Doppelhochzeit -- 15.09.202


Das Geisterhaus
Die Geister sind eine erfolgreiche und wohlhabende Gilde von Auftragsmördern. Jedoch bietet das Leben im Geisterhaus mehr als nur ein gesichertes Einkommen, sondern auch ein zu Hause fĂŒr Verlorene. Wichtigste Aufnahmebedingungen sind absolute LoyalitĂ€t und Verschwiegenheit - sonst endet man rasch selbst auf der Todesliste.
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Linhard von Hohenfelde
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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#111

Beitragvon Linhard von Hohenfelde » Di 26. Sep 2017, 17:56

Linhard legte sich den freien Arm seines Großonkels um die Schulter und packte ihn um die HĂŒfte um dessen Gewicht komplett zu tragen. Lin schleppte ihn weiter, wĂ€hrend Dunwin sie fĂŒhrte. Brandur war am Ende seiner Kraft, aber sie waren noch lange nicht am Ende ihrer Reise.

Sie verschnauften einen Augenblick, weil Brandur einfach nicht weiter konnte. Linhard wartete geduldig ab, wÀhrend Dunwin mit seinem Bruder sprach. Die Stimme eiskalt, knarzend wie Eis und dennoch lag WÀrme darin.

Erneut brannten Linhard tausend fragen auf der Zunge. Aber nicht nur an Dunwin, sondern auch an Brandur, nachdem sie bei dem seltsamen GefĂ€hrt angekommen waren. So etwas hatte Lin noch nicht gesehen. Er hĂ€tte gerne ĂŒber die glatte, glĂ€nzende, polierte OberflĂ€che gestrichen, aber er hielt sich zurĂŒck ungefragt etwas anzufassen.

"Sie sieht aus wie ein Drache aus Porzellan", antwortete Lin leise auf den Hinweis von Brandur.

Der junge Naridier hatte gut daran getan, die Kutsche nicht einfach anzufassen, denn Brandur ĂŒberließ sie Dunwin als Körper. Lin wusste nicht, ob es fĂŒr ihn gefĂ€hrlich geworden wĂ€re, hĂ€tte er den Drachen zeitgleich mit dem Geist berĂŒhrt.

Was Dunwin allerdings zu Brand sagte, machte Lin nicht nur nachdenklich, sondern stimmte ihn auch sehr traurig. Einen Moment spĂ€ter saßen sie bereits auf dem Drachen und folgen davon.

Linhard unterdrĂŒckte den Drang zu johlen und eine Faust gen Himmel zu recken aus purer Freude am Fliegen heraus. Stattdessen hielt er sich mit einer Hand an den Knochen des Wesens unter ihm fest, wĂ€hrend er mit der anderen Brandur sicheren Halt gab.
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Davard von Hohenfelde
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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#112

Beitragvon Davard von Hohenfelde » Di 26. Sep 2017, 18:47

Dave drĂŒckte sich erleichtert und erschöpft an Varmi, Puschel und Gasmi. Widerstandslos ließ er sich von dem kleinen DĂŒsterling reinigen. Der Naridier packte Urakos Pranke, hielt sie fest und knetete sie nervös in den eigenen HĂ€nden.

"Bleib hier, geh nicht weg", flĂŒsterte Dave Urako zu.
"Wir bleiben", munterte Gasmi ihn auf.

"Wollten nur Frieden, drum", murmelte Dave und entspannte sich etwas.
"Gut so Sternchen, entspann Dich. Puschel und Gas bewachen Dich gemeinsam mit uns. Danke dass Ihr so schnell gekommen seid", sagte Varmikan und knuffte Urako und Gasmi dankbar.

"Von mir ebenfalls Danke, dass Ihr meinem Bruder beisteht. Nun Dave hat Recht. Wir hatten gehofft den Hass beenden zu können und uns friedlich mit Brandur zu einigen. Er war genauso ein Opfer von Alastair und Du... ehm IHM, wie wir.

Aus diesem Grund war ich bereit, ihn in die Familie aufzunehmen, ihm tatsĂ€chlich eine Chance zu geben, ihn in Frieden an unserer Seite willkommen zu heißen. Ich habe mich geirrt, es war mein Fehler Urako. Er sah uns nicht als Bruder im Leid, er sah uns als Opfer.

Er ist der Bruder unseres SchĂ€nders, was sollte er auch anderes wollen, als uns hinrichten? Bei IHM hatte er versagt, aber seine Kinder wollte er scheinbar aus Rache ermorden. So wie ER seine eigenen Kinder stĂ€ndig aus irgendeinem Hass heraus quĂ€lte. Bis zur Besinnungslosigkeit oder sogar darĂŒber hinaus. Es sind BrĂŒder... vom Blut, vom Fleisch und von den Gedanken.

Der Gute der unseren Vater beschworen hat, heißt Brandur von Hohenfelde.
Und sein Spießgeselle ist leider kein Geringerer als mein Sohn Linhard.

Findet die beiden und tötet sie. Bringt mir ihre abgeschlagenen Köpfe.
Die Zeiten fĂŒr eine friedliche Lösung ist vorbei, vermutlich hat es sie nie gegeben.

Zu Deiner Frage, nein ich kann diesen Geist leider nicht einfach verbannen, da ich mich nicht mit Geistern und deren Beschwörung befasst habe. Ich bin zwar Nekromant, aber mein Fachgebiet sind die Untoten.

Wobei... die Anwesenheit von meinem Vater hat mir das Hirn vernebelt! Wir haben genug andere Nekromanten hier! Der Kollege Crize, Maghilia oder Osmund könnten ĂŒber die FĂ€higkeit verfĂŒgen. Sobald es Dave etwas besser geht, werden wir die drei um Hilfe bitten. Crize wird uns garantiert beistehen, Osmund ganz sicher auch",
erklÀrte Ansgar Urako freundlich.

"Wie Maghilia reagiert kann niemand abschÀtzen. Und ob sie sich merken kann, wen sie nun helfen sollte ist genauso fraglich", warf Varmikan warnend ein.
"Wo ist Fedor?", fragte Dave unsicher.

"Der ist Zuhause Sternchen, Du siehst ihn bald wieder. Soll ich Dir verraten, was ich Dir zur Hochzeit gekauft habe als Überraschung?", fragte Varmi und drĂŒckte Dave einen Kuss auf die Stirn.
"Hab unsere Hochzeit versaut", murmelte Dave.

"Du hast gar nichts versaut Davy, dass waren andere, aber nicht Du", erklÀrte Ansgar.
"Eben, Dein Bruder hat Recht. Du hattest Dir doch einen großen Steinzuber gewĂŒnscht fĂŒr das neue Haus, erinnerst Du Dich? Den riesigen den wir mal in der Stadt zusammen gesehen haben? Der auf so MetallfĂŒĂŸen steht? Den habe ich Dir gekauft und er steht in unserem Schlafzimmer. Dazu habe ich eine hölzerne Trennwand gekauft, damit er ein bisschen separat steht. Extra fĂŒr Dich", sagte Varmi und drĂŒckte Puschels Hand aus Dankbarkeit, dass er ihm beistand.

"Den ovalen mit Rand und Henkel?", fragte Dave und rieb sich ĂŒber das Gesicht.
"Richtig genau den. Freust Du Dich Maus?", grinste Varmi.
"Ja, freue mich. Das Du Dir das gemerkt hast", antwortete Dave leise.

"NatĂŒrlich. Du siehst ein bisschen besser aus, nicht mehr ganz so blass SchĂ€tzchen. Geht es Dir was besser?", hakte Varmikan nach.
"Ja Danke geht so langsam. Tut mir leid Leute, wirklich. Danke Puschel... und Gasmi... und Ans... und Marci... und Dan... ihr alle, fĂŒr Euren Beistand. Ich fĂŒhl mich total neben der Spur, als hĂ€tt ich gesoffen...", stöhnte Dave.

"Kein Grund zur Beunruhigung Dave. Das kommt von den Medikamenten und der eingeschrĂ€nkten Wahrnehmung, verlass Dich einfach nur auf Deine normalen Sinne, nicht auf Deine Gabe. An die kommst Du einige Zeit nicht mehr heran. Gönn Deinem aufgewĂŒhlten Verstand Ruhe. Nutz die Zeit zur Erholung. Notfalls verlĂ€ngern wir die Zeit, falls es nötig sein sollte", erklĂ€rte Dantoine beruhigend.
"In Ordnung ich versuche es", stimmte Dave zu und verkrallte seine Finger in die von Puschel.
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Wolfram von Wigberg
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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#113

Beitragvon Wolfram von Wigberg » Di 26. Sep 2017, 19:12

In der Ecke des Raumes wo man den notversorgten Janko abgelegt hatte, hatte es sich auch ein kleiner, weißer, mittlerweile auch sehr runder Pelzball gemĂŒtlich gemacht.

Kasimir tat sich an dem Blut des Leibdieners von Ansgar gĂŒtlich. Wolfram schlenderte unauffĂ€llig zu Janko herĂŒber, pflĂŒckte Kasimir von dem Leibdiener und stopfte ihn kurzerhand in seine Robentasche.

Da momentan alle Aufmerksamkeit auf Dave gerichtet war, verschwand Wolfram lautlos auf dem gleichen Weg wie er gekommen war. Ansgar wĂŒrde zwar nicht die Wut an ihm oder an Massimo auslassen, aber eventuell wĂŒrde er Kasimir fĂŒr die Handlungen seines Herrn und Meisters leiden lassen.

Wolfram hatte nicht vor zuzulassen, dass man aus Kasimir Fledermaus-Ragout machte. UnauffĂ€llig schlenderte er durch die Labyrinth artigen GĂ€nge des Hauses. Ihm erging es nicht anders als Urako, aber im Gegensatz zu dem Tiefling konnte Wolfram auf seine Gabe zurĂŒck greifen.

Er tastete mental nach Marlo und folgte so der Spur zurĂŒck in den Tempel.

Ab dato fand sich Wolfram selbst zurecht. Er verließ den Tempel, ging hinĂŒber zu den Stallungen und nahm sich einfach eines der dort untergestellten, gesattelten Pferde. Wolfram schwang sich in den Sattel und verließ im gemĂŒtlichen Tempo das GrundstĂŒck seiner Verwandten. Erst als er das Anwesen ein gutes StĂŒck hinter sich gelassen hatte, trieb er das Pferd zu einem gestreckten Galopp an.

Wolfram donnerte mit dem Pferd solange schnellstmöglich durch die Gegend, bis das Tier vor Erschöpfung nicht mehr konnte. Ab dato ritt er im Schritt-Tempo weiter.

"Du hast wirklich nerven an Ansgars Leibdiener auszusaugen. Als hÀtte Dein Meister nicht schon genug Schwierigkeiten, nun musst Du auch noch Deinen Kopf in die Schlinge legen.

Du kannst froh sein, dass die anderen Dich nicht beachtet haben mein Freund. Und das alle im Moment mit Dave beschĂ€ftigt waren. Ansonsten hĂ€tten sie Dich wohl sĂŒĂŸ-sauer eingelegt",
grinste Wolfram und klopfte leicht auf seine Robentasche, damit Kasimir auch ja zuhörte.
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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#114

Beitragvon Comte Massimo de la Cantillion » Di 26. Sep 2017, 23:38

Massimo

sah die Verzweiflung in Ansgars Augen als der den dreien nachguckte. Und die Wut. Massimo rechnete damit, dass Ansgar sein Hass an ihnen auslassen wĂŒrde. Aber das tat er nicht. Er schnaufte durch und schaute dem Comte ins Gesicht. Massimo schaute Ansgar ganz ruhig an. Plötzlich gab er die Kampfhaltung auf und legte sein Stab weg. Massimo war erstaunt. Er hatte nicht damit gerechnet, dass Ansgar auf seine Worte achtete. Genau wie Wolfram steckte der Comte sein Schwert ein. Als der Golem zurĂŒckgewunken wurde, war das ein gutes Zeichen.
Ansgar und Varmikan waren einverstanden gemeinsam Dave zu helfen. Sich unnötig zu streiten, wĂŒrde nur Zeit kosten. Und die Zeit konnten sie besser gebrauchen um Dave zu helfen. In der Gruppe brachten sie Dave zum Heiler. Der Mann war fĂ€hig und gut. Er untersuchte Dave und erklĂ€rte seinen Mann und seinen Bruder was mit Dave los war. Massimo und die anderen hörten es genauso. Der Hass den der Comte auf Dunwin unterdrĂŒckte, kehrte zurĂŒck. Jetzt bedauerte er, dass der Drecksack nicht mehr lebte. Am liebsten hĂ€tte er ihn mehrfach erschlagen, als er Dave dort wie ein Haufen Elend sitzen sah.
Zuerst versuchte Dantoinie der Heiler Dave selber zu helfen, aber das gelang ihm nicht. Der Heiler erklÀrte Varmikan und Ansgar was sie tun mussten um Dave zu retten. Als Massimo hörte, dass er Dave von Nexus abschneiden wollte wurde ihm ganz flau im Magen. Aber der Heiler war selber ein Magier, er wusste was das bedeutete.
Varmikan und Ansgar folgten Dave in den Nexus und schafften es ihn zurĂŒckzuholen. DafĂŒr brauchten die beiden ganz schön lange. Und als sie es geschafft hatten, schrie Dave wie am Spiess als hĂ€tte er unertrĂ€gliche Schmerzen. Massimo empfand Mitleid mit ihm. Als der Heiler Dave die Spritzen verpasste, wurde er was ruhiger. Er brabbelte vor sich hin. Scheinbar schwatzte er drauf los, was ihm so gerade durch den Kopf ging.
Aber was er vor sich hin brabbelte, verursachte Massimo eine GĂ€nsehaut.

Töten. Wir mĂŒssen ihn töten
 tot lauert er dort, gerufen hier, wohin soll ich?
Er muss woanders gewesen sein. Hab ihn nie drĂŒben gesehen
 nie

Schlafe nicht
 er kommt
 verletzt mich. Mach den Weg frei

Das waren die SĂ€tze die Massimo eine GĂ€nsehaut verursachten. Die SĂ€tze klangen wie von einem kleinen Kind. Und es hatte sehr grosse Angst. Massimo wusste nicht was er Dave zum Trost sagen sollte. Aber ein Satz war der schlimmste Satz von allen.

Unsere Kinder
 er darf sie nicht anrĂŒhren oder Dich. Dich nicht


AnrĂŒhren? Was meinte Dave mit anrĂŒhren? Was hatte sein Vater getan? Zeitgleich erinnerte er sich an den Vorwurf von Dave in der Taverne und Ansgar vor einigen Minuten. Es kam dem Comte wie eine Ewigkeit vor. Wo warst du als wir dich als Kinder gebraucht haben? Ja wo war er da? Massimo schĂ€mte sich mit Ansgar gestritten zu haben. Er fĂŒhlte sich schĂ€big und besudelt. Jemand sollte sein Schandmaul mit Gallseife auswaschen. Wie konnte er im Streit das ĂŒberhören? Jeder aus der Familie war verletzt. Jede verletzte seine Kinder und die wieder ihre Kinder in einem endlosen Kreislauf voller Grausamkeit.
Der ganze Streit mit Ansgar hatte Massimo nur verĂ€rgert. Er war wĂŒtend gewesen ĂŒber die Beleidigung seiner Schwester. Er selber war nicht besser, er hatte Ansgars Frau beleidigt. Es war ein Wechselspiel der Beleidigungen, dabei wollte jeder Frieden. Aber sogar die Beleidigung seiner Schwester hatte ihn nicht so heftig getroffen wie das eine Wort. AnrĂŒhren. Er darf unsere Kinder nicht anrĂŒhren.
Massimo war ein Kampfmagier. Er hatte in der Schlacht gedient. Er hatte schon mache Leichen gesehen und viele derbe Worte gehört. Aber dieses Wort mit Angst und Unschuld ausgesprochen verursachte ihm Übelkeit. Sein Kreislauf fĂŒhlte sich schlapp an und es klingelte in seinen Ohren, als hĂ€tte ihm jemand vor den Kopf geschlagen. Jetzt war Massimo dran durchzuschnaufen. Sein Blick ging rĂŒber zu Ansgar, aber der hatte nur Augen fĂŒr seinen Bruder. Das war völlig verstĂ€ndlich.
Dave verlangte nach seinen Hund und einen Puschel. Gerade fragte sich Massimo was ein Puschel ist, als Ansgar schon die Frage stellte. Es war ein Kamerad von Dave. Sein Mann rief auf magischen Weg nach ihm. Ein Tiefling stĂŒrzte herein mit einen DĂŒsterling auf dem Buckel. Er war direkt an Daves Seite und nahm ihn in den Arm. Dave ging drauf ein und nahm die HĂ€nde des Tieflings in seine. Er klammerte sich fast an ihm fest. Der DĂŒsterling kletterte auf Daves RĂŒcken. So war er zwischen seinen Mann, dem Tiefling und den DĂŒsterling eingeklemmt.
Aber genau das schien ihm gut zu tun. Dave beruhigte sich und bekam wieder ein bisschen Farbe, was Massimo erleichterte. Der Tiefling verlangte zu wissen, wo die Angreifer waren und wen er töten musste. Massimo hÀtte am liebsten geschnaubt. Leider war der Drecksack schon tot. So viele Leute die den Toten erschlagen wollten, hatte kaum ein anderer Geist an den Fersen.
Als Massimo gerade zustimmend mit vor Wut schĂ€umte, fing der DĂŒsterling an Dave zu putzen. Mit Spucke und das im Gesicht. Jetzt war Massimo nicht nur schlecht, ihm wurde richtig kotzschlecht. Dave störte das gar nicht. Er hielt still. Massimo schaute weg und fĂ€chelte sich mit eine Hand Luft zu. Das konnte doch nicht wahr sein.
Der Tiefling schlug vor, dass Ansgar Dunwin einfach wegschicken sollte. Ansgar hatte die FĂ€higkeit nicht, kam aber durch den Tiefling auf die Idee einige der anderen Nekromanten zu fragen. Zwar konnte Massimo keine Nekromanten und keine Nekromantie ausstehen, aber wenn sie damit Dunwin in seinen Astralarsch treten konnten, damit der Scheisskerl wieder zum Abgrund fuhr in den er gehörte, dann war Massimo dass nur recht so. Feuer wurde genauso mit Feuer bekĂ€mpft. Wieso dann nicht Nekromantie mit Nekromantie? Ein Kampf zwischen Geistmagier fand auf gleiche Weise statt. Sie duellierten sich mit ihre FĂ€higkeiten. Einer war stĂ€rker oder klĂŒger.
Der Tiefling fragte ob er die Schuldigen an Daves Zustand direkt töten sollte. Die Antwort von Ansgar enttÀuschte Massimo.

Der Gute der unseren Vater beschworen hat, heißt Brandur von Hohenfelde.
Und sein Spießgeselle ist leider kein Geringerer als mein Sohn Linhard.
Findet die beiden und tötet sie. Bringt mir ihre abgeschlagenen Köpfe.
Die Zeiten fĂŒr eine friedliche Lösung ist vorbei, vermutlich hat es sie nie gegeben.

Massimo schĂŒttelte den Kopf.

"Ansgar, so kann das nicht weitergehen! Wie oft noch? Dave hat dir gesagt, wie dein Sohn fĂŒr dich empfindet und du fĂŒr ihn. Wenn du ihn jetzt jagst und töten willst, dann wird er zu einem Abbild von eurem Vater. Er hat sich nicht aus Bösartigkeit Brandur angeschlossen Ansgar. Das hat Linhard getan, weil du ihn von der Hochzeit freigesprochen hast. Ihr habt euch ausgesprochen. Dave hat dir gesagt, dass Lin dich liebt. Und dass du ihn liebst hat er deinen Sohn gesagt. Lin wollte das fremde MĂ€dchen nicht heiraten und du hast es zurĂŒckgenommen. Er hat dir vorher gesagt, dass er Brandur mag. Und nachdem du ihm versprochen hast, das fremde MĂ€dchen nicht heiraten zu mĂŒssen, da hat er dir gesagt dass er bei Brandur bleibt. Vorerst. Er möchte nur was frei sein und Brandur kennenlernen. Er hat dich nicht verraten. Das hat Dave dir erzĂ€hlt Ansgar. Und du hast selber zu Lin gesagt, dass du ihn immer beschĂŒtzt hast, weil er dir was bedeutet. Ansgar du reagierst ĂŒber vor Wut und Sorge.
Brandur wollte euch nicht tot sehen. Er war selber fertig, als er seinen Bruder gesehen hat. Niemand greift geplant zu eine Waffe die einen selber so umhaut Ansgar. Wenn er dich und Dave ermorden wollte, wĂ€re das ziemlich dĂ€mlich von ihm zu eine Waffe zu greifen die ihn fast wehrlos macht. Er war genauso mit den Nerven runter wie du. Nimm deine Worte zurĂŒck, ehe du sie bereust und nicht mehr zurĂŒck nehmen kannst. Wenn Lin etwas geschieht, verzeihst du dir das nicht Ansgar. Und vielleicht nicht mal, wenn Brandur was passiert.
Was dein Vorwurf von vorhin angeht, wo ich war, als ihr mich gebraucht habt, mit der Frage hast du Recht gehabt. Ich war leider nicht da. Und ich habe vorhin nicht begriffen, was du damit angedeutet hast. Ich wollte dich nicht verletzten oder das kleinreden Ansgar. Ich habs jetzt begriffen, wo Dave Varmikan um Schutz fĂŒr seine Kinder bat. Ich entschuldige mich bei dir Ansgar und bei Dave. Ich kanns nicht gut machen und ich kanns nicht ungeschehen machen. Aber ich kann dir meine Hilfe anbieten und dir beistehen. Und ich werde genauso deinen und Daves Kinder beistehen. Das verspreche ich dir. Drum verschone deinen Jungen. Lin ist kein VerrĂ€ter und du bist nicht dein Vater. 
Wir sollten den Vorschlag von Wolfram folgen. Lass etwas Zeit vergehen und dann versuchen wir in Ruhe miteinander zu reden. Jetzt sind alle aufgewĂŒhlt. Wo ist Wolfram ĂŒberhaupt? Bist Du einverstanden?"
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Ansgar von Hohenfelde
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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#115

Beitragvon Ansgar von Hohenfelde » Mi 27. Sep 2017, 09:28

Ansgar musterte Massimo erstaunt.

„ZĂ€umen wir das Pferd von hinten auf Massimo, da Du mit einem EingestĂ€ndnis geendet hast und ich Dein Entgegenkommen gerne aufgreifen möchte. Es freut mich, dass Du begreifst was ich Dir zu sagen versuchte. Wobei Freude ein unpassender Ausdruck ist.

Entschuldigung angenommen und dito, ich entschuldige mich dafĂŒr, Deine Schwester beleidigt zu haben.

Uns beide trennen nur 11 Jahre, von daher wo sollst Du gewesen sein als wir Hilfe benötigten?
Auf der anderen Seite trennen mich und meinen Vater nur 17 Jahre.
Eventuell hĂ€ttest Du uns helfen können Massimo, helfen mĂŒssen hĂ€tten uns andere Personen.

Dass Du nun dazu bereit bist uns beizustehen, freut mich und ich nehme das Angebot fĂŒr uns beide an. Danke“,
erklÀrte Ansgar freundlich.

Auf die Aussage hin, was Brandur und Lin tatsÀchlich bezweckt hatten, konnte Ansgar nur die Schultern zucken.

„Es entzieht sich meiner Kenntnis, was Brandur oder Lin tatsĂ€chlich mit ihren Handlungen bezweckt haben. Lins Zuneigung stelle ich nicht in Abrede, aber das sagt leider nichts ĂŒber seine LoyalitĂ€t aus oder?

Wie viele EhemĂ€nner lieben angeblich ihre Frauen und halten sich nebenbei mindestens eine Geliebte? In unseren Kreisen nichts Außergewöhnliches. Liebe, LoyalitĂ€t und Treue gehen nicht immer Hand in Hand.

Und Du kannst Dir sicher vorstellen, was geschehen wĂ€re, hĂ€tte Brandur es gewagt unseren Vater im Tempel zu beschwören. Was genau geschehen wĂ€re, weiß niemand, aber eines ist gewiss – neben Dave sĂ€ĂŸe im selben Zustand meine Mutter Melisande.

Es ist durchaus möglich, dass ich völlig ĂŒberreagiere.

Sollte Deine Deutung von Brandurs Verhalten zutreffend sein, hat er ebenfalls ĂŒberreagiert. Er hĂ€tte nicht zu dieser Waffe greifen mĂŒssen Massimo, dazu hat ihn niemand gezwungen. Das Brandur mich nicht tot sehen möchte, könnte zutreffend sein. Effektiver ist es von jeher gewesen einen Feind völlig zu zerstören und ihm an Leben zu lassen. Tote leiden bekanntlich nicht. Warum sollte er mich noch töten und mich damit erlösen, wenn er mir alles genommen hat, was mir etwas bedeutet?

Oberste PrioritÀt haben meine Frau und mein Sohn Anwolf.
Solltest Du Dein Versprechen ernst gemeint haben Massimo, dann stehe mir bei Fin und Wolfi vor Brandur und Lin zu beschĂŒtzen. Sie haben mit dem ganzen Streit nichts zu schaffen.

Im Gegenzug bin ich bereit, auf ihren Tod einstweilen zu verzichten.

Das heißt, ich werde dafĂŒr sorgen, dass die beiden gefangen genommen werden.
Urako unserer werter Gast und Freund der Familie, wird die beiden Gefangenen ausfĂŒhrlich zu ihren Absichten und Taten befragen.

Je nach Antwort entscheide ich dann ĂŒber ihr Schicksal.
Antworten sie nichts, entscheide ich nach ihren Taten und meinem Ermessen.
Gnade, Enterbung mit Verbannung oder Hinrichtung.

Allerdings werde ich dies nicht alleine entscheiden, sondern im Konsens mit Dave, Varmikan, Urako und Dir als Berater Massimo“,
antwortete Ansgar entgegenkommend.
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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#116

Beitragvon Marcella » Mi 27. Sep 2017, 10:33

Marcella
 
hatte Angst um Dave und Ansgar gehabt. Die Feinde waren geflohen, der schreckliche Geist hatte sie gefĂŒhrt. Ansgar hatte sie sogar beschĂŒtzt. Marcella war ihm sehr dankbar. Sie hatte ihm schon vorher gemocht, aber jetzt mochte sie den Vater von Wolfi noch mehr. Er war ein anstĂ€ndiger Mann. Sie hatte gesehen, dass er selber Angst vor dem Geist hatte. Nicht so viel wie ihr Meister, aber das lag bestimmt daran, dass er seinen Bruder beschĂŒtzen wollte und voller Wut war. Ansgar hatte gar keinen Kopf dafĂŒr gehabt, soviel Angst zu haben. Er musste seinen Bruder, Varmikan und sie beschĂŒtzen. Dabei wollte Marcella Ansgar beschĂŒtzen, da keiner zu ihm hielt.
Am Ende stand er doch nicht alleine da, was Marcella freute. Massimo und Wolfram griffen sie nicht an, sondern alle steckten die Waffen weg. Zusammen wollten sie Dave helfen. Dazu ging die ganze Gruppe zu einem Heiler. Der Mann sah freundlich aus und hatte ganz kurze rote Haare. Marcella war sehr nervös und hÀtte am liebsten auf ihre NÀgel gekaut. Der Heiler untersuchte Dave. Gemeinsam mit Ansgar und Varmikan schaffte er es, Dave aus seiner Starre zu befreien. Ihr Meister schrie vor Schmerzen und Marcella krampfte sich ihr Herz zusammen. Sie mochte Dave gerne und ihn so schreien zu hören tat ihr weh.
Marci rannte an seine Seite, aber sie wusste nicht, wo sie ihn anfassen durfte. Vorsichtig legte sie ihm eine Hand auf die Schulter. Die anderen hielten ihn fest und umarmten ihn. Das tat Dave gut, sie spĂŒrte es. Massimo in ihre NĂ€he wurde ganz bleich, als er Dave zuhörte. Marcella vermutete sie war genauso blass um die Nase. Dave hatte ihr einmal verraten, dass sein Vater ihn misshandelt hatte. Aber so sehr. Marcella konnte ihre TrĂ€nen nicht unterdrĂŒcken, als sie hörte was Dave schwatzte. Diese widerwĂ€rtige Geist war so eingebildet gewesen. Ihre Frage hatte sie richtig gestellt. Was wollte er noch  von Dave und Ansgar, dieser wie sagte Ansgar? Astrale Armleuchter? Ja was wollte er? Wollte er seine eigenen Söhne zu Tode quĂ€len? Was war das fĂŒr ein Vater? Marcella verabscheute ihn obwohl sie den Mistkerl gar nicht gekannt hatte. Aber sie kannte Dave und er war ein lieber und guter Meister. Und sie hatte Ansgar kennengelernt, er war frech wie Wolfi, aber wo sie ihn brauchte war er sofort fĂŒr sie da. Unten im Tempel war er fĂŒr sie dagewesen und hier, als der Geist sie beschimpfte und bedrohte.
Marcella klopfte Dave auf die Schulter und stellte sich neben Ansgar. Sie wollte Dave nicht bedrĂ€ngen, dass er nachher noch Angst bekam, weil zu viele Leute an ihm klebten wie die Fliegen. Marci wischte sich mit den HandrĂŒcken ihre Augen ab und hakte sich bei Ansgar ein.
 
„Danke dass du mich beschĂŒtzt hast Ansgar.“
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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#117

Beitragvon Brandur von Hohenfelde » Mi 27. Sep 2017, 18:58

Unendlich mĂŒde ließ Brandur sich auf dem knöchernen RĂŒckgrat des Drachen nach vorn sinken, legte den Kopf auf dem harten RĂŒcken neben einem Stachel ab, an dem er sich festhielt. Er war, wie jeder aus seiner Familie, ein guter Reiter und hatte keine Probleme, das Gleichgewicht zu halten, so lange Dunwin gleichmĂ€ĂŸig und ruhig flog. Linhard hingegen saß aufrecht und in seinem Gesicht spiegelte sich trotz der vorangegangenen Ereignisse pure Lebensfreude wieder. Brandur schloss die Augen und lauschte Dunwins Stimme in seinem Kopf. Er war ruhiger im Tode als zu Lebzeiten und aufrichtiger, was seine GefĂŒhle anbelangte. Er hatte ja auch nichts mehr zu verlieren. Als er berichtete, wie er sich damals gefĂŒhlt hatte, damals, in jener Nacht, presste Brandur die Lider fest zusammen und ein Netz feiner Falten zeichnete sich um seine Augen ab. Er rang einen Moment mit sich, um nicht die Beherrschung zu verlieren, als er an seine ermordeten Kinder dachte.

'Du und Kun, ihr habt mir gefehlt', erwiderte er stattdessen, 'seit ich begriffen hatte, worum es ĂŒberhaupt ging, wofĂŒr man uns heranzog und wir uns immer weiter voneinander entfernten. Du hast Recht. Wir alle sind bereits lange tot. So wenig wie du sollte ich hier wandeln. Meine zugedachte Rolle war, im Kampf um die Erbfolge zusammen mit den meinen zu fallen und dir, dem Sieger, das Spielfeld zu ĂŒberlassen. Zeitweise war ich voller Zorn auf dich, weil du nicht grĂŒndlich genug warst und mich ĂŒbersehen hast. Aber jetzt sieht die Sache ganz anders aus.'

Kaum merklich nickte er in Richtung von Lin. Es wurde kalt und Brandur fragte sich, warum sie nicht, wie auf dem Hinflug, in den Korpus des Drachen gestiegen waren, wo sie sich in warme Decken hĂ€tten hĂŒllen können, aber vielleicht wollte Linhard das Abenteuer genießen, scheinbar auf einem echten Drachen zu reiten oder er hatte es in der Aufregung einfach vergessen, dass man auch ins Innere steigen konnte.

'Ich vertraue dir nicht, Dun', ĂŒbermittelte Brand gedanklich. 'Nur ein Idiot wĂŒrde das tun. Aber ich habe keine Wahl, als mich dir auszuliefern. Linhard muss weg von dort und ich bin zu schwach dafĂŒr. Lin ist jetzt mein Junge. Sein Vater will ihn so wenig, wie Alistair dich wollte. Bei Ansgar ist er nichts weiter als das fĂŒnfte Rad am Wagen, bestenfalls geduldet. Ich aber sehe, wozu er fĂ€hig ist und was fĂŒr ein guter Junge er ist.

Vielleicht bemerkst du, wie Ă€hnlich er meinem Ältesten, Gerwolf, sieht ... das gleiche Gesicht. Und wenn ich ehrlich zu dir bin, war Gerwolf als Magier ein Graus, obwohl er die Gabe hatte, doch ihm fehlte jede Freude daran und jedes Interesse, sie zu verfeinern. Ich habe versucht, sie ihm einzuprĂŒgeln, aber das Ergebnis kannst du dir denken. Seine Gabe blockierte, obwohl er sie besaß. Was ihn Lin noch ein StĂŒck Ă€hnlicher macht.

Ich habe als Vater alles falsch gemacht, was man nur falsch machen konnte. Aber ich hatte genĂŒgend Zeit, ĂŒber das Gesamtwerk meines Versagens nachzudenken. In sinnloser Reue Ainuwar um den Tod anzuflehen. All die Fehler zu erkennen und mir hundertfach auszumalen, wie es hĂ€tte anders ablaufen können. Ich sehe, was falsch lief und bin nun bereit, es besser zu machen.

Bei mir soll Linhard alle Aufmerksamkeit bekommen, die Gerwolf hĂ€tte gelten sollen anstelle meiner Verachtung und alle Aufmerksamkeit, die Linhard von Ansgar nicht bekommt. Ich werde ihn lehren, was Ansgar ihn nicht lehren konnte und vielleicht auch absichtlich niemals lehren wollte: das Vertrauen in die eigene StĂ€rke anstelle der Angst, zu versagen. Das Wissen, nicht auf das Wohlwollen seines Vaters oder sonst irgendjemandes angewiesen zu sein. Allein zurechtkommen zu können und allein zu siegen. Wenn die Zeit reif ist, wird Linhard als erwachsener Mann heimkehren und seinen rechtmĂ€ĂŸigen Platz einnehmen.'


Unter ihnen rauschten die Baumkronen dahin, schwarz in der Nacht. Das Land stieg bald an und Felsen ragten hÀufiger aus dem Wald empor.

'Du könntest mir helfen, Dunwin. Mir und Lin. Lin hat das Zeug zum Familienoberhaupt. Er wird es besser machen als Ansgar, wenn wir ihn nur richtig anleiten. Was meinst du?'
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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#118

Beitragvon JEELEN » Mi 27. Sep 2017, 20:07

Dunwin

Der Drache flog mit gleichmĂ€ĂŸigen FlĂŒgelschlĂ€gen dahin.

`Du warst schon immer der KlĂŒgste von uns Brandur.
Mir vertrauen Bruder?
Zu Lebzeiten ein tödliches Unterfangen, niemand war so dumm mir zu vertrauen... nicht einmal ich...

Nun... wer weiß, vielleicht ist dies unsere zweite Chance, durch unsichtbare Hand geleitet...

Wir haben Vater und der Tradition ein Leben lang gedient... aber mein Leben ist beendet Brand...
Ich diene ihm nicht lÀnger... ich diene niemandem mehr aus Angst...
Nur noch aus freien StĂŒcken...
Ich folgte Deiner Bitte freiwillig... und aus Neugier...

Die Zeichen die ich gelesen habe, deuten vom Ende des alten Weges Bruder...
Was ich in den Zeichen las war... nun...
...mein Tod war ein notwendiges Ende um dieses Tor zu öffnen...

Du musst die Finsternis die auf dem Weg zur Freiheit lauert vertreiben...
Nur danach wird Lin diesen Weg beschreiten können Bruder...

Vertrauen ist unnötig Bruder...
Mit dem Versprechen meiner Hilfe an Deiner Seite wird sich Dein altes Herz hoffentlich zufrieden geben...ÂŽ,
erlĂ€uterte der Geist Dunwins und flog ein StĂŒck schweigend weiter.

`Lin ist Dein Junge? Hm... das gefÀllt mir...
Du hast Recht Bruder... niemand sah ihn... niemand bis auf mich...
Unsichtbar zu sein ist eine große Strafe... aber manchmal auch ein Segen...
Du kennst die Regel der Unsichtbarkeit Bruder???...

Brandur... wir alle waren keine VĂ€ter, wir waren WĂ€rter...
Und ich... ich war Ihr Foltermeister...
Niemand kann einem Kind Magie in den Verstand prĂŒgeln...
Oder sie heraus foltern... dass sollten wir beide wissen... nicht wahr?

Zu Lebzeiten verlor ich durch Alastairs Hand meinen jĂŒngsten Sohn... und durch meine eigenen HĂ€nde meine beiden ersten Söhne...
Kann ein Mann weniger Vater sein als ich?
Sie hatten versucht mich zu verstehen...
Versucht zu begreifen warum ich sie hasste...

Und ich schaute weg in ihrem Leid, ich lachte, ich verhöhnte sie... anstatt sie zu schĂŒtzen, wie einst Alastair wegschaute, lachte und verhöhnte. Aber hat er mich dadurch nur einen Moment mehr gesehen? Nein. Was wĂ€re sein Blick auch wert gewesen?

Ich hÀtte ihm die Augen nehmen sollen um mein eigen Fleisch und Blut zu wahren Bruder... so wie Du.

Linhard wird unsere zweite Chance sein... Deine im Leben, meine im Tode...
Bruder... der Bann wÀre gebrochen, gÀbe es stets nur einen Nachfahren... nicht wahr?Ž,
antwortete Dunwin freundlich.
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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#119

Beitragvon Ansgar von Hohenfelde » Mi 27. Sep 2017, 22:58

Ansgar schaute zu Marci runter und wischte ihr die TrÀnen aus dem Gesicht, ehe er ihr einen Arm um die Schulter legte.

"Na was hast Du denn gedacht? Sicher beschĂŒtze ich Dich. Du gehörst zu Wolfi und Dave und somit zu meiner Familie. Ist doch zum GlĂŒck noch einmal alles gut gegangen, kein Grund zu weinen hm?", flĂŒsterte Ansgar Marcella aufmunternd zu.

"Was ist passiert?", fragte eine Frauenstimme und Ansgar drehte sich wie von der Tarantel gestochen nach der Sprecherin um.

Fin betrat gemeinsam mit Wolfi die Heilstube und musterte ihren Mann fragend. Ansgar schob Marci behutsam von sich. Er ging auf Fin zu und umarmte sie so feste, dass sie kurz auf quiekte, ehe er sie fest und leidenschaftlich auf den Mund kĂŒsste.

"Bist Du wahnsinnig? Was machst Du mit unserem KĂŒken hier?", flĂŒsterte Ansgar und legte Fin einen Arm um die Taille.

"Du hast gesagt ich soll mich verstecken wo mich keiner vermutet. Wer vermutet mich in der Höhle des Löwen? Du hast mich weggeschickt, jeder sah mich mit Wolfi gehen. Folglich ging jeder davon aus, dass ich geflohen bin und das Anwesen verlassen habe. Unser Gast ist auf einem seltsamen Geschöpf geflohen und ich glaube er hatte unseren Sohn dabei. Er ist fliegend geflohen Ans. Als ich das sah, dachte ich, wir können uns aus unserem Versteck wagen", flĂŒsterte Fin zurĂŒck und kĂŒsste Ansgar.

"Du hast schon richtig gesehen, Brandur und Lin stecken unter einer Decke. Wir mĂŒssen Wolfi beschĂŒtzen. Unser Spezial-Gast hat unseren Vater als Geist beschworen...", erklĂ€rte Ansgar und warf seiner Frau einen vielsagenden Blick zu.
"Verstehe... und Dave hat es nicht verkraftet", wisperte Fingard.

"So kann man das auch nennen Schatz. Varmi und ich haben ihn aus dem Nexus zurĂŒckholen mĂŒssen und er hat sich gestrĂ€ubt wie ein Wahnsinniger. Dantoine hat ihm etwas verabreicht um ihn vom Nexus zu trennen. Weißt Du was seltsam ist?

Ich habe Varmikan wie auch Brand völlig falsch eingeschĂ€tzt. Auf Varmikan ist tatsĂ€chlich Verlass, er stand an unserer Seite Fin. Du hĂ€ttest ihn sehen sollen, wie er fĂŒr Dave einstand. Ebenso Daves Freunde, Urako und Gasmi. Varmikan rief sie mental her und sie waren sofort fĂŒr ihn da. Das sind echte Freunde Fin.

Marci hat versucht mich vor Brandur und seinen Kumpanen samt dem Geist zu beschĂŒtzen. VerrĂŒckt, ich weiß, aber Mumm hat sie - dass muss man ihr lassen. Wolfi hat gut gewĂ€hlt.

Brandur sah in uns keine Opfer, er sah in uns nur Ziele. Er kam um das zu beenden, wozu sein Bruder nicht mehr kam. Das war meine Dummheit, der ganze Streit, samt Daves Zusammenbruch geht auf meine Kappe. Völlige FehleinschĂ€tzung der Situation, ich strebte Frieden an - er nicht. Ich bin von meiner Warte ausgegangen. Ich hĂ€tte ihn sofort töten mĂŒssen.

Ich hoffe Dave geht es gleich etwas besser. Wenigstens soll er versuchen den Rest seines Tages noch zu genießen. Aber gleichgĂŒltig wie schrecklich der Tag samt den Erlebnissen war, er hat uns gezeigt auf wen Verlass ist und auf wen nicht. Und wer tatsĂ€chlich zur Familie gehört. Ich tat dem Spitzohr Unrecht und ich denke dass Urako samt Mann ebenso einen Platz bei uns verdient hat. Marci eh, Du verstehst schon",
erklÀrte Ansgar leise.

"Ans hinterher weiß man immer mehr, so heißt es doch. Daves Freunde sind die bessere Familie als die bucklige Verwandtschaft. Auf die ist auch Verlass Ans, aber nur dahingehend, dass jeder den anderen tot sehen möchte. Ich habe Dir gesagt, dass Varmi Dave gut tut und er Deinen Bruder aufrichtig liebt. Brandur muss gewusst haben, was das Erscheinen von Eurem Vater bewirkt. HĂ€tte er Dave oder Dich je nackt gesehen, gĂ€be es da wohl keine Fragen mehr", flĂŒsterte Fin nachdenklich.
"Öhm... ja Schatz", gab Ansgar etwas verdattert zurĂŒck.

"Dummkopf, Du weißt wie ich das meine. Ihr habt Narben, wo ihr keine haben dĂŒrftet. Das sich Dein Verhalten Lin gegenĂŒber rĂ€chen wird, habe ich Dir gesagt, ebenso wie Dave. Was ist mit dem Großen? Wieso war er auf Brandurs Seite?", hakte Fin flĂŒsternd nach.
"Das habt Ihr eindeutig Fin, keine Frage. Brandur hat ihm Honig um den Bart geschmiert... sie mögen sich", schnaubte Ansgar.

"Es könnte doch tatsÀchlich der Fall sein", warf Fin ein.
"Ist es auch. Wir mĂŒssen nachdenken, wie wir weiter vorgehen Fin", flĂŒsterte Ansgar.

"In Ordnung, dass machen wir. Zusammen schaffen wir dass, wie immer Ans. Wie sagst Du immer? Gemeinsam sind wir unausstehlich", wisperte Fingard liebevoll ihrem Mann zu und strich ihm ĂŒbers Kreuz.
"Genau", grinste Ansgar.
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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#120

Beitragvon Anwolf » Mi 27. Sep 2017, 23:04

Anwolf gesellte sich zu Marcella und drĂŒckte sie zur BegrĂŒĂŸung erleichtert.

"Tut mir leid, dass ich Dich vorhin einfach stehen lassen musste Marci. Du hast unsere Familie nicht gerade von ihrer besten Seite kennengelernt.

Aber meine Eltern sind echt schwer in Ordnung und Dave ebenfalls. Was immer Dir Linhard erzĂ€hlt hat, streich es aus Deinen Gedanken. Ich bin froh dass Dir nichts passiert ist. Und ich bin genauso erleichtert, dass allen anderen, einschließlich uns nichts passiert ist.

Ich hatte Angst um Dich Marci, aber Ma hat gesagt ich darf weder zu Paps noch zu Dave oder Varmi mental Kontakt aufnehmen um sie zu fragen. SpĂŒren durfte ich auch nach niemanden.

Die ganze Sache hat mich ziemlich fertig gemacht, drum möchte ich Dir was sagen. Ich... also... ich mag Dich... so ziemlich... also so richtig... weißt Du?",
grinste Wolfi verlegen.
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