Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Ankunft in Souvagne

Souvagne ist politisch neutral und hat sich als einziges Großherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Die Souvagner sind bekannt für ihre Sturheit, vor allem aber für die Mauer, die ihr Land umschließt.
Großherzogtum Souvagne
Das almanische Großherzogtum Souvagne ist geprägt von sanfte Hügeln, auf denen Weinbau betrieben wird, fruchtbaren Feldern und weiten Obstplantagen. Souvagne hält sich aus Kriegen größtenteils heraus und hat sich als einziges Großherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Stattdessen setzt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne auf politische Neutralität. Von allen Herrschern ist er der Gemäßigtste. Die Grenzen Souvagnes wurden inzwischen größtenteils durch eine Wallanlage gesichert. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.
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Urako

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Re: Ankunft in Souvagne

#11

Beitrag von Urako » Mi 12. Dez 2018, 10:03

Urako wartete eine Weile, da er keine Lust hatte, zur Tür zu gehen. Da jedoch alle anderen das genau so sahen, erbarmte er sich schließlich. Mit einem demonstrativen Ächzen erhob er sich von seinem Arbeitsplatz in der Küche, wo er mit Gasmi zusammen Gemüse für den Eintopf schnippelte. Den Gemüsesaft an seinen Fingern schmierte er an seiner Schürze ab.

"Das wird schon wieder die Post sein. Davy ist ein gefragter Mann. Neuerdings. Zum Glück kümmert er sich um den ganzen organisatorischen Scheiß."

Er steckte Gasmi ein Stückchen rohes Hühnerfleisch aus einer Schüssel zu und bequemte sich mitsamt seiner schmuddeligen Kochschürze zur Tür. Als er sie öffnete, musste er die ungeliebten Visagen von Firxas und Morasa erblicken. Firxas trug seinen Düsterling auf dem Rücken, der neugierig in alle Richtungen schnüffelte. Urako blieb so in der Tür stehen, dass sie deutlich sahen, dass er nicht gedachte, sie hineinzubitten.

"Was?", raunzte er. "Der Marquis von Hohenfelde ist außer Haus." Die Lüge ging ihm mühelos über die Lippen. Urako war sicher, dass die zwei nur wegen Davy hier vor ihm standen, sie hatten ansonsten keinen Grund. Wobei ... er kniff die Augen zusammen. Am Ende war Flocke der Grund. "Er hockt gemeinsam mit Varmikan für einige Wochen in La Grange beim ollen Clement rum."

Er hoffte, dass Morasa und Firxas nun abdrehen und sich zu Fuß quer durch das ganze winterliche Souvagne quälen würden, nur um am äußersten Zipfel dann festzustellen, dass Davard und Varmikan dort weilten, wo sie gerade hergekommen waren.
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Re: Ankunft in Souvagne

#12

Beitrag von Morasa » Do 13. Dez 2018, 10:16

Morasa

starrte Urako hasserfüllt an. Der Albenhasser und Verstümmler gab den Weg nicht frei. Mo musste sich beherrschen, aber seine Geduld war knapp.

"Wir arbeiten für Dave und Linhard. Bezahl lieber deine Schulden du dreckiger Dolchdieb. Wo ist mein Dolch und mein Bogen? Schade das ich kein Messer habe, dann hätte ich dir gezeigt wer du bist. Nichts bist du, du Albenhasser und Firxasverstümmler. Alle hassen dich. Und das ist richtig so. Du hast mein Leben zerstört. Ich wollte nichts von dir du pinke Pustel. Ich wollte nur einen Job und ein Clan. Aber du hast alles zerstört. Du und der fette Ork. Meine Schulter war verletzt und ich wär fast gestorben, hätte Crize mich nicht gerettet. Und nun kackst du mich an. Geh aus dem Weg du Widerling.
Komm Firxas wir gehen rein."

Mo verwandelte sich in ein Marder und rannte zwischen Uramos Beine durch ins Haus. Drin hörte er ihn knurren.

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Re: Ankunft in Souvagne

#13

Beitrag von Urako » Do 13. Dez 2018, 12:35

Urako schlug die Tür zu, um dem Marder zwischen Tür und Rahmen alle Knochen zu brechen. Im letzten Moment flutschte das Biest hindurch und war im Haus. Urako schnappte sich einen Reisigbesen und jagte dem Marder hinterher. Wie besessen schlug er damit nach dem kleinen Tier, um ihm die Wirbelsäule zu zertrümmern. Immer wieder knallte der Besen knapp neben Morasa auf den Boden. Eine bunte Vase kreiselte gefährlich auf einem Schränkchen, die Wandteller klimperten und mit lautem Ratsch riss Urako mit dem Besen eine Gardine vom Fenster.

"Du kommst für das alles auf!", brüllte er und schlug besonders kraftvoll nach dem kleinen Pelztier. Wenn dieser Hieb traf, würde Morasa hinterher aussehen wie eine geplatzte Tomate.

Firxas hingegen war ausgesperrt und klopfte frustriert an die zugeschlagene Tür.
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Re: Ankunft in Souvagne

#14

Beitrag von Morasa » Fr 14. Dez 2018, 10:28

Morasa

flitzte durch das Haus. Urako war mit dem Besen dicht hinter ihm. Er wusste der Albenhasser wollte ihn zermatschen. Aber Mo war schnell und flink. Er rannte durch die Zimmer. Er blieb stehen, dass der Pinke ihn nicht verlor, dann rannte er weiter. Mo rannte über Tische und Bänke. Ihm war egal was er zerstörte. Das war alles Urakos Schuld. Mo rannte der Nase nach in die Küche und verwandelte sich zurück. Er guckte nicht ob da wer sass und sich den Bauch vollschlug. Er kramte sofort nach ein Küchenmesser um den Albenhasser zu masserkrieren. Er nahm ein Messer und rannte zu Haustür. Nackt riss er die auf.

"Firxas komm wir machen den fertig."

Mo flitzte wieder los, nackt durch das Geisterhaus und jagte den Albenhasser.

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Re: Ankunft in Souvagne

#15

Beitrag von Davard von Hohenfelde » So 3. Mär 2019, 20:21

Dave legte die Glasschreibfeder zur Seite und musterte Varmikan.

"Was immer dort draußen los ist, ich gehe nachsehen. Du bleibst mit Anwolf und Fedor hier bei Irmina. Der Krach ist ja nicht zum aushalten, dabei soll man in Ruhe arbeiten können", sagte Dave und klappte das Kassenbuch zu.
"Soll ich nicht lieber gehen? Immerhin könnte es gefährlich sein", murrte Varmikan.

"Flöckchen ich weiß, aber solange es nur irgendwer ist und nicht die Bestie werde ich hoffentlich damit fertig. Zudem haben wir ja auch noch Aino und die anderen im Haus", grinste Dave.
"Die sich scheinbar überhaupt nicht für den Lärm interessieren, oder ihn selbst verursachen. Setz Dich wieder hin Davy, ich gehe. Irmina zu hüten ist Deine Aufgabe. Gibt es hier mal einen Tag ohne Radau?", fragte Varmi.

"Ehr nicht es sei denn Du stehst ganz früh auf, während alle anderen noch schlafen", warf Anwolf ein und zog das Kassenbuch zu sich herüber. Er wollte solange darin weiterarbeiten, während Dave nach den Krachmachern Ausschau hielt.

"So wichtig war mir meine Frage auch nicht Wolfi, dass ich mitten in der Nacht dafür aufstehe. Nebenbei Davy bevor Du Dich in den Kampf stürzt und den Radaubrüdern da draußen die Meinung sagst, es ist bald Frühling und rate was ich Dir gekauft habe",
grinste Varmikan und Wolfi hob grinsend den Daumen.

"Frühling, Varmis Geschenk... kann nur ein Huhn sein", antwortete Dave und küsste seinen Mann.
"Verdammt. Du hast es schon gesehen, gib es zu", sagte Varmi geknickt.

"Nein habe ich nicht und würde ich auch nicht. Aber laut Tradition schenkst Du mir jedes Frühjahr zum Frühlingsanfang ein Huhn. Siehe Agathe. Also war das jetzt nicht sonderlich schwer zu erraten Schatz. Ist es ein echtes Huhn oder ein Dekohuhn?", hakte Dave neugierig nach.
"Diesmal ist es zur Deko, dass lässt sich auch leichter einfangen", antwortete Varmikan mit einem Zwinkern.

"Verständlich Flocke, bis später", verabschiedete sich Dave, verließ die Schreibstube und ging dem Lärm entgegen.

Dave hörte Urako durch das Haus toben, fluchen und rennen. Was auch immer Puschel für ein Problem hatte, erschloss sich ihm nicht. Scheinbar benötigte er dazu einen Besen. Keine zwei Sekunden später wurde ihm alles klar. Morasa rannte so nackt wie Ainuwar ihn geschaffen hatte durch das Geisterhaus!

Dave blieb stehen, verschränkte die Arme vor der Brust und musterte Morasa von oben bis unten.

"Geht es Dir gut Mo?", fragte er extrem ruhig.

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Re: Ankunft in Souvagne

#16

Beitrag von Morasa » Mo 18. Mär 2019, 13:06

Morasa

wackelte mit der Hüfte, damit alles schön schwang. Das würde den Albenhasser auf die Palme bringen. Der Waldalb freute sich sehr, Dave zu sehen.

"Mir gehts sehr gut. Dir auch, du bist dicker geworden. Du siehst sehr gut aus. Der Albenhasser hat mich rein gelassen. Der wollte unbedingt nackt mit mir fangen spielen. Du kennst den wie der ist. Der schuldet mir immer noch mein Dolch und mein Bogen. Ich werde ihn verschonen für dich Davy. Dafür stellst du mich und Firxas ein. Ganz schön weit bist du weggezogen. Wir sind froh das wir dich gefunden haben. Wir haben dir ein Dünsterling zum Geschenk mitgebracht."

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Re: Ankunft in Souvagne

#17

Beitrag von Urako » Fr 22. Mär 2019, 15:32

Die Provokation erfüllte ihren Zweck vortrefflich - Urako explodierte vor Hass. Dieser betraf allderdings nicht nur den unverschämten Eindringling.

"Hast du genug gegafft, Dave?", schnauzte er. "Dass du auf dürre weinerliche Hackfressen mit scheißefarbenem Teint stehst, hast du ja von anfang an klar gemacht. Ich werde dir nicht länger im Weg stehen! Macht nur, werdet glücklich in dem Haus, was wir uns zusammen aufgebaut haben. Ich wünsche euch ein kurzes und beschissenes Leben, fahrt alle zum Abgrund, ihr elenden Wichser!"

Urako war dermaßen auf Prass, dass er auf dem Weg in sein Zimmer alle Vasen herunterriss, auf die er bis vor einer Minute noch penibel achtgegeben hatte. Sein Weg war gesäumt von bunten Scherben, der vermutlich teuerste Scherbenhaufen aller Zeiten - sein Leben. Urako würde sich das nicht länger antun, er war nicht länger das Spielzeug dieses notgeilen Verräters. Er stopfte alles Hab und Gut, was er mitnehmen konnte und unterwegs benötigen würde, in seinen Rucksack.

"Gasmi", schnauzte er. "Pack dein Ränzlein. Wir gehen." Auf seinem Weg nach unten ging er noch einmal an Dave vorbei. "Falls du es noch nicht bemerkt hast, du bist abartig fett, eine richtige Qualle, ich muss kotzen wenn ich dich sehe!" Damit steckte er sich den Finger in den Hals und kotzte ihm vor die Füße. Er drehte sich um, spuckte seinem Hassobjekt Morasa mit seiner von Erbrochenem verunreinigten Speichel ins Gesicht und ging nach draußen, um einen Abflug zu machen. Er hatte die Schnauze so was von voll, dass ihm alles egal war. Firxas stand noch immer da und läutete, in der Hoffnung, dass irgendwer ihn offiziell ins Haus bitten würde.

"Aus dem Weg, Krüppel. Du bist eh schon immer zu fett zum fliegen gewesen, du solltest dankbar dafür sein, dass deine Flügel weggefault sind! Das Gleiche noch mal mit deinem Gesicht und dann kann man dich vielleicht sogar anschauen, ohne dass alle Spiegel bersten. GASMI!" Wütend brüllte Urako in Richtung Tür. Er wollte so schnell wie möglich weg hier.
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Re: Ankunft in Souvagne

#18

Beitrag von Morasa » Fr 22. Mär 2019, 17:26

Morasa
 
liess seinen Schwanz und die Augenbraunen hüpfen.
 
"Ich find dich scharf Dave. Bisschen mehr wiegen ist nicht schlecht. Du warst zu dünn. Was der Albenhasser und Menschenhasser sagt ist scheissegal. Der findet du siehst aus wie eine Qualle. Sein Spiegel ist defekt. Der sieht aus wie eine Krustenechse mit Pickel garniert.
Der soll mal seine kleinen Bälle flach halten.
Hast du gehört was er zu mein Mann gesagt hat? Ich geh nach und werde ihn töten. Dafür das er Firxas verstümmelt und beleidigt hat. Gib mir dein Dolch Dave. Dann schlitz ich den pinken Pickel für dich mit auf.
Du musst draussen dein Geschenk abholen. Terc heisst dein Dünsterlingsklave. Firxas hat ihn extra getragen. Der Albenhasser ist nur neidisch weil ich so gut aussehe. Der sieht aus wie eine verbrannte Brühwurst. Genau wie der fette Ork. Brühwurst und Weisswurst.
Zu fett zu fliegen. Besser zu fett als zu doof. Ich hab dem mal in sein nutzlosen Schwanz gebissen. Das mach ich gleich wieder. Du kannst mich gerne angucken. Dass stört mich nicht Dave. Da musst du gar keine Sorgen haben. Nur Sex können wir nicht miteinander haben. Du wolltest nicht und ich bin jetzt mit Firxas zusammen.
Wir wollen uns was aufbauen. Hatte ich dir schon erzählt wo ich bei dein Bruder war? Doch das hatte ich, du hast Mauli gerettet. Verdammt lang her Dave. Da hab ich noch Fleisch besorgt und Linhard hat welches gebracht.
Ich vermisse Mauli sehr. Er war ein guter Gül. In das Land hier durfte er nicht einreisen. Ich glaub die haben was gegen Gule. Hörst du wie der Albenhasser tobt? Dass musst du den alles auf Rechnung setzen. Ich hab beim toben nichts zerstört. Das war alles der aufgedunsene Pickel. Ich war ein Marder und flink.
Dave träum nicht, gib mir dein Dolch."
 
Mo hielt Dave die Hand hin und wackelte zur Aufforderung mit den Fingern.

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Re: Ankunft in Souvagne

#19

Beitrag von Davard von Hohenfelde » So 24. Mär 2019, 17:55

Dave musterte Urako mit ausdrucksloser Miene.

"Reisende soll man nicht aufhalten Urako, ich wünsche Dir eine gute Reise. Fahr zum Abgrund? Was soll ich denn Zuhause? Ich wohne hier. Handbetrieb habe ich nicht nötig, ich bin verheiratet", antwortete Dave tonlos und wandte sich an Mo.

"Einen Düsterling benötige ich nicht, Danke. Schlag nicht in die gleiche Kerbe, dass schont Deine und meine Nerven. Hör auf mit Deinen Hasstriaden, dass klingt nicht besser als sein Gewäsch", sagte Dave und drückte Morasa seinen Dolch in die Hand.

"Damit ist die Dolchsache gegessen Mo, wir haben damit keine Schulden mehr bei Dir", erklärte Dave mit einem süffisanten Schmunzeln.

Gasmi erschien im Flur und schaute sich misstrauisch um.
"Was ist hier denn wieder los?", stöhnte der kleine Düsterling und kratzte sich mit seiner Schwanzspitze am Kopf.

"Gasmi, bevor Du gehst, wisch bitte das Erbrochene Deines Mannes auf. Er war gerade unpässlich", bat Dave freundlich und ging in aller Seelenruhe zurück in die Schreibstube.

Gas starrte Morasa an und schaute dann Dave hinterher.
"Unpässlich?", fragte Gas.

Dave betrat die Schreibstube ohne ein Wort, lächelte Varmikan, Marcella und Anwolf an, strich Fedor und Brownie über den Kopf und setzte sich wieder auf seinen Platz. Er nahm Anwolf das Kassenbuch ab, schlug es auf und schrieb weiter, als wäre nichts gewesen.

Die Blicke der Anwesenden ignorierte er geflissentlich.

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