Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Baxeda [Gargoyle]

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Baxeda

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Baxeda [Gargoyle]

#1

Beitrag von Baxeda » Di 22. Mai 2018, 09:40

Baxeda

Baxeda ist ein uralter Gargoyle. Bei Tage ruht er in Gestalt einer Statue aus grauem Granit, des Nachts wacht er über den Stein, dem er während einer Neumondnacht entstieg und der heute von einer stolzen Felsenburg gekrönt wird.

Er erblickte das Leben zu einer Zeit, als die frühen Almanen gerade den Bau ihrer Burganlagen erlernten. Als der junge Gargoyle aus seiner Gesteinsspalte stieg, erblickte er, noch bevor er den Nachthimmel sah, die Mauern der Felsenburg, die von den Menschen gerade hochgezogen wurden: Burg Xavier. Die Gesteinsspalte, welche die Gargoyles seit der Vorzeit als Nest für ihre Eier nutzten, bezogen die Almanen geschickt in den Bau mit ein und schützten sie gleichsam wie ihre eigenen Behausungen. So waren die Gargoyles des Berges und Burg von Anfang an eins und Gargoyles und Almanen in Freundschaft verbündet. Tags wachten die Menschen und nachts die Geflügelten über das gemeinsame, neu entstehende Refugium.

Es erfüllte Baxeda mit Freude zu sehen, was erschaffen werden konnte, wenn man gemeinsam anpackte und wie aus rohem Gestein ein zu Hause wurde. Der Fels war bald nicht länger kalt, sondern wurde von Kaminfeuern beheizt und steile Dächer schützten die Bewohner vor Regen und Wind. Wo früher nur die Wölfe und der Wind geheult hatten, hörte man nun das geschäftige Treiben einer wachsenden Gemeinschaft, das Sägen von Zimmerleuten und das Klopfen von Schmiedehämmern, die Rufe der trainierenden Ritter und das Trappeln von Pferdehufen, das fröhliche Geschwätz der Frauen und das Lachen von Kindern.

Burg Xavier steht noch heute. Sie blieb über die Jahrhunderte unerobert. Stürme rissen an den Zinnen und Katapulte schlugen bisweilen tiefe Wunden in das steinerne Fleisch, doch wurde Burg Xavier stets erfolgreich verteidigt und von ihren Bewohnern wieder instandgesetzt. Sie wurde ein Wahrzeichen des Friedens und der Ewigkeit. Die Burgherren wechselten im Laufe der Jahrhunderte, die Mauern und die Gargoyles blieben. Steinern und zeitlos trotzt Xavier allen Wiedrigkeiten, ohne je selbst Ausgangspunkt eines Feldzuges zu sein.
"Die Menschen bauen zu viele Brücken und zu wenige Mauern."
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