Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Kesselgulasch - (k)eine Reise für den feinen Gaumen

Zwischen den Urwäldern erheben sich die Ruinen gefallener Hochkulturen. Die Goblins haben nicht umsonst ihr Land um diese alten Bauwerke herum gefestigt, denn in den Kellern vermutet so manch einer mehr als nur altes Gestein.
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JEELEN

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Re: Kesselgulasch - (k)eine Reise für den feinen Gaumen

#91

Beitrag von JEELEN » Di 28. Feb 2017, 09:01

Jeelen nickte Rosa auf ihre Frage knapp zu.
„Ja auf der anderen Seite kleben bleiben ist vielleicht der falsche Ausdruck. Ich meine damit, dass der Magier nicht aus der Trance zurückkommt, wo immer er dann auch ist. Lysa ist hier, sonst könnte sie ja uns nicht in Angst und Schrecken versetzen und lachen“, grinste der Goblin breit.

Als Lysa vorschlug in der Stadt wieder einkaufen zu gehen, dachte Jeelen nach was beim letzten Einkauf alles so schief gegangen war. Mit ein paar Sicherheitsvorkehrungen war ein Einkauf aber sicher möglich.

„Gut wir können es ja versuchen Lysa. Aber bitte spende nicht wieder anderer Leute Sachen, frag einfach vorher, dann kaufe ich es Dir.

Und versuch bitte bei mir zu bleiben und zünde die Stadt nicht an, und erschaffe bitte auch keine Tiere in der Nähe von Bütteln, ich glaube das wäre es erstmal was uns so in Schwierigkeiten bringen könnte“, lachte Jeelen gut gelaunt und knuffte Lysa als Zeichen dass er sie nur aufzog.

„Warum sollten wir denn unter den Zwergen auffallen? Wir müssen uns nur freundlich benehmen Rosa, keine Panik. Sie sind zwar mürrische, kleine Gesellen aber sie sind gute Händler. Solange wir ihnen nicht auf die Bärte treten, werden sie uns in Ruhe lassen. Mit Zwergen hatte ich noch keine Probleme, mit anderen schon“, antwortete Jeelen.

Über die Frage welche Magie er wählen würde, und ob er gerne Magier wäre dachte Jeelen gut nach.

„Nun wenn würde ich vermutlich Heilmagie wählen. Wenn jemand aus der Familie krank ist und selbst ein Heiler nicht mehr helfen kann, dann könnte ich das. So müsste keiner mehr Angst vor Krankheiten und sowas haben. Das stelle ich mich super vor. Aber leider beherrsche ich keine Magie.

So die von Mama ist auch toll? Was kann die Mama denn?“, hakte Jeelen neugierig nach.

Zur Rast wurde er von Sew gebeten Holz zu sammeln und die Gegend zu erkunden. Der Goblin kam beidem nach und schaute sich um. Zur Sicherheit hielt er auch nach Schlangen Ausschau, denn ob das Tier auch wirklich aus Wasser gewesen war, wusste er nicht. Er hatte die Schlange nicht zu Gesicht bekommen. Und wie schnell Schlangen waren und ob sie ihre Opfer verfolgten wusste Jeelen auch nicht.

Als Jeelen zurückkehrte musterte er Lysa und Sew vor der fertigen Mahlzeit.

„Aber Hallo, wow. Das ist ein erstklassiger Empfang mit warmen Essen. Riecht lecker. Ihr wart schnell“, freute sich der Goblin und legte das Holz ab.
„Was gibt es denn Gutes?“, fragte er hungrig.

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Rósa vom Wolfsclan

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Re: Kesselgulasch - (k)eine Reise für den feinen Gaumen

#92

Beitrag von Rósa vom Wolfsclan » Sa 18. Mär 2017, 08:26

Die weitere Reise war ruhig verlaufen und Rósa hatte kurz vor Shohiro sogar noch einmal die Gelegenheit wahrnehmen können, um sich zu verwandeln. So ganz behagte es der Gestaltwandlerin und Norkara nicht, mitten in eine dieser ummauerten Grossstädte vorzudringen. Zum einen war es unheimlich schwierig, den Überblick zu behalten, und zum anderen spielten ihre Sinne verrückt in dem Getummel. Vor Allem ihre Nase wurde sozusagen unbrauchbar ab all der Gerüche, die sie gleichzeitig malträtierten und juckte ständig unangenehm.
Plötzlich wünschte Rósa sich wieder einige Tage zurück, als sie noch in der kleinen Gruppe auf einer holprigen Landstrasse entlangmarschiert waren. Zudem hatte die Mutter mit Freude beobachtet, wie Lysa in der Gesellschaft der beiden Männer aufblühte. Während sie Jeelen gerne zu Albernheiten anstiftete, sich einen Spass daraus machte, ihn mit ihrer Magie zu überrumpeln oder von ihm wissen wollte, wie man den kleinen Dolch benutzte (was ihre Mamma immer mit etwas Unbehagen beobachtete), wollte sie von Seweryn Lieder lernen und hatte urplötzlich ein immenses Interesse an den Kochkünsten entwickelt.
Als die Stadt am Horizont auftauchte, hatte Rósa für einen Moment die Melancholie ergriffen. Hier würde ihre gemeinsame Reise also vermutlich enden und jeder seiner eigenen Wege gehen.

Doch als sie an diesem Morgen aufwachte, spürten sie den warmen Körper ihrer kleinen Tochter neben sich und hörte das Schnarchen der beiden Kerle in zwei anderen Betten des geräumigen Zimmers. Sie hatten sich ein gemeinsames Schlafgemach besorgt, um etwas von dem Geld zu sparen. Ausserdem hatten sie unter freiem Himmel bereits viel näher nebeneinandergelegen.
Rósa genoss die Annehmlichkeit der Taverne und spürte gleichzeitig, wie Lysa langsam erwachte und sich nur umso mehr in die Nähe ihrer Mamma kuschelte.
Von dem kleinen Fenster her konnte sie bereits die ersten Stimmen hören und das Gerumpel der Karren. Bestimmt waren sie auf dem Weg zum Marktplatz. Rósa lächelte und küsste das goldgelockte Haupt ihres Mädchens. Dieses hatte bereits angetönt, dass sie alle zusammen einkaufen gehen sollten. Jetzt seien doch Süssigkeiten wieder erlaubt?
Dabei hatte sie mit treuen Augen zu ihrer Mutter hochgeschaut, und als die Norkara einen Seitenblick auf Jeelen geworfen hatte, guckte er genauso unschuldig wie ein Lamm.

Plötzlich hörte Rósa ein flüstern und spürte, wie sich der kleine Körper zu ihr umdrehte.
„Mamma, werden Jeelen und Seweryn uns jetzt wieder verlassen?“, der Klang ihrer Stimme war eindeutig traurig und doch auch voller Hoffnung, dass dem nicht so sein möge.
„Ich weiss es nicht genau Lysa. Aber vermutlich schon, ja. Aber wohin es unsere Freunde verschlägt, musst du sie schon selbst fragen.“
Einen Moment war nichts zu hören.
„Ich will nicht, dass sie weggehen“, nuschelte dann das Kind.
Obwohl Rósa es ungern zugab, würde sie die beiden Kerle vermissen. Trotzdem antwortete sie Lysa darauf möglichst neutral: „Ich habe dir von Anfang an gesagt, dass wir nur bis zu einem bestimmten Punkt mit den beiden reisen werden. Abschiede gibt es immer wieder Lysa. Aber du wirst auch immer wieder neue Freundschaften knüpfen. So ist der Lauf der Dinge.“
Tatsächlich wusste aber auch die Norkara noch nicht so genau, was nun folgen würde. Jeelen hatte erzählt von einem Freund, der eine passende Akademie für die kleine Magierin kennen könnte. Das wäre nun einmal ihr erstes Ziel in dieser grossen Stadt. Und dann?

Weiter musste sie jedoch nicht grübeln, denn da erklang bereits ein ausgedehntes Gähnen.
Auch Lysa bemerkte, dass Seweryn erwachte und war schneller aus dem Bett gehüpft, als ihre Mutter blinzeln konnte.
Ihre Trauer war vergessen, und sie sprang mit einem grossen Satz zu Seweryn aufs Bett. Er blickte noch etwas verschlafen drein, als er in die begeistert leuchtenden Augen von dem ungestümen Kind schaute.
„Heute gehen wir auf den Markt! Dann gibt’s endlich wieder Süssigkeiten. Mamma hat es nämlich erlaubt“, Bestätigung heischend huschten ihre Augen zu Rósa hinüber, welche mit einem Schmunzeln auf den Lippen nickte.
„Du Seweryn, was machst du denn jetzt, wo wir die Stadt erreicht haben? Gehst du weg von uns?“

Von Jeelen war auch einige Minuten später nur ein brummliges Schnarchen zu vernehmen.
„Er klingt wie ein Bär“, kicherte das Mädchen und gespannt lauschten die drei gemeinsam auf die Schlafgeräusche des Goblins.
„Wir könnten ihn aufwecken!“, schlug Lysa plötzlich aufgeregt vor und schaute erwartungsvoll zu Seweryn hinüber in der Annahme, er hätte eine lustige Idee auf Lager.

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Seweryn

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Re: Kesselgulasch - (k)eine Reise für den feinen Gaumen

#93

Beitrag von Seweryn » Mi 5. Apr 2017, 12:11

"Woah!". Seweryn brauchte einen Moment um sich zu sammeln. Lysa hockte bereits auf seinem Bett und redete begeistert auf den Almanen ein, welcher sich den Schlaf aus dem Gesicht wischte. "Süßigkeiten...ja...bekommt man hier.", murmelte Seweryn noch immer leicht verschlafen. Lysas "Gehst du weg von uns?"-Frage hallte allerdings einen Moment durch seine Gedanken. <Gute Frage...>. Es dauerte nicht lange, da hockte Seweryn auf der Bettkante. Er hatte Lysa neben sich gesetzt und schaute die Kurze einen Moment lang an. Was sollte er antworten? "Weisst du.", begann er schließlich. "Ich werde natürlich noch etwas bei euch bleiben, schließlich haben wir noch ein bisschen was zu tun. Aber wir dürfen bei der ganzen Sache eins nicht vergessen.". Er lehnte sich zu Lysa hinüber. "Ich muss doch noch jemanden finden.", fuhr Seweryn fort und tastete nach seinem Amulett. Lysa schien nicht besonders zufrieden, aber hatte verstanden...hoffte Seweryn zumindest. "Aber bis es soweit kommt solltest du dich lieber auf die noch kommende Zeit freuen, hm?". Er wuschelte durch Lysas Haare und ein kurzer Blick flog zu Rósa hinüber. Er hatte versucht die Situation so diplomatisch wie ihm möglich zu lösen und in seiner momentanen Verfassung schien dies für Seweryn der beste Weg gewesen zu sein.

"Ihn aufwecken?". Seweryn schaute zu Jeelen, der momentan einfach nichts mitbekam. "Ich würde ihn ja ausschlafen lassen, aber du denkst da bestimmt wieder an Unfug? Was wirklich ausgefallenes habe ich gerade nicht auf Lager, aber einen Eimer mit Wasser können wir bestimmt irgendwo auftreiben...".

Etwas später hatte Seweryn in einer Ecke im Gastraum Platz genommen. Es gab ein deftiges Frühstück zu einem guten Preis und so konnte er es sich mal wieder richtig schmecken lassen. Es war ein ständiges Kommen und Gehen und so nahm Seweryn während des Essens auch nur halbherzig von den anderen Anwesenden Notiz. Auf einer Person blieb sein Blick jedoch etwas länger hängen. Die Gestalt trat zu der Schankmaid herüber, fragte anscheinend irgendwas. Die Antwort der Frau wurde von einem Nicken in seine Richtung begleitet. Einen Moment lang hielt Seweryn inne, tat dann aber so als hätte er nichts mitbekommen. Als er wenige Sekunden später wieder den Kopf hob steuerte die berobte Person auf ihn zu und ließ sich auf der Bank ihm gegenüber nieder. "Ihr seid der Söldner, der mit den Norkara und einem Goblin unterwegs seid?". Die Stimme gehörte einer jungen Frau, bei der es sich um eine Albin handeln musste. Eine hellblonde, fast weiße Haarsträhne schaute unter der Kaputze des Reisemantels hervor und in den blauen Augen konnte man sich schnell verlieren. Seweryn hockte starr auf seinem Platz und sammelte sich erst wieder, als die Albin ihn fragend und abwartend anschaute. "Verzeiht, aber...kennen wir uns? Warum ist diese Frage von Belang?". Seweryn klang nicht unhöflich, eher vorsichtig. Die Albin senkte den Kopf etwas und lächelte. "Nein, wir kennen uns nicht, aber ich hörte bereits einiges von euch. Wenn ihr wirklich der seid den ich suche, dann...", sie beugte sich näher zu dem Almanen hinüber und senkte die Stimme "Dann habe ich vielleicht etwas, was euch bei eurer persönlichen Suche weiterbringen kann.". Seweryns anfängliches Misstrauen wich nun Skepsis, aber auch Interesse. "Angenommen ich wäre diese Person. Was hättet ihr anzubieten?". "Informationen.", antwortete die Albin knapp und schien vorerst nicht bereit mehr zu verraten. "Ist gut. Ich bin..." - "Seweryn, der Almane.". Er nickte stumm. "Man kann tatsächlich eine gewisse Ähnlichkeit feststellen.", meinte die Albin und langsam keimten in Seweryn eine Art Tatendrang und Vorfreude auf. "Also, kommen wir zum geschäftlichen Teil. Ihr sagtet, ihr hättet Informationen für mich? Was wollt ihr dafür?". Die Albin schob die Haarsträhne unter die Kaputze des Reisemantels zurück. "Von euch tatsächlich gar nichts.", entgegnete die Dame schließlich, was Seweryn dann doch etwas wunderte. "Ich hatte eine Art...nennen wir es "Abmachung" mit jemandem und nun, da ich euch gefunden habe, ist mein Teil davon erfüllt. Natürlich gebe ich euch noch das hier". Sie überreichte Seweryn eine zylinderförmige Ledertasche. Die Finger des Mannes waren leicht zittrig als er den dünnen Verschlussriemen löste und eine kleine Schriftrolle hervorholte. Auf der Schriftrolle selbst standen mehrere Wörter ordentlich untereinander geschrieben. "Sagt, wo soll ich...?". Seweryn hatte nicht mitbekommen, dass die Albin aufgestanden und zur Tür gegangen war. "Hey, wartet! Wer seid ihr überhaupt?!", rief er und stand auf. Die Albin erhob zum Abschied die Hand und Seweryn erkannte, wie sie ihm noch ein "Viel Glück." zuhauchte, bevor sie katzengleich hinaushuschte.
Seweryn wollte hinterher, doch die anderen waren bereits im Anmarsch. Hastig ließ er Ledertasche und Schriftrolle unter seinem Umhang verschwinden und stopfte beides, nachdem er sich gesetzt hatte, unter dem Tisch in seinen Rucksack. <Das ändert nun doch einiges.>, dachte er und erinnerte sich an die Situation mit Lysa zurück. Vielleicht würde er doch eher aufbrechen müssen als ursprünglich geplant?

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Re: Kesselgulasch - (k)eine Reise für den feinen Gaumen

#94

Beitrag von JEELEN » Fr 7. Apr 2017, 06:50

Jeelen träumte tief und fest, als sich plötzlich seine Traumwahrnehmung veränderte. Er stand in einem dunklen Raum der so dunkel war, dass er nicht einmal mehr die Hand vor Augen sehen konnte.

Dass dies kein Traum mehr war, spürte der Goblin sofort. Jeder hätte diesen Umstand sofort wahrgenommen. Etwas Seltsames, Düsteres wie auch Erhabenes haftete dem Ort an.

Normalerweise sollte er hier nicht sein. Aber er war auch nur für einige Minuten ein Besucher.

Aus der Dunkelheit schälte sich eine Gestalt, die er so gerade erkennen konnte. Eine schwarze Robe, deren Umrisse in einem geisterhaften Blau leuchteten. Weder das Gesicht in der Kapuze noch etwas anderes ließen optisch darauf schließen wer diese Person war.

http://fs5.directupload.net/images/170407/qsynknot.jpg


Allerdings spürte der Grüne durch die geistige Berührung und dass übermittelte absolute Wohlwollen um wen es sich handelte.

Dave.

Vermutlich konnte er einem auch in einer anderen, weitaus freundlicheren Gestalt erscheinen, denn seine Form war nur ein Abbild seiner Gedanken. Auf der anderen Seite kannte Jeelen den Grund, warum Dave diese Tarnung bei jeder Kommunikation aufrecht erhielt – er war ein Gewohnheitstier.

Er behielt die Tarnung lieber auch bei Freunden bei, als sie nur einmal bei einem Feind zu vergessen.


JEELEN KOMM ZURÜCK NACH HAUSE!
WIR BRAUCHEN DICH BRUDER!
WO IMMER DU BIST - MEIDE OBENZA!
JOZO LEBT!
UND JO LEBT DORT!
PADA!



übermittelte der Magier. Die Gestalt wie auch der Raum lösten sich in Rauch auf und ließen Jeelen in seiner Traumwelt zurück.

****

Nach dem Aufwachen brauchte der Goblin einen Moment um sich zu Recht zu finden. Müde strich er sich übers Gesicht, schnappte Pulga vom Kopfkissen und streichelte die kleine Ratte.

`Jozo lebt. Na wunderbar. Der Kerl ist härter im Nehmen als jede Kakerlake. Die überleben auch alles. Verwundert mich irgendwie nicht. Irgendwer von den Göttern scheint unser Sonnenscheinchen echt ins Herz geschlossen zu haben. Oder wie sagte mal Pavo? Er hat seine Daseinsberechtigung im göttlichen Plan, sonst gäbe es Wesen wie ihn nicht – wir allerdings auch´, stöhnte Jeelen gedanklich.

****

Der Goblin beobachtete das geschäftige Treiben seiner Begleiter um sich herum. Wie man so früh schon so wach sein konnte, fragte er sich müde. Verschlafen musterte er die kleine Gruppe kurz, ehe er sich daran machte sich anzuziehen.

Rosa, Lysa und Sew waren bereits fertig und machten sich auf den Weg in den Gastraum.

Jeelen folgte ihnen sobald er fertig war. Sew stand im Gastraum etwas abseits, Rosa und Lysa schlossen sich dem Goblin an und gemeinsam gingen sie dem Almanen entgegen.

"Wo wir hier vereint beisammen sind - ich habe eine Botschaft erhalten. Ich muss zu meinen Leuten zurück, sie brauchen meine Hilfe. Also wenn Du noch die Informationen benötigst Rosa, dann begleite mich. Einer meiner Leute wird Dir sagen können, wo Du für Lysa eine passende Ausbildung erhältst.

Dann lernt Ihr auch meine Freundin kennen. Ihr seid gerne gesehen und bekommt sicher auch den einen oder anderen Kaffee spendiert, oder Tee. Ganz wie Ihr mögt.

Danach trennen sich unsere Wege, da ich wie gesagt nach Hause muss.
Die Reise war schön mit Euch", sagte Jeelen freundlich und knuffte Lysa liebevoll.

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Re: Kesselgulasch - (k)eine Reise für den feinen Gaumen

#95

Beitrag von Rósa vom Wolfsclan » Fr 7. Apr 2017, 21:10

Erst im Schankraum besserte sich Lysas Laune wieder etwas auf, nur um dann wieder in den Keller zu sacken. Gerade noch hatte Seweryn gesagt, dass er nicht wisse, wie lange er noch bei ihnen bliebe und nun meinte Jeelen, dass er sie verlassen müsse.
Lysa zog einen traurigen Flunsch und klammerte sich an Jeelen fest. Sie wollte nicht weinen, doch man konnte ihr ansehen, dass sie nicht mehr weit davon entfernt war.
Rósa bemerkte die Lage ihrer Tochter, konnte sie jedoch auch nicht mehr trösten, als sie es bereits versucht hatte. Und es nützte schliesslich auch nichts, dem Kind etwas vorzumachen.
Ihr Blick glitt zu Seweryn hinüber, wobei sie stutzte.
Hatte sie etwas verpasst?
„Alles in Ordnung mit Dir Sew?“, sprach die Norkara ihn direkt darauf an.
„Du wirkst, als hättest Du einen Geist gesehen. Oder schlägt Dir das Frühstück auf den Magen?“

„Nun, ich würde Dich gerne begleiten Jeelen, um einige Dinge in Erfahrung zu bringen. Vielleicht ist dies ja der geeignete Ort für Lysas Ausbildung. Oder wir werden uns bald wieder auf die Reise begeben, stimmts Kleines?“
Lysa brummelte etwas Unverständliches und klammerte sich noch fester an Jeel fest, während ihre Augen sich hilfesuchend an Seweryn festhielten.
„Begleitest Du uns Sew? Oder willst Du noch andere Besorgungen erledigen?“, wandte Rósa sich an den Almanen.
Seine Unruhe besorgte sie leicht und sie spürte ihre mütterlichen Instinkte, welche bereits die ganze Gruppe miteinbeziehen wollten.
„Vielleicht würde eine Tasse Tee Dir auch ganz gut tun“, meinte sie schliesslich grinsend.
„Gibt’s bei deinen Freunden auch Punsch und Honigmilch?“, erkundigte Lysa sich nun doch wieder und blickte hoffnungsvoll ihren goblinischen Freund an.
"Nun denn, lasst uns doch gleich aufbrechen. Vielleicht können wir auf dem Weg noch kurz beim Markt vorbeischauen, dann ist das Schleckermaul hier für eine Weile auch wieder glücklich!"

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Re: Kesselgulasch - (k)eine Reise für den feinen Gaumen

#96

Beitrag von Seweryn » Sa 8. Apr 2017, 01:29

Seweryn brauchte einen Moment um sich auf Rósas Frage zu konzentrieren. Lysas Aufmerksamkeit lag gerade auf Jeelen, was ihm einigermaßen in die Karten spielen könnte. Ein paar Sekunden ruhte sein Blick auf der Norkara und schließlich kam der Almane näher zu ihr herüber. "Auf ein...Wort.", nuschelte er mal wieder im Vorbeigehen und nahm Rósa wieder einmal etwas zur Seite. "Pass auf, es ist so...", stammelte er abgelenkt, als wäre er nicht ganz bei der Sache. "Ich habe da...Naja. Sagen wirs wie es ist...Mir wurden von jemandem Informationen zugetragen, die meine Schwester betreffen. Es geht dabei um ihren ungefähren Aufenthaltsort. Ich denke gerade eine Person wie du wird verstehen, dass ich der Sache nachgehen muss, auch wenn es nur ein kleiner Funken Hoffnung ist, an den ich mich gerade festklammere. Das ist tatsächlich irgendwie mehr als ich bisher hatte. Nichtsdestotrotz bin ich natürlich noch Euch in gewisser Weise weiterhin verpflichtet. Ich werde meine Aufgabe auf jeden Fall bis zum Schluss erfüllen und dich und Lysa an euer Ziel bringen, so weit, bis ihr mich sozusagen..."entlastet".". Seweryns holperige Rede begleitete er am Ende mit einer entsprechenden Handbewegung. Ihm war anzusehen, dass er innerlich zerrissen war. Mittlerweile hatte der Almane die Truppe ins Herz geschlossen, was für einen Söldner mehr als untypisch war. Gerade Klein-Lysa hatte ihm sehr viel Freude bereitet und es würde, was Seweryn anging, ein schmerzlicher Abschied werden. "Wie dem auch sei.", versuchte er nun souverän zu wirken. "Ich folge dir und der kurzen...und zwar so lange, bis ich euch sicher zu irgendeiner Akademie gebracht habe, wo es ihr gut geht!". In diesem Moment konnte nur Rósa sehen, wie Seweryns Augen feucht wurden während er in Lysas Richtung nickte. "Weisst du...letztendlich bin ich ein Söldnerschwein.", grinste er Rósa eher unbeholfen an. "Ich begleite euch bis zum Ende, aber zwingt mich nicht dazu euch...warum auch immer...vorzeitig zu verlassen.". Die Worte sprudelten gerade merklich nur aus Seweryn hinaus, aber das war ihm egal wie schwachsinnig es auch klingen würde. Schließlich hatte seine Schwester ihm Hinweise auf ihren Aufenthaltsort zukommen lassen...wie genau und weshalb? Er war unsicher. Und wer war überhaupt diese mysteriöse Albin?! Fragen über Fragene.
Seweryn schob die Skepsis beiseite und schaute Rósa nun direkt in die Augen. "Was auch immer. Ich bringe euch, wie gesagt, in irgendeine Akademie. Meine Schwester kann warten. Sie hat schon lange gewartet, da kommt es auf ein paar Tage nicht an.". Dann wurde sein Blick hilfesuchend. "Was meinst du...wie kann ich Klein-Lysa das alles ordentlich beibringen? Zumal Jeelen ja nun auch schon weiter muss?".
Seweryn hatte bereits viel erlebt. Er hatte sich geprügelt, Leute beispielsweise erpresst und/oder sogar getötet...aber aus welchem Grund auch immer...wollte er für Klein-Lysa nur das Beste? Er fühlte sich plötzlich unwohl und ließ sich auf einer nahestehenden Bank nieder, weiterhin darauf bedacht, dass ausser Rósa niemand was von seinem Gemütszustand mitbekam. Innerlich verfluchte sich der Almane. Warum nur ließ er sich plötzlich so arg von Gefühlen beirren?! Schließlich hatte er es anders gelernt.

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Re: Kesselgulasch - (k)eine Reise für den feinen Gaumen

#97

Beitrag von JEELEN » Sa 8. Apr 2017, 13:56

Jeelen drückte Lysa liebevoll an sich und strich ihr über den Kopf.

"Mäuschen, ich will Dich nicht verlassen, aber ich muss. Schau Deine Mama passt auf Dich auf und ich muss jetzt auch auf meine Familie aufpassen. Sie haben mich sicher nicht grundlos rufen lassen. Du musst nicht weinen, Du kannst mich doch jederzeit besuchen kommen. Das ist doch nicht verboten", grinste der Goblin aufmunternd, auch wenn ihm im Moment nicht nach Grinsen zu Mute war.

Er mochte Lysa sehr, besonders ihren Schabernack. Sie jetzt so traurig zu sehen tat ihm weh. Aber ändern konnte er nichts daran. Und sich einfach heimlich zu verdrücken, wäre noch wesentlich schlimmer für die Kleine gewesen, als ich einfach die Wahrheit zu sagen.

Als Rosa davon sprach, dass sie ihn gerne begleiten würde, nickte Jeelen gut gelaunt.

"Hörst Du? Deine Mama und Du Ihr begleitet mich zu meiner Familie. Dann sind wir noch ein bisschen zusammen. Du lernst meine Leute kennen, kannst denen ein paar Löcher in den Bauch fragen und wirst sicher auch einige Tipps bekommen, wo Du Deine Ausbildung beginnen kannst. Ganz sicher", munterte Jeelen Lysa auf.

"Punsch und Honigmilch? Vermutlich schon, wenn nicht wird es schnell gekauft. Ich denke aber die Frauen haben sowas Zuhause. Zuhause trinken Männer ja meist Kaffee oder Bier Lysa. Aber für Dich eine Honigmilch aufzutreiben, wird nicht schwer sein. Süßkuchen haben wir immer Zuhause, das weiß ich garantiert", grinste Jeelen breit.

"Welches Schleckermaul meinst Du denn?", fragte Jeelen mit Unschuldsblick auf Rosas Kommentar.

"Genau, lasst uns aufbrechen", pflichtete der Goblin bei.

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Re: Kesselgulasch - (k)eine Reise für den feinen Gaumen

#98

Beitrag von Rósa vom Wolfsclan » So 9. Apr 2017, 20:33

Mit ernster Miene verfolgte Rósa Seweryns Gestammel. Ohne Zweifel war ihm anzusehen, dass er in einem Dilemma feststeckte. Einerseits wäre er am liebsten direkt aufgebrochen, um seine Schwester zu suchen, andererseits fühlte er sich verpflichtet bei den beiden Frauen zu bleiben.
Rósa dachte erst einmal pragmatisch.
„Hast Du schon gefragt, ob jemand diese mysteriöse Albin bereits einmal gesehen hat? Vielleicht ist sie hier gar nicht unbekannt? Bevor Du irgendwelchen Hinweisen nachläufst, solltest Du zuerst versuchen mehr über sie zu erfahren!“

Dann wurde ihr Blick weicher und sie gab ihm einen freundlichen Klapps auf die Schulter.
„Aber hey, ich verstehe Dich. Familie ist das Wichtigste. Ich würde ebenfalls jedem Zeichen nachgehen, wenn ich von Lysa getrennt würde. Du wirst Deine Schwester finden und wir werden Dir ganz bestimmt nicht im Wege stehen! Warten wir einmal ab, was Jeelens Bekannte mir für Informationen geben können. Aber sollte es für Lysa in Shohiro eine geeignete Akademie geben, wärst Du wieder ein freier Mann.“
Sie grinste ihn an.

"Was auch immer. Ich bringe euch, wie gesagt, in irgendeine Akademie. Meine Schwester kann warten. Sie hat schon lange gewartet, da kommt es auf ein paar Tage nicht an.".
Dann wurde sein Blick hilfesuchend.
"Was meinst du...wie kann ich Klein-Lysa das alles ordentlich beibringen? Zumal Jeelen ja nun auch schon weitermuss?"
«Nun, Du sagst ihr, was Du mir auch gesagt hast und machst keine Versprechungen, die Du nicht einhalten kannst. Sie weiss von Deiner Schwester, oder? Dann wird sie es genauso verstehen wie ich. Sie hat euch beide gern bekommen. Ihr Vater fehlt ihr und manchmal denke ich, dass sie sich eine richtige Familie wünscht, wo sie bleiben und einfach Kind sein kann. Ihr zwei habt ihr ein wenig von dem Gefühl zurückgegeben auf unserer Reise. Nun denn, mach Dir keinen zu grossen Kopf um uns. Lysa und ich haben es zusammen von Thogrim übers Meer bis nach Asamura geschafft, da werden wir ein paar läppische Kilometer zu ner Akademie auch noch hinkriegen!»

Die kleine Wassermagierin war unheimlich froh, dass der Abschied noch etwas hinausgeschoben wurde, was ihre Laune wieder etwas besserte. Auch die Aussicht auf Süsskuchen, Honigmilch oder Punsch taten ihr Übriges dazu.
«Was passiert denn nun mit Moldi? Du darfst ihn nicht verkaufen Seweryn! Aber ich hab doch schon Fredo. Also musst Du ihn mitnehmen. Jeelen mag ihn bestimmt nicht behalten», bei ihren letzten Worten blickte sie den Goblin skeptisch an.
«Gibt’s bei deiner Familie noch andere Kinder zum Spielen, Jeelen?», fragte sie schliesslich neugierig und begann sich langsam richtig auf das zu Hause ihres Freundes zu freuen.
«Und gibt’s da Menschen, die so Sachen können wie Mama und ich? Oder wie Artok? Und leben da noch mehr Goblins? Und habt ihr Tiere?»
Als sie durch die Stadt zottelten, musste Rósa die Kleine beinahe dazu zwingen, die beiden Männer loszulassen. Am liebsten wäre Lysa nämlich den ganzen Weg über Hand in Hand zwischen ihnen gelaufen.

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Re: Kesselgulasch - (k)eine Reise für den feinen Gaumen

#99

Beitrag von Seweryn » Mi 12. Apr 2017, 18:03

<Verdammt, sie hat recht.>, dachte Seweryn und war in gewisser Weise froh, dass Rósa ihn wieder etwas auf den Boden der Tatsache zurückgeholt hatte. Mehr Informationen...ja...die würden ihm bestimmt helfen.
"Stimmt...", murmelte der Almane schließlich und schüttelte den Kopf über sein amateurhaftes Verhalten. "Das mit Lysa wird schon.", sprach er sich abschließend selbst auch noch Mut zu.


An das Pferd hatte Seweryn fast gar nicht mehr gedacht. Aber natürlich musste mit dem Tier noch etwas geschehen. Seweryn dachte kurz nach und blickte dann zu Lysa, die unruhig seine Antwort abwartend auf der Stelle tappte. "Hey, keine Sorge, Kurze.", grinste Seweryn und wuschelte durch Lysas Haare, während diese kurz fiepte. "Ich wette mit dir, dass Moldi mir gern bei meiner weiteren Suche helfen wird.". Dann grinste der Almane Jeelen an. "Und nein, du wirst nicht auf ihn aufpassen müssen...schließlich will ich dich nicht in zu hohe Medizinkosten stürzen.". Er zwinkerte ihm verwegen zu und musste dann lachen. "Aber Jeel, ich hab da noch ein paar...joa...Fragen. Vielleicht kann mir ja jemand deiner Leute helfen? Ich würd das dann später in Ruhe erklären wenn wir da sind.".

Die kleine Gruppe spazierte durch die Stadt und irgendwann löste Seweryn seine Hand aus Lysas Griff. "Ich muss noch etwas erledigen. Geht ruhig schon weiter, ich komme dann einfach nach.". Lysa schien etwas erschrocken über Seweryns plötzliche Eingebung. "Keine Sorge, ich lass euch nicht hängen. Jeel, meinst du ich finde den Weg allein?".
Bald hatte sich der Almane von der Gruppe verabschiedet und verschwand in einer Seitenstraße. Es gab noch einiges zu tun und er wollte die anderen nicht warten lassen.

Trotz allem schaffte es Seweryn pünktlich zu der Gruppe zurück. Er hatte eine gefüllte Satteltasche über die Schulter gelegt, wirkte leicht gehetzt und muffelte etwas. Nachfragen die Tasche, besser gesagt deren Inhalt betreffend, wich er elegant aus. <Wenn die wüssten.>, grinste Seweryn in sich hinein.

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Re: Kesselgulasch - (k)eine Reise für den feinen Gaumen

#100

Beitrag von JEELEN » Mi 12. Apr 2017, 21:14

Der Goblin grinste breit auf Lysas Aussage hin, dass er Moldi sicher nicht behalten wollte. Als Sew anfügte, dass er ihm hohe Medizinkosten ersparen wollte, grinste Jeelen noch breiter.

"Nun ob Ihr es glaubt oder nicht, ich würde Moldi sogar behalten. Aber nicht für mich persönlich, sondern ich würde ihn an einen Pferde verrückten Freund weiterverschenken. Vielleicht lernt Ihr ihn ja gleich kennen.

Ansonsten hast Du sicher gute Verwendung für das Tier Sew. Mein Kumpel hat schon ein Pferd und was für eins.

Was auch Deine Frage beantwortet Lysa. Ja es gibt jemanden bei uns der ähnliche Sachen kann wie Du, aber nicht genau die gleichen Dinge. Er hat andere Fähigkeiten. Keine Ahnung wie ich es Dir sonst beschreiben soll. Er hat ein Pferd, dass sehr schnell und sehr schlau ist. Und er hat einen riesigen Hund. Wirklich riesig. Irgendwie ist sein Hund so struppig, dass ich ihn aus Spaß Klobürste nenne. Darf ich nur nicht, wenn sein Herrchen dabei ist.

Kinder so in Deinem Alter leider nicht Lysa. Aber ab und an hilft ein Backfisch bei Pavo in der Buchhaltung aus und verdient sich so was nebenbei. Wie alt mag der Mensch jetzt sein? Vielleicht 15 oder 16 Jahre müsste er jetzt sein? Also er ist ein Jugendlicher, so ein Rotzlöffel der nur Mist plant und oft Grütze redet.

Aber wenn es darum geht Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen, kann man sogar als Goblin noch was von ihm lernen. Ich habe einmal gegen den Karten gespielt - mach das bloß nicht! Ein Wunder dass der mich nicht nackt ausgezogen hat. Ich glaube ja er hat gemogelt, aber ich konnte es ihm nicht beweisen.

Ein Goblin wohnt noch bei uns, dass ist der Mann, dem das Haus gehört. Er heißt Pavo und er ist ein sehr guter Heiler. In seinem Haus, wohnen seine Freunde und dort ist auch seine Heilstube. Patienten kommen dort hin um sich behandeln zu lassen, oder wenn sie Medizin kaufen wollen.

Normalerweise arbeitet sein bester Freund bei ihm in der Buchhaltung, kümmert sich um die Finanzen und die Bücher. Manchmal hilft der Backfisch aus, wie ich Dir gerade erzählte.

Pavo ist schon alt. Aber ein ganz lieber Kerl. Du wirst ihn bestimmt mögen. Nur erschreck Dich nicht, ihm fehlt ein Auge. Als junger Kerl muss er mal gut ausgesehen haben, er hat ganz hellblaue Augen gehabt. Eine seltsame Augenfarbe für einen Goblin. Die Narbe sieht schlimm aus, aber Dich hat ja auch meine Narbe nicht gestört.

Er kann Dir ja mal die Heilstube und die Kräuter zeigen. Ich habe da immer gerne gestöbert und an den Kräutern gerochen. Die riechen gut, besonders der Tee riecht lecker. Aber alles darf man nicht beschnuppern.

Pavo hat eine Gemeinsamkeit mit uns Lysa - er liebt Süßigkeiten. Von ihm kannst Du bestimmt was Leckeres abstauben",
erzählte Jeelen gut gelaunt.

Als Sew sich an ihn wandte und ihm erklärte, dass er vielleicht noch ein paar Fragen hätte, nickte der Goblin.

"Kein Problem. Einige meiner Leute werden Dir bestimmt helfen können. Wir fragen sie einfach. Den Weg findest Du allein. Falls nicht, frage nach Pavos Heilstube. Dort sind wir Sew", erklärte der Goblin.

Der Almane verschwand für einige Zeit und Jeelen führte Rosa und Lysa zu Pavos Heilstube, dem Geisterhaus. Bevor sie auf dem Grundstück verschwanden, war Sew rechtzeitig zurück.

Der Goblin öffnete das große, schwere, hölzerne Tor und führte die beiden hinein. Die beiden Noraka und der Almane blicken in einen großen Innenhof. Frontal sahen sie auf ein schönes, großes Fachwerkhaus. Auf der rechten Seite neben dem Haus war ein offener Stall in dem zwei Pferde standen. Eines schwarz wie die Nacht und eines von brauner Farbe.

Jeelen hämmerte mit der Faust gegen die Tür. Keine Sekunde später erklang ein tiefes, dröhnendes Bellen und man hörte wie ein großer Hund zur Tür lief.

"Ich gehe schon!", rief eine Frauenstimme.

Einen Moment später wurde die Tür von einer rothaarigen Zwergin geöffnet. Neben ihr stand ein riesiger Wolfshund der die Truppe schnuppernd musterte.

Jeelen grinste sie über beide Ohren an, schlang der Zwergin die Arme um den Hals und küsste sie innig.

"Süße!", freute er sich ein Bein aus.
"Grüner!", freute sich Lydia ebenso wie der Goblin.

"Leute, das ist Lydia meine Freundin. Lydia - dass sind Rosa und Lysa und Sew. Die drei waren meine Reisebegleitung. Lysa hat Fähigkeiten. Ihre Ma brauchte den Rat von Dave. Sie muss die Kleine ausbilden lassen", sagte Jeelen leise.

"Kommt erst mal rein und willkommen in unserem Haus", sagte Lydia herzlich den Besuchern.
"Dave ist im Moment nicht im Haus, Wolfi gibt seine Vertretung. Aber der dürfte sowas auch wissen", erklärte die Zwergin und legte Jeelen einen Arm um die Hüfte.

"Wolfi, vorhin noch von ihm gesprochen", kicherte Jeel.
"Spiel einfach mit ihm keine Karten Schatz", lachte Lydia und führte die Gruppe in die Küche.

"Nehmt Platz. Im Moment sind nur Aino, Pavo, Wolfi und ich Zuhause. Die anderen sind unterwegs. Grüner Du weißt wo alles steht, biete unseren Gästen was zu trinken an. Ich hole kurz die anderen", sagte Lydia freundlich.

Während Jeelen in der Küche herum wuselte und Lysa, Rosa und Sew mit Getränken versorgte, kam Lydia einige Zeit später im Schlepptau mit Pavo, Aino und Anwolf wieder. Sie setzen sich zu den Gästen an den Tisch und musterten die Neuzugänge gut gelaunt.

"Na dann erst mal willkommen in unserem Haus. Lydia sagte dass Ihr Hilfe benötigt? Scheinbar geht es ums Thema Magie, da müsstest Du ihnen helfen können, Wolfi", sagte Aino und schüttelte zur Begrüßung den Gästen die Hand.

"Hi Leute. Klar, wenn Ihr mir sagt, was Ihr wissen wollt helfe ich", grinste Anwolf.

"Von mir auch ein Hallo in die Runde", sagte Pavo freundlich.
"Die Kekse fehlen Jeel", grinste der alte Goblin.
"Stimmt! Die Kekse", grinste Jeelen zurück und stellte eine große Dose Kekse auf den Tisch.

"Bedient Euch", bot Pavo freundlich an.
Anwolf nahm sich sofort als Erster einen Keks und ließ ihn sich schmecken.

"Lecker", kommentierte Wolfi mampfend.

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