• Naridier

    naridien.pngDie Naridier sind ein Mischvolk, ein Zusammenschluss aus eingeborenen Almanen und Siedlern aus aller Herren Länder. Jeder ist in Naridien willkommen, unabhängig von Hautfarbe, Volkszugehörigkeit oder Religion. Naridien ist bekannt für seine große Vielfalt und Toleranz, aber auch für sein modernes Wirtschaftssystem. Es ist inzwischen nicht nur die stärkste Handelsmacht Asamuras, sondern auch eine bedeutende militärische Großmacht. Besonders Naridiens Seestreitkräfte gehören zu den effektivsten überhaupt.



    Hymne: Übers Meer im Ascheregen
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    Aussehen


    naridier1.pngDas Aussehen der Naridier könnte gar nicht vielfältiger sein. Es kommen so gut wie alle Haut-, Augen- und Haarfarben vor. Kreuzungen zwischen den Ethnien sind nicht unüblich, weswegen auch Mischlinge anzutreffen sind. Die Kleidung ist meist in dunklen, gedeckten Tönen gehalten. Schwarz, Braun, Dunkelgrün, Dunkelblau und Ähnliches sind die beliebtesten Farben. Sie heben sich damit bewusst von den auffälligen Trachten des traditionsverbundenen almanischen Adels ab. Diese wird von Naridiern als albern und dekadent empfunden.



    Kultur und Mentalität


    Der Grundgedanke Naridiens basiert auf der Idee, mit allen Völkern in friedlicher Koexistenz zu leben. Sie setzen sich für einen kulturellen Austausch ein, wodurch die kulturellen Identitäten und Grenzen teilweise verwischen oder ganz verschwinden. Die kulturellen Eigenheiten der Völker werden dabei nicht bewahrt und drohen zu verschwinden. Kritische Stimmen sprechen von einem Kultur- und Sittenverfall.


    Im Gegenzug dazu ist der Zusammenhalt unter den Völkern durch eine gemeinsame Sprache, durch eine gemeinsame Währung, sowie durch eine abgestimmte Wirtschaftspolitik deutlich verbessert worden, was zu allgemeinem Wohlstand geführt hat. Die medizinische Versorgung ist hervorragend, wenn man sie sich leisten kann. Kinder wachsen in Naridien mit dem Verständnis für andere Kulturen auf und entwickeln eine große Toleranz. Ein Nachteil dessen ist aber, dass sich Naridien eine wahre »Verständniskultur« aufgebaut hat und oft zweifelhafte Eingeständnisse macht. So finden zum Beispiel ausgestoßene Völker, wie Untote einen Platz in der Gesellschaft, doch insbesondere Ghule oder Vampire stellen eine Gefahr für Sterbliche dar.



    Politik


    Naridien ist ein demokratischer Staat, der nach modernen Prinzipien funktioniert. Es gibt sowohl eine Gewaltenteilung (Legislative, Exekutive, Judikative) als auch eine Trennung von Staat und Religion. Naridien wird von einem Rat aus zehn Ratsherren regiert, die direkt vom Volk gewählt werden. Diese erlassen die Gesetze. Unterstützt werden sie in ihrer Tätigkeit von sogenannten Ratsdienern, welche die Verwaltungsaufgaben erledigen. Um die Rechtssprechung kümmern sich vereidigte Richter, für kleine Streitigkeiten gibt es zusätzlich private Schiedsgerichte. Für Ordnung auf den Straßen sorgen Büttel. Für außenpolitische Belange gibt es eine Berufsarmee, die durch Söldner ergänzt wird.


    Die Ratsherren:


    Der Adel, vornehmlich naridische Almanen, hat keine politische Macht. Der Adel ist teilweise verarmt und trägt nur noch den Titel, andere Mitglieder adliger Häuser haben jedoch aufgrund beträchtlicher Geldmittel einen hohen wirtschaftlichen Einfluss. Teilweise kann dies auch in politischer Macht münden. Adel nach traditionellem Muster findet man heute nur noch in Almanien.



    Wirtschaft und Gesellschaft


    Naridien basiert auf den Prinzipien der freien Marktwirtschaft. Glück und Leid liegen nah beieinander, so kann ein reicher Händler wegen Veränderungen des Marktes rasch völlig verarmen, aber ein Bettler hat theoretisch ebenso die Möglichkeit, größten Wohlstand zu erlangen, wenn er nur hart genug dafür arbeitet. Jeder hat die Freiheit, aufzusteigen oder zu fallen, unabhängig von seiner Abstammung, Hautfarbe oder Religion. Es gibt keine soziale Absicherung, jedoch organisieren der Bettelorden der Ardemia und auch andere religiöse Einrichtungen Armenküchen für Bedürftige.


    Es gibt, von den verarmten Ledvigiani abgesehen, kein Volk, was bessere Schiffe baut. Die Naridier verfügen über das am besten ausgebaute Verkehrsnetz in ganz Asamura. In ihren Bergwerken nutzen sie Lorenbahnen und bauen hervorragende Tunnel.


    Naridien ist geprägt von einem zerstörerischen Verhältnis zur Natur. Alles Wilde muss beherrscht und zivilisiert werden. So ist es nicht verwunderlich, dass inzwischen viele Wälder gerodet wurden, um Ackerland zu schaffen, Sümpfe trocken gelegt, sowie Dämme und Kanäle gebaut wurden.



    Religion


    Staat und Religion sind in der Handelsallianz voneinander getrennt. Religiöse Würdenträger haben keine politische Macht und die Ratsherren sind frei, ihre Religion nach Gutdünken zu wählen. Dies hat zu einer Blüte von bisweilen skurrilen Sekten geführt.



    Magie


    Im Gegensatz zu den meisten anderen Nationen duldet Naridien die Nekromantie, auch wenn sie nicht offiziell erlaubt ist. Es gibt hier verhältnismäßig viele Nekromanten auf engem Raum. Spiegel dessen ist die private Hochschule für Nekromantie in Nebreszko. Hineingeschlagen in die sturmgepeitschten Klippen des Dhunik befindet sich die einflussreichste nekromantische Lehranstalt Asamuras. Dekanin ist Gregoria von Hohnstein, Vampir, ehemals Almane.



    Geschichte


    Naridien war früher ein almanisches Großherzogtum. Im Jahr 117 nach der Asche jedoch erklärte Leopold von Ghena sein Land zur unabhängigen Republik Naridien.


    Das ursprüngliche Almanien bestand aus 5 Großherzogtümern:


    • Souvagne
    • Die Hohe Mark
    • Ledwick
    • Ehveros
    • Ghena (heutiges Naridien)



    :punkt: Vorzeit


    Naridien entwickelte sich aus dem ehemaligen almanischen Großherogtum Ghena. Als weltoffene Scholle nahm Ghena die Flüchtlinge von Asa Carane und Caltharnae im Hahr der Asche (Jahr Null) bereitwillig auf. Seither veränderte es sich innenpolitisch. Die Grenzen blieben jedoch weitgehend stabil.


    :punkt: Jahr 0 - Zeit der Asche


    Am Südpol Asamuras kommt es zu massiven Vulkanausbrüchen. Der Kontinent Caltharnae wird von schwarzen Leichentuch aus heißer Asche bedeckt. Eine Welle von Flüchtlingen aus Caltharnae erreicht das Herzland von Asamura. Die Einheimischen empfangen die Flüchtlinge freundlich, allen voran Großherzog Leopold von Ghena, an dessen Küste sie landeten. Er hofft, sie würden seine ausgedünnte Bevölkerung auffüllen. Als die Verdunklung wieder weicht, sieht er es als Zeichen Ainuwars, richtig gehandelt zu haben.



    :punkt: Jahr 2 - Gründung der Handelsallianz


    Unter dem Einfluss der Siedler beginnt Ghena sich zu verändern. Die traditionelle almanische, streng hierarchische Ordnung wird zusehends liberaler. Die übrigen Großherzogtümer beobachten »den Sittenverfall« mit Argwohn. Noch hält man jedoch zusammen. Die fünf almanischen Großherzogtümer und das Goblinkönigreich Evalon schließen sich zu einem Wirtschaftsbündnis für freien Handel zusammen, der Handelsallianz, um die gebeutelte Wirtschaft nach dem Ascheregen wieder in Schwung zu bringen.



    :punkt: Jahr 117 - Ausrufung der Republik Naridien


    Leopold von Ghena beschließt die Abschaffung des Adels zugunsten einer gewählten Regierung. Sein Land ist nun kein Großherzogtum mehr, sondern wird fortan von einem gewählten Rat regiert. Den neuen Staat nannte er Naridien - »Geschenktes Land« und das neue Volk Naridier - »die Beschenkten«. Die Almanen Ghenas und die Flüchtlinge bilden eine Mischnation, deren oberste Tugendenden Freiheit und Toleranz sind. Die übrigen almanischen Großherzogtümer sehen Leopold als Verräter und sein Land wird fortan nicht mehr zu Almanien gezählt.


    Man munkelt, die großen Häuser der alten Welt hätten ihren Anteil daran gehabt, die feudalen Strukturen zu zerstören, um sich das Land nutzbar zu machen. Aus dem alten Großherzogtum wurde eine Republik.



    :punkt: Jahr 119 - Ende der Handelsallianz, Gründung des Kaisho-Abkommens


    Aufgrund dieses Konflikts wurde die Kluft zwischen Naridiern auf der einen Seite sowie Goblins und Almanen auf der anderen immer größer. Im Jahr 119 unterzeichnen die vier verbliebenen Großherzöge und der König der Goblins in Kaisho ein Abkommen, in dem Almanen und Goblins sich von der Handelsallianz lossagen und nur noch untereinander handeln. Dies ist die Geburtsstunde des Kaisho-Abkommens. Naridien wird wirtschaflich isoliert und sieht sich gezwungen, aufzurüsten.



    :punkt: Jahr 121 - Beginn des Krieges: Kaisho-Abkommen vs Naridien


    Die Naridier demonstrierten mit einer Seeblockade, dass sie sich nicht vom Kaisho-Abkommen einschüchtern lassen. Der Seehandel zwischen Almanien und Evalon kommt zum Erliegen. Die Seeblockade bewirkt, dass sich der Konflikt zu einem offenen Krieg entwickelte. Die Grenzen Naridiens sollen künftig Siedlern aus aller Welt offen stehen, um das naridische Heer zu speisen. Der Krieg wird bis zum Jahr 202 andauern.



    :punkt: Jahr 150 - Sieg über die Flotte von Kaisho


    In der Seeschlacht von Sturmfels wird die Flotte vom Kaisho Abkommen vollständig vernichtet. Besonders Ledwick war davon betroffen, welches einen Großteil der Flotte stellte. Die Kaishos konnten sich seit dieser Niederlage flottentechnisch nicht mehr erholen.



    :punkt: Jahr 180 - Krieg zwischen Frostalben und Arashi beginnt


    Die Frostalben überfallen Arashima. Eine Flüchtlingswelle aus Arashima erreicht Naridien. Sie werden von Leopold von Ghena V. anscheinend gastfreundlich aufgenommen, der als Gegenleistung jedoch Kriegsdienst in besonders verlustreichen Regionen forderdert, was zur enormen Verlusten unter diesen Arashi führt.



    :punkt: Jahr 202 - Bruch des Kaisho-Abkommens, Ende des Krieges


    Das Kaisho-Abkommen eilte den vom Chaos bedrängten Zwergen zur Hilfe. Eine Ausnahme bildete Souvagne, dass sich aus dem Krieg heraushielt. Vor Dunkelbruch musste Kaisho eine vernichtende Niederlage erleben, in der die Großherzöge der Hohen Mark und Ledwicks fielen.



    :punkt: Jahr 203 - Verdrängung der Goblins vom Festland, Obenza übernimmt die Inseln


    Da die Kräfte der Goblins vor Dunkelbruch entscheidend dezimiert wurden, gelang es Naridien, die Goblins vom Festland in Nordnaridien zurückzudrängen und die dort errichteten Goblinfestungen zu übernehmen, die umgebaut wurden, so dass sie für die größeren Naridier bequem zu nutzen waren. Zur selben Zeit gelang es den geschäftstüchtigen Verbrecherbanden von Obenza, die Kontrolle über die Inseln zwischen Naridien und Evalon an sich zu reißen.



    :punkt: Jahr 824 nach der Asche - Ausrufung des Rates der Zehn


    Während des transalmanischen Zeitalters gibt Naridien seinen Norden auf. Die Ausbeutung hat die Natur dermaßen ruiniert, dass es zu kostenintensiv wäre, dort Siedlungen samt Infrastruktur zu unterhalten. So konzentriert man sich seither auf den reichen Süden.



    :punkt: Jahr 1077 nach der Asche - Gründung von Soleil


    Das neue Land Soleil entsteht in den Ruinen des ehemaligen Nordnaridien.



    Die Dynastie Leopold von Ghena


    Herrschaftsantritt und bekannteste Taten aller mit dem Namen Leopold von Ghena


    Jahr 5 v.d.A. - Leopold I - Revolutionär, Begründer der Handelsallianz, nahm die Flüchtling aus Caltharnae auf, Einführung von Rakshanisch als offizielle Zweitsprache des Landes, da einfacher zu erlernen als Asameisch


    Jahr 42 n.d.A - Leopold II - gemäßigt, um Stabilisierung der Wirtschaft bemüht


    Jahr 67 n.d.A - Leopold III - sehr gebildet, entsandte Späher zu den Ruinenstädten, treibt die Forschung vor allem im Militärwesen voran


    Jahr 111 n.d.A - Leopold IV - politisch und sozial sehr engagiert, rief die Republik Naridien aus sowie die größte und langanhaltendste Seeblockade der Geschichte, Rakshanisch wird offizielle Landessprache


    Jahr 144 n.d.A - Leopold V - begnadeter Stratege und Admiral, gezielte Ansiedlung von Arashiflüchtlingen zu Verstärkung und Aufwertung des Heeres, was zu ihrer fast vollständigen Auslöschung führte, Sieg über die Flotte des Kaisho-Abkommens


    Jahr 185 n.d.A - Leopold VI - vergeblicher Versuch der Besinnung auf alte almanische Werte und der erneuten Etablierung einer feudalen Gesellschaftsordnung, Verlust der Hoheitsgewalt über Obenza, wird 190 ermordet


    Jahr 190 n.d.A - Leopold VII - schuldig am Tod seines Vaters



    Sonstiges


    • Naridische Arashi nennt man auch "Narashi".

    • Es gibt eine Minderheit von Ledvigiani, die im transalmanischen Zeitalter ein ärmliches Dasein in Naridien fristet.

    • Im Jahr 1077 nach der Asche wird im ehemaligen Territorium von Nordnaridien das Land Soleil gegründet.



    Weiterführende Schriften


    Karten von Naridien

    Obenza - Stadt der Verbannten und Gesegneten - ein Erfahrungsbericht aus der Gosse
    Stadtkarte und Beschreibung von Obenza


    :pfeil: Nach Naridien während des asameischen Mittelalters reisen

    :pfeil: Nach Naridien während des transalmanischen Zeitalters reisen

    :pfeil: Nach Obenza reisen