Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterlie├čen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf├Ąngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. W├Ąhrend die Urv├Âlker auf Altbew├Ąhrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. Geheimb├╝nde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Nach Norden

Evalon ist ein fruchtbares Bergland. Die goblinischen St├Ądte stehen im Gegensatz zu den sagenumwobenen Ruinenst├Ądten, die aus den W├Ąldern ragen. Das warme Meer und die vielen Inseln bieten einen Schauplatz f├╝r Piraten, Korallentaucher und Abenteurer.
Der S├╝dwesten
Evalon ist ein fruchtbares Bergland. Die technikverliebten goblinischen St├Ądte stehen im Gegensatz zu den sagenumwobenen Ruinenst├Ądten, die aus den W├Ąldern ragen. Das warme Meer und die vielen Inseln bieten einen Schauplatz f├╝r Piraten, Korallentaucher und Abenteurer.
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Firxas
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Nach Norden

#1

Beitrag von Firxas » Mi 12. Jul 2017, 11:35

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Von der Ruinenstadt aus schlug Firxas sich nach Norden durch bis zu den Ausl├Ąufern der Ghen├Ąen. Am Fu├č der Gebirgskette hielt er sich im sch├╝tzenden Dunkel des Waldes, als er sich nach Nordosten wandt und den Seen zustrebte. Immer dabei war Terc, den er unerm├╝dlich auf seinem R├╝cken trug. Obwohl der D├╝sterling leicht war und immer leichter wurde, merkte Firxas auf Dauer sein Gewicht und die Schultern taten ihm weh. Dennoch jammerte er nicht und machte nur so wenig Rast wie n├Âtig, um schnellstm├Âglich wieder zivilisiertes Gebiet zu erreichen. Terc brauchte schnellstm├Âglich medizinische Hilfe. Hier in Evalon brauchten die beiden D├Ąmonen sich nicht blicken lassen. Sie mussten rasch wieder auf naridisches Territorium. Tercs Zustand verschlechterte sich zusehends. Die ├Ąu├čerlichen Wunden hatte Firxas versorgt, doch mit inneren Verletzungen kannte er sich nicht aus. Ihm blieb nur, darauf acht zu geben, dass Terc gen├╝gend trank, denn er schwitzte sehr stark, obwohl er sich eiskalt anf├╝hlte und war meistens bewusstlos. Die unbequeme Haltung auf Firxas`R├╝cken trug sicher auch nicht zu seiner Genesung bei.

Die Frontseite zu wechseln gestaltete sich einfacher, als gedacht, denn es konnten weder Naridier noch Kaishos die gesamte Frontlinie abriegeln. Firxas kannte sich mit sumpfigem Gel├Ąnde aus und so konnte er zwischen den beiden gro├čen Seen w├Ąhrend eines Hochwassers auf die Seite der Handelsallianz zur├╝ckkehren. Sein Ziel war Alessa. Die Stadt konnte nicht mehr fern sein, denn sie trafen bald auf die ersten leerstehenden Geh├Âfte, deren Besitzer vermutlich vor dem Krieg ins Landesinnere geflohen waren. Eines davon suchte Firxas sich aus f├╝r ihre n├Ąchste Rast.

Er baute f├╝r Terc ein Lager aus Gras und Laub und bettete den Bewusstlosen darauf. Blass sah er aus, grau statt schwarz. Firxas nahm den Mund voll Wasser und fl├Â├čte es ihm von Mund zu Mund ein. Doch es kam keine Reaktion. Sonst war Terc wenigstens aufgewacht, wenn er Wasser erhalten hatte. Doch nun regte er sich nicht. Die so wichtige Fl├╝ssigkeit lief ihm einfach wieder aus dem Mund. Firxas gab sein Bestes, doch es war nichts zu machen. So musste er es nach geraumer Zeit schlie├člich aufgeben. Es gab nichts, was er tun konnte, nicht das Geringste. Finster br├╝tend setzte er sich neben den reglosen K├Ârper. Er w├╝rde Terc verlieren. Der D├╝sterling hatte all seine Reserven verbraucht und es ging zu Ende mit ihm. Stumm und schweigend hielt Firxas Wacht, bis die Sonne wieder untergehen w├╝rde und sie weiterreisen konten. Er machte sich wenig Hoffnung, dass Terc bis dahin noch durchhalten w├╝rde. Sie waren so kurz vor dem Ziel, so unmittelbar vor Alessa, hatten so lange gek├Ąmpft und nun war es doch umsonst.

Kalte, harte Finger tasteten nach ihm. Der D├╝sterling war nun doch aufgewacht. Firxas nahm sofort einen Schluck Wasser in den Mund und beugte sich zu Terc hinab. Der Tod blickte ihm aus dessen eingefallenem Gesicht entgegen. Der D├╝sterling trank langsam ein paar Schlucke. Firxas wollte sich anschlie├čend wieder an die Wand setzen, doch Terc streckte schwach eine Hand nach ihm aus. So legte Firxas sich auf den Bauch neben ihn auf den blanken Boden. Die D├╝sterlinge der Expedition hatten auch immer ein Kn├Ąuel zum Schlafen gebildet, nur Terc hatten sie ausgeschlossen, da er einem feindlichen Rudel angeh├Ârte und man hatte ihm angesehen, wie sehr er darunter litt, von der Gemeinschaft versto├čen zu werden. Immer wieder war er um sie herumgeschlichen, verfolgt von abweisenden Blicken, gefletschten Z├Ąhnen und missg├╝nstigem Knurren.

Firxas legte sich so, dass ihre Seiten sich ber├╝hrten. Erleichtert schmiegte der D├╝sterling sich an ihn. Er f├╝hlte sich an wie ein sperriger Stapel Knochen, ├╝ber dem eine schlaffe Haut hing. Ein federleichter Arm legte sich den fleischigen R├╝cken des Tieflings. Stumm starrte Firxas vor sich hin und beobachtete den tanzenden Staub in der Sonne, die in Strahlen durch die kaputten Fenster fiel, w├Ąhrend Terc erneut in die Dunkelheit entglitt. Es war unwahrscheinlich, dass er noch einmal daraus erwachen w├╝rde. Firxas`Inneres f├╝hlte sich leer an, wie ein vertrockneter See, um den herum alles verdorrt war. Er schwieg still und wartete darauf, dass Terc aufh├Ârte zu atmen.

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