✝ Aino Jeanne Rougelet [Souvagnerin]

  • Kurzinfo Aino


    Name: Aino
    Volk: Almane
    Fraktion: Handelsallianz
    Alter: 45 Jahre
    Größe: 172 cm
    Statur: schlank und durchtrainiert
    Beruf: keinen
    verdeckter Beruf: Anführerin der Geister, Gruppe von Assassinen/Auftragsmördern
    Herkunft: Beaufort
    Derzeitiger Wohnort: Shohiro
    Familienstand: ledig
    Sprachen: Asameisch & Rakshanisch


    Aussehen
    Aino ist eine 31 Jahre alte Almanin. Mit einer Körpergröße von 172 cm ist Aino durchschnittlich groß. Aber dabei hört der Durchschnitt auch schon auf. Aino trägt im Gegensatz zu anderen Frauen eine Glatze und reibt ihren Körper mit grau-weißer Asche ein. Zusätzlich verziert sie ihren Körper mit schwarzen Mustern.


    Link:
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    Charakter und Mentalität
    Aino ist ein Almanin deren Kindheit und Jugend sie abgehärtet hat. Die Almanin vertraut keiner Person, es sei denn sie gehört ihrer Bande an und hat sich als Familienmitglied bewährt. Anwärter - Welpen bringt sie zwar Wohlwollen, aber noch kein Vertrauen entgegen. Vertrauen wird nur vollwertigen Familienmitgliedern geschenkt.


    Aufgrund ihrer Vergangenheit weiß Aino wie hart das Leben sein kann. Aus diesem Grund versucht Aino stets das Beste aus jedem Geschäft für ihre "Familie" herauszuholen. Sie ist eine meist rational denkende Frau, die stets das Wohl ihrer Leute im Auge hat.


    Glaube:
    Aino glaubt an Ainuwar


    Fähigkeiten
    Sehr gute Bogenschützin
    Sehr gute Armbrustschützin
    Kann gut mit Waffen jeglicher Art umgehen


    Stärken und Schwächen


    Stärken:
    Treu und loyal Freunden gegenüber
    Kampferprobt
    Aufrecht und direkt
    Hat die Fähigkeit aus alltäglichen Dingen Waffen zu fertigen/in ihnen Waffen zu sehen


    Schwächen:
    Generell misstrauisch Fremden gegenüber
    manchmal melancholisch wegen ihrem Bruder Juma


    Reiserucksack


    Kleidung:
    leichte Lederkleidung die die Beweglichkeit nicht einschränkt
    leichte Lederstiefel
    Halstuch aus Leinen


    Waffen:
    Langbogen
    Pfeile
    Dolch


    Sonstiges:
    Proviant
    Wasserflasche


    Lebenslauf


    Elternhaus & Kindheit / Das Erwachsenwerden


    Aino wuchs gemeinsam mit ihrem Zwillingsbruder Juma in Beaufort auf, wo Ihre Eltern einen kleinen Farmbetrieb führten. Sie lebten wie die meisten anderen Almanen von den Erträgen der Landwirtschaft, dennoch waren sie nicht in die Dorfgemeinschaft intrigiert.


    Das Leben von Aino und Juma war geprägt von harter Arbeit und Entbehrungen. Oft genug wurde sie als Kinder von ihrem Vater bestraft und mehr als nur mit Schlägen misshandelt wenn sie seiner Auffassung nach faul waren und weniger arbeiteten als sie seiner Meinung nach zu schaffen hatten. Dabei arbeiteten beide hart und so gut sie konnten. Aber sobald ihr Vater schlechte Laune oder getrunken hatte, schienen sie ihm nichts mehr Recht machen zu können.


    Kinder durfte man bestenfalls sehen aber nicht hören, sie hatten die Arbeit zu erleichtern, anstatt welche zu machen und funktionieren sie nicht nach seinen Vorstellungen zeigte ihr Vater Sinisa in seinen perfektionistischen wie auch sadistischen Wesen wie man „unnütze Fresser“ richtig zu erziehen und zu bestrafen hatte.
    Besonders dann, wenn Juma wieder mit seinem Kopf in den Wolken schwebte und nicht richtig anwesend war, prügelte sein Vater ihn zurück ins hier und jetzt.


    So sehr ihr Vater seine Frau Marala liebte, so sehr schien er seine Kinder zu hassen. Besonders dann, wenn er zu viel getrunken hatte. Ihre Mutter stellte sich nicht gegen Sinisa. Vor allem nicht, wenn er besoffen randalierte. Ganz im Gegenteil, sie überließ die Erziehung ohne jegliche Einwände ihrem Mann. Selbst dann, wenn die Kinder mehr blaue Flecken normal farbene Haut hatten oder andere Verletzungen davon getragen hatten.
    Den Großteil ihres jungen Lebens verbrachten Aino und Juma arbeitend auf dem Feld. Die beiden Kinder wuchsen ohne Freunde auf. Die meisten anderen Kinder wollte nichts mit dem seltsamen, Blagen vom Sinisa-Hof nichts zu tun haben. Aschegrau und abschreckend waren sie für sie im Vergleich zu ihnen.


    Zudem hatte Juma öfter diese Anfälle wo er scheinbar mit seinen Gedanken woanders war. Das war den anderen Kindern unheimlich und so mieden sie die diese Bastarde. Aino und Juma verhielten sich nicht einschätzbar und reagierten oft aggressiv.


    Warum die Kinder so waren hinterfragte niemand. Für die anderen erwachsenen Dorfbewohner waren es einfach Verrückte. Und von Verrückten war man kein anderes Verhalten gewöhnt.


    Weder Aino noch Juma wussten, ob sie ihrer Mutter gleichgültig waren, oder ob diese schlichtweg Angst vor ihrem brutalen Vater hatte. Beide hatten aber noch nie gesehen, dass ihr Vater auch nur die Hand gegen seine Frau erhoben hatte.


    Seinen Frust, seine schlechte Laune ließ er an seinen Kindern aus, vor allem an Juma. Aino versuchte dann stets ihren Vater abzulenken und ihrem Bruder beizustehen. Gleiches tat er für sie, wenn es sie als Opfer zu erwischen drohte.


    Aus vollem Hals angebrüllt zu werden gehörte schon zum normalen Umgangston. Früh hatten sie gelernt ihren Vater genau zu beobachten und in seinem Gesicht, sowie seine Gestik und Mimik zu lesen.


    Beide Kinder waren immer auf dem Sprung, bereit vor erneuten Schlägen wegzulaufen. Jedoch reagierte Juma auch häufig extrem aggressiv und wurde dann von Aino mit geschliffen. Aber leider gelang es ihr nicht immer.


    Seite an Seite wählten beide stets das Extrem als Antwort. Gemeinsamer Angriff auf den Alten und dann eine schnelle Flucht. Oft genug hatten sie ihren Vater attackiert auch wenn dies nicht viel bewirkte um im Anschluss gemeinsam zu verschwinden um Tage oder erst Wochen später wieder aufzutauchen. Aber je länger sie dem Hof fortblieben, umso härter wurde die Strafe.


    Wenn sie sich auf jemanden verlassen konnten, dann nur auf sich selbst. Sie waren eine verschworene Gemeinschaft - sie waren Eins.


    Waren sie verschwunden, verbrachten sie ihre Zeit damit neue Fluchtwege auszukundschaften, zu kämpfen oder vermeintliche Waffen von anderen Höfen zu stehlen um für die nächste Attacke bereit zu sein.


    Eines Tages führte Juma seine Zwillingsschwester zu einem Luftschiff dass ganz in der Nähe gelandet war, welches er nahe dem Dorfrand entdeckt hatte.


    Heimlich beobachteten sie das wundersame Schiff mit den kleinen grünen Personen welche Nahrungsvorräte einluden.


    So ein Schiff würde eines Tages die Lösung all ihrer Probleme sein, grinste Juma aufgekratzt. Es würde sie weit genug von all dem Leid und Dreck wegbringen. Aino pflichtete ihm bei. Wenn sie zurückkehren würden, dann nur um Rache zu üben und ihren Vater im Staub zu zertreten. Seine Verbissenheit war ansteckend und so saßen sie oft dort in der Nacht und schauten sehnsüchtig zu zum Himmel um erneut so ein Schiff zu erblicken.


    Als wäre ihr Leben nicht schon schlimm genug gewesen, verunglückte ihre Mutter eines Tages beim Wasserholen. Aino und Juma hatten alle Höhen und Tiefen durchgemacht, und hatten gelernt jeden Dreck zu verkraften der in ihre Richtung geflogen kam. Aber letztendlich waren sie doch nur Kinder.


    Marala hatte die Kontrolle über ihr Gleichgewicht verloren und war bei dem schrecklichen Unfall in den Brunnenschacht gestürzt. Einen langen Aufenthalt beim Heiler konnte sich die Familie nicht leisten, so bezog sie ein Krankenbett im oberen Stock ihres zweistöckigen Hauses. Ihre Mutter stand permanent unter Medikamente, sprach kein Wort mehr, musste gefüttert und gereinigt werden und lebte einfach weiter. Ihr Heiler meinte sie könnte noch dreißig Jahre leben, sofern sie gut versorgt wurde. Ihr Körper war ja nicht das Problem, sondern ihr Gehirn. Sie hatte sich schwer den Kopf angeschlagen beim dem tiefen Sturz.


    Sinisa hatte das Gefühl, der Zustand seiner Frau sei eine Strafe für sein Versagen und seine eigenen Schwächen. Und solange er für seine Frau sorgte, solange er dem Schicksal zeigte, dass er diese Bürde trug, solange war alles in Ordnung, wenn er seinen eigenen Vergehen nachging. Und sie wurden größer und schlimmer.


    Seine Frau hatte er vor Ewigkeiten zu seiner Retterin hochstilisiert, wie es für Psychopathen üblich ist. Sie war die einzige die ihn verstand und wahrhaftig liebte. Und tatsächlich, nach ihrer Hochzeit hatte er damit aufgehört andere Personen grundlos zu jagen und zu töten. Nun jedenfalls eine Weile.


    Solch ein Monstrum in der Seele ist aber niemals ganz weg. Er vermisste die Todesangst in den Augen seiner Beute, es war wie eine Sucht. Er kam von seiner Sucht auf Dauer nicht los. Sie lauerte in dunklen Nischen, sammelte Kraft, harrte auf ihre nächste Chance um sich dann jungfräulich und hungrig von der Leine zu reißen und erneut zuzuschlagen. Die Angst fand er nun in den Augen seiner Kinder.


    Dann brach die letzte Nacht in diesem Haus in Beaufort an.


    Die beiden Kinder die dort wohnten trainierten, wenn das Monster außer Haus war und zur Arbeit aufs Feld ging. Juma trainierte mit allem was im Haus zu finden war. Er gab sich größte Mühe. Auch Aino trainierte, aber sie war zu klein, zu abgemagert und viel zu schwach.


    Sie wollte zwar, aber sie hatte keine Chance so lange ein Training durchzuhalten wie ihr Bruder. An diesem letzten Tag dort, kam Sinisa eher nach Hause. Er sah die Töpfe verstreut auf dem Boden und sah Juma seine Übungen machen.


    „Bei allen Dämonen…?“, brachte er noch heraus, bevor er mit wutverzerrtem Gesicht auf den Jungen zustürzte.


    Dieser warf das Regal mit dem er trainiert hatte nach seinem Vater und suchte nach der nächstbesten Fluchtmöglichkeit, doch es gab keine, und ehe er sich von der Stelle rühren konnte, hatte Sinisa auch schon die Arme um ihn geschlungen.


    Er hob Juma hoch und schleuderte ihn mit dem Schädel vor die Wand. Eigentlich hätte das dem Jungen den Schädel zertrümmern müssen, doch er hatte Glück, stieß mit dem Kopf durch den billigen Putz und holte sich nur eine Beule an einem Holzbalken.


    Benommen schüttelte er sich den Putz aus den struppigen Haaren und versuchte so schnell wie möglich wegzukriechen. Doch Sinisa war schon wieder über ihm.


    Wie aus einer bösartigen Laune der Natur heraus, scheinen gerade Psychopathen über enorme Kräfte zu verfügen und als wäre dies nicht schon schlimm genug sind sie wieselflink.


    Sinisa legte die Arme wie einen Schraubstock um den Jungen. Wut und Ekstase auf der Fratze. Er drückte zu, bis Juma keine Luft mehr bekam. Vermutlich hätte er ihn umgebracht, aber auf einmal meldete sich Aino von oben auf der Treppe.


    „Lass ihn los Du elendes Drecksvieh!“, brüllte sie.


    Das kam für beide unerwartet und brachte Sinisa aus dem Konzept, so dass er Juma fallen ließ. Aus dessen Mund war er so was gewöhnt, aber nicht von Aino.
    Die Tür zum Zimmer von Marala stand offen. Das Vorhängeschloss, mit dem sie für gewöhnlich gesichert war, war aufgebrochen worden und Aino stand neben der Tür. Sie zittere und in der Hand hielt sie eine Glasscherbe. Eine gewaltige große Glasscherbe von der große, fette Bluttropfen rannen.
    Sinisas Gesichtsausdruck verwandelte sich, als hätte jemand einen Schalter umgelegt.
    Von entfesselter Wut zu Bestürzung.


    „Was hast Du getan?“, kreischte er panisch und seine Knie zitterten.
    Aino gab ihm keine Antwort, sie stand einfach nur da und starrte ihrem Vater felsenfest in die Augen.
    „Was hast Du getan?“, schrie Sinisa ein zweites Mal. Die Stimme nur noch pure Verzweiflung.
    Und wieder gab Aino keine Antwort.


    Sinisa stürmte zur Treppe und sprang mit raschen Schritten nach oben.
    Er stürzte sich aber nicht auf Aino.


    Er rannte direkt in das Zimmer seiner Frau und brach dort zusammen als er sah was Aino getan hatte. Sie hatte ihre Mutter aufgeschlitzt.


    Aino und Juma flüchteten.


    „Ich musste es tun“, wieder holte das Mädchen immer wieder. Noch Jahre später – also zu ihrer Zeit, im Traum, als würde es alles erklären.


    Sie kletterten aus dem Fenster und stürmten davon. Sie hörten oben Sinisa noch erwachen und dieser brüllte nur "Es tut mir so leid Schatz, es tut mir so leid…“, wieder galt alles nur seiner Frau und ihm selbst.


    All die Monate über, in denen Aino schweigsam und scheinbar in sich zurückgezogen gewesen war, hatte sie in Wirklichkeit genau beobachtet und studiert, wie ihr Vater nun nach dem Unfall seiner Frau tickte. Sie hatte stumm seine Prügel und Qualen ertragen, zugesehen wie Juma misshandelt wurde und gewartet.


    Zweimal hatte sie ihren Vater und seine Frau belauscht, hatte mitbekommen, wie er unter dem leeren Blick seiner Frau ins Büßergewand schlüpfte und um ihr Wohlwollen hudelte.


    Zweimal hatte sie mit angehört, wie er um Vergebung für seine Gräueltaten bat, nur um zwei Stunden später neue zu begehen und zwar an Juma und ihr.


    So reimten sich Aino und Juma schließlich zusammen, dass Sinisa seine Frau brauchte, um das fortzuführen, was er mit ihnen tat. Er brauchte jemanden, der ihn nicht verurteilte, sondern teilnahmslos zustimmte. Der ihm dies alles durch Schweigen erlaubte.


    Während Juma trainierte, damit er eines Tages stark genug war sich wehren zu können, zerbrach Aino im hinteren Badezimmer einen Spiegel, schliff eine Scherbe an der Kante des Bettpfostens zur Waffe und wartete.


    Als Sinisa an jenem Tag früher nach Hause kam wusste Aino das sie nicht länger warten konnte...


    Geschunden und zusammengeschlagen hatte Juma gerade die nötigsten Sachen zusammengepackt, seine Schwester gepackt und gemeinsam hatten sie sich in Nacht und Nebel auf und davon gemacht.


    ****


    Ihre Flucht führte die beiden Zwillinge nach Shohiro. Nach der Ankunft in Shohiro schlugen sich Juma und Aino auf den Straßen der Stadt der Handelsallianz durch. Hier war jeder willkommen, aber wie überall auf der Welt brauchte man auch in Shohiro Geld um zu überleben.


    Die edleren Ecken waren ein beliebtes Reiseziel und dort leben die reichen Einwohner. In den armen Gegenden herrschte Brutalität. Und in den Gebieten der Goblins war es gefährlich. Nicht wegen den kleinen Gesellen persönlich, sondern meist wegen ihrer gefährliche Experimente zu deren unfreiwilligen Testobjekt man wurde, wenn man zur falschen Zeit am falschen Ort stand. Dafür besaßen sie die fortschrittlichste Technologie die Aino und Juma jemals zuvor gesehen hatten.


    In Shohiro gab es auch viele Flüchtlinge, die sich vor dem Gesetz versteckten. Auch Verbrecherkartelle hatten dort ihre Hauptquartiere.


    In den besseren Straßen Shohiros konnten Juma und Aino nicht Fuß fassen. Sie hatten einfach nichts gelernt, was irgendwer in der Stadt gebrauchen konnte. Und billige Hilfskräfte gab es genug. Sogar weitaus bessere und kräftigere als sie beide.


    So verschlug es sie in die Gassen der Gauner und Halsabschneider in die dunklen Gassen. Die beiden trieben sich einige Jahre auf der Straße rum und verdiente sich ihren mageren Unterhalt durch Kleinkriminelle Handlungen wie Diebstähle, Überfälle und Einbrüche.


    Gegenwärtige Situation


    Die beiden wollten gerade ein neues Gebäude erkunden. Dabei wurde Juma jedoch von einem Wachmann überrascht. Es wurde Alarm ausgelöst und Aino und Juma mussten fliehen.


    Sie wollten über die Fassade entkommen, dabei wurde Aino jedoch von den Wachmännern am Arm angeschossen. Während Juma durch einen Kopfschuss getötet wurde.


    Aino konnte letztendlich entkommen, dennoch hatte sie alles verloren. Von Hass und Trauer angetrieben schleppte sie sich mit letzter Kraft zu einem Heiler. Der alte Goblin erklärte sich damit einverstanden sie trotzdem zu behandeln, obwohl sie kein Geld zum bezahlen hatte. Der Deal war einfach, sie sollte sein Honorar abarbeiten, indem sie ihm in seiner Heilerstube und Apotheke zur Hand ging. Freie Kost und Logis würde er der jungen Frau dafür gewähren.


    Nach einiger Zeit der Pflege und des späteren Zusammenarbeitens lernten sich Aino und Pavo besser kennen. Der alte Goblin weihte die junge Frau in seine Vergangenheit ein und Aino erzählte dem alten Mann ebenso, was es mit ihrer Vergangenheit auf sich hatte. Sie erzählte dem alten Heiler von ihrem Bruder, was sie in ihrer Kindheit durchgemacht hatten, wie sie geflohen waren und in Shohiro auf ein besseres Leben gehofft hatten.


    Aino lernte viel von dem alten Goblin. Pavo hatte nicht nur eine gute Allgemeinbildung, er war ein kluger Kopf. Sie hingegen hatte nur ihre Prinzipien und Träume. Dennoch war sie nicht dumm, wie der alte Goblin stets zu sagen pflege, sie war nur ungebildet und dagegen konnte man etwas tun.


    Und so lernte sie nicht nur einiges über das Heilerhandwerk, sondern auch lesen, schreiben und später auch Rakshanisch. Wie Pavo ihr sagte was Wissen Macht. Und es war immer von Vorteil, keinen Kunden wegschicken zu müssen, nur weil man ihn nicht verstand.


    Sie schlug Pavo vor, sich zusammen zu tun um jene von der Straße aufzulesen, die bereit waren sich nicht nur die Finger schmutzig zu machen, sondern für Geld auch Hälse zu durchschneiden. Sie wusste, dass sie und Juma das Blut ihres Vaters geerbt hatten. Aber im Gegensatz zu Sinisa wollte Aino ihre Fähigkeiten sinnvoll einsetzen. Sinnvoll in dem Sinne, was die Almanin für sinnvoll hielt. Dies bedeutete für sie all jenen die eine neue, außergewöhnliche Familie suchten, ein Heim zu geben.


    Was Shohiro versprach, wollte sie in ihrem Haus halten, ein Heim für jeden der bereit war sich ihnen wahrhaftig anzuschließen. Willkommen war jeder der eine neue, dunkle Familie suchte. Eine Familie die für einander tötete und sich nicht gegen sich selbst richtete. Egal in welcher Form man den Beruf des Meuchelmörders ausführte, ob man der verstohlene Schleicher war der seine Opfer mit einem Dolch von hinten erstach, ob man ein Giftmischer war, ein Fallensteller, der tödliche Armbrust- oder Bogenschütze aus dem Hinterhalt, sie alle würden bei ihr ein Zuhause finden, wenn sie denn wollten. Das oberste Gebot war jedoch, man wandte sich nicht gegen die "eigene Familie".


    Und so rief Aino die Bande der Geister ins Leben, der sich nach und nach einige neue Familienmitglieder anschlossen.

  • Davard von Hohenfelde

    Hat den Titel des Themas von „Aino Jeanne Rougelet [Souvagnerin]“ zu „✝ Aino Jeanne Rougelet [Souvagnerin]“ geändert.