Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterlie├čen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf├Ąngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. W├Ąhrend die Urv├Âlker auf Altbew├Ąhrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. Geheimb├╝nde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Kleiderfimmel

Souvagne ist politisch neutral und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt.
Gro├čherzogtum Souvagnen
Das almanische Gro├čherzogtum Souvagne ist gepr├Ągt von sanfte H├╝geln, auf denen Weinbau betrieben wird, fruchtbaren Feldern und weiten Obstplantagen. Souvagne h├Ąlt sich aus Kriegen gr├Â├čtenteils heraus und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Stattdessen setzt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne auf politische Neutralit├Ąt. Von allen Herrschern ist er der Gem├Ą├čigtste. Die Grenzen Souvagnes wurden inzwischen gr├Â├čtenteils durch eine Wallanlage gesichert. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.
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Nathan
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#1

Beitrag von Nathan » Di 5. Jun 2018, 00:09

<< Edo ist weg

Nathan
Seinen Minifabs an sich gedr├╝ckt ging Nathan zu Fabien. Er hatte extra vorher noch mal in den Spiegel geschaut, ob er ordentlich aussah. Vorsichtig klopfte er an der T├╝r.

Fabien Lacomb
Fabien ├Âffnete die T├╝r und musterte Nathan gut gelaunt. ┬╗Warum klopfst Du denn?┬ź, fragte er grinsend.

Nathan
┬╗Ich wollte nicht unh├Âflich sein┬ź, sagte Nathan leise und dr├╝ckte sich an Fabien.

Fabien Lacomb
┬╗Bist Du doch gar nicht┬ź, antwortete Fabien gut gelaunt und k├╝sste Nathan zur Begr├╝├čung. Er zog ihn in die Gem├Ącher des Duc und ging mit ihm direkt in seine Kammer. ┬╗M├Âchtest Du was trinken oder so? Unsere gemeinsame Kammer sollten wir auch zusammen einrichten. Zwar k├Ânnen wir dort nicht schlafen, aber die Mittagspause und unsere gemeinsame Freizeit verbringen. Besondere Ideen habe ich mir noch keine gemacht, au├čer dass ich es gem├╝tlich haben m├Âchte. Ein kleiner Ofen muss also auf alle F├Ąlle her┬ź, sagte Fabs und go├č Nathan und sich einen Kaffee ein.

Nathan
┬╗Ich m├Âchte ganz viel kuschlige Dinge da drin haben, viele Decken und Kissen. Auf einem ganz gro├čen Sofabett oder so. Du musst mich heute bitte besonders liebhaben. Ich bin ein bisschen traurig Fabs. Edo ist weg. Aber ich konnte ihm noch Tsch├╝ss sagen. Trotzdem bin ich bisschen ungl├╝cklich, ein klein wenig.┬ź Er musterte Fabs. ┬╗Und ich wollte dir was zeigen. Aber ich wei├č nicht, ob du es sehen willst oder mich auslachst oder ob du ├╝berhaupt Lust hast.┬ź

Fabien Lacomb
┬╗Edo? Unser Kneipen-Kumpel aus Ehveros? Der Kollege von Bellamy? Ihr wart wirklich ein schr├Ąges Duo in Ehveros, aber es war witzig oder?┬ź, sagte Fabien und nahm Nathan fest in die Arme und setzte sich mit ihm aufs Bett. ┬╗Wieso ist er denn gegangen? Was ist passiert? Es war eine sch├Âne Zeit dort in Ehveros in der Kneipe. Es hat einfach als Gruppe mit uns gepasst und wir hatten puren Spa├č. Wir alle waren privat und sogar Max und Domi waren ganz locker. Wobei Domi dass wohl immer ist. Man sch├Ątzt ihn wegen seinem Beruf falsch ein. Vielleicht ist das mit Gardisten auch so Natty. Du hattest mit ihm gemeinsam den seltsamen Hering gegessen und einen Raben oder sowas. Und Max hat sich die Kante gegeben. Was lief eigentlich zwischen Dir und Edo? Ich meine Ihr beiden habt ein bisschen struppelig ausgesehen... am Morgen... danach┬ź, lachte Fabien und k├╝sste Nathan liebevoll. ┬╗Tja so schnell kann es gehen. Ich mag solche Erinnerungen, die sind wie kleine Sch├Ątze. Unsere Kammer werden wir ganz gem├╝tlich einrichten. Ein Sofabett ist eine tolle Idee. Wir k├Ânnen uns auch diese gro├čen Bodenkissen anschaffen, diese Sitzkissen die man zusammenklappen kann. Darauf kann man liegen, wenn sie ausgeklappt sind. Auch was total gem├╝tliches. An was f├╝r Decken hast Du gedacht? Wir k├Ânnten uns auch einige Lammfelle kaufen f├╝r die St├╝hle, dass ist auch super gem├╝tlich und im Winter sch├Ân warm. Was meinst Du dazu? Und wo m├Âchtest Du Dein Spielzeug unterbringen? Hier bei mir, bei Dir in der Kammer oder in unserer gemeinsamen Schatz? Wir k├Ânnten es nat├╝rlich auch aufteilen. Wobei Du Deine Lieblingsst├╝cke sicher immer direkt bei Dir haben m├Âchtest. Was m├Âchtest Du mir denn erz├Ąhlen? Sicher habe ich Interesse, erz├Ąhl einfach. Ist es wegen Edo?┬ź, fragte Fabien liebevoll.

Nathan
┬╗Ich wei├č gar nicht, was zwischen uns gelaufen ist ... ich glaube, ich war zu betrunken. Ich konnte mich an die Nacht gar nicht mehr erinnern und Edo auch nicht. Ich wei├č nicht, ob wir einfach geschlafen oder ein bisschen gekuschelt haben, Fabsi. Wenn ich es w├╝sste, w├╝rde ich es dir sagen. Ich bin immer ehrlich zu dir. Aber ich mochte ihn, mag ihn, weil, weil er so freundlich war. Ich glaube, wir waren Freunde, er hat vorhin so was gesagt. Aber er hat auch gesagt, dass wir uns nie wiedersehen und er es mir nicht noch schwerer machen will ... darum hat er mir nicht seinen neuen Herrn gesagt und will mir nicht schreiben. Wahrscheinlich hat er recht damit, aber ich mag keine Abschiede ...┬ź Nathan rieb sich eine Tr├Ąne aus den Augen. ┬╗Minifabs hat mich getr├Âstet, er war lieb zu mir. Mein Spielzeug m├Âchte ich gern aufteilen, ├╝berall ein bisschen. Etwas da in unserem gemeinsamen Zimmer, dann welches hier bei dir, f├╝r alle F├Ąlle und dann noch welches bei mir. Minifabs muss immer da sein, wo ich bin. S├╝├čb├Ąrchi muss in meiner eigenen Kammer bleiben, da das am weitesten weg ist von dir und ich das da brauche zum Liebhaben. Ich wollte dir gar nichts sagen, ich wollte dir was zeigen, Fabs ...┬ź Nathan druckste herum.

Fabien Lacomb
┬╗Ach Natty┬ź, sagte Fabien leise und bettete Nathans Kopf an seine Schulter. ┬╗Wenn Ihr an dem Abend Spa├č gehabt hattet, sei es Dir geg├Ânnt. Jeder braucht ein wenig Zuneigung und W├Ąrme. Schade ist dann nur, dass Du Dich nicht erinnern kannst. Ich habe Dir doch gar nicht unterstellen wollen zu l├╝gen Nat. Tja Abschied ist ein scharfes Schwert, so hei├čt es. Wenn man jemanden gerne hat, dann tut es besonders weh. Vor allem wenn man ihn nicht wieder sieht. Vielleicht kreuzen sich noch einmal Eure Wege Nathan, aber trotzdem war es von Edo doch lieb, wenigstens au revoir zu sagen. Und dass Du weinen musst ist ganz normal. Du vermisst ihn eben. Wer kennt das nicht? Daf├╝r musst Du Dich nicht sch├Ąmen. Ich musste mir auch verkneifen im Kerker zu weinen, als sie mich von Max getrennt hatten. Ich hatte Angst um ihn und Angst um Domi wo er verletzt war. Und ich hatte Angst um Dich, weit weg von uns und ich wusste nicht ob wir uns jemals wiedersehen w├╝rden. Stell Dir vor sie h├Ątten uns umgebracht. Du h├Ąttest nie erfahren, was mit uns passiert ist. Sowas ging mir die ganze Zeit durch den Kopf. Wir r├Ąumen Dein Spielzeug so um, wie Du Dich am wohlsten f├╝hlst. Minifabs reist einfach mit uns. Weit hat er ja nicht zu reisen, der kleine Bursche. Also etwas zeigen m├Âchtest Du mir? Du hast Dich heimlich t├Ątowieren lassen, was? Na los, zeig was Du mir zeigen m├Âchtest┬ź, freute sich Fabien.

Nathan
┬╗T├Ątowieren? W├╝rde dir das gefallen?┬ź, fragte Nathan unsicher. ┬╗Also, ├Ąh, so was, hm, Sch├Ânes habe ich dann leider nicht f├╝r dich. Nur was anderes, was ich dir beichten muss.┬ź Er setzte sich aufs Bett, zog die Schuhe aus und die F├╝├če hoch und traute sich immer noch nicht. ┬╗W├Ąrt ihr gestorben ... das w├Ąre ganz schrecklich gewesen! Max h├Ątte man zur├╝ckgebracht, aber dich doch nicht ... sag so was bitte nicht, Fabs, das macht mir Angst! Aber ich m├Âchte nicht ├╝ber so schlimme Sachen reden. Sondern ├╝ber, ├Ąh, andere Sachen, die vielleicht auch ... schlimm sind? Ich, hm, wollte fragen, hm, ist dir was aufgefallen, wo du mich mal ausgepackt hast?┬ź

Fabien Lacomb
┬╗Sicher w├╝rde mir eine T├Ątowierung gefallen, ich habe ja selbst eine, oder zwei. Wie man es nimmt. Mir ist aufgefallen, dass Du ein Nachthemd getragen hast, das Nathan-Blau war. Aber dass sind ja viele Dinge von Dir und Du warst unten drunter nackt. Was sch├Ân praktisch war, Du hast gut mitgedacht. Oder meinst Du jetzt bei der Tageskleidung? Da m├╝sste ich jetzt stark ├╝berlegen und tue es auch...┬ź, gr├╝belte Fabien und dachte angestrengt nach was Nathan wohl meinen k├Ânnte. Aber es kam alles und nichts in Betracht und so gab Fabien auf. Er zuckte mit den Schultern und grinste seinen Freund an. ┬╗Ich komme nicht drauf, verrat es mir einfach Natty. Sie h├Ątten keinen von uns zur├╝ckgebracht, sondern in den Sumpf geschmissen. Niemand w├Ąre so wahnsinnig Max auch noch auszustellen, wenn sie ihn umgebracht haben. So friedlich wie Souvagne sonst ist und sich aus allem raush├Ąlt, aber das ist ein Angriff auf Souvagne selbst. Da w├Ąre ein Vergeltungsschlag gegen die Urheber erfolgt. Wer riskiert das? Aber reden wir wirklich nicht mehr davon, ich bekomme davon G├Ąnsehaut. Also los, verrate mir, was ich verpasst habe. Oder was ich nicht sehe, obwohl es vor meiner Nase liegt┬ź.

Nathan
Nathan betrachtete sanft Fabiens Gesicht. Fabien wusste nichts von den Bluthexern. Nathan legte die Hand auf seine Wange und k├╝sste ihn. ┬╗Schau nach┬ź, forderte er ihn dann auf.

Fabien Lacomb
Fabien grinste ├╝ber beide Ohren. ┬╗Gut dann pelle ich Dich┬ź, raunte er Nathan ins Ohr und fing ganz behutsam an, Nathan aus seiner Kleidung zu sch├Ąlen. Ein Kleidungsst├╝ck nach dem anderen zog er ihm aus. Zuerst kn├Âpfte er ihm das Oberteil auf und zog es ihm ├╝ber die Schultern.

Nathan
Darunter trug Nathan ein Unterhemd, damit das Oberhemd blickdicht war und nichts von seinem K├Ârper durchschien. Es war allerdings ein Damenunterhemd mit schmalen Tr├Ągern, rosa nat├╝rlich. Nerv├Âs wartete Nathan auf Fabiens Reaktion.

Fabien Lacomb
Fabien wickelte den Tr├Ąger vorsichtig um einen Finger, zog ihn Nathan von der Schulter und k├╝sste ihn genau in die Halsbeuge. ┬╗Ist es dass was Du mir sagen m├Âchtest?┬ź, grinste er liebevoll und zog ihm auch den anderen Tr├Ąger von der Schulter.

Nathan
Nathan war sehr nerv├Âs. Fabiens Lippen waren hei├č auf seinem Hals. Er nickte etwas und wartete darauf, ob Fabien ihn auslachen w├╝rde, w├Ąhrend dieser mit seinem Damenunterhemd spielte. ┬╗Ich ... ich mag das┬ź, wisperte er.

Fabien Lacomb
┬╗Ich mag das auch... an Dir. Du siehst gut drin aus. Bist Du deshalb nerv├Âs? Du musst nicht nerv├Âs sein Natty. Die einen tragen schlichte Kleidung, die anderen pomp├Âse, die n├Ąchsten marzialische und Du feminine. Jeder wie er mag und ich mag alles. Sch├Âne Kleidung, passende Kleidung, in s├Ąmtlichen Formen und Farben liebe ich. Dazu muss ich sie nicht selbst tragen k├Ânnen. Alles was die Mode und die Schneider uns bieten. Wenn Dich Damenunterw├Ąsche anspricht, warum nicht? Ich kann daf├╝r an keinem Pflegeprodukt vorbeigehen, gleichg├╝ltig wie unn├Âtig es ist. Aber ich liebe es einfach mich aufzuh├╝bschen. Wie sagte meine Ma immer? Lebe wie eine Katze, hast Du nichts zu tun, mach Dich wenigstens h├╝bsch. Als meine Ma jung war, war sie sehr h├╝bsch. Nun ist sie schon alt, aber das spielt ja keine Rolle. Sowas kannst Du mir sagen Natty. Ich lache Dich nicht aus, nie. Das musst Du Dir merken, Du kannst mit allem zu mir kommen┬ź, erkl├Ąrte Fabs gut gelaunt und dr├╝ckte Nathan an sich.

Nathan
┬╗Du siehst immer h├╝bsch aus, Fabs, immer so h├╝bsch. Und deine Mama ist sicher auch sch├Ân, auch alte Leute sehen sch├Ân aus, finde ich. Sie sehen nur anders aus als junge. Ich, ich dachte, ich dachte ... du findest das vielleicht albern oder h├Ąsslich. Ciel hat es erlaubt, aber mich manchmal trotzdem damit aufgezogen. Ein bisschen Aufziehen ist auch nicht schlimm. Aber ich f├╝hle mich damit wohl. Es gef├Ąllt mir. Ich dachte, du findest es vielleicht nicht sch├Ân, weil du ja nicht auf Frauen stehst, hast du gesagt. Und ich, ich wollte nicht, dass, dass du dich vor mir, hm, ekelst.┬ź

Fabien Lacomb
┬╗Ekeln? Nathan wie kommst Du auf so etwas? H├Âr mir mal genau zu. Richtig ich stehe nicht auf Frauen, dass hei├čt mich macht kein Frauenk├Ârper scharf. Aber nur weil Du andere Kleidung tr├Ągst, ekele ich mich nicht vor Dir. Ich ekele mich auch nicht vor einer Frau, ich empfinde nur kein Begehren. Ich k├Ânnte mit zig Frauen befreundet sein, aber ich kann keine scharf finden. Deshalb ekele ich mich nicht vor ihnen oder ihrer Kleidung. Zudem steckst doch Du darin und Dich liebe ich. Und wenn Du gerne im Kartoffelsack rumh├╝pfst, mach es und sei gl├╝cklich Natty, dann bin ich es auch┬ź, sagte Fabien und streichelte ihm ├╝ber die Arme.

Nathan
┬╗Das hast du lieb gesagt┬ź, freute Nathan sich. ┬╗Danke, Fabs, mein Fabsi...┬ź Nathan k├╝sste seinen Freund liebevoll. ┬╗Dann kann ich es ja weiter so anziehen. Wenn es dich gest├Ârt h├Ątte, dann h├Ątte ich das nicht mehr gemacht. Ich will dir ja gefallen. H├Âchstens manchmal heimlich.┬ź

Fabien Lacomb
Fabien genoss den Kuss von Nathan und erwiderte ihn leidenschaftlich. ┬╗Ich liebe Dich wie Du bist Nat, nicht wie Du sein k├Ânntest. Ich lasse auch nicht an mir herumpfuschen, drum bleib wie Du bist. Was genau magst Du denn? Lass h├Âren, wenn wir schon beim Thema sind. Worauf stehst Du?┬ź, fragte Fabs neugierig.

Nathan
┬╗I-ich? Wo drauf ich stehe? Fabsi, ich hab doch fr├╝her gar nicht ... mir gar keine Gedanken ├╝ber so was gemacht! Ich finde Frauensachen einfach viel sch├Âner als M├Ąnnerkleidung, also an mir selbst jetzt und nur manchmal, wenn es keiner sieht. Sonst w├╝rden alle meinen Herrn auslachen, w├╝rde ich ├Ąu├čerlich so rumlaufen, drum nur ohne Zuschauer. Au├čer dir, du siehst das jetzt und Ciel und, hm, noch jemand, aber das ist geheim. Ich, ich hab, hab auch, ich hab auch ... ein Kleid. Und wo drauf stehst du?┬ź

Fabien Lacomb
┬╗Ich meinte doch auch nur f├╝r Dich. Worauf ich stehe, was mir Spa├č macht? Also alles was dazugeh├Ârt zur Pflege, Rasieren, eincremen, sich die Haare oder N├Ągel sch├Ân machen. Zu trainieren damit man gut aussieht. Stundenlang im Zuber liegen mit Badezus├Ątzen die die Haut pflegen und angenehm duften. Aber nicht nur all die Sachen mit selbst zu g├Ânnen, sondern auch zu geben. Noch mehr Spa├č als sich selbst rasieren macht es wenn man jemanden richtig aufh├╝bscht. Von daher passte ich wohl wirklich in meinen Beruf. Ich liebe es Max zu rasieren, ihn zu k├Ąmmen, ihm passende Kleidung rauszusuchen. Ich h├Ątte Dich auch rasiert, aber Du bist mir ja zuvor gekommen┬ź, grinste Fabs.

Nathan
┬╗Ja, hm, Archibald hatte mich darauf gebracht. Und du hattest ja gesagt, dass dir meine Haare nicht so gut gefallen.┬ź Nachdenklich strich Nathan sich ├╝ber seinen wei├čen Bauch, der nun keine rostroten Stoppeln mehr hatte, aber trotzdem ganz leicht pikste. ┬╗Wenn du magst, darfst du mich auch mal aufh├╝bschen, so wie du m├Âchtest. Ohne dass ich mich einmische. Das w├╝rde mir gefallen ... da w├╝rde ich mich ├╝berraschen lassen. Zu lange darf man nicht im Zuber liegen, da wird man schrumplig, Fabs! Das musst du doch wissen! Max war lieb, wo wir bei ihm geschlafen haben, aber du hast dich in die Mitte gedr├Ąngelt. Warum? Wolltest du nicht, dass ich neben ihm liege?┬ź

Fabien Lacomb
┬╗Schei├če, das hast Du gemerkt? Ich dachte Ihr schlaft beide schon. Nein ich wollte Euch beide im Arm haben, so als geh├Ârt Ihr beide mir und ich lieg in der Mitte. Dich im Arm und ihn im Arm, dass war richtig sch├Ân. Du darfst jederzeit neben ihm liegen, wenn er es erlaubt. Aber mir ging es da um was ganz anderes. So ein winziges St├╝ck von meinem pers├Ânlichen Traum. Ich nehme Dich beim Wort und werde Dich mal einen Tag lang mit einem Verw├Âhnprogramm verw├Âhnen. Ich wei├č, dass man nicht zu lange im Wasser liegen bleiben sollte. Man sieht danach aus wie eine Trockenpflaume, aber es f├╝hlt sich gut an. Toll finde ich diese Zuber aus Stein, hast Du die schon mal gesehen? Was die wohl kosten?┬ź, gr├╝belte Fabien.

Nathan
┬╗Ich hatte schon geschlafen, aber ich bin davon aufgewacht. Ich hab mit dem Duc gekuschelt, hihi. Da kann ich bestimmt stolz drauf sein. Aber mit dir kuschelt es sich viel sch├Âner, ich hab mich nur gewundert, warum du dich da reingezw├Ąngt hast in die L├╝cke, weil eigentlich war da gar keine L├╝cke. Aber wenn du dich nur wohlf├╝hlen wolltest, muss ich mir ja keine Sorgen machen. Du hast doch uns beide, Fabs. Max nur ein bisschen ... aber doch sehr viel. Wei├čt du, Ciel wollte mich fr├╝her heiraten. Er hat es nicht getan, weil wir dann nicht mehr so eng verbunden w├Ąren, wie als Herr und Leibdiener. Und er wollte mich ganz dicht bei sich haben, f├╝r immer. Darum sei nicht traurig, vielleicht mag Max dich mehr, als du wei├čt.┬ź

Fabien Lacomb
Fabien starrte Nathan an und nickte ganz langsam. ┬╗M├Âglich w├Ąre es ja, aber ich glaube nicht dass er mich heiraten wollen w├╝rde. Wobei, wie sagte er einmal? Wir w├Ąren uns n├Ąher, als er seinen Frauen je kommen kann. Von daher hat Ciel sicher Recht, wenn er Dich geheiratet h├Ątte, w├Ąre auch einmal da eine Distanz, die Ihr vorher nicht hattet. Ja ich wollte es einfach nur gem├╝tlich haben, Euch beide fest an mich gedr├╝ckt. Wir teilen viel mit unseren Herrn, sehr viel. Ich hoffe das er mich mehr mag als ich wei├č. Wie steht es mit Dir? Sag es mir┬ź, bat Fabien.

Nathan
┬╗Was soll ich dir sagen?┬ź, wollte Nathan wissen.

Fabien Lacomb
┬╗Was Du f├╝r mich empfindest sollst Du mir bitte sagen┬ź, bat Fabs.

Nathan
┬╗Aber das wei├čt du doch, Fabs. Ich liebe dich!┬ź Nathan griff nach Fabiens Hand und zog sich an ihn heran, um ihn liebevoll zu k├╝ssen. Dann betrachtete er ihn besorgt. ┬╗Dir liegt etwas auf dem Herzen. Was ist los?┬ź

Fabien Lacomb
Fabien schmiegte sich an Nathan an und dr├╝ckte ihn an sich. ┬╗Nichts Nat, oder besser gesagt ich wei├č es nicht. Kennst Du dass, wenn Du Dich manchmal wehm├╝tig f├╝hlst und es nicht beschreiben kannst? So f├╝hle ich mich gerade. Wir sagen uns was Sch├Ânes und eigentlich m├╝sste ich gl├╝cklich sein. M├Âglicherweise ist es einfach Angst davor Dich zu verlieren. Du hast von Archibald gesprochen und von Ciel. Robere ist eine weitere Gefahr, jeder scheint etwas von Dir zu wollen und wenn wir uns anschauen was - dann wollen sie nur Sex. Wer sieht Dich? Wer sieht uns? Warum kann man uns das kleine Gl├╝ck nicht einfach g├Ânnen?┬ź, dachte Fabien laut.

Nathan
┬╗Ich wei├č auch nicht, warum die mich pl├Âtzlich interessant finden ... eigentlich bin ich ganz und gar langweilig, nur ein kleines rosa Nichts und Niemand. Also mal einzeln angeschaut ... Ciel mochte mich schon immer. Schon seit wir Kinder waren. Und ich glaube, ich glaube er mag mich immer noch. Sehr. Zu sehr, glaube ich, darum hat er selber einen Riegel davorgeschoben. Indem er mich weggegeben hat. So dass er selbst, wenn er es m├Âchte ... nicht mehr an mich herankommt. Genau das glaube ich, Fabs. Er hat sich selber ... ein Nein auferlegt und das konnte er nicht mehr halten, als er sah, wie gut es uns miteinander ging. Er hat es sich zeigen lassen, unsere Erinnerung, nicht nur erz├Ąhlen lassen. Er hat gef├╝hlt, wie sch├Ân, wie sch├Ân ... und er war traurig. Und neidisch. Und gab mich weg.┬ź Nathan spielte gedankenverloren mit Fabiens Kleidung. ┬╗Robere, der b├Âse Robby ... was er von mir wollte, wei├č ich nicht. Wei├č er es selbst? Alle sagen, er war so gemein ... aber ich kann das einfach nicht glauben. Ich glaube, er hat das selbe gesucht, wie wir alle eigentlich suchen. Nur, hat er das auf falschem Wege gemacht. Aber er wollte mich dir bestimmt nicht wegnehmen. Und Archibald, nein, der will nicht nur mit mir schlafen! Fabs, Archibald ist ein ganz besonderer Mann ... der Erste, von dem ich glaube, dass er mich wirklich versteht. Und ich glaube, umgekehrt f├╝hlt er es genau so. Nein, er will nicht nur Beischlaf, ganz sicher nicht. Du hast die wunderbaren kleinen Figuren gesehen, er hat f├╝r Laurence ein Pferd geschnitzt und Freunde! Tut so was jemand, der nur mit jemandem schlafen m├Âchte? Ich glaube viel eher ... er m├Âchte mit mir spielen. Aber nicht im b├Âsen Sinne, sondern im Guten. Die Kindheit nachholen, die man ihm weggenommen hat. Nur auf ein bisschen erwachsenere Art und Weise. Ich glaube, das ist es, was er sich w├╝nscht, Fabs. Und keiner von den Dreien will unser Gl├╝ck kaputtmachen. Na gut, Ciel w├╝rde das vielleicht gerne. Aber er macht es nicht.┬ź

Fabien Lacomb
┬╗Das hast Du sehr sch├Ân erkl├Ąrt Natty. Ja vielleicht hat Robere die selben Bed├╝rfnisse wie wir alle, aber man darf sie nicht stillen, indem man anderen Gewalt antut Nat. Vergiss das nie. Wenn er N├Ąhe sucht, darf er Dir oder anderen nicht schaden. Ich m├Âchte Archibald doch kennenlernen, solange er nur sagen wir mal spielen m├Âchte, ist das in Ordnung. Ich verbiete Dir keine Freunde, ich freue mich wenn Du welche hast. Aber wenn er Dein Freund ist, akzeptiert er auch, dass Du einen Mann hast. Niemand w├╝rde wohl so etwas f├╝r einen schnitzen, den er nur einmal ins Bett zerren will. Dass stimmt. Bleibt Ciel, ich denke er ist genauso einsam wie seine Br├╝der oder sein Vater, sobald er in seinen Gem├Ąchern ist. Das ist ihr Problem. Das was andere von ausleben k├Ânnen, das Miteinander haben sie mit uns. Eigentlich sollten sie es genauso haben, gerade weil sie eine derartige Macht und Stellung inne haben. Das w├╝rde sie doch beruhigen. Stell Dir vor Dreux hat eine Frau und sie wohnt bei ihm. Er w├Ąre doch locker und entspannt, vermutlich sogar gl├╝cklich. Also wenn er die Frau liebt. So hat Ciel sich ganz auf Dich konzentriert und Du Dich auf ihn. Das m├╝ssen wir auch, aber er h├Ątte das Nein anders durchsetzen sollen. Das war nicht fair f├╝r Euch beide. Nun dass mit dem Auslesen und der Eifersucht, dass kann gut stimmen Nat. Das glaube ich auch┬ź.

Nathan
Nathan sprach ganz leise. ┬╗Ciel findet seine Frau ... nicht so klug. Er liebt sie. Das wei├č ich. Aber er kann mit M├Ąnnern besser reden. Sogar mit mir, obwohl ich viel weniger klug bin als Olivie. Er hat jetzt Ferrau. Und k├Ąmpft sehr mit sich. Weil er nun das selbe Problem wie vorher hat. Ferrau ist jetzt, das muss ich leider so sagen, auch wenn das ganz schlimm eingebildet klingt, sein Ersatznathan. Ich hoffe, ich hoffe, dass Ferrau mehr als zehn Jahre bei ihm bleiben darf. Aber Ferrau ist geschickter als ich, er schl├Ąngelt und mogelt sich ├╝berall durch. Er wirkt so tapsig und unbeholfen - aber das ist er in Wahrheit gar nicht. Er ist ein ├ťberlebensk├╝nstler, glaub ich. Wenn der Palast zusammenst├╝rzt und alle tot sind - ist er der Einzige, der lebend aus den Tr├╝mmern herausklettert. Und erstmal in ein Fettn├Ąpfchen reintritt, aber lebt. Ferrau ist ein besserer Diener f├╝r Ciel als ich. Er kann besser damit umgehen, wenn Ciel seine Launen hat. Trotzdem h├Ątte er mit Olivie schlafen sollen, ich bin immer noch sauer! Und ich bin eigentlich gar nicht gerne w├╝tend, Fabien. Ich werde dich Archibald vorstellen. Sobald du m├Âchtest. Dann wirst du sehen, wie lieb er ist.┬ź

Fabien Lacomb
Fabien starrte Nathan total verdattert an, so baff war er selten und musste erst einige Male blinzeln. ┬╗├ľhm... ja... also, ich hoffe doch sehr, dass der Palst nicht zusammenst├╝rzt und alle unter sich begr├╝bt. Ja Ferrau ist wie eine Ratte oder Karkelake die ├╝berleben auch alles. Er schleicht ├╝berall herum und schmiert Leuten Honig um die B├Ąrte und tut so, als k├Ânnte er nichts. Sei schlau, stell Dich dumm. Und schon muss die Arbeit ein anderer machen. Du musstest Olivies Furchte beackern, er kam drumherum, warum wohl? Weil er so z├╝gig unterwegs war? Keine Ahnung wie intelligent Olivie ist, aber falls Ciel lieber mit M├Ąnnern redet ist das ja nicht schlimm. Er hat ein Faible f├╝r seinen Bruder Gregoire, dass fl├╝stern die Spatzen von den D├Ąchern. Er strahlt immer wie ein Neumond, sobald er ihn sieht. Wobei Greg auch wirklich ein h├╝bscher Kerl ist, dass muss man sagen. Fast so h├╝bsch wie Max, oder Du. Tja Nathan, ein Ersatz bleibt ein Ersatz und kommt nie an das Original heran. Du kannst mir nachher Archibald vorstellen. Jetzt kommst Du zu mir in die Arme und wir genie├čen unsere Pause mit einer Kuschelrunde┬ź.

Nathan
Nathan lie├č sich in Fabiens Arme sinken. Er war gespannt, wie Fabien auf seine Damenunterhose reagieren w├╝rde. Wohlig seufzend genoss er Fabiens N├Ąhe und dachte kaum noch daran, wie traurig er gewesen war, als er hierhergekommen war. Jetzt war er rundum gl├╝cklich.

Fabien Lacomb
Fabien schlug die Decke zur Seite und deckte sie beide damit zu, w├Ąhrend er es sich mit Nathan im Bett gem├╝tlich machte. ┬╗Mittagsschlaf Natty┬ź, s├Ąuselte Fabien und k├╝sste Nathan auf den Mund, ehe er seinen Kopf auf dem von Nathan ablegte.

Der L├Âwe und das Lamm >>

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