Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterlie├čen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf├Ąngen liegt. Die ├╝berlebenden V├Âlker beginnen zu ahnen, dass der Schl├╝ssel zur Herrschaft ├╝ber Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. W├Ąhrend die Almanen auf Altbew├Ąhrtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimb├╝nde der Schatten sehen in der Magie die m├Ąchtigste Waffe und f├╝r die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Ehrungen am Hofe

Souvagne ist politisch neutral und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt.
Gro├čherzogtum Souvagne
Das almanische Gro├čherzogtum Souvagne ist gepr├Ągt von sanfte H├╝geln, auf denen Weinbau betrieben wird, fruchtbaren Feldern und weiten Obstplantagen. Souvagne h├Ąlt sich aus Kriegen gr├Â├čtenteils heraus und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Stattdessen setzt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne auf politische Neutralit├Ąt. Von allen Herrschern ist er der Gem├Ą├čigtste. Die Grenzen Souvagnes wurden inzwischen gr├Â├čtenteils durch eine Wallanlage gesichert. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.
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Re: Ehrungen am Hofe

#41

Beitrag von Monique de la Cantillion » So 12. Aug 2018, 02:28

Monique hakte sich bei Massimo ein. Als sie au├čer H├Ârweite waren, lie├č Moni ihn bewusst nicht los, damit er sich nicht wieder grundlos aufregte. Sie wollte seinen ├ärger so nicht stehen lassen, denn dieser Tag bedeutete ihm viel. Und Massimo bedeutete Monique viel, sie hatten sich zudem etwas versprochen und zwar sich redlich zu bem├╝hen und auch Freunde zu sein.

"Ein Waffenstillstand ist ein guter Anfang Schatz. Ja gerne, lass und die Leibgarde samt Wachstube inspizieren. Aber vorher m├Âchte ich mit Dir etwas besprechen Schatz, also geh langsam.

Was ist los mit Dir Massimo?
M├Âchtest Du mir das erz├Ąhlen?

Wir haben uns beide versprochen uns um unsere Ehe zu bem├╝hen und auch Freunde zu sein. Zweimal benimmst Du Dich so, als bedeutet es Dir nichts. Dass das nicht stimmt, wei├č ich. Dass Dir Khawas Verhalten weh getan hat, kann ich mir denken, weil dies ein besonderer Tag f├╝r Dich war. Aber Du hast ihm Futter gegeben, indem Du Dich ge├Ąrgert hast. Du kennst ihn doch und er kennt Dich, er wei├č was Dich ├Ąrgert.

Und ich sage Dir ganz ehrlich, mir hast Du wehgetan mich einfach wegzuschicken, als wolltest Du mich los werden. Dass Du die Macht dazu hast, ist mir bewusst. Und dass Du Jules freim├╝tig gestanden hast, in Nal verliebt gewesen zu sein, h├Ârt auch keine Ehefrau gerne, ebenso wie den Rest nicht.

Ich wei├č, dass Du nur die Wahrheit gesagt hast. Aber sie tut meist besonders weh. Nat├╝rlich war unsere Ehe ein Handel, eine Vereinbarung und ich verstehe Dich, dass man nicht von heute auf Morgen f├╝r jemanden Leidenschaft versp├╝ren kann. Allerdings hast Du mich ausgesucht Massimo. Selbst wenn Dein Grund gewesen sein sollte, ├╝berhaupt eine Frau zu haben, bin ich Deine Frau.

Und das Versprechen das wir uns gegeben haben auch Freunde zu sein, hat mir sehr viel bedeutet, weil ich wei├č, wie anders es in einer Ehe laufen kann.

Ich habe diese Dinge ├╝ber die Rakshaner nicht gesagt um Dich zu kr├Ąnken oder zu verletzten. Ich habe vielleicht nicht auf dem Schlachtfeld gestanden Massimo, aber ich bin kein dummes Huhn, das blau├Ąugig in die Welt schaut. Ich habe Deinen K├Ârper gesehen und ich habe Dich angefasst. Um einmal bei Deiner Wortwahl zu bleiben, dass Du die Narben nicht vom Gem├╝seschnitzen hast, ist mir bewusst. Mir ist auch bewusst, dass Du mit Deinen Kameraden in die Schlacht gezogen bist um uns alle zu besch├╝tzen. W├Ąre das nicht n├Âtig, h├Ąttet Ihr kaum Euer Leben riskiert Massimo. Das ist mir bewusst und dass Ihr dies f├╝r uns alle getan habt, daf├╝r bin ich Dir dankbar. Jedem der dort drau├čen war.

Aber es ging mir doch nicht um alle Rakshaner, sondern um Khawa.
Ihm solltest Du eine Chance geben.

Du hast Recht, die meisten Menschen ├Ąndern sich nicht Massimo. Einige jedoch schon und zwar dann, wenn sie es tats├Ąchlich wollen. Dazu hast Du selbst bis vor kurzem geh├Ârt Schatz.

Du hattest vor sesshaft zu werden, ein Haus zu kaufen, Dich mit mir niederzulassen und nicht mehr in die Fremde zu ziehen. Und was ist jetzt mit Dir los, dass Du so w├╝tend bist?
Wobei Du bist gar nicht w├╝tend Massimo, Du hast resigniert.

Ausgerechnet Du Massimo? Schatz es gibt hier nichts zum Aufgeben. Weder mich noch Jules, noch sind wir Schafe die nicht retten kannst. Wir ben├Âtigen keine Rettung und Du musst im Moment nichts und niemanden bek├Ąmpfen Schatz. Wir ben├Âtigen einen Palaisin und Du musst uns bewachen. Eventuell musst Du uns irgendwann besch├╝tzen, aber das ist nicht heute und nicht vor Khawa.

Und ich m├Âchte Dich nicht an eine Albin verlieren, die bereits tot ist Massimo. In der Erinnerung sind jene die man liebte immer sch├Âner, taffer, besser und was wei├č ich noch alles. Wie soll ich mit so einer Frau konkurrieren? Du sagst, Du warst verliebt in sie.

Weshalb warst Du in sie verliebt?
Was hatte sie, dass Du anziehend gefunden hast?
Beantworte mir das bitte.
War sie so anders als ich?
Und falls ja, gibt es etwas, dass Du an mir anziehend findest?

Ich bin keine Kopie von Nal Massimo, ich bin einfach nur ich. Mehr kann ich Dir nicht bieten, aber von dem was ich bieten kann, gebe ich Dir alles von Herzen",
sagte Monique liebevoll.

Sie strich ihrem Mann eine Haarstr├Ąhne hinter das Ohr, so wie er es sonst oft mit ihr machte, wenn sie sich nahe waren und streichelte ihm liebevoll den Arm.

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Re: Ehrungen am Hofe

#42

Beitrag von Comte Massimo de la Cantillion » So 12. Aug 2018, 08:14

Massimo

zog Moni an sich und ging was langsamer.

"Ich war w├╝tend und hab es an dir ausgelassen. Der Wilde hat mir einen einget├╝tet, dass war los. Und das ausgerechnet heute. Ich war gleichzeitig stinksauer und entt├Ąuscht. Ich werde nicht jeden Tag Palaisin Moni. Aufgegeben hab ich, weil ich keinen Nerv mehr hatte. Ich mag nicht mehr streiten Moni.
Wegen unsere Beziehung Moni, ich halte mein Versprechen. Ich werd dich nicht verlassen. Ich war w├╝tend auf den Wilden und du hast es abbekommen. Das war fies von mir, entschuldige Moni. Wir werden uns ein Haus kaufen und wir sind sesshaft. Arbeiten muss ich trotzdem, dass geht nicht anders. Und die Arbeit ist eine Ehre. Nalcarya Rumaril war eine Lichtalbin die ich mit Komavan in eine Taverne kennengelernt habe. Ein Shezem bedrohte sie Kundschaft und verlangte eine L├Ąuterung. Komavan hat sie ihm serviert. Nal und ich kamen ins Gespr├Ąch und verstanden uns gut. Wir sind gemeinsam abgereist und blieben zusammen. Sie wusste nicht, das ich in sie verschossen war. Ich hab nichts gesagt, aber Komavan hat das mitbekommen.
Wo ist der ├╝berhaupt? Ich glaub ich hab ihn wieder vergessen.
Moni du musst dich nicht mit Nal vergleichen. Ich war verschossen in die Lichtalbin, aber wir waren nie zusammen. Wir haben nie das Lager geteilt. Sie war nicht meine Freundin oder meine Frau. Sie war eine h├╝bsche und harte Frau. Was ich Sie starb durch meinen Fehler.
Klar war sie anders als du, sie war eine andere Person. Du stellst Fragen.
Was ich an dir anziehend finde ist deine Haut und deine Haare. Mir gef├Ąllt dass du ohne Zeug im Gesicht gut aussiehst. Ich mag deinen Mund. Ich mag dass du dich nicht nur f├╝r Klamotten interessierst, sondern ein Hobby hast. Ich mag dass du dich ├╝ber so kleine Fundst├╝cke am Strand freust, obwohl ich nicht weiss was das ist. Ich mag dass ich mit dir l├Ąstern kann und du genauso viel Spass dran hast wie ich. Egal was ich f├╝r Scheisse schwatze oder wie ich vom Leder ziehe. Ich mag ├╝berhaupt gerne mit dir schwatzen. Nur manchmal weiss ich nicht wor├╝ber. Ich mags dass du dich ├╝berall mit hinschleifen l├Ąsst. Mir gef├Ąllts dass du nicht ├╝ber mein Hobby lachst. Welcher Mann kocht freiwillig. Mir hat gefallen, dass du mich bedroht hast. Du hast Eier Moni, dass muss ich dir lassen. Du hast meinen Respekt und den bekommt keiner so leicht. Ich mags dass wir beide gemeinsam ├╝bernachten und ich mag es mit dir zu schlafen. Nur wie wir das machen, daran sollten wir feilen. Wir sollten Spass dabei haben.
Die Ehe von uns beide war ein Gesch├Ąft Moni. Ich hab dich nicht ausgesucht, sondern mein Bruder. Seine Wahl hab ich nie bereut. Nur stelle ich mich ziemlich dusslig an, weil ich keine Erfahrung mit Beziehungen habe. Ich hatte nie eine. Drum behandele ich dich oft wie einen Kameraden. Seine Frau sollte man nicht so behandeln."

Massimo rempelte seine Frau an und k├╝sste sie.

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Re: Ehrungen am Hofe

#43

Beitrag von Fabien Lacomb » Mo 13. Aug 2018, 01:28

Fabien eilte Massimo de la Cantillion entgegen und h├Ąndigte ihm vom Duc die pers├Ânlichen Befehle aus.

"Palaisin Comte Massimo de la Cantillion, ich soll Euch diese Befehle von seiner Majest├Ąt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne pers├Ânlich ├╝bergeben. Sie sind von ├Ąu├čerster Dringlichkeit Herr", erkl├Ąrte Fabien.

Palaisin Comte Massimo de la Cantillion,

Ihr erhaltet von unserer Person, Duc Maximilien Rivenet de Souvagne nachfolgend zwei Befehle, die dringender nicht sein k├Ânnten.

1. Befehl:
Die Nekromaten-Lichs Maghilia von Hohenfelde und Osmund von Wigberg sind sofort unseres Landes zu verweisen. Sollten sich die beiden Lichs weigern, ergreift Ma├čnahmen, dass diese auf andere Art und Weise unser Land verlassen m├Âgen. Notfalls richtet sie!

2. Befehl:
Verfolgt und stellt die Gruppe "Die Bei├čer". Angef├╝hrt wird jene Kriminellen-Gruppe von Schwertmeister Junker Archibald von Dornburg. Begleitet wird dieser von einer Frau namens Nori, einem Mann namens Arbogast, Nathan Garcia (Ihr lest richtig), sowie Robere Moreau.
Genau aus jenem Grund werdet Ihr die Unite B zu Eurer Unterst├╝tzung mitnehmen. Solltet Ihr weitere Unterst├╝tzung f├╝r n├Âtig erachten, w├Ąhlt diese nach Eurem Ermessen selbst aus. Die Unite B der Leibgarde ist Pflicht, da Robere in dieser diente. Alle Bei├čer sind gefangen zu nehmen, die Ausnahme bildet der Kopf der Bande - Archibald von Dornburg. Diese Unperson wurde von uns zum Tode verurteilt. Vollstreckt in unserem Namen das Urteil.

Unsere besten W├╝nsche und unser Segen mit Euch Palaisin.

Unterzeichnet:

Duc Maximilien Rivenet de Souvagne

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Re: Ehrungen am Hofe

#44

Beitrag von Comte Massimo de la Cantillion » Mo 13. Aug 2018, 08:50

Massimo
 
nahm die Botschaft entgegen und las sie durch. Danach rollte Massimo sie zusammen und dr├╝ckte sie Moni in die Hand.
 
ÔÇ×Sag unserem Herrn, ich k├╝mmere mich sofort darum. Sobald die Aufgaben erledigt, erh├Ąlt er eine Nachricht. Richte ihm aus, dass der zweite Befehl etwas l├Ąnger dauern kann. Ich kann nicht sch├Ątzen wie lange die Jagd dauertÔÇť.
 
Massimo ging den Weg zur├╝ck den er mit Moni gekommen war und packte Jules am Kragen. Er zog das Himmelsauge mit sich. Es ging um eine wichtige Aufgabe und Massimo freute sich diebisch, daf├╝r Jules einspannen zu d├╝rfen. Nat├╝rlich nahm er ihn mit, weil Jules wirklich ein sehr guter Kampfmagier und ein Himmelsauge war. Khawa damit eins reinzudr├╝cken machte gleich doppelt so viel Spass. Mit Jules hatte er schon oft Seite an Seite gek├Ąmpft und sie waren ein gutes Team. F├╝r beide Aufgaben brauchte Massimo Kameraden auf die er sich verlassen konnte. Und Jules verstand sich gut mit dem Truppf├╝hrer der Unite B Boldi. Je mehr sich kannten und vestanden umso besser war das f├╝r die Einsatztruppe.
 
ÔÇ×F├╝r deine Spielstunde mit deinen Rakshaner hast du jetzt keine Zeit. Ich ben├Âtige dringend deine Hilfe in einer wichtigen Angelegenheit f├╝r unseren Herrn. Ein pers├Ânlicher Befehl vom Duc und ich hab freie Auswahl, wenn ich daf├╝r einsetzte. Hol dein Pferd und triff mich vor der Wachstube der Leibgarde. Sobald ich die M├Ąnner informiert habe, brechen wir auf. Unsere Aufgabe ist zweigeteilt. Ich muss die abscheulichen Nekromanten Maghilia von Hohenfelde und Osmund von Wigberg des Landes verweisen. Wir m├╝ssen den beiden in den Arsch treten, damit sie Souvagne z├╝gig verlassen. Der Duc besteht darauf, dass die Lichs verschwinden und ich bin ganz seiner Meinung.
Der zweite Befehl ist schwerer umzusetzen. Es geht um eine Menschenjagd. Gejagt wird eine Gruppe die sich die Beisser nennt. Ihr Anf├╝hrer ist Archibald von Dornburg. Er ist unterwegs mit Robere Moreau einem Gardisten der Unite B, Narthan Garcia dem Leidiener des Archiduc, einem Burschen namens Arbogast und eine Frau namens Nori. Wo sich die Gruppe befindet, m├╝ssen wir herausfinden. Frag deine Kollegen, ob irgendwer die Gruppe gesehen hat. Die meisten sind uns nicht bekannt, aber jeder von uns erkennt Narthan und einige werden auch Robere erkennen.
Khawa begleitet uns, sag dem Kerl bescheid. Der Wilde kann sich direkt n├╝tzlich machen. Der muss nicht den ganzen Tag auf der faulen Haut liegen und auf deine R├╝ckkehr warten. Eigentlich wollte ich ihm keine Chance geben. Aber ich brache dich und dein K├Ânnen. Zudem weiss ich was der Wilde drauf hat, auch wenn ich ihn nicht ausstehen kann. Also du wolltest eine Chance f├╝r ihn, dass ist sie. Danach sehen wir weiter. Falls du mir nicht glaubst, lass dir von Moni den Befehl zeigen. In einer Viertelstunde vor der Wachstube Jules.ÔÇť
 
Massimo machte sich sofort auf den Weg zur Wachstube. Er ging direkt zu Unite B wie es der Duc befohlen hatte. Der Palaisin schnappte sich Boldi und trat mit ihn vor die Unite B.
 
ÔÇ×Gr├╝sse Kameraden. Wer ich bin wisst ihr. Falls nicht, ich bin ab heute der pers├Ânliche Palaisin des Duc und damit euer oberster Vorgesetzter. Mein Name ist Comte Massimo de la Cantillion. Das muss euch als Vorstellung reichen, meinen Einstand gebe ich leider nicht mit eine Runde Bier, sondern wir haben direkt eine Aufgabe von unseren Herrn. Die Feier holen wir nach, sobald die Aufgaben erledigt sind.
Zwei dringende Aufgaben liegen vor uns. ┬áIch muss die Nekromanten Maghilia von Hohenfelde und Osmund von Wigberg des Landes verweisen. Wir werden den beiden in den Arsch treten, damit sie Souvagne verlassen. Der Duc m├Âchte dass sie verschwinden, also sorgen wir daf├╝r. Entweder sie gehen freiwillig, oder wir schicken sie zum Abgrund. Eindeutiger Befehl vom Duc.
Der zweite Befehl ist eine Menschenjagd. Gejagt wird eine Gruppe die sich die Beisser nennt. Ihr Truppf├╝hrer ist Archibald von Dornburg. Die Gruppe besteht aus folgende Mitglieder, Robere Moreau einem Gardisten aus eurer Einheit und meine Garde, Narthan Garcia dem Leidiener des Archiduc, einem Mann namens Arbogast und eine Frau namens Nori. Wo sich die Gruppe befindet, m├╝ssen wir herausfinden. Uns wird das Himmelsauge Jules de Mirault mit seinen zuverl├Ąssigen Raubvogel und sein elender Wilder Khawa begleiten. Jules habe ich aufgetragen, seine Kollegen nach den Beissern suchen zu lassen. ┬áDie meisten der Mitglieder der Beisser sind mir nicht bekannt und euch sicher genauso wenig.┬á Aber jeder von uns kennt Narthan den Pinken und euch ist euer Kamerad Robere bekannt. Der Befehl lautet die Gruppe gefangen zu nehmen. Also bei der Festnahme kein falsches Mitleid. Wer Widerstand leistet, bekommt knallhart zu sp├╝ren warum ihr die Leibgarde des Duc seid. Die Ausnahme ist Archibald. Er wurde vom Duc zum Tode verurteilt und das Urteil werden wir vollstrecken. R├╝stet euch mit Fernwaffen aus. Im Zweifelsfall wird bei einen Angriff jeder der Beisser erschossen. Wir vor denen, es sind Kriminelle.┬á Ich gef├Ąhrde keinen von euch unn├Âtig. Im Bericht lief uns das Schwein ins Kreuzfeuer. Wir r├╝cken in 15 Minuten ab, macht euch fertig.ÔÇť
 
Massimo ging zur Waffenkammer und schnappte sich zwei Repetierarmbr├╝ste. Den Rest den er brauchte, hatte er immer bei sich. Er holte ihre Pferde und gesellte sich zu Moni. Er dr├╝ckte seine Frau die Repetierarmbrust in die Hand.
 
ÔÇ×Das Ding ist leicht zu bedienen und t├Âdlich. Das ist eine Repetierarmbrust. Sie feuert ein Magazin von Armbrustbolzen. Im Gegensatz zu eine normale Armbrust musst du die nicht spannen. Es ist Goblintechnik. Diesmal sogar n├╝tzliche. Guck her. So entsicherst du die Armbrust. Getragen wird sie nur gesichert. Z├╝ckst du die, entsicherst du die Waffe sofort. Aber leg deinen Finger nicht auf den Abzug. Nicht dass du versehentlich einen Kollegen verletzt. Entsichert tr├Ągst du die Waffe nach unten gerichtet. Wenn wir wem auflauern tr├Ągst du die Waffe auf die Feinde gerichtet. Du h├Ąltst die Waffe so, dass du keinen der Kameraden vor ihr siehst. Falls doch, runter mit der Waffe. Du wirst in der Mitte der Gruppe reisen. Kommt es zum Kampf, ist dein Platz ganz hinten. Kommt einer der Feinde zu dir nach hinten, m├Ąhst du ihn um. Nichts sagen, nichts fragen, erschiessen. Und zwar sofort. Es interessiert dich einen Scheissdreck wer das ist und was er will. Du legst ihn um, sonst legt der dich um Maus. Denk dran, dass ist kein Spass. Eigensicherung geht immer vor. Unterwegs ├╝ben wir damit schiessen Moni. Die Unite B, Jules, Gufo und der Wilde werden uns begleiten.ÔÇť
 
Massimo freute sich ├╝ber die Befehle. Er setzte Moni auf ihr Pferd und schwang sich auf sein eigenes. So wartete er ab.

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Re: Ehrungen am Hofe

#45

Beitrag von Khawa » Mo 13. Aug 2018, 09:41

Khawa musste mit ansehen, wie der Palaisin seinen Verlobten packte und brutal mit sich schliff. Leider durfte er nichts dagegen sagen, aber er dachte eine Tirade von w├╝sten Beschimpfungen und rakshanischen Fl├╝chen, die Massimo hoffentlich empfangen w├╝rde. Niemand konnte einem verbieten, im Affekt gedanklich auszuticken, auch nicht gegen├╝ber jemandem eines h├Âheren Standes. Schlie├člich stellte man sich manchmal auch vor, wie man jemanden ermordete, aggressive Wunschvorstellungen waren normal, so lange es beim W├╝nschen blieb. Die Gedanken waren frei, zumindest hatte ihm bisher niemand etwas Gegenteiliges gesagt und f├╝r den Notfall w├╝rde Prince Ciel sich f├╝r ihn einsetzen. Khawa schimpfte sich alle Wut von der Seele.

Kaum waren Massimo und Jules um die Ecke, schlich Khawa hinterher. Schleichen war ebenso wenig verboten; Ferrau tat es andauernd. Das Ziel war offenbar der Teil des Palastes, wo die Leibgarde ihren Sitz hatte. Warum Massimo dort hin wollte, war klar, er war der neue Oberbefehlshaber, aber warum nahm er Jules mit? Auf halbem Wege blieben die beiden unvermittelt stehen, Massimo grollte irgendetwas, gab Jules dann frei und ging allein weiter. Sofort flitzte Khawa heran, richtete Jules Kragen und kontrollierte, ob er Spuren am Hals hatte.

┬╗Was wollte der?┬ź, fragte er besorgt. ┬╗Ich mach uns dann gleich erstmal einen Mokka.┬ź
"Guter Kaffee ist schwarz wie die Nacht, hei├č wie die Liebe und bitter wie das Leben."

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Re: Ehrungen am Hofe

#46

Beitrag von Boldisz├ár » Mo 13. Aug 2018, 10:45

Mitten in der Mittagspause platzte der neue Palaisin herein. Boldisz├ár wollte noch rasch herunterkauen, um ihn zu begr├╝├čen, da packte Massimo ihn schon an der Schulter und zerrte ihn vor die Truppe. Zu zweit standen sie vor den verdutzt dreinblickenden Gardisten, die verstohlen ihr Essen zur├╝ck auf den Teller legten und aufmerksam nach vorne schauten. Sie alle waren gespannt, was ihr neuer Vorgesetzter zu sagen hatte und wie er so tickte.

Boldisz├ár war nicht einmal dazu gekommen sein Essen aus der Hand zu legen, er hielt noch immer sein belegtes Brot, w├Ąhrend Massimo seine Ansprache hielt, und kaute schnell herunter, falls er auch was sagen sollte. Was der Palaisin da sprach, haute ihn jedoch fast aus den Latschen. Robby hatte ihm in den letzten Wochen genug Sorgen bereitet, indem er, ohne sich abzumelden, verschwunden war. Obendrein hatte Boldisz├ár, der als Einziger einen Zweitschl├╝ssel zu Robbys Quartier besa├č, dort einen neu errichteten Altar mit zwei verbrannten Totensch├Ądeln gefunden. Was das bedeuten sollte, erschloss sich ihm nicht, er hatte stillschweigend wieder zugeschlossen und den Umstand verdr├Ąngt. Nun war immerhin klar, wo Robby sich befand, aber seine Sorgen wurden dadurch nicht geringer.

So schnell, wie Massimo gekommen war, verschwand er wieder. Einen Moment herrschte schockierte Stille in der Wachstube, dann redeten alle gleichzeitig durcheinander. In einer Viertelstunde sollte es schon losgehen und Boldisz├ár hatte keine Zeit, diesen Vorschlaghammer von einer Information zu verdauen, so wenig wie sein Fr├╝hst├╝cksbrot. Also verschaffte er sich gereizt Geh├Âr.

┬╗Ruhe, ihr habt den Palaisin geh├Ârt┬ź, schnauzte er. ┬╗Lasst alles stehen und liegen und macht euch bereit zum Ausr├╝cken!┬ź Er trieb sie aus der T├╝r und half nach, wo es ihm zu langsam ging. Er selbst rannte in die andere Richtung. So schnell ihn seine F├╝├če trugen eilte er zum Coutilier der Unit├Ę A, gab ihm eine Ultrakurzfassung der Ereignisse und die Anweisung, den Dienstplan neu zu strukturieren und Unit├Ę B vom Dienst der n├Ąchsten Wochen auszuklammern. Er ging nicht davon aus, dass der neue Palaisin daran gedacht hatte. Dem Coutilier fielen in der Tat fast die Augen aus dem Kopf, als er erfuhr, das pl├Âtzliche Fehlen eines Viertels der Leibgarde irgendwie mit dem Dienstplan der Verbliebenen Einheiten ausgleichen zu m├╝ssen, aber da musste er jetzt durch, so wie sie alle.

Anschlie├čend rannte Boldisz├ár noch beim Fl├╝gel von Prince Ciel vorbei, wo Bellamy seinen Dienst verrichtete, den er nach einigem Herumfragen auch fand. ┬╗Belly, ich r├╝ck mit der B aus┬ź, sagte er gehetzt. ┬╗Kann ein paar Tage oder Wochen dauern, die Coutiliers wissen Bescheid und alles geht seinen Gang. Ich muss los, mach`s gut.┬ź

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Re: Ehrungen am Hofe

#47

Beitrag von Jules de Mireault » Mo 13. Aug 2018, 16:16

Jules unterhielt sich gerade mit Khawa, als Massimo ihn am Schlafittchen packte und hinter sich her zerrte. Gufo kreischte protestierend auf und schlug mit den Fl├╝geln. Jules beruhigte seinen gro├čen Uhu und streichelte ihm das Brustgefieder, w├Ąhrend er Massimos Ausf├╝hrungen lauschte.

ÔÇ×Massimo Du kannst mich ganz normal fragen ob ich Dich begleite. Ich h├Ątte Dich auch die entsprechende Vollmacht vom Duc begleitet um Dir beizustehen. Zu Deinen Befehlen. Maghilia von Hohenfelde und Osmund von Wigberg leben beide zur Zeit in Irminabourg, auf der Scholle von Marquis Davard von Hohenfelde. Die Handhabe um beide des Landes zu verweisen, ist das Gesetz das Nekomantie verbietet. Ein Lich kann dem Verbot gar nicht nachkommen ohne zu altern und dann auszusehen wie D├Ârrobst. Folglich werden sie schon bei der Aufforderung eine andere Magieart zu w├Ąhlen oder zu gehen, den Umzug w├Ąhlen. Sie k├Ânnen sich f├╝r keine andere Magieart mehr entscheiden, denn damit w├╝rden sie sich f├╝r die Sterblichkeit entscheiden. Und glaube mir, ein Lich w├Ąhlt so einiges, aber die Sterblichkeit sicher nicht.

Hinter dem zweiten Befehl steckt eine lange und grausame Geschichte. Der letzte bis dato gef├╝hrte Akt in der Geschichte war, dass sich Prince Ciel gemeinsam mit Prince Linhard der Dunkelheit im Herrenhaus von Hohenfelde gestellt hat. Du selbst wei├čt, was scheinbar in diesem Herrenhaus vor sich ging, Deine Schwester kam dort ums Leben. Wir alle, einschlie├člich des Ducs, gingen davon aus, dass es sich um eine pers├Ânliche Einstellung und Vorliebe der von Hohenfelde handelte. Sprich dass sie die Nekromantie anbeteten. Aber das Grauen reichte wortw├Ârtlich wesentlich tiefer.

Im Keller Herrenhauses hatte sich der Sippenbegr├╝nder gemeinsam mit seinen zwei Kompagnons niedergelassen. Dun-Haru-Mar der Gru├č der Hohenfelde-Wigberg-Eibenberg Sippe begr├╝ndet sich auf den drei Gr├╝ndern genau jener Sippe. Und diese drei Personen lebten seit der Besiedelung Naridiens dort unten im Keller. Ein Nekromant auf grauenvolle Art und Weise als Geistwesen mit zwei Geistmagiern verschmolzen. Das Haus, es lebte wirklich, denn Dun-Haru-Mar hatten von dem Haus wie von einem K├Ârper Besitz ergriffen. Die Selektion der Besten und Brutalsten, rief Dunwolf nicht ins Leben um seine eigene Familie vor dem Untergang zu bewahren. Auch dann w├Ąre seine Art dies herbeizuf├╝hren grausam gewesen.

Nein dieser Lich schuf sich eine Magische Melkanlage. Er sorgte daf├╝r, dass nur die St├Ąrksten und mit Vorliebe die m├Ąchtigsten Magier ├╝berlebten. Nekromanten bevorzugt, da er selbst einer war. Jeder der im Haus starb, ern├Ąhrte auf diese Weise Dun-Haru-Mar, als Schlachtvieh. Jeder der im Herrenhaus Hohenfelde lebte und scheinbar dort die Macht hatte, war nichts weiter als Milchvieh das permanent von dem Lich gemolken wurde. Das Leid dass die Bewohner erlebten, die Intrigen die sie spannen um sich zu sch├╝tzen, die Feinde zu vernichten und um ihre Zweige durchzubringen, nichts weiter als das Sahneh├Ąubchen oben auf der Torte.

Ein wunderbarer Zeitvertreib, eine endlose Theaterauff├╝hrung f├╝r drei ├╝beralterte Magier, die vor Jahrhunderter Langeweile nichts mehr mit sich anzufangen wussten, als andere Menschen zu manipulieren und auf bestialische Art in den Tod zu treiben. Sie genossen jedes erlittene Leid, jeden zugef├╝gten Schmerz. Das Haus war ihre Taverne mit Unterhaltungsprogramm. Wie Du stets gesagt hast Massimo, sie sind eine Familie voller abscheulicher Nekromanten. Aber nicht sie sind es, sondern ausschlie├člich ER ÔÇô DUNWOLF. Denn er rief das Grauen aus purem Egoismus ins Leben.

Prince Ciel wollte Prince Linhard einen Gefallen erweisen und ist mit ihm allein zum Herrenhaus gereist. Dort wollte er die Babys von seinem Vater Brandur abholen. Er wollte sie bei sich bestatten lassen. Und dabei entdeckten sie wohl tief unten im Keller ein Siegel. Prince Ciel und Linhard reisten ab und kamen mit einer Schar Leute zur├╝ck um das Siegel zu brechen. Vorher hatte er bei der Bergung der Babys eine Wesenheit, eine Etinit├Ąt wahrgenommen. Sie verschwand in den Tiefen des Hauses. Das Siegel wurde nicht direkt gebrochen, sondern Prince Ciel h├╝pfte darauf herum und es ├╝berschlug sich, so dass der Prince in die Tiefe st├╝rzte. Abgeschnitten von seiner Gruppe folgte er dem darunter liegenden Gang und er traf die Dunkelheit des Herrenhauses von Hohenfelde in Person ÔÇô Dun-Haru-Mar.

Die Wesenheit war eine Trinit├Ąt aus drei verschiedenen Seele. Ein k├Ârperloser Geist, der sich das Haus als neuen K├Ârper auserw├Ąhlt hatte und dieses steuern und lenken konnte. Prince Ciel entdeckte ├╝berall Flaschen die mit gefangenen Seelen gef├╝llt waren. Dabei handelte es sich vermutlich um die Notfallrationen von Dun-Haru-Mar. Prince Ciel stellte das Wesen, aber es lie├č sich von seinem Mut nicht beeindrucken. Es verh├Âhnte ihn. Aber Dun-Haru-Mar hatte die Rechnung ohne die Begleiter des Princen gemacht und ohne unseren Princen Ciel. Im Angesicht des Todes durch diesen uralten Lich zerst├Ârte Ciel selbstlos alle Seelenflaschen die er erreichen konnte um die Seelen zu befreien.

Dies brachte Dun-Haru-Mar derma├čen aus der Fassung, dass er scheinbar die Kontrolle ├╝ber sich und das Haus verlor. Den anderen war es somit m├Âglich in einen weiteren Raum einzudringen. Dort lagerten die lebenden K├Ârper von Dun-Haru-Mar. Genannt der Fleischtempel oder die Gef├Ą├če. Linhard eilte seinem Schwager sofort zur Hilfe und stellte sich ebenfalls dem Geistwesen Dun-Haru-Mar, w├Ąhrend Davard den drei lebenden K├Ârpern die K├Âpfe abschlug. Ohne diesen weltlichen Anker, dass wissen wir beide als Geistmagier, erlosch dass Band das die Seelen hier in der Physis h├Ąlt. Wir kehren schlie├člich nach einem Besuch im Nexus auch in unsere K├Ârper zur├╝ck. Mehr noch, wir verlassen sie nicht ganz, sondern wir kn├╝pfen ein Seelenband an unseren K├Ârper, so dass eine winzige Essens von uns setzt mit ihm verbunden bleibt. W├╝rden wir jede Verbindung mit unserem K├Ârper aufgeben, w├╝rden wir sterben. Und genau dass taten Dun-Haru-Mar in diesem Moment.

Die Gruppe reiste erleichtert zur├╝ck nach Souvagne. Hier mussten wir dann mit Entsetzen feststellen, dass Dun-Haru-Mar Prince Ciel im Kampf derma├čen schwer verwundet hatte, dass er magisch ausblutete. Er verlor permanent seine Lebensessenz, da ihm Dun-Haru-Mar ein Loch in die Seele gerissen hatte. Dies erlebte ich nun hautnah mit. Die Heilmagier Benito und Dantoine k├Ąmpften um das Leben von Prince Ciel. Davard spendete Ciel von seiner eigenen Lebensessenz um ihn am Leben zu erhalten. Als es dem Princen besser ging, sprich als er gerettet war, machten wir uns Gedanken um den Verbleib von Dun-Haru-Mar. Jeder w├╝nschte sich eine Absicherung, eine Gewissheit, dass die Kreatur tot war.

Massimo, es gab keine Absicherung.

Ich sp├╝rte nach Haru im Nexus und fand ich nicht. Ich sp├╝rte nach Mar im Nexus und fand ihn nicht. Ebenso suchte ich beide in der Physis ÔÇô nicht vorhanden. Das hie├č, sie existierten ├╝berhaupt nicht mehr. Ein grauenvoller Verdacht breitete sich in unseren K├Âpfen aus ÔÇô Dunwolf hatte die beiden benutzt um sich am Leben zu erhalten! Und so war es auch! Ich suchte Dunwolf im Nexus und der Kerl wehrte mich derma├čen hart ab, dass meine Seele regelrecht von dem Mentalschlag paralysiert war. Mir war kotzschlecht und ich musste mich ├╝bergeben. Ich kann von Gl├╝ck sagen, dass er mich in seiner grenzenlosen Wut schlug und angewidert von sich stie├č. H├Ątte er mich mental angegriffen und ausgesaugt, dann h├Ątte er mir ebenfalls ein Loch in die Seele gerissen und mich absorbiert. Aber er war vermutlich zu w├╝tend ├╝ber die Tatsache, dass man ihm seine Nahrungsgrundlage entzogen hatte, um in dem Moment noch logisch zu denken.

Dunwolf lebte also noch, oder besser gesagt er f├╝hrte ein Halbleben. Ab dato verlief sich erst einmal seine Spur. Seine Spur wurde wiedergefunden, als der Neffe von Davard, Anwolf von Hohenfelde entf├╝hrt wurde.

Daf├╝r verantwortlich war niemand anderes als die Bei├čer!

Unter der F├╝hrung von Archibald von Dornburg, haben sie Anwolf vor dem Herrenhaus von Davard abgepasst und ihm Dunwolf in den K├Ârper gepflanzt. Die Bei├čer flohen gemeinsam mit Anwolf, der nun der Fleischtempel, also das neue Gef├Ą├č von Dunwolf war. Wie sich herausstellte, betet Archibald von Dornburg diesen Dunwolf an. Er h├Ąlt den Lich f├╝r einen Gott und bezeichnet ihn als den ├ältesten. Scheinbar hat Archibald als Kind mit dieser Kreatur einmal gesprochen und kam zu der ├ťberzeugung, dass dieses Wesen ein Gott sein musste. Laut Aussage von Linhard, geht Archibald sogar so weit anzunehmen, dass alle anderen bekannten G├Âtter ebenfalls ├älteste sind.

Du kannst Dir also vorstellen mit welcher Vehemenz und mit welcher Loyalit├Ąt Archibald diesem Dunwolf dient und wie sehr er ihn verteidigen w├╝rde. Allerdings liegt da auch die Schw├Ąche von Dunwolf und Archibald. Linhard wie auch Brandur teilten uns mit, dass Archibald nur bis zu einem gewissen Grad loyal ist. Geht es darum alles zu verlieren, w├╝rde er nicht wie wir in Treue seinen Herrn mit dem eigenen Leben besch├╝tzen. Sondern im schlimmsten Fall w├╝rde er alle F├Ąden kappen, um selbst zu ├╝berleben. So ist er wohl erzogen worden. Und wenn er schon als Kind Kontakt zu diesem Lich hatte, wird ihn auch dieser auf seine Art geeicht haben.

Soweit ich wei├č Massimo, ist Archibald ein ├Ąu├čerst gef├Ąhrlicher Gegner. Er ist ein Schwertmeister der offensiv k├Ąmpft und er ist ein Vampir. Das hei├čt, wenn wir gegen den Mann in die Schlacht ziehen, werden wir m├╝de. Wir alle, gleichg├╝ltig wen Du mitnimmst, aber er wird nicht erm├╝den, jedenfalls nicht so wie wir Sterbliche. Er muss nicht einmal atmen! Das hei├čt, um so einen Kerl niederzuzwingen, ist Arbeitsteilung angesagt. Sonst ist es nur eine Frage der Zeit bis er jeden Einzelnen von uns demontiert. Wenn Du die Garde mitnimmst, m├╝ssen ihn zwei bis drei Leute st├Ąndig bek├Ąmpfen. Wir wechseln uns ab, wie eine Hatz bei einer Jagd. Es rennen nicht alle zeitgleich, so k├Ąmpfen bei uns nicht alle zeitgleich. Er hat es st├Ąndig mit zwei, drei frischen Gegnern zu tun, w├Ąhrend ihn keiner abl├Âst. Und irgendwann wird bei ihm auch die Konzentration nachlassen, wenn ihm schon nicht die Puste ausgeht. Dann haben wir ihn. Notfalls m├╝ssen wir ihn bis zum Tagesanbruch besch├Ąftigen und d├╝rfen ihn nicht entkommen lassen. Dann wird die Sonne uns die Hinrichtung abnehmen.

Allerdings frage ich mich, warum wir ihn sofort hinrichten sollen. Durch ihn k├Ânnten wir erfahren wo sich Dunwolf aufh├Ąlt. Ob er einige Minuten eher oder sp├Ąter hingerichtet wird, spielt doch keine Rolle. Wir haben zwar keine M├Âglichkeit ihm mental zu schaden, aber seinem Begleitern k├Ânnen wir die Hirngr├╝tze kochen. M├Âglicherweise erfahren wir auch schon durch das Verh├Âr der Begleiter, wo sich Dunwolf aufh├Ąlt und wir geben die Information an den Orden weiter. Arbogast ist zu verschonen, er wurde als Spitzel in die Gruppe eingeschleust und er wird von mehreren Himmelsaugen im Wechsel bewacht. Prince Ciel und Prince Linhard haben das angeordnet, er ist also einer von uns. Und Arbogast bat um das Leben von Robere. Aufgrund dieser Tatsache gehe ich solange von Roberes Unschuld aus, bis seine Schuld bewiesen wurde. Es ist durchaus m├Âglich, dass Archibald Robere erpresst hat. Denn er hat auch versucht, an andere Personen des Hofes heranzukommen. Boldi soll versuchen an Robere heranzukommen. Eventuell k├Ânnen wir den Mann aus den F├Ąngen der Bei├čer retten. Ebenso sollten wir mit Nathan verfahren. Ich vermute dass beide irgendwie von Archibald gezwungen oder erpresst wurden. Was wirklich geschah, kl├Ąren wir danach in Ruhe bei einem Verh├Âr w├╝rde ich vorschlagen. Laut Arbogasts Aussage wird die Gruppe zudem von einem Geist begleitet der sich Kazrar nennt. Dieser Geist wird ein Werk Dunwolfs sein, er ist der einzige Magier in der Gruppe.

Das ist der Hintergrund zu Deinem zweiten Befehl, der erste h├Ąngt mit der Weitsicht von Prince Ciel zusammen. Zwei weitere Lichs, die zu so einem Problem heranwachsen k├Ânnten, ben├Âtigen wir ganz sicher nicht in Souvagne. Sollen sich die Naridier doch mit ihnen rum├Ąrgern. Scheinbar hat dort Nekromantie keinen ├╝blen Ruf.

Zu Deiner Aussage bez├╝glich Khawa, sch├Ân dass Du Dich dahingehend beruhigt hast. Was Khawa kann, kann er jederzeit beweisen und das wird er auch. W├Ąhrend unserer Zusammenarbeit erwarte ich ein entsprechendes Verhalten Deinerseits, Du wirst Gleiches auch von ihm erhalten Massimo. Wir treffen uns in einer Viertelstunde Abreise bereit vor der Wachstube. Bis sp├ĄterÔÇť,
erkl├Ąrte Jules.

Das Himmelsauge nickte dem Palaisin knapp zu, als dieser Richtung Wachstube verschwand. Gerade als er zu Khawa zur├╝ckkehren wollte, war sein Schatz schon bei ihm, richtete seine Kleidung und fragte direkt was los war. Er bot Jules direkt einen ÔÇ×heilenden MokkaÔÇť an, was Jules breit grinsen lie├č. Der Chevalier umarmte Khawa fest und zwinkerte ihm zu.

ÔÇ×Danke der Nachfrage, ja es geht mir gut, ist nichts passiert. Du wirst es nicht glauben, aber Massimo hat soeben zwei sehr wichtige Befehle erhalten. Und, jetzt spitz ganz genau die Ohren B├Âhnchen, er m├Âchte dass wir ihn begleiten. Das werden wir auch. Die Befehle stammen direkt vom Duc und es geht um sehr viel. Ich hatte Massimo gerade in aller Ausf├╝hrlichkeit den Hintergrund zu den Befehlen erkl├ĄrtÔÇť, sagte Jules und ging gemeinsam mit Khawa sein gro├čes Schlachtross Vernon holen. Er reichte Khawa das Halfter und k├╝sste ihn lange und liebevoll.

"Den Mokka m├╝ssen wir verschieben, aber ich denke unterwegs wird uns schon ein Ersatz einfallen", fl├╝sterte Jules Khawa ins Ohr und gesellte sich zu Moni.

ÔÇ×Massimo sagte, Ihr w├╝rdet mir den Befehl seiner Majest├Ąt aush├Ąndigen? Ich ben├Âtige ihn f├╝r meinen Begleiter, Ihr erhaltet den Befehl umgehend zur├╝ck Comtesse. W├╝rdet Ihr ihn mir bitte ausleihen?ÔÇť, bat Jules.

ÔÇ×Gewiss Chevalier de MireaultÔÇť, antwortete Monique freundlich und reichte Jules den besagten Befehl.

Jules nickte dankbar, entrollte den Befehl und las ihn sich durch. Er hielt das Schriftst├╝ck so, dass Khawa direkt mitlesen konnte. Dabei stand er rein zuf├Ąllig so eng neben seinem zuk├╝nftigen Mann, dass sich ihre Flanken ber├╝hrten.

Jules verkniff sich ein Schmunzeln.

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Re: Ehrungen am Hofe

#48

Beitrag von Monique de la Cantillion » Mo 13. Aug 2018, 16:19

Massimo verschwand zuerst Richtung Jules und Khawa und schleifte den sehr verdutzten Chevalier heran, dann verschwand er schnurstracks in der Wachstube und kam einige Zeit sp├Ąter mit einer Armbrust f├╝r sie zur├╝ck. Er selbst hatte sich ebenfalls mit einer dieser Waffen ausger├╝stet.

Er dr├╝ckte ihr die Armbrust in die Hand und erl├Ąuterte haargenau, wie man die Waffe benutzte und worauf man beim Umgang mit der Armbrust zu achten hatte. Moni h├Ârte ihrem Mann aufmerksam zu und warte die ganze Zeit darauf, dass er grinste und seine Ausf├╝hrungen als Scherz enttarnte.

Massimo grinste nicht.
Massimo scherzte nicht.
Massimo erkl├Ąrte ihr, wie sie Feinde zu t├Âten hatte ÔÇô kalt, gnadenlos, ohne jede R├╝ckfrage.

Die Armbrust in ihren H├Ąnden wog auf einmal Tonnen. Massimo nahm sie tats├Ąchlich mit auf die Jagd nach diesen Bei├čern! Vorher hatte sie noch die Leibgarde neugierig inspizieren wollen, hatte sich vorgestellt, wie die M├Ąnner wohl in Aktion aussahen.

Aber nun mit der gewaltigen und schweren Waffe in der Hand wurde ihr ganz mulmig. Vorsichtig sicherte sie die Waffe, da sie nicht versehentlich ihr Pferd erschie├čen wollte. Sie verfluchte sich innerlich f├╝r ihr gro├čes Mundwerk, ihren Mann ├╝berall hin begleiten zu wollen.

Vielleicht h├Ątte sie Massimo deutlicher erkl├Ąren sollen, wohin sie gerne mitkam und wohin besser nicht. Auf der anderen Seite hatte er sich auch besch├╝tzt, als sie mit dem Tross nach Ehveros gezogen waren. Monique schaute ihren Ehemann an und hang ihre Armbrust an den Sattel.

├ťber dem R├╝cken wollte sie die Waffe nicht tragen, da sie Angst hatte, diese k├Ânnte trotz Sicherung losgehen. Sie hoffte, dass sie sich bei den Schie├č├╝bungen nicht zu sehr blamierte und nicht versehentlich jemanden verletzte. Jules und Khawa gesellten sich zu ihnen und Moni begr├╝├čte die beiden. Damit sich die drei nicht wieder stritten, vor allem nicht, wo Massimo eine dieser Schnellfeuerarmbr├╝ste in der Hand hatte, legte Monique ihm einen Arm um die H├╝fte.

ÔÇ×Ich hoffe die beiden Nekromanten haben ein Einsehen und reisen freiwillig ab. Diese Bei├čer klingen sehr gef├Ąhrlich Massimo, ich werde zur Sicherheit in Deiner N├Ąhe bleibenÔÇť, sagte Monique und l├Ąchelte ihren Mann tapfer an.

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Re: Ehrungen am Hofe

#49

Beitrag von Bellamy Bourgeois » Mo 13. Aug 2018, 16:40

Bellamy schaute perplex auf.

"Ja alles klar ich wei├č Bescheid, mach Dir keine Sorgen. Notfalls habe ich immer noch ein Auge mit auf die restlichen Truppen und kann die Coutiliers beraten. Pass auf Dich auf Boldi, ich erwarte Dich an einem St├╝ck zur├╝ck.

Ich will Dich nicht l├Ąnger als n├Âtig aufhalten, Du hast es eilig das sehe ich. Hier nimm das, manchmal bringen einen so Kleinigkeiten Gl├╝ck oder wenden einen aussichtslosen Kampf doch noch zum Guten. Mein Mis├ęricorde - mein Panzerbrecher",
sagte Bell und dr├╝ckte Boldi einen speziellen Dolch in die Hand.

Der Mis├ęricorde den Boldi gereicht bekam hatte eine schmale, spitze, vierkantige Klinge. Der Panzerbrecher war daf├╝r gedacht, um zwischen R├╝stungsfugen zu stechen. Deshalb hatte die Waffe keine Schneiden, sondern es handelte sich um eine reine Stichwaffe.

Link:
https://cdngallery.spicegems.com/00889/ ... tqW-hd.jpg

"Nimm ihn, er geh├Ârt Dir. Als Dankesch├Ân f├╝r alles was Du f├╝r mich getan hast Boldi. Er knackt nicht nur Panzer, ein Stich in den Hals wirkt genauso Wunder. Wir sehen uns", sagte Bellamy und boxte Boldi vor die Schulter.

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Re: Ehrungen am Hofe

#50

Beitrag von Boldisz├ár » Mi 15. Aug 2018, 18:59

┬╗Ich geb mir M├╝he, vollst├Ąndig zur├╝ckzukehren, und die Truppe muss genau so an einem St├╝ck bleiben. Irgendwas stimmt mit Robby nicht, der spinnt rum. Er hat sich vom Dienst entfernt, ohne Bescheid zu sagen und in seinem Quartier liegen zwei verkohlte Sch├Ądel. Ich glaub, der hat einen Knacks weg von der ├Âffentlichen Bestrafung. Ich hab Befehl, ihn gefangen zu nehmen - und abzuschie├čen, wenn er Widerstand leistet. Ich wei├č noch nicht mal, was los ist, ich k├Ânnt grad im Strahl kotzen.┬ź

Dankbar nahm Boldisz├ár den Panzerbrecher entgegen und verwahrte ihn griffbereit in die N├Ąhe seines Dolchs. ┬╗Danke, Mann. Dies ist ein finsterer Tag.┬ź Er knuffte Bellamy zur├╝ck, dann rannte er im Laufschritt zum vereinbarten Treffpunkt. 11 Mann von Unit├Ę B standen samt ihren schwarzen Pferden bereit. Zusammen mit ihren schwarzen R├╝stungen und dem komplett schwarzen Sattelzeug machte das Eindruck. Der zw├Âlfte Gardist fehlte. Nie hatte Boldisz├ár weniger Freude an einem Einsatz gehabt als heute.

Chevalier de Mireault und Nervens├Ąge Khawa hatten sich auch eingefunden, offenbar begleiteten sie den Trupp. Das war in Ordnung, die beiden konnten auf sich selbst achtgeben, aber die Frau von Massimo w├╝rde vermutlich noch zum Problem werden. Boldisz├ár sagte dazu nichts, das stand ihm nicht zu.

Er stieg auf seinen Hengst Poivre, der bereits f├╝r ihn gesattelt worden war. Aufmerksam blickte er den neuen Palaisin an und hoffte, dass dieser erkl├Ąren w├╝rde, was ├╝berhaupt der Grund f├╝r den Einsatz war und warum sie diese Bei├čer samt Robby und Nathan ├╝berhaupt jagten.

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