Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den AnfĂ€ngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. WĂ€hrend die Urvölker auf AltbewĂ€hrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. GeheimbĂŒnde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Die Schneehasen

So erbarmungslos wie die Natur sind auch die Bewohner der nördlichen Reiche. Die dunklen Meere und die von Packeis starrenden KĂŒsten werden beherrscht von den Norkara und Shezem. Den Nordwesten kontrollieren die Frostalben.
Der Norden
So erbarmungslos wie die Natur sind auch die Bewohner der nördlichen Reiche. Die dunklen Meere und die von Packeis starrenden KĂŒsten werden beherrscht von den Norkara und Shezem. Den Nordwesten kontrollieren die Frostalben.
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RĂłsa vom Wolfsclan
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Re: Die Schneehasen

#31

Beitrag von RĂłsa vom Wolfsclan » Mi 12. Okt 2016, 18:31

RĂłsa war weder an Reichtum interessiert, noch erpicht darauf, mit ihrer kleinen Tochter in einen Krieg zu geraten.
Sie wollte den Kerl bereits zurechtweisen, als ihr ein neuer Gedanke kam. Vielleicht kannte dieser Wicht eine Möglichkeit, nach Asamura zu gelangen?
Doch zuerst wollte sie sich um Artoks BefĂŒrchtungen kĂŒmmern.
„Ich werde nachsehen, ob dort oben etwas ist. Kann ich hingehen, ohne von deinem Zauber verschlungen zu werden?“, misstrauisch schaute Rósa sich zu Artok um.
„Achte auf unseren Gefangenen, bis wir wissen, was wir mit ihm anfangen. Lysa, halte Abstand!“


RĂłsa blickte aufmerksam um sich, als sie den HĂŒgel erklomm. Sie sank tief in den weichen Schnee ein, doch endlich war sie oben. Der Gestank war einfach nur grausig. Als hĂ€tte Jemand einen Haufen Leichen hier abgeladen und sie vergessen wieder abzuholen.
Sie schritt unter den Tannen hindurch. TatsĂ€chlich entdeckte sie auch Spuren, doch diese fĂŒhrten weg von ihrem Lager. Sie folgte ihnen ein kurzes StĂŒck und blieb dann unschlĂŒssig stehen. Sie wollte sich nicht zu weit von ihrer Tochter entfernen.
So wandte sie sich ab, und machte sich auf den RĂŒckweg.

Sie beschloss, dass sie den Ork noch eine Zeit lang behalten wĂŒrden. Töten wollte sie ihn nicht, doch ihn hierzulassen war auch gefĂ€hrlich. Womöglich schlich er ihnen hinterher und ĂŒberfiel sie des Nachts. So wĂ€hlte sie das geringere Übel. Lysa wĂŒrde sich bestimmt freuen


„Wo wohnst du denn?“, Lysa hielt den verlangten Abstand ein, doch niemand hatte ihr verboten, mit dem lustigen Mann zu reden.
„Wir kommen weit aus dem Norden. Dort ist es noch viel kĂ€lter als hier, und es liegt mehr Schnee. Weisst du, meine Mamma will, dass ich eine richtige Magierin werde!“, sie verstummte, als sie eine Gestalt sah, welche sich ihnen vom HĂŒgelkamm her nĂ€herte.

"Wir brechen auf. Es ist niemand mehr dort, offensichtlich hat der Gestand denjenigen in die Flucht geschlagen. Packt die Sachen zusammen. Der Ork kann zwischen uns laufen."

So war es beschlossene Sache.

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Artok Petraniol
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Re: Die Schneehasen

#32

Beitrag von Artok Petraniol » Di 13. Dez 2016, 13:35

Eigenartig das dort oben niemand mehr anzutreffen war, wenn man eins ĂŒber Orks sagen konnte dann das sie niemals allein unterwegs waren. Wenn er sich recht erinnerte lebten sie in sogenannten Roten zusammen, oder war es ein anderer Begriff? Er hatte es nicht mehr vor Augen doch es war ihm auch gleich.

Zwei Stunden waren vergangen und sie marschierten weiter Richtung SĂŒden, der Orks marschierte zwischen ihnen und der Speer von Rosa sprach eine mehr als deutliche Sprache. Doch der Ork versuchte zu verhandeln und diese Versuche nahmen mit der Zeit nicht ab, es war mĂŒĂŸig und Artok rollte mehrmals mit den Augen. Das kleine MĂ€dchen hingegen war vom Ork mehr als nur beeindruckt sie war regelrecht besessen.

Sie löchterte den Ork kein Wunder sie hatte noch niemals zuvor so einen GrĂŒnling gesehen. Der Norden bot kaum Raum zum plĂŒndern und es zog sie eher Richtung SĂŒden in die Richtung der Menschen und Zwerge sowie den Alben.

Der Alb richtete das Wort an Rosa "was denkst du, wielange die Meerenge noch entfernt ist? Weißt du ĂŒberhaupt wo wir hier genau sind?".

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RĂłsa vom Wolfsclan
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Re: Die Schneehasen

#33

Beitrag von RĂłsa vom Wolfsclan » So 15. Jan 2017, 11:49

TatsÀchlich hatte Rósa keine Ahnung, wie weit es noch dauerte, bis sie die Meerenge erreichten. Auch die Richtung kannte sie nur ungefÀhr, dachte sich aber, dem Meer entlang zu laufen, könne ja nicht falsch sein.
„Vielleicht einige Tage, vielleicht auch einige Wochen
 so genau weiss ich es nicht. Ich war ja selbst noch nie hier“, brummte sie deshalb unwillig. Sie gab nicht gerne zu, dass sie den Weg nicht wirklich kannte.
„Doch ich bin auch froh, wenn wir endlich wieder einmal in einer Taverne ĂŒbernachten können“, sehnsĂŒchtig dachte sie an einen Krug Bier, der sie auch von Innen schön aufwĂ€rmen wĂŒrde.

Nach einer weiteren Stunde hielt Rósa plötzlich an.
„Siehst du dort auch etwas?“, ihre Augen hefteten sich an eine dĂŒnne RauchsĂ€ule und sie schnupperte in der Luft.
TatsĂ€chlich war der Geruch des Rauches unverkennbar fĂŒr sie in der kĂŒhlen Luft auszumachen.
„Vielleicht befindet sich dort ein Dorf, oder wenigstens eine HĂŒtte. Sollen wir uns dorthin wenden oder hĂ€ltst du es fĂŒr zu risikoreich?“, fragte sie Artok, denn sie wollte ihn in ihre Entscheidung miteinbeziehen.

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Skugga
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Re: Die Schneehasen

#34

Beitrag von Skugga » Mo 30. Jan 2017, 10:48

Bösartig wie eine alte Wölfin folgte Skugga dem kleinen Trupp. Geduckt, mit weit ausgreifenden Schritten. Sie hatte eine stinkende Detonation genau in die Fresse gekriegt und schĂ€umte vor Wut. Das war die Albenschlampe gewesen, sie hatte es genau gesehen! Ihre Augen trĂ€nten noch, hasserfĂŒllt wischte sie diese Reaktion ihres Körpers aus dem Gesicht. Sie stank wie einer dieser HyĂ€nenficker! Hoffentlich wĂŒrden die SchwĂ€chlinge da unten es nicht wittern. Sie versuchte, sich so zu bewegen, dass der Wind sie nicht verriet, auch wenn sie zeitweise dafĂŒr in recht großem Abstand zu ihrer Beute gelangte. Es machte nichts, die Spuren im Schnee waren nicht zu ĂŒbersehen und diese Opfer machten sich nicht die MĂŒhe, ihre Anwesenheit zu verbergen. Ihnen zu folgen war ein Leichtes.

Skugga hatte guten Grund, ihnen nachzustellen. Der DĂ€mlack Frosch hatte sich, absichtlich oder nicht, gefangennehmen lassen. Die drei Weiber schleiften ihn mit, anstatt ihn gleich kaltzumachen, sie hatten ihr Eigentum geraubt! Das war eine Provokation ohnesgleichen, eine KriegserklĂ€rung! Ohne ihren wandelnden Dildo war Skugga noch unausstehlicher als gewöhnlich und in den kurzen Phasen der Rast trĂ€umte sie davon, ihre Wiedersacher zu zerfleischen. Sie war fest entschlossen, Frosch zurĂŒckzufordern und die Diebinnen mit dem Anblick ihrer im Schnee dampfenden Eingeweide fĂŒr diese Dreistigkeit zu bestrafen! Sie wĂŒrde ihnen ihre eigene Leber zu fressen geben!

Nach einiger Zeit des Marschierens war der Augenblick gĂŒnstig.
Der Wind war abgeflaut und der Schnee rieselte sanft und die vier Spatzenhirne standen wie die perfekten Zielscheiben da und schnupperten. Auch Skugga hatte den Rauch der kleinen AuslĂ€ufer von Zivilisation gerochen. Doch niemand wĂŒrde sie erreichen.

Sie zog die PelzfĂ€ustlinge aus und warf sie vor sich in den Schnee, darunter trug sie ein paar enge Lederhandschuhe. Sie zog einen Pfeil aus dem Köcher, legte ihn ein und spannte ihren Bogen. Zwei weitere Pfeile hielt sie quer zwischen den ZĂ€hnen, um schnell nachlegen zu können. Der erste Schuss zielte hinter das Schulterblatt des Ponys, um eine Flucht auf dem RĂŒcken des Tieres zu verhindern. Lautlos flog der Pfeil durch die Luft. Noch bevor er sein Ziel erreichte, legte Skugga nach. Der zweite Pfeil wĂŒrde der AnfĂŒhrerin gelten.

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