Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den AnfĂ€ngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. WĂ€hrend die Urvölker auf AltbewĂ€hrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. GeheimbĂŒnde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Die Schneehasen

So erbarmungslos wie die Natur sind auch die Bewohner der nördlichen Reiche. Die dunklen Meere und die von Packeis starrenden KĂŒsten werden beherrscht von den Norkara und Shezem. Den Nordwesten kontrollieren die Frostalben.
Der Norden
So erbarmungslos wie die Natur sind auch die Bewohner der nördlichen Reiche. Die dunklen Meere und die von Packeis starrenden KĂŒsten werden beherrscht von den Norkara und Shezem. Den Nordwesten kontrollieren die Frostalben.
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RĂłsa vom Wolfsclan
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Re: Die Schneehasen

#11

Beitrag von RĂłsa vom Wolfsclan » Do 4. Feb 2016, 09:14

RĂłsa entspannte sich langsam etwas, nachdem sie von dem Met gekostet hatte. Er rann ihr sĂŒsslich warm die Kehle hinunter. Kurz darauf kam auch das Essen und genĂŒsslich kauten die Frauen eine Weile schweigend vor sich hin. Alle waren sie hungrig, mĂŒde und durchgefroren, doch langsam tauten sie auf. Lysa beobachtete neugierig die Gestalten. Ab und an warf sie auch Artok einen Blick zu, als wollte sie sie etwas fragen, doch sobald ihre Mutter sie streng anblickte, liess sie von ihrem Vorhaben ab.

RĂłsa bemerkte belustigt, wie Artok den Met nicht zu vertragen schien, und bald etwas beduselt in der Gegend herumgrinste. Auch RĂłsa hatte dem Alkohol bereits zugesprochen, doch sie war damit vertraut. Sie schaute sich um und erkannte, dass viele MĂ€nner sich immer wieder zu ihnen umwandten. „Die haben wohl auch noch nie einen Alben gesehen. Ich kann es ihnen nicht verĂŒbeln“, dachte sie fĂŒr sich und achtete nicht weiter auf die anderen GĂ€ste.

„Warum lauft ihr eigentlich weg?“, erklang da plötzlich die fragende Stimme von Artok. Sie hatte einen belustigten Ausdruck im Gesicht. „Sie tut doch keinem etwas“, fuhr sie fort und grinste dabei Lysa an.
WĂŒtend fauchte RĂłsa zurĂŒck: „Das geht dich ĂŒberhaupt nichts an, Alb. Es hat dich nicht zu kĂŒmmern, denn unsere Wege werden sich hier Morgen trennen. Und ich warne dich, lass meine Tochter in Ruhe!“
Der Alkohol verstÀrkte ihre Emotionen und sie wirkte wie eine MutterbÀrin, welche ihre Kinder vor jedem Feind verteidigt hÀtte.

Als sich die Furie jedoch zu ihrer Tochter umwenden wollte, zuckte sie zusammen. Der Stuhl von Lysa war leer und das Kind war verschwunden. Im selben Moment erklang Artoks etwas zu laute Stimme: „Diese Typen dahinten
 kann das sein, dass du sie kennst? Die schauen nĂ€mlich stĂ€ndig zu uns hinĂŒber.“
Rósa fuhr herum und blickte in die besagte Ecke. Es waren die MÀnner, denen sie zuvor bloss einen kurzen Blick geschenkt hatte, denn sie dachte, dass sie die Albin mit ihren Augen durchlöcherten.
Bei genauerem Hinsehen erkannte sie jedoch zwei MÀnner aus ihrem Clan und drei andere aus einem der Nachbardörfer.
Ein Fluch kam ĂŒber ihre Lippen. Es mochte sein, dass man sie noch nicht erkannt, und tatsĂ€chlich bloss die ungewöhnliche Erscheinung der Frau an ihrer Seite wahrgenommen hatte. Aber sie wollte sich nicht darauf verlassen. Ausserdem war ihre Tochter verschwunden.

„Wo ist Lysa?“, aufgebracht wandte sich Rósa an Artok. „Hast du gesehen, wie sie weggegangen ist?“
Der Alkohol schien die Gedanken der Frostalbin jedoch zu lÀhmen und sie wirkte ziemlich schlÀfrig.
„Ich werde sie suchen. Du wartest hier. Wenn die MĂ€nner mir gleich nachlaufen wissen wir, ob sie mich erkannt haben oder einfach nur dich anglotzen. Sobald wir Lysa gefunden haben, verschwinden wir von hier!“, sie sprach ihre Worte schnell aus und vergass dabei völlig, dass sie Artok hatte zurĂŒcklassen wollen.
Ihre Gedanken kreisten alleine um ihre Tochter und die Gefahr, welche diese MĂ€nner womöglich fĂŒr sie darstellen mochten.
Dann richtete sie sich ohne ersichtliche Hast auf, fragte angeblich nach der Toilette und verschwand gegen aussen hin völlig entspannt in besagte Richtung.

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Re: Die Schneehasen

#12

Beitrag von Artok Petraniol » Mo 8. Feb 2016, 20:39

Artok wurde völlig von den heftigen Emotionen ĂŒberrascht die Rosa an den Tag legte. Alles ging so schnell das MĂ€dchen war weg? Diese Gruppe von MĂ€nnern in der Ecke sie mussten sie kennen egal, was in diesem Moment gerade vor sich ging das Artok bereits einen halben Krug Met intus hatte machte die Sache nicht besser.

Noch bevor er EinwĂ€nde erheben konnte hatte sich Rosa bereits erhoben und ging auf die Suche nach der kleinen Lysa. Gleich darauf sah er zu dem Tisch mit den insgesamt 5 MĂ€nnern hinĂŒber zwei davon schienen sich zu beraten gleich darauf standen sie ebenso auf und gingen Richtung Ausgang, den gleichen Weg den Rosa ebenfalls genommen hatte. Die anderen drei jedoch kahmen zum Tisch des Albs in ihren Augen der Albin. Einer setzte sich auf den Stuhl auf dem zuvor Rosa gesessen hatte die anderen beiden holten sich StĂŒhle und setzten sich links und rechts neben Artok.

Derjenige der in ihm genau gegenĂŒber saß ergriff das Wort "was macht, eine Albin wie du hier oben im Norden?!" die anderen beiden sahen Artok einfach nur stumm jedoch auch mit einer gewissen Wut an, der Mann klang gereitzt oder war das nur die Wirkung des Mets? Artok grinste diese Situation klang fĂŒr ihn wie ein schlechter Witz. "Ich denke nicht das euer Verstand, diese komplexe Geschichte verstehen wĂŒrde" als er den Satz beendet hatte geriet er in einen wahrhaftigen Lachanfall der nur noch von, den Gesichtern die die drei MĂ€nner machten angefacht wurde, wie ein Feuer vom Wind. Der Alb fĂŒr allesamt Albin lachte immer lauter und bekahm sich kaum noch in den Griff, die MĂ€nner begriffen das er sie auslachte. "So das reicht jetzt!" der Mann der auch zuvor das Wort ergriffen hatte schlug Artok den Krug aus der Hand aus dem er gerade noch einen Schluck nehmen wollte, dieser zerbrach auf dem Boden und in der Taverne wurde aus augenblicklich ruhig.

Als das "Publikum" merkte das es sich um eine Angelegenheit der drei MĂ€nner handelte, zuckten die meisten nur mit den Achseln und fuhren mit ihren GesprĂ€chen und Musik fort. Die beiden die bisher stumm gewesen waren standen auf und packten ihn unter den Armen und trugen ihn vor die TĂŒr, der dritte Mann folgte ihnen natĂŒrlich. Die TĂŒr wurde auf gestoßen und sie gingen hinter das Haus in eine dunkle Gasse. "So FrĂ€ulein" sagte der AnfĂŒhrer und nickte den beiden MĂ€nnern zu die Artok unsanft auf dem Boden landen ließen. "Wir haben hier nicht gerne Fremde und du reist sowieso in schlechter Geselschaft". Er zog ein Messer und fuhr fort "da du so Spitze Ohren hast wird, es dir sicher nichts ausmachen wenn ich sie dir leicht stutze" er hob das Messer und ließ es niederfahren. UngefĂ€hr kurz vor dem rechten Ohr blieb das Messer stehen, die Hand des Mannes zitterte vor Anstrengung "was....zum!" sprach er durch zusammen gepresste ZĂ€hne doch das Messer bewegte sich keinen StĂŒck weiter in Richtung der Albin.

Er zog das Messer zurĂŒck und wies seine Kumpanen an "steht da nicht so dumm rum wie die Ölgötzen! Packt sie!". Doch in diesem Moment brach ein unertrĂ€glicher Geruch die stille der Szenerie. Die drei MĂ€nner wussten nicht wie ihnen geschah aber, es war ein Geruch der sie wĂŒrgen ließ und auf alle viere sinken ließ einer von ihnen wurde direkt ohnmĂ€chtig der andere ĂŒbergab sich und keuchte und hustete wie verrĂŒckt bis er letzten Endes ebenso das Bewustsein verlor. Der letzte war auch der mit dem Messer dieser schien aus einem etwas anderem Holz geschnitzt zu sein, er hustete zwar auch dennoch verlor er nicht das Bewustsein. Sein Kopf war vom Husten rot angelaufen er hielt sich mit beiden HĂ€nden am Hals fest und blickte hinauf zu Artok der fĂŒr ihn aussehen musste wie die fleischgewordene Bosheit.

Der Gestank verlog wie durch Magie und er erblickte im wehenden Wind eine Albin die durch den Mondschein eine gewisse Schönheit an sich hatte. Ihr schwarzes Haar wehte im Wind und ihre weißen StrĂ€hnen ergĂ€nzten dieses Bild auf einer schaurigen Art und Weise. Artok schien wieder vollends nĂŒchtern zu sein und stand direkt vor dem Mann. Sie lĂ€chelte kĂŒhl und fasste den Mann an der Stirn an, gleich darauf hörte der Mann in seinem Kopf ihre Stimme, jedoch war sie verzerrt ja sogar dunkler sofern eine Stimme dunkler klingen konnte.

"Du elendiger Wurm!" diese Worte ließen ihn bis ins Mark erzittern. "Ich werde dir zeigen wer hier zurecht gestutzt werden muss" gleich darauf plakten ihn Vorstellungen in seinem Verstand, die ihm zeigten wie dunkle Gestalten ihn in StĂŒcke rissen. Oder ihn zwangen seine eigenen Finger zu essen, er brachte keinen Laut heraus er stammelte nur vor sich hin und war gelĂ€hmt vor Angst. Die Albin stieß ihn von sich weg und der Mann stammelte und zog sich zusammen, wie ein kleines Kind und wiegte sich hin und her.

Dieser Zwischenfall hatte ihm gezeigt das er doch noch in der Lage war, seine MagiekrĂ€fte zu nutzen wenn auch emotional gesteuert. Es war bitterkalt und diese Erkenntnis holte ihn gerade wieder ein. Er sah zu einem von beiden MĂ€nnern hinĂŒber die bewustlos am Boden lagen, der eine hatte gute Wanderstiefel an, er musste schmunzeln und dachte "er hat sicher, ein anderes Paar zuhause". Gleich darauf betrat er die Schenke erneut und hatte nun eine Hose, die Wanderstiefel sowie einen Lederwams an er ging zum Tisch an dem er zuvor gesessen hatte und schwang sich, seinen Mantel um. Bevor er ging zahlte er schnell das Essen und trat hinaus in die kalte unbarmherzige Nacht, mit dem Gedanken "so nun muss ich, die beiden aber wiederfinden".

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RĂłsa vom Wolfsclan
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Re: Die Schneehasen

#13

Beitrag von RĂłsa vom Wolfsclan » Sa 13. Feb 2016, 14:34

Lysa kaurte zitternd und bibbernd im Schatten eines alten Karrens. Von ihrem Versteck heraus hatte sie einen guten Blick auf die Szene, welche sich vor ihr abspielte, ohne selbst gesehen zu werden. Mit grossen Augen beobachtete sie, wie Artok die beiden MĂ€nner ĂŒberrumpelte, ohne sichtlich Gewalt anzuwenden. Wie hatte sie das geschafft?
Die MĂ€nner hatten sich an die Nase gegriffen, oder die HĂ€nde aufs Maul gepresst, wĂ€hrend der eine direkt in Ohnmacht gefallen war, hatte sich ein zweiter ĂŒbergeben und war mit quĂ€lendem Husten ebenfalls zusammengebrochen.
Nur der letzte schien nicht ganz so anfĂ€llig zu sein, sondern kniete mit rotem Kopf vor der Albin. Diese zeigte jedoch kein bisschen Furcht vor dem krĂ€ftig gebauten Norkara. Plötzlich fasste sie ihm an die Stirn. Lysa konnte das Gesicht des Mannes nicht erkennen, doch Artoks Miene verĂ€nderte sich merklich. Ein LĂ€cheln umspielte ihre Lippen, bei dessen Anblick dem MĂ€dchen ein Schauer ĂŒber den RĂŒcken lief. Doch das gruseligste waren ihre Augen. Sie schienen den Mann förmlich zu durchdringen und doch wirkte sie wie in Trance, als wĂ€re sie mit ihren Gedanken weit fort, und wĂŒrde die Welt um sich herum nicht mehr wahrnehmen.
Dann erwachte Artok aus ihrer Starre, und schob den Mann von sich weg. Er wiegte sich selbst hin und her, wie es Lysa es als Kleinkind getan hatte, wenn sie sich fĂŒrchtete und alleine war.

Das MĂ€dchen war nicht dumm, und so ahnte sie instinktiv, dass die Albin Magie angewendet hatte. Doch was fĂŒr eine Magie war das? Schwarze Magie? Böse Magie?
Lysa war sich nicht sicher, ob sie selbst etwas in dieser Art bewerkstelligen könnte, doch im Grunde wollte sie es gar nicht wissen, denn es machte ihr Angst.
Sie wollte bloss noch weg von hier und als Artok damit beschĂ€ftigt war, sich die warmen Gewandungen anzueignen, schlich sich Lysa aus ihrem Sichtfeld. Dann rannte sie so schnell sie konnte davon, und suchte schliesslich Trost bei den Ponys, welche im Stall auf ihrem Heu kauten und nichts gegen die Gesellschaft der aufgewĂŒhlten Lysa einzuwenden hatten. Sie schmiegte sich an ihren Fredo und ĂŒberlegte, was sie ihrer Mamma erzĂ€hlen sollte
 oder ob es besser war, das Gesehene fĂŒr sich zu behalten – es wĂŒrde auch so schon Ärgern genug geben, weil sie davongelaufen war!


Doch auch RĂłsa hatte ihre beiden Verfolger schnell bemerkt. Ihren Speer hatte sie beim GepĂ€ck gelassen, doch ihren Dolch trug sie immer unter den Kleidern verborgen mit sich herum. Sie wĂŒrde nicht zögern, ihn einzusetzen. Zuerst wollte sie jedoch versuchen, die beiden Kerle anders loszuwerden.
Sie befand sich auf einem Flur, mit vielen TĂŒren, zwei davon waren als Toiletten gekennzeichnet. Nachdem sie einen kurzen prĂŒfenden Blick hineingeworfen hatte, um festzustellen, dass ihre Tochter sich nicht darin befand, war sie weiter gelaufen. Sie wollte gerade durch eine Pforte schlĂŒpfen, als sie GebrĂŒll hörte. „Da ist sie! Los schnappen wir uns das Hexenweib!“

Der eine der MĂ€nner hatte einen KnĂŒppel in der Hand, der zweite sogar ein richtiges Schwert. Mit ihrem Dolch wĂŒrde sie nicht weit kommen. Wahllos öffnete sie eine ZimmertĂŒr und huschte hinein. Sie erstarrte, als sie zwei Gestalten im regen Liebesspiel vor sich sah.
Ein bÀrtiger Riese liess sich von einer vollbusigen Dirne reiten, welche jedoch jetzt vor Schreck beinahe vom Bett gefallen wÀre.
GeistesgegenwĂ€rtig sprang RĂłsa hinter die TĂŒre und schnappte sich dabei eine schwere Vase, welche zur Dekoration auf der Kommode stand.
Als sich die TĂŒr nun ruckartig öffnete, nutzte sie das Überraschungsmoment, um dem völlig verdatterten Norkara eins ĂŒberzubraten. Die Vase zersprang mit lautem Klirren und der Getroffene sackte in sich zusammen.
„Immerhin hatte er einen schönen Ausblick, als ihn der Schlag traf“, dachte RĂłsa mit einem Blick auf die gut gebaute Frau, welche sich schnell von ihrem Schock erholt und ihre Dienste wieder aufgenommen hatte, schliesslich wollte sie sich nicht noch um ihren schwerverdienten Lohn bringen lassen.

Dann hechtete sie zum Fenster, schob es hoch und warf sich in die Nacht hinaus. Sie hörte den zweiten Mann mit lautem Fluchen ins Zimmer poltern. Die Dirne warf ihm einen genervten Blick zu, zeigte jedoch zum Fenster hinĂŒber, um dann ihren nun nicht mehr ganz so erregten Freier wieder auf Touren zu bringen. RĂłsa rappelte sich schnell wieder hoch.
„Ich muss Lysa finden“, ging es ihr durch den Kopf. Also rannte sie los, um von der anderen Seite wieder ins Haus hineinzukommen. Ihrer Tochter wĂŒrde sie die Leviten lesen, wenn sie sie gefunden hĂ€tte! Oder ihr den Hintern versohlen, das hatte sie sich redlich verdient! Doch die Angst um ihr Kind war ihr deutlich anzusehen, als sie um die Ecke stĂŒrmte, und dabei beinahe mit Artok zusammengestossen wĂ€re.

„Ich hab dir doch gesagt, du sollst drin warten!“, fauchte sie aufgebracht, in der Annahme, die Albin wĂ€re bis eben am Tisch gesessen und erst gerade herausgekommen.
„Ist Lysa da drin? Hast du sie gesehen?“ Ihr Gesicht war gerötet, sie atmete schwer, und der unbarmherzige Nordwind riss an ihrer Kleidung. Artoks neue Gewandung nahm sie in ihrer Aufregung gar nicht wahr.
"Wir mĂŒssen hier weg, vielleicht holt der Kerl VerstĂ€rkung!"

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Re: Die Schneehasen

#14

Beitrag von Artok Petraniol » Di 16. Feb 2016, 18:16

Als er die TĂŒr aufstieß bließ ihm sofort kalter schneidener beißender Wind entgegen. Dieser Ort war wirklich im Schnee versunken, soviel stand fest. Er fuhr zusammen da ihn fast jemand mit ihm zusammen gestoßen war. Es war Rosa und sie fuhr ihn an sie war aufgebracht jedoch auch in Sorge, noch bevor er etwas erwidern konnte schritt sie Richtung Stallungen. Er folgte ihr das letzte hatte er dennoch nicht ganz verstanden. Der Wind pfiff und zerrte an seinem Mantel, dennoch war ihm nicht mehr all zu kalt, jetzt hatte er wenigstens richtige Kleidung an.

Als sie im Stall angekommen waren fiehl die TĂŒr hinter ihnen zu, aber so als hĂ€tte sie jemand zu geschlagen, so war es auch. "Na sieh ma einer an, wen haben wir den da?" die beiden ĂŒbrigen standen am TĂŒrrahmen und grinsten. "Wo sind die anderen?" fragte der andere und schaute, verwirrt drein. "Ist doch egal!" er schritt auf Artok zu und wollte ihn, packen. Wie aus Reflex schritt Artok nach hinten und stolperte und fiehl auf den Boden. Der Mann stand nun direkt vor ihm "los nimm du dir die andere vor, ich werde mich um diese exotische Dame kĂŒmmern".

Der andere Mann setzte sich in Bewegung direkt auf Rosa zu. Artok wollte protestieren doch der Mann zog ihn auf die Beine, er wehrte sich und schlug auf ihn ein "weißt du nicht wen du vor, dir hast?!" schrie Artok und versuchte sich aus dem Griff zu befreien. Er tastet nach seinen magischen KrĂ€ften doch diese gehorchten ihm nicht, nicht sofort. Der Mann packte Artok am Hals und hob ihn hoch und drĂŒckte zu. Die Augen des Albs weiteten sich und er strampelte wild in der Luft, das Pochen in seinem Kopf wurde immer lauter und er merkte das, sich sein Blickfeld verdunkelte. Soweit durfte es nicht kommen, voller Panik geriet nun endlich die magische Kraft des Albs in Wallung. Er fasste den Mann am Handgelenk an, zuerst sah es so aus als wĂŒrde er den Griff lockern wollen doch das Ziel war es, den Mann zu berĂŒhren.

Zuerst geschah nichts doch dann wurde es sonderbar. Der Mann ließ Artok abrupt los, dieser hustete und ging zu Boden. Der Mann jedoch sah auf einmal nicht mehr aus wie er selbst, er blickte sich um und began zu schwitzen. Er sah seinen Kumpanen an und schrie auf einmal. "Bitte nein!! Ich war das nicht bitte!" er drehte sich um und hielt die HĂ€nde ĂŒber den Kopf gleich darauf rannte er los in eine Richtung. Da sie in einem Stall waren, ließ die nĂ€chste Wand nicht lange auf sich warten. Er prallte mit voller Geschwindigkeit dagegen und blieb regungslos am Boden liegen.

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Re: Die Schneehasen

#15

Beitrag von RĂłsa vom Wolfsclan » So 21. Feb 2016, 18:00

RĂłsa war zu sehr auf ihren Gegner fokussiert, und so sah sie nur noch, wie der zweite Kerl völlig aufgelöst losrannte – mit dem Kopf in die Wand. Was war denn in den gefahren?

RĂłsa blieb keine Zeit zu ĂŒberlegen, denn ihr eigener Feind versuchte sie zu erhaschen. Er hatte jedoch schon einiges an Alkohol getrunken und taumelte mehr auf sie zu, als dass er gerade Schritt.
Plötzlich drang ein spitzer Schrei an ihr Ohr. Lysa??
Der Mann war genauso ĂŒberrascht von dem kleinen MĂ€dchen, welches aus einer der Stallboxen Ă€ngstlich herausschaute und alles beobachtete. RĂłsa nutzte den Moment der Unachtsamkeit und rammte dem Kerl den Dolch in den Hals, die einzige Stelle, welche nicht von dickem Leder umhĂŒllt war. Er fasste sich an die Stelle, doch der Blutfluss war nicht aufzuhalten und schliesslich fiel er in sich zusammen. RĂłsa trat schaudernd zurĂŒck, um nicht von dem Blut vollgespritzt zu werden.
Dann besann sie sich, und rannte zu der Box, wo Lysa sich zu ihrem Fredo gekauert hatte.
„Liebling? Wo warst du bloss? Ist dir etwas passiert?“, fragte sie ihre Tochter stĂŒrmisch. Diese brachte keinen Ton heraus und blickte ziemlich erschrocken zu ihrer Mamma, war jedoch unversehrt.

Nun galt es keine Zeit mehr verlieren, denn die anderen GĂ€ste und der Wirt wĂŒrden sich bald fragen, woher die ganzen Toten kommen wĂŒrden. Ein Blick zu Artok zeigte ihr, dass auch die Albin noch auf den Beinen war. Sie hielt sich den Hals, und deutliche Druckspuren zeichneten sich auf der hellen Haut ab.
„Los, nimm dir eines der ĂŒbrigen Tiere. Am besten eines der hier ĂŒblichen Ponys, die sind robust und ausdauernd. Son feingliedriges Rennpferd wird dir nichts nĂŒtzen, wenn es im Schnee stolpert und sich ein Bein bricht.“
Dann begann sie, ihre zwei Ponys zu satteln und packte schnellstens die Habseligkeiten wieder auf den RĂŒcken der duldsamen Tiere. Sie ĂŒberliess es Artok, sich ein Tier auszuwĂ€hlen und es reisefertig zu machen.

Draussen war es inzwischen dunkel geworden, doch der Schneesturm hatte etwas nachgelassen. Sie setzte Lysa auf Fredo, welche sich sofort in seiner weissen MĂ€hne festklammerte.
Als sie die Ponys zur StalltĂŒr rausfĂŒhrten, wandte sich RĂłsa Artok zu. Sie schien die Albin erst wieder richtig wahrzunehmen und wurde sich auf einmal der Tatsache bewusst, dass sie mit ihr gegen die Kerle angekĂ€mpft hatte.
„Ich habe dich noch gar nicht gefragt
 magst du mit uns reisen?“, sie blickte ihr mit ernstem Blick in die Augen.
„Wir werden auf den grossen Kontinent ĂŒbersiedeln, um dort unser GlĂŒck zu versuchen. Auf dass wir nicht wieder von solchen Unholden belĂ€stigt werden.“
Einen Moment zögerte sie, dann meinte sie etwas freundlicher: „Danke fĂŒr deine Hilfe. Es wĂ€re mir eine Freude, wenn du uns noch etwas begleiten wĂŒrdest.“

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Re: Die Schneehasen

#16

Beitrag von Artok Petraniol » Do 3. MĂ€r 2016, 20:12

Artok war noch etwas benommen und alles ging ziemlich schnell. Der andere Kerl war ebenfalls außer Gefecht gesetzt worden wenn auch fĂŒr immer. Als er wieder auf den FĂŒĂŸen war tastete er seinen Hals ab, das tat alles verdammt weh das wĂŒrde wohl Spuren hinterlassen. "Gerne begleite ich euch" sprach er wenn auch mehr schlecht als recht. Er sattelte sein Pony und sie verließen das Dorf. Sie gaben ein schnelles Tempo vor nach ungefĂ€hr einer Stunde, wurden sie langsamer.

Das Wetter hatte sich bisher wieder gebessert und die Ereignisse sowie das Dorf lag weit hinter ihnen, es war unwarscheinlich das man ihre Spuren in dem Schneesturm verfolgen konnte. "Meinst du sie folgen uns?" fragte er unverblĂŒhmt und direkt. Ihm fiehl auf das die kleine ihn die ganze Zeit mit Blicken musterte die er nicht, zu deuten vermochte. Wusste sie etwas? Konnte sie die Magie vielleicht fĂŒhlen? Er ignorierte die Blicke so gut es eben ging um eine argumentative Konfrontation zu vermeiden. Diese wĂŒrde sich dennoch nicht vermeiden lassen, die neue Kleidung die er am Körper trug mĂŒsste spĂ€testens jetzt aufgefallen sein, dieses mal zu lĂŒgen wĂ€re keine Option. Dennoch wusste er nicht ob er ihnen, die ganze Geschichte erzĂ€hlen sollte, es war schlichtweg unmöglich es ihnen zu erzĂ€hlen, da sie ihn fĂŒr verrĂŒckt erklĂ€ren wĂŒrden. Er tastete seine verbundene Hand ab und ihm lief der Schauer ĂŒber den RĂŒcken als er daran dachte, was ihm geschehen war, ob es einen Weg gab es rĂŒckgĂ€ngig zu machen?

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Re: Die Schneehasen

#17

Beitrag von RĂłsa vom Wolfsclan » Sa 12. MĂ€r 2016, 09:57

Rósa war erleichtert, dass sie wieder unterwegs waren. Es behagte ihr nicht, lÀnger an einem Ort zu verweilen, solange sie sich noch auf Thogrim aufhielten.
Ihre Tochter hingegen war oft still und machte sich wenig bemerkbar, was sonst nie vorkam. Normalerweise löcherte sie ihre Mutter mit Fragen oder trieb Schabernack. Nun sass sie auf ihrem Fredo und schien oft tief in Gedanken versunken. Obwohl sich RĂłsa sorgte, war sie auch dankbar fĂŒr die Ruhe, da sie auf diese Weise nicht dauernd das MĂ€del im Auge behalten musste.
Die Norkara Frau trieb die Truppe voran. Es gab niemals allzu lange Aufenthalte, und so kamen sie vorwÀrts.

Rósa musste bei Artok nicht lange nachfragen, um zu wissen, woher sie ihre neue Kleidung herhatte. Als sie den Stall verlassen hatten und mit den Ponys losgeritten waren, meinte sie einen schemenhaften Körper im Schnee liegen zu sehen, dem eindeutig die Schuhe fehlten.
Anfangs hatte sich die Mutter keine Gedanken mehr gemacht zu der neuen Begleitung. Doch jetzt hatte sich die Lage wieder etwas beruhigt und sie konnte lang und breit darĂŒber nachdenken. Irgendetwas stimmte mit dieser Albin nicht. NatĂŒrlich konnte es auch sein, dass Alben nicht ganz so tickten wie Norkara. Aber trotzdem, sie war seltsam. RĂłsa mutmasste noch immer, dass die Frau den Mann hypnotisiert hatte, damit er in die Wand gelaufen war. Anderes konnte sie sich nicht vorstellen. Sie nahm sich vor, die Albin noch einmal auf ihre Magie anzusprechen.

Bald verengte sich die LandflÀche. Der Fluss Grumen endete und floss ins weite Meer hinein.
RĂłsa war froh, endlich wieder am Meer zu sein. Der Ozean war ein Teil ihrs Lebens und sie konnte sich nur schlecht vorstellen, mitten in den Bergen oder im Land zu leben, wo keine Wellen gegen die Brandung schlugen und nicht der Seewind einem den Duft von Fisch und Algen in die Nasen trieb.
So ritten sie nun dem sĂŒdlichsten Teil von Thogrim hinab.
Rósa bemerkte, wie die Luft langsam wÀrmer wurde. Der Schnee nicht mehr ganz so hoch stand. Und langsam immer hÀufiger stachelige Tannen und kahle StrÀucher wie Gerippe in der Landschaft standen.
Bald wĂŒrden sie an der NĂ€he der Wolfswacht vorbeikommen, den schmalsten Grad passieren, um dann ein Schiff zu finden, das sie ins Gebiet der Waldalben und somit auf den neuen Kontinent Asamura bringen wĂŒrde.
RĂłsa sorgte sich etwas, ob man sie wohlwollend empfangen oder mit Misstrauen beachten wĂŒrde.

Doch viel grössere Sorgen machte sie sich, als sie spĂŒrte, wie ihr Körper dazu drĂ€ngte, seine Tiergestalt anzunehmen. Sie spĂŒrte das Kribbeln und der Haut, als wĂŒrden tausende Ameisen herumkrabbeln und gleichzeitig spannte es, als wĂŒrde etwas mit aller Macht nach Aussen drĂŒcken.
Sie entschied, dass sie sich verwandeln musste. Wenn sie die nĂ€chste Stadt erreichten, wĂŒrde es nur schwierig werden und auf einem Schiff wĂ€re es wohl auch keine ungefĂ€hrliche Angelegenheit. Wenn nicht die Albin gewesen wĂ€re, wĂ€re sie wohl abwechslungsweise in BĂ€ren- oder Menschengestalt gereist, doch ihr Misstrauen hielt sie von dieser Offenheit ab.

Eines Abends weihte sie also Lysa in ihr Vorhaben ein und warnte sie davor, allzu viel mit der Albin zu sprechen. Lysa nickte, aber in ihren Augen funkelte kurz Unbehagen auf. Doch als RĂłsa genauer hinschaute, war die Ahnung bereits verschwunden.
„Ich werde die Gegend erkunden, bevor es dunkel wird. Ich bin mir nicht sicher, ob wir etwas mehr westlich reiten mĂŒssen. Vielleicht kann ich dabei gleich noch etwas zum Abendessen jagen“, demonstrativ hatte sie ihren Speer in der Hand. „Ich werde nicht allzu lange unterwegs sein. Sorgt euch nicht um mich und passt etwas auf Lysa auf.“
Dann wandte sie sich um, und verschwand zwischen den BĂ€umen.

Lysa blickte ihrer Mamma unbehaglich hinterher. Gerne wĂ€re sie dabei gewesen, wenn ihre Mutter sich verwandelte. Sie liebte es, mit den Fingern durch das weiche BĂ€renfell zu streicheln, die kalte Schnauze an ihrer HandflĂ€che zu spĂŒren, oder auf dem RĂŒcken des krĂ€ftigen Raubtiers zu reiten.
Heute jedoch wĂŒrde sie hier bleiben – zusammen mit Artok.
Artok.. Lysa war nicht mehr ganz so unbekĂŒmmert wie am Anfang ihrer Begegnung. Sie hatte beobachtet, was die Albin mit den MĂ€nnern gemacht hatte, und sie verstand es nicht. Und das flösste ihr Angst ein. Genau wie RĂłsa vermutete auch Lysa, dass Artok Magie wirken konnte, bloss auf andere Art und Weise wie Lysa selbst.

Schliessilch versuchte sie ihre Unsicherheit zu verdrĂ€ngen und begann mit ihren FĂ€higkeiten zu spielen. Als Artok damit beschĂ€ftigt war, sein Lager herzurichten, formte sie aus dem nassen Schnee eine etwa 15cm grosse Tierfigur. Die BĂ€rengestalt setzte sich durch Magie in Bewegung und kĂ€mpfte sich einen kleinen HĂŒgel hoch, den Lysa zuvor mit ihren HĂ€nden geformt hatte. Lysa dachte dabei an ihre Mamma und musste lĂ€cheln.
„Warst du schon einmal auf dem grossen Kontinent? Wie ist es dort? Hat es dort auch Schnee und ein eisiges Meer? Wie leben die Menschen dort?“, fragte sie mit neuem Mut schliesslich vorsichtig zu der Albin hinĂŒber. Die kleine BĂ€renfigur hatte sich auf den HĂŒgel hingesetzt und putzte sich das Schneefell. Sie gab Lysa das GefĂŒhl von Sicherheit und dadurch speiste ihre Energie wiederum das Wesen. Sobald sie ihre Gedanken zu sehr von der Figur abwandte, wĂŒrde sie wieder in sich zusammenfallen.
Nach einigem Zögern wollte Lysa die entscheidende Frage stellen, welche sie sich schon seit dem Aufbruch aus der Taverne stellte: „Hast du die Menschen getötet? Mit deiner Magie?“
Lysa hatte schon oft dem Tod ins Auge geblickt, doch normalerweise waren es Tiere, welche ihnen dann als Nahrung dienten. Sie wusste, dass ihre Mutter auch schon Diebe getötet hatte, um sie zu schĂŒtzen. Doch niemals hatte sie jemanden gesehen, der anderen mit Magie Schmerzen zugefĂŒgt hatte. Der Gedanke beunruhigte sie und sie fragte sich, was das wohl fĂŒr ihre eigenen FĂ€higkeiten zu bedeuten hatte.
Lysa konnte Artoks Magie nicht fĂŒhlen, dazu war sie zu wenig ausgebildet und zu unerfahren. Doch sie hatte zwei Augen im Kopf, und diese gedachte sie zu nutzen.

Langsam verschwand die Sonne hinter den Bergen, doch RĂłsa war noch nicht zurĂŒckgekehrt. Lysa wusste, dass es manchmal die ganze Nacht dauerte, bis ihre Mamma von ihren Wandlungen zurĂŒckkehrte und machte sie ihretwegen keine Sorgen.

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Re: Die Schneehasen

#18

Beitrag von Artok Petraniol » Mo 14. MĂ€r 2016, 17:59

Als sich Rosa aufmachte um zu jagen machte sich Artok daran das Lager herzurichten und auf die kleine aufzupassen. Er hatte gerade das Feuer entfacht und setzt sich davor Gedanken kreisten durch seinen Kopf und er sah auf seine Beine, sie waren schlank und graziel. Er beguchtachtete ebenso seine HĂ€nde und er kahm nicht drum herum sich zu fragen womit er das verdient hatte.

Er fĂŒhlte sich komisch seine Stimme war nicht mehr die seine, sie war höher und das alles war nur schwer zu ertragen. Das kleine MĂ€dchen riss ihn aus seinen Gedanken in dem sie ihn löchterte mit Fragen ĂŒber den großen Kontinent. Er war selbst nie dort gewesen, er hatte nur etwas ĂŒber die anderen Völker gelesen dennoch waren es Details die ihn nicht sonderlich interesierten. "Nun es gibt viele Völker und ich denke, das wir dort nicht so viele böse Menschen begegnen wie hier bei euch" antwortet und rang sich ein LĂ€cheln ab. Er sah was das MĂ€dchen mit der Magie anstellen konnte, sie formte einen BĂ€ren und der Zauber funktionierte gut, es war fĂŒr das kleine MĂ€dchen vermutlich nur eine Spielerei doch dazu gehörte Talent um ihn aufrecht zu erhalten, außerordentliches Talent. Noch dazu machte das MĂ€dchend en Eindruck sie wĂŒrde sich nicht darauf konzentrieren also nicht ausschließlich.

Er wollte noch etwas hinzufĂŒgen als sie ihn mit der Frage ĂŒberrumpelte. Er ließ die Frage im Raum stehen und wirken er atmete einmal tief ein und wieder aus, bevor er antwortete. "Nun weißt du, ich habe sie nicht umgebracht eher außer Gefecht gesetzt" began er sachte das Thema. Er versuchte so gut es ging bei der Wahrheit zu bleiben "ich bin eine Magierin ja das stimmt, ich beherschre" er verstummte und wusste nicht wie man den Begriff Nekromantie umschreiben könnte, da ihm nichts einfiehl was kindgerecht sein könnte entschied er sich fĂŒr die Wahrheit. "Ich bin eine Nekromantin, das ist eine alte und mĂ€chtige Form der Magie". Er nickte auf den BĂ€ren "deshalb kann ich sehen das du einmal eine große Magierin werden kannst" sie versuchte dieses dunkle Thema zu verdecken in dem sie das Kind aufbaute. Dennoch war ihm bewusst das die Neugier des Kindes wie ein Damm brechen wĂŒrde und er, noch viele Fragen bezĂŒglich der Nekromantie beantworten mĂŒsste. "Du bist talentiert und ich muss ganz ehrlich sagen fĂŒr einen" er hielt inne und fuhr fort "fĂŒr ein Kind ist das erstaunlich in deinem Alter, zeig mir doch mal bitte das schwerste was du beherscht" er hoffte das die Strategie aufgehen wĂŒrde und die kleine, ihm eine Kostprobe ihres Könnens in aktion zeigen wĂŒrde.

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Re: Die Schneehasen

#19

Beitrag von RĂłsa vom Wolfsclan » Di 15. MĂ€r 2016, 07:48

Aufmerksam lauschte Lysa den Worten der Albin. Sie war erleichtert zu hören, dass die Menschen auf Asamura freundlich sein wĂŒrden. Vielleicht hörte ihre Mamma dann auf sich dauernd Sorgen zu machen und sie wie ein Kleinkind zu behandeln. Immerhin zĂ€hlte sie bereits sechs Winter!
Lysa freute sich, dass Artok ihre Fragen beantwortete und sie nicht so ĂŒberfĂŒrsorglich ummantelte, wie es RĂłsa tat. So fĂŒhlte sich die Kleine gleich um einige Zentimeter grösser.

Als sie jedoch die entscheidende Antwort hören wollte, zögerte die Albin merklich. Lysa bemerkte das Stocken und sie fĂŒhlte, wie das Unbehagen wieder in ihr hochkroch. Sofort begann ihre Tierfigur bröckelig zu werden, ohne jedoch gĂ€nzlich auseinander zu brechen.
Umso erleichterter war sie zu hören, dass die Menschen nicht tot waren. Also war die Magie nicht böse, sondern hatte sie bloss beschĂŒtzt!
„Du hast gelogen!“, konterte Lysa dann jedoch sofort, „du hast gesagt, dass du keine Magie in Dir hast!“
Sie erinnerte sich daran, was RĂłsa ihr immer vorbetete: „Mamma sagt, dass ich nicht lĂŒgen darf. Warum hast Du nicht die Wahrheit gesagt?“

Die nĂ€chsten Worte sagten Lysa jedoch herzlich wenig. Deshalb folgten die folgenden Fragen wie aus der Pistole geschossen: „Was macht eine Nekotante? Warum ist deine Magie alt? Muss ich auch eine Nekotante werden, wenn ich gross bin? Kannst du auch das Wasser formen?“
„Wie kannst du sehen, dass ich eine grosse Magierin werde? Grösser als du? Ich bin schon bald 1,20 Meter gross!“


Als Artok sie dann lobte fĂŒr ihren BĂ€ren, der in der Zwischenzeit zu einem leblosen Haufen Schnee zusammengefallen war, da Lysa sich vollstĂ€ndig auf die Albin und ihre ErzĂ€hlungen konzentrierte, errötete sie und ihre Augen funkelten stolz.
„Das Schwerste was ich kann?“, Lysa runzelte die Stirn. Die meiste Zeit ĂŒbte sie nur Spielereien aus, die sie zufĂ€llig fĂŒr sich entdeckt hatte. Sie wusste nicht, was man als Magierin alles bewerkstelligen konnte. Somit hatte sie auch noch nie ĂŒber ihre KrĂ€fte hinaus Zauber gewirkt. Ihr war jedoch aufgefallen, je mehr, je grösser, je weiter entfernt oder je lĂ€nger sie Magie wirkte, das offensichtlich mehr Energie kostete und sie danach manchmal erschöpft war.
„Ich bin mir nicht sicher
 ich kann Wasser oder Schnee zum Kochen bringen. Und ich kann Seifenblasen erstehen lassen“, doch das waren ihrer Meinung nach keine allzu schwierigen Fertigkeiten.

Da die Albin jedoch ihre magische Figur bewundert hatte, musste dies vielleicht der aussergewöhnlichste Zauber sein. „Und ich kann aus Wasser oder natĂŒrlich Schnee Figuren entstehen lassen. Ich kann sie zum Leben erwecken, so lange ich mich darauf konzentriere. Ich kann ihnen auch sagen, was sie tun sollen, aber manchmal machen sie auch was sie wollen und verhalten sich so, wie es ein richtiges Lebewesen tun wĂŒrde.“
Sie sammelte ihre Energie, und schuf ein kleines Schneepony, welches nicht grösser als der BÀr zuvor war, und nun fröhlich um Artok herumtÀnzelte.
"Vielleicht
“, sie schloss die Augen und konzentrierte sich noch einmal.
Aus dem Schnee heraus entstand ein zweites Pony, welches dem anderen hinterherrannte. Kurz darauf löste es sich jedoch in einen Haufen Schneeflocken auf und das Kind sackte etwas in sich zusammen.
„Zwei sind... anstrengend!“, sagte sie.
„Ich bin mĂŒde
 aber hat es dir gefallen?“ Ihre Augen funkelten fröhlich und man konnte sehen, dass sie auf ein Lob der Albin hoffte.

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Re: Die Schneehasen

#20

Beitrag von Artok Petraniol » Fr 1. Apr 2016, 08:05

Es geschah genau das was Artok vermutet hatte die Fragen sprudelten nur so aus der kleinen heraus. Er wollte auf eine Antworten da hatte sie bereits die nĂ€chste ausgesprochen so entschied er innerlich lĂ€chelnd die kleine ausreden zu lassen um dann zu antworten. "Nun" begann er bedacht "erwachsene verdrehen ab und zu die Wahrheit etwas um, diejenigen zu schĂŒtzen die ihnen etwas bedeuten". Nach dieser Antwort hielt er inne und war verblĂŒft ĂŒber sich selbst, hatte er das gerade wirklich gesagt?! Was war bei allen Göttern bloß in ihn gefahren?!

Gleich darauf fing er sich wieder und fuhr fort. "Nein du wirst keine Necotante" er lĂ€chelte bei diesem Wort und fĂŒgte hinzu "du wirst eine Magierin werden, die zum Beispiel Wasser formen kann also vielleicht eine Elementarmagierin?" sie hoffte die kleine konnte sich darunter etwas vorstellen. Die Vorstellung der zweiten Figur aus Schnee war ebenfalls beeindruckt es war nur allzu verstĂ€ndlich das die kleine danach erschöpft war. Doch sie wĂŒrde mit der Zeit und mit gegebenem Unterricht besser werden da war sich Artok sicher, wer weiß vielleicht wĂŒrde sie eines Tages fĂŒr einen Menschen eine passable Magierin abgeben.

Dennoch war er immer noch ĂŒber sich selbst erstaunt bzw erschrocken fing er an die beiden Frauen zu mögen?! Nun er hatte ihnen sein Leben zu verdanken, jedoch was war das schon fĂŒr ein Leben?! Er schaute kurz auf den Verband auf seiner Hand und ihm lief ein kalter Schauer ĂŒber den RĂŒcken. Er legte Feuerholz nach und fragte die kleine "wielange ist deine Mutter fĂŒr gewöhnlich so unterwegs?".

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