen Bevölkerung sehr groß ist. Metalle bauen sie in naheliegenden Bergwerken ab. Auch haben sie eine recht große Holzwirtschaft und sie bauen sehr viel Steinkohle ab, bzw. produzieren Holzkohle in Köhlereien, da die Hütten in Arashima nahezu permanent beheizt sind.


    Die Glasbläserei und die Gläser sind ebenfalls ein wichtiger Beruf für die Arashi, aus den Grund, um die Häuser vor Kälte zu schützen. Bauingenieure und Zimmerleute haben aus diesem Grund eine ebenso große Bedeutung für die Arashi. Im Schiffsbau sind sie sehr erfahren und sie bauen passable Schiffe, vorrangig aber nur für die Fischerei. Ansonsten sind die Arashi auch noch für den Buchdruck bekannt.



    Magie


    Magie ist sehr selten im Kaiserreich Arashima. Es gibt vereinzelte Magier, jedoch haben diese nur sehr schlechte Kenntnisse im Vergleich zu anderen Völkern. Dies liegt vorrangig daran, dass Magie bei den Arashi als etwas Unehrenhaftes angesehen wird. Die wenigen Magier bei den Arashi stammen alle aus der Priesterschaft, welche ohnehin in ihren Tempeln weit außerhalb der Städte lebt.



    Geschichte


    Die Arashi sind eine alte Menschenkultur, über deren Anfänge wenig bekannt ist.


    Im Jahr 178 n.d.A. gab Maldian Anurion, Regent der Frostalben, den göttlichen Befehl, Arashima zu besetzen, um sie vom wahren Glauben an Malgorion zu überzeugen. Völlig überrascht von der Invasionsarmee wurde die kaiserliche Armee bei Kagohiro im Jahr 180 n.d.A. vernichtend geschlagen. Kaiser Shiro Hakoma musste kapitulieren und wurde später durch Kaiser Nán Shiguo ersetzt, der auch bis heute noch regiert.


    Schon im ersten Kriegsjahr stand die frostalbische Invasorenarmee vor der Festung Okoyano, welche sie nicht einnehmen konnten und sich dann weiter Richtung ausbreiteten. Zu der Zeit konnte sich im Osten aber schon eine Rebellenarmee formen, die seitdem Widerstand gegen die Besatzer leistet. Der Westen hingegen ist bis auf die Festung Okoyano, der Heimat der Segirai, unter Fremdherrschaft der Frostalben.



    Sonstiges


    Es gibt insgesamt sechs bedeutende Parteien in Arashima:


    1. Fortschrittspartei


    Die Partei setzt sich für technologischen Fortschritt und freien Handel ein. Sie sind zukunftsweisend und verlieren sich manchmal in Träumen und nicht durchsetzbaren Visionen. Da mit den Frostalben neue Technologien und wirtschaftliche Impulse gesetzt wurden, sind sie weitestgehend Befürworter der frostalbischen Fremdherrschaft.


    2. Blaues Rad


    Sie sind eine Partei von gemäßigten Realisten. Sie verstehen die Weltgeschichte und die Zeit, als ein „sich drehendes Rad“. Irgendwann kommt alles wieder, und alles ist irgendwie richtig so, wie es gerade ist. Dennoch gibt es auch Gegner der frostalbischen Fremdherrschaft in ihrer Partei, da Manche der Meinung sind, dass sich das Rad seit den Frostalben „in die falsche Richtung dreht“.


    3. Roter Drache


    Einstmals die Partei, die mit sehr offensiven Mitteln die Macht des Kaiser und ihrer Partei ausweiten wollte. Sie steht für Stärke und sind Befürworter einer autoritären Herrschaft. Als die Frostalben das Land besetzten und es sich nach den ersten Kriegsjahren herausstellte, dass die Partei des roten Drachen und der Kaiser den Krieg verlieren würden, erkannten sie, dass nicht der Kaiser den göttlichen Auftrag hat das Land zu regieren, sondern stattdessen die Frostalben als neue autoritäre Herrschaftsgewalt über das Land herrschen soll.


    4. Traditionspartei


    Die Partei besteht aus überzeugten Traditionalisten und aus der Priesterschaft des Gottes Malgorion-Oril. Diese Verbindung ist eng verwoben, da sich daraus eine resignierende, beobachtende Haltung gegenüber allen weltlichen Problemen ergibt. Die Traditionspartei ist gegen kulturelle und technologische Veränderungen und setzt sich stark für den Glauben an Xerzai und Malgorion-Oril ein. Sie haben aus ihrer beobachtenden Position von Anfang an erkannt, dass der Krieg gegen die Frostalben aussichtslos ist, und sich direkt den Besatzern angeschlossen.


    5. Gelbe Blüte


    Auch sie verstehen sich als eine Partei von gemäßigten Realisten, haben aber grundsätzlich eine andere Philosophie und Ausrichtung als „das blaue Rad“. Ihre Ideale beruhen auf den Glauben an Malgorion-Oril und seiner Philosophie. Sofern die Gesellschaft der Arashi ausgeglichen lebt, lebt man in Sinne von Malgorion-Oril. Nach ihrer Meinung ist die Besetzung von Arashima, jedoch ein Eingriff in die Harmonie des Volkes, weswegen die Frostalben militärisch weggedrängt werden müssen. Derzeit sind sie größtenteils nur im Rebellenstaat im Osten anzutreffen.


    6. Widerstandspartei


    Eine militaristische Partei, für die jedes Mittel Recht ist, um die Frostalben zu schlagen. Die Philosophie der Partei beißt sich stark mit dem Ehrenkodex der Segira und den langen, ehrvollen Traditionen der Arashi. Auch nach Kriegsende will die Widerstandspartei ein Bestandteil des Adelsrates sein. Derzeit sind sie ausschließlich nur im Rebellenstaat im Osten anzutreffen.



    Weiterführende Schriften


    Kazrar - über sein Leben in Arashima
    Mission in My'shu - die Befreiung der Stadt aus den Händen der Frostalben (rpg)



    :pfeil: nach Arashima reisen