Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterlie├čen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf├Ąngen liegt. Die ├╝berlebenden V├Âlker beginnen zu ahnen, dass der Schl├╝ssel zur Herrschaft ├╝ber Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. W├Ąhrend die Almanen auf Altbew├Ąhrtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimb├╝nde der Schatten sehen in der Magie die m├Ąchtigste Waffe und f├╝r die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Mutter

Das Geisterhaus
Die Geister waren bis zum Jahr 202 eine erfolgreiche Gilde von Auftragsm├Ârdern. Jedoch bot das Leben im Geisterhaus mehr als nur ein gesichertes Einkommen, sondern auch ein zu Hause f├╝r Verlorene. Wichtigste Aufnahmebedingungen waren absolute Loyalit├Ąt und Verschwiegenheit - sonst endete man rasch selbst auf der Todesliste. Die ehemaligen Geister verdienen ihren Lebensunterhalt heute auf ehrbare Weise als "Fantomes" in Souvagne.
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Melisande von Hohenfelde
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Re: Mutter

#31

Beitrag von Melisande von Hohenfelde » Mo 11. Sep 2017, 21:09

Melisande beobachtete gut gelaunt, wie sich Urako neben Lin setzte und seinen verschlafenen Freund und ihren Enkel mit geschmierten Br├Âtchen versorgte.

Gasmi biss herzhaft in das Br├Âtchen dass Urako ihm hinhielt und verfehlte nur knapp Puschels Finger. Vorsichtshalber nahm er es seinem Mann aus der Hand und mampfte es langsam und gen├╝sslich auf.

"Das war lecker Puschel, ich m├Âchte noch eins mit Schinken", g├Ąhnte Gasmi und k├╝sste Urako liebevoll auf den Kopf, so dass K├Ąsekr├╝mmel in sein Haar rieselten.

Gasmi nahm sich einen Schluck Kaffee von seinem Schatz und einige Tropfen landeten ebenfalls in Puschels Haaren. Gas st├Ârte dass nicht, er stellte den Becher wieder ab und legte seinen Kopf auf den von Puschel ab. So war das gem├╝tlich!

├ťberall redeten Leute, alle waren zusammen und er konnte auf seinem Puschel schlafen. Was konnte man sich mehr w├╝nschen? Gl├╝cklich dr├╝ckte Gas sein Gesicht in Puschels Haare.

Um besser einschlafen zu k├Ânnen spielte Gasmi m├╝de mit Puschels Ohren und schmiegte sich noch fester an, dabei kuschelte er mit Puschel. Gas beschloss, noch ein St├╝ndchen zu schlafen, solange Puschel sich unterhielt. F├╝r sein zweites Br├Âtchen w├╝rde ihn sein Mann schon wecken.

"Dankesch├Ân", freute sich Linhard und lie├č sich das Br├Âtchen schmecken.
"Wir sind mit unseren Pferden hier. Also nicht mit der Kutsche. Du kannst sie Dir nachher drau├čen gerne mal ansehen. Marcella, Wolfi und ich hatten vor uns das Haus anzuschauen, aber zuerst essen wir", grinste Linhard.

Melisande freute sich f├╝r Linhard. Er schien Urako auf den ersten Blick zu m├Âgen. Nun warum auch nicht? Der Tiefling war ohne Grund einfach freundlich zu ihrem Enkel und schenkte ihm Beachtung. F├╝r Urako war Linhard nicht unsichtbar. Und f├╝r Ansgar sollte er dass auch nicht mehr sein. Sie mochte Urako auf Anhieb. Nicht nur zu Linhard, sondern auch zu Ansgar und ihr war er freundlich gewesen.

"Sch├Ân Dich kennenzulernen Urako. So lernen wir Euch beide auch mal kennen. Ihr werden als zu Viert heiraten. Nun wie es aussieht, habt Ihr alles richtig gemacht. Ihr werdet aus Liebe heiraten, so wie Ans seine Fin", freute sich Melisande.
"Ma dass wird ihn kaum interessieren", warf Ansgar ein.

"Ich bin sicher, es interessiert ihn Ansgar, denn immerhin heiratet er auf Deinem Land und in Deinem Tempel", warf Meli gut gelaunt ein.
"Der Tempel geh├Ârt, falls er denn einem Sterblichen geh├Ârt, Wolfi. Gedacht war er zu keiner Zeit f├╝r mich, mir geh├Ârt er nicht, sondern Ainuwar. Er ist ein Dankesch├Ân f├╝r Wolfi... f├╝r diese Segnung", erkl├Ąrte Ansgar und trank einen Schluck Kaffee.

Melisande musterte Ansgar einen Moment tadelnd, ehe sie Urako die Hand t├Ątschelte.

"Der Tempel sollte ein Dank f├╝r Linhard und Wolfi sein, Deine beiden Jungs Ansgar. Das haben wir uns doch gerade versprochen. Lass ihn auch auf ihn weihen. Urako ist umg├Ąnglicher zu Deinem ├ältesten als Du Ans", fl├╝sterte Melisande.
"Ma das ist wohl selbstverst├Ąndlich. Zudem ich erl├Ąuterte warum der Tempel...", setzte Ansgar an und stockte.

"Was Ansgar?", hakte Melisande nach.
"Mein Argument dass ich gerade gedachte anzubringen ist Schei├če, kurzum f├╝r den Arsch! Vergiss was ich sagen wollte, dass hat keine G├╝ltigkeit mehr. Du hast Recht. Wir haben uns vorhin was anderes geschworen Ma. Ich habe Dir was anderes geschworen Lin. Nun ich kann Dir vielleicht kein Brot schmieren, aber daf├╝r denke ich mir was anderes nettes aus. Versprochen", schmunzelte Ansgar.

"Laut den Einladungen Urako bist Du ein F├╝rstensohn? Woher genau stammst Du? Und wie und warum habt Ihr Euch f├╝r die Doppelhochzeit entschieden?", fragte Melisande neugierig. Sie nahm sich die Keksdose vom Tisch und teilte die Kekse gerecht f├╝r alle auf, einschlie├člich des fast schlafenden Gasmi.
"Weil Urako f├╝r mich ein Bruder ist", warf Varmikan ein und grinste Puschel an.

Gerade als Melisande allen Kaffee nachgeschenkt hatte, einfach um die Gem├╝tlichkeit aufrecht zu erhalten, betrat eine fremde, blasse, hochgewachsene Frau mit dunkelblonden Haaren die K├╝che.

Falls sich Urako und Gasmi fragten wer sie war, h├Ątten sie schon anhand der Reaktion von Linhard, Wolfi und allen voran Ansgar erkennen k├Ânnen wer sie war. Lin und Wolfi grinsten gut gelaunt, w├Ąhrend Ansgar aufstand und seiner Frau den Platz ├╝berlie├č. Als sie sich gesetzt hatte, nahm er sich einen anderen Stuhl und setzte sich genau neben Fingard.

"Ein anberaumtes Familientreffen und Ihr habt mich vergessen? Ich solltet Euch sch├Ąmen Jungs und damit meine ich alle", schmunzelte Fin und trank von Ansgars Kaffee mit.
"Wir haben Dich nicht vergessen Schatz, wie kannst Du nur sowas von mir denken? Wir haben Dich bewusst ├╝bergangen Fin", grinste Ansgar.

Fin sch├╝ttelte nur l├Ąchelnd den Kopf. Sie war die Scherze von ihrem Mann gew├Âhnt. Neugierig mustete sie Urako und Gasmi.

"Ihr seid also das zweite Brautpaar. Sch├Ân Euch pers├Ânlich kennenzulernen. Es ist nicht mehr lang hin, bis zu Eurem Termin. Wie sieht es bei Euch aus? Dave - Varmi? Urako - Gasmi? Soweit alle Vorbereitungen getroffen? Hochzeitsroben, Geschenke und so weiter? Denkt gut nach, ansonsten macht Euch eine Liste. Nicht dass Ihr etwas Wichtiges vergesst", sagte Fin freundlich.

"Danke der Nachfrage Fin. Ich habe schon alles zusammen, was ich ben├Âtige. Und Du Sternchen?", freute sich Varmi und streichelte Dave.
"Ich auch, sogar samt der Geschenke", antwortete Dave und genoss die Streicheleinheiten.

"Ich freue mich schon auf die Hochzeit. Ich bin gespannt wer alles kommt und vor allem wer noch lebt!", grinste Wolfi, was Ansgar und Dave grinsen lie├č.

"Da w├╝rde ich mal nicht grinsen! Als wir in Deinem Haus den toten Onkel Friedulin entdeckt haben, war das ├╝berhaupt nicht witzig. Der Mann war vertrocknet! Sowas darf auf der Hochzeit nicht passieren!", warf Gasmi von Urakos R├╝cken aus ein.

"Onkel Friedulin ist tot?", fragte Meli schockiert.
"Das sind die meisten Mumien Ma", lachte Ansgar.
"Das ist doch widerlich. Wie konnte der Mann nur mumifizieren?", fragte Meli und schaute Fin fragend an.

Fin zuckte nur die Schultern und schaute Ansgar an.

"Das war so, Onkel Friedulin hatte sich auf dem Bankett noch verabschiedet und meinte er geht sich etwas zu Trinken holen. Danach haben wir ihn nie wieder gesehen. Wir wussten gleich, dass w├╝rde nicht gut ausgehen. Wer geht schon selbst? Und was war? Irgendwann hat ihn dann Gasmi aus einem Wandvorhang gepuhlt, als er zu Besuch war", erkl├Ąrte Ansgar so trocken wie die Kekse die er a├č.
"Vielleicht liegt es an den seltsamen W├Ąnden im Herrenhaus", ├╝berlegte Melisande.

"Ganz bestimmt sogar. Noch wer Kaffee?", fragte Wolfi v├Âllig unger├╝hrt in die Runde.

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Marcella
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Re: Mutter

#32

Beitrag von Marcella » Do 14. Sep 2017, 21:17

Marcella
 
h├Ârte wie was angewalzt kam und schon standen die beiden D├Ąmonen in der K├╝che, die ihr am ersten Tag soviel Angst gemacht hatten. Der pinke Urako trug dabei den schwarzen Gasmi auf den R├╝cken. Dave stellte seine Familie die beiden vor. Die Familie gr├╝sste die beiden und Urako gr├╝sste sie alle freundlich zur├╝ck. Ansgar schaute den D├Ąmon dabei ganz genau an. ┬áSie schwatzten ├╝ber die Hochzeit und die H├Ąuser und Marcella fragte sich, ob sie genauso zur Hochzeit eingeladen war. Einfach hingehen konnte sie nicht. Und ob sie danach fragen durfte, wusste sie nicht. Sie wollte das sp├Ąter Wolfi fragen. Ansgar und seine Mutter schwatzten ├╝ber einen Tempel. Ansgar hatte ihn f├╝r Wolfi bauen lassen, aber Lin schien er oft zu vergessen. Das fiel ihm auf einmal beim schwatzen selber ein. Marcella hoffte f├╝r Lin, dass sein Vater es ernst meinte. Urako f├╝tterte seinen Mann und Lin mit Br├Âtchen. Marcella fand das total lieb von ihm. Gasmi blieb beim essen auf Urakos R├╝cken sitzen und sauste die Haare von seinen Mann ein. Den schien das nicht zu st├Âren.
Alle schwatzten miteinander, als eine Frau in die K├╝che kam, die Marcella nicht kannte. Sie war schlank und gross und sie ging aufrecht. Marcella konnte ihr Alter nicht sch├Ątzen. Die Frau sah sehr sch├Ân und edel aus. Sie machte einen lieben Eindruck. Marcella f├╝hlte sich in ihre N├Ąhe wie ein Bauerntrampel. Wolfi und Lin grinsten sie an und Ansgar machte ihr sogar Platz. So wusste auch Marcella wer sie war, es war Wolfis Und Lins Mutter. Ansgars Frau.
Sie fragte warum sie niemand zum Familientreffen eingeladen hatte. Die Antwort von Ansgar war ganz sch├Ân frech. Jetzt wusste Marcella, woher Wolfi sein freches Maul hatte. Er kam ganz nach sein Vater. Marcella schaute sich Ansgar genau an. Wolfi w├╝rde sp├Ąter vielleicht ├Ąhnlich wie sein Vater aussehen, wenn er Ansgar sein Alter hatte. Sie waren sich sehr ├Ąhnlich. F├╝r den Sohn galt es sich den Vater anzuschauen und f├╝r die Tochter die Mutter. Wenn Wolfi sp├Ąter so aussah, hatte er┬á Gl├╝ck. Ansgar war alt, aber er sah sehr gut aus. Und er war frech wie Dreck. Wolfis Mutter war eine sehr sch├Âne Frau. Da hatten Wolfi und Lin Gl├╝ck. Marcella versteckte ihr L├Ącheln hintere ihr Hand.
Als die D├Ąmonen und Wolfis Familie auf einmal ├╝ber vertrocknete Verwandte schwatzen, die sie zuf├Ąllig in ihrem Haus gefunden hatten, schaute Marcella Dave verwundert an. Sowas konnte doch nicht sein, das jemand einfach so vertrocknete.
 

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Davard von Hohenfelde
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Re: Mutter

#33

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Di 19. Sep 2017, 11:14

Dave grinste Marcella kurz an.

"Das mit Onkel Friedulin ist suspekt. Niemand kann mit Gewissheit behaupten, dass er loszog und verdurstete. Vielleicht zog er los, bekam einen Herzinfarkt, st├╝rzte hinter den Vorhang und vertrocknete dort mit der Zeit. Im Haus ist es dunkel und trocken.

W├Ąre ihm das gleiche Missgeschick unten im Labor widerfahren, dann w├Ąre er vermutlich nicht mumifiziert, sondern verfault. Er war einfach ein Opfer der Umst├Ąnde, sprich der Heizung.

Denn sind wir doch mal ehrlich, vom Speisesaal bis zur K├╝che ist es ja nicht sooo weit. W├Ąre dem so, dann m├╝ssten ja auch alle Bediensteten auf dem Weg vertrocknen. Dass tun sie aber nicht, sondern sie servieren dass Essen oder r├Ąumen es ab.

Wer wei├č was tats├Ąchlich mit Onkel Friedulin geschah. M├Âglich ist nat├╝rlich auch, dass ihn wer unterwegs hinterr├╝cks ermordet hat. Wer wei├č dass schon. Mit so einer seltsamen Aussage, selbst zu laufen und keine Dienerschaft zu ben├Âtigen, k├Ânnte er zum Beispiel einen Verwandten br├╝skiert haben.

M├Âglich w├Ąre auch, dass er einen Diener erz├╝rnte, dieser um seinen Posten f├╝rchtete und sich dann dachte, ehe so ein Gehabe die Runde macht, w├Ąre es besser der gute alte Friedulin bekommt etwas pflanzlichen Nachtisch - kurzum er bei├čt ins Gras",
erkl├Ąrte Dave freundlich.

"Nein dass traue ich keinem der unsrigen Domestiken zu. Niemand h├Ątte die Hand gegen Friedulin erhoben. M├Âglicherweise jemand aus seinem eigenen Haushalt", schlug Ansgar vor.
"Nat├╝rlich jemand aus seinem Haushalt Schatz! Wieso sollte einer der unsrigen Diener sich veranlasst sehen Friedulin zu meucheln um sein Auskommen zu sichern?", warf Fin ein.

"Es gibt Dinge die sind einfach unerkl├Ąrlich", g├Ąhnte Anwolf.

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Re: Mutter

#34

Beitrag von Urako » Di 19. Sep 2017, 11:57

"Du kr├╝melst, Gasmi", beschwerte sich Urako. "Ich darf mir dann wieder die Haare waschen, weil du mich einsaust."

Er plauderte ein wenig mit Fin, die sich f├╝r ihre Eink├Ąufe interessierte, w├Ąhrend er nebenbei den anderen Gespr├Ąchen lauschte. Das Fr├╝hst├╝ck war ganz nach seinem Geschmack. Nachdem Lin sein Br├Âtchen aufgegessen hatte, bekam er ein neues hingelegt, da er sich dar├╝ber gefreut hatte. Auch mit Melisande wollte er plaudern, doch als sie ihn darauf ansprach, dass er ein F├╝rstensohn war, h├Ątte er sich fast an seinem Br├Âtchen verschluckt.

"Wer hat dir das gesagt?" Sein Blick wanderte her├╝ber zu Dave, dem Einzigen, dem er davon berichtet hatte und der gerade die verschiedenen Theorien der Mumifizierung des Onkel Friedulin erkl├Ąrte. Urako schickte ihm einen Schwall b├Âser Gedanken, die er als Geismagier vielleicht als schmerzhaftes Pochen im Kopf wahrnehmen w├╝rde und ihn hoffentlich vor lauter Schreck zum Kotzen bringen w├╝rden.
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Davard von Hohenfelde
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Re: Mutter

#35

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Di 19. Sep 2017, 12:22

Dave beantwortete Urakos b├Âsen Blick mit einem freundlichen Schmunzeln. Die finsteren Gedanken des Tieflings blockte er ab und ├╝bermittelte ihm all die Liebe und Zuneigung die er f├╝r ihn empfand. Von der seelischen, optischen bis hin zur k├Ârperlichen her.

Und welches Teil er besonders ansprechend, Gl├╝cksgef├╝hle schenkend und erregend fand, lie├č er dabei selbstverst├Ąndlich nicht aus, sondern ├╝bermittelte es in s├Ąmtlichen Einzelheiten.

H├Ątte Dave Urako unter den Lendenschurz gegriffen, ihn massiert und geleckt, h├Ątte Puschel nicht ann├Ąhernd so ein intensives Lustgef├╝hl gemischt mit purer Zuneigung empfunden wie in diesem Augenblick.

"Ich habe geplaudert Puschel, sei mir nicht b├Âse. Ich musste es einfach Ma und Fin erz├Ąhlen. Sei wieder gut mit mir, ich hatte nur vor ein klein wenig mit Dir anzugeben", grinste Dave verlegen.

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Re: Mutter

#36

Beitrag von Gasmi » Di 19. Sep 2017, 12:29

Gasmi schaute Puschel von oben herab an, so dass er seitenverkehrt in dessen Gesicht starrte.

"Wie soll ich denn kr├╝meln Puschel hm? Ich kr├╝mele ├╝berhaupt nicht, sondern das Br├Âtchen kr├╝melt! Ich esse schon besonders vorsichtig, damit nicht so viele von den Kr├╝meln in Deine Haare fallen. Du musst sie auch nicht extra waschen. Du machst Dir immer viel zu viele Gedanken.

Da ich wei├č, wie man sich ordentlich sauber h├Ąlt, werde ich Dich gleich s├Ąubern. Dass kannst Du Dir f├╝r sp├Ąter merken, oder ich ├╝bernehme das. Du mit Deiner Wascherei. Ich habe auch schon versucht Dave und einigen anderen zu erkl├Ąren, wie man sich richtig sauber h├Ąlt. Scheinbar h├Ârt mir keiner zu.

Ist etwas erst richtig und wichtig, sobald das aufgeschrieben wurde?
Antworte nicht darauf, ich mache das.
Nein ist es nicht!

Deine Haare werden Dir noch ausfallen, wenn Du die st├Ąndig w├Ąscht. Die werden ganz d├╝nn und flusig. So langsam musst Du Dir angew├Âhnen mir zu vertrauen. Ich erkl├Ąre Dir sowas nicht zum Spa├č Puschel. Du kannst krank werden, wenn Du meine Tipps nicht beachtest. Du hast zum Gl├╝ck mich, ich passe immer auf Dich auf",
sagte Gasmi liebevoll und k├╝sste Puschel auf den Mund.

Der kleine D├╝sterling legte das Br├Âtchen zur Seite und machte sich daran die Kr├╝mel vorsichtig aus Puschels Haaren zu puhlen. Dabei sah Gasmi aus wie ein ├äffchen, dass ein anderes lauste.

"Na bitte, fast alle weg", grinste Gas.
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Re: Mutter

#37

Beitrag von Urako » Di 19. Sep 2017, 14:22

Urako quollen fast die Augen aus dem Kopf, als zeitgleich ander K├Ârperteile anschwollen und seine Schlafanzughose sich in ein Zelt mit einer einzigen Zeltstange verwandelte. Nat├╝rlich hatte er noch nicht den schweren ledernen Lendenschurz angezogen, der die Peinlichkeit wenigstens eine Spur weit verdeckt h├Ątte. Er schwor sich, nie wieder einen Geistmagier mit fiesen Gedanken zu ├Ąrgern.

"Entschuldigung angenommen", sagte er gepresst. "Eins zu Null f├╝r dich! Ich, ├Ąh, also in Caltharnae ...", versuchte er den Faden des Gespr├Ąchs wieder aufzugreifen, "da, also ist ein, ├Ąhm, Sumpff├╝rstentum der Tieflinge ... sieht aus wie Alkena und dort, hm, ├Ąhm, also die Sitten da ... sind anders als im, ├Ąh, beim hiesigen Adel."

Er gab es auf, seine Konzentration war hin├╝ber.

"Danke, Dave", funkelte er. "Ans, du kannst stolz auf deinen Sohn sein, er hat mich, also er, ├Ąh, hat mit seiner Geistmagie mich ... hat mich v├Âllig durcheinandergebracht, weil ich ihm einen garstigen Gedanken geschickt habe. Ein guter Magier ist er und, ├Ąh, ein t├╝chtiger Mann. F├╝r Varmi. Etwas, ja, etwas ungezogen manchmal."

Gasmi putzte die ganze Zeit seinen Kopf, jetzt zog Urako ihn am Arm vor sich, so dass er mit dem Gesicht zu Urako gekehrt auf seinem Scho├č sa├č und sp├╝rte, was da los war. Er erhob sich, wobei er Gasmi vor seiner H├╝fte hielt, um nicht Daves Mama oder seine Schw├Ągerin oder gar die arme Marcella wegen der Zeltstange in Ohnmacht fallen zu lassen. So viel Anstand hatte er dann doch.

"Danke f├╝rs, also f├╝rs Fr├╝hst├╝ck", sagte er zum Abschied und trug Gasmi zur├╝ck in ihr Quartier. "Kritik angenommen", sagte er dann schmuzelnd, als sie im sicheren Flur waren. "Du also, hm, darfst mich von Kopf bis Fu├č auf D├╝sterlingweise waschen. Aber gr├╝ndlich!"
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Re: Mutter

#38

Beitrag von Marcella » Do 21. Sep 2017, 14:04

Marcella

fand es in der K├╝che so langsam sehr gem├╝tlich. Ihre Angst vor Timi hatte sie fast vergessen und Ansgar war gar nicht so bissig, wie er zuerst gewirkt hatte. Er war zwar frech, aber er konnte genauso nett sein. Auf einmal wurde von einen Onkel Friedulin geschwatzt, der im Haus umgekommen war. Er war vertrocknet. Dave erkl├Ąrte, dass das an der Heizung gelegen hat. Marcella fragte sich wie hoch die Heizkessel dort heizten. Oder hatten die Familie in jeden Raum zehn Kachel├Âfen stehen, damit sich jeder wie in der W├╝ste f├╝hlte? Dann w├Ąre es besser immer Getr├Ąnke dabei zu haben. Oder ihr Meister machte nur Witze.
Der kleine schwarze D├Ąmon ass auf den R├╝cken von seinen Mann und so sah er dann aus. Er war vollgeschmiert und gekr├╝mmelt. Als er sich beschwerte, schob der kleine D├Ąmon alles auf das Br├Âtchen. Eine witzige Ausrede und Recht hatte er. Er selber wurde ja nicht por├Âs und rieselte in kleine Teile in die Haare von seinen Mann, es war das Br├Âtchen.
Als Marcella den wahren Namen von den pinken D├Ąmon erfuhr war sie ganz sch├Ân erstaunt. Er war ein Kronprinz, dass klang nach was sehr m├Ąchtigen. Er wurde ein bisschen w├╝tend, als er fragte, woher sein Name bekannt war. Fin sagte nichts, Melisande sagte nichts, Dave war der ├ťbelt├Ąter weil er angeben wollte. Marcella lachte hinter vorgehaltene Hand. Ihr Meister war genauso frech wie sein Bruder. Ganz pl├Âtzlich fing der Kronprinz der D├Ąmonen an zu stammeln und sein schwatzen wurde sehr nerv├Âs. Er griff sich seinen kleinen Mann hielt ihn vor sich und machte sich schnell aus der K├╝che davon. Marcella musste ├╝ber den Pinken lachen, er war niedlich wo er st├Âtterte und schnell fl├╝chtete.

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Re: Mutter

#39

Beitrag von JEELEN » Do 21. Sep 2017, 18:33

Weiter geht es in Dunkelheit
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