Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den AnfĂ€ngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. WĂ€hrend die Urvölker auf AltbewĂ€hrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. GeheimbĂŒnde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Die Beschwörung von Alastair

Die einstige naridische Adelsfamilie von Hohenfelde beschloss, die blutige Vergangenheit hinter sich zu lassen und in Souvagne einen Neuanfang zu wagen. Mit von der Partie sind die verbĂŒndeten und verwandten Familien von Wigberg und von Eibenberg.
Antworten
Benutzeravatar
Brandur von Hohenfelde
Freiherr
BeitrÀge: 86
Registriert: Di 8. Aug 2017, 14:39
Volk: Naridier (Almane)

Die Beschwörung von Alastair

#1

Beitrag von Brandur von Hohenfelde » Mi 18. Apr 2018, 01:42

<< Der neue Weg fĂŒhrt nach Souvagne - BranDunLin

Die Beschwörung von Alastair

Linhard von Hohenfelde
Linhard hatte es sich gemeinsam mit Greg in dessen Leseecke bequem gemacht, wĂ€hrend Brandur im wahrsten Sinne des Wortes durch die Bibliothek geisterte. Linhard beschloss in seinem Herrenhaus ebenfalls eine Bibliothek einzurichten fĂŒr die beiden. GlĂŒcklicher hatte er Brandur selten gesehen und Gregoire hatte es trefflich formuliert, dies war sein Zuhause des Herzens. Wenn beide dafĂŒr BĂŒcher benötigten, sollten sie sie haben. Er selbst hatte einige BĂŒcher, aber dabei handelte es sich um FachbĂŒcher des Schwertfechtens und einiges an Unterhaltung. Lin schaute sich nach seinem Vater um.

Brandur von Hohenfelde
Der Diener hatte es nicht leicht und wĂŒrde wohl Muskelkater davon haben, Brandur all die BĂŒcher hinabzureichen, kurz das Inhaltsverzeichnis aufzuschlagen und sie dann wieder einzurĂ€umen, sowie eine Liste der BĂŒcher anzulegen, die Brandur durchzuarbeiten gedachte. Brandur bemerkte, dass sein Sohn ihn suchte und schwebte wĂŒrdevoll zu ihm herĂŒber. »Diese Bibliothek ist eine wahre Wunderkammer. Doch ĂŒber besagte Kunst ist nichts zu finden. Nicht einmal in Randnotizen oder den Appendizes.«

Linhard von Hohenfelde
Linhard grinste seinen Vater glĂŒcklich an. »Welche Kunst? Die der Wiederbelebung? Ich vermute solches Wissen werden wir hier nicht finden oder?«, hakte Lin nach.

Gregoire
Greg schĂŒttelte den Kopf, wĂ€hrend er weiterlas. Â»Ăœber Blutnekromantie an sich - schon. Aber ĂŒber Zauber nicht. Ich besitze kein Zauberbuch ĂŒber Blutnekromantie und mir sind die Lehren der Magie nicht bekannt. Dazu muss ich sagen, dass mir keine Lehren der Magie bekannt sind, obwohl ich einige ZauberbĂŒcher habe. Allerdings nur, da ich die Schrift mag und die Zeichnungen darin. Aber lesen kann ich sie nicht«, erlĂ€uterte Greg freundlich.

Linhard von Hohenfelde
»Paps könnte sie ĂŒbersetzen, falls es Dich interessiert, nicht wahr Paps? Nun wo findet man denn ansonsten solches Wissen? Ich meine wer bildet bei Euch Magier aus?«, hakte Lin nach.

Gregoire
»FrĂŒher war es die Akademie in Drakestein - grĂ¶ĂŸtenteils. Ansonsten Privatlehrer und die neue Akademie - Flamme des Wissens. Dort wĂŒrdest Du gut hinpassen Brandur«, antwortete Greg schmunzelnd.

Linhard von Hohenfelde
»Nun dazu mĂŒsste er leben, nur lebend erhĂ€lt man einen Lohn«, wandte Lin grinsend ein.

Brandur von Hohenfelde
»Eine Akademie! Ja, man hat bereits frĂŒher versucht, mich als Dozent anzuwerben, jedoch haben die UmstĂ€nde damals nicht gut gepasst. An sich hĂ€tte ich diesen Beruf gern ausgeĂŒbt. Was ich hier an Werken ĂŒber die Blutnekromantie fand, ist alles nur SekundĂ€rliteratur, es sind keine Originale dabei. Ich vermute, es gibt eine Art Verbotene Abteilung, aber wenn sie verboten ist, werden wir darĂŒber natĂŒrlich nichts hören, was ich allerdings bedaure. - Linhard, du siehst sehr zufrieden aus. Es freut mich, dich so zu sehen, nachdem unser letztes Zusammentreffen ausgerechnet meine Beisetzung war. Wo ruhen die Leichname von mir, meinem Vater und meinem Bruder momentan? Wurden sie bereits ĂŒberfĂŒhrt?«

Linhard von Hohenfelde
»Sie ruhen in der Nachtburg, Ossi hat Dich beschworen. Warum Paps? Wozu benötigst Du Deinen Körper? Dave wird Dich also Deinen Körper nachholen. Wir mĂŒssen das vorher gut und umsichtig planen, damit Du nicht... ehm... nun verwest. Dunwin und Alastair wollte ich ebenfalls nachholen lassen. Ich möchte nicht das Dave Dunwin vernichtet. Ich verstehe seinen Gedanken, aber er muss da auch meinen Wunsch respektieren, zumal es mein Herrenhaus ist. Ich werde beide auf unserer Scholle beisetzen lassen. Ihre Körper sollen dort finden was sie in Naridien niemals gefunden haben... Frieden. Ich möchte sie nicht entsorgt wissen. GleichgĂŒltig was Alastair war, er war dennoch einer von uns. Also was möchtest Du denn mit ihnen?«, fragte Lin neugierig.

Gregoire
Greg musterte seinen Verlobten bei fĂŒr ihn im Kontext sehr seltsamen Ton. Er blinzelte kurz, schĂŒttelte minimal den Kopf und las weiter.

Brandur von Hohenfelde
»Es wÀre auch mein Wunsch, dass die Familie vereint ruhen kann. Davard hat kein Anrecht darauf, den Körper meines Bruders oder unseres Vaters zu vernichten! Was ich von Alastair noch will? Ja, was will ich von ihm ... ich möchte ihm am liebsten den Mittelfinger zeigen. Ihm zeigen, was du geschafft hast, du, ein Purie - nach deinem Weg und nicht nach seinem. Das wÀre etwas ganz nach meinem Geschmack.«

Linhard von Hohenfelde
»Dann soll Ossi ihn beschwören. Dann kannst Du ihm sagen was Du ihm schon immer sagen wolltest und er könnte Dir vielleicht ein paar Fragen beantworten. Oder mir. Ich kenne ihn nur aus ErzĂ€hlungen, ich habe keine direkte Erinnerung an ihn. Von der Optik kenne ich ihn nur von den GemĂ€lden. Er war groß, schlank, Ă€hnelte von der Art und Figur her Dunwin und Dave. Aber er hatte extrem dunkle Haare und dunkle Augen so wie Kunwolf nicht wahr? Oder wie Wolfram. Gut bei Wolfram ist das was anderes, wenn er einen anschaut fĂŒhlt man sich dabei gut, seine Augen strahlen WĂ€rme aus, so wie Deine Paps. Aber die Augen von Alastair sehen auf den Bildern nicht gerade warm aus, er wie schwarze Murmeln die einen in den Abgrund schicken. Darf Greg mitkommen?«, fragte Lin.

Gregoire
»Kann uns diese Person gefÀhrlich werden? Ansonsten muss ich eines der Himmelsaugen mitnehmen. Ich kann nicht zulassen dass dieser Alastair Dich oder mich verletzt Linhard«, warf Greg vorsorglich ein. Ihm war die Sache zwar nicht geheuer, aber neugierig war er trotzdem.

Brandur von Hohenfelde
»Ein Geistmagier wĂŒrde nichts nĂŒtzen gegen einen Totengeist«, erklĂ€rte Brandur milde. »DafĂŒr bedarf es eines Nekromanten. Ein Geist selbst ist nahezu machtlos - seine Macht richtet sich nach dem, was sein Beschwörer mit ihm anstellt. Nun, Gregoire gehört nun zu unserer Familie, nicht wahr? Warum sollten wir ihn also ausschließen von den Interna? Von meiner Seite aus spricht nichts gegen seine Anwesenheit.«

Linhard von Hohenfelde
»Von meiner Seite auch nicht, zumal ich mich ihm schon anvertraut habe. Und vielleicht sieht er dann, dass nicht alle Nekros zum FĂŒrchten sind. Begleite uns Greg, Osmund wird Alastair nichts erlauben, was Dir schaden könnte. Alastair war mein Uropa - der Vater von meinem Opa Dunwin. Er ist sozusagen die Graue Eminenz im Hintergrund wie er immer genannt wurde. Das Namenlose Grauen, dabei hatte er einen - komisch. Osmund ist eines unserer Ă€ltesten Familienmitglieder, vielleicht sogar das Ă€lteste. Nicht wahr Paps? Er ist alt, mĂ€chtig und fĂŒr unsere VerhĂ€ltnisse ausgesprochen freundlich. Wobei ich glaube fast jeden Magier aus unserer Sippe bekommst Du rum, wenn Du ihn einmal in die Bibliothek einlĂ€dst«, grinste Linhard.

Gregoire
»Das lĂ€sst sich einrichten, es ist ja meine Privatbiblio - hier treibt sich niemand ohne meine Erlaubnis herum. Nun gut, gehen wir. Ich verlasse mich auf Euer Wort und gewĂ€hre Euch meines. GleichgĂŒltig was ich höre, ich schweige«, versprach Greg freundlich.

Brandur von Hohenfelde
»Man nannte ihn das Namenlose Grauen, weil jenes Grauen sich durch die Generationen zog. Es war nicht nur Alastair zu eigen, sondern auch Dunwin, Kunwolf und mir selbst. Das Erbe, das Böse, das in jedem von uns schlummert, mit Ausnahme von Wolfram vielleicht, aber der ist generell etwas verdreht. Manche sprechen von einem Familienfluch, doch das ist lÀcherlich in anbetracht der geballten magischen Macht unserer Sippe. Wem sollte es gelingen, uns zu verfluchen?«

Linhard von Hohenfelde
»Einem anderen von uns, sonst niemanden. Nur ein Hohenfelde kann einen Hohenfelde töten, so sagt man. Aber wir sind hier, damit genau das nie wieder passiert. Und ich zog gemeinsam mit Dave und den anderen aus, verbĂŒndet um Dich zu retten. Wie sagte er? Premiere, zwei schließen sich zusammen um ein Familienmitglied zurĂŒck ins Leben zu holen, anstatt es zu beenden. Damit hat er Recht. Das Schlimme ist doch, dass viele Opfer und TĂ€ter sind. Ich liebe Dave, aber ich liebe auch Dunwin. Das eine schließt das andere doch nicht aus oder? Dave war immer gut zu mir, auch wenn ich ihn einige male angezickt habe in meiner Wut. Er hat versucht, was Ansgar nur ein zwei mal versuchte. Er hat sich immer bemĂŒht, auf seine Art. Du kennst ihn, er ist ziemlich still, aber er kann auch ganz anders, wenn man ihm dumm kommt. Aber so ist er zu mir immer lieb und umgĂ€nglich gewesen, wie Wolfram. Nun Wolfram ist ein Fall fĂŒr sich nicht wahr? Er hat schon genug als PĂ€ckchen zu tragen, als das er sich noch den Mist seiner Familie anhören muss. Und Dunwin, so schrecklich wie er zu anderen war, so lieb war er zu mir. Selbst zu Lebzeiten, wo ich ihn nur aus der Entfernung sehen durfte, es ging nie was aggressives von ihm gegen mich aus. Er war eher interressiert und neugierig so wie ich. Keine Ahnung, ich habe immer zu ihm eine Verbindung gespĂŒrt. Vielleicht erging es Ansgar ebenso und er hat mich deshalb auf Abstand gehalten. Ja das Grauen wurde weitergereicht wie eine Krone - man könnte es so bezeichnen. Kommt wir gehen«, sagte Linhard und ging vor.

Brandur von Hohenfelde
»Wahre Worte«, sprach Brandur dĂŒster. »Wir selbst sind jene, die uns verfluchten und den Fluch am Leben hielten. Das hat nun ein Ende, wie so vieles. Davard war schon immer ein anstĂ€ndiger Mann, von seinem kleinen Nebenerwerb abgesehen. Er kann zicken, wie du es nennst, aber böse? Nein, böse ist er nicht. Er tut, was er tun muss. Nicht mehr. Womit er sich von seinem Bruder unterschied wie von vielen von uns. Ich wĂŒsste nicht, was Wolfram schlimmes auszustehen hĂ€tte. Er schien mir sehr glĂŒcklich zu sein in seinem verborgenen Tal - bis wir kamen und ihn heimsuchten.«

Linhard von Hohenfelde
»Keine Ahnung wie es sich ĂŒblicherweise mit FlĂŒchen verhĂ€lt, aber ich vermute Ursache und Wirkung. Wer verflucht, kann den Fluch den er losließ auch brechen. Es ist ja kein Furz, den man nicht zurĂŒckholen kann weil der stinkend im Raum schwebt. Also wenn wir uns selbst verfluchen, mĂŒssen wir uns selbst davon befreien. Es war nicht nur die einzige Chance, es war auch unsere Pflicht. Denk nur an Irmina Brenda. Sie wird bald geboren werden und sie sollte in Souvagne geboren werden. Ich habe vielleicht niemals viel mit meiner Cousine zu tun, aber ich dachte sie soll ihr Leben völlig ohne Altlasten beginnen, wenn sie schon Dir zu ehren Deinen Namen trĂ€gt. Allerdings soll sie das auch so, sie ist ein unbeschriebenes Blatt und ich möchte nicht, dass nur eine Seite ihres Buches so etwas enthĂ€lt wie das von Dave, Ansgar, Dir oder Dunwin... oder auch von mir. Die meisten verstehen nicht, dass Einsamkeit schmerzt. Du hast es verstanden und Greg ebenso. Du aus der Warte der gleichen Erfahrung, er einfach weil... ja keine Ahnung warum, er tat es. Diese Heimsuchung hat Wolfram außerordentlich gut gefallen, ich sprach von seinem Leben davor. Er wohnte nicht umsonst in dem Tal und hier wird er mit Marlo leben. Ich hĂ€tte zwar nicht gedacht, dass er mal jemanden findet, aber ich hĂ€tte auch nie gedacht dass ich jemanden per Zufall finde«, lachte Lin gut gelaunt. Er fĂŒhrte sie in sein eigenes Gastquartier, wo es sich Osmund so lange gemĂŒtlich gemacht hatte. »Wir sind wieder da«, verkĂŒndete Linhard unnötiger Weise.

Osmund
»Schön, willkommen zurĂŒck«, grĂŒĂŸte er gut gelaunt und stellte seinen Kaffee beiseite.

Linhard von Hohenfelde
»Osmund das ist mein Verlobter von dem ich Dir erzÀhlte - Greg, dass ist Osmund von Wigberg«, grinste Linhard.

Osmund
Osmund deutete trotz seines Alters eine Verbeugung an. »Eure Hoheit, es freut mich Eure Bekanntschaft zu machen«, grĂŒĂŸte er freundlich.

Gregoire
»Mich freut es ebenso Eure Bekanntschaft zu machen, zudem bin ich gespannt auf Euer Können«, schmunzelte Greg.

Osmund
»Nun wozu immer Ihr einen Nekromanten benötigt - ich bin einer«, schmunzelte Osmund zurĂŒck.

Linhard von Hohenfelde
»Brandur möchte mit Alastair sprechen. Könntest Du ihn bitte beschwören?«, hakte Linhard nach.

Osmund
Osmund musterte Brandur. »Möchtest Du das?«, fragte Osmund nach.

Brandur von Hohenfelde
»Irmina Brenda?« Brandur ließ es eine Weile auf sich wirken. »Ein schöner Name! Woher wisst ihr, dass es ein MĂ€dchen wird? Oder ist sie inzwischen gar schon geboren?« Er wandte seine Aufmerksamkeit Osmund zu. »Ja, das möchte ich. Ich möchte ihm gern den Mittelfinger zeigen. Verbal selbstredend, obszöne Gesten sind meiner unwĂŒrdig.«

Linhard von Hohenfelde
»Weil es Dir Dave auf Deiner Bestattung sagte Paps, daher«, grinste Linhard.

Osmund
Osmund nickte zustimmend. Er setzte sich gemĂŒtlich auf das Sofa und ließ sich in den Nexus fallen. Es dauerte eine Weile, als Greg schon befĂŒrchtete es wĂŒrde ganz nichts geschehen, außer das Osmund gleich schnarchte - materialisierte sich eine Art schwarzes Leuchten in mitten des Raumes. Es war vergleichbar mit einer dunklen Sonne, die das Licht des Raumes zu absorbieren schien. Einen Augenblick spĂ€ter formte sie sich zu einem schwarzen Schatten der die Gestalt von Alastair von Hohenfelde annahm. Die Augen des Geistes glĂŒhten in einem unheilvolleren, wesentlich dunkleren Ton und der Blick mit dem er sie bedachte sprach BĂ€nde. Greg trat unbewusst einen Schritt vor Linhard und griff nach einer Waffe, die er privat gar nicht trug. »Schick es wieder weg«, flĂŒsterte Greg Linhard zu. Linhard zog Greg zurĂŒck und schĂŒttelte kaum merklich den Kopf. »Er kann nichts tun, außer giften und bösartig gucken. Und KĂ€lte verbreiten«, flĂŒsterte Linhard zurĂŒck.

Alastair
»Schau an... welch missrate Brut wagt es hier mich zu rufen? Der Nichtsnutz eines Nekromanten, der zweimal starb? Die Nachgeburt eines Puries samt seinem Spielzeug und ... Osmund ... Du widerwÀrtiger VerrÀter ...«, zischte Alastair grollend.

Osmund
»Ich grĂŒĂŸe Dich auch Alastair...«, gab der Nekromant ungerĂŒhrt zurĂŒck.

Brandur von Hohenfelde
Brandur spĂŒrte die altbekannte Angst zurĂŒckehren. Alastair war eine Macht, die alle von Hohenfeldes, die sie hatten erleben mĂŒssen, fĂŒrchteten. Seine Söhne machten da keine Ausnahme - diese besonders nicht. Er war froh, dass die Erscheiung Linhard vorerst ignorierte, von der unfreundlcihen BegrĂŒĂŸung abgesehen. »Wie schön, dass du dich zu diesem Anlass von deiner besten Seite zeigst, Vater«, sprach Brandur. WĂŒrde er noch leben, hĂ€tte er es nicht gewagt - und auch nicht im Tode, wĂ€re das letzte Jahr nicht geschehen. Es hatte ihn verĂ€ndert, so wie sie alle. Brandur sah nun einen Grund, dem Manne, der ihn gezeugt hatte, gegenĂŒber zu stehen ohne zu weichen. »Ich habe dich aus zweierlei GrĂŒnden rufen lassen. Erstens, um dich zu demĂŒtigen. Du bist nun hier, Osmunds Spielzeug und hast keine Macht mehr, ĂŒber keinen von uns. Zweitens, um dir etwas mitzuteilen, was dich noch mehr demĂŒtigen wird.« Brandur hatte das GefĂŒhl, dass die Bosheit in der Erscheinung mit jedem seiner Worte grĂ¶ĂŸer wurde. Er wĂŒrde lĂŒgen, wĂŒrde er behaupten, nur, weil er gestorben war, diesen Mann nicht mehr zu fĂŒrchten. Er versuchte seine Substanz so gut es ging unter Kontrolle zu halten doch er konnte nicht verhindern, dass sein blaues Leuchten zu einem hĂ€sslichen DunkelgrĂŒn verwelkte.

Alastair
Der Geist des alten Nekromanten nahm eine fast lĂ€ssige Körperhaltung ein. »Mein lieber Sohn... ich kann vielleicht einem Lebenden nichts anhaben, aber wir beide... Du und ich... wir teilen die selbe SphĂ€re. Du möchtest mich demĂŒtigen? Nun da bin ich doch tatsĂ€chlich gespannt... was hast Du getan um mich demĂŒtigen zu können? Und bitte verschone mich mit Deinen Pseudeograusamkeiten... nun ich bin... ganz Ohr wie man so schön sagt«, erklĂ€rte Alastair. Sein Gestalte verwehte und nahm genau vor Brandur wieder Form an. »SPRICH WURM!« befahl der Geist und Linhard wie auch Greg zuckten synchron zusammen.

Osmund
Osmund schĂŒttelte kaum merklich den Kopf. »Ganz ruhig Ihr beiden, er ist sowas wie ein Gewitter - nur ohne Blitz - reines Donnern. Das ist ebenfalls harmlos. Und Du Alastair, reiß Dich zusammen oder ich reiße Dich auseinander«, knurrte Osmund. Die Aussage schien Greg nicht sonderlich zu beruhigen, denn er bildete optisch nun den genauen Kontrast zu Alastair, er war schneeweiß

Brandur von Hohenfelde
Brandur musste sich extrem zusammenreißen, ruhig zu bleiben. Er rief sich ins GedĂ€chtnis, dass Osmund ein Ă€ußerst fĂ€higer Nekromant war und selbst einen machtvollen Geist wie diesen wĂŒrde bĂ€ndigen können. »Es ist nicht meine Absicht, grausam zu sein. Ich habe dir lediglich die Fakten dargelegt und werde damit nun fortfahren. Ich habe nichts getan, außer zu sterben. Linhard war es, der dir durch seine Taten auf das Grab spucken wĂŒrde, wenn du eins hĂ€ttest. Ich habe dich rufen lassen, um dir mitzuteilen, dass du gescheitert bist. Dunwin und ich haben uns ausgesöhnt. Wir sind wieder BrĂŒder. Meine ausgelöschte Familie, sie lebt fort - in Linhard, der mein Sohn geworden ist. Die Familie, sie hat sich unter ihm als Oberhaupt vereint. Ihm, dem Nichtmagischen - und sie sind ihm freiwillig gefolgt. Die Familie hat dem Alten Weg, dem Dunklen Pfad kollektiv abgeschworen. Kein Tropfen unseres Blutes wird mehr vergossen werden durch eigene Hand.« Brandur zwang sich, etwas zu lĂ€cheln. Seine Substanz flackerte leicht.

Alastair
»Die Familie... woher willst Du wissen, was meine BeweggrĂŒnde waren? Kannten wir uns...? Du sprichst als wĂ€re etwas Schlechtes daran gewesen Euch zum Sieg, zur HĂ€rte, zur Entschlossenheit zu fĂŒhren. Nur weil Du gescheiert bist TrĂ€umer, heißt das nicht dass wir alle gescheitert sind. Der Same der Hoffnung lebt in all meinen Söhnen weiter... es sei denn sie sind tot. Sind sie alle tot? Alle einschließlich Dir?«, fragte Alastair auf einmal etwas umgĂ€nglicher.

Brandur von Hohenfelde
»Wir alle sind gefallen und jeder Einzelne durch die Hand eines der unseren. Vielleicht erfĂŒllt dich das mit Genugtuung, mich erfĂŒllt es mit Schmerz. Das ist nicht das, was ich mir fĂŒr meinen letzten verbliebenen Sohn wĂŒnsche. Wir kannten uns nicht. Doch was ich von dir habe kennenlernen mĂŒssen, lernte ich nicht zu lieben. Von daher hielt sich mein Interesse daran, dich nĂ€her als nötig kennenzulernen, in Grenzen.«

Linhard von Hohenfelde
Linhard strich Greg einmal ĂŒber den Arm als Zeichen, dass er bleiben sollte wo er war und um ihm etwas die Angst zu nehmen. Dann bezog er neben Brandur Stellung und musterte Alastair. Bis auf die Farbe sah er genauso aus wie die Gestalt auf den GemĂ€lden. Die Gestik und Mimik hatte enorme Ähnlichkeit mit der von Dunwin - so als wollte er sie parodieren. Oder wollte Dunwin einst Alastair kopieren und hatte die Gesten förmlich einstudiert? Bewusst oder unbewusst? In Gleichheit sah man oft einen VerbĂŒndeten. Aber Dunwin hĂ€tte eines wissen mĂŒssen, ein Hohenfelde betrachtete sein eigenes Blut selten als VerbĂŒndeten, viel mehr ging er stets von einem Hinterhalt aus. Und je Ă€hnlicher er selbst Alastair wurde, je gefĂ€hrlicher wĂŒrde Alastair ihn einstufen und auf Abstand halten. Aber die Körperhaltung fand Linhard erinnerte an Dave. Irgendwie stolz, gerade aufgerichtet und dennoch lauernd. Lin stand nahe neben Brandur, da er ihm anders keinen Beistand leisten konnte.

Alastair
Alastair schwieg fĂŒr seine VerhĂ€ltnisse ungewöhnlich betreten. »Ihr Vier seid alle tot? Ich hatte gehofft dass wenigstens mein Purie ĂŒberleben wird... aber auch er starb... durch wessen Hand? Ich habe niemals gewollt dass Ihr alle sterbt, nur drei von Euch - nur war dieses unheilige BĂŒndnis zwischen manchen von Euch unertrĂ€glich«, zischte Alastair und musterte Linhard stechend.

Linhard von Hohenfelde
Lins Augen wanderten fĂŒr einige Sekunden zu Brandur und seine Augenbraue zuckte minimal nach oben. `Vier?ÂŽ, zeigte er kurz mit den Finger und legte minimal den Kopf schief.

Brandur von Hohenfelde
Auch Brandurs Augenbrauen zuckten nach oben, nicht nur eine, wie bei Linhard, sondern alle beide. »Vier? Gibt es noch einen Bastard, von dem ich nichts weiß? Mein Bruder Dunwin fiel durch die Hand Ansgars, durch den auch ich den Tod fand. Wir standen kurz davor uns gegenseitig auszulöschen. Das war es, was der Alte Weg uns brachte - den eigenen Untergang.«

Alastair
»Blind und beschrĂ€nkt wie eh und je... wo versteckt man am besten etwas vor Euch drei Pappnasen? Vor Eurer Nase... wo wĂŒrde jeder gute Nekromant das kostbarste bewahren was er hat? Ein Kind der Liebe? Bei sich in der Gruft... Du hattest doch ebenso eine Liebste nicht wahr?... Nun ich verwehrte es Dir nicht, da Du kein Tier wĂ€hltest wie der unsĂ€gliche Dunwin... eine Albe... widerwĂ€rtig.... abstoßend.... ekelerregend... Er lebte unter Euch, geduldet, gewĂŒnscht, mit besten Veranlagungen ganz nach meinen Vorgaben großgezogen. So wie er hĂ€ttet Ihr ebenso werden sollen... aber Du mein lieber Brandur... Du wolltest keinerlei HĂ€rte annehmen.... wobei in Deinem angenommenen Sohn sehe ich seine Veranlagung... durch mein Blut weitergegeben an Dunwin und er gab es weiter an ihn... Nun dann höre zu, da Du so tot bist wie ich und er ebenfalls gefallen ist, werde ich Dir etwas von mir erzĂ€hlen, was Du vermutlich nicht glaubst. Einst habe ich mich verliebt... tja... kaum vorstellbar nicht wahr? Es war einer dieser belanglosen BĂ€lle mit belanglosen Menschen die bestenfalls als Bastelmaterial gedient hĂ€tten... und dann sah ich sie. Eine steinerne Miene, pure Verachtung im Gesicht, blass wie eines meiner Geschöpfe, kohlrabenschwarze Haare und ebensolche Augen. Sie war atemberaubend schön und eiskalt. Wir lernten uns kennen und wir lernten uns lieben. Sie hatte ihre kleine SchwĂ€che, sie hatte mein Arbeitsmaterial zum Fressen gerne... nun jede Frau hat so ihr kleines Ă€ußerst intimes Geheimnis nicht wahr? Sie schenkte mir einen Sohn Brandur - der vierte von Euch im Bunde. Ihr Ehemann war nicht sehr amĂŒsiert ĂŒber diesen Zustand. Nun was scherte es mich, wir hatten einander... Als er geboren wurde, war ich anwesend. Es war ein Ă€ußerst erhabenes GefĂŒhl ihn im Arm zu halten. So winzig, so blass mit den gleichen schwarzen Haaren wie seine Mutter, winziger Flaum bedeckte seinen Kopf. Und ich wusste was ich zu tun hatte, sie wusste es ebenso - wir gaben ihn am selben Tag fort zu seiner Amme. Erchan - echt, rein - so wie meine Liebe zu ihr. Übersetzt Archibald. Mit vollem Namen nach seiner Mutter benannt - Archibald von Dornburg. Und genau jener Sohn, dieser Sohn den wir in Liebe zeugten, tötete die Frau die ich liebte! UnverstĂ€ndnis, Rache, krankes Schicksal? Oh nein! Diese widerwĂ€rtige Brut von Dunwin hatte ihn angestiftet, meine Rigmor zu töten. Und als wĂ€re dies nicht schon ein Schlag ins Gesicht, wagte es diese lĂ€cherliche Kreatur, genau jene Kette zu tragen, die ich meiner Liebsten schenkte zur Geburt unseres Sohnes! Du kannst Dir nicht vorstellen, wie ich dafĂŒr verabscheute und hasste... und wie ich ihn immer noch verabscheue... aber nungut... Mein lieber Brandur... Seelen die zusammengehören finden auch danach wieder zueinander.... ich war immer noch auf der Suche nach Rigmor.... nun werde ich Erchan suchen... Trotz allem hĂ€tte ich auch Dir oder jedem anderen den Sieg gegönnt, aber nicht Dunwin, ihm niemals, nicht fĂŒr seinen Frevel«, erzĂ€hlte Alastair.

Brandur von Hohenfelde
»Erchan ist tot«, sagte Brandur. »Mein Leibdiener hat ihn getötet, dein Kind der Liebe, deinen Archibald. Mein Leibdiener Kasimir ist ein Vampir, der den Menschenfresser zum, nun ja, zum Fressen gern hatte!« Brandur lachte ein trockenes, kurzes Lachen. »Er hat ihn ausgesaugt bis auf den letzten Tropfen und ich habe mir anschließend eine Puppe aus seinen Knochen gebaut, die ich mit seinem Geist befĂŒllte um mich damit zu vergnĂŒgen!« In seinem Inneren ging es völlig anders zu, als er nach außen zur Schau trug. Archibald sollte mit ihm verwandt sein? Sein Halbbruder sein? Das konnte nur ein widerlicher schlechter Scherz sein, so wie der, den er sich gerade erlaubte! Andererseits ... je lĂ€nger er darĂŒber nachdachte, umso wahrscheinlicher erschien ihm diese Möglichkeit. Und die Erkenntnis erfĂŒllte ihn mit Ekel und tiefem Hass.

Linhard von Hohenfelde
Linhard starrte Alastair an. Wie Dunwin und Archibald miteinander umgingen, hatte auf einmal eine ganz andere Bedeutung. Wie hatten sie sich genannt? Wahlgeschwister! Sie wussten es selbst nicht. Jedenfalls wussten sie es nicht bewusst, sie hatten es gespĂŒrt und hatten sich verbĂŒndet. Schlagartig sah das Verhalten zwischen seinem Paps und Arch auch anders aus. Wenn Lin so drĂŒber nachdachte, hĂ€tte Arch Brandur vermutlich töten können. Aber er tat es nicht. Was hielt ihn eigentlich davon ab? Die Zuneigung zu Dunwin? Diesem war er ja scheinbar böse und die Zuneigung zu ihm, war sicher nicht dermaßen groß, dass er Brandur einfach akzeptierte. Auf Dunwins Geheiß hin hatte er damals versucht Brandur zu töten. Aber blendete man das aus, dann hatten sich die beiden bei Wolfram gezofft - ja wie er und Wolfi, wenn sie sich mal wieder nicht grĂŒn waren! Linhard rieb sich die Stirn. Das war kein dĂ€mlicher Witz von diesem Geist, es war eine Tatsache. Alles was seltsam erschienen war, alles was man nicht erklĂ€ren konnte war auf einmal erklĂ€rt - und auch dass Arch Dave anging. Er war sein Onkel und er war sein Großonkel. Dann wĂ€re Derya seine Tante! »Derya ist meine Tante... »,flĂŒsterte Linhard seinem Paps zu und versuchte ihn zu greifen um ihm trotz allem körperlichen Halt zu geben.

Alastair
Alastair musterte mit einem Gesicht, dass Brandur zu Lebzeiten niemals gesehen hatte, purer Schmerz. Seine Gestalt verblich und verging wie Nebel in der Sonne. Es dauerte eine Weile, bis Osmund ihn zurĂŒckgezwungen hatte. Alastair starrte sie nicht lĂ€nger feindseelig an, sondern wie einer Person die rein aus Zwang vor ihnen stand und jede Sekunde zĂ€hlte gehen zu dĂŒrfen.

Brandur von Hohenfelde
»Bei der Nachricht vom Tod von uns Dreien sah deine Reaktion etwas anders aus.« Brandur sagte dies ohne Vorwurf. Es war eine Feststellung, die ihm sehr weh tat. Sein Blick wurde anders. »Sei dankbar, dass nicht ich dein Beschwörer bin«, zischte er. »Sonst hĂ€tte ich dich nun in die Gebeine deines eigenen Sohnes gebannt, deines einzigen wahren Sohnes, wie es scheint! Darin hĂ€ttest du dich in alle Ewigkeit mit dem Zustand seines Ablebens auseinandersetzen dĂŒrfen! Er starb und seine Brut wird ebenfalls sterben! Ich bin nicht gefallen, damit es weitergeht, damit DU weitergehst!«

Alastair
»Es gab nur einen der sich abwandte, aber was spielt das fĂŒr eine Rolle, wenn alle fielen. Du warst schon immer ein TrĂ€umer Brandur. WĂŒrdest Du noch leben, dann hĂ€ttest Du dazu so wenig Mumm wie frĂŒher. Und hĂ€ttest Du den Mumm... nun dann hĂ€tte ich alles richtig gemacht. Du hattest so großes Potential und dennoch war alles verschenkt. Du hĂ€ttest genau wie Kunwolf meine Nachfolge antreten können. Erchan außen vor, er war was er war. Er war mit anderen MaßstĂ€ben gemessen und dennoch zeigte er unser Blut und den Biss seiner Mutter. Es mag sein dass alles zu Grunde ging, aber nicht alle Hohenfelde sind tot oder verweichlicht. Einer von uns wird sich erinnern. Vielleicht nicht heute Brandur, möglicherweise auch nicht diese Generation... aber eines Tages wird Dein Unrecht gesĂŒhnt werden. Es wird ein Kind geboren mit der Macht die stets in uns wohnte und der passenden Seele. Ich war diese Seele nicht, ich habe ebenso versagt. Getötet von einem Mann, der seine Kinder vor uns abschirmte. Ein Mann der eine Purie heiratete - nun vielleicht ist genau ihr Blut frisches Blut. Wer weiß... vielleicht macht es Dein Purie besser als ich es je konnte... mich hat nie gestört das Dunwin ein Purie war. Mich hat gestört, dass er mir meine Liebste raubte. Und wo wir schon bei ehrlichen GestĂ€ndnissen sind, seine Hure scherte mich nicht. Ich hĂ€tte sie ihm gelassen, wie Dir oder Kunwolf. Aber er tötete meine Liebe und so nahm ich ihm seine samt Kind. Hat er wirklich gedacht, ich ließe ihn damit durchkommen? Hielt er mich fĂŒr so weich, nachgiebig und schwach? Nun ich habe ihn eines besseren belehrt. Man mag mir Versagen und SchwĂ€che vorwerfen, aber eines nicht - ich ließ keine Rechnung offen. Nun bis auf die letzte vielleicht. Was denkst Du wie ich an den Familienthron kam Brandur? Du eine Tasse Matetee und eine Diskussion? Ich musste mir den Weg dahin freimorden. Meinst Du nicht ich wĂ€re nie einsam gewesen oder hĂ€tte meine BrĂŒder nicht vermisst? Ich weiß was Brudermord bedeutet - und er... er wird es auch bald wissen. Jeder von uns weiß es. Es ist nicht so, dass ich Euch nicht liebte... ich liebte Euch und wollte Euch das Beste mitgeben. Jeder von Euch hatte die gleiche faire Chance Brandur... ich habe nicht eingegriffen oder die Waffen fĂŒr Euch gewĂ€hlt. Ich war ein guter Vater...«.

Brandur von Hohenfelde
»Du warst ĂŒberhaupt kein Vater«, sagte Brandur und es klang nicht ganz so eisig, wie er es sich gewĂŒnscht hatte. Er spĂŒrte, dass es ihn alle Kraft kostete, nicht vor ihm erneut zu dem verĂ€ngstigten jungen Mann zu werden, der er einst gewesen war. »Und ich schwöre dir, dass du in allem, was du je von uns wolltest, scheitern wirst. Ich werde erneut unter den Lebenden wandeln. Dunwin und Kunwolf werden es auch. Wir alle Drei. Und wir werden gemeinsam stĂ€rker sein, als wir es allein je hĂ€tten sein können! Mein Sohn wird nicht dein Werkzeug. Niemand wird es mehr sein. Kein einziger. Was du von mir hĂ€lst ist irrelevant. Du wĂŒtest, weil du leidest. WĂ€re ich der Mann von vor einem Jahr, hĂ€tte ich das genossen. Jetzt widert es mich nur noch an.«

Linhard von Hohenfelde
Linhard schĂŒttelte langsam und bedĂ€chtigt den Kopf. »Labere keinen Stuss Ala, Deine Zeit war schon um bevor sie begann und gefĂ€llt hast Du Dich ganz alleine. Durch Deine pure Ignoranz und Arroganz. Du warst nicht mal ein Monster Alastair. Du warst ein Trottel, dass einem falschen Bild nacheiferte wie Dunwin. Er erkannte im Tode die Wahrheit. Und ich werde meinen Bruder nicht zu Leide tun, finde Dich damit ab. Was in zig Generationen sein wird? Zig Hohenfelde werden geboren, geliebt und werden lieben und der alte Weg der vermeintlichen StĂ€rke wird vergessen sein. Wie sagte einmal wer? SchwĂ€che zugeben ist eine StĂ€rke. Wer sagt denn, dass eine Einzelperson permanent stark sein muss. Vor allem gegen selbsterschaffene Feinde. Unser neues Motto lautet - man wendet sich nicht gegen die Familie, sonst wendet sich die Familie gegen Dich. Denn genau das werden wir hier - eine Familie. Wir wachsen zusammen. Und Erchan - Du sprichst von Liebe? Hast Du Dir den Mann jemals zu Lebzeiten angeguckt? Wir haben ihn gesehen, beide Seiten. Eine bis auf den Grund seiner Seele gestörte und pervertierte Person. Eine Person die dermaßen einsam ist, dass sie verrĂŒckt wurde. Anders kann man es nicht erklĂ€ren. Denn er erklĂ€rte mir einst, was mit jenen passiert die so einsam sind, dass sie sich innen hohl und leer fĂŒhlen. Sie fĂŒllen die Einsamkeit mit anderen Dingen. Die meisten Menschen mit Essen - er fĂŒllte sie damit, was er vermisste. Andere Personen. Das er sie anders in seiner NĂ€he haben kann, begreift er nicht. Begriff er nie und er hatte tausendfach die Chance. Du hast das Beinhaus geschaffen das wir gerĂ€umt haben und nicht dieses Ding, dass ihr am ersten Tag seiner Geburt dermaßen deformiert habt, dass es selbst nicht weiß was es ist. Wenn dieses Ding je geliebt wurde, dann von Jesper und Kasimir. Er selbst hat sich nie geliebt. Wenn das Dein Sieg ist - bitte. Du hast es geschafft, dass vier Deiner eigenen Kinder bereits einen Tag nach ihrer Geburt zu Grunde gingen. Und weshalb? Weil Du zu Grunde gegangen bist. Du bist kein Vater, Du bist ein verblendeter Idiot. Er hier - er ist ein Vater! Er hat mich beschĂŒtzt, angeleitet und geliebt. Was hast Du je getan, woran sich einer in Liebe erinnert? Wer? Kunwolf? Was hĂ€tte er zu sagen? Brandur oder Dunwin? Sogar Dein Erchan, an was könnte er sich erinnern, wo er sagt - schön dass es Papa gab und wenn es nur eine Situation ist! Nichts! Du hast gar nichts. Sie kannten Dich nicht, keines Deiner Kinder. Wie kann man sein eigenes Kind abgeben. Und Du wagst es von Liebe zu sprechen? HĂ€ttest Du geliebt, dann hĂ€ttest Du mit Deiner Macht den Weg beendet. Und nebenbei, Erchan fand seine Familie und die werte Mama dermaßen ekelerregend dass er ihr aus freien StĂŒcken den SchĂ€del spaltete wie Kantholz und die RĂŒbe abschlug. Dunwin hatte damit gar nichts zu tun. Er ist ihm nur die ganze Zeit atemlos hinterher geflitzt und als Dankeschön bekam er den Scheiß Klunker. Nur so nebenbei«, grollte Linhard und bezog mit Brandur Schulterschluss.

Brandur von Hohenfelde
Brandur wehte einen Substanzfaden durch Linhard, damit er spĂŒrte, dass sie beisammen waren, auch wenn eine ganze Dimension zwischen ihnen lag. Die magischen Ebenen ĂŒberlagerten sich und doch waren sie in zwei Welten. Noch. â€șDanke, Linhardâ€č ĂŒbermittelte Brandur ihm mit dem Substanzfaden. â€șLass dich nicht von ihm zu einem Werkzeug des Hasses machen. Es ist leicht, ihn zu hassen und sich von ihm provozieren zu lassen. Aber man Ă€rgert ihn viel mehr, wenn man GĂŒte zeigt, sogenannte Weichheit. Eigentlich sollte man ihn nicht einmal damit noch Ă€rgern wollen, sondern ihm zeigen, dass er und sein Erbe vergessen sind.â€č Brandur wandte sich an den schwarzen Geist. »Wie war eigentlich deine Kindheit, Alastair? Genau so glĂŒcklich wie die unsere?«

Gregoire
Greg gesellte sich zu Brandur und Lin, dabei hakte er sich bei Linhard ein. Die Gruppe auf diese Art zu erleben, war verstörend, beĂ€ngstigend aber auch extrem selbsterklĂ€rend. Warum Linhard sich einsam fĂŒhlte war Gregoire nun mehr als begreiflich und warum Brandur wieder leben musste auch. Er drĂŒckte seinem Verlobten einen Kuss auf die Wange. »Wir holen sie zurĂŒck - alle vier. Wir packen dass, macht Euch keine Sorgen«, sagte Greg vehement und starrte den Geist an. »Ich kenne Dich nicht und ich lege auch keinen Wert drauf. Ich habe BrĂŒder und ich kann Dir nur eines sagen - Du weißt nicht, was Du verpasst hast. Du hast keine Vorstellung davon wieviel Macht in brĂŒderlicher Liebe und eisernem Zusammenhalt steckt. Deine Macht war völlig wertlos«.

Brandur von Hohenfelde
Ein weiterer Substanzfaden löste sich und stupste Gregoire an. â€șHĂ€ttest du nicht schon meinen Segen gehabt - nun hĂ€ttest du ihn. Du bist ein guter Junge. So wie mein Sohn.â€č

Alastair
Alastair hörte ihnen kommentarlos zu. »Meine Kindheit war wie Eure, dank meines Vaters Kylion. Und ihm erging es nicht anders, jeder wahrte die Tradition... Ihr könnt nicht begreifen was Verantwortung fĂŒr die Blutlinie bedeutet«, warf der Geist ein.

Linhard von Hohenfelde
Linhard versuchte sich so gut es ging darauf zu konzentrieren wie sehr er seinen Paps liebte und hoffte die Botschaft kam durch den Faden an. Greg schmunzelte Brandur dankbar an und nickte knapp. »Nein mir völlig unbekannt, wir haben mit Blutlinien und so auch nichts am Hut, wir regieren nur ein ganzes Land und keine so wundervolle HolzhĂŒtte wie Du im holden Naridien«, warf Greg ein.

Brandur von Hohenfelde
»Dein Gerede bereitet mir Kopfschmerzen«, behauptete Brandur, obwohl er keinen Kopf mehr besaß. »Verantwortung - fĂŒr was? FĂŒr den Erhalt der Linie? Indem neun von zehn durch eigene Hand sterben? Macht das irgendeien Sinn? Von welcher Verantwortung sprichst du, Mann, der sich mein Vater schimpft?«

Alastair
»Von der die man mich lehrte und die Du scheinbar vergessen hast!«, zischte Alastair wĂŒtend, da er spĂŒrte wie ein seltsam komisches GefĂŒhl sich in ihm breit machte, als er ĂŒber seine eigenen BrĂŒder nachdachte.

Brandur von Hohenfelde
»Ein sehr inhaltsarmer Satz fĂŒr einen so intelligenten Mann. FĂŒr was ĂŒbernahmst du Verantwortung, Alastair? Denke nach und antworte mir.«

Linhard von Hohenfelde
Linhard musterte Alastair. »Pocken zum Beispiel? Wolltest Du sicher gehen, dass auch jeder den Spaß mal mitmachen darf? Dann hast Du Dich vergessen, oder hast Du Dich auch infiziert, um Kollektiv-Spaß zu erleben? Ich meine Dave hat nichts davon erzĂ€hlt, dass ihr alle lustig vor Euch hin gestunken hĂ€ttet. HĂ€ttest Du Verantwortung ĂŒbernommen, dann hĂ€tte die Familie wahre Macht. Denk mal an die Wigbergs - jeder ihrer Magier ist noch da. Und nun stell Dir vor, Du wĂŒrdest mit Deinen BrĂŒdern und Söhnen kĂ€mpfen - anstatt allein. Das wĂ€re schon eine andere Hausnummer oder. Wie hießen die ĂŒberhaupt?«, fragte Linhard wie nebenbei.

Alastair
»Bin ich hier bei der Inqisition? FĂŒr Euch ĂŒbernahm ich als Vater die Verantwortung, fĂŒr Eure Ausbildung und Erziehung. Ich habe Euch aufs Leben vorbereitet. Die Namen meiner BrĂŒder sind unwichtig, genauso wie die meiner Söhne - sie sind tot«, sagte Alastair mit einem StrĂ€uben in der Stimme.

Gregoire
»Du hast sie aufs Sterben vorbereitet und nicht aufs Leben. Rede Dir ein was Du willst, den Göttern sei Dank, dass Du nicht mehr Kinder versaut hast«, stöhnte Greg.

Linhard von Hohenfelde
»Er hat hunderte Kinder versaut, dank Erchan. Kinder die Eltern hatten, die sie wirklich liebten. Die sich gefragt haben warum die nicht heim kommen. Oder Kinder die gar nichts mehr hatten, nur das nackte Leben. All jene hat er geholt, um ihnen Deine »Reinheit« zu schenken, um ihnen die Einsamkeit zu nehmen und sich. Er hat sie sich einverleibt. Man kann wen umarmen, aber das ist nicht genug. Er muss eins werden, sie missbrauchen und fressen und dann ist alles gut. Wundervolle Liebe nicht wahr? Schade das Du ohne Körper bist - er hĂ€tte Dich mal lieben sollen, so wie Dave oder Ansgar. Ich hĂ€tte sehen wollen, ob er dann immer noch so hieß... oder ob Du vielleicht begriffen hĂ€ttest, WAS Du da geschaffen hast. Wie abgrundtief verbohrt muss man sein um einen Menschen so zu zerstören? Wie pervers muss man selbst sein oder verletzt um sein Kind dafĂŒr zu misshandelt, weil es wagt TrĂ€ume zu haben. Und was fĂŒr TrĂ€ume der TrĂ€umer hatte - verbotene TrĂ€ume. Familie, Freude, GlĂŒck, Gemeinsamkeit - ja das musste ihm Keim erstickt werden. Und warum? Warum?«, zischte Lin.

Gregoire
»Weil er es selbst niemals haben durfte - der Neid des Besitzlosen«, antwortete Greg. Alastair antwortete nicht, aber seine Gestalt flackerte fĂŒr einen winzigen Augenblick auf.

Brandur von Hohenfelde
Brandur waren die Worte genommen worden. Er starrte den Geist an. Das GrĂŒn, zu dem er geworden war, nahm einen giftigen Farbton an, wie alchemistischer Dampf. Die Worte hatten ihn so tief getroffen, wie Worte nur treffen konnten. »Er kann es dir nicht beantworten, Linhard. Denn er weiß es nicht. Er plappert nach wie ein Papagei. Ich kann ihn nicht mehr hören ... ich oder er, einer von uns muss gehen. Wenn ihr noch reden wollt, bitte. Ich kann in der Bibliothek warten.«

Linhard von Hohenfelde
»Das ist keine Frage - er geht«, antwortete Linhard.

Brandur von Hohenfelde
»Nicht in den Nexus! Er soll in einen Gegenstand gebannt werden. Einen, der seiner wĂŒrdig ist.«

Alastair
Alastair schĂŒttelte den Kopf. »Ihr werdet es nie verstehen... », sagte der Geist wĂ€hrend er sich auflöste und verschwandt.

Brandur von Hohenfelde
»Zu spÀt«, seufzte Brandur. »Nun gut. Es wÀre eine nette Spielerei gewesen, ihn in einem Nachttopf zu sehen.«

Osmund
Osmund schaute Brandur an. »Soll ich ihn zurĂŒckholen? Ich hatte den Kerl gerade losgelassen«, erklĂ€rte der alte Nekromant. Was er von dem GesprĂ€ch und Alastair hielt, sah man ihm deutlich an. Er verbarg keines seiner GefĂŒhle, die Maske war nicht notwendig.

Gregoire
»Am Ende hĂ€tte es ihm noch gefallen«, lachte Greg, was auch Linhard losprusten ließ.

Osmund
»Man steckt nicht drin«, grinste Osmund.

Gregoire
»Er in dem Falle schon, aber ich glaube wo immer dieser Geist hingegangen ist, er hat viel nachzudenken so wie er aussah. Die Ausreden galten ihm selbst, nicht Euch. Sonst hĂ€tte er Euch zusammengestaucht, er hat sich gerechtfertigt auch wenn er das abstreitet. Und die Namen seiner BrĂŒder konnte er nicht nennen - es tat ihm weh. Glaubt mir das«, sagte Greg.

Brandur von Hohenfelde
Brandur winkte ab. »Es wĂ€re nur eine weiterer Schritt auf dem Weg gewesen, von dem er sich wĂŒnscht, dass wir ihn gehen. Es ist besser, dass er fort ist. Mag er dort nach dem Sohn suchen, den er nicht finden wird.« Sehr langsam und gebeugt schwebte Brandur ein wenig umher.

Osmund
»Seine BrĂŒder hießen Heilwig, Bodwolf und Dansard - sie waren zu viert. Dans war der jĂŒngste und sein Lieblingsbruder, bis nunja Ihr kennt die Geschichten. Kurzum Heilwig, Alastair, Bodwolf und Dansard - Kylions Söhne«, antwortete Osmund.

Brandur von Hohenfelde
»Meine Onkel«, ergÀnzte Brandur.

Osmund
»Deine Onkel, nicht minder harmlos aber als Jungs genauso zueinander wie Ihr drei einst. Bis Kylion die Bande löste und sie sich auslöschten«, bestÀtigte Osmund.

Linhard von Hohenfelde
Linhard schaute Brandur ernst an. »Wirst Du es Dunwin sagen Paps? Wirst Du ihn ĂŒber Archibald aufklĂ€ren? Was machen wir mit ihm jetzt? Er ist mein Großonkel«, warf Linhard ein.

Gregoire
»Und Ihr wollt sie alle wiederholen? Oder nur Kunwolf, Dunwin und Erchan?«, hakte Greg nach.

Brandur von Hohenfelde
»Dunwin und Kunwolf werden wieder leben. Ich will es nicht nur besser machen, ich will umkehren, was geschehen ist. Es muss einen Weg geben! Es muss einfach!« Brandur war am Ende nach dieser Begegnung. »Und vielleicht ... vielleicht ...« Linhard unterbrach seine Gedanken. »Damit er ihn noch mehr mag, den Widerling? Ich werde es ihm nicht sagen, keinem von ihnen! Und du wirst nicht mit der Brut Alastairs ein Kind zeugen! Soll das Grauen sich potenzieren? Junge! Denk doch mal nach!« Er wandte sich Gregoire zu. »Alle? Wir können sie nicht alle ... wir haben Magier in der Familie. Unwahrscheinlich mĂ€chtige Magier wie Oswald, aber er ist nicht der Einzige. Diese Blutnekromantie ... warum haltet ihr sie dermaßen unter Verschluss! Solche Taten könnten ungeschehen gemacht werden! Nicht nur in unserer Familie. Jeder Mord ist ein Mord zu viel. Man könnte all die Taten, man könnte die Zeit umkehren! Es muss doch eine Möglichkeit geben, Euch dazu zu bewegen, uns zu helfen!«

Gregoire
»Weil alles aus einem bestimmten Grund geschieht, deshalb Brandur. Aber es geschah auch aus einem bestimmten Grund warum ich Linhard traf und wir uns. Und warum ich dies erfuhr oder wir von einander. Ich werde mein möglichstes tun um Euch zu helfen. In wie weit Euch geholfen wird, weiß ich nicht. Ob Dreux da sehr zugĂ€nglich wĂ€re, weiß ich nicht. Er wĂŒrde eine ErlĂ€uterung verlangen und in solchen Dingen wĂ€re Vater weitsichtiger als Dreux. Wobei ich das nicht mit Bestimmtheit sagen kann. Vielleicht wĂ€re auch Vater konservativ und Dreux offen Euch zu helfen. Ich rede mit beiden. Ich versuche es, ich verspreche es Dir«, antwortete Greg freundlich.

Linhard von Hohenfelde
»Wenn sie es nicht sofort erlauben, kann einer von unseren Magier die Magie erlernen? Das wÀre auch eine Lösung«, bot Lin an.

Brandur von Hohenfelde
Brandur nickte steif. Mehr konnte er nicht tun. Jetzt weiter zu drĂ€ngen, wĂŒrde nur das Gegenteil bewirken. »Die BĂŒcher ... ihr solltet nicht alles unter Verschluss halten. Es ist gegenwĂ€rtig unmöglich, sich die Blutnekromantie autodidaktisch anzueignen, selbst die einfachsten AnfĂ€ngerverfahren. Bedenkt, wie viel Elend und Leid gemindert werden könnte. Ich rede nicht von Menschen, die durch AltersschwĂ€che gingen. Sondern jenen, die um ihr Leben betrogen wurden. Kinder, die durch Krankheiten starben oder weil ihre eigenen Eltern sie verhungern ließen. Ermordete Töchter, im Krieg gefallene Söhne. Diese Magieform ist ein Geschenk Ainuwars und hĂ€tte ich eher davon gewusst ...« Der Geist musste sich abwenden.

Gregoire
»Ich verstehe es Brandur... es ist wohl die freundlichste Form der Magie neben der Heilmagie. Die erhabenste Art. Du hast mich auf Deiner Seite. FĂŒr die Anwendung muss ich mit meinem Bruder sprechen, er ist der Magier in der Familie. Habe ein paar Tage Geduld«, bat Greg.

Brandur von Hohenfelde
Brandur gab sich fĂŒgsam. Er nickte ein weiteres mal mit betretenem Gesicht. Doch innerlich horchte er auf. Nach Linhards Schilderungen hatte er schon geahnt, dass der dritte Bruder ein Magier sein musste. Ob er nun selbst Blutnekromantie beherrschte oder nicht - er war derjenige, ĂŒber den man an die Blutnekromanten herankam. Vielleicht ließ sich durch geschickte GesprĂ€chsfĂŒhrung herausfinden, welche Magierichtung er beherrschte, um zu schauen, inwieweit man auf ihn Einfluss nehmen konnte. Oder vielleicht konnte Davard es mit seiner Geistmagie erspĂŒren? So oder so hatten sie nun eine unverfehlbare FĂ€hrte. »Danke, Gregoire«, sagte Brandur und lĂ€chelte. Das LĂ€cheln war ehrlich.

Antworten