Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Fantome Forteresse in Irminabourg

Die Meuchlergilde aus Naridien hat hier ihr neues Hauptquartier aufgeschlagen.
Benutzeravatar
Davard von Hohenfelde

Die Handelsallianz Weltenbastler in Gold Chronist in Silber Die fleißige Feder in Bronze
Marquis
Beiträge: 482
Registriert: Mi 22. Feb 2017, 12:46
Volk: Souvagner
Steckbrief: [ externes Bild ]

Re: Fantome Forteresse in Irminabourg

#11

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Di 10. Jul 2018, 16:32

Dave hockte sich neben Urako und trank einen Schluck aus Varmikans Sahnetasse.

"Du weißt doch, dass ich die Haare kurz haben wollte. Und gerade hatte ich für fünf Sekunden Mut, also habe ich sie abgeschnitten. Einfach so. Du wolltest den Zopf ja haben, darum habe ich ihn Dir aufgehoben. Den Rest habe ich einfach so geschnitten, wie ich dachte dass sieht einigermaßen gut aus", lachte Dave leise. Er trank noch einen Schluck und streichelte seine Tochter.

"Mit einem Baby an sich kann man nichts machen, jedenfalls nichts was Du als unternehmen empfinden würdest. Du kannst es nur lieb haben, es umsorgen, aufwachsen sehen und Dich um es kümmern. Und Du musst Dich sogar recht häufig um das Baby kümmern. Es hat ziemlich oft Hunger, fast so wie Varmi", grinste Dave.

"Was habe ich gesagt? Er behautet ich wäre hätte einen Appetit wie eine 10 Köpfige Riesenraupe, aber dass er meinen Sahnekaffee trinkt, darauf geht er mit keinem Wort ein", grinste Varmikan zurück und lehnte sich an Urako an.

Gasmi kam mit grimmigem Blick in den Garten gestiefelt und grinste dann breit. Unter beiden Armen trug er eine Unmenge an Sitzkissen, während er sich mit seinem Greifschwanz die Klappstühle geschnappt hatte.

"Nimmt mir einer mal was ab?", fragte er gut gelaunt und Anwolf ging ihm direkt zur Hand.
"Sicher, dass macht fünf Taler fürs Befreien", grinste Wolfi.
"Träum weiter", prustete Gas und küsste Puschel zur Begrüßung und strubbelte ihm durch die Haare.

"Puschel, sobald Irmi etwas älter ist und laufen kann, dann werde ich ihr alles beibringen. Aber noch ist es nicht so weit. Im Grunde muss man sie einfach behüten, pflegen und warten Puschel. Schneide meine Haare ruhig nach, dass würde mich freuen. Das war einfach eine Spontanaktion, mir endlich die gewünschte Kurzhaarfrisur zu verpassen.

Ansgar hat es ziemlich erwischt Puschel, er ist dem Tod gerade noch einmal von der Schüppe gesprungen. Brandur und er haben sich in ihrem Duell nichts geschenkt. Das Schlimmste war wohl, die Verletzung seines Herzens. Er benötigt noch einige Zeit, bevor er wieder richtig gesund ist. Dazu darf er sich nicht aufregen, aber wer Ansgar kennt, weiß wie schwierig das für ihn ist. Deshalb nimmt er Beruhigungsmittel, damit er sich gar nicht erst aufregen kann.

Zudem täte es ihn gut, wenn er nicht in seinen finsteren Gedanken versinkt. Er benötigt eine Aufgabe, die ihn von seiner Krankheit ablenkt und an der er Freude hat. Ich hatte schon mit Alexandre geredet. Vielleicht könnte er ihm einen Beruf als Dozent vermitteln, oder Ansgar könnte bei Alexandre selbst arbeiten.

Als Marquis muss Alexandre stets einen Überblick über seine Finanzen und anderen Buchhalterischen Dinge haben, den hat er aber leider nicht. Und da käme doch wunderbar Ansgar ins Spiel. Das beherrscht er genauso gut wie ich.

Ich hatte ihn schon nach einer Stelle für Ansgar gefragt, aber bis jetzt habe ich noch keine Antwort erhalten. Ich werde noch einmal nachhaken",
erklärte Dave freundlich.

Anwolf stellte die Stühle auf und legt die Sitzkissen ordentlich drauf, um sich etwas Zeit zu verschaffen. Er hatte immer ein Kloß im Hals, wenn er über den Gesundheitszustand von seinem Vater nachdachte. Zwangsläufig kamen damit all die Erinnerungen wieder hoch, die sie gemeinsam oder zwangsweise auch getrennt nach Dave und Varmikans Hochzeit erlebt hatten.

Den Familienkrieg, die Angst, die Sorge einander nie wiederzusehen, den möglichen Tod seines Vaters durch Brandur und Linhard und seinen eigenen Tod. Aber auch der Zusammenhalt mit seinem Onkel, Varmi, Urako und den Geistern, den stetigen Beistand von Marcella, dass alles gehörte für Wolfi untrennbar zusammen.

Letztendlich sogar die Versöhnung mit Brandur und Linhard. Er hatte sich immer eine Versöhnung mit seinem Bruder gewünscht, als diese dann mehr oder minder von Brandur erpresst wurde, hatte er sich eigentlich rein pro forma dagegen wehren wollen, um nicht als Schwächling da zu stehen.

Und dann hatte sie dieser wahnsinnige Vampir bedroht und Brandur hatte ihnen beigestanden. Zwar aus der Ferne, aber er hatte trotz allem Wort gehalten, auch wenn Wolfi etwas ganz anderes vermutet hatte. Er ging davon aus, dass Brandur ihnen bei der ersten Gelegenheit in den Rücken fallen würde. Aber das tat er nicht.

Und Linhard hatte es ebenfalls nicht getan. Sein Bruder bemühte sich bis heute um eine Versöhnung, die sie im Grunde beide wollten. Nur hin und wieder gab es Situationen, in denen sie sich etwas ankreideten. Eine Situation war die Hochzeit, wo er keine Einladung bekommen hatte. Sicher konnte man Linhards Sichtweise verstehen, aber seine doch ebenso. Wolfi hätte sich sehr über eine Einladung gefreut. Linhard schrieb keine, da er keine Enttäuschung erleben wollte. Aber wenn jeder stur nur nach der eigenen Sichtweise ging, dann würde sich niemals etwas ändern.

Und für Sturheit war seine Familie bekannt. Hinzu kam noch, dass sie beide die Söhne von Ansgar waren. Gleichgültig ob Lin das nun verleugnete oder nicht, er war genauso stur wie sein Vater und Wolfi war das auch.

Aber er hatte sich bemüht und einen Schritt auf Linhard zu gemacht. Sie hatten sich zuletzt ganz gut verstanden, er hoffte es blieb so. Bis auf den Ärger mit dem schrecklichen Leibdiener, der ihn am ganzen Hof blamiert hatte, war alles gut gelaufen.

Wolfi setzte sich und rührte gedankenverloren seinen Kaffee um.

"Linhard und ich haben uns ausgesöhnt Puschel. Ich bin den Streit leid, ich war ihn schon lange leid. Aber manchmal streitet man weiter, weil der andere keine Ruhe gibt. Und wir beide haben uns damit abgewechselt. Er wollte Ruhe, dann habe ich gestritten und wollte ich Ruhe, dann hat er gestritten. Wir haben vereinbart die alten Dinge ruhen zu lassen. Sonst gibt es keine neuen, besseren Zeiten.

Wie es sich anfühlt der Bruder vom Sippenoberhaupt zu sein?
Tja einmal hat mir das den Arsch gerettet. Ich war am Hofe und wollte ein bisschen für Dave horchen. Jedenfalls hatte ich ein ganz nettes Gespräch mit einem Leibdiener. Name - Nathan. Ich kann nur jeden vor Nathan dem Schrecklichen warnen.

Er sieht aus, als könnte er kein Wässerchen trüben, aber hinter seiner freundlichen Fassade, da lauert der Abgrund! Ich redete noch mit ihm und er erklärte mir, dass er einmal von einem Magier ausgelesen wurde und Panik hatte.

Da ich so blöde wie ich bin, Nathan beweisen wollte, dass nicht alle Magier einem grauenvolle Schmerzen dabei zufügen, habe ich mich mit ihm verbunden und ihn mental angesprochen. Auf einmal sprang er auf und schrie los, ich sollte aus seinem Kopf verschwinden!

Das war noch nicht alles, denn da ging es erst los. Gardisten kamen herbeigeeilt und ich musste mich rechtfertigen was ich getan hatte und wer ich bin. Also sagte ich, dass ich der Bruder von Linhard bin. Ganz schön erbärmlich, mich damit rauszureden, aber ich dachte die knüpfen mich wegen dem Schreihals auf.

Also musste ich gemeinsam mit den Gardisten zu Linhard latschen und ihm brühwarm erzählen was mir passiert war. Leider habe ich mich da dann mit ihm gestritten. Er hat den Gardisten gesagt, wer ich bin und ich kam mit heiler Haut davon. Wir hatten uns danach wieder versöhnt.

Von daher rate ich Euch bloß vorsichtig zu sein, wenn Ihr einem Nathan über den Weg lauft. Nehmt die andere Richtung.

Dave hat Recht, Paps geht es gesundheitlich immer noch recht bescheiden. Es geht ihm zwar schon etwas besser, aber eine Anstellung würde ihm wirklich gut tun. Linhard und ich wollten ihn bald besuchen. Ich denke dass sollten wir schnellstmöglich machen. Vielleicht alle zusammen, dass freut Paps. Dann könntet Ihr seine neue Freundin kennenlernen, die ist ganz nett. Ich hoffe er wird bald wieder gesund, ich habe Angst um ihn",
gestand Wolfi ehrlich.

"Dann besuchen wir ihn heute Abend und bringen ihm was Schönes mit, am besten etwas leckeres, damit er wieder etwas mehr auf die Rippen bekommt. Puschel begleite uns doch, Ihr beiden habt Euch auch immer gut verstanden. Vielleicht möchten ja Osmund und Maghilia auch mitkommen. Ich baue dann mal weiter, ich hoffe das wird was", schmunzelte Dave und küsste zuerst Varmikan und dann Puschel. Dave machte sich direkt an die Arbeit.

Gasmi nahm sich auch eine Kaffeetasse füllte sie aber nur mit Sahne und Zucker und löffelte den Gaumenschmaus.

"Wir kommen selbstverständlich mit. Puschel, wir sollten Ansgar eine Zuckerschlange schenken. Am besten eine schöne, fette, saftige Schlange. Wenn man so krank ist, ist die beste Medizin, das gesamte Rudel um sich zu haben. Allein die Anwesenheit vom Rudel stärkt die Selbstheilungskräfte. Und man muss sehr auf die Hygiene achten, bei schweren Krankheiten. Ich werde Ansgar alles über Hygiene beibringen.

Ich habe Häkelherzen und Häkelpüppchen bei uns aufgehangen, damit sie gute Laune verbreiten. Ein Püppchen werde ich Ansgar einpacken. Dass kann er sich dann ins Schlafzimmer hängen. Wir bekommen ihn schon wieder hin. Puschel wenn wir Grillen, sollten wir Ansgar auch einladen. Gutes Fleisch mit viel Soße und er kommt schnell wieder zu Kräften",
erklärte Gasmi und spielte mit Urakos Puschel am Schweif.

Benutzeravatar
Marcella

Die Handelsallianz
Zweitcharakter
Beiträge: 49
Registriert: So 20. Aug 2017, 14:10

Re: Fantome Forteresse in Irminabourg

#12

Beitrag von Marcella » Sa 28. Jul 2018, 19:57

Marcella

wunderte sich wo alle am morgen blieben. Sie schaute in der Schreibstube aber da war niemand. Sie suchte überall und fand ihre Leute draussen an der Grillecke. Erstaunt guckte sie ihren Meister an, der seine langen Haare abgeschnitten hatte. Er sah gut aus mit kurzen Haaren. Marcella setzte sich neben Wolfi und schaute das Baby an. Maghilia hatte es auf dem Arm und passte auf. Das war gut.
Urako und Dave waren fleissig und bauten weiter an der Grillecke. Marcella beschloss gefüllte Brote zu backen. Die schmecken besonders gut zu Grillfleisch. Sie fühlte sich wohl in den neuen Haus. Es war viel grösser und sogar ihn ihrem Quartier war viel mehr Platz. Sie wollte gerne ein bisschen in den Ort hinein gehen um nach schönen Dingen für ihre kleine Stube zu stöbern.

"Wolfi ich wollte nachher in den Ort. Ich brauche noch ein paar Dinge für meine Stube. Kommst du mit? Wir könnten reiten. Meine Reitziege braucht Auslauf und dein Pferd sicher auch. Was sagst du dazu Wolfi? Wir durchstreifen wieder die Gegend und essen Süsskuchen. Das neue Haus ist wirklich schön. Ich wollte für euch gefüllte Brote backen, wenn wir grillen. Die Grillecke wird schön, ihr wart fleissig. Deine neue Frisur sieht gut aus Meister."

Marcella nahm sich auch einen Kaffee und genoss die Pause.

Benutzeravatar
Maghilia von Hohenfelde

Die Handelsallianz
Marquise
Beiträge: 10
Registriert: Do 14. Sep 2017, 10:22

Re: Fantome Forteresse in Irminabourg

#13

Beitrag von Maghilia von Hohenfelde » So 29. Jul 2018, 19:13

Maghilia

freute sich dass sie gemütlich zusammen sassen. Da Anwolf da war, konnte der auch das schwere Baby halten. Sie drückte es ihm vorsichtig in den Arm. Mag die alte Nekromantin schaute Dave an. Er hatte seine Haare abgeschnitten und das war nicht witzig.

"Anwolf du musst deine Tante mal von selber das schwere Baby abnehmen. Dass muss du sehen. Du bist wirklich faul und gefrässig und versoffen. Da wunderst du dich, wenn ich mit dir schimpfen muss. Aber du bist jung, du lernst das noch. Hat einer von euch Osmund gesehen? Ich warte auf den alten Sack den ganzen Tag. Wir wollten zusammen was unternehmen. Und wehe einer von euch denkt was falsches. Da ist nichts.
Dave mein Junge bist du verrückt? Warum hast du deine Haare abgeschnitten? Das kannst du nicht machen damit siehst du aus wie ein Bürgerlicher. Die Haare sind doch ein Standesabzeichen. Wer hat dir das eingeredet? Dieser weisse Alb? Ich hab gleich gewusst, dass mit dem was nicht stimmt. Du hättest auf deine Tante Maghilia hören sollen. Er stiftet dich nur zu Unfug an. Ich werde mit unseren Heilalben reden, der soll dir was für Haarwuchs brauen. Guck wie gut der unseren Tiefling geholfen hat.
Tiefling Ossi wird bestimmt nicht mehr kommen. Ich muss seinen Verwandten Wolfram noch wegen einen kleinen Haus fragen. Es soll ein bisschen ausserhalb liegen, wo ich meine Arbeit machen kann. Dafür brauch ich Ruhe. Ich dachte Ossi hat Lust sich ein Haus zu teilen. Aber antwortet der mal? Der ist nur unterwegs. Wo der sich rumtreibt möchte ich wissen. Wir gehen gleich zum Markt Tiefling. Du weisst noch was sich bei eine alte Dame gehört. Anwolf passt solange auf das Baby auf. Wir bringen dir was schönes mit Wolfi."

Maghilia stand auf und stellte die Kaffeetasse weg.

"Ich bin bereit für einen Bummel."

Benutzeravatar
Urako

Die Freien Völker Rote Laterne
Zweitcharakter
Beiträge: 218
Registriert: Mo 16. Mär 2015, 16:58
Volk: Tiefling

Re: Fantome Forteresse in Irminabourg

#14

Beitrag von Urako » Mi 1. Aug 2018, 15:45

Urako erhob sich und begrüßte seinen Mann mit einem liebevollen Kuss, indem er ihm die Sahne von den Lippen leckte. »Schön, dass du alles dekoriert hast. Die Püppchen und Herzen kann man wunderbar für fiese Nadelzauber verwenden. Das zeig ich dir bei Gelegenheit mal. Aber jetzt muss ich mich erstmal um Tante Mag kümmern. Sei so gut und pass derweil auf, dass Dave die Mauer nicht schief zu Ende bringt, ich will sie ordentlich haben. Hase, Flocke, Marci, Dave, Anwolf.« Er tippte sich zum Abschied an die Schläfe. Dann bot erder alten Maghilia galant seinen Arm an.

»Was dein Ossi braucht, ist ein Liebeszauber, dann wird das was. Wir können ja mal nach den Zutaten suchen. Vielleicht auch schicke Unterwäsche für dich, um dem Ganzen nachzuhelfen. Ich kann dich beraten.« Er grinste breit sein zahnloses Grinsen. Urako und die Greisin spazierten langsam in die Innenstadt, um zu schauen, was für Läden Irminabourg so zu bieten hatte.
[ externes Bild ]

"Wenn Kaiser, Könige und Diktatoren ruhig schlafen,
warum soll`s nicht auch der Henker können?"
Charles Henry Samson, Scharfrichter

Antworten

Zurück zu „Fantome/Geister“