Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterlie√üen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf√§ngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. W√§hrend die Urv√∂lker auf Altbew√§hrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. Geheimb√ľnde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Herrensitz des Duc Maximilien Rivenet de Souvagne

Souvagne ist politisch neutral und hat sich als einziges Großherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt.
Großherzogtum Souvagne
Das almanische Gro√üherzogtum Souvagne ist gepr√§gt von sanfte H√ľgeln, auf denen Weinbau betrieben wird, fruchtbaren Feldern und weiten Obstplantagen. Souvagne h√§lt sich aus Kriegen gr√∂√ütenteils heraus und hat sich als einziges Gro√üherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Stattdessen setzt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne auf politische Neutralit√§t. Von allen Herrschern ist er der Gem√§√üigtste. Die Grenzen Souvagnes wurden inzwischen gr√∂√ütenteils durch eine Wallanlage gesichert. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.
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Davard von Hohenfelde
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Re: Herrensitz des Duc Maximilien Rivenet de Souvagne

#31

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Fr 15. Jun 2018, 20:48

Dave folgte Marquis la Grange in das abgeschiedene Zimmer. Dort erläuterte ihm Alexandre, was es mit dem Schutz des großherzoglichen Hofes auf sich hatte. Ein geheimer magischer Orden, der sich dem Schutz des Leben vor Untoten widmete. Der Gedanke gefiel Dave.

"Von der magischen Richtung der Bluthexerei habe ich noch nie etwas gehört. Was Euch sagt, dass Ihr Euren Beruf richtig gemacht habt. Die Geheimhaltung war gegeben. Ich denke ich werde einige Fragen zu dieser Magierichtung haben.

Zuerst danke ich Euch f√ľr Euer Vertrauen und die Informationen. Reden wir offen miteinander, Ihr geh√∂rt vermutlich diesem Geheimorden der Bluthexer an. Sonst w√ľsstet Ihr nicht davon. Meine Person ist das Oberhaupt der Fantome, eine Eingreiftruppe, welche nur der Krone untersteht.

Uns beide verbindet mehr, als Ihr wohlmöglich wisst Marquis la Grange. Wir haben den gleichen Feind.
In meiner Funktion als Oberhaupt der Fantome erhielt ich den Auftrag, Derya die Menschenfresserin dingfest zu machen und nach Souvagne zu √ľberf√ľhren, damit Ihr hier der Prozess gemacht wird.

Warum ich das erzähle, werdet Ihr Euch fragen.
Weil Deryas Vater mein Erzfeind ist Marquis.

So wie Derya einst versuchte Euch zu t√∂ten, so versuchte Ihr Vater Archibald mich zu t√∂ten. Er sch√§ndete meinen Bruder und mich √ľber Jahre, Jahrzehnte mit der Erlaubnis unseres Vaters.

Ihr habt die Tortur von Derya √ľberlebt und ich jene von Archibald. Archibald ist genau wie seine Tochter ein Menschenfresser und er mag seine Beute jung. Ich habe eine Tochter Marquis, sie wurde vor wenigen Wochen geboren. Ich wei√ü, was Bestien wie Archibald und Derya ihren Opfern antun.

Schlimmer noch, einmal in Naridien drang Archibald in unser Haus ein und tötete zwei Mitbewohner. Er entzog sich unserem Zugriff, da er ein Vampir ist!

Versteht Ihr nun meine Sorge? Diese Bestie wird keine Gelegenheit auslassen mir zu schaden und sollte er von meiner Tochter erfahren, wird er alles daran setzen, sie in seine Klauen zu bekommen. Ihr k√∂nnt versichert sein, dass ich das verhindern werde. Gleichg√ľltig wie oder womit, er wird meine Tochter niemals als Spielzeug besitzen, er geht die Sonne im Abgrund auf.

Aber ich hatte gehofft, dass ich meine kleine Maus und jeden der auf meiner Scholle lebt, vor solchen Bestien besch√ľtzen kann. Dass man ein Haus sch√ľtzen kann, ist wunderbar. H√§ttet Ihr die G√ľte, mein Haus zu sch√ľtzen, damit meine Tochter dort in Sicherheit lebt? Nat√ľrlich auch alle anderen Bewohner?

Vielleicht k√∂nnten wir zusammen eine L√∂sung erarbeiten, wie man den Schutz gro√üfl√§chig ausdehnen kann. Eventuell √ľber kleinere Vampir-Schutzzonen die sich √ľberlappen und so eine gro√üe Fl√§che abgedecken.

Selbstverst√§ndlich leiste ich auch meinen Anteil an der Sicherheit meiner Scholle. Die B√ľttel und Gardisten sind gut aufgestellt, mit bester Bewaffnung versehen, verf√ľgen √ľber eine erstklassige Versorgung und Ausstattung.

Nun versteht Ihr also, warum ich mir meine Scholle Vampirfrei w√ľnsche, die Gefahr, dass sich diese Bestie trotz aller Sicherheitsvorkehrungen auf mein Land schleicht sind zu gro√ü. Ich habe Angst um meine kleine Tochter",
erklärte Dave Alexandre.

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Re: Herrensitz des Duc Maximilien Rivenet de Souvagne

#32

Beitrag von Alexandre de la Grange » Sa 16. Jun 2018, 10:34

Der Marquis versteifte sich, w√§hrend Davard sprach. Ein feuchter Schimmer √ľberzog sein blasses Gesicht.

¬ĽWoher Ihr von dem Verh√§ltnis zwischen der T√§terin und mir wisst, ist mir bekannt. Jedoch hattet Ihr einen Trank erhalten, der Euch dies vergessen machen sollte. Bitte setzt mich dar√ľber in Kenntnis, ob der Trank nicht ausreichend wirkte - die Existenz von uns Bluthexern habt Ihr ja offenbar wie beabsichtigt vergessen - oder ob jemand Euch im Nachhinein davon unterrichtete, was mir widerfuhr. Diese Sache geht letztlich nur meinen Leibdiener, meinen Medicus und die B√ľttel etwas an und es ist mir sehr unangenehm, dass inzwischen scheinbar der halbe Palast davon wei√ü! Wie habt Ihr davon erfahren? Von einem der Princes?¬ę

Alexandre nahm sich einen Atemzug lang Zeit, sich zu sammeln und seinen √Ąrger herunterzuschlucken, ehe er fortfuhr.

¬ĽIch verzichte darauf, Euch mein Bedauern auszusprechen. Ihr seid nun ein erwachsener Mann, der sich seiner Haut zu erwehren wei√ü. Stattdessen biete ich Euch meine Unterst√ľtzung im Kampf an. Schon allein, weil es mir ein pers√∂nliches Anliegen ist, der T√§terin zu schaden, wann immer es m√∂glich ist - und wenn es √ľber ihren nicht minder widerw√§rtigen Vater erfolgt.

Als Oberhaupt der Fantome wurdet ihr mit der Jagd auf die T√§terin betraut. Lasst mich Euch einen Hinweis geben, vielleicht n√ľtzt er etwas. Archibald wurde beschattet. Es gab L√ľcken, wenn er sich in Fledermausgestalt von einem Ort zum anderen bewegte, doch die beauftragten Hexer konnten ihn einen Gro√üteil der Zeit beobachten. Archibald hat drei Kontaktpersonen bei Hofe. Wir wissen noch nicht, in welchem Verh√§ltnis sie zueinanderstehen, doch wurde er mit ihnen gesichtet. Es betrifft die Leibdiener Nathan Garc√¨a und Fabien Lacomb sowie den Leibgardisten Robere Moreau. Interessant ist, dass sie alle drei enge Verbindungen zur Krone haben, was uns misstrauisch macht. Wie Ihr mit den Fantomen bei den Ermittlungen und dem Zugriff vorgehen m√∂chtet, ist Eure Angelegenheit, aber wir Bluthexer haben uns daf√ľr entschieden, vorerst still zu beobachten und niemanden wissen zu lassen, dass wir von diesen Kontaktm√§nnern Archibalds im Bilde sind. Falls er etwas plant, dann w√§re es fatal, ihn zu zeitig aufzuschrecken. Ihr m√ľsst selbstredend davon wissen, aber √ľberlegt Euch gut, ob Ihr einen der drei oder Archibald selbst bereits darauf ansprecht.

Es ist unser Blut, mit welchem wir Banns wirken, so dass Untote den Palast nicht betreten k√∂nnen. Die Menge an uns zur Verf√ľgung stehendem Lebenssaft ist naturgem√§√ü begrenzt, daher ist es ausgeschlossen, ganze Landstriche zu Schutzzonen zu erkl√§ren. Daf√ľr sind wir viel zu wenige. Die Bluthexer arbeiten als Orden ausschlie√ülich auf Befehl der Krone. Das hei√üt, wenn wir offiziell t√§tig werden sollen, m√ľsst Ihr den Duc dahingehend um Hilfe bitten. Jedoch kann ich Euch im kleinen Rahmen als Privatmann helfen, als Freundschaftsdienst von Marquis zu Marquis. Gebt mir ein wenig Zeit und ich werde blutmagische Artefakte aus dem Fundus meines Tempels holen. Ja, Ihr habt richtig gelegen, ich leite den Orden nicht nur, sondern bin selbst einer der Bluthexer.¬ę
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Davard von Hohenfelde
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Re: Herrensitz des Duc Maximilien Rivenet de Souvagne

#33

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Sa 16. Jun 2018, 18:12

Dave musterte Alexandre besorgt und √ľbermittelte ihm beruhigende Gedanken. Ganz vorsichtig umarmte er mental die Seele von Marquis de la Grange, so dass sich dieser f√ľr einen Moment absolut geborgen und fern von der Welt f√ľhlte.

"Ihr irrt Euch, was immer Ihr mir verabreicht habt, es funktionierte. Ich erinnere mich weder an ein Gespr√§ch zwischen uns beiden bez√ľglich der Bluthexerei, noch daran dass Ihr mir Eure Verwundung erl√§utert h√§ttet, ich erinnere mich an nichts Marquis.

Selbstverständlich sage ich Euch woher ich die Information habe, von Prince Dreux de Souvagne.
Er ging damit nicht hausieren, seid dessen versichert. Er offenbarte mir diese Information im absoluten Vertrauen auf meine Diskretion. Da Ihr der Betroffene, sprich das Opfer seid, muss ich vor Euch nicht schweigen. Niemand weiß besser was geschah als Ihr.

Prince Dreux de Souvagne offenbarte die Information, um mir die gesamte Tragweite und Grausamkeit von Derya preiszugeben. Zu keiner Sekunde sprach er schlecht von Euch, im Gegenteil, ihm liegt sehr viel daran, dass der Gerechtigkeit Euch betreffend Gen√ľge getan wird. Und dies werde ich tun Marquis. Das schw√∂re ich Euch",
versicherte Dave und ließ Alexandre mental wieder behutsam los.

Dave nahm Platz und √ľberlegte eine kurze Zeit, ehe er weitersprach.

"Ihr seid der Erste der bei meiner Information weder gef√ľhlsduselig, rasend, noch b√∂sartig wird. Ihr nehmt die Information als das hin, was sie ist - ein Fakt. Daf√ľr Danke ich Euch. Nun in einem irrt Ihr, ich bin zwar ein erwachsener Mann und ich dachte selbst von mir einige Zeit, dass ich es heute mit der Bestie aufnehmen k√∂nnte, aber das ist nicht der Fall.

Lange Zeit war mein Bestreben m√§chtig genug in der Magie zu werden, um der Bestie eines Tages die Stirn bieten zu k√∂nnen. Um sie ausschalten zu k√∂nnen und ihr die Rechnung f√ľr ihre Taten zu pr√§sentieren. Als es zu einem Treffen kam, warum erl√§utere ich sp√§ter, sa√ü ich ihr gegen√ľber und ich war wieder ein kleiner vierj√§hriger Junge der sich vor diesem Monstrum f√ľrchtete. Am liebsten w√§re ich weggelaufen, aber ich tat es nicht.

Hinzu kommt, dass ich der Bestie nicht mehr beikommen kann. Oh ja, es gab ein winziges Zeitfenster, wo ich ihn h√§tte einfach erledigen k√∂nnen. Er war was er war, ein abartiger kinderliebender Menschenfresser und Schwertmeister, aber so gef√§hrlich er auch war, ich bin ein Meister der Geistmagie. Ich h√§tte ihn fertig gemacht ohne nur in die Reichweite seiner Klinge zu m√ľssen. Denn er ist ein √ľberaus t√∂dlicher Gegner.

Aber an dem Tag Marquis, als ich ihm gegen√ľber sa√ü bei einem Familientreffen, war er bereits ein Vampir. Wer immer auf die geisteskranke Idee gekommen ist, eine Person wie Archibald in einen Vampir zu verwandeln, hat keine Vorstellung davon, welche wahre Bestie er geschaffen hat. Das Absurde an der ganze Geschichte war, dass dieser Kerl auf einem Familientreffen war. Das er st√§ndig in unserer Familie anwesend war.

Mein Vater, Dunwin von Hohenfelde, hielt ihn sich als Schwertmeister, ersten Mann seines Stabes und Wahlbruder. Mein Vater verabscheute Magie, meinen Bruder und mich. Und da kam ihm Archibalds Neigung gerade recht. Archibald durfte mit uns tun und lassen was er wollte. Er hatte die Erlaubnis meines Vaters.

Als Linhard gemeinsam mit Brandur und dem beschworenen Dunwin f√ľr den Familienfrieden k√§mpften, nahmen sie ausgerechnet Archibald in ihren Reihen auf. Warum, dass kann ich Euch nicht sagen, aber ich vermute die treibende Kraft dahinter war mein Vater. Als Geist hat er nichts von seiner Widerw√§rtigkeit und Falschheit verloren, dass kann ich Euch versichern.

Und so saß an jenem Tag, als wir tatsächlich alle untereinander den neuen Weg beschlossen haben, urplötzlich Archibald am Verhandlungstisch und ich wurde zum vierjährigen Jungen, einer Maus die vor einer Schlange saß. Ich war nicht einmal mehr ein Hase.

Seine einzige Schwachstelle, an der ich ansetzen kann, sind seine Kinder. Diesen Weg w√ľrde ich sonst nicht w√§hlen, denn Kinder sind f√ľr mich ein absolutes Tabu. Bei Archibalds Brut, mache ich allerdings eine Ausnahme. Denn gleich wieviele Kinder der Mann tats√§chlich hat, sie alle sind Menschenfresser. Wie viele Kinder er hat, kann ich Euch nicht sagen, ich habe bis jetzt zwei in Erfahrung gebracht. Derya und einen Arbogast. Aber Ger√ľchten zu Folge hat er weitere Kinder. Seine Form von Schutz und Liebe ist, dass er sich von ihnen fernh√§lt. Aber wird eines von ihnen bedroht, oder schwebt es in Gefahr, rettet er es.

Ich vermute die Rettung in Person, die Derya vor dem Block bewahrte war Archibald von Dornburg. Leider habe ich daf√ľr keine Beweise, sonst h√§tte ich sie l√§ngst geliefert. Es ist nur eine Vermutung meinerseits.

Noch habe ich keine Ahnung, wie man Vampiren beikommen kann, au√üer dass sie im Sonnenlicht vergehen und zu Staub verbrennen. Aber dazu muss man seiner habhaft werden und was w√§re idealer, als wenn wir seine Tochter √∂ffentlich hinrichten? Dann wird er sein wahres Gesicht zeigen, denn erneut wird der Vermummte auftauchen um sie zu retten. Und wir sollten ihm ein St√ľck weit entgegenkommen, die Hinrichtung sollte nachts stattfinden. Dann h√§tten wir zwei Fliegen mit einer Klappe erschlagen",
sagte Dave und setzte sich etwas gem√ľtlicher hin.

"Archibald kann man nicht verarschen oder erpressen, der Mann ist hochgradig intelligent und manipulativ, zudem fehlt ihm jedes Mitgef√ľhl f√ľr andere. Er ist wahnsinnig, geisteskrank und dennoch setzt er seine Gel√ľste absolut logisch und rational um.

Er handelt fast wie einer der Wahnsinnigen aus unserer Familie, nur dass er kein Mitglied unserer Familie ist. Ich vermute das mein Vater Dunwin einen gro√üen Beitrag dazu leistete, Archibalds Gedanken in klare Strukturen zu bringen, er hat auf ihn abgef√§rbt was das Hohenfelde Denken angeht. Er hat seinen Assassinen zu einer noch t√∂dlicheren Waffe geschmiedet. So t√∂dlich, dass Archibald irgendwann sogar die Planungen f√ľr meinen Vater √ľbernahm.

Die Mutter von Derya war Merna Letnaux, ebenfalls eine Kämpferin im Stab meines Vaters. Archibald und Merna, dass ist das geistige und fleischliche Nest, woraus Derya entstand. Eine Bestie wie Archibald sollte keine Kinder haben Marquis.

Ich Danke Euch f√ľr Eure Aufkl√§rung, ich werde meinerseits Fabien, Nathan und Robere beschatten lassen und zusehen, was wir in Erfahrungen bringen k√∂nnen. Die beiden Leibdiener arbeiten an den strategisch wichtigsten Punkten, der erste ist der Leibdiener des Duc und der zweite ist der Leibdiener des Archi-Duc. Das hei√üt, wenn sich Archibald mit beiden versteht, erh√§lt er eventuell bestes Informationsmaterial aus erster Hand!

Robere wird Informationen √ľber die Sicherheitsvorkehrungen, die Sicherheitslage und die Bewaffnung liefern k√∂nnen. Auch dies d√ľrfte f√ľr Archibald von entscheidender Bedeutung sein.

Er wird die drei Personen kaum umkrempeln, aber eines steht fest, alle drei schweben in permanenter Lebensgefahr, solange er in der N√§he ist. Denn sobald man f√ľr Herrn von Dornburg nutzlos geworden ist, entsorgt er einen, damit niemand seinem Plan in die Quere kommen kann. Hier m√ľssten wir vorrangig die Leibdiener besch√ľtzen, da sich ein Gardist zur Not allein verteidigen kann, ein Deiner hat keine Chance gegen den Schwertmeister.

Zudem werde ich die Hintergr√ľnde der drei M√§nner durchleuchten. Da Archibalds Frau ebenfalls Souvagnerin war, w√§re es durchaus m√∂glich, dass er ein privates Interesse an den Personen hat, falls diese mit Merna Letnaux irgendwie verwandtschaftlich verbandelt sind. Aber das werde ich abkl√§ren, dazu werde ich allerdings keinen der drei selbst befragen, da ich sie damit in Gefahr bringen w√ľrde. Sollten sie sich vor Archibald versprechen, schl√§gt er um.

Solange er sich rein friedlich verhält, weiß er nichts von den Ermittlungen und es ist noch niemand in Gefahr. Ich schließe mich also Eurem Vorgehen an Marquis la Grange.

Gut als Fledermaus konnten sie dem Kerl nicht folgen, wie auch? Wobei h√§tte dort ein Himmelsauge vielleicht die M√∂glichkeit ihn mit einem kleineren Vogel auszusp√§hen und weiter zu √ľberwachen? Das m√ľssten wir einmal abkl√§ren Marquis, so dass eine l√ľckenlose √úberwachung vielleicht doch m√∂glich w√§re"
, antwortete Dave freundlich.

"Euer Blut? Nat√ľrlich k√∂nnt Ihr dann nicht fl√§chendeckend ganze Landstriche sch√ľtzen, da habt Ihr v√∂llig Recht. Ihr arbeitet genau wie wir f√ľr die Krone Marquis, aber f√ľr einen pers√∂nlichen Gefallen Eurerseits von Marquis zu Marquis meine Tochter betreffend, werde ich Euch f√ľr immer dankbar sein.

Auch wir arbeiten rein f√ľr die Krone, aber als pers√∂nlicher Besch√ľtzer meiner Tochter, habt Ihr einen eben solchen Stellenwert. Ich werde mich pers√∂nlich um Eure Belange k√ľmmern, solltet Ihr jemals meine Hilfe ben√∂tigten oder einen Wunsch an mich haben.

Ferner w√ľrde es mich freuen, wenn wir unsere Freundschaft vertiefen k√∂nnten. Rein privat, denn auch unter Edelleute schadet es nicht Freundschaften zu pflegen. Ihr seid jedenfalls in meinem Haus jederzeit herzlich willkommen. Falls Ihr Lust habt, Irmina die Ihr besch√ľtzt pers√∂nlich kennenzulernen, besucht mich einfach",
sagte Dave gut gelaunt.

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Re: Herrensitz des Duc Maximilien Rivenet de Souvagne

#34

Beitrag von Alexandre de la Grange » So 17. Jun 2018, 08:46

¬ĽTrotzdem werde ich deswegen mit Dreaux reden¬ę, beharrte Alexandre. ¬ĽIch habe ihm nicht nur berichtet, was geschah, da ich ihm vertraute, er durfte auch meine Narben betrachten. Ich empfinde sein Verhalten als Vertrauensbruch. Wer wei√ü, wem er noch alles davon berichtete.¬ę

Erbost zog Alexandre ein zerknittertes und benutzt aussehendes Taschentuch aus seiner Robe und tupfte sich damit den Schweiß von Stirn und Hals.

¬ĽWie man reagiert, wenn man seinen einstigen Peinigern gegen√ľbersteht, wei√ü Ainuwar allein. Man kann es nicht absch√§tzen, bevor man es nicht erlebt hat. In meinen Gedanken ziehe ich Derya den erstbesten schweren Gegenstand √ľber ihren Sch√§del, bis ihr Kopf nur noch Matsch ist. Aber ich bin Realist genug, um zu ahnen, dass vermutlich genau dann kein geeigneter Gegenstand in Griffreichweite sein wird oder die Erinnerung mich bei ihrem Anblick l√§hmt.

Dass Archibald ein Vampir ist, macht es f√ľr uns einfach. Besser h√§tte es nicht kommen k√∂nnen, wozu hat man Bluthexer. Ich w√ľnschte, Derya w√§re inzwischen auch zum Vampir geworden, dann w√§re sie meine Marionette, da ich imstande bin, Untote √ľber ihren Blutfluss zu manipulieren. Wir werden die Hinrichtung entsprechend in Szene setzen, sobald wir ihrer habhaft geworden sind, dass ihr Vater erscheint. Ich werde den Duc entsprechend beraten.

Wer Kinder haben sollte und wer nicht, dar√ľber brauche ich mir keine Gedanken zu machen. Auch ich bin der Meinung, dass wir uns im privaten Rahmen einmal treffen sollten, doch nehmt es mir nicht √ľbel, wenn ich nicht so entz√ľckt auf Eure Kinder reagiere wie andere G√§ste. Nichtsdestoweniger werde ich Irmina einen machtvollen Schutz angedeihen lassen.¬ę
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Re: Herrensitz des Duc Maximilien Rivenet de Souvagne

#35

Beitrag von Davard von Hohenfelde » So 17. Jun 2018, 13:48

Dave nickte langsam, auf Alexandres Kommentar hin.

"Das ist Euer gutes Recht, Prince Dreux darauf anzusprechen, wenn Ihr dies als Vertrauensbruch wertet. Ich kann mich nur wiederholen und es Euch versichern, dass der Prince es gut mit Euch meinte. Er hatte nicht vor, Euere Verletzung vor dem Hof breitzutreten. Er erz√§hlte es mir, um mich vollst√§ndig ins Bild √ľber diese Unperson Derya zu setzen. Aber wenn Ihr es anders wertet, da Ihr schlie√ülich der Betroffene seid, ist es Eure Entscheidung, wer dar√ľber informiert wird und wer nicht. Auch ohne diese Information w√§re ich dem Befehl des Archi-Duc nachgekommen und h√§tte Derya gestellt Marquis", antwortete Dave freundlich.

Er dachte √ľber die Worte von Alexandre nach. Weshalb sollte es von Vorteil sein, dass Archibald ein Vampir war? Wie konnte man ihn da noch beeinflussen? Jede Beeinflussung war durch den Untot der Bestie hinf√§llig. Allerdings kannte er auch die Magieform der Bluthexerei nicht.

"Haltet mich bitte nicht f√ľr t√∂richt, werter Marquis, aber wie kann es zu unserem Vorteil sein, dass Archibald ein Vampir ist? Ihr sagtet, Ihr h√§ttet gerade deshalb Macht √ľber ihn, √ľber sein Blut? Fr√ľher h√§tte ich ihn als Geistmagier beeinflussen k√∂nnen. Wie √§u√üert sich eine Beinflussung √ľber das Blut? Inwieweit k√∂nnt Ihr ihm schaden? Ich zweifele in keiner Weise Eure Worte an, ich m√∂chte es nur exakt erl√§utert bekommen. Erkl√§rt es mir bitte so genau wie m√∂glich. Denn falls Ihr Euch irrt, ihn angreift und ihn nicht mental niederringen k√∂nnt, dann seid Ihr tot. Es geht mir um Eure Sicherheit Marquis de la Grange, ich m√∂chte Euch nicht als eine weitere Kerbe auf Archibalds Klinge wiederfinden.

Es freut mich, das Ihr mich besuchen wollt. Wie gesagt, Ihr seid jederzeit willkommen. Bis jetzt habe ich nur ein Kind, eine Tochter - Irmina. Ihr m√ľsst Euch kein Bein ausfreuen, Ihr besucht sie einfach und schaut wie Ihr Euch f√ľhlt",
sagte Dave und hoffte auf eine Erklärung der Magieform.

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Re: Herrensitz des Duc Maximilien Rivenet de Souvagne

#36

Beitrag von Alexandre de la Grange » Mo 18. Jun 2018, 20:25

Alexandre setzte sein Lehrergesicht auf, als Davard ihm diese Frage stellte und auch noch um ausf√ľhrliche und exakte Erl√§uterung bat. Der Erzhexer legte die Fingerspitzen aufeinander und wanderte langsam mit schwingenden Roben umher, w√§hrend er in routiniertem Tonfall erkl√§rte.

"Untote bekanntlich sind immun gegen Geistmagie und manche von ihnen, wie Vampire, entziehen sich sogar der Macht der Nekromanten. Nicht aber unserer Macht.

Beginnen wir mit den Grundlagen. Die Bluthexerei ist eine der drei Disziplinen der Geistmagie:

Geistmagie beeinflusst die Lebenden.
Nekromantie beeinflusst die Toten.
Bluthexerei beeinflusst die Untoten.

Jeder Untote, der √ľber Blut verf√ľgt, ist uns Bluthexern auf Gedeih und Verderb ausgeliefert und Vampire sind vom Blut regelrecht vollgesogen. Das macht sie so empfindlich f√ľr Bluthexerei.

Die Bluthexerei bedient sich des Blutes als Katalysator. Es ist im Prinzip eine Kombination aus Magie und Alchemie mit Blut als wichtigstem Stoff. Das Eigenblut des praktizierenden Hexers löst die ätherischen Reaktionen aus, welche in Ritualen wirken. Im Falle der Vampirbekämpfung ist es hingegen das Fremdblut, welches die wichtigste Rolle spielt. Dies ermöglicht, ähnlich wie bei der Euch bekannten Geistmagie, eine Bekämpfung des Vampirs aus der Distanz bis hin zur völligen Demontage, sprich, Loslösung seiner Seele vom Körper."
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Re: Herrensitz des Duc Maximilien Rivenet de Souvagne

#37

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Mi 20. Jun 2018, 20:53

Dave hörte Alexandre aufmerksam wie hochinteressiert zu. Das der Marquis sogar in der Lage war, Vampire zu töten, zauberte ein Schmunzeln auf sein Gesicht.

‚ÄěEine mir bis dato unbekannte Form der Geistmagie, aber wenn man die Lebenden und Toten betrachtet, dann erscheint es nur logisch, dass die Sparte der Untoten gefehlt hat. Jedenfalls was die Magieausrichtungen anbelangt. Ich glaube nichts ist mehr von Fremdblut durchtr√§nkt als ein vollgefressener Vampir. Demzufolge m√ľsstet Ihr Archibald beeinflussen k√∂nnen.

Ihr k√∂nntet ihm Euren Willen aufzwingen und er h√§tte Euch nichts dabei entgegenzusetzen. Eine gerechte Strafe f√ľr die Bestie samt Ihrer Brut w√§re doch, wenn Ihr ihn dazu zwingen w√ľrdet, Derya zu bek√§mpfen. So dass er sie selbst hinrichtet, anstatt des Henkers. Er soll es bei vollem Bewusstsein tun m√ľssen, ohne dass er sich Eurem Zwang entziehen kann. Das w√§re f√ľr beide eine gerechte Strafe.

Den gleichg√ľltig wie gut und gef√§hrlich Derya mit der Waffe ist, sie wird nicht an die F√§higkeiten ihres Vaters heranreichen. Und seine F√§higkeiten werden sich damit ins Gegenteil verkehren, er zum ersten Mal von seiner eigenen Medizin eingeschenkt bekommen und zwar nicht zu knapp.

Letztendlich kann er Euch als Vampir nicht einmal gef√§hrlich werden. Ihr k√∂nntet ihn sogar auf Distanz t√∂ten, indem ihr seine Seele aus seinem K√∂rper rei√üt. F√ľr mich eine der sch√∂nsten Vorstellungen. Leider gibt es keinen vergleichbaren Zauber in der Geistmagie, die man auf Lebende anwenden k√∂nnte.

Was hochinteressant w√§re, jedenfalls f√ľr unsere Arbeit, zur Verteidigung oder zum aktiven Angriff auf eine Person. F√ľr einen effektiven Kampf ben√∂tigen wir erg√§nzende Ma√ünahmen, entweder einen Dolch, oder einen Kollegen der den Streich ausf√ľhrt. Andernfalls muss man geschickt genug sein, einer Person Dinge ins Hirn zu pflanzen, die sie ausschalten. Panik oder Wohlbefinden, kann beides t√∂dlich enden. Suggeriert man einer Person von einem Haus, einer Klippe oder √§hnlichem zu springen, sich in ein Schwert oder Messer zu werfen mit absolutem Wohlbefinden, ist sie ebenso tot wie nach Eurem Angriff. Aber das Ziel Eures Angriffs ist direkter Natur. Ihr greift den Feind an und ihr schaltet ihn aus.

Diese Möglichkeit haben wir als Geistmagier nicht. Wir können Personen auf dieser Art nicht bewusst schaden. Wir können sie nur dahingehend beeinflussen, sich selbst zu schädigen.

Nun besser als nichts und die Schmiede m√ľssen auch von etwas leben. Auf der anderen Seite f√ľhrt mir meine Magie stets vor Augen, weshalb sie als unzul√§nglich oder wertlos in unserer Familie gilt. Kein Hohenfelde zog je einen tats√§chlichen Nutzen aus der Geistmagie, aus der Nekromantie hingegen schon. Jedenfalls wird es familienintern so dargestellt.

Ein von Eibenberg w√ľrde die Sache nat√ľrlich v√∂llig anders sehen. Beeinflussung, mentale Manipulation darauf beruht ihre Macht und auch ihr Reichtum. Sie haben gelernt die Geistmagie ein tats√§chliche, n√ľtzliche Bahnen zu lenken und sie passend zu gebrauchen.

Folglich wei√ü man selten, wenn man als Au√üenstehender mit einen von ihnen spricht, ob die Gef√ľhle die man w√§hrend des Gespr√§chs empfindet echt sind, oder ob sie einem suggeriert werden. Bis auf sehr seltene Ausnahmen ist es niemals vorgekommen, dass ein Kunde unzufrieden gewesen w√§re.

Ein von Eibenberg ist zu Kunden stets freundlich, zuvorkommend, ehrlich, hilfsbereit und hat den Charme eines besten Freundes, der es absolut gut und aufrichtig mit einem meint. Sie nutzen eine mentale Volltarnung durch ihre Befähigung zur Geistmagie.

Auf diese Art erhalten sie fast immer, was sie m√∂chten. Sie schaden ihren Kunden nicht, aber sie sehen sie als einen Teil ihres Kapitals. Als eine gut zu beh√ľtende Herde, um die man sich k√ľmmern muss, damit die Ertr√§ge stimmen, wenn sie gemolken werden. Ich vermute dass kein Kunde und kein einziger Purie jemals einen von Eibenberg ohne mentale und einstudierte Maske erlebt hat. Letzteres sicher nicht einmal wir. Bei Ihnen ist ein L√§cheln immer noch die eleganteste Art, seinem Gegner die Z√§hne zu zeigen.

Ein weiterer Zweig unserer Familie, die von Wigbergs nutzen die Geistmagie um an jede erdenkliche Information zu kommen. Es sind Sammler, Kollektoren die gelernt haben sich heimlich, still und leise genau wie ein von Eibenberg in die Gedanken von anderen zu schleichen ohne dass man den Fremdzugriff sp√ľrt oder bemerkt.

Jedenfalls nicht als normale Person. Sie schleichen sich ein, nehmen in einer dunklen Ecke des Verstandes Platz und lesen jede noch so kleine Information aus. Ein Gedanke in irgendeine Richtung ‚Äď ein von Wigberg wird sich fragen, weshalb genau in diese Richtung gedacht wurde und er wird dem Gedanken folgen wie ein Bluthund einer F√§hrte.

So heimlich wie er kam, so heimlich wird er auch wieder gehen. Und sollte es jemals f√ľr die Familie oder Sippe von N√∂ten sein, dann wird er der ‚ÄěBedrohung‚Äú die passenden Informationen pr√§sentieren, von der die Person glaube dass niemand dar√ľber verf√ľgen kann. Und sie sammeln nicht nur direkt, indem sie Gedanken sammeln, sie ernten auch umstehende Verwandte, Bekannte, Freunde, Diener nach Gedanken ab. Jedes noch so kleine Gedankenfitzelchen ist ein Puzzleteil in einem gewaltigen Gesamtbild. Und genau dies machen sie sich. Ebenfalls eine √§u√üerst praktische Anwendung der Geistmagie.

Beeinflussung und Informationssammlung, daf√ľr ist die Geistmagie pr√§destiniert.
Entsprechend meiner Sippenangehörigen von Eibenberg und von Wigberg habe ich mich durch deren Vorbild leiten lassen, anstatt durch das Beispiel meiner eigenen Familie.

F√ľr den offenen Kampf hingegen taugt die Geistmagie nichts. In dem Fall m√ľsste man sie schon mit der Kampfkunst verbinden, so wie es der Orden der Himmelsaugen zu tun pflegt als Kampfmagier.

Welche anderen Magieausrichtungen und Strömungen gibt es in Souvagne, die ansonsten unbekannt sind?

Gibt es weitere, bestimmte Orden von denen ich wissen sollte, neben den Himmelsaugen, die Geistmagie anwenden und den Bluthexern die Bluthexerei anwenden?

Ein Verwandter Souvagnischer Seite von mir ist ein Pyromant, also ein Feuermagier. Eigentlich hatte ich vor mit ihm selbst dar√ľber zu sprechen, oder mit seinem √§ltesten Sohn. Bis jetzt bin ich leider noch nicht dazu gekommen. Aber mich w√ľrde interessieren, ob es weitere Magie-Vereinigungen in Form von Orden oder anderen Zusammenk√ľnften gibt, die eventuell nach der Ausrichtung der Magie unterteilt sind. Pyros genie√üen genau wie Nekromanten einen ziemlich eigenwilligen Ruf, so wie man Nekros nachsagt durchweg morbide veranlagt zu sein, sind Pyros angeblich cholerisch. Gut ginge es danach, w√§re mein Bruder wohl der beste Pyromant aller Zeiten, h√§tte er die F√§higkeit dazu.

Wie verhält es sich mit Euch Marquis?
Habt Ihr ebenfalls Geschwister und sind diese Magie begabt?

Welche Form der Magie wird an der Akademie Flamme des Wissens gelehrt? Und wird dort noch Lehrpersonal gesucht? Denn wo wir gerade von Verwandten und meinem Bruder sprechen, w√§re dies vielleicht eine M√∂glichkeit f√ľr ihn, sein K√∂nnen ohne die Nutzung seiner F√§higkeiten anzuwenden.

Dies w√ľrde ihn eventuell bei seiner Genesung unterst√ľtzen. Zur Zeit scheint er in seinem momentanen Zustand gefangen zu sein, oder besser gesagt hat sich damit abgefunden. Er wartet einfach ab, worauf er genau wartet, kann ich Euch leider nicht mitteilen. Allerdings war er stets f√ľr mich da und stand mir bei, soweit es in seiner Macht lag.

Er hat nie meine Hilfe ben√∂tigt, oder vielleicht habe ich dies auch einfach nur angenommen, da er der St√§rkere von uns beiden war ‚Äď der K√§mpfer, wenn Ihr so wollt. Ihn in einem derartigen schwachen Zustand zu sehen, schmerzt mich extrem und f√ľhrt mir vor Augen, was er mir tats√§chlich bedeutet.

Leider kommen einem solche Erkenntnisse meist dann, wenn man kurz davor steht, eine Person zu verlieren. Erst dann wird man sich gewahr, was man wirklich f√ľr sie empfindet, wie man selbst mit ihr umgegangen ist und was man h√§tte besser machen k√∂nnen.

Ich war oft unfair und undankbar meinem Bruder gegen√ľber. Nicht bewusst um ihm zu schaden, sondern aus der Angst heraus, dass er sich genau wie alle anderen doch irgendwann gegen mich wenden k√∂nnte. Aber das tat er nie, bis zum heutigen Tage nicht und aus dem Grund ist es meine Pflicht die Verantwortung umzudrehen. Er ist zur Zeit schwach und ben√∂tigt Schutz wie auch Hilfe und er soll sie von mir bekommen. Und nichts hilft dabei besser, als eine T√§tigkeit die man liebt.

Falls ein Lehramt f√ľr Ansgar nicht in Betracht kommt, w√§re es eventuell m√∂glich, dass er bei Euch im Orden einen Posten besetzen kann? Er ist ein √§u√üerst f√§higer Nekromant, vielleicht k√∂nnte er umschulen und Eure Form der Magie erlernen. Ich vermute, dass er sich von den Wegen der Nekromantie zur√ľckgezogen hat. Ich vermute er hat genug Leid und Tod gesehen wie auch erlebt, dass es mit dem letzten Kampf einfach sein ertr√§gliches Ma√ü √ľberschritten hat.

Ansgar war fr√ľher ein sehr aufbrausender Typ, aber nachdem er den Kampf mit Brandur so gerade √ľberlebt hat und derma√üen krank ist, ist er regelrecht handzahm geworden. Sprich er ist umg√§nglich, dass war er fr√ľher auch, man durfte ihn nur nicht rei√üen. Gleichg√ľltig seiner Art war er eines jedoch immer, absolut loyal, dass sollt Ihr wissen.

Von daher w√ľrde es ihm sicher gut tun, eine Aufgabe zu haben, wo man ihn braucht. Jedenfalls sollte die Aufgabe den Anschein haben. Und es w√§re schade um seine F√§higkeiten, auf die er stets stolz war. Vielleicht redet Ihr einmal mit ihm? Damit w√ľrdet Ihr mir einen gro√üen Gefallen erweisen‚Äú,
erklärte Dave freundlich.

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