Niva [Tiefling]

  • Kurzinfo
    Name: Niva
    Volk: Tieflinge
    Fraktion: keine
    Alter: 17
    Größe: 1, 56m
    Statur: dünn
    Beruf: derzeit Diebin, Taschendiebin
    Herkunft: Obenza
    Derzeitiger Wohnort: Obenza
    Sprachen: Rakshanisch, Asameisch (gebrochen)


    Aussehen
    Sie trägt ihr dunkelbraunes Haar kurz, ihre Brauen sind dicht und dunkel. Unter ihrem Schatten scheinen ihre blauen, mandelförmigen Augen geheimnisvoll und stechend. Dieser Eindruck wird verstärkt von den hervorstehenden Wangenknochen und der dunkelgrauen Haut. Über ihrem runden Kinn und unter ihrer markant geschwungene Nase sind ihre Lippen schmal und blass. Ihre Ohren sind vergleichsweise groß und spitz zulaufend, genau wie Düsterlingohren. Daneben zeugen ebenso der bewegliche Schweif, die Wolfsklauen an den Füßen und die scharfen Klauen von dem Erbgut eines Düsterlings in ihrer Ahnenreihe. Ihre Glieder sind dünn, aber sehnig und kräftig genug, sich ohne viel Mühe an den Fassaden der Gebäude in Obenza hochzuziehen. Sie trägt gern praktische Kleidung, in der sie gut laufen und klettern kann, weshalb sie lange Röcke und weite Hosen verschmäht.


    Charakter und Mentalität
    Niva fühlt sich manchmal einsam, seitdem ihre Mutter verstorben ist. Sie war auch vorher viel auf sich allein gestellt, doch sie erfuhr von der Frau, wie es war, geliebt zu werden und das vermisst sie.
    Wenn sie kann, geht sie Konflikten aus dem Weg, zumindest wenn weder ihr direktes Überleben oder ihre Freiheit bedroht werden. Sie fürchtet sich immer noch davor wieder jemanden zu töten, ohne es zu beabsichtigen. Wenn sie es doch wieder tut, will sie zumindest die Kontrolle darüber haben und sich dazu entscheiden, es zu tun.
    Hin und wieder tollt sie mit den Straßenkindern herum. Einigen von ihnen bringt sie ihr Handwerk näher, so wie ihr es früher auch auf der Straße beigebracht wurde. Es erfüllt sie auf eine seltsame Art, die sie selbst nicht ganz zu deuten weiß, mit Stolz, wenn sie die Kinder bei ihren Beutezügen beobachtet und sie ihr ihr Diebesgut freudestrahlend präsentieren. Dann sieht sie in ihre Gesichter und sie strahlen so sehr, dass sie Glück empfindet. Sonst ist sie eigentlich nie glücklich, sie fühlt sich leer, als wartete in ihrem Leben vielleicht nichts mehr auf sie. Sie würde nichts lieber tun als aus Obenza zu verschwinden und das naheliegendste Ziel, dass sie sich gesetzt hat ist Alkena, weil sie dort vielleicht Familie hat. Sie weiß, dass es eine überaus fragile Hoffnung ist, an die sie sich klammert. Aber es ist etwas, an dem sie sich verzweifelt festhält, weil sie den Gedanken allein auf der Welt zu sein nicht erträgt. Sie will bloß wieder einen Ort haben, an den sie gehört.
    Niva ist loyal. Für ihre Mutter hätte sie sich aufgeopfert.
    Sie lässt sich nichts vorschreiben. Sie hat bisher ganz gut allein überlebt. Deshalb hält sie nichts von Autoritäten. Der Stand ist ihr völlig egal. Sie behandelt alle gleich und Selbstgefälligkeit und übersteigerte Egos kann sie überhaupt nicht ausstehen.
    Tatsächlich sind ihr unter den Straßenkindern inzwischen auch ein paar treue Seelen ans Herz gewachsen. So hat sich ihr Netzwerk gebildet. Jedes Kind weiß von dem Schattendieb, der, so erzählt man sich, mit der Dämmerung kommt, mit der Nacht verschwimmt, für die Augen unsichtbar stiehlt und zum Morgengrauen spätestens wieder verschwunden ist, ohne eine Spur hinterlassen zu haben. Nur einem der Kinder auf der Straße muss ein Auftrag für den Schattendieb gegeben werden und die Kinder tragen den Auftrag unter sich weiter. Nur vier der Kinder kennen ihr Gesicht und wissen, dass es das Gesicht des Schattendiebes ist. Wenn der Auftrag an eines dieser Kinder gelangt, geben sie ihn schließlich an Niva weiter. Es sind Yin und Yoriko ein Zwillingspaar, die ihr Aussehen von dem Volk der Arashi haben. Sie sind elternlos und haben nur einander und die anderen Straßenkinder. Sie sind fast immer zusammen und beschützen einander. Faust, ein Tiefling, der sich den Namen selbst gegeben hat, weil ihm sonst niemand einen Namen gab. Ihm wächst ein Geweih, dass jetzt noch nicht ganz ausgeprägt ist. Ihm wächst Fell auf der Brust, dem Rücken, den Armen und den Beinen und seine Haut ist dunkel und zäh. Er hat sogar einen kleinen Ziegenbart, obwohl er erst elf geworden ist. Er ist widerspenstig und stur und er prügelt sich gern mit den anderen Jungs von der Straße, daher der Name. Ansonsten kann er sogar ein ziemlich liebenswerter Junge sein. Die letzte im Bund der vier ist die kleine Magaura. Sie ist eine Gestaltwandlerin und wenn man nicht hinter den wirren Schopf zerzauster dunkler Haare sehen kann, verpasst man, dass sie ein furchtbar niedliches kleines Mädchen ist. Manchmal ist Niva ganz froh darüber, dass man es nicht gleich sieht. Sie hofft, dass sie so vielleicht von niemanden angefasst wird, obwohl Magaura auch jetzt schon ganz gut auf sich aufpasst. So gut es ihr eben mit der kleinen, zierlichen Statur gelingt. Aber wenn sie wirklich in Gefahr schwebt, hat sie sich bisher einfach in eine Ratte verwandelt und sich in kleinen Nischen und Ausbuchtungen versteckt, einfach überall, wo sie dann hineinpasst. Magaura hat einen Ziehvater. Damit ist sie eigentlich die einzige der vier Straßenkinder, die noch jemanden hat, der sich um sie sorgt. Ihr Ziehvater ist Zendur. Er ist ein schweigsamer älterer Mann mit verhärmtem Gesicht. Magaura sagt er hat ein gutes Herz und sie liebt ihn wie einen Vater. Zendur arbeitet an den Docks und er hat Magaura mindestens ein tausendmal verboten, sich auf den Straßen herumzutreiben, aber sie tut es trotzdem. Sie trifft sich zu gern mit den anderen Kindern und sie ist gern bei Niva. Oft ist Faust bei ihr. Er ist ziemlich verknallt in sie, obwohl er das selbstverständlich abstreiten würde.


    Fähigkeiten
    Niva ist vorwiegend Diebin. Etwas anderes hat sie nie gemacht und es gibt eigentlich auch sonst nichts, womit sie sonst ihren Lebensunterhalt bestreiten könnte. Und sie will auf keinen Fall wie ihre Mutter als Hure enden. In der Grube hat sie gelernt sich zu verteidigen. Im Notfall würde sie sogar ihre Klauen einsetzten.
    Sie läuft flink und mit ihrer dunklen Haut kann sie gut in die Schatten der Nischen zwischen den Fassaden eintauchen und sich vor Verfolgern verstecken.


    Religion
    Niva ist nicht sehr gläubig. Nur einmal hat sie bisher Ainuwar in einem Gebet angefleht ihre kranke Mutter vor dem Tod zu bewahren und ihr mehr Zeit zu geben und wenn er Niva selbst im Gegenzug etwas von ihrer Zeit nehmen müsste.


    Stärken und Schwächen
    Abgesehen von Zahlen kann sie nicht lesen. Sie spricht Rakshanisch und gebrochen Asameisch, die Muttersprache ihrer Mutter. Wenn sie hin und wieder ein geschriebener Auftrag erreicht, ließt Magaura ihn für sie, so gut sie kann. Zendur bringt ihr das lesen bei. Yin und Yoriko helfen dabei, die Schriftstücke zu lesen.
    In einem Kampf weiß sie nicht mit Waffen umzugehen. Wenn es auf Leben oder Tod ankäme, könnte sie gerade ihre Klauen als tödliches Werkzeug nutzen, vielleicht dilettantisch ein Messer, was sich in ihrem Fall aber erübrigt. Sie ist eine sehr sichere Kletterin. Immerhin ist ihr das auch praktisch angeboren. Da sie schon von klein auf erprobt ist, so schnell wie möglich wegzulaufen, ist sie ausgesprochen flink und ausdauernd.


    Reiserucksack
    Sie trägt schwarze Stoffhosen, die ihr bis halb über die Waden reichen und eine langärmlige Leinenbluse. Die Stoffe sind ziemlich aufgeraut und fleckig. Über der Bluse trägt sie ein Mieder aus rauem braunen Leder, das sie auf dem Markt gestohlen hat. Darüber liegt häufig ein Mantel aus dünnem, verwaschenem Stoff. Auf dem Haupt trägt sie eine alte, braune Schirmmütze.


    Lebenslauf
    Elternhaus und Kindheit
    Niva wurde in Obenzas Grube von ihrer menschlichen Mutter zur Welt gebracht. Sie lebten gemeinsam in einem Verschlag in den Slums am Rande des Rotlichtmilieus, in dem sich ihre Mutter als Hure verdingte. Ihre Mutter war nicht oft daheim und so war Niva viel allein auf den Straßen unterwegs und lernte von den anderen Kindern zu stehlen.
    In einem Streit um ein paar gestohlene Handelstaler riss sie einem Jungen versehentlich mit ihren Klauen die Kehle auf und tötet ihn. Niva war so erschrocken und beschämt, dass sie floh und lange nicht nach Hause zu ihrer Mutter zurückkehrte. Als sie es tat, war ihre Mutter krank geworden und konnte weder für sich selbst noch für ihre Tochter sorgen, sodass Niva in dem Dasein einer Diebin aufging und sie beide so zu versorgen begann.
    Ihre Freunde und sie hatten sich voneinander abgewandt.


    Das Erwachsenwerden
    Auch nach dem Tod ihrer Mutter blieb Niva eine Diebin. Sie hatte inzwischen gelernt ihr Düsterlingblut zu ihrem Vorteil zu nutzen und so vorwiegend in der Mittelschicht wertvolleres Gut aufzutreiben, als sie je unten in der Grube hatte finden können, um es dort zu vertreiben. Je älter sie wurde, desto eher wagte sie sich auch manches Mal an die oberste Schicht Obenzas heran. Meistens jedoch nur im Auftrag, wenn sie etwas Bestimmtes stehlen sollte.
    Sie steht hinter dem Namen der Schattendiebin. Ihr gefällt der Name nicht richtig und sie findet ihn ziemlich albern, aber die Kinder mögen ihn. Besonders Magaura, Yin und Yoriko. Faust findet ihn unpassend. Wohl mehr findet er, dass Niva selbst nicht zum Namen passt und nicht umgekehrt. Er hat seine Enttäuschung nicht verborgen, als er erfahren hat, wer sie ist.


    Gegenwärtige Situation
    Sie hat immer noch Albträume wegen des Jungen, den sie damals tötete. Sie erinnert sich daran, als wäre sie gerade erst los gelaufen und um die Ecke gebogen. Manchmal ist es, als würde sie den Jungen sehen, wenn sie zurückschaut, wie die Beine unter ihm nachgeben, sein Mund geöffnet ist, als ob er staunte und wie er sich die Hände auf die Kehle presst, während das Blut dunkelrot und zähflüssig zwischen seinen Fingern über die Handrücken rinnt und seine Kleider befleckt. Sie hat Angst davor, dass ihr so etwas wieder passieren würde. Mit dem Stehlen allein gelingt es ihr gerade so eben, sich über Wasser zu halten und manche Tage sind härter als andere. Wenn sie keine Aufträge hat und nicht genug Kraft, um etwas Gutes aus der Mittelschicht zu stehlen, greift ihr dieser Tage Zendur manchmal unter die Arme, hauptsächlich, weil Magaura nicht locker lässt, bis er es tut. Das Schlimmste ist, dass sie den Jungen, Jean, gern hatte. Sie waren Freunde gewesen, ähnlich wie Faust und Magaura, nur das Niva damals verknallt gewesen war. Es tut ihr noch immer schrecklich leid, aber sie kann es nicht wieder rückgängig machen und dafür hasst sie sich wohl am meisten. Sie hat noch eine andere Freundin von damals. Erst Jahre danach haben sie sich einander wieder vorsichtig angenähert. Aber es wurde nie so sorglos wie früher. Trotzdem weiß sie, dass sie wieder auf sie zählen kann, wenn sie Hilfe braucht. Meistens traut sie sich einfach nicht, den Fleur hat damals ihretwegen ihren Bruder verloren.
    Ihre Mutter hat Niva von ihrem Vater erzählt, bevor sie starb. Er sollte in Alkena unter vielen anderen Tieflingen leben. Manchmal, wenn sie sich einsam unter dem Himmel über der Stadt fühlt, denkt sie darüber nach, dass es noch einen Ort geben könnte, an dem sie richtig zu jemandem gehören könnte. Aber sie bezweifelt, dass er das genauso sehen würde. Und trotzdem ertappt sie sich hin und wieder bei dem Gedanken mit dem Erlös des nächsten Beutezugs in die fremde Welt aufzubrechen, nach Alkena zu finden und vielleicht auch ihren Vater. Und nebenbei die Vergangenheit hier in Obenza Vergangenheit sein zu lassen und sich von diesem Schwermut, der ihr innewohnt loszueisen.
    Aber sie hat Yin, Yoriko, Faust und Magaura lieb gewonnen. Das Schwerste würde wohl, sie zu verlassen.
    Manchmal lässt sie sich überreden mit Magaura nach Hause zu gehen und ihren Ziehvater Zendur zu besuchen. Zendur ist ziemlich wortkarg und redet nicht viel, aber Magaura sagt, dass er Niva akzeptiert. Er ist froh, wenn sie auf der Straße ein bisschen auf Magaura acht gibt. Dass sie sie dabei eigentlich mehr in Gefahr bringt, weiß er nicht. Auch ihn würde sie wohl vermissen, nachdem er sich nicht zu selten auch um sie gekümmert hat, wenn sie es bitter nötig hatte.



    So ich hab's jetzt nochmal verändert. Ich hoffe, so ist es schon besser. Ich dachte, vielleicht passt es tatsächlich, wenn ich das Morden im Auftrag lieber rauslasse. Ich schätze, es wäre ohnehin nichts gewesen, dass sie gern getan hätte. Irgendwie passt es auch nicht zu ihr. Danke für die Anregungen! :)

  • Hallo Niva,


    schön, dass du es geschafft hast, deinen Steckbrief zu beenden und das sogar ganz ohne Hilfe der Mods. Das ist ja nicht ganz ohne in so einer umfangreichen Welt. Der Charakterbogen ist sehr gut und schlüssig, Niva als Charakter glaubhaft. Hiermit erhälst du die Spielfreigabe. :)


    Zitat

    Selbstgefälligkeit und übersteigerte Egos kann sie überhaupt nicht ausstehen.


    Sie mag vermutlich keine Bluthexer. :D


    Was mich noch interessieren würde:


    :punkt: Warum kann sie nur Asameisch? In Obenza spricht man vor allem Rakshanisch, da es früher zu Naridien gehörte. Eine kurze Erklärung genügt, wenn du das so beibehalten möchtest. Du kannst sie aber auch ruhig beide Sprachen sprechen lassen. Dann wäre nur wichtig, zu erwähnen, auf welchem Niveau sie welche beherrscht.


    :punkt: Wer gibt einer 17 Jährigen Mordaufträge, ohne dass sie sich irgendwie einen Namen gemacht hat? Hat sie sich vielleicht schon einen gemacht? Oder wird sie von den Auftraggebern aufgrund ihrer Unerfahrenheit über den Tisch gezogen? Wer genau sind ihre Auftraggeber? Das wäre interessant zu erfahren. Ein paar konkrete Namen von Auftraggebern und Opfern wären später für dich für das Spielen super.


    MfG
    Bax

    "Die Menschen bauen zu viele Brücken und zu wenige Mauern."

    - almanische Weisheit -

  • Nach der Änderung jetzt ein sehr harmonischer Charakter, ich denke, dass du das Morden weggelassen hast, passt zu ihr. :) Durch die Namen und die Kurzbeschreibung hat ihr Umfeld eine konkrete Gestalt, was dir im Rollenspiel entgegenkommen wird.


    Ich wünsche dir viel Spaß mit Niva! :)


    MfG
    Bax

    "Die Menschen bauen zu viele Brücken und zu wenige Mauern."

    - almanische Weisheit -