Von Schreiadlern und Schildkröten [Chat-rpg]

Souvagne ist politisch neutral und hat sich als einziges Großherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt.

Großherzogtum Souvagnen
Das almanische Gro√üherzogtum Souvagne ist gepr√§gt von sanfte H√ľgeln, auf denen Weinbau betrieben wird, fruchtbaren Feldern und weiten Obstplantagen. Souvagne h√§lt sich aus Kriegen gr√∂√ütenteils heraus und hat sich als einziges Gro√üherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Stattdessen setzt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne auf politische Neutralit√§t. Von allen Herrschern ist er der Gem√§√üigtste. Die Grenzen Souvagnes wurden inzwischen gr√∂√ütenteils durch eine Wallanlage gesichert. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.
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Von Schreiadlern und Schildkröten [Chat-rpg]

#1

Beitragvon Erz√§hler » So 4. Feb 2018, 23:09

Von Schreiadlern und Schildkröten


Ciel beschloss, eine Erkl√§rung zu fordern, warum der Duc seinem Leibdiener Khawa die Freiheit schenkte. Ciel f√ľr seinen Teil ist damit nicht im Mindesten einverstanden. W√§hrend des bisweilen sehr hitzigen Gespr√§chs kamen die beiden auch auf politische Themen zu sprechen und Ciel deutete erstmalig gegen√ľber seinem Vater seine Gedanken einer Expansionspolitik an ...



Duc: Fabien hol Domi uns ist laaangweilig

Fabien: :erstaunt:

Duc: Nur Spaß :D

T√ľr: *BUMM BUMM*

Fabien: Ich gehe schon

Duc: wer auch sonst????

Fabien: *T√ľr √∂ffne

Fabien: HALLO????

Duc: wer immer es war, ist nun taub...

Nathan: Mein Herr w√ľnscht dringendst mit seinem Vater zu sprechen!

Fabien: sehr wohl, wer ist Dein Herr?

Nathan: Seine Durchlaucht Ciel Felicien de Souvagne, das weißt du doch.

Fabien: ah jetzt ja Moment bitte. *zum Duc schlender* gg Eure Majest√§t Euer Sohn Ciel w√ľnscht Euch zu sehen

Duc: er darf eintreten

Fabien: *zur√ľckschlender* er darf eintreten

Duc: :misstrauisch:

Nathan: *r√ľckw√§rts hinausgeh und lufthol*

Ciel: *Nathan unwirsch zur Seite schubs, an Fabien vorbei drängel* Vater!

Fabien: hoffentlich sing der nicht draußen

Duc: ARGH

Duc: Sohn, was f√ľhrt Dich zu uns?

Fabien: *Ciel musterte und wieder neben den Duc stell*

Ciel: Ich w√ľnsche zu erfahren, aus welchem Grund Ihr meinem Leibdiener Khawa, neuerdings anzusprechen als Monsieur Rousseau, die Freiheit geschenkt habt!

Duc: da er diese verdient hat

Fabien: *nickt bestätigend*

Nathan: *steht irritiert alleine drau√üen vor der T√ľr*

Ciel: Khawa ist keineswegs t√ľchtiger als die anderen Domestiken. Vielmehr ist er t√∂lpelhaft und ungeschickt, er √ľbersch√ľttete gar den ehrenwerten Chevalier de Mireault mit Mokka und zwar mehr als einmal.

Duc: und wovon soll uns Euer Gejammer nun √ľberzeugen? Wart nicht Ihr es, der uns diesen Wilden ins Haus schleppe und im Brustton der √úberzeug behauptete, jede Seele k√∂nne zivilisiert werden? Nun was gr√§mt Euch? Ihr wart erfolgreich. Ihr habt eindeutig bewiesen, dass man Wilde nicht nur zivilisieren kann. Nein Ihr habt sogar bewiesen, dass sie freie M√§nner werden k√∂nnen. Sogar Souvagner. Mag es Euch am Ende gar nicht um den Wilden sondern um Euch selbst gegangen sein Sohn?

Fabien: *verkneift sich krampfhaft ein Grinsen und behält eine hoheitliche Leibdienermiene bei*

Ciel: Ich habe ihn nicht herbeigeschleppt, sondern Euch formell vorgef√ľhrt. Zum anderen bin ich vor allem darum aufgebracht, weil es mich schmerzt, dass dies hinter meinem R√ľcken geschah. Ich wurde nicht im Vorfeld informiert, so dass ich mir rechtzeitig h√§tte Ersatz organisieren k√∂nnen. Des weiteren habe ich Khawa als Leibdiener trotz seiner Marotten gesch√§tzt und gut behandelt und nun wird er aus meinem Leben gerissen. Ihr selbst wisst um die Bedeutung eines Leibdieners!

Duc: Nun Euer Ersatz kr√§chzt vor unserer T√ľr wie eine angeschossene Katze lieber Sohn. Zudem sind wir nicht gehalten Euch vorab zu informieren. Unserer Kenntnis nach w√ľnscht Euer Leibdiener bei Euch im Dienst zu verbleiben. Khawa hat dies ausdr√ľcklich erw√§hnt. Niemand wird Euch also entzweien, wenn Ihr dies nicht w√ľnscht. Ihr habt nur einige kleine Ver√§nderungen in Kauf zu nehmen. Und gewiss wissen wir um die Bedeutung eines treuen Leibdieners. Wir selbst sind froh einen solchen unser Eigen nennen zu d√ľrfen. Khawa steht Euch weiter zur Verf√ľgung Ciel. Also was st√∂rt Euch wirklich? Wir sehen kleine Probleme darin, dass Euch ein freier Mann aus freien St√ľcken dient

Ciel: *wirft einen kurzen Blick zur T√ľr, hinter welcher Nathan leise eine Ballade vor sich hinsingt, weil man ihn aussperrte* Ich wei√ü, dass Ihr nicht dazu gehalten seid, mich zu informieren! Dennoch w√§re es w√ľnschenswert und freundlich gewesen, da man nicht wissen kann, ob Khawa nicht doch jeden Moment den Dienst quittiert. Und der Ersatz ist allein, ich ben√∂tige jedoch zwei Leibdienr, da ich l√§ngere Wachphasen zu haben pflege als jeder Diener ertragen k√∂nnte.

Duc: Ciel noch ist Khawa in Eurem Dienst, also sucht Euch nun einen neuen von uns aus auch dritten Leibdiener. Welche Wachphasen Ihr zu nutzen pflegt, sollte Euer Leibdiener begleiten. Wo wir sind ist Fabien. Aber ein jeder hält es anders. Also möchtet Ihr Khawa aus dem Dienst entfernen?

Fabien: *mustert Ciel argwöhnisch*

Ciel: Ich m√∂chte √ľberhaupt nichts! Ich f√ľhle mich hintergangen und in meinen Bed√ľrfnissen nicht f√ľr voll genommen! Des weiteren war Khawa mein Projekt, meine Glanzleistung, mein Weg zu zeigen, was ein Souvagner selbst aus einem Wilden zu machen vermag, mein Beweis, wie wichtig die souvagnischen Tugenden sind. Und nun war mir nicht verg√∂nnt, das Projekt selbst zu beenden, ich habe einen Anfang und eine Mitte und das Ende schriebet Ihr!

Duc: Also ging es Euch rein um Eure pers√∂nliche Eitelkeit und nicht um Khawa, wie wir bereits sagten. Wenn Ihr nichts w√ľnscht, sehr gut. Dann werdet Ihr ja mit Narthan auskommen wie es uns scheint. Ihr verhaltet Euch wie ein Kleinkind Ciel. Was habt Ihr denn verpasst? W√§rt Ihr gerne anwesend gewesen, als er seine Freiheit geschenkt bekam oder h√§ttet Ihr sie ihm versagt?

Fabien: *musterte Ciel argwöhnisch*

Ciel: *muss schlucken ob der Beleidigung, bem√ľht sich ruhiger zu sein* Es ging mir weder um meine Eitelkeit, noch um Khawa als Person. Mir ging es um das, wof√ľr er steht. Im Kleinen, wie im Gro√üen, so lehren es die Alchemisten. Was hier im Kleinen funktionieren kann, aus einem ruchlossen und schmutzigen Wilden einen vorbildlichen und strebsamen Manne zu machen, das funktioniert auch im Gro√üen. Khawa ist ein Beispiel dessen, was sein k√∂nnte, ein Experiment und es gl√ľckte! Und ja, ich w√§re wenigstens gern anwesend gewesen bei diesem Ereignis.

Duc: Nun Euer Experiment wie Ihr es nennt ist gegl√ľckt, wir k√∂nnen dies gerne bezeugen. Wir haben es schlie√ülich beurkundet Sohn. Nun uns freut es, dass Ihr bei solch wichtigen Entscheidungen gerne anwesend w√§rt. Sobald ihr den D√ľsterling Eurer Mutter in eine Hofdame umgeformt habt, gebt uns bescheid. Dann werden wir dieser gemeinsam die Freiheit schenken *Grinsen verkneif*

Fabien: Eure Majest√§t auf ein Wort? *fl√ľster*

Duc: nur zu

Fabien: vielleicht solltet Ihr mit Eurem Sohn privater Natur sprechen

Duc: vielleicht :D

Ciel: *bekommt vor Zorn und Scham rote Wangen*

Duc: es w√§re angebracht Du beruhigst Dich Ciel, ehe wir noch den Leibarzt rufen lassen m√ľssen. In Deinem Alter haben wir bereits 7 Jahre regiert, anstatt uns an solchen Kinkerlitzchen aufzuhalten. Falls Dir Khawa derma√üen wichtig war, besorge Dir einen neuen Affen aus dem Wald! Du hast die Grenzen zu sichern, Du hast ein Land zu verteidigen, falls Du Dich nicht erwachsen genug daf√ľr f√ľhlst und Deinem Spielzeug hinterher trauerst sprich nur offen!

Fabien: oha

jetzt ist er sauer

Ciel: Warum sagst du solche verletzenden Dinge? Sonst bist du immer stolz darauf, jeden anzuh√∂ren, sogar die Niedersten der Niederen, allen w√ľrdest du dein Ohr leihen. Nur deinem eigenen Sohn nicht. Du hast eigentlich √ľberhaupt keine Lust, dir meine Sorgen und Gedanken anzuh√∂ren, sondern nennst mich ein Kleinkind, wenn ich dir mein Herz √∂ffne. Ich habe verstanden, ich werde es wieder schlie√üen.

Duc: Ciel... komm mal her

Ciel: *geht ein paar Schritte näher*

Duc: Herkommen heißt herkommen Ciel

Ciel: *geht noch näher*

Duc: soll ich Dich holen lassen? g

Ciel: *geht so nah, bis es ihm unangenehm zu werden beginnt*

Duc: setz Dich neben mich.

Ciel: *setzt sich neben seinen Vater*

Duc: So. Und jetzt von vorne und Privat. Du m√∂chtest nicht beleidigt und √ľbergangen werden. Das verstehe ich. Ich lasse mir aber auch nicht gerne unter die Nase reiben, ein alter fauler Sack zu sein, der nur einen Leibdiener ben√∂tigt, da er den ganzen Tag rumgammelt. Ich meine wir beide haben uns gerade nichts geschenkt, nur ich kenne das Spielchen schon eine Weile l√§nger. Bei Khawas Freilassung ging es nicht um Dich Ciel. Es ging vorerst um die Sache und zwar um die Friedensverhandlungen. Dass Du Khawa vermisst ist mir klar. Ich w√ľrde auch Fabien extrem vermissen. Aber Khawa bat pers√∂nlich um seine Freiheit in Bezug auf Tarkan. Der Bezug war ersten, er h√§tte seine Herausgabe fordern k√∂nnen und davon die Verhandlungen abh√§ngig machen k√∂nnen. F√ľr einen Mann, naja sind wir ehrlich wer macht so etwas? Auf der anderen Seite sind schon Kriege f√ľr nur eine Frau gef√ľhrt worden hm? Und h√§tte Tarkan seine Herausgabe gefordert, h√§tte er Deinen Khawa wohlm√∂glich get√∂tet. Beides nicht in unserem Sinne. Ich h√§tte Dich fragen k√∂nnen - nat√ľrlich. Aber ich bin es nicht gew√∂hnt irgendwen fragen zu m√ľssen. Und ich h√§tte Dich informieren k√∂nnen, selbstverst√§ndlich. Aber das habe ich nicht getan. Weder aus Boshaftigkeit noch aus einem anderen Grund. Ich habe es schlichtweg vergessen. Vor unserer T√ľr tobt ein Krieg Ciel. Nicht umsonst hast Du die Aufgaben zugeteilt bekommen die Du erhalten hast. Ich vertraue Dir, ansonsten h√§tte ich wen anderes damit betraut. Aber Du hast Dir Khawa ausgesucht Junge, nicht ich. Das es so f√ľr Dich kam und dass Du so um ihn trauerst, h√§tte ich ehrlich gesagt nicht erwartet. Es tut mir leid, ich hatte nicht vor Dich zu verletzten Kleiner.

Ciel: Schon gut, streiten wir nicht weiter, sondern reden wir. Ehrlich gesagt, h√§tte ich selbst nicht erwartet, dass es mich so aus der Fassung bringt. Aber mir wurde auch noch nie ein Leibdiener, nun ja, entwendet? Es lag nicht in meiner Absicht, dir Faulheit zu unterstellen, ich wollte nur begr√ľnden, warum ich zwei Leibdiener brauche. Wertungsfrei war das gemeint. Aber um mich ging es mir nicht, auch wenn ich gerade w√ľtend bin. Ich habe das Experiment f√ľr Souvagne durchgef√ľhrt und nicht f√ľr mich.

Duc: ich h√∂re Dir zu. Wozu soll das Experiment dienen? Dazu ob man ganz Rakshanistan befrieden k√∂nnte? Nun wenn Dich der ¬ĽRaub¬ę Deines Leibdieners so aus der Fassung bringt, scheinst Du ihn sehr gemocht zu haben. Ich meine pers√∂nlich, er stand Dir nicht nur als Diener, sondern scheinbar auch als Freund und Vertrauter sehr nahe. Ist dem so? Du f√ľhlst Dich betrogen, so als h√§tte Dich ein Freund abgeschrieben

Ciel: Ein wenig schon, ja. Und ja, das Experiment war f√ľr eine solche Richtung angedacht. Einfach um zu schauen, ob es √ľberhaupt funktionieren k√∂nnte. Das hat zuvor noch niemand je versucht. Wir haben die Rakshaner ferngehalten und notfalls bek√§mpft, aber haben wir uns bem√ľht, sie zu verstehen? Wirklich zu erfahren, was sie treibt und wie man das √úbel an der Wurzel packen k√∂nnte?

Duc: Nein das hat bis jetzt noch niemand versucht, auch ich habe nicht versucht sie zu verstehen, sondern ihnen eine andere M√∂glichkeit des Lebens zu bieten. Was sie daraus machen, liegt an ihnen. Aber das ist die eine Seite, die andere ist Deine Kr√§nkung. Ich denke Khawa wollte Dich garantiert nicht kr√§nken, oder Dir den R√ľcken kehren. Immerhin hast Du ihm sein Leben gerettet. Und ich habe nichts davon mich mit Dir zu streiten Ciel

Ciel: Welche andere M√∂glichkeit meinst du? Sie haben immer wieder unsere Geh√∂fte und H√§ndler √ľberfallen, dies kann und darf kein Dauerzustand bleiben. Und Khawa k√∂nnte nun jederzeit gehen, jederzeit. Das ist sehr ungewohnt und bereitet eine innerliche Anspannung. Man sagt etwas oder tut etwas, dass ihm nicht schmeckt und weg ist er, dient einem anderen.

Duc: *der Duc musste schmunzeln* Du klingst so, als w√ľrde Dich Deine Frau verlassen wollen. Sowas denke ich dann auch, oder male mir irgendwelche Horrorszenarien aus. Ciel, ganz ehrlich? Wenn Khawa Dich so mag wie Du ihn sch√§tzt wird er nicht gehen. Und falls er es doch tun sollte, dann war er kein Leibdiener. Gut ich kann Dir nat√ľrlich viel erz√§hlen, Fabien ist mein Leibeigener. Aber er w√ľrde auch als freier Mann nicht gehen. Er m√∂chte nicht einmal die Freiheit geschenkt bekommen. Er sch√§tzt mich wie ich ihn. Wobei wir uns vermutlich v√∂llig anders sehen, aber jeder mag an dem anderen etwas anderes. Wie soll ich Dir das verst√§ndlich machen? Hm. Er ist der einzige Freund den ich habe. Solltest Du jemals auf dem Thron sitzen Ciel, wirst Du wissen wie einsam dieser Sessel macht. Ich verstehe was Du vermisst. M√∂chtest Du einen neuen Leibdiener? Die andere M√∂glichkeit war, den Rakshanern beizubringen auf ihre Art ohne Raub auszukommen. Nur ob sie das w√ľnschen, ist eine andere Frage

Ciel: Das ist es, was ich meine! Man m√ľsste das Volk von Grund auf umkrempeln. Bei Khawa hat es funktioniert, warum sollte es nicht bei weiteren Rakshanern funktionieren? Wir h√§tten endlich Frieden und vielleicht w√ľrden wir dar√ľber hinaus davon profitieren. Wir k√∂nnten die Steppe zu einem Wirtschaftsraum machen. Was meinen Leibdiener anbelangt, so werde ich mir schon aus Vorsorge einen dritten organisieren. Doch mein Herzst√ľck war Khawa. Er ist nicht nur Freund, es ist jemand, dem ich das Leben rettete, obwohl er es bei Ainuwar nicht verdient hatte. Mir geh√∂rte nicht nur seine Person, sondern sein Leben. Das ist etwas anderes, als irgendwen einzustellen. Ich pers√∂nlich formte ihn zu dem, der er heute ist. Und es schmerzt, all das nun so enden zu sehen.

Duc: Aber es endete doch gar nicht Ciel. Wenn Ihr Euch einigt, ist es doch gar nicht vorbei. Und wenn Dir jemand aus freien St√ľcken dient, ist das etwas anderes. So war er Dein Kriegsgefangener. Nun bleibt er, weil er das m√∂chte. Das hoffe ich jedenfalls f√ľr Dich. Jemanden einstellen oder besitzen ist wiederum etwas anderes. Mir geh√∂rt ebenso das Leben von Fabien, aber ist er deshalb weniger wert? Im Gegenteil, ich muss f√ľr ihn sorgen, so wie er f√ľr mich sorgt. Nat√ľrlich auf andere Art und Weise. An wen hast Du gedacht?

Ciel: *sch√ľttelt den Kopf* Du verstehst nicht, wie ich f√ľhle, Vater. Du und ich, wir sind verschieden. Ich k√∂nnte eine Abhandlung schreiben, warum Khawa etwas so Besonderes f√ľr mich war und doch vergleichst du ihn immer wieder mit Fabien oder Nathan! Ich habe niemand speziellen im Kopf ... vielleicht sollte ich mir in der Tat einen neuen Rakshaner fangen, ehe der Frieden es verbietet, und das Experiment von vorn starten.

Duc: Du verstehst schlie√ülich auch nicht wie ich im Hinblick auf meinen Leibdiener f√ľhle. Er ist die einzige Person der ich stets alles anvertrauen kann. Jemand der da ist, wo es andere nicht sind. Vielleicht verstehe ich nicht die grundlegende Bedeutung, was Khawa nun besonders macht. Aber letztendlich wird er einen gleichen Wert f√ľr Dich haben. Ich vermute er ist so etwas wie ein K√§tzchen das man fand und zu etwas besserem aufp√§ppelte. Und bitte, ich w√ľrde weder Khawa noch Fabien mit Nathan vergleichen. Was Du bezogen auf die Rakshaner erl√§uterst klingt logisch und sehr durchdacht. Erl√§utere mir Deinen Plan. Und erl√§utere mir Deine Gef√ľhle f√ľr Khawa Ciel

Ciel: Beides habe ich bereits erl√§utert, Vater. Wir sollten die Steppe nicht durch einen Wall von uns abgrenzen, sondern die Chancen nutzen, die sie bietet. Khawa ist vielmehr ein b√∂sartiger und r√§udiger Wolf gewesen, als ich ihn zu mir nahm, der zwar √§u√üerlich ruhig blieb, doch nur darauf wartete, mir an den Hals zu gehen. Er zappelte in einem Fangeisen, doch anstatt ihm das Fell √ľber die Ohren zu ziehen, nahm ich mich seiner an. Und aus diesem Wildling formte ich, was keiner erwartet h√§tte, einen guten Hund. Es ist eine ganz andere Verantwortung, die ich f√ľr ihn hatte. Nathan kommt auch ohne mich zurecht. Khawa kam das nicht. Das verbindet auf einer sehr tiefen Ebene. Stell dir einen gez√§hmten Wolf vor, der zuvor die Kinder der Bauern riss und nun dein bester Hund ist. Er liegt abends vor deinem Fu√üende und wacht √ľber deinen Schlaf wie kein anderer. Allein sein Aussehen schreckt jeden, der dir B√∂ses will. Gleichzeitig isoliert es ihn von den anderen und bindet ihn noch fester an dich. Ihr werdet eins, eine Symbiose. W√ľrde dich es nicht auch kr√§nken, w√ľrde man ihm w√§hrend du nicht hinsiehst einfach das Halsband und die Leine nehmen und dich damit zu tr√∂sten versuchen, er w√ľrde aus Gewohnheit schon bleiben und nicht zur√ľck in die Wildnis kehren?

Duc: Ich verstehe, aber was ihn dann bindet ist Isolation Ciel und in dem Moment verstehe ich Khawa. Du kannst mir glauben, Du kannst alleine in einem Raum sein - in dem Fall bist Du nur allein. Aber er wie auch ich k√∂nnten uns in einem Raum mit 1000 Personen befinden, Du bist nicht mehr allein, aber Du bist einsam. Du bist isoliert. Er durch seine Herkunft, ich durch meinen Stand. Ich verstehe dass Du Angst hast, dass er nun weglaufen k√∂nnte. Und da n√ľtzt alles tr√∂sten nichts. Aber falls er bleibt, hast Du doch mehr bewirkt als Du gedacht hast. L√§uft Dein Wolf zur√ľck in den Wald, hat er nur auf eine Fluchtm√∂glichkeit gewartet. Bleibt er bei Dir dann aus Treue. Du f√ľrchtest einfach die Unsicherheit. Die M√∂glichkeit dass er weglaufen k√∂nnte. Ja die hat er nun, dass ist wahr. Aber ob er es tats√§chlich macht, wissen wir nicht. Auch das ist Dir kein Trost, ich wei√ü. Eine Symbiose ist ein sch√∂ner Ausdruck f√ľr eine Konstellation auf Gegenseitigkeit. Die Steppe zu nutzen klingt gut, aber eine Grenze ist stets nach beiden Seiten offen Ciel. Was sollte sie daran hindern und ihn eine Steppe verwandeln zu wollen?

Ciel: *nickt traurig* Ja, Unsicherheit trifft es wohl. Ich kann mich in seiner Gegenwart nicht mehr entspannen, ich stehe unter gro√üem Druck, ihn nicht zu vergraulen. Das kann doch nicht Sinn eines Leibdieners sein, dass der Herr mehr dar√ľber nachdenken muss, alles richtig zu machen, als umgekehrt! Es kam au√üerdem so pl√∂tzlich, ich hatte keine Zeit, mich mit dem Gedanken vertraut zu machen. Khawa war isoliert, aber er hatte doch alles, keinem anderen Diener hier hat irgendwer mehr Freiheiten zugestanden und doch war es ihm scheinbar nicht genug. Wir k√∂nnten und sollten die Grenzen nat√ľrlich weiterhin sichern, Vater, mir ging es eher darum, sie zu verschieben.

Duc: Nun dass ist wahr, der Herr soll sich nat√ľrlich Gedanken um seinen Diener machen, aber sicher nicht permanent. Das ist die Aufgabe eines Leibdieners. Also gut, um Dich zu beruhigen und Dir Deine gewohnte Sicherheit zur√ľckzugeben, werde ich Dir einen neuen Leibdiener zuteilen. Pl√∂tzlich kam es, nat√ľrlich. Die Bitte kam ebenso pl√∂tzlich von Khawa. Inwiefern m√∂chtest Du die Grenzen verschieben? Rakshanistan zu einem Lehen von Souvagne zu machen? Da k√∂nnte man zig Lehen draus machen Ciel gg

Ciel: *seine Augen blitzen* Ja, sehr viele! Wer sollte dieser neue Leibdiener sein?

Duc: mir schwant b√∂ses bei dem Blick.... Du hast mehr von Deinem Onkel als Dir gut tun w√ľrde. Nunja oder ich zu wenig von meinem Bruder. Wer wei√ü. Nun Du darfst ihn Dir aussuchen, falls Du m√∂chtest. Ein Leibeigener wie ich sagte. Jemand der Dir geh√∂rt, so wie Fabien mir. Eine Person die Dir unumst√∂√üliche Treue bis in den Tod schw√∂rt. Keine Sorge noch verheirate ich Dich nicht, ich rede von einem Leibdiener, nicht von einer Ehefrau gg

Ciel: Kannst du mir einen oder zwei Vorschl√§ge machen f√ľr einen Leibdiener? Inwiefern √§hnel ich meinem Onkel? Ich habe ihn leider nie kennenlernen k√∂nnen. Ich will nichts B√∂ses, ich will Gutes, Vater. Der momentane Zustand kann doch nicht auf Dauer erstrebenswert sein. Wie weit soll ich den Wall verst√§rken lassen, wie hoch ihn ziehen? Aus den Palisaden werden Mauern werden. Sind wir denn eine Schildkr√∂te oder der Schreiadler?

Duc: tja am besten w√§re wir k√∂nnten einen Dom √ľber unser Land st√ľlpen. Eine Glas- oder Steinkuppel. Aber das ist utopisch, denn dann graben sich Feinde unten drunter durch. Ich wei√ü es nicht Ciel. Schildkr√∂ten leben l√§nger als Adler, aber wir sind Adler. Vermutlich bin ich einer der vergessen hat wie es sich anf√ľhlt zu fliegen, weil er seinen Horst ziemlich sicher gebaut hat. Aber es spricht nichts dagegen etwas neues zu wagen, ohne gleich alles alte und bew√§hrte √ľber Bord zu werfen. Ich verweigere mich den Neuen nicht, auch wenn es manchmal so scheint. Vorschl√§ge habe ich keine konkreten, aber ich kann um Vorschl√§ge der Lehen bitten. Sie m√∂gen gute und vertrauensw√ľrdige Leute entsenden und Du suchst Dir Deinen Diener aus. Manche werden sich auch selbst bewerben, da sie so ein Amt anstreben.

Ciel: Das w√§re eine M√∂glichkeit, Vater. Ich werde dar√ľber nachdenken, vielleicht l√§sst es sich auch einrichten, einen weiteren Wilden zu fangen und zu z√§hmen. Vielleicht ein anderes Volk diesmal, um zu schauen, inwieweit die Erkenntnisse √ľbertragbar sind.

Duc: nun falls Du vor hast ein weiteres Experiment zu starten, solltest Du dennoch einen Leibdiener bei Dir haben, der Dir wirklich dient. Denn zu Anfang wird diese Person eine Gefahr darstellen. Ich m√∂chte nicht, dass Dir ein Leid geschieht. Nun woher solltest Du auch Deinen Onkel kennen Ciel, er starb bevor Du geboren wurdest. Er hatte wie Du oder Greg stets neues im Kopf, war an Neuerungen interessiert und er war der Auffassung, das man scheinbar alles einmal ausprobiert haben m√ľsste um sich dar√ľber ein Urteil zu bilden. Vielleicht nicht wirklich alles, aber bei einigen Dingen hatte er Recht. Er liebte die Wissenschaft genauso wie ich, aber er war er f√ľr den praktischen Teil, wo ich wohl ehr ein B√ľcherwurm und Akademienfreund bin. W√§re er nicht verungl√ľckt w√ľrde heute Duc Bernard Pomeroy de Souvagne herrschen. Er war mein √§lterer Bruder. Er starb mit unserem Vater bei einem Unfall. Er war j√ľnger als Du, er hatte Gregs Alter als es ihn aus dem Leben riss. Drum Konkurrenz belebt das Gesch√§ft Ciel, aber werdet keine Feinde. Manchmal sind Br√ľder alles was einem bleibt. Es freut mich dass Du Dich mit Dreux beschnupperst

Ciel: Ja, wir haben festgestellt, dass wir zu vielen Dingen ähnliche Ansichten haben und eigentlich scheint er sogar regelrecht nett zu sein ... er verriet mir, dass er mich mag und ich mag ihn auch. Ich mochte ihn schon immer, aber er war und ist auch ein scharfer Rivale um deine Gunst, das will ich ehrlich sagen. In Sachen Innenpolitik weiß er sehr viel mehr als ich. Ich werde Khawa mitnehmen und Jules, sollte ich mir einen neuen Leibdiener fangen, Vater. Dann habe ich zwei gute Hunde an der Seite, um mir den Wolf zu zähmen. Und auch Nathan ist ein guter Mann.

Duc: oh ich spreche Nathan nicht ab ein guter Diener zu sein, aber vielleicht sollte er Gesangsunterricht nehmen. Irgendwie klingt alles grauenvoll verzerrt was er sing, da jaule ich sicher im Zuber angenehmen, falls ich mich dazu herablasse. Ich meine, ich singe vermutlich nicht wesentlich besser. Aber etwas garantiert, ich frage mich insgeheim ob er bewusst so schief singt um uns zu q√§ulen. So etwas wie ein Vanitasbildnis in Ton, er erinnert an die Verg√§nglichkeit... man freut sich sehr, sobald er schweigt. Nun wir sollten Dir zudem einen Diener besorgen, der wirklich Dein Deiner ist. Nicht nur Deinen eventeuell Ex-Leibdiener und dessen Erzfeind zuz√ľglich eines neuen Wilden. Du sollst einen Diener an der Seite haben, der von der ersten Sekunde an zuverl√§ssig ist Sohn. Es freut mich zu h√∂ren, dass ihr Euch derma√üen versteht. Ich habe mich gut mit meinem Bruder verstanden, ich habe ihn sehr gemocht. Du h√§ttest ihn sicher auch gemocht, Ihr beiden h√§ttet Euch mit Euren verr√ľckten Ideen ganz sicher verstanden. Ich h√∂re Dir ja auch gerne zu, auch wenn ich manches anders sehe.

Ciel: *bekommt rosige Wangen* Ich rede auch gern mit dir, Vater. Du meinst, Nathan, Khawa und Jules gen√ľgen nicht bei dem Unterfangen?

Duc: nein ich bef√ľrchte sie gen√ľgen nicht. Wei√üt Du lieber hast Du einen zuviel dabei und es war gar nicht n√∂tig, als das Du Dir w√ľnscht Du h√§ttest genug Leute. Aber dann ist es vorbei. Da hilft kein Fluch und kein Gebet, wenn es hei√üt vorbei - zu sp√§t. Aus ist aus Ciel und ich m√∂chte keines meiner Kinder gehen sehen. Kapiert?

Ciel: Ich benötige eine eigene Garde.

Duc: An Leibdienern? Nur ein Scherz. Nur zu,warum stellst Du Dir keine zusammen? Jeder Adlige hat eine Ciel

Ciel: Nun, bislang hielt ich den Schutz durch unsere Gardisten ausreichend, bis Bellamy mich höflich daran erinnerte, dass ich diesen keine Befehle zu erteilen hätte. *räusper* Wie viel Mann sollte eine solche Garde optimalerweise umfassen?

Duc: eine pers√∂nliche Garde hat die St√§rke von 10 - 15 Mann aufw√§rts. F√ľr den Anfang und Deinen Bedarf w√ľrde ich sagen suche Dir 20 treue M√§nner als Stab. Nun da musst Du Dich nicht r√§uspern Ciel, Bellamy ist tats√§chlich nur allein mir verpflichtet. Das hei√üt nicht, dass er Dich nicht achtet, aber er darf sich von anderen nicht beeinflussen lassen. Nicht mal von Dir, Dreux oder einer meiner Frauen. Du musst Dir dann auch einen entsprechenden Schwertmeister f√ľr Deine Garde suchen. Bellamy zeigte sich durchaus f√§hig und w√ľrdig. Und nicht nur dass, was manch einem von uns an Sch√§rfe fehlt, hat er im √úberma√ü. Gut, wir wissen auch ein Urteil zu f√§llen. Aber er wei√ü es auch selbst ohne Gnade zu vollstrecken. Normalerweise sucht man sich in den Reihen des Niederadels einen Schwertmeister, einen Chevalier der von klein auf darauf ausgebildet wurde. Selten arbeiten sich Personen in so einen Posten hoch, aber Belly hat es absolut w√ľrdig erreicht.

Ciel: Ich räusperte mich, weil ich dies durchaus wusste und er es mir trotzdem erklärte. Aber vermutlich meinte er es gut. Er ist ohne jeden Zweifel ein sehr fähiger Mann, einen solchen benötige ich auch! Zwanzig Mann hören sich gut an. Ich werde jemanden beauftragen, mir eine Auswahl zu verschaffen und mir die Bewerber ansehen.

Duc: nur zu, meinen Segen dazu hast Du. Du kannst Dich bei den Hochadel erkunden, schreibe sie an oder lass Dreux schreiben. So erhältst Du gleich eine Aufstellung der geeigneten Leute

Ciel: *nickt und schweigt*

Duc: was ist denn nun los? *verwundert anguck*

Ciel: Ich bin nur noch immer traurig, Vater. Wegen Khawa. Auch wenn ich deinen Grund verstehe und deine Entscheidung selbstverständlich respektiere.

Duc: Traurig zu sein ist keine Schande *Ciel kurz dr√ľck*, Gef√ľhle generell sind keine Schande Ciel. Auch wenn Dich manche Personen auf ein Podest heben wollen, Du bist und bleibst ein Mensch mit allem was dazu geh√∂rt. Nur darfst Du das leider niemandem zeigen. Au√üer einigen Ausgew√§hlten oder mir *knuff*

Ciel: *l√§chelt ein wenig und knufft sachte zur√ľck* Ich werde mich zur Ablenkung den sch√∂nen Dingen des Lebens widmen. Es gibt in meiner Schreibstube gen√ľgend Arbeit, die auf mich wartet.

Duc: f√ľr eine Sekunde hatte ich etwas anderes erhofft sfg

Ciel: Darf ich mich zur√ľckziehen?

Duc: nat√ľrlich darfst Du das und falls alle Stricke rei√üen und Du niemanden hast, ist vielleicht Fabien bereit Dich ab und an stundenweise zu unterst√ľtzen. Aber dazu sprecht Euch pers√∂nlich ab. Dies werde ich nicht entscheiden. Au√üer meine Morgen und Abendstunden, darf er Dir zur Seite stehen. Wir w√ľrden eine Einigung finden bis Du Deinen ureigenen dauerhaften Hauptleibdiener hast

Ciel: Das ist eine gro√üe Ehre, aber ich w√ľrde Fabiens Hilfe nur im √§u√üersten Notfall in Anspruch nehmen, ich habe ja noch Nathan. Drau√üen ist es still geworden. Ich werde besser nach ihm sehen. *erhebt sich und verneigt sich* Danke, dass Ihr mir Euer Ohr geliehen habt, Vater.

Duc: Jederzeit und das meine ich aufrichtig, pass auf Dich auf Ciel

Ciel: *l√§chelt noch kurz und geht dann r√ľckw√§rts zur T√ľr hinaus, bis die W√§chter sie vor ihm wieder schlie√üen*

Duc: *Ciel hinterher schau* Ich hätte nicht vermutet, dass es ihn dermaßen mitnimmt. Aber ich hätte es wissen sollen nicht wahr? Er ist ein Mann und trotzdem noch ein Kind. Vor allem ist er mein Kind. Vielleicht wird er es eines Tages verstehen, aber seine Traurigkeit gegen sein Leben? Wer weiß was uns in den kommenden Tagen erwartet.

Fabien: Niemand kann dies vorhersehen Eure Majest√§t, aber Khawa ist ein guter Mann. Und auch wenn er vielleicht nicht all das sagte, was er zu sagen hatte, er hat es stets gut gemeint. Vielleicht ab und an mit dem Schalck im Nacken oder einem Augenzwinkern, aber b√∂sartig war er nie. Nur orientierungslos und ich vermute Ciel und Khawa nahmen sich beide an die Hand. Ihr habt gut daran getan, mit ihm als Eurem Sohn zu reden, von Vater zu Sohn, nicht von Duc zu Prince. Und ich Danke Euch f√ľr Euer Lob.... *fl√ľster den Rest ins Ohr* Max :)

Duc: er ist mein Sohn :) mein K√ľken Fabien. Kein Lob einfach nur die Wahrheit
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