Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Bluthexerei anno 1077 nach der Asche

Beendete Diskussionen zur Weltenbeschreibung.
Antworten
Benutzeravatar
Baxeda

Die Freien Völker Weltenbastler in Gold Die fleißige Feder in Bronze Die fleißige Feder in Silber
Graue Eminenz
Beiträge: 2404
Registriert: Sa 14. Mär 2015, 16:58
Volk: Gargoyle
Steckbrief: Baxeda
Kontaktdaten:

Bluthexerei anno 1077 nach der Asche

#1

Beitrag von Baxeda » Fr 17. Aug 2018, 09:51

Dieser Artikel ist ein Entwurf für die Weltenbeschreibung des Unterforums 1077, spielt also fast 900 Jahre nach der aktuellen Handlung von Asamura in einer hochtechnisierten Zukunft.

Bluthexer 1077

Bluthexerei ist eine defensive Magieform, die sich vor allem gegen Untote richtet. Gemäß ihrem Credo dient sie dem Schutz und Erhalt des Lebens. In einer Welt des ewigen Krieges gegen die Außenwelt bilden die Bluthexer das bewahrende Element der Gesellschaft. Während andere Magierichtungen kriegerische Synthesen mit Kybernetik und Bionik eingingen, verschrieb die Bluthexerei sich der Forschung im Bereich der Blutaufwertung. Viele namhafte Genetiker entstammen ihrem Orden. Ihre magischen Fähigkeiten sind enorm, werden jedoch ausschließlich zum Schutz der Lebenden eingesetzt und nicht zu deren Vernichtung.


Kurzfakten

- GMO (genetisch modifizierter Organismus)
- Genotyp: YY-Genom, infertil
- Phänotyp: männlicher Souvagner, sehr weiße Haut
- Reproduktion: durch In-vitro-Fertilisation
- Blutgruppe: C (Heilwirkung, toxisch für Untote)
- Psyche: oft sehr intelligent, Neigung zu psychiatrischen Auffälligkeiten

Stärken

- Blut mit Heilwirkung
- inzwischen frei von Erbkrankheiten
- robuste körperliche Konstitution.
- immun gegen Naniten-Angriffe
- immun gegen Manipulationen an der Lebensessenz (Vampirismus, Nekromantie, Geistmagie) aufgrund ihrer besonderen Gedankenstruktur

Schwächen

- immun gegen die Heilwirkung des eigenen Blutes (ggf. generell gegen Bluthexerei)
- Unfruchtbarkeit
- Neigung zu psychischen Erkrankungen (Neurosen)
- Inkompatibilität mit vielen Aufwertungen
- Störanfälliges Interkom
- Keine Nanotriten-Rüstung erwünscht (hinderlich für rituelle Selbstgeißelung)


Entstehung

Religion und Wissenschaft gingen in Souvagne seit jeher Hand in Hand, denn Ainuwar ist ein Gott des Verstandes. So konnte die Bluthexerei entstehen, eine Magieform, die sich die Errungenschaften der Gentechnologie zunutze macht, um hocheffiziente Magier heranzuzüchten. Bluthexerei ist somit eine Hybris von uralter Magie und hochmoderner Gentechnologie.

Bluthexer suchten schon zeitig nach einer ›reinen‹ Möglichkeit zur Fortpflanzung, entkoppelt von primitiven Gelüsten. Später kam noch der Zwang hinzu, da sie unfruchtbar wurden. Sie waren daher von Beginn an in die gentechnische Forschung verwickelt und noch heute sind viele namhafte Genetiker auch Bluthexer.

Auch im Jahre 1077 wie vor sind Bluthexer noch aufgrund der Heilwirkung ihres Blutes von Bedeutung. Die Chips zur Regeneration werden nur von hohen Würdenträgern oder Militärs getragen, vom Duc, der Leibgarde etc. Aber auch der Chip ist kein Wundermittel. Wer auf eine Mine tritt, benötigt einen Heiler oder Bluthexer. Für solch schwere Verletzungen sind sie wichtig, oder auch für alle die keinen Chip tragen nur ein Interkom besitzen. Bluthexer sind also für alle Zivilisten von Bedeutung und natürlich auch, wie stets, für die Krone, wenn es um die Wiedererweckung geht.


Mentalität

Die bewahrenden Eigenschaften der Bluthexer stellen sie auch im Sozialverhalten unter Beweis. Das Wohl der Gemeinschaft steht für sie über dem eigenen und sind gern bereit, ihre eigenen Interessen unterzuordnen. Bluthexer gelten als kompromissbereit. Das macht sie als Zweitpartner in einer Ehe beliebt, wobei ihre Unfruchtbarkeit dem entgegenkommt. Anders herum werden sie genau darum jedoch nur selten als Erstpartner erwählt. Sie spielen meist die zweite Geige und viele Bluthexer bleiben darum lieber unter ihresgleichen. Aufgrund ihres hohen Bildungsstands und ihrer fanatischen Denkweise, was ihre Kunst anbelangt, wirken sie oft besserwisserisch und ihr exzentrischer Hang zur Selbstgeißelung ist nicht jedermanns Sache.

- Neigung zu Fanatismus, Neurosen und Selbstzerstörung für ›das höhere Wohl‹
- hoher Gemeinschaftssinn
- Opferbereitschaft

Die Grundlagen ihrer Lehren haben sich in all den Jahrhunderten nur marginal verändert
[Link zur alten Bluthexerei].


Gesundheit

Bluthexer sind frei von rezessiven Erbkrankheiten. Die Ursache dafür liegt darin, dass es bei ihnen im Gegensatz zum XY-Mann keine gesunden Merkmalsträger geben kann. Eine Erbkrankheit auf einem ihrer beiden Y-Chromosomen führt unweigerlich zum Ausbruch der Krankheit. Eine unbemerkte Weitergabe von Defekten ist somit ausgeschlossen. Im Gegensatz zu den übrigen Souvagnern sind Bluthexer mit einer robusten Gesundheit gesegnet, die sie jedoch oft genug im Zuge ihrer selbstschädigenden Rituale zugrunde richten. Wegen ihrer genetischen Besonderheit sind sie allerdings auf natürlichem Wege unfruchtbar und taugen daher nicht zur Auffrischung des inzuchtgeschädigten souvagnischen Erbguts.


Infertilität

Ein großer Nachteil war jahrelang die Unfruchtbarkeit der Bluthexer, welche künstliche Fortpflanzung notwendig machte, um die genetischen Modifikationen zu erhalten. Kritiker bezeichnen sie als Sackgasse der Evolution, Befürworter entgegnen, dass sie die Grenzen der Evolution längst überwunden hätten. Inzwischen ist die künstliche Fortpflanzung gewährleistet.

Wegen ihrer Unfruchtbarkeit sind sie bei Frauen als Geliebte begehrt und bei Männern als Ergänzung für einen weiblichen Harem, da sie die eigene Linie nicht gefährden. Im Allgemeinen sind Bluthexer jedoch sexuell zurückhaltend und sehr auf feste Partner fixiert.


Reproduktion und Aufzucht

Aufgrund der notwendigen beiden Y-Chromosomen kommen für Bluthexer nur männliche Fortpflanzungspartner in Betracht. Aus diesem Grunde sind Frauen für sie als Partner in der Regel uninteressant. Vor natürlichen Geburten empfinden Bluthexer inzwischen einen großen Ekel und erachten sie als unreine und veraltete Reproduktionsmethode, die eines Souvagners unwürdig sei.

Variante 1 (die Norm)
In der Regel erfolgt die Fortpflanzung in einem verborgenen Bunker, wo der Bluthexer seine Blutspende abgibt, ohne genau zu wissen, was sich im Inneren abspielt. Hier agieren die so genannten Behüter. Sie schaffen das neue, werdende Leben mit den sogenannten Schöpfermaschinen. Sein Blut wird dazu im Inneren der Anlage aufgewertet durch das der Behüter, welche in diesem Bunker leben. Sobald das Kind geboren und die Zeit reif ist, darf der Bluthexer sein Kind abholen.

Variante 2 (selten)
Ein Bluthexer bittet den anderen um sein Blut, wenn er zum Ausdruck bringen möchte, dass er ein gemeinsames Kind wünscht. Die Blutgabe wird als Ritual gestaltet. Aus dem Blut der beiden Väter wird später im Labor das Genom gewonnen, nicht aus dem »schmutzigen« Samen. Nach dem Ritual kann es zum Geschlechtsakt kommen, muss jedoch nicht. Es gibt auch rein platonisch liebende Paare. Nach der Zeugung dauert es circa ein Jahr bis die Kinder von Geräten unabhängig überleben können.

Im Anschluss beginnt ihr Leben als Novizen im Tempel des Blutes, das sie auf das Leben als Bluthexer vorbereitet. Die Väter dürfen ihre Kinder zu festgelegten Zeiten besuchen und mit ihnen die Freizeit verbringen oder diese zu sich nehmen, wenn sie alt genug sind.


Immunität gegen Geistmagie und Interkom

Warum man z.B. keine Geistmagischen Angriffe auf die Bluthexer durchführen kann: Sie haben andere Gedankenwellen aufgrund ihrer Modifizierung und eine andere Gedankenstruktur. Es wird zudem vermutet, dass ein Teil der Geistmagie ein Spiegel de physischen Ebene ist und die Blutgruppe C zur Immunität beiträgt.

Nicht überwunden haben die Bluthexer die mentale Mauer der Souvagner. Ihre genetischen Besonderheiten machen ihr Interkom, welches für normale Souvagner entwickelt wurde, störanfällig, bei manchen Bluthexern funktioniert es überhaupt nicht. Auch andere Aufwertungen können davon betroffen sein. Grund ist die überdurchschnittlich hohe Autoimmunreaktion ihres Blutes. Eine zeitgemäße mentale Kommunikation ist für Bluthexer daher schwierig bis unmöglich.


Aktuelles

Derzeit laufen Untersuchungen, um ein künstliches Verfahren zur Auffrischung des Erbguts der inzuchtgeschädigten Souvagner zu entwickeln, bei dem wegen ihrer Robustheit und dem Fehlen von Erbkrankheiten auch die Bluthexer ein Forschungsgegenstand sind.


Historie der Bluthexerei

Phase I: Archaische Phase (bis 800 n.d.A.)
  • Magische Anreicherung des Blutes durch Ernährung und Meditation

    Der Bluthexer dieser Zeit ist ein gewöhnlicher Geistmagier. Seine blutmagischen Fähigkeiten erlangt er durch zielgerichtete magische Ausbildung. Die Besonderheit seines Blutes ist nicht angeboren, sondern wird durch Meditation erreicht, die auf die energetische Anreicherung des Blutes zielt sowie eine besondere Diät zur Optimierung der Zusammensetzung.

Phase II: Modifikationsphase (800 - 900 n.d.A.)
  • Der Körper wird dazu gebracht, selbst verändertes Blut zu produzieren

    Mit der Erschaffung der genetischen Mauer erfolgen auch erste Schritte in der Gentherapie für Bluthexer. Ziel ist, magisch hochwirksames Blut zu erzeugen. Blutbildung erfolgt im Knochenmark und an dieser Stelle setzt die Modifikation an. Um das Blut eines Menschen dauerhaft zu verändern, werden eigene Stammzellen aus dem blutbildenden Knochenmark entnommen und gentechnisch verändert. Anschließend gibt man die modifizierten Stammzellen dem Bluthexer zurück. Sein Knochenmark beginnt nun, das veränderte Blut zu produzieren. Dieses Verfahren muss bei jedem Bluthexer individuell angewendet werden. Aus jedem normalen Geistmagier kann somit ein Bluthexer erschaffen werden. Leukämie ist jedoch eine häufige Nebenwirkung und lange Zeit Haupttodesursache der Bluthexer.

Phase III: Reproduktionsphase (900 - 1012 n.d.A.)
  • Reproduktion des veränderten Organismus

    Anstatt jeden Bluthexer einzeln mit Gentherapie behandeln zu müssen, werden die genetischen Merkmale nun an die Nachfahren vererbt. Ermöglicht wurde dies dadurch, dass nicht nur die blutbildenden Stammzellen gentechnisch verändert wurden, sondern das gesamte Genom der Bluthexer und somit auch die Keimzellen. Diese weitreichenden Veränderungen führten jedoch zu einer steigenden Rate an Fehlgeburten oder schwerbehinderten Nachkommen. Gesunde Kinder zu zeugen, war für die Nachkommen modifizierter Bluthexer von der ersten Generation an unmöglich*. Dem entgegen stand der Wunsch der Krone, das enorme magische Potenzial zum Schutze Souvagnes zu erhalten und weiter auszubauen, was zu einer Verstärkung der Forschungen führte.
* siehe Projekt Alexandre


Phase VI: Stabilisierungsphase (1013 n.d.A. bis Gegenwart)
  • Langfristiger Erhalt der Eigenschaften

    Es gelang während der Forschungen zum Erhalt der Bluthexer, ihre schweren Erbkrankheiten zurückzudrängen. Der Preis war der Verlust ihrer Fruchtbarkeit. Bluthexer gelten heute als gesund, aber sind aufgrund des massiv veränderten Genoms infertil. Es gibt nur noch männliche Bluthexer, die sich untereinander In-vitro vermehren. Ihr magisches Potenzial ist enorm. Phase IV ist gegenwärtiges Endstadium des Projekts. Um die Frage, ob im Fall der Bluthexer der Zweck die Mittel heiligen durfte, drehen sich hinter vorgehaltener Hand einige ethische Debatten.

Persönlichkeiten der Bluthexerei

Alexandre de la Grange (167 - 210 n.d.A.) - Wegbereiter der archaischen Bluthexerei, um den sich viele Legenden ranken, Ikone für Anhänger der Selbstgeißelung

Saint Ciel Felicien de Souvagne (188 - 213 n.d.A.) - erster Bluthexer aus der Familie de Souvagne, Schutzheiliger des ersten Ringes

Jean-Claude Lefebvre (800-837) - Erster Phase-II-Bluthexer mit modifiziertem Erbgut. Er starb sieben Jahre nach dem gentherapeutischen Eingriff an Leukämie.

Irenée de Remuer (977-1013) - Initiator von Projekt Alexandre, hingerichtet, gilt unter Bluthexern wahlweise als Märtyrer oder Häretiker.

Noel en Dernier (1012-1013) - letzter Phase-III-Bluthexer und letzter Bluthexer, der auf natürlichem Wege gezeugt und geboren wurde. Schwer behindert, starb als Säugling.

Macaire du Verre (1012-1028) - »Gesegneter aus dem Glas«, Prototyp. Erster künstlich geschaffener Phase-IV-Bluthexer, Klon von Irenée de Remuer. Gesundheitlich labil, starb noch vor Erreichen der Volljährigkeit.

Oliver Vallis de la Grange (*1043) - Nachfahre in direkter Linie von Alexandre de la Grange, ab 1040 Erzhexer der Bluthexerei, Ehemann von Duc Pierre Agramant de Souvagne


Projekt Alexandre (1012 n.d.A.)

Die Aussicht auf schwerbehinderte Nachkommen führte um die Jahrtausendwende herum zu einem erneuten Aufleben des Keuschheitskultes im Orden des Blutes, ein letzter Versuch, den Teufelskreis zu durchbrechen, indem man ihn radikal beendete und sich dem Fortpflanzungszyklus entzog.

Anstatt die Forschung aufzuhalten, wurde sie auf einen Erlass von Duc Raphael Janou de Souvagne hin jedoch sogar verstärkt: Aufgrund der Weigerung, sich freiwillig fortzupflanzen, wurden Bluthexern gegen ihren Willen Keimzellen entnommen. Im Jahr 1012 rief Erzhexer des Blutes Irenée de Remuer die Bluthexer daher öffentlich zu einem flächendeckenden Kastrationsprojekt auf, um sich diesem Eingriff zu entziehen. Benannt wurde dieses Projekt nach dem Wegbereiter der archaischen Bluthexerei, Alexandre de la Grange, dessen Geschlechtsorgane der Überlieferung nach amputiert waren. Viele Bluthexer folgten seinem Beispiel, indes nützten es ihnen nichts.

Die gewaltsame Vermehrung erfolgte stattdessen durch Gene, die aus Blutzellen extrahiert wurden. Eine Amputation der Hoden war somit nutzlos. Der erste Bluthexer, der mit diesem Verfahren In vitro reproduziert wurde, war Irenée de Remuer während seiner Gefangenschaft. Im Jahre 1013 wurde er nach Bekanntgabe seiner erfolgreichen Reproduktion der Häresie für schuldig befunden und öffentlich hingerichtet. Mit dem Verlust ihres Anführers war der kurze Widerstand der Bluthexer gebrochen. Die Linie der modifizierten Bluthexer wurde auch gegen ihren Willen erhalten und weiter genetisch verändert.

Kastration ist trotz allem bis in die Gegenwart unter Bluthexern eine recht beliebte Praxis geblieben.

Projekt Alexandre konnte den Marsch in die eingeschlagene Richtung nicht aufhalten, sondern führte nur noch zu einem schnelleren Voranschreiten der Reproduktionsmedizin. Irenée de Remuer gilt jedoch trotz seines Scheiterns und trotz aller Indoktrination vielen Bluthexern noch heute als Visionär und Märtyrer.

Da Selbstverstümmelung seit jeher Tradition in der Bluthexerei war und für die Reproduktion bedeutungslos geworden ist, lässt man ihnen ihren Willen. Um zu verhindern, dass sich der Aufstand wiederholt, werden die künstlich erschaffenen Kinder seither per Dekret in den Tempelschulen des Blutes einer strengen politischen Indoktrination unterzogen.


Zauber der Bluthexerei 1077

Passive Eigenschaften:

- immun gegen Naniten
- immun gegen Manipulationen an der Lebensessenz (Vampirismus, Nekromantie, Geistmagie)

[Zauber ergänzen]


Realwissenschaftliche Hintergründe der Gentherapie
Gentherapie sorgt für eine Reparatur defekter DNA. Zunächst werden eigene Stammzellen aus dem blutbildenden Knochenmark entnommen und gereinigt. Dann wird mithilfe eines Retrovirus eine gesunde Kopie des defekten Gens in die Erbinformationen der Stammzellen eingeschleust (Gentransfer). Anschließend gibt man die modifizierten Stammzellen dem Patienten zurück. Die Körperzellen sind nun in der Lage, einen bestimmten Stoff, zum Beispiel ein Eiweiß, selbst herzustellen. Nach der Korrektur der Stammzellen verändert sich innerhalb eines Jahres die Zahl und Funktion der verschiedenen Blutzellen. Die erwünschten Effekte treten ein.

-→ Basis für Blutveränderung der Bluthexer

Der Retrovirus, der für das Einschleusen der neuen DNA verwendet wird, fungiert sozusagen als Fähre. Die krankmachenden Virusgene wurden zuvor entfernt und stattdessen das gewünschte Genom eingesetzt. Dieses trägt er nun in das blutbildende Knochenmark. Im Normalfall reicht eine einzige Behandlung aus.
Wichtig für die Vererbung:

Da Bluthexer sich über ihr Blut vermehren - und nicht über das Erbgut aus ihrem sterilen Samen - werden die in den Stammzellen erzeugten Eigenschaften an die Nachfahren weitergegeben!

b]Nebenwirkungen:[/b]

Im ungünstigen Fall werden unerwünschte Gene aktiviert (Insertionsmutagenese), was zu Leukämie führt. Neue Genfähren können das Risiko verringern (SIN-adaptierte Retroviren, die weniger interagieren).
Brainstorming im Chat
Bluthexer haben eine eigene Blutgruppe. eine künstlich geschaffene Blutgruppe

Genmix von 2 Männern und künstliche Aufzucht da Frauen wg der Monatsblutung als Bluthexer nichts taugen (Eisenmangel)

Es wären im Grunde Chimärwesen, da man einen der beiden sozusagen klont (Papa1) und von Papa2 Eigenschaften dazu gibt. Quasi die Kopie von Nr. 1 aufbessert

dann wäre YY rein künstlich erschaffen, Labor, sprich sie wären GMOs, Genetisch-modifizierte-Organismen. Daher auch die besondere Blutgruppe und sie sind dann auch infertil, keine Zeugung mehr möglich. Vermehrung nur über Gentechnik.

Also zwei Papas. Und sie vermehren sich nur untereinander, durch Hightech. Keine natürliche Vermehrung mehr möglich. Das könnte auch den Grund erklären, warum Pierre künstliche Vermehrung für alle in Betracht zieht. Sex zum Spaß kannst Du dann den ganzen Tag haben, kommt nur nichts bei rum außer Freude.

Das alles würde auch ihre andere Weltsicht und Wahrnehmung erklären, für sie sind Frauen Neutrums, also fallen nicht ins Beuteschema. Ein attraktiver Mann schon, den man um eine Blutspende bitten könnte. Das wäre dann ein Akt und ein Ritual, da es bedeutsam ist. Da sie sich über das Blut vermehren und nicht über Samen: Reinheit. Das Blut ist Metier, es geht immer ums Blut. Und der Same ist ja eh nutzlos da steril.

Ich find deine Variante schön, dass das in einem geheimen Bunker stattfindet und die Sehnsucht von einem gemeinsamen Kind mit Wunschpartner in der Regel unerfüllt bleiben muss. Dass es eine absolute Ausnahme wäre, wenn man einen Wunschpartner von außen hinzuholen darf, ein seltenes Privileg. Ansonsten erfolgt die Vermehrung mit dem Blut der besten Bluthexer im geheimen Bunker oder durch Klonung. Der Hauptspender wäre in den Falle Oli, man könnte was Frisches hinzufügen, bestimmte Komponenten, ansonsten könnte man auch einen reinen Klon von Oli schaffen.

Sagen wir man gewährt einem Außenstehenden die Ehre. Dann wird nicht das komplette Genom verwandt, sondern nur ein Bruchstück. Etwas dass den Bluthexern gut tun würde. Z.B. eine bestimmte Immunität gegen Krankheiten etc. Es wird kein reiner 50 zu 50 Austausch wie bei einer natürlichen Zeugung. Sie suchen sich die Bausteine aus. Cherrypicker.

Könnten sie auch mit normalen Souvagnern in vitro nachkommen zeugen - theoretisch könnten sie dass, aber warum sollten sie? Bei ihnen steht ja ihre Magie und ihre Fähigkeit im Vordergrund, so weit dass es nicht mal mehr Frauen gibt.
"Die Menschen bauen zu viele Brücken und zu wenige Mauern."
Avatar mit freundlicher Genehmigung von: http://direwrath.deviantart.com/

Benutzeravatar
Baxeda

Die Freien Völker Weltenbastler in Gold Die fleißige Feder in Bronze Die fleißige Feder in Silber
Graue Eminenz
Beiträge: 2404
Registriert: Sa 14. Mär 2015, 16:58
Volk: Gargoyle
Steckbrief: Baxeda
Kontaktdaten:

Re: Bluthexerei anno 1077 nach der Asche

#2

Beitrag von Baxeda » Di 4. Sep 2018, 12:54

Ich habe den bisherigen Stand ins Forum 1077 kopiert.

:punkt: Es fehlen noch: Moderne Zauber

:punkt: Offen gebliebene Frage:
Stärken
- immun gegen Manipulationen an der Lebensessenz (Vampirismus, Nekromantie, Geistmagie) aufgrund ihrer besonderen Gedankenstruktur
Bedeutet dies, dass sie auch gegen Heilmagie immun sind, im Prinzip also gegen alle Formen der Magie, außer ihre eigene?
"Die Menschen bauen zu viele Brücken und zu wenige Mauern."
Avatar mit freundlicher Genehmigung von: http://direwrath.deviantart.com/

Benutzeravatar
Baxeda

Die Freien Völker Weltenbastler in Gold Die fleißige Feder in Bronze Die fleißige Feder in Silber
Graue Eminenz
Beiträge: 2404
Registriert: Sa 14. Mär 2015, 16:58
Volk: Gargoyle
Steckbrief: Baxeda
Kontaktdaten:

Re: Bluthexerei anno 1077 nach der Asche

#3

Beitrag von Baxeda » Di 4. Sep 2018, 19:33

Im Chat gerade vereinbart für Bluthexer 1077:

Bluthexer sind Teilstumpfe, die nur ihre eigene Magieform beherrschen und empfangen können. Diese Fähigkeit wurde genetisch etabliert durch das bewusste Einfügen von Genen, welche bei echten (vollständigen) Antimagiern für deren Stumpfheit verantwortlich sind. Bei den archaischen Bluthexern war die Teilstumpfheit noch nicht genetisch bedingt, sondern gezielt herbeigeführt (Meditation, Diät etc).
"Die Menschen bauen zu viele Brücken und zu wenige Mauern."
Avatar mit freundlicher Genehmigung von: http://direwrath.deviantart.com/

Antworten

Zurück zu „Abgeschlossene Diskussionen“