Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den AnfĂ€ngen liegt. Die ĂŒberlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der SchlĂŒssel zur Herrschaft ĂŒber Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. WĂ€hrend die Almanen auf AltbewĂ€hrtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die GeheimbĂŒnde der Schatten sehen in der Magie die mĂ€chtigste Waffe und fĂŒr die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Mission in My'shu

So erbarmungslos wie die Natur sind auch die Bewohner der nördlichen Reiche. Die dunklen Meere und die von Packeis starrenden KĂŒsten werden beherrscht von den Norkara und Shezem. Den Nordwesten kontrollieren die Frostalben.
Der Norden
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Re: Mission in My'shu

#21

Beitrag von Terry » Fr 23. MĂ€r 2018, 07:51

Terry metzelte sich durch seine Gegner, dass es eine wahre Freude war. Lange hatte er nicht solchen Spaß gehabt! Das Arashischwert, dass man ihm geschenkt hatte, war dĂŒnn und leicht, was dafĂŒr sorgte, dass er langsamer ermĂŒdete als mit der Almanenwaffe, mit der er frĂŒher gekĂ€mpft hatte. Terry war bei weitem kein guter Techniker, aber er war furchtlos und brutal, was diesen Makel recht gut wettmachte. Seine imposante Gestalt tat ihr Übriges, um die meisten Gegner bereits von seinem bloßen Anblick einzuschĂŒchtern. Kommandos gab er seinen MĂ€nnern nur wenige. Sie hatten diese vorher erhalten und wussten, was ihre Aufgaben waren, den Rest mussten sie selber erledigen. Er war ja nicht das KindermĂ€dchen hier.

WĂ€hrend er im Kampfesrausch schwelgte, entdeckte er plötzlich den Arashi, der ihm den Rum mit einer Pipette in den Tee getrĂ€ufelt hatte. Er hatte seinen Namen wieder vergessen, gedanklich nannte er das Kerlchen seither nur den Pipettenmann. Sein Gegner war ein anderer Arashi und es sah nicht gut aus. Terry wirbelte herum, rannte zu den beiden und noch im Rennen verpasste er dem Feind einen Tritt in die HĂŒfte, dass er in der Mitte einknickte und nach hinten wegflog. Terry war in zwei Schritten ĂŒber ihm und rammte ihm das Schwert in die Brust. Er machte sich nicht die MĂŒhe, zu ĂŒberprĂŒfen, ob der Mann sofort tot war, es spielte keine Rolle, ob er jetzt oder in ein paar Stunden krepierte. Hauptsache war, Shakuro war in Sicherheit. Ach ja, Shakuro, so war der Name des Arashi gewesen.

"So sieht man sich wieder", sagte Terry mit breitem Grinsen, hob Shakuros Schwert auf und reichte es ihm zurĂŒck. Der Norkara keuchte schon ziemlich und irgendwo musste er bluten, aber er hatte keine Ahnung, an welcher Stelle, da er in diesem Zustand kaum Schmerzen verspĂŒrte. "Der Hafen ist gesichert. Ich schenke ihn dir, man kann den so schlecht mit nach Hause nehmen. Was jetzt?"
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Re: Mission in My'shu

#22

Beitrag von Sasuke Mokiri » Fr 11. Mai 2018, 11:36

Ragosh‘ Frage war gut. Ja – wohin wollte er? Er hatte keinerlei Befehl in dieser Schlacht, war nicht in die Planung mit einbezogen worden. Aus dem Augenwinkel sah er, dass auch Mosoro ihn erwartungsvoll ansah, wann immer die KĂ€mpfe lange genug pausierten. Eigentlich hatte Sasuke gehofft, dass man ihn nun ĂŒber das weitere Vorgehen informierte und nicht umgekehrt. Schnell duckte er sich unter einem Eisschwert hinweg und durchbohrte den Alben, der ihn einen Kopf kĂŒrzer hatte machen wollen. Er zog seine Waffe zurĂŒck und blickte in die weit aufgerissenen Augen des KĂ€mpfers – nein: der KĂ€mpferin. Noch immer wartete der Ork auf eine Antwort und das zu Recht. Mitten in dieser Straße zu verharren brachte ihnen am Ende vermutlich nichts als den Tod. Sie mussten sehen, dass sie eine sinnvolle Aufgabe fanden, um zur Beschließung dieser Schlacht beizutragen. Sasuke grĂŒbelte. Es gab noch immer einen Auftrag
 doch Dimulon EistrĂ€umer konnte mittlerweile schon ĂŒber alle Berge sein. Er blickte in die Richtung, in die der riesige EisbĂ€r davon gestĂŒrmt war. Norden
 Und fasste einen Entschluss.
„Wir schlagen uns zum nördlichen Stadtrand durch und helfen die Stadt zu verriegeln“, sagte er bestimmt, als wĂ€re das von Anfang an sein Plan gewesen. „Wenn ihr unterwegs den EisbĂ€rreiter seht, sagt mir Bescheid.“
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Re: Mission in My'shu

#23

Beitrag von Sasuke Mokiri » Fr 11. Mai 2018, 11:47

Shakuro Aisako

Der merkwĂŒrdige Wunsch, laut aufzulachen, kochte in Shakuro hoch, als die Anspannung abfiel und er erkannte, dass er noch nicht sterben musste. Gleichzeitig wĂ€re er dem großen Norkara am liebsten um den Hals gefallen. Doch er beherrschte sich und nahm das Schwert entgegen.
„Terry!“, rief er aus und versuchte sich in dem kurzen Moment, in dem keine neuen Angriffe folgten, zu sammeln. „Du hast mir das Leben gerettet!“
Aus der NĂ€he betrachtet war dem Piraten die Anstrengung der KĂ€mpfe anzusehen.
„Im Norden wird die Stadt befestigt. Wir haben die Aufgabe, das Hafenviertel zu sĂ€ubern. Ihr könnt uns gerne dabei helfen, wenn ihr möchtet, doch wenn nicht, seid ihr frei zu gehen. Die Abmachung wurde erfĂŒllt.“
Noch wĂ€hrend er die Worte sprach, Ă€rgerte sich Shakuro darĂŒber. Er hĂ€tte sich die UnterstĂŒtzung der wilden MĂ€nner aus dem SĂŒden zu gerne noch ein wenig gesichert, doch seine Ehre verbot es. Den Rest von My’shu zu erobern war eine Sache, den Hafen dauerhaft zu halten eine andere. Die PlĂ€ne dafĂŒr standen, allerdings waren die Arashi per se keine Seefahrer, zumindest nicht im gleichen Maße wie die Norkara, und es gab einen Stamm dort draußen, der ihr Feind war. Auch die Frostalben verstanden sich besser mit Schiffen oder schwimmenden Reittieren. Deshalb hatte es sogar zur Debatte gestanden, den Hafen komplett zu zerstören und die Stadt vom Seeweg abzuschneiden. Da man sich dadurch allerdings selbst mehr schadete, als half, hatte man dagegen entschieden. So wĂŒrden sie sich auf eine Barrikade bestehend aus der eigenen Flotte, ein in Shakuros Augen wenig verlĂ€ssliches Warnsystem und einige schwere GeschĂŒtze an Land verlassen mĂŒssen, um einen möglichen Angriff ĂŒber den Seeweg abwehren zu können. Wie auch immer – es war nicht an Shakuro sich darĂŒber Gedanken zu machen. Er hatte seinen Anteil erbracht. Im Geiste legte er sich schon geeignete Worte fĂŒr einen endgĂŒltigen Abschied zurecht, als ihm etwas einfiel.
„Allerdings
 wenn ihr nun geht, können wir gar nicht gemeinsam auf den Sieg anstoßen!“
Zu spÀt wurde ihm klar, dass er diese Wort eventuell bereuen könnte.
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Re: Mission in My'shu

#24

Beitrag von Ragosh » Mi 23. Mai 2018, 17:18

"Wenn ich einen Eisbeer sehe hole ich mir sein Fell" sagte Ragosh sichtlich zufrieden und schlug sich zum Abschluss auf die Brust, so reservierten Orks sich irgendwelche Beute im voraus. Als Sasuke sagte sie sollten Richtung Norden war das wirklich sehr grob gesagt doch der Trupp machte sich auf in die Richtung. Überall sah man Tote hier und da waren es sogar ein paar Alben doch die Zahl der Menschenopfer war höher. Sie wurden kaum aufgehalten der Teil der Stadt war wohl bereits gesĂ€ubert worden und man merkte das die KĂ€mpfe deutlich zunahmen. Das lag wohl daran das sie zum Tor der Stadt kamen.

Die Zahl der Frostalben wurde höher, sie kĂ€mpften nun verbissen vermutlich wussten sie das sie. ĂŒberrumpelt worden waren. Es schien auch keine VerstĂ€rkung fĂŒr sie unterwegs zu sein oder derartiges, die Menschen kĂ€mpften oft in der Überzahl doch sobald sich die Frostalben formieren konnten mieden sie diese direkt anzugreifen. Viele wĂ€hlten Pfeil und Bogen hier und da sah man auch Wurfmesser fliegen. Doch die letzten Frostalben kĂ€mpften mit dem Mut der Verzweiflung.

Als sie noch eine Straße abbogen sahen sie das Tor und dort waren die KĂ€mpfe noch am heftigsten. "Ich denke weiter nördlich wird kaum gehen, ich kann keinen BĂ€ren sehen ihr etwa?!" der Ork war angespannt ĂŒberall waren Feuer ausgebrochen und man hörte wie Waffen aufeinander trafen und das Wehklagen der Verwundeten, diese Schlacht war eine wahre Orgie des Blutes das konnte man nicht anders sagen. Dem Ork begann diese Art der Schlacht zu gefallen, er grinste etwas und schaute Sasuke an "bald geht die Sonne auf, diese Spitzohren kĂ€mpfen wieso geben sie nicht auf?!".

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Re: Mission in My'shu

#25

Beitrag von Terry » So 3. Jun 2018, 12:52

"Richtig, unser Teil der Abmachung wurde erfĂŒllt. So gern ich bleiben wĂŒrde, Herr Pippetenmann, ich muss auch wirtschaftlich denken. Du hast bezahlt und hast deine Gegenleistung bekommen. Jetzt ist der Augenblick, Lebewohl zu sagen."

Terry legte seine gewaltige Pranke auf das SchĂŒlterchen von Shakuro. Er merkte, dass der kleine Arashimann gar nicht so schwach war, wie er aussah, in seinem drahtigen Körper schlummerte immenses Potenzial.

"Tu mir einen Gefallen und ĂŒberlebe, ja? Du bist hier der Mann mit der Pipette. Auf deinen Schultern lastet eine große Verantwortung. Ohne dich sind die alle aufgeschmissen, denn ohne dich bliebe ihr Tee nur Tee und wĂŒrde niemals zum Grog werden. Reißt den Frostalben ihre bleichen Hintern auf. Und wenn es so weit ist, schick mir eine Einladung und dann komme ich pĂŒnktlich, um eure Befreiung mit euch zu feiern. Aber nur, wenn es dann wieder Tee mit Schuss gibt."

Er grinste und klopfte Shakuro exakt einmal, dann drehte er sich um und ging, ohne noch einmal zurĂŒckzublicken.

"Verwundete auflesen!", befahl Terry seinen Leuten.

Die Rabennorkara stachen wieder in See. Was von ihrer Flotte noch ĂŒbrig war, drehte bei und langsam schoben sich die Boote mit den bemalten Segeln hinauf aufs Meer, um zurĂŒck zu den Rabeninseln zu kehren. Nun drehte Terry sich doch noch einmal um und betrachtete die Stadt. "Mögen die Götter dich schĂŒtzen", murmelte er. Dann drehte er sich wieder in Richtung offene See.

"Ab nach Hause, ihr Hurensöhne! Nach Hause!", brĂŒllte er gut gelaunt, wĂ€hrend der eisige Wind in sein karottenrotes Haar fuhr. Die Flotte wurde kleiner und verschwand am Horizont.
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Re: Mission in My'shu

#26

Beitrag von Sasuke Mokiri » Mi 26. Sep 2018, 19:27

Das Grauen steigerte sich mit jedem Toten, den sie passierten und legte sich schwer wie Stahl in Sasukes Magen. Ragosh hatte Recht. Obwohl der Kampf so gut wie entschieden war, gaben die Alben nicht klein bei. Entweder sie hofften weiterhin auf VerstĂ€rkung oder sie wollten so viele Arashi mit in den Tod reißen, wie nur möglich. Immer wieder wurde die Gruppe in Gefechte verwickelt, die dichter wurden, je nĂ€her sie dem Tor kamen. Trotz der KĂ€lte war Sasuke nass geschwitzt und sein Körper sehnte sich nach Erholung. Wieder und wieder riss er sein Schwert hoch, um einen Schlag abzuwehren, obwohl ihm die Arme brannten und seine Schnelligkeit nachließ. Ein Alb mit einer ĂŒblen Wunde an der Seite traf ihn mit dem Schaft seines Speers an der Schulter und Sasuke knickte unter der Wucht ein, hob blind seine Waffe und hörte Eis brechen. Er sah auf, gerade als das abgebrochene Ende des Speers in Richtung seines Gesichts schoss und duckte sich darunter hinweg. Nein. Sie gaben tatsĂ€chlich nicht auf. Aufgeschlitzte Leiber, zerbrochene Waffen, nichts hielt diese Alben davon ab, weiter zu kĂ€mpfen.
„Zieht ab“, knurrte er. „Ihr werdet alle sterben.“
Zu seiner Überraschung lachte der Alb. „Wir sind sowieso schon alle tot.“
Sasuke parierte seinen Schwinger mit einem Fußtritt und versenkte das Schwert in der Kehle des Mannes. Er verstand. Immerhin hatte er die Frostalben lange genug beobachtet. Wenn die Stadt fiel, wĂŒrde jeder einzelne Überlebende, geflohen oder freigelassen, fĂŒr diese Schmach bezahlen. Und die Frostalben kannten nur eine Strafe.
Keuchend zog Sasuke das Schwert aus dem Toten und bemerkte einen blutigen Tatzenabdruck auf dem Boden. Da! Noch einer und noch einer. Das GetĂŒmmel um sich herum ignorierend, folgte er den Spuren. EistrĂ€umer war hier entlang geritten und er hatte eine Spur des Todes hinterlassen. Entsetzen lĂ€hmte Sasuke und er schnappte nach Luft. Er hatte versagt. Es war sein Auftrag gewesen, den Oberst zu beseitigen. Stattdessen war der Nekromant entkommen und sein EisbĂ€r hatte alle, die sich ihm in den Weg gestellt hatten, in StĂŒcke gerissen.
Schnell schickte er ein Stoßgebet zu Segira und stĂŒrzte sich dann mit einem lauten Schrei wieder ins GetĂŒmmel. Die Reihen der Alben lichteten sich und sie erreichten das Tor.

Außer Atem erklomm Sasukes Gruppe den Wehrgang, von wo sie einen guten Blick zu allen Seiten erhaschen konnten. My’shu war ein einziges Chaos. Der KampfeslĂ€rm war zu einem allgegenwĂ€rtigen HintergrundgerĂ€usch angeschwollen, hie und da stiegen RauchsĂ€ulen in die Höhe und wo man hinsah, fĂ€rbte Blut den Boden. Auch vor der Stadt hatten KĂ€mpfe stattgefunden, die dann entweder versiegt oder in das Innere der Stadt verlegt worden waren.
„Segira sei uns gnĂ€dig
“
Ein junger Arashi, der zwei Kurzschwerter fĂŒhrte, starrte mit weit aufgerissenen Augen auf die Ebene vor My’shu hinaus. Sasuke folgte seinem Blick. Reihe um Reihe standen sie am heller werdenden Horizont. Ihre eisigen Waffen funkelten und blitzten und beinahe konnte man meinen, die Luft um sie herum gefrieren zu sehen. Einige Hundert mochten es schon sein, schĂ€tzte Sasuke und sah zu seinen Kumpanen. Ragosh der Ork blickte grimmig hinaus und hatte seine Waffe fest gepackt. Seine Entschlossenheit war unverkennbar, doch Sasuke bezweifelte, dass Entschlossenheit alleine reichen wĂŒrde.
„Sichert das Tor“, murmelte er mehr zu sich selbst, obwohl alle verfĂŒgbaren Arashi bereits ihr bestes taten, genau das zu tun. Gleichzeitig wusste er, dass My’shus Befestigungen einer Belagerung in diesem Zustand nicht Stand halten wĂŒrden.
Vor den Reihen der Frostalben bewegte sich etwas. Sasuke kniff die Augen zusammen und beinahe hĂ€tte er bitter auflachen mögen. Das hĂ€tte er sich auch denken können

Der riesige EisbĂ€r trottete vor den Kriegern entlang, auf seinem RĂŒcken noch immer EistrĂ€umer, der beide Arme hob und etwas zu rufen schien. Eine Weile geschah nichts. Dann drehte er sich um, hob abermals die HĂ€nde. Es begann
 Vage nahm Sasuke wahr, wie unten Befehle gebrĂŒllt wurden, obwohl es noch immer KĂ€mpfe gab, versuchte jemand Formationen zu bilden, das Tor wurde verriegelt und auch auf dem Wehrgang wurden hektisch Waffen weitergereicht, alte Verteidigungsanlagen bemannt und Pfeile bereit gelegt.
Anstelle zu stĂŒrmen, wandten die Alben My’shu allerdings zu Sasukes vollkommener Überraschung plötzlich den RĂŒcken zu und marschierten ab. EistrĂ€umer blieb stehen und Sasuke hĂ€tte schwören können, dass er ihn ansah, auch wenn es fast unmöglich sein musste, aus der Entfernung jemanden in dem GetĂŒmmel um das Tor herum zu erkennen. Dann, ganz langsam, setzte sich das große Tier in Bewegung und der Nekromant folgte den Kriegern in den Horizont hinein.
„He, Sasuke“, Mosoro stieß ihn an. „Bist du taub? Ich sagte, wir mĂŒssen schnellsten Kyako finden! Jeder, der gehen kann, muss helfen die Stadt zu befestigen.“
„Sie sind abgezogen“, murmelte Sasuke halb in Gedanken versunken, versuchte sich auszumalen, was EistrĂ€umer planen könnte.
„Und du glaubst, dass sie weg bleiben? Das war eine Machtdemonstration! Wir sollten schauen, dass wir diesen Ort hier dicht machen, sonst war alles umsonst.“
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Re: Mission in My'shu

#27

Beitrag von Sasuke Mokiri » Mi 26. Sep 2018, 19:36

Shakuro Aisako

Es wurde stiller im Hafen. Beinahe wehmĂŒtig blickte Shakuro hinaus auf das Meer, das vor kurzem Terry und seine Flotte geschluckt hatte. Wo zuvor noch die Schiffe der Norkara lagen, arbeiteten Arashi nun unermĂŒdlich an der Absicherung des Hafens. Wie es in den Stadtteilen landeinwĂ€rts aussah, wusste Shakuro nicht. Überrannt worden konnte sie dort aber nicht sein, sonst wĂ€ren schon lange weitere Alben ins Hafenviertel nachgerĂŒckt.
Er seufzte. Wie ein Sieg fĂŒhlte es sich irgendwie nicht an. Überall lagen Tote, die Stadt brannte stellenweise und wirkte auf einmal so schutzlos auf Shakuro. WiderstĂ€ndler wie StĂ€dter hatten begonnen die Gefallenen aufzubahren, um sie zu verbrennen. Sie konnten das Risiko nicht eingehen, sich die Seuche hierher zu holen. Andere sammelten Waffen und RĂŒstungsteile ein, die noch von Nutzen sein konnten. Wieder andere kĂŒmmerten sich um Verwundete und dann gab es noch diejenigen, die die Toten betrauerten. Was wohl aus Sasuke geworden war? Hatte er es geschafft, den Kommandanten der Besatzer auszuschalten? Lebte er noch? Falls ja, nahm Shakuro sich fest vor, sich bei ihm dafĂŒr zu entschuldigen, dass er ihn im Unwissen gelassen hatte.
„Shakuro Aisako?“
Die Stimme eines Jungen durchbrach seine Gedanken.
„Man sagte mir, Ihr seid Shakuro Aisako.“
„Der bin ich.“
„Ich habe ein Schreiben fĂŒr Euch.“
Stirnrunzelnd nahm Shakuro das versiegelte SchriftstĂŒck entgegen. Gelbes Wachs, eine BlĂŒte. Das kam aus der Parteispitze.
„Äh danke“, murmelte er, ohne aufzusehen und entrollte das Papier an Ort und Stelle.
Er las es mehrfach, dann knĂŒllte er es zusammen, steckte es ein und machte sich auf den Weg zu seinem Laden. In den Straßen wurde er mit noch mehr Leid, noch mehr Toten und Verwundeten konfrontiert. Ein kleines MĂ€dchen schrie nach seiner Mutter, eine alte Frau beweinte einen jungen Mann, eine andere eine ganze Familie. Shakuro konnte sich der SchuldgefĂŒhle nicht verwehren. Trug er nicht die Verantwortung? Hatte er dem Vorhaben nicht zugestimmt, es gar empfohlen? Das letzte StĂŒck rannte er fast, floh sich in sein Haus und tigerte darin auf und ab. My’shu war zurĂŒckerobert, doch es befand sich in chaotischen ZustĂ€nden. Viele junge Leute waren gestorben und nun noch das? Er fischte das SchriftstĂŒck hervor. Sasuke wurde aus My’shu verbannt
 er hatte seinen letzten Auftrag, EistrĂ€umer auszulöschen, wieder nicht erfĂŒllt, wieder enttĂ€uscht. Zur Strafe sollte er die Stadt verlassen und den Oberst jagen, im Feindesland spionieren. Und er, Shakuro, war ausersehen worden, ihm das nahe zu bringen. Partei hin oder her
 Sasuke war sein Freund! Shakuro wusste, dass der junge Kerl nichts lieber wollte, als seine Familie wieder zu sehen und dieser Wunsch rĂŒckte gerade in weite Ferne. Wenn ĂŒberhaupt
 sie schicken ihn in den Tod, dachte er.
Neben all dem Leid unter der Bevölkerung nun auch noch das
 Shakuro ließ sich auf den Boden sinken und rieb sich die Stirn. Wie ein HĂ€uflein Elend saß er da, schmutzig und stinkend, bis ihm etwas einfiel. Langsam ging er hinauf in seine WohnrĂ€ume und setzte Wasser auf. Der Geruch des Tees hauchte ihm neues Leben ein und dann tat Shakuro etwas Ungeheuerliches
 Kurz blickte er nach oben, wie um zu prĂŒfen, ob Segira ihn beobachtete, griff entschlossen zu der Pipette neben dem Fass und gab zwei volle Ladungen Rum in den Tee. Er atmete tief durch und trank.
„Grog also... Auf dich, Terry.“
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Re: Mission in My'shu

#28

Beitrag von Ragosh » Fr 28. Sep 2018, 10:41

Hier und dort schrien Verwundete ĂŒberall war der Tod prĂ€sent. Die Waffe des Orks war ĂŒberströmt mit dem Blut von Frostalben diese Schlacht war endlich zu ihren Gunsten entschieden. Die letzten Albe fielen unter ihren Waffen, der Widerstand war endlich gebrochen doch der Preis dafĂŒr war höher als gedacht. Das was von der Stadt noch ĂŒbrig war brannte lichterloh, die Menschen hatten alle HĂ€nde voll zu tun diese BrĂ€nde wieder in den Griff zu bekommen, doch schien es ihnen zu gelingen. Sasuke der die Gruppe anfĂŒhrte und offenbar hier das sagen hatte, erklomm den Wehrgang Ragosh sowie die anderen folgten ihm.

Als sie oben angekommen waren, sahen sie auch hier noch einmal deutlich wie stark der Wille, der Besatzer gewesen sein musste. Es lagen viele Frostalben hier, man konnte meinen sie sahen die Mauer als letzte RĂŒckzugslinie. Eine Bewegung am Horizont weckte seine Aufmerksamkeit es war eine Linie aus Soldaten?! Die VerstĂ€rkung war angekommen, das konnte doch nicht wahr sein! Es waren viele von den Spitzohren, zu viele es mussten Hunderte sein. In seinem Innern hatte Ragosh schon daran geglaubt das dies, seine letzte Schlacht werden wĂŒrde. Den Griff seines Schwertes fest umklammert stand er da, er bleckte seine ZĂ€hne und schaute zu Sasuke um ihn zu signalisieren das er dabei war, sollte es dazu kommen das letzte Gefecht zu fĂŒhren.

Doch dazu kam es nicht, der BĂ€r den Sasuke vergeblich nachgejagt war stolzierte vor der Armee auf und ab. Direkt danach drehte sich die Streitmacht um und rĂŒckte ab, der Mann der ihnen etwas zu rief hatte recht es war eine reine Machtdemonstration gewesen. Dem Ork fiel eine Bewegung auf der Mauer ins Auge, es war eine Albin die schwer verwundet auf dem Boden lag, in ihrer Brust steckten zwei Pfeile und sie schaute voller Hass zu ihm empor. Sie versuchte ihre Waffe zu greifen doch der Ork stellte sich, auf ihr Handgelenk und schaute sie höhnisch grinsend an. "He Sasuke!" rief er grimmig "hier lebt noch eine, von denen die macht es nicht mehr lange, wir könnten sie doch befragen vielleicht weiß sie irgendwas!". Falls der Mann kein Interesse daran hatte, sie zum singen zu bringen hatte der Ork die Spitze seines Schwertes auf ihren Hals gelegt, sie sollte nicht die Möglichkeit bekommen auf dumme Gedanken zu kommen.

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Re: Mission in My'shu

#29

Beitrag von Sasuke Mokiri » Do 25. Okt 2018, 13:30

Nur mĂŒhevoll wandte Sasuke sich vom Horizont ab und versuchte zu verstehen, was gerade passiert war. Bis Ragosh‘ Worte in seinem Verstand ankamen, brauchte es einen Moment. Er trat neben den großen Ork.
„Auf jeden Fall“, sagte er leise. „Gute Arbeit. Die behalten wir.“
WĂŒrde sie ein wenig Licht ins Dunkel bringen können? Hatte sie Information ĂŒber Dimulon EistrĂ€umer und dessen PlĂ€ne? Irgendetwas sagte Sasuke, dass der Oberst am liebsten in Eigeninteresse handelte, doch ab einem gewissen Punkt musste auch er sich dem Willen des Regenten fĂŒgen und damit den Absichten der Frostalben insgesamt.
„Moroso“, setzte Sasuke an. „Ich brauche einen ungestörten Ort. Ragosh und ich werden die hier so weit wie nötig aufpĂ€ppeln und befragen.“
Der Mann nickte und wies nach unten. „Das Quartier fĂŒr die Wachablösung scheint recht unversehrt zu sein. Ihr könnt dort hinein gehen. Ich schließe mich mit meinen MĂ€nnern den Befestigungsarbeiten an. He!“, rief er dem nĂ€chsten Krieger zu. „Hat hier jetzt endlich mal jemand Kyako ausfindig gemacht?!“ Er ließ Sasuke und Ragosh stehen und eilte weiter.

„Kannst du sie tragen?“ Die Frage war im Prinzip Blödsinn, denn es war offensichtlich, dass Ragosh die Albenfrau wahrscheinlich mit nur zwei Fingern hochheben konnte. Doch Sasuke wollte sicherstellen, dass es dem Ork nichts ausmachte. Wenn die Kriegerin Schmerzen hatte, dann kaschierte sie es recht gut durch den blanken Hass in ihrem Blick.

Obwohl die KĂ€mpfe mittlerweile versiegt waren, spĂ€hte Sasuke zunĂ€chst vorsichtig durch eines der zerbrochenen Fenster der Wachstube, stieß dann mit dem Fuß die HolztĂŒre auf und ging langsam mit erhobener Waffe hinein. Das Quartier war verwaist. Schnell nahm Sasuke einige TonkrĂŒge und Teller vom Tisch, damit Ragosh die Frau dort ablegen konnte. In jedem Wachhaus gab es einen Arzneischrank, doch Sasuke wollte der Albin nicht zu leichtfertig entgegenkommen. Sie brauchten Informationen. Falls die Frau Hilfe brauchte, musste sie sich diese erkaufen.
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