Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterlie├čen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf├Ąngen liegt. Die ├╝berlebenden V├Âlker beginnen zu ahnen, dass der Schl├╝ssel zur Herrschaft ├╝ber Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. W├Ąhrend die Almanen auf Altbew├Ąhrtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimb├╝nde der Schatten sehen in der Magie die m├Ąchtigste Waffe und f├╝r die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Seelenfarben

Souvagne ist politisch neutral und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt.
Gro├čherzogtum Souvagne
Das almanische Gro├čherzogtum Souvagne ist gepr├Ągt von sanfte H├╝geln, auf denen Weinbau betrieben wird, fruchtbaren Feldern und weiten Obstplantagen. Souvagne h├Ąlt sich aus Kriegen gr├Â├čtenteils heraus und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Stattdessen setzt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne auf politische Neutralit├Ąt. Von allen Herrschern ist er der Gem├Ą├čigtste. Die Grenzen Souvagnes wurden inzwischen gr├Â├čtenteils durch eine Wallanlage gesichert. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.
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Linhard von Hohenfelde
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Seelenfarben

#1

Beitrag von Linhard von Hohenfelde » Sa 7. Jul 2018, 04:21

Seelenfarben


Linhard von Hohenfelde
Linhard suchte Brandur und fand seinen verj├╝ngten Vater unten im Garten vor. Er hakte sich bei ihm ein und f├╝hrte ihn zu einer Parkbank. Dort sa├čen sie gemeinsam einen Moment, Lin z├╝ckte eine Rauchstange und klemmte sie sich zwischen die Lippen. Als er sie gerade anz├╝nden wollte, hielt er mitten in der Bewegung inne, l├Âschte das Z├╝ndholz und steckte die Rauchstange wieder ein. "Ich rauche ja nicht mehr. Also Paps ich muss Dir etwas Wichtiges sagen und genau deshalb m├╝ssen wir etwas sehr wichtiges kl├Ąren", erkl├Ąrte Linhard und rieb sich m├╝de ├╝ber das Gesicht. "H├Ątte ich auf Dich geh├Ârt, h├Ątte ich das Problem jetzt nicht. Und ich bete zu wem auch immer, dass ich kein Problem haben werde. Das Problem hei├čt Ciel", sagte Lin und schwieg einen Moment. Er schien nach den richtigen Worten zu suchen, aber f├╝r eine Umschreibung oder blumige Ausschm├╝ckungen war er nicht der Mensch. "Verrill ist schwanger", sagte er dann nach einer Weile, schlicht und leise. "Wer der Vater ist, steht noch aus. Entweder Ciel oder ich. Ich h├Ątte auf Dich h├Âren sollen. Ich wei├č, dass Magier erkennen k├Ânnen wer zu wem geh├Ârt, wenn sie die Seelenfarben anschauen. Das hat mir mal Wolfi gesagt. Ich habe gefragt, als er sagte, Dave hat sch├Âne, warme Seelenfarben so wie Herbstlaub in der Sonne und meine w├Ąren ganz ├Ąhnlich, nur mit mehr Rott├Ânen drin. Da habe ich gefragt und er hat es mir erkl├Ąrt. Um tats├Ąchlich zu wissen von wem das Kind ist, muss ich die Seelenfarben pr├╝fen lassen. Und ich muss es Dave oder Anwolf erledigen lassen. Ich kann nicht von Familienzusammenhalt sprechen, wenn ich dann zum Beispiel Jules oder Maurice bitte. Das w├╝rde man mir ├╝bel nehmen und zwar zu Recht. Du kannst sowas nicht oder? Zudem m├Âchte ich, dass Verrill sich einmal mit Benito ausspricht. Wovor immer diese panische Angst? Der Mann ist Heiler, Heilmagier und hilft. Sie f├╝rchtet ihn. Das geht so nicht. Und es w├Ąre vielleicht am Besten, ich w├╝rde unseren Heiler Dantoine herbeordern, damit er hier f├╝r uns arbeitet. Er ist der Bruder von Benito. Auch Pavo k├Ânnte uns beistehen. Sag was dazu, rei├č mir den Kopf ab", bat Lin.

Brandur von Hohenfelde
Brandur hielt die Hand auf, damit Linhard ihm die Rauchstangen und das Feuerzeug hineinlegen konnte. ┬╗Eine schwierige und ausgesprochen unsch├Âne Situation. Und ein mieser Schachzug von Verrill, die sich auf diese Weise beide M├Ąnner warm h├Ąlt, schlie├člich k├Ânnte es das Kind von jedem von euch beiden sein. Ich bin w├╝tend, mein Junge, sehr w├╝tend!┬ź Brandur, der gerade gezeigt hatte, dass er Linhards Rauchen missbilligte, z├╝ndete sich nun selbst eine Rauchstange an. ┬╗Unsch├Ân! Ich bin bei dir, es muss gekl├Ąrt werden, wer der Vater ist. Das Problem ist, dass es ein gro├čer Eingriff in die Intimsph├Ąre w├Ąre, ein Mitglied der gro├čherzoglichen Familie ohne dessen Einverst├Ąndnis auszulesen. Es w├Ąre ein magischer Affront. Ich wei├č nicht einmal, ob das m├Âglich w├Ąre, da sie von den Himmelsaugen gesch├╝tzt sind. Die astrale Spektralanalyse muss auf freiwilliger Basis erfolgen. Dan k├Ânnte man ebenso wie Benito hier zum Hofe beordern, aber Pavo muss bei Davard bleiben und bei Eloise. Sie brauchen ihn.┬ź

Linhard von Hohenfelde
"Verrill muss sich freiwillig auslesen lassen. Tut sie das nicht, werte ich das Kind als Ciels Kind. Ganz einfach, anders geht es nicht. Ich werde sie unterst├╝tzen, dass habe ich ihr versprochen. Ich liebe sie und ich m├Âchte sie nicht verlieren. Aber das fremde Kind kann ich bestenfalls m├Âgen. Ihm ein Freund sein, aber nicht ein Vater. Das geht nicht und ja Du hast Recht, sie h├Ąlt sich uns beide warm. Ich hoffe es sind nur wir beide! Lass Dir die Rauchstange schmecken. Stimmt Dave und Eloise ben├Âtigen Pavo, dann muss Dan her. Ansgar ben├Âtigt ihn nicht und da ich der Hausherr bin, geh├Ârt Dan mir. Also wird er auch f├╝r mich arbeiten. Ja niemand kann ohne Erlaubnis einen Souvagne auslesen. Sie werden besch├╝tzt, abgeschirmt. Versucht man es, wird als als Angriff auf die Krone gewertet, dass hei├čt Block. Du hast versucht in den Geist von ihm einzudringen. Wieso? Um ihm pers├Ânlich zu schaden, um an Informationen zu kommen? Gleichg├╝ltig, w├Ąre es nicht zum Schaden h├Ąttest Du gefragt. Und ich frage ihn. Davon bin ich eh ausgegangen, denn ein Nein kl├Ąrt die Sache ja auch sofort. Was sagt Du zu Benito? Warum f├╝rchtet sie ihn? Das ist doch l├Ącherlich, aber das kann ich schlecht sagen", gr├╝belte Lin.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Ich hatte mit Benito bisher nur indirekt zu tun, er hat eine sehr unangenehme Art, einen anzustarrren. Man meint unweigerlich, eine schreckliche Hautkrankheit zu haben. Hast du schon mit einem unserer Geistmagier gesprochen? Ciels Farben m├╝ssten auch ausgelesen werden f├╝r einen zuverl├Ąssigen Vergleich.┬ź

Linhard von Hohenfelde
"Ich habe es mir anders gedacht, n├Ąmlich ├╝ber das Ausschlussverfahren. Entweder hat das Kind meine und Verrills Farben oder es hat nichts von mir. Damit reicht mir dann die Antwort. Ich k├╝mmere mich um sie, ich bin aber kein Vater f├╝r das Kind. Da es von ihr ist, wird es ein de Souvagne sein, dass muss ihr dann reichen. Wenn es von mir ist, w├Ąre das super. Aber dann muss ich sie mal auf Spur bekommen. Sie macht was sie will, wann sie will, wie sie will, mit wem sie will und beschwert sich auch noch", st├Âhnte Lin.

Brandur von Hohenfelde
Brandur sch├╝ttelte den Kopf. ┬╗Du hast ein zu einfaches Bild von den astralen Ebenen. Seelenfarben sind selten eindeutig, sondern oft Mischfarben. Vertrau mir, wenn ich dir sage, dass ihr auch Ciels Farben analysieren m├╝sst. Ich denke, das ist auch in seinem Interesse.┬ź

Linhard von Hohenfelde
"Dann werden wir mit Ciel reden m├╝ssen. Du hast Recht, er wird auch wissen wollen, ob er der Vater von dem Kind ist. Falls er es ist, hat er sich darum zu k├╝mmern. Er hat zwar Verrill seine Hilfe zugesagt, aber ich finde er hat sich dann um das Kind mitzuk├╝mmern. Sicher wird sie eine Amme haben, ein Kinderm├Ądchen und so weiter. Das ist klar. Aber dennoch k├╝mmert man sich ja um so ein Kind. Ist es mein Kind, dann wird die Amme die Grundverpflegung ├╝bernehmen und wir k├╝mmern uns gemeinsam darum, dass es gut und liebevoll aufw├Ąchst. Ist es von Ciel, dann m├╝ssen die beiden das f├╝r sich entscheiden", erkl├Ąrte Lin.

Brandur von Hohenfelde
Brandur lachte leise. ┬╗Ciel und sich um das Kind k├╝mmern ... das glaube ich eher weniger. M├Âchtest du ihn oder Verrill zuerst fragen?┬ź

Linhard von Hohenfelde
"Verrill sollte ich vor vollendete Tatsachen stellen, aber dass kann man bei ihr nicht machen. Sie ist so ein "Wildfang" da sie anderes kompensiert. Und sie krakelt herum, um ihre Angst zu ├╝berspielen. Also wenn man ihr bei einem Streit was vor den Kopf ballert und zur├╝ckbr├╝llt, dann baut sie danach Schei├če. Sie f├╝hlt sich dann angegriffen, nicht mehr geliebt, gehasst, als Freak, als dass M-Wort und dreht total durch. Du h├Ąttest sie in der Besprechung sehen sollen, als Ciel sie bat sich bitte zu beruhigen. Da fuhr sie erstmal richtig hoch und schrie wie eine Furie herum, wen sie alles t├Âten wird. Ich meine, dass hat mich ganz sch├Ân geil gemacht, ich gebe es zu, ich h├Ątte sie am liebsten direkt vor Ort auf dem Boden durchgeknallt. Aber das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Verrill ist ein Angstbei├čer wie Dave sowas nennt. Das Problem ist, sie bei├čt so zu, da w├Ąchst kein Gras mehr. Sie macht gleich klar Schiff, sie droht nicht leer, oder gibt Dir einen mit, die schl├Ągt Dir den Sch├Ądel ein und schmollt noch. Sie hat keine Krallen, sie hat Stahlklingen, sie ist verdammt hei├čbl├╝tig, aber leider manchmal etwas zuviel. Wie soll ich sie b├Ąndigen? Ich hatte sogar mal ├╝berlegt ihr eine mitzugeben, aber dass habe ich nicht ├╝bers Herz gebracht. Wei├čt Du ja, hatten wir ja besprochen. Lass uns zu Ciel gehen komm Paps", bat Linhard.

Brandur von Hohenfelde
Nachdenklich ging Brandur neben seinem Sohn her. ┬╗Es gibt zwei M├Âglichkeiten, mit solchen Menschen umzugehen. Beide sind am ├Ąu├čersten Ende eines anderen Extrems. Entweder, du unterwirfst sie dir vollst├Ąndig und nachhaltig, notfalls mit Gewalt. Oder ganz im Gegenteil, nimmst ihr durch tiefe Gelassenheit den Wind aus den Segeln. Alles andere bringt nichts. Du kannst den Sturm nicht b├Ąndigen, indem du mit ihm sprichst. Entweder, du rollst das Segel ein, oder du drehst es in den Wind und fliegst mit ihm ├╝ber die Fluten und zeigst ihm, wer der wahre Herr des Windes ist. Wenn du es kannst.┬ź

Linhard von Hohenfelde
"Sie unterwerfen hei├čt sie zu zerst├Âren Paps, ich w├╝rde zerbrechen was ich liebe. Ich muss die letzte M├Âglichkeit w├Ąhlen, f├╝r uns beide. Das ist zwar der schwierigere Weg, aber der erste Weg sie zu unterjochen w├Ąre ihr und mein Untergang. Sie w├Ąre eine gebrochene Person und wir w├Ąren dahin geistig zur├╝ckgekehrt, wovor wir geflohen sind. Ich muss mir die Gelassenheit aneignen, die ihr fehlt. Und sobald ich sie habe, werde ich Verrill genau das beibringen. Ich habe gehofft sie sieht sich einmal als das an, was sie ist. Es gibt keinen Grund Angst zu haben, sie ist mehr als jeder sein k├Ânnte. Ihr fehlt nichts, sie ist in keiner Form unzul├Ąnglich, sie ist perfekt, vollkommen, eine runde Sache, eine Einheit. Aber sie misst sich selbst an anderen. Schei├č auf die anderen, w├╝rde Ansgar sagen und damit h├Ątte er einmal im Leben Recht. Du kannst Dich nicht mit denen vergleichen, Du bist nie die. Du bist Du und Dir fehlt nicht mal die andere H├Ąlfte, nach der manche Menschen ein Leben lang suchen. Aber frage sie mal genau als diese Person um einen Rat f├╝r etwas Zwischenmenschliches. Ich habe nie eine Person gekannt oder gesprochen, die weitsichtiger und liebevoll nachdenken kann in allen Facetten als Verrill Paps. Sie hat auch da zwei Seiten. Wind des Wissen, oder Sturm der Vernichtung - wie sie gerade m├Âchte. Vielleicht sollte ich mich mal wieder rar machen, dann ist sie nur auf mich sauer und danach einige Zeit handzahm", lachte Lin.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Der Gedanke gef├Ąllt mir, Xavier. Du bleibst dem Neuen Weg treu, abseits der Zerst├Ârung von fr├╝her. Ansgar war kein Idiot, mein Junge. Er hatte seine Fehler, aber er war schlau, auf seine Weise. Wir sind da. Du darfst Ciel deine Meinung sagen.┬ź Brandur wies einladend auf die T├╝r.

Linhard von Hohenfelde
"Ich bleibe Dir, mir, unserem Weg und meiner Verrill treu Paps. Das hei├čt nicht, dass wir immer einer Meinung sein m├╝ssen, aber wir m├╝ssen an einem Strang ziehen, jetzt mehr denn je. Ja Du hast Recht, Ansgar war kein Idiot, dass habe ich ihm auch nie unterstellt. Und mit reichlich Abstand kann ich sagen, hatte er das gleiche Problem wie wir alle. Man kann nichts leisten, was man nie gelernt hat. Aber daf├╝r sind wir doch trotzdem noch sehr weit gekommen oder? Jedenfalls Du und ich. Und er am Ende auch, auch wenn es Euch beide fast umgebracht h├Ątte. Ich wollte ihn bald gemeinsam mit Wolfi besuchen. Komm doch mit. Wir k├Ânnten ihn zu mehreren besuchen, dann f├╝hlt er sich nicht so ausgeliefert ausgerechnet mit mir was kl├Ąren zu m├╝ssen. Muss er nicht, soll er nicht. Ich m├Âchte ihm anbieten, was er bei mir nie tat - Frieden. Komm zur├╝ck in die Familie, sei einer von uns, Du hast bei uns einen Platz. Aber nur zu den neuen Regeln, sonst bleib wo Du bist. M├Âchtest Du zu den neuen Regeln zu uns kommen, freue ich mich dr├╝ber. Die Wahl steht ihm frei. Ich werde ihm die Hand reichen, da er sie Dir gereicht hat und im Angesicht des Todes versucht hat, Dein Leben zu retten. Und ich werde ihm sagen, dass ich mich gegen Archibald entschieden habe. Das muss ich ebenso Dave sagen. Ich wei├č nicht warum, aber er hatte irgendwie eine Macht ├╝ber mich, ich kann es Dir nicht erkl├Ąren. Man f├╝hlt sich gut, sicher, geliebt und geborgen in Archibalds N├Ąhe - wenn er das m├Âchte. Aber Du kannst in seiner N├Ąhe auch Todesangst empfinden. Und wei├čt Du was das Paradoxe ist? Er kann f├╝r beide Zust├Ąnde Dir einfach nur gegen├╝bersitzen und Dich anschauen. Er sagt nichts und Du f├╝hlst Dich rundum wohl oder schei├čt Dich vor Angst ein. Er ist wirklich ein extremer Mensch. Wie Jesper mit ihm zusammenleben kann, verstehe ich nicht. Vielleicht versteht er es selbst nicht. Aber ich muss Dir noch etwas gestehen. Als ich es erfuhr, dass wir vielleicht ein Kind erwarten, hatte ich auf einmal Angst, dass er zur├╝ck in meine N├Ąhe kommt. Vielleicht Paps, da wir noch nicht wissen ob es von mir ist. Und was ist, wenn Arch das w├╝sste? Sprich es ist meines und wir erwarten ein Kind? Wie reagiert er? Ich h├Ątte keine ruhige Sekunde mehr", sagte Lin und klopfte bei Ciel. "Ich bins mach mal auf, wir m├╝ssen reden Ciel", rief Lin.

Ciel Felicien de Souvagne
"Fabien, mach die T├╝r auf", rief Ciel genervt, weil der Diener nicht reagierte.

Fabien Lacomb
Fabien schreckte hoch, da er auf dem K├╝chenboden sitzend mit dem R├╝cken an die Schr├Ąnke gelehnt eingeschlafen war. M├╝de stellte er die Kaffeetasse beiseite, rappelte sich auf un eilte zur T├╝r. "Verzeiht, ich hatte es ├╝berh├Ârt", sagte er freundlich zu Ciel und ├Âffnete umgehend die T├╝r. "Euer Schwager f├╝r Euch Herr und dessen Vater", k├╝ndigte Fabien Linhard an. "Kommt bitte herein", bat Fabien.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel raffte ├Ąrgerlich die Decke um sich und Ferrau herum, weil Fabien ihn nicht angezogen hatte. Zudem hatte Fabien vers├Ąumt zu fragen, ob die G├Ąste ├╝berhaupt eintreten durften. Ciel funkelte ihn an, da er dahinter b├Âswillige Absicht vermutete, und blickte dann seri├Âs drein. "Willkommen in meinen Gem├Ąchern, Schwager und Vater meines Schwagers. Setzt euch doch. Warum seid ihr zu dieser unp├Ąsslichen Stunde zu mir gekommen? Ich hoffe, es ist wichtig."

Fabien Lacomb
Fabien unterdr├╝ckte ein G├Ąhnen und verzog sich wieder in die K├╝che, nachdem er die T├╝r geschlossen hatte. Dort machte er es sich wieder in seiner Ecke gem├╝tlich und schloss die Augen.

Linhard von Hohenfelde
Linhard nahm Platz und musterte den ziemlich zerknautscht aussehenden Ciel. Zudem stank er nach Sex, das ganze Wohnzimmer roch nach einer Spritzorgie. Lin ignorierte es, so gut er konnte. Scheinbar roch jeder Ort, an dem Ciel l├Ąnger als f├╝nf Minuten anwesend war nach Sperma. Sogar damals ihr Kleiderschrank. "Es ist extrem wichtig, es geht um unsere Familie. Da wir beide nicht wissen, von wem das Kind ist, m├Âchte ich dass seine Seelenfarben mit den unseren ├╝berpr├╝ft werden. Kurzum, ich m├Âchte wissen wer der Vater von Verrills Kind ist. Um Euch ├╝berpr├╝fen zu lassen, ben├Âtige ich Euer Einverst├Ąndnis. Die ├ťberpr├╝fung w├╝rde mein Onkel Davard vornehmen, er dient selbst der Krone und ist zuverl├Ąssig", erkl├Ąrte Linhard.

Ciel Felicien de Souvagne
"Jules", bestimmte Ciel. "Dann bin ich einverstanden."

Linhard von Hohenfelde
"Jules ist Dir treu, zudem w├Ąre das ein Afront gegen meine Familie. Ich muss mit meinen Verwandten auch auskommen Ciel. Jules ist ein Fremder, f├╝r Dich wie f├╝r mich. Und meine Familie geh├Ârt nun auch zu Deiner. Davard oder Anwolf. Such es Dir aus", bat Lin.

Ciel Felicien de Souvagne
"Das selbe k├Ânnte ich ├╝ber Davard sagen. Warum sollte es ein Affront gegen deine Familie sein, einen bew├Ąhrten und treuen Magier einzusetzen anstelle eines Neulings? Noch stelle ich hier die Bedingungen. Hast du ein Problem mit Jules?"

Linhard von Hohenfelde
"Aus dem einfachen Grund, wenn ich meine Familie dazu aufrufe zusammenzuhalten, mich selbst aber an einen einfachen Angestellten wende, anstatt jemanden aus der Familie zu bitten, der das vermutlich zigfach besser k├Ânnte, was sollen sie dann von mir denken? Sie w├╝rden denken, dass ich ihnen nicht vertraue und dass meine Worte leere Worte waren. Sie sollen mir vertrauen, ich vertraue ihnen nicht. Was spricht f├╝r Dich denn selbst dagegen, Deiner Familie zu vertrauen? Dass sind wir nun. Wenn wir diesen Schritt nicht gehen, stehen wir vor einem gro├čen Problem Ciel. Wenn ich nicht wei├č, ob dieses Kind mein Kind ist, zwingst Du mich entweder ein fremdes Kind auf Verdacht zu lieben, oder mein eigenes Kind auf Verdacht zu ignorieren. Also soll ich m├Âglicherweise ein fremdes Kind lieben oder das eigene ignorieren? Wie hast Du Dir das gedacht?", hakte Lin nach.

Ciel Felicien de Souvagne
"Ich sehe mich hier eher in eine Ecke gedr├Ąngt unter fadenscheinigen Vorw├╝rfen. Gut, wir nehmen sie beide mit. Anwolf und Jules. Einverstanden?"

Linhard von Hohenfelde
"Wieso f├╝hlst Du Dich in eine Ecke gedr├Ąngt Ciel? Du und Verrill, Ihr habt mich vor vollendete Tatsachen gestellt. Ihr liebt Euch vielleicht, aber ich bin mit ihr verheiratet. Das h├Ątte sie sich also vorher zweimal ├╝berlegen k├Ânnen, da sie mich gefragt hat. Wie sagt man so sch├Ân? Sie hat sich mir vertraut gemacht. W├Ąre es f├╝r mich nur ein Gesch├Ąft, w├Ąre es mir nicht nahegegangen. Also wo dr├Ąnge ich Dich in eine Ecke? Ihr beide dr├Ąngt mich raus. Wenn Ihr das m├Âchtet, h├Ąttet Ihr mich erst gar nicht aufnehmen sollen. Das w├Ąre f├╝r uns alle die einfachere L├Âsung gewesen. Aber nun bin ich hier und soweit ich wei├č, gibt es bei Euch keine Scheidung. Es sei denn ich habe pl├Âtzlich und unerwartet einen Unfall. Dann w├Ąre sie ja auch frei. Aber von dieser Form der Scheidung rate ich dringend ab. Ich will Jules nicht dabeihaben", beharrte Lin.

Ciel Felicien de Souvagne
"Gut, dann will ich auch nicht. Wie du siehst, kommst du gerade ungelegen. Ich habe Besseres zu tun, als mit dir zu diskutieren. Gehab dich wohl." Demonstrativ legte sich Ciel wieder zu Ferrau auf das Sofa und kuschelte sich ein.

Linhard von Hohenfelde
"Gehabe ich mich. Es ist an Dir Verrill auszurichten, dass wir uns nach der Entbindung wiedersehen. Wo ich wohne, wei├č sie. Deine Ablehnung sagt mir, dass Du wei├čt wer der Vater ist. Sonst w├╝rdest Du nicht auf Deinem Scho├čhundmagier bestehen. Wir gehen Brandur", sagte Linhard und deutete zur T├╝r.

Brandur von Hohenfelde
Brandur hielt seinen Sohn am Arm fest und sah ihn sehr ernst an. "Junge, das ist nicht, was du wirklich willst. Denk nach. Weshalb bist du gekommen? Was ist dein eigentliches Ziel? Dich erneut mit deiner Familie zu ├╝berwerfen?"

Linhard von Hohenfelde
"Nein, ich wollte die Sache gekl├Ąrt haben Paps. Aber er mauert und ich dringe nicht zu ihm durch. Das war schon immer so. F├╝r ihn geh├Âre ich nicht zur Familie, ich bin nur angeheiratet. Und damit Ihr alle anderen auch. Und Jules m├╝ssen wir nicht fragen Paps. Die Antwort ist klar. Sicher Linhard ist Deines, was auch sonst? K├╝mmere Dich sch├Ân um den Kuckuck", fl├╝sterte Lin.

Brandur von Hohenfelde ÔÇó Gestern, 23:48
"Wolfram w├Ąre auch dabei. Er k├Ânnte die Gegenkontrolle machen. Und warum sollte Ciel sein eigenes Kind verleugnen wollen, hm?"

Linhard von Hohenfelde
"Damit er sich nicht darum k├╝mmern muss. Es ist immer einfach den Spa├č zu haben, w├Ąhrend andere dann die Verantwortung tragen. Warum lassen so viele M├Ąnner ihre schwangeren Freundinnen sitzen? Das gleiche Spiel Paps. Ob das hier so ist, glaube ich kaum, da keine Frau ohne weiteres einen Mann kennenlernen kann. Da haben die Familien den Daumen drauf. Aber Familienintern geht es ja doch, wie wir gesehen haben. Wolfram w├Ąre in Ordnung, er war immer ein durch und durch fairer und hochanst├Ąndiger Typ. Dass muss man ihm lassen. Er muss sein Tal reinigen lassen Paps, dass m├╝ssen wir ihm noch sagen", antwortete Lin.

Brandur von Hohenfelde
"Ciel muss sich auch so nicht darum k├╝mmern, selbst wenn er der Vater sein sollte. Keiner von euch beiden m├╝sste das. Daf├╝r gibt es Ammen und Erzieher. Du gehst von einer falschen Ausgangslage aus. Wolfram und Jules. Ciels Vorschlag steht, er hat einen Kompromiss vorgeschlagen. Komm ihm einen Schritt entgegen und sei nicht so stur. In ein paar Stunden, wenn du einsam da sitzt und Verrill Meilen um Meilen fort ist, wirst du es bereuen."

Linhard von Hohenfelde
Linhard kratzte sich am Oberschenkel und dachte angestrengt nach. Am liebsten h├Ątte er alles hingeworfen und w├Ąre erhobenen Hauptes herausspaziert. Und was h├Ątte er davon? Wie sein Paps schon sagte, gar nichts. Vielleicht eine Minute Genugtuung, sich mal nicht ausgeliefert zu f├╝hlen. Aber wenn man weglief, blieb das Problem bestehen. Das hatte Dave lernen m├╝ssen und ihm erging es nicht anders. Niemandem erging es anders und er war sonst keiner der weglief, sondern sich dem Kampf stellte. Weglaufen und einmal zur Ruhe kommen, waren auch zwei unterschiedliche Dinge. Aber auch das ging nicht. Er w├╝rde nur mit der Gewissheit Ruhe finden. "Gut Deinen Jules und Wolfram", bot Linhard Ciel an.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Dann sind wir uns ja einig┬ź, t├Ânte es vom Sofa aus. ┬╗Sag Bescheid, wenn ihr so weit seid, aber bitte plant ausreichend Zeit ein. Ferrau und ich haben in den n├Ąchsten Tagen viel Freizeit eingeplant.┬ź

Linhard von Hohenfelde
Linhard starrte auf Ciel herab und musste sich beherrschen ihm nicht ins Kreuz zu boxen. "Verstehe, die f├╝nf Minuten hast Du nicht, aber ├╝berall Deinen Saft zu verspritzen, die Zeit nimmst Du Dir. Ich gehe davon aus, dass Du es mal f├╝nf Minuten unterlassen kannst, Deinen D├Âdel in den Wind zu h├Ąngen, es geht hier darum wer Vater des Kindes ist. Du h├Ąttest mit Deinem Ferrau alle Zeit der Welt, h├Ąttest Du meine Alte nicht geknallt!", donnerte Lin.

Ciel Felicien de Souvagne
W├╝tend setzte Ciel sich auf. ┬╗Gardisten┬ź, kreischte er. ┬╗Geleitet diesen unversch├Ąmten Kerl vor die T├╝r! Naridier bleibt doch immer Naridier, es ist nicht zu fassen!┬ź

Linhard von Hohenfelde
"Wenn die mich anfassen, k├Ânnen die was erleben. Ich bin der Ehemann von einem Erbprinzen, Du bist nur ein Prinz der Beifrau BASTARD!", zischte Lin giftig.

Ciel Felicien de Souvagne
W├╝tend sprang Ciel auf. Er war in Kampfstimmung und dass er nackt war, interessierte ihn nicht. ┬╗Dann werde ich das eben tun! Und wo ist der verdammte BELLAMY!┬ź, br├╝llte er. ┬╗Schwager, ich w├╝nsche, dass Ihr augenblicklich meine Gem├Ącher verlasst! Ferrau, mein S├Ąbel!┬ź

Linhard von Hohenfelde
Ferrau: Ferrau zitterte am ganzen Leib und eilte davon um Ciels S├Ąbel zu holen. Er hielt ihm seinen Schatz hin und hoffte dass die beiden sich nicht angingen. "Hier ist er Ciel", sagte er kleinlaut.

Linhard von Hohenfelde
Lin musterte Ciel kalt. "Du wei├čt was Du gerade tust?", hakte Linhard nach. Absolut ruhig und eisig.

Ciel Felicien de Souvagne
"Dich rausschmei├čen!", br├╝llte er.

Linhard von Hohenfelde
"Mir den Krieg erkl├Ąren, dass tust Du. Wenn Du meinst... bitte", sagte Linhard und wandte sich zum Gehen. "Du wei├čt was Du Verrill auszurichten hast, mach es oder lass es. Es ist ab heute Eure Sache. Wie sagte sie so sch├Ân? Keine Antwort ist auch eine. Lass Deinen S├Ąbel stecken, ehe Du Dich noch verletzt B├╝bchen. Komm Brandur", sagte Lin tonlos.

Ciel Felicien de Souvagne
"ICH hab die souvagnische Streitmacht gegen die Rakshaner gef├╝hrt! Was habt Ihr gemacht, Aufschneider? Geraucht, getrunken, Euch durch die billigsten Freudenh├Ąuser gefeiert! Und da habt Ihr solch ein loses Mundwerk mir gegen├╝ber? Lasst Euch nie wieder vor meinen Gem├Ąchern blicken! Ferrau, Fabien, dieser Mann wird nicht mehr hier hereingelassen! Und bringt mir den verfluchten BELLAMY her!"

Linhard von Hohenfelde
"Was ich getan habe? Meine Familie ├╝berlebt. Du h├Ąttest keine Minute in dieser Familie ├╝berlebt. Dein Krieg gegen die Rakshaner s├Ąhe bei uns aus wie eine Familienpicknick, nur waren unsere nicht ganz so humorvoll. Den Fehdehandschuh gebe ich zur├╝ck. Lass Dich nie wieder in meinem Dunstkreis blicken, weder Du, noch Verrill. Und versteck Dich ruhig hinter Deinem gefallenen Schwertmeister. Scheinbar nutzt er ja auch lieber sein Fleischspie├č statt ein echtes Schwert. Da habt Ihr ja was gemeinsam. Das ich Derya f├╝r Deinen Spielzeugkastraten herbeorderte kannst Du vergessen Du Schnepfe!", polerte Lin.

Brandur von Hohenfelde
Brandur hielt Linhards Oberarm umfasst. ┬╗Diesen Kampf kannst du nicht gewinnen┬ź, sagte er leise und eindringlich. ┬╗Lass uns gehen, rasch.┬ź Er kannte den Anblick, als die Klinge auf die eigene Familie gerichtet worden war. Und das Ende war grausam gewesen.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Oh, du willst mich testen┬ź, h├Âhnte Ciel. ┬╗Ob ich meine Klinge an dir schmutzig mache, wenn du mich nur gen├╝gend provozierst. Was sollte mich daran hindern? Was glaubst du, was Vater mit mir tut, wenn ich sie dir durchs Herz sto├če? Eine ernste Aussprache? Strafarbeit? Und was glaubst, du, tut er mit dir, wenn du das selbe bei mir machst?┬ź Ohne den Blick von Linhard abzuwenden, fauchte er: ┬╗Fabien! Lauf und hole Bellamy!┬ź

Linhard von Hohenfelde
"Ja lass uns gehen. Wie Archibald stets sagt, eine verlorene Schlacht, ist kein verlorener Krieg. Man kann nie bestimmen wann man sich zur├╝ckziehen muss. Aber man bestimmt wann die Zeit der R├╝ckkehr reif ist", sagte Linhard und verlie├č gemeinsam mit Brandur die Gem├Ącher von Ciel. Gemeinsam ging er mit Brandur nach drau├čen, hinunter zu den St├Ąllen und sattelte Auqilla. "Die k├Ânnen uns gepflegt am Arsch lecken, alle beide", murrte Linhard und streichelte sein Drachenhuhn. Er deutete auf den gewaltigen Vogel. "Schwing Dich drauf, wir fliegen nach Hause", sagte Lin.

Brandur von Hohenfelde
Brandur kletterte auf das Tier und setzte sich hinter seinen Sohn. Er umarmte ihn und dr├╝ckte ihn fest.

Fabien Lacomb
Fabien schreckt in der K├╝che erneut hoch. Das war wirklich nicht sein Tag. Seine Welt und sogar seine Gef├╝hlswelt waren total durcheinander. Bellamy holen, hatte Ciel befohlen. Gut dann tat er das. Er sch├╝ttelte sich kurz und eilte los um den Schwertmeister zu holen. Etwas sp├Ąter kam er gemeinsam mit Bellamy im Schlepptau zur├╝ck. "Verzeiht Herr, ich hatte mich in der K├╝che gerade hingesetzt. Auf die Frage was Euer Vater mit Euch tun w├╝rde, wei├č ich keine Antwort. Vermutlich nichts. Linhard w├╝rde wegen Hochverrat auf dem Block sterben... denke ich", antwortete Fabien, da er dachte die Frage war an ihn gerichtet gewesen. Er verzog sich zur├╝ck in die K├╝che und versuchte im dritten Anlauf seinen Kaffee zu trinken.

Bellamy Bourgeois
"Herr was ist geschehen? Fabien erkl├Ąrte Euch wurde gedroht? Also einer der Verwandten h├Ątte Euch gedroht?", sagte Bellamy verwirrt.

Ciel Felicien de Souvagne
"Wo waren Sie?", fragte Ciel ernst, noch immer nackt und mit dem S├Ąbel in der Hand mitten im Raum stehend, da Ferrau lieber zitterte, anstatt ihn anzukleiden.

Linhard von Hohenfelde
Linhard t├Ątschelte kurz Brandurs Hand, ehe er Auqilla das Zeichen f├╝r den Abflug gab. Das gewaltige Drachenhuhn sprang mit einem Satz in die Luft und schlug hart mit den Schwingen. Sie gewann schnell an H├Âhe und flog Richtung Hohenfelde davon. "Wollen wir nach Hohenfelde, oder wollen wir zum alten Herrenhaus fliegen? Vielleicht k├Ânntest Du dort Kuni angucken, wenn Du magst. Ich wollte Dave eine Freude machen und sein Pferd bergen. Ich wei├č wo es ist", erkl├Ąrte Linhard mit einem Klo├č im Hals. Die Sonne brach sich auf den gr├╝nen Federn von Aquilla als sie ein lautes Kr├Ąchzen ausstie├č. "Keine Ahnung, ich glaube sie m├Âchte nach Naridien", grinste Lin schief.

Bellamy Bourgeois
"Herr ich war in meiner Kammer, Ihr habt mich momentan nicht ben├Âtigt. Ich w├Ąre in Eurer N├Ąhe geblieben, h├Ątte ich gewusst, dass Ihr in Gefahr seid. Ich glaube es ist besser, wenn ich zuk├╝nftig ├Ąhnlich wie Euer Diener bei Euch in einer Kammer lebe. Sonst n├╝tzt Euch meine F├Ąhigkeit nichts", sagte Bellamy besorgt.

Brandur von Hohenfelde
"Zum Herrenhaus", best├Ątigte Brandur. "Und dort besuchen wir unsere ermordeten Verwandten. Dort sehen wir uns an, was geschieht, wenn eine Familie sich daf├╝r entscheidet, die Waffe gegen das eigene Blut zu richten. Ich m├Âchte, dass du sie dir genau ansiehst, bevor du eine Entscheidung triffst. Und ich werde jemanden rufen, der zu uns spricht. Jemanden, der uns daran erinnert, was wir hinter uns gelassen haben und warum. Erst dann m├Âgest du w├Ąhlen."

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗In Ihrer Kammer n├╝tzten Sie nichts! Ich will, dass Sie fortan Tag und Nacht in meiner und Ferraus N├Ąhe bleiben. Und dass Sie sich zwei oder mehr zuverl├Ąssige Gardisten oder sonstwelche K├Ąmpfer nehmen, die Ihnen gegen├╝ber absolut loyal sind und selbst gegen meine Familie vorgehen w├╝rden, wenn Sie es in meinem Namen befehlen! Die zwei unf├Ąhigen Waschlappen da neben der T├╝r k├Ânnen Sie aussortieren, die braucht kein Mensch!┬ź

Linhard von Hohenfelde
"Eine weitere Weise Entscheidung, aber was mache ich, wenn ich die ganze Sache nicht wieder kitten kann Paps? Ich war so w├╝tend, glaube mir, in dem Moment vorhin habe ich Verrill echt verstanden. Wobei nicht wirklich Verrill, ich verstand schlagartig Opa. So muss sich Dunwin gef├╝hlt haben, wenn Alastair mit ihm sprach. Als w├Ąre man Dreck, den man auch wie Dreck behandeln muss. Diese kleine Kr├Âte nimmt sich alles und kommt damit durch. Klar k├Ąme er damit durch, wenn er mich t├Âten w├╝rde. Fakt. Er ist ein Familienmitglied der Krone. Sein Vater wird ihn wohl kaum auf den Block schicken. Die Strafe w├Ąre vermutlich heute Abend kein Pudding, wenn er eine bek├Ąme. H├Ątte ich die Waffe gegen ihn erhoben, w├Ąre das Hochverrat oder? Ich h├Ątte ja einen der Krone bedroht. Und ich bin ja nicht tats├Ąchlich blutsverwandt, ich bin angeheiratet. Das hei├čt, ich w├╝rde hingerichtet und aus den B├╝chern entfernt oder was sie so bei solchen F├Ąllen wohl tun w├╝rden. Dabei wollte ich ihm gar nicht drohen. Ich wollte nur die Sache mit dem Kind gekl├Ąrt haben und danach irgendwann mal mit ihnen auskommen. Aber das Auskommen mit anderen liegt mir nicht. Ciel und ich waren uns von Anfang an nicht gr├╝n, versuchte Ann├Ąherungen sind auch immer gescheitert. Ich kann nur eines versuchen, dort auf meiner Scholle zu leben und die F├╝├če still zu halten. Dort mein Leben zu leben und mein Ding zu machen. Immerhin ist dies unsere Scholle, wir haben eine Verpflichtung und wir haben uns damit auch weit finanziell aus dem Fenster gelehnt. Ich m├Âchte mir nicht Veyd zum Feind machen", gr├╝belte Lin.

Bellamy Bourgeois
"Wie Ihr w├╝nscht Herr, ich werde in der alten Garde nachfragen, ob jemand wechseln m├Âchte. Ansonsten k├Ânnte ich auch Gilbert und seinen neuen Rekruten fragen. Beide machen einen guten Eindruck. Eurer Familie kann ich nicht Einhalt gebieten. Jedenfalls nicht Eurem Vater und Euren Br├╝dern Herr. Jene stehen ├╝ber Euch und w├╝rde ich die Hand gegen einen von ihnen erheben, w├Ąre das mein Todesurteil. Versteht mich nicht falsch, ich besch├╝tze Euch gegen jeden, aber Eure Familie ist Tabu. Das d├╝rft Ihr nicht von mir verlangen, ich bin Souvagner wie Ihr, ich werde mich nicht gegen die Krone wenden. Aber ich werde Euch als einen Teil der Krone und meinen Herrn immer besch├╝tzen. Anders sieht es bei Eurem Schwager aus. Ihn h├Ątte ich nicht angegriffen, sondern herausgeworfen. Und angreifen d├╝rfte ich ihn erst, wenn er Euch angreift, zur Verteidigung. Ein Wortgefecht berechtigt mich nicht, ihn anzugreifen. Das w├Ąre so, als h├Ątte ich die Duchesse oder Eure Mutter anzugreifen. Versteht Ihr?", sagte Bell.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Es geht nicht gegen die Krone, sondern gegen diesen eingeheirateten Widerling, diesen nach Rauch und Alkohol stinkenden Naridier! Und ja, ich erwarte, dass Sie ihn t├Âten, wenn ich es Ihnen befehle! Ja, das kostet Sie Ihr Leben - das Leben, welches ich Ihnen schenkte. Ohne mich w├Ąren sie tot. Ihr Leben geh├Ârt mir. Ihr K├Ârper geh├Ârt mir. Ihr Schwert geh├Ârt mir. Das ist, wof├╝r ich sie wiederbelebte. Ich wollte Sie an meiner Seite wissen als meinen wertvollsten Streiter. Und nun wollen Sie genau das nicht sein?┬ź

Brandur von Hohenfelde
┬╗Was wir dann machen, ├╝berlegen wir, sobald wir wieder ruhig sind. Auch ich bin es nicht. Alte und blutige Erinnerungen. Fast h├Ątte ich noch einen Sohn verloren.┬ź Brandur umarmte Linhard noch fester.

Bellamy Bourgeois
"Ich geh├Âre Ihnen und ich verteidige Sie Herr, ich stellte nur klar gegen wen ich sie nicht verteidigen kann. Das schlo├č ihn nicht ein, sondern Ihre Blutsverwandten, ihre Linie, die de Souvagnes von Geburt an. Wenn Sie befehlen, dass ich ihn t├Âten soll, werde ich ihn t├Âten", antwortete Bellamy.

Ciel Felicien de Souvagne
"Es besteht keine Notwendigkeit, gegen meine Blutsverwandten t├Ątig zu werden. Was den Naridier anbelangt ... werde ich eine Nacht dar├╝ber schlafen. Und Ihnen morgen meine Entscheidung mitteilen. Sie schlafen hier. Was tun Sie, wenn Verrill mich angreift? Sehen Sie zu?"

Linhard von Hohenfelde
Linhard dr├╝ckte sich mit dem R├╝cken gegen Brandur. "Soweit w├Ąre es vermutlich nicht gekommen, aber m├Âglich ist alles. Sein Hass mir gegen├╝ber sitzt tief. F├╝r ihn bin ich der Staatsfeind Nummer eins. Warum auch immer, vermutlich weil er Verrill selbst gerne besitzen w├╝rde. Jetzt hat er sie. Ich werde mich nicht von ihr trennen, dass h├Ątte er gerne. Aber unsere Ehe besteht nur noch auf dem Papier. Ich werde es so belassen, damit wir friedlich getrennter Wege gehen und ich werde mir eine Frau auf meiner Scholle suchen. Das ist genauso m├Âglich Paps. Was er weiter plant, wei├č ich nicht, aber ich kann ihn durch seine Leute genauso im Auge behalten lassen. Komischerweise scheint es sich immer zu r├Ąchen, wenn man Archibald verr├Ąt. Solangsam glaube ich den Schei├č mit den ├ältesten und so. Sie scheinen ihm sehr wohlgesonnen zu sein, wer immer sie sind und was immer sie sind. Ich werde mich aus dem Kampf von Ciel und Alex heraushalten. Sobald sie Derya haben, wird sich zeigen wer der Bessere ist. Ciel und seine Leute oder Archibald. Mein Kampf ist das nicht mehr. Ich werde nicht einmal als Zuschauer anwesend sein", sagte Linhard und lehnte sich zur├╝ck. "Ich h├Ątte nicht gedacht, dass wir das Herrenhaus so schnell wiedersehen. Wen m├Âchtest Du rufen Paps? Bitte nicht wieder Alastair, der kann uns nicht ausstehen", grinste Lin.

Brandur von Hohenfelde
"Meinen ├Ąlteren Bruder, deinen Gro├čonkel Kunwolf. Ich vermisse ihn sehr." Brandur streichelte seinen Sohn, damit dieser sich wieder beruhigte. Er sp├╝rte, wie heftig Linhards Herz schlug. "Archibald hat einfach Gl├╝ck. Unkraut vergeht nicht und er ist ein besonders z├Ąhes und widerw├Ąrtiges. Auch er wird zahlen, fr├╝her oder sp├Ąter."

Bellamy Bourgeois
"Ich werde verletzt oder sterbe bei dem Versuch sie vor Verrill abzuschirmen. Ich werde weder Sie, noch Verrill, noch Dreux oder den Duc selbst angreifen. Ich w├╝rde Sie rein defensiv vor ihm besch├╝tzen. Aber dies ist so hypotethisch, es wird niemals notwendig sein. Wie gesagt, sollte es je der Fall sein, werde ich mich zwischen Sie und ihren Bruder stellen Herr. ├ťberlegen Sie es sich gut, vielleicht waren die Gem├╝ter nur erhitzt. Sie waren hier scheinbar sehr privat, sie h├Ątten keinen Besuch empfangen sollen. Eine erneute Aussprache w├Ąre hilfreich. Sie sind doch sonst mit dem Mann gar nicht verfeindet. Im Gegenteil, Ihr Bruder steht Ihnen sehr nahe und dies ist Ihr Schwager. Er ist nur recht ungehobelt, aber dass bin ich auch ├Âfter. Denken Sie wie Sie schon vorhaben in Ruhe noch einmal nach", sagte Bell.

Linhard von Hohenfelde
Lin dr├╝ckte sich gegen Brandurs Hand und genoss die beruhigende Wirkung von seinem Vater. "Z├Ąh ist ├╝berhaupt kein Ausdruck f├╝r das was Archibald ist. Die seltsamste Type, die ich je kennengelernt habe und das ist noch untertrieben. Kunwolf? Wie war Kunwolf so? Beschreibe ihn mal ein bisschen. War er nett? Oder ehr so wie... Alastair? Vielleicht vermisst er Dich auch, so wie Opa. Dann nehmen wir ihn mit", schlug Lin vor.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Dieser Dilettantendiener Fabien hat sie eingelassen, ohne meine Erlaubnis! Sie d├╝rfen ihn z├╝chtigen, ohne ihm k├Ârperlichen Schmerz zuzuf├╝gen. Br├╝llen Sie ihn an, h├Ąngen Sie ihn aus dem Fenster, es ist mir gleich. Tun Sie das kurz, aber eindringlich. Der Mann ist eine Zumutung! Und ich werde keine Aussprache mit dem Naridier suchen, ich hasse den Kerl, ich war zu g├╝tig, das ist nun vorbei. Und organisieren Sie mir einen nicht-souvagnischen S├Âldner, der mich gegen jeden verteidigen w├╝rde und damit meine ich jeden.┬ź

Brandur von Hohenfelde
┬╗Kunwolf war ein wenig wie Ansgar┬ź, erz├Ąhlte Brandur, w├Ąhrend er seinen Sohn in den Armen hielt und der Fl├╝gelschlag von Aquila sie gleichm├Ą├čig wiegte. ┬╗Er war sehr laut und sehr willensstark. Ein wenig wie ein schnaubender Stier in einer Arena, gefangen wie wir alle wollte er mit dem Kopf durch die Wand. Gelang ihm dies nicht, nahm er einen auf die H├Ârner. Er war aber auch ausdauernd, hartn├Ąckig. Und nicht zuletzt unser gro├čer Bruder, an dem wir uns orientierten und der uns einen wunderbaren Ausflug erm├Âglichte w├Ąhrend der langen Zeit unserer Gefangenschaft.┬ź

Bellamy Bourgeois
Bellamy nickte. "Was ist, wenn diese Person einen Ihrer Br├╝der oder gar den Duc t├Âtet? Ich werde Euch diesen S├Âldner besorgen, aber die Frage steht dann im Raum. Und Euer Vater wird sicher wissen wollen, weshalb Ihr eine derartige Person angeheuert habt. Aus Angst um Eure Sicherheit, oder um einen Staatstreich zu ver├╝ben? Denkt gut dar├╝ber nach, ich ma├čregele Euch nicht, ich berate Euch. Denn auch dies geh├Ârt zum Schutz Eurer Sicherheit", erkl├Ąrte Bellamy. Er ging in die K├╝che, schnappte sich Fabien und zerrte ihn mit ins Bad. Es dauerte eine Weile, Ciel h├Ârte ein Handgemenge und noch eine Weile sp├Ąter verlie├č Fabien klatschnass und nicht gerade gl├╝cklich das Bad. Bellamy folgte ihm etwas sp├Ąter. "Ich habe ihm erl├Ąutert, dass er dies nicht wieder tun soll", sagte er freundlich.

Linhard von Hohenfelde
"Einen Ausflug? Wohin habt Ihr einen Ausflug unternommen?", fragte Lin neugierig. "Ich hoffe er ist nicht ganz so cholerisch wie Ansgar. Nachher ist er kaum beschworen und br├╝llt auf uns ein. Wobei als Geist kann ihm da ja nicht viel passieren. Ich bin gespannt auf ihn, ein gro├čer Bruder zu sein oder einen zu haben ist schon ein Unterscheid. Ich h├Ątte gerne einen gro├čen Bruder gehabt, jemand mit dem ich h├Ątte reden k├Ânnen. Mit Anwolf kann ich das zwar auch, aber es war nicht das Gleiche. Auf ihn musste man wenn schon irgendwie aufpassen. Nagut, dann h├Ątte mein gro├čer Bruder die Arschkarte gehabt. Irgendwer muss ja den Anfang machen. Der Mittlere hat es wohl am Besten oder?", sagte Lin. Er hatte sich etwas beruhigt, die Anwesenheit von Brandur tat ihm immer gut und auch Aquilla tat ihr ├ťbriges dazu bei. Wie die Sache ohne Brandur gelaufen w├Ąre, wollte sich Lin lieber nicht vorstellen.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Danke. Fabien, ein weiterer Fehltritt und du sitzt deine restliche Zeit in meinem Dienst im Verlies ab. R├Ąum jetzt das Sofa auf, das sieht unm├Âglich aus und mach hier alles sauber. Danach w├Ąschst du Ferrau und kleidest ihn so ein, wie er es w├╝nschst. Ich habe noch mit Bellamy zu sprechen. Bellamy, folgen Sie mir. Und schlie├čen Sie hinter sich die T├╝r.┬ź Ciel ging vor in sein altes Kinderzimmer hinter dem Wandteppich. Hier konnte Fabien Sie nicht h├Âren. Ciel nahm sich eine der vielen Decken und wickelte sie um seinen K├Ârper, ehe er sich setzte. ┬╗Diese Person soll nicht meinen Vater t├Âten, aber sie soll mich mit allen Mitteln verteidigen, wenn man mich angreift. Ich traue Verrill nicht. Jetzt, da ich mich mit seinem Mann ├╝berworfen habe, noch weniger. Erst gestern hat er wieder herumgebr├╝llt, wen er alles umbringen will, darunter Menschen, die mir viel bedeuten.┬ź

Fabien Lacomb
Fabien starrte Ciel f├╝r einen Moment entgeistert an, ehe ihm das bewusst wurde und er sofort den Blick senkte. Er nickte einfach gehorsam und verkniff sich jedes unn├Âtige Wort. Da Ciel mit Bellamy vertraulich sprechen wollte, machte er sich sofort an die Arbeit.

Bellamy Bourgeois
Bellamy folgte Ciel und schloss hinter sich die T├╝r, danach folgt er Ciel in den versteckten Bereich hinter dem Wandteppich. Bellamy setzte sich dazu und h├Ârte sich an was Ciel zu sagen hatte. "Ihr m├Âchtet dass ich Verrill beseitige?", fragte er leise.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Das ist eine lange Geschichte. Es waren einmal drei Br├╝der. Dunwin war der j├╝ngste, Brandur der mittlere und Kunwolf der ├älteste. Ihr Vater hielt sie gefangen in einem geheimen Trakt unterhalb des Herrenhauses, in dem sie lebten. Dort wurden sie trainiert und gegeneinander aufgewiegelt, doch f├╝r viele Jahre konnte das ihren Zusammenhalt nie wirklich zerst├Âren. Nicht, so lange sie Kinder waren. Eines Tages fand Kunwolf einen Weg, um aus diesem Trakt, der sogenannten Akademie, zu fliehen. Es war der Beginn einer langen und spannenden Reise.┬ź

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Noch nicht. Aber vielleicht wird es n├Âtig sein.┬ź Ciel musste alle Selbstbeherrschung aufbieten, die er hatte. Der Gedanke war so schmerzhaft, dass er ihn kaum ertragen konnte. ┬╗Ich muss ... noch nachdenken. Aber Linhard hat den Fluch seiner Familie ... in die unsere gebracht. Es kommen finstere Zeiten auf uns zu. Sehr finstere.┬ź Ciel lehnte sich an die mit dicken Kissen gepolsterte Wand, w├Ąhrend er im Schneidersitz auf der Matratze sa├č.

Linhard von Hohenfelde
"Sobald Du Kunwolf beschworen hast und er m├Âchte, k├Ânntet Ihr die Geschichte erz├Ąhlen. Vor dem Kamin, wir k├Ânnten es uns dort das erste mal tats├Ąchlich gem├╝tlich machen. Egal welche Geschichte das Haus hat. Wir k├Ânnen es versuchen. Wobei Dave immer behauptet hat, dass Haus h├Ątte ein Eigenleben. Ich denke dass hat es nicht und ich denke, diese Sichtweise ist etwas, dass ihn am Leben hielt. Eine der Wunden auf der Seele um nicht v├Âllig durchzudrehen in dieser Welt da drin. Aber das sage ich ihm nicht, denn er w├╝rde es nicht verstehen. Und falls doch, dr├╝cke ich ihn damit in seinen Schmerz. Ich lass ihm den Glauben, dann hat das Grauen vielleicht nicht so eine gewaltige Dimension. Die hat es so auch schon, aber ich denke ohne diesen Anker w├Ąre er verr├╝ckt geworden", antwortete Lin.

Bellamy Bourgeois
"In Ordnung, Ihr seid Euch im schlimmsten Fall auch der Konsequenzen bewusst, solltet Ihr auffliegen? Mein Vorschlag w├Ąre, dass wir es nicht offiziell machen. Ihm geschieht nichts, er hat keinen Unfall wie Eurer Onkel oder Gro├čvater, er wird auch nicht angegriffen, oder er ger├Ąt nicht in einen Streit. Das w├Ąre alles viel zu auff├Ąllig f├╝r seine Person. Es gibt eine M├Âglichkeit, die niemand hinterfragen w├╝rde... er t├Âtet sich selbst. Er hat es schon einmal versucht und diesmal hat er Erfolg...", fl├╝sterte Bellamy.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Oh, das Haus HAT ein Eigenleben┬ź, sprach Brandur bed├Ąchtig. ┬╗Und es ist immer hungrig. Es d├╝rstet nach Blut. Das Haus ist nicht, was es zu sein scheint, das ist gewiss. Wir sehen nur den Deckel. Und selbst die Akademie hat nur einen Teil enth├╝llt, nie das Ganze. Man k├Ânnte meinen, die Anlage f├╝hrte bis in die Unterwelt. Kunwolf wird ├╝berrascht sein ├╝ber alles, was du inzwischen erreicht hat. Vermutlich wird er es anfangs gar nicht glauben k├Ânnen.┬ź

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel starrte Bellamy verdutzt an. ┬╗Wenn es auffliegt, dann wei├č ich, wer daf├╝r verantwortlich ist. Denn niemand au├čer Sie wird davon erfahren. Mein Vater wird mich nicht t├Âten, nie. Er wird mich schlimmstenfalls versto├čen und verbannen. Sie sind ein kreativer Kopf, das habe ich schon immer gesagt. Mir gef├Ąllt, wie sie denken. Meinen Sie, dass ein S├Âldner f├╝r den Fall der F├Ąlle notwendig sein wird?┬ź

Linhard von Hohenfelde
"Ich hoffe doch sehr, dass er uns glaubt und dass er auf unserer Seite ist und nicht so komisch gestrickt ist wie Alastair. Der Kerl war tot und nur ein Schein und ich hatte Panik vor ihm. Man, dass muss mal einer hinbekommen. Nichts weiter als ein Schatten und jeder hat Muffe. Wie war er da zu Lebzeiten? Da hatte jeder einen Fladen in der Hose, wenn er rumgiftete oder? Ich meine zu Lebzeiten h├Ątte ich ihm nicht begegnen wollen. Zumal er mich sicher gar nicht beachtet h├Ątte, als Purie. Ich w├Ąre sowas wie eine Karkelake oder so. Komisch vor Ossi schien er Respekt zu haben, obwohl er bissig war. Das Haus lebt wirklich? Das ist gruselig, gut wir sind f├╝r andere auch gruselig, warum sollte es unsere H├╝tte nicht sein. Wo wohnen da ├╝berhaupt die D├╝sterlinge, die nachts durch die G├Ąnge schleichen. Ich h├Ârte sie immer nur sabbeln und kichern und ihre Krallen auf dem Steinboden klackern. Manchmal kam einer heimlich rein, sagte was ├╝ber Dunwin und mich und hat mich gestreichelt. Zuerst dachte ich immer, das w├Ąre ein Alptraum, bis ich ihn einmal sah und da war er ganz schnell wieder weg. Das war echt zum Schreien gruselig", erkl├Ąrte Lin schaudernd.

Bellamy Bourgeois
"Nein Herr im Gegenteil. Dieser S├Âldner w├╝rde jedem zeigen, dass etwas hier im Argen liegt. Dass Sie vor etwas Angst haben, etwas planen. Auch wenn es nur Ihr eigener Schutz ist. Warum reicht die Garde nicht mehr? Wieso niemand von den Himmelsaugen? Das w├Ąren doch die Fragen die aufkommen. Die beste Tarnung ist die, die niemand erkennt. Ich werde alles vorbereiten und Ihr sagt mir dann wenn es soweit ist. Weshalb bedroht Euch Euer Bruder? Darf ich dies wissen?", fragte Bellamy.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Mein Bruder bedrohte meine Lieben, da ich verlangte, dass er f├╝r einen Wutausbruch zu Rechenschaft gezogen wurde, der meinen Ferrau fast das Leben gekostet hatte. Er bedrohte nicht nur Ferrau, sondern auch meine anderen Sch├╝tzlinge, Sie eingeschlossen. Er wollte euch alle eigenh├Ąndig umbringen. Angeblich nur Worte, aber fragen Sie mal Ferrau, ob es dabei bleibt. Und nun hat Linhard mir den Krieg erkl├Ąrt. Er bezeichnete mich als Bastard. Als Schnepfe und ich w├╝rde, ich zitiere, meinen Fleischspie├č ├╝berall reinstecken und ├╝berall meinen Saft verspritzen. Ich, der in seinem Leben exakt drei Mal Beischlaf hatte. Alexandre nannte er meinen Spielzeugkastraten. Er ist nicht mehr ganz dicht und hat meinen Bruder mit seinem Wahnsinn angesteckt. Dabei war von Anfang an bekannt, dass die von Hohenfeldes eine Familie sind, die sich gegenseitig abschlachtet und einen regelrechten Kult daraus macht! Bellamy, ich verlasse mich auf Sie┬ź, sagte Ciel sehr ernst. ┬╗Wenn ich den Befehl einmal ausgesprochen habe, kann er nicht zur├╝ckgenommen werden. Wenn Sie scheitern oder Muffensausen bekommen, werde ich als Verlierer dieser Auseinandersetzung hervorgehen und mir wird schreckliches bl├╝hen.┬ź

Brandur von Hohenfelde
"Skondra", sagte Brandur sanft. "Dein Gro├čcousin. Der au├čereheliche Sohn Dunwins, den er mit einer D├╝sterlingfrau namens Canan hat. Alastair war schrecklich, ein anderes Wort kann man nicht verwenden. Er hatte nichts, aber auch gar nichts Gutes an sich, im Gegensatz zu meinen Br├╝dern und mir, die alle drei nicht nur b├Âse waren. Wenn Alastair einen ansah, blickte einem der Tod in die Augen. Vor Osmund hatte er nur daher Respekt, weil dieser ihn als Nekromant unter seiner Kontrolle hatte. Das war alles."

Bellamy Bourgeois
"Ich hatte noch nie Muffensausen, sprich genniffen. Angst hat jeder, auch ich. Wer ihnen etwas anderes erz├Ąhlt l├╝gt, oder ist wahnsinnig. Deshalb h├Âren Sie nicht auf solche Personen. Nun das Euer Bruder nicht zimperlich ist, wei├č man. Er kann aber auch sehr umg├Ąnglich und freundlich sein, dies ist ebenfalls bekannt. Denkt nur an die Zeit Eurer Abwesenheit, dort hat er sich nicht einen dieser Schnitzer geleistet, sondern war ein Duc durch und durch. Aber wenn Ihr dies w├╝nscht, werde ich Euch beistehen. Diese Familie ist nicht zu untersch├Ątzen Herr. Solche Leute sind als Freunde ein gewaltiger Gewinn. Als Feinde solltet Ihr sie nicht haben und Ihr solltet sehr vorsichtig sein. Solange aber eine solche Person noch droht oder Gift und Galle spuckt, ist es nur ein Wortgefecht. Gef├Ąhrlich werden solche Leute, wenn sie sich freundlich l├Ąchend abwenden. Das sage ich Euch aus meiner langen Erfahrung. Dieses L├Ącheln hei├čt nichts weiter als gute Reise. Euer Feind ist jung, aber wir wissen nicht, was er pers├Ânlich drauf hat. Zudem, dass ist mir als Palaisin bekannt, oder Ex Pala, hat er sehr m├Ąchtige Magier in der Familie. Ihr seid sicher nicht minder m├Ąchtig, aber soweit ich wei├č sind zwei Lich darunter. Also eine Gr├Â├če mit der man nicht spa├čen darf. Mit Verlaub, dass was er sagte klingt er nach einem jugendlichen Rotzl├Âffel dem ich eine Ohrfeige verpasst h├Ątte, anstatt nach einer t├Âdlichen Morddrohung. Ihr solltet wirklich noch einmal in Ruhe reden, ich beschw├Âre Euch. Geht Ihr mit den Weg des Todes, dann wird Eure Familie daran zerbrechen. Vielleicht tragt Ihr selbst keinen Schaden davon, aber es k├Ânnte Opfer auf beiden Seiten geben, die mit der Sache nichts zu tun hatten Herr. Denkt an Euren Vater, Dreux und Olivie. Und w├╝rde Eurem Vater etwas geschehen, dann h├Ątten wir hier eine Bereinigung. Dreux w├╝rde die Hinrichtung der drei Familien befehlen, Tilgung aus den B├╝chern und und und. Sie w├╝rden die Duponts in den Schatten stellen. Aber ist es das wert und ist das richtig? Was k├Ânnen die Verwandten von Lin f├╝r seinen dummen Schnabel? Oder Euer Vater und Eure Geschwister? Nichts Herr. Die Macht ist immer auch etwas, die sich gegen einen wenden kann. Sicher k├Ânntet Ihr sagen, sind alle tot - bleibe ich und werde Duc. Aber das w├Ąre ein kalkulierter Staatsstreich. In dem Machtvakuum f├╝r einige Wochen k├Ânnten dann die Neufville beschlie├čen, dass etwas nicht mit rechten Dingen zuging, und der Adel erhebt sich samt deren die die Neufville auf dem Thron sehen wollen und nicht den de Thibodeau Spross. Zudem wird es nicht ohne weiteres leicht sein, einen der Euren zu t├Âten. Das wei├č diese Familie. Es werden also schwere Gesch├╝tze aufgefahren um sich selbst zu schonen. Vielleicht so, dass zig andere mitsterben. W├╝rde ich einen Staatsmann aus der gr├Â├čen Ordnung erledigen m├╝ssen, w├╝rde ich es im gro├čen Tun. Felipe muss weg? Dann mit allem drum und dran. Die Burg wo erschl├Ąft oder sowas. Dann ist es garantiert vollbracht. Aber dann haben wir B├╝rgerkrieg. Scholle gegen Scholle, Adel gegen Adel, wer h├Ąlt zu wem und so weiter. Das kann man nat├╝rlich endlos weiterspinnen. Oder Linhard kommt um und jeder denkt der arme Junge. Damit gesch├Ąhe dann nichts, der St├Ârfaktor w├Ąre weg. Daraufhin w├╝rde sich Eurer Bruder sicher das Leben nehmen", erkl├Ąrte Bell.

Linhard von Hohenfelde
"Skondra?", wiederholte Linhard und lie├č sich den Namen auf der Zunge zergehen. "Ich kenne die D├╝sterlinge nicht mit Namen, aber falls wir ihn sehen, dann stell uns doch einander vor. Ja dass kann ich mir gut vorstellen. Alastair war in seiner Erscheinung schon f├╝rchterlich zu Lebzeiten wird er wesentlich grausamer gewirkt haben. Aber so war er auch, wenn das stimmt was Ansgar und Dave erz├Ąhlt haben. Und ich denke nicht dass sie gelogen haben. Sie haben ehr untertrieben oder Dinge weggelassen, um uns als Kinder nicht zu verst├Âren. Wer w├╝rde seinem Kind auch erz├Ąhlen, wei├čt Du Dein Onkel wurde von der Leibgarde Deines Opas Massengesch├Ąndet? Sicher keiner. Oder dass sie mit Pocken infiziert wurden und und und. Alastair war verr├╝ckt. Das kann gut sein, dass er nur Respekt hatte, weil Osmund ihn tats├Ąchlich in der Hand hatte. Sind die sich zu Lebzeiten je ├╝ber den Weg gelaufen? Ich meine, dass w├Ąre doch m├Âglich, bei dem Alter von Ossi. Gut ich habe keine Ahnung wie m├Ąchtig er ist, aber dass er noch lebt zeigt er muss ja keine Pflaume sein. Drum hat Alastair ihn vielleicht gemieden oder beide hielten Sicherheitsabstand zu einander. Wer einen Kampf gewonnen h├Ątte, kann man nur spekulieren. Aber ich tippe mal gro├čzigig auf Ossi, denn Ala wurde von Ansgar und Dave erledigt", lachte Lin.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Danke f├╝r die ausf├╝hrliche Analyse. Mich k├╝mmern die drei Horror-Familien nicht im Mindesten. Meine eigene Sicherheit ist bedroht und die all jener, die mir wichtig sind. Ich werde nicht tatenlos zusehen, wie sie vor meinen Augen mit gl├╝henden Sch├╝rhaken zu Tode gepr├╝gelt werden. Oder mich von einem Eingeheirateten als Bastard bezeichnen lassen. Sie haben Recht, Linhard ist das Gift. Seit er hier ist, fing alles an. Gregoire sa├č auf dem Thron und f├╝hrte Souvagne, da gab es noch keinen Linhard. Wie sehr er nicht nur meinen Bruder, sondern auch meinen Vater in der Hand hat, zeigt die Anwesenheit der beiden Lichs. Ich erlasse ein Gesetz zur ├ächtung der Nekromantie - und Familie von Hohenfelde muss sich nicht daran halten. Ich habe Vater meine Verstimmung mitgeteilt, es hat ihn nicht interessiert. Weil es ja Linhards Familie ist. Vater ist ein schwacher Herrscher┬ź, sprach Ciel w├╝tend. ┬╗Er am Nordwall gegen die Rakshaner und das Land ist Geschichte. Er wei├č schon, warum er eine Mauer baut. Nur, dass er jene um seinen Palast herum vergessen hat. Gut, ich nehme ihre Empfehlung an. T├Âten Sie Linhard. Und sorgen Sie daf├╝r, dass Sie dabei am Leben bleiben. Wenn Sie Erfolg haben, wird es Ihr Schaden nicht gewesen sein. Sie haben einen Wunsch frei, Bellamy. Sagen Sie mir, was Sie sich schon immer w├╝nschen┬ź, ermunterte Ciel ihn.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Alastair h├Ątte gewonnen┬ź, erkl├Ąrte Brandur. ┬╗Nicht im offenen Kampf. Aber er k├Ąmpfte auch selten offen. Seine Waffen waren anderer Natur. Schlaf ein wenig. Denke nicht ├╝ber solche Dinge nach, sie tun dir nicht gut.┬ź Brandur streichelte seinen Jungen liebevoll und kraulte ihm den kahlen Kopf.

Bellamy Bourgeois
"Dar├╝ber muss ich gut nachdenken Herr, bis jetzt hatte ich nie einen Herzenswunsch. Oder vielleicht doch ohne es genau zu wissen. Ich werde Linhard t├Âten, wenn Ihr morgen fr├╝h immer noch der gleichen Meinung seid. Und ich werde Verrill im Anschluss daran... sich das Leben nehmen lassen. Euer Vater ist in meinen Augen kein schwacher Herrscher, aber er ist anders als Ihr. Er fokossiert sich auf das Innere. Er ist wie eine Glucke die alles bewacht, seine Arme drumherum ausstreckt und es besch├╝tzt. Die Mauer ist sind seine steinernen Arme um Souvagne zu beh├╝ten. Soweit ich wei├č, war sein Bruder ehr der offenere Typ. Woran das liegt, kann ich Euch nicht sagen. Aber es ist gut m├Âglich, dass er durch seine junge Herrschaft generell jedem Einfluss von au├čen misstrauen lernte. Ihr steht Eurem Vater doch nahe. Vielleicht hat er dies wieder vergessen oder nicht mitbekommen, erz├Ąhlt es ihm. Bittet ihn zum Handlung, um Zugzwang. Die Lich m├╝ssen weg. Sie sind eine Gefahr f├╝r jeden von uns, dass ist Fakt. Wie er selbst am Nordwall gehandelt h├Ątte, kann ich Euch nicht sagen. Ich kann Euch auch nicht sagen, ob sein Bruder Pomeroy nicht eingegriffen h├Ątte und die Rakshaner gemeinsam mit den Zwergen, Alben, Almanen und Goblins ausgel├Âscht h├Ątte. Diese Handlung w├Ąre auch m├Âglich gewesen. Denn damit w├Ąre auch Friede - keine Rakshaner, kein Angriff, kein Problem. Also wollen wir so verbleiben? Haltet Ihr morgen fr├╝h noch an dem Wunsch fest, sterben Linhard und Verrill", sagte Bellamy.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ich w├╝nschte manchmal, mein Vater h├Ątte in dieser verfluchten Kutsche gesessen ... und nicht Onkel Pomy┬ź, sagte Ciel mir rot unterlaufenen Augen. ┬╗Dann w├Ąre alles ganz anders. Fabien schl├Ąft auf dem Sofa. Sie, Bellamy, werden sich das Bett mit mir und Ferrau teilen m├╝ssen. Behalten Sie ihre R├╝stung an und ihre Waffen griffbereit. Ich werde den S├Ąbel ebenso am Bett belassen.┬ź Ciel erhob sich und ging nach drau├čen. ┬╗Fabien, ist das Sofa fertig und Ferrau? Ich w├╝nsche zu ruhen.

Linhard von Hohenfelde
"Ich kann nicht schlafen, wenn ich das nicht geradebiege, habe ich meine Familie in den Abgrund gef├╝hrt. Falls nicht pers├Ânlich, dann teilweise in den finanziellen Abgrund. Ich wei├č nicht, warum ich mich auf das alles eingelassen habe Paps. Ich hielt es f├╝r eine Chance, aber am Ende war es ein Pakt mit einem dieser ├ältesten. Am Ende ist Verrill selbst einer davon, oder hast Du vorher je von so einem Wesen geh├Ârt? Ich nicht, ehrlich nicht. Auf der anderen Seite, ist der Vergleich b├Âsartig. Sie ist nicht b├Âse, sie hat Angst und ist verloren. Uns hat man unser Leben lang eingetrichtert, t├Âte um zu leben. Ihr hat man eingetrichtert, versteckt Dich um zu ├╝berleben. Sie l├╝gt nicht mal, sie sagt gar nichts. Den Teil der ebenfalls einen Teil von ihr ausmacht, l├╝gt sie nicht weg, sie verschweigt ihn vollst├Ąndig. Im guten sieht man ihn, wenn man mit ihr in Ruhe redet, was gerne wissen mag, etwas ├╝ber Personen erfahren m├Âchte oder Gef├╝hle, oder wenn man sie einfach erz├Ąhlen l├Ąsst. Was sie in ihren B├╝chern gelesen hat, wie sie von fremden Orten tr├Ąumt, die sie vermutlich besser kennt als jeder andere, obwohl sie nie einen Fu├č vor die T├╝r des Palastes setzt. Sie hat diese Orte nie gesehen, nie besucht, nur in ihren Gedanken. Sie ist fast wie Melisande. Nur war die mit der Seele unterwegs und Verrill ist es ├╝ber ihre B├╝cher. Liebe kann einen auch zerst├Âren, genau wie Hass Paps. Und die Liebe die sie erhalten hat, meinte es ausnahmslos gut, aber sie hat sie in Angst erstickt. Das ist Verrills Problem. Wo wir am Meer waren, hat sie sich alles angeschaut und auf das Meer gestarrt, so als s├Ąhe sie es zum ersten Mal. Das dachte ich damals. Und wei├čt Du was? Es war auch so... sie hat es vorher nie gesehen...", sagte Lin traurig.

Bellamy Bourgeois
Bellamy musterte Ciel erstaunt. "Das sind harte Worte Herr. Weshalb seit Ihr derma├čen w├╝tend auf Euren Vater? Eure Wut galt Eurem Bruder und Eurem Schwager. Ich werde ├╝ber Euren Schlaf wachen, macht Euch keine Sorgen. Ihr klingt als wendet Ihr Euch von Eurer Familie ab", sagte Bellamy besorgt.

Fabien Lacomb
"Ich habe alle mir ├╝bertragenen Aufgaben erledigt. Euer Lebensgef├Ąhrte ist gewaschen und bettfertig gemacht Herr", antwortete Fabien gehorsam.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Nathan┬ź, sagte Brandur freundlich. ┬╗Der kleine Kerl hat einen guten Einfluss auf sie, wie mir scheint. Wenn Verrill das Problem ist, dann ist Nathan die Antwort. Eine der m├Âglichen Antworten. Er hat auch den hei├čbl├╝tigen Dreaux beruhigt. Sie soll mit ihm reden. Aber auch du kannst dazu beitragen, dass es ihr besser geht. Am Meer war sie gl├╝cklich - warum wart ihr dann erst einmal dort? Und es gibt noch andere wundervolle Orte.┬ź

Linhard von Hohenfelde
"Danach waren wir noch ein- zweimal dort, aber vorher war sie nie dort. Tja Nathan mit Nathan versteht sie sich gut und er wei├č um sie. Er hat ihr erm├Âglicht, einmal ganz die andere H├Ąlfte zu sein. Es ist kompliziert und ich wei├č auch nicht warum sie lieber in der Bibliothek h├Ąngt, anstatt all die sch├Ânen Orte wirklich aufzusuchen. Ich gebe ihr... gab ihr ja die M├Âglichkeit. Vielleicht sitzen einfach alte Gewohnheiten tief. Ist ja bei uns nicht anders. Ich wei├č gar nicht mal mehr, wer es sagte, aber irgendwer sagte, dass eine Beziehung wie Steine im Bachbett sind. Man muss sich gegenseitig die Ecken und Kanten abschleifen um rund zu laufen. Ich glaube Daves Mann, Varmikan war das mal. Ich glaube der Frostalb war das. Vielleicht sollte er mal mit ihr reden, oder vielleicht sollten wir das Reden einfach lassen. Ich wei├č es nicht", gr├╝belte Lin.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Weil er Gregoire schon immer vorgezogen hat und sich jetzt noch von dessen Anhang einlullen l├Ąsst. Pomy hatte mehr Verstand, unter ihm w├Ąre so etwas nie passiert.┬ź Er wischte sich ├╝ber die Augen. ┬╗Vater l├Ąsst all dies zu und tut nichts dagegen. Also werde ich wieder den Feldherren spielen, der die Schwachen besch├╝tzt. Maximilien eingeschlossen. Die Rolle bin ich gewohnt. Ich wollte sie nie, ich wollte in einen Tempel gehen und ein geistiges Leben f├╝hren, aber das ist nicht m├Âglich in Anbetracht der Lage. Also werde ich k├Ąmpfen.┬ź
Als Fabien berichtet hatte, antwortete Ciel: ┬╗Dann geh zur├╝ck in die K├╝che und mach dort sauber. Wenn du fertig bist, kannst du r├╝berkommen und auf dem Sofa schlafen.┬ź Ciel lie├č die Decke von sich rutschen, wusch sich selber an der Waschsch├╝ssel, zog sich leichte und bequeme Tageskleidung zum schlafen an und legte seinen Degen bereit. Er legte sich in die Mitte des Bettes. ┬╗Ferrau, hier hin. Bellamy, da hin.┬ź

Fabien Lacomb
Fabien kam dem Befehl nach und sorgte daf├╝r, dass die K├╝che wieder sauber und ordentlich war, bevor er sich selbst einer Katzenw├Ąsche unterzog und sich auf dem Sofa zum Schlafen hinlegte. Schlafen w├╝rde er hier eh nicht k├Ânnen, f├╝r ihn herrschte hier eine vergiftete Atmosph├Ąre. Und dann war noch der Ex-Palaisin zugegen. Nun sollte dieser beschlie├čen ihn erneut zu bestrafen, konnte er es wie beim ersten Mal auch nicht ├Ąndern. Er versuchte wenigstens zu d├Âsen und dachte an Nathan und Max, was sie wohl gerade taten. Nathan w├╝rde vielleicht seine Fig├╝rchen neu ordnen und Max w├╝rde sicher noch etwas lesen. So versuchte er wenigstens f├╝r ein paar Minuten etwas ├Ąhnliches wie Schlaf zu finden.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Richtig, denn besser als reden ist handeln. Aber sie muss auch selbst ihren Teil dazu beitragen, weder du noch Nathan noch sonst wer k├Ânnt sie ver├Ąndern. Das muss sie selbst. Ihr k├Ânnt ihr nur die T├╝r aufhalten. Durchgehen muss sie allein. Wenn sie das nicht schafft, ist sie in dieser Hinsicht verloren.┬ź

Bellamy Bourgeois
Bellamy hatte zwar schon einige Befehle erhalten, aber sich neben jemanden zu legen noch nicht. Gut, es war ein Schutzbefehl und kein unmoralisches Angebot, lachte er innerlich. Trotz des Ernstes der Lage, klang der Befehl irgendwie witzig. Belly war Profi genug nicht zu grinsen und die Fl├╝che des Princen auf seine Gem├╝tslage zu schieben. Noch musste er sich nicht sorgen. Sollte morgen fr├╝h der Prince immer noch der gleichen Meinung sein, musste er sich auch nicht sorgen, sondern Linhard und Verrill. So schnell konnte sich manchmal das Blatt wenden. Ein Blockbefehl konnte auch von ganz anderer Stelle erfolgen, wie nannten es die Naridier? Der Dolch aus der Dunkelheit. Nun er war hellwach und zur Not bereit selbst Dunkelheit zu verbreiten. Eine unbekannte Gr├Â├če in dem ganzen Spiel waren allerdings nicht nur die Magier, sondern auch Linhards Stab. Aber dar├╝ber w├╝rde er sich morgen fr├╝h Gedanken machen. "Wie Ihr w├╝nscht Herr, schlaft trotz allem gut und versucht etwas Ruhe zu finden. Ich hoffe Ihr kommt zu einer guten Entscheidung, Ihr wisst was ich meine", sagte er leise.

Linhard von Hohenfelde
"Ich denke schon, dass sie das m├Âchte. Dass hat man ja an dem Kleid gesehen und wie sehr sie sich dar├╝ber gefreut hat. Sie hat eben immer nur Angst. Aber in dem Kleid sa├č sie umwerfend aus. Wobei auch in seiner R├╝stung sieht er umwerfend aus, irgendwie ziemlich herrisch, obwohl er das gar nicht gewesen ist. Aber man sieht ihm an, das er ein Royal ist, wei├čt Du was ich meine? Durch seine Haltung und so weiter. Auch durch seine Geisteshaltung, wenn er sich auf ein Ziel konzentriert und nicht rumflippt. Vermutlich w├Ąre beides gut, Angst ablegen und eine wichtige Aufgabe ├╝bernehmen. Aber ich denke die Zeit ist vorbei. Ob Ciel und Verrill noch gemeinsam arbeiten werden, nach unserer Trennung? Keine Ahnung. Vielleicht nicht, da sie sich gegenseitig alles aufs Brot schmieren. Oder gerade deshalb doch, weil dann endlich die Z├╝ndschnurr ab ist und beide sich wieder lieb haben k├Ânnen und den St├Ârfaktor. Der bin ja im Moment ich. Vielleicht sollten wir einfach eine Zeit lang warten, so bis Gras ├╝ber die Sache gewachsen ist. Was meinst Du?", fragte Lin.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ich werde exakt zwei Stunden schlafen und dann wieder aufstehen und arbeiten┬ź, erkl├Ąrte Ciel. Er konnte sich selbst geistig so programmieren, dass er genau dann aufwachte, wann er es wollte. Bellamy lag schon neben ihm, aber Ferrau fehlte noch. Der Arme war ganz verst├Ârt. Bellamy war ein St├╝ck kleiner als Ciel, aber sehr viel kr├Ąftiger gebaut und er trug obendrein seine R├╝stung. Er wirkte auf Ciel riesig, wie er da neben ihm lag, wie ein ruhender L├Âwe. Die Matratze bog sich stark in Bellamys Richtung, so dass Ciel an ihn heranrutschte. Es war hart und kantig, aber das st├Ârte Ciel nicht, der auch schon auf einem Nagelbrett geschlafen hatte. ┬╗Ferrau┬ź, rief er schl├Ąfrig.

Ferrau Du Trieux
Ferrau suchte gehetzt nach einer Waffe, fand aber keine. "Ciel was soll ich denn mit ins Bett nehmen? Verdammt", rief er und schnappte sich einfach einen der Sonnenschirme die f├╝r den Adel v├Âllig normal waren und nahm diesen mit ins Bett, falls Linhard zur├╝ck konnte er ihn damit stechen. Verkniffen l├Ąchelnd legte er sich neben Ciel und schmiegte sich an.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Ich meine, dass du den falschen Weg gehst und Ciel auch┬ź, sagte Brandur streng. ┬╗Ihr nehmt euch nichts. Aber ich wei├č auch nicht, wie man euch zwei Jungspunden Vernunft beibringen soll. Das hei├čt, doch, das wei├č ich. Pr├╝gelstrafe. Einen Monat so leben, wie meine Br├╝der und ich. Damit ihr wisst, was ihr aus vollem Bewusstsein und ohne Not mit den F├╝├čen tretet. Darum werden wir auch die Toten besuchen.┬ź

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel zog Ferrau an sich. ┬╗Du bist mutig geworden┬ź, stellte er erstaunt fest. Dann l├Ąchelte er. ┬╗Du wirst mich fortan zum Training begleiten. Ich denke, das wird dir gut tun und dir gefallen. Du warst heute sehr tapfer und hast nicht an meinem Bein geklammert.┬ź Er k├╝sste ihn liebevoll, aber Ferrau sp├╝rte, dass Ciels Lippen sehr hart und angespannt waren. ┬╗Schlaf jetzt┬ź, befahl er. Er schloss seine Augen und schlief in wenigen Sekunden ein. Neben dem gezielten Aufwachen eine weitere Eigenschaft, die er sich durch Meditation angeeignet hatte, um m├Âglichst wenig Zeit im Bett vergeuden zu m├╝ssen. Ciel lag auf dem R├╝cken und schnarchte ganz leise.

Linhard von Hohenfelde
Linhard drehte sich zu Brandur abruppt um, und nur das Sicherheitsgeschirr verhinderte, dass er den Abflug von Aquillas R├╝cken machte. Das Drachenhuhn kreischte protestierend auf und stie├č Linhard mit ihrem dicken Kopf wieder auf ihren R├╝cken. Missbilligend musterte sie ihn einige Sekunden, wie ein freches K├╝ken, ehe sie wieder nach vorne schaute und leise gurgelnde Ger├Ąusche von sich gab. Man musste kein Geistmagier oder Hellseher sein, um die Gedanken des Drachenhuhns zu erfahren. `Das gibts doch nicht┬┤, war die Botschaft die das Gemurmele trug. "Hups", grinste Linhard und musste dann bl├Âde lachen. Manchmal war sein Humor schon etwas schr├Ąg, stellte er immer wieder fest. Mit betretener Miene musterte er Brandur. "Du hast Recht, wir leben an vollen N├Ąpfen in einem sicheren Heim und beschweren uns, weil irgendwo was im butterweichen Leben zwickt. Wahre Not kennen wir nicht. Jedenfalls keine in Eurem Ausma├č, keine lebensbedrohliche. Nur eine die die Seele bedroht. Ich war ziemlich fies oder? Aber ich wei├č auch nicht was ich tun sollte. Mich entschuldigen? Ist es nicht daf├╝r zu sp├Ąt? Mich v├Âllig zur├╝ckziehen? Das h├Ątte ich mir ehr ├╝berlegen sollen. Ich h├Ątte Verrill nicht zusagen sollen, sondern danke ja - zur Scholle und der Rest war einfach eine Nummer zu gro├č. Ich hatte nur gedacht, dass es was Gutes f├╝r die Familie w├Ąre. Es war ein fairer Deal. Dass aus dem Deal mehr wurde, h├Ątte ich nicht gedacht. Freundschaft w├Ąre schon super gewesen zur Ehe, aber wir hatten mehr. Weit mehr, wir waren ein gutes Team. Aber trotzdem sind sie ein anderes Ma├č als wir. Ich meine das nicht abwertend f├╝r uns oder sie bewusst erh├Âhend. Wir sind eben einfach zu verschieden. Und nat├╝rlich habe ich Ciel beleidigt, dass stimmt aber er mich ja nicht minder. Wir haben uns beide da nichts geschenkt. Nun m├Âglicherweise haben wir auch beide nur mal die Wahrheit gesagt, was wir wirklich voneinander halten. Ich k├Ânnte ihn um Frieden bitten. Und nachfragen wie er sich einen vorstellt. Ohne dass wir immer aneinander geraten. Mein Plan war eben, Meidetaktik. Wenn wir uns nicht sehen streiten wir uns nicht. Ein friedliches Nebeneinander, wir m├╝ssen uns weder m├Âgen noch lieben, wir m├╝ssen nur miteinander arbeiten k├Ânnen oder?", fragte Lin.

Brandur von Hohenfelde
Brandur hatte zeitgleich mit dem Geschirr Linhard festgehalten. Wahrscheinlich h├Ątte er ihn aufgrund seines betr├Ąchtlichen Gewichts nicht halten k├Ânnen, sondern w├Ąre ebenfalls mit gest├╝rzt. Doch sie beide waren angeschnallt und so geschah ihnen nichts. ┬╗Junge┬ź, fauchte Brandur und gab ihm eine Kopfnuss. ┬╗Meidetaktik, das f├Ąllt dir sp├Ąt ein. Es ist eine Flucht, Linhard. Du tust das selbe wie dein Onkel Davard. Es kracht, du entfesselst den Weltuntergang und du dann fl├╝chtest du und l├Ąsst die anderen in den Fluten zur├╝ck. Tut das jemand, der f├╝r seine Familie k├Ąmpfen will? Tut das ein Sippenoberhaupt? Linhard, wenn dir diese Aufgabe zu viel ist ... dann trete sie an jemanden ab, dem man vertrauen kann und der das bewerkstelligt. Wie w├Ąre es mit Davard? Denk in Ruhe dar├╝ber nach, antworte nicht gleich. Hatte Ciel dich beleidigt? In dem selben Ausma├č, wie du ihn? Du hast ihn Bastard genannt. Das ist eine so schwere Beleidigung, dass sie sich bestenfalls sein Vater erlauben d├╝rfte. Noch tiefer unter die G├╝rtellinie geht es kaum. So etwas wird normalerweise im Duell gekl├Ąrt. Wo ist dein Schwertmeister, Linhard?┬ź Brandur zog fragend die Brauen hoch. ┬╗Du begibst dich auf sehr d├╝nnes Eis, einen de Souvagne derart zu reizen, egal welchen. Und machst dir damit weder Freunde noch Verb├╝ndete.┬ź

Linhard von Hohenfelde
Linhard kassierte die Kopfnuss ohne Klage, denn er hatte sie mehr als verdient. Im schlimmsten Fall h├Ątte er seinen Vater in den Tod gerissen. Er h├Ârte ihm aufmerksam zu und stellte fest, das er gerade dabei war, nicht nur seinen Vater, sondern alle mit in den Tod zu rei├čen. Die Aufgabe eine Sippe zu f├╝hren war wirklich schwer, daran gab es keinen Zweifel. Aber bis jetzt hatte er sich gut geschlagen und auch wenn er manchmal einen Rat ben├Âtigte, machte er sich doch ganz gut. Aber wenn Ciel ins Spiel kam, lief alles aus dem Ruder. Das Davard weglief, war klar. Er h├Ątte es damals sicher gerne getan und konnte es nicht. Also w├Ąhlte er jetzt genau diese Taktik. Nur weg vor dem Abgrund, gleichg├╝ltig was erstmal geschah. Aber er durfte nicht so denken und er wusste es besser. Lin schaute Brandur fest in die Augen. "Ich antworte gleich, denn mir bedeutet diese Chance alles und ich habe alles daf├╝r gegeben. Keiner regiert allein, ich unsere Sippe auch nicht Paps. Ich ben├Âtige Rat, Deinen, den von Davard, sogar manchmal den von Wolfi. Und ein Oberhaupt dass sich nicht traut zu fragen ist keines. Ich kann nichts alles wissen und daf├╝r sind wir eine Familie um uns beizustehen. Davard wird die Familie niemals f├╝hren, wenn er es m├╝sste, dann schon. Aber er m├Âchte es nicht. Er ist ein guter und umsichtiger Mann und ich mag ihn sehr, aber damit w├╝rde ich weder ihm noch mir einen Gefallen tun. Und ich wollte ihm beistehen. Gerade mache ich aber genau das Gegenteil, ich werde zu unserem eigenen Feind und gef├Ąhrde meine eigenen W├╝nsche und Ziele. Ehrliche Antwort bezogen auf Ciel? Nein. Nein er hat mich nicht ann├Ąhernd so schwer beleidigt, wie ich ihn. Ich habe ihn nicht nur damit beleidigt, sondern seine Ehre verletzt und ihn in Misskredit gebracht. Du hast Recht. Wer die Eier hat so eine Beleidigung auszusprechen, sollte auch die Eier haben sich zu entschuldigen. Ich werde mich bei ihm entschuldigen. Ob er ein Duell fordert liegt bei ihm. Ich wei├č nicht wo Archibald ist, der Mann ist wie ein alter Kater. Das sagt Jesper immer. Leider stimmt es, er kommt und geht wie es ihm gef├Ąllt und momentan ist er nicht da. Entweder muss ein anderer f├╝r mich ins Feld ziehen, oder ich muss es selbst tun. Im Grunde wenn man es genau nimmt, habe ich sogar eine Majest├Ątsbeleidigung begangen. Der Duc hat ihn anerkannt und ich habe es aberkannt. Ich wei├č nicht ob das Eis noch d├╝nn, oder schon zerbrochen ist. Ich war w├╝tend, aber das gibt mir nicht das Recht andere so widerw├Ąrtig zu behandeln, wie ich es selbst verachte. ├ťber Ansgar und Verrill beschwere ich mich, ich bin selbst viel schlimmer. Ich werde mich entschuldigen bei Ciel und ihm das kl├Ąrende Duell anbieten. Vorher reden wir noch mit Kuni wenn Du m├Âchtest", sagte Lin entschieden.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Tu das, Linhard, aber biete ihm auch eine Wiedergutmachung an. Eine, die ihm zeigt, wie ernst es dir ist. Sonst wird er sie wom├Âglich nicht annehmen, da er sonst das Gef├╝hl hat, du w├╝rdest dir alles erlauben und stets unges├╝hnt davonkommen. Das will kein Royal sich nachsagen lassen. Denk dir etwas aus, um ihn gn├Ądig zu stimmen, vielleicht verzeiht er dir ja dann tats├Ąchlich, anstatt nur den Frieden anzunehmen um des lieben Friedens willen. Ja, ich m├Âchte vorher noch meine Familie sehen. Und du wirst sie auch kennenlernen. Tot. Wenn der Traum in der Nachtburg die Vision war, wie es h├Ątte sein k├Ânnen, siehst du nun den Alptraum, der sich wirklich abgespielt hatte. Die Leichen unserer Ahnen und Kinder sind das finstere Gegenst├╝ck. Ein grauenhafter Zerrspiegel. Betrachte sie und ├╝berlege, ob du dir wirklich w├╝nschst, dass weitere dort ihre letzte Ruhe finden und die traurige Tradition sich fortsetzt. Willst du in Kauf nehmen, dass du selbst es bist? Verrill? W├╝nschst du dir tief im Inneren, dass Ciel dort liegt? Die Antwort kann man nicht durch Nachdenken ermitteln, du wirst sie bei den Ermordeten finden. Dort, in der Gruft des Herrenhauses der Familie von Hohenfelde.┬ź

Linhard von Hohenfelde
"Nein das w├╝nsche ich nicht Paps. Niemand soll mehr ermordet werden, oder morden m├╝ssen. Mit jedem Mord den Du aus├╝bst t├Âtest Du auch ein St├╝ck von Dir. Du w├Ąrst h├Ąrter und k├Ąlter, bis Du so kalt bist, wie die Leichen die Du hinterl├Ąsst. Ciel w├╝nsche ich nicht den Tod. Ich verstehe ihn sogar. Er verteidigt dass, was er liebt, was er schon immer hatte, gegen einen vermeintlichen Eindringlich. Ich werde mir die Toten als Mahnung ansehen. Eine Wiedergutmachung ist eine gute Idee, ich werde ihm eine anbieten. Das einzige was er sich w├╝nscht, ist dass ich gehe. Genau das werde ich ihm anbieten. Vielleicht geht er drauf ein und verzeiht mir, nicht f├╝r mich, sondern f├╝r Euch. Dass w├╝rde mir schon reichen. Tja manchmal sagen die Toten mehr, als die Lebenden", sinnierte Lin.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Du mogelst┬ź, erkl├Ąrte Brandur. ┬╗Du w├Ąhlst schon wieder die Flucht, nur unter anderem Vorwand. Denk dir eine Wiedergutmachung aus, die euch zusammenf├╝hrt und die Kluft nicht noch vertieft. Aber erst einmal schauen wir, was die Toten uns zu berichten haben. Dort unten ist das Herrenhaus, siehst du, der schwarze Klotz. Lass Aquila landen.┬ź

Linhard von Hohenfelde
"Das war kein Mogeln, oder meinst Du ich w├Ąre gerne weg von Euch allen? Ich denke zwar nicht, dass er eine Wiedergutmachung akzeptiert, die uns aneinander bindet, aber ich werde mir trotzdem eine ausdenken und ihm beides anbieten. Dann liegt es einfach an ihm. Es war seine Schmach und sein Schmerz, also soll er w├Ąhlen, was ihm lieber ist. Ja h├Âren wir uns an, was die Toten zu erz├Ąhlen haben Paps", fl├╝sterte Lin und lie├č Aquilla hinter dem d├╝steren Herrenhaus landen. Das gro├če Drachenhuhn flog eine Schleife und setzte dann sanft auf. Sie ging in die Hocke, damit ihre Reiter besser absteigen konnten. Lin befreite sich und Brandur von den Gurten, ehe er von Auqilla rutschte und Brandur beim Absteigen half. "Wir sind wieder... Zuhause", sagte er leise und starrte das Herrenhaus an.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Wir sind nicht zu Hause. Wir sind nur zur├╝ck am Anfang┬ź, sprach Brandur tonlos und blickte die schwarze Mauer mit den Schie├čschartenfenstern hinauf.

Linhard von Hohenfelde
"Wie Opa sagte, man kommt immer hierhin zur├╝ck.... ob man will oder nicht hm?", sagte Linhard, nickte knapp und betrat das uralte Herrenhaus.
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Re: Seelenfarben

#2

Beitrag von Linhard von Hohenfelde » So 8. Jul 2018, 02:19

Das Herrenhaus & der Geist


Linhard von Hohenfelde
Nach einer gef├╝hlten Ewigkeit hatten sich Brandur und Linhard wieder in dem alten Herrenhaus der Familie von Hohenfelde eingefunden. Linhard hatte die F├╝hrung ├╝bernommen, da er seinem Vater den eisigen Aufbewahrungsraum seiner Vorfahren zeigen wollte. Ein eisiges Grab in einem genauso eiskalten Haus. Ein Mausoleum von Triumph und Verg├Ąnglichkeit.

Wer unten in den eisigen Hallen lag, hatte das Spiel um die Macht verloren. Wer oben residierte, hatte die Macht an sich gerissen. Aber in diesem Haus war nichts von Dauer. So wie die W├Ąnde sich permanent verschoben, so verschob sich auch das Machtgef├╝ge innerhalb der Mauern.

Wer heute noch oben auf dem Familienthron sa├č, konnte morgen schon in die eisige Gruft einziehen. Und das taten sie, einer nach dem anderen. Fast jede Generation seit dem die von Hohenfelde in Naridien lebten, lag hier unten.

Au├čer jene, deren K├Ârper bei ihrem Ableben vollst├Ąndig zerst├Ârt worden waren. Linhard wusste nicht vorher das Eis kam, weshalb es dort unten dauerhaft Winter war. Wobei ein Winter hatte auch milde, sonnige Tage. Dort unten herrschte ewige Finsternis und Eiszeit. Eine bizarre Frostigkeit hatte sich in den Hallen festgesetzt, die sogar jede Grabesk├Ąlte zu ├╝bertreffen schien.

W├Ąhrend sie schweigend Richtung der Eisigen Hallen wanderten, hatte sich Linhard eine der Laternen geschnappt und entz├╝ndet. Er wusste nicht warum, aber es war in diesen Gem├Ąuern permanent dunkel. Selbst das geringe Licht, dass durch die Schie├čscharten artigen Fenster schien, wurde scheinbar durch irgendetwas im Inneren des Hauses absorbiert. So als konnte das Licht nicht bis zum Herzen des Hauses vordringen.

"Es ist nicht mehr weit", fl├╝sterte Linhard Brandur zu.

Die Laterne hielt er weit vor sich, aber auch ihr Licht war nur einen Kegel, der sie gerade einzuschlie├čen schien wie ein Schutzzauber. Au├čerhalb des Lichtscheins sah man Schatten tanzen, die noch schw├Ąrzer waren aus die Hauseigene Finsternis. Linhard vermutete dass es sich um die D├╝sterlinge handelte. Etwas anderes wollte er sich nicht vorstellen.

Er schaute kurz ├╝ber die Schulter nach Brandur, im matten Schein der Laterne sah das Gesicht seines Vater fahl aus, unheimlich. Warum man in den G├Ąngen und Hallen dieses Hauses stets fl├╝sterte, war ihm auch ein R├Ątsel.

Aber niemand rannte hier, niemand schrie, niemand rief oder lachte... es sei denn es wurde Blut vergossen. Dann, wenn der Tod in dem Haus umging, dann erwachte es zum Leben...

Linhard lief bei dem Gedanken ein Schauer ├╝ber den R├╝cken. Er zog die Riegel von der schweren mit Frost beschlagenen Eisent├╝r und stie├č sie auf. Er ben├Âtigte vier Anl├Ąufe ehe sich die T├╝r ├Âffnen lie├č. Sein Atmen gefror zu wei├čen Wolken, als er Brandur in die Gruft f├╝hrte.

Mitten im Raum blieb er stehen und deutete auf eine dunkle Treppe. Wie ein g├Ąhnendes Maul klaffte das Loch in der Finsternis. Linhard l├Ąchelte Brandur aufmunternd an.

"Die Stufen sind glatt, sei vorsichtig und halte Dich gut am Gel├Ąnder fest", mahnte er seinen Vater und ging auf Katzenf├╝├čchen vor. Brandur erkannte am hohlen Klang, dass es sich um eine Eisentreppe handeln musste. Lin f├╝hrte ihn weiter in die Eingeweide des Hauses, einen Komplex dem Brandur bis dato nicht bekannt war. Wie auch? Diesen Komplex lernte man erst dann kennen, wenn man ihn die F├╝├če voran bezog, oder seine Feinde hier niederbettete. Beides hatte der alte Nekromant niemals getan.

Viel zu pl├Âtzlich blieb Linhard vor ihm stehen, so das Brandur gegen den R├╝cken seines Sohnes prallte.
"Wir sind da...", fl├╝sterte Lin.

Vor Brandur breitete sich auf einer Ebene eine gewaltige Leichenhalle aus. Aufgebahrt nach Zeitalter und Todesfolge lagen sie hier. Seine Verwandten, seine Vorfahren. H├Ąscher und Opfer im Tode waren sie alle gleich.


Brandur von Hohenfelde
┬╗Die Ahnengalerie unserer Familie. Keine Gem├Ąlde, sondern die Ahnen leibhaftig. Die K├╝nstler, die diese Galerie erschaffen haben, ruhen selbst in ihr. Nicht alle, aber die meisten.┬ź Brandur ging langsam an den aufgebahrten Toten vorbei. ┬╗Alastair.┬ź Seinen Vater beachtete er nicht. ┬╗Dunwin. Sieh nur, wie viele Dolchst├Â├če ihn durchbohrten.┬ź Brandur strich im Vorbeigehen ├╝ber seinen kleinen Bruder, der gefroren in ewiger Ruhe lag. Dann kam ein leerer Platz. ┬╗Dieser Eisklotz hier ist jener, auf dem ich h├Ątte liegen sollen. Dass er leer ist steht daf├╝r, dass ich fiel, aber man meinen K├Ârper nicht bergen konnte. Schau, da unten ist die Aufschrift. Name, Geburtsdatum und Todesdatum. Nie hat es jemand korrigiert, dass ich den Anschlag ├╝berlebt hatte.┬ź Brandur ging weiter. ┬╗Und hier ... unser gro├čer Bruder. Kunwolf.┬ź Brandur blieb mit verschr├Ąnkten Fingern vor seinem gro├čen Bruder stehen und betrachtete ihn.

(Was sieht er?)

Linhard von Hohenfelde
Brandur sah Kunwolf so,wie er einst fiel. In eine nachtschwarze Lederr├╝stung geh├╝llt, das lange Haar und das Gesicht teilweise von einer schweren Kapuze verborgen. Ein Gesichtsschutz sch├╝tzte zudem sein Anlitz, aber es hatte ihm nichts genutzt. Eine rassiermesserscharfe Klinge hatte seinen Bauch aufgeschlitzt und ihm die Eingeweide aus dem Leib gerissen. Jeder von Hohenfelde kannte mehr T├Âtungsarten als Insekten die ├╝ber Asamura wandelten. Und sie wussten welche davon die grausamsten, schmerzvollsten oder auch gn├Ądigsten waren. Wer immer das getan hatte, hatte Kunwolf nicht einfach get├Âtet, er hatte ihn abgeschlachtet und ausgeweidet. Dies war kein einfacher Mord, dies war w├╝tende, blinde Raserei gewesen. Jenseits aller Vernunft.

Linhard von Hohenfelde
Linhard trat an die Seite von Brandur und legte ihm kurz die Hand auf den Arm, ehe er sich neben Kunwolf stellte und in die klaffene Bauchwunde starrte. Ein Hohenfelde schockierte so ein Anblick nicht. Der Blick Linhard war klar, rein, analytisch. Er fasste sogar in den Bauchraum und starrte Brandur an. "Leer", sagte er nur tonlos.

Brandur von Hohenfelde
Brandur zischte ├Ąrgerlich. ┬╗Man h├Ątte ihn vollst├Ąndig bestatten sollen. Das mal ein St├╝ck fehlt, gut, aber man h├Ątte ihn nach dem Ausweiden wieder bef├╝llen sollen.┬ź Brandur sagte ÔÇ║manÔÇ╣. Dass es sein kleiner Bruder Dunwin gewesen war, der Kunwolf derart zugerichtet hatte, blendete er vollkommen aus. ┬╗Eine Wiederbelebung auf Blutnekromantischem Wege scheidet damit aus. Der K├Ârper ist zu stark besch├Ądigt und vermutlich auch leergeblutet. Aber den Bluthexer aus der Familie haben wir ohnehin gerade nicht auf unserer Seite. Mach dich bereit, Xavier. Ich rufe nun deinen Gro├čonkel zu uns.┬ź Brandur zitterte vor K├Ąlte. Es war eisiger hier unten als jeder nat├╝rliche Winter. Er griff in den Nexus wie eine astrale Hand, deren Finger sich durch die Zeiten w├╝hlten wie durch tr├╝bes Wasser, bis er Kunwolfs Seele sp├╝rte, zugriff, und sie langsam zur├╝ck in die Physis zog.

Linhard von Hohenfelde
Es dauerte eine Weile und Brandur spürte aus dem Nexus so etwas wie eine Art Widerstand, gepaart mit absolutem Umglauben. Was er dort aus dem Nexus zog, schien verwirrt und wütend zu sein. Aber das waren fast alle Geister die man beschwor. Ähnlich wie bei Dunwin erschien zuerst ein kleines, hellblaues Licht. Es nahm an Strahlkraft zu, wurde zu einem Ball der einer kleinen hellblauen Sonne glich, ehe diese explodierte und die Gestalt eines hochgewachsenen, gerüstet und vermummten Mannes freigab.


Kunwolf:
"WER wagt es mich aus meinem Schlaf zu rei├čen? WER?", bellte der hellblaue Geist und verst├Ârmte zus├Ątzliche K├Ąlte, dass ihnen die Z├Ąhne klapperten. Sein Blick fiel auf Brandur und blieb an seinem Bruder haften. "Verr├Ąter....", zischte er anklagend.

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Brandur von Hohenfelde
┬╗Ich gr├╝├če dich, Kunwolf┬ź, sprach Brandur h├Âflich. ┬╗Ja, ich habe dich verraten, aber ich habe daf├╝r bezahlt. Ich selbst wurde verraten von Dunwin. Meine Kinder sind tot, so wie meine Frau und meine Geliebte, so wie auch unser Vater. Auch ich starb an jenem Tage, so sagte man sich, zumindest konnte man die Existenz nach dieser Nacht kein Leben mehr nennen. Alastair ruht dort, neben Dunwins Leichnam.┬ź

Kunwolf:
"Ich bin erf├╝llt von nie versiegender Trauer... Ihr habt bekommen was Ihr verdient. Wo glaubst Du ist meine Familie? Wo meine Frau, meine Geliebte und meine Kinder? Sie schlachteten sie vor meinen Augen ab und das geisteskranke Scheusal fra├č unser Kleinstes! Deshalb und NUR DESHALB kam es zu sp├Ąt um bei Dir zu fressen. Aber Du wei├čt was es tat nicht wahr? Du wei├čt wen es gefressen hat? Ich h├Ątte Dich besch├╝tzt... aber Dunwin lachte mir ins Gesicht und sagte, dass Du unterwegs w├Ąrst um mich zu t├Âten. Ihr beide, gegen mich... wie erb├Ąrmlich seid Ihr. Daf├╝r dass Du tot bist siehst Du verdammt lebendig aus und Dein Sohn ebenfalls. Was hat es Dich gekostet, wenigstens ihn durchzubekommen? Was hast Du dem Alten daf├╝r gegeben? Au├čer Deiner Seele?", zischte der Geist verletzt.

Brandur von Hohenfelde
Brandur schloss schmerzlich die Augen. ┬╗Ich wei├č nicht, was die Bestie tat. Ich habe nie den Mut gefunden, danach zu fragen. Ich wei├č nur, dass alle tot sind, au├čer mein Sohn, der neben mir steht.┬ź Brandur musste kurz Pause machen. Sein Gesicht hatte wieder die hohenfeldsche Eismaske aufgesetzt, doch er konnte nicht verhindern, dass seine Augen feucht gl├Ąnzten bei diesen Worten. ┬╗Ich bitte dich, deinen Ton zu m├Ą├čigen. Ich habe dich nicht gerufen, um unsere Fehde fortzuf├╝hren, sondern weil mein Sohn, der nun das Oberhaupt dieser Familie ist, dir etwas mitteilen m├Âchte. Zu deiner Frage, was ich daf├╝r zahlte, damit er ├╝berlebt: Wir schreiben das Jahr 203 nach der Asche. Rechne. Es ist nicht Gerwolf, der neben mir steht, obgleich er ihm so ├Ąhnlich sieht. Vielleicht kommst du von allein darauf.┬ź

Kunwolf:
"Ist Dir der Gedanke gekommen, dass ich mich so ├Ąrgere, weil ich Dich liebte? Dich und diesen Idioten Dunwin? Ich sage Dir was er tat Dunwins Scheusal fra├č unser J├╝ngstens, bei lebendigem Leib auf... und das gleiche tat er mit Deinem Baby.... Schreie... Schreie... die eine menschliche Kehle nicht hervorbringen sollte. Sie zerrissen die Luft und ohne bei Deinem Kind zu sehen was er tat, sp├╝rte ich durch Mark und Bein was diese... abnorm verdrehte Kreatur ihm antat... er hatte es vorher dabei... wie einen Snack. Er hielt es am Bauch, seine N├Ągel bohrten sich in das weiche Fleisch von dem Kleinen. Es kreischte wie am Spie├č, jeder Schrei h├Ąmmerten einem seine Schmerzen in den Sch├Ądel und ins Herz. Und dann... dann fing er an zu fressen... Das hatte er beabsichtig. Ich griff ihn an, v├Âllig au├čer mir vor Wut, Trauer und Schmerz, aber nicht mit Magie sondern mit dem Schwert. Ein dummer und l├Ącherlicher Versuch. Er weidete mich aus wie einen alten Fisch. Schmetterte Dein J├╝ngstes neben mich und riss mein Kind aus seinem Bett. Und w├Ąhrend ich unf├Ąhig mich zu bewegen auf dem Boden lag, da er mir die Arm- und Beinsehnen durchtrennt hatte, w├Ąhrend er mir die Ged├Ąrme aus dem Leib riss begann er zu Fressen... diesmal meines... ich starb mit den Todesschreien meines Kindes in den Ohren, w├Ąhrend Dunwin sich Deine Gro├čen holte.... mit so jemanden warst Du im Bunde Brandur.... verstehst Du es immer noch nicht?", fragte der Geist voller Schmerz und schwebte n├Ąher. Vor Brandur verharrte er und l├Âste seinen Gesichtsschutz. Er schaute ihn einen Moment stumm ohne jeden Anklage an. "Verlasse diesen Ort und kehre nie wieder in diesen Abgrund zur├╝ck. Du lebst, dann lebe auch. Und laufe, solange Du noch laufen kannst Bruder... ich wei├č nicht wer dies ist, 203... hm", sinnierte Kunwolf umg├Ąnglich.

Brandur von Hohenfelde
Brandur, der Hexenmeister von Trux, legte die Hand vor das Gesicht. Sein Weinen war vollkommen lautlos, sein K├Ârper zuckte leicht. Doch die Qual, die er empfand bei diesen Worten, straften die milde Reaktion seiner Physis L├╝gen. Er war viele Minuten lang unf├Ąhig, sich zu bewegen. Dann griff er in seine Manteltasche, zog sein Stofftaschentuch hervor, tupfte sich die Augen trocken und putzte seine Nase. Er stand da, wie ein wahrer Hohenfelde: Gro├č, mit finsterem Blick, der den Abgrund spiegelte, der in seiner Seele klaffte, doch nie das wahre Ausma├č der Dunkelheit nach au├čen dringen lie├č, die in ihm tobte. ┬╗Du hast die Worte geh├Ârt┬ź, sagte er zu seinem Sohn. ┬╗Wir werden die Kinder besuchen. Ich nehme an, sie ruhen ebenfalls hier. Kunwolf, die Beschreibung w├Ąre nicht n├Âtig gewesen, aber du wolltest es dir vermutlich von der Seele reden. Ich habe dich auch sehr geliebt und du fehlst uns. Ja, ich wei├č wen Dunwin an seiner Seite hatte und die Bestie lebt noch immer, als Einziger von unserer Generation starb sie niemals. Ich hingegen habe es sogar geschafft, zwei Mal zu fallen und doch stehe ich hier dank der harten und unerm├╝dlichen Arbeit meines Sohnes. Xavier, m├Âchtest du deinem Gro├čonkel etwas mitteilen?┬ź

Linhard von Hohenfelde
Linhard hatte geh├Ârt was der Geist gesagt hatte. Er hatte jedes Wort vernommen, dass sein Gro├čonkel voller Schmerz geradezu ausgespien hatte. Nicht voller Groll, sondern voller Leid. Oh ja, er h├Ątte gerne etwas gesagt. Aber dieses Etwas w├Ąre ein qualvolles, schuldbewusstes Kreischen gewesen. Aber nicht einmal das brachte er ├╝ber die Lippen. Er f├╝hlte sich gefrorener als jede dieser Leichen hier in dem Raum. Jedes Wort das Kunwolf sprach wie wie Eiswasser der Erkenntnis in seine Seele eingedrungen und hatte ihm die wahre Natur von Archibald vor Augen gef├╝hrt. Das "Ding" das er kannte, das ihn freundlich anl├Ąchelte und Ratschl├Ąge erteilte, war nichts weiter als eine Maske hinter der sich das absolute Grauen verbarg. Und diese Widerw├Ąrtigkeit hatte er gebeten, seine Verrill zu besch├╝tzen. Schlagartig war ihm schei├čegal von wem das Kind war, nur eines war noch wichtig, dass es Archibald nicht in die Finger bekam. Wie dumm und kleinlich er Ciel gegen├╝ber gewesen war. Was er f├╝r grausam hielt, war nicht die Spur einer Grausamkeit. Es war geradezu l├Ącherlich, was er als grausam empfand. DAS was er geh├Ârt hatte, war Grauen. Und dieses Grauen hatte der Geist vor ihm erlebt und war dabei gestorben. Und Brandur, sein Vater, er hatte es ebenfalls erlebt, hatte den Tod seiner Kinder erlebt, ├╝berlebt um zu leiden und letztendlich durch die Hand seines Bruders selbst zu fallen. Seite an Seite stand er dort, Dunwin und Archibald - nicht nur Br├╝der im Geiste, tats├Ąchliche Br├╝der die ihre Br├╝der t├Âteten. So wie es sich ihr Vater w├╝nschte. Wenn er ein anderer Vater sein wollte, als dieser Alastair, dann durfte er das unschuldige Leben nicht f├╝r etwas verurteilen, wof├╝r es am wenigsten konnte, n├Ąmlich seine Zeugung. Und war es nicht gleich? Er liebte Verrill, wie konnte er dann das Kind von ihr nicht lieben? Lin setzte an etwas zu Brandur zu sagen, aber auch hier versagte seine Stimme. Stattdessen nahm er ihn einfach fest in den Arm und dr├╝ckte ihn lange stumm an sich. "Verzeih mir", kr├Ąchzte er heiser, als er seine Stimme wiederfand. Er ben├Âtigte mehrere Minuten ehe er vor Kunwolf treten konnte. "Ich... ich bin der Sohn von Ansgar, der Enkel von Dunwin. Dein Bruder Brandur adoptierte mich, als mich mein Vater verstie├č. Es ist eine lange Geschichte. Nur soviel, Brandur, Dunwin und ich k├Ąmpften Seite an Seite um dieses Haus und diese Dunkelheit hinter uns zu lassen. Wir haben ein neues Leben in Souvagne begonnen. Ein lichtes Leben, ohne den dunklen Pfad. Begleite uns. Ich habe nicht gewusst, das Archibald... dass er... Dunwin behielt ihn auch als Geist an seiner Seite. Und ich erbte ihn als ersten Stabler. Ich wei├č was er meinem Vater und meinem Onkel Dave antat und dennoch teilte ich ihn in die Bestie und den Mann der freundlich zu mir ist. Du wei├čt nicht was und wer er wirklich ist, darf ich es ihm sagen oder sagst Du es ihm Brandur?", fragte Linhard.

Kunwolf:
Kun musterte Lin kopfsch├╝ttelnd. "Es gibt nur den einen Babybei├čer, nur den einen Kinderfresser. Es gibt keine freundliche Person hinter einer grausamen Maske, er ist die Bestie. Und Bestien sind nur zu anderen Bestien freundlich. Zu Dunwin, oder zu Dir... in der Hoffnung Dich nach seinem Vorbild zu formen. Du sollst Opa werden, jener der nun mit ihm in die Schlacht zieht, bereit f├╝r neue, vielleicht noch schlimmere Schandtaten. Er h├Ątte Dich auf Spur gebracht und das wird er, wenn Du ihn nicht los wirst. Und m├Âchtest Du ihn los werden.... dann Junge... dann wirst Du ihn ohne seine Heuchelei-Maske sehen. F├╝r den Tag, solltest Du ├╝ben bis zum Umfallen, oder Du f├Ąllst um weil er Dich abschlachtet. Ein gut gemeinter Rat. Was ist er Brandur?", fragte Kun ernst.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Archibald ist in biologischer Hinsicht unser Halbbruder. Er ist ein weiterer Sohn Alastairs, den er mit einer Geliebten zeugte. Er nannte ihn liebevoll Erchan. Wir erfuhren davon, wer Archibald wirklich ist. als ich Alastair beschwor. Ich habe ihm gesagt, dass Erchan tot ist. Es war zur H├Ąlfte gelogen, da er inzwischen untot ist, ein Vampir, aber was nicht ist, soll noch werden. Wichtig war, dass Alastair litt und das tat er. Er litt wie ein Hund und st├╝rzte wie ein Komet zur├╝ck in den Nexus, es war kaum m├Âglich, ihn erneut hervorzuzerren, so als ob in diesem Moment seine Seele gestorben sei. Was uns drei anbelangt, dich, Dunwin und mich, vergoss er keine Tr├Ąne. Ja, nicht einmal Dunwin betrauerte er, sondern war nur zornig ├╝ber dessen Tod. Ich will nicht, dass er oder Sonstjemand davon erf├Ąhrt, wer Archibald wirklich ist, denn ich sehe ihn nicht als unseren Bruder an. Ganz besonders soll Dunwin nicht davon erfahren. Dunwin habe ich, so wie dich, zur├╝ck in die Physis gerufen. Er war mir als Geist lange ein treuer Begleiter und inzwischen nennt er einen neuen K├Ârper sein Eigen. Aimeric de la Cantillion. Dies ist seine neue Identit├Ąt.┬ź

Kunwolf:
Kun machte ein nachdenkliches Gesicht. Er schwebte zu seinem K├Ârper hin├╝ber und setzte sich darauf. Alles andere kam ihm irgendwie zu fremd vor und seine gefrorene Leiche war immer noch ein Teil von ihm. "Ich hatte nie vor Dich oder ihn zu t├Âten, ich habe stets nach einem Fluchtweg gesucht. Letztendlich blieb ich f├╝r immer hier. Wie sagte Dun einst? Damals zu einer anderen Zeit, an einem anderen Ort? Die Familie holt einen immer ein... immer. Du wirst wenn Du klug bist, Deinen Sohn nicht anschauen, ich kann Dich nur warnen. Ich st├╝rzte in einen Abgrund aus Wahnsinn, Leid und Schmerz. Du wirst es ihm ansehen, Du w├╝rdest es meinem Sohn ansehen... ich w├╝rde ihn gerne noch einmal sehen, aber nicht so. Nicht auf diese Art. Fand er ein Begreifen? Vieles ist klarer in dieser Form, wenn man erstmal seinen Schmerz beiseite geschoben hat. Schmerz, Wut, meine beiden pr├Ągenden Gef├╝hle. Ihr habt es nie verstanden, worauf ich w├╝tend war, auf wen und auf was. Ich sage es Dir, auf den Umstand, dass wir keine Wahl hatten. Das alles festgeschrieben war und zwar von Alastair. Gleichg├╝ltig was wir taten, wir steuerten auf den Abgrund zu und letztendlich verschlang er uns. Wer t├Âtete ihn? Ich sehe ihn dort liegen, ├╝bers├Ąht mit Dolchstichen, deren Anzahl man kaum z├Ąhlen kann. Sein Anblick erf├╝llt mich mit Genugtuung, w├Ąre ich noch am Leben, w├Ąren wir nun frei... Souvagne? Deine Frau stammte von dort Brandur. Wie ist es dort? Das Archibald Alastairs Sohn ist, erkl├Ąrt seine permanente Anwesenheit. Untot, ein Vampir, nichts passt besser zu ihm. Er muss sich hervorragend f├╝hlen. Er liebte doch dieses okkulte Zeug, das Dun ihm sonst schenkte. Ich hoffe er schmort bald im Abgrund. Du hast Dunwin beschworen und Alastair. Sollte mir die Reihenfolge etwas sagen?", schmunzelte Kunwolf.

Linhard von Hohenfelde
Linhard sch├╝ttelte den Kopf. "Brandur kam mit mir hierher, da er Dich sehr vermisst. Und ich sollte meine Lektion von den Toten lernen, was geschieht, wenn sich die Familie gegen sich selbst wendet. Das habe ich begriffen. Ich erwarte ein Baby. Also nicht pers├Ânlich, meine Frau. Und ich hatte mich mit meinem Schwager gestritten. F├╝r nichts und wieder nichts, ich habe mich wie der letzte Arsch verhalten. Und ich bat ausgerechnet Archibald auf meine Frau aufzupassen", st├Âhnte Lin.

Kunwolf:
Kuni musterte Lin kurz mit schr├Ąg gelegten Kopf und schnalzte mit der Zunge. "Keiner zwingt Dich ein Arsch zu bleiben oder?", lachte er leise.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Ich werde sie nicht anschauen. Aber Xavier wird es. Damit er nie wieder vergisst. So etwas darf sich nicht wiederholen. Dunwin wurde gerichtet von seinen eigenen S├Âhnen. Jener, der ihn so zurichtete, war Ansgar. Ich wei├č gar nicht, ob du ihn noch kennengelernt hast. Und nein. Alastair fand kein Begreifen. Er ist, wer er immer war. Der Abgrund.┬ź

Linhard von Hohenfelde
Linhard starrte Brandur an. "Ich soll was, die angefressenen Babys anschauen?", fragte er und man sah etwas in seinen Augen, dass man selten bei einem Hohenfelde sah - Angst. "Dave hat Dunwin abgestochen und Ansgar hat Alastair get├Âtet. Er war ganz schwarz als Geist Kun, wir wissen nicht warum. Wei├čt Du es? Ich glaube Du kennst Ans und Dave gar nicht mehr oder?", fragte er leise.

Kunwolf:
"Tue was Dein Vater Dir sagt Xavier... so hei├čt Du doch. Doch ich kannte sie, nat├╝rlich kannte ich sie. Aber Dich kannte ich nicht mehr. Mir ist nur die Generation nach mir bekannt. Die Kinder meiner Br├╝der, nicht die Enkel. Leider... Schau sie Dir an, damit Du begreifst was Du dort an Deiner Seite wandeln hast. Und dann frage Dich, ob Du das m├Âchtest. Mit aller Konsequenz, die diese Kreatur mit sich bringt. Warst Du mal in ihrem Heim oder in ihrem Quartier? Hast Du mal ihre Speisekammer gesehen? Ihre Speisekammer lebte, atmete, fehlte... Du bist ein Hohenfelde Junge, aber Du bist jung und ziemlich naiv... Niemand ├╝berlebt als so etwas so lang, wenn er nicht bereit ist andere ├╝ber die Klinge springen zu lassen. Wenn Du f├╝r ihn ├╝berfl├╝ssig wirst, dann bist Du tot. Du bist in seinen Augen alt, aber noch jung genug um Dich zu fressen. Und Deine Frau, wird ihm nichts entgegensetzen k├Ânnen. Werd ihn los, schnellstm├Âglich. Es reicht dass Dunwin dem Kerl die Stange hielt und der gesamte wahnsinnige Stab von Dunwin ihn geradezu anbetete. Ich verstand es nie und verstehe es bis heute nicht, was dieser Mann hat, dass ihn alle lieben. Einziger mit Verstand war Chirag", antwortete Kun.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Richtig, Xavier. Sieh dir die toten Kinder an. Damit du es wirklich begreifst. Das letzte Verstehen wird sich einstellen, wenn du dein eigenes Kind in den Armen h├Ąltst. Zur Reihenfolge der Beschw├Ârungen, Kun ... ich muss gestehen, dass mich das schlechte Gewissen plagte. Mehr als plagte, in all der Zeit meines Exils, als ich verdient in der Nachtburg schmorte, allein, so unmenschlich einsam, wie ein Mensch nur sein kann. Ich hatte den Tod von allen verschuldet mit meinem Plan, den Tod meiner Familie, deiner Familie, deinen Tod. Es ist m├╝├čig, um Vergebung zu bitten. Es gibt keine. Aber ich m├Âchte dich eines fragen: M├Âchtest du in der Physis bleiben und es mit uns gemeinsam noch einmal versuchen?┬ź

Linhard von Hohenfelde
Linhard nickte knapp und in Zeitlupe. Und genauso trat er an die kleinen Babys heran. Er starrte zuerst auf Brandur Baby Ragnvald, dabei zwang er sich genau hinzusehen und nicht den Blick abzuwenden. Es kostete ihn alle Kraft, dass kleine W├╝rmchen so zu sehen. Dann ging er hin├╝ber zu Kunwolfs J├╝ngstem. Er wusste nicht einmal den Namen des Babys, er wusste nichts. Es sah genauso schlimm zugerichtet aus. Als h├Ątte sich ein riesiger Piranha an ihnen zu schaffen gemacht. In den winzigen Gesichtern war der Schock und der Schmerz so deutlich zu lesen, als gebot er ├╝ber Geistmagie und las deren Erinnerungen aus. Linhard strich ihnen ├╝ber die kleinen, kahlen und gefrorenen K├Âpfe. So durfte sein Kleines nicht enden. Er f├╝hlte Mitleid mit den W├╝rmchen, aber mehr noch versp├╝rte er abgrundtiefen Hass und grenzenlose Wut auf Archibald. Er kehrte zu Kunwolf und Brandur zur├╝ck. "Ich verstehe nun... ich.. m├Âchte gerne wissen wie Dein Sohn hie├č", bat Linhard leise.

Kunwolf:
"Sein Name war Sonnwin, da er gerne lachte...", antwortete Kunwolf. Er schaute Brandur an. "Vergebung f├╝r was? F├╝r Deine Dummheit? Du hast Dir den falschen B├╝ndnispartner ausgesucht, aber Du hast meine Familie nicht get├Âtet. Du warst ein Verr├Ąter Brand, aber kein M├Ârder... Du hast es scheinbar wieder gut gemacht und davon w├╝rde ich mich gerne selbst ├╝berzeugen... ich bleibe, wenn ich kann:Und stimmt das was Du sagst, dann bin ich bereit Dir Deinen Verrat zu vergeben Bruder", sagte Kun.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Sonnwin┬ź, wiederholte Brandur f├╝r sich und dann l├Ąchelte er. ┬╗Ein sch├Âner Name. Ganz anders als jene, die von Dunkelheit und Zerst├Ârung k├╝mmern. Wie viele ÔÇ║W├ÂlfeÔÇ╣ gibt es namentlich in unserer Familie. Eine kleine Sonne, das w├Ąre sch├Ân gewesen. W├╝rdest du mir vergeben, w├╝rde mir das viel bedeuten. Ich selbst, werde mir nie vergeben k├Ânnen. Aber ich k├Ąmpfe gemeinsam mit meinem Sohn daf├╝r, eine bessere Zukunft f├╝r die Familie zu schaffen. Bran-Dun-Lin ... so lautet der neue Wahlspruch. Es gibt kein Dun-Haur-Mar mehr.┬ź

Linhard von Hohenfelde
Linhard nickte zustimmend. "Wir haben dem alten Weg abgeschworen, ├╝berzeuge Dich selbst. Obwohl es manchmal schwer f├Ąllt, dem neuen Weg treu zu bleiben. Man verf├Ąllt leicht in alte Muster. Es gibt viele W├Âlfe in unserer Familie. Einer ist sogar im Wappen und mein Bruder Anwolf ist auch einer. Wobei ein richtiger Wolf ist er nicht, ehr ein Kredithai und eigentlich ganz nett", grinste Lin.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Ich hoffe, du bist mit deinem neuen Namen zufrieden┬ź, schmunzelte Brandur, auch wenn es wegen der Situation ein sehr schmerzliches und kaum wahrnehmbares Schmunzeln war. ┬╗M├Âge er dem Neuen Weg Rechnung tragen.┬ź

Kunwolf:
"Ja es gibt viele "W├Âlfe" und viele "Wins" in unserer Familie, dass war scheinbar schon immer so. Xavier ist ein au├čergew├Âhnlicher und sch├Âner Name. Noch niemand hie├č vorher so. Wie hie├č er denn bevor er Xavier hie├č?", fragte Kun.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Linhard. Auch ein guter und sch├Âner Name, der den L├Âwen tr├Ągt. Aber er selbst mochte diesen Namen nicht, zudem bekam er ihn von seinem leiblichen Vater. Ich als sein Adoptivvater nannte ihn Xavier. Dies war mein Hochzeitsgeschenk, da ich als Geist keine materiellen Geschenke ├╝berreichen konnte. Xavier bedeutet ÔÇ║neues HausÔÇ╣ und ist der Name der ├Ąltesten almanischen Burg. Sie steht noch heute. Dieser ehrw├╝rdige alte Name, der f├╝r Schutz und W├Ąrme steht, erschien mir passend f├╝r meinen Jungen.┬ź

Kunwolf:
Kuni nickte zustimmend. "Eine gute Wahl und eine sehr sch├Ân, wie auch tiefe Bedeutung. Wobei Linhard f├╝r mich ebenfalls sehr gut klingt. Du hast Dunwin einen neuen K├Ârper geschenkt und wer Dir? Und vor allem, wer hat Dich vorher aus Deinem K├Ârper gerissen? Nun ich m├Âchte Euch ja nicht dr├Ąngen, aber vielleicht sollten wir diese Unterhaltung in sicheren Gefielden f├╝hren. Vor allem wenn Xaviers Frau ungesch├╝tzt allein Zuhause mit Archibald ist. Sobald er wei├č, in welchen Umst├Ąnden sie ist, k├Ânnte er auf sehr dumme Gedanken kommen. Ich habe ihn nie in der N├Ąhe meiner Familie geduldet. Dies ├Ąnderte sich nur einmal und zwar in meinen letzten Atemz├╝gen und das waren auch ihre letzten. Also wir sollten gehen", sagte Kun eindringlich.

Linhard von Hohenfelde
"Es war eines der sch├Ânsten Geschenke die ich jemals erhalten habe Paps. Wir m├╝ssen zur├╝ck und zu Ciel, um etwas zu bereinigen. Vorher muss ich noch einmal auf den Dachboden um etwas zu holen. Ein Holzpferd", erkl├Ąrte Lin.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Das wird Davard sehr freuen┬ź, sagte Brandur. ┬╗Ja, hol es zur├╝ck. Es soll dort nicht verstauben. Zu deinen Fragen Kunwolf┬ź, sprach Brandur, w├Ąhrend er an den Toten vorbei zur Eisentreppe schritt, ┬╗ich nahm mir selbst das Leben. Ich starb im Gefecht mit Ansgar und nutzte meine letzten Lebensz├╝ge, um Dunwin in seinen neuen K├Ârper zu bannen. Als ich starb, war ich ein alter, verkr├╝ppelter Mann. Doch ich wurde Xavier sei dank durch eine geheime Magieform verj├╝ngt wiedererweckt.┬ź

Linhard von Hohenfelde
Linhard f├╝hrte Brandur und Kunwolf wieder nach oben, zur├╝ck in den belebten Bereich des Herrenhauses. Als beide die eiserne T├╝r passiert hatten, verriegelte Linhard sie wieder und zwar so, wie er sie vorgefunden hatte. Er dr├╝ckte Brandur die Laterne in die Hand und schnappte sich eine neue die er entz├╝ndete. "Wir treffen uns drau├čen bei Aquilla, ich beeile mich", sagte er leise und verschwand in der Dunkelheit.

Brandur von Hohenfelde
Brandur wartete bei dem gro├čen Gesch├Âpf. Er lie├č dem Geist freie Hand darin, wo er herumzuschweben gedachte.

Kunwolf:
Kuni folgte den beiden mit etwas Verz├Âgerung, da er zuerst Angst hatte seinen K├Ârper zu verlassen. Diese Angst war irrational, denn er sa├č als Geist auf ihm, er lie├č ihn nicht als lebende H├╝lle zur├╝ck. Fast zaghaft schwebte er hinter Brandur und Xavier hinterher. Oben angekommen, verabschiedete sich der junge Mann auf Zeit, da er noch ein Spielzeug holen wollte. Kunwolf schwieg und folgte Brandur nach drau├čen. "Was ist das f├╝r ein Spielzeug?", hakte er neugierig nach und schaute sich au├čerhalb des Herrenhauses um. Sein Blick wanderte zur├╝ck zu dem schwarzen, gewaltigen Kasten dessen dunkles Gem├Ąuer sich wie gierige Finger gen Himmel reckten. Dann fiel sein Blick auf den seltsamsten und gr├Â├čten Vogel den er je sah. "Was ist das?", lachte Kun.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Sch├Ân, dich lachen zu h├Âren┬ź, sagte Brandur mit belegter Stimme. ┬╗Das Pferdchen geh├Ârte Davard. Er spielte damit, wenn er sich vor Archibald versteckte. Es bedeutet ihm sehr viel und es hat eine starke Symbolkraft. Der Vogel ist ein Cockatrice, ein Drachenhuhn, ein Zuchtprojekt des Duc de Souvagne. Kun ... ich bin froh, dass du uns begleiten m├Âchtest. Wenn du einen K├Ârper sehen solltest, der dir zusagt und es im Rahmen des M├Âglichen liegt, diesen sich unbemerkt anzueignen - z├Âgere nicht, mir diesen Wunsch mitzuteilen.┬ź

Kunwolf:
Kunwolf drehte sich zu Brandur um. "Ich hoffe nur, dass Davard nicht mit etwas gespielt hat, oder ihm Trost schenkte was von seinem Peiniger stammt. Du wei├čt dass er Spielzeug sammelte? Am liebsten dass, seiner Opfer. Das erz├Ąhlte mir einmal Dunwin um mich zu provozieren. Du meist das gro├če Federvieh ist ein Huhn? Na davon m├Âchte ich ein Omlett sehen", grinste Kuni, ehe er schlagartig ernst wurde. "Ich h├Ątte gerne meinen K├Ârper wieder", sagte er bek├╝mmert.

Linhard von Hohenfelde
Linhard kam nach einigen Minuten angerannt und hielt ein Holzpferd in die H├Âhe. Dabei sah er nun selbst aus wie ein Geist. Wei├č-Grau voller Staub war er, so dass nicht nur seine Kleidung, sondern auch seine Haut wie gepudert aussah.

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Linhard von Hohenfelde
"Hier ist es, sieht doch ganz gut aus oder? Vielleicht ein bisschen abgegriffen, aber das wird ihn nicht st├Âren", grinste Lin. "Wir k├Ânnen aufbrechen, wenn Ihr wollt", schlug er vor und schwang sich auf Aquilla. Er befestigte sich mit den Gurten und verstaute das Holzpferd sicher.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Nun, das ginge ... wenn du denn als Ghul dein Dasein fristen m├Âchtest┬ź, sprach Brandur. ┬╗Von wem das Pferdchen stammte, ist mir nicht bekannt. Aber selbst wenn es von einem weiteren seiner Opfer war, muss es nicht entsorgt werden. Es ist ein Andenken an ein Kind, das dieses Pferdchen liebte.┬ź Brandur klopfte seinem Jungen den Staub ab, als er hinter ihm sa├č.

Linhard von Hohenfelde
Lin machte sich direkt daran, auch seinen Vater zu sichern und schaute dann skeptisch auf Kunwolf. "Wie sichert man einen Geist?", fragte er lachend. Er musterte erneut das Pferd und sch├╝ttelte langsam den Kopf. "Ich denke nicht das es von Arch ist. Dave hat doch erz├Ąhlt, er hatte es drau├čen gefunden. W├Ąre es von Arch, h├Ątte er es ihm stehlen m├╝ssen. Und das h├Ątte er nicht getan", sagte Lin.

Brandur von Hohenfelde
Brandur lehnte sich eng an seinen Jungen. Diesen leben zu sp├╝ren, war wichtig, nach der erneuten Begegnung mit dem Tod. Er hatte nicht gewagt, nach seinen anderen Kindern zu sehen oder nach seinen Frauen. "Wie sieht es aus, Kun? Letzte Gelegenheit, ein Ghul zu werden."

Kunwolf:
Kuni sch├╝ttelte den Kopf. "Dann m├╝sste ich Menschen fressen, und DAS werde ich ganz sicher nicht. Dann bleibe ich lieber ein Geist. Bis auf weiteres. Jemanden der einen bedroht oder st├Ârt zu t├Âten ist das eine, aber jemanden zu fressen.... das ist widernat├╝rlich und verwerflich", erkl├Ąrte Kunwolf entschieden und hockte wollte sich auf Aquilla hocken. Das Drachenhuhn musterte ihn argw├Âhnisch und wich zur├╝ck. Linhard ben├Âtigte einige Augenblicke um sie zu beruhigen. Kunwolf nahm neben Brandur Platz. Dem gewaltigen Vogel schien die Anwesenheit eines Geistes nicht geheuer zu sein. "Einen lebenden atmenden K├Ârper ginge nicht?", fragte Kunwolf, w├Ąhrend Linhard Aquilla starten lie├č. Das gro├če Drachenhuhn flog zur├╝ck Richtung Souvagne mit kr├Ąftigen Fl├╝gelschl├Ągen.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Doch, das ginge. Darum sagte ich ja: Wenn dir einer gef├Ąllt, benenn ihn mir. Mir f├Ąllt gerade eine weitere L├Âsung ein. Dich als Ghul und du isst nur so lange Tote, bis du dich vollst├Ąndig regeneriert hast. Danach k├Ânnte man dich auf selbe Weise wiedererwecken, wie mich und du h├Ąttest deine alte Gestalt. Jedoch muss man den Duc H├Âchstselbst davon ├╝berzeugen. Schwierig. Aber nicht unm├Âglich, wie man sieht.┬ź

Linhard von Hohenfelde
Linhard musterte Brandur und blinzelte. "Ich hoffe ich bekomme das wieder hin. Anwolf hatte doch Interesse das zu lernen oder? Oder t├Ąusche ich mich da? Hat er sich beworben oder nicht? Einer aus unserer Familie muss das tun. Eines von Veyds Kindern? Wir m├╝ssen diese Macht auch in unserer Familie haben", mahnte Linhard.

Kunwolf:
"Wiederbelebt ohne Innereien, da d├╝rfte ich nicht lange lebendig bleiben", erinnerte Kun traurig. "Ich suche mir einen neuen K├Ârper der mir ├Ąhnelt. Und falls es eine M├Âglichkeit gibt, dann ziehe ich in meinen alten um. Immerhin bin das ich", gab er zu bedenken. "Wobei ich mich sicher auch an einen neuen K├Ârper gew├Âhnen k├Ânnte... doch... m├Âglicherweise".

Brandur von Hohenfelde
┬╗Ja, eindeutig! Wir brauchen diese Kunst. H├Ątte ich nur eher davon gewusst, Xavier! Kunwolf, du hast v├Âllig recht. Nicht einmal ein Ghul ├╝berlebt ohne Innereien, er verhungert schlichtweg. Drum funktioniert dieser Umweg nicht. Als h├Ątte das Scheusal es geahnt. Er wollte dich um jeden Preis tot halten und duldete dich nicht einmal als Untoten.┬ź

Kunwolf:
"Er wollte mich um jeden Preis tot sehen, er hat mich gehasst! Sobald ich Dunwin etwas Normalit├Ąt eingetrichtert hatte, hat er ihn "gerettet und kurriert" wie er es nannte. Er hielt mich f├╝r einen Verseuchten, so nannte er jeden Magier. Einschlie├člich seines Vaters. Das h├Ątte Alastair sich mal auf der Zunge zergehen lassen sollen. Aber scheinbar war es selbst dazu zu verblendet. Werde ich Magie beherrschen, sobald ich einen K├Ârper habe?", fragte Kun.

Linhard von Hohenfelde
Linhard dachte ├╝ber die Worte von Kunwolf nach. Das hatte Archibald auch zu ihm gesagt, ihm den Weg weisen, ihn kurriern, ihn erwachsen bekommen. Und da er das noch nicht war, nannte er in Lin Larve. "LiLa...", keuchte Lin, beugte sich weit ├╝ber den Hals von Aquilla und kotzte sich das Fr├╝hst├╝ck aus dem Hals. Unten h├Ârte man eine Frau fluchen, aber Lin konnte es nicht ├Ąndern.

Brandur von Hohenfelde
"Magische F├Ąhigkeiten ruhen im K├Ârper, nicht im Geist. Man sieht es daran, dass du als Gespenst jeglicher Magie beraubt bist. Ob du die Kunst beherrschen wirst, ist also im Wesentlichen davon abh├Ąngig, welchen K├Ârper du w├Ąhlst."

Linhard von Hohenfelde
Linhard wischte sich den Mund ab. "Verzeihung, ich dachte an die Bedeutung von LiLa, so nennt er mich. Larve, weil ich nicht ausgereift bin, nicht erwachsen. Und er wollte mich erwachsen bekommen und mit seiner Tochter verpaaren, damit wir ein Kind zeugen, dass ein Nix aus ihm und uns ist, ein Dornburg-Hohenfelde-Mix. Ein Fleischfresser mit Killerinstinkt. Was w├Ąre ein Mix aus ihm und Wolfram? Ein psychpathischer Veganer? Mir war kurz ├╝bel, als ich an die Babys dachte, warum man Babybei├čer sagt habe ich gesehen. Was sagt er mal? Babybei├čer, es klingt so niedlich, dabei bedeutet es.... Sekunde", sagte Lin und ├╝bergab sich noch einmal ger├Ąuschvoll weit ├╝ber Aquilla gelehnt, "...dabei hei├čt es Menschenfresser".

Kunwolf:
Kun bekam sich nicht mehr ein vor Lachen, vor allem als die Frau unter ihnen zu schimpfen anfing. Das war Situationskomik pur f├╝r den ehemaligen Magier. Aber der Grund f├╝r Linhards Kotz-Orgie stimmte ihn wieder traurig. "Sei froh dass Du eine Larve geblieben bist", mahnte er und wandte sich an Brandur. "Dann ben├Âtige ich einen K├Ârper der Geistmagie beherrscht. Beherrscht Aimeric Geistmagie? Dann schmei├čen wir Dunwin raus und ich ziehe dort ein!", sagte Kun grimmig.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Dunwin ist unser Bruder, unser Freund und unser Verb├╝ndeter┬ź, sagte Brandur. ┬╗Ich wei├č, das ist schwierig, nachzuvollziehen nach all der Zeit. Aber wir finden schon jemanden.┬ź

Linhard von Hohenfelde
Linhard streichelte Auqilla. "Denk mal genau nach Kunwolf. Also versuch zu ergr├╝nden warum Du wie gehandelt hast. Dunwin hat uns erkl├Ąrt, dass er als Geist vieles anders sah und dass er keinen Hass mehr in sich sp├╝rte. Dass er ohne das Fleisch, also seinen K├Ârper anders ├╝ber seine Taten dachte. Er bereute es wirklich und er versucht einen Teil wieder gut zu machen. Also bitte, sag Dave und Ansgar nicht, wer Aimeric ist. Es sei denn er bedroht sie. Ansonten gib ihm seine Chance etwas wieder gut zu machen und wenn es nur ein einziger netter Gedanke ist, den Dave oder Ansgar mal ├╝ber Aimeric denken, oder eine Erinnerung die ihnen bleibt. Das ist sein Wunsch. Und er war sogar einmal weiter als ich f├Ąllt mir gerade ein. Dunwin sagte mir vor dem Rathaus, als ich mit ihm kurz alleine war, Archibald ist n├╝tzlich - aber sobald Du ein eigenes Kind erwartest... t├Âte ihn. Das sagte Dunwin und er hat auch versucht sich mit Dave auszusprechen. Vergeben kann es keine geben, aber er wollte ihm sagen, dass er seine Kinder lieben soll. Und falls Dave dass nicht kann, soll er auf Kinder verzichten. Er war ein anderer ohne seinen K├Ârper und vor allem ohne Alastair. Brandur kann Dir das best├Ątigen. Also wie ist es mit Dir?", fragte Linhard.

Linhard von Hohenfelde
Kunwolf: Kun ├╝berlegte einen Moment und horchte tief in sich hinein. "Mich selbst in Frage zu stellen, soweit war ich noch nicht Junge. Aber... ja Du hast Recht. Etwas ist anders, etwas fehlt mir, diese permanente Wut... sie ist nicht mehr da. Sie verschlang in meinen Gedanken alles. Fast alles bis auf den Gedanken irgendwann frei zu sein. Zuerst mit meinen beiden Br├╝dern zu fliehen, sp├Ąter dann mit meiner Familie. Ich war eigentlich immer w├╝tend, egal auf wen oder was. Ich sah mein Leben durch einen roten Schleier. Aber was sich sonst noch ge├Ąndert hat, dar├╝ber m├╝sste ich l├Ąnger nachdenken oder besser gesagt einmal in mich hineinhorchen und ├╝ber all die Dinge nachdenken, die mir fr├╝her wichtig und richtig erschienen. Dann kann ich Dir antworten. Aber man denkt als freier Geist frei. Freigeist kommt wohl nicht von ungef├Ąhr", schmunzelte Kun und lehnte sich an Brandur an.

Brandur von Hohenfelde
"Gute Worte, Gro├čer ... denk ├╝ber alles nach. Auch Dunwin ist nun ein anderer. Sprich mit ihm und wir werden auch sprechen. Archibald muss gehen,Xavier, ob du nun mit Ciel verstritten bist oder nicht. Um ihn geht es nicht, sondern um die Sicherheit deines Kindes, um es nun dieses ist oder das n├Ąchste." Brandur sp├╝rte die eisige K├Ąlte des Geistes an seinem R├╝cken und genoss sie. Sie war, wie die K├Ąlte von Dunwin, als dieser als Geist wandelte, keine bei├čende K├Ąlte, sondern eine, die merkw├╝rdig wohltat, ├Ąhnlich einem kalten Windhauch an einem hei├čen Sommertag. Brandur verschlief den Rest des Fluges.

Linhard von Hohenfelde
Linhard musterte die beiden Br├╝der ├╝ber seine Schulter. Was die beiden nach all dem erlittenen Leid geschafft hatten, musste er doch auch mit Wolfi schaffen k├Ânnen. Sie mochten sich, sie liebten sich, sie standen sich ab und an bei. Und jeder versuchte mit dem anderen klar zu kommen. Leider immer ausgerechnet dann, wenn der andere auf Krawall geb├╝rstet war. Aber sie hatten einen guten Anfang gemacht und den musste er unbedingt vertiefen. Er hatte nur den einen Bruder und Blut war dicker als Wasser. Und Wolfi hatte Recht gehabt, er selbst konnte doch nichts f├╝r Ansgars Bevorzugung. W├Ąre er der Bevorzugte gewesen, h├Ątte er auch nicht abgelehnt. So ehrlich musste er sein. Und Wolfi hatte sich oft um ihn bem├╝ht. ├ähnlich wie Kunwolf war er damals einfach zu w├╝tend gewesen, da einen Unterschied zu erkennen, er hatte einfach blind um sich geschlagen. Aber bei dem Familientreffen hatte er Wolfi angeboten, sich zu vers├Âhnen. Beide wollten es und dann sollten sie es auch hinbekommen. Er ├╝berlegte wie er Wolfi mal eine Freude machen konnte, damit er es auch real in H├Ąnden hielt. Aquilla landete einige Stunden sp├Ąter im Hof des Palastes. Linhard tippte Brandur an, damit dieser aufwachte. "Wir sind zur├╝ck und m├╝ssen noch etwas kl├Ąren. Kunwolf sollte besser solange bei Aquilla warten", sagte Lin und befreite sie von den Sicherheitsgurten. Er lie├č sich von seinem Drachenhuhn rutschen und half Brandur beim Absteigen. Danach f├╝hrte er Aquilla in ihre Box. Kunwolf machte es sich neben dem gro├čen Vogel bequem. "Ich warte hier", verk├╝ndete er w├Ąhrend Linhard sich bei Brandur unterhakte. "Hoffentlich geht das gut", st├Âhnte Lin und wanderte Richtung Ciels Gem├Ącher.
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Re: Seelenfarben

#3

Beitrag von Linhard von Hohenfelde » So 8. Jul 2018, 02:24

Die Suche nach dem verschwundenen Schwager

Ciel Felicien de Souvagne
Ciels Gem├Ącher jedoch waren verlassen. Alles war aufger├Ąumt und leer. Ciel war verschwunden, ebenso wie Ferrau und Fabien. Auch Bellamy war nicht mehr vor Ort.

Linhard von Hohenfelde
Linhard blieb einen Moment stehen und schaute dann Brandur hilfesuchend an. "Und nun?", fragte er verwirrt. "Ich wei├č nicht, wen ich fragen k├Ânnte. Er wird Greg ganz sicher nicht bescheid gesagt haben, oder ├╝berhaupt irgendwem. Was sollen wir tun?", fragte Lin beunruhigt. "Zuerst vermutlich zu Greg gehen, wegen Archibald. Komm", bat Linhard und gab den Weg vor.

Brandur von Hohenfelde
"Tja", meinte Brandur und kratzte sich den Nacken. "Das wird wohl das Beste sein. Irgendjemand muss doch Bescheid wissen. Selbst wenn er niemandem etwas gesagt haben sollte, hat ihn doch sicher irgendwer beobachtet, die allgegenw├Ąrtigen Gardisten zum Beispiel oder die Diener."

Linhard von Hohenfelde
"Aber wenn er sie dazu verdonnert hat zu Schweigen? Werden sie wohl schweigen. Gut wir fragen gleich einfach mal einen der Gardisten", sagte Linhard und ging auf einen der Leibgardisten zu, die vor den T├╝ren Wache schoben. "Wurde von Euch gesehen, wohin Prince Ciel abgereist ist?", hakte er nach. "Er k├Ânnte zu seinem Anwesen gereist sein, dass ihm Verrill geschenkt hat, f├╝r sich und Olivie als Hochzeitsgeschenk", sagte Lin und wartete die Antwort der Gardisten ab.

Gardist Etienne:
┬╗Seine Hoheit hat nichts gesagt. Aber er war ausgehfertig gekleidet.┬ź

Linhard von Hohenfelde
Linhard ├╝berlegte und wandte sich an Brandur. "Ausgehfertig? Was meinst Du damit? War er wie zu einer Party angezogen oder f├╝r ein Fest? Wohin ist der Deiner Meinung nach gegangen? Also welche Aufmachung hatte seine Optik?", fragte Lin.

Gardist Etienne:
┬╗Reisefertig, w├╝rde ich sagen. Er lie├č sich Gep├Ąck hinterhertragen.┬ź Der Herr schaute zwar seinen Vater an, aber Etienne vermutete, dass die Frage an ihn ging. ┬╗Ihr k├Ânntet ja mal bei den Kutschen nachsehen, ob seine noch dasteht.┬ź

Linhard von Hohenfelde
Linhard nickte. "Danke f├╝r den Tipp, dass werde ich machen", sagte Lin und ging gemeinsam mit Brandur hinunter zu den Kutschen. "Wei├čt Du wie Ciels Kutsche ausgesehen hat? Sonst m├╝ssten wir einfach durchfragen", sagte Lin zu seinem Paps.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Das wei├č ich nicht, Xavier. Aber schau mal, dort dr├╝ben stehen mehrere Kutschen mit dem gro├čherzoglichen Wappen und dazwischen ist eine L├╝cke, so als ob eine von ihnen fehlen w├╝rde. Siehst du?┬ź

Linhard von Hohenfelde
"Dann ist er vermutlich abgereist, fragen wir trotzdem lieber nach. Wie gesagt, ich k├Ânnte mir nur vorstellen, dass er zu seinem neuen Anwesen gereist ist. Ansonsten kenne ich mich hier nicht aus. Ich m├╝sste raten aber da gibt es sehr viel zu raten", sagte Lin und ging auf einen der Kutscher zu. "Guter Mann eine Frage, ist Prince Ciel mit seiner Kutsche abgereist?", hakte Linhard nach.

Brandur von Hohenfelde
Kutscher: ┬╗Ja, er reiste zusammen mit seinem Leibdiener und seinem Schwertmeister ab. Wohin, kann ich Euch nicht sagen, Herr. Aber er schien es eilig zu haben.┬ź

Linhard von Hohenfelde
"Dankesch├Ân. Wann ungef├Ąhr war dass und in welche Richtung ist er aufgebrochen?", fragte Linhard nach. "Vielleicht finden wir ihn so", schlug er Brandur vor.

Kutscher:
┬╗Er reiste nach S├╝den, Herr.┬ź

Brandur von Hohenfelde
┬╗Wo ist der andere Diener eigentlich geblieben? Fabien? Der hat doch bei ihm gedient. Er scheint nicht dabei gewesen zu sein, also muss er hier noch irgendwo sein. Er wird doch sicher was mitbekommen haben.┬ź

Linhard von Hohenfelde
"Keine Ahnung, warte. Hatte er zwei Diener dabei? Einmal Ferrau und einmal den Leibdiener des Duc? Dieser dient ihm zur Zeit. Wei├čt Du das zuf├Ąllig?", fragte Lin. "Falls Fabien noch hier ist, k├Ânnte er etwas wissen", stimmte Lin zu.

Kutscher:
┬╗Seine Hoheit wurde nur von seinem Leibdiener und seinem Schwertmeister begleitet.┬ź

Linhard von Hohenfelde
"Nochmals vielen Dank. Gut dann m├╝ssen wir Fabien finden und hoffen, dass der uns sagen kann, wohin Ciel abgereist ist. Falls nicht, k├Ânnte er ja eine Vermutung haben. Vielleicht hat Ciel ja auch einzelne Anwesen wie die meisten von uns. Ich hoffe nur keine heimlichen, denn dann war es dass", sagte Lin und gab den Weg vor.

Brandur von Hohenfelde
"Was ist mit den Geistmagiern, k├Ânnen die Himmelsaugen ihn nicht notfalls finden?", hakte Brandur nach.

Linhard von Hohenfelde
Linhard fragte sich durch und fand Fabien im Kerker einsitzen. Er staunte nicht schlecht, ausgerechnet den Leibdiener des Ducs hier vorzufinden. "Doch, aber die sind der Krone treu, ob Dir mir was sagen? Er wird sie sicher geeicht haben. Aber vorher sollten wir Fabien aus dem Kerker holen", sagte Linhard zu seinem Paps. Er wandte sich an einen der Gardisten. "Wir m├Âchten mit Fabien sprechen und wissen, weshalb er einsitzt", sagte Lin.

Gardist Gaspard:
┬╗Fabien wurde arrestiert, da er eine einmonatige Strafe abzub├╝├čen hat, deren Ende er hier verbringen soll, Herr┬ź, sprach der Gardist. ┬╗Bitte folgt mir.┬ź Er brachte Linhard und seinen Begleiter zu Fabien, der in der letzten Zelle sa├č, so weit ab vom Schuss, dass man von hier aus nicht einmal die Wachleute oder die Mitgefangenen h├Âren konnte.

Linhard von Hohenfelde
"Danke. Hat der Duc einen Ersatzleibdiener? Wei├č der Duc davon, dass sein Leibdiener hier einsitzt? Zuletzt war er Ciel untergeordnet, weshalb wei├č ich nicht, aber ich m├Âchte dass Sie den Duc ├╝ber den Aufenthalt seines Leibdieners informieren. Er wird Ihnen sicher daf├╝r dankbar sein", sagte Linhard. Er trat ganz nah an die Zelle heran. "Fabien, wei├čt Du wohin Ciel abgereist ist?", fragte er nach.

Gardist Gaspard:
┬╗Das wei├č ich nicht, Herr. Aber ich werde den Duc informieren.┬ź Er stiefelte los und klopfte an dessen T├╝r.

Fabien Lacomb
Fabien schaute Linhard dankbar an. "Ciel und seine Leute sind nach Wolfsfels abgereist. Nein, mein Herr hat keinen Ersatzdiener, daf├╝r k├╝mmert sich Nathan wohl mit um ihn. Das hat mir Nathan versprochen. Ich hoffe er macht es auch. Er ist ein guter Kerl, aber er hat selbst viel zu tun und er ist der Leibdiener des Archi-Duc. Ich hoffe dass mich mein Herr hier entl├Ąsst, also herausholt", sagte Fabien.

Linhard von Hohenfelde
"Das wird er, was immer Du verbrochen hast, kannst Du bei Deinem Herrn wieder gut machen. Wolfsfels, was ist dort? Was liegt dort? Sollen wir Ciel dahin folgen Paps?", hakte Linhard nach.

Jerome:
Der selbst besorgte Ersatzdiener des Duc ├Âffnete die T├╝r. "Ja bitte?", fragte er h├Âflich.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Bei unserem Gespr├Ąch mit dem Duc, als auch Massimo und Jules und Khawa anwesend waren, ├Ąu├čerte Ciel die Idee, Wolfsfels zur Hauptstadt von Neu-Souvagne zu machen. Vielleicht will er sich um den Ausbau der Stadt k├╝mmern?┬ź

Gardist Gaspard:
┬╗Ich muss den Duc sprechen┬ź, polterte Gaspard. ┬╗Weil sein Leibdiener im Knast sitzt.┬ź

Linhard von Hohenfelde
"Das w├Ąre durchaus m├Âglich, dass er abgereist ist um sich seiner Arbeit zu widmen. Oder es steckt was anderes dahinter. Dann h├Ątte er Fabien aber seinem Vater wieder geben k├Ânnen. Und die Sache mit dem Kind war auch nicht gekl├Ąrt. Keine Ahnung, folgen nicht folgen?", gr├╝belte Linhard.

Maximilien Rivenet de Souvagne
Jerome: "Sofort!", sagte der Diener und lie├č den Gardisten eintreten. Maximilien musterte den Mann. "Wir h├Ârten unser Diener sitzt bei Euch im Kerker ein? Wer verbrachte ihn dorthin? Lasst Fabien umgehend frei und schickt ihn zu mir", befahl der Duc.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Junge, das musst du entscheiden. Mit einem guten Pferd kann man eine Kutsche problemlos einholen. Oder mit Aquila. Du kannst ihn zur Rede stellen, oder ihn vorerst ziehen lassen. Oder du fragst seinen Vater, was er davon h├Ąlt. Vielleicht ist Ciel Maximilien gegen├╝ber zug├Ąnglicher. Oder gibt es sonst jemanden, zu dem er einen guten Draht hatte?┬ź

Gardist Gaspard:
┬╗Der Diener sitzt auf Befehl von Prince Ciel ein, um den Rest seiner Strafe zu verb├╝├čen, w├Ąhrend er auf Reisen ist.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Das haben wir zur Kenntnis vernommen. Wir danken Euch f├╝r Eure M├╝he und pers├Ânliche Information. Diesen Monat f├╝r Euch doppelten Sold. Wir erwarten die umgehende Freilassung unseres Leibdieners Gardist Gaspard. Umgehend", befahl der Duc.

Gardist Gaspard:
┬╗Danke, Herr und sehr wohl.┬ź Gaspard verneigte sich und ging r├╝ckw├Ąrts zur T├╝r raus. Er kam kurz darauf unten bei den Zellen an. ┬╗Hast Gl├╝ck. Dein Herr hat soeben deine Freilassung angeordnet.┬ź Gaspard ├Âffnete die Zellent├╝r und hielt sie einladend auf.

Linhard von Hohenfelde
"Na im Weglaufen ist Ciel scheinbar genauso gut wie Dave, nur nutzt der keine Kutsche. Wir holen ihn ein und stellen ihn zur Rede, gerade habe ich ihn so richtig lieb gewonnen", knurrte Linhard und stampfte zur├╝ck zu Aquilla. "Komm Paps, wir m├╝ssen tief fliegen, damit wir die Kutsche finden k├Ânnen. Ich hoffe wir finden den Kerl. Er kann ja viel erz├Ąhlt haben, wenn der Tag lang ist. Was er letztendlich getan hat steht auf einem anderen Blatt", sagte Lin zerknirscht und schwang sich auf Auqilla. "Los Leute wir m├╝ssen Ciel finden", sagte er zu Brandur und Kuni.

Fabien Lacomb
Fabien lag ein "Echt?", auf der Zunge, dass er sich aber verkniff und schleunigst machte, dass er aus den Zellen verschwand. Er war nicht daf├╝r bekannt, dass er tr├Âdelte oder rannte, aber diesmal rannte er was seine Beine hergaben zur├╝ck zu Maximiliens Gem├Ącher. Er st├╝mte an den beiden Gardisten und an Jerome vorbei und umarmte Max so stinkend und unsauber wie er war und zwar so fest, dass Max kurz aufgrunzen musste.

Gardist Gaspard:
Kopfsch├╝ttelnd sah Gaspard ihm nach. ┬╗Man k├Ânnte meinen, der hatte Angst vor uns.┬ź

Brandur von Hohenfelde
Brandur half seinem Sohn, Ausschau zu halten. Bald sahen sie eine gigantische Kutsche, die sich mit qu├Ąlender Langsamkeit ├╝ber die Stra├če walzte und diese komplett ausf├╝llte. Gegenverkehr hatte keine Chance. ┬╗Dort unten, das wird er sein.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
Maximilien dr├╝ckte Fabien ebenfalls, ehe er ihn von sich dr├╝ckte. "Geh Dich waschen, zieh Dich um und danach berichte mir, was sich zugetragen hat. Jerome sei so gut und setz Kaffee und Tee auf. Bereite etwas zu essen zu. Irgendwas", befahl Max. Jerome machte sich sofort an die Arbeit, w├Ąhrend Fabien erstmal die T├╝r schloss und Maximilien mit gro├čen Kuhaugen musterte. "Ich verstehe es Fabs, geh Dich baden", sagte Max wohlwollend. Fabien nickte dankbar und verschwand im Bad.

Linhard von Hohenfelde
Linhard lie├č Aquilla genau vor der Kutsche runtergehen und den Weg versperren. Das Drachenhuhn hockte gro├č und misstrauisch auf der Stra├če. Die Fl├╝gel hatte es noch offen, falls die Kutsche nicht bremsen sollte.

Kutscher:
Der Kutscher hielt notgedrungen. ┬╗Sie w├╝nschen?┬ź, fragte er so ruhig wie m├Âglich, w├Ąhrend er das riesige Drachenhuhn misstrauisch ansah.

Linhard von Hohenfelde
"Sag Deinem Herr er soll aussteigen!", befahl Linhard vom R├╝cken des Drachenhuhns aus.
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Der Streit eskaliert

#4

Beitrag von Ciel Felicien de Souvagne » Mo 9. Jul 2018, 10:01

Ciel Felicien de Souvagne
Der Kutscher musterte verstohlen das riesige Drachenhuhn und seine Reiter. Zu allem ├ťbel schwebte auch noch ein Geist hinterdrein. ┬╗Verzeihung, Herr┬ź, sagte der Kutscher. ┬╗Aber ich habe anderslautende Befehle.┬ź Er gab pl├Âtzlich den Pferden die Peitsche und die Tiere bretterten samt Kutsche los. Aufgrund des enormen Gewichts des Gef├Ąhrts war dies nicht sehr schnell, aber die Wucht, die loswalzte, w├╝rde nicht so ohne weiteres aufzuhalten sein. Zum Gl├╝ck ging es bergab! Der Kutscher l├Âste s├Ąmtliche Bremsen und jetzt beschleunigte das gewaltige Gef├Ąhrt wirklich. In einem waghalsigen Man├Âver fuhr es im Halbkreis um den Cockatrice herum und raste dann in Richtung Tal.

Linhard von Hohenfelde
Linhard lie├č Aquilla einmal die Fersen sp├╝ren und das Drachenhuhn stob mit einem gewaltigen Fl├╝gelschlag auf, so dass ihnen der Magen in die Kniekehlen rutschte als Reiter. Im engen Bogen zog er das Drachenhuhn herum, jedenfalls dass was f├╝r ein Drachenhuhn ein enger Bogen war. Umgehend nahm er die Verfolgung von der Kutsche auf. Eigentlich war das Gef├Ąhrt bed├Ąchtig und schwer, aber da es bergab ging war genau das sein Vorteil. Es schoss durch das Eigengewicht nach unten. Gut, wenn sie dort schnell ankommen wollten, w├╝rde er ihnen helfen. Nicht umsonst war Aquilla von Himmelsaugen ausgebildet worden, sie war kein Schosstier. Er verfolgte mit dem gro├čen Gesch├Âpf die Kutsche, lie├č sie tief heruntergehen und zog direkt ├╝ber der Kutsche wieder hoch. Mit den Hinterbeinen rammte Aquilla die Kutsche, so dass sie einen Satz machte. Sie schossen ├╝ber die Kutsche hinweg, flogen eine weite Schleife und griffen frontal an.

Ciel Felicien de Souvagne
Die Pferde waren gut ausgebildet, aber sie waren schwierig zu kontrollieren in Anbetracht der Gefahr aus der L├╝fte. Sie beschleunigten und die Kutsche wurde zu einem unheilvollen Geschoss. Die Kutsche hatte ein enormes Gewicht, dennoch schaffte der Cockatrice es, sie durch einen Sto├č anzuheben. Der Kutscher st├╝rzte und fiel vom Kutschbock. Nun f├╝hrerlos raste das Gef├Ąhrt gen Tal und genau auf das gro├če Tier zu, dass sich nun vor ihm abzeichnete.

Linhard von Hohenfelde
┬╗Super┬ź, knurrte Linhard und riss Aquilla im letzten Moment herum, so dass sie seitlich entlang der Kutschte vorbeidonnerte. Sie flog so nah an der Kutsche vorbei, dass die Insassen die einzelnen Federn des gro├čen Tieres sehen konnten. Er war es gewohnt sogar vom Pferd aus zu k├Ąmpfen, aber ein Luftkampf war etwas v├Âllig anderes. Viel st├Ąrkere Kr├Ąfte wirkten auf einen ein und nur die Gurte hielten einen dort, wo man hingeh├Ârte. Aber die total verr├╝ckte Aktion machte auch jede Menge Spa├č... wenn man ein Hohenfelde war und ein Ziel vor Augen hatte, dass man niederstrecken wollte. Erneut flog das Drachenhuhn eine Schleife, diesmal n├Ąherte es sich aber in einem langsameren Tempo. Es zog mit der Kutsche gleich und als es gleich auf war, faltete es die Fl├╝gel auf Befehl zusammen und lie├č sich auf das Kutschendach plumpsen. Die Kutsche ging bei dem enormen Zusatzgewicht in die Knie und verlor merklich an Geschwindigkeit. Wie besessen h├Ąmmerte das gewaltige Drachenhuhn auf das Dach der Kutsche ein. Bald bohrte sich der Schnabel ins Wageninnere.

Ciel Felicien de Souvagne
Die Achse der Kutsche brach und schleifte nun kreischend ├╝ber die Stra├če. Funken spr├╝hten. Ciel, der bei dem ersten Sto├č quer durchs Innere geflogen war, hatte nun einige Prellungen. ┬╗Halt dich hier fest, Ferrau┬ź, br├╝llte er, damit dem nicht das Gleiche geschah. Entsetzt sah er den riesigen Schnabel, der durch das Kutschendach gerammt wurde. ┬╗Bellamy!┬ź, br├╝llte er. ┬╗Wir m├╝ssen aufs Dach!┬ź Er riss das Fenster auf und kletterte bei voller Fahrt hinauf, den S├Ąbel im G├╝rtel. Seitlich an der Kutsche h├Ąngend, hieb er damit nach den F├╝├čen des Drachenhuhns. ┬╗Schwager┬ź, kreischte er au├čer sich vor Wut, als er sah, wer oben drauf sa├č.

Bellamy Bourgeois
Bellamy z├╝ckte sein Schwert, umgriff es mit beiden H├Ąnden und rammte die Klinge nach oben durchs Kutschendach. Defekt war es eh, zu retten war da nichts mehr. Ferrau flog durch das Kutscheninnere wie ein Geschoss, aber er Ex Palaisin beachtete ihn nicht, er versuchte das gewaltige Federvieh von der Kutsche zu vertreiben.

Linhard von Hohenfelde
┬╗Hallo Ciel!┬ź, gr├╝├čte Linhard, w├Ąhrend Aquilla donnernd auf dem Kutschendach umhertanzte um nicht getroffen zu werden. Als sie die Klinge aus dem Wagendach wie einen gewaltigen Wurm z├╝cken sah, schnappte der Schnabel zu und zog mit einem kurzen gewaltigen Ruck, der mit einem ebenso gewaltigen Klong beantwortet wurde und einem tobsuchtsartigen Fluchen von Bellamy. ┬╗Ich forderte Dich auf anzuhalten und auszusteigen. Jetzt halte ich Dich an. Du wirst mit mir reden, ob Du es willst oder nicht. Notfalls zerlege ich Deine Kutsche Schwager!┬ź, br├╝llte Linhard ├╝ber das Kreischen und Grollen seines Drachenhuhns hinweg, dass triumphierend Bellamys Schwert im Schnabel hielt.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Und ich zerlege dich und dein Federvieh!┬ź, br├╝llte Ciel. Er schwang sich auf das Kutschendach. Unter der Kutsche begann es bedenklich nach Rauch zu riechen und die Kutsche zog eine Qualmwolke hinter sich her. Noch im Sprung schlitterte Ciel unter den Cockatrice und rammte ihm den S├Ąbel in eine Zehe.

Linhard von Hohenfelde
┬╗Du Mistbock, dass hast Du nicht umsonst getan!┬ź, br├╝llte Lin mit Aquilla um die Wette. Das Drachenhuhn flatterte auf. Lin z├╝ckte seinen Dolch und zerschnitt seine Sicherheitsgurte. W├Ąhrend Aquilla abhob sprang er mit einem Salto von ihrem R├╝cken um den Sturz abzufedern. Er landete tiefgeduckt mit einem Krachen auf den F├╝├čen und ging sofort zum Angriff ├╝ber. Er trat nach Ciels Gesicht lie├č den Oberk├Ârper zur Sicherheit nach hinten zucken und stach mit dem Dolch zu.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Oho, du willst mich umbringen┬ź, h├Âhnte Ciel und wich dem Tritt durch eine Oberk├Ârperneigung aus. ┬╗Was mein Vater wohl davon h├Ąlt? Aber wie man in deiner Familie miteinander redet, ist ja hinl├Ąnglich bekannt! Bellamy, wo bleiben sie schon wieder┬ź, kreischte er und entging haarscharf der Messerattacke. Doch anstatt nun auf Linhard loszugehen, rannte er das Kutschdach entlang, machte einen Satz und bekam die langen Schwanzfedern des abhebenden Huhns zu packen. Er hielt sich mit einer Hand fest, schob seinen S├Ąbel wieder in die Scheide und hangelte sich hinter Brandur hinauf, der davon nichts mitbekam.

Linhard von Hohenfelde
┬╗AQUILLA ROLLE!┬ź, br├╝llte Linhard aus Leibeskr├Ąften und das gro├če Drachenhuhn gewann zusehends an H├Âhe dann faltete es die Fl├╝gel zusammen und lie├č sich vom Himmel st├╝rzen indem es sich wie eine Schraube um sich selbst drehte um den Kaperer von ihrem K├Ârper abzusch├╝tteln. Dass Brandur dabei ebenfalls durchgeschleudert wurde, schien Linhard nicht bedacht zu haben. ┬╗Umbringen reden wollte ich mit Dir Du Hornochse!┬ź, keifte Lin und sp├Ąhte ins Wageninnere. ┬╗Dein Pala liegt da, aber dort liegt auch FERRAU! HA!┬ź, br├╝llte Lin triumphierend und krabbelte durchs zerst├Ârte Fenster in die Kutsche.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel konnte sich mit beiden H├Ąnden an den Gurten festhalten und st├╝rzte nicht vom Cockatrice. Brandur fluchte innerlich, da er festgezurrt war und so zwar sicher sa├č, aber vollkommen wehrlos war. Er trug keine Waffe bei sich. ├äu├čerlich jedoch blieb er ruhig. Ciel setzte sich hinter ihn und zog nun seinerseits einen Dolch, den er ihm an die Kehle hielt. ┬╗Schwager┬ź, fauchte er vom Cockatrice aus. ┬╗Befiel deinem Huhn, zu landen! Wenn du Ferrau auch nur eines seiner wundervollen Haare kr├╝mmst, schicke ich deinen Vater zum Abgrund, wo du und deine ganze Sippe hingeh├Ârst!┬ź

Linhard von Hohenfelde
Lin sp├Ąhte aus dem Kutschenfenster mit Ferrau im Schwitzkasten. ┬╗TERRE! Lande!┬ź, br├╝llte Linhard und das Drachenhuhn flog einen Bogen um dann sicher auf dem Boden aufzusetzen. ┬╗Geschieht meinem Vater was ist Dein Ferrau tot und Dein Palaisin auch! Der ist eh im Land der Tr├Ąume! Steig von meinem Drachenhuhn Ciel ich warne Dich! Ich kam in friedlicher Absicht!┬ź, grollte Linhard.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Nein, ich bleibe hier sitzen! W├Ąre ja noch sch├Âner┬ź, br├╝llte Ciel der davonrasenden Kutsche hinterher. Das Drachenhuhn war gelandet, aber die Kutsche sauste weiter hangabw├Ąrts. Der Unterboden brannte inzwischen lichterloh.

Linhard von Hohenfelde
┬╗Tja Pech Ferrau┬ź, sagte Linhard und kletterte aus dem Kutschenfenster zur├╝ck aufs Dach. Er klammerte sich einen Moment lang fest, dann rannte er dass Dach entlang nach hinten und sprang mit Wucht von der Kutsche ab. Beim Aufkommen rollte er sich mehrfach ab und blieb dann keuchend einen Moment im Dreck und Staub liegen. Keuchend und hustend kam Lin wieder hoch und schaute der Kutsche hinterher. Ehe er sich umdrehte und langsam auf sein Drachenhuhn, Ciel, Brandur und Kunwolf zulief.

Ferrau Du Trieux
Ferrau starrte mit riesigen schreckgeweiteten Augen Linhard hinterher. Er versuchte noch Lin an der Hose festzuhalten, aber der sch├╝ttelte ihn kurzerhand ab. Ferrau starrte Ciel an und streckte die Arme hilfesuchend nach ihm aus, ehe er wieder in der Kutsche verschwand. Ferrau versuchte Bellamy wach zu bekommen indem er ihn so sanft wie m├Âglich ohrfeigte und sch├╝ttelte. Das Drachenhuhn hatte ihn ganz sch├Ân ausgeknockt, Lin hatte den Rest vollbracht. So langsam regte er sich st├Âhnend und hielt sich die pflaumengro├če, m├Ąchtige Beule.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel z├Ąhlte gedanklich bis drei. Die Kutsche samt Ferrau, der kurz aus dem Fenster geschaut hatte, und bewusstlosem Palaisin sauste davon. Ciel rief sich in Erinnerung, wie Ferrau ihm hatte mit dem Regenschirm beistehen wollen, als er Linhard mit dem S├Ąbel aus ihrer Wohnung vertrieben hatte. Ferrau war nicht mehr der hilflose Leibdiener von fr├╝her. Er w├╝rde sich etwas einfallen lassen. Ciel konnte momentan nichts f├╝r ihn tun, au├čer daf├╝r zu sorgen, dass er selbst am Leben blieb. Er dr├╝ckte die Klinge fester an den Hals von Brandur, so dass ein Blutstropfen dessen Kehle hinablief. ┬╗Sprich, ungeliebter Abschaum┬ź, grollte er.

Linhard von Hohenfelde
Linhard blieb vor Auqilla stehen. ┬╗Eigentlich wollte ich mich bei Dir f├╝r meine Wortwahl entschuldigen. Besonders f├╝r das Bastard, da es ehrverletztend ist. Hier meine drei Angebote zur Wiedergutmachung, damit Du meine Familie aus dem Spiel l├Ąsst. Ein Duell nach ehrbaren Grunds├Ątzen, damit w├Ąre Deiner Ehre Gen├╝ge getan, ich gehe freiwillig und benenne einen Nachfolger - kurzum ich verlasse Souvagne, Du bekommst Verrill. Du kannst auch alles zusammen haben - sprich alle drei Angebote. Wir werden nicht ├╝berpr├╝fen von wem das Kind ist┬ź, sagte Linhard.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗So sieht deine Entschuldigung aus?┬ź, fragte Ciel und seine Stimme wurde zum Ende hin schrill. ┬╗Wenn Ferrau und Bellamy etwas geschieht, wird es keine Wiedergutmachung geben, sondern den Block! Ich lehne deine sogenannte Entschuldigung ab und verzichte auf alle drei Angebote! Ich bin halt, wie du sagst, nur der Bastard dieser Familie und werde nach Wolfsfels ziehen. Sobald ich alles vorbereitet habe, werde ich all jene, die mir wichtig sind, nachholen. Ihr k├Ânnt euer eigenes Ding machen, ich werde euch nicht l├Ąnger behelligen!┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Dann kannst Du auch meinen Vater freilassen und Verrill mitnehmen, wenn Du kein Angebot annehmen willst┬ź, sagte Lin trocken.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Damit du mich umbringst?┬ź, fragte Ciel trocken. ┬╗Verrill brauche ich so wenig wie den Rest meiner Familie.┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Daf├╝r versteckst Du Dich dann hinter Papas Macht, wenn Du ihn nicht ben├Âtigst? Richte ihm dass doch aus. Oder soll ich? Und daf├╝r dass Du Verrill nicht brauchst, warst Du ziemlich vernarrt in sie. Naja vielleicht ging es Dir auch gar nicht um Verrill. Es ging Dir nur darum den Freak zu bumsen oder mir das zu nehmen, was mir wichtig war. Na dann, seht zu wie ihr klar kommt┬ź, sagte Linhard und wandte sich ab. Er lief einfach stur an dem Drachenhuhn vorbei. Als er Auqilla fast passiert hatte lie├č er sich zur Seite fallen und schleuderte seinen Dolch nach Ciel um ihm dem Waffenarm zu nehmen.

Bellamy Bourgeois
Bellamy erwachte langsam mit schmerzverzerrtem Gesicht und stellte fest, dass Ferrau ihn sch├╝ttelte und ohrfeigte. Er setzte gerade dazu an, zur├╝ckzuschlagen, als er feststellte, dass Ciel verschwunden war. ┬╗Schei├če┬ź, fluchte er, als ihm einfiel, dass der Kutscher den Abflug gemacht hatte. Er stie├č Ferrau beiseite und kletterte mit immer noch flauem Magen aus dem Kutschenfenster. Er robbte ├╝ber das zerst├Ârte Dach und lie├č sich auf den Kutschbock fallen. Fieberhaft suchte er die Z├╝gel, ehe er diese fand und mit aller Gewalt zog. Die Pferde waren ihm v├Âllig gleichg├╝ltig, Hauptsache das Gef├Ąhrt kam zum stehen und er und Ferrau ├╝berlebten. Und protestierendem Geschrei stoppten die Tiere und bekamen durch die Wucht noch das Gef├Ąhrt in die Knochen. Aber letztendlich stand die Kutsche.

Ferrau Du Trieux
Ferrau krallte sich an den Sitzen fest und wurde dennoch erneut in der Kutsche herumgeschleudert. Dann endlich kam die Kutsche zum Stehen. Er konnte es kaum glauben. Vorsichtig ├Âffnete er die T├╝r und kletterte mit wackligen Beinen aus dem Gef├Ąhrt. Bellamy sprang vom Kutschbock und setzte sich verschnaufend ins Gras. Ferrau setzte sich neben ihn und knuffte den Ex Palaisin. ┬╗Danke Bellamy f├╝r die Rettung┬ź, keuchte Ferrau ersch├Âpft. ┬╗Schon gut, ich sa├č auch da drin┬ź, grinste der Haudegen schief.

Ciel Felicien de Souvagne
Der Dolch traf Ciel genau in den Muskel und kam zur R├╝ckseite seines Arms wieder heraus. Ciel verkniff es sich den Dolch wieder herauszuziehen. Er nahm mit der anderen Hand den eigenen Dolch aus seinen Fingern, die nicht mehr richtig funktionieren wollten. Er dr├╝ckte Brandur den Dolch zwei Fingerbreit in den Hals hinein, ohne den Blick von Linhard abzuwenden. Brandur schloss die Augen und sagte keinen Ton, w├Ąhrend die Klinge sehr langsam tiefer glitt. Pl├Âtzlich zog Ciel die Klinge wieder heraus und warf sie Linhard vor die F├╝├če. Er lie├č ab von Brandur und rutschte den Cockatrice herunter. Er fiel kurz auf ein Knie, ehe er wieder aufstand, die Hand auf die Wunde gepresst, in der noch immer der Dolch steckte. Ohne Linhard anzusehen, ging Ciel zu Fu├č der Kutsche hinterher.

Linhard von Hohenfelde
┬╗Soll ich genau das Deinem Vater und Verrill ausrichten?┬ź, br├╝llte Lin hinterher und hob den Dolch auf. Er nahm die Klingenspitze zwischen die Finger, bereit zu werfen.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Tu was du willst┬ź, fauchte Ciel, ohne sich umzudrehen und ohne innezuhalten.

Linhard von Hohenfelde
┬╗Gut dann tue ich das, ich richte Ihr aus, was Du von ihr h├Ąltst und weshalb Du mit ihr ins Bett gestiegen bist. Und Dein Vater wird erfreut sein, dass Du ihn sosehr sch├Ątzt, dass Du seinen Leibdiener im Kerker hast verkommen lassen. Was da auch ablief, Du h├Ąttest ihn wenigstens dann zur├╝ckgeben k├Ânnen. Aber gut, Du hast mir Verrill genommen, da sollst Du auch nicht leer ausgehen Ciel┬ź, l├Ąchelte Linhard eiskalt und visierte Ferrau an.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel blieb nun doch stehen, drehte sich um und stellte sich in die Schussbahn. ┬╗Bellamy, Obacht┬ź, rief er, da er davon ausging, dass Linhard auf einen von ihnen schie├čen w├╝rde und zwar entweder auf Ciel oder auf denjenigen, vor dem er nicht stand. ┬╗Was willst du eigentlich? Was?! Du hast, was du wolltest, Verrill, und ich lasse euch fortan in Ruhe. Meine Amtsgesch├Ąfte kann ich genau so gut von Wolfsfels aus verrichten, sogar besser, da die Kommunikationswege k├╝rzer sind.┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Das habe ich Dir erkl├Ąrt. Du wolltest nicht zuh├Âren. Ich sagte ich wollte mich mit Dir vers├Âhnen und habe Dir drei Angebote unterbreitet. Oder Du nimmst alle drei an. Alles was ich vorher von Dir wollte war eine Kl├Ąrung. Dazu warst Du nicht bereit. Du warst bereit dazu, Verrill zu benutzen, aber die Konsequenz nur f├╝nf Minuten zu tragen f├╝r eine Kl├Ąrung, dass passte Dir nicht. Du hast sie benutzt um zu wissen wie es ist, oder um mich zu verletzten und aus der Familie zu schmei├čen. Es w├Ąre einfacher gewesen Gregoire zu sagen, dass Du mich nicht in der Familie haben m├Âchtest. Wir beide sind Todfeinde - das steht fest. Aber unsere Feindschaft soll keine Konsequenzen f├╝r meine Familie haben. Ich habe gesehen was es f├╝r Konsequenzen hat, wenn Babys zerrissen oder aufgefressen werden. Gut Dir ist sowas gleichg├╝ltig, Du schwebst ja ├╝ber allen Dingen. Aber mir nicht. Aus dem Grund biete ich Dir die Drei Dinge an. F├╝r Deine Ehre das Duell, f├╝r den Frieden meiner Familie meinen Amtsabtritt und Weggang und wie Du Dich mit Gregoire bez├╝glich des Kindes einigst ist Eure Wahl. Also was jetzt?┬ź, fragte Linhard und steckte den Dolch in den G├╝rtel.

Bellamy Bourgeois
Bellamy stellte sich neben Ciel. ┬╗Nehmt das Duell an und gebt mir Euren Degen┬ź, fl├╝sterte der Ex Palaisin leise. ┬╗Ich kl├Ąre das f├╝r Euch, ohne dass Ihr Angst haben m├╝sst┬ź.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel musterte Linhard w├╝tend. ┬╗Ich lasse mich von dir nicht erpressen und ich nehme nichts von alldem. Behalte Verrill und dein Amt. Und ich werde auch nicht die Gesundheit meines Palaisins riskieren. Ich spiele dieses Spiel nicht nach deinen Regeln, Hohenfelde. Ich spiele es ├╝berhaupt nicht. Wenn du meinem Bruder und meinem Vater die von dir behaupteten Dinge berichtest, dann berichte doch bitte auch davon, was du mit meiner Kutsche gemacht hast und das gerade ein Dolch in meinem Arm steckt. Bellamy, lassen Sie den Bl├Âdsinn. Duelle sind vollkommen veraltet, besonders, wenn sie durch Stellvertreter ausgetragen werden. Heutzutage kl├Ąrt man das anders.┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Gut dann kl├Ąre ich dass und nehme Dir die Entscheidung ab. Einer von uns beiden bleibt hier liegen. Du oder ich. Du m├Âchtest meine Entschuldigung nicht, geschenkt. Paps, wenn ich falle bist Du mein Erbe, gibt niemanden von mir was auszurichten. Verteidige Dich┬ź, knurrte Linhard und z├╝ckte seinen S├Ąbel.

Bellamy Bourgeois
Bellamy stellte sich sch├╝tzend vor Ciel. ┬╗Es w├Ąre praktisch wenn ich Euren S├Ąbel h├Ątte┬ź, erinnerte er den Prince.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ich sagte, Sie sollen den Bl├Âdsinn lassen! Bringen Sie Ferrau in Sicherheit!┬ź Ciel dr├╝ckte Bellamy seinen S├Ąbel in die Hand. ┬╗Ihre Priorit├Ąt ist der Schutz von Ferrau und ich dulde keine Diskussion. Ich l├Âse meine Probleme selbst.┬ź Er trat zwischen Bellamy und Linhard und starrte Linhard an. ┬╗Trau dich┬ź, zischte er.

Bellamy Bourgeois
Bellamy packte Ciel am Oberarm und zerrte ihn hinter sich. ┬╗Seid Ihr verr├╝ckt geworden?┬ź, zischte er seinen Herrn an. ┬╗Wenn Du k├Ąmpfen willst, k├Ąmpfe. Aber ├╝berlege Dir gut, wen Du angreifst und wieviel zwischen uns liegt, an Jahren und Erfahrung...┬ź, mahnte Bellamy ein letztes mal.

Ciel Felicien de Souvagne
Vor Wut w├╝rde Ciel am liebsten aufschreien, doch er f├╝rchtete, Bellamy dann abzulenken. Also beschr├Ąnkte er sich darauf, ihn nicht zu behindern. Ihn anschreien konnte er sp├Ąter immer noch.

Linhard von Hohenfelde
Linhard musterte die beiden argw├Âhnisch. ┬╗Was soll die Schei├če?┬ź, fragte er lauernd und schaute f├╝r eine Sekunde ├╝ber die Schulter zu seinem Vater und Aquilla. Er gab ihm ein Handzeichen dass sie verschwinden sollten. ┬╗Soll ich Dich einfach abstechen oder was hast Du Dir gedacht? Ich dachte Du warst im Krieg? Gut dann werde ich zuerst Deinen Leibw├Ąchter abschlachten und dann reden wir┬ź, erkl├Ąrte Linhard und hob die Waffe. ┬╗Richtig so?┬ź, hakte er nach.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel l├Ąchelte kalt. ┬╗Wenn du mich abstichst, bin ich in einem Jahr wieder da. Aber bedenke, wo du dann bist. Ich brauche den Tod nicht zu f├╝rchten. Meine Familie ist dank meiner Arbeit unsterblich geworden. Uns wird es noch in tausend Jahren geben, wenn von den Hohenfeldes nichts mehr geblieben ist als eine vage Erinnerung! Und wenn es mir beliebt, dann wird auch diese verblassen, indem wir eure Namen aus den Annalen tilgen!┬ź

Kunwolfs Geist
Kunwolf schaute sich das Schauspiel eine Weile an. Sturer als die beiden ging es kaum. ┬╗Du gehst den Weg Deiner Vorv├Ąter Linhard. Du hast Deine Familie auf dem alten Weg nur in ein neues Land gef├╝hrt. Mehr nicht┬ź, gemahnte der Geist.

Linhard von Hohenfelde
┬╗Sehe ich so aus als w├╝rde ich den Tod f├╝rchten? Jemand der nicht gelebt hat, kann nicht sterben. Ist es das was Du willst? Unseren Namen ausl├Âschen?┬ź, fragte Lin und steckte die Waffe weg.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Warum nicht? Was spricht denn dagegen, eure Leistungen f├╝r Souvagne?┬ź Er gab ein kurzes, hartes Lachen von sich, das mehr wie ein Bellen klang. ┬╗Das Einzige, was ich will, ist meiner Arbeit nachgehen.┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Das ist das Einzige was f├╝r Dich z├Ąhlt? Sonst nichts?┬ź, hakte Linhard nach.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Was sollte sonst z├Ąhlen? Eure Menschlichkeit? Die famili├Ąre W├Ąrme, die eure Anwesenheit verstr├Âmt? Nenn mir eine einzige Sache, die deine Familie wert macht, die Zeiten zu ├╝berdauern.┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Ich sprach von Dir, Deine Arbeit ist alles was Dir wichtig ist? Wir haben immer ├╝berlebt, wir werden auch das ├╝berdauern. Die Frage ist nur wo. Das ist alles┬ź, gab Linhard zur├╝ck.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ja, meine Arbeit. Ich bin Prince und Furisto, ich trage gro├če Verantwortung. Ich hatte mir ein paar Urlaubstage genehmigen wollen, aber man sieht ja, wohin das f├╝hrt. Sei es drum, Ferrau wird bei mir sein, wie er es immer war, ob ich nun arbeite oder nicht. Olivie mag bei Remy bleiben und Verrill bei dir. Ich bedarf eurer Gesellschaft nicht. Sie ist vollkommen irrelevant. Freundschafte, Familie, das ist ein Luxus, den ich mir nicht leisten kann und auch nicht l├Ąnger leisten m├Âchte.┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Achso, dass habe ich nicht gewusst. Du hast also aus einer Urlaubslaune heraus meine Ehe zerst├Ârt. Soweit ich wei├č ist Gregoire ebenfalls ein Furisto, solltet Ihr nicht zusammenarbeiten, auch wenn Ihr einander nichts bedeutet?┬ź, hakte Linhard nach. ┬╗Wir werden Souvagne verlassen. Das was wir hier zu finden hofften, gibt es hier so wenig wie in Naridien. Was Du eindeutig beweist. Ich habe keine Ahnung wie ich das regeln soll, aber ich hoffe mir wird etwas einfallen. Und alles nur, weil Du zu stur warst meine Entschuldigung anzunehmen, gut leb wohl┬ź, sagte Linhard, drehte sich um und ging.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel starrte ungl├Ąubig seinem Schwager hinterher. Der Dolch steckte noch immer in seinem Arm. Der Weg nach Beaufort war sehr viel k├╝rzer als der Weg nach Wolfsfels, da sie gerade eine Stunde unterwegs gewesen waren. Er guckte Bellamy an, dann Ferrau. ┬╗Wir sollten zur├╝ckgehen. Lasst das Gep├Ąck in der Kutsche, es kann sp├Ąter geborgen werden.┬ź

Bellamy Bourgeois
Bellamy musterte Ciel und deutete auf die zerst├Ârte Kutsche. ┬╗Sagt ihm, er soll einen Boten schicken damit wir abgeholt werden. Wenigstens dass kann er doch f├╝r uns tun. Wenn er sich vers├Âhnen wollte┬ź, sagte der Schwertmeister.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel murrte. Dann sagte er laut und deutlich, so dass Linhard es hoffentlich noch h├Ârte: ┬╗Es w├Ąre sehr freundlich, wenn du uns einen Boten entgegenschicken w├╝rdest, der uns abholt.┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Ihr k├Ânnt das Drachenhuhn nehmen, es geh├Ârt nach Souvagne. Wir nicht. Kommandos werdet Ihr sprechen k├Ânnen, es kann zumindest Euch oder Euer Gep├Ąck tragen. Wir regeln das Finazielle sp├Ąter, ich kl├Ąre unsere Abreise sofort. Ich werde Verrill einen angemessenen Geldbetrag zur Verf├╝gung stellen, falls das Kind von mir gewesen sein sollte. Er kann es damit in gute Obhut geben. Er muss sich nicht damit besch├Ąftigen. Bei uns kann es nicht bleiben. Ich hoffe damit haben wir eine friedliche L├Âsung gefunden. Wir werden noch diese Woche Dein Land und Dein Leben verlassen. Allerdings wird das bez├╝glich der Fantome etwas schwierig. Dein Vater muss einen neuen Leiter benennen, aber auch das ist kein Problem. Nicht wirklich. Steig ab Brandur┬ź, sagte Linhard.

Brandur von Hohenfelde
Perplex stieg Brandur ab. ┬╗Xavier ... wenn du jetzt alle Br├╝cken abrei├čt ... ist der neue Weg f├╝r uns vermutlich vorbei. Wo sollen wir ihn fortsetzen? Im alten Herrenhaus? Nur du und Ciel hattet Streit. Soll die ganze Familie darunter leiden? Davard schien sehr gl├╝cklich zu sein mit seinem neuen Posten und Ansgar scheint endlich seinen Frieden gefunden zu haben. Wolfram m├Âchte bei Alexandre anfangen. All das w├Ąre vorbei. Und du w├Ąrst vielleicht ein Vater ohne Kind. Wie sich das anf├╝hlt - das wei├č ich aus erster Hand und Kunwolf wei├č es auch. Ist es wirklich das, was du dir w├╝nschst, Junge? Ist es das, was ihr beide euch w├╝nscht?┬ź

Bellamy Bourgeois
Bellamy nickte knapp und steckte ebenfalls seine Waffe weg. ┬╗Wir nehmen das Drachenhuhn, bis Beauffort ist es f├╝r Euch nicht weit, da Ihr unverletzt seid. Wir ziehen in Frieden ab und ihr ebenso. Ferrau komm her, Prince Ihr setzt Euch gemeinsam mit Eurem Gef├Ąhrten auf das Tier und ich f├╝hre es nach Hause. Im Flug ist es nicht so sicher, vor allem da das Geschirr zerschnitten ist. Nehmt Platz und haltet Euch gut fest. Und Ihr werter Herr, steigt bitte ab. Ihr hattet mit dem Streit nichts zu tun┬ź, bat Bellamy.

Linhard von Hohenfelde
Linhard musterte seinen Vater und blinzelte die Tr├Ąnen weg. ┬╗Nein, aber das was ich m├Âchte hat noch nie eine Rolle gespielt. Ich werde wie ├╝blich mein Bestes geben, dass Ihr verschont werdet. Ich werde mit dem Duc und seinem Stellvertreter reden. Solange es Ciel ausreicht, wird es seinen Verwandten auch ausreichen, vermute ich. Reicht es Dir aus?┬ź, hakte Linhard nach.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ich w├╝nsche mir nichts, au├čer Frieden und in Ruhe meinen Pflichten nachgehen zu k├Ânnen. Stattdessen muss ich erneut die Klingen kreuzen! Nein, das will ich ganz sicher nicht und als Letztes in den eigenen Reihen. Das ist der Grund, warum ich vorerst umziehen wollte. Ich mag als Feldherr Souvagne gedient haben, aber das ist nicht mein inneres Wesen. Es ist das, was ich muss - nicht das, was ich will. Aber das spielt bei mir so wenig eine Rolle wie bei dir, Linhard, auch wenn du vielleicht meinst, dass mir als Prince alle W├╝nsche von den Lippen abgelesen werden. Du hast deine Frau mit mir teilen m├╝ssen. Es war ein Fehler, dass ich mich dazu habe hinrei├čen lassen und ich habe mein Bedauern dar├╝ber zum Ausdruck gebracht. Ich habe meine Frau komplett verloren an einen Wichtigtuer. Meine fr├╝here gro├če Liebe hat mich ebenfalls betrogen. Mein bester Freund liegt Tag und Nacht krank im Bett. Mein Vater liebt mich weniger als seine wahren Kinder, auch wenn er stets anderes behauptet. Dreaux ertrinkt in seinen neuen Pflichten. Ohne Ferrau w├Ąre ich v├Âllig verloren. Ich bin allein, Linhard. Was bleibt mir, au├čer weiter zu arbeiten, um meinen Wert unter Beweis zu stellen und meinem Leben eine Daseinsberechtigung zu geben? Was? Ich w├╝nsche deinen Tod nicht, Linhard und deiner Familie wird nichts geschehen. Ich m├Âchte nur, dass wir endlich damit aufh├Âren!┬ź Man h├Ârte Ciels Stimme an, dass er sehr um seine Beherrschung k├Ąmpfen musste.

Linhard von Hohenfelde
┬╗Danke f├╝r die Worte. Dein Vater liebt Dich und Du bist sein Sohn. Dass kann Dir einer sagen der ungef├Ąhr ein Jahrzehnt genau das Gegenteil erlebt hat. Du hast Ferrau, Du hast Greg, Du hast Deine Mutter und Deinen Vater. Ich habe auch keine Lust mit Dir die Klingen zu kreuzen. Und ich danke Dir daf├╝r dass Du meine Familie verschonst. Dass Dein Freund krank niederliegt, dass tut mir aufrichtig leid. Ich habe zwar das Gegenteil behauptet, aber ich werde Euch Derya ausliefern. Dann k├Ânnt Ihr an Ihr Rache nehmen, oder mit Ihr tun und lassen was immer Ihr m├Âchtet. Von mir aus auch mit ihrem Vater oder wen sie sonst noch im Schlepptau hat. Pflichten hat jeder von uns im Leben Ciel und ich bin des K├Ąmpfens genauso m├╝de wie Du. Gleichg├╝ltig wie jung wir sind. Danach fragt keiner. Seine wahre St├Ąrke erf├Ąhrt man erst dann, wenn man viel zu m├╝de zum k├Ąmpfen ist und es dennoch tun w├╝rde. Ich denke dass haben wir beide uns bewiesen, dass wir uns nichts gefallen lassen. Aber letztendlich war ich mit meinen Beleidigungen im Unrecht. Mehr wollte ich Dir gar nicht gesagt haben. Ich wollte mich f├╝r meine Beleidigungen entschuldigen, da sie ehrverletzend waren. Keiner hat das Recht Dich so zu benennen, nicht ich, niemand. Zumal Dein Vater Dich anerkannt hat. Das was ich anbot war als Wiedergutmachung gemeint. Tja unter vielen Menschen kann man einsamer sein, als wenn man tats├Ąchlich alleine ist. Ein Hohenfelde wei├č das, so ist es immer und so war es immer f├╝r uns. F├╝r Dich muss es nicht so sein. Du kannst umkehren und zu Deiner Familie zur├╝ckkehren. Wir h├Âren ab sofort damit auf und gehen friedlicher Wege. K├╝mmere Dich um Gregoire┬ź, sagte Linhard freundlich.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Sie ist deine Frau┬ź, entgegnete Ciel. ┬╗Und dies ist dein Kind. Nachdem ich mit ihr geschlafen hatte, habe ich bereits nach einem eventuellen neuen Leben in ihr gesp├╝rt. Da war nichts. Dieses Kind ist von dir. Was wirst du nun tun? Souvagne verlassen?┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Das liegt an Dir... ich ├╝berlasse die Wahl Dir. Und ich akzeptiere das Ergebnis. Warum hast Du mir das mit dem Kind nicht einfach gesagt? Und warum habt Ihr mir das was Ihr wolltet, nicht einfach gesagt? Wozu immer diese Heimlichkeiten?┬ź, fragte Lin.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Weil Verrill mir sagte, dass sie es mit dir abgesprochen hat, dass wir beide miteinander schlafen ... ich habe ihr dahingehend vertraut. Dabei h├Ątte ich wissen m├╝ssen, da ich wei├č, dass sie gern schwindelt. Wenn sie emotional wird, sind all ihre guten Vors├Ątze dahin. Mein Fehler war, dass ich ihr glaubte. Sonst h├Ątte ich sie nicht anger├╝hrt, das schw├Âre ich. Und das mit dem Kind ... ich konnte nicht dar├╝ber reden. Es hat mich zu tief getroffen. Da meine eigene Frau kein Kind von mir erwarten wird.┬ź

Linhard von Hohenfelde
Linhard stockte und schaute Ciel ernst an. ┬╗H├Âr zu, sie hat mich danach gefragt, ob wir es mal gemeinsam tun, oder sie es darf in meinem Beisein. Mehr nicht. Das Ganze... den Streit... den Zoff... den Krieg hier h├Ątten wir beide uns schenken k├Ânnen, wenn WIR BEIDE miteinander mal geredet h├Ątten. Aber wir haben Greg als stillen Boten genutzt und er war mit im Boot. W├Ąre es wirklich abgesprochen gewesen, h├Ątte ich mich weder ge├Ąrgert, noch ├Ąrgern d├╝rfen. Das Du wei├čt, dass das Kind von mir ist, h├Ąttest Du mir in Brandurs Beisein so sagen k├Ânnen. Ich h├Ątte mir da auch mein dummes Maul sparen k├Ânnen. Du warst verletzt, ich war verletzt. Da sagt man leider Dinge die man nicht so meint, aber sie verletzten den anderen trotzdem. Ich wei├č auch, dass Du Greg nicht als Missgeburt oder Freak siehst. Das mit Deinem Kind tut mir leid, ich habe nichts gegen Dich Ciel, im Gegenteil, ich habe oft genug versucht mit Dir auszukommen. Aber ich habe mich von Euch beiden verarscht gef├╝hlt. Nun verarscht hat mich oder besser gesagt uns Verrill. Warum, tja dass hat sie mir ja gesagt. Also warum sie lieber mit Dir das erste mal Sex hatte, da Du ihr nicht so aufdringlich bist und sie Dir vertraut. Das war ihr Grund. Oder anders ausgedr├╝ckt, bei Dir f├╝hlte sie sich als Person wohl, bei mir als Mutter in Spe betrachtet, auf einen Zweck reduziert. Was nicht stimmte. Ich wollte kein Kind, um des Kindes Willen. Ich wollte eines mit Ihr. Nun Du kannst Dich ebenso um das Kind k├╝mmern, wenn Du m├Âchtest. Ich denke dagegen hat sie nichts. Du hast mir nicht auf meine Frage geantwortet. Soll ich gehen oder bleiben?┬ź, fragte Linhard.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciels Gesichtsfarbe war inzwischen reichlich blass. Jetzt, wo er sich langsam etwas beruhigte, begann sich der Schock wegen der Verwundung einzustellen. ┬╗Wir reisen gemeinsam zur├╝ck nach Beaufort. Steigt auf. Dein Vater ist gesund bis auf einen Kratzer, ich habe die Klinge zwischen den Muskeln hindurchgeschoben und nicht die Schlagader verletzt. Bellamy, bitte helfen Sie mir hinauf und setzen Sie sich hinter mich, ich f├╝hle mich etwas unsicher auf den Beinen und habe keine Lust, von dem Cockatrice zu st├╝rzen. Ferrau sitzt vor mir. Du musst dir keine Sorgen mehr machen, Linhard, die gemeinsame Stunde mit Verrill wird ein einmaliges Vergn├╝gen bleiben. Es geht mir nicht darum, mich um ein Kind k├╝mmern zu wollen. Sondern darum, mich von aller Welt und Ainuwar verlassen zu f├╝hlen.┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Gemeinsam zur├╝ck, klingt sehr sch├Ân. Gemeinsam klingt generell sehr sch├Ân, findest Du nicht? Ich hatte Dir angeboten zu uns zu geh├Âren Ciel. Dazu Ciel, verstehst Du das? Du musst nicht alleine sein und Du bist nicht allein. Du siehst nicht was Du besitzt. Wir beide hatten im Grunde einen kleinlichen Streit, der zu etwas gewaltigem explodierte. Ich habe Zuhause gezeigt bekommen, was wahres Grauen ist und wenn Du es eines Tages m├Âchtest, dann zeige ich es Dir auch. Dann Ciel wirst Du genau das gleiche denken wie ich. Wir beide sind zwei Idioten, die mit F├╝├čen treten, was sie besitzen. Weil wir nicht sehen, was wir wirklich besitzen und wie gut es uns geht. Und wie erstklassig es uns gemeinsam als Team gehen k├Ânnte. Eine Erkenntnis von mir Ciel - Wir sollten unsere Augen zum sehen benutzen, nicht zum Weinen. Wenn wir uns vorher angucken, was f├╝r uns wichtig ist und was wir uns sparen k├Ânnten, m├╝ssten wir weit weniger heulen. Glaube mir das. Vielleicht hat es aber auch genau den Knall einmal gebraucht, damit der Knoten in unserem Kopf geplatzt ist. Man sagt, wenn man einmal davor steht, alles hinzuschmei├čen und doch noch die Kurve bekommt, dann hat man sich zusammengerauft. Und was f├╝r eine Ehe gilt, gilt vielleicht auch f├╝r Verwandte oder Freunde. Wenn Du denn willst. Das hie├če auch mit Gregoire in Ruhe einmal reden, wie er zu uns beiden steht wissen wir hm┬ź, sagte Linhard. Er half Ferrau auf das Drachenhuhn und auch Bellamy. ┬╗Du kannst Dich wieder draufsetzen wenn Du m├Âchtest Paps und Danke┬ź, sagte Lin verlegen.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel hoffte, dass Bellamy ihn gut festhalten w├╝rde. ┬╗Irgendwie ist es nicht Sinn der Sache, dass ich mich sch├╝tzend vor den Schwertmeister stelle┬ź, sinnierte er und wusste nicht, was er von sich selbst dahingehend halten sollte. ┬╗Immerhin sind Sie noch gesund und bilden hoffentlich einen tauglichen Gurt. Ferrau, ich kann dich leider diesmal nicht halten.┬ź Er versuchte, so stabil wie m├Âglich zu sitzen. ┬╗Weise Worte, wenn du doch nur k├╝nftig den Dolch weglassen w├╝rdest, Linhard. Ab mit uns nach Hause.┬ź

Linhard von Hohenfelde
Linhard packte Aquilla an den zerschnittenen Gurten und f├╝hrte sich nach Hause. ┬╗Der galt nicht mal Dir pers├Ânlich, sondern den habe ich geworfen um meinen Vater zu retten. Aber soweit sollte es zuk├╝nftig f├╝r keinen mehr von uns kommen. Wir sollten f├╝r nicht gegeneinander k├Ąmpfen. Dass hatten wir hier vor, da kannst Du meinen Vater fragen. Und ich hatte nicht vor Dich zu verletzen, ich wollte reden. Naja von wollte haben wir beide nichts. Machen wir es ab jetzt gemeinsam besser. Du wolltest nicht, dass er f├╝r Dich verletzt wird, das ist es Ciel. Und ich, ich wei├č nicht wie ich Gregoire gegen├╝ber treten soll. Ich vermisse ihn und ich bin stinksauer. Aber ich vermisse ihn mehr als das ich ihm ├╝bel nehme was er tat┬ź, gr├╝belte Linhard.

Bellamy Bourgeois
Bellamy umarmte Ciel von hinten und hielt mit einer Hand Ferrau im G├╝rtel fest. Das w├╝rde ausreichen, das sich Ferrau selbst auch festhielt. Beruhigend dr├╝ckte er Ciel kurz, achtete aber darauf nicht an den Dolch zu sto├čen.

Ferrau Du Trieux
Ferrau hielt sich fest und setzte sich so, dass Ciel sich an ihm abst├╝tzen konnte, falls er zu schwach werden w├╝rde. ┬╗Keine Angst um mich, Du kannst Dich anlehnen, falls Dir schlecht wird. Bitte vertragt Euch doch, bitte┬ź, fl├╝sterte er Ciel zu.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Das tun wir doch, Liebling, sieht man das nicht?┬ź Ciel grinste schief. Er d├Âste vor sich hin, ihm war schlecht, aber er f├╝hlte sich sicher bei Bellamy und war beruhigt, dass Ferrau diesmal unverletzt geblieben war. Der Hof kam bald in Sicht. Der Hof, wo die Zwerge darauf warteten, dass der Duc und die Prinzen sich zu ihnen gesellten. In der Zwischenzeit hatte es einen handfesten Familienkrach gegeben, es war Blut geflossen und eine Kutsche in Flammen aufgegangen. Ciel beschloss, ausnahmsweise die Priester des Infiniatus zu bitten, gesonderte Opfergaben darzubringen, um den Gott der Ordnung wieder gn├Ądig zu stimmen, bei dem sie vermutlich wegen Missachtung in Ungnade gefallen waren. ┬╗Tritt Verrill normal gegen├╝ber, notfalls mit der Anwesenheit von Vater, er kann sie zur Ordnung rufen, auf ihn h├Ârt sie. Ferrau, du musst leider eine ├ťberstunde einlegen und mich verbinden und neu einkleiden. Tut mir leid. Unsere Flitterwochen sind scheinbar schon vorbei. Daf├╝r ist die Familie wieder vereint, wenn auch unter Blut und Tr├Ąnen. Vielleicht werden es eines Tages Freudentr├Ąnen und das Blut jenes von dem Tage, an dem ein neues Familienmitglied ins Leben tritt. Das w├Ąre eine sch├Âne Kehrtwende.┬ź
Der Cockatrice wartete im Hof. Sie waren wieder zu Hause.
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Re: Seelenfarben

#5

Beitrag von Maximilien Rivenet de Souvagne » Mo 9. Jul 2018, 16:11

R├╝ckkehr in den Palast


Als die abgek├Ąmpfte und abgehalfterte Gruppe die Tore des Palastes von Beaufort erreichten, wurden sie bereits von einer Delegation aus einer Einheit von Leibgardisten und Himmelsaugen empfangen. Der Duc musterte seinen Sohn Ciel und seinen Schwiegersohn Linhard mit einer geradezu eisigen Maske. Sein Blick streifte kurz Brandur, der am Hals verletzt war, einen Geist der ihn begleitete, ehe er f├╝r einen Sekundenbruchteil seinen Blick auf Ferrau und Bellamy ruhen lie├č. Diese beiden waren im Moment jedoch nicht von Bedeutung, da sie nicht der gro├čherzoglichen Familie angeh├Ârten.

Neben Maximilien standen Dreux auf der einen und Parcival auf der anderen Seite. Auch der Blick der beiden M├Ąnner, war kein bisschen freundlicher oder entgegenkommender. Selbst die Gardisten und Himmelsaugen schienen die beiden jungen M├Ąnner zu mustern. Allerdings war hier und dort neben H├Ąrte, auch Entt├Ąuschung oder Mitgef├╝hl im Blick zu lesen.

Der Duc hob kurz die Hand und das Gemurmel um ihn herum erstarb sofort.

ÔÇ×Wie uns durch Eure wachhabenden Himmelsaugen zu Ohren gekommen ist, kam es zwischen Euch Prince Ciel und Euch Prince Linhard zu einer t├Ątlichen Auseinandersetzung. ├ťber den Werdegang dieser, waren wir w├Ąhrend dieser im Bilde. Wir k├Ânnen Euch nicht zum Ausdruck bringen, welche schm├Ąhliche Entt├Ąuschung Ihr beiden Herren f├╝r den Hof von Souvagne seid. Unsere Person h├Ątte einschreiten lassen k├Ânnen, aber wir taten es nicht. T├Âtungsabsicht lag bei keinem von Euch beiden vor und in Anbetracht der Gef├╝hlslage in der Ihr Euch befunden hatten, hielten wir es f├╝r ad├Ąquat, dass Ihr die Sache unter Euch austragt.

Gewiss seid Ihr Euch des Umstandes bewusst, dass nicht nur Eure K├Ârper der ├ťberwachung unterliegen, sollte Gefahr im Verzug sein. Nach ├ťberpr├╝fung und reiflicher ├ťberlegung kamen wir so zu dem Schluss, dass es Euch wohl ehr zutr├Ąglich w├Ąre, Euch gegenseitig ein paar Schmisse zu verpassen, damit niemand das Gesicht oder das Leben verliert. Dies w├Ąre unter den gegebenen Umst├Ąnden sehr bedauerlich gewesen, wo Ihr doch bereits den Verstand verloren hattet!

Aber der Verlust Euren Verstandes schien Euch beiden nicht ausreichend gewesen zu sein, ansonsten w├Ąre es nicht zu Verletzungen und Zerst├Ârungen dieses Ausma├čes gekommen.
Zwei M├Ąnner der gro├čherzoglichen Familie die sich auf der Stra├če mit allem duellieren mit allem ihm gerade zur Verf├╝gung stehende, nur weil beide ihrer Sturheit fr├Ânen und die offene Aussprache scheuen.

Welchen Eindruck dieses uns├Ągliche Verhalten in der ├ľffentlichkeit hinterl├Ąsst, besonders im Hinblick auf unsere zwergischen Staatsg├Ąste d├╝rfte Euch klar sein.
Das sich unsere Person um Euch sorgen musste, d├╝rfte selbstverst├Ąndlich sein.
Schieben wir beides einmal zur Seite.

Anmerken m├Âchte meine Person hierzu zuerst noch wie ma├člos entt├Ąuscht wir von Eurem Verhalten sind Princen.

Zu Euch Prince Ciel, wir hatten eine pers├Ânliche Vereinbarung unsere Leibdiener betreffend. Wart Ihr es nicht, der uns darauf aufmerksam machte, wie wichtig und nah ihm seine eigenen Leibdiener stehen? Was veranlasste Euch dann dazu, unseren uns jahrzehnte lang treuen Leibdiener einkerkern zu lassen? Auch wenn Euch unser Leibdiener pers├Ânlich nichts wert sein mag, so sollte Euch dennoch Eurer Vater ausreichend wert sein, um entweder diese Vereinbarung auszusetzen und den Leibdiener zur├╝ckzureichen, oder diesen mitzunehmen ÔÇô wohin die Reise auch immer gehen sollte. Und auch dar├╝ber h├Ąttet Ihr Euren Vater in Kenntnis setzen d├╝rfen.

Zu Euch Prince Linhard, wir haben Euch in unsere Familie aufgenommen, wie einen eigenen Sohn. Und dies wohlwissend, dass Ihr ein geb├╝rtiger Fremdl├Ąnder seid. Ist es naridische Sitte, G├╝te mit Gewalt zu beantworten? Dann seid dessen versichert, dass wir eine Hand nicht nur reichen, sondern auch zur Faust ballen k├Ânnen. Eine berechtigte Frage an Euch, seid Ihr des Lesens m├Ąchtig Prince Linhard? Unser Dekret lautete, dass kein Drachenhuhn aus Souvagne ausgef├╝hrt werden darf, ohne die Genehmigung der Krone. Ihr verf├╝gt ├╝ber keine Genehmigung Euer Drachenhuhn auszuf├╝hren, geschweige denn ├╝ber eine Genehmigung, selbst ausreisen zu d├╝rfen! Wir wissen nicht, was uns mehr entt├Ąuscht. Eure tumbe Art Euch ├╝ber vorhandene Gesetze hinwegzusetzen oder Eure st├Ąndige Flucht vor unserer Familie. Auch Ihr h├Ąttet uns dar├╝ber informieren d├╝rfen, wann und weshalb Ihr beabsichtigt Souvagne zu verlassen. Zudem h├Ątte Person ebenso erwartet, dass Ihr uns dar├╝ber informiert, dass Ihr bei einem dieser Ausfl├╝ge fast dem Vampirismus erlegen seid. Es mag nicht in Eure Weltanschauung passen, aber das Leben am Hofe in Souvagne spielt nach anderen Regeln, als das eines naridischen B├╝rgerlichen. Euch wurde die unermessliche Ehre zu teil, in eine royale Familie einheiraten zu d├╝rfen. Benehmt Euch dieser Ehre und Eurem Stand entsprechend!

Prince Gregoire war mit seinen wenig erheiternden Zwischenmenschlichen Spielen ebenfalls in G├Ąnze eine Entt├Ąuschung, was sein Verhalten anbelangt. Er hat Euch durch seine dreiste Art und Taktik zwar erst zu so einem Verhalten verleitet, aber dennoch oblag es Euch, wie Ihr darauf angemessen reagiert!

Euch Dreien raten wir dringend Euer Benimm Eurem Stand anzupassen.
Ihr repr├Ąsentiert nicht nur Eure eigene Person, sondern ebenso die Gro├čherzogliche Familie und schlussendlich damit sogar ganz Souvagne!

Was bleibt im R├╝ckblick auf Euren Disput?

Nun das wollen wir Euch sagen. Was bleibt sind zwei Mitglieder der gro├čherzoglichen Familie, die sich in der ├ľffentlichkeit scheinbar vor aller Augen t├Âten wollten. Ferner eine zerst├Ârte, royale Kutsche, ein verletztes Drachenhuhn, zwei verletzte Verwandte ÔÇô Ciel und Brandur, sowie zwei nicht minder zugerichtete Bedienstete.

Das Ausma├č Eurer Borniertheit wird nur etwas aufgewogen, von Eurer mannhaften Haltung.
Man mag es kaum f├╝r m├Âglich erachten, aber letztendlich habt Ihr einander doch Geh├Âr geschenkt, Euch verziehen und sich wie es in einer Familie geb├╝hrlich ist, die Hand gereicht.

Ferner hat keiner von Euch beiden den anderen in Misskredit gebracht, sondern es wurde Stillschweigen ├╝ber diese Taten vereinbart. Ein Rest Ehre wie auch Verstand scheint Euch geblieben zu sein.
Da es Euer Streit war meine Herren, wird sich unsere Person Eurer Entscheidung dahingehend weitestgehend anschlie├čen.

Diese Umst├Ąnde stimmen uns etwas milder.

Allerdings d├╝rfte den Herren einleuchten, dass wir nicht gewillt sind, so ein Verhalten zu dulden.
Aus diesem Grund ordnen wir Folgendes an.

Zuerst werden alle Verletzungen vollumf├Ąnglich von unserem Medicus geheilt.
Danach werden sich Prince Ciel, Prince Gregoire und Prince Linhard von unserem h├Âchsten Himmelsauge Parcival auslesen lassen.

Im Anschluss daran werden alle drei Princen bei unserer Person vorstellig werden, zu einem Vier-Augen-Gespr├Ąch.

Unsere Person w├╝nscht vollumf├Ąnglich zu wissen was sich hinter dieser Trag├Âdie verbirgt. Selbstverst├Ąndlich auch die dazugeh├Ârigen Gedankeng├Ąnge. Im Anschluss daran, werden wir geschlossen, als Familie die Besprechung mit den zwergischen Staatsg├Ąsten abhalten.

Diese Verhandlung wird friedlich und einm├╝tig verlaufen, daran wird kein Zweifel bestehen.

Umgehend nach Abschluss dieser Verhandlungen werden Prince Ciel, Prince Linhard sowie Prince Gregoire zum Kloster Saint Hanna in Neufville aufbrechen. Die Euch obliegenden Staatsgesch├Ąfte werden in der Zeit Eurer Abwesenheit von Eurem Bruder und Schwager Dreux, sowie unserer Person getragen.

Im Kloster Saint Hanna in Neufville werdet Ihr gemeinsam in der Klostergemeinschaft lernen, wie wichtig Zusammenhalt ist. Fern der heimatlichen Gem├╝tlichkeit in einem kleinen, kargen Dreierzimmer, wird Euch der Zusammenhalt sicher leichter fallen, als unter all dem Luxus, der so leicht Eure Gedanken und Euren Blick aufs Wesentliche verdirbt.

Ihr werdet vor Ort gemeinsam arbeiten. Ihr seid eine untrennbare Einheit und so werdet Ihr auch agieren. Als die Niedersten der Niederen in diesem Kloster werdet Ihr arbeiten, um Demut zu lernen. Demut vor all dem, was Ihr ohne Euer eigenes Zutun Euer Eigen nennen d├╝rft und es so leichtfertig aufs Spiel gesetzt habt. Einschlie├člich Eurer Gesundheit und Eures Lebens.

Einen Monat werdet Ihr dort in trauter Dreisamkeit verbringen.

Sollte einer von Euch vor Ort in diesen heiligen Hallen eine Verfehlung begehen, so wird f├╝r Euch alle die Strafe um eine Woche verl├Ąngert. Ist die Verfehlung sehr gro├č, wird Eure Strafe um einen weiteren Monat verl├Ąngert. Unsere Person wird selbstverst├Ąndlich ├╝ber Eure Gebaren stets auf dem Laufenden gehalten.

Nach der Besprechung erhaltet Ihr von unserer Person 20 Minuten Zeit zu packen, was ein jeder von Euch f├╝r seine neue T├Ątigkeit als n├Âtig erachtet. Was die werten Herren nicht eingepackt haben, bleibt daheim.
Ferner ist die Mitnahme von Bediensteten aufs Strengste untersagt!

Es ist bedauerlich, dass unsere S├Âhne auf diese Art den Wert unserer Zuneigung und ihres gesegneten Lebens lernen m├╝ssen.

Aber was sie nicht durch unsere g├╝tige Hand lernen, lehrt sie m├Âglicherweise die harte Hand der Bruderschaft der heiligen Hanna unter den wachsamen Augen Ainuwars. Eure Befehle sind Euch bekannt Princen. Geht!ÔÇť,
befahl der Duc.
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"Der Edle verlangt alles von sich selbst. Der Primitive stellt nur Forderungen an andere."
"Eine Entscheidung f├╝r etwas ist auch immer eine Entscheidung gegen vieles andere."

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Re: Seelenfarben

#6

Beitrag von Maximilien Rivenet de Souvagne » Di 10. Jul 2018, 01:02

Aussprache nach dem Auslesen

Maximilien Rivenet de Souvagne
Maximilien hatte die Streith├Ąhne nach dem Auslesen zu sich bestellt. Jeweils allein, damit er sie einzeln zu ihrem Verhalten und ihren Gedankeng├Ąngen befragen konnte. Den Anfang machte Prince Ciel. Maximilien wartete auf seinen Sohn in seiner privaten Amtsstube.

Ciel Felicien de Souvagne
Es klopfte ein einziges Mal. Dann wurde die T├╝r ge├Âffnet und ein zerm├╝rbt dreinblickender Ciel trat ein. Sein Arm war verbunden und er trug noch immer die abgewetzte und blutige Kleidung. ┬╗Ihr habt nach mir verlangt, Majest├Ąt.┬ź Er wusste nicht, ob sie privat oder amtlich miteinander reden w├╝rden, aber da Maximilien zuvor in sehr ungn├Ądiger Stimmung gewesen war, w├Ąhlte er sicherheitshalber die formelle Anrede und verneigte sich.

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Schlie├č Dir T├╝r hinter Dir, tritt ein und setz Dich mir gegen├╝ber. Wir haben zu reden und zwar privat und sehr ernst", antwortete Maximilien und deutete auf den freien Stuhl gegen├╝ber seinem Schreibtisch.

Ciel Felicien de Souvagne
Zerknirscht setzte Ciel sich.

Maximilien Rivenet de Souvagne
Maximilien musterte seinen Sohn ernst und einen Moment lang aufmerksam. "Du hast die M├Âglichkeit von Dir aus zu erz├Ąhlen, was Du Dir bei Deinen Entscheidungen gedacht hast oder ich frage Dich danach. Ich verlange von Dir zu wissen, aus welchem Grund Du Dich mit Linhard derma├čen ├╝berworfen hast und weshalb Ihr Euch derart auf offener Stra├če angegangen seid. Wir werden nicht vom Volk gew├Ąhlt, wir werden in unsere ├ämter geboren Ciel. Aber das bedeutet nicht, dass man es sich erlauben sollte, das in uns gesetzte Vertrauen derma├čen mit F├╝├čen zu treten, dass man sich auff├╝hrt schlimmer noch als gemeingef├Ąhrlicher P├Âbel. Am Ende konntet Ihr doch miteinander reden. Warum ging es auf einmal dort? Ging Euch schlichtweg die Puste aus zum K├Ąmpfen? Oder habt Ihr doch Euren Verstand im Stra├čengraben wiedergefunden? Und was sollte das mit Fabien? Findest Du Dein Verhalten in Ordnung? Du h├Ąttest ihn mir zur├╝ckgeben m├╝ssen, anstatt ihn einzukerkern. Und Ciel, Du hattest vor mir einen Ersatzleibdiener zu beschaffen. Das mal am Rande. Was Du auch nicht getan hast. Zudem scheint Dich genauso der Fluchtreflex in den Klauen zu halten wie Linhard. Wenn Euch etwas nicht passt, reist ihr ab. Nichts was erb├Ąrmlicher und feiger ist. Weglaufen ist einfach, St├Ąrke bedeutet bleiben und sich dem Problem stellen und zwar gemeinsam. Und dann w├Ąre da letztendlich noch Deine Sicht auf mich. Das Du mir den Tod w├╝nscht, h├Ątte ich nicht vermutet. Das Du mich f├╝r schwach h├Ąltst, ebensowenig. Allerdings Ciel regierst Du wie lange? Und wie lange ich? Du kannst Dich nach meinem Tod gerne dar├╝ber freuen, nur vorher solltest Du Dich etwas mehr zusammennehmen diesbez├╝glich. Also erkl├Ąre Dich", sagte Max.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ich w├╝nsche nicht deinen Tod, Vater. Ich h├Ątte nur Onkel Pomy so gern kennengelernt, da ich glaube, nach allem, was man ├╝ber ihn erz├Ąhlt, dass er mich besser verstanden h├Ątte als du. Darum meine unbedachten Worte, dass ich w├╝nschte, du h├Ąttest in der Kutsche gesessen und nicht er. Es waren grausame Worte und im Zorn gesprochen, sie waren nicht f├╝r deine Ohren bestimmt. Ich sch├Ąme mich, sie dir nun sagen zu m├╝ssen. Ich wollte abreisen, da ich mich fehl am Platz f├╝hle. Ich f├╝hle mich noch immer wie der Bastard, der ich bis zu deiner Anerkennung war. Gregoire scheint alles verziehen zu werden, er braucht nur das arme Sorgenkind herauskehren. Sicher hat er es schwer, aber das hatten andere auch. Er benutzt seine Besonderheit schon l├Ąngst als Waffe, um dich und auch mich und Linhard zu manipulieren. Und er l├╝gt. Niemand nimmt es ihm ├╝bel, du r├╝gst ihn zwar gelegentlich, aber letztlich reicht ein Versprechen zur Besserung, dass ihm am Ende doch nichts geschieht. Und Linhard hat mich in meinen eigenen Gem├Ąchern bel├Ąstigt, beschimft und bedroht, ohne dass es irgendjemanden k├╝mmerte. Darum hielt ich es f├╝r angemessen, erst nach Wolfsfels zu reisen und mich meinen Aufgaben zu widmen. Fabien war unversch├Ąmt, darum habe ich ihn f├╝r den Rest seiner Strafarbeitszeit festsetzen lassen. Du h├Ąttest ihn nur einfach wieder ganz normal weiterarbeiten lassen und die Strafe zunichtegemacht.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Gleichg├╝ltig an wen die Worte gerichtet waren, ob Du es glaubst oder nicht Ciel, auch ich habe Gef├╝hle und kein Vater h├Ârt gerne, dass sein eigenes Kind ihn gerne tot s├Ąhe. Vor allem dann nicht, wenn es dem Kind wie Dir derma├čen gut ging. Hast Du Dir schon einmal andere Leben und Leiden angesehen? Geschlagene, misshandelte, verhungerte Kinder? Ungewollte und deshalb ermordete Kinder? Diese Kinder h├Ątten einen tats├Ąchlichen Grund ihre Peiniger zu hassen und ihm den Tod zu w├╝nschen, ich w├Ąre sogar auf ihrer Seite. Aber Du? Was hat Dir gefehlt, dass Du mir den Tod w├╝nscht? Dir mangelt es an nichts, Du hast die beste Unterbringung und Versorgung die sich ein Mensch hier nur w├╝nschen kann. Dir mangelt es an gar nichts. Ein Wunsch und Du kannst Dir kaufen was Du m├Âchtest. Jeder von Euch, jedes meiner Kinder. Welcher Mensch auf Asamura hat diesen Luxus? Es sind wenige Auserw├Ąhlte und Du bist einer davon. Das ist die materielle Seite. Die Gef├╝hlsseite ist jene, dass ich Dir auch als Kind ziemlich viel durchgehen lie├č. Von den Neckereien Deiner Lehrer und Besch├╝tzer gegen├╝ber, bis hin zur Anerkennung als mein Kind, bis zur Erteilung eines eigenen Titels samt Lehen an Dich und Greg. Nat├╝rlich kann man auff├╝hren auch das ist Materiell. Aber es ist weitaus mehr, es ist ein Geste, dass ich Euch wertsch├Ątze, Euch an der Seite von mir und sp├Ąter nach meinem Tode - den Du so herbeisehnst - von Dreux w├╝nsche. Und auch wenn wir unsere Differenzen hatten, ich war stets f├╝r Dich da, jedenfalls soweit es mein Amt zul├Ąsst. Dass ich Dir nicht den ganzen Tag die Hand halten kann, oder mit Dir spielen kann oder wir einem Hobby dem ganzen Tag fr├Ânen, das d├╝rfte klar sein. Aber dass kann auch nicht der Bauer auf dem Feld. Auch er muss seinen Beitrag leisten, ebenso ich oder Du. Anders w├Ąre es wohl bei reinem Geldadel wie Linhards Familie war. M├╝├čiggang ist aller Laster Anfang so sagt man. Vielleicht ist es auch einfach das Leben in vollen Z├╝gen genie├čen. Ich wei├č es nicht, ich lebe so ein Leben nicht. Und meines Ciel, habe ich mich so wenig ausgesucht wie jede andere Person. Ich wurde als de Souvagne geboren, durch Ainuwars Gnaden wenn man so m├Âchte. Und das mein Vater und mein Bruder starben, breute niemand mehr als ich. Vermutlich wird Dich dies nicht interessieren, Du gehst schlie├člich rein von Dir und Deinen Gef├╝hlen aus, aber auch mir ist bekannt, wie einsam man sich f├╝hlen kann. Ich war 17 Jahre, mir unterstand ab dato ein ganzes Volk. Und wen hatte ich an meiner Seite? Eine einzige Person. Also sei vorsichtig dar├╝ber, wie Du ├╝ber mich richtest, noch ist Deine Zeit nicht gekommen. Du scheinst eine Menge zu wissen, was ich angeblich t├Ąte. Du bist aber nicht ich, folglich kannst Du es nicht wissen, ohne mich gefragt zu haben. Du h├Ąttest mir Fabien zur├╝ckgegeben und bei Deiner R├╝ckkehr h├Ątte er die Strafe fortgesetzt. Ferner h├Ątte ich Dir die Abreise gar nicht gestattet, h├Ąttest Du ordnungsgem├Ą├č um Erlaubnis gefragt. Gregoire wird ebenso bestraft wie Du oder Lin, immerhin war er Indikator der ganzen Sache, durch seine L├╝gen. Und Ciel, nicht nur Greg wurde durch seine Sonderrolle besch├╝tzt, Du ebenso. Man k├Ânnte mir also auch unterstellen ich bevorzuge Dich, da ich Deine Mutter liebe. Schuld sind grunds├Ątzlich immer nur die anderen. Einsicht scheint Ihr alle nicht zu kennen oder eine gesunde Selbstreflektion, was Ihr falsch gemacht haben k├Ânntet. Was schl├Ągst Du vor um Dein Verhalten zu ├Ąndern, oder Dich zu bessern? Oder fangen wir von vorne an, was schl├Ągst Du vor, wie wir beide zuk├╝nftig miteinander umgehen sollten, nach Deinem morbiden Wunsch? Der mich, dass muss ich ehrlich sagen, zutiefst verletzt hat und es immer noch tut", sagte Max.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Und warum h├Ąttest du mir die Abreise nicht gestattet? Ich habe das geahnt, darum reiste ich ja ab, ohne irgendwem Bescheid zu geben, aber ich h├Ątte dir einen Brief geschrieben. Ich sprach so hart ├╝ber dich, weil ich entt├Ąuscht war und immer noch bin. Ich habe das Gef├╝hl, dass du mir in den R├╝cken f├Ąllst und dich nicht nur von Gregoire, sondern auch von den Hohenfeldes einlullen l├Ąsst.┬ź Ganz bewusst sprach Ciel nur von Gregoire und nicht von Verrill. ┬╗Um dir ein Beispiel zu nennen: Ich erlie├č das Gesetz zur ├ächtung der Nekromantie. Ich machte mir sehr lange Gedanken dar├╝ber und sprach mit Alexandre, der es schlie├člich f├╝r mich ausformulierte. Zwei Lichs hausen mitten in Souvagne, waren auch schon hier bei Hofe zu Gast, Lebenskraft absorbierend, schmarotzend wie Vampire, nur vom Laien unbemerkt. Niemanden k├╝mmert es, da die ja mit Linhard verwandt sind, deinem liebsten Schwiegersohn.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Ciel, Ihr habt von den beiden vor mir gewusst. Ihr h├Ąttet die Einreise untersagen k├Ânnen. Dreux war Duc. Zudem bin auch ich, menschlich. Ich kann mir nicht alles merken. Eine Familie ist daf├╝r da um sich zu unterst├╝tzen. Habe ich Linhards Vampire am Hof geduldet? Nein. Dulde ich die Lich? Nein. Das sie noch da sind, liegt also nicht an meiner Willk├╝r, sondern daran dass ich nicht mehr daran gedacht habe und dass Du es nicht f├╝r n├Âtig befunden hast, mich zu erinnern. Wieso solltest Du mich auch erinnern? Es ist angenehmer im Selbstmitleid zu schwimmen und sich einzureden, dass man Dich nicht liebt, als wenn Du den Missstand mit ein paar Worten behoben h├Ąttest. Du bist entt├Ąuscht von mir? Weil ich etwas vergesse? Ich bin doppelt so alt wie Du! Komm in mein Alter, dann reden wir noch einmal. Wobei... dahin soll ich ja gar nicht kommen. Ich verga├č fast auch das. Folglich bist Du mir und Dir selbst mit Deinem Schweigen in den R├╝cken gefallen und nicht ich. Oder meinst Du ich h├Ątte nichts besseres zu tun, als Tag und Nacht wach zu liegen um Dir das Leben zum Abgrund zu machen? H├Ątte ich Dich dann anerkannt, hier aufwachsen lassen? Wohl kaum. Wenn wir so anfangen, dass wir angeheiratete direkt ausschlie├čen, dann darf keiner mehr von uns heiraten, da alles Fremde sind. Wie steht es denn dann mit Ferrau? Ein Diener der sich erdreistet Befehle zu erteilen, der nicht mal eine freie Person ist? Gregoire hat seine Fehler, aber er ist keine schlechte Person. Laut meinem Kenntnisstand handelte er nicht so um Euch zu schaden, sondern da er Euch beide liebt und behalten wollte. M├Âchtest Du mir selbst gestehen, was Bellamys Befehl war?", hakte Max nach und man sah ihm eindeutig seine Entt├Ąuschung und Traurigkeit dar├╝ber an.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Bellamy erhielt viele Befehle, welchen meinst du? Das er Fabien ma├čregelte? Er hat ihm nichts getan, sondern ihn nur ein wenig untergetaucht daf├╝r, das er ohne R├╝ckfrage Linhard hineinlie├č, w├Ąhrend ich mit Ferrau gerade intim war. Woraufhin ich mich beschimpfen lassen musste. Zumindest nehme ich an, dass er untergetaucht wurde, ich habe es mir nicht angesehen. Bellamy sollte ihn kurz und ohne ihm Schmerzen zuzuf├╝gen ma├čregeln. Das war alles. Ich habe etliche Male auf die Lichs hingewiesen, auch mit den Hohenfeldes selbst gesprochen, aber wie gesagt, niemanden interessiert es. Was h├Ątte ich deiner Meinung nach tun sollen? Linhard f├╝hrt ├╝brigens schon wieder einen Geist mit sich. Und ja, ich f├╝hle mich ungeliebt und benachteiligt. V├Âllig unabh├Ąngig von allen materiellen Privilegien.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Hasst Du Deine Familie? Du w├╝nscht meinen Tod. Du w├╝nscht den Tod von Gregoire. Du w├╝nscht den Tod von Linhard. Bei derartigen Problemen h├Ąttest Du zu mir kommen k├Ânnen. Aber wie kannst Du zu einem Vater gehen, mit ihm ├╝ber Deine Probleme reden, wenn er selbst eines ist und sterben soll nicht wahr?", hakte Max nach.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Es war nur eine unbedachte ├äu├čerung! Daf├╝r entschuldige ich mich, Vater, bitte verzeih mir. Ich m├Âchte nicht, dass dir etwas passiert. Ich war nur w├╝tend und entt├Ąuscht. Was ich w├╝nschte, ist, dass du h├Ąrter durchgreifen w├╝rdest bei Gregoire und den Hohenfeldes. Und dass Onkel Pomy leben w├╝rde. Findest du die Strafe von Bellamy f├╝r Fabien zu hart oder warum sprichst du mich darauf an? Oder meinst du einen anderen Befehl, den ich meinem Schwertmeister gab?┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Wir werden sehen, wie Du nach Deiner Strafe denkst. Wenn Deine Wort ernst gemeint sind, werde ich Dir verzeihen. Solltest Du tats├Ąchlich meinen Tod wollen, oder den einer anderen Person, werden sich unsere Wege trennen. Selbst wenn es mir das Herz bricht, ich kann keinen M├Ârder in meiner Familie dulden. Du kannst Dich verteidigen, Du kannst bek├Ąmpfen und sogar richten wen Du willst und wo Du es f├╝r richtig erachtest Ciel. Du bist ein de Souvagne, Du kannst Recht sprechen. Nur mein Wort, das von Dreux und jenes von Greg stehen ├╝ber dem Deinen. Dieses Recht hast Du, aber ich kann nicht dulden, dass Du Deine eigene Familie t├Âtest. Ich rede vom Mordbefehl gegen├╝ber Linhard und Gregoire, Du hattest um vollumf├Ąnglichen Schutz gebeten und um einen Unfall. Parcival war so freundlich Bellamys Geist ebenfalls auszulesen. Das Fabien untergetaucht wurde, f├╝r das wie er sich benommen hat - damit muss er selbst klarkommen, er vergriff sich mehrfach im Ton und w├Ąre bei so einem Verhalten auch von mir bestraft worden. Anders, logischerweise, aber nicht minder hart. Aber diese Ank├╝ndigung bezieht sich nicht nur auf Dich. Sollte Linhard seine Gedanken und seine Art nicht ablegen, werdet Ihr gemeinsam ins Exil gehen. Es ist keine leichte Entscheidung, normalerweise stand unsere Familie stets f├╝r Zusammenhalt, gleichg├╝ltig der M├╝tter - die M├Ąnner hielten stets zusammen. Bis dato... leider. Deshalb meine Frage", gab Max zur├╝ck.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel wurde etwas kleiner auf seinem Stuhl. Er hatte gehofft, dass dieser Befehl durchrutschen w├╝rde. ┬╗Ich wollte noch dar├╝ber nachdenken┬ź, sprach er kleinlaut. ┬╗Der Befehl war noch nicht erteilt. Nein, ich hasse meine Familie nicht. Nur manchmal Teile davon. Gregoire fing an, verr├╝ckt zu spielen, seit Linhard hier ist. Er meint es gut, aber er tut ihm nicht gut. Es geht ihm immer schlechter.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"So? Das hei├čt also in der Konsequenz, Du h├Ąttest Lin oder auch Greg t├Âten lassen f├╝r was? Daf├╝r dass er sich im Ton vergreift? Oder daf├╝r dass er Ferrau auf bestialische Weise angriff? Gut, der Angriff auf diese Art ist nicht zu entschuldigen. Aber Du w├╝rdest Deinen Bruder t├Âten, da er einen Diener verletzte. Er hat Ferrau nicht get├Âtet. Und Greg ist Dein Bruder. Du stellst also Ferrau ├╝ber Greg? Falls ja, weshalb? Gregoire f├Ąngt nicht an verr├╝ckt zu spielen. Er f├Ąngt an... nein er versucht seine andere Seite ebenfalls auszuleben. Vielleicht h├Ątte er das kontrolliert tun sollen, aber was nicht ist, kann man ihm noch beibringen. Nathan hat einen Schritt in diese richtige Richtung getan. Aber deshalb verdient er nicht den Tod, sondern eine Bestrafung. Kann man Euch gemeinsam ├╝berhaupt bestrafen, oder kommt wohlm├Âglich keiner von Euch zur├╝ck, da Ihr Euch gegenseitig umbringt?", fragte Max offen.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ja, ich stelle Ferrau ├╝ber Gregoire┬ź, sagte Ciel ehrlich. ┬╗Er ist nicht nur ein Diener, er ist mein Geliebter. Er hat nie irgendetwas verbrochen, er ist absolut lieb und anst├Ąndig. Vergleiche das mal mit Gregoire, der in letzter Zeit nur, Verzeihung, Mist baut! Er wollte nicht nur ÔÇ║einen DienerÔÇ╣ umbringen, sondern meinen Ferrau. Hat er erst beim letzten Gespr├Ąch wieder best├Ątigt. Ich habe Angst um Ferrau, Papa┬ź, sagte Ciel leise. ┬╗Bevor es eskaliert, wollte ich abreisen, der Befehl war also hinf├Ąllig, da Bellamy bei mir war.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Aha Du hast Angst um Ferrau. Das ich Angst um Greg, Lin, mich selbst und auch den Rest der Familie habe ist unverst├Ąndlich?"

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Unverst├Ąndlich nicht, aber unebgr├╝ndet, da ich, wie gesagt, abreisen wollte, bevor es eskaliert, da ich merkte, dass es mir zu viel wurde. Aber auch das wurde mir untersagt.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Von wem? Du hast niemanden gefragt. Du h├Ąttest also auch in Kauf genommen, das ungeborene Kind zu t├Âten, f├╝r Ferrau? Gregoire sagt vieles in seiner Wut, genau wie Du. Ist Dir in den Sinn gekommen, dass er dies genauso nur dahin sagte wie Du? Also entweder l├╝gt Ihr beiden, wenn Ihr w├╝tend seid. Oder Ihr beide meint genau was Ihr sagt. Sprich Greg m├Âchte Deine Diener t├Âten und Du uns", hielt Max dagegen und wartete ab.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Von dir war nie die Rede! Nur von Linhard und Gregoire, dar├╝ber dachte ich nach, als ich sehr w├╝tend war. Wegen ihnen geht hier alles drunter und dr├╝ber! Von dir wurde es mir verboten, du hast gerade eben gesagt, dass du mir die Abreise untersagt h├Ąttest. Und Linhard hielt mich auf, schleuderte einen Dolch in meinen Arm und h├Ątte mich fast umgebracht.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Von mir war vorher die Rede in Wut. Dann galt Deine Wut den beiden. Gregs Wut galt Deinen Dienern und Dir, er w├Ąhlte die Worte um Dich zu verletzen, nicht um sie tats├Ąchlich zu t├Âten. Ich h├Ątte es Dir verboten ja, dass ist richtig. Aber das Verbot kam nicht zustande da Du bereits abgereist warst. Soweit ich aus sicherer Quelle von Parcival wei├č, wollte Lin Dich "nur" entwaffnen. Normalerweise w├╝rde er f├╝r diesen Angriff bereits auf dem Block landen. ABER normalerweise w├╝rde auch jeder auf dem Block landen, der den Duc ermorden m├Âchte. Wie sollen wir verbleiben? Wie stellst Du Dir eine m├Âgliche L├Âsung f├╝r unsere zerfallende Familie vor? Ich wei├č das erste Mal im Leben keine", gestand Max bek├╝mmert.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ich auch nicht, Papa┬ź, sagte Ciel. ┬╗Warum darf ich nicht nach Wolfsfels? Ich wollte dort den Ausbau beaufsichtigen.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Gut, dass hei├čt also Du bist nicht zu einer friedlichen L├Âsung bereit. Korrekt?", fragte Max sichtlich entt├Ąuscht.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Das habe ich doch gar nicht gesagt! Das legst du mir gerade in den Mund!┬ź, st├Âhnte Ciel. ┬╗Glaubst du, ich will Neu-Souvagne abspalten?┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Aber nein, dass denke ich doch gar nicht. Souvagne spalten? Wieso? Ich tot, Greg tot, Dreux tot, Lin tot, Du lebst als einziger m├Ąnnlicher Nachfahre - wieso solltest Du Souvagne spalten?"

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Papa┬ź, rief Ciel aufgebracht. ┬╗H├Ârst du mir ├╝berhaupt zu? Dir und Dreaux wollte ich nie etwas antun, nicht einmal im gr├Â├čten Zorn! Ich habe nur im Hinblick auf Greg und Lin dar├╝ber nachgedacht.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Gut - hingenommen. Also wie ist Euer Vers├Âhnungsstand wirklich? Heuchelei oder Fakt?", fragte Max. "Ich hatte vor Euch zusammenzubringen, nicht Euch zu t├Âten. Daf├╝r solltet Ihr nicht nach Neufville reisen".

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Unser Vers├Âhnungsstand? Mit Linhard - Waffenstillstand mit Tendenz zur positiven Ann├Ąherung. Mit Gregoire - schwebend. Ich habe mit ihm noch nicht gesprochen. Mit Olivie - gegenseitiges Ignorieren auf vollkommener Ebene.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Gut dann machen wir das folgenderma├čen. Du wolltest doch M├Ânch werden richtig? Was genau w├╝rdest Du Dir w├╝nschen, wenn Du alles d├╝rftest? Was genau?", hakte Max nach.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Vor einem Vierteljahr noch w├Ąre die Antwort sehr einfach gewesen. Ich h├Ątte gew├╝nscht, mich zu entmannen und fortan ganz dem Studium der Bluthexerei und dem Dienst an Ainuwar widmen zu d├╝rfen, fernab von allem Unbill, vor allem fernab vom Krieg. Dies w├Ąre mein Wunsch gewesen, w├Ąre mir der Luxus von Egoismus gestattet. Heute ist das nicht mehr so einfach. Ich habe Ferrau. Die Hohenfeldes besetzen einen wichtigen Posten nach dem anderen. Sie ├╝bernehmen die Regierung und dann haben wir hier das, was sie in Naridien im Kleinen vollbrachten, bald im Gro├čen. Das kann und werde ich nicht hinnehmen. Und darum kreuzte ich mit Linhard die Klingen.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Ach dann war es doch gar nicht so schlecht, dass ich Dich daran gehindert habe Dir den Schwanz abzuschneiden? Schau einer an. Gut ich verstehe Deine Bedenken und teile sie. Aber das sagt nicht was Dein Wunsch ist. F├╝hle Dich frei von jeder Pflicht. Du kannst mir auch sagen, dass Du w├╝nscht nach Alkena umzuziehen und dort als Bettelm├Ânch zu leben", erkl├Ąrte Max.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ich wei├č es nicht mehr, Papa. Ich wei├č gar nichts mehr. Mein Mentor war Alexandre, aber der ist todkrank. Er fehlt mir. Mit Gregoire habe ich mich ├╝berworfen, der mir sonst mit gutem Rat zur Seite stand. Ferrau ist s├╝├č, aber ihm fehlt der Weitblick und er ist manchmal ein kleiner Egoist, was ihm geg├Ânnt sei nach allem, was er durchmachen musste. Ich habe jedenfalls inzwischen keinen Berater mehr au├čer Bellamy, das war einer der Gr├╝nde, warum ich ihn gern als Schwertmeister wollte. Er ist schlauer, als es den Anschein macht. Seine grobe Sprechweise verbirgt, was f├╝r einen scharfen Verstand er hat. Ich werde ihn fragen, mich beraten und dir dann antworten, in Ordnung, Papa?┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Nein, denn wie oft wollen wir das Unkl├Ąrbare noch kl├Ąren oder herausschieben? Du hast alle Berater verloren, da Du voller Sturheit und Stolz jeden von Dir st├Â├čt. Jemand begeht den gleichen Fehler wie Du und soll daf├╝r sterben. Er laberte - mit Verlaub - Schei├če. Dir soll ich verzeihen, wenn Du vor Wut solche Dinge sagst. Du verzeihst nichts und m├Âchtest daf├╝r Deinen Bruder t├Âten. Wie w├╝rdest Du Dich an meiner Stelle bestrafen? Und die Frage ist noch nicht beantwortet, ob man Euch ├╝berhaupt noch zusammen wegschicken kann. Ich hatte gehofft Eure Vers├Âhnung w├Ąre ernst gemeint. Deine mit Linhard, wie Deine mit Gregoire. Das es nur eine aufgeschobene Hinrichtung war, entt├Ąuscht mich. Ja es tut weh, ich gebe es zu. Nat├╝rlich kann ich nicht verlangen, dass Du Deine Geschwister magst oder liebst, aber hoffen darf man es. Tja vielleicht ist genau nun das geschehen, was Linhard f├╝r sich bef├╝rchtet hatte. Er hatte Angst, dass seine Familie zerbricht und hoffte auf Vers├Âhnung. Aber nun zerbricht unsere, da sich niemand vers├Âhnen m├Âchte. Weder Du und die anderen vermutlich auch nicht", sagte Max ergeben.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Papa, ich M├ľCHTE mich vers├Âhnen┬ź, sagte Ciel nun verzweifelt. ┬╗Aber ich habe das Gef├╝hl, dass mich dann ├╝berhaupt niemand mehr f├╝r voll nimmt. Ich habe gerade den Eindruck, dass ich s├Ąmtlichen Respekt verliere. Vielleicht zu recht, ich habe mich zu lange gehen lassen, n├Ąmlich seit der Hochzeit. Darum m├Âchte ich mir den Respekt von dir und allen anderen neu erarbeiten. Und das werde ich.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Womit denn mit Mord?", fragte Max.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Mit dem Ausbau von Wolfsfels┬ź, erkl├Ąrte Ciel. ┬╗Und der Schlie├čung des Walls im S├╝den.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Und wenn Du versagst oder bewusst, absichtlich versagst?", fragte Max um Ciel zu testen.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ich werde nicht versagen┬ź, antwortete Ciel. "Und schon gar nicht absichtlich. Worauf zielt die Frage?"

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Darauf mit dem Feind zu paktieren um unseren Untergang einzuleiten nat├╝rlich, worauf sonst? Damit w├Ąren wir schlie├člich alle dem Tode geweiht, einschlie├člich der Hohenfelde. Deshalb meine Frage. Nun ich bin nicht besser als Du im Moment, sondern gelinde gesagt stinksauer und ma├člos entt├Ąuscht von Dir. Was sage ich, von Euch allen. Darum meine Spitzfindigkeiten. Du m├Âchtest Dich als von der Familie r├Ąumlich und pers├Ânlich distanzieren, korrekt?", fragte Max.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Nur r├Ąumlich, um einen klaren Kopf zu bekommen und mich um mein Lehen zu k├╝mmern. Papa, du bist wirklich gerade nicht besser als ich oder Linhard, wirklich.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Richtig, das habe ich zugegeben, aber ich werde Euch Dreie nicht hinrichten lassen. Nur Bellamy, von daher d├╝rfte dass kein Problem sein mit meinem Schmollen klarzukommen. Eine andere M├Âglichkeit w├Ąre eine Bereinigung. Entweder wie Du schon andeutetest, eine Teilung des Landes, oder dass gewisse Personen des Landes verwiesen werden. Dahingehend bereits nachgedacht?", fragte Max.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Nicht Bellamy┬ź, rief Ciel. ┬╗Er ist mein einziger verbliebener Berater und er hat mich zur M├Ą├čigung ermahnt!┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Er w├Ąre die ausf├╝hrende Hand gewesen Ciel. Du hast ihm den Auftrag gegeben, er h├Ątte Greg get├Âtet und besonders schlimm, er h├Ątte das Ungeborene get├Âtet. Mag man von Greg halten was man m├Âchte, mag man ihn verachten so wie Du f├╝r das was er ist und wie er sich gibt, aber das Ungeborene kann nichts f├╝r die ├äu├čerungen und Taten seiner Mutter oder?"

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Das ist richtig, Papa. Ich habe keinen anderen Ausweg gesehen in diesem Moment. Aber es kam nie zu diesem Befehl! Bellamy hat nichts getan und er h├Ątte nur auf meinen Befehl hin gehandelt, er wollte das nicht, er riet mir davon ab! Bitte, Papa, nimm mir nicht auch noch meinen Schwertmeister.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Ich verstehe. Und wenn Du wieder mal keinen Ausweg wei├čt, aber jemand anderes den Befehl erteilst, der weit weniger hinterfragt als Bellamy? Dann w├Ąren das Ungeborene, Greg und Linhard tot. M├Âglicherweise auch noch Olivie oder wen immer Deine Wut trifft?", fragte Max kopfsch├╝ttelnd.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ich wei├č, dass es ein Fehler war. Darum bin ich ja auch gegangen, bevor es eskalieren konnte! Es war alles sehr viel in letzter Zeit ... das mit Olivie hat mich mehr belastet, als ich nach au├čen trage. Und von Verrill will ich lieber gar nicht erst reden┬ź, st├Âhnte Ciel. ┬╗Wie sagt man? Nur, wer sich selbst beherrschen kann, kann auch ├╝ber andere herrschen. Das muss ich erneut erlernen und mich selbst wieder finden.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Gut, dass ist ein guter Ansatz. Dann werden die St├Ârenfriede Souvagne verlassen. Bist Du damit einverstanden? Oder hast Du einen Gegenvorschlag. Ansonsten setzen wir das unverz├╝glich zur Friedenswahrung um", sagte Max.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Die St├Ârenfriede? Ich, Greg und Lin?┬ź, fragte Ciel zur├╝ck.

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Richtig", best├Ątigte Max.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Und wer k├╝mmert sich um die Folgen des Krieges in Neu-Souvagne? Wohin willst du uns schicken und wie lange? F├╝r immer?┬ź Ciel wurde nun doch langsam mulmig.

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Richtig, Ihr w├╝rdet ins Exil geschickt, des Landes verwiesen, s├Ąmtlicher ├ämter und Titel enthoben. Ihr w├Ąrt frei. Frei zu tun und zu lassen was Ihr wollt. Du k├Ânntest ins Kloster gehen, dem weltlichen entsagen, oder mit Ferrau eine Fischerh├╝tte in Naridien beziehen. Greg und Linhard k├Ânnten nach Evalon, oder sonst wohin ziehen. Ihr w├Ąrt das, was Ihr sein wolltet. So wie Ihr Euch verhalten habt. Ihr habt alles mit F├╝├čen getreten, was Euren Stand ausmacht. Folglich wollt Ihr diesen doch gar nicht. Warum sollte Dreux daf├╝r bestraft werden, oder Deine Mutter? Tja Dein Bruder und ich haben dann nur mehr Arbeit. Gemeinsam statt Einsam geht es immer besser. Aber ich bat Dich vorhin von Dir aus zu erz├Ąhlen. Dir musste man alles aus der Nase ziehen. Interesse? Fehlanzeige. Nur als es um Ferrau und Bellamy ging wurdest Du wach. Du darfst sie behalten", sagte Max gro├čz├╝gig.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel musste sehr um seine Fassung ringen. ┬╗Bitte gib uns die Chance, es wieder gut zu machen. Wir sind Souvagner, zumindest Gregoire und ich. Wir geh├Âren nicht in die Fremde. Was soll ich tun, um dir zu beweisen, dass ich es weiterhin wert bin, dein Sohn zu sein?┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Ciel Ferrau war Dir doch wichtiger. Mir blutet zwar das Herz, aber ich denke nur so kommen wir alle damit zurecht ohne einander etwas anzutun. Denn das w├Ąre wesentlich schlimmer als jede Verbannung. Weshalb Du Deinen Bruder derma├čen hasst, wei├č ich nicht. Ich ging von etwas anderem aus. Und das Ungeborene darf nicht unbeachtet bleiben. Eure Chance wird sein, friedfertig zu dritt zu gehen. Das Ungeborene wird nach der Geburt zur├╝ckkehren d├╝rfen, und vollumf├Ąnglich anerkannt als Familienmitglied. Du wirst Deine Diener, die Dir wichtiger sind als Deine Familie, Deine Eltern, Dein Land oder sonst etwas behalten d├╝rfen. Das ist es doch was Du willst oder?", fragte Max.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Papa, meine Diener sind ein Teil meiner Familie. Der Teil, der mir nicht davonlaufen kann. Der immer bei mir ist. Ich habe zu ihnen einen sehr engen Bezug. Und jetzt tu nicht so, als sei dir das fremd! Fabien ist dir auch wichtiger als manch Verwandter, m├Âchte ich behaupten. Und Ferrau ist f├╝r mich mehr als nur ein Diener, er ist mein Geliebter. Er ist das, was Minette f├╝r dich ist, nur, dass wir nicht verheiratet sind. Was w├╝rdest du tun, w├╝rde Gregoire Minette mit einem gl├╝henden Sch├╝rhaken angreifen?┬ź, fragte Ciel hilflos. ┬╗Papa, warum bist du so w├╝tend? Ich bem├╝he mich doch, meinen Fehler wieder geradezubiegen!┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Warum? Weil ich stets verzweifelt bem├╝ht bin alles zusammenzuhalten, damit es allen gut geht. Greift uns von au├čen kein Spinner an, der meint uns ermorden zu m├╝ssen nur weil wir keinen Krieg mitspielen wollen und allergisch darauf sind, grundlos zu sterben, geht es in der Familie los. Und Fabien? Er ist mein Vertrauter, sicher bedeutet er mir mehr als manches Familienmitglied. Mehr als meine erste Frau. Wei├čt Du was Leon mir bedeutete? Er war alles in einer Welt die ich regierte, aber von der nicht die geringste Ahnung hatte. Nicht wirklich, nur theoretisch. Was ich getan h├Ątte? Was ich mit Gregoire getan h├Ątte? Er h├Ątte die Tracht Pr├╝gel seines Lebens kassiert, DASS h├Ątte ich getan", blaffte Max Ciel an. Maximilien blinzelte erstaunt, setzte sich wieder richtig hin und strich sich die Haare glatt. "Ich wollte Dich nicht anschreien oder die Beherrschung verlieren - verzeih", bat er leise.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel sa├č da, den R├╝cken gegen die Stuhllehne gepresst und musste sich kurz sammeln. Er hatte seinen Vater noch nie so w├╝tend gesehen. ┬╗Siehst du┬ź, sagte er leise. ┬╗F├╝r dich hei├čen sie Leon und Fabien. Meine hei├čen eben anders. Ich glaub ... wir sind uns doch nicht so un├Ąhnlich. Papa, ich wollte nicht ausziehen. Ich wollte in Wolfsfels endlich die Akademie errichten lassen, die Flamme des Wissens und zwar in Rekordzeit. Sie sollte viel sch├Âner, viel gr├Â├čer und viel besser sein als das, was wir zuerst geplant hatten. Ich wollte dir damit zeigen, was ich wert bin, auch wenn ich lange nur der Bastard war, und dass ich noch immer gute Dinge vollbringen kann trotz meiner menschlichen Schw├Ąchen. Nach dem Wall w├Ąre es das erste Mal ein ziviles Bauprojekt, das unter meiner Schirmherrschaft entsteht.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Ja... wir sind eben Vater und Sohn, das k├Ânnen wir nicht verleugnen", sagte Max und lie├č das von Ciel gesagte auf sich wirken. Er konnte nichts dagegen tun, da er von seinen Gef├╝hlen ├╝bermannt wurde und so tat Max etwas, dass er seit 33 Jahren nicht mehr getan hatte - er weinte. Aber wie jeder Mensch seines Standes, weinte lautlos. Er ben├Âtigte eine Weile ehe er sich gefangen hatte.
"Wir streiten stets aneinander vorbei. Vielleicht sollten wir das Streiten lassen. Zumindest das Streiten gegeneinander, f├╝reinander ist es eine Tugend. Die Akademie ausbauen um mir zu zeigen was Du wert bist? Deinen Wert kannst Du mir ganz anders zeigen, dazu ben├Âtigst Du nur drei Worte. Und die musst Du nicht einmal aussprechen. Du musst sie nur leben.
Dennoch freut mich die Geste und die ├ťberlegung die dahinter steckt. Sie zeigt, dass wir die gleichen Werte teilen. Wissen vor Krieg. Aber wir m├╝ssen auf dieser Welt alles einmauern, denn jedes noch so m├Ąchtige Wissen, kann mit einer einfachen Keulen oder einem Stein zerst├Ârt werden. Das ist eine traurige Tatsache. Und vor unseren Mauern gibt es genug Keulentr├Ąger, die genau das beabsichtigen. Im Neid der Besitzlosen, dass zu zerst├Âren, was sie niemals erreichen werden. Zudem, Du wirst niemals gl├╝cklich werden Ciel, wenn Du an den Dingen festh├Ąltst, die Dich ungl├╝cklich machen. Dazu geh├Ârt Deine Sichtweise was angeblich Schw├Ąche ist. Gef├╝hle sind keine Schw├Ąche", erkl├Ąrte Max seinem Sohn und hielt seine Arme auf.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel stand sofort auf und umarmte seinen Papa. Und er sprach die Worte aus. ┬╗Ich liebe dich, Papa┬ź, sagte er und kuschelte sich an Maximilien. Er dr├╝ckte ihn lange und fest. Erst, als sein Vater ihn von sich aus wieder freigab, setzte Ciel sich zur├╝ck auf seinen Stuhl - nicht, bevor er ihn n├Ąher herangezogen hatte. ┬╗Tut mir leid, dass du wegen mir solchen ├ärger und solche Sorgen hattest. Die Mauer h├Ątte ich auch geschlossen und parallel die Arbeiten an der Akademie begonnen. Doch, Gef├╝hle sind eine Schw├Ąche. Du siehst ja, was sie anrichten. Ich kann damit nicht gut umgehen. Aber ich lasse mir von Leuten helfen, die mich beraten k├Ânnen. Nur, dass da eben nicht mehr viele geblieben sind, darum ist es eskaliert. Papa, ich bin so traurig wegen Olivie und dass das Kind in Verrills Leib nicht von mir ist. Ich bin der einzige Depp, der zwei Frauen hat, mehr oder weniger, aber beide Kinder sind von einem anderen. Aber das darf mich nicht so w├╝tend machen, dass ich solchen Unfug tue. Ich h├Ątte dir sagen sollen, wohin ich reise und warum. Aber ich wollte dich ├╝berraschen. Du hast das Falsche geglaubt und Linhard auch, darum ist es eskaliert. Das passiert jedes Mal, wenn ich jemanden ├╝berraschen will ... ┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Vielleicht solltest Du einem dann einfach die ├ťberraschung verderben und sie uns mitteilen? Greg hat Dir die Antwort schon gegeben. Dieses Kind, aber was ist mit dem n├Ąchsten? Hast Du dar├╝ber nachgedacht? Hast Du Dir ├╝berhaupt angeh├Ârt was Verrill Dir da sagte? Du hast mehr Berater als Du glaubst, einschlie├člich dem Naridier Linhard. Er hasst Dich nicht, niemand tut das. Vielleicht solltest Du aus Linhard einen Souvagner formen, ehe er aus Verrill einen Naridier macht hm?", grinste Max. "Ich liebe Dich ebenso und Du warst und bleibst immer mein Sohn. Selbst wenn ich manchmal hart, ungerecht oder unfair erscheinen mag. Selbst dann tue ich es f├╝r meine Kinder, nie gegen Euch. Versteht Ihr das nicht?", fragte er liebevoll.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ich gebe mir M├╝he, es zu verstehen, aber ich bin selbst kein Vater und vermutlich werde ich auch keiner. Selbst wenn Verrill es mir anbieten sollte, werde ich ablehnen, da ich Linhard mein Wort gab, dass es ein einmaliger Fehltritt bleibt. Und ich werde mir keine Frau mehr suchen, ich kann sie nicht halten. Ich bin ihnen zu langweilig und nicht hei├čbl├╝tig genug. Daf├╝r braucht es einen Remy oder einen Linhard. Dreaux ist auch eher ruhig und er hat ebenfalls noch keine Frau. Ich werde mich einfach an dem Leben mit Ferrau erfreuen, mein Gl├╝ck nur im Kleinen suchen. Und mich auf die Familienmitglieder konzentrieren, die ich habe. Mit Verrill werde ich noch reden. Ich hoffe ... wir werden uns einig. Aber Linhard ist diesmal dabei, als Sperre. Sonst wickelt sie mich wieder um den Finger.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Du bist so dumm wie Du stur bist! Verrill w├╝nscht sich ein Kind von Linhard und Dir, geht das nicht in Deinen Sch├Ądel? Sie liebt Euch beide und sie m├Âchte jeweils ein Kind von ihm und von Dir. DAS ist ihr Grund. Und sie w├╝rde Euch beide behalten, wenn sie k├Ânnte. Was sie theoretisch k├Ânnte. Es ging nicht um den Fehltritt, sondern ihn zu fragen. Wenn Greg Magdalena heiratet was geschieht? Das gleiche nur mit Erlaubnis Ciel! Lass Dich einfach mal im Positiven um den Finger wickeln. Das Du Linhard dabeihaben m├Âchtest, finde ich vern├╝nftig. Vertragt Euch doch einfach und h├Ąngt den Streit bitte einfach an den Nagel. Redet und wenn ihr Tagelang reden m├╝sst. Meinetwegen bei einer Pyjamaparty und Spieleabend, wohlgemerkt Brettspiele. Geht das nicht?", fragte Max.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Das hat Verrill, also Greg, mir und Ferrau sogar angeboten┬ź, r├Ąumte Ciel kleinlaut ein. Er musste das erste Mal seit Beginn des Streits wieder l├Ącheln. ┬╗Ich glaube, das ist besser, als wenn wir stocksteif auf St├╝hlen gegen├╝bersitzen. Wobei Greg und ich meist nebeneinander sitzen. Aber Ferrau darf sie nicht um den Finger wickeln, schlimm genug, dass ich Olivie teilen muss. Ich werde nach Abschluss der Verhandlungen vorschlagen, den gemeinsamen Spieleabend durchzuf├╝hren. Und wegen dem Kind ... das ist gerade etwas viel f├╝r mich ... ich hatte das nicht verstanden, diese Andeutung. Sch├Ân w├Ąre es ja, aber diesmal frage ich Linhard pers├Ânlich.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Frage doch einfach beide Ciel und wie sich Greg das gedacht hat. Vielleicht war es, wie Linhard so treffend formulierte ein reinigendes Gewitter f├╝r uns alle? Und nach dem Spieleabend sollten wir vielleicht einmal einen gemeinsamen f├╝r uns alle planen. Indem wir zusammen Spa├č haben und auch die Personen dabei sind, die uns was bedeuten. Fabien hat sich bei Dir zu entschuldigen und Du hast ihm auch etwas zu sagen. Ebenso verh├Ąlt es sich mit Dreux und Greg bez├╝glich Ferrau. Frieden und Respekt, wenn man zusammengeh├Ârt, dass muss m├Âglich sein. Und wie Greg zu Dir steht, wei├čt Du doch, leugne es nicht, Du siehst sie ebenso. Ferrau und Greg haben kein Interesse aneinander, sie haben ein gemeinsames an Dir. Das hast Du doch an dem Kuchen gesehen. Oder hast Du das auch nicht begriffen? Das war ein Aufeinanderzugehen von beiden. Wenn auch Ferrau den ersten Schritt gemacht hat, dass muss man ihm lassen. Also wie verbleiben wir? Ihr macht den Abend, ihr vers├Âhnt Euch? Aber was ist mit Eurer Strafe im Kloster?", hakte Max schmunzelnd nach.

Ciel Felicien de Souvagne
"Die Strafe treten wir trotzdem an", sprach Ciel fest. "Wir haben sie uns redlich verdient. Vorher organisieren wir aber unsere Vertretung. Ich werde mich entschuldigen gehen bei allen, denen ich wehgetan habe. Eigentlich wollten wir das Selbe - Liebe und Frieden. Das h├Ârt sich so ├╝bertrieben an. Aber ich glaube, genau darum ging es. Also sollten wir genau damit beginnen und nicht mit dem Gegenteil. Souvagne und die Hohe Mark wuchsen zusammen und wir schaffen das auch. Doch, ich wei├č, dass Greg mich liebt. Ich liebe sie und ihn ja auch."

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Wei├čt Du was traurig und auch irgendwie ironisch zugleich ist? Ihr schlagt Euch da drau├čen die Sch├Ądel ein. Eigentlich wollte Lin sich bei Dir entschuldigen wenn Du aussteigst und Dich in den Arm nehmen. Dass war sein Plan. Wusstest Du das? Ja dann tretet die Strafe als drei Freunde an und seht zu, dass Ihr sozusagen einen Monat Klosterdienst leistet. Kl├Ąrt dort Eure Gedanken und findet zueinander. Siehst Du, es klingt nicht ├╝bertrieben, es klingt perfekt. Und Perfektionismus darf man in der Liebe anstreben, im Frieden eh. Du wirst Dich dort bem├╝hen und ich werde mich um die Pufferzone bem├╝hen. Abgemacht?", fragte Max.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel nickte. "Abgemacht." Dann guckte er erstaunt. "Lin wollte mich in den Arm nehmen? Er hat sein Huhn den Schnabel durchs Kutschendach rammen lassen, um mich anzuhalten und mir einen Dolch durch den Arm geworfen - weil er mich umarmen wollte?" Ciel st├Âhnte gequ├Ąlt. Dann musste er lachen.

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Ja, so verr├╝ckt, paradox und irrsinnig es klingt Ciel - Ja. Genau dass wollte er, sich endlich mit Dir auss├Âhnen, da er Zuhause in dem eisigen Keller seines Herrenhauses all seine toten Verwandten sah, konserviert f├╝r die Ewigkeit. Und die beiden kleinen Babys. Das Baby seines Vaters und das von Brandurs Bruder. Angefressen, halb aufgefressen um sie vor ihrem Tod noch zu q├Ąulen und zu dem├╝tigen. Der T├Ąter war kein geringerer als der Vater von Derya. Ich habe ├╝berlegt, ob wir eine Ausnahme machen und ihn auch f├╝r die Taten in Naridien hier anklagen. Du k├Ânntest mit Linhard nach Naridien reisen und sie Dir anschauen zur Beweisf├╝hrung. Und diesmal w├Ąre die Reise, samt Ausf├╝hrung Drachenhuhn erlaubt. So kleinlich einen Rundflug zu verbieten bin ich nicht, aber ich war stinksauer auf Euch. Die Kutschte und der Rest geschenkt, Ihr h├Ąttet Euch umbringen k├Ânnen", st├Âhnte Max.

Ciel Felicien de Souvagne
"Das hatte er nicht erz├Ąhlt", rief Ciel entsetzt. "Das hei├čt, doch. Indirekt. So, dass ich nicht verstand, was er meinte. Und dieser Mann war sein Schwertmeister und spazierte hier herum? Ich fasse es nicht! Das ist der Vater der Frau, die Alexandre verst├╝mmelt hat! Wer wei├č, was hier noch alles geschieht. Papa, ich bin f├╝r deinen Vorschlag. Archibald soll zur Rechenschaft gezogen werden. Ich werde mit Linhard fliegen, wenn du es erlaubst."

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Hole die Babys her. Er t├Âtete sie. Sie sind auf unserem Boden. Seine Mordopfer hier, ergo - Block. Vielleicht das Recht ein bisschen gebeugt, aber ich darf das. Ich darf es sogar komplett au├čer Kraft setzen. Aber das m├Âchte ich nicht. Ich m├Âchte dass jeder die Babys sieht und was mit solchen Kreaturen geschieht. Vor ihm wird seine Tochter gerichtet. Er soll sie gehen sehen, so wie die anderen ihre Kinder gehen sehen mussten. Linhards Erinnerungen an die Erz├Ąhlungen des Geistes waren sehr lebendig. Und die des Geistes waren grauenvoll, krank, pervers. Der Mann starb, wurde von diesem Schwertmeister aufgeschlitzt und w├Ąhrend er verblutete, sah er zu wie dieses Monstrum zuerst das Kind seines Bruder t├Âtete und dann sein eigenes. Das w├Ąre so als w├╝rde jemand Gregs Kind... ich... nein ich spreche das nicht aus", sagte Max blass.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciels Gesicht verzog sich. Er griff die H├Ąnde seines Vaters. ┬╗Die Kinder werden hier ihre letzte Ruhe finden. Sie starben auf grausame und unmenschliche Art und Weise, doch sie werden hier im Tode Gerechtigkeit und Frieden erfahren. Im Scho├če von Souvagne, in der Umarmung der Mauer. So etwas darf nie wieder vorkommen. Archibald wird gerichtet. Ich werde den Anfang machen und Linhard und Davard werden mir helfen. Bellamy auch. Und den Schluss erledigt Domi.┬ź Ciel stand auf, dr├╝ckte seinen Vater und k├╝sste ihn auf die Wange. ┬╗Ich bin froh, dass wir uns wieder vers├Âhnt haben. Ich werde die Vers├Âhnung fortsetzen und mit Linhard und Verrill sprechen. Und anschlie├čend widmen wir uns Archibald, der Linhards Familie heimsuchte. Bis sp├Ąter.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Ich bin dar├╝ber auch sehr froh und ich bin stolz auf Dich Ciel, dass sollst Du wissen. Er wird bezahlen, wie vorher noch niemand hier bezahlen m├╝sste. Pfahl und Sonnenlicht, w├Ąre eine Erl├Âsung. Hier werden sie in Frieden ruhen, in unserer Gruft. Als kleine Wiedergutmachung nach so langer Zeit. Bis sp├Ąter", sagte Max freundlich.
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"Der Edle verlangt alles von sich selbst. Der Primitive stellt nur Forderungen an andere."
"Eine Entscheidung f├╝r etwas ist auch immer eine Entscheidung gegen vieles andere."

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Re: Seelenfarben

#7

Beitrag von Linhard von Hohenfelde » Do 12. Jul 2018, 16:59

Kloster & Siegel

W├Ąhrend Gregoire sich schon auf die Strafe im Kloster freute, plante Ciel Ferrau mitzunehmen, da er seinen Leibdiener schmerzlich vermissen w├╝rde. Nicht nur dass der gute Ferrau sein Diener war, nein Ciel liebte ihn von ganzem Herzen.

Damit Ferrau Ciel begleiten konnte, beschloss der Prince, Ferrau anzuschw├Ąrzen, damit er ebenfalls mit zur Strafarbeit ins Kloster geschickt w├╝rde.

***

Ciel
Ferrau hat genau so mitgemacht *ggg*
*pfeif*

Greg
ja eben. ein klein wenig nur, aber er k├Ânnte mit, er muss da eben ackern g

Ciel
Okay, da werde ich entgegen meiner sonstigen Natur mal Ferrau verpetzen gehen *gg*

Greg
Du kannst Papa einfach bitten g

Ciel
ausgerechnet der vergeistigte M├Âchtegern-M├Ânch schleppt als einziger seinen Leibdiener mit ins Kloster

Greg
Greg gut dann m├Âchte ich Melville mitnehmen

Lin
:erstaunt:

Ciel
xD

Lin
K├Ânnte ich bitte Dunwin mitnehmen?

Ciel
OMG xD

Lin
ich warne Euch, wir werden f├╝r immer dort hocken g

Greg
*g├Ąhn* und? ist doch eh alles Eure Schuld, weil Ihr Euch nicht vertragen k├Ânnt. Du und CIEL!

Lin:
:grosserstaunt:

Ciel
:-D

Greg:
habe ich wen mit dem Messer gestochen? niemals. Habe ich eine Kutsche ruiniert? Nein. Habe ich ein Drachenhuhn eine Kutsche zerlegen lassen? Auch nicht. Habe ich meinen Diener schutzlos in einer fahrerlosen Kutsche zur├╝ckgelassen? Auch nicht. Habe ich meinen Schwager mit der Kutsche ├╝ber den Haufen fahren wollen? Nicht das ich w├╝sste. Also wieso werde ich bestraft? Echt. Wegen Euch beiden, nur wegen Euch. Ihr seid alles Schuld. Alles!

Lin
sage mal... :sauer:


Ciel
Tja, July hatte das ja erkl├Ąrt mit den unterschiedlichen Wahrheiten *g*

Greg
Und w├Ąhrend Ihr auf der Stra├če Wilder Mann gespielt habt oder wer hat die dicksten Eier, war ich in der Bibliothek und habe gelesen. Wer wird mitbestraft? Ich. Wieso? Keine Ahnung. Wieso nicht Dreux?
richtig die Wahrnehmung macht es gg

Lin
Weil es nicht um die Stra├čensache ging, sondern um die Diener. Streicheln mit gl├╝henden Sch├╝rhaken ist verboten. Darum

Greg
jaja das ist verj├Ąhrt, ness Dich mal nicht ein. Du willst nur dass ich Deine Schei├če ausbade

Lin
Papa! :(

Brand:
Ja, mein Sohn? *t├Ątschel*

Lin
*Brandur zur Seite zieh*
Papa er gehorcht schon wieder nicht, ist bockig und verbohrt und behauptet ich w├Ąre alles schuld

Greg
DAS behaupte ich gar nicht! DAS ist so sfg

Lin
:sauer:

Brand
Tja, vor einigen Jahren w├Ąre die Antwort einfach gewesen, such dir eine Geliebte *g*

Lin
:D ich bin dann mal kurz im Dorf :D

Greg
nur zu, in der Zeit wo Du noch guckst, habe ich zehn pro Finger Baby


Brandur
NICHT im Bordell!

Lin
PAPA *kreisch

Brandur
Ja, mein Sohn?

Lin
hast Du geh├Ârt was er gesagt hat? Gib mir mal einen Rat der funktioniert gg

Brandur
Also so einen Fall hatte ich auch noch nicht. *gr├╝bel* Was ist mit deiner Puppe? Funktioniert die nicht oder warum machst du dir solche Gedanken?

Lin
:D

Greg
was f├╝r eine Puppe?

Lin
Geht Dich nichts an, meine Puppe eben. Spielzeug f├╝r M├Ąnner

Greg
ahhhhhhh

Lin
Wir k├Ânnten sie gemeinsam benutzen :D

Greg
gemeinsam mit wem alles? gg

Lin
:sauer:

Greg
Lin, Schatz, wenn Du st├Ąndig derma├čen die Mimik wechselst, bekommst Du noch Muskeln im Gesicht lol, lass das

Brandur
Na ja, sie hat zwei ├ľffnungen, das ginge schon.

Lin
das ist meine pers├Ânliche Puppe, die teile ich nicht.
also es ginge doch

Greg
kann ich sie mal sehen?

Lin
wei├č nicht

Brandur
Sch├Ąmst du dich f├╝r sie? :-(

Lin
Papa wusstest Du dass Archibald Deine Puppe pr├Ąparieren wollte?
Nein Greg soll sie nicht zerst├Âren

Greg
*Lin umarm* man das war Spa├č. Zeig mir die Puppe :) :D

Brandur
Was, wieso? Ist er etwa auf den Geschmack gekommen?

Lin
Er wollte sie mit Sprengstoff f├╝llen und wenn Du ihn reingesteckt h├Ąttest, w├Ąre sie in die Luft geflogen. Das hat Opa erz├Ąhlt

Greg
LOL :lol: :lol:

Lin
:sauer:

Greg
Verzeihung, aber die Vorstellung ist sowas von B├Âse. Wers war Archibald?

Brandur
Prima, und so jemanden beh├Ąltst du dir als Schwertmeister, jemanden, der deinen Vater sprengen will!

Lin
:ugly:

Greg
Ganz ruhig, er hat es ja nicht getan. Und h├Ątte er, w├Ąre er zum Tode verurteilt worden.

Brandur
*├Ąchz* Das h├Ątte mir dann auch nichts mehr gen├╝tzt.

Greg
Aber stell Dir nur den H├Âhepunkt vor...

Lin
:verwirrt:

Brandur
Von dem ich nichts mehr gehabt h├Ątte, weil mir vorher alles abgerissen wird!

Greg
Hier passiert Dir sowas nicht. Hoffe ich jedenfalls. Darf ich nun die Puppen sehen? Sind das solche wie man sagt, dass sie Naridier benutzen ja? *neugierig guck*

Lin
was sagt man eigentlich alles noch hier ├╝ber Nardier? Au├čer das wir stinken, einen grauenvollen Kleidergeschmack haben und uns nicht zu benehmen wissen?

Brandur
Sie ist in dem gro├čen Koffer.

Greg
Dann gehen wir hin. Wenn mir die Puppe gef├Ąllt, bekomme ich auch eine?

Lin
NEIN!

Brandur
Warum nicht? *schmoll* Gef├Ąllt sie dir so wenig?

Lin
er soll doch mich m├Âgen Paps

Brandur
Du liebst ihn doch auch trotz der Puppe, oder nicht?

Greg
Spielzeug ist legitim und darf man zusammen benutzen, zudem mag ich Dich nicht nur, ich liebe Dich, dass wei├čt Du doch. Falls nicht, naja dann... ja woher solltest Du das wissen, wie ich mich manchmal benehme? Ich liebe Dich Lin

Lin
ja sicher tue ich das Paps *Greg k├╝ss* Du bist manchmal sagen wir schwer ertr├Ąglich und der Grund f├╝r so manchen Streit. Du tritts die Lawine los und wir gehen unter

Brandur
*leise r├Ąusper*

Lin
*r├╝berbeug* ja?

Brandur
Magdalena war manchmal ebenso unp├Ąsslich, wenn ich mich ihr zu wenig und meiner Geliebten und der Puppe zu viel gewidmet habe. Man sagt wohl in Jugendkreisen dazu, dass sie, ich zitiere das unsch├Âne Wort, unterv├Âgelt war.

Lin
verstehe ich muss ├Âfter meiner Pflicht nachkommen. Guter Tipp. Vielleicht sollten wir doch an einer weiteren L├Âsung arbeiten. Ich bem├╝he mich echt und wir tun es f├╝r meine Verh├Ąltnisse oft. Aber ich wei├č nicht wieviel Hunger er hat oder wieviel er braucht um satt und gl├╝cklich zu sein *fl├╝ster*

Greg
:misstrauisch:

Brandur
Wie oft habt ihr Verkehr? *fl├╝ster*

Lin
meist so zweimal am Tag *zur├╝ckfl├╝ster*

Greg
*Kekse aus der Tasche auspack und mampf*

Brandur
Gut, wenn das zu wenig ist, verdoppel Pensum und Dauer. *nick*

Lin
Papa das bekomme ich nicht hin, wobei... doch. Vielleicht fehlt ihm in letzter Zeit das er ackern darf. Weil ich habe es wegen Ciel ziemlich einseitig gehalten *fl├╝ster

Brandur
Versuch das. Vielleicht ist es aber auch eine Frage der Qualit├Ąt und nicht der Quantit├Ąt. Kn├Ąckebrot im Vergleich zu Honigkuchen, verstehst du?

Lin
Ja ich verstehe es, er war nicht zufrieden. Er f├╝hlte sich benutzt und als h├Ątte ich eine Aufgabe abgearbeitet. Das hat er mir gesagt. War nicht gerade dolle, aber ich muss es ├Ąndern

Brandur
Das erkl├Ąrt alles. Oder im Gegenteil: Deine Bem├╝hungen haben gefruchtet. *gr├╝bel*

Lin
Was meinst Du damit? Ich gestehe ja, dass ich es dann darauf anlegte, aber eben weil ich wollte dass es von mir ist Paps. Da er mir geh├Ârt. Damit es von uns ist. Weil wir uns lieben. Da habe ich wohl das wie zum warum vergessen. Vorher war es anders, ehr rumspielen und Spa├č und keine Pflicht, sondern einfach drauf los,gucken wer beim rangeln oben liegt, der darf einen wegstecken *fl├╝ster und grins

Brandur
*schmunzel* H├Ârt sich nach viel Spa├č an. Mit gefruchtet meinte ich, dass sie vielleicht bereits ein Kind im Leibe tr├Ągt. Manche Damen werden dann etwas unp├Ąsslich.

Lin
*blieb stehen und schaute Brandur ernst an* Du wei├čt es noch gar nicht! *Brandur fest umarm und an sich dr├╝ck* Papa genau das ist Fakt! Wir bekommen ein Kind, deshalb waren wir doch bei Ciel! Und Ciel sagte, als er und Greg, war danach nichts da. Er hat danach gesp├╝rt, es war nichts. Folglich ist das Kleine von mir. Also wirst Du Opa. Das h├Ątte ich Dir nach dem Kampf sagen sollen. Aber dass sie in anderen Umst├Ąnden also schwanger ist, ist Fakt.

Brandur
*zur├╝ck umarm* Das ist ja gro├čartig, herzlichen Gl├╝ckwunsch! *Verrill ebenfalls umarm* Alles Gute! Ihr zwei macht das schon, ich habe vertrauen in euch.

Greg
*Brandur dr├╝ck* Dankesch├Ân, aber Dein Sohn stellt sich das alles ein bisschen zu einfach vor. Aber m├Âglicherweise denke ich auch zu kompliziert *Lin kraul* Vielleicht sollten wir beide einfach wieder etwas lockerer miteinander umgehen

Lin
Ich habe schon alles herrichten lassen Paps. Schon vorher

Brandur
Wo genau dr├╝ckt denn der Schuh? Macht doch daraus keine Wissenschaft. Nekromantie ist Wissenschaft, ein Kind zu bekommen und gro├čzuziehen schaffen sogar Fische.

Lin
sfg der war gut gg

Brandur
Wo schwebt eigentlich Kunwolf herum?

Greg
toll, schade das ich kein Fisch bin. Ich bin zu d├╝rre, ich habe zu wenig Becken und ob ich es rauspressen kann, wissen wir nicht genau. K├Ânnte klappen, k├Ânnte mich aber untenrum auch gewaltig einrei├čen und verletzen. Und damit verletzt es alles andere da unten auch. Benito meinte damals vor einer Ewigkeit, falls es jemals dazu kommt, wird sich das Kind seinen Raum nach vorne nehmen. Ich h├Ątte dann wie manche Frauen eben einen enormen Bauch nach vorne. Gerade extrem schmale Frauen haben das wohl. Aber die Geburt w├Ąre schwer. Er hat gesagt, dass ich es auf nat├╝rlichem Wege vielleicht nicht packen w├╝rde. Die Chancen es so zu schaffen sind nicht gro├č. Aber man kann es holen, es gibt medizinische M├Âglichkeiten. Wie bei vielen Adligen, kann man es per Bauchschnitt holen. Das sagte er sollte ich dann in Betracht ziehen und nicht mich oder das Kind gef├Ąhrden.

Brandur
*abwink* mach dir keine Sorgen. Ihr habt Benito, ihr habt Alexandre.

Lin
er ist bei Aquilla geblieben. Keine Ahnung, vielleicht denkt er, er muss unser Drachenhuhn bewachen. Verrill, wenn Benito das sagt, dann ist es eine Tatsache. Sein Bruder Dan arbeitete schon immer f├╝r uns. Und er hat fast jeden wieder zusammengeflickt bekommen. Stimmts Paps?

Brandur
Stimmt.

Greg
Dem wollte ich mal die Meinung sagen, wo ich so unermesslich w├╝tend auf ihn war. Zum Gl├╝ck habe ich meinen Mund gehalten. Denn das, was ich ihm anlasten wollte, hat er gar nicht getan. Genauso wenig wie Zerbino. Ich sehe immer Gespenster wenn ich Angst bekomme. Und dann, wenn ich wieder klar sehe, dann kann ich mich nicht entschuldigen, weil ich Angst habe das Gesicht zu verlieren. Das mich alle f├╝r verr├╝ckt halten. Das ich meine Meinung im f├╝nf Minutentakt ├Ąndere. Damit l├Ągen sie gar nicht so falsch manchmal. Dabei war ich gar nicht w├╝tend um ihm zu schaden, sondern ich hatte Todesangst um Ciel. Hat auch niemand verstanden. Ganz ehrlich unter uns dreien ja, man kann doch wohl daran sterben, wenn man sich den Penis amputiert. Man verblutet. Das ist ja nicht einfach ein Hautlappen, wo kein Blut flie├čt. Und Alexandre dachte ich h├Ątte Ciel dazu angestiftet. Hatte er gar nicht. Ciel hatte diese wahnsinnige Idee alleine. Und so ergeben sich manchmal aus gro├čen Sorgen von mir gro├če Dummheiten. Aber meist hinterfragt das keiner. Ich wollte also niemandem schaden, ich wollte jemandem das Leben retten. Ich hoffe Ihr glaubt mir das. Denn es war so, dass schw├Âre ich Euch. Und bei Zerbino hatte ich einfach Angst, dass was dran gewesen sein k├Ânnte. Dass er mir Jahre ├╝ber ins Gesicht log und dann... tratschen ging. Das hat mich fertig gemacht und daf├╝r wollte ich ihn fertig machen. Ich lag falsch, sehr falsch und ich war ungerecht zu ihm wie zu Ferrau. Aber auch die Einsicht glaubt mir wohl keiner, auch wenn sie ernst gemeint ist *bei Lin und Brandur einhak*

Brandur
Mein liebes Schwiegerkind. Was du ganz dringend lernen musst, ist, erst nachzufragen und dann die Leute umzubringen. Andersherum macht das nur unn├Âtig Arbeit f├╝r die Nekromanten und Bluthexer. Aber das m├╝sst ihr alle lernen, nicht nur du.

Greg
Ich wei├č Paps. Oder einfach mal meine Sorge dem mitzuteilen, den sie betrifft, anstatt ├╝ber seinen Kopf hinweg sein Leben und die Welt retten zu wollen. Dann h├Ątte sich die Sache vielleicht ganz anders gekl├Ąrt. Wie sagt Lin immer? Nur sprechenden Menschen wird geholfen. Deshalb ja auch der letzte Zoff. Ich will Lin auf keinen Fall verlieren. Ciel hingegen bedeutet mir auch alles. Und da habe ich beide gegeneinander ausgespielt, da sie nicht nach meiner Pfeife tanzten und sich angefreundet haben. Und was war das Ende vom Lied? Ich h├Ątte fast beide verloren, da sie sich angegangen sind. Passiert mir kein zweites Mal, so einen Schei├č zu erz├Ąhlen. Garantiert nicht.

Brandur
*Brauen heb* Du hast sie angestiftet, weil sie sich angefreundet haben? Das musst du mir erkl├Ąren.

Greg
nein, weil sie sich nicht anfreunden wollten. Ich dachte, wenn sie sich mal ein bisschen streiten und dann vers├Âhnen, merken sie doch, wie ├Ąhnlich sie sich sind. Im Ehrverhalten, im Verhalten einen ganz besitzen zu wollen. Im Verhalten stur wie Stein zu sein und dann werden sie sich vers├Âhnen und endlich nicht mehr gegenseitig fertig machen. Dann werden sie eine Familie, wenn sie sich erstmal die H├Ârner abgesto├čen haben. Das sie sich mit den H├Ârner aufspie├čen wollten, daran habe ich nicht gedacht

Brandur
*Brauen heben sich noch weiter, dann lacht er* Warum hast du es nicht mit deinem wundervollen Geb├Ąck versucht?

Greg
*Brandur die Kekse hinhalt* weil ich ein Idiot bin? *verlegen lach* ganz banal ausgedr├╝ckt, ich wollte doch nur, dass die zwei die mir alles bedeuten sich auch m├Âgen. Sich lieb haben... *Schultern zuck und an Brandur anlehn*

Brandur
*schmunzelt verlegen Linhard zu, zuckt dann ebenfalls die Schultern* Haben die beiden sich denn inzwischen vers├Âhnt?

Greg
Gute Frage, habt Ihr Schnecke? *grins*

Lin
Ich hoffe ja, also von meiner Seite aus haben wir es. Ich wollte ihn zwingen auszusteigen und ihn dann einfach umarmen und ihm sagen, was ich f├╝r ein Drecksack war. Dass ich ihn so behandelt habe, wie Ansgar oft mich. Das ich ihn sp├╝ren lie├č, einer zweiter Klasse zu sein und wie fies das war. Gerade von mir, da ich es doch besser wei├č. Und ich wollte Dich aufgeben, damit er Dich behalten darf. Ich wollte alles aufgeben, damit er meiner Familie nichts tut. Ich w├Ąre alleine gegangen. Ich muss noch mit Veyd reden, dazu gleich mehr. Aber ich wollte mich einfach vers├Âhnen, ihm zeigen, dass das ein Ausrutscher war, dass ich mich im Tiefsten getroffen f├╝hlte von Euch beiden. Was Ihr getan habt, geschenkt. Aber die L├╝ge, das Verschweigen, dass hat mich fertig gemacht. Aber was ist das schon? Nichts weiter, ein Fliegenschiss wenn man hunderte gefrorener Leichen sieht und zwei davon sind angefressene Babys. So sollst Du nicht enden Greg und unser Baby niemals. Und deshalb... kurz ein anderes Thema, halte Dich von meinem ehemaligen Schwertmeister fern. DAS ist Archibald und er hat genau das getan. Das Baby von meinem Paps und das meines Gro├čonkels angefressen als er ihn t├Âtete. Er weidete ihn aus. Kannst Du Dir vorstellen, was diese Person mit Dir tun wird, wenn er erf├Ąhrt was ich getan habe? Der nimmt Dich aus und wird das Kleine an sich nehmen um mich zu bestrafen. Aber ob er mich bekommt oder nicht ist zweitrangig, Euch bekommt er nicht

Brandur
Und von Ciels Seite aus? Sonst solltet ihr das dringend kl├Ąren, ehe wieder irgendetwas im Raum schweben bleibt. Verrill - h├Âr auf deinen Mann. Archibald ist der Abgrund. Besonders gegen├╝ber Kindern, aber auch Erwachsene bekommen seine Grausamkeit zu sp├╝ren.

Greg
Wir kl├Ąren das am besten gemeinsam mit Ciel in Ordnung Ihr beiden? Und was Archibald angeht, ich gehorche und halte mich fern, dass verspreche ich Euch beiden und dem W├╝rmchen. Sollte er mir zu nahe kommen, sprich l├Ąsst es sich nicht vermeiden, wird er feststellen, dass ich meinen Pelz nicht unter Wert verkaufe. Wir m├Âgen harmlos aussehen, wie Milchbubies oder dergleichen, aber das sind wir nicht. Wir k├Ânnen uns zur Not verteidigen. Vielleicht nicht dauerhaft gegen einen Schwertmeister der Jahrzehnte nichts anderes tat. Aber auch ich ├╝be seit ich vier Jahre alt bin, ebenso Ciel. Also wir wissen schon wie man jemanden zur Not t├Âtet. Auch ohne Waffen. Du h├Ąttest im offenen Kampf gegen Ciel einen schweren Stand gehabt. Er gegen Dich sicher auch, aber letztendlich w├Ąre alles offen gewesen. Ihr Bl├Âdm├Ąnner *Lin streichel*

Brandur
Das ist der richtige Weg. *wohlwollend nick* Ciel habe ich vorhin auf dem Weg zur Amtsstube gesehen, ich glaube, er ist bei seinem Vater.

Greg
wollen wir es sofort regeln, m├Âchtet Ihr? Mir w├Ąre es wichtig

Lin
mir auch, was sagst Du Paps?

Brandur
*nick* Das sollten wir tun.

Greg
*f├╝hrt Linhard und Brandur zur Amtsstube von seinem Vater* Ciel?

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel drehte sich um. "Kommt rein. Vater und ich sprechen gerade ├╝ber die Strafe, die wir antreten sollten. Ich habe die Meinung ge├Ąu├čert, dass Ferrau ebenfalls mitkommen sollte, da er sich an der G├Ąngelung Fabiens beteiligte.

Linhard
*Amtsstube betret und verneig*

Greg
*Lin weiterschubs* geh schon gg

Lin:
:sauer:

Brandur von Hohenfelde
Guten Abend, Majest├Ąt. *verneig*

Maximilien Rivenet de Souvagne
Setzt Euch, wir sind hier als Familie zusammengekommen und dass nun alle Betroffenen anwesend sind trifft sich gut. Wie ich Ciel und auch Dir Linhard bereits sagte, werdet Ihr nach den Verhandlungen mit den Zwergen Eure Strafe abb├╝├čen. Ich wei├č, dass mittlerweile einige oder vielleicht sogar alle ein Einsehen haben, aber das w├Ąre davor sch├Ân gewesen. Um den Lerneffekt zu vertiefen, werdet Ihr dort wie gesagt, gemeinsam arbeiten und leben. Ciel wird Ferrau mitnehmen, als Partner, nicht als Diener. Sollte er doch seine Arbeit abw├Ąlzen, hat die Gruppe ein Problem. Also seid fair zueiander. Ich bin es zu Euch ebenso

Ciel Felicien de Souvagne
Der sonst so k├╝hle Ciel strahlte ├╝ber beide Ohren. "Keine Sorge, im Bluttempel bin ich auch nichts weiter als ein Adept unter vielen, ich bin den Dienst an Ainuwar gewohnt und freue mich darauf, insbesondere, ihn euch allen und Ferrau nahezubringen."

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Nun diese Bruderschaft dient zwar Ainuwar, hat aber eine Heilige als Patronin. Sie werden wohl ein klein wenig anders dienen. Falls nicht, umso besser f├╝r Dich Ciel und Euch alle. Mit Flei├č und Demut habt Ihr die Strafe in einem Monat hinter Euch. Und ich hoffe wir alle eine famili├Ąre Zukunft vor uns. So jedenfalls geht es nicht weiter

Ciel Felicien de Souvagne
"Es gibt viele Arten, Ainuwar zu dienen und ich freue mich, eine weitere davon kennenzulernen", erwiderte Ciel eifrig. "Linhard und ich haben uns bereits vers├Âhnt. Richtig, Schwager?"

Linhard von Hohenfelde
Da stimme ich zu und deshalb m├Âchte ich fragen, wie Du unsere Vers├Âhnung siehst. Ich habe sie v├Âllig ernst gemeint und ich hatte auch v├Âllig anders vor mich mit Dir zu vers├Âhnen. Die Kurzform ist, ich wollte Dich zwingen anzuhalten, auszusteigen und Dich dann einfach umarmen und Dir gestehen wie ich mich benommen habe. Und zwar genau so, wie einst mein Vater. Und ich wollte Dir sagen, wie unn├Âtig unser Steit ist. Wie l├Ącherlich wir uns gemacht haben, ich jedenfalls. Du hast Dich nur verteidigt. Du wei├čt nicht was ich gesehen habe, woher auch. Aber das hat meinen Blick auf die Welt und mein Verhalten kurriert. Es zu h├Âren, es zu wissen, ist nichts im Vergleich als die Opfer zu sehen. Jene Opfer, die Opfer unseres Familienstreites wurden. Einschlie├člich zweier Babys Ciel

Linhard von Hohenfelde
Ja absolut richtig. Also meinst Du es so ernst wie ich. Das freut mich. Ich habe noch nie einem Gott gedient, aber ich werde es lernen. Und vielleicht dabei etwas finden, was meine Gedanken beruhigt. Man sagt ja, man findet dabei Ruhe und Gelassenheit.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel schlug die Augen nieder. "Ich bedaure den Tod der zwei Kleinen und so vieler anderer. Ich schlug meinem Vater vor, dich nach Naridien zu begleiten, um die Kinder nach Souvagne zu ├╝berf├╝hren und hier in einer Gruft zu bestatten. Anschlie├čend w├Ąre es rechtlich m├Âglich, Archibald zu verurteilen."

Ciel Felicien de Souvagne
"Ja, Linhard, ich m├Âchte mich mit dir vers├Âhnen. Wir waren doch schon einmal so weit, damals, auf der Treppe, wei├čt du noch? Da haben wir das erste Mal wirklich offen miteinander geredet." Er dr├╝ckte Linhards Hand.

Linhard von Hohenfelde
Lin musterte Ciel ger├╝hrt. "Also... damit habe ich nicht gerechnet. Aber gerne, sehr gerne sogar. Ich nehme Dich mit und Du kannst sie sehen. Wir werden alle herholen, aber zuerst die beiden kleinen. Ich wollte meine Verwandten ordentlich auf einem eigenen Friedhof bestatten lassen. Also eine Art Mausoleum, wo sie ruhen k├Ânnen. Ich wei├č nicht ob sie weiter auf Eis ruhen sollen oder in der Erde. Ich wei├č nicht mal warum sie auf Eis ruhen, wenn ich ehrlich bin. Aber Du wirst es selbst sehen und Du wirst unser Herrenhaus kennenlernen. Und die D├╝sterlinge. Es ist ein merkw├╝rdiges Haus, mit einem Eigenleben. Einige denken es ist eine Einbildung, dass dachte ich auch, aber Dave denkt es lebt und Paps versicherte mir, dass es lebt. Du darfst nicht alleine drin herumstromern h├Ârst Du?

Linhard von Hohenfelde
Linhard legte seine Hand ├╝ber die von Ciel und dr├╝ckte sie ebenfalls. "Das waren wir, diesmal machen wir es gemeinsam besser. Im Haus folgst Du mir, im Kloster folge ich Dir", grinste Lin.

Gregoire Verrill de Souvagne
"Ich entschuldige mich offiziell bei Euch beiden, Euch gegeneinander ausgespielt zu haben. Brandur und Lin habe ich es schon erkl├Ąrt. Ich dachte indem Ihr Euch streitet und vers├Âhnt findet Ihr zusammen. Dass habt Ihr nun auch. Aber ich wollte keinen von Euch beiden verlieren und h├Ątte dadurch beinahe Euch beide verloren. Darf ich mitkommen und das Haus angucken? Wieso lebt es?", fragte Greg neugierig.

Ciel Felicien de Souvagne
Da Ciel fand, dass sich gerade alles richtig anf├╝hlte, umarmte er Linhard mit seinem gesunden Arm. Der andere hing noch immer in blutigen Bandagen. "Du stinkst gar nicht mehr", sagte er mit einem Grinsen. "Ich war noch nie in Naridien, ich bin dort Gast und werde mich von dir als Gastgeber f├╝hren lassen und mich zu benehmen wissen." Als Verrill sich auch entschuldigte, wechselte Ciel einen nachdenklichen Blick mit Linhard und z├Âgerte noch.

Linhard von Hohenfelde
Linhard nahm Ciel die Entscheidung ab und dr├╝ckte Ciel und Greg fest an sich. "Umarmt Euch einfach, jetzt fang den Mist nicht genau umgekehrt an. Zu nah, zu fern, h├Ârt einfach bitte auf damit. Ich habe gesagt, keine Heimlichkeiten und kein Versteckspiel, in Ordnung? Ja Naridien ist v├Âllig anders als Souvagne. Du wirst es sehen. Und Du kannst uns gerne begleiten, wenn Maximilien uns die Erlaubnis gibt Greg. Aber Du musst dann ebenfalls genau an meiner Seite bleiben. Nicht nur im Haus ist stromern verboten. Wir sollten noch jemanden zur Sicherheit mitnehmen. Sicherheit ist da nicht permanent anwesend wie hier. Und je nachdem wo man sich befindet, gibt es wenig oder gar nichts davon. Unser Haus steht etwas au├čerhalb von Shohiro und das ehemalige Haus von Dave ebenso. Dass k├Ânnen wir uns auch anschauen, wenn Ihr m├Âchtet. Ist sch├Ân dort. Paps was sagst Du?"

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Ich gestattet es unter der Pr├Ąmisse dass Euch Bellamy, Jules als Himmelsauge und Boldiszar begleiten. Jules kann Khawa mitnehmen wenn er m├Âchte. Aber ohne Sicherheit wird nicht gereist. Und Greg, gehorchen hei├čt, tats├Ąchlich genau das tun, was der andere Dir sagt. Denke da bitte dran", erinnerte Max.

Gregoire Verrill de Souvagne
"Absolut ich muss auf zwei aufpassen Paps, auf Ciel und Lin. Nur Spa├č, Ihr wisst was ich meine. Ich schlie├če mich Lin, Brandur und Ciel an. Keine Alleing├Ąnge, ich schw├Âre es. Wenn wir auch in einer Buchhandlung vorbeigehen", grinste Greg entwaffnend.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel hatte leider nur einen funktionierenden Arm, aber er lehnte seinen Kopf an Verrill. "Ich habe immer noch Angst um meinen Ferrau", sagte er leise. "W├╝rde ich es offiziell machen ... w├╝rde das deine Hemmschwelle erh├Âhen, so etwas zu sagen? Ich habe auch schlimme Dinge gesagt und in Gedanken gehabt ... aber bislang bin ich nie t├Ątig geworden. Ich m├Âchte eine Sicherheit, dass es nur Worte waren von deiner Seite, damit ich dir wieder vertrauen kann."

Brandur von Hohenfelde
"Vorsorge ist ein guter Gedanke", fand Brandur. "Und kleidet euch nicht zu bunt, man w├╝rde euch sofort als Souvagner erkennen. Und am besten eher in preiswerte Gewandung."

Gregoire Verrill de Souvagne
"Du kannst mich von einem Magier auslesen lassen, oder ich schw├Âre es beim Leben von mir und meinem Kind. Ich habe mich mit Ferrau ausges├Âhnt Ciel. Ich wollte Dich da bei der Besprechung einfach nur fertig machen, da Du mich unterbuttern wolltest", gestand Greg.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel nickte. "Ich bitte dich darum, dich von Jules auslesen zu lassen. Bitte sei mir nicht b├Âse, aber sonst habe ich stets diesen Zweifel in mir und Ferrau bedeutet mir sehr viel."

Gregoire Verrill de Souvagne
"Das verstehe ich, drum abgemacht. Ich habe zu oft rumgezickt und meiner Wut freien Lauf gelassen, als das Du das so einfach glauben kannst. Aber ich versuche mich nicht mehr so gehen zu lassen, sondern mich zu beherrschen. F├╝r das Kleine und f├╝r mich selbst auch und ich versuche einfach ich zu sein, Ihr versteht schon. Wirklich ich, nicht immer hinter Maske. Kann Jules mir sagen ob es ein Junge oder ein M├Ądchen wird?", fragte Greg neugierig.

Ciel Felicien de Souvagne
"Ja, aber noch nicht sofort, erst nach drei Monaten, glaube ich, da wir alle im Mutterleib - beides sind. Erst nach einer Zeit entwickeln wir uns in die eine oder andere Richtung oder eben in beide Gleichzeitig."

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Von Geburt an sind alle Wesen weiblich Ciel. Erst danach bildet sich das Geschlecht aus. Entweder man wird dann zum Mann, oder man bleibt eine Frau. Oder man wird beides, da beide Merkmale vorhanden bleiben. Und genau dies k├Ânnte bei Dir und Deinem Kind zu einem sehr gro├čen Anteil ebenfalls der Fall sein, wie Benito einst erkl├Ąrte. Da Du nicht in einer Sparte der Weiblichkeit oder M├Ąnnlichkeit verkr├╝ppelt bist. Du bist ein sehr seltener Sonderfall wo beides voll ausgepr├Ągt ist und beide Anteile auch Zeugungsf├Ąhig sind. Jene Personen waren in alten Sagen oder anderen Bev├Âlkerungen laut Benito sowas wie Heilige. Ihnen fehlte keine H├Ąlfte. Aber wie alles, hat auch das zwei Seiten. Manche verehrten sie, manche f├╝rchteten sie. Alles was fremd ist, wird gef├╝rchtet. Und andere wiederum wollten etwas von dem Besonderen abhaben. Sie t├Âteten sie, und verspeisten Teile von ihnen um ihre "Macht oder Magie" zu ├╝bernehmen. Wie manche Kulturen die Herzen und Hirne der Feinde verspeisen um sich deren Mut anzueignen und den Gegner v├Âllig zu vernichten. Das gleiche was jemanden wie Dir dort drohte Verrill, droht Albinos. Drum sollte Dir Linhard erkl├Ąren, was f├╝r eine Kreatur er sich als Schwertmeister h├Ąlt. Er wird nach Souvgane zur├╝ckkehren, aber hier erwartet ihn der Block. Wobei ich den Block stellvertretend f├╝r Todesstrafe w├Ąhle. Drum Verrill, ich m├Âchte Dir nicht erneut Angst machen, lebe Dein Leben. Alte Wunden heilen nur dann, wenn man nicht st├Ąndig darin rumw├╝hlt oder sie anfasst. Kurz wenn man die Finger davon l├Ąsst. Aber diese eine Wunde musst Du noch ertragen, die wirst Du immer ertragen m├╝ssen. Kurzum sein vorsichtig Kleines, lass Dich von Deinem Mann und Bruder besch├╝tzen und von unseren Leuten. Halte Dich von der Kreatur fern, es ist ein Menschenfresser. W├╝sste er was Du bist, w├Ąrst Du vermutlich sein n├Ąchstes Ziel. Denn diese Personen haben oft eine Art Futterkult", erkl├Ąrte Max eindringlich.

Linhard von Hohenfelde
Linhard musterte Greg und f├╝hlte ihn ├╝ber den Bauch. "Er hat einen Kult, er betet die ├ältesten an und er frisst am liebsten Kinder. Mein Vater und ich haben einst sein Haus gereinigt und die ├ťberlebenden in Sicherheit gebracht. Sag es ihnen Paps. Wenn unser K├╝ken so wird wie Du Greg, ist das eben so. Und vielleicht erbt es sogar Magie. Die Magie ist verbreitet in unserer Familie. Mein Opa konnte selbst keine wirken, so wie ich, aber er zeugte zwei m├Ąchtige Magier. Wir besch├╝tzen Dich", schmunzelte Lin und rutschte n├Ąher. Er legte einen Arm um Verrill und zwar so, dass er Ciel auch ber├╝hrte.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel freute sich, dass sie sich endlich wieder vertrugen und dass Linhard sich offenbar sehr viel leichter tat mit Vers├Âhnungen als er selbst. "Wie weit ist Davard mit seinen Ermittlungen und Bestrebungen in die Richtung?", erkundigte Ciel sich besorgt. "Er wollte die Tochter des Unget├╝ms dingfest machen und Linhard wollte ihm dabei helfen. Ich habe Angst um Verrill."

Linhard von Hohenfelde
"Dave wei├č wo sie lebt und wir werden ein Treffen mit ihr auf Naridischen Boden vereinbaren. Hier kennt sie sich aus, ihre Mutter ist Souvagnerin gewesen. Merna hie├č die Mutter, aber sie ist bereits verstorben. Derya lebt in Obenza, wir werden sie dort stellen. Oder vielleicht in einem anderen Ort, da w├Ąre Shohiro von Vorteil, den kenne ich wie meine Westentasche. W├Ąhrend wir sie jagen, bleibt Verrill im Herrenhaus bei Paps", schlug Lin vor.

Ciel Felicien de Souvagne
"Wir? Schwager, WIR jagen sie ├╝berhaupt nicht, wozu haben wir unsere K├Ąmpfer anbei! Notfalls nehmen wir eben ein paar mehr mit."

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Gut und absolut richtig gesprochen Ciel. Ihr geh├Ârt der Krone an, Ihr werdet Euch nicht in Gefahr begeben. Und Ihr werdet zur Not Repetierarmbr├╝ste mitnehmen. Sollte Euch diese Kreatur bedrohen, durchsiebt sie. Dann wird hier ihr Kadaver ausgestellt. Aber keiner von Euch geht eine Gefahr ein. Damit wurden die Fantome beauftragt und auch Dein Onkel wird sich nicht selbst als Adliger unseres Landes in Gefahr begeben. Daf├╝r haben wir Spezialisten. Er oder auch Jules k├Ânnen sie ausschalten ohne sie nur ber├╝hren zu m├╝ssen. Ebenso Massimo. Ich glaube ich gebe Euch zur Sicherheit meinen Palaisin ebenfalls mit. Er wird ein wachsames Auge auf Euch haben", grinste Max.

Ciel Felicien de Souvagne
"Was ist mil Alexandre, falls der Vampir auftaucht?", fragte Ciel. "Ich wei├č nicht, ob ich das schon packe ... einen wie ihn, der im Blutrausch ist, aufzuhalten."

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Alexandre hat diese Macht ihn tats├Ąchlich aufzuhalten? Dann wird er Euch begleiten. Also Euer Ausflug wird fast ein Staatsakt, aber ich g├Ânne es Euch. Ein Gruppenausflug. Z├Ąumen wir das Pferd richtig auf. Wer soll alles mit? Von meiner Warte aus begleiten Euch Massimo, Bellamy, Boldi, Jules um Eure Sicherheit zu gew├Ąhrleisten. Ciel Du m├Âchtest Alex mitnehmen, wegen dem Vampir. Wer soll noch mit? Als Begleitschutz oder f├╝r einen bestimmten Zweck?", fragte Max.

Ciel Felicien de Souvagne
"Ferrau", sagte Ciel ernst. "Jeder sollte seinen Leibdiener dabei haben, sonst sehen wir bald selbst aus wie Naridier. Alexandre k├Ânnte im Normalfall einen Vampir aufhalten ... aber da er noch sehr, sehr geschw├Ącht ist, stehen die Chancen vielleicht 50/50? Ich wei├č es ehrlich gesagt nicht, wie sie stehen ... ich habe sehr lange nicht mit ihm gesprochen. Ich hab mich nicht getraut", gab Ciel zu.

Linhard von Hohenfelde
"Stimmt unsere Diener nehmen wir mit. Ich muss mir noch einen Diener besorgen, aber Gaston wird uns begleiten und Dan. Ich habe Dantoine hergebeten, dass ist der Bruder von Benito. Einen Heiler dabeizuhaben kann nie schaden. Und Dan ist gut, dass versichere ich Euch", erkl├Ąrte Lin und kraulte Greg, aber da er sich so weit gestreckt hatte, kraulte er eigentlich Ciel ohne es zu merken.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel dachte erst, Verrill w├╝rde ihn kraulen, ehe er bemerkte, dass Linhard das war. Da er nicht wusste, dass Linhard dies nur aus Versehen tat, legte er ebenfalls seinen Arm so weit um Greg herum, dass er seinen Schwager ein wenig streicheln konnte. Er sah dies als Ausdruck ihrer neu erlangten Verbundenheit und Ciel war niemand, der eine Krauleinheit ablehnte. "Warum erkl├Ąrst du Dan nicht zu deinem Diener, wenn er so gut ist?"

Linhard von Hohenfelde
"Ja also eigentlich ist Dan mein Diener, aber ich muss ihm das noch genau erkl├Ąren. Das klingt schr├Ąg", lachte Lin. "Dantoine hat meinem Vater all die Jahre treu gedient und nun dient er mir. Ich habe ihm erkl├Ąrt, dass ich nun Familienoberhaupt bin und ich ihn an meiner Seite w├╝nsche als Leibmedicus. Er schrieb zur├╝ck, dass er sich freut und anreist", erkl├Ąrte Lin und guckte erstaunt als Ciel ihn streichelte. Bis ihm auffiel dass er statt Verrill Ciel kraulte. Er verkniff sich ein Grinsen und machte einfach weiter.

Ciel Felicien de Souvagne
"Dann lass ihn doch deinen Leibdiener werden, das ist umso praktischer, wenn ihr euch bereits kennt und er obendrein ein Medicus ist. Verrill, lass mich mal kurz vorbei." Ciel stand auf und setzte sich so, dass nun einmal Linhard in der Mitte war und kuschelte sich an ihn an, um seine Streicheleinheit fortzusetzen.

Linhard von Hohenfelde
"Na als Leibdiener wird Dan nicht arbeiten wollen und ganz ehrlich, man kann ihn sicher auch nicht gut als Leibdiener ertragen, falls er wollen w├╝rde. Er hat den gleichen Humor wie sein ├Ąlterer Bruder. Also Schocktherapie jeden morgen ben├Âtige ich echt nicht", grinste Lin. Nachdem sich Ciel umgesetzt hatte, kraulte er Verrill und Ciel gleichzeitig und verkniff sich dabei unkeusche Gedanken.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel genoss die traute Dreisamkeit. "Wollen wir vielleicht heute abend den geplanten Spieleabend einlegen?", fragte er und legte das spitze Kinn auf Linhards Schulter. "Und Papa ... w├╝rdest du vielleicht f├╝r mich mit Alexandre reden? Ich m├Âchte nicht. Oder irgendwer anders?"

Maximilien Rivenet de Souvagne
Max musterte die drei schmunzelnd und fragte sich, ob er sowas mit Min und Josi auch hinbek├Ąme. "Ich rede mit Alex, mache Dir keine Sorgen. Ich hoffe er ist soweit fit, aber falls nicht, habt Ihr ja den Heiler dabei. Ja Benitos Humor ist alles, nur nicht witzig", grinste Max.

Ciel Felicien de Souvagne
"Ich finde ihn witzig", schnurrte Ciel, "so lange er nicht mich betrifft." Er l├Ąchelte gl├╝cklich. "Wann Papa? Jetzt? Es ist ja nur eine kurze Information."

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Sag mal willst Du mich loswerden?", lachte Max.

Ciel Felicien de Souvagne
"Vielleicht?", antwortete Ciel. "Aber mir w├Ąre auch wichtig, dass das nicht l├Ąnger in der Schwebe steht. Alexandre sollte informiert werden, dass ich mit Ferrau zusammenbin."

Gregoire Verrill de Souvagne
"Wir machen den Spieleabend heute Abend. Wir lassen was Gutes zu Essen machen und Ihr ├╝bernachtet dann bei uns. Nein er m├Âchte Dich nicht loswerden Paps, er m├Âchte nur wissen wie es Alex geht und er m├Âchte ihn dabei haben. Er hat nur Angst ihn selbst zu fragen, da er ihn mit der Hochzeit vor den Kopf gesto├čen hat. Das steckt dahinter. Frag ihn doch bitte direkt, komm schon", sagte Greg und schaute seinen Vater ernst an.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel grinste etwas schief. "Auch. Aber vor allem muss ihm wer sagen, dass ich nun anderweitig in festen H├Ąnden bin."

Maximilien Rivenet de Souvagne
Max beugte sich nach vorne und legte Verrill eine Hand ├╝ber die Augen. "Ich verstehe dass auch ohne Rehblick, lass die Erpressung", sagte er liebevoll und strich Greg kurz ├╝ber den Kopf. "Ich k├╝mmere mich darum und entgegen jeder Norm, gehe ich sogar selbst, obwohl ich einen Diener schicken w├╝rde. Aber mir ist einfach danach. Ich sage Euch gleich bescheid und lasse Euch hier einen Moment allein. Stellt nichts an", schmunzelte Max und knuffte Ciel kurz beim rausgehen.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel zuckte schmerzlich zusammen. Maximilien hatte vergessen, dass dieser Arm immer noch verletzt war. Ciel konnte Schmerzen jedoch gut ertragen und sagte keinen Ton.

Gregoire Verrill de Souvagne
"Das war keine Erpressung, dass war eine Entscheidungshilfe. Ciel kennst Du einen guten Leibdiener f├╝r Lin? Oder jemanden der passen w├╝rde?", fragte Greg und musste dann loswiehern vor Lachen. "Ciel, manchmal tut Liebe weh oder? Der war b├Âse, musste aber jetzt sein", grinste Greg und dr├╝ckte Ciel kurz an sich, ehe er sich auf Papas Stuhl setzte und sehr ernst guckte. Er nahm das Dienstsiegel zur Hand und schaute was er damit abstempeln konnte.

Linhard von Hohenfelde
"H├Âr auf mit dem Unfug", lachte Lin und nahm Verrill das Siegel ab. Er tunkte es selbst in die dunkle Tinte, zog Greg blitzschnell das Hemd hoch und stempelte seinen Bauch ab. "So", prustete Lin und hielt das Siegel fest. "Ja kennst Du einen guten Leibdiener?", fragte Lin und dr├╝ckte Ciel sanft das Siegel auf die Stirn, so dass f├╝r jeden klar ersichtlich war, dass er Teil der Krone ist, wie Verrills Bauch.

Ciel Felicien de Souvagne
"Hm, das kommt darauf an." Ciel gr├╝belte und schielte nach oben auf seine Stirn. "Wie w├Ąre es mit Remy?" Er grinste breit. Er nahm Linhard das Siegel weg und stempelte ihm die Glatze. "So."

Linhard von Hohenfelde
"Remy? Lieber nicht, hast Du keine andere Empfehlung?", fragte Lin und musste ├╝ber den Stempel bl├Âde grinsen. "Pack den wieder weg, ehe wir noch mehr ├ärger bekommen. ├ťberlege gut, am besten jemand in meinem Alter", schlug Lin vor.

Ciel Felicien de Souvagne
"Remy ist in deinem Alter, doch, der ist gut", fand Ciel. "Und ich bin ihn los." Sein Grinsen wurde breiter.

Linhard von Hohenfelde
"Du kannst ihn auch anders loswerden, aber das habe ich jetzt nicht gesagt. Remy ist mir eine Spur zu gef├Ąhrlich und zu gutaussehend, als das ich ihn in unserer Bude herumh├╝pfen lassen m├Âchte. Nichts gegen Dich Greg, aber Du k├Ânntest versucht sein, ihm einen Besuch zu erlauben oder ihn mal durchzunudeln", lachte Lin und bekam als Antwort eine gerade rechte vor Kinn, die ihn vom Stuhl schickte.

Linhard von Hohenfelde
Lin rappelte sich wieder auf und sch├╝ttelte sich wie ein nasser Hund. "Das war Spa├č, Danke Verrill", murrte er und setzte sich wieder.

Ciel Felicien de Souvagne
"Oh, dass Remy gef├Ąhrlich ist, wei├č ich aus erster Hand. Hm, wie w├Ąre es mit einem Dupont? Die sind immer noch ohne feste Bleibe und Besch├Ąftigung. Und es ist eine Chevaliersfamilie, sogar jene, welche die Staatsinsignien schmiedete."

Gregoire Verrill de Souvagne
Greg grinste ihn ├╝ber beide Ohren an. "Tja, dass vielleicht auch? H├Âr auf so eine Schei├če zu erz├Ąhlen, weder m├Âchte ich Remy v├Âgeln, noch lasse ich mich von ihm v├Âgeln. H├Ârt auf mit dem Unsinn. So feste wollte ich Dir keine mitgeben, ich mache es nachher wieder gut Lin", erkl├Ąrte Greg und setzte sich auf Linhards Scho├č. Als Dank bekam er einen Stempel auf die Stirn gedonnert.

Gregoire Verrill de Souvagne
"Sag mal...", keuchte Greg und rieb sich die Stirn.

Linhard von Hohenfelde
Lin umarmte Greg um den Bauch und hielt ihn fest. "Mal", lachte er. "Ein Dupont habe ich auch im Stab, wer w├Ąre denn dort bereit mir zu dienen?", fragte Lin und k├╝sste Greg auf den R├╝cken. "Frieden jetzt", bat er liebevoll. "Ich w├Ąre bereit ihm eine Stelle zu bieten und ich w├╝rde mich dr├╝ber freuen", grinste Lin.

Ciel Felicien de Souvagne
"Ich habe den Duponts ersteinmal eine Bleibe am Hof beschafft und mit ihnen ein wenig geplaudert. Vianney w├Ąre vielleicht was f├╝r dich, er ist in deinem Alter und noch nicht so verbittert wie die ├╝brigen Duponts. Ein Sonnenscheinchen ist er deswegen freilich nicht, aber er schien mir anst├Ąndig. Oder, wenn du keinen haben m├Âchtest, der dich volltextet, Maxime. Er ist stumm, aber als einziger Dupont mit einem Dauerl├Ącheln gesegnet."

Linhard von Hohenfelde
"Das wird schwer, aber ich denke Vianney wird es werden. Maxime schaue ich mir an, vielleicht nehme ich beide als Leibdiener. Oder Maxime einfach als Unterst├╝tzung, damit er etwas Geld verdient. Als Stummer wird er seine Schwierigkeiten haben, drum kann er als Hausdiener bei uns arbeiten wenn er m├Âchte und Gaston und Vianney zur Hand gehen. Was h├Ąltst Du davon? Oder Du Verrill?", fragte Lin freundlich.

Gregoire Verrill de Souvagne
"Mir gef├Ąllt die Idee, das ist ein freundlicher Hintergedanke und Maxime w├╝rde sich sicher bei uns wohlf├╝hlen. Gaston ist flei├čig und er w├╝rde ihn sicher gut anlernen. Er k├Ânnte ihn beim Einkaufen und so weiter unterst├╝tzen. Dass w├╝rde ihn sicher freuen", stimmte Greg zu und kramte in seiner Tasche nach seinen Rauchstangen.

Linhard von Hohenfelde
Lin nahm Greg die Rauchstangen ab. "Wir haben aufgeh├Ârt, also was sagst Du Ciel?", fragte er freundlich nach.

Ciel Felicien de Souvagne
"Ich fand sie beide in Ordnung. Maxime ist auf jeden Fall nicht dumm, auch wenn er auf den ersten Blick so wirkt wie ein Nathan. Er beherrscht Geb├Ąrdensprache, kann musizieren. Ich vermute, Nathan h├Ątte seine helle Freude an ihm. Vianney ist ein vorbildlicher Chevalier, von den dupontschen Eigenheiten abgesehen und ich denke, auch ohne Erfahrung als Diener w├╝rden beide das lernen."

Gregoire Verrill de Souvagne
"Ich wollte sie weglegen Lin. Musizieren? Das gef├Ąllt mir, dass k├Ânnte er f├╝r uns tun. Oder sp├Ąter f├╝r das Kleine. Gaston kann beide anlernen, Du musst uns mit ihnen bekannt machen. Und da schon ein Dupont f├╝r Linhard arbeitet, wird sie das ganz bestimmt freuen. Ich mag Nathan, ich kam immer gut mit ihm aus. Seltsamerweise hat er eine beruhigende Wirkung auf meine aufgew├╝hlten Gedanken gehabt. Wann m├Âchtest Du nachher zu uns kommen?", fragte Greg und kramte Kekse aus einer Tasche die zerkr├╝mmelt und zerbrochen waren. Er a├č sie aber dennoch und legte sie auf den Schreibtisch, falls sich jemand bedienen wollte.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel nahm sich pro forma einen Kr├╝melkeks. "Nach dem Abendbrot. Lasst uns zusammen dann noch eine Kleinigkeit knabbern und dann gleich zum gem├╝tlichen Teil ├╝bergehen. Vergesst nicht, schon die Schlafsachen anzuziehen. Ich bringe Ferrau mit, wenn es recht ist. Papa ist vermutlich bei Alexandre versackt oder er meint, uns allein lassen zu m├╝ssen, da wir Unz├╝chtigkeiten planen w├╝rden."

Gregoire Verrill de Souvagne
"M├Âglich, oder er gibt uns einfach Zeit, hier in Ruhe unseren Frieden auszukosten und uns auszuquatschen, dass wohl ehr. Sonst h├Ątte er Alex herbestellt oder einen Diener geschickt Ciel. Er wird mit Alex reden und wir sollen hier weiter in Ruhe reden, allein nicht unter Aufsicht. So machen wir das, sicher bringst Du Ferrau mit, so war es abgemacht. Ich werde uns was leckeres raussuchen", freute sich Greg.

Ciel Felicien de Souvagne
"Wird Ferrau von Gaston wie ein Gast behandelt oder soll er ihm helfen? Nach dem Schreck mit der Kutschfahrt f├Ąnde ich es passend, wenn er sich ein wenig bewirten lassen d├╝rfte." Er verriet nicht, dass Ferrau es einfach sehr genoss, den kleinen inneren Protz raush├Ąngen zu lassen, der in ihm schlummerte.

Linhard von Hohenfelde
"Ferrau war fest eingeplant bei dem Spieleabend Ciel, mach Dir keine Gedanken. Und bitte mache Dir keine Sorgen. Wir werden alle in Schlafklamotten sein, Ferrau ebenso, er kommt als Privatperson und nicht als Diener. Ja ich denke auch, Maximilien hat uns sein Feld ├╝berlassen", grinste Lin.

Linhard von Hohenfelde
"Ferrau ist Gast Ciel, er ist als Dein Partner da, nicht als Dein Diener", sagte Lin und nahm sich auch einen Keks.

Ciel Felicien de Souvagne
"Ich wollte nur noch einmal nachfragen, nicht, dass ihm wieder jemand Faulheit unterstellt. Ich glaube Ferrau besitzt gar keinen Schlafanzug. Er wird dann wohl in Unterw├Ąsche erscheinen ... oder ich borge ihm etwas."

Linhard von Hohenfelde
"Er k├Ânnte etwas von mir anziehen, wobei Ferrau ja etwas moppelig geworden ist. Vielleicht passt es ihm ja trotzdem", schlug Linhard vor.

Ciel Felicien de Souvagne
"Ich frage ihn einfach. In meine Sachen m├╝sste er auch reinpassen, da wir fast gleich gro├č sind und meine Schlafkleidung weit und bequem geschnitten ist."

Gregoire Verrill de Souvagne
"Oder er bekommt einen Schlafanzug von Gaston, da geht er garantiert rein. Gaston hat ganz sch├Ân was auf den Rippen, aber es passt zu ihm", sagte Greg gut gelaunt

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel feixte. "Wenn wir ihm das vorschlagen, k├Ânnte Ferrau beleidigt sein. Er ist manchmal sensibel und ich m├Âchte nicht, dass er beginnt, sich f├╝r seine Apfelb├Ąckchen zu sch├Ąmen." Ciel setzte einen sehr verliebten Gesichtsausdruck auf, woran man sah, dass er gerade absolut entspannt war.

Gregoire Verrill de Souvagne
"Ach was, da wird er sich nicht sch├Ąmen. Er ein Band um den Hosenbund machen. Folglich ist er zu schmal f├╝r Gastons Buxen", lachte Verrill. "Zudem Gaston darf dann auch fr├╝h Feierabend machen und sich zur├╝ckziehen. Er soll sich etwas erholen, wo er mir immer so treu beisteht. Du siehst gl├╝cklich aus, dass freut mich Ciel. Ich hoffe wir alle sehen so aus und ich glaube, dass wir gewaltigen Spa├č im Kloster haben werden. Aber sagt das nicht Paps", lachte Greg.

Ciel Felicien de Souvagne
"Spa├č bei der Strafe - in Alexandres Tempel w├╝rde das nicht passieren. Da d├╝rften wir auf einem Nagelbrett schlafen und uns drei mal t├Ąglich selbst gei├čeln, w├Ąhrend wir dem zust├Ąndigen Hexer erl├Ąutern, warum wir es heute besonders verdient haben. Ich denke, in einem normalen Kloster wird es dagegen das reinste Zuckerschlecken sein. Ja, ich bin gl├╝cklich mit Ferrau." Ciel grinste, ganz entgegen seiner sonstigen Art, wie ein kleines M├Ądchen und rutschte sogar etwas auf seinem Stuhl herum.

Gregoire Verrill de Souvagne
"Ich denke wir sollten es genie├čen, Spa├č haben und dort etwas lernen. Und wir vier sollten auch wirklich zusammenhalten denn sonst wird es nicht gehen. Und ich werde es nicht schaffen ohne Eure Hilfe, dass gestehe ich gleich dazu. Ich wei├č nicht, wie ich mich f├╝hlen werde, aber ich werde vorsichtig sein, mit meinen Arbeiten. Aber wir werden sehen was uns dort zugeteilt wird, sonst k├Ânnten wir ja tauschen", schlug Greg vor.

Ciel Felicien de Souvagne
"Ich denke, die M├Ânche werden ausreichend medizinische Kenntnisse haben, um dir keine zu schweren Arbeiten zuzumuten. Ansonsten ist im Zweifelsfall die Sicherheit des Ungeboren vorrangig und dann stell dich einfach stur, das kannst du ja. Linhard und ich werden uns um das k├╝mmern, was zu viel f├╝r dich ist. Ich freue mich richtig darauf, die Strafe anzutreten. Wir werden bessere Menschen sein, wenn wir sie abgeleistet haben, auf jeden fall aber ein besseres Team."

Gregoire Verrill de Souvagne
"Und wir werden neues richtig kennenlernen, nicht nur nachlesen. Darauf freue ich mich. Dass hat Du lieb gesagt Ciel", freute sich Greg.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel erhob sich und wischte den Stempel mit dem Handr├╝cken breit. "Ich werde Ferrau Bescheidsagen und wir machen uns bettfertig, dann kommen wir r├╝ber. Bis gleich." Er grinste und verlie├č die Amtsstube.
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"Niemand wendet sich gegen die Familie, sonst wendet sich die Familie gegen Dich" - Linhard von Hohenfelde

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