Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Die Schneehasen

So erbarmungslos wie die Natur sind auch die Bewohner der nördlichen Reiche. Die dunklen Meere und die von Packeis starrenden Küsten werden beherrscht von den Norkara und Shezem. Den Nordwesten kontrollieren die Frostalben.
Der Norden
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RĂłsa vom Wolfsclan
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Re: Die Schneehasen

#11

Beitrag von RĂłsa vom Wolfsclan » Do 4. Feb 2016, 09:14

RĂłsa entspannte sich langsam etwas, nachdem sie von dem Met gekostet hatte. Er rann ihr sĂĽsslich warm die Kehle hinunter. Kurz darauf kam auch das Essen und genĂĽsslich kauten die Frauen eine Weile schweigend vor sich hin. Alle waren sie hungrig, mĂĽde und durchgefroren, doch langsam tauten sie auf. Lysa beobachtete neugierig die Gestalten. Ab und an warf sie auch Artok einen Blick zu, als wollte sie sie etwas fragen, doch sobald ihre Mutter sie streng anblickte, liess sie von ihrem Vorhaben ab.

Rósa bemerkte belustigt, wie Artok den Met nicht zu vertragen schien, und bald etwas beduselt in der Gegend herumgrinste. Auch Rósa hatte dem Alkohol bereits zugesprochen, doch sie war damit vertraut. Sie schaute sich um und erkannte, dass viele Männer sich immer wieder zu ihnen umwandten. „Die haben wohl auch noch nie einen Alben gesehen. Ich kann es ihnen nicht verübeln“, dachte sie für sich und achtete nicht weiter auf die anderen Gäste.

„Warum lauft ihr eigentlich weg?“, erklang da plötzlich die fragende Stimme von Artok. Sie hatte einen belustigten Ausdruck im Gesicht. „Sie tut doch keinem etwas“, fuhr sie fort und grinste dabei Lysa an.
Wütend fauchte Rósa zurück: „Das geht dich überhaupt nichts an, Alb. Es hat dich nicht zu kümmern, denn unsere Wege werden sich hier Morgen trennen. Und ich warne dich, lass meine Tochter in Ruhe!“
Der Alkohol verstärkte ihre Emotionen und sie wirkte wie eine Mutterbärin, welche ihre Kinder vor jedem Feind verteidigt hätte.

Als sich die Furie jedoch zu ihrer Tochter umwenden wollte, zuckte sie zusammen. Der Stuhl von Lysa war leer und das Kind war verschwunden. Im selben Moment erklang Artoks etwas zu laute Stimme: „Diese Typen dahinten… kann das sein, dass du sie kennst? Die schauen nämlich ständig zu uns hinüber.“
Rósa fuhr herum und blickte in die besagte Ecke. Es waren die Männer, denen sie zuvor bloss einen kurzen Blick geschenkt hatte, denn sie dachte, dass sie die Albin mit ihren Augen durchlöcherten.
Bei genauerem Hinsehen erkannte sie jedoch zwei Männer aus ihrem Clan und drei andere aus einem der Nachbardörfer.
Ein Fluch kam über ihre Lippen. Es mochte sein, dass man sie noch nicht erkannt, und tatsächlich bloss die ungewöhnliche Erscheinung der Frau an ihrer Seite wahrgenommen hatte. Aber sie wollte sich nicht darauf verlassen. Ausserdem war ihre Tochter verschwunden.

„Wo ist Lysa?“, aufgebracht wandte sich Rósa an Artok. „Hast du gesehen, wie sie weggegangen ist?“
Der Alkohol schien die Gedanken der Frostalbin jedoch zu lähmen und sie wirkte ziemlich schläfrig.
„Ich werde sie suchen. Du wartest hier. Wenn die Männer mir gleich nachlaufen wissen wir, ob sie mich erkannt haben oder einfach nur dich anglotzen. Sobald wir Lysa gefunden haben, verschwinden wir von hier!“, sie sprach ihre Worte schnell aus und vergass dabei völlig, dass sie Artok hatte zurücklassen wollen.
Ihre Gedanken kreisten alleine um ihre Tochter und die Gefahr, welche diese Männer womöglich für sie darstellen mochten.
Dann richtete sie sich ohne ersichtliche Hast auf, fragte angeblich nach der Toilette und verschwand gegen aussen hin völlig entspannt in besagte Richtung.

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Artok Petraniol
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Re: Die Schneehasen

#12

Beitrag von Artok Petraniol » Mo 8. Feb 2016, 20:39

Artok wurde völlig von den heftigen Emotionen überrascht die Rosa an den Tag legte. Alles ging so schnell das Mädchen war weg? Diese Gruppe von Männern in der Ecke sie mussten sie kennen egal, was in diesem Moment gerade vor sich ging das Artok bereits einen halben Krug Met intus hatte machte die Sache nicht besser.

Noch bevor er Einwände erheben konnte hatte sich Rosa bereits erhoben und ging auf die Suche nach der kleinen Lysa. Gleich darauf sah er zu dem Tisch mit den insgesamt 5 Männern hinüber zwei davon schienen sich zu beraten gleich darauf standen sie ebenso auf und gingen Richtung Ausgang, den gleichen Weg den Rosa ebenfalls genommen hatte. Die anderen drei jedoch kahmen zum Tisch des Albs in ihren Augen der Albin. Einer setzte sich auf den Stuhl auf dem zuvor Rosa gesessen hatte die anderen beiden holten sich Stühle und setzten sich links und rechts neben Artok.

Derjenige der in ihm genau gegenüber saß ergriff das Wort "was macht, eine Albin wie du hier oben im Norden?!" die anderen beiden sahen Artok einfach nur stumm jedoch auch mit einer gewissen Wut an, der Mann klang gereitzt oder war das nur die Wirkung des Mets? Artok grinste diese Situation klang für ihn wie ein schlechter Witz. "Ich denke nicht das euer Verstand, diese komplexe Geschichte verstehen würde" als er den Satz beendet hatte geriet er in einen wahrhaftigen Lachanfall der nur noch von, den Gesichtern die die drei Männer machten angefacht wurde, wie ein Feuer vom Wind. Der Alb für allesamt Albin lachte immer lauter und bekahm sich kaum noch in den Griff, die Männer begriffen das er sie auslachte. "So das reicht jetzt!" der Mann der auch zuvor das Wort ergriffen hatte schlug Artok den Krug aus der Hand aus dem er gerade noch einen Schluck nehmen wollte, dieser zerbrach auf dem Boden und in der Taverne wurde aus augenblicklich ruhig.

Als das "Publikum" merkte das es sich um eine Angelegenheit der drei Männer handelte, zuckten die meisten nur mit den Achseln und fuhren mit ihren Gesprächen und Musik fort. Die beiden die bisher stumm gewesen waren standen auf und packten ihn unter den Armen und trugen ihn vor die Tür, der dritte Mann folgte ihnen natürlich. Die Tür wurde auf gestoßen und sie gingen hinter das Haus in eine dunkle Gasse. "So Fräulein" sagte der Anführer und nickte den beiden Männern zu die Artok unsanft auf dem Boden landen ließen. "Wir haben hier nicht gerne Fremde und du reist sowieso in schlechter Geselschaft". Er zog ein Messer und fuhr fort "da du so Spitze Ohren hast wird, es dir sicher nichts ausmachen wenn ich sie dir leicht stutze" er hob das Messer und ließ es niederfahren. Ungefähr kurz vor dem rechten Ohr blieb das Messer stehen, die Hand des Mannes zitterte vor Anstrengung "was....zum!" sprach er durch zusammen gepresste Zähne doch das Messer bewegte sich keinen Stück weiter in Richtung der Albin.

Er zog das Messer zurück und wies seine Kumpanen an "steht da nicht so dumm rum wie die Ölgötzen! Packt sie!". Doch in diesem Moment brach ein unerträglicher Geruch die stille der Szenerie. Die drei Männer wussten nicht wie ihnen geschah aber, es war ein Geruch der sie würgen ließ und auf alle viere sinken ließ einer von ihnen wurde direkt ohnmächtig der andere übergab sich und keuchte und hustete wie verrückt bis er letzten Endes ebenso das Bewustsein verlor. Der letzte war auch der mit dem Messer dieser schien aus einem etwas anderem Holz geschnitzt zu sein, er hustete zwar auch dennoch verlor er nicht das Bewustsein. Sein Kopf war vom Husten rot angelaufen er hielt sich mit beiden Händen am Hals fest und blickte hinauf zu Artok der für ihn aussehen musste wie die fleischgewordene Bosheit.

Der Gestank verlog wie durch Magie und er erblickte im wehenden Wind eine Albin die durch den Mondschein eine gewisse Schönheit an sich hatte. Ihr schwarzes Haar wehte im Wind und ihre weißen Strähnen ergänzten dieses Bild auf einer schaurigen Art und Weise. Artok schien wieder vollends nüchtern zu sein und stand direkt vor dem Mann. Sie lächelte kühl und fasste den Mann an der Stirn an, gleich darauf hörte der Mann in seinem Kopf ihre Stimme, jedoch war sie verzerrt ja sogar dunkler sofern eine Stimme dunkler klingen konnte.

"Du elendiger Wurm!" diese Worte ließen ihn bis ins Mark erzittern. "Ich werde dir zeigen wer hier zurecht gestutzt werden muss" gleich darauf plakten ihn Vorstellungen in seinem Verstand, die ihm zeigten wie dunkle Gestalten ihn in Stücke rissen. Oder ihn zwangen seine eigenen Finger zu essen, er brachte keinen Laut heraus er stammelte nur vor sich hin und war gelähmt vor Angst. Die Albin stieß ihn von sich weg und der Mann stammelte und zog sich zusammen, wie ein kleines Kind und wiegte sich hin und her.

Dieser Zwischenfall hatte ihm gezeigt das er doch noch in der Lage war, seine Magiekräfte zu nutzen wenn auch emotional gesteuert. Es war bitterkalt und diese Erkenntnis holte ihn gerade wieder ein. Er sah zu einem von beiden Männern hinüber die bewustlos am Boden lagen, der eine hatte gute Wanderstiefel an, er musste schmunzeln und dachte "er hat sicher, ein anderes Paar zuhause". Gleich darauf betrat er die Schenke erneut und hatte nun eine Hose, die Wanderstiefel sowie einen Lederwams an er ging zum Tisch an dem er zuvor gesessen hatte und schwang sich, seinen Mantel um. Bevor er ging zahlte er schnell das Essen und trat hinaus in die kalte unbarmherzige Nacht, mit dem Gedanken "so nun muss ich, die beiden aber wiederfinden".

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RĂłsa vom Wolfsclan
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Re: Die Schneehasen

#13

Beitrag von RĂłsa vom Wolfsclan » Sa 13. Feb 2016, 14:34

Lysa kaurte zitternd und bibbernd im Schatten eines alten Karrens. Von ihrem Versteck heraus hatte sie einen guten Blick auf die Szene, welche sich vor ihr abspielte, ohne selbst gesehen zu werden. Mit grossen Augen beobachtete sie, wie Artok die beiden Männer überrumpelte, ohne sichtlich Gewalt anzuwenden. Wie hatte sie das geschafft?
Die Männer hatten sich an die Nase gegriffen, oder die Hände aufs Maul gepresst, während der eine direkt in Ohnmacht gefallen war, hatte sich ein zweiter übergeben und war mit quälendem Husten ebenfalls zusammengebrochen.
Nur der letzte schien nicht ganz so anfällig zu sein, sondern kniete mit rotem Kopf vor der Albin. Diese zeigte jedoch kein bisschen Furcht vor dem kräftig gebauten Norkara. Plötzlich fasste sie ihm an die Stirn. Lysa konnte das Gesicht des Mannes nicht erkennen, doch Artoks Miene veränderte sich merklich. Ein Lächeln umspielte ihre Lippen, bei dessen Anblick dem Mädchen ein Schauer über den Rücken lief. Doch das gruseligste waren ihre Augen. Sie schienen den Mann förmlich zu durchdringen und doch wirkte sie wie in Trance, als wäre sie mit ihren Gedanken weit fort, und würde die Welt um sich herum nicht mehr wahrnehmen.
Dann erwachte Artok aus ihrer Starre, und schob den Mann von sich weg. Er wiegte sich selbst hin und her, wie es Lysa es als Kleinkind getan hatte, wenn sie sich fĂĽrchtete und alleine war.

Das Mädchen war nicht dumm, und so ahnte sie instinktiv, dass die Albin Magie angewendet hatte. Doch was für eine Magie war das? Schwarze Magie? Böse Magie?
Lysa war sich nicht sicher, ob sie selbst etwas in dieser Art bewerkstelligen könnte, doch im Grunde wollte sie es gar nicht wissen, denn es machte ihr Angst.
Sie wollte bloss noch weg von hier und als Artok damit beschäftigt war, sich die warmen Gewandungen anzueignen, schlich sich Lysa aus ihrem Sichtfeld. Dann rannte sie so schnell sie konnte davon, und suchte schliesslich Trost bei den Ponys, welche im Stall auf ihrem Heu kauten und nichts gegen die Gesellschaft der aufgewühlten Lysa einzuwenden hatten. Sie schmiegte sich an ihren Fredo und überlegte, was sie ihrer Mamma erzählen sollte… oder ob es besser war, das Gesehene für sich zu behalten – es würde auch so schon Ärgern genug geben, weil sie davongelaufen war!


Doch auch Rósa hatte ihre beiden Verfolger schnell bemerkt. Ihren Speer hatte sie beim Gepäck gelassen, doch ihren Dolch trug sie immer unter den Kleidern verborgen mit sich herum. Sie würde nicht zögern, ihn einzusetzen. Zuerst wollte sie jedoch versuchen, die beiden Kerle anders loszuwerden.
Sie befand sich auf einem Flur, mit vielen Türen, zwei davon waren als Toiletten gekennzeichnet. Nachdem sie einen kurzen prüfenden Blick hineingeworfen hatte, um festzustellen, dass ihre Tochter sich nicht darin befand, war sie weiter gelaufen. Sie wollte gerade durch eine Pforte schlüpfen, als sie Gebrüll hörte. „Da ist sie! Los schnappen wir uns das Hexenweib!“

Der eine der Männer hatte einen Knüppel in der Hand, der zweite sogar ein richtiges Schwert. Mit ihrem Dolch würde sie nicht weit kommen. Wahllos öffnete sie eine Zimmertür und huschte hinein. Sie erstarrte, als sie zwei Gestalten im regen Liebesspiel vor sich sah.
Ein bärtiger Riese liess sich von einer vollbusigen Dirne reiten, welche jedoch jetzt vor Schreck beinahe vom Bett gefallen wäre.
Geistesgegenwärtig sprang Rósa hinter die Türe und schnappte sich dabei eine schwere Vase, welche zur Dekoration auf der Kommode stand.
Als sich die Tür nun ruckartig öffnete, nutzte sie das Überraschungsmoment, um dem völlig verdatterten Norkara eins überzubraten. Die Vase zersprang mit lautem Klirren und der Getroffene sackte in sich zusammen.
„Immerhin hatte er einen schönen Ausblick, als ihn der Schlag traf“, dachte Rósa mit einem Blick auf die gut gebaute Frau, welche sich schnell von ihrem Schock erholt und ihre Dienste wieder aufgenommen hatte, schliesslich wollte sie sich nicht noch um ihren schwerverdienten Lohn bringen lassen.

Dann hechtete sie zum Fenster, schob es hoch und warf sich in die Nacht hinaus. Sie hörte den zweiten Mann mit lautem Fluchen ins Zimmer poltern. Die Dirne warf ihm einen genervten Blick zu, zeigte jedoch zum Fenster hinüber, um dann ihren nun nicht mehr ganz so erregten Freier wieder auf Touren zu bringen. Rósa rappelte sich schnell wieder hoch.
„Ich muss Lysa finden“, ging es ihr durch den Kopf. Also rannte sie los, um von der anderen Seite wieder ins Haus hineinzukommen. Ihrer Tochter würde sie die Leviten lesen, wenn sie sie gefunden hätte! Oder ihr den Hintern versohlen, das hatte sie sich redlich verdient! Doch die Angst um ihr Kind war ihr deutlich anzusehen, als sie um die Ecke stürmte, und dabei beinahe mit Artok zusammengestossen wäre.

„Ich hab dir doch gesagt, du sollst drin warten!“, fauchte sie aufgebracht, in der Annahme, die Albin wäre bis eben am Tisch gesessen und erst gerade herausgekommen.
„Ist Lysa da drin? Hast du sie gesehen?“ Ihr Gesicht war gerötet, sie atmete schwer, und der unbarmherzige Nordwind riss an ihrer Kleidung. Artoks neue Gewandung nahm sie in ihrer Aufregung gar nicht wahr.
"Wir müssen hier weg, vielleicht holt der Kerl Verstärkung!"

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Re: Die Schneehasen

#14

Beitrag von Artok Petraniol » Di 16. Feb 2016, 18:16

Als er die TĂĽr aufstieĂź blieĂź ihm sofort kalter schneidener beiĂźender Wind entgegen. Dieser Ort war wirklich im Schnee versunken, soviel stand fest. Er fuhr zusammen da ihn fast jemand mit ihm zusammen gestoĂźen war. Es war Rosa und sie fuhr ihn an sie war aufgebracht jedoch auch in Sorge, noch bevor er etwas erwidern konnte schritt sie Richtung Stallungen. Er folgte ihr das letzte hatte er dennoch nicht ganz verstanden. Der Wind pfiff und zerrte an seinem Mantel, dennoch war ihm nicht mehr all zu kalt, jetzt hatte er wenigstens richtige Kleidung an.

Als sie im Stall angekommen waren fiehl die Tür hinter ihnen zu, aber so als hätte sie jemand zu geschlagen, so war es auch. "Na sieh ma einer an, wen haben wir den da?" die beiden übrigen standen am Türrahmen und grinsten. "Wo sind die anderen?" fragte der andere und schaute, verwirrt drein. "Ist doch egal!" er schritt auf Artok zu und wollte ihn, packen. Wie aus Reflex schritt Artok nach hinten und stolperte und fiehl auf den Boden. Der Mann stand nun direkt vor ihm "los nimm du dir die andere vor, ich werde mich um diese exotische Dame kümmern".

Der andere Mann setzte sich in Bewegung direkt auf Rosa zu. Artok wollte protestieren doch der Mann zog ihn auf die Beine, er wehrte sich und schlug auf ihn ein "weißt du nicht wen du vor, dir hast?!" schrie Artok und versuchte sich aus dem Griff zu befreien. Er tastet nach seinen magischen Kräften doch diese gehorchten ihm nicht, nicht sofort. Der Mann packte Artok am Hals und hob ihn hoch und drückte zu. Die Augen des Albs weiteten sich und er strampelte wild in der Luft, das Pochen in seinem Kopf wurde immer lauter und er merkte das, sich sein Blickfeld verdunkelte. Soweit durfte es nicht kommen, voller Panik geriet nun endlich die magische Kraft des Albs in Wallung. Er fasste den Mann am Handgelenk an, zuerst sah es so aus als würde er den Griff lockern wollen doch das Ziel war es, den Mann zu berühren.

Zuerst geschah nichts doch dann wurde es sonderbar. Der Mann ließ Artok abrupt los, dieser hustete und ging zu Boden. Der Mann jedoch sah auf einmal nicht mehr aus wie er selbst, er blickte sich um und began zu schwitzen. Er sah seinen Kumpanen an und schrie auf einmal. "Bitte nein!! Ich war das nicht bitte!" er drehte sich um und hielt die Hände über den Kopf gleich darauf rannte er los in eine Richtung. Da sie in einem Stall waren, ließ die nächste Wand nicht lange auf sich warten. Er prallte mit voller Geschwindigkeit dagegen und blieb regungslos am Boden liegen.

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Re: Die Schneehasen

#15

Beitrag von RĂłsa vom Wolfsclan » So 21. Feb 2016, 18:00

Rósa war zu sehr auf ihren Gegner fokussiert, und so sah sie nur noch, wie der zweite Kerl völlig aufgelöst losrannte – mit dem Kopf in die Wand. Was war denn in den gefahren?

RĂłsa blieb keine Zeit zu ĂĽberlegen, denn ihr eigener Feind versuchte sie zu erhaschen. Er hatte jedoch schon einiges an Alkohol getrunken und taumelte mehr auf sie zu, als dass er gerade Schritt.
Plötzlich drang ein spitzer Schrei an ihr Ohr. Lysa??
Der Mann war genauso überrascht von dem kleinen Mädchen, welches aus einer der Stallboxen ängstlich herausschaute und alles beobachtete. Rósa nutzte den Moment der Unachtsamkeit und rammte dem Kerl den Dolch in den Hals, die einzige Stelle, welche nicht von dickem Leder umhüllt war. Er fasste sich an die Stelle, doch der Blutfluss war nicht aufzuhalten und schliesslich fiel er in sich zusammen. Rósa trat schaudernd zurück, um nicht von dem Blut vollgespritzt zu werden.
Dann besann sie sich, und rannte zu der Box, wo Lysa sich zu ihrem Fredo gekauert hatte.
„Liebling? Wo warst du bloss? Ist dir etwas passiert?“, fragte sie ihre Tochter stürmisch. Diese brachte keinen Ton heraus und blickte ziemlich erschrocken zu ihrer Mamma, war jedoch unversehrt.

Nun galt es keine Zeit mehr verlieren, denn die anderen Gäste und der Wirt würden sich bald fragen, woher die ganzen Toten kommen würden. Ein Blick zu Artok zeigte ihr, dass auch die Albin noch auf den Beinen war. Sie hielt sich den Hals, und deutliche Druckspuren zeichneten sich auf der hellen Haut ab.
„Los, nimm dir eines der übrigen Tiere. Am besten eines der hier üblichen Ponys, die sind robust und ausdauernd. Son feingliedriges Rennpferd wird dir nichts nützen, wenn es im Schnee stolpert und sich ein Bein bricht.“
Dann begann sie, ihre zwei Ponys zu satteln und packte schnellstens die Habseligkeiten wieder auf den Rücken der duldsamen Tiere. Sie überliess es Artok, sich ein Tier auszuwählen und es reisefertig zu machen.

Draussen war es inzwischen dunkel geworden, doch der Schneesturm hatte etwas nachgelassen. Sie setzte Lysa auf Fredo, welche sich sofort in seiner weissen Mähne festklammerte.
Als sie die Ponys zur Stalltür rausführten, wandte sich Rósa Artok zu. Sie schien die Albin erst wieder richtig wahrzunehmen und wurde sich auf einmal der Tatsache bewusst, dass sie mit ihr gegen die Kerle angekämpft hatte.
„Ich habe dich noch gar nicht gefragt… magst du mit uns reisen?“, sie blickte ihr mit ernstem Blick in die Augen.
„Wir werden auf den grossen Kontinent übersiedeln, um dort unser Glück zu versuchen. Auf dass wir nicht wieder von solchen Unholden belästigt werden.“
Einen Moment zögerte sie, dann meinte sie etwas freundlicher: „Danke für deine Hilfe. Es wäre mir eine Freude, wenn du uns noch etwas begleiten würdest.“

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Re: Die Schneehasen

#16

Beitrag von Artok Petraniol » Do 3. Mär 2016, 20:12

Artok war noch etwas benommen und alles ging ziemlich schnell. Der andere Kerl war ebenfalls außer Gefecht gesetzt worden wenn auch für immer. Als er wieder auf den Füßen war tastete er seinen Hals ab, das tat alles verdammt weh das würde wohl Spuren hinterlassen. "Gerne begleite ich euch" sprach er wenn auch mehr schlecht als recht. Er sattelte sein Pony und sie verließen das Dorf. Sie gaben ein schnelles Tempo vor nach ungefähr einer Stunde, wurden sie langsamer.

Das Wetter hatte sich bisher wieder gebessert und die Ereignisse sowie das Dorf lag weit hinter ihnen, es war unwarscheinlich das man ihre Spuren in dem Schneesturm verfolgen konnte. "Meinst du sie folgen uns?" fragte er unverblühmt und direkt. Ihm fiehl auf das die kleine ihn die ganze Zeit mit Blicken musterte die er nicht, zu deuten vermochte. Wusste sie etwas? Konnte sie die Magie vielleicht fühlen? Er ignorierte die Blicke so gut es eben ging um eine argumentative Konfrontation zu vermeiden. Diese würde sich dennoch nicht vermeiden lassen, die neue Kleidung die er am Körper trug müsste spätestens jetzt aufgefallen sein, dieses mal zu lügen wäre keine Option. Dennoch wusste er nicht ob er ihnen, die ganze Geschichte erzählen sollte, es war schlichtweg unmöglich es ihnen zu erzählen, da sie ihn für verrückt erklären würden. Er tastete seine verbundene Hand ab und ihm lief der Schauer über den Rücken als er daran dachte, was ihm geschehen war, ob es einen Weg gab es rückgängig zu machen?

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Re: Die Schneehasen

#17

Beitrag von RĂłsa vom Wolfsclan » Sa 12. Mär 2016, 09:57

Rósa war erleichtert, dass sie wieder unterwegs waren. Es behagte ihr nicht, länger an einem Ort zu verweilen, solange sie sich noch auf Thogrim aufhielten.
Ihre Tochter hingegen war oft still und machte sich wenig bemerkbar, was sonst nie vorkam. Normalerweise löcherte sie ihre Mutter mit Fragen oder trieb Schabernack. Nun sass sie auf ihrem Fredo und schien oft tief in Gedanken versunken. Obwohl sich Rósa sorgte, war sie auch dankbar für die Ruhe, da sie auf diese Weise nicht dauernd das Mädel im Auge behalten musste.
Die Norkara Frau trieb die Truppe voran. Es gab niemals allzu lange Aufenthalte, und so kamen sie vorwärts.

Rósa musste bei Artok nicht lange nachfragen, um zu wissen, woher sie ihre neue Kleidung herhatte. Als sie den Stall verlassen hatten und mit den Ponys losgeritten waren, meinte sie einen schemenhaften Körper im Schnee liegen zu sehen, dem eindeutig die Schuhe fehlten.
Anfangs hatte sich die Mutter keine Gedanken mehr gemacht zu der neuen Begleitung. Doch jetzt hatte sich die Lage wieder etwas beruhigt und sie konnte lang und breit darĂĽber nachdenken. Irgendetwas stimmte mit dieser Albin nicht. NatĂĽrlich konnte es auch sein, dass Alben nicht ganz so tickten wie Norkara. Aber trotzdem, sie war seltsam. RĂłsa mutmasste noch immer, dass die Frau den Mann hypnotisiert hatte, damit er in die Wand gelaufen war. Anderes konnte sie sich nicht vorstellen. Sie nahm sich vor, die Albin noch einmal auf ihre Magie anzusprechen.

Bald verengte sich die Landfläche. Der Fluss Grumen endete und floss ins weite Meer hinein.
RĂłsa war froh, endlich wieder am Meer zu sein. Der Ozean war ein Teil ihrs Lebens und sie konnte sich nur schlecht vorstellen, mitten in den Bergen oder im Land zu leben, wo keine Wellen gegen die Brandung schlugen und nicht der Seewind einem den Duft von Fisch und Algen in die Nasen trieb.
So ritten sie nun dem sĂĽdlichsten Teil von Thogrim hinab.
Rósa bemerkte, wie die Luft langsam wärmer wurde. Der Schnee nicht mehr ganz so hoch stand. Und langsam immer häufiger stachelige Tannen und kahle Sträucher wie Gerippe in der Landschaft standen.
Bald würden sie an der Nähe der Wolfswacht vorbeikommen, den schmalsten Grad passieren, um dann ein Schiff zu finden, das sie ins Gebiet der Waldalben und somit auf den neuen Kontinent Asamura bringen würde.
RĂłsa sorgte sich etwas, ob man sie wohlwollend empfangen oder mit Misstrauen beachten wĂĽrde.

Doch viel grössere Sorgen machte sie sich, als sie spürte, wie ihr Körper dazu drängte, seine Tiergestalt anzunehmen. Sie spürte das Kribbeln und der Haut, als würden tausende Ameisen herumkrabbeln und gleichzeitig spannte es, als würde etwas mit aller Macht nach Aussen drücken.
Sie entschied, dass sie sich verwandeln musste. Wenn sie die nächste Stadt erreichten, würde es nur schwierig werden und auf einem Schiff wäre es wohl auch keine ungefährliche Angelegenheit. Wenn nicht die Albin gewesen wäre, wäre sie wohl abwechslungsweise in Bären- oder Menschengestalt gereist, doch ihr Misstrauen hielt sie von dieser Offenheit ab.

Eines Abends weihte sie also Lysa in ihr Vorhaben ein und warnte sie davor, allzu viel mit der Albin zu sprechen. Lysa nickte, aber in ihren Augen funkelte kurz Unbehagen auf. Doch als RĂłsa genauer hinschaute, war die Ahnung bereits verschwunden.
„Ich werde die Gegend erkunden, bevor es dunkel wird. Ich bin mir nicht sicher, ob wir etwas mehr westlich reiten müssen. Vielleicht kann ich dabei gleich noch etwas zum Abendessen jagen“, demonstrativ hatte sie ihren Speer in der Hand. „Ich werde nicht allzu lange unterwegs sein. Sorgt euch nicht um mich und passt etwas auf Lysa auf.“
Dann wandte sie sich um, und verschwand zwischen den Bäumen.

Lysa blickte ihrer Mamma unbehaglich hinterher. Gerne wäre sie dabei gewesen, wenn ihre Mutter sich verwandelte. Sie liebte es, mit den Fingern durch das weiche Bärenfell zu streicheln, die kalte Schnauze an ihrer Handfläche zu spüren, oder auf dem Rücken des kräftigen Raubtiers zu reiten.
Heute jedoch würde sie hier bleiben – zusammen mit Artok.
Artok.. Lysa war nicht mehr ganz so unbekümmert wie am Anfang ihrer Begegnung. Sie hatte beobachtet, was die Albin mit den Männern gemacht hatte, und sie verstand es nicht. Und das flösste ihr Angst ein. Genau wie Rósa vermutete auch Lysa, dass Artok Magie wirken konnte, bloss auf andere Art und Weise wie Lysa selbst.

Schliessilch versuchte sie ihre Unsicherheit zu verdrängen und begann mit ihren Fähigkeiten zu spielen. Als Artok damit beschäftigt war, sein Lager herzurichten, formte sie aus dem nassen Schnee eine etwa 15cm grosse Tierfigur. Die Bärengestalt setzte sich durch Magie in Bewegung und kämpfte sich einen kleinen Hügel hoch, den Lysa zuvor mit ihren Händen geformt hatte. Lysa dachte dabei an ihre Mamma und musste lächeln.
„Warst du schon einmal auf dem grossen Kontinent? Wie ist es dort? Hat es dort auch Schnee und ein eisiges Meer? Wie leben die Menschen dort?“, fragte sie mit neuem Mut schliesslich vorsichtig zu der Albin hinüber. Die kleine Bärenfigur hatte sich auf den Hügel hingesetzt und putzte sich das Schneefell. Sie gab Lysa das Gefühl von Sicherheit und dadurch speiste ihre Energie wiederum das Wesen. Sobald sie ihre Gedanken zu sehr von der Figur abwandte, würde sie wieder in sich zusammenfallen.
Nach einigem Zögern wollte Lysa die entscheidende Frage stellen, welche sie sich schon seit dem Aufbruch aus der Taverne stellte: „Hast du die Menschen getötet? Mit deiner Magie?“
Lysa hatte schon oft dem Tod ins Auge geblickt, doch normalerweise waren es Tiere, welche ihnen dann als Nahrung dienten. Sie wusste, dass ihre Mutter auch schon Diebe getötet hatte, um sie zu schützen. Doch niemals hatte sie jemanden gesehen, der anderen mit Magie Schmerzen zugefügt hatte. Der Gedanke beunruhigte sie und sie fragte sich, was das wohl für ihre eigenen Fähigkeiten zu bedeuten hatte.
Lysa konnte Artoks Magie nicht fĂĽhlen, dazu war sie zu wenig ausgebildet und zu unerfahren. Doch sie hatte zwei Augen im Kopf, und diese gedachte sie zu nutzen.

Langsam verschwand die Sonne hinter den Bergen, doch RĂłsa war noch nicht zurĂĽckgekehrt. Lysa wusste, dass es manchmal die ganze Nacht dauerte, bis ihre Mamma von ihren Wandlungen zurĂĽckkehrte und machte sie ihretwegen keine Sorgen.

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Re: Die Schneehasen

#18

Beitrag von Artok Petraniol » Mo 14. Mär 2016, 17:59

Als sich Rosa aufmachte um zu jagen machte sich Artok daran das Lager herzurichten und auf die kleine aufzupassen. Er hatte gerade das Feuer entfacht und setzt sich davor Gedanken kreisten durch seinen Kopf und er sah auf seine Beine, sie waren schlank und graziel. Er beguchtachtete ebenso seine Hände und er kahm nicht drum herum sich zu fragen womit er das verdient hatte.

Er fühlte sich komisch seine Stimme war nicht mehr die seine, sie war höher und das alles war nur schwer zu ertragen. Das kleine Mädchen riss ihn aus seinen Gedanken in dem sie ihn löchterte mit Fragen über den großen Kontinent. Er war selbst nie dort gewesen, er hatte nur etwas über die anderen Völker gelesen dennoch waren es Details die ihn nicht sonderlich interesierten. "Nun es gibt viele Völker und ich denke, das wir dort nicht so viele böse Menschen begegnen wie hier bei euch" antwortet und rang sich ein Lächeln ab. Er sah was das Mädchen mit der Magie anstellen konnte, sie formte einen Bären und der Zauber funktionierte gut, es war für das kleine Mädchen vermutlich nur eine Spielerei doch dazu gehörte Talent um ihn aufrecht zu erhalten, außerordentliches Talent. Noch dazu machte das Mädchend en Eindruck sie würde sich nicht darauf konzentrieren also nicht ausschließlich.

Er wollte noch etwas hinzufügen als sie ihn mit der Frage überrumpelte. Er ließ die Frage im Raum stehen und wirken er atmete einmal tief ein und wieder aus, bevor er antwortete. "Nun weißt du, ich habe sie nicht umgebracht eher außer Gefecht gesetzt" began er sachte das Thema. Er versuchte so gut es ging bei der Wahrheit zu bleiben "ich bin eine Magierin ja das stimmt, ich beherschre" er verstummte und wusste nicht wie man den Begriff Nekromantie umschreiben könnte, da ihm nichts einfiehl was kindgerecht sein könnte entschied er sich für die Wahrheit. "Ich bin eine Nekromantin, das ist eine alte und mächtige Form der Magie". Er nickte auf den Bären "deshalb kann ich sehen das du einmal eine große Magierin werden kannst" sie versuchte dieses dunkle Thema zu verdecken in dem sie das Kind aufbaute. Dennoch war ihm bewusst das die Neugier des Kindes wie ein Damm brechen würde und er, noch viele Fragen bezüglich der Nekromantie beantworten müsste. "Du bist talentiert und ich muss ganz ehrlich sagen für einen" er hielt inne und fuhr fort "für ein Kind ist das erstaunlich in deinem Alter, zeig mir doch mal bitte das schwerste was du beherscht" er hoffte das die Strategie aufgehen würde und die kleine, ihm eine Kostprobe ihres Könnens in aktion zeigen würde.

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Re: Die Schneehasen

#19

Beitrag von RĂłsa vom Wolfsclan » Di 15. Mär 2016, 07:48

Aufmerksam lauschte Lysa den Worten der Albin. Sie war erleichtert zu hören, dass die Menschen auf Asamura freundlich sein würden. Vielleicht hörte ihre Mamma dann auf sich dauernd Sorgen zu machen und sie wie ein Kleinkind zu behandeln. Immerhin zählte sie bereits sechs Winter!
Lysa freute sich, dass Artok ihre Fragen beantwortete und sie nicht so überfürsorglich ummantelte, wie es Rósa tat. So fühlte sich die Kleine gleich um einige Zentimeter grösser.

Als sie jedoch die entscheidende Antwort hören wollte, zögerte die Albin merklich. Lysa bemerkte das Stocken und sie fühlte, wie das Unbehagen wieder in ihr hochkroch. Sofort begann ihre Tierfigur bröckelig zu werden, ohne jedoch gänzlich auseinander zu brechen.
Umso erleichterter war sie zu hören, dass die Menschen nicht tot waren. Also war die Magie nicht böse, sondern hatte sie bloss beschützt!
„Du hast gelogen!“, konterte Lysa dann jedoch sofort, „du hast gesagt, dass du keine Magie in Dir hast!“
Sie erinnerte sich daran, was Rósa ihr immer vorbetete: „Mamma sagt, dass ich nicht lügen darf. Warum hast Du nicht die Wahrheit gesagt?“

Die nächsten Worte sagten Lysa jedoch herzlich wenig. Deshalb folgten die folgenden Fragen wie aus der Pistole geschossen: „Was macht eine Nekotante? Warum ist deine Magie alt? Muss ich auch eine Nekotante werden, wenn ich gross bin? Kannst du auch das Wasser formen?“
„Wie kannst du sehen, dass ich eine grosse Magierin werde? Grösser als du? Ich bin schon bald 1,20 Meter gross!“


Als Artok sie dann lobte für ihren Bären, der in der Zwischenzeit zu einem leblosen Haufen Schnee zusammengefallen war, da Lysa sich vollständig auf die Albin und ihre Erzählungen konzentrierte, errötete sie und ihre Augen funkelten stolz.
„Das Schwerste was ich kann?“, Lysa runzelte die Stirn. Die meiste Zeit übte sie nur Spielereien aus, die sie zufällig für sich entdeckt hatte. Sie wusste nicht, was man als Magierin alles bewerkstelligen konnte. Somit hatte sie auch noch nie über ihre Kräfte hinaus Zauber gewirkt. Ihr war jedoch aufgefallen, je mehr, je grösser, je weiter entfernt oder je länger sie Magie wirkte, das offensichtlich mehr Energie kostete und sie danach manchmal erschöpft war.
„Ich bin mir nicht sicher… ich kann Wasser oder Schnee zum Kochen bringen. Und ich kann Seifenblasen erstehen lassen“, doch das waren ihrer Meinung nach keine allzu schwierigen Fertigkeiten.

Da die Albin jedoch ihre magische Figur bewundert hatte, musste dies vielleicht der aussergewöhnlichste Zauber sein. „Und ich kann aus Wasser oder natürlich Schnee Figuren entstehen lassen. Ich kann sie zum Leben erwecken, so lange ich mich darauf konzentriere. Ich kann ihnen auch sagen, was sie tun sollen, aber manchmal machen sie auch was sie wollen und verhalten sich so, wie es ein richtiges Lebewesen tun würde.“
Sie sammelte ihre Energie, und schuf ein kleines Schneepony, welches nicht grösser als der Bär zuvor war, und nun fröhlich um Artok herumtänzelte.
"Vielleicht…“, sie schloss die Augen und konzentrierte sich noch einmal.
Aus dem Schnee heraus entstand ein zweites Pony, welches dem anderen hinterherrannte. Kurz darauf löste es sich jedoch in einen Haufen Schneeflocken auf und das Kind sackte etwas in sich zusammen.
„Zwei sind... anstrengend!“, sagte sie.
„Ich bin müde… aber hat es dir gefallen?“ Ihre Augen funkelten fröhlich und man konnte sehen, dass sie auf ein Lob der Albin hoffte.

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Artok Petraniol
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Re: Die Schneehasen

#20

Beitrag von Artok Petraniol » Fr 1. Apr 2016, 08:05

Es geschah genau das was Artok vermutet hatte die Fragen sprudelten nur so aus der kleinen heraus. Er wollte auf eine Antworten da hatte sie bereits die nächste ausgesprochen so entschied er innerlich lächelnd die kleine ausreden zu lassen um dann zu antworten. "Nun" begann er bedacht "erwachsene verdrehen ab und zu die Wahrheit etwas um, diejenigen zu schützen die ihnen etwas bedeuten". Nach dieser Antwort hielt er inne und war verblüft über sich selbst, hatte er das gerade wirklich gesagt?! Was war bei allen Göttern bloß in ihn gefahren?!

Gleich darauf fing er sich wieder und fuhr fort. "Nein du wirst keine Necotante" er lächelte bei diesem Wort und fügte hinzu "du wirst eine Magierin werden, die zum Beispiel Wasser formen kann also vielleicht eine Elementarmagierin?" sie hoffte die kleine konnte sich darunter etwas vorstellen. Die Vorstellung der zweiten Figur aus Schnee war ebenfalls beeindruckt es war nur allzu verständlich das die kleine danach erschöpft war. Doch sie würde mit der Zeit und mit gegebenem Unterricht besser werden da war sich Artok sicher, wer weiß vielleicht würde sie eines Tages für einen Menschen eine passable Magierin abgeben.

Dennoch war er immer noch über sich selbst erstaunt bzw erschrocken fing er an die beiden Frauen zu mögen?! Nun er hatte ihnen sein Leben zu verdanken, jedoch was war das schon für ein Leben?! Er schaute kurz auf den Verband auf seiner Hand und ihm lief ein kalter Schauer über den Rücken. Er legte Feuerholz nach und fragte die kleine "wielange ist deine Mutter für gewöhnlich so unterwegs?".

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