Doppelhochzeit -- 15.09.202


Das Geisterhaus
Die Geister sind eine erfolgreiche und wohlhabende Gilde von Auftragsmördern. Jedoch bietet das Leben im Geisterhaus mehr als nur ein gesichertes Einkommen, sondern auch ein zu Hause für Verlorene. Wichtigste Aufnahmebedingungen sind absolute Loyalität und Verschwiegenheit - sonst endet man rasch selbst auf der Todesliste.
Benutzeravatar
Varmikan Eisseher
Marquis
Beiträge: 94
Auszeichnungen: 1
Guthaben: Gesperrt
Steckbrief: Bild

Rote Laterne

Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#101

Beitragvon Varmikan Eisseher » Mo 25. Sep 2017, 16:02

So eiskalt wie der Raum durch die Anwesenheit des Geistes geworden war, so eisig war der Blick des Frostalben den er Massimo, Wolfram, Linhard aber allen voran Brandur und Dunwin zuwarf.

Marcella hatte mit ihrer Äußerung ins Schwarze getroffen. Was wollte der Geist noch? Den letzten Rest von Dave töten? Das würde Varmikan nicht zulassen, er würde ihn bis zum letzten Atemzug verteidigen.

Einzig und allein die Treue, Liebe und Sorge um Dave hielt Varmikan davon ab, die Gruppe anzugreifen.

"Verschwindet", zischte er eisig.

Varmikans Stimme kam durch die unterdrückte Wut fast an die des Geistes heran, während er Dave schützend hinter sich drückte.
0 x
Bild

Benutzeravatar
Linhard von Hohenfelde
Marquis
Beiträge: 98
x 14
Auszeichnungen: 2
Guthaben: Gesperrt
Tempel: Gesperrt
Steckbrief: Bild

Die Handelsallianz Rote Laterne

Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#102

Beitragvon Linhard von Hohenfelde » Mo 25. Sep 2017, 16:27

Linhard ergriff Brandur und hielt ihn fest, so dass der alte Mann nicht zu Boden stĂĽrzte. Der junge Naridier musterte den Geist, den Mann den alle einschlieĂźlich seines Vaters dermaĂźen fĂĽrchteten, dass sie bis zum heutigen Tage nicht einmal seinen Namen aussprachen.

Wurde von Dunwin gesprochen, bezeichneten ihn alle nur als ER.

Fast so als befürchtete jeder aus der Familie, ihn mit Aussprache seines Namens heraufzubeschwören in all seiner Schrecklichkeit.

Das was sich Linhard über Dunwin zusammengereimt hatte war, dass seine Grausamkeit vermutlich größtenteils dazu diente von seinem eigenen Vater gesehen zu werden.

Als minderbemitteltes, nichtmagisches Geschöpf konnte er nur auffallen indem er härter, brutaler, taffer, raffinierter und eine Spur wahnsinniger war als alle anderen in der Familie die die Gabe besaßen.

Und was Lin nie ausgesprochen hatte war, dass er fest davon überzeugt war, dass ihn Dunwin zu Lebzeiten niemals attackiert hätte. Er konnte es nicht beschreiben, aber sie glichen sich auf eine Art und waren doch verschieden.

Direkten, persönlichen Kontakt hatte es zwischen Linhard und Dunwin nie gegeben. Dies hatte Ansgar von vornherein unterbunden aus Sorge um ihre Sicherheit.

Dennoch hatte Lin seinen GroĂźvater manchmal aus einiger Entfernung gesehen.
Und Dunwin sah ihn ebenfalls.
Sie sahen sich, wo sie ansonsten kein anderer wahrnahm...

Linhard hatte damals als Junge so viele Fragen, die er seinem Großvater gerne gestellt hätte, aber dazu war es nie gekommen. Den ein unumstößliches Dogma seines Vaters war das absolute Kontaktverbot zu Dunwin.

Sein Großvater durfte sie weder besuchen, noch so nah an sie herankommen, dass es ihm möglich gewesen wäre eine Langwaffe zu nutzen.

Linhard verstand die Sorge seines Vaters, auch wenn Ansgar nie im Detail geschildert hatte, was Dunwin ihm und Dave angetan hatte. Allein die Tatsache, dass sein Vater sich dermaĂźen fĂĽrchtete, sagte sehr viel ĂĽber Dunwin aus.

Und trotzdem wusste Linhard instinktiv, dass nie eine Gefahr von Dunwin fĂĽr ihn ausgehen wĂĽrde.

Es lag kein Hass, keine Verachtung, oder Niedertracht in seinem Blick, sobald Dunwin ihn betrachtete. In den seltenen Fällen wo sie sich sahen, lag im Blick seines Großvaters Neugier und Zuneigung.

Aber davon hatte Linhard niemandem etwas erzählt, es war sein Geheimnis.
Ein Geheimnis dass er wortlos mit Dunwin teilte.

Und nun stand der Mann der zu Lebzeiten fĂĽr so viel Leid und Schrecken verantwortlich gewesen war als Geist neben ihm und Brandur.

`Bitte hilf uns, hilf Brand und mir. Bitte Opa´, formte Linhard lautlos mit den Lippen.
0 x
Bild

"Niemand wendet sich gegen die Familie, sonst wendet sich die Familie gegen Dich" - Linhard von Hohenfelde

Benutzeravatar
Wolfram von Wigberg
Marquis
Beiträge: 79
x 4
Auszeichnungen: 2
Guthaben: Gesperrt
Tempel: Gesperrt
Volk: Naridischer Almane
Steckbrief: Bild

Die Handelsallianz Rote Laterne

Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#103

Beitragvon Wolfram von Wigberg » Mo 25. Sep 2017, 17:21

Wolfram zog sein Schwert, ging aber sofort in Abwehr- und Verteidigungshaltung, um den Abzug von Linhard und Brandur zu decken.

Das der Frostalb nach seinem Schlichtungsversuch enttäuscht war, konnte Wolfram ihm nicht verdenken. Dass der Alb nach dem Erscheinen des Geistes mehr als wütend war, war ebenso verständlich.

Sein Mann war geradezu verstört, aber Brandur hatte wohlmöglich selbst nur aus einer Panik heraus gehandelt und diesen Geist beschworen. Massimo hatte gar nicht so Unrecht.

Dies hier war eine Irrenanstalt und die Patienten versuchten gerade sich selbst zu kurrieren. Das dies zum Scheitern verurteilt war, lag auf der Hand. Sie brauchten neutrale Personen. Zumindest so neutral wie den Frostalb oder ihn. Wobei sie beide immer noch zu sehr verstrickt waren in die Familieninterna.

"Das war nicht beabsichtigt Frostalb, schau Dir Brandur an. Dermaßen hatte er garantiert nicht vor Deinem Mann zu schaden. Ich weiß, das bedeutet Dir nichts, aber Du gewährst ihm freien Abzug, damit Du Dich auch um Deinen Mann kümmern kannst", erklärte Wolfram freundlich aber entschieden und deutete Lin und Brandur an zu gehen.
0 x
Bild

Benutzeravatar
JEELEN
Zweitcharakter
Beiträge: 532
x 1
Auszeichnungen: 5
Guthaben: Gesperrt
Volk: Goblin
Steckbrief: Bild

Das Kaisho Abkommen Die fleiĂźige Feder in Bronze Die fleiĂźige Feder in Silber Rote Laterne

Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#104

Beitragvon JEELEN » Mo 25. Sep 2017, 18:23

Dunwin

Dunwin strafte Marcella mit einem eisigen Blick, der seine Augen noch kälter, heller und härter aufblitzen ließen.

`Ich bin hier, da mich mein Bruder um Hilfe bat törichtes Weib´, antwortete Dunwin frostig.

Drohend richtete er sich zur vollen Höhe auf und ließ seinen eiskalten Blick hasserfüllt durch den Raum schweifen. Dabei sank die Temperatur im Raum erneut um einige Grade.

Scheinbar damit zufrieden, dass alle gebĂĽhrenden Abstand zu ihm einhielten, widmete sich Dunwin Brandur.

`Großer Bruder... Lin... kommt folgt mir, ich helfe Euch und führe Euch hier heraus´, antwortete Dunwin.

Dun ergriff das Stilett seines Bruders mit seinen astralen Fingern und die Waffe übertrug seine eigene Kälte in Brandurs Hand. Mit lautlosen Schritten führte Dunwin seinen älteren Bruder samt Lin aus dem Quartier Ansgars.

Er fĂĽhrte sie vorbei an den Ghulen, durch die dunklen Flure die durch seine schemenhafte Erscheinung gespenstisch beleuchtet wurden. AuĂźerhalb des matten, astralen Schimmers sah man dunkle Schatten die ihnen folgten.

Die Gruppe wurde aber weder attackiert noch aufgehalten. Scheinbar verfolgten jene Schatten nur ihren Rückzug. Dunwin führte Linhard und seinen Bruder durch Gänge, die dem jungen Naridier gänzlich unbekannt waren. Sie gingen gar nicht so lange, wie von Lin vermutet, ehe sie urplötzlich hinter dem gewaltigen Herrenhaus im Freien standen.

Dunwin ließ das Stilett seines Bruders los und schwebte so nah, dass Brandur die Kälte des Geistes auf seiner Gesichtshaut brennen spürte.

`Bruder... Du hast mich um Hilfe gebeten. Eine Bitte an mich, nach all dem? Erstaunlich... ´, sann Dunwin nach.

`Ihr seid in Sicherheit Brand... vorerst. Die alten Schleichwege unserer Kindertage werden sie nicht ewig von Eurer Spur abhalten, selbst wenn die Schatten schweigen mein Bruder. Wohin soll ich Euch führen?´, fragte Dunwin entgegenkommend.
0 x
Bild

Benutzeravatar
Comte Massimo de la Cantillion
Zweitcharakter
Beiträge: 76
x 1
x 3
Guthaben: Gesperrt

Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#105

Beitragvon Comte Massimo de la Cantillion » Mo 25. Sep 2017, 22:31

Massimo

ging genauso wie Wolfram in Vertreidigungsstellung. Das Schwert schräg  vor den Körper gezogen, seine Spitze zeigte nach unten. Damit zeigte er, dass er nur die Fliehenden beschützte und nicht angreifen wollte.

"Lass das Mädchen in Ruhe Dunwin!."

Der Ton von Massimo war unmissverständlich. Wäre Dunwin nicht schon tot, hätte er das Schwert zu spüren bekommen. Massimos Schutz gehörte Brandur und Linhard. Aber genauso Dave, Ansgar und Marcella vor dem Geist.
Dunwin zog mit Brandur und Linhard ab.

"Senk den Stab Ansgar und lass sie abziehen. Ich stehe zwischen euch alle mit Wolfram. Weder dir, Dave oder Marcella soll was geschehen. Aber genauso wenig Brandur und deinem Sohn.
Leg den Stab nieder. Sobald dein Sohn und Onkel weg sind, kümmern wir uns um Dave. Ich steh nicht im Bund mit Dunwin, dass musst du mir glauben. Wäre er nicht schon tot, hätte ich ihn jetzt erschlagen.
Ich warne dich gleich Ansgar, wenn du uns aus Wut angreifst werden wir dich dingfest machen. Es kann gut sein, dass du ein guter Schläger bist, aber wir sind ausgebildete Kämpfer. Nicht ganz wie dein Sohn, aber dafür sogar waffenlos.
Drum ĂĽberleg dir jetzt, ob wir alle gemeinsam die Waffen senken und uns um Dave kĂĽmmern, oder ob wir uns vorher um dich kĂĽmmern mĂĽssen.
Was ist dir wichtig Ansgar? Du bist so wütend wegen deinen kleinen  Bruder. Ich genauso, ich möchte ihm helfen. Denk dran, was ich ihm geschenkt habe, dann weisst du das ich nicht lüge. Helfen wir ihm zusammen?."

Massimo deutete mit der freien Hand auf den Golem. Er schaute Ansgar und Varmikan ernst an.

"Pfeiff dein Golem zurĂĽck Ansgar, du hast wirklich immer Wort gehalten, ich halte meins genauso. Lasst uns Dave helfen."
0 x

Benutzeravatar
Ansgar von Hohenfelde
Zweitcharakter
Beiträge: 70
x 3
Guthaben: Gesperrt
Tempel: Gesperrt
Steckbrief: Bild

Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#106

Beitragvon Ansgar von Hohenfelde » Di 26. Sep 2017, 11:42

Ansgar hielt sich zähneknirschend mit jedem Kommentar zurück, als Dunwin sprach. Es war Massimo, der Dunwin in seine Schranken verwies.

Als sich der Geist drohend aufrichtete und sie hasserfüllt anstarrte, ging Ansgar reflexartig einen Schritt zurück, sofort bereit die Seinen und sich zu verteidigen. Einen Augenblick später war der Geist gemeinsam mit Brandur und seinem ältesten Sohn verschwunden.

Ansgar atmete erleichtert auf.

In dem Moment bat ihn Massimo, die drei ziehen zu lassen und seinen Stab zu senken. Ansgar schaute kurz Brandur, Linhard und Dunwin nach, aber von ihnen war nichts mehr zu sehen.

Eigentlich war Ansgar immer noch auf Krawall gebürstet. Aber Massimos Worte nahmen ihm den Wind aus den Segeln. Rein um den Comte zu verletzen, hätte Ansgar ihm vorgeworfen, mit Dunwin zu paktieren, da er den Abzug von den Dreien schützte. Folglich hätte er damit seiner Schwester heute selbst den Dolch ins Herz gestoßen, wo er ihren Mörder an seiner Seite willkommen hieß.

Aber als Ansgar Massimos Worte hörte und in dessen Gesicht blickte, war ihm bewusst, dass er mit dieser Aussage nicht nur zu weit gehen würde, sondern dass sie in keiner Weise den Tatsachen entsprach. Massimo hatte nicht Dunwin ziehen lassen, sondern Brandur und Lin des Friedens willen.

Ansgar gab die Kampfhaltung auf, stellte seinen Stab beiseite und beorderte Timi mit einem Wink nach hinten. Wolfram nickte anerkennend und steckte sein Schwert demonstrativ weg.

„Abgemacht, Du hast Recht. Wir helfen Dave gemeinsam Massimo“, antwortete Ansgar nachgiebig und schaute rückversichernd zu Varmikan. Varmi nickte zustimmend.

„Wir werden Dave zu Dantoine bringen, er wird wissen was zu tun ist. Varmi folge mir mit Dave, Marci bleib an meiner Seite“, bat Ansgar und gab den Weg vor.

Varmikan folgte seinem Schwager mit Dave im Arm. Gemeinsam begab sich die Gruppe zu Dantoine.

Als Ansgar gemeinsam mit den anderen eintrat, war Dantoine dennoch auf den ersten Blick klar, wer sein Patient war. Der Bruder seines Herrn wurde von seinem Ehemann gestützt. Er schien völlig geistesabwesend und zitterte hemmungslos.

Dan hakte Dave gekonnt unter und setzte ihn behutsam auf den Behandlungsstuhl. Als er versuchte Dave genauer zu untersuchen, zog dieser die Beine an, legte die Arme darum und legte seinen Kopf auf seinen Knien ab. Dabei machte er sich so klein wie möglich.

Dantoine hockte sich vor Dave, legte ihm beruhigend eine Hand auf den Kopf und hielt ihn zeitgleich so fixiert, dass er ihm genau in die Augen schauen konnte.

Der Heiler ging damit ein gewaltiges Risiko ein, denn einen panischen Geistmagier von Daves Kaliber bewusst in die Augen zu starren, war nichts was man leichtfertig auf sich nehmen sollte.

Aber Dan war ein erfahrener Heiler und er kannte Dave gut genug um ihn etwas einschätzen zu können. Was er sah, gefiel ihm ganz und gar nicht. Dave hatte sich in sich selbst zurückgezogen, wie eine Person die etwas gesehen hatte, was sie nicht sehen sollte. Zudem hatte er sich mental soweit von seinem Körper gelöst, dass er kaum noch etwas empfand, wahrnahm und so gerade noch reagieren konnte.

Wovor er immer dermaĂźen Angst hatte, es schien ihn regelrecht den Verstand zu kosten vor purer Angst und Entsetzen.

Dantoine hielt Dave die Augen zu und verband sich mental mit ihm. Der Heiler bezweckte damit, Dave ein klein wenig auf sanfte Art zu zwingen, sich auf sich selbst zu konzentrieren. Er versuchte Dave mental zu fassen und zurück in seinen Körper zu ziehen, aber so einfach war das nicht. Dave sträubte sich nicht nur, sondern er wich bewusst noch weiter zurück.

Dan gab sofort den Versuch auf und lieĂź Dave ausschlieĂźlich seine Hilfsbereitschaft spĂĽren, ehe er sich vorsichtig mental von ihm trennte.

„Wir haben ein Problem“, erklärte Dan, während er vor Dave hocken blieb.
„Das da wäre?“, hakte Varmikan besorgt nach.

Varmi stellte sich an Daves Seite und legte ihm einen Arm um die Schultern, dabei hielt er seinen Mann fest und kraulte ihn.

„Dein Mann hat sich nicht einfach nur in sich selbst verkrochen, sprich in seine Gedanken vergraben, wie es oft Opfer nach schrecklichen Gewalttaten zu tun pflegen, er hat sich auch von seinem Körper größtenteils losgelöst. Es ist also ein körperlich-geistiges wie auch ein mentales-magisches Problem.

Wir müssen folgendes tun. Zuerst müssen wir Dave zurück in seinen Körper zwingen. Ich habe eben versucht ihn zurückzuholen, ihn vollständig zurück in seinen Körper zu ziehen, aber er hat sich nicht nur gesträubt, er wich weiter zurück. Aus diesem Grund habe ich den Versuch sofort abgebrochen. Er empfindet Angst, jenseits meiner Vorstellungskraft – er empfindet pures Grauen, dass er scheinbar mit dem Diesseits verbindet.

Du und Ansgar Ihr werdet ihm in den Nexus folgen und ihn auch gegen seinen Willen zurück in seinen Körper reißen. Euch vertraut er, lasst ihn auf keinen Fall los. Sobald das geschehen ist, werde ich ihm eine Beruhigungsspritze verabreichen, sowie eine weitere Spritze mit einem Medikament, dass ihn vom Nexus abschneidet. Sobald die letztere Spritze wirkt, könnt Ihr ihn mental loslassen.

Damit hätten wir seinen momentanen Zustand behoben. Ihr müsst dann sofort dafür sorgen, dass er keine Panikattacke bekommt, oder schlichtweg durchdreht, da er nicht mehr in den Nexus fliehen kann. Was immer Ihr tun müsst, damit er keine Angst hat im Diesseits zu bleiben – tut es!

Vor allem redet mit ihm, damit er sich beschützt und geborgen fühlt. Von mir aus erzählt ihm etwas vor- und rückwärts über das Wetter, aber redet mit ihm. Das hilft den meisten Patienten“,
erklärte Dantoine.

Der Heiler bereitete alles vor, zog die beiden Spritzen auf und schob Dave einen Robenärmel nach oben. Vorsorglich desinfizierte er den Arm seines Patienten.

„Bereit sobald Ihr es seid“, erklärte Dan.
„Bereit“, antwortete Varmikan, und hockte sich vor Dave auf dem Boden.
„Dito“, stimmte Ansgar zu und hocke sich neben Varmikan.

Varmikan und Ansgar ließen sich in den Nexus fallen, während sich Wolfram hinter Dave stellte und ihn so festhielt, dass er nach seiner Rückkehr in seinen Körper niemanden angreifen konnte.

Es dauerte fast eine Viertelstunde, während Varmikan und Ansgar mental mit Dave rangen um ihn zurück in seinen Körper zu zerren. Sie hielten ihm mental gepackt und zogen ihn Richtung Physis, während Dave sich mit gesamter Kraft dagegen sträubte wie ein bockendes Pferd über die Schwelle gezogen zu werden.

Aber dann war es geschafft. Varmikan und Ansgar zerrten Dave zurück in seinen Körper, was dieser mit kreischendem, ohrenbetäubendem Gebrüll quittierte. Wolfram hatte alle Hände voll damit zu tun, Dave ruhig zu halten.

Dantoine reagierte sofort und verpasste Dave die beiden Spritzen. Damit schlug er ihm die TĂĽr zum Nexus vor der Nase zu.

Dem Heiler war bewusst, dass man einem Geistmagier nichts Schlimmeres antun konnte, aber Daves mächtige Gabe, war im Moment sein schlimmster Fluch. Seine effektivste Waffe hatte sich zu seiner größten Schwachstelle gewandelt.

Es dauerte noch einige Minuten bis sich Dave abgeregt hatte und sie mehr verwirrt und angsterfĂĽllt musterte als wĂĽtend.

„Davy?“, fragte Varmikan behutsam und nahm seinen Mann in die Arme.
„Ist er weg?“, fragte Dave Retour und drückte sich an seinen Mann.

„Ja Du… er ist weg. Atme tief durch und beruhige Dich. Es gibt keinen Grund solche Angst zu haben, wir passen auf Dich auf ja?“, erklärte Varmikan beruhigend.
„Töten. Wir müssen ihn töten… tot lauert er dort, gerufen hier, wohin soll ich?“, flüsterte Dave inständig.

„Er ist schon tot Dave. Du bleibst hier hm?“, antwortete Ansgar.
„Genau, Du bleibst hier bei uns. Man kann nichts Totes töten Sternchen“, erklärte Varmikan.

„Er muss woanders gewesen sein. Hab ihn nie drüben gesehen… nie…“, antwortete Dave und wiegte sich hin und her, so dass Varmikan ihn fester packte um die Bewegung zu unterdrücken.
„Wir finden eine Lösung, dann finde ich ihn und ich lösche ihn aus, ich versuche es – versprochen“, sagte Varmi liebevoll.

„Unsere Kinder… er darf sie nicht anrühren oder Dich. Dich nicht…“, gab Dave leise zurück.
„Nein Schatz das wird er nicht“, stimmte Varmi zu und küsste Dave auf den Kopf, während er verzweifelt Ansgar musterte.

Ansgar zuckte nur hilflos mit den Schultern.

„Ich will nach Hause…“, murrte Dave.
„Gut, wir fahren nach Hause. Ins Geisterhaus Sternchen. Dann schläfst Du Dich aus. Ich mache Dir was Leckeres zu essen, naja was zu essen, schauen wir mal ob es lecker wird“, schmunzelte Varmi seinen Mann an.

„Schlafe nicht… er kommt… verletzt mich. Mach den Weg frei“, flüsterte Dave.
„Den Weg wohin?“, hakte Varmikan verstört nach.

„Nach Hause“, antwortete Dave.
„Er meint den Nexus“, half Ansgar aus.

„Nein Du bleibst hier bei mir. Du bleibst an meiner Seite, hast Du das verstanden Davy? Er wird Dich nicht holen und er wird Dich nicht verletzten. Er wird Dich auch nicht anrühren, er wird gar nichts tun. Wir beschützen Dich“, erklärte Varmikan vehement.
„Niemand kann das…“, gab Dave zurück.

„Doch ich kann das, gemeinsam mit Ansgar und Puschel schaffe ich das“, behauptete Varmikan.
„Vor ihm gibt’s kein Entkommen. Nie… nirgendwo… es endet nie…“, zischte Dave.

„Doch das wird es. Wir werden einen Weg finden. Dein Bruder wird gemeinsam mit Crize einen Weg finden, dass er nicht in Deine Nähe kommen kann. Überlass die Lösung mir, vertrau mir ja?“, bat Varmi.
„Wo ist Fedor?“, fragte Dave abgestumpft.

„Wenn Du Fedor sehen möchtest Davy, musst Du im Diesseits bleiben, ansonsten kannst Du Deinen Hund nicht sehen. Ich meine natürlich kannst Du ihn sehen, aber Du kannst nicht mit ihm rumknorckeln und das ist doch das Beste an einem Hund. Varmi beschützt Dich, ich ebenso und sogar Marcella wird Dich beschützen. Hey sie hat sogar mich vor Massimo und dem Geist beschützt, von daher, muss es eine Möglichkeit geben ihn aufzuhalten. Zuerst müssen wir herausfinden was er in dieser Gestalt überhaupt kann“, erklärte Ansgar freundlich.

„Er ist da…“, knurrte Dave.
„Vielleicht ist das schon alles Davy. Er ist tot, er ist tatsächlich tot. Er ist nicht mal ein Zombie, ein Ghul oder ein Golem. Mehr nicht, er ist sozusagen eine astrale Leuchte die sprechen kann und Kälte verbreitet – sozusagen ein ermordeter, mörderischer Armleuchter“, erklärte Ansgar was Dave widererwartend leicht schmunzeln ließ.

„Wo ist Puschel? Ich will Fedor und Puschel sehen, bitte“, bat Dave leise.
„Wer ist Puschel?“, fragte Ansgar verdattert.

„Urako ist Puschel, ich rufe ihn her“, erklärte Varmikan.

`Puschel wir benötigen Deine Hilfe! Bitte finde Dich in der Heilstube von Dantoine Ansgars Heiler ein. Dave benötigt Deine Hilfe, er möchte Dich sehen. Er hatte sowas wie einen Nervenzusammenbruch, da es sich sein Großonkel nicht nehmen ließ, ihm zur Hochzeit die Beschwörung seines Foltermeisters zu schenken. Kurzum er hat Dunwin beschworen. Wie Dave sich nun fühlt, kannst Du Dir denken. Bitte komm´, übermittelte Varmikan mental.
0 x

Benutzeravatar
Urako
Zweitcharakter
Beiträge: 214
x 2
x 3
Auszeichnungen: 2
Guthaben: Gesperrt
Volk: Tiefling

Die Freien Völker Rote Laterne

Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#107

Beitragvon Urako » Di 26. Sep 2017, 15:48

Als Urako den Hilferuf von Varmikan empfing, lieĂź er das KuchenstĂĽck fallen, an dem er gerade im Stehen aĂź. Es war ebenjenes, dass Gasmi und Varmikan fĂĽr ihn vom UnglĂĽck gereinigt hatten, das wegen des verfressenen Rakshaners in den Teig gefahren war. Es klatschte samt Teller und Gabel zu Boden. Er packte Gasmis Arm, riss sich den DĂĽsterling auf den RĂĽcken und spurtete los.

"Varmi ruft mich, Davy braucht Hilfe", erklärte er Gasmi unterwegs keuchend. Er versuchte, Varmi und Dave Anhand des Rufens zu finden, doch er verirrte sich hoffnungslos im Gängegewirr des Hauses. Das war kein Haus, das war ein Labyrinth! Erst, als er einen Bediensteten fand, der ihn zur Heilstube brachte, erreichte er diese. Sie hatten viel zu viel Zeit verloren.

Dave sah elend aus. So elend hatte er ihn überhaupt noch nicht gesehen und das alles nur wegen einem läppischen Gespenst. Urako war geschockt von seinem Zustand. Er sah kreideweiß aus und zitterte unkontrolliert, sogar seine Pupillen zitterten mit. Er stammelte irgendwas vor sich hin.

Urako drängelte sich zuteifst besorgt an Dan, Massimo, Marcella und Ans vorbei und nahm Dave zusammen mit Varmi erst einmal fest in den Arm. "Wir kriegen dich schon wieder hin", sagte er freundlich. Es war der einzige Satz, der ihm einfiel, der nicht in irgendeiner Form pietätlos Daves Angst vor dem Geist seines Vaters herunterspielen würde, denn keine wusste so gut wie Urako, wie sehr die Geister der Vergangenheit auch in der Gegenwart weh tun konnten. Er drückte ihn lange und fest genug, dass Dave sich nicht einfach lieblos gedrückt und sofort wieder losgelassen fühlte, aber er wollte es auch nicht übertreiben. Erstmal mussten sie sich um das unschöne Problem kümmern, dann um Dave.

"Wo sind die Säcke? Und Ans, du bist doch Nekro. Kannst du den Spuk nicht einfach beenden und die Drecksau wieder wegschicken? Ich kümmer ich derweile um den alten Sack. Meine Fresse und ich frag mich noch, warum ihr den Onkel überhaupt reinlasst! Seine guten Manieren kamen mir gleich komisch vor. Soll ich ihn euch vorher noch herbringen oder ihn sobald ich ihn finde sofort kaltmachen?"

Urako knackte mit den Knöcheln.

In der Ecke des Raumes, aus dem Dave und die anderen gekommen waren, lag ein scheinbar toter Diener, fĂĽr den sich niemand zu interessieren schien und an dem eine weiĂźe Fledermaus herumnuckelte.
0 x
Bild

"Wenn Kaiser, Könige und Diktatoren ruhig schlafen,
warum soll`s nicht auch der Henker können?"
Charles Henry Samson, Scharfrichter

Benutzeravatar
Gasmi
Zweitcharakter
Beiträge: 89
x 1
Auszeichnungen: 1
Guthaben: Gesperrt
Tempel: Gesperrt
Steckbrief: Bild

Rote Laterne

Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#108

Beitragvon Gasmi » Di 26. Sep 2017, 16:15

Gasmi krallte sich an Puschel fest, als dieser durch die Gänge des Hauses rannte. Varmikan hatte nach ihm gerufen und benötigte ihre Hilfe. Puschel verlief sich mehr als nur einmal in diesem Irrgarten aus uralten Steinen und Dunkelheit.

DĂĽstere Gedanken und die Erinnerung an den vertrockneten Onkel Friedulin stiegen in Gasmi wie unheilvolle Nebelschwaden auf. Er selbst war seinem Mann keine Hilfe, da er dieses Haus nicht begriff und sich in ihm nicht auskannte.

Es war schier zum wahnsinnig werden. Immer sobald der kleine Düsterling meinte eine Ordnung oder Anordnung von Zimmern, Fluren und Räumen in dem Haus erkannt zu haben, war im darauffolgenden Besuch alles an anderer Stelle. Gasmi konnte sich das nicht erklären.

Aber sein Mann war nicht nur äußerst attraktiv, Puschel war auch clever. Er schnappte sich einen der Bediensteten und ließ sich den Weg in die Heilstube zeigen. Gasmi war stolz auf den Einfallsreichtum von Puschel.

Sie eilten Dave und Varmikan entgegen. Als sie die Heilstube betreten hatten, erblickten sie das ganze AusmaĂź des Schreckens. Gasmi schnĂĽrte es die Kehle zusammen, Dave so verschĂĽchtert und panisch zu sehen.

Ausgerechnet Dave!

Einer der drei Rudel-Weisen. Jener der immer ruhig und gelassen blieb, gleichgültig wie ausweglos die Situation auch war. Dave der immer irgendwie doch noch eine Lösung fand, dass Ruder im letzten Moment für sein Rudel herum zu reißen und alles zum Guten zu wenden, auch wenn man dafür einige Hälse mehr durchschneiden musste.

Nun saĂź er hier in der fremden Heilstube, ganz klein zusammengekauert und redete irgendwelchen Unsinn der fĂĽr Gasmi keinen Sinn ergab. Aber das war auch nicht wichtig. Gas kletterte von Urakos RĂĽcken, schob Wolfram zur Seite und nahm dessen Platz ein.

Menschen hatten keine Ahnung von Nähe, ein Tiefling und ein Düsterling mussten ihnen dass zeigen. Gas hockte sich in Daves Kreuz und umarmte ihn von hinten, hielt ihn ganz fest, so dass er weder umfallen, noch Unsinn anstellen konnte.

"Dein Rudel ist fĂĽr Dich da Dave. Urako hat Recht. In unserer Mitte bist Du sicher. Wer hat Dir das angetan? Wer hat Dich bedroht?

Nenn mir ihre Namen, sie sterben. Du weiĂźt doch, niemand bedroht einen Geist und Du bist einer der drei Weisen. Ich bringe Dir ihre Ohren mit",
munterte Gasmi Dave auf und reinigte sein Gesicht etwas mit Spucke.

"Gleich bist Du wieder sauber, wir waschen die Angst ab", grinste Gas freundlich.

Jeder kleine Düsterling wusste, dass das nicht nur säuberte, sondern auch ganz gehörig die Nerven beruhigte.
0 x
Bild

"Done with ePic Character Generator"

Benutzeravatar
Brandur von Hohenfelde
Freiherr
Beiträge: 73
x 16
x 4
Auszeichnungen: 1
Guthaben: Gesperrt
Tempel: Gesperrt
Volk: Naridier (Almane)

Die Handelsallianz

Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#109

Beitragvon Brandur von Hohenfelde » Di 26. Sep 2017, 16:24

Dunwins Präsenz war überwältigend. Er hatte nichts verlernt. Er ließ es sich nicht nehmen, das Mädchen in seine Schranken zu verweisen und sich einige Augenblicke an der Angst zu ergötzen, welche die Anwesenden vor ihm empfanden, ehe er Brandur am Stilett in seiner Hand hinauszog. Brandurs Finger wurden eiskalt, die Kälte der Erscheinung übertrug sich bis in seine Knochen. Linhard stützte ihn, so dass sie bald wieder ins Freie traten. Der alte Nekromant war vollkommen erschöpft. Ihm war schwindelig und sein Herz klopfte so stark, dass es schmerzte. Er war nun auch an seinen körperlichen Grenzen angelangt. Obendrein fehlte der Aufsatz seines Gehstocks, auf dem er sich hätte abstützen können, er hatte nur noch den Knauf mit dem Stilett.

Einen Augenblick musste Brandur stehen bleiben, an Linhard aufgestützt, nach Luft schnappen und sein Herz beruhigen, sonst wäre er umgefallen. Dunwins Geist nutzte die Gelegenheit, ein erstaunlich freundliches Schwätzchen mit ihm zu halten. Und das, obwohl er ihn gewaltsam der Grabesruhe entrissen hatte. Vielleicht wollte er es sich aber auch einfach nur mit seinem Beschwörer nicht verderben. Zu den anderen war er ja wie gewohnt grantig gewesen. Brandur hob den vor Erschöpfung gesenkten Kopf und blickte der Erscheinung in die blau leuchtenden Augen. Er fragte sich, was Dunwins Geist empfunden haben mochte, als er seine Söhne und vor allem denjenigen Sohn sah, der ihn ermordet hatte.

"Ja, eine Bitte an dich, nach all dem", sagte Brandur, noch immer keuchend. "Ich weiß, wohl als einer der wenigen Lebenden, dass du auch anders sein kannst, wenn du nicht, wie wir alle, das Spiel Alastairs spielen musst. Ich habe nicht den Dunwin meiner Kindheit vergessen. Ich habe deinen Namen in meinem Exil verflucht für alles. Aber noch öfter den Namen Alastairs, der an allem Schuld trägt. Dich aber habe ich trotz allem oft genug vermisst, dich und Kunwolf. Ich hatte gehofft, wenigstens dich würde ich irgendwann noch einmal lebend sehen, bevor es vorbei ist. Nun ja, ich kam einige Wochen zu spät. Man kann nicht alles haben."

Er betrachtete Duwnins Brust, so als könnte er die Einstiche des Dolches auch in seiner geistigen Substanz noch sehen. Gegenüber Dave wechselten Brandurs Gefühle wie ein flackerndes Licht hin und her. Auf der einen Seite sah er den erwachsenen Mann, der dermaßen in Panik geraten war, dass er all seine Sinne verloren hatte. Das war sicher nicht ohne Grund geschehen und Brandur war der Letzte der daran zweifelte, dass Dunwin zu unwahrscheinlicher Grausamkeit fähig war. Auf der anderen Seite sah er in Dave den Mörder seines letzten lebenden Bruders.

"Meine ... Kutsche", sagte Brand mĂĽde und streckte das Stilett in Richtung des Wyvern.

Nachdem sie das Gefährt erreicht hatten, wurde ihm bewusst, dass ein momentaner Flug gefährlich war in seinem jetzigen Zustand. Wurde er bewusstlos, würden sie abstürzen und er würde Linhard mit sich in den Tod reißen. Einen Moment zögerte Brandur noch, dann fällte er seine Entscheidung. Er durchtrennte die Schnüre, welche die toten Harpyien mit dem Gefährt verbanden. Er legte die Hände auf den künstlichen Drachen und konzentrierte sich.

"Damit mache ich die größte Angst deiner Söhne war. Ich schenke dir einen neuen Körper, Dunwin."

https://img00.deviantart.net/108d/i/201 ... 4f5quh.jpg

"Bring Linhard und mich nach Trux."
0 x
Bild

Benutzeravatar
JEELEN
Zweitcharakter
Beiträge: 532
x 1
Auszeichnungen: 5
Guthaben: Gesperrt
Volk: Goblin
Steckbrief: Bild

Das Kaisho Abkommen Die fleiĂźige Feder in Bronze Die fleiĂźige Feder in Silber Rote Laterne

Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#110

Beitragvon JEELEN » Di 26. Sep 2017, 17:28

Dunwin


`Das Spiel spielen...
Du bist zu alt und ich bin nunja... zu tot fĂĽr das Spiel...
Bruder... was wir waren... und was wir hätten sein können... nicht wahr?´,
erklärte Dun mit Wehmut.

`Ich habe es ebenfalls nicht vergessen Brand.
Nie, nicht mal als ich Dich tötete.
Mit jedem von Euch den ich ermordete, starb ein auch Teil von mir.

Sogar mit ihnen, den beiden... meinen beiden Kleinen.
Jenen die sich Alastair so sehr wĂĽnschte...
anstatt mich...

Mit jeder Bestrafung strafte ich ihn... zerstörte ich ihn... und zeitgleich sie...
Und letztendlich mich selbst...´,
erklärte Dunwin.

`Deine Beschwörung hat mich kurz erbost...
Aber dann, Deine Bitte... nun sie hat mich berĂĽhrt...

Du bist schwach Bruder... ich hätte anders reagieren können, aber das hast Du nicht verdient. Weder Du noch Lin´,
antwortete Dun freundlich und die eisige Kälte die von ihm ausging wurde etwas milder.

Als Brandur den kĂĽnstlichen Drachen befreite und ihn Dunwin als Geschenk ĂĽberreichte, war dieser sichtlich gerĂĽhrt.

`Danke. Das ist nicht einfach ein Geschenk, das ist ein enormer Vertrauensbeweis Bruder´, flüsterte er.

Der Geist nahm das Geschenk seines Bruders an. Er entmaterialisierte sich und nahm durch Brandurs Hilfe Besitz von dem neuen Körper. Probehalber setzte sich das nun knöcherne Wesen auf und schlug einige Male mit den Flügeln, ehe es sich flach auf den Boden legte.

`Steigt auf, ich bringe Euch sicher nach Trux´, erklärte Dunwin.

Kaum dass Brandur und Linhard auf seinem Rücken saßen, schwang sich der knöcherne Wyvern in die Luft und flog davon.
0 x
Bild