Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Doppelhochzeit -- 15.09.202

Das Geisterhaus
Die Geister waren bis zum Jahr 202 eine erfolgreiche Gilde von Auftragsmördern. Jedoch bot das Leben im Geisterhaus mehr als nur ein gesichertes Einkommen, sondern auch ein zu Hause für Verlorene. Wichtigste Aufnahmebedingungen waren absolute Loyalität und Verschwiegenheit - sonst endete man rasch selbst auf der Todesliste. Die ehemaligen Geister verdienen ihren Lebensunterhalt heute auf ehrbare Weise als "Fantomes" in Souvagne.
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Davard von Hohenfelde

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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#121

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Fr 29. Sep 2017, 08:15

Dave lehnte sich mit dem Kopf an Varmikans Brust an und machte es sich gemütlich, während er weiterhin Puschels Hände festhielt.

Urako spürte, dass sie nicht mehr ganz so kalt und eisig waren wie zuvor. Langsam aber sicher erholte sich Dave, während er einfach schweigend die Nähe seiner Lieben genoss.

"Mal eine Frage Sternchen, woraus besteht eine Seele eigentlich?", fragte Varmikan und drückte seinen Mann an sich, während er ihn kraulte.

"Eine Seele besteht aus Energie. Soweit bekannt ist, verlässt die Seele nach dem Tod den Körper und geht in den Nexus ein. Nach einer Zeit kehrt die Seele nach dem Nexusaufenthalt zur Urenergie zurück, dahin wo angeblich die Götter leben. So sagt man", erklärte Dave und genoss die Streicheleinheiten.

"Eine Seele ist ein Geist und Du kannst den Geist einer Person manipulieren. Folglich könntest Du ihn manipulieren, ihn an Schmerzen erinnern, ihm Eure Begegnung beim nächsten Mal genauso unangenehm gestalten wie sie heute für Dich war oder?", fragte Varmikan mit diabolischem Grinsen.
"Klingt gut - ob es tatsächlich funktioniert, weiß ich nicht. Aber einen Versuch ist es wert, falls er uns erneut heimsucht", grinste Dave zurück.

"Zumal Du nicht alleine bist, ich bin auch Geistmagier und stehe Dir immer bei. Wolfi ebenso Schätzchen. Eventuell können uns auch Ansgar und Massimo beistehen. Nochmal wird er uns nicht auf dem falschen Fuß erwischen und so leicht machen wir ihm die Sache auch nicht nochmal. Versprochen", erklärte Varmi aufmunternd.

"Ihr habt mir schon beigestanden, Dankeschön an alle. Du hast Recht Klingenohr", grinste Dave beruhigt.
"Bitte Bitte", gab Varmikan zurück.

"Hoffentlich sage ich das auch noch, sobald ich ihm gegenüberstehe... keine Ahnung ob ich dann noch den gleichen Mumm habe", stöhnte Dave.
"Wenn nicht Du, dann Puschel, ich und alle anderen. Das ist kein Problem Dave - wir sind eine Familie", antwortete Varmikan.

"Du hast den vierten Rang inne Davy, Du solltest Telepathie erlernen. So könntest Du im Fall des Falles jeden von uns warnen, vor allem die Nicht-Magier", schlug Wolfi vor.
"Sehr gute Idee ich werde mich schlau machen, bezüglich eines passenden Geistmagier. Die Akademie werde ich nicht noch einmal besuchen", schmunzelte Dave.

"Dabei können wir Dir hier direkt aushelfen Davy. Also eher gesagt Anwolf Privatlehrer Noculvon. Er ist Lehrer für Geistmagie. Äußerst fähig, aber ein klein wenig schnippisch und sehr pendantisch- ein Lichtalb. Er wird Dich darin unterweisen", antwortete Ansgar.
"Perfekt, Dankeschön Ans", freute sich Dave.

"Ist quasi für uns alle Hilfe zur Selbsthilfe, immerhin kannst Du so Fin warnen oder Deine Freunde zur Hilfe rufen, auch wenn sie nicht über die Gabe gebieten. Abzuwarten bis sie schlafen, könnte fatal sein. Manchmal zählt jede Minute. Ich kümmere mich drum und weise Noculvon dementsprechend an", antwortete Ansgar.
"Das ich kümmere mich drum ist Davys Satz", grinste Wolfi.

"Er darf ihn sich ruhig ausborgen, bleibt ja in der Familie und ist für einen sehr wichtigen und guten Zweck.

Ich liebe Euch, ich hoffe dass wisst Ihr. Aber nun brauche ich ganz dringend einen Kaffee, Ihr könnt Euch nicht vorstellen wie dringend",
bettelte Dave freundlich.

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Urako

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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#122

Beitrag von Urako » Fr 29. Sep 2017, 17:57

Urako war erbost über Ansgars Weichherzigkeit.

"Der alte Sack, dieser Brandur, hat meine Hochzeit ruiniert und die von Dave und Varmi ebenfalls! Und die von Gasmi! Ganz nebenbei hat er deinen Sohn manipuliert und wollte dich abstechen, dieser Wichser mit seinem blauen Bettlaken, diesem billigen Abklatsch von einem Poltergeist! Und du erlaubst mir nicht, ihn zu richten? Mann, ich hab in einem Haus voller Waschweiber geheiratet! Wisst ihr, wer an allem Schuld ist? Der Rakshaner! Er hat die Torten angefressen und uns alle verflucht!"

Er meckerte zwar, doch er hörte nicht auf, sich währenddessen um Dave zu kümmern. Gasmi rieb Dave ebenfalls pflichtbewusst mit Spucke ein, was Urako zwar nicht guthieß, da er das eigentlich nur bei ihm machen durfte, aber in Anbetracht der Umstände tolerierte er das Fehlverhalten.

"Varmi, am besten du haust deinen Angetrauten dann gleich erst mal in den neuen Badezuber. 'ne heiße Wanne mit irgendwelchem Duftzeug drin. Gasmi und ich tanzen einene Runde Bazum davor, damit du nicht wieder auf dumme Gedanken kommst! Wir brauchen nur irgendwen, der musiziert."
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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#123

Beitrag von Ansgar von Hohenfelde » Fr 29. Sep 2017, 18:40

Ansgar musterte mit ausdrucksloser Miene Urako.

"Nun man kann nicht immer Gewalt mit Gegengewalt beantworten oder? Irgendwann muss damit einmal Schluss sein. Allerdings empfinde ich die gleiche Wut wie Du. Sobald Du tanzen warst, sollten wir den Schreck mit einem Schnaps herunter spülen.

Ich hatte ebenfalls vor mit meiner Frau zu tanzen. Danach wäre doch eine gute Gelegenheit für einen Schnaps",
erklärte Ansgar und hoffte Urako würde den Wink mit dem Zaunpfahl verstehen.

"Dave Du solltest wirklich in den Zuber, zumindest solltest Du doch das Hochzeitsgeschenk von Deinem Mann austesten", schlug Ansgar grinsend vor.

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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#124

Beitrag von Varmikan Eisseher » Fr 29. Sep 2017, 19:27

Varmikan drückte Urako zustimmend.

"Du hast völlig Recht, Dave kann seinen Kaffee auch trinken, während er im Zuber sitzt. Ein heißes Bad wird ihm gut tun und mir auch. Immerhin habe ich nicht umsonst den Zuber für meinen Schatz gekauft.

Natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen, noch etwas Deko und eine nette Kleinigkeit für unser neues Heim zu kaufen. Etwas wovon wir alle etwas haben, hoffe ich.

Ich wünsche Dir viel Spaß beim Tanzen und danach erst...",
grinste Varmikan breit und hielt Dave eine Hand hin um ihm beim Aufstehen zu helfen.

Dave ließ sich bereitwillig auf die Beine ziehen und umarmte Puschel fest und dankbar. Danach war Gasmi an der Reihe, dann Marcella, darauf folgte Dantoine, Massimo und Ansgar.

"Du hast da wohl wen vergessen", beschwerte sich Varmikan gespielt.
"Dein Dankeschön sieht nachher anders aus", schmunzelte Dave liebevoll.

"Oh... verstehe, nun dann habe ich nichts gesagt. Bis später, hebt uns ein Stück Kuchen auf und sagt Durukin ich bin bald zurück", freute sich Varmikan.
"Bis später Ihr Lieben", stimmte Dave zu und machte sich gemeinsam mit seinem Mann auf den Weg.

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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#125

Beitrag von Urako » Fr 29. Sep 2017, 21:29

Urako glotzte ihnen verständnislos nach, als Varmikan mit Dave einfach abdampfte und ihn stehen ließ.

"Eh, ich wollte Dave eigentlich mit Gasmi zusammen 'ne Runde Bazum vortanzen zur Ablenkung, während er einweicht?" Hilflos kratze er sich den Hinterkopf. "Oder das war ein ultra unhöfliches Nein danke."

Er drehte sich zu Ansgar um.

"Dann können wir uns jetzt besaufen. Deine Frau kannst du ja auch später auf die Tanzfläche führen, wenn ich hackedicht bin und Gasmi mich ins Zimmer schleifen muss."
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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#126

Beitrag von Marcella » Fr 29. Sep 2017, 22:50

Marcella

war froh das Wolfi nichts geschehen war. Er drückte sie zur Begrüssung und sie drückte ihn mit. Das was er von seine Familie erzählte stimmte nicht. Sein Vater und Dave waren für sie da gewesen.

"Wolfi deine Familie war gut zu mir. Dave hat sich um mich gekümmert und dein Vater hat mich sogar vor den Feinden und dem Geist beschützt. Für den grauenvollen Besuch könnt ihr nichts."

Als Wolfi ihr stotternd gestand, dass er sie mochte wurde Marcella rot. Sie mochte ihn genauso gerne und hatte Angst um ihn gehabt. Er war frech und er war knuffig.

"Ich mag dich genauso gerne Wolfi, du musst nicht stottern."

Marcella freute sich über die lieben Worte. Sie schaute sich um. Dave ging es schon besser. Urako wollte für ihn tanzen und erzählte Dave sollte im Zuber zuschauen. Er erzählte es so, dass es Varmikan auf einmal ganz schön eilig hatte Dave in einen Zuber zu stecken. Urako musste gar nicht mehr tanzen. Urako musste ein super heisser Tänzer sein, so wie Varmikan geschaut hatte.

"Du musst dich nicht sorgen, ich glaub deine Worte hatten schon genug Wirkung auf Varmikan. Jetzt musst du nicht mehr tanzen. Oder tanz mit deinen Mann zum Spass. Wir gucken dir genauso zu."

Marci mochte Urako gerne. Er war ein guter Freund von ihrem Meister und er war immer da, wenn ihr Meister Probleme hatte.

"Wollen wir nicht Pavo zur Sicherheit sagen, was passiert ist? Wenn es Dave Zuhause nicht gut geht, muss er wissen was passiert war."

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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#127

Beitrag von Varmikan Eisseher » Sa 30. Sep 2017, 12:10

Hochzeitsnacht von Varmikan und Dave.

Ü18, Link:
http://asamura.de/viewtopic.php?f=41&t=1124

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Ansgar von Hohenfelde
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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#128

Beitrag von Ansgar von Hohenfelde » So 1. Okt 2017, 20:38

Ansgar machte eine einladende Handgeste.
"Na dann, auf geht´s", antwortete Ansgar Urako, hakte seine Frau unter und gab den Weg vor.

Entgegen Urakos Vermutung führte Ansgar ihn aber nicht zurück in die Festhalle oder in den Tempel, sondern in seinen eigenen, privaten Bereich im Herrenhaus. Dort machte er es sich mit seiner Frau vor dem Kamin gemütlich und wählte vorher etwas von den alkoholischen Getränken aus.

"Bediene Dich frei, was immer Du trinken möchtest", erklärte Ansgar und reichte Fingard das Glas, ehe er sich selbst einschenkte.

Ansgar setzte sich neben seine Frau und musterte Urako.

"Meine Antwort unten in der Heilstube war für die Ohren der anderen bestimmt. Selbstverständlich werden wir es nicht auf uns beruhen lassen, dass Brandur es wagte gemeinsam mit Lin die Hochzeit von meinem kleinen Bruder wie auch von Euch dermaßen zu schaden. Dafür haben beide zu zahlen. Was immer Massimo auch zu hören wünschte, er hat es gehört.

Und meine Worte waren keine Lüge. Ich werde weder Brandur noch noch Linhard etwas antun. Allerdings werde ich jemanden beauftragen, der sich des Problems annimmt. Brandur ist eine permanente Gefahr für unsere Familie, allen voran für Fin und Anwolf.

Bei Linhard bin ich mir nicht sicher. Er ist lebend zu fangen. Je nachdem inwieweit Brandur ihn nach seinen Gutdünken umformen konnte, muss ich entscheiden wie mit Lin zu verfahren ist. Selbstverständlich wünsche ich nicht seinen Tod. Aber wenn mir nur die Wahl zwischen Fin und Wolfi auf der einen Seite und Linhard auf der anderen Seite bleibt, dann steht die Wahl für mich fest.

Deine Sorgen jedenfalls ist unbegründet, es ist garantiert nicht meine Absicht die beiden damit davonkommen zu lassen",
erklärte Ansgar und nahm einen großen Schluck.

"Über Linhards Schicksal entscheiden wir gemeinsam, sobald Dave ihn ausgelesen hat Ansgar. So einfach werde ich ihn nicht aufgeben. Inwieweit hat Dave die Macht, Gedanken aus einem Geist zu entfernen? Falls Brandur Linhard völlig verdreht hat, könnte Dave diese Gedanken aus Linhards Gedanken entfernen? Falls er über diese Fähigkeit verfügt, kann er uns damit unser Kind zurückgeben", warf Fingard ein.
"Ich denke schon, er kann einem etwas einflüstern, folglich müsste er auch etwas entfernen können Schatz. Ich werde mit ihm darüber sprechen, sobald er... nunja wieder Zeit für andere Dinge hat", grinste Ansgar, was auch Fin grinsen ließ, trotz der ernsten und traurigen Situation.

"Weißt Du woran ich gerade denke?", hakte Fin nach und machte es sich an der Seite ihres Mannes gemütlich.
"Nein, an was denkst Du?", fragte Ansgar Retour und legte einen Arm um Fin.

"Daran wo wir frisch verheiratet waren und Du Dich im Suff nicht von mir anfassen lassen wolltest", lachte Fin leise.
"Hey, vorsichtig... das ist peinlich Schatz, also pscht", grinste Ansgar.

"Ach Unfug Ans, das ist nicht peinlich das ist voll süß. Dass war so Urako und Gasmi. Mein Mann kam betrunken nach Hause und krakelte herum. Er ließ sich weder von seinem Diener, noch von sonst wem in seine Gemächer führen. Als sie ihn dann doch irgendwie mit vereinten Kräften in sein Zimmer geschliffen haben ging das Spiel weiter, denn er ließ sich nicht entkleiden.

Folglich rief man mich, damit ich mich darum kümmern sollte. Ansgar war aber dermaßen neben der Spur, dass er sich standhaft weigerte, sich überhaupt von mir anfassen zu lassen.
Ich war zuerst geschockt, danach wirklich wütend. Bis mir die Idee kam, den dummen Kerl zu fragen, was er sich denn dermaßen weigern würde, sich ausziehen und ins Bett stopfen zu lassen.

Da sagte er zu mir, er würde sich von fremden Frauen nicht anfassen lassen.
Und sobald seine Frau nach Hause käme, da könnte ich mein blaues Wunder erleben!

Irgendwie konnte ich ihm da nicht mehr böse sein, auch wenn er die Nacht festgeklammert am Türrahmen verbracht hat. Ich hab ihn natürlich zugedeckt, aber so getraut hat er mir dabei auch nicht",
lachte Fin leise.

"Das erzählst Du immer, dabei erinnere ich mich an nichts", schmunzelte Ansgar.
"So ist das eben, wenn man sternhagelvoll ist", gab Fin zurück.

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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#129

Beitrag von JEELEN » Mo 2. Okt 2017, 21:22

Freiherr Osmund von Wigberg

Der uralte Nekromant und Priester des Ainuwar kannte sich in dem Herrenhaus der Hohenfelde fast so gut wie in seinem eigenen aus. Zudem verband ihn mit Ansgar eine tatsächliche Freundschaft, was in ihren Kreisen durchaus selten war.

Sie teilten nicht nur die Liebe zu ihrem Glauben, sie teilten auch die Liebe zur Nekromantie. Üblicherweise galt es sich aus Familienstreitigkeiten herauszuhalten, und ein jeder wusste, dass ein wütender von Hohenfelde durchaus in der Lage war sich zur Wehr zu setzen, aber heute war ein besonderer Tag - der Tag der Hochzeit von Dave und seinem Ehemann wie auch der gleichzeitigen Eheschließung von zweien seiner nahen Freunde.

Osmund beschloss nach dem Rechten zu sehen, und was noch wesentlich wichtiger war, aber wohl fast im Trubel der Hektik untergegangen wäre, den Brautpaaren ihre Hochzeitsurkunden zu überreichen.

Nach all dem Ärger der über diese Hochzeit hereingebrochen war, würde dies hoffentlich den beiden Ehepaaren das Glück bringen, dass sie sich von ihrem neuen Lebensabschnitt erhofften.

Gemächlichen Schrittes, die eine Hand auf dem versteckten Dolch, die andere fest um seinen Stab geschlossen wanderte Osmund die dunklen Flure entlang. Seine übersinnliche Wahrnehmung verriet ihm, dass sich die Bedrohung verflüchtigt hatte. Wohin war dem alten Mann gleichgültig, Hauptsache sie war fort.

Osmund betrat die Heilstube in der sich alle versammelt hatten und schaute sich um. Keiner der Eheleute war anwesend. Selbst Ansgar und seine Frau waren nicht zugegen. Somit blieb der jüngste Familienspross übrig.

Anwolf hatte seine Familie als einziger anwesender von Hohenfelde zu vertreten und auch nur diesem würde der alte Priester die Urkunden zur Verwahrung und Weiterreichung aushändigen.

Osmund trat an den jungen Mann heran und reichte ihm die beiden Urkunden.

"Anwolf, dies sind die Heiratsurkunden von Davard und Varmikan, wie auch von Urako und Gasmi. Dir als einziger anwesender von Hohenfelde obliegt ihre Verwahrung und Weiterreichung an ihre Besitzer.

Selbstredend hätte ich sie gerne persönlich überreicht, aber leider muss ich wieder aufbrechen. Überreiche sie in meinem Namen mit den Besten Grüßen und Wünschen", sprach Osmund und legte Anwolf die Urkunden in die Hände.

"Hüte diese Urkunden und überreiche sie mit Sorgfalt Anwolf.
Gehab Dich wohl, junger von Hohenfelde. Dass wir uns bald wohlbehalten wiedersehen jüngster Spross von Ansgar",
verabschiedete sich Osmund freundlich.

Nachdem Osmund gegangen war, schaute sich Anwolf die beiden Heiratsurkunden an.

Heiratsurkunde von Dave und Varmikan:

http://fs5.directupload.net/images/171002/9i3ngvb2.png


Heiratsurkunde von Urako und Gasmi:

http://fs5.directupload.net/images/171002/92wzh5yc.png


"Sobald Dave und Varmi, wie auch Urako und Gasmi zurück sind, werde ich ihnen die Urkunden überreichen", freute sich Wolfi.

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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#130

Beitrag von Urako » Di 3. Okt 2017, 09:59

Urako musste lachen, als Marci ihm anbot, ihm anstelle von Dave und Varmi beim Tanzen zuzuschauen. Er hätte jetzt gern mit einem Bier mit ihr angestoßen, um diesen genialen Kommentar zu würdigen. Aber sie hatten keins und so knuffte er sie dafür. Sachte nur für seine Verhältnisse, denn sie war zierlich gebaut.

"Eh, wenn du mich Bazum tanzen siehst, ist dir dein Wolfi hinterher egal, Süße! Überleg dir das gut!"

Er zog Gasmi an sich heran und drückte dessen Gesicht in seine Richtung, so dass er ihn küssen konnte. Jetzt, wo die Gefahr fort war, entspannte er sich langsam wieder.

"Du hast Recht, Marci, wir müssen mit Pavo reden. Pavo ist klug, der weiß so was. Wo ist der überhaupt? Der hat mir noch gar nicht gratuliert."

Als Ansgar signalisierte, dass er ihm folgen sollte, verabschiedete Urako sich freundlich von Marci und dem immer noch rot angelaufenen Wolfi und folgte Ansgar und Fin. Selbstredend schleifte er Gasmi mit. Urako bediente sich bei den angebotenen Getränken, er mixte für Gasmi und sich einen süßen Cocktail zusammen, während er dem Oberhaupt der Familie zuhörte.

"Also. Erstens: Ich muss den Waschlappen zurücknehmen. Zweitens: Deine Entscheidung heiße ich gut, der Alte muss weg. Such dir eine Hinrichtungsmethode aus, ich beherrsche sie alle und führe sie sauber durch, das Publikum wird nichts zu klagen haben. Ich wollte zwar nicht mehr rumhenkern, aber für diesen Drecksack, der mir die Hochzeit versaut hat, mache ich eine Ausnahme. Gern auch für Linhard, die kleine Schlangenzunge. Das wird eine schöne Doppelhinrichtung, passend zur Doppelhochzeit, die sie versaut haben."

Als Fin die Anekdote erzählte, wie ihr besoffener Mann sich gegen seine eigene Frau zur Wehr gesetzt hatte, nickte Urako anerkennend und war sogleich von tiefstem Neid erfüllt.

"So einen Mann hätte ich auch gern", stellte er fest. Er war sicher, dass Gasmi völlig anders gehandelt hätte.
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