Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Fantome Forteresse in Irminabourg

Die Meuchlergilde aus Naridien hat hier ihr neues Hauptquartier aufgeschlagen.
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Davard von Hohenfelde

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Fantome Forteresse in Irminabourg

#1

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Sa 5. Mai 2018, 16:24

Fantome Forteresse in Irminabourg

Mit Davard von Hohenfelde zogen auch die Geister nach Souvagne um. Dave, nun Marquis einer Souvagnischen Scholle und stolzer Besitzer der Fantome Forteresse, hatte genau jenes Haus im größten Ort seiner Scholle gewählt. Den Ort benannte er nach seiner Tochter, Irminabourg.

Die Geister waren eingebürgert worden. Aber mehr noch, sie waren nun eine offizielle Institution des Landes Souvagne, dem Orden der Fantome und Dave war ihr Oberhaupt.

Neben Dave und einigen anderen Geistern, war vermutlich allen voran Montgomery der Gargoyle froh, wieder Souvagnisches Gestein unter seinen Krallen zu spüren, wenn er tagsüber auf den Zinnen des großen Hauses saß.

Die Fantome Forteresse ist eines der Häuser, dass in Irminabourg direkt am Marktplatz zu finden ist. Es ist ein großes, mehrstöckiges, stattliches Fachwerkhaus, dass pure Gemütlichkeit wie auch Sicherheit verspricht. Genauer gesagt hat die Fantome Forteresse drei Stockwerke.

Auch an was die Größe anbelangt, übertrifft die Fantome-Forteresse das alte Geisterhaus bei weitem. Das Haus ist groß, geräumig, hat ausreichend Zimmer zur Auswahl und bietet dennoch ausreichend Platz für so manche Hobbys oder andere Tätigkeiten der Fantome. Innen ist es ebenso gemütlich eingerichtet, wie der äußere Eindruck vermittelt.

Ausreichend Quartiere, mehrere Gemeinschaftsräume, eine Gemeinschaftsküche, eine Schreibstube und vieles mehr runden das Haus ab und sorgen für das Wohl der Bewohner. Auch in diesem Haus befindet sich wieder eine Heilstube. Unter der Heilerstube im Keller wurde ebenso eine zweite Ebene eingerichtet.

Diese zweite Berufsebene des Geisterhauses verfügt über einen riesigen Übungsplatz, ein umfangreiches Tunnelsystem zu einzelnen Quartieren, einen Geheimausgang, ein Zimmer des Oberhauptes, des Stellvertreters und des Heilers, ein Forschungslabor mit Zellen und gesicherten Wohneinheiten und mehrere Folterkammern.

Wie schon am alten Geisterhaus in Shohiro, befindet sich auch bei diesem "Geisterhaus" direkt eine Anschlagtafel für Neuigkeiten in unmittelbarer Nähe des Hauses. Verlässt man das Haus, blickt man direkt auf den überdachten Brunnen des Marktplatzes. Händler jeglicher Art zu beiden Seiten runden das Gesamtbild ab und schaffen eine äußerst günstige, zentrale Lage.

Nun war es an jedem Fantome, sich sein neues Zuhause in aller Ruhe einzurichten.


Fantome-Forteresse
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Re: Fantome Forteresse in Irminabourg

#2

Beitrag von Marcella » Do 10. Mai 2018, 08:31

Marcella

war nicht eingebürgert worden. Aber das war klar, sie war ein Lehrling. Dave brauchte dann die Erlaubnis von ihrem Vater. Wichtig war das auch nicht. Marci arbeitete wo ihr Meister arbeitete. Das neue Haus war sehr schön und es war riesig. Marcella hatte sich noch gar nicht alle Zimmer angeguckt. Ihre Sachen hatte sie gut eingepackt. Besonders den Waschtisch mitden Porzelansachen. Sie richtete ihr neues Zimmer ein, dass viel grösser war als das alte.
Danach ging sie in die neue Schreibstube und bereitete alles vor. Der erste Arbeitstag von ihren Meister und Anwolf in der Stube. Marcella schaute zufrieden nach und ging in die neue Küche. Auch die war riesig. Marci kochte Kaffee und brachte ihn in die Schreibstube. Sie hoffte Dave und Wolfi kamen bald. Marcella öffnete ihr Lehrbuch und fing an zu arbeiten. Dabei trank sie einen Kaffee und wartete.

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Re: Fantome Forteresse in Irminabourg

#3

Beitrag von Anwolf » Do 10. Mai 2018, 15:23

Es war früh am Morgen und der Duft von frischgebrühtem Kaffee weckte Anwolf. Besser konnte ein Morgen kaum beginnen. Müde räkelte und streckte er sich und schaute sich einen Moment orientierungslos um, bis Wolfi wieder einfiel, wo er sich befand.

Langsam und gemächlich stand er auf, zog die Vorhänge zur Seite und warf einen Blick hinunter auf den Markplatz. So früh am Morgen herrschte hier schon reges Treiben. Der Markt bot einige Stände, war gut besucht und lag direkt vor ihrer Haustür. Mehr konnte man sich nicht wünschen, wenn man etwas auf die schnelle einkaufen musste. Und dabei handelte es sich meist um Lebensmittel.

Wolfi ging in sein kleines abgegrenztes Bad, wusch und rasierte sich und zog sich an. Als er sich fertig gemacht hatte, nahm er seine Unterlagen zur Hand und ging hinunter in die Schreibstube. Marcella war schon anwesend, hatte es sich über ihren Unterlagen gemütlich gemacht und Kaffee gekocht.

"Guten Morgen Marci!", freute sich Wolfi und grinste über beide Ohren.

Er drückte Marci fest zur Begrüßung und nahm sich ebenfalls einen Becher Kaffee. Anwolf stellte den Becher auf seinen neuen Schreibtisch und schaute sich die Schreibstube kurz genau an. Er prägte sich ein was wo lag. Vermutlich war auch die Tresorkombination die gleiche wie damals im alten Geisterhaus. Aber testen wollte er dies im Moment nicht, da ihm Dave dazu nicht die Erlaubnis erteilt hatte. Nachdem er seine Inspektion beendet hatte, setzte er sich neben Marci und schmunzelte sie an.

"Es war ein langer Weg Marci. Wir sind einen gewaltig weiten Weg miteinander gegangen und Du hast stets treu zu uns gestanden. Gleichgültig was kam, Du warst immer für mich, Dave und meinen Paps da. Dafür danke ich Dir. Ich wollte die kommenden Tage Ansgar besuchen. Hast Du Lust mich zu begleiten? Das würde mich freuen wenn Du mitkommst Marci", grinste Wolfi.

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Re: Fantome Forteresse in Irminabourg

#4

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Do 10. Mai 2018, 20:55

Dave wachte auf, küsste Varmikan und kraulte Fedor und Brownie die Ohren, ehe er sich aus dem Bett schwang. Nachdem er sich fertig gemacht hatte, ging er direkt hinunter zur Schreibstube mit seinen beiden Hunden im Schlepptau. Marcella und Anwolf waren schon anwesend und Kaffee gab es ebenfalls.

"Guten Morgen Ihr beiden", grüßte Dave gut gelaunt, setzte sich an seinen Platz und nahm sich einen Kaffee.
"Morgen Davy", grüßte Anwolf grinsend zurück.

"Wie ich sehe seid Ihr schon fleißig. Danke für den Kaffee Marcella. Und gut im neuen Zuhause geschlafen? Erinnert mich daran, dass ich nachher mit Maghilia sprechen muss. Ebenso mit Osmund, aber das Gespräch mit Maghilia ist wichtiger.

Ab dem 07.05.203 ist Nekromantie in Souvagne vollumfänglich verboten. Das ist für einen normalen Nekromaten bis zum Meister kein Problem, aber für einen Lich ergeben sich daraus magische Nahrungsprobleme. Ich hatte Maghilia gebeten Irminas Amme und Beschützerin zu werden und sie stimmte zu. Nur stellt uns das vor große Probleme, wenn Maghilia in Souvagne keine Essenz zu sich nehmen darf. Sie würde altern und sterben. Sprich sie kann sich nicht mehr dauerhaft magisch am Leben erhalten. Folglich müssen wir uns eine andere Möglichkeit überlegen.

Ich habe leider keine Ahnung davon, wie oft ein Lich magisch isst. Besteht der Bedarf in planbaren Intervallen, so könnte sie einen Ausflug nach Obenza machen, sich satt essen und gestärkt zurückkommen. Aber ist der Essenzhunger mit natürlichem Hunger vergleichbar, dann wird er sich danach richten, wie viel Maghilia magisch verbraucht hat. Dann könnte man es vermutlich nicht sonderlich gut einplanen. Aber all dass sind nur Spekulationen, ich muss mit Maghilia einmal in aller Ruhe und Ausführlichkeit darüber sprechen.

Was zu einem weiteren schönen Punkt führt, Irmina selbst. Es dürfte sich ja nur noch um Tage handeln, bis sie das Licht der Welt erblickt. Sobald die kleine Maus da ist, werde ich mit Puschel und einigen anderen Fantomen nach Obenza aufbrechen und Derya abholen. Vorher kann ich mich nicht darauf konzentrieren. Jede Nachricht von Varmikan könnte bedeuten, dass Irmina da ist und dann möchte ich anwesend sein. Ich hatte schon Angst ihren Tag zu verpassen, als ich Linhard nach Souvagne begleitete",
schmunzelte Dave und nahm einen großen Schluck Kaffee.

Der Magier stand auf, ging zum Tresor, öffnete ihn so, dass man nur auf sein Kreuz sah und entnahm das Kassenbuch. Er setzte sich in aller Seelenruhe wieder hin, schlug es auf und grinste, was Anwolf ebenfalls über beide Ohren grinsen ließ.

"Jetzt sind wir Zuhause oder? Wo das Kassenbuch das erste Mal in neuen Haus aufgeschlagen wurde", lachte Wolfi.
"Ganz genau, so ist es", stimmte Dave gibbelnd zu, `Die Kombination hat sich nicht geändert´.

Anwolf schaute sich einmal in der Schreibstube um und musterte Dave danach entgegen seiner sonstigen Art ziemlich ernst.

"Hättest Du jemals gedacht, dass wir nach Souvagne umsiedeln und hier eine eigene Scholle verwalten? Ganz ehrlich, für das was auf der Hochzeit geschah, habe ich Brandur und Linhard gehasst. Ich habe versucht mir etwas einfallen zu lassen um die beiden aufzuhalten. Und notfalls sogar um sie zu töten.

Unsere Maghilia war ein guter Stichpunkt. Sie hatte mir einmal angeboten, im Fall des Falles die Beseitigung von Linhard zu übernehmen. Und als Ansgar verschwunden war und Brandur sein Erbe einforderte, da hatte ich vor, genau dieses Angebot anzunehmen. Sie nahmen mir meine Eltern, sie nahmen mir mein Zuhause, also wollte ich Linhard umlegen lassen.

Aber nicht nur das, ich wollte der Geistmagie den Rücken kehren. Ich wollte sogar Ansgar und Dir den Rücken kehren Davy und zwar indem ich Euren Weg abwählen würde und selbst komplett den dunklen Weg beschritt. Indem mich Maghilia ausbildete, indem sie mir zeigen sollte, was es heißt ein wahrer von Hohenfelde zu sein. Und mit dem Wissen hätte ich Brandur ausgelöscht. Das war mein Plan.

Für mich hatten die beiden die Familie zerstört. Aber als ich gemeinsam mit Marci zu Maghilia ritt, habe ich mittendrin abgebrochen. Einerseits weil ich mit dem Nerven am Ende war und zweitens weil ich mehr Angst vor dem Umgekannten hatte, als ich zugeben wollte. Es musste ja einen Grund gegeben haben, warum Ansgar es auf andere Weise versuchen wollte. Und den Grund gab es schließlich auch.

Letztendlich, nach all dem was passiert ist, wurde nur das zerstört was andere zerstörte. Auch wenn dieses Etwas für mich auf manche Arten ziemlich bequem war...",
erklärte Anwolf nachdenklich.

Dave legte die Feder beiseite und musterte seinen Neffen milde.

"Wolfi, für Dich war die Situation nur bequem da Ansgar seine schützende Hand über Dich hielt. Und da Du das Haus rechtzeitig verlassen hast, bevor es Dich einholen konnte. Denn das ist es, was immer geschah, dieses Haus holte einen ein.

Nenne es unseren dunklen Weg, nenne es das Haus - viele Namen für die gleiche Perversion. Schuld tragen alle Hohenfelde, die den Weg weitergingen und die alten Lehren der Hohenfelde fortführten. Ohne Ansgar Abschirmung wärst Du so geendet, wie wir alle geendet sind. Entweder als verkrüppelte Seele die bereit ist alles und jeden zu töten nur um nicht noch einmal so eine Folter durchstehen zu müssen oder als Leiche. Es gab nur diese beiden Möglichkeiten. Entweder bist Du der Sieger im Kampf um die Macht und lebst, oder Du liegst in der Gruft als Verlierer.

Und genau da hatte Brandur angesetzt. Er hätte es vielleicht nur ein wenig anders angehen sollen. Aber wie und woher? Er hatte genauso wenig Ahnung davon wie jeder andere Hohenfelde. Dunwins, Alastairs und Kylions Diplomatie sah so aus, dass sie jeden auf grausame Art umbrachten, der sich ihnen nur ansatzweise in den Weg stellen konnte oder wollte. Und diese Männer waren nur an der Macht, weil sie alle ihre Brüder samt deren Familie ermordet hatten. Aber das betraf nicht nur Deinen Opa Dunwin, Deinen Uropa Alastair und Deinen Ururopa Kylion - es betraf jeden Hohenfelde davor, der einst die Familie anführte.

Das endete erst mit Ansgar. Brandur und er kämpften für die selbe Sache auf verschiedene Arten Wolfi. Und da beide Hohenfelde sind, sahen sie sich leider nicht als Verbündete im Kampf, sondern als Konkurrenten. Eine andere Sicht auf die Welt, haben sie niemals gelernt. Bis zu dem Tag im Hof der Cantillions, da haben beide die Wahrheit begriffen. Und leider war es da für einen der beiden schon zu spät. Du hast gespürt, dass Maghilias Weg eine Lösung wäre, aber eine endgültige Lösung. Eine Lösung die nicht nur Deine Feinde, sondern Dich mit vernichtet hätte.

Das Irmina also in Souvagne aufwächst und ihr niemals jemand etwas antun wird, ist somit ein Verdienst von Linhard und Brandur. Und selbstverständlich auch von Ansgar. Damit dies so bleibt, für jeden der unter meiner Obhut lebt, dafür bin ich da",
schmunzelte Dave freundlich.

"Dafür sind wir alle da. Die nächsten Tage möchte ich Ansgar besuchen, Marcella könnte mich begleiten, wenn sie mag. Vorher möchte ich gerne Linhard besuchen und ihn fragen, ob er eventuell ebenfalls Lust hat uns zu begleiten. Ein versöhnlicher Neuanfang", pflichtete Wolfi bei.
"Ein versöhnlicher Neuanfang klingt sehr schön Wolfi", freute sich Dave.

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Re: Fantome Forteresse in Irminabourg

#5

Beitrag von Minaddar » Di 15. Mai 2018, 08:30

Minaddar

betrat die neue Heilstube. Alles im neuen Haus war grösser und ganz neu eingerichtet. Mina ging durch die ganze Heilstube und machte sich mit allen Dingen vertraut. Er merkte sich wo alles lag und räumte die Sachen für den ersten Arbeitstag hin. Er freute sich mit Pavo zu arbeiten. Von Obenza hatte er es bis hier geschafft. Er hatte die Kriminalität ganz hinter sich gelassen. Die Geister genauso. Sie waren jetzt eine gute Organisation und das freute Minaddar. Er war froh, dass sie es geschafft hatten. Hier wartete ein ganz neues Leben auf sie. Sogar ein Baby war geboren worden. Irmina hiess sie. Im Haus roch es schon nach Kaffee. Er ging in die Küche und holte sich einen Pott. Der erste Patient konnte kommen.

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Re: Fantome Forteresse in Irminabourg

#6

Beitrag von Urako » Di 22. Mai 2018, 18:09

Urako lebte sich nach dem Umzug rasch in der Forteresse ein. Er war in seinem Leben oft genug umgezogen und es störte ihn nicht, den Wohnsintz zu wechseln. An den grauenhaften souvagnischen Dialekt um ihn herum würde er sich noch gewöhnen. Das Wichtigste zog schließlich mit ihm gemeinsam nach Souvagne: Gasmi, Dave und natürlich auch Flocke, der inzwischen aussah, als ob er zusammen mit Eloise schwanger geworden sei. Vielleicht war es das mangelnde Training, vielleicht Urakos häufige Grillabende, oder aber es täuschte auch und Urako wurde lediglich von Daves Einschätzung, dass Flocke ein Schwamm sei, angesteckt - nicht, dass ihn das in irgendeiner Form stören würde.

Auch die anderen ehemaligen Geister waren mit von der Partie. Pavo hatte seine Heilstube eingerichtet zusammen mit Minaddar, den Urako inzwischen sogar nett fand, obwohl er ein Spitzohr war und somit unter Generalverdacht stand. Sogar der hatte sich als guter Kumpel erwiesen, der Urako bei kleineren Wehwehchen zur Seite stand und ihn nicht nur in vorbildlicher Weise bemitleidete, sondern ihm auch hilfreiche Tipps gab oder Medikamente zusammenmischte.

Nur das gerade angefangene Moorbeet und die frisch fertig gestellte Grillecke fehlten Urako. So verwunderte es nicht, dass er, kaum das alles innen eingerichtet war, draußen das Pflaster mit einer Spitzhacke aufriss und anfing, eine neue Grillecke anzulegen. Für ein Moorbeet gab es hier keinen Platz, aber er hatte sich einen Moorkübel zurechtgemacht, der neben dem Eingang stand und mit fleischfressenden Pflanzen aufzuwarten wusste.

Glücklich karrte Urako eine weitere Schubkarre voller Steine für den Grillplatz heran.
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Re: Fantome Forteresse in Irminabourg

#7

Beitrag von Maghilia von Hohenfelde » Di 3. Jul 2018, 13:57

Maghilia
 
war zufrieden mit ihre neue Aufgabe. Irmina war ein gutes Baby. Sie schrie nicht viel, dafür hielt sie gerne Dinge fest. Maghilia nahm das Baby auf den Arm und ging in die Küche. Dort legte sie das Baby auf den Tisch und trank einen Kaffee. Der pinke Tiefling war draussen vor dem Haus. Eigentlich sollte der mit ihr einkaufen gehen, aber das hatte der sicher vergessen. Das passierte Mag selber oft. Sie einen grossen Kaffeebecher und das Baby und spazierte gemächlich nach draussen. Maghilia drückte den Becher Urako in die Hand. Bei der ganzen Schufterei hatte der sicher Durst. Die alte Nekromantin setzte sich auf einen Stein und schaute ihm bei der Arbeit zu. Das Baby legte sie auf ihre Beine ab.  Er war schon weit gekommen. Eine Grillecke und ein Moorkübel hatte er gebaut. Er war fleissig.
 
„Wir gucken dir bei der Arbeit zu. Drin ist nichts los. Hoffentlich magst du den Kaffee so. Das Baby ist leise und lieb. Ein gutes Baby. Hast du Osmund gesehen? Ich dachte der alte Sack wäre mit hierher gezogen. Wo ist der überhaupt? Und wo hab ich mein Kaffee gelassen? Vermutlich hat den jemand gestohlen. Wenn Wolfi in der Nähe ist war der das. Das ist eine üble Angewohnheit von ihm. Er trinkt ständig von mir den Kaffee weg. Sogar auf der Hochzeit konnte der sich das nicht verkneifen seine alte Tante zu ärgern. Dabei hab ich es immer gut mit den Jungen gemeint.
Was ist mit dir? Wollten wir nicht zusammen auf den Markt einkaufen gehen? Irgendwas wollten wir doch zusammen kaufen. Erinnerst du dich daran was? Das ist verflixt mit dem Alter, dass sage ich dir. Ich muss mir mal wieder eine Auffrischkur gönnen. Ich dachte ich rede mal mit Osmund. Aber der alte Knacker ist verschwunden. Oder der versteckt sich, weil der nicht mit mir reden will. Das kann auch sein. Es kann auch sein, dass er seinen verfluchten Leibdiener sucht. Der Kerl ist faul und sehr dämlich. Ich hätte den schon verarbeitet. Aber Osmund ist zu weich. Das sind sie alle die von Wigbergs. Ansgar kommt sehr nach denen. Darum war er auch sehr weich zu seine Kinder. Am Ende hatten er und Brandur doch Recht. Aber vorher hätte ich anders entschieden an seine Stelle. Was sagst du dazu, dass wir hierher gezogen sind?
Die Gegend ist schön, die Leute sehen lustig aus. Alle sind so bunt gekleidet wie verrückte Parradiesvögel. Keine von Hohenfelde würde so rumlaufen wie ein Buntspecht. Ich trage immer gedeckte Farben, dass schmeichelt mir. Findest du auch? Ganz sicher sogar, denn du wolltest ja meine Begleitung für den Markt. Deine Farbe ist übrigens sehr schön. Sie passt gut hierher. Nur du musst was mit deine Haare machen Junge. Die sind dünn wie Zeitungspapier. Schau dir meine Haare an. Lang und voller Kraft. Ich weiss was ich mache, ich werde eine Kur für uns beide machen. Weil du so fleissig für uns alle an unsere Grillecke arbeitest. Dann werden deine Haare wieder schön.
Dave hätte das auch für dich tun können. Aber er kümmert sich lieber um diesen Pavo.  Ich glaube Pavo ist ein Goblin. Er sieht verdächtigt grünlich aus. Er ist alt und fett wie Osmund, ist dir das mal aufgefallen? Die beiden essen zuviel. Genau wie der fette Frostalb. Dave liebt ihn sehr, aber deshalb darf er ihn nicht so mästen. Der platzt noch aus alle Nähte. Der sieht jetzt schon aus wie eine Stopfgans. Wenn er so weiter macht bleibt nichts von seiner Schönheit. Nur seine Augen.
Der Rest sieht bald aus wie eine Fleischlawine.
Das erinnert mich an meine Profession. Hast du mein Geschenk noch? Ganz sicher, du siehst aus wie ein guter Junge Tiefling. Ich werde neue Kunst schaffen. Das Baby soll ein Spielgefährte bekommen. Dann freut es sich. Ein kleinen Ghul könnte ich ihm schaffen. Ich freue mich schon auf den Abend. Dann können wir deine neue Grillecke einweihen. Dafür müssen wir auch auf den Markt. Wir müssen gutes Fleisch holen. Die Arbeit macht dir Spass, dass sehe ich. Meine Arbeit macht mir auch Spass. Beherrscht du Magie? Wenn ich hier wohne, muss ich alles über meine Mitbewohner wissen.
Hoffentlich wird es bald wärmer. Meine alte Knochen mögen die Kälte nicht, ich sehne mich nach dem Sommer. Das ist lustig, denn die meisten denken das Nekromanten wie ich es kalt mögen. Da ist sie doch, meine verfluchte Kaffeetasse. Sie steht bei dir Tiefling.
Dave hat mir erzählt, dass ihr auf Jagd gehen werdet. Nach der Tochter von seinen Erzfeind. Ich könnte euch helfen. Wir haben zu spät erfahren, was Dunwin getan hat. Wir waren nicht vor Ort. Seine Kinder streng erziehen ist richtig, aber sowas darf keiner einem Kind antun. Darum  bewache ich das Baby. Versucht einer es anzufassen oder zu entführen lege ich ihn um. Das Baby ist wirklich goldig. Ihre Seele ist voller Magie, dass spüre ich. Wie weit bist du Tiefling? Dann können wir gleich los. Begleite die alte Maghilia, damit ihr keiner was tut.“
 
Die alte Nekromantin lachte über ihren eigenen Witz und streichelte das Baby.
 

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Re: Fantome Forteresse in Irminabourg

#8

Beitrag von Anwolf » Mo 9. Jul 2018, 22:18

Anwolf gesellte sich mit einer Kaffeetasse nach draußen zu Maghilia, Urako und Irmina. Er schaute den beiden zu und musste darüber schmunzeln, wie Maghilia auf den armen Puschel einredete. Der Tiefling kam überhaupt nicht dazu zu antworten, da Maghilia wie ein Wasserfall weitererzählte und sich die meisten Antworten selbst gab. Aber so kannte man sie.

Und genau das war sicher der Grund, warum ihr derzeitiges Lieblingsopfer Osmund das Weite gesucht hatte.

Urako hingegen arbeitete unermüdlich weiter an ihrer gemeinsamen Grillecke. Wolfi setzte sich neben Maghilia und streichelte Irmina.

"Ich habe genau gehört was Du über mich gesagt hast. Ich habe Deine Tasse weder heute noch damals ausgetrunken Mag, dass schwöre ich Dir. Du hast den Inhalt verschüttet. Warum sollte ich Deinen Kaffee stehlen? Man Mag, wenn wir nichts hätten, eines haben wir Dank Dave immer - ausreichend Kaffee", lachte Wolfi.

Gut gelaunt streichelte er von Irmina die kleinen Hände, dabei musterte sie ihn mit ihren großen dunklen Augen.

"Sie wird mal eine Schönheit, so wie wir beide Mag", lachte Anwolf.

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Davard von Hohenfelde

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Re: Fantome Forteresse in Irminabourg

#9

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Mo 9. Jul 2018, 22:37

Dave und Varmikan gesellten sich einen Moment später dazu und schauten sich das Schauspiel ebenfalls an. Eigentlich hatten sie in der Schreibstube zu arbeiten, das Wetter war schön, Wolfi hatte sich verdrückt und war nicht zurückgekehrt, also hatten sie sich selbst mit einer Tasse Kaffee einen Auszeit im Hof gegönnt und dabei Wolfi gefunden.

"Na Puschel? Alle schauen Dir bei der Arbeit zu. Gut dass Du doppelt schuften musst, liegt jetzt an mir. Aber weißt Du was? Da wir heute sicher eh nicht mehr in der Schreibstube arbeiten werden, werde ich Dir helfen und zur Hand gehen. Ich gehe mich nur schnell umziehen. Varmi halt mal solange meinen Kaffee", bat Dave und verzog sich kurzerhand wieder ins Haus.

Varmikan nahm grinsend die Kaffeetasse entgegen und setzte sich wie ein Huhn auf der Stange neben Anwolf und Maghilia.

"Und soweit alles klar bei Puschel? Wir haben uns lange nicht mehr unterhalten. Wie läuft es bei Dir und Gasmi so? Uns hält Irmina manchmal ganz schön auf Trab, wobei Mag uns eine große Hilfe ist. Aber die kleine hat zu den ungewöhnlichsten Zeiten Hunger. Man könnte meinen sie kommt nach mir. Jedenfalls behauptet das Dave, Du kennst ihn ja.

Hast Du Dich mit Gasmi schon richtig eingelebt und alles wieder so dekoriert wie damals im Geisterhaus? Falls Du Lust hast, könnten wir das neue Haus mal auf Vordermann bringen und es schön dekorieren. Dazu hätte ich echt Lust.

Pavo hat in seiner Heilstube schon überall seine Kräuter aufgehangen, wobei ich glaube das Zeug ist gar keine Deko, sondern er benutzt es wirklich",
lachte der Frostalb.

Dave kam nach einigen Minuten zurück und zwar in völlig untypischer Kleidung. Er trug keine schwarze Robe, sondern ein schlichtes Hemd und eine Hose. Und seine langen Haare waren auch nicht mehr lang, sondern ein ziemlich kurzer Fransenhaarschnitt. Er gesellte sich direkt zu Urako und packte mit an.

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Re: Fantome Forteresse in Irminabourg

#10

Beitrag von Urako » Di 10. Jul 2018, 13:27

"Hast du dir jetzt gerade selbst die Haare abschgeschnitten?", fragte Urako baff. "Das sieht ... gewöhnungsbedürftig aus. Aber nicht schlecht. Sogar gut. Aber unordentlich, ich richte dir das dann mal. Moooment, Tantchen."

Maghilia war zwar nicht seine Tante, aber da sie alle Tante Mag nannten, nannte er sie auch so. Urako verschwand kurz im Inneren des neuen Hauses und kam kurz darauf mit einem Tablett wieder, auf dem eine volle Kaffeekanne, Kekse zum Ditschen und ausreichend Becher standen, dazu kleine Löffel, Sahne und Zucker. Unterm Arm hatte er einen Klapptisch und wenn Gasmi tat, worum Urkako ihn gebeten hatte, würde er Klappstühle und Sitzkissen anbringen.

Urako baute den Tisch auf, setzte sich auf ein Stück halbfertige Mauer, das schon ausgehärtet war, schenkte sich selbst was ein und begann Maghilias Fragen zu beantworten.

"Den Ghul konnte ich leider nicht mit nach Souvagne nehmen. Die Teile sind hier verboten, drum hab ich ihn freigelassen. Ich denke, er kümmert sich. Wir können dann einkaufen gehen, sobald ich hier fertig bin, nicht, dass dir was passiert. Schöne junge Frauen laufen immer Gefahr, dass die einer wegschnappt. Aber ich pass auf dich auf. Klar kann ich Magie - Feuermagie. Du solltest mal meine Flammenpeitsche sehen. Pavo IST ein Goblin und er ist nicht fett, sondern genau richtig. Das Problem ist, dass du dürr bist wie ein Bündel Stöcke, für dich ist jeder fett, sogar Varmi. Du musst was essen, hier sind Kekse, bedien dich."

Urako klopfte auf die Mauer neben sich. "Komm schon, Flocke, setz dich und nimm dir reichlich Sahne und Zucker." Urako befüllte ihm einen Becher voll mit Schlagsahne, goss einige Löffel Zucker darüber und ganz am schluss gab er ein Schlückchen Kaffee hinzu. "Hier, trink was. Gasmi sollte sich darum kümmern, dass unsere Bude wieder genau so gemütlich wird wie die alte, aber ich weiß gar nicht, wie weit der gekommen ist. Er ist dauernd weg, steckt wieder in irgendeiner Höhle drin, beziehungsweise das, was sich für ihn nach Höhle anfühlt, wie Spalten hinter Schränken und unter dem Sofa. Aber die Möbel stehen schon drin."

Urako musterte Dave.

"Wenn du schon mal ausnahmsweise praktisch angezogen bist, kannst du gleich mal weitermachen. Da steht der Mörtelkübel, dort liegt die Maurerkelle und die Steine sind in dem Schubkarren. Du kannst einfach dort fortsetzen, wo ich aufgehört habe. Mörtel drauf, Stein drauf, immer abwechselnd, dann wird das. Sieht echt gut aus deine neue Kluft." Während Dave schuften sollte, nutzte Urako die Gelegenheit, hinter dessen Rücken Varmikan einen Kuss zu stibitzen.

"Das Baby ist niedlich. Aber für mich wäre das nichts. Mit dem kann man nichts machen, das liegt nur rum und guckt. Ich wüsste nicht, was ich den ganzen Tag damit soll."

Er musterte Wolfi, der ein wenig schüchtern wirkte.

"Was ist eigentlich mit dir, wie fühlt man sich so als kleiner Bruder des Sippenoberhaupts? Und wie geht es deinem Alten? Der wirkte ja ganz schön marode das letzte Mal."
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