Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterlie√üen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf√§ngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. W√§hrend die Urv√∂lker auf Altbew√§hrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. Geheimb√ľnde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

S.Z.D. - Kapitel 1 - Am Waldrand

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Einige Bewohner Asamuras kommen urspr√ľnglich aus Caltharnae, das in Asche versank. Ihr Leben vor der √úberfahrt auf den neuen Kontinent wurde hier verewigt.
Novec Sarili Gojim
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Re: S.Z.D. - Kapitel 1 - Am Waldrand

#11

Beitrag von Novec Sarili Gojim » Mo 16. M√§r 2015, 21:54

Novec der gerade ganz in Gedanken war, schaute sich den Wolf genau an. Solch ein großes Raubtier hatte er noch nie zu vor gesehen. Beachtlich näherte er sich dem Wolf und die Stimmen der anderen waren nur noch ein Rauschen im Wind, so beeindruckt war er von dieser Kreatur.

Als er langsam wieder aus seinen Gedanken gerissen wurde erz√§hlte der erste Fremde gerade etwas √ľber seine Krankheit.

"Was eine Hautkrankheit? Was habt ihr hier oben f√ľr merkw√ľrdige Krankheiten?"

F√ľr einen Moment v√∂llig √ľberrumpelt und erschrocken ging Novec ein paar Meter beiseite und schaute sehr irritiert.

"Ist das ansteckend, also f√ľr Zwerge? Nicht das ich Angst h√§tte, aber wissen w√ľrde ich es ja doch gern schon", sprach Novec mit etwas zitternder unruhiger Stimme, bis der erste Schrecken beiseite war. Novec kniff seine Augenbraun zusammen und schaute den Fremden misstrauisch an, als er seine Axt wieder an seinen Gr√ľrtel steckte. Wieder einmal schaute er den Fremden genau an und verschrenkte seine Arme vor sich. Die ganze Zeit war ihm schon aufgefallen, dass mit dem Fremden irgend etwas nicht stimmte, er sah zu merkw√ľrdig aus und benahm sich auch von Anfang an viel zu freundlich.

>Mhhhh, dass soll eine Hautkrankheit sein? Irgendwie kann ich das nicht so recht glauben.<

"Da f√§llt mir ein, ja die Krankheit kenne ich. Sehr schlimme Sache, erst f√§ngt sich an die Haut zu verf√§rben dann kommt √ľberm√§ssiger Haarwuchs. Aber dann kommt das schlimm, es wachsen einem H√∂rner und wenn das wachstum in eine Richtung abgeschlossen ist, wachsen sie in die andere Richtung, direkt in den Kopf. Der tot ist sehr langsam und schmerzvoll. Keiner √ľberlebt das. Ich habe der Krankheit den passenden Namen ¬īL√ľgerites¬ī gegeben", scherzte der Zwerg und musste sich dabei sehr das Lachen verkneifen. Man sah es an seinen Augen an, die etwas anfingen zu tr√§nen. Aber Novec bliebt stark und ihm war kein schmunzeln ab zu ringen.

"Aber Spa√ü bei Seite. Ich hei√üe Novec Sarili Gojim und bin ein Zwerg. Bevor ich auf die Oberwelt kam war ich bei der Zwergenarmee. Eine der besten Ausbildungen auf Lodranion habe ich durch laufen und musste auch das Fach Heilung absolvieren. Dort wird einem beigebracht wie man die einfachsten Verletzungen heilen kann und was uns in den verschiedenen Gebieten Lodranion erwarten kann. Nun ja in Lodranion ist Krieg und wir werden auf alles vorbereitet. Zudem wenn man eine √ľber√§ngstliche Oma hat - Odonolos habe Sie seelig -, die sich auf Heilung spezialisiert hat, wird man auch neben seiner Ausbildung von ihr unterrichtet. Einst fand ich das nervend, sie hat mir alles m√∂gliche zu lesen gegeben, mich abgefragt und erz√§hlt alles m√∂gliche √ľber Pflanzen, Kr√§uter und Krankheiten. Sie meinte es w√§re wichtig und w√ľrde mir eines Tages helfen. Mit 78 sieht man das weniger so, hingegen jetzt bin ich stolz auf das Wissen was mir meine Oma vermittelt hat und eins sage ich dir Fremder. Deine Krankheit gibt es nicht!"

M√ľrrisch schaute Novec zu dem Fremden und dann zur Fremden. "Geh lieber etwas weg von ihm und komm zu mir r√ľber. Eine junge Frau so nahe bei einem merkw√ľrdig aussehenden L√ľgenbold der eindeutig zu freundlich ist, dass ist gef√§hrlich! Wer wei√ü was er dir antuhn will, komm lieber zu mir, ich habe auch Medizin in meinem Rucksack und kann deine Wunde versorgen! Wie hei√üt du eigentlich?" Novec griff wieder zu seiner Axt und hielt sie fest in beiden h√§nden. Novec knirschte die Z√§hne zusammen und schaute dabei sehr ver√§rgert.

"Los sag uns wer du wirklich bist", ich meine es ernst.

Novec`s Stimme verriet dem Fremden, dass er es dieses mal Ernst meinte und nicht zu Scherzen aufgelegt war.
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Re: S.Z.D. - Kapitel 1 - Am Waldrand

#12

Beitrag von Sinthara » Mo 16. M√§r 2015, 21:55

Wieder lauschte sie nur schweigend dem Geplauder der Beiden ohne sich selbst gro√ü daran zu beteiligen. Lieber beobachtete sie Baxedas Handgriffe als jener den Wolf wortw√∂rtlich das Fell √ľber die Ohren zog.

Doch dann stutzte Sinthara und sah ihn genauer an. Seine d√§monischen Merkmale waren nicht zu √ľbersehen.
Glaubte er ernsthaft das ihm jeder diese Geschichte von einer Krankheit abnehmen w√ľrde?

"Was seit ihr? Ein Feigling oder ein Geschichtenerz√§hler. Entweder ihr verh√ľllt euch oder steht zu dem was ihr seit.
Aber hört auf das ganze als eine Krankheit abzutun."


Ihre Stimme hatte einen scharfen Klang angenommen.
Es gefiel ihr nicht wie er es als Krankheit versuchte zu verkaufen.
Sicher die Leute reagierten meist alles andere als freundlich darauf aber kein Grund irgendeine Krankheit zu erfinden um damit sein Aussehen zu rechtfertigen.

"Auf Dauer wird man euch diese Krankheitsgeschichte sowieso nicht abnehmen."

warf sie knapp noch hinterher, dann wande sie sich ihrer Tasche zu.
Nur leicht schob sie den Umhang zur Seite so das ihr zierlicher zartwei√üer Arm enth√ľllt wurde aber der Rest verborgen blieb.
Nachdem sie dann endlich auch einen Verband gefunden hatte versuchte sie sich selbigen anzulegen.
Das ganze war keine einfache Angelegenheit und irgendwie wollte es auch nicht gelingen.
Der Verband rutschte teilweise immer wieder den Arm etwas hinab.

Es dauerte schon etwas bevor es ihr endlich gelingen wollte. Leise brummelnd befestigte sie den Verband und zog dann den Umhang wieder √ľber den Arm.

Zwar war ihr nicht entgangen das Novrec ihr Hilfe angeboten hatte aber sie tat einfach so als habe sie es nicht geh√∂rt um sich nicht rechtfertigen zu m√ľ√üen warum sie seine Hilfe nicht annahm.

Gerade wollte sie sich wieder abwenden um diese merkw√ľrdigen Leute hinter sich zu lassen, als ihr knurrender Magen sie wieder an ihren Hunger erinnerte.
Und wo bekam man besser Essen her als in Gesellschaft. Zudem war ihr so gar nicht nach einer Jagd zumute.
Also sah sie wortlos wieder zu den Beiden, bis ihr einfiel das sie sich höfflichkeitshalber vorstellen sollte.

"Ich bin Sinthara."

Sie hielt sich sehr knapp aber was sollte sie auch groß erzählen. Das sie schon wieder auf der Flucht war, das ihr Aussehen unnormal war oder gräßlich häßlich , total abscheulich, eine Missgeburt, als was auch immer man sie noch bezeichnet hat, wenn man sie mal gesehen hat und nicht gleich Angst oder Aggressionen bekommen hat.

Nun sah sie ebenso wie der Zwerg zu Baxeda wobei in ihrer Haltung nichts ablehnendes lag. Stattdessen legte sie eine ihrer behandschuhten, zierlichen H√§nde f√ľr einen kurzen Augenblick hauchzart auf Novrecs Arm als wolle sie das er die Axt wieder zur Seite legte oder zumindestens das er nicht Baxeda angriff.

"Ich weiß was er ist."

Sprach sie dann leise und ruhig. Zwar hatte sie etwas gebraucht aber dann war sie doch darauf gekommen was er war. das er ihr eben nicht unähnlich war und Sinthara wußte genau was sie war.

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Re: S.Z.D. - Kapitel 1 - Am Waldrand

#13

Beitrag von Baxeda » Mo 16. M√§r 2015, 21:55

Baxeda war etwas √ľberrumpelt. So hatte er sich das nicht vorgestellt! Die Frau hatte ihn auf seine L√ľge hin angefaucht und der Zwerg Novec stand mit drohend erhobener Axt vor ihm. Zwar wirkte dieser eher verteidigungsbereit als angriffslustig, dennoch trat Baxeda sicherheitshalber ein paar Schritte zur√ľck. Bei so einer Axt konnte man nie wissen und der kleine Mann sah durchaus so aus, als w√ľsste er sie zu benutzen!

‚ÄěAhahaha‚Äú, lachte Baxeda verlegen und kratzte sich am Hinterkopf.
‚ÄěMan kann`s ja mal versuchen. Manche kaufen einem dlie Geschichte ab. Schon gut, ich gebe es ja zu, mein Aussehen ist keine Hautkrankheit. Aber egal, wie es auf euch wirken mag ‚Äď wie ein Monster, gar ein D√§mon oder sonstwas ‚Äď ich bin trotzdem ein Mensch. Und als solcher absolut friedfertig und vertrauensvoll!‚Äú

Er breitete seine leeren Handflächen aus, um seine Harmlosigkeit zu betonen.

W√§hrend er diese, wie er fand, absolut √ľberzeugende Ansprache gehalten hatte, war die Frau damit besch√§ftigt, mehr schlecht als recht ihren verwundeten Oberarm zu versorgen. Baxeda fragte sich, warum sie nicht die Hilfe annahm, die Novec ihr soeben aneboten hatte. Es war offensichtlich, dass sie nur so tat, als h√§tte sie dessen Angebot nicht geh√∂rt, denn laut genug gesprochen waren die Worte sehr wohl gewesen. Fast schon gebr√ľllt, wie alles, was der Zwerg sagte. Das konnte man einfach nicht √ľberh√∂ren!

Nachdem sie ihren Verband st√ľmperhaft festgezurrt hatte, sah sie aus, als ob sie gehen wollte. Doch pl√∂tzlich schien sie es sich anders zu √ľberlegen und stellte sich als Sinthara vor.

Sinthara also. Schöner Name, eigentlich, aber ob ich mir den merken kann?
Klingt ungewöhnlich. Vielleicht ist sie wirklich `ne Elfe.


Und dann tat sie auf einmal etwas völlig Unerwartetes. Novec stand noch immer mit drohend erhobener Axt vor Baxeda, bereit, ihm beim kleinsten Verdacht seinen grauen Schädel zu spalten, da legte Sinthara ganz zart ihre kleine Hand auf den kräftigen Arm des Zwerges.

Und behauptete zu wissen, was Baxeda sei.

Scheiße, den Pelz kann ich vergessen! Wenn sie verpetzt, dass ich ein halber Tashazzi bin, muss ich zusehen, dass ich verschwinde, oder ich hab die Klinge vom Zwerg im Kopf stecken!

Ganz langsam, um niemanden zu erschrecken, breitete er seine schwarzen Fledermausschwingen aus.
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Re: S.Z.D. - Kapitel 1 - Am Waldrand

#14

Beitrag von Novec Sarili Gojim » Mo 16. M√§r 2015, 21:56

Novec lauschte aufmerksam den Worten der Fremden. Er h√§tte nicht gedacht, dass so eine sch√ľchterne Person der art w√ľtend werden kann. Merkw√ľrdig kam ihm das ganze schon vor. Auch wenn der Fremde gelogen hat, warum reagiert sie so? Wei√ü sie etwa mehr als sie sagt?

>Warum nimmt Sie meine Hilfe gar nicht an und bleibt da stehen? Hat sie gar keine Angst vor dem Fremden oder hat sie etwa Angst vor mir? Liegt es an meinem Bart? Das sind beides sehr merkw√ľrdige Gestalten auf die ich hier getroffen bin. Ob alle Oberweltler so merkw√ľrdig sind?<

Novec schnaufte laut und zog ein nachdenkliches Gesicht. Man konnte f√∂rmlich sp√ľhren wie er sehr angestrengt nachdachte. Einfach war es f√ľr ihn nicht. Solch eine Begegnung hatte er noch nie und langsam wusste er nicht mehr wie er reagieren sollte. Waren doch beide Fremden f√ľr sich merkw√ľrdig, was ihm sehr zu denken gab. Novec schnaufte abermals, als er seinen Gedanken gerade zu ende dachte und der Fremde eine der Art d√ľmmliche Rede hielt, dass man es nicht fassen konnte.

>Noch eie L√ľge Freundchen? Was soll diese derart abgedroschene Rede?<

"Nimms mir nicht √ľbel Fremder, aber wenn jemand mit deinem Aussehen da steht. Mit ausgebreiteten H√§nden, deren Finger messerscharfe Krallen sind und ein grinsendes Gesicht mit rie√üigen Rei√üz√§hnen... Also da zu glauben, dass die Person friedlich ist, ist f√ľr mich als Zwerg sehr schwer zu glauben!"

>Bahhhrr, was sind das f√ľr zwei Gestalten. Der eine L√ľgt, f√§ngt Zwerge, zerst√∂rt Proviant und ist √ľberfreundlich, die andere erlegt einfach so ein so rie√üiges Raubtier, redet kaum und ist extrem geheimnissvoll. Wer sind die beiden nur?<

Gerade als Novec einen Satz anfangen wollte, kam die Fremde, die sich als Sinthara vorgestellt hatte und eben noch weg gehen wollte zu ihm und besänftigte ihn.

"Was du weißt was er ist?" Novec der seine Axt immer noch umklammerte und fest vor sich hielt nahm diese sehr langsam etwas runter.

>Was soll das, warum sch√ľtzt sie ihn nun wieder? Gerade eben hat sie ihn noch vorsch angegriffen! Und woher wei√ü sie was er ist?<

"Bahhhrr, mir reichts aber mal langsam", brummte Novec lautstark, knirschte dabei die Zähne und riss die Axt wieder vor sich. Bedrohlich ging er einen Schritt Richtung des Fremden und man konnte sehen, dass er jeden Moment auf ihn zu rennen könnte.

"Mir ist schon mein Fr√ľhst√ľck entkommen und habe deshalb gewaltigen Hunger. Mein Morgen ist nicht gerade gut gestartet und nun habe ich zwei solche Gestalten vor mir! Ich will nun endlich Anworten haben, kein geheimnisvolles gerede und auch keine L√ľgen!"
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Re: S.Z.D. - Kapitel 1 - Am Waldrand

#15

Beitrag von Sinthara » Mo 16. M√§r 2015, 21:56

Sie trat etwas zur√ľck als sich die Stimmung offensichtlich anspannte.
Aber was sollte sie machen? Wieder mal beobachtete Sinthara nur schweigsam die Situation.
Genau genommen k√∂nnte es ihr ja egal sein, wenn die Beiden sich zerfleischen. Sie w√ľrde sich dann einfach still und heimlich davon machen.

Andererseits hatten beide etwas an sich...
Was genau wußte sie nicht aber nahm man zum Beispiel den Zwergen.
Er war so aufbrausend, brummelig und sicherlich nicht ungef√§hrlich, andererseits war seine Art st√ľckweit auch am√ľsant.
Und Sinthara hatte in ihrem Leben bisher nicht wirklich etwas zum Lachen gehabt.
Und Baxeda...nun ja sie hatte kein Verst√§ndnis daf√ľr das er es als Krankheit abtat, andererseits besa√ü er soviele Merkmale das es fast schon wieder schwer war selbige zu verstecken.
Und das er mit ihr etwas gemeinsam hatte, machte ihn ihr st√ľckweit sympatisch.

Als Novrac dann aber Anstalten machte, jeden Moment auf Baxeda los zu gehen wußte sie, das sie handeln sollte.
Zwar glaubte sie nicht das der Zwerg dem Tiefling groß gefährlich werden konnte. Eher könnten die zwei etwa gleichstarke Gegner sein.
Trotzdem, Sinthara verabscheute Gewalt.

Beherzt trat sie zwischen die Beiden und sah zu dem Zwerg.

"Nehm die Axt runter, du hast hier keine Feinde zu bekämpfen!"

Zwar sprach sie selbstsicher und war auch √ľberzeugt davon das Novrec weder vor Bax noch vor ihr etwas zu bef√ľrchten hatte, aber dennoch wu√üte man ja nie.

"Manchmal l√ľgt man, weil die Wahrheit genau so etwas herbei f√ľhren w√ľrde....Gewalt.
Also wenn du die Wahrheit wissen willst, erwarte ich das du ruhig bleibst!"


Sintharas Stimme war ruhig und hatte dennoch einen scharfen Unterton der keinen Widerspruch duldete.

"Und du bleibst hier" Meinte sie knapp √ľber die Schulter gen Bax.

Erneut richtet sich ihr Blick gen Novrec.

"Er ist ein Mensch...zur Hälfte..."

Begann sie langsam.

"Bedenke das er nichts daf√ľr kann, das er nicht g√§nzlich ein mensch ist."

Wieder hielt sie einen Moment inne, sie z√∂gerte, andererseits m√ľ√üte der Zwerg erst an ihr vorbei bevor er Baxeda angreifen konnte und solange er nicht wu√üte was sie wirklich war, w√ľrde er sie nicht angreifen.
Hoffte sie zumindestens.

"Er...er ist ein halber Dämon.."

brachte sie dann langsam hervor und behielt den Zwergen genau ihm Auge.
Wenn in Beiden ein Funken Verstand sa√ü w√ľrde Baxeda nicht fliehen und Novrec begreifen, das egal was Baxeda war, er dem Zwergen die ganze Zeit nichts getan hatte obwohl er sicherlich genug M√∂glichkeiten gehabt hatte.

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#16

Beitrag von Baxeda » Mo 16. M√§r 2015, 21:57

Baxeda war sicher gewesen, die Situation entsch√§rft zu haben, da wollte pl√∂tzlich Novec mit der Axt auf ihn losgehen! Noch ehe der Tiefling irgendwie reagieren konnte, trat Sinthara dazwischen. Egal, wie zierlich und verletzlich sie aussehen mochte, sie hatte es faustdick hinter den Ohren. Und jetzt verpetzte sie dem Zwergen, einem Wildfremden, einem Choleriker, auch noch Baxedas unr√ľhmliche Abstammung! Wie mochte dieser darauf reagieren?

Zur Sicherheit machte Baxeda aus dem Stand einen gewaltigen Sprung steil nach oben, wobei er ein einziges Mal kr√§ftig mit den Schwingen schlug und sich so mehrere Meter nach oben katapultierte. Mit seinen pfoten√§hnlichen F√ľ√üen landete er sicher auf einem dicken Ast.

"Ich h√§tte dich in der Falle verfauern laffen follen!", br√ľllte er zu dem Zwerg herunter.
"Jawohl, versauern!"

Doch dann fiel sein Blick wieder auf das sch√∂ne Fell da unten, was jetzt unerreichbar hinter dem Zwergen und seiner Axt lag. Baxeda rang mit sich selbst. Auf der einen Seite f√ľhlte er sich zu Unrecht attackiert, auf der anderen Seite schien der Zwerg au√üerdem ja doch nicht so √ľbel zu sein. Anfangs zumindest war er sehr nett gewesen. Baxeda konnte sich gut vorstellen, mit ihm bei einem Weinchen am Lagerfeuer zu sitzen. Hier in der Gegend hatte er kaum Bekannte, da konnte ein neuer Kumpel nur n√ľtzlich sein. Vielleicht hatte Novec ja etwas Schlimmes erlebt und war deshalb leicht reizbar, obwohl er von Grund auf nett war?

Nun, es gab nur eine Möglichkeit, das heraus zu finden und gleichzeitig an das Fell zu kommen.

Au√üerdem interessierte Baxeda sich f√ľr Sinthara. Wer verborg sich unter dem schwarzen Mantel? Und ihr s√ľ√ülicher Duft... was war das blo√ü? Verfluchte unzuverl√§ssige Nase!

"Wollen wir unf... uns nicht einfach alle wieder lieb haben?", fragte Baxeda etwas hilflos von seinem Ast hinunter. Dann f√ľgte er kleinlaut hinzu:
"Sinthara hat recht, in meinen Adern fließt wirklich Dämonenblut. Tashazzi, um genau zu sein. Aber im Herzen bin ich ein Mensch. Wirklich, diesmal ganz ohne Flunkereien!"

Er setzte sich auf den Ast und lie√ü die pelzigen F√ľ√üe herunterbaumeln, die aus seinen Hosenbeinen schauten.

"Ihr d√ľrft mir meine kleine Schwindelei nicht √ľbel nehmen. Ich bin es gewohnt, dass manche Leute rumst√§nkern, wenn da so einer wie ich vor ihnen steht, darum habe ich es mir angew√∂hnt, `ne Hautkrankheit draus zu machen. Manchmal funktioniert, es, manchmal nicht."

Er machte eine kurze Denkpause. Dann erhellte sich sein Gesicht.

"Wisst ihr was?", rief er nun schon fast wieder begeistert, "wir vergessen das Ganze! Anstatt uns hier weiter anzugiften, schleppe ich ein paar Baumst√§mme heran und mach uns ein h√ľbsches Feuerchen. Der Novec kann sich derweil um Sintharas Arm k√ľmmern, wenn sie m√∂chte. Und dann - ja dann lassen wir uns alle gemeinsam diesen Wolf da schmecken! Und Sinthara gibt die Geschichte zum Besten, wie sie ihn √ľberhaupt alleine erlegen konnte! Dabei kannst du uns auch gleich erz√§hlen, wer du √ľberhaupt bist, kleine Frau. Bisher kennen wir ja nur deinen Namen. Na, was sagt ihr dazu?"
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Re: S.Z.D. - Kapitel 1 - Am Waldrand

#17

Beitrag von Novec Sarili Gojim » Mo 16. M√§r 2015, 21:57

Novec h√∂rte den beiden Aufmerksam zu und verfolgte das Geschehen. Er bemerkte das beide genau so sehr angespannt waren wie er. Sinthara schien zwar zierlich und sch√ľchtern zu sein, scheint aber auch einen starken Gerechtigkeitssinn zu haben, sonst w√ľrde sie den Gr√ľnschnabel nicht besch√ľtzen. Der andere, nun ja, eher ein Zwergenfangender, Brotbrechender Feigling. Beide schienen auf ihre Art relativ nett zu sein stellte Novec fest. Trotzdem blieb er bei seiner Ansicht, dass dies merkw√ľrdige Leute sind und ihnen noch nicht ganz traute.

Der Zwerg beruhigte sich langsam wieder und steckte seine Doppelaxt wieder an die Befestigung an seinem G√ľrtel. Seine K√∂rperhaltung entspannte sich sichtlich, seine Gesichtsz√ľge nahmen wieder ruhigere Formen an, als er langsam tief ein athmete-

Mit einem mal platzte es aus ihm heraus und br√ľllte den Fremden an: "Sag mal bist du von Sinnen Pelzfu√ü, nur weil du nicht verraten willst, dass du ein halber D√§mon bist verdirbst du mir das zweite Fr√ľhst√ľck? Mann der Wolf k√∂nnte schon sch√∂n knusprig durch sein und jemand h√§tte schon einen Bienenstock suchen und ausr√§uchern k√∂nnen. Mann, gebrattenes Fleisch mit Honig, was f√ľr eine Delikatesse!" Novecs Augen rollten etwas nach oben, als ihm ein kleiner Sabberfaden den rechten Mundwinkel hinunter lief. Schnell kam er wieder zu sich und wischte sich mit dem rechten Armschoner den Mund trocken.

"Aber nein, Herr D√§mon muss ja so einen Aufstand machen und mich um mein zweites Fr√ľhst√ľck bringen. H√§ttest du doch gleich sagen k√∂nnen, dass du ein halber D√§mon bist, warum die Geheimniskr√§merei? Ist mir doch egal was du bist. D√§monen habe ich noch nicht kennen gelernt, nur dar√ľber gelesen und alles glaube ich so wie so nicht. Vieles wird falsch und √ľbertrieben nieder geschrieben. Ich bin ein Zwerg der sich selbst gern ein eigenes Urteil bildet. Und da ich keinen D√§mon kenne, habe ich noch kein Urteil und fange somit bei dir an Gr√ľnschnabel! Obwohl, wenn ich so recht dar√ľber nachdenke, meine Tante vierten Grades Arothe hatte Charakterlich etwas von einem D√§mon, armer Onkel Myl... √Ąhmm nun ja, egal alte Familiengeschichte", laut lachend klopfte sich Novec auf den Bauch.

"Ich beurteile Leute nach ihrem Inneren, also nach ihrem Magen inneren! Wer gut Kocht kann nicht schlecht sein! Bahrr na gut Ausnahmen gibts da schon", grinst Novec zufrieden vor sich hin. "Nun aber mal im Ernst, ich kann Personen gut einsch√§tzen und wei√ü, dass ihr beiden in Ordnung seit, auch wenn ich misstrauisch bin. Jedoch kann ich zwei Dinge nicht ausstehen: Geheimniskr√§merei und L√ľgen! Bahhrr und nun komm runter du Feigling und mach den Wolf fertig f√ľrs Feuer, sonst hol ich dich pers√∂nlich vom Baum! Der Zwerg hat Hunger und ihm wurde ein k√∂stliches Fr√ľhst√ľck versprochen! Zudem wenn der Zwerg Hunger hat, bekommt er m√§chtig schlechte Laune und schl√§gt dabei gern mal √ľber die Str√§nge, enschuldigt bitte ihr zwei! So ich geh Holz holen, bis gleich..."

Gut gelaunt, pfeifend und singend verschwand Novec wenige Augenblicke später im Dickicht des Waldes.
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Re: S.Z.D. - Kapitel 1 - Am Waldrand

#18

Beitrag von Sinthara » Mo 16. M√§r 2015, 21:57

Der eine noch Gr√ľn hinter den Ohren und der andere verfressen. Na war doch wahr. Andererseits war sie auch nicht besser.
Sie machte ein Theater weil Bax nicht zu dem stand was er war dabei tat sie es ja selbst nicht. Sie verh√ľllte sich um ihr √Ąu√üeres zu verbergen.
Aber moment sie hatte ja nichts dagegen das er nicht zu dem stand was er war. Wenn man es genau nahm ging es ihr nur darum das er es nicht als Krankheit abtat.
Und das der Zwerg nicht auf ihm los ging wegen der Wahrheit.

Und noch hielten die Beiden sie wohl f√ľr eine Elfe oder so.
Obwohl es eigentlich der passende Augenblick war sich zu offenbaren, zuzugeben was sie war, konnte sie es nicht. Sie stand zudem was sie war, naja zumindestens soweit das sie es nicht versuchte als Krankheit abzutun.

Sinthara sah blinzelnd auf. Irgendwie war die Hälfte des Gespräches an ihr vorbei gerauscht während sie etwas in Gedanken gewesen.

Kurz zog sie die Stirn in Falten, er wollte doch tatsächlich das sie von sich erzählte? Das war aber so garnicht ihre Art.
Sie war weder besonders gesprächig noch jemand der gern im Mittelpunkt stand.

Ein wenig aus dem Konzept gebracht sah sie kurz dem Zwerg nach der munter pfeifend davon stapfte.
Vieleicht sollte sie sich auch etwas n√ľtzlich machen

Nachdenklich wie das ganze aussehen sollte sah sie sich um und entdeckte nicht unweit von ihr ein Bienennest.
Hatte Novrec nicht vorhin etwas von Honig gesagt?

Sinthara kramte in ihrer Tasche und zog eine Pfeife und etwas kraut hervor. Sie hatte das doch mal gesehen.
Sie rieb ein Holzst√ľck mit farbiger Kuppe an der rauen Oberfl√§che und tats√§chlich. So wie sie es gesehen hatte entfachte das Holzst√§bchen.
Die junge Tieflingsfrau kneifte kurz die Augen zusammen und z√ľndete dann die Pfeife an, bevor das Holzst√ľck abgebrannt war.

Die Reaktion auf ihren ersten Zug war ein kräftiges Husten.
Gefiel ihr gar nicht aber hey wenn das ein anderer konnte konnte sie das auch.
Mit der Pfeife im Mund kletterte sie auf den Baum hoch zu dem Bienennest.

Kurz hielt sie inne um ihren Umhang so zu befestigen das er nicht aufklaffte w√§hrend sie kopf√ľber an dem Ast hing.

Interessiert starrte sie das Nest an und sah den Bienen zu , welche sich trotz ihrer Anwesenheit noch recht ruhig verhielten...noch.
Langsam fing die Tieflingsfrau an etwas Rauch Richtung Bienen zu blasen.
Irgendwie roch es nach Kräuter. Aber es schien zu wirken, zumindestens flogen die Bienen ruhig weiter, auch wenn es etwas wirkte als hätten sie zuviel getrunken.

Vorsichtig entnahm sie zwei Wabben voller triefendem Honig und wollte noch eine dritte nehmen.
Diese hing aber fest so zog Sinthara deutlicher, was f√ľr etwas Aufruhr im Bienenstock sorgte.
Eine Biene war dar√ľber so erbost das sie Sinthara etwas in den √Ąrmel flog und sie stach.

"Au!"


Vor Schreck lie√ü die Halbd√§monin den Stamm los und st√ľrzte in die Tiefe.
Zwar landetet sie auf dichten Moos aber dennoch war es nicht Schmerzfrei.
So lag sie einen Moment lang nur da, bevor sie sich langsam aufrichtet und zufrieden auf die prallgef√ľllten Honigwabben in ihren H√§nden sah.

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Re: S.Z.D. - Kapitel 1 - Am Waldrand

#19

Beitrag von Darragh » Mo 16. M√§r 2015, 21:58

Eine Meile vor der Kreuzung stießen sie auf die erste Leiche.
Sie baumelte von einem Ast eines alten Baumes herunter, dessen verdorrte Krone einen d√ľrftigen Schatten spendeten. Die Aaskr√§hen hatten sich bereits mit dem Gesicht des Toten besch√§ftigt und W√∂lfe an den unteren Gliedma√üen gefressen, die nahe genug am Boden hingen. Nicht weit entfernt stand ein alter gepl√ľnderter Karren, dessen Achse gebrochen war.
‚ÄěWo der wohl hinwollte?‚Äú grunzte Fredjok grimmig und zog seinen schweren Einanderthalbh√§nder aus der Scheide.
Darragh musste sich arg zusammenreißen, um hochzuschauen. Der abgemagerte Körper war grau und bleich. Seine dreckige Bauernkleidung hing in Fetzen herab.
‚ÄěIch w..w.wei√ü nicht. Passen wir auf.‚Äú, sagte Nelden √§ngstlich und nestelte an der Halterung seines Kurzbogens.

Es waren die S√∂ldner gewesen die am wenigsten Sold haben wollten, die er f√ľr die Reise angeheuert hatte. Der eine grobschl√§chtig und wohl ein wenig zu unvorsichtig, der andere d√ľrr, schm√§chtig und √§ngstlich. Sie m√ľssten gen√ľgen. Denn schlie√ülich war der Bauernjunge der ihm von diesem Weg erz√§hlt hatte auch unbeschadet in Fomor angekommen und war einem 'guten Bekannten' des H√§ndlers direkt in die Arme gelaufen. Wie sich herausstellte war der arme Wiesenl√§nderbursche auf die alte Salzstra√üe gesto√üen, die schon seit langem nicht mehr benutzt wurde.

Zwei Tage nach der Ankunft des Jungen war Darragh mit einem Lasttier und zwei ungewaschenen Halunken aufgebrochen, um den Weg √ľber die einsamen Berge nach Bama zu finden. Dort hoffte er den wertvollen s√ľdl√§ndischen Wein, einige B√ľcher und Gew√ľrze zu verkaufen. Falls sich der Pfad als sicher herausstellen w√ľrde, so k√∂nnte er schon bald mit mehreren Lasttieren Waren √ľber die Front schmuggeln. Aber es schien alles andere als sicher zu sein....

Zschh. Pl√∂tzlich waren mehrere Gestalten aufgetaucht. Fredjok sank gurgelnd zu Boden und hielt sich mit den m√§chtigen Pranken den Hals in dem ein gefiederter Armbrustbolzen steckte. Ein gro√ügewachsener, alter Thok'Por und ein etwas kleinerer, abgemagerter Mensch sprangen aus dem Dickicht und griffen an. Darragh sah schnell ein, dass die Situation aussichtslos war, zudem da der dritte Angreifer bereits am nachladen der Armbrust war. W√§hrend Nelden noch an seinem Waffengurt rumn√§stelte, machte der H√§ndler einen Schritt auf die Gegner zu, nahm die H√§nde beschwichtigend vor sich und schrie: ‚ÄěHalt.* Stop.**‚Äú Verwirrt blieben die Angreifer stehen, wohl weil sie f√ľrchteten Opfer eines Zaubers zu werden. Doch Darragh best√§tigte ihre Reaktion in seinem Handeln. Sie sahen aus wie arme Strauchdiebe, vielleicht konnte er den gefallenen S√∂ldner doch noch durch f√§higere ‚Ķ oder zumindestens durch irgendwelche Wachen ersetzten.

‚ÄěH√∂rt mich an. Ich reise ins einsame Gebirge, mit nichts als meinem alten sturen Esel und meinem Freund hier. Wir wissen von einer stillgelegten Goldmine...‚Äú Hatte er ihre Aufmerksamkeit? Noch immer wirkten sie z√∂gerlich. ‚ÄěWir sind zwei arme Goldgr√§ber.‚Äú Goldgr√§ber? Oh er w√ľrde sich etwas einfallen lassen. Sie w√ľrden ihm schon glauben. Ja und dann w√ľrde er sich klammheimlich aus dem Staub machen. Ha! ‚Äě....Aber ich kann euch zahlen. Oder nein noch besser: Nelden hier kann euch auszahlen, wenn wir unser Ziel erreichen. Was haltet ihr ‚Ķ...‚Äú
Die letzten Worte blieben ihm im Mund stecken, als Nelden v√∂llig unerwartet endlich seinen Bogen gespannt hatte und einen Pfeil auf die Angreifer abfeuerte. Er verfehlte sein Ziel zwar f√ľrchterlich, doch der Angriff riss die verlumpten 'Raubritter' aus ihrer Starre. Die Zeit des Verhandelns war wohl verstrichen. Hastig zog Darragh seinen Langdolch aus dem G√ľrtel und hielt ihr sch√ľtzend vor sich. Nelden, dem eine pl√∂tzliche Eingebung anscheinend mehr Mut eingefl√∂√üt hatte als gesund f√ľr ihn war, nahm den Einanderthalbh√§nder seines Kameraden und st√ľrzte den Angreifern entgegen.

Er wich einigen Hieben des Thok'Por aus, musste jedoch immer weiter zur√ľckweichen. Darragh w√§gte ab ob eine Flucht gelingen konnte oder ob er dem S√∂ldner beistehen sollte. Vielleicht k√∂nnte er irgendwie die Last des Maultieres losschneiden und auf ihm davon reiten...

*Pohora
**Tjalabah

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Re: S.Z.D. - Kapitel 1 - Am Waldrand

#20

Beitrag von Baxeda » Mo 16. M√§r 2015, 21:59

Die spinnen, die Zwerge.

Kopfsch√ľttelnd blickte Baxeda seinem neuen Teilzeit-Reisegef√§hrten nach. Erst war Novec wegen einer Kleinigkeit fast aus der Haut gefahren, dann war er von einem Moment auf den anderen pl√∂tzlich wieder quietschvergn√ľgt, obwohl er einem Halbd√§mon gegen√ľber stand. Nun ja, besser so, als andersrum.

W√§hrend der Zwerg pfeifend im Wald verschwand, machte Sinthara sich n√ľtzlich und organisierte Honig.

Honig!

Mit einem Schlag hatte Baxeda eine z√ľndende Idee. Da war doch dieses Rezept, was sein nichtsnutziger Cousin Urako ihm mal gezeigt hatte, als sie auf die Idee gekommen waren, die ausger√§ucherten W√ľhlm√§use vom Hof zu braten. Alles was er dazu brauchte, war Honig und ein paar K√§uter, die es hier sicher irgendwo im Wald gab.

‚ÄěBin gleich wieder da‚Äú, rief er Sinthara zu, ‚Äěich hol nur ein paar Zutaten. Pass mir derweile gut auf unser Fr√ľhst√ľck auf!‚Äú

Er lie√ü sich vom Ast fallen und breitete die Schwingen aus. Mit wenigen Fl√ľgelschl√§gen bef√∂rderte er sich √ľber die Baumkronen. Sie schrumpften auf die Gr√∂√üe von gr√ľnen Watteb√§llchen zusammen, als er h√∂her und h√∂her stieg. Bald war der Limawald nur mehr eine Anh√§ufung von Tupfen in allen nur erdenklichen Schattierungen von Gr√ľn, durchzogen von einem Netz brauner Adern. Das waren die Handelsstra√üen und die Wege der Holzf√§ller und J√§ger. Im Osten erstreckte sich dunkelblau der Fluss, im Norden waren am Horizont die Ausl√§ufer der Einsamen Berge zu sehen. Dort begann der Norden ‚Äď Hoheitsgebiet der sogenannten Feinde. Aber das ging den Tiefling nichts an, Politik war ihm schnurz. Ebenso wie das atemberaubenden Panorama, dem er nur fl√ľchtige Blicke schenkte. F√ľr jemanden mit Flugfertigkeiten war so was Alltag.

Baxeda kreiste, um eine Lichtung zu finden, auf der er nach Kräutern suchen konnte. Ah, da war die alte Salzsstraße! Gar nicht weit von ihrem Lager entfernt. Eine schöne breite Straße, zwar etwas zugewuchert, da sie kaum noch einer kannte, doch aufgrund ihrer Breite schön sonnig. Keine Lichtung, aber auch da könnte es vielleicht die passenden Pflänzchen geben.

Baxeda setzte mit dem Schlagen seiner Schwingen aus und lie√ü sich gleiten. So sank er nach und nach tiefer, dem Verlauf der Stra√üe folgend. Dabei analysierte er gr√ľndlich die Beschaffenheit des Bodens und der Vegetation. Hier war es zu lehmig, an so einer Stelle wuchs mit Sicherheit kein Froschwurz. Aber da vorne, da stand W√§ldchen von Sandkiefern. Dort k√∂nnte auch das Kr√§utlein sich wohl f√ľhlen.

Baxeda ging noch etwas tiefer ‚Äď da schlug ihm ein bei√üender Verwesungsgeruch in die Nase, so ekelerregend, dass er unwillk√ľrlich w√ľrgen musste.

Was bei Kargons Bart ist das Widerliches? Irgendwo da unten muss ein verendetes Tier sein! Wobei, vielleicht ist das Fell ja noch zu gebrauchen. Wenn man es ordentlich in Eichenrinde einlegt, kann man den Gestank vielleicht wieder raus kriegen.

Baxeda folgte dem penetrant riechenden Wind und es dauerte nur wenige Minuten, da wurde er des Quells ansichtig ‚Äď ein vermoderter Bauer, der erh√§ngt von einem Baum baumelte. Von wegen Pelz! Doch was war das? Direkt vor dem Leichnam vollzog sich ein Kampf. Ein Thok`Por und ein Mensch lieferten sich ein Gefecht mit einem anderen Menschen. Ein Dritter lag bereits niedergestreckt im Laub. Ein Vierter schien unschl√ľssig, was er tun sollte und stand sinnlos in der Gegend herum. Und dahinter ‚Äď Baxedas Augen leuchteten ‚Äď ein vollbepacktes Maultier!

Sofort machte der Tiefling kehrt und eilte zu ihrem Lager zur√ľck. Es dauerte nur wenige Minuten, da der Weg nicht weit war. Novec kehrte gerade mit einem Stapel Holz zur√ľck.

‚ÄěHe, Leute!‚Äú, rief Baxeda schon im Anflug und landete unsanft auf dem Waldboden. Diesmal scherte er sich einen Dreck um seine schmutzigen H√§nde und Knie.
‚ÄěIch hab was Tolles entdeckt! Nur wenige hundert Meter entfernt liefern sich welche einen Kampf. Sie haben ein vollbepacktes Maultier dabei. Wer wei√ü, was in dem Gep√§ck alles drin ist? Wenn wir uns beeilen und die Sieger vertreiben, bevor sie die Beute in Sicherheit bringen k√∂nnen, sind wir vielleicht schon heute reich!‚Äú
"Die Menschen bauen zu viele Br√ľcken und zu wenige Mauern."
Avatar mit freundlicher Genehmigung von: http://direwrath.deviantart.com/

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