Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Kleiderfimmel

Souvagne ist politisch neutral und hat sich als einziges Großherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Die Souvagner sind bekannt für ihre Sturheit, vor allem aber für die Mauer, die ihr Land umschließt.
Großherzogtum Souvagne
Das almanische Großherzogtum Souvagne ist geprägt von sanfte Hügeln, auf denen Weinbau betrieben wird, fruchtbaren Feldern und weiten Obstplantagen. Souvagne hält sich aus Kriegen größtenteils heraus und hat sich als einziges Großherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Stattdessen setzt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne auf politische Neutralität. Von allen Herrschern ist er der Gemäßigtste. Die Grenzen Souvagnes wurden inzwischen größtenteils durch eine Wallanlage gesichert. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.
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Nathan

Rote Laterne
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Kleiderfimmel

#1

Beitrag von Nathan » Di 5. Jun 2018, 00:09

<< Edo ist weg

Nathan
Seinen Minifabs an sich gedrückt ging Nathan zu Fabien. Er hatte extra vorher noch mal in den Spiegel geschaut, ob er ordentlich aussah. Vorsichtig klopfte er an der Tür.

Fabien Lacomb
Fabien öffnete die Tür und musterte Nathan gut gelaunt. »Warum klopfst Du denn?«, fragte er grinsend.

Nathan
»Ich wollte nicht unhöflich sein«, sagte Nathan leise und drückte sich an Fabien.

Fabien Lacomb
»Bist Du doch gar nicht«, antwortete Fabien gut gelaunt und küsste Nathan zur Begrüßung. Er zog ihn in die Gemächer des Duc und ging mit ihm direkt in seine Kammer. »Möchtest Du was trinken oder so? Unsere gemeinsame Kammer sollten wir auch zusammen einrichten. Zwar können wir dort nicht schlafen, aber die Mittagspause und unsere gemeinsame Freizeit verbringen. Besondere Ideen habe ich mir noch keine gemacht, außer dass ich es gemütlich haben möchte. Ein kleiner Ofen muss also auf alle Fälle her«, sagte Fabs und goß Nathan und sich einen Kaffee ein.

Nathan
»Ich möchte ganz viel kuschlige Dinge da drin haben, viele Decken und Kissen. Auf einem ganz großen Sofabett oder so. Du musst mich heute bitte besonders liebhaben. Ich bin ein bisschen traurig Fabs. Edo ist weg. Aber ich konnte ihm noch Tschüss sagen. Trotzdem bin ich bisschen unglücklich, ein klein wenig.« Er musterte Fabs. »Und ich wollte dir was zeigen. Aber ich weiß nicht, ob du es sehen willst oder mich auslachst oder ob du überhaupt Lust hast.«

Fabien Lacomb
»Edo? Unser Kneipen-Kumpel aus Ehveros? Der Kollege von Bellamy? Ihr wart wirklich ein schräges Duo in Ehveros, aber es war witzig oder?«, sagte Fabien und nahm Nathan fest in die Arme und setzte sich mit ihm aufs Bett. »Wieso ist er denn gegangen? Was ist passiert? Es war eine schöne Zeit dort in Ehveros in der Kneipe. Es hat einfach als Gruppe mit uns gepasst und wir hatten puren Spaß. Wir alle waren privat und sogar Max und Domi waren ganz locker. Wobei Domi dass wohl immer ist. Man schätzt ihn wegen seinem Beruf falsch ein. Vielleicht ist das mit Gardisten auch so Natty. Du hattest mit ihm gemeinsam den seltsamen Hering gegessen und einen Raben oder sowas. Und Max hat sich die Kante gegeben. Was lief eigentlich zwischen Dir und Edo? Ich meine Ihr beiden habt ein bisschen struppelig ausgesehen... am Morgen... danach«, lachte Fabien und küsste Nathan liebevoll. »Tja so schnell kann es gehen. Ich mag solche Erinnerungen, die sind wie kleine Schätze. Unsere Kammer werden wir ganz gemütlich einrichten. Ein Sofabett ist eine tolle Idee. Wir können uns auch diese großen Bodenkissen anschaffen, diese Sitzkissen die man zusammenklappen kann. Darauf kann man liegen, wenn sie ausgeklappt sind. Auch was total gemütliches. An was für Decken hast Du gedacht? Wir könnten uns auch einige Lammfelle kaufen für die Stühle, dass ist auch super gemütlich und im Winter schön warm. Was meinst Du dazu? Und wo möchtest Du Dein Spielzeug unterbringen? Hier bei mir, bei Dir in der Kammer oder in unserer gemeinsamen Schatz? Wir könnten es natürlich auch aufteilen. Wobei Du Deine Lieblingsstücke sicher immer direkt bei Dir haben möchtest. Was möchtest Du mir denn erzählen? Sicher habe ich Interesse, erzähl einfach. Ist es wegen Edo?«, fragte Fabien liebevoll.

Nathan
»Ich weiß gar nicht, was zwischen uns gelaufen ist ... ich glaube, ich war zu betrunken. Ich konnte mich an die Nacht gar nicht mehr erinnern und Edo auch nicht. Ich weiß nicht, ob wir einfach geschlafen oder ein bisschen gekuschelt haben, Fabsi. Wenn ich es wüsste, würde ich es dir sagen. Ich bin immer ehrlich zu dir. Aber ich mochte ihn, mag ihn, weil, weil er so freundlich war. Ich glaube, wir waren Freunde, er hat vorhin so was gesagt. Aber er hat auch gesagt, dass wir uns nie wiedersehen und er es mir nicht noch schwerer machen will ... darum hat er mir nicht seinen neuen Herrn gesagt und will mir nicht schreiben. Wahrscheinlich hat er recht damit, aber ich mag keine Abschiede ...« Nathan rieb sich eine Träne aus den Augen. »Minifabs hat mich getröstet, er war lieb zu mir. Mein Spielzeug möchte ich gern aufteilen, überall ein bisschen. Etwas da in unserem gemeinsamen Zimmer, dann welches hier bei dir, für alle Fälle und dann noch welches bei mir. Minifabs muss immer da sein, wo ich bin. Süßbärchi muss in meiner eigenen Kammer bleiben, da das am weitesten weg ist von dir und ich das da brauche zum Liebhaben. Ich wollte dir gar nichts sagen, ich wollte dir was zeigen, Fabs ...« Nathan druckste herum.

Fabien Lacomb
»Ach Natty«, sagte Fabien leise und bettete Nathans Kopf an seine Schulter. »Wenn Ihr an dem Abend Spaß gehabt hattet, sei es Dir gegönnt. Jeder braucht ein wenig Zuneigung und Wärme. Schade ist dann nur, dass Du Dich nicht erinnern kannst. Ich habe Dir doch gar nicht unterstellen wollen zu lügen Nat. Tja Abschied ist ein scharfes Schwert, so heißt es. Wenn man jemanden gerne hat, dann tut es besonders weh. Vor allem wenn man ihn nicht wieder sieht. Vielleicht kreuzen sich noch einmal Eure Wege Nathan, aber trotzdem war es von Edo doch lieb, wenigstens au revoir zu sagen. Und dass Du weinen musst ist ganz normal. Du vermisst ihn eben. Wer kennt das nicht? Dafür musst Du Dich nicht schämen. Ich musste mir auch verkneifen im Kerker zu weinen, als sie mich von Max getrennt hatten. Ich hatte Angst um ihn und Angst um Domi wo er verletzt war. Und ich hatte Angst um Dich, weit weg von uns und ich wusste nicht ob wir uns jemals wiedersehen würden. Stell Dir vor sie hätten uns umgebracht. Du hättest nie erfahren, was mit uns passiert ist. Sowas ging mir die ganze Zeit durch den Kopf. Wir räumen Dein Spielzeug so um, wie Du Dich am wohlsten fühlst. Minifabs reist einfach mit uns. Weit hat er ja nicht zu reisen, der kleine Bursche. Also etwas zeigen möchtest Du mir? Du hast Dich heimlich tätowieren lassen, was? Na los, zeig was Du mir zeigen möchtest«, freute sich Fabien.

Nathan
»Tätowieren? Würde dir das gefallen?«, fragte Nathan unsicher. »Also, äh, so was, hm, Schönes habe ich dann leider nicht für dich. Nur was anderes, was ich dir beichten muss.« Er setzte sich aufs Bett, zog die Schuhe aus und die Füße hoch und traute sich immer noch nicht. »Wärt ihr gestorben ... das wäre ganz schrecklich gewesen! Max hätte man zurückgebracht, aber dich doch nicht ... sag so was bitte nicht, Fabs, das macht mir Angst! Aber ich möchte nicht über so schlimme Sachen reden. Sondern über, äh, andere Sachen, die vielleicht auch ... schlimm sind? Ich, hm, wollte fragen, hm, ist dir was aufgefallen, wo du mich mal ausgepackt hast?«

Fabien Lacomb
»Sicher würde mir eine Tätowierung gefallen, ich habe ja selbst eine, oder zwei. Wie man es nimmt. Mir ist aufgefallen, dass Du ein Nachthemd getragen hast, das Nathan-Blau war. Aber dass sind ja viele Dinge von Dir und Du warst unten drunter nackt. Was schön praktisch war, Du hast gut mitgedacht. Oder meinst Du jetzt bei der Tageskleidung? Da müsste ich jetzt stark überlegen und tue es auch...«, grübelte Fabien und dachte angestrengt nach was Nathan wohl meinen könnte. Aber es kam alles und nichts in Betracht und so gab Fabien auf. Er zuckte mit den Schultern und grinste seinen Freund an. »Ich komme nicht drauf, verrat es mir einfach Natty. Sie hätten keinen von uns zurückgebracht, sondern in den Sumpf geschmissen. Niemand wäre so wahnsinnig Max auch noch auszustellen, wenn sie ihn umgebracht haben. So friedlich wie Souvagne sonst ist und sich aus allem raushält, aber das ist ein Angriff auf Souvagne selbst. Da wäre ein Vergeltungsschlag gegen die Urheber erfolgt. Wer riskiert das? Aber reden wir wirklich nicht mehr davon, ich bekomme davon Gänsehaut. Also los, verrate mir, was ich verpasst habe. Oder was ich nicht sehe, obwohl es vor meiner Nase liegt«.

Nathan
Nathan betrachtete sanft Fabiens Gesicht. Fabien wusste nichts von den Bluthexern. Nathan legte die Hand auf seine Wange und küsste ihn. »Schau nach«, forderte er ihn dann auf.

Fabien Lacomb
Fabien grinste über beide Ohren. »Gut dann pelle ich Dich«, raunte er Nathan ins Ohr und fing ganz behutsam an, Nathan aus seiner Kleidung zu schälen. Ein Kleidungsstück nach dem anderen zog er ihm aus. Zuerst knöpfte er ihm das Oberteil auf und zog es ihm über die Schultern.

Nathan
Darunter trug Nathan ein Unterhemd, damit das Oberhemd blickdicht war und nichts von seinem Körper durchschien. Es war allerdings ein Damenunterhemd mit schmalen Trägern, rosa natürlich. Nervös wartete Nathan auf Fabiens Reaktion.

Fabien Lacomb
Fabien wickelte den Träger vorsichtig um einen Finger, zog ihn Nathan von der Schulter und küsste ihn genau in die Halsbeuge. »Ist es dass was Du mir sagen möchtest?«, grinste er liebevoll und zog ihm auch den anderen Träger von der Schulter.

Nathan
Nathan war sehr nervös. Fabiens Lippen waren heiß auf seinem Hals. Er nickte etwas und wartete darauf, ob Fabien ihn auslachen würde, während dieser mit seinem Damenunterhemd spielte. »Ich ... ich mag das«, wisperte er.

Fabien Lacomb
»Ich mag das auch... an Dir. Du siehst gut drin aus. Bist Du deshalb nervös? Du musst nicht nervös sein Natty. Die einen tragen schlichte Kleidung, die anderen pompöse, die nächsten marzialische und Du feminine. Jeder wie er mag und ich mag alles. Schöne Kleidung, passende Kleidung, in sämtlichen Formen und Farben liebe ich. Dazu muss ich sie nicht selbst tragen können. Alles was die Mode und die Schneider uns bieten. Wenn Dich Damenunterwäsche anspricht, warum nicht? Ich kann dafür an keinem Pflegeprodukt vorbeigehen, gleichgültig wie unnötig es ist. Aber ich liebe es einfach mich aufzuhübschen. Wie sagte meine Ma immer? Lebe wie eine Katze, hast Du nichts zu tun, mach Dich wenigstens hübsch. Als meine Ma jung war, war sie sehr hübsch. Nun ist sie schon alt, aber das spielt ja keine Rolle. Sowas kannst Du mir sagen Natty. Ich lache Dich nicht aus, nie. Das musst Du Dir merken, Du kannst mit allem zu mir kommen«, erklärte Fabs gut gelaunt und drückte Nathan an sich.

Nathan
»Du siehst immer hübsch aus, Fabs, immer so hübsch. Und deine Mama ist sicher auch schön, auch alte Leute sehen schön aus, finde ich. Sie sehen nur anders aus als junge. Ich, ich dachte, ich dachte ... du findest das vielleicht albern oder hässlich. Ciel hat es erlaubt, aber mich manchmal trotzdem damit aufgezogen. Ein bisschen Aufziehen ist auch nicht schlimm. Aber ich fühle mich damit wohl. Es gefällt mir. Ich dachte, du findest es vielleicht nicht schön, weil du ja nicht auf Frauen stehst, hast du gesagt. Und ich, ich wollte nicht, dass, dass du dich vor mir, hm, ekelst.«

Fabien Lacomb
»Ekeln? Nathan wie kommst Du auf so etwas? Hör mir mal genau zu. Richtig ich stehe nicht auf Frauen, dass heißt mich macht kein Frauenkörper scharf. Aber nur weil Du andere Kleidung trägst, ekele ich mich nicht vor Dir. Ich ekele mich auch nicht vor einer Frau, ich empfinde nur kein Begehren. Ich könnte mit zig Frauen befreundet sein, aber ich kann keine scharf finden. Deshalb ekele ich mich nicht vor ihnen oder ihrer Kleidung. Zudem steckst doch Du darin und Dich liebe ich. Und wenn Du gerne im Kartoffelsack rumhüpfst, mach es und sei glücklich Natty, dann bin ich es auch«, sagte Fabien und streichelte ihm über die Arme.

Nathan
»Das hast du lieb gesagt«, freute Nathan sich. »Danke, Fabs, mein Fabsi...« Nathan küsste seinen Freund liebevoll. »Dann kann ich es ja weiter so anziehen. Wenn es dich gestört hätte, dann hätte ich das nicht mehr gemacht. Ich will dir ja gefallen. Höchstens manchmal heimlich.«

Fabien Lacomb
Fabien genoss den Kuss von Nathan und erwiderte ihn leidenschaftlich. »Ich liebe Dich wie Du bist Nat, nicht wie Du sein könntest. Ich lasse auch nicht an mir herumpfuschen, drum bleib wie Du bist. Was genau magst Du denn? Lass hören, wenn wir schon beim Thema sind. Worauf stehst Du?«, fragte Fabs neugierig.

Nathan
»I-ich? Wo drauf ich stehe? Fabsi, ich hab doch früher gar nicht ... mir gar keine Gedanken über so was gemacht! Ich finde Frauensachen einfach viel schöner als Männerkleidung, also an mir selbst jetzt und nur manchmal, wenn es keiner sieht. Sonst würden alle meinen Herrn auslachen, würde ich äußerlich so rumlaufen, drum nur ohne Zuschauer. Außer dir, du siehst das jetzt und Ciel und, hm, noch jemand, aber das ist geheim. Ich, ich hab, hab auch, ich hab auch ... ein Kleid. Und wo drauf stehst du?«

Fabien Lacomb
»Ich meinte doch auch nur für Dich. Worauf ich stehe, was mir Spaß macht? Also alles was dazugehört zur Pflege, Rasieren, eincremen, sich die Haare oder Nägel schön machen. Zu trainieren damit man gut aussieht. Stundenlang im Zuber liegen mit Badezusätzen die die Haut pflegen und angenehm duften. Aber nicht nur all die Sachen mit selbst zu gönnen, sondern auch zu geben. Noch mehr Spaß als sich selbst rasieren macht es wenn man jemanden richtig aufhübscht. Von daher passte ich wohl wirklich in meinen Beruf. Ich liebe es Max zu rasieren, ihn zu kämmen, ihm passende Kleidung rauszusuchen. Ich hätte Dich auch rasiert, aber Du bist mir ja zuvor gekommen«, grinste Fabs.

Nathan
»Ja, hm, Archibald hatte mich darauf gebracht. Und du hattest ja gesagt, dass dir meine Haare nicht so gut gefallen.« Nachdenklich strich Nathan sich über seinen weißen Bauch, der nun keine rostroten Stoppeln mehr hatte, aber trotzdem ganz leicht pikste. »Wenn du magst, darfst du mich auch mal aufhübschen, so wie du möchtest. Ohne dass ich mich einmische. Das würde mir gefallen ... da würde ich mich überraschen lassen. Zu lange darf man nicht im Zuber liegen, da wird man schrumplig, Fabs! Das musst du doch wissen! Max war lieb, wo wir bei ihm geschlafen haben, aber du hast dich in die Mitte gedrängelt. Warum? Wolltest du nicht, dass ich neben ihm liege?«

Fabien Lacomb
»Scheiße, das hast Du gemerkt? Ich dachte Ihr schlaft beide schon. Nein ich wollte Euch beide im Arm haben, so als gehört Ihr beide mir und ich lieg in der Mitte. Dich im Arm und ihn im Arm, dass war richtig schön. Du darfst jederzeit neben ihm liegen, wenn er es erlaubt. Aber mir ging es da um was ganz anderes. So ein winziges Stück von meinem persönlichen Traum. Ich nehme Dich beim Wort und werde Dich mal einen Tag lang mit einem Verwöhnprogramm verwöhnen. Ich weiß, dass man nicht zu lange im Wasser liegen bleiben sollte. Man sieht danach aus wie eine Trockenpflaume, aber es fühlt sich gut an. Toll finde ich diese Zuber aus Stein, hast Du die schon mal gesehen? Was die wohl kosten?«, grübelte Fabien.

Nathan
»Ich hatte schon geschlafen, aber ich bin davon aufgewacht. Ich hab mit dem Duc gekuschelt, hihi. Da kann ich bestimmt stolz drauf sein. Aber mit dir kuschelt es sich viel schöner, ich hab mich nur gewundert, warum du dich da reingezwängt hast in die Lücke, weil eigentlich war da gar keine Lücke. Aber wenn du dich nur wohlfühlen wolltest, muss ich mir ja keine Sorgen machen. Du hast doch uns beide, Fabs. Max nur ein bisschen ... aber doch sehr viel. Weißt du, Ciel wollte mich früher heiraten. Er hat es nicht getan, weil wir dann nicht mehr so eng verbunden wären, wie als Herr und Leibdiener. Und er wollte mich ganz dicht bei sich haben, für immer. Darum sei nicht traurig, vielleicht mag Max dich mehr, als du weißt.«

Fabien Lacomb
Fabien starrte Nathan an und nickte ganz langsam. »Möglich wäre es ja, aber ich glaube nicht dass er mich heiraten wollen würde. Wobei, wie sagte er einmal? Wir wären uns näher, als er seinen Frauen je kommen kann. Von daher hat Ciel sicher Recht, wenn er Dich geheiratet hätte, wäre auch einmal da eine Distanz, die Ihr vorher nicht hattet. Ja ich wollte es einfach nur gemütlich haben, Euch beide fest an mich gedrückt. Wir teilen viel mit unseren Herrn, sehr viel. Ich hoffe das er mich mehr mag als ich weiß. Wie steht es mit Dir? Sag es mir«, bat Fabien.

Nathan
»Was soll ich dir sagen?«, wollte Nathan wissen.

Fabien Lacomb
»Was Du für mich empfindest sollst Du mir bitte sagen«, bat Fabs.

Nathan
»Aber das weißt du doch, Fabs. Ich liebe dich!« Nathan griff nach Fabiens Hand und zog sich an ihn heran, um ihn liebevoll zu küssen. Dann betrachtete er ihn besorgt. »Dir liegt etwas auf dem Herzen. Was ist los?«

Fabien Lacomb
Fabien schmiegte sich an Nathan an und drückte ihn an sich. »Nichts Nat, oder besser gesagt ich weiß es nicht. Kennst Du dass, wenn Du Dich manchmal wehmütig fühlst und es nicht beschreiben kannst? So fühle ich mich gerade. Wir sagen uns was Schönes und eigentlich müsste ich glücklich sein. Möglicherweise ist es einfach Angst davor Dich zu verlieren. Du hast von Archibald gesprochen und von Ciel. Robere ist eine weitere Gefahr, jeder scheint etwas von Dir zu wollen und wenn wir uns anschauen was - dann wollen sie nur Sex. Wer sieht Dich? Wer sieht uns? Warum kann man uns das kleine Glück nicht einfach gönnen?«, dachte Fabien laut.

Nathan
»Ich weiß auch nicht, warum die mich plötzlich interessant finden ... eigentlich bin ich ganz und gar langweilig, nur ein kleines rosa Nichts und Niemand. Also mal einzeln angeschaut ... Ciel mochte mich schon immer. Schon seit wir Kinder waren. Und ich glaube, ich glaube er mag mich immer noch. Sehr. Zu sehr, glaube ich, darum hat er selber einen Riegel davorgeschoben. Indem er mich weggegeben hat. So dass er selbst, wenn er es möchte ... nicht mehr an mich herankommt. Genau das glaube ich, Fabs. Er hat sich selber ... ein Nein auferlegt und das konnte er nicht mehr halten, als er sah, wie gut es uns miteinander ging. Er hat es sich zeigen lassen, unsere Erinnerung, nicht nur erzählen lassen. Er hat gefühlt, wie schön, wie schön ... und er war traurig. Und neidisch. Und gab mich weg.« Nathan spielte gedankenverloren mit Fabiens Kleidung. »Robere, der böse Robby ... was er von mir wollte, weiß ich nicht. Weiß er es selbst? Alle sagen, er war so gemein ... aber ich kann das einfach nicht glauben. Ich glaube, er hat das selbe gesucht, wie wir alle eigentlich suchen. Nur, hat er das auf falschem Wege gemacht. Aber er wollte mich dir bestimmt nicht wegnehmen. Und Archibald, nein, der will nicht nur mit mir schlafen! Fabs, Archibald ist ein ganz besonderer Mann ... der Erste, von dem ich glaube, dass er mich wirklich versteht. Und ich glaube, umgekehrt fühlt er es genau so. Nein, er will nicht nur Beischlaf, ganz sicher nicht. Du hast die wunderbaren kleinen Figuren gesehen, er hat für Laurence ein Pferd geschnitzt und Freunde! Tut so was jemand, der nur mit jemandem schlafen möchte? Ich glaube viel eher ... er möchte mit mir spielen. Aber nicht im bösen Sinne, sondern im Guten. Die Kindheit nachholen, die man ihm weggenommen hat. Nur auf ein bisschen erwachsenere Art und Weise. Ich glaube, das ist es, was er sich wünscht, Fabs. Und keiner von den Dreien will unser Glück kaputtmachen. Na gut, Ciel würde das vielleicht gerne. Aber er macht es nicht.«

Fabien Lacomb
»Das hast Du sehr schön erklärt Natty. Ja vielleicht hat Robere die selben Bedürfnisse wie wir alle, aber man darf sie nicht stillen, indem man anderen Gewalt antut Nat. Vergiss das nie. Wenn er Nähe sucht, darf er Dir oder anderen nicht schaden. Ich möchte Archibald doch kennenlernen, solange er nur sagen wir mal spielen möchte, ist das in Ordnung. Ich verbiete Dir keine Freunde, ich freue mich wenn Du welche hast. Aber wenn er Dein Freund ist, akzeptiert er auch, dass Du einen Mann hast. Niemand würde wohl so etwas für einen schnitzen, den er nur einmal ins Bett zerren will. Dass stimmt. Bleibt Ciel, ich denke er ist genauso einsam wie seine Brüder oder sein Vater, sobald er in seinen Gemächern ist. Das ist ihr Problem. Das was andere von ausleben können, das Miteinander haben sie mit uns. Eigentlich sollten sie es genauso haben, gerade weil sie eine derartige Macht und Stellung inne haben. Das würde sie doch beruhigen. Stell Dir vor Dreux hat eine Frau und sie wohnt bei ihm. Er wäre doch locker und entspannt, vermutlich sogar glücklich. Also wenn er die Frau liebt. So hat Ciel sich ganz auf Dich konzentriert und Du Dich auf ihn. Das müssen wir auch, aber er hätte das Nein anders durchsetzen sollen. Das war nicht fair für Euch beide. Nun dass mit dem Auslesen und der Eifersucht, dass kann gut stimmen Nat. Das glaube ich auch«.

Nathan
Nathan sprach ganz leise. »Ciel findet seine Frau ... nicht so klug. Er liebt sie. Das weiß ich. Aber er kann mit Männern besser reden. Sogar mit mir, obwohl ich viel weniger klug bin als Olivie. Er hat jetzt Ferrau. Und kämpft sehr mit sich. Weil er nun das selbe Problem wie vorher hat. Ferrau ist jetzt, das muss ich leider so sagen, auch wenn das ganz schlimm eingebildet klingt, sein Ersatznathan. Ich hoffe, ich hoffe, dass Ferrau mehr als zehn Jahre bei ihm bleiben darf. Aber Ferrau ist geschickter als ich, er schlängelt und mogelt sich überall durch. Er wirkt so tapsig und unbeholfen - aber das ist er in Wahrheit gar nicht. Er ist ein Überlebenskünstler, glaub ich. Wenn der Palast zusammenstürzt und alle tot sind - ist er der Einzige, der lebend aus den Trümmern herausklettert. Und erstmal in ein Fettnäpfchen reintritt, aber lebt. Ferrau ist ein besserer Diener für Ciel als ich. Er kann besser damit umgehen, wenn Ciel seine Launen hat. Trotzdem hätte er mit Olivie schlafen sollen, ich bin immer noch sauer! Und ich bin eigentlich gar nicht gerne wütend, Fabien. Ich werde dich Archibald vorstellen. Sobald du möchtest. Dann wirst du sehen, wie lieb er ist.«

Fabien Lacomb
Fabien starrte Nathan total verdattert an, so baff war er selten und musste erst einige Male blinzeln. »Öhm... ja... also, ich hoffe doch sehr, dass der Palst nicht zusammenstürzt und alle unter sich begrübt. Ja Ferrau ist wie eine Ratte oder Karkelake die überleben auch alles. Er schleicht überall herum und schmiert Leuten Honig um die Bärte und tut so, als könnte er nichts. Sei schlau, stell Dich dumm. Und schon muss die Arbeit ein anderer machen. Du musstest Olivies Furchte beackern, er kam drumherum, warum wohl? Weil er so zügig unterwegs war? Keine Ahnung wie intelligent Olivie ist, aber falls Ciel lieber mit Männern redet ist das ja nicht schlimm. Er hat ein Faible für seinen Bruder Gregoire, dass flüstern die Spatzen von den Dächern. Er strahlt immer wie ein Neumond, sobald er ihn sieht. Wobei Greg auch wirklich ein hübscher Kerl ist, dass muss man sagen. Fast so hübsch wie Max, oder Du. Tja Nathan, ein Ersatz bleibt ein Ersatz und kommt nie an das Original heran. Du kannst mir nachher Archibald vorstellen. Jetzt kommst Du zu mir in die Arme und wir genießen unsere Pause mit einer Kuschelrunde«.

Nathan
Nathan ließ sich in Fabiens Arme sinken. Er war gespannt, wie Fabien auf seine Damenunterhose reagieren würde. Wohlig seufzend genoss er Fabiens Nähe und dachte kaum noch daran, wie traurig er gewesen war, als er hierhergekommen war. Jetzt war er rundum glücklich.

Fabien Lacomb
Fabien schlug die Decke zur Seite und deckte sie beide damit zu, während er es sich mit Nathan im Bett gemütlich machte. »Mittagsschlaf Natty«, säuselte Fabien und küsste Nathan auf den Mund, ehe er seinen Kopf auf dem von Nathan ablegte.

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