Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterlie├čen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf├Ąngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. W├Ąhrend die Urv├Âlker auf Altbew├Ąhrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. Geheimb├╝nde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Das schwarze Herrenhaus von Hohenfelde 04 -- Nach dem Haus

Die einstige naridische Adelsfamilie von Hohenfelde beschloss, die blutige Vergangenheit hinter sich zu lassen und in Souvagne einen Neuanfang zu wagen. Mit von der Partie sind die verb├╝ndeten und verwandten Familien von Wigberg und von Eibenberg.
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Linhard von Hohenfelde
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Das schwarze Herrenhaus von Hohenfelde 04 -- Nach dem Haus

#1

Beitrag von Linhard von Hohenfelde » Di 24. Jul 2018, 13:00

Das schwarze Herrenhaus von Hohenfelde -- Nach dem Haus

Ciel Felicien de Souvagne
Sie hatten das Haus besiegt. In vorderster Front hatte Ciel am meisten von dem Wesen abbekommen, welches das Gem├Ąuer beseelt hatte. Schlaff hing er zwischen Linhard und Alexandre, als sie nach Hause flogen. Die Hohenfeldes lachten, machten ihre schlimmen Witze und waren sichtlich erleichtert, dass es nun vorbei war. Sie flogen nach Osten, in die aufgehende Sonne hinein und der anbrechende Tag w├Ąrmte sie nach der kalten Dunkelheit des Gew├Âlbes. Ciel war nicht zum Lachen zumute. Er war noch nicht in der Lage, sich ├╝ber den Sieg zu freuen und die Eindr├╝cke des Grauens sa├čen sehr tief. Noch immer glaubte er, die saugenden Seelenf├Ąden an seiner Lebensessenz nuckeln zu f├╝hlen. Als sie den Hof erreichten, mussten sie ihm beim Absteigen helfen. Er schien Gewicht verloren zu haben, seine Kleider hingen lose um seine d├╝rren Glieder, seine H├Ąnde waren knorrig und fleckig wie die eines alten Mannes. ┬╗Ferrau┬ź, kr├Ąchzte er.

Linhard von Hohenfelde
Linhard schaute besorgt zu Ciel, als er seinen Paps, seinen Vater und seinen Onkel felsenfest an sich dr├╝ckte, nachdem sie wieder Souvagnischen Boden unter den F├╝├čen hatten. Dem alten Weg entsagen, das Haus erschlagen, alles angeblich eine Metapher und seine innere Einstellung neu zu justieren, um sich neu auszurichten. Dass sie alle tats├Ąchlich an F├Ąden getanzt hatten im Haus wie Marionetten, dass sie nichts weiter waren als eine Schweinefarm die permanent Futter f├╝r einen Lich lieferte, auf den Gedanken war keiner von ihnen gekommen. Und nicht nur das, die Kreatur bestand aus einem Nekro und zwei Geistmagiern, welchen unheiligen Bund sie auch eingegangen waren um sich so zu verschmelzen, sie hatten es geschafft mehr als zwei Jahrhunderte die Familie auf Intrigen, Mord und Magie hochzuz├╝chten. Einerseits um sie m├Âglichst wehrhaft zu halten - sie wollten schlie├člich nicht auf ihr Futter verzichten, aber der Hauptgrund war so perfide wie genial, so kamen sie dauerhaft an das m├Ąchtigste, beste und reinste Futter. Warum sollten sie also ihre K├╝he t├Âten, die sie jeden Tag aufs neue molken? Warum sollten sie sich den Bonus von Schmerz und Leid entgehen lassen, das sie wie ein Bonbon lutschten? Und wieviel von dem Grauen dass ein Hohenfelde produzierte war selbstgew├Ąhlt? Wieviel war Beeinflussung? Linhard wollte ihre Taten und Untaten nicht schm├Ąlern. Ein Hohenfelde war was er war, er hatte immer etwas Raubs├╝chtiges und Brutales in seinen Gedanken. Es sang tats├Ąchlich in ihrem Blut. Generationen waren darauf hin selektiert worden. Aber eines stand auch fest, sobald man das Haus hinter sich gelassen hatte, war man ein anderer. Freier in seinen Entscheidungen, nicht jede Antwort hie├č nunmehr Mord. Lin schaute zu Ciel, der schlimmer aussah als jemals zuvor und dass obwohl Dave ihm magisch beigestanden hatte. Er l├Âste sich von seiner Familie und ging zu seinem Schwager hin├╝ber. Unsinn so zu denken. Auch Ciel war seine Familie! Er hatte sein Leben riskiert und dem Dreier-Lich die Stirn geboten. Liebevoll nahm er Ciel in die Arme. "Du warst tapfer, Du hast mehr Mut als ich Dir je zugetraut habe. Danke f├╝r alles Ciel", sagte Linhard und jede Silbe war nichts als die reine Wahrheit.

Ferrau Du Trieux
Ferrau kam aus dem Palast gerannt und w├Ąre beinahe der L├Ąnge nach hingeschlagen, so sehr beeilte er sich. Er rannte Ciel fast um, als er ihm in die Arme st├╝rzte. Ferrau traute seinen Augen kaum. So verh├Ąrmt, abgemagert und zerschunden war sein Mann doch nicht losgezogen. Was war nur geschehen? Weinend dr├╝ckte er Ciel fest an sich und wiegte ihn in den Armen hin und her. "Was ist passiert Ciel? Was hast Du getan?", fragte er v├Âllig aufgel├Âst.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Wir haben das Haus erschlagen┬ź, sagte er und grinste mit gelben Z├Ąhnen. In seinen Mundwinkeln bildeten sich tiefe Falten. Er versuchte, sich von Linhard zu l├Âsen, da zog Ferrau ihn schon an sich heran. Liebevoll streichelte Ciel ihn, w├Ąhrend er sich auf ihn st├╝tzte, da er kaum stehen konnte. ┬╗Aber der Lich, der darin wohnte, hat meine Lebensessenz aufgezehrt. Ohne Davards Spende w├Ąre ich tot. Ich f├╝hle mich wie achtzig. Ich hab dich vermisst, mein Schatz. Ich wollte dich an Max vererben, ich hoffe, das w├Ąre in Ordnung gewesen f├╝r dich.┬ź

Ferrau Du Trieux
Ferrau kreischte auf wie ein weidwundes Tier, als Ciel davon sprach, dass er gestorben w├Ąre. So etwas wollte er nicht h├Âren. "Wir m├╝ssen Dich zu Benito bringen und seinem Bruder Dandingsbums. Sie werden Dir helfen, es sind Heilmagier. Ich will nicht vererbt werden! Ich will dass Du lebst. Ich spende Dir auch leben, jeder kann doch spenden, geht das? Frag den Magier, ich gebe Dir was ab. Ich lasse nicht zu, dass Du stirbst Ciel. Ich wei├č nicht wie das geht, aber kannst Du... nein Du kannst Dich gar nicht selbst heilen. Du hast ja nicht mal mehr Kraft zum Stehen", keuchte Ferrau und versuchte Ciel hochzunehmen um ihn zu tragen. Linhard dr├╝ckte ihn sanft zur Seite.

Linhard von Hohenfelde
"Ich mache dass schon, geh vor und k├╝ndige uns an. Ich meine dass Dave dass kann. Wer spenden m├Âchte kann es also tun. Er hat ja auch schon f├╝r Pavo etwas gespendet. Also wenn jemand zum Tode verurteilt war, hat er dessen Energie genommen und Pavo gegeben. Leider ist Pavo nicht vor Ort", erkl├Ąrte Linhard und eilte Ferrau hinterher, der heute erstaunlich flink war. Sogar Lin hatte M├╝he dem Leibdiener Ciels zu folgen.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel konnte von Linhard m├╝helos transportiert werden. Er schien fast nichts mehr zu wiegen. ┬╗Du spendest nichts, Ferrau, du bist eh schon zehn Jahre ├Ąlter als ich. Wie alt willst du noch werden?┬ź, motzte Ciel und muste danach husten. Er konnte sich nicht mal mehr standesgem├Ą├č echauffieren. ┬╗Du warst auch mutig, Lin ... du hast dich nicht nur dem Haus gestellt. Sondern deiner Vergangenheit. Du hast den Zerrspiegel zerschlagen, der dich als ein Wesen abgebildet hat, das du eigentlich nicht bist. Jetzt sei ein lieber Schwager.┬ź

Davard von Hohenfelde
Dave und die anderen folgten Ciel, Linhard und Ferrau zu Benito. Die Heilstube des Heilers war gl├╝cklicherweise leer. Bei dem Gepolter dass hereinbrach kam Benito sofort aus seinen Behandlungsr├Ąumen, er setzte gerade zu einer Schimpftriade an, als er kannte was los war. "Er ben├Âtigt sofort Deine Hilfe, er wurde von einem Lich ausgesaugt, der Kerl, also die Kerle haben ihm die Lebensenergie abgezapft. Ich habe ihm etwas von meiner eigenen gespendet, aber das reicht bei weitem nicht aus", erkl├Ąrte Dave. Linhard legte Ciel auf eine Bahre und Benito machte sich sofort daran Ciel ausgiebig zu untersuchen. Er schaute ihm ernst in die Augen und Ciel sah, dass dies diesmal kein Spa├č von Benito war. "Was genau haben Eure Angreifer getan?", fragte der Heiler.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Mich beschimpft und ein Loch in meine Seele gerissen ... ich glaube, da sickert immer noch Energie raus. Es f├╝hlt sich an, als ob man mir den St├Âpsel gezogen hat. Ich kann es selbst nicht aufhalten. Es waren drei Lichs ... uralt. Ich hab dagegen keine Chance. Ohne Davard w├Ąre ich schon tot. Und ohne Lin, der die K├Âpfe des Hauses abgeschlagen hat. Drei waren es, das Haus hatte drei K├Âpfe!┬ź

Linhard von Hohenfelde
Linhard hielt Ciels Hand fest, die andere hielt Ferrau. "Ich werde mich bem├╝hen, ein lieber Schwager zu sein, oder schlichtweg einfach mal zur Abwechslung ich", grinste Linhard schief. "Aber eines haben wir doch noch herausgefunden oder? Paps ich glaube die ├ältesten, dass was Arch immer wie ein Hirngespinst von sich gibt, haben wir ihm Keller umgebracht. Hast Du gesehen wie der Hohenfelde aussah? Er sah aus wie eine fr├╝here Version von Archibald selbst nur irgendwie d├╝sterer, wer wei├č wie er an diesen Unsinn gekommen ist? Und dieses eingravierte Zeug in die Haut, dass tr├Ągt er auch. Vermutlich tr├Ągt das jeder dem er seinen Schwachsinn weitergibt. Nur woher hatte er den Schwachsinn? Ich meine es gibt viele Geisteskranke, aber was ist, wenn er gar nicht geisteskrank ist, sondern dieses Vieh ihm das eingefl├╝stert hat? Oder Opa Dunwin? Was wenn Dun wirklich bereut Dave? Wenn er ohne den K├Ârper frei war von der Einfl├╝sterung? Wenn nicht er es war der das befahl sondern Dunwolf statt Dunwin durch ihn? Du solltest wenigstens einmal mit ihm reden, bevor Du ihn weiter hasst, Du hast ihm doch schon das Leben geschenkt und ihn einmal als Geist angeh├Ârt. Schlimmstensfalls bleibt alles wie es ist. Bestenfalls ist Dein wahrer Feind tot. Und Dunwin war nur die Waffe nie der Kopf dahinter. Aber wie Archibald da hineinpasst habe ich noch nicht ganz herausgefunden. Vielleicht war er nur zu gerne Waffe, wie wir alle von Zeit zu Zeit", ├╝berlegte Lin.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Vielleicht haben sie sich Archibald offenbart. Es wirkt so, als h├Ątte er sich ihren Unfug abgeschaut, wie die T├Ątowierungen und die spitzen Z├Ąhne. Ich hoffe, nur das und dass nicht noch mehr dahintersteckt. Und ich hoffe, dass der Nekromant der drei, Dunwolf, vor seinem endg├╝ltigen Ableben nicht noch etwas eingef├Ądelt hat. Als Lich hat er alle nekrotischen F├Ąhigkeiten auf der h├Âchsten Stufe inne, besonders bei solch einem Alter. Er k├Ânnte die anderen beiden noch irgendwo hin gebannt haben. Aber das kann ich ja ├╝berpr├╝fen, indem ich eine Testbeschw├Ârung durchf├╝hre. Ich hoffe, Ansgar ist mir dabei behilflich.┬ź Besorgt betrachtete er den geschw├Ąchten Ciel. Er sah aus wie ein uralter Greis. ┬╗Davard, h├Âr auf Linhard. Sprich ein einziges Mal nur mit deinem Vater.┬ź

Benito:
Der Magier tastete Ciel magisch ab, ehe er auf seine Macht zugriff und Ciel einer gro├čen magischen Heilung unterzog. Er sp├╝rte, wie sich eine Wunde schloss die er nicht sehen, geschweige denn benennen konnte. Er sah die Konzentration auf Benitos Gesicht, eine Ernsthaftigkeit und Anstrengung die er noch nie bei dem Mann gesehen hatte. Allein daran konnte er schon ermessen, wie schwer verletzt er gewesen sein musste. Er f├╝hlte sie es ihm von Minute zu Minute besser ging, w├Ąhrend Benito aussah, als h├Ątte er einen Dauerlauf hinter sich und musste immer noch auf voller Leistung rennen, obwohl ihm langsam aber sicher die Puste ausging. Dave schloss die Augen, griff auf seine eigene Gabe zu und versorgte Benito mit Lebensessenz die dieser in seine Heilung einflie├čen lassen konnte. Einen Moment sp├Ąter sah Benito etwas besser aus, aber Dave konnte die Spende nicht ewig aufrecht erhalten, ohne sich selbst dauerhaft zu schaden. Er gab was er geben konnte, dann brach er die Essenz├╝bertragung ab, w├Ąhrend Lin und Ansgar ihn festhalten mussten, damit er sich setzen konnte. Benito heilte Ciels Seelenwunde vollst├Ąndig, sah danach aber auch aus wie das Laken auf dem Ciel lag. Ersch├Âpft und am Rande des Zusammenbruchs schlug er die Augen auf und nickte Ciel knapp zu. "Eure Diagnose war korrekt. Die Lich haben Euch eine Wunde geschlagen... sie haben Eure Seele verletzt und Euch Essenzartig ausbluten zu lassen. Grauenvoller kann ein Tod nicht sein, als das Leben selbst zu verlieren. Ihr w├Ąrt magisch verblutet. Ruft meinen Bruder her, ich kann nicht weiter behandeln", bat Benito die Magier. Dave nickte knapp und rief mental nach Dantoine.

Davard von Hohenfelde
"Dan ist gerufen, er m├╝sste gleich hier sein. Zum Gl├╝ck wurde er zum Hof beordert. Nun vielleicht habt Ihr Recht, ich vergebe mir nichts dabei dem Mann ein weiteres Mal zuzuh├Âren. Im schlimmsten Fall bleibt alles wie es ist. Und ├Ąndern wird sich an der Vergangenheit eh nichts mehr. M├Âglicherweise nur der Blickwinkel darauf. Was vielleicht doch etwas bewirkt, ich wei├č es nicht. Ich rede mit ihm", gestand Dave Brandur und Linhard zu.

Ansgar von Hohenfelde
"Ich helfe Dir Brandur, was genau hast Du vor? Und was genau vermutest Du?", fragte Ansgar mehr neugierig als schockiert, was f├╝r ihn eine typische Reaktion war. So verhielten sich die meisten Nekromanten aus der Sippe. Es gab kaum etwas, was sie anwiderte oder ekelte. Und falls doch, war es f├╝r manch andere unbegreiflich.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel ging es immer besser. Es f├╝hlte sich an wie der erste Sonnentag nach einem regnerischen Winter. Er dr├╝ckte Ferraus und Linhards Hand und l├Ąchelte. ┬╗Ich glaube, das gen├╝gt schon.┬ź Als er sich aufsetzte, hinterlie├č er auf seinem Kissen einen Berg Haare, als h├Ątte er ein Toupet verloren. ┬╗Sehe ich wieder besser aus?┬ź, wollte er von Ferrau wissen.

Ferrau Du Trieux
Ferraus Augen wurden riesengro├č, dann fing er an zu Heulen, wie er noch nie zuvor im Leben geheult hatte und umarmte Ciel felsenfest. Wie ein Baby dr├╝ckte er ihn an sich und strich ihm ├╝ber den kahlen Kopf. "Ja, Du siehst besser aus", log er total ungekonnt und Ciels Hemd Hals wurde ganz nass von seinen Tr├Ąnen. "Nein Du siehst schlimm aus, aber dass ist egal... ganz egal... Hauptsache Du lebst", flehte er Ciel an und bekam sich ├╝berhaupt nicht mehr ein vor Angst, w├Ąhrend Benito ihm beruhigend eine Hand auf die Schulter legte.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Vermuten, Ansgar? Nichts vermute ich, ich stelle Hypothesen auf. Auf dem Siegel stand: H├ťTET EUCH VOR DEM DER SICH TEILEN UND SEINE KR├äFTE VERDREIFACHEN KANN. Wenn wir Pech haben, hat er sich nicht nur gespalten, sondern ist st├Ąrker als je zuvor. Drum m├╝ssen wir schauen, ob wir die drei Unholde beschw├Ârt bekommen. Wenn ja - alles gut, dann sind sie in den Nexus eingegangen. Wenn nicht, haben wir eine Aufgabe vor uns.┬ź

Davard von Hohenfelde
"Es sind nur Haare", sagte Dave aufmunternd und zog sich selbst die Kapuze vom Kopf, was Linhard breit grinsen lie├č. "Die wachsen wieder nach Ferrau, aber der Rest w├Ąre nicht wieder nachgewachsen. Und zerdr├╝ck Deinen Mann nicht", bat Dave.

Ciel Felicien de Souvagne
Es war schon seltsam, dass die Sterbenden und Kranken immer die Gesunden tr├Âsten mussten. Die Gesunden litten meist mehr darunter als jener, dessen Schicksal besiegelt war. Ciel hatte sein Sterben akzeptiert gehabt. ┬╗Wir werden ein Testament schreiben┬ź, tr├Âstete er Ferrau. ┬╗Dort steht alles haarklein drin, damit du wei├čt, du musst nicht mehr zur├╝ck zu Dreaux oder Verrill. Du darfst mir f├╝r die Zeit davor eine sch├Âne Per├╝cke raussuchen, aber bitte eine ohne Locken und m├Âglichst in meiner Naturhaarfarbe. Eine Echthaarper├╝cke selbstredend. Sind die Falten weg? Es ist schon gut, Davard ... ich mag es, wenn er mich zerdr├╝ckt.┬ź

Dantoine:
Dan kam genau in dem Moment herein, als Ciels Haare vom Kopf rutschten. Der Heiler gr├╝├čte einmal knapp in die Runde und starrte dann Ciel an. Sein Bruder Benito deutete auf Ciel und Dan widmete sich sofort seinem Patienten. "Er wurde von drei Lich ausgesaugt und bewusst seelisch verletzt. Ich habe die Wunde geflickt, mit der Hilfe von Davard. Wer immer das getan hat, war ein m├Ąchtig und gewaltig grausam, jemanden so hinrichten zu wollen", sagte Benito. Dan nickte knapp und untersuchte Ciel erneut, da er sich selbst ein Bild machen musste, wenn er eingreifen wollte. Er schaute Ciel auch in die Augen, in den Mund und horchte ihn ab. "Wir bekommen Euch wieder hin Hoheit", sagte Dan aufmunternd. Auch er griff wie zuvor sein Bruder auf seine Magie zu. Nur heilte er Ciel nicht wirklich, sondern st├Ąrkte dessen Kr├Ąfte und Abwehrkr├Ąfte, damit die Selbstheilung Ciel ├╝ber die n├Ąchsten Tage hinwegtragen w├╝rde. Ciel f├╝hlte sich schlagartig ges├╝nder und kr├Ąftiger als noch vor einigen Minuten. Dan lie├č ihn los und blinzelte ihn freundlich an. "Ich war gerade bei Eurem Bruder. Ihr m├╝sstet Euch besser f├╝hlen, die n├Ąchsten Tage solltet Ihr Euch schonen und essen worauf immer Ihr Lust habt, der K├Ârper irrt sich da selten. H├Ârt auf Euch selbst", sagte Dan und schmunzelte kurz Lin an, als Zeichen dass mit Verrill alles in Ordnung war.

Ansgar von Hohenfelde
Ansgar, Linhard und Dave schauten Brandur wie vom Donner ger├╝hrt an. Genau dass hatte auf dem Siegel gestanden und die Kreatur die sie bek├Ąmpft hatten war eine. "Jenem der sich spalten kann, Schei├če, daran haben wir ├╝berhaupt nicht gedacht. Du meinst die Drei flitzen jetzt einzeln herum? Keine besonders sch├Âne Vorstellung, was schl├Ągst Du vor? Beschw├Âren wir jeden einzeln? Ich w├╝rde sagen ja", erkl├Ąrte Ansgar und kaute kurz auf den Fingerkn├Âcheln.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel war zufrieden. ┬╗Danke, Benito und Dantoine. Benito, Sie sehen grauenhaft aus, schicken Sie jemanden, der Ihre Vertretung organisiert und nehmen Sie sich frei. Davard das Gleiche. Mir geht es wieder gut, wir k├Ânnen die drei Lich beschw├Âren.┬ź Er strich sich die letzten losen Haare vom Kopf. Nicht nur die Haare auf der Kopfhaut, alle Haare waren ihm ausgefallen, sogar die Bartstoppeln vom Vortag, die Augenbrauen und Wimpern.

Ferrau Du Trieux
Ferrau schaute Ciel lange und traurig an. "Ich ben├Âtige kein Testament, sondern Dich. Ich will sowas nicht. Das schreibt man nur, wenn man sich schlecht f├╝hlt. Du kannst Deinem Vater das einfach sagen, dass reicht. Aber schreib sowas doch nicht. Hast Du nicht geh├Ârt, was die Heiler gesagt haben? Du wirst wieder gesund. Ganz gesund und Haare wachsen nach, da hat Davard Recht. Das wei├č jeder Ciel, Du musst nur fest dran glauben. Du musst mitmachen", tr├Âstete Ferrau ihn.

Dantoine:
"Geh nur, ich vertrete Dich hier so lange. Ich vermute dass Linhard nichts dagegen hat. Am besten ruht Ihr Euch aus, aber was muss ich Dir gro├č sagen Ben", grinste Dan freundlich. Benito nickte knapp und forderte Dave mit einem Wink auf ihn zu begleiten. Gemeinsam machten sie sich auf den Weg, nicht ohne sich vorher noch einmal bei Ciel zu verabschieden.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel, der trotz der Genesung noch immer klapperd├╝rr war, lehnte sich an Ferrau. Er verabschiedete sich mit einem freundlichen Gesichtsausdruck und einem eiskalten und klammen H├Ąndedruck von Benito und Davard. Beiden sagte er noch einmal: ┬╗Danke.┬ź Er war ger├╝rt, wie aufopferungsvoll sich um ihn gek├╝mmert wurde. Sonst war er stets jener, der sich f├╝r andere opferte. Ferrau war hinter ihm sch├Ân warm und weich und Ciel f├╝hlte sich geborgen, auch wenn Ferrau v├Âllig aufgel├Âst und hilflos wirkte. Ciel genoss einfach, dass er da war. ┬╗Ich meinte ja nur, vorsichtshalber. Nat├╝rlich gebe ich mir M├╝he, nicht zu sterben, darauf habe ich auch wenig Lust. Reden wir von den Lich. Brandur?┬ź

Ansgar von Hohenfelde
Ansgar schaute Benito und seinem Bruder nach, ehe er abwartend Brandur anschaute. "Die Sache war zu einfach oder?", fl├╝sterte er.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Das werden wir gleich sehen. Sie sind alt und b├Âsartig wie das Haus und unsere Familie. Wir beschw├Âren sie einzeln. Und mit Dunwolf fangen wir an. Er ist der Nekromant und wenn es schon an seiner Beschw├Ârung scheitert, ist nahezu klar, was mit den anderen beiden geschehen ist. Dantoine, bitte habt ein Auge auf meinen Neffen und Ihr auch, Alexandre, sofern Euer Zustand das erlaubt.┬ź

Ansgar von Hohenfelde
"Langsam, sag mir was dann klar ist, wir haben ihn dann hier in der Bude", sagte Ansgar dem b├Âses schwante.

Alexandre de la Grange
Alexandre lie├č seine langen, weichen Finger unvermittelt ├╝ber Ansgars R├╝cken wandern. Pl├Âtzlich hielten sie inne. "Da."

Ansgar von Hohenfelde
Ansgar starrte den Bluthexer an und wich einen Schritt zur├╝ck. "Was da? Befummel mich nicht. Und h├Âr auf so kryptisch zu reden, das ist unheimlich", sagte Ansgar verst├Ârt.

Alexandre de la Grange
Alexandre lie├č sich nicht aus dem Konzept bringen. Er streckte einen Zeigefinger aus und dr├╝ckte ihn auf Ansgars Brust. "Ich bin Erzhexer der Krone und mit 'Euch' anzusprechen. Hier, an dieser Stelle, liegt Ihr Problem." Er tippte mit dem Finger auf Ansgars Herz.

Ansgar von Hohenfelde
"Ja wirklich witzig, das Ihr da von allein drauf gekommen seid bei einem Herzkranken. Brandur sag ihm er soll aufh├Âren mich zu rei├čen, ich nehme nicht umsonst Beruhigungsmittel", flehte Ansgar.

Alexandre de la Grange
┬╗Sie haben ein Loch im Herzbeutel. Eines, das dort nicht hingeh├Ârt, eine Verletzung. Sie wird sie f├╝r immer beeintr├Ąchtigen, wom├Âglich eines Tages das Leben kosten. Es sollte geflickt werden.┬ź

Ansgar von Hohenfelde
Ansgar musterte Alex, aber diesmal weder hilflos noch grimmig. "Ich wei├č, aber das kann nicht geflickt werden, dass muss irgendwie von selbst heilen. Und es ben├Âtigt Zeit, Zeit die ich vielleicht nicht habe. Ich warte einfach, mehr kann ich nicht tun. Mehr ist auch nicht n├Âtig", sagte Ansgar ruhig.

Brandur von Hohenfelde
Brandur beobachtete das Schauspiel am├╝siert. ┬╗Alexandre ist ein Freund, Ansgar, auch wenn er vom anderen Ufer kommt, das hei├čt, von der Bluthexerei und unsere Kunst wenig zu w├╝rdigen wei├č. Wenn wir Dunwolf hier beschw├Âren k├Ânnen, ist er tot und unter unserer Kontrolle. Sollte er weiterhin ein Lich sein - dann wird es uns nicht m├Âglich sein, ihn zu rufen. So weit die Theorie.┬ź

Alexandre de la Grange
Alexandre stocherte ungeduldig mit dem Finger auf Ansgars Brust herum. "Unfug, niemand bei Hofe muss heutzutage mit einem Loch im Herzen herumlaufen. Das zu flicken geht ganz schnell."

Ansgar von Hohenfelde
"Die Theorie ist richtig, er lebt oder f├╝hrt ein Halbleben als Lich, ├Ąhnlich wie Maghilia und Osmund. Sie k├Ânnen ohne die Lebensessenz von Lebenden nicht mehr leben. Sie w├╝rden sterben. Sie sind auf den Raub von Lebensenergie angewiesen, da sie ihr Leben derma├čen weit in die L├Ąnge gezogen haben. W├╝rden sie damit aufh├Âren, beginnen sie zu sterben. Maghilia scheint sagen wir mal sp├Ąter damit angefangen zu haben, jedenfalls ist sie k├Ârperlich ├Ąlter als Osmund. Wie alt sie tats├Ąchlich ist, wei├č ich nicht. Osmund ist 126 Jahre alt und k├Ârperlich? Optisch? Keine Ahnung, ich kann ihn nicht einsch├Ątzen, aber niemand w├╝rde ihn doch ├Ąlter als 60 Jahre sch├Ątzen oder? Oder maximal 70 Jahre", warf Ansgar ein, ehe er sich Alex zuwande. "Und wie funktioniert das Flicken? Per Magie? Ich h├Ątte einst Dantoine gefragt, aber als es entstand war er nicht mehr f├╝r mich zust├Ąndig", sagte Ansgar. Dan musterte Ansgar, als h├Ątte der ihn gerade geschlagen. "Als ob das eine Rolle gespielt h├Ątte! Ehrlich!", schnaubte er entr├╝stet.

Alexandre de la Grange
"Machen Sie Ihre Brust frei", befahl Alexandre.

Brandur von Hohenfelde
"Ja, sie sterben und das recht schnell. Aber k├Ânnten wir die beiden beschw├Âren, so lange sie nicht tot sind? Einen Lich kann man nicht beschw├Âren. Zumindest ist mir nichts dahingehendes bekannt. Liegen dir entsprechende Informationen vor?"

Ansgar von Hohenfelde
"Ja Moment", bat Ansgar und befreite sich vorsichtig aus dem Oberteil seiner Robe. Er ben├Âtigte dazu etwas l├Ąnger, da er sich wie eingerostet f├╝hlte. Als er fertig war, blieb er einfach so vor Alex stehen. "Bitte", sagte er freundlich.

Ansgar von Hohenfelde
"Nein einen Lich kann man nicht beschw├Âren, versuch es doch mal Ossi zu beschw├Âren, er w├╝rde vermutlich nur einen Ruf oder ein Zupfen an der Seele empfinden, aber die ist sicher verwahrt in seinem K├Ârper, den er h├╝tet wie ein Tempel und genauso mit Gold beh├Ąngt", grinste Ansgar.

Ciel Felicien de Souvagne
"Ich mach schon", mischte Ciel sich ein und winkte Ansgar zu sich heran. Er f├╝hlte kurz, biss sich kr├Ąftig in den Zeigefinger, dr├╝ckte das Blut auf die selbe Stelle, auf der Alexandre seinen Finger gehabt hatte und ein warmes Gef├╝hl breitete sich in Ansgar aus. Es dauerte nicht lange und Ciel nahm den Finger wieder weg. "Das war einfach", fand er. "Du h├Ąttest ruhig etwas sagen k├Ânnen."

Ansgar von Hohenfelde
Ansgar schaute verwundert an sich herunter. "Was h├Ątte ich sagen sollen? Au├čer jetzt - Danke. Ist es... weg?", fragte er ger├╝hrt.

Ciel Felicien de Souvagne
"Ja, das Loch hat sich geschlossen. Es ist noch eine erh├Âhte Fl├╝ssigkeitsansammlung nachzuweisen, doch diese sollte sich von selbst verteilen. Du bist wieder gesund. Gern geschehen. Wenn du mit diesen Lichs oder Geistern hantierst, solltest du dabei nicht herzkrank sein."

Ansgar von Hohenfelde
"Ich wei├č nicht was ich sagen soll au├čer Danke. Euer Land und Ihr habt mir damit zweimal das Leben gerettet. Und ich werde meine Tochter sehen, garantiert. So war es immer mein gr├Â├čter Wunsch wenigstens sie noch sehen zu d├╝rfen, wenn sie geboren wird. Sie garantiert aufwachsen zu sehen, ist das sch├Ânste Geschenk war Ihr mir machen konntet. Neben dem uns von dem Fluch unseres eigenen Vorfahren zu befreien. Wie passend das seine Abk├╝rzung genauso Dun w├Ąre wie die von unserem Vater. Rufen wir ihn", sagte Ansgar zu Brandur.

Brandur von Hohenfelde
Brandur hatte sich derweil ein wenig umgeschaut und die Flaschen betrachtet. Nun gesellte er sich wieder zu ihnen und krempelte die ├ärmel hoch. Er warf Ansgar einen ernsten Blick zu. "Los geht es", best├Ątigte er und griff nach dem Nexus, wo er nach der gro├čen Dunkelheit tastete wie in tr├╝bem Wasser nach dem Gew├Ąssergrund.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel zog Ferraus Arme um sich. Er h├Ątte seinen Leibdiener gern herausgeschickt, doch die Nekromanten fingen bereits mit der Beschw├Ârung an und er wollte sie jetzt nicht in ihrer Konzentration st├Âren. "Die beiden sind Profis, ich habe sie gesehen, sie haben alles im Griff", versicherte er seinem Leibdiener.

Ansgar von Hohenfelde
Ansgar schloss sich seinem Onkel an. Er griff ebenfalls auf seine Gabe zu und stellte dabei fest, wie sehr er es vermisst hatte Magie wirken zu d├╝rfen. Es war leicht andere zu bel├╝gen, schwierig war es sich selbst etwas vorzumachen. Genau dass hatte er getan. Er suchte im Nexus nach Dunwolf von Hohenfelde, jenem den sie vor einigen Stunden im Haus die Stirn geboten hatten. Jener der Ciel angegriffen und ein Loch in die Seele gerissen hatte. Mehr Kreatur als Mann, ein ├ťbel dass seines gleichen suchte. Sie suchten ihn, damit er daf├╝r bezahlte was er seiner Familie angetan hatte, seit dem Tage, seit er den Fu├č auf Asamurischen Boden als Siedler gesetzt hatte. Aber das Grauen hatte nicht im Jahre NULL begonnen. Das Grauen an sich hatte davor begonnen, als dieser Mann beschloss seiner Familie einen Weg aufzuzwingen der schw├Ąrzer nicht sein konnte. Denn laut Familienchronik hatte auch er einst zwei ├Ąltere Br├╝der und beide starben durch seine Hand. Er war es gewesen der die Sippe gr├╝ndete und zu noch gr├Â├čerer Macht zu f├╝hren, um das ├ťberleben von ihnen allen zu sichern. Welch ein Hohn, die drei hatten sich zusammengeschlossen um ihr eigenes ├ťberleben in Stein zu mei├čeln und zwar in schwarzes Gestein. Ansgar suchte aufmerksam, aber er fand ihn nicht, es gab keine Spur von Dunwolf in den Weiten des Nexus. Und er h├Ątte ihn erkannt, denn er war einer von ihnen. Genau wie die Leichen die unten im eisigen Keller ruhten. Aufbewahrt f├╝r was eigentlich? Um sich daran zu erfreuen, wer so brav als Futterspender gedient hatte? Ansgar zog sich langsam aus dem Nexus zur├╝ck und schaute Brandur ernst an. "Ich finde ihn nicht", sagte er mit mulmigem Gef├╝hl.

Ferrau Du Trieux
Ferrau hatte sich etwas beruhigt, nur ab und an rannen ihm noch Tr├Ąnen ├╝ber die Wangen, wenn ihn sein Gef├╝hl ├╝bermannte. Liebevoll hielt er Ciel fest und nickte. Er vertraute ihm blind, dass hatte er schon immer getan. Sein Schatz w├╝rde doch nicht f├╝r ihn k├Ąmpfen und ihn sogar vor seinen Br├╝dern besch├╝tzen, wenn er ihn hier der Gefahr aussetzte. Was dachte Ciel eigentlich, was er von ihm dachte? "Ich wei├č, ich habe keine Angst Ciel ich habe Angst um Dich. Wirst Du wieder richtig gesund? Vielleicht hilft Dir der Ausflug zum Koster, die Luft dort ist gut und ich werde mich besonders gut um Dich k├╝mmern", versprach Ferrau und k├╝sste ihn z├Ąrtlich.

Brandur von Hohenfelde
"Bin noch dabei", murmelte Brandur und tastete sich bis zum Rande der Trias vor. Er versuchte, zu ergr├╝nden, ob er wenigstens eine astrale Spur fand, dass Dunwolf hier gewesen war.

Ansgar von Hohenfelde
Brandur fand ein Echo, dass Dunwolf vor einigen Stunden weltlicher Zeit hier gewesen war. Er hatte Kraft aus dem Nexus bezogen, war aber wieder verschwunden. Wohin, dass war Brandur klar, es gab nur einen Ort wohin er wieder zur├╝ckgekehrt sein konnte - die Physis.

Brandur von Hohenfelde
Brandur zischte ver├Ąrgert. "Er war vor einigen Stunden hier und ist wieder verschwunden. Hier ist noch seine Spur, aber ich kann sie nicht verfolgen. Meine Herren - Dunwolf weilt noch unter den Lebenden. Also dann, der N├Ąchste. Testen wir Harubold, obgleich das Ergebnis zu erahnen ist." Erneut griff er nach der astralen Tiefe.

Ansgar von Hohenfelde
Ansgar tat es erneut seinem Onkel gleich. Von Harubold fehlte ebenso jede Spur, aber er war nicht vorher im Nexus gewesen, auch jetzt war er nicht hier. Da Ansgar weder Harubold pers├Ânlich, noch dessen Spur fand suchte er Marthis. Auch wer war spurlos verschwunden und nicht im Nexus zu finden. Ansgar wartete kurz ab um sich erneut zu sammeln. "Brand? Ich habe Harubold nicht gefunden und ebensowenig Marthis. Allerdings habe ich auch keine Spur im Nexus von beiden entdeckt, ich sage es mal lapidar, die beiden sind spurlos verschwunden", erl├Ąuterte Ansgar tonlos.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel k├╝sste Ferrau zur├╝ck. "Du darfst dich dort leider nicht um mich k├╝mmern, ich bin dort nicht auf Kur, sondern um eine Strafe zu verb├╝├čen. Aber du darfst mir die Freizeit vers├╝├čen. Nat├╝rlich werde ich wieder gesund." Als die Nekromanten die Lichs nicht fanden, zog er die Brauen zusammen. "Sie k├Ânnen nicht in der Physis sein, ohne dass sie jemand irgendwo hin gebannt hat. Das ergibt keinen Sinn! Ihre K├Ârper wurden vernichtet."

Ansgar von Hohenfelde
Ansgar musterte Ciel und nickte knapp, ehe er Brandur anschaute und abwartete. Sein Onkel sollte seine Theorie erl├Ąutern, bevor er seinen Senf dazu gab, denn vielleicht viel ihm so noch etwas ein und Brandur war einige Jahre erfahrener als er.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Es gibt unterschiedliche M├Âglichkeiten f├╝r das Szenario, was sich zugetragen haben k├Ânnte. Variante eins: Dun-Haru-Mar steht unter der Kontrolle eines anderen Nekromanten. Eines, der ohne es zu wissen sein Werkzeug ist. Variante 2: Dun-Haru-Mar hat eine solche Macht entwickelt, dass er in einen oder mehrere lebende K├Ârper floh.┬ź

Ansgar von Hohenfelde
Ansgar sch├╝ttelte den Kopf. "Ich glaube nicht, dass sich Dunwolf irgendwem beugte, glaubst Du dies? Ich bin fest davon ├╝berzeugt dass er der Puppenspieler ist, er war keine Puppe die sich benutzen lie├č, leider wohlgemerkt. Die zweite M├Âglichkeit erscheint mir logischer", stimmte Ansgar zu, "aber sie erscheint mir nicht ausreichend. Dir etwa?"

Brandur von Hohenfelde
┬╗Nein, der Nekromant w├Ąre in dem Falle nur das Werkzeug von Dun-Haru-Mar. Zu schwach, um ihn zu b├Ąndigen, aber stark genug, um ihm zu dienen. Ein gew├Âhnlicher K├Ârper w├Ąre vielleicht nicht nach Dunwolfs Geschmack. Aber w├╝rde er in einem Gegenstand stecken, wie dem Haus selbst, w├╝rden wir ihn sp├╝ren, selbst wenn er sich darin einschlie├čt.┬ź

Ansgar von Hohenfelde
"Das sehe ich ebenfalls so, das Haus w├╝rde er auch nicht mehr w├Ąhlen. Das w├Ąre zu einfach ihn dort zu finden. Du meinst aus dem Drei-Gespann wurde ein Quartett?", fragte Ansgar und der Gedanke daran begeisterte ihn ├╝berhaupt nicht. Die Aussicht war schlimmer als zuvor.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Es w├Ąre doch denkbar┬ź, warf Brandur ein. ┬╗Es sei denn...┬ź Seine Augen wanderten zu Linhard. ┬╗Die drei K├Âpfe. Bist du sicher, dass es Dun-Haru-Mar waren?┬ź

Ferrau Du Trieux
Ferrau massierte Ciel die Schl├Ąfen, damit dieser sich etwas entspannen konnte. "Dein Vater kommt ja ├╝berhaupt nicht mit. Woher soll er wissen, was ich mache und was nicht? Ich darf Dich doch als meinen Mann verw├Âhnen. Er verw├Âhnt seine Frauen doch auch und hat Spa├č dabei. Also kann er da nichts sagen, wenn ich auf Dich aufpasse. Auf die anderen wird auch aufgepasst. Das vermute ich jedenfalls und wenn Du arbeitest bringe ich Dir Erfrischungen oder was anderes", grinste Ferrau aufmunternd.

Linhard von Hohenfelde
"Ja ich war mir sicher, weil es auch darauf reagiert hat. Und Ciel hatte doch vorher mit ihm gesprochen, Ciel was hat das Wesen zu Dir gesagt? Paps die trugen kein Namenskettchen als Armband, ich glaube einfach dass sie es waren, wer soll es denn sonst gewesen sein? Und sah der Hauptkopf nicht aus wie Dunwolf auf den Gem├Ąlden nur naja schrumpliger?", fragte Lin.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel schloss gen├╝sslich die Augen und kuschelte sich noch enger an seinen Leibdiener. ┬╗Ich bin froh, dass du da bist ... als ich dachte, dass ich starb, habe ich meine allerletzten Gedanken f├╝r dich aufgehoben. Ich hab mir dein L├Ącheln vorgestellt und damit in Gedanken war es gar nicht so schlimm.┬ź Er redete schon wieder vom Sterben. Dann ├Âffnete er erbost ein Auge, als Linhard wieder unqualifizierte Kommentare von sich gab. ┬╗Habe ich nicht ausdr├╝cklich gesagt, dass wir alles da unten sorgf├Ąltig dokumentieren?┬ź, ereiferte er sich. ┬╗Dazu h├Ątte eine Zeichnung der K├Âpfe geh├Ârt, der T├╝ren und des Siegels! Das Wesen sagte, dass ich mich in seinem K├Ânigreich befinde. Es sagte ... Eure Familie h├Ątte andere Gef├Ą├če n├Âtig, als die H├Ąppchen in den Flaschen. Und es sagte, ich w├╝rde sie speisen wie ein Hohenfelde, danach sei ihnen die Freiheit geg├Ânnt. Und: Wir sind ja keine Unmenschen. Das war das Beste.┬ź

Brandur von Hohenfelde
"Mein lieber Xavier, ich habe mir die K├Âpfe nicht angeschaut. Sie waren nekromantisch wertlos und wir in Eile. Das Haus drohte jeden Moment ├╝ber uns zusammenzust├╝rzen, zumindest klang es so und der herabrieselnde Putz trug sein ├ťbriges zu diesem Eindruck bei."

Linhard von Hohenfelde
Linhard schaute ziemlich betreten in die Runde. Bei der Aussage ich bin doch kein Unmensch, wurde er hellh├Ârig. "Den Satz, ich bin doch kein Unmensch, sagt Archibald oft. Er sagte ihn sogar, als wir die Kinder aus seiner Vorratskammer befreiten und er sie auf der Wache abgeben sollte. Aber er sagte wir bringen sie zum Tempel und er bezahlte sogar aus eigener Tasche daf├╝r - Begr├╝ndung, er w├Ąre ja kein Unmensch und lachte. Die K├Âpfe habe ich nicht abgezeichnet nein, aber ich k├Ânnte zur├╝ckfliegen und sie holen. Das Siegel blieb offen und Dave hat sie in den Raum hinein geworfen. Also m├╝ssen das ihre K├Âpfe gewesen sein, denn sonst w├Ąren sie nicht verbannt worden, oder wie das hei├čt. Ich habe keine Ahnung von Magie, ich habe einfach nur das getan, was ich f├╝r n├Âtig hielt. Andere Gef├Ą├če? Ich verstehe das nicht. Ich kann die K├Âpfe holen wenn Ihr wollt", schlug Linhard vor.

Ferrau Du Trieux
Ferrau dr├╝ckte Ciel immer noch felsenfest an sich. "H├Âr auf ├╝ber Dein Ableben zu sprechen, Dein Leben wurde gerettet. Aber es r├╝hrt mich so tief, dass ich schon wieder weinen muss, dass ich Dein letzter Gedanke war, ich liebe Dich Ciel", fl├╝sterte Ferrau und musste erneut weinen.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Allein zur├╝ck? Keinesfalls!┬ź, schnauzte Brandur. ┬╗Junge! Auf was f├╝r Ideen du kommst! Wo ist Jules, er war doch vorhin noch hier. Er soll deine Erinnerung auslesen und sie mir und Ansgar ├╝bermitteln. Dann sehen wir die K├Âpfe durch deine Augen und k├Ânnen sagen, ob sie es waren. Dass sie entfleuchten, muss nicht zwangsl├Ąufig mit der Dekapitation zusammenh├Ąngen. Sie k├Ânnen auch einfach zeitgleich aus unserer Sicht entschwunden sein, um uns das Glauben zu machen. Archibald ... das gef├Ąllt mir nicht.┬ź

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ich liebe dich auch, Ferrau┬ź, sprach Ciel gl├╝cklich. Er war weit davon entfernt, sich gut zu f├╝hlen, aber dennoch war er guter Dinge. Alexandre versuchte, nicht in ihre Richtung zu schauen. Ciel fragte sich, ob Brandur ihn wirklich dar├╝ber informiert hatte, wor├╝ber er ihn hatte informieren sollen. Er streichelte tr├Âstend Ferraus Bein, ├╝ber dem die Hose spannte.

Ferrau Du Trieux
"Ich habe es nur angeboten, sei mir doch nicht b├Âse. Ja ich sagte doch, er muss dieses Ding irgendwann einmal gesehen haben, er hat viel von ihm. Dass Ding wohl kaum von ihm. Die Himmelsaugen haben drau├čen gewartet, ich gehe sie holen", sagte Linhard und ging kurz nach drau├čen. Er kam gemeinsam mit Jules zur├╝ck. "Sie ben├Âtigen die Erinnerung an die K├Âpfe, also wie sie ausgesehen haben", bat Linhard. "Kein Problem, ich lese Dich aus und gebe es an die beiden weiter", erkl├Ąrte Jules und tat genau dass. Linhard konzentrierte sich auf die abgeschlagenen K├Âpfe. Einer hatte rote, einer braune und einer schwarze Haare. Und und zudem die derma├čen hellblaue Augen, dass sein Blick extrem starrend wirkte.

Linhard von Hohenfelde
"Ich habe es nur angeboten, sei mir doch nicht b├Âse. Ja ich sagte doch, er muss dieses Ding irgendwann einmal gesehen haben, er hat viel von ihm. Dass Ding wohl kaum von ihm. Die Himmelsaugen haben drau├čen gewartet, ich gehe sie holen", sagte Linhard und ging kurz nach drau├čen. Er kam gemeinsam mit Jules zur├╝ck. "Sie ben├Âtigen die Erinnerung an die K├Âpfe, also wie sie ausgesehen haben", bat Linhard. "Kein Problem, ich lese Dich aus und gebe es an die beiden weiter", erkl├Ąrte Jules und tat genau dass. Linhard konzentrierte sich auf die abgeschlagenen K├Âpfe. Einer hatte rote, einer braune und einer schwarze Haare. Und und zudem die derma├čen hellblaue Augen, dass sein Blick extrem starrend wirkte.

Ansgar von Hohenfelde
Ansgar schaute von Ciel und Ferrau zu Alex, der ziemlich neutral guckte. So neutral, dass es einer Maske glich. Ansgar stellte sich neben den Mann und legte ihm kurz einen Arm um die Schulter. Er wusste wie es sich anf├╝hlte, so etwas um die Ohren geschlagen zu bekommen. Zwar hatte Fin ihn nicht verk├╝ndet wen anders zu lieben, aber sie hatte verk├╝ndet, dass sie nicht mehr zu ihm hielt. Und das Gef├╝hl war genauso grauenvoll.

Alexandre de la Grange
Alexandre zuckte kurz zusammen. Er war es nicht gewohnt, dass ihn jemand anfassen wollte. Ihn, den kauzigen, narbigen Stinker. Wobei er dank Zerbino nicht mehr stank. Alexandre hatte ihn im Verdacht, dass er heimlich seine Roben waschen lie├č. Alexandre zuckte, nur f├╝r Ansgar zu sp├╝ren, resigniert die Schultern. Es war nicht so, dass es ihn ├╝berraschte. Er kannte seinen Sch├╝ler. Und er war professionell genug, jetzt keine Diskussion vom Zaun zu brechen. Es ging um wahrhaft wichtigere Dinge als sein gebrochenes Herz.

Brandur von Hohenfelde
"Das sind sie, das sind Dun-Haru-Mar", erkl├Ąrte Brandur. "Sie m├╝ssen sich anderer K├Ârper bem├Ąchtigt haben. Aber au├čer uns und den G├Ąsten gab es keine Lebenden im Haus. Den Gardisten und die Frau werden sie wohl nicht gerade als Spender verwendet haben. Jetzt bin ich mit meinem Demonai am Ende. Hast du noch eine Theorie, Ansgar? Sonst m├╝ssen wir dar├╝ber schlafen und morgen die Fachliteratur bem├╝hen."

Ansgar von Hohenfelde
Ansgar rutschte ein St├╝ck n├Ąher als Zeichen, dass er verstand, denn dass tat er tats├Ąchlich. Sich verraten und verlassen zu f├╝hlen, war immer ein schwerer Schlag. Ob man nun tats├Ąchlich verlassen worden war oder nicht, stand auf einem anderen Blatt. Er selbst war letztendlich gegangen und nicht verlassen worden. Aber er konnte mit der Situation nicht umgehen. Seine Frau war alles f├╝r ihn gewesen, beste Freundin, Geliebte, Frau, seine Kleine. Und mit ihrem Verrat hatte sie ihm alles genommen. Sicher war Lin ihr Sohn, aber das h├Ątte ihr fr├╝her einfallen d├╝rfen und es ging nicht darum, dass sie ihm beistehen wollte. Sondern dass sie es ungefragt hinter seinem R├╝cken getan hatte. Vielleicht w├Ąre die Sache gar nicht so eskaliert, h├Ątte sie ihn gefragt. Denn dann h├Ątte er selbst ├╝ber seine Handlungen noch einmal in Ruhe nachgedacht. Aber nun waren die W├╝rfel gefallen und jeder lebte sein neues Leben. Und er war sogar sehr gl├╝cklich damit. Ansgar schaute sich ebenfalls die Erinnerung an. Ja es waren Dun-Haru-Mar. Dunwolf hatte helle Augen, einer der wenigen Hohenfelde, so wie Dave oder er selbst. Die G├Ąste, wer waren die G├Ąste? Und wo waren die beiden anderen? Wo waren Dun, Haru und Mar? Zwei Geistmagier ein Nekro. "Warte, wenn sie nicht im Nexus sind, dann sind sie hier. Folglich k├Ânnte ein Geistmagier sie doch rufen oder?", schlug Ansgar vor.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Das stimmt┬ź, rief Brandur erfreut. ┬╗Jules, bitte versuchen Sie es. Die drei Herren, deren K├Âpfe Sie gerade gesehen haben. Oder schlagen Sie Parcival vor?┬ź

Jules de Mireault
"Ich versuche es, ich werde zuerst versuchen die Geistmagier zu rufen, dann den Nekromanten", erkl├Ąrte Jules und lie├č sich im Schneidersitz auf dem Boden nieder. Jules glitt in Trance um sich besser konzentrieren zu k├Ânnen und suchte nach Harubold. Er gab alles was er hatte, fand den Mann aber nicht. Ebenso verfuhr er mit Marthis, aber auch die Suche blieb ergebnislos. Jules war ziemlich erstaunt dar├╝ber, konnte sich den Umstand aber bis dato nicht erkl├Ąren. Dann suchte er nach Dunwolf. Als er nach dem Geist des Nekromanten griff um ihm eine Botschaft zukommen zu lassen, wurde er regelrecht aus der Trance geschleudert, so sehr wehrte sie der Empf├Ąnger. Jules ben├Âtigte einige Minuten um sich wieder zu sammeln und ihm war kotzschlecht. Dantoine hielt ihm eine Brechschale unter den Mund und als Jules sich nicht mehr ├╝bergeben musste und sich etwas erholt hatte, schaute er ziemlich geschafft auf. "Die beiden Geistmagier sind nicht in der Physis, Ihr m├╝sst sie im Nexus suchen. Der Nekromant, bei allem was heilig ist, dass Schwein hat mir derma├čen eine verpasst. Er griff direkt zu und wollte meine Substanz packen. Aber anstatt mich zu sich zu rei├čen schleuderte er mich von sich. Sonst w├Ąre ich jetzt wer wei├č wo", st├Âhnte Jules, schnappte sich schnell die Brechschale und ├╝bergab sich erneut.

Brandur von Hohenfelde
Brandur beobachtete Jules erstaunt beim ├ťbergeben. ┬╗Im Nexus waren sie nicht. Auf die Trias haben wir keinen Zugriff! Sie werden doch nicht in der Trias sein? Um das herauszufinden, br├Ąuchten wir einen Alben. Ihre Reaktion ist sehr stark, Jules, wenn ich das Anmerken darf. Wir haben einige Geistmagier in der Familie, aber so etwas ist mir noch nicht untergekommen. K├Ânnte Dunwolf die anderen beiden absorbiert haben?┬ź

Jules de Mireault
"Mit Verlaub Marquis, aber normalerweise drischt man auch w├Ąhrend eines Gespr├Ąchs nicht auf jemanden ein und rei├čt an seiner Seele wie ein Verr├╝ckter. Das mir dabei schlecht wird ist wohl noch das kleinste ├ťbel. H├Ątte mich der Drecksack gepackt und ausgesaugt, dann w├Ąre mein K├Ârper nur noch eine lebende leere H├╝lle. Ein sabberndes Ding ohne Seele", st├Âhnte Jules.

Ciel Felicien de Souvagne
"Brandur und seine unsensbiblen Bemerkungen", schrie Ciel und dr├Ąngelte sich zu Jules durch. Er betrachtete aufmerksam das Gesicht des Geistmagiers, auch wenn es nicht sehr h├Âflich war, jemanden beim Brechen zuzusehen. Gleichzeitig sp├╝rte er nach Jules`Kreislauf. "Geht es wieder?" Er sah seinen alten Berater besorgt an.

Linhard von Hohenfelde
Linhard schaute bek├╝mmert und dachte sich zeitgleich, dass er schon einen neuen Mieter f├╝r den K├Ârper zur Hand gehabt h├Ątte - Kunwolf. Also lange h├Ątte der K├Ârper nicht leergestanden. Aber davon sagte er kein Wort, sondern schaute so bedauernd wie man es von ihm erwartete

Jules de Mireault
"Ja es geht wieder, aber dieser Kerl hat ungeheuerliche Macht. Er ist nicht mal in meiner N├Ąhe. Aber sich in die N├Ąhe seiner Seele zu begeben scheint auszureichen dass er einen anzapfen kann. Keine Ahnung, ich habe so etwas noch nicht erlebt. Ich meine nat├╝rlich kenne ich als Geistmagier mentale K├Ąmpfe, jeder Kampfmagier kennt sie zudem. Oder auch mal ein Gepl├Ąnkel unter Kameraden, wer dr├╝ckt nun wen zuerst aus den Gedanken. Aber der Kerl hat mich nicht gedr├╝ckt, er hat mich erst zu sich herangerissen, wo ich dachte dass war es jetzt f├╝r mich und dann hat er mich von sich gesto├čen. Geworfen, als w├Ąre ich ein Nichts. H├Ątte er das vor Wut nicht getan, w├Ąre ich wohl Geschichte. Danke der Nachfrage Eure Hoheit. Also noch eine Botschaft schicke ich dem nicht", sagte Jules.

Brandur von Hohenfelde
"Ihm ist schlie├člich nichts passiert", verteidigte Brandur sich. "Ein Himmelsauge steckt so etwas weg, man muss einen Kampfmagier nicht in Watte packen. Konnten Sie den Lich orten, Jules?"

Jules de Mireault
"Ich glaube er war noch in dem Haus, ich bin mir nicht sicher. Sicher stecken wir einiges weg aber seelisch absorbiert zu werden, oder zerrissen zu werden geh├Ârt nicht zu meinen allt├Ąglichen Erfahrungen, ich bitte Sie! Ich bin der Meinung das er noch im Haus ist, oder vielleicht in der n├Ąheren Umgebung. So genau kann ich es nicht sagen, denn da geschah es schon, dass ich eine verpasst bekam. Ich meine aber, wenn ich ganz genau dar├╝ber nachdenke, es war in der N├Ąhe des Hauses, nicht im Haus selbst", sagte Jules nachdenklich.

Brandur von Hohenfelde
┬╗In der N├Ąhe des Hauses┬ź, gr├╝belte Brandur. ┬╗Ansgar, wir m├╝ssen da noch mal hin. Wir m├╝ssen dem ein Ende bereiten. Aber diesmal mit einer anderen Strategie, als einfach mit der geballten Macht einzumarschieren.┬ź

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel, der sich wieder zu Ferrau gekuschelt hatte, funkelte den Nekromanten an.

Ansgar von Hohenfelde
"Du hast v├Âllig Recht, aber wir ben├Âtigen einen Plan. Wir k├Ânnen uns nicht einfach so Dunwolf stellen. Es sei denn, wir erwischen ihn auf dem falschen Fu├č. Er kennt das Haus wie seine Westentasche, aber er ist nicht mehr das Haus. Und wir kennen das Haus ebenso, die Macht dar├╝ber hat er verloren. Meinst Du tats├Ąchlich er hat die beiden anderen verschlungen?", fragte Ansgar. "Also ganz ehrlich, ich muss sagen, dass gef├Ąllt mir. Mitgefangen, mitgehangen. Sie haben all die Jahre gut davon gelebt und wurden ern├Ąhrt. Dass sie die letzte Speise werden, damit er sich retten kann, na was haben die beiden denn von einem Hohenfelde erwartet? Das er mit ihnen stirbt? Sie wussten doch, was sie taten. Es sind betrogene Betr├╝ger, ich bedauere sie nicht. Ich w├╝rde sogar Dunwolf so einen Tod w├╝nschen. Wir sollten ihn absorbieren", lachte Ansgar.

Brandur von Hohenfelde
"Das ist eindeutig hohenfeldscher Humor. Wir haben zwei Lichs in der Familie, die ihn vielleicht absorbieren k├Ânnten", schmunzelte Brandur. "Aber nicht im Alleingang, denn so machtvoll sind vermutlich nicht einmal diese beiden. Ich hatte eigentlich drei Flaschen f├╝r sie vorbereitet." Nun selbst zweifelnd betrachtete er die drei fragilen leeren Glasgef├Ą├če auf der Anrichte. "Schade, sie w├Ąren h├╝bsche Troph├Ąen gewesen. Vielleicht k├Ânnen wir wenigstens Dunwolf einfangen. Ich wollte eine Silberkugel hineingeben, die Flasche auf meinen Arbeitstisch stellen und regelm├Ą├čig sch├╝tteln."

Ansgar von Hohenfelde
"Soweit, so gut, aber falls Dir die Falsche runterf├Ąllt haben wir ein Problem. Wir wollten das Problem aber f├╝r immer beseitigen um frei zu sein Brandur. Nicht um es erneut auf die Welt loszulassen. All unserem Gefrotzel zum Trotze Prince Ciel, wir wissen, welche Gefahr sich dahinter verbirgt. Es ist unsere Art unsere Nerven zu beruhigen. Aber wir wissen eines genau, Dunwolf muss sterben, damit wir alle in Frieden leben k├Ânnen. Damit dieses Kapitel endlich und endg├╝ltig geschlossen werden kann. Nur dann k├Ânnen wir hier ein neues aufschlagen. Schaut Dave hat ein Kind, ich selbst erwarte eines mit meiner Frau. Ich m├Âchte nicht, dass sie dort anschlie├čen m├╝ssen, was wir gestern beendet haben. Und dass wir dies konnten, jedenfalls teilweise verdanken wir Euch und Eurem Einsatz. Also seht uns beiden alten Nekro unseren Humor nach. Anders war manches nicht in diesem Haus zu ertragen. Man lacht, wenn es zum weinen nicht mehr reicht Hohheit. Den manchmal ist man zu weit entfernt um noch Tr├Ąnen vergie├čen zu k├Ânnen und jenseits des Lachens, lauert die Stille. Dahin wo einige von uns getrieben wurden, von wo es fast kein zur├╝ck mehr gibt. Manchmal muss man also etwas h├Âren, selbst wenn es nur die eigene, vermeintlich dumme Lache ist. Tr├Ąnentarnung", erkl├Ąrte Ansgar leise.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Das verstehe ich. Andere Menschen fangen dann an, zu den ungeeignetsten Anl├Ąssen halbe Dissertationen von sich zu geben oder ├╝ber sich ├╝ber kontr├Ąre K├╝nste zu echauffieren. Trotzdem hat auch das Gegen├╝ber Gef├╝hle. Verstehen Sie das ebenso wie ich Sie? Ich finde es nicht lustig, wenn jemand flapsig dar├╝ber redet, dass mein Berater fast gestorben w├Ąre oder meinen Lehrer auf eine Weise behandelt, von der er genau wei├č, dass sie mich erbost. Nicht jeder teilt Nekromantenhumor oder hat daf├╝r Verst├Ąndnis. Drum bitte ich Sie beide um M├Ą├čigung, insbesondere Brandur. Linhard schafft es ja auch, sich zu benehmen. Und ich bin wahrlich nicht in der Verfassung f├╝r Scherze. Also, wie verbleiben Sie? Was ist Ihr Plan zum Umgang mit dem gefr├Ą├čigen Lich?┬ź

Ansgar von Hohenfelde
"Das verstehe ich durchaus Hoheit. Und selbst wenn ich es nicht verstehen w├╝rde, es ist Ihr Wunsch und somit halten wir uns zur├╝ck. Das Euer Berater fast gestorben w├Ąre, dass ist nicht lustig, im Gegenteil, es zeigt uns, dass wir Dunwolf aufhalten m├╝ssen. Nun wenn sich Linhard zusammenrei├čen kann, dann sollte ich dies auch tun. Gerade da Ihr mich geheilt habt. Es tut mir leid, verzeiht mir meine Wortwahl. Und da Ihr mich geheilt habt, werden das meine letzten Amtshandlungen als Nekromant sein. Ich werde mich in einer anderen Magiesparte versuchen. Wir m├╝ssen sein neues Gef├Ą├č finden, den K├Ârper in dem er sich eingenistet hat. Wir m├╝ssen ihn aus diesem K├Ârper rei├čen Herr, dann ist er ein Geist. Und diesen Geist gilt es niederzuringen und zu verbannen. Damit w├Ąre er tot, es sei denn wir vernichten ihn v├Âllig. Sprich er folgt seinen beiden Mitt├Ątern in die v├Âllige Vernichtung. Wie entscheidet Ihr?", fragte Ansgar.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ansgar, ich wei├č, dass Sie mir zu gehorchen haben. Aber wir sind ├╝ber einige Ecken nun auch miteinander verwandt und ich w├╝nsche mir eigentlich, dass ich nicht immer den Prince darstellen muss, wenn wir unter uns sind. Es geht mir gerade hundeelend. Ich habe keine Haare mehr, ich sehe scheu├člich aus. Ich wei├č nicht, ob ich wirklich wieder gesund werde und will mich eigentlich nur mit Ferrau einkuscheln und schlafen. Stattdessen k├╝mmere ich mich um Ihren Familienlich in Naridien. Die Kreatur geh├Ârt vernichtet, auch wenn ich verstehe, dass einige hier ihn lieber untersuchen wollen. Ich stimme einer kurzen Untersuchung zu, sofern diese gefahrlos m├Âglich ist, aber nur dann. Sie, mein lieber Ansgar, sollten mal mit Alexandre reden. Sie scheinen sich ja zu verstehen. Vielleicht gef├Ąllt ihnen die Bluthexerei, ansonsten bleibt ihnen ja noch die M├Âglichkeit, ein Geistmagier zu werden.┬ź

Ansgar von Hohenfelde
"Das werte ich als Kompliment, dass Sie mich als Familienmitglied sehen. Danke. Ja ich werde mich mit Alexandre unterhalten, sehr gerne sogar. Sie k├Ânnen auch einfach Sie selbst sein, ganz wie Sie w├╝nschen. Nur kann ich Sie nicht einfach so behandeln. Wenn Sie es w├╝nschen, tue ich es. Nur ohne Erlaubnis w├Ąre das eine Beleidigung der Krone. Und ich m├Âchte es mir nicht mit Euch oder Eurem Vater verscherzen. Ich werde gemeinsam mit Brandur dar├╝ber beraten, wie wir weiter vorgehen werden. Ich bin daf├╝r, dass wir ihn vernichten. Er hat zu lange zuviel Unheil angerichtet. Und nebenbei, ich w├╝nsche Euch dass Ihr vollst├Ąndig genesen werdet. Ich hoffe es f├╝r Euch. Ich werde mich mit meinem Bruder in Verbindung setzten. Ihr habt bereits erstklassige Heiler vor Ort, dennoch sollte ruhig auch einmal Pavo und sein Gehilfe nach Euch schauen. Ich h├Ârte dieser Alb hat schon ganz erstaunliches bei Urako vollbracht. Auch er verlor sein Haar Herr. Und Pavo, nun er steht f├╝r sich, er rettete meinem Bruder das Leben. Wir verabschieden uns, damit Ihr mit Eurem Mann allein sein k├Ânnt und besprechen uns woanders weiter", sagte Ansgar freundlich.

Linhard von Hohenfelde
"Du wirst wieder gesund, daran besteht kein Zweifel. Komm mit Ferrau mit zu uns Ciel. Macht es Euch gem├╝tlich, dann seid Ihr nicht allein. Falls etwas ist, ist jemand da. Was meinst Du? Sobald es Dir besser geht, machen wir den versprochenen Ausflug, der wird Dir ebenfalls gut tun", schmunzelte Lin.

Ferrau Du Trieux
Ferrau nickte zustimmend. "Linhard hat Recht, Du wirst wieder gesund. Ich werde mich um Dich k├╝mmern und auch noch einmal mit Nathan reden. Er kennt sich mit so etwas auch aus. Und ich werde sogar Fabien um Hilfe bitten. Es ist gleich, wie wir gestritten haben, jetzt ben├Âtige ich seine Hilfe und er wird sie mir gew├Ąhren, sonst Gnade ihm Ainuwar. Du wirst wieder Haare haben und genesen Schatz, dass wirst Du. Die Idee von Lin ist gut, lass uns zu ihnen gehen. Dort kannst Du Dich erholen. Verrill beruhigt Dich doch immer und ich hoffentlich auch. Gaston kann Dich mit umsorgen und Dan wird auch in der N├Ąhe bleiben, ja Dan?", bat Ferrau. "Nat├╝rlich ich bleibe bei Euch, keine Angst", versprach der Heiler. "Siehst Du, so wie Du f├╝r alle da bist, sind heute alle f├╝r Dich da Ciel", sagte Ferrau erleichtert.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel nickte. Man merkte ihm an, wie geschafft er war. Er wusste, wie Jules sich gef├╝hlt hatte in diesem kurzen schrecklichen Moment, denn er hatte dem selben ├ťbel von Angesicht zu Angesicht allein gegen├╝bergestanden - nur um zu erfahren, dass alles umsonst gewesen war. "Nein, Ansgar, das k├Ânnen Sie nat├╝rlich nicht. Genau so wenig wie ich aus meiner Rolle heraus kann. Wir werden diesen Dunwolf zur Strecke bringen. Der Abgrund soll mich holen, wenn ich eine rakshanische Armee aufhalte, aber ein einzelner Ghul mich an der Nase herumf├╝hrt!" Er fasste an Ferraus Schulter und lie├č sich auf die F├╝├če helfen. Sogar Alexandre half, ungeachtet dessen, was unausgesprochen zwischen ihnen lag. "Ein gute Vorschlag. Bringt mich bitte zu Verrill. Jules, lassen Sie sich bitte von Parcival untersuchen, damit nicht noch jemand ein unbemerktes Loch in der Seele mit sich herumtr├Ągt." Zu Ferrau sagte er leise: "Danke f├╝r alles."

Ferrau Du Trieux
Ferrau k├╝sste Ciel auf den Mund und auf die Stirn. "Ich habe doch gar nichts gemacht, trotzdem gerne", grinste er aufmunternd, auch wenn ihm nicht danach war.

Ciel Felicien de Souvagne
"Doch, sehr viel. Du bist da und du bist du, Ferrau." Ciel dr├╝ckte sich an ihn.

Linhard von Hohenfelde
Linhard nahm Ciel einfach hoch und schulterte ihn vorsichtig. "So geht es einfacher. Halt Dich etwas fest, ich trag Dich zu uns. Gaston k├╝mmert sich wirklich r├╝hrend, dass muss ich sagen. Du wirst bei uns schnell wieder gesund und Ferrau leistet Dir einfach nur Gesellschaft", erkl├Ąrte Lin.

Ferrau Du Trieux
"Das mache ich, ich bin ein guter Gesellschafter. Und ich werde Gaston unterst├╝tzen und Dir Suppe kochen Ciel, Suppe hilft gegen jede Krankheit, dass wusste schon meine Mutter", erkl├Ąrte Ferrau.

Jules de Mireault
"Das mache ich Herr, ich gehe umgehend zu Parcival, aber ich denke bis auf den Schreck ist nichts geschehen. Wir haben die Rakshaner besiegt, wir werden auch den Kerl besiegen. Er wei├č nicht, mit wem er sich angelegt hat Herr. Notfalls lernt er die geballte Macht unseres Ordens kennen. Und die ist bekanntlich t├Âdlich. Auch oder gerade f├╝r Kreaturen wie ihn. Ihr seid in guten H├Ąnden, ich schaue bald nach Euch. Und sobald Ihr wieder wohlauf seid, erschlagt Ihr das naridische Schwein", sagte Jules freundlich und verlie├č das Krankenzimmer.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel wollte kurz dagegen protestieren, dass er herumgeschleppt wurde, aber er musste sich eingestehen, dass Linhard recht hatte. Zu Fu├č w├╝rde es sehr lange dauern, ehe sie bei Verrill waren. Also lie├č er sich tragen. Linhard trug ihn m├╝helos. "Leg dich dann auf meine andere Seite", sprach er leise zu ihm. "Verrill muss heute au├čen liegen."

Ansgar von Hohenfelde
Ansgar knuffte Ciel kurz. "Wir verabschieden uns ebenso, gehabt Euch wohl. Und ich schlie├če mich der Meinung des Himmelsauges Jules an. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Dunwolf ist tot, er wei├č es nur noch nicht". Mit den Worten gingen auch Brandur und Ansgar.

Linhard von Hohenfelde
Linhard trug Ciel in die gemeinsamen Gem├Ącher von Verrill und sich. Gaston ├Âffnete die T├╝r und war mehr als schockiert. Sofort bereitete er das Bett vor, so dass Lin Ciel darin ablegen konnte. Linhard wartete ab bis Ciel und Ferrau lagen und legte sich dann daneben. Verrill gesellte sich dazu, schaute die Gruppe entgeistert an und quetschte sich mit ins Bett. Greg sagte keine Ton sondern umarmte Ciel und Lin feste, als wollte sie beide vor der Welt au├čerhalb Souvagnes besch├╝tzen. Die Geste war klar, was immer sie bedrohte, musste an Verrill vorbei. Und wer Greg kannte, wusste wie schwierig das werden konnte. Dan tauschte mit Gaston einen Blick, ehe er sich einen gro├čen Sessels ins Schlafzimmer stellte und dort Platz nahm. W├Ąhrend die drei endlich in einen unruhigen Schlaf fielen, hielt er mit Verrill gemeinsam Wache.
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"Niemand wendet sich gegen die Familie, sonst wendet sich die Familie gegen Dich" - Linhard von Hohenfelde

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Re: Das schwarze Herrenhaus von Hohenfelde 04 -- Nach dem Haus

#2

Beitrag von Ciel Felicien de Souvagne » Fr 27. Jul 2018, 11:38

Ciel Felicien de Souvagne
Schwager.

Linhard von Hohenfelde
Ciel!

Ciel Felicien de Souvagne
Ich sehe aus wie du, nur noch schlimmer!

Linhard von Hohenfelde
Ja Deine Haare sind verschwunden und Du hast viel Kraft verloren.

Ciel Felicien de Souvagne
Sogar meine Wimpern.

Linhard von Hohenfelde
alles weg, aber dass w├Ąchst wieder nach *in den Arm nehm* Du m├Âchtest doch unser Baby sehen, Deine Strafe mit Ferrau im Kloster antreten und Deine Annulierung unterschreiben oder? Du musst stark sein Ciel, wir alle helfen Dir *auf die Stirn k├╝ss*

Ciel Felicien de Souvagne
Ich bin stark, wie immer. Was denkst du von mir. Aber zu aller St├Ąrke geh├Ârt auch, in kontrolliertem Rahmen einmal seinem Unmut Ausdruck zu verleihen.

Linhard von Hohenfelde
ich denke eigentlich nur das Beste von Dir und wollte Dir einen Sinn zum K├Ąmpfen geben Ciel. Aber hier bei uns, hier in unserem Bett, in dem Nest hier darfst Du so schwach sein wie Du m├Âchtest. Du darfst auch weinen, oder vor Wut heulen, wir sind f├╝r Dich da. Es bleibt unter uns. Du hast f├╝r uns gek├Ąmpft, ich wache ├╝ber Dich und stehe Dir bei. Das Mindeste was ich tun kann

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel schaute sich kurz um. ┬╗Ferrau, geh bitte kurz raus. Du auch, Verrill.┬ź

Ferrau Du Trieux
Ferrau dr├╝ckte sich kurz an ihn und zwar so, als wollte er ihn niemals wieder loslassen, doch genau das tat er. Zwar widerwillig, aber er gab Ciel frei. ┬╗Bis gleich Schatz, was immer Ihr bereden m├Âchtet, ich bin auch f├╝r Dich da und ich helfe Dir wo ich kann. Das verspreche ich┬ź, sagte er und k├╝sste seinen Schatz liebevoll. Er dr├╝ckte ihn erneut, diesmal sanft und verlie├č mit Verrill das Schlafzimmer. Greg strich ihm zum Abschied ├╝ber die Schulter und schloss hinter sich die T├╝r.

Linhard von Hohenfelde
Linhard musterte Ciel sehr ernst. ┬╗Was ist los Ciel? Erz├Ąhl┬ź, fl├╝sterte er.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel antwortete nicht, sondern stand auf. Er holte ein Handtuch, faltete es zwei Mal und drapierte es sorgsam auf Linhards Schulter. Dann warf er sich seinem Schwager in die Arme und weinte hemmungslos in das Handtuch hinein.

Linhard von Hohenfelde
Linhard umarmte Ciel fest und legte ihm eine Hand in den Nacken, so wie er es mit Verrill tat, wenn er traurig war. Er packte nicht fest zu, sondern hielt ihm damit an Ort und Stelle, genau in seinen Armen. Sanft massierten seine Finger Ciels Nacken. ┬╗Es ist gut, lass es einfach raus. Das Leben ist manchmal einfach Schei├če. Und gerade jene die aufstehen und was ├Ąndern wollen, bekommen keinen Dank, sondern haben am meisten zu leiden. Du bist ein K├Ąmpfer Ciel, aber das hei├čt nicht, dass Du nicht eine sanfte Seite hast. Die meisten freundlichen Leute, sind K├Ąmpfer. Sie werden nicht so geboren, sondern vom Leben so geschmiedet, sie besitzen einen Kern aus Stahl, ein Herz aus Gold und eine Seele aus Seide. So sagt man. Und man sagt auch, dass Schicksal sucht sich zum Kampf immer nur die Besten. An den Schw├Ąchlingen geht es achtlos vor├╝ber. Nun wir beide sind wohl in der Auslese der Besten, aber die Ehre w├╝rden wir gerne wem anderes ├╝berlassen, wenn man immer k├Ąmpfen muss. Heute musst Du das nicht. Ich bin hier, labere Dich voll, damit Du in Ruhe weinen kannst und versuche Dir beizustehen. Verrill lese ich vor, aber ich glaube das ist nichts f├╝r Dich. Ich wei├č, wenn Du Dich anschaust fragst Du Dich, ob Du jemals wieder Du wirst. Du bist immer Du Ciel, mit oder ohne Glatze und auch mit ein paar Narben mehr. Das Fatale war nur, eine hattest Du auf der Seele. Ich wei├č nicht ob sie da bleibt. Ich hoffe sie heilt ganz aus. Aber daf├╝r wird er mit Zinsen bezahlen. Das schw├Âre ich Dir┬ź, fl├╝sterte er ihm ins Ohr.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel weinte mehrere Minuten. Linhards Kraft zu sp├╝ren, die er so sanft zu seinem Schutz und Trost einsetzte, tat sehr gut. Sonst war es stets Ciel, welcher der Starke sein musste und diese Rolle durchaus auch gern erf├╝llte, aber die Ereignisse im Herrenhaus waren auch f├╝r ihn zu viel gewesen. Die verst├╝mmelten S├Ąuglingsleichen, die entstellten Hohenfeldes, die schaurige und in Fleisch geschriebene Ahnengalerie einer Familie von M├Ârdern und die Begegnung mit dem Herzen all diesen ├ťbels. Als es vorbei war, nahm Ciel das Handtuch von Linhards Schulter und putzte sein Gesicht. ┬╗Entschuldigung. Es war ein wenig viel. Ich habe Verrill und Ferrau hinausgeschickt, damit sie mich nicht so sehen. Beides sind Menschen, die man sch├╝tzen muss und die ich gern sch├╝tzen will. Sie sollen mich nicht so erleben. Danke f├╝r deine lieben Worte. Wir m├╝ssen das Unget├╝m zur Strecke bringen, und wenn ich dabei draufgehe. Ich verstehe nun. Ja, ich verstehe.┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Du musst Dich nicht entschuldigen, ich bot es Dir an. Ja wir m├╝ssen es zur Strecke bringen und wir werden es gemeinsam tun. So wie wir es gemeinsam gestellt haben. Wie wir ins Haus gingen, wie wir doch fast alles dort gemeinsam geschafft haben, wir werden auch das im Duo schaffen Ciel. Aber wir ben├Âtigen einen sehr guten Plan. Du hast Recht, Ferrau und auch Verrill sind Schutzbed├╝rftige, gleich wie stark sie sonst sein m├Âgen. Und auch Dein Ferrau kann sehr stark sein. Aber das sind nur Phasen, wie bei Greg. Hast Du eine Idee wie wir es aufhalten k├Ânnen?┬ź, fragte Lin, rollte sich auf die Seite und klopfte neben sich. ┬╗Leg Dich richtig zu mir┬ź, bat er.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel legte seinen Kopf in Linhards Schulterbeuge und kuschelte sich an ihm an. Er strich sich nachdenklich ├╝ber sein v├Âllig haarloses Gesicht. Augenbrauen, Wimpern, Bart, alles war fort. Er war unnat├╝rlich glatt und weich, aber dabei noch immer faltig. Wenigstens war Ferrau ehrlich gewesen, als er ihm gesagt hatte, dass er schlimm aussah. ┬╗Ein Plan ... ihr meintet, dass diese Archibald verwoben ist mit dem Problem. Und Archibald wird hierher kommen, um seine Forderung durchzusetzen. Ob man aus ihm etwas herausbekommt, was hilfreich ist?┬ź

Linhard von Hohenfelde
Linhard streichelte Ciel mit den Fingerspitzen den Kopf. Nicht um ihn zu verh├Âhnen, sondern um ihm zu zeigen, dass er sich nicht ekelte und dass dies niemand tun w├╝rde. ┬╗Archibald ist ein guter Ansatz. Der Mann wei├č mehr, als er preisgibt. Das war schon immer so. Und er wei├č vermutlich mehr, als ihm selbst bewusst ist. Wir m├╝ssten ihn mit etwas k├Âdern, was ihm die Zunge lockert. Hast Du eine Idee? Wie w├Ąre es damit, Du bietest ihm an Derya zu heiraten, wenn er uns mit allen Informationen beisteht. Dann w├Ąre sie eine Souvagne. Aber dazu wird es nie kommen┬ź, schmunzelte Lin.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ich?┬ź, rief Ciel. ┬╗Den K├Âder wird er wittern. Du bist derjenige, der sich mit ihr verpaaren soll. Und du bist auch ein de Souvagne. Sie w├╝rde dadurch nicht erbberechtigt, aber dennoch in einer Position erheblich gest├Ąrkt. Welches Interesse h├Ątte ich, diese Person zu ehelichen, hm? Aber du, du hast eines: Das gemeinsame Kind.┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Das stimmt, soll ich ihm das anbieten? Steht er uns bei, dann werde ich Derya als Zweitfrau heiraten. Nur musst Du dass jederzeit bezeugen, was tats├Ąchlich dahinter steckte, falls die ganze Sache in die Br├╝che geht. Nicht dass Dein Vater mir den Abgrund hei├č macht, f├╝r etwas dass ich real nie vorhatte. Was f├╝r Informationen ben├Âtigst Du um dieses Wesen erneut aufzusp├╝ren?┬ź, fragte Lin und kuschelte sich ebenfalls an Ciel.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Das Wesen bestand aus Blut. Ich ben├Âtige keine Informationen, nur eine gewisse r├Ąumliche N├Ąhe. Geistmagie funktioniert ├╝ber riesige Distanzen, aber der Blutmagie sind dahingehend enge Grenzen gesetzt. Mein Wahrnehmungsradius betr├Ągt ein Kilometer, danach wird er ungenau und nach zwei Kilometern ist f├╝r mich Schluss. Alexandre kann vielleicht f├╝nf Kilometer analysieren. Ich w├╝rde das Wesen innerhalb dieses Radius jedoch zuverl├Ąssig wiedererkennen, da es eine extrem ungew├Âhnliche Struktur hat. Nat├╝rlich stehe ich dir als Zeuge zur Verf├╝gung.┬ź Ciel drehte sich etwas mehr auf die Seite und legte einen Arm ├╝ber Linhards Bauch. Er sp├╝rte nach dessen Herzschlag, um sich weiter zu beruhigen.

Linhard von Hohenfelde
Linhard rutschte n├Ąher, so dass Ciel richtig gem├╝tlich liegen konnte. ┬╗Kannst Du dem Wesen, das Blut entziehen? Ich meine wir werden dem Ding n├Ąher sein als uns lieb ist, vielleicht kannst Du es so schw├Ąchen und wir k├Ânnen einen gr├Â├čeren Abstand halten. Es sah grauenhaft aus, ich versp├╝rte in dem Moment keine Angst und uns├Ągliche Wut, weil es Dich angriff. Aber hier in aller Ruhe, wenn ich mich an das Wesen erinnere, wird mir schon anders┬ź, sagte Lin leise und streichelte Ciel die Flanke.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ich kann niemandem das Blut entziehen. Ich habe versucht, seine Bewegungen zu beeinflussen und selbst daran bin ich gescheitert. Wenn es ein Untoter ist, der auf Blut basiert, h├Ątte Alexandre ihn demontieren k├Ânnen ... aber Alexandre ist uns magisch momentan keine Hilfe.┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Nein er ist schwach und ben├Âtigt selbst Hilfe. Das m├╝ssen wir erledigen Ciel, diesmal liegt es in unserer Hand. Du und ich, wir m├╝ssen der Bestie die K├Âpfe abschlagen, oder den einen der noch ├╝brig ist. Das hat mir erstmal vor Augen gef├╝hrt, was ein Lich wirklich ist┬ź, sagte Lin mit einem Schaudern in der Stimme. F├╝r einen winzigen Moment begriff er, wovor sich Dunwin als junger Mann gef├╝rchtet hatte.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Was ist mit den Lich aus deiner Familie? Den anderen beiden. Niemand kann mir erz├Ąhlen, dass sie nicht gesp├╝rt haben, was in dem Herrenhaus wohnt, wenn sie die selbte Natur teilen. Die selbe Nahrung anzapfen. Was ... wenn sie mit der Kreatur im Bunde stehen?┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Das wei├č ich nicht Ciel, aber Osmund und Maghilia wohnten nicht bei uns. Vielleicht weil sie uns sch├╝tzen wollten, vielleicht weil sie wussten was dort im Keller Tatsache ist. Ich meine etwas zu leugnen geht leicht. Aber ich hatte ihnen eigentlich geglaubt. Wenn sie die Wahrheit sprechen, k├Ânnen sie sich auslesen lassen┬ź, schlug Lin vor.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Das sollten wir und sie dann des Landes verweisen. Sie werden nicht zustimmen, ihre Kunst einzustellen, denn das ist ihr Tod. M├Âgen sie die Naridier vernaschen. Ich bin ratlos, Lin ... Archibald scheint mir der Schl├╝ssel zu sein. Oder was ist mit deinem Gro├čvater? Mit Dunwin? Ob er etwas wei├č? Er kannte Archibald gut. Andererseits verabscheute er die Magie. Er wird sich damit nicht mehr als n├Âtig befasst haben.┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Mein Gro├čvater wusste vielleicht wie man Arch ├╝berzeugt. Nein Dunwin hat Magie verabscheut, da sein eigener Vater ein Nekromant war. So wie er verachtet wurde, weil er ├╝ber keine Magie gebot, hat Dunwin sp├Ąter seine Kinder gehasst, da sie ├╝ber Magie geboten. Es war st├Ąndig ein hassen Ciel. Ja sie m├╝ssen gehen, sie werden auch eine Gefahr darstellen f├╝r die Kinder. Da stimme ich Dir zu. Ich wollte mit ihnen reden und ich m├Âchte Dich gerne dabeihaben Ciel┬ź, sagte Lin offen.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Das machen wir, Lin. Ich bin ja auch f├╝r solche Belange verantwortlich. Es ist zerm├╝rbend, warten zu m├╝ssen. Konzentrieren wir uns auf den Plan bez├╝glich Derya. Wie m├Âchtest du vorgehen?┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Nun wenn Arch sie hierher bringt, werde ich ihm eine Hochzeit vorschlagen. Daf├╝r dass er uns bei der Jagd auf diesen Lich hilft. Und was w├Ąre sch├Âner, wie Du schon sagst, wenn wir nicht nur ein Kind zeugen, sondern ich seine Tochter auch heirate? Dann ist das Kind doch abgesichert. Das klingt doch glaubhaft oder?┬ź, fragte Lin.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ja schon┬ź, sprach Ciel ungeduldig. ┬╗Aber wenn sie hier aufschl├Ągt. Was dann? Wie wirst du sie begr├╝├čen und so weiter? Wir m├╝ssen alles planen, nichts darf schief gehen. Wie empfangen wir sie und wie ihren Vater? Was, wenn er G├Ąste mitbringt?┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Wir empfangen sie au├čerhalb des Hofes und bringen sie separat unter. Sofort werde ich dem Akt nicht zustimmen, sondern dann wenn er uns geholfen hat. Wenn er G├Ąste mitbringt, m├╝ssen wir schauen wer das ist. Ansonsten schicken wir die G├Ąste weg. Sie waren nicht vereinbart. Oder? Ich meine dass klingt doch gut┬ź, schmunzelte Lin und malte auf Ciels Kopf Kreise.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Du scheinst dir sehr sicher zu sein, dass alles gut geht mit so einem vagen Plan. Soll noch etwas gekauft und organisiert werden? Du nimmst das alles sehr locker. Ich brauch eine Per├╝cke.┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Ciel, wenn der Plan locker ist, k├Ânnen wir ihn jederzeit anpassen, oder Derya auf den Block schicken. Was wir auch tun, sollte Arch sich verweigern. Arch ist leider nicht minuti├Âs einplanbar. Der kommt und geht wie es ihm gef├Ąllt, was mich selbst oft zur Wei├čglut brachte. Wenn wir den Plan zu festsurren, kann es sein, dass er allein durch Archibalds pflegte Unordnung kippt. Wir ben├Âtigen so etwas wie KO Tropfen┬ź, schlug Lin vor, ┬╗Oder einen Holzhammer┬ź.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel ├╝berlegte. ┬╗Der Holzhammer f├╝r ihn w├Ąren die Bluthexer. Aber was ist mit Derya? Die Frau ist gemeingef├Ąhrlich.┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Ja sie wurde doch von ihrer Mutter ausgebildet. Und die von Archibald selbst. Die wird alles andere als harmlos sein. Alex hat sie kennengelernt, ob er und etwas ├╝ber sie sagen kann? Was ihre Schw├Ąchen sind? Eine muss er kennen, er hat zum Gl├╝ck ├╝berlebt. Wie hat er das geschafft? Jesper... Jesper wird sie auch kennen! Er ist der Mann von Archibald und ob Du es glaubst oder nicht, das ganze Gegenteil┬ź, sagte Lin.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Aber wenn er sein Mann ist, wird er zu ihm halten. Warte, ich lasse nach Alexandre schicken. Frag ihn zu allem, wovon du glaubst, das es wichtig ist.┬ź Ciel sprang auf und taumelte einen Moment, ehe er sich an der Wand abst├╝tzen konnte.

Linhard von Hohenfelde
┬╗Nein Ciel, dass macht er eben nicht. Er versucht Arch zu kurrieren, aber er h├Ąlt nicht im Wahn zu ihm. Er wei├č was Arch f├╝r ein Kerl ist und er wei├č, dass er es h├Ątte beenden k├Ânnen. Aber er kennt auch die andere Seite. Die in Wahrheit gar keine andere Seite ist. Gute Idee┬ź, sagte Lin und grabschte nach Ciel als dieser strauchelte.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel fand wieder festen Halt, ging zur T├╝r, rief nach einem Dienstboten und gesellte sich zu Linhard ins Bett. Kurze Zeit sp├Ąter klopfte es und Ciel bat Alexandre herein.

Alexandre de la Grange
Alexandre setzte sich mit ausdruckslosem Gesicht gegen├╝ber des Bettes in den Sessel. ┬╗Nun?┬ź, fragte er.

Linhard von Hohenfelde
Lin setzte sich auf und schaute ihn dankbar an. ┬╗Wir ben├Âtigen Deine Hilfe. Du hast die Wesenheit gesehen, eine der Drei Gestalten lebt noch. Wie k├Ânnen wir ihn aufhalten? Und wir wissen oder vermuten, dass Archibald mehr dar├╝ber wei├č. Wie bekommen wir aus ihm raus, was wir wissen wollen? Ich meine zur Not, falls er nicht mit uns zusammenarbeitet?┬ź, fragte Lin und wartete gespannt ab. ┬╗Und nebenbei Alex, Danke f├╝r alles da unten┬ź, sagte er freundlich.

Alexandre de la Grange
Alexandre winkte ab. ┬╗Archibald ist ein Vampir, ergo anf├Ąllig f├╝r Blutfolter auf die Distanz. Es ist daher einfach, ihn zum reden zu zwingen, wenn man einem geeigneten Bluthexer die Genehmigung dazu erteilt. Zu dem Tri-Lich kann ich mich nur vage ├Ąu├čern. Etwas derartiges ist mir noch nicht untergekommen und ich bin kein Nekromant.┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Also wenn Dir unsere Erlaubnis reicht, hast Du sie. Bring ihn zum reden, egal was es kostet. Und noch etwas. Wir haben hier zwei weitere Lich und sie sollen umziehen. Wie ich Ciel schon sagte, m├Âchte ich sie ├╝berzeugen, nicht zwingen. Da ich meine Familie nicht spalten will. W├╝rdest Du dabei anwesend sein? Ciel habe ich auch gebeten. Maghilia ist ein harter Knochen, Ossi ist ehr ein Eigenbr├Âdler der immer allein f├╝r sich lebte. Aber er ist umg├Ąnglich. Stehst Du mir bei?┬ź, fragte Lin.

Alexandre de la Grange
┬╗Meine Erlaubnis, jemanden zu Foltern, muss ich mir von seiner Majest├Ąt erteilen lassen, da ich keinen Freibrief habe. Nicht einmal, wenn es sich um Vampire handelt. Dies bedaure ich. Zutiefst, wie ich anmerken m├Âchte. Bez├╝glich der Lichs kann ich h├Âchstens als Privatperson t├Ątig werden, ansonsten bedarf dies ebenfalls einer Anordnung seiner Durchlaucht. IPrivat w├╝rde ich dort ohne Weisungsbefugnis anwesend sein. Andererseits, wenn Ciel anwesend ist, dieser ist durchaus dazu berechtigt, die Lichs au├čer Landes zu schicken. Wisset jedoch: Sollten die Lichs sich gegen mich wenden, ist dies mein Tod. Und der von Ciel. Wir ben├Âtigen machtvolle Verst├Ąrkung.┬ź

(Fortsetzung folgt)
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Chirag de Dupont
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Re: Das schwarze Herrenhaus von Hohenfelde 04 -- Nach dem Haus

#3

Beitrag von Chirag de Dupont » Fr 3. Aug 2018, 08:38

<< Linhards Duponts
<< Tempel (Schwarzer Skorpion)

Davard von Hohenfelde
Es klopfte erneut und als Gaston die T├╝r ├Âffnete trat Dave ein. Er nickte allen zum Gru├č knapp zu.
┬╗Keine lange Begr├╝├čung. Anwolf wurde entf├╝hrt und zwar von Archibald! Ich kann Deinen Bruder auch nicht mehr mental erreichen und das obwohl er ihn scheinbar auf eigenen Beinen begleitet hat. Monty unserem Gargoyle ist dies aufgefallen. Er sah ihn in Begleitung von drei M├Ąnnern und einer Frau verschwinden. Nach dem Auslesen der Erinnerung wei├č ich, dass es Archibald war. Dass ich Wolfi nicht mehr erreiche k├Ânnte bedeuten, dass er nicht mehr lebt. Sprich dass Archibald ihn gebissen hat. Ich habe keine Ahnung wie schnell man zum Vampir wird, aber er k├Ânnte ihn auch Tage vorher gebissen haben. Denn er sa├č die letzten Tage immer Abends drau├čen vor der T├╝r. Allerdings mit einem Bier. Nun dass kann Tarnung sein. Wir m├╝ssen handeln. Wo ist Archibald?┬ź, fragte Dave ernst.

Davard von Hohenfelde
Dave musterte Chirag. ┬╗Tja so kann es gehen, ich w├╝rde ein Deckel auf den Brunnenschacht legen. Leichen vergiften das Grundwasser. Aber sieh es von der positiven Seite, sie hat nicht lange gelitten und w├Ąhrend des Sturzes tat ihr nichts weh. Und sie war wohl nicht an Dir interessiert, sonst h├Ątte sie was anderes gewollt als rumrennen Chirag. Such Dir eine gute Frau, die weniger l├Ąuft und ein bisschen mehr Zuneigung verspr├╝ht┬ź, tr├Âstete Dave.

Chirag de Dupont
Vianney tat, als m├╝sse er husten. Chirag, der die Ablenkung durchschaute, warf ihm einen giftigen Blick zu. ┬╗Nur zu, lache, so lange du noch kannst. Du `ast noch nie geliebt und wei├čt nicht, was es bedeutet, einen geliebten Menschen zu verlieren. Mit deinem `umor bist du bei der Familie von `o`enfelde jedenfalls in bester Gesellschaft.┬ź Chirag starrte Davard an. ┬╗Wer waren die Begleiter des jungen `errn Anwolf? Ergab das Auslesen `inweise?┬ź

Davard von Hohenfelde
┬╗Ich erkannte nur Archibald, aber dieses... Vieh w├╝rde ich noch in finsterster Nacht erkennen. Ich wei├č nicht was er mit Wolfi gemacht hat, aber ich bef├╝rchte er hat ihm schlimmstes angetan. Und ich kann ihn nicht aufsp├╝ren. Mein Plan w├Ąre ├╝blicheweise, finde ich nicht die gesuchte Person, finde ich die Begleiter. Aber einen Vampir kann ich ebenfalls nicht aufsp├╝ren und die anderen waren mir unbekannt. Niemand kannte sie. Eine Frau die seltsam aussah, ein durchtrainierter gut aussehender Typ, ein Typ der genau das Gegenteil war, heruntergekommen und unsauber. Die Gruppe war irgendwie total paradox und doch agierten sie zusammen wie ein Team, es bleibt also nur eine Schlussfolgerung - dass sind die Kinder der Bestie. Wie viele er hat, wirklich hat, habe ich nie herausgefunden. Aber ich wei├č dass es mehrere sind┬ź, sagte Dave nerv├Âs.

Linhard von Hohenfelde
Linhard binzelte in Zeitlupe und lie├č sich das Gesagte durch den Kopf gehen. Warum hatte er sich nur so oft mit Wolfi gestritten, und wo r├╝ber eigentlich? Er f├╝hlte wie sich ein Klo├č in seinem Hals bildete, der sich wie ein Pflasterstein anf├╝hlte. Seine Augen brannten und er fragte sich was nun los war. ┬╗Wir m├╝ssen Ciel herholen sofort. Er kann einen Vampir aufsp├╝ren. Wir m├╝ssen die Bestie finden, sofort. Ich gehe und hole Ciel. Davy, dass ist keine Unh├Âflichkeit, aber die beiden Duponts werden Dir erkl├Ąren, was es mit Verrill auf sich hat und dem Baby, ich bin gleich wieder da. Vertrau ihnen, sie sind mein neuer Stab. Und es tut mir leid wegen Wolfi, ich... es tut mir leid... wir retten den kurzen... ich habe ihn noch vor Archibald gewarnt... ich habe ihm gesagt...┬ź, Lin verstummte und zuckte die Schultern.

Chirag de Dupont
┬╗Ich werde Ciel `olen gehen┬ź, verk├╝ndete Vianney seine erste Aufgabe. Er rannte los und kurz darauf wurde die T├╝r aufgerissen und ein aufgel├Âst aussehender Ciel st├╝rzte in Schlafkleidung herein.

Davard von Hohenfelde
┬╗Gewarnt... Linhard ich habe versucht es Dir zu erkl├Ąren. Eine Warnung ist ein Fliegenschiss im Wind. Du hast das Untier am Leben gelassen, Du hast gedacht das Vieh ist Dein Scho├čtier. Er w├╝rde Dir gehorchen, Du hast ihn behalten wollen, weil er Dir vorheuchelte nett zu sein. Du hast nie in sein Maul gesehen, wenn er es benutzt. Bete zu wem auch immer, dass er es nicht an Anwolf austestet. Und bete dass er keinen Bock auf Sex hat, sonst bekommen wir Anwolf nie wieder. Nicht so wie wir ihn kannten. Das ist vorbei. Er wird ihn zwar nicht umbringen, aber er wird seine Seele fressen. Wenn nicht ganz, dann teilweise und das ist noch eine schlimmere Perversion. Was ist mit dem Baby? Meinem Baby? Welchem Baby? Rede!┬ź, befahl Dave schneidend.

Davard von Hohenfelde
Dave drehte sich erleichert zu Ciel um. ┬╗Eure Hoheit, wir haben ein gewaltiges Problem┬ź, sagte Dave.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Vianney hat es mir bereits in Kurzform erkl├Ąrt. Wissen Sie die ungef├Ąhre Richtung, in welche die Gruppe sich bewegte?┬ź Ciel setzte sich neben Linhard und dr├╝ckte ihn einen Moment an sich, Stirn an Stirn, ehe er ihn wieder loslie├č, damit sie reden konnten.

Linhard von Hohenfelde
┬╗Archibald hat sich meinen Bruder geschnappt und ihn aller Wahrscheinlichkeit nach gebissen. Dave findet ihn nicht mehr. Sein Gargoyle hat eine Gruppe von drei M├Ąnnern und einer Frau mit Wolfi weggehen sehen. Er hat seinen Gargoyle ausgelesen und Archibald erkannt. Mein Baby Dave, ich werde Vater, es geht um mein Baby. Und Deines ebenso. Ich wei├č, ich habe es zu sp├Ąt kapiert. Ciel hat das Gleiche gesagt wie Du, er muss weg. Paps sagte es auch┬ź, st├Âhnte Lin.

Linhard von Hohenfelde
┬╗Danke Ciel┬ź, sagte Lin und dr├╝ckte ihn ebenfalls. Seine Warnung kam ihm auf einmal so l├Ącherlich vor. Ciel war immer da wenn er ihn brauchte. Allerdings auch dann, wenn er ihn f├╝rchtete. ┬╗Ich wei├č es nicht, wir k├Ânnten die Himmelsaugen suchen lassen, dass sind doch auch Magier┬ź, schlug Lin vor.

Davard von Hohenfelde
Dave dr├╝ckte Lin die Schulter. ┬╗Es sind Geistmagier wie ich Linny, sie haben keine Chance. Aber ihre V├Âgel vielleicht. Scharfe Augen sind oft hilfreich. Und Arch wird sich nachts fortbewegen, dass ist klar. Freut mich f├╝r Dich Kleiner, alles Gute f├╝r Euer Baby. Und ein Grund mehr der Bestie den Kopf abzuschlagen. Aber jetzt ben├Âtigt uns Anwolf┬ź, mahnte Dave.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Wo ist Ferrau?┬ź, kreischte Ciel und rannte zur T├╝r, wo er in den Gang hinaus sp├Ąhte.

Davard von Hohenfelde
┬╗Gut das wir dr├╝ber gesprochen haben┬ź, st├Âhnte Dave.

Gregoire Verrill de Souvagne
Die T├╝r flog zum Wohnzimmer auf und Greg stapfte nur in Unterhose herein. Er hatte kein Gramm Fett am Leib und auch kein einziges Haar. Lin musterte seinen Schatz baff, was er hier trieb. ┬╗Was beim Abgrund ist hier los? Ich habe gesagt, dass ich mich nur eine Stunde hinlegen und was machst Du f├╝r einen Radau? Du l├Ądst Hans und Franz hierher ein und schreist rum wie ein Verr├╝ckter obwohl ich schlafen muss? Danke Linhard, echt. Demn├Ąchst wenn Du schlafen willst, tanze ich im Schlafzimmer Badzuddingsda!┬ź, fauchte Verrill.

Davard von Hohenfelde
┬╗Anwolf wurde entf├╝hrt und vampirisiert, dass ist los┬ź, sagte Dave tonlos.

Ciel Felicien de Souvagne
W├╝tend fuhr Ciel wieder herum. ┬╗Da Ferrau nicht zugegen ist - Vianney, du bist flink zu Fu├č. Hol mir Parcival her! Sofort!┬ź Vianney eilte davon, wie von der Tarantel gestochen. Im Rennen fiel ihm ein, dass Ciel ihm gegen├╝ber nicht weisungsbefugt war, aber das war jetzt vermutlich egal.

Linhard von Hohenfelde
Lin musste mit den Tr├Ąnen k├Ąmpfen als Dave es so hart und trocken auf den Punkt brachte und ihn Verrill noch rund und zur Sau machte. Er r├Ąusperte sich und stellte fest, dass es sich verdammt anders anf├╝hlte von wem angefaucht zu werden, den man liebte als von ┬╗Hans und Franz┬ź wie Verrill es nannte. ┬╗Verrill bitte h├Âr auf zu schreien, ich habe hier die beiden Duponts eingestellt. Und Dave brachte gerade die Nachricht. Bitte┬ź, bat Lin beschwichtigend.

Ferrau Du Trieux
Ferrau gesellte sich dazu und wunderte sich wohin dieser Mann so eilig rannte, der aus Gregoires Zimmer st├╝rmte. Vermutlich wurde er gerade bedroht und war auf der Flucht. Ferrau g├Ąhnte und sp├Ąhte vorsichtig in das Gemach. Alles sah friedlich aus, bis auf Greg - was klar war. Vorsichtig n├Ąherte er sich und umfasste schlagartig Ciel von hinten.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel dr├Ąngte Ferrau mit dem Hintern zum Sofa, schubste, so dass Ferrau auf das Polster fiel und lie├č sich anschlie├čend r├╝cklings auf ihn drauf fallen. Nun sa├č er erh├Âht, hatte alles im Blick und niemand konnte Ferrau behelligen, der sich offenbar gerade erschrocken hatte. Ungeduldig wartete Ciel auf Parcival. ┬╗Ich hab`s dir gesagt, Lin, ich HABS dir gesagt┬ź, murmelte er.

Gregoire Verrill de Souvagne
Gregoire schaute betreten und strich Lin liebevoll ├╝ber den Sch├Ądel. ┬╗Das konnte ich nicht wissen, ich war wirklich m├╝de und ausgelaugt. Entschuldige Lin, wir finden Deinen Bruder, mach Dir keine Sorgen hm? Zur Not lassen wir ihn ├╝ber die Himmelsaugen und ├╝ber die B├╝ttel suchen. Oder wir schalten das Milit├Ąr ein. Das geht auch. Wenn sich Arch nur Nachts vorbewegt, k├Ânnen wir die Steinere Wacht nach ihm suchen lassen. Sie werden ihn niederringen k├Ânnen┬ź, sagte Greg beruhigend wie liebevoll und setzte sich neben Lin. Er legte ihm einen Arm um die Schulter und dr├╝ckte ihn an sich. ┬╗Siehst Du, ich habe Dir gesagt, geht nicht im Streit auseinander. Zum Gl├╝ck habt Ihr Euch vertragen. Mach sowas nie Linny, gehe niemals im Streit fort. Ich entschuldige mich bei Dir, ich war nur grantig und ├╝berm├╝det. Es macht mich irgendwie m├╝de und mir ist kodderig. Ist keine Ausrede Schatz┬ź, fl├╝sterte Verrill.

Linhard von Hohenfelde
Linhard umarmte Greg und klammerte sich einen Moment fest. ┬╗Ihr habt Recht, ich wei├č dass Leute. Seit ich die Babys sah, wusste ich es. Ich habe das Haus gesehen, ich habe die Kinder gesehen, ich habe seine Opfer gesehen und ich habe es verdr├Ąngt. Und ich wei├č nicht mal warum! Seine N├╝tzlichkeit kann es doch nicht alleine sein. Er kann irgendwie Gedanken vergiften. Und als ich mit Paps im Haus war, da habe ich es auf einmal begriffen in der eisigen K├Ąlte. Und als ich sie mit Ciel holte, war klar dass er gehen muss. Mir tut es leid! Mir verdammt! Dass das Vieh noch ruml├Ąuft und Dich bedrohen kann Greg. Dass ich nicht gesehen hab, was er Dir antat Dave. Und dass ich nicht auf Dich geh├Ârt habe Ciel, obwohl Du gleich losschlagen wolltest. Aber bitte, so bl├Âde ich war, helft Wolfi!┬ź, flehte Lin die Anwesenden an.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel griff her├╝ber und strich ├╝ber Linhards Nacken. ┬╗Nat├╝rlich helfen wir dir. Aber wir brauchen dazu erst einmal die Beratung von Parcival! Wo bleibt der nur! Er wird alt.┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Ich Danke Dir, Dankesch├Ân. Dir auch Greg. Tue mir einen Gefallen und geh zu Max. Ich m├Âchte nicht dass Du hierbleibst. Ist das in Ordnung Ciel?┬ź, fragte Lin nerv├Âs.

Davard von Hohenfelde
┬╗Ich bin genau aus dem Grund hier Lin. Mir bedeutet Wolfi genauso viel wie Dir. Einer einen Plan?┬ź, fragte Dave und setzte sich.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Wir k├╝mmern uns um alles, Lin, und Verrill braucht jetzt keinen Stress. Gaston! Bring deinen Herrn zu unserem Vater. Er braucht Ruhe und muss sich das hier nicht antun.┬ź

Parcival
Das Oberhaupt der Himmelsaugen eilte in die Gem├Ącher von Prince Gregoire und schaute sich um. ┬╗Ihr habt nach mir geschickt Hoheit┬ź, sagte er ernst.

Gaston
┬╗Da haben Euer Bruder und Euer Mann Recht, bitte folgt mir Herr. Ihr m├╝sst Euch schonen und schlafen. Hier k├Ânnt Ihr im Moment nicht helfen┬ź, sagte Gaston und hakte Greg unter.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ja, setzen sie sich, Parcival! Wie weit sind ihre Himmelsaugen vernetzt? Wie weit reicht ihre magische Macht? Wir suchen den kleinen Bruder von Prince Linhard, er wurde von einem Vampir entf├╝hrt, begleitet von einem gutaussehenden trainierten Mann, einem, der das Gegenteil darstellt und einer Frau, die seltsam aussieht. Reicht ihnen das, um die Gruppe aufzusp├╝ren?┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Hier bin ich so sicher wie jeder im Palast. Und hier bin ich gerade n├╝tzlich. Keiner ist so belesen wie ich, wenn jemand etwas an Wissen ben├Âtigt, vielleicht habe ich es. Danach gehe ich sofort zu Vater. Versprochen. Also lasst den Plan h├Âren und ich helfe, wenn ich kann┬ź, sagte Greg freundlich.

Parcival
┬╗Herr wir leben gewisserma├čen in einem magischen Kollektiv. Jedes Himmelsauge ist st├Ąndig offen mit allen verbunden. Es sei denn er klinkt sich einmal privat aus und ist so f├╝r sich. Aber die meisten Himmelsaugen tun selbst dies nicht mehr nach einiger Zeit, da sie die Stille im Kopf nicht ertragen. Manche schirmen sich mal kurz ab und teilen nur noch das Gesp├╝r der anderen, f├╝hlen dass sie da sind. Aber man kann sie jederzeit rufen. Wie eine Gruppe die ├╝ber Entfernungen Kontakt hat, als w├Ąre sie beeinander. Hat man seinen Vogel im Einsatz konzentriert man sich auf sein Tier als Hauptbewusstsein. Ist eine Info zu teilen, l├Ąsst man sofort alle Br├╝der und Schwestern daran teilhaben Herr. Sie sehen was ich sah, sp├╝ren was ich sp├╝rte. Also ich kann sofort jedes Himmelsauge an diesen Verhandlungen teilhaben lassen, sie m├╝ssen nicht vor Ort sein. F├╝r geheime Dinge schirme ich mich komplett ab. Ich gehe also nicht bewusst in die Verbindung, sondern sie ist immer da. Ich muss sie bewusst verlassen. Ich hoffe das hilft Euch┬ź, sagte Parcival.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel war aufgebracht und daher ungeduldig. ┬╗Nein, das hilft mir nicht! Antworten Sie mit Ja oder Nein! K├Ânnen Sie die Gruppe aufsp├╝ren?┬ź

Parcival
┬╗Nur optisch, magisch nicht. Ich muss die Erinnerung sehen┬ź, sagte Parci.

Davard von Hohenfelde
Dave nickte zustimmend und verband sich mit dem alten Himmelsauge. Er zeigte ihm die Erinnerung, die er selbst von Monty ausgelesen hatte. Die Bilder waren so, wie sie der Gargoyle gesehen hatte. Und im Gegensatz zu Dave erkannte Parcival eine weitere Person, Robere!

Parcival
┬╗Danke Marquis. Ich kann helfen, in der Gruppe befindet sich eine weitere bekannte Person - Robere Moreau. Einer der Leibgardisten┬ź, sagte Parcival und lie├č sich danach sofort in Trance fallen, er informierte alle Himmelsaugen dass Robere gesucht wurde und ├╝bermittelte das Bild von ihm gedanklich. Danach versuchte er selbst Robere zu finden.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Robere┬ź, kreischte Ciel. Dann wurde er schlagartig ruhig und wartete ab, ob Parcival den ├ťbelt├Ąter finden w├╝rde.

Parcival
Das alte Himmelsauge schlug schlagartig die Augen wieder auf. ┬╗Etwas M├Ąchtiges ist in seiner N├Ąhe und schirmt ihn ab. Ich hatte ihn f├╝r eine Sekunde, dann hat es nach mir gegriffen, es war ein starker Sog, ich vermute nekromantischen Ursprungs, es f├╝hlte sich an wie dreckige Wasser oder ├ľl auf meiner Seele, ich kam nicht an dieser Macht vorbei┬ź, gestand Parcival.

Robere Tekuro Chud-Moreau
Tekuro drehte sich im Schlaf auf die andere Seite.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel schloss die Augen und lehnte sich nach hinten an Ferrau. ┬╗Das ├ťbel aus dem Herrenhaus┬ź, sagte er betreten. ┬╗Es ist gemeinsam mit ihnen unterwegs.┬ź

Parcival
┬╗Ich habe nur gesehen wie sich Robere im Schlaf auf die andere Seite w├Ąlzte. Wo er war, war es dunkel und kalt. Mehr kann ich leider nicht sagen. Dieses Ding wacht ├╝ber ihn. Ihr meint die Wesenheit die Euch so schwer verletzte? Und nach Jules schlug und ihn mental paralisierte? Dass ergibt Sinn. Aber Nekromantie ist Geistmagie. Verformte, deformierte, pervertierte Geistmagie. Die geballte Macht des Ordens, in mir vereint und zur Sicherheit einige Geistmagier als Anker und ich kann seinen Schutz mit der Kraft unserer aller Seelen sicher durchbrechen┬ź, schlug Parcival vor.

Linhard von Hohenfelde
Linhard starrte Ciel lange und durchdringend an. ┬╗Wie kam es hierher? Arch zu erpressen um eine Schw├Ąchen herauszufinden ist vorbei. Er ist bei ihm richtig? Er ist auf seiner Seite, das Ding ist sein Gott. Sag was Ciel, bitte sag was. Sag dass Du eine Idee hast┬ź, bat Lin aufgel├Âst.

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Wenn dieses Ding einen K├Ârper besetzen kann, was geschieht, wenn man ihm den K├Ârper wegnimmt? Schwebt es dann frei herum? Also wenn Ihr es aus ihm herauszieht? Daf├╝r ben├Âtigt Ihr einen Nekromanten. Ihr braucht Nekromanten und Geistmagier. Parcival muss seinen Schild durchbrechen und die Nekros m├╝ssen es beschw├Âren oder so┬ź, schlug Greg vor.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Nat├╝rlich meine ich eben jenes Ding, Parcival┬ź, sprach Ciel. ┬╗Lin, ich denke ja schon fieberhaft nach! Aber wie sollte ein magischer Schlag gegen dieses Wesen aussehen? Wir wissen nichts, nicht einmal den groben Ort! Bitte, Parcival, machen sie eine Schnellumfrage unter allen Himmelsaugen. Mit dieser Wesenheit ist nicht zu spa├čen. Wie es hier hergekommen ist? Durch uns! Wir haben es mitgeschliffen! Das Unheil aus dem Herrenhaus haben wir nach Souvagne gebracht.┬ź

Davard von Hohenfelde
┬╗Nein Eure Hoheit, es ist Euch gefolgt, aber hergeschliffen habt Ihr es nicht. Es ist nicht Eure Schuld, weder Eure noch die von Linhard. Das Ding konnte nicht ertragen, dass Ihr ihm die Stirn geboten habt und es fast zerfetzt h├Ąttet. Also ist es zu besiegen. Es ben├Âtigt Seelen, wie habt Ihr ihm wiederstanden?┬ź, fragte Dave freundlich.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Indem ich seine Flaschen ... die mit Seelen gef├╝llt waren ... zerschlug. Da rastete es aus und wurde unkontrolliert. Das verschaffte euch die M├Âglichkeit, den menschlichen Gef├Ą├čen die K├Âpfe abzuschlagen. Es braucht ... Gef├Ą├če. Es muss wieder in einem Gef├Ą├č sein!┬ź
Parcival
Das Himmelsauge sank wieder in Trance und mobilisierte alle Himmelsaugen. Einen Augenblick sp├Ąter schlug er nicht nur die Augen auf, sondern sprang auch auf. ┬╗Dieser t├Ątowierte Widerling den ich in der Erinnerung gesehen habe! Constanze de Pirouet hat ihn ├╝ber ihre Schleiereule in Irminabourg entdeckt. Er ist in der N├Ąhe der Brauerei Apolline und treibt sich unter den B├Ąumen herum! Constanzes Eule beobachtet den Mann!┬ź

Davard von Hohenfelde
Dave sank regelrecht in sich zusammen und presste den Kopf zwischen die Knie, w├Ąhrend Lin ihm ├╝ber den R├╝cken strich. ┬╗Dann ist er nicht tot, er wird nur als Gef├Ą├č missbraucht. Ich hoffe er ist nicht tot, seine Seele ist noch irgendwo vorhanden und er ├╝berlagert sie nur. Wieso er... fange ich schon wieder damit an. Dunwolf ├╝berlagert die Seele von Wolfi nur, hoffen wir das. Ich wei├č wo die Brauerei ist, sie liegt Richtung Meer also wenn man nach L┬┤Heurex reisen m├Âchte. Westlich am Ende von Irminabourg┬ź, sagte Dave.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Parcival! Ist das der h├Ąssliche Mann aus Davards Erinnerung? Dann mobilisieren sie die dort stationierten B├╝ttel! Sie sollen ihn ergreifen! Er kann uns sagen, wo seine Begleiter sind! Wir werden ebenfalls sofort dorthin reisen. Wir ziehen uns an! In einer halben Stunde treffen wir uns bei Aquila! Noch irgendwelche Anmerkungen oder Vorschl├Ąge?┬ź Ciel blickte in die Runde.

Davard von Hohenfelde
┬╗Wir nehmen Aquilla und meinen Greif, dann k├Ânnen wir sie zur Not getrennt verfolgen Hoheit!┬ź, schlug Dave vor und stand auf.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Einverstanden. Sonst noch jemand?┬ź Er stand ebenfalls auf.

Parcival
┬╗Richtig Herr, ich komme ebenfalls mit, mit meinem Drachenhahn. Wir werden sie stellen. Die Himmelsaugen sind informiert... Wartet...┬ź, sagte Parcival und seine Augen nahmen einen entr├╝ckten Glanz an. Es dauerte eine Weile, bis er wieder zu sich kam. ┬╗Constanze hat ├╝ber Heloise sofort zugegriffen. Heloise hat den Tatverd├Ąchtigen niedergestreckt indem sie ihm die F├Ąnge ins Gesicht schlug. Er ist gesichert und wird gerade in Haft verbracht!┬ź

Davard von Hohenfelde
Dave grinste hochzufrieden. ┬╗Das nenne ich effektiv, Danke┬ź, freute er sich f├╝r Wolfi.

Parcival
┬╗Daf├╝r sind wir da und Himmelsauge Constanze ist Ihr Ansprechpartner, bedanken sie sich bei ihr und ihrer Eule Heloise. Lassen Sie uns sofort aufbrechen┬ź, sagte Parcival und gab den Weg vor.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Hervorragend┬ź, freute sich auch Ciel. ┬╗Ferrau, sitz da nicht rum, bitte beeil dich doch ausnahmsweise einmal┬ź, bat er. ┬╗Ich muss in zwanzig Minuten kampffertig gekleidet sein.┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Du hast sowas von einen gut bei mir Ciel und Deine Leute, Du kannst Dir nicht vorstellen wie sehr. Ich kann es nicht beschreiben, aber Du rettest nicht nur Wolfi, Du rettest uns alle und Deinen Neffen. Das erste eigene K├╝ken von besonderer Farbe ist f├╝r Dich┬ź, sagte Lin ergriffen. ┬╗Niemals stand uns wer so bei wie Ihr┬ź.

Ferrau Du Trieux
Ferrau schob Ciel von seinem Scho├č und stand auf. ┬╗Beeilen wir uns, damit Ihr den Kurzen zur├╝ckholen k├Ânnt. Komm schnell Schatz, ich r├╝ste Dich. Und nimm Bellamy mit! Wenn Robere dabei ist!┬ź, bat Ferrau.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel dr├╝ckte Linhard. ┬╗Ehrensache. Sehen wir zu, dass wir den Kleinen heil nach Hause bringen. Oh, Ansgar, Brandur, Jules, Alexandre, Bellamy und Boldisz├ár will ich auch dabei haben! Fehlt noch wer?┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Wie w├Ąre es mit Osmund und Maghilia? Paps muss auf alle F├Ąlle mit, er kennt die Bande, er wei├č wie man mit Archibald umgehen muss. Was f├╝r Magier haben wir noch da? Geistmagier, Nekros, was haben wir noch? Wer kann uns noch helfen? Danke Ciel, trotzdem geht das erste auf Dich┬ź, sagte Lin und knuffte ihn dankbar.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Die andere Sorte haben wir noch, ich sagte doch, Alexandre muss mit! Osmund und Maghilia? Ein ├ťbel mit dem anderen austreiben? Damit sie einen Grund vorweisen k├Ânnen, weiter ihr Unwesen hier zu treiben? Souvagne ist durchaus in der Lage, sich auch ohne die Hilfe dieser Parasiten gegen andere Parasiten zu wehren.┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Alles gut, ich meinte ja blo├č. Alexandre muss mit ja. Ich hatte nur gedacht, dass wissen wie man ihn aufh├Ąlt. Aber dann h├Ątten sie es auch vorher tun k├Ânnen┬ź, gr├╝belte Linhard.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Zwei Hexenmeister der Nekromantie d├╝rften doch wohl reichen! Notfalls m├Âge einer der Geistmagier eure zwei anderen Familienlichs mental um Rat bitten.┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Ich hoffe es doch auch, ich m├Âchte nur nicht dass Paps etwas geschieht. Dave ruf bitte die Familie zusammen┬ź, bat Linhard.

Davard von Hohenfelde
Nun war es Dave der kurz verharrte und einen Magier nach dem anderen der aufgez├Ąhlt worden war Telepatisch um Beistand bat. Er erkl├Ąrte knapp war geschehen war und ├╝bermittelte den Hilferuf. Es dauerte seine Zeit, aber dann war es geschafft. ┬╗Ich habe alle informiert. Es wird reichen, sei unbesorgt, denn es muss reichen┬ź, sagte Dave.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel packte Linhard an den Schultern und dr├╝ckte ihn fest. ┬╗Dein Onkel hat Recht. Wir haben vermutlich nur noch diesen einen Versuch! Wir sehen uns in f├╝nfundzwanzig Minuten im Hof. Komm, Ferrau.┬ź Ciel eilte los, um sich umkleiden zu lassen.

Davard von Hohenfelde
Dave und Lin schauten ihm nach und eilten dann hinaus selbst in den Hof. Linhard um Aquilla abreise bereit zu machen, Dave wartete auf Kariakin um die zu├Ątzlichen Begleiter mitnehmen zu k├Ânnen auf dem gewaltigen Gesch├Âpf.

Ferrau Du Trieux
Ferrau folgte Ciel so schnell er konnte und riss ihn dann in die Gem├Ącher. Er zog ihn schnell ins Schlafzimmer, k├╝sste und streichelte ihn hemmungslos, ehe er ihn zur├╝ck zur R├╝stkammer schleifte und sich sofort an die Arbeit machte. ┬╗Ich habe Angst um Dich, ich komme mit. Ich wei├č, es ist gef├Ąhrlich, aber ich muss mit┬ź, beharrte Ferrau.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel hielt in seiner Hektik inne und nahm sich einen Moment Zeit. Er legte die Hand mit dem Lederhandschuh, auf deren R├╝ckseite sich die Eisenpanzerung befand, an Ferraus Wange und k├╝sste ihn lange. ┬╗Du siehst, wie ich aussehe. Nein, Ferrau. Ich bin dazu da, um euch zu sch├╝tzen und nicht, um euch in den sicheren Tod zu f├╝hren. Wenn ich wiederkomme, habe ich ein Geschenk f├╝r dich.┬ź

Ferrau Du Trieux
┬╗Nein, ich komme mit. Wer wei├č was er Dir sonst noch herausrei├čt, das Herz? Ich kann mich schon verteidigen, ich bin aus der Kutsche entkommen und ich liebe Dich. Wir sollten Verrill ├Ąrgern und behaupten dieser Dunwald war dass. Dann erschl├Ągt er ihn mit dem Sch├╝rhaken und es ist vorbei und danach backt er f├╝r uns alle Kekse┬ź, sagte Ferrau und fing hemmungslos an zu schluchzen.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel sah ihn lange an. Er wusste, wie viele Leibdiener zu ihrem Herrn standen und dass nicht wenige von ihnen ihrem Herrn auch in den Tod folgen wollten. ┬╗Also sch├Ân. Aber du h├Ąltst dich im Hintergrund. Zieh dir robuste Kleidung, die weit genug ist, und eine leichte R├╝stung an, die du auch ohne Probleme tragen kannst, und diesmal beeilst du dich bitte. Ich helf dir beim Umkleiden.┬ź

Ferrau Du Trieux
Ferrau wischte sich das Gesicht mit dem ├ärmel sauber und nickte eifrig. Schneller als es ihm Ciel zugetraut hatte, war er selbst eingekleidet und Ferrau presste sich in seine beste Kleidung, es war eine lederne Hose und ein festes Leinenhemd. ┬╗Hier schau, dass m├╝sste gehen. Ich verspreche ich bin im Hintergrund, aber wenn Du mich brauchst, bin ich da┬ź, sagte Ferrau und dr├╝ckte Ciel an sich.


Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Das ist keine weite Kleidung┬ź, st├Âhnte Ciel. ┬╗Egal. Wir ziehen dir eine leichte Lederr├╝stung ├╝ber, die kannst auch du problemlos tragen.┬ź Er half ihm, diese ├╝berzuziehen, st├╝lpte ihm einen Helm ├╝ber und gab ihm sicherheitshalber ein Kampfmesser an den G├╝rtel. ┬╗F├╝r den Notfall. Aber versuch, zu vermeiden, dass du es einsetzen musst. Komm.┬ź Er nahm ihn an der Hand und rannte mit ihm in den Hof.

Ferrau Du Trieux
Ferrau versuchte erneut mit Ciel Schritt zu halten, aber in einer R├╝stung war das gar nicht so einfach und der Helm machte es auch nicht besser. Er fragte sich wie die Chevalier damit k├Ąmpfen konnten, er sah nichts und h├Ârte nur seinen Atmen. ┬╗Ciel?┬ź, quiekte er verzweifelt.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel blieb stehen, v├Âllig ├╝berfordert, mit jemandem wie Ferrau in den Kampf zu ziehen. Am liebsten w├╝rde er Ferrau einpacken wie eine Schildkr├Âte, aber der arme Mann war schon mit einem Helm ├╝berfordert. Ciel nahm ihm den Rasch wieder ab, band ihn Ferrau an den G├╝rtel und trabte etwas langsamer, w├Ąhrend er nerv├Âs auf seine Taschenuhr starrte.

Ferrau Du Trieux
Ferrau nahm ihm die Uhr ab und schaute drauf. ┬╗Wir sind gut in der Zeit Schatz, da sind sie schon schau┬ź, sagte Ferrau und deutete auf Dave und den Greifen. ┬╗Oder m├Âchtest Du mit Lin reisen?┬ź, fragte er liebevoll.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Hm?┬ź Ciel warf ihm einen misstrauischen Blick zu. Dann ├╝berlegte er es sich anders. ┬╗Ja, ich m├Âchte zwischen euch sitzen.┬ź

Ferrau Du Trieux
Ferrau nickte gl├╝cklich. ┬╗Dann warten wir auf Linhard┬ź, sagte er und hakte sich bei Ciel ein.

Linhard von Hohenfelde
Linhard f├╝hrte einige Minuten sp├Ąter Aquilla in den Hof und auch Parcival lie├č nicht mehr lange auf sich warten. ┬╗Hier sind wir, wer mit mir fliegen m├Âchte steigt auf┬ź, grinste Lin. Aber nicht weil ihm nach Grinsen zumute war, sondern um sich selbst Mut zu machen.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel half dem unsportlichen Ferrau beim Aufsteigen, kletterte selbst hinauf und platzierte sich vor ihm. Er rutschte nach vorn, bis sein K├Ârper Linhard ber├╝hrte und zog Ferrau so nah es nur ging an sich heran. ┬╗Auf ein weiteres, Schwager┬ź, sagte er und legte die Arme um Linhard. Er merkte, dass es ihm ziemlich gut gefiel zwischen den beiden. Wenn das sein letzter Flug war, dann war er dessen w├╝rdig. Er umfasste Linhards Kopf, drehte ihn ein St├╝ck zu sich und k├╝sste ihn auf den Mundwinkel. ┬╗Diesmal bringen wir es zu Ende. So oder so.┬ź Die beiden neuen Duponts standen unn├╝tz herum. ┬╗Ich glaube, deinen neuen Dienern w├╝rde eine klare Ansage guttun.┬ź

Linhard von Hohenfelde
Lin k├╝sste ihn zur├╝ck und wandte sich an seine beiden neuen Mitstreiter. ┬╗K├╝mmert Euch bitte um meinen Mann und bringt ihn zu seinem Vater. Bleibt bei ihm und unterst├╝tzt Gaston. Verrill wird sich vermutlich ausruhen. Wenn er was braucht, helft ihm, er ist im Moment etwas matt und geschw├Ącht. Danke┬ź, sagte Linhard freundlich.

Chirag de Dupont
Vianney und Maxime verneigten sich und kehrten in den Palast zur├╝ck, um den Auftrag auszuf├╝hren.

Arbogast
Arbogast war immer noch w├╝tend. Zuerst die Sache mit Robby, dann die mit seinem Vater. Er hatte sich nach oben verdr├╝ckt und hatte es sich unter einem Baum bequem gemacht. Ein komisches Gef├╝hl auf einmal im Nacken. Arbo drehte sich um. Ein brutaler Schlag traf ihn mitten ins Gesicht. Gewaltige, lautlose Schwingen umh├╝llten es f├╝r einen Wimpernschlag. Vier Dolche bohrten sich in seine Wangen und rissen ihn brutal von den F├╝├čen. Geblendet und geschockt fiel Arbo gef├Ąllt zu Boden. Das letzte was er sp├╝rte war ein Nietenbew├Ąhrter Kampfstiefel im Nacken und Frauenh├Ąnde die ihn fesselten. Dann war es Nacht.
"Die Hoffnung stirbt zuletzt, aber sie stirbt."
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